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Johannesevangelium 2,23-25 - Wenn Jesus nicht an dich glaubt

Johannes 2,23-2508.03.2020
Serie•Teil 13 / 44Johannes-Evangelium
Reicht es, an Jesus zu glauben? Entscheidend ist, ob dein Vertrauen Wurzeln hat – oder nur Begeisterung ist. Jesus sieht, was echt ist.

Einleitung: Worum es im Leben wirklich geht

Okay, kein Problem. Ich fange einfach schon mal an. Das ist nicht dramatisch. Am Anfang steht ja immer nur so ein Titel dran, den kann ich euch ja auch sagen.
Also, wir wollen heute Nachmittag wieder miteinander Abendmahl feiern und uns daran erinnern, was Jesus für uns getan hat. Beziehungsweise wollen wir darüber nachdenken, worauf es im Leben wirklich ankommt. Das ist ja so ein Stück weit die Frage, die sich jeder Mensch immer wieder stellen muss: Worauf kommt es wirklich an? Was ist wirklich wichtig? Und was ist unwichtig?
Ist es wichtig, dass ich die ganzen Features von dem neuen iPhone kenne? Ist es wichtig? Oder ist es wichtig, dass ich mich darum kümmere, sagen wir mal, Sport zu treiben, vielleicht auch mehr Sport zu treiben? Oder ist es wichtiger, dass ich anfange, das Evangelium zu predigen? Worauf kommt es im Leben eigentlich an? Was ist wirklich wichtig?
Man geht an solchen Fragen manchmal vorbei, weil das Leben so dringlich ist. Zähneputzen, aufstehen, frühstücken usw. Aber wirklich wichtig ist diese Frage: Worauf kommt es im Leben an?
Und wenn wir Abendmahl feiern, das begeistert mich an dem, was wir heute tun, dann schaffen wir ganz bewusst einen Moment in unserem Leben. Er ist nicht lang, aber er ist bewusst geschaffen, wo wir alle Gedanken rund um iPhone, Gesundheit, Karriere, Hobby, Ehe, Urlaub, Ernährung und was du sonst noch an Ideen und Sorgen haben könntest, einfach mal kurz zur Seite tun. Wir schaffen einen Moment, in dem wir uns an das erinnern, was wirklich wichtig ist.
Und das, was wirklich wichtig ist, das ist Jesus. Das Kreuz, der neue Bund, den Gott mit denen schließt, die an Jesus glauben, ewiges Leben als eine Realität, ein Neuanfang, der einfach nie wieder aufhört, weil Gott sich selber zum Bürgen dieses neuen Bundes macht, sich in diesem Bund an unsere Seite stellt und uns garantiert, dass wir am Ziel ankommen, wenn wir aus seiner Gnade leben.
Abendmahl, wenn wir nachher nach vorne gehen, dieser Moment fokussiert uns auf Jesus. Und dann, wenn wir diese zwei Zeichen nehmen, den Kelch und das Brot, dann stellen wir uns hin und wir bekennen vor der sichtbaren und vor der unsichtbaren Welt, vor den Menschen, die hier mit uns in der Christuskapelle Abendmahl feiern, und vor den Geistern in der Himmelswelt, die zuschauen, dass wir uns auf die Seite Jesu gestellt haben, dass wir zu ihm gehören, dass er Herr sein soll, dass wir ihm folgen wollen und dass wir nicht mehr an uns glauben, an das, was wir können, sondern dass wir wirklich an ihn glauben.
Und genau an dieser Stelle möchte ich kurz im Johannesevangelium weitermachen und euch auf eine Sache hinweisen. Wenn wir gerettet werden oder wenn wir gerettet werden wollen, dann ist es nämlich nicht genug, dass wir an Jesus glauben. Es ist viel wichtiger, dass Jesus an uns glaubt, und das möchte ich euch heute im Text mal zeigen.

Die Begeisterung vieler und die Frage nach echtem Vertrauen

Da heißt es in Johannes 2,23: Als er aber zu Jerusalem war, am Passa, auf dem Fest, glaubten viele an seinen Namen, als sie seine Zeichen sahen, die er tat.
Und wer jetzt bei der letzten Predigt dabei war, der hat noch diesen geißelschwingenden Jesus vor Augen, der durch den Tempel jagt, die Tiere hinaustreibt, die Tische der Wechsler umschmeißt und sehr deutlich wird, wenn es darum geht, was er davon hält, dass der Tempel zu einem Kaufhaus geworden ist. Nämlich gar nichts.
Nicht jeder ist von dem, was Jesus an der Stelle tut, wo er so ein bisschen aggro-mäßig auftritt, völlig begeistert. Das werden wir uns nächsten Sonntag anschauen. Aber es gibt natürlich Leute, die sehen das und denken sich: Wow, cool. Ja, die sehen das, was er tut, und sagen: Das sind Zeichen für jemanden, der eine große Berufung hat, an den wollen wir glauben.
Deswegen heißt es hier: Es glaubten viele an seinen Namen. Klingt irgendwie großartig, oder? Nein, so einfach ist das nicht. Auf den ersten Blick klingt das irgendwie großartig. Jetzt muss man aber wissen: Es ist gar nichts Besonderes, dass Menschen glauben. Es liegt in der Natur des Menschen, sich etwas Größeres zu suchen, dem er dienen kann. Das muss jetzt nicht Gott sein.
Auch wenn diese Fähigkeit zum Glauben, sich an etwas anderes zu hängen, eine Fähigkeit ist, die Gott uns gegeben hat, damit wir in Beziehung zu ihm, dem Schöpfergott, treten können, das ist klar. Aber ich muss nicht Gott auswählen, um an ihn zu glauben. Ich kann auch an mich glauben, zum Beispiel, dass ich meines Glückes Schmied sein kann. Oder ich glaube an Horoskope. Oder ich habe einen Bekannten, der an Odin glaubt und hofft, dass er, wenn er stirbt, ein Taschenmesser in der Hand hat, damit er nach Walhalla darf. Oder du glaubst vielleicht an eine Geistheilerin oder irgendeinen Erfolgscoach.
Jedenfalls liegt es im Menschen. Und ich glaube, da draußen läuft keiner herum, der nicht an irgendetwas glaubt, der sagt: Ich will irgendjemandem irgendetwas vertrauen. Und beim Glauben geht es immer um einen Sprung. Also ich muss so einen Sprung machen. Wenn ich jemandem glaube, wenn ich jemandem vertraue, dann kann ich nie in letzter Konsequenz genau erklären, warum ich vertraue. Aber ich tue es trotzdem. Und das gilt genauso für den Glauben an mich.
Da kannst du aber jemanden fragen, der so völlig selbstbewusst dasteht: Ja, ich kriege das hin. Warum? Ich meine, ein Coronavirus und du bist tot? Wie kann man da so begeistert sein? Aber es ist nicht logisch. Wenn wir glauben, egal ob an mich oder an Horoskope oder an Odin oder an irgendeinen Guru, da ist immer so ein Sprung dabei.
Der Clou ist: Es steckt in uns drin. Wir wollen glauben. Das ist Menschsein. Und jetzt kann man den Glauben von Leuten tatsächlich provozieren. Und Jesus tut das. Er tritt außergewöhnlich auf. Er tut Zeichen, Menschen sind begeistert und fangen jetzt an, an Jesus zu glauben.
Das heißt ganz konkret: Er wird ihnen wichtig. Sie fangen an, auf das zu hören, was er sagt. Sie fühlen sich irgendwie zugehörig. Sie gewinnen so etwas wie eine Identität. Wisst ihr, Glauben gibt Menschen eine innere Stärke. Glauben lässt mich einen Standpunkt einnehmen. Glauben lässt mich Teil einer Gruppe sein. Und da spielt es keine Rolle, ob das Jesusjünger sind oder ob das Klimaretter sind, Jedi-Ritter sind oder so diese Karrieregeilen, denen man manchmal begegnet. Das spielt überhaupt keine Rolle. In dem Moment, wo du glaubst, wirst du Teil dieser Gruppe.
Glauben ist diese Fähigkeit, die Gott mir gegeben hat, um in Gemeinschaft mit Gott leben zu können, mit einem Gott, der tatsächlich meinen Intellekt übersteigt. Ich brauche diese Fähigkeit zum Glauben, wenn ich Gott begegne, weil ich Gott nicht erklären kann. Da gibt es so einen Punkt, wo ich sage: Jetzt bin ich da angekommen, jetzt habe ich alles gelernt, was ich lernen kann, und jetzt muss ich hopp, ich muss diesen Sprung wagen. Und ich kann das, weil ich Mensch bin. Weil Gott diesen Glaubenssprung in mir eingebaut hat.
Es ist diese Fähigkeit, sich auf etwas Höheres einzulassen, dem wir unser Leben weihen. Wisst ihr, es ist supermodern zu sagen: Hey, wir sind ein Produkt der Evolution und Leben hat keinen Sinn. Das kann man sagen, aber man kann so nicht leben. In der Praxis braucht Leben einen Sinn. Und ob dieser Sinn in meinem Nachbarschaftsverein besteht oder in der Fußballmannschaft oder in meiner Familie, das ist Wurst, aber du wirst ihn haben. Der Mensch will diesen Sinn, der Mensch will glauben.
Und in Jerusalem glauben Menschen jetzt, weil sie das erleben, was Jesus tut. Sie glauben an diesen neuen Star unter den Rabbinern, diesen Jesus aus Nazareth. Das war noch ganz jung, ja, also der ist so Anfang dreißig. Dann merkt man so: Wow, da kann man noch lange mitmachen, da kommt was Frisches, ganz frischer Wind.
Nur er glaubt nicht an sie. Sie glauben an ihn, und er glaubt nicht an sie. Das hört sich dann so an.

Warum Zustimmung allein nicht genügt

 Johannes 2,24-25: Jesus selbst aber vertraute sich ihnen nicht an. Das ist übrigens dasselbe Wort, ja? Da steht eigentlich, er glaubte nicht an sie. Dasselbe Wort. Sie glauben an ihn, er glaubt nicht an sie. Jesus selbst aber vertraute sich ihnen nicht an, weil er alle kannte und nicht nötig hatte, dass jemand Zeugnis gebe von dem Menschen; denn er selbst wusste, was in dem Menschen war.
Merkt ihr: Es ist nicht genug, dass wir an Jesus glauben, wenn Jesus nicht auch an uns glaubt. Hier sind Menschen, die sich hinstellen und behaupten: Wir glauben an den Rabbi Jesus. Aber Jesus will nichts mit ihnen zu tun haben. Jesus selbst aber vertraute sich ihnen nicht an. Warum? Und die Antwort hier ist klar: Es heißt, er wusste, was in dem Menschen war.
Jesus kannte die Menschen. Er wusste darum, dass sie leicht zu beeindrucken sind. Du brauchst einmal so eine Aktion wie eine Tempelreinigung, und du hast einen Fanclub, ganz ehrlich. Du brauchst auf YouTube einen einzigen Hit, einen, der reicht, und du bist bekannt. Und du hast Leute, die dich toll finden und sagen: Mein Held, mein Sänger oder meine Sängerin, mein Vorbild. Du brauchst einen Hit.
Und hier gab es einen Hit. Es gab eine Tempelreinigung, und die waren beeindruckt. Aber Jesus weiß: Es ist leicht, Menschen zu beeindrucken. Und Jesus weiß, dass es Glauben gibt. Das kann man so mit Worten nicht machen, aber in meinem Skript steht dann Glauben mit Anführungs- und Schlusszeichen. Das ist schon irgendwie Glauben, aber dieser Glaube verdient den Namen nicht.
Das heißt, es ist so ein Glaube, nur einfach formal. Da glaubt jemand irgendwie an Jesus. Aber wenn du Jesus fragen würdest, was er von dem Glauben hält, würde Jesus sagen: Na ja, nicht so viel, nicht so viel. Wie Jesus an anderer Stelle auch sagt: Das ist gar nicht so leicht, gerettet zu werden. Das ist nicht so ein Ding, das man nebenbei mal als Ritual oder so, als Ja, ja, ja, ja, so an einem Büchertisch mal mit abgreift, wie so ein Flyer oder vielleicht so ein Fünf-Euro-Gutschein für die Pizzeria.
Glaube ist etwas Hochkomplexes, wo man sich gut überlegen muss: Ist das, was ich hier Glaube nenne, ein Glaube, den nicht nur ich an Jesus halte, sondern wo Jesus auch an mich glaubt, wenn er das sieht? Und es gibt mindestens zwei Formen von Glauben, die nicht retten.

Der erste unrettende Glaube: Begeisterung ohne Wurzeln

Da ist zum einen, und damit möchte ich anfangen, das, was ich den Groupie-Gläubigen nenne.
Ihr wisst, was Groupies sind? Wenn irgendwo eine Rockband auftaucht, dann müsst ihr euch mal da hinstellen, wo die im Hotel übernachten. Dann stehen draußen, wenn die rauskommen, die Groupies. Also wirklich irre.
Was sind Groupie-Gläubige? Das sind Menschen, die das Evangelium hören, von Jesus begeistert sind und anfangen, ihm zu folgen. Aber sie haben die Entscheidung, was es heißt, ein Jünger Jesu zu sein, nicht tief genug durchdacht. Sie sind Schönwetterchristen.
Für sie ist Jesus vielleicht so etwas wie ein Freund geworden, vielleicht auch ein Therapeut oder eine Art Glücksbringer, also etwas, das man eben auch hat. Aber wehe, wenn das Leben schwierig wird. Wehe, wenn ihr Glaube geprüft wird.
Im Seemannsgleichnis heißt es über diese Art von Menschen in Lukas 8,13: Die aber auf dem Felsen sind, die, welche, wenn sie hören, das Wort mit Freuden aufnehmen, und diese haben keine Wurzel. Für eine Zeit glauben sie, und in der Zeit der Versuchung fallen sie ab.
Also drei Kennzeichen des Groupie-Gläubigen: Erstens Begeisterung, und nicht zu knapp, bitte. Das darf so richtig Freude sein, so richtig emotional. Er ist ganz vorne mit dabei. Zweitens keine Wurzeln, also keine Verankerung in Gott. Und drittens total unbeständig.
Eben noch ganz vorne mit dabei: Ja, ich mache das, und ich arbeite mit, und ich helfe, und ich mache. Und dann passiert irgendetwas. Und dann wird er nie wieder im Gottesdienst gesehen.
Das ist Groupie-Glaube. Glaube, der so viel Substanz hat wie mein Gefühlsleben. Und wenn ich dann nichts mehr fühle, dann ist auch die Zeit für den Glauben an Gott abgelaufen.
Das ist der Groupie-Gläubige. Und das ist zum Beispiel so eine Art von Leuten: Wenn die so etwas haben, dann würden die sagen: Ja, ich glaube doch an Gott, ich glaube doch an Jesus. Aber Jesus würde sagen: Ja, ich glaube nicht an dich. Ich sehe, was da wirklich ist, und das reicht mir irgendwie noch nicht.

Der zweite unrettende Glaube: Worte ohne Wirklichkeit

Dann gibt es eine zweite Sorte von Glauben, der auch nicht rettet. Das ist der Glaube, der nur ein Lippenbekenntnis ist.
Jakobus sagt über diesen Glauben, dass er tot ist. Ich habe euch ein paar Verse mitgebracht aus dem Jakobusbrief: Jakobus 2,20, 22 und 26.
„Willst du aber erkennen, du eitler Mensch, dass der Glaube ohne Werke nutzlos oder tot ist? Du siehst, dass der Glaube mit seinen Werken zusammenwirkte und der Glaube aus den Werken vollendet wurde. Denn wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.“
Man muss den letzten Satz nur verstehen: Glaube ohne Werke. Das ist so die Behauptung. Ich versuche es mal zu illustrieren. Es ist die Behauptung: Jesus ist Herr in meinem Leben, ohne dass sich das dann praktisch in Worten und Taten zeigt. Diese Spannung wird hier beschrieben.
Da stellt sich jemand hin und sagt: „Ich bin ein Jesus-Jünger.“ Und du fragst dich: Wann liest du in der Bibel? Wo lernst du von Jesus? Wie machst du deutlich, dass Jesus das Vorbild ist, dem du nacheiferst? Wo finde ich das in deinem Leben wieder?
Oder dass jemand sagt: „Ich bin von neuem geboren, und ich habe den Heiligen Geist in mir.“ Und du fragst dich: Wie kann das sein, dass jemand sagt, er sei von neuem geboren, aber ich kenne dich jetzt seit fünf oder zehn Jahren, und da ist nichts von der Frucht des Heiligen Geistes in deinem Leben?
Also das, was da eigentlich auftauchen sollte, so ganz langsam, wie so ein U-Boot aus der Tiefsee: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit. So diese ganzen Dinge, die kommen, wenn man den Geist Gottes in sich trägt. Also so langsam: Ich gebe euch dreißig Jahre Zeit, das ist überhaupt kein Thema. Aber es darf sich bewegen. Man darf anders werden.
Aber was, wenn das überhaupt nicht der Fall ist? Glaube ohne Werke ist tot.
Und Menschen mit einem Glauben, der nicht mehr ist als Gefühlsduselei, das ist die erste Gruppe. Oder Scheinheiligkeit, das wäre die zweite Gruppe. Das sind Menschen, die, wenn man sie fragen würde: „Sag mal, glaubst du an Jesus?“, ganz klar sagen würden: „Klar glaube ich. Was denkst du denn von mir? Denken Sie, ich bin nicht gläubig?“
Und obwohl sie das sagen, kennt Jesus ihr Herz. Er weiß, dass sie keine Wurzel haben, keinen Tiefgang, nicht wirklich bei Gott angedockt sind. Er weiß, dass sie vielleicht die richtigen Worte sagen, aber ihr Herz und ihr Leben gehören nicht Gott.
Letztlich wird ihre Behauptung, gläubig zu sein, hier durch ihr Leben einfach wieder durchgestrichen.

Einladung zur Selbstprüfung und zur Freude am echten Glauben

Und weil das so ist, weil ich gläubig in Anführungs- und Schlusszeichen sein kann, ohne wirklich zu glauben, ohne in letzter Konsequenz das, was ich da behaupte zu sein, ernst zu meinen, deswegen passiert es, dass Jesus auf Leute trifft, die sehen, was er tut, die an ihn glauben, aber er glaubt nicht an sie.
Und wenn wir heute Abend mal feiern, dann möchte ich eines nicht. Ich möchte nicht, dass ihr jetzt traurig darüber seid, dass es einen Glauben gibt, der nicht echt ist. Von mir aus: Wenn du sagst, okay, bevor ich hier nach vorne gehe, denke ich vielleicht noch mal kurz darüber nach, dann darfst du dich prüfen. Das ist nicht schlimm. Du darfst dir fragen: Hat mein Glaube Tiefgang? Ist Jesus wirklich Herr in meinem Leben? Also frag dich das ruhig, das ist nicht schlimm.
Aber bei aller Prüferei geht es mir heute nicht darum, dass ihr hier rausgeht mit einem beladenen, schlechten Gewissen, sondern dass wir, weil es diesen falschen Glauben gibt, kurz mal innehalten und sagen: Nee, nee, nee, das ist echt. Darum geht es. Ich zeige euch, was falsch ist, damit du dich hinstellst und sagst: Nee, das ist einfach nicht so. Und du erinnerst dich vielleicht kurz daran, woher ich weiß, dass ich nicht so ein Groupie-Gläubiger bin.
Du nimmst dir einfach so eine richtig blöde Zeit im Leben, wo du dachtest, die war richtig übel, und überlegst, wie du in dieser Zeit auf Gott vertraut hast, dich von ihm hast trösten lassen, und denkst dir: Ich bin kein Groupie-Gläubiger. Nein, das kann man sagen, und dann freut man sich darüber.
Und an einer anderen Stelle, wenn die Frage ist, sieht man das in meinem Leben, dann freust du dich mal kurz an den Dingen in deinem Leben, wo jeder sagen würde: Na ja, klar. Ist das mein Leben? Wenn du in mein Leben reinschaust, siehst du Glauben. Mich interessieren Menschen. Mich interessiert Gott. Ich habe ein Interesse daran, anders zu werden, Jesus ähnlicher zu werden, ihn mehr kennenzulernen.
Ich bin noch hundert Jahre vom Ziel entfernt, tausend, aber ich bin auf dem Weg. Und wenn ich so zurückblicke, wie ich vor 25 Jahren war, vor 20 Jahren war, vor 15 Jahren: Hey, es geht voran. Yeah.
Und wenn du das jetzt gemacht hast, dann geht es mir darum, dass du sagst: Hey, schön, jetzt gehe ich nach vorne, und jetzt freue ich mich daran, dass es wirklich rettenden Glauben gibt, den ich mit meinen Geschwistern einmal im Monat feiern darf. Und das machen wir heute. Wir gehen nach vorne, und wir lassen das Wichtigste im Leben das Wichtigste sein.
Ich gehe nach vorne, und ich weiß, dass nicht nur ich an Jesus glaube, sondern dass Jesus an mich glaubt. Und weil er an mich glaubt, habe ich ewiges Leben, einfach deshalb, weil er für mich gestorben ist. Das Wichtigste ist, dass es für die Sehnsucht meines Herzens nach Gott eine Erfüllung gibt. Und zwar einzig und allein deshalb, weil der, der unsere Herzen kennt, gekommen ist, um uns mit Gott zu versöhnen.
Und das ist das Zentrum von Abendmahl, und das lasst uns heute feiern. Amen!

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