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Die Sünde gegen den Heiligen Geist – Teil 3

Jesu Leben und Lehre | Episode 267
Matthäus 12,32-3709.05.2023
SerieTeil 3 / 3Die Sünde gegen den Heiligen Geist
Deine Worte sind kein Smalltalk: Sie verraten, was wirklich in dir steckt. Wer Wahrheit immer wieder wegredet, spielt mit mehr als einem schlechten Ruf – mit dem eigenen Herzen.
Gott wird Mensch: Leben und Lehre des Mannes, der Retter und Richter, Weg, Wahrheit und Leben ist.
Episode 267 Die Sünde gegen den Heiligen Geist, Teil 3

Der endgültige Ausschluss und seine Bedeutung

Was ist die Sünde gegen den Heiligen Geist? Es ist das bewusste Nein zu Gottes Liebe, das sich darin zeigt, dass ich gegen alle Logik und Vernunft nicht wahrhaben will, dass ich Gottes Geist erlebt habe.
Lasst uns noch einen letzten Blick werfen auf Matthäus 12,32. Und wenn jemand ein Wort reden wird gegen den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden. Wenn aber jemand gegen den Heiligen Geist reden wird, dem wird nicht vergeben werden, weder in diesem Zeitalter noch in dem zukünftigen.
Ein Wort zu der Formulierung weder in diesem Zeitalter noch in dem zukünftigen. In der jüdischen Apokalyptik ist von zwei Zeitaltern die Rede: diesem Zeitalter, das ist die Zeit, in der wir leben, und dann gibt es ein zukünftiges Zeitalter. Christen würden dieses zukünftige Zeitalter gleichsetzen mit dem neuen Himmel und der neuen Erde.
Wenn hier steht, dass dem, der den Geist lästert, weder in diesem Zeitalter noch in dem zukünftigen vergeben werden wird, dann formuliert Jesus hier bewusst überdeutlich: So jemand hat keine Chance mehr, niemals mehr. Für einen, der gegen den Heiligen Geist reden wird, ist der Zug in alle Ewigkeit abgefahren. Game over! Das möchte der Herr Jesus mit allem Nachdruck zum Ausdruck bringen.
Es macht also einen gewaltigen Unterschied, ob ich etwas gegen Jesus sage, ihn als einen Freund der Zöllner und Sünder oder einen Fresser und Weinsäufer bezeichne, oder ob ich gegen den Geist Gottes rede, der durch ihn wirkt. Wer den Geist lästert, wird ewiger Sünde schuldig; dem ist nicht mehr zu helfen.

Wenn Überführung abgelehnt wird

Wenn wir dieses Prinzip in die heutige Zeit übertragen, dann bedeutet es: Wer gegen uns redet und uns in den sozialen Medien diskreditiert, hat noch eine Chance auf Bekehrung. Eine Chance deshalb, weil er wie Paulus zwar das Falsche tut, aber aus Unwissenheit und im Unglauben.
Gefährlich wird es für Menschen erst dort, wo der Geist Gottes sie überführt und sie dafür dumme Erklärungen finden, warum nicht sein kann, was nicht sein darf. Dem Herrn Jesus zu unterstellen, dass er besessen wäre, nur weil man auf keinen Fall zugeben will, dass sich durch ihn jahrhundertealte Prophezeiungen erfüllen, ist eine solche dumme Erklärung.
Aber gehen wir weiter.

Das Bild vom Baum und seiner Frucht

 Matthäus 12,33: Entweder macht den Baum gut, dann ist seine Frucht gut, oder macht den Baum faul, dann ist seine Frucht faul; denn an der Frucht wird der Baum erkannt.
Was meint der Herr Jesus? Er spricht zu seinen Kritikern, beurteilt das, was sie sagen, und warnt sie. Dann fordert er sie mit dem Bild eines Baumes auf, sich zu ändern: Macht den Baum gut.
Dabei müssen wir eines verstehen: Frucht ist schon im Alten Testament ein Bild für die Folge, die aus den Taten und Worten eines Menschen erwächst. Jesaja 3,10 sagt vom Gerechten, dass es ihm gut gehen wird. Denn die Frucht ihrer Taten werden sie genießen. Hosea 10,13 sagt: Ihr habt Ungerechtigkeit gepflügt, Unrecht geerntet, die Frucht der Lüge gegessen.
Frucht ist also ein Bild für die Folge, die aus den Taten und Worten eines Menschen erwächst. Und jetzt vergleicht der Herr Jesus seine Kritiker mit Bäumen. Sie müssen sich entscheiden, welche Art von Baum sie sein wollen: gute Bäume oder faule Bäume. Und je nachdem, für welche Art von Baum sie sich entscheiden, entscheiden sie sich auch für die Art von Frucht, die sie bringen wollen: gute oder faule Frucht.
An der Frucht wiederum erkennt man die Art des Baumes. Und genau da wird es für seine Gegner ganz eng.

Das Herz als Quelle der Rede

 Matthäus 12,34: Otternbrot, wie könnt ihr Gutes reden, da ihr böse seid? Können sie natürlich nicht, auch wenn sie das bestimmt denken. Otternbrot, so hatte schon Johannes der Täufer die Pharisäer und Sadduzäer genannt, die zu seiner Taufe gekommen waren. Diese wenig schmeichelhafte Formulierung soll unterstreichen, dass sie von Natur aus böse sind. Sie sind Kinder des Teufels, Nachfahren der Schlange. Und weil sie ein böses Herz haben, reden sie Böses gegen Jesus.
 Matthäus 12,34: Otternbrot, wie könnt ihr Gutes reden, da ihr böse seid! Denn aus der Fülle des Herzens redet der Mund. Mein Mund, das heißt meine Worte, verraten mich. Meine Worte offenbaren, was in meinem Herzen ist. Und mein Herz, das ist mein Innerstes, der Sitz meines Wollens, meiner Persönlichkeit, meines geistigen Lebens. Wovon mein Herz erfüllt ist, das spiegelt sich in meinen Worten wider, wie man mit Sprüche 27,21 formulieren könnte: Eine Person wird erkannt an dem, was sie lobt. Was ich gut finde, daran kann man erkennen, wer ich bin. Und das Prinzip gilt allgemein: Aus der Fülle des Herzens redet der Mund.

Worte, Schatz und Gericht

 Matthäus 12,35: Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz Gutes hervor, und der böse Mensch bringt aus dem bösen Schatz Böses hervor.
Interessante Formulierung, weil der Herr Jesus hier davon spricht, dass es gute und böse Menschen gibt. Er spricht nicht von Gläubigen und Ungläubigen, sondern einfach von guten und bösen Menschen.
Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens Gutes hervor. Vom Zusammenhang her sind wir noch bei dem Thema „Worte, die aus meinem Herzen kommen“. Der gute Mensch redet also Gutes. Im größeren Zusammenhang, weil es ja um die Beurteilung eines Exorzismus geht, könnte man auch sagen: Der Gute redet Wahres. Er mag nicht alles verstehen, aber er verdreht nicht absichtlich die Realität.
Genau das tut aber der böse Mensch. Er bringt aus dem bösen Schatz seines Herzens das Böse hervor, in unserem Fall Verleumdung, Dummheit und Lügen. Und das ist schlimm, schlimm, weil unsere Worte Gewicht haben, womöglich mehr, als wir ahnen.
 Matthäus 12,36-37: Ich sage euch aber, dass die Menschen von jedem unnützen Wort, das sie reden werden, Rechenschaft geben müssen am Tag des Gerichts. Denn aus deinen Worten wirst du gerechtfertigt werden, und aus deinen Worten wirst du verdammt werden.
Wenn es stimmt, dass die Worte, die ich von mir gebe, mein Herz widerspiegeln und damit meine Persönlichkeit, also das, was ich wirklich bin, dann sind sie ein Gradmesser für meine Errettung. Der Mensch muss einmal von jedem unnützen Wort Rechenschaft ablegen. Wann? Am Tag des Gerichts, das auf jeden Menschen wartet.
Dann haben auch die unnützen Worte, die wir geredet haben, eine Bedeutung. Sie belegen, wer wir sind. Sie offenbaren unseren Charakter. Sie offenbaren, was in meinem Herzen ist. Und es sind meine Worte, die mich entweder rechtfertigen oder verdammen.

Schlussgedanken und Verabschiedung

Was könntest du jetzt tun? Du könntest dir einmal anhören, was du so redest. Beobachte dich doch in den nächsten Tagen einmal beim Reden. Welche Themen sind dir wichtig?
Das war’s für heute?
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Der Herr segne dich, erfahre seine Gnade und lebe in seinem Frieden. Amen!

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