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Jesus und wer er sein wollte

09.07.2018
Serie•Teil 21 / 21Jesus
Jesus ist nicht nur Vorbild, sondern Gottes Antwort auf die größte Frage: Wer ist er wirklich? Wer ihm folgt, merkt schnell: Christsein heißt nicht nur zustimmen, sondern ihm im Alltag ähnlich werden.

Einführung in die Reihe und der Blick auf Jesus

Mein Name ist Jürgen Fischer. Wer mich nicht kennt: Ihr könnt gerne Fragen stellen nach der Predigt.
Wir schließen heute mit meiner letzten Predigt hier vor der Sommerpause. Nächste Woche wird Martin die Jesusreihe abschließen. Wer die letzten Male dabei war, weiß: Wir haben uns zwanzig Mal schon über Jesus unterhalten. Was können wir von Jesus lernen? Welche Aspekte im Leben Jesu sind so, dass wir sie imitieren sollten?
Jesus ist der, von dem Gott selbst Folgendes sagt. Er sagt in Matthäus 3,17: Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe. Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe. Gott selbst schaut auf Jesus, und das sagt er mehrmals. Da sagt er immer wieder: Das ist er.
Deswegen war es mir so wichtig, über zwanzig Predigten lang Dinge zusammenzustellen, die wir von Jesus lernen können. Und mein persönlicher Wunsch wäre, dass ihr euch jetzt, wo wir bald Sommerpause haben, die Skripte noch einmal vornehmt. Es ist eine Predigtreihe, bei der man sagen kann: Die lohnt sich, auch noch einmal durchzuarbeiten. Die Skripte stehen bei Frogwords. Man kann sie einfach noch einmal herausnehmen, ausdrucken oder durchlesen, vielleicht auch in der Sommerpause. Ihr habt drei Wochen Zeit, einfach mal die Evangelien durchzulesen.
Das sind, genau genommen, 146 Seiten in meiner Bibel. Das ist nicht viel, wenn du dir einen durchschnittlichen John-Grisham-Roman in den Ferien vornimmst. Das Ding hat ungefähr 400 Seiten. Das sind 146 Seiten. Und es geht mir nicht darum, dass ihr alles versteht, sondern fliegt mal durchs Neue Testament, fliegt mal durch die Evangelien und lest von Jesus. Stellt euch die Frage: Was kann ich von Jesus lernen? Wie ist Jesus? Wie verbringt er seine Zeit? Also erst einmal ganz einfach Jesus kennenlernen. Welche Leute sind ihm wichtig?
Und lasst uns, wenn wir das so studieren, wenn man mal so drüberfliegt, dabei nicht vergessen, dass man nicht dadurch Christ wird, dass man, ich sage mal, Mitglied einer Kirche ist. Das ist eine logische Folge davon, aber das ist nicht das, was uns zu Christen macht. Du wirst nicht dadurch Christ, dass du Teil einer Kirche bist. Oder du wirst nicht dadurch Christ, dass du irgendein Ritual an dir hast vollziehen lassen, auch wenn das eine Taufe war. Das ist schön, und das gehört dazu, aber das ist nicht das, was dich zum Christen macht.
Wir sind auch nicht dadurch Christen, dass wir vielleicht schon mal eine Predigt von Martin Luther im Original gelesen haben. Ich weiß nicht, wer das von euch gemacht hat. Das ist eine spannende Sache, wenn man das so mal auf sich wirken lässt. Das ist alles nicht das, was uns zu Christen macht. Ein Christ ist tatsächlich nur so weit Christ, als er auch ein Jünger Jesu ist, ein Nachfolger Jesu ist.

Was echtes Christsein ausmacht

Und ich finde, dass Johannes der Apostel das wunderbar auf den Punkt bringt. Er sagt in 1. Johannes 2,6: Wer sich hinstellt, wer sagt, dass er in ihm, in Jesus, bleibe, ist schuldig, selbst auch so zu wandeln, wie er gewandelt ist.
Okay, so würde heute keiner mehr reden. Da kriegt man, wenn man das so schreiben würde, in einem Deutschaufsatz wahrscheinlich so ein großes A an die Seite. Man muss das für sich so ein Stück übersetzen: Wer sagt, dass er in ihm bleibe, ist schuldig, selbst auch so zu wandeln, wie er, Jesus, gewandelt ist.
Es gibt eine Schuldigkeit, es gibt eine notwendige logische Verbindung zwischen der Behauptung: Ich bin Christ, und der Art und Weise, wie man lebt. Und wer den Text liest, der wird sagen: Aber hier steht doch gar nicht, dass man sich hinstellt und behauptet, Christ zu sein. Hier steht: wenn jemand sagt, dass er in Jesus bleibt.
Aber diese Formulierung „in Jesus bleiben“ ist das Gleiche, wie wenn ich sagen würde: Ich bin Christ. Die beiden Aussagen sind identisch. Was Johannes hier nur macht, ist: Er zitiert Jesus. Und Jesus ist einer, der im Johannes-Evangelium 15, da vergleicht er uns Jünger, also die, die Christen sind, mit einer Rebe am Weinstock.
Ich weiß, ich kaufe meinen Wein auch im Regal bei Rewe. Aber wer noch so ein bisschen eine Vorstellung von Landwirtschaft hat, der weiß: Weintrauben hängen an Reben, und Reben hängen an Weinstöcken. Und Jesus sagt: Du bist als Christ, du bist als Jünger Jesu wie so eine Rebe, und du musst an diesem Weinstock, du musst an Jesus hängenbleiben. Und Jesus formuliert das mit den Worten: Bleibt in mir. So sagt er das.
Und er meint damit: Habt diese enge Verbindung zu mir wie eine Rebe zum Weinstock, bleibt in mir. Und deswegen kann ich diese Gleichsetzung hier machen. Deswegen kann ich sagen: Wenn jemand sagt, dass er in ihm bleibe, also wenn jemand sich hinstellt und sagt, ich bleibe in Jesus, ich habe diese enge Verbindung zu Jesus, und wenn das mehr sein soll als nur ein Lippenbekenntnis, dann folgt da etwas daraus.
Wer sagt: Ich gehöre zu Jesus, wer sagt: Zwischen Gott und mir ist alles in Ordnung? Wer das sagen darf, das ist genau der, der sagt: In meinem Leben lebe ich wie Jesus. Also Gott hat in mir etwas gemacht, Gott hat mich wiedergeboren. Ganz praktisch: Ich lebe wie Jesus. Ich schaue mir an, wie Jesus gelebt hat, mich interessiert das, wie Jesus tickt. Und das ist der Gradmesser dafür, für echtes Christsein.
Also noch mal: Es geht beim Christsein nicht um die Frage, zu welcher Kirche ich gehöre. Es geht auch nicht darum, dass ich auf alle Bibelfragen eine Antwort habe. Das wäre wünschenswert, das würde ich mir auch wünschen, ja, aber das ist nicht der Punkt. Die Frage beim Christsein oder Christsein als solches lässt sich runterbrechen auf die Frage: Sag mal, lebst du wie Jesus?
Ganz praktisch: Wie sieht dein Umgang mit der Bibel aus, wie sieht dein Umgang mit Menschen aus, wie sieht dein Umgang mit Gebet aus? Ganz praktisch: Lass uns bitte Christsein nicht kompliziert machen. Lass es uns runterbrechen. Wenn du morgens aufwachst und wenn du abends ins Bett gehst, kannst du da diesen entspannten, ruhigen Umgang mit Gott pflegen.

Die Gefahr des bloßen Zustimmens

Und ich hoffe, dass ihr diese Predigtreihe einerseits auch als supersimpel empfunden habt. Also mir ging es so. Weil ich bei vielen Predigten dachte: Das wissen die doch alle schon, da kann ich ihnen doch gar nichts Neues mehr sagen.
Also gerade bei den letzten beiden, in denen wir uns ein bisschen über das Vaterunser und über das Beten unterhalten haben: Ganz ehrlich, hätte nicht jeder von euch hier nach vorne kommen und sagen können: Ach, lasst mich die Predigt machen, ich weiß doch, was in der Bibel steht? Ich meine, das ist ja so ein Stück Einmaleins des Glaubens.
Das ist die eine Seite: Diese Themen sind ganz simpel. Und weil sie so simpel sind, stehen wir in der Gefahr, sie nicht ernst zu nehmen. Wir stehen in der Gefahr, sie einfach nur so ein Stück abzunicken. Und am Ende nicken wir vielleicht ab, aber wir werden nicht das nächste kleine Stückchen, das Gott für uns vorgesehen hat. Wir werden vielleicht nicht das nächste kleine Stückchen Jesus ähnlicher.
Wissen Sie, abnicken, zu sagen: Jo, war eine gute Predigtreihe, hat ja tolle Sachen gesagt, abnicken kostet noch gar nichts. Ich habe mir so gedacht: Wenn man einfach nur etwas abnickt, kostet es nichts und es macht ein gutes Gefühl, oder?
Also ich habe mir überlegt: Wie viele Fitnessvideos habe ich mir schon angeschaut, um mich von Männern mit Sixpacks inspirieren zu lassen? Und nachdem ich die gesehen habe, habe ich ehrlich geglaubt, es wäre gut, jeden Tag etwas Hanteltraining zu machen. Aber ich habe bis heute noch nie damit angefangen.
Versteht ihr: Man schaut sich dieses inspirierende Video an, ja, und wenn man das dann vielleicht noch ein bisschen unterlegt mit Musik oder: Möchtest du deine Joggingschuhe anziehen und raus! Aber in dem Moment, wo das Video vorbei ist, du es abgenickt hast, denkst du für den kurzen Moment: Es ist draußen ganz schön kalt. Oder: Wenn ich rausgehe, könnte ich ja auch eigentlich den Müll mitnehmen. Das ist dann schon so wie das Gegenstück von Begeisterung.
Man nickt das ab, und das ist die große, große Gefahr, dass wir mit dieser Predigtreihe machen: dass wir das einfach nur abnicken. Mein Wunsch ist wirklich ein ganz simpler. Schnappt euch die Skripte. Wenn du sagst: Ich möchte nicht alle zwanzig lesen, ist mir auch egal, dann geh mal die Titel durch und sag: Was sind meine Top drei Titel, wo ich sage, die nehme ich mit in Urlaub? Druck dir das PDF aus oder zieh es dir auf dein Handy, und dann lies das mal in Ruhe durch. Und dann schau: Was hat Jesus wie gemacht?
Trau dich, dein Leben mit dem Leben von Jesus zu vergleichen.

Gnade, Wachstum und der nächste Schritt

Wisst ihr, unser Riesengeschenk als Christen ist, dass wir aus Gnade leben. Du musst nichts richtig machen. Aber du darfst alles jeden Tag ein bisschen besser machen. Ist das nicht grandios?
Gott liebt dich nicht, weil du perfekt bist, sondern Gott liebt dich, weil du sein Kind bist. Und deswegen setzt Gott dir einfach eine Idee hin und sagt: Schau mal, das könnte dein Leben sein, das könnte rauskommen, das Potenzial steckt in dir drin.
Was hältst du davon, wenn du im nächsten Monat einen Schritt an der Stelle weitergehst, wo du persönlich den Eindruck hast, dass der jetzt dran ist? Und wenn du den einen Schritt gemacht hast, dann nimmst du den nächsten Schritt. Und so werden wir Stück für Stück genau das erleben, was Johannes hier schreibt: Wer sagt, dass er in ihm bleibe, wer sagt: Ich lebe mit Jesus, Jesus ist der Herr in meinem Leben, der ist schuldig. Und du wirst dann auch sagen: Ja, stimmt, das ist irgendwie eine innere Notwendigkeit für mich, ich kann gar nicht mehr anders.
Ich möchte mehr sein wie Jesus. Ich möchte so wandeln, so leben, wie er gelebt hat. Ich möchte, dass seine Prioritäten, sein Umgang mit Zeit, sein Umgang mit Gott, sein Umgang mit Menschen sich in meinem Leben widerspiegeln. Ich möchte einer sein, der Gott wirklich gut kennt. Das ist ein Vorrecht, so leben zu dürfen.
Und Jesus als Vorbild zu haben, ist etwas Grandioses. Und das umso mehr, als Jesus eben nicht irgendein Mensch mit guten Ideen war. Jesus war nicht ein Guru, so wie der Dalai Lama. Er war nicht ein Prophet, so wie Mohammed. Menschliche Idole, davon gibt es viele. Ich weiss, ich glaube, jeder hat so seine. Und der eine ist vielleicht ein Fussballspieler, wie wir es vorhin gehört haben, der andere sagt: Ich stehe vielleicht mehr so auf Konfuzius oder Chuck Norris oder Mutter Theresa, keine Ahnung.
An menschlichen Idolen mangelt es wirklich nicht. Aber keiner von denen hat sich je hingestellt und gesagt: Ich bin Gott. Da macht Jesus den grossen Unterschied. Jesus ist wirklich ganz anders. Jesus stellt sich hin und er möchte nicht Mensch unter Menschen sein. Jesus tritt mit einem Selbstverständnis auf, das ihn aus der Masse aller Menschen heraushebt, und das ist ganz entscheidend.

Jesus als Abbild Gottes

Ich habe euch etwas mitgebracht, um das noch einmal verständlich zu machen, was ich sagen will. Das ist meine Frau, also genau genommen ein Bild von meiner Frau. Es ist kein Bild von meinem Auto, sondern von meiner Frau. Also, wer sie kennt, der weiß: Das ist Bärbel. Aber gleichzeitig wirst du sagen: Nein, das ist nicht Bärbel, das ist ein Bild von Bärbel.
Das Bild von Bärbel kann vieles nicht, was Bärbel kann, zum Beispiel küssen. Oder kochen. Oder so wie gestern Abend über den Witz von einem kleinen Mädchen lachen. Das kann das nicht. Es ist zweidimensional und bildet Bärbel nur ab.
Und jetzt kommt die Übertragung, die wir wirklich verstehen müssen. Wie das Bild Bärbel abbildet, so bildet der Mensch Jesus von Nazareth den ewigen Gott ab. Gott wird Mensch.
Wisst ihr, Gott ist so anders, als wir es sind, dass wir Gott nicht denken können. Wir können Gott nicht verstehen. Gott spielt in einer komplett anderen Liga der Existenz. Ich glaube, dass wir uns das oft nicht klar machen. Er ist Gott, der Schöpfer, und wir sind Geschöpfe.
Zweite Illustration. Man muss Dinge ja zweimal sagen. Das ist eine Playmobilfigur. Und die sieht ein bisschen aus wie ich. Gott verhält sich zu uns Menschen, wie ich mich zu dieser Playmobilfigur verhalte. Gott, der Schöpfer, ist so anders im Verhältnis zu dieser Playmobilfigur, wie ich anders bin im Verhältnis zu mir. Entschuldigung: Gott, der Schöpfer, ist so anders im Verhältnis zu mir, wie ich anders bin im Verhältnis zu dieser Playmobilfigur.
Wenn Gott Mensch wird, dann wäre das so, als würde ich eine Playmobilfigur werden müssen. Versteht ihr? Wenn ich jetzt Playmobilfigur werden müsste, um alle Playmobilfiguren dieser Welt zu retten, dann müsste ich ganz, ganz viel von meinem Menschsein aufgeben. Ich dürfte gar nicht. Am Ende käme etwas heraus, wo man sagt: Es hat doch mit dir, Jürgen, gar nichts mehr zu tun. Stimmt!
Und genau das ist es, was Gott tut. Gott gibt ganz viel von seiner Göttlichkeit auf, und er wird Mensch. Und trotzdem ist dieser Mensch, Jesus von Nazareth, wenn ich ihn da sehe und frage: Wer bist du denn?, dann ist er Gott.
So wie wenn ich eine Playmobilfigur werden würde. Jetzt können die nicht sprechen, deswegen ist das Bild an dieser Stelle ein bisschen schwierig, aber ihr könnt euch vorstellen: so eine kleine Playmobilfigur, blaue Hosen, Hemd, Brille, schwarze Haare. Wenn du die fragen würdest: Wer bist du?, dann würde die Playmobilfigur sagen: Ich bin Jürgen.
Aha. Und so ist das, wenn Menschen Gott begegnen, einem Gott, der Fleisch wurde. Du begegnest einem Menschen und fragst: Wer bist denn du? Und jetzt muss dieser Mensch irgendwie zum Ausdruck bringen: Na ja, einerseits bin ich Mensch, aber andererseits bin ich viel mehr.
Wenn wir sagen, Gott wurde Mensch, und die Theologen nennen das so, dass Jesus Gott im Fleisch ist, also wenn ihr das in der Bibel mal lest, dann meint das genau das: Gott wurde Mensch.
Die Frage, die sich dann an so einer Stelle immer stellt, ist: Wollte Jesus eigentlich Gott sein? Also, es gibt so eine These, dass Leute sich hinstellen und sagen: Jesus war eigentlich genau so ein Guru wie alle anderen auch, und dann kam irgendwann später die Kirche und hat ihn halt so vergöttlicht. Ich weiß nicht, ob ihr das jemals gehört habt. Und das ist eine interessante These.
Es wäre spannend zu sehen: Was sagt Jesus über sich selber? Versteht ihr, wenn man Jesus O-Ton mal hört, wie beschreibt er sich? Und ich habe euch ein paar Sachen mitgebracht. Also, wenn wir die Frage beantworten wollen, was Jesus sein wollte, müssen wir uns anschauen, was er gesagt hat, was er getan hat und natürlich auch ein ganz kleines bisschen, was die Menschen verstanden haben.
Also die Frage im Raum ist: Ist Jesus wirklich in seinem Selbstverständnis, denkt er wirklich, Gott zu sein, als Mensch, nicht göttlich, sondern Gott? Oder haben das später die Leute einfach nur so in der Kirchengeschichte gemacht, wo es dann irgendwann mal so ein Konzil gab, so ein Geheimtreffen, und dann hat man gedacht: Wie kommen wir ein bisschen besser raus? Und dann: Ach, man könnte noch Jesus Gott machen.
Und wir schauen uns jetzt an, was Jesus über sich selber gesagt hat.

Jesu Worte über seine eigene Identität

Ich kann euch natürlich nicht alles vorstellen. Ich habe mal so ein Best-of mitgebracht. Da heißt es: Es gibt eine Geschichte, Jesus heilt einen Gelähmten am Teich Bethesda. Er macht das am Sabbat. Das ist der heilige Tag der Juden. Und das ist der Grund, warum man ihn verfolgt, weil Leute sagen: Das darf man nicht.
Und jetzt, Johannes 5,17-18, verteidigt sich Jesus. Und er macht das auf so eine typische Jesusweise, wo du auch denkst: Ach, hättest du nicht was anderes sagen können, das hätte alles entspannt.
Er sagte nämlich Folgendes: Jesus aber antwortete ihnen: Mein Vater wirkt bis jetzt, und ich wirke.
Ihr merkt schon: Ja, Gott hat keinen Sabbat, sonst wäre die Sonne nicht aufgegangen heute Morgen. Und bei mir gibt es auch keinen. Denkst du dir: Was ist denn das für eine Antwort?
Die Leute verstehen ihn genau richtig. Darum nun suchten die Juden noch mehr, ihn zu töten, weil er nicht allein den Sabbat aufhob, sondern auch Gott seinen eigenen Vater nannte und sich so selbst Gott gleichmachte.
Also formuliert Jesus bewusst so, dass die Menschen, die ihn hören, etwas verstehen, nämlich dass er sich selbst Gott gleichmachte. Jesus will überhaupt nicht den Eindruck vermitteln, ein ganz normaler Mensch zu sein. Also schon Mensch, aber ein Mensch, dem, wenn du ihm begegnest, ja, da begegnest du Gott. So tritt Jesus auf.
Das ist verrückt, oder? Jesus sagt, ich habe euch mal drei Beispiele mitgebracht für verrückte Sachen, die normalerweise, wenn das jemand sagt, würdest du sagen: Ich rufe mal 112. Denn das ist ein Fall für den psychiatrischen Notdienst.
Jesus sagt, Johannes 5,21-25: Denn wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn, also Jesus, lebendig, welche er will.
Stell dir mal vor, dir begegnet jemand und sagt: Ich mache lebendig, welche ich will. Den nimmst du doch nicht ernst.
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es kommt die Stunde, und sie ist jetzt da, wo die Toten die Stimme des Sohnes Gottes, das ist Jesus, hören werden, und die, die sie gehört haben, werden leben.
Jesus sagt: Ich werde Menschen lebendig machen.
Andere schöne Stelle: Johannes 10,17-18. Darum liebt mich der Vater, weil ich mein Leben lasse. Bis dahin ist die Sache noch normal. Jeder kann sein Leben lassen. Das geht. Geh nachts auf die Autobahn, geh da spazieren, und du lässt dein Leben. Es ist nicht schwer. Aber jetzt geht es weiter.
Darum liebt mich der Vater, weil ich mein Leben lasse, um es wiederzunehmen.
Was hältst du von jemandem, der sagt: Also, ich werde sterben, und dann, wenn ich keine Lust mehr auf Sterben habe, werde ich wieder lebendig. Das klingt irgendwie komisch, oder?
Und dann betont er das noch mal. Man könnte sich ja verlesen haben. Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir selbst. Ich habe Vollmacht, es zu lassen, ich habe Vollmacht, es wiederzunehmen.
Hallo?
Andere Stelle, Johannes 6,38: Ich bin vom Himmel herabgekommen.
Stellt euch vor, ich würde euch sagen: Also, habe ich euch noch nie gesagt, aber ich komme gar nicht von hier, ich komme von oben, bin vom Himmel herabgekommen. Also wenn ich jemals an dem Punkt bin, holt mich von der Kanzel.
Ganz ehrlich. Aber Jesus sagt das: Denn ich bin vom Himmel herabgekommen, nicht, dass ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.
Und ich könnte euch noch mehr solche Beispiele bringen. Jesus behauptet hier mal eben, dass er gestorbene Menschen lebendig machen wird, dass er in der Lage ist, sein Leben zu lassen, zu sterben und es wieder zu nehmen, das heißt, wieder lebendig zu werden, und dass er vom Himmel herabgekommen ist.
Und schon sehr früh hat jemand mal gesagt: Wenn Leute so etwas behaupten, gibt es drei Möglichkeiten. Entweder Leute, die das behaupten, sind verrückt, oder sie sind Lügner, oder sie sind genau das, was sie behaupten zu sein. Du musst dich entscheiden. Du kannst nicht sagen: Das ist normal, das ist nicht normal.
So, jetzt ist Jesus verrückt. Jeder, der sich ein bisschen mit Verrücktheit auskennt, wer sich also wirklich mal auf psychiatrische, also auf solche Krankheiten eingelassen hat, der wird wissen: Nee, ist er nicht. Der wirkt ganz normal, der sagt nur komische Sachen.
Ist ja ein Lügner? Na ja, niemand hat ihn je einer Lüge überführt. Er ist der Gründer einer Religion, die dafür steht, dass man gerade nicht lügen, nicht betrügen soll, dass Wahrheit etwas wirklich total Wichtiges ist. Also spricht es auch nicht dafür, dass er ein Lügner ist.
Was bleibt übrig? Dass er das, was er hier sagt, wirklich so meint, dass das wirklich ernst gemeint ist, dass Jesus einfach die Wahrheit sagt, wenn er diese Dinge sagt. Er ist eben nicht nur irgendein Mensch, sondern er ist Gott, der Mensch wurde.
Und das heißt, sein Leben fängt auch an, bevor er eigentlich geboren wurde. Komischer Gedanke, oder? Unser Leben fängt mit der Geburt an. Aber wenn jetzt jemand Gott ist und Mensch wird, dann heißt das, der kommt eigentlich aus der Ewigkeit. Klar, er wird dann irgendwann Mensch, aber das ist nicht sein eigentlicher Startpunkt.
Und da gibt es eine Stelle, die wollte ich euch nicht vorenthalten. Dazu müsst ihr Folgendes wissen: Abraham ist eine Figur aus dem Alten Testament, etwa zweitausend vor Christus. Und dann sagt Jesus in Johannes 8,56-58, das ist wieder so eine ganz kritische Situation: Abraham, euer Vater, jubelte, dass er meinen Tag sehen sollte, und er sah ihn und freute sich.
Das ist das, was Jesus sagt. Also Abraham, der ist zwar schon zweitausend Jahre tot, aber der hat sich gefreut, als er gesehen hat, was hier so passiert.
Die Leute sind ein bisschen konsterniert. Da sprachen die Juden zu ihm: Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt, und hast Abraham gesehen? Also die können sich das jetzt so gar nicht vorstellen, wie das gehen soll.
Und jetzt sagt Jesus einen Satz, der ist kryptisch, aber toll: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham war, bin ich.
Hä? Also: Ehe Abraham war, bin ich. Was für eine schräge Formulierung. Ich hoffe, dass ihr sie genießen könnt. Ich genieße solche Formulierungen, weil sie reichen, um fünf Worte lang einen Abend in Ruhe darüber nachzudenken. Versteht ihr? Da braucht man nicht viel Text.
Trotzdem macht das mal, dass ihr alle vier Evangelien durchlest. Also bleibt nicht bei all diesen Texten stehen.
Also hier steht nicht: Ehe Abraham war, war ich. Das wäre schon komisch. Da hätte Jesus gesagt: Ich bin schon älter als zweitausend Jahre. Sondern: Ehe Abraham war, bin ich.
Und die Zuhörer sind so empört über das, was er da sagt, dass sie sofort die Steine aufheben und ihn umbringen wollen. Warum? Weil die Formulierung bin ich nicht nur zum Ausdruck bringt, ich bin älter als Abraham, sondern die direkte Übersetzung eines alttestamentlichen Gottesnamens ist.
Ich habe euch das mitgebracht aus Jesaja 43,10. Und das ist nur ein Beispiel, wo diese Formulierung für den Eigennamen Gottes steht. Also Gott in Jesaja stellt sich an den verschiedensten Stellen vor, indem er nicht sagt: Ich bin der So-und-so, sondern wo er einfach nur sagt: Ich bin, ich bin.
Ich weiß, das klingt komisch, aber das ist der Hintergrund. Und die Leute damals hören das und sie verstehen sofort, was Jesus sagen will. Sie merken: Diese Formulierung, die ist eigentlich so dicht am Alten Testament dran, so darf nur einer reden, nämlich Gott.
So, zu der Stelle Jesaja 43,10, dass ihr es mal gehört habt: Ihr seid meine Zeugen, spricht der Herr, und mein Knecht, den ich erwählt habe, damit ihr erkennt und mir glaubt und einseht, dass ich bin. Das kleine Wörtchen es hat man eingefügt, steht aber nicht da. Da steht wirklich: dass ich bin. Vor mir wurde kein Gott gebildet, und nach mir wird keiner sein.
Ganz viele Stellen bei Jesaja machen deutlich, dass diese Formulierung ego eimi, das ist Altgriechisch für bin, dass das eigentlich eine Umschreibung ist für den Namen Gottes. Gott stellt sich als der Ich bin vor, und Jesus greift diese Formulierung ganz bewusst auf, und zwar immer wieder.
Und die Zuhörer, vertraut mit dem Alten Testament, hören das. Für sie ist es eine Provokation. Und diese Formulierung: Ehe Abraham war, bin ich, sofort die Steine, der muss weg.
Für uns ist nur interessant, dass er das macht, versteht ihr? Du fragst jemanden: Wer bist denn du? Und er sagt nicht: Na ja, ich bin halt Jürgen, sondern er sagt: Ich bin. Punkt. Und bei dir klingelt alles nach Gott, Gott, Gott, Gott. Versteht ihr? Das ist das, was bei den Juden mitschwingt. Sie wissen sofort, was er sagt. Sie wollen es nur nicht hören.
Weil, was machst du denn mit jemandem, den du fragst, wer du bist und wie alt bist du denn? Und er bringt eine Formulierung, wo du am Ende nur sagen kannst: Möchtest du mir eigentlich sagen, dass du Gott bist?
Ja, genau das ist es, was Jesus deutlich machen könnte. Wenn wir uns anschauen, was Jesus von sich selbst sagt, dann sehen wir: Er stellt sich als der Mensch gewordene Schöpfergott vor.
Und es bleibt im Leben Jesu nicht bei dem, was er über sich sagt, sondern ganz kurz zwei Dinge, die er tut.

Was Jesus tut: Vergebung und neue Lebendigkeit

Was ist das Wichtigste im Leben eines Menschen, wenn man diese Frage einmal stellt? Und es ist nicht die Gesundheit. Also diesen Spruch „Hauptsache gesund“ kannst du knicken, denn die Gesundheit ist dem Tod unterworfen. Du kannst so gesund sein, wie du willst, irgendwann bist du tot. Das funktioniert also nicht.
Deswegen ist eine Geschichte im Neuen Testament so interessant: Ein Gelähmter wird von vier Freunden zu Jesus gebracht. Und was sagt Jesus zu diesem Gelähmten? Am Ende heilt er ihn. Es gibt also auch ein, ich sage mal, körperliches Happy End. Aber das, was Jesus ihm zuerst sagt, steht in Markus 2,5:
Und als Jesus ihren Glauben sah, spricht er zu dem gelähmten Kind: Deine Sünden sind vergeben.
Und man denkt sich: Hä, ist das nicht ein bisschen wenig? Stell dir einmal vor, du gehst in ein Krankenhaus. Da liegt jemand in deinem Bett, an irgendwelche Schläuche angeschlossen, es geht ihm wirklich nicht gut. Im Hintergrund hörst du ein „Biep, Biep, Biep“. Und statt ihn gesund zu machen, gehst du zu ihm hin und sagst: Also das, was du wirklich brauchst, ist Vergebung deiner Sünden. Und die gebe ich dir, weil ich deinen Glauben sehe. Das, was du an Glauben hast, ist genial. Ich sehe deinen Glauben, ich sehe den Glauben deiner Freunde. Deine Sünden sind dir vergeben.
Das ist das, was der Mensch wirklich braucht. Und das ist das, was Jesus uns wirklich gibt.
Natürlich kommen sofort die Kritiker. Markus 2,7: Was redet dieser so lästerlich? Wer kann Sünden vergeben außer einem Gott?
Stimmt. Niemand kann Sünden vergeben. Also ich könnte euch die Sündenvergebung 24 Stunden am Tag zusprechen, aber es würde überhaupt nichts bedeuten. Ein Mensch allein kann nicht Sünden vergeben.
Damit alle sehen, dass Jesus wirklich die Macht hat, Sünden zu vergeben, heilt er den Gelähmten. Der rollt dann seine Isomatte zusammen und spaziert hinaus.
Wichtig ist nur, dass wir eines verstehen: Wir begegnen in der Bibel allen möglichen Menschen, aber da kommt einer, der sagt dir: Deine Sünden sind dir vergeben. Und wenn der dir das sagt, dann ist es so. Warum? Weil der, wenn er den Mund aufmacht, nicht ein x-beliebiger Mensch zu dir spricht, sondern Gott zu dir redet. Und das, was er dir sagt, das gilt auch an den Punkten, wo du sagst: Das kann doch kein Mensch.
Stimmt, ein x-beliebiger Mensch kann das nicht. Aber wenn Gott Mensch wird und wenn mir Gott gegenübersteht, auch als Mensch, selbst wenn Gott als Playmobilfigur gekommen wäre und mir sagt: Deine Sünden sind dir vergeben, dann gilt das. Denn das, was Gott sagt, ist wahr, weil Gott es wirklich kann. Und wenn Gott sagt: Ich sehe den Glauben, und deine Sünden sind dir vergeben, dann ist das gut.
Und ein letzter Punkt: Sucht nach mehr. Wenn ihr Evangelien lest, geht einmal durch und schaut euch an, an wie vielen Stellen Jesus Dinge sagt, bei denen man wirklich sagen muss: Das kann er nur sagen, weil er Gott ist. Wenn er nicht Gott wäre, dann würde das einfach überhaupt keinen Sinn ergeben.

Das Bekenntnis des Thomas und die Schlussfolgerung für unser Leben

Ein letzter Punkt:
Nach der Auferstehung erscheint Jesus den Jüngern. Als er das erste Mal kommt, ist Thomas nicht dabei. Und Thomas ist so ein kritischer Mensch, der sagt: Ich glaube das nicht, was ihr gesehen habt, dass Jesus wieder auferstanden ist.
Eine Woche später kommt Jesus wieder. Jetzt ist Thomas dabei. Johannes 20,27-28:
Dann spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände. Der wollte nämlich anfassen. Und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, da, wo der Speerstich durchging. Und sei nicht ungläubig, sondern gläubig.
Und jetzt macht Thomas etwas, das faszinierend ist. Thomas ist nämlich nicht leicht zu überzeugen. Er ist ein ganz nüchterner, realistischer Mensch. Ein paar Kapitel vorher geht Jesus wieder zurück nach Judäa. Er weiß, dort wartet die Opposition auf ihn. Man wird versuchen, ihn umzubringen. Und Thomas ist ja der ganz Nüchterne und sagt: Na, dann gehen wir halt mit und sterben mit ihm.
Ein ganz nüchterner Mensch. Also: Ein Gläubiger in der Bibel ist kein Spinner. Es ist keiner, der einfach so im Wolkenkuckucksheim lebt. Das ist ein ganz nüchterner Mensch, der möchte es anfassen. Wenn du sagst, er ist wieder lebendig, will ich anfassen.
Aber jetzt, wo er merkt, Jesus ist wirklich auferstanden, dann ist er auch hundert Prozent für diesen Jesus. Und dann sagt Thomas, antwortet und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott.
Und das Spannende ist: Jesus sagt nichts dazu. Er lässt es zu, dass ein Mensch ihn anbetet und ihm sagt: Du bist, als Mensch Jesus von Nazareth, der auferstandene Mensch, du bist mein Herr und mein Gott. Er lässt es zu, weil es wahr ist. So wie in Johannes 14,9, wo Jesus dem Philippus, einem seiner Jünger, sagt: Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.
Unsere Eingangsfrage war: Was wollte Jesus sein? Ein x-beliebiger Mensch? Nein, Jesus hat sich durchaus für etwas Besonderes gehalten. Aber Jesus war damit, damit wir das gut verstehen, kein Halbgott. Er war Mensch. Aber er wurde genau die Art von Mensch, wie Gott sie wollte, weil er Gott war, der Mensch wurde.
Und das ist jetzt für uns von allergrößter Bedeutung. Denn wenn Gott uns zeigt, wie er sich Menschsein vorstellt, dann können wir nur gewinnen, wenn wir das imitieren. Dann ist die Art, als Mensch zu leben, die Gott selbst auf der Erde gezeigt hat, einfach die beste Art zu leben, die es gibt.
Dann ist es wirklich klug, wenn wir Jesus nicht neben die sogenannten Großen dieser Weltgeschichte sortieren. Versteht ihr? Es gibt so Leute, die haben in ihrem Kopf eine Liste von Großen. Da stehen dann so Leute wie Gandhi, vielleicht Hildegard von Bingen, Kant, Buddha, Angela Merkel, so die Großen halt. Und dann stellt man Jesus irgendwie daneben.
Und genau das ist es, was Jesus nicht möchte. Jesus möchte nicht daneben gestellt werden. Er ist Mensch. Mensch wie Menschen sind. Er hat Hunger. Er wurde müde. Er hat unter der Dummheit seiner Zeitgenossen gelitten. Er wurde zornig, traurig. Er ist wirklich Mensch, richtig Mensch.
Aber dieser Mensch war bei aller Menschlichkeit ein ganz besonderer Mensch. Er war Gottes Idee, Mensch zu werden. Er war der einhundertprozentig gelungene Versuch, das Wesen eines unsichtbaren, ewigen Gottes mit den Mitteln des Menschseins abzubilden.
Und jetzt kann man sagen: Da bleibt viel auf der Strecke. Ja, so viel, dass Paulus schreiben kann, er machte sich selbst zu nichts. Ja, das ist das, was du denken würdest, wenn du dir vorstellst, du müsstest, um alle Playmobilfiguren zu retten, Playmobilfigur werden. Und du sagst: Was gebe ich dafür auf? Ich gebe die Fähigkeit auf, herumzulaufen. Die Fähigkeit auf, zu denken. Die Fähigkeit auf, ein gutes Essen zu genießen. Die Fähigkeit auf, ein Gespräch zu führen. Du gibst all das auf. Du kannst nie wieder Musik hören, nie wieder ein Buch lesen, verstehst du? Du gibst all das auf. Was bleibt denn dann noch übrig? Na, du hast zwei Beine und zwei Arme, einen Kopf. Du siehst irgendwie so ein bisschen aus wie ein Mensch.
Das ist, wenn Gott Mensch wird. Er sieht so ein bisschen aus wie Gott, versteht ihr? Da bleibt irgendwie von Gott selbst fast nichts mehr übrig. Er machte sich selbst zu nichts, macht sich ganz, ganz klein, um uns zu begegnen. Aber so klein, dass wir, und das ist das Großartige, dass wir ihn imitieren, dass wir über ihn nachdenken können. Und das ist unser Vorrecht. Und deswegen die Jesus-Reihe, weil ich mir das wünsche, dass wir begreifen: Wenn Gott Mensch wurde, hey, dann lasst uns diesem Vorbild einfach nacheifern. Amen.

Vielen Dank an Jürgen Fischer, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!

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