Serie•Teil 2 / 12Prediger
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Dank und Bitte um Erkenntnis
Himmlischer Vater, wir möchten dir wieder danken, von Herzen für das Vorrecht, dass wir zusammen sein dürfen und dein Wort studieren können. Danke, dass dein Wort lebendig ist, dass dein Wort realistisch ist, dass dein Wort über das Leben spricht, wie es wirklich ist. Danke, dass wir nicht Träumer sein müssen, dass wir nicht Dinge weg erklären müssen, sondern die Realität annehmen können, weil es eine Antwort gibt, weil du die Antwort bist.
Und Vater, so danke ich dem Prediger, der uns auf ehrliche Weise gesucht hat und dies festgehalten hat auf der Suche nach Leben. Und ich bete, dass er uns den Mut gibt, uns auf diese Suche zu begeben. Danke, dass es ein Ziel gibt und wir etwas finden können, nämlich dich selbst.
So lege dir die Stunde hin, sei du unser Lehrer. Und mögen wir das hören, was du für uns bereitet hast. Amen!
Die Unersättlichkeit des menschlichen Lebens
Schlagt bitte wieder auf Prediger, Kapitel 1, und wir sind in Vers 8.
Nachdem wir festgestellt haben, dass das Leben mühsam ist, dass es zerbrechlich ist und dass es sich andauernd wiederholt, kommt jetzt der vierte Punkt in Vers 8. Da sagt er: Alle Worte mühen sich ab, nichts vermag ein Mensch zu sagen. Das Auge wird nicht satt zu sehen, und das Ohr wird nicht voll vom Hören.
Er sagt im Prinzip: Das Leben ist unersättlich, und es ist unbefriedigend.
Wenn man so redet, würden nur wenige Menschen ehrlich zugeben, dass ihr Leben sinnlos ist. Wenn man so über Leid redet, dann fällt es nicht leicht zuzugeben: Mein Leben ist völlig sinnlos. Die meisten würden zwar zugeben: Ja, das Leben ist schon hart, das ist schon mühsam, das gebe ich zu. Aber ich glaube, es wird besser.
Da ist immer dieser Gedanke, dass es besser wird. Das ist es, wenn ich einmal den Beruf habe, dann wird es besser. Wenn ich einmal den Mann, die Frau kriege, dann habe ich Leben. Wenn ich 15 Kilo abgenommen habe, dann kann ich wieder richtig leben, dann habe ich Lebenssinn.
Es schaut aber trotzdem nicht so aus. Den Sinn des Lebens dürfen wir darin nie suchen. Wenn ich das erreicht habe, wenn ich das habe, dann wird es etwas. Das ist der Grund, warum unsere Wirtschaft so gut floriert. Und Verkaufsexperten, die Werbung, sie lebt von diesem Denken. Sie suggeriert uns: Wenn du das Auto hast, wenn du auf dieser Piste bist, wenn du auf diesem Berg oben warst, wenn du in Yosemite die Wand geklettert bist, wenn du in Alaska einen Grizzly geschossen hast, dann weißt du, was Leben ist.
Und wisst ihr, was der Prediger sagt? Der Prediger schießt das Argument nieder und sagt: Das Auge wird nie satt zu sehen, das Ohr wird niemals voll vom Hören. Du kannst es völlig vergessen. Er sagt, es ist völlig egal, wie viel du verdienst, wie viele Länder du bereist, wie viele Berge du erklimmst, wie oft du Windsurfen, Skifahren oder Jagen warst. Du wirst immer mehr wollen. Das Auge hat nie genug.
Chuck Swindoll, und ich habe euch das Zitat, weil es mir so gut gefällt, aufgeschrieben, sagt, dass dieses Jucken für Dinge, die Lust nach mehr, so brillant gefördert von denen, die diese Maschine antreiben, ein Virus ist, welcher unserer Seele alle glückliche Zufriedenheit raubt.
Ist euch aufgefallen: Der Mensch hat nie genug. Der Mann verdient nie genug, eine Frau ist nie schön genug, Kleider sind niemals modern genug, Autos sind niemals gut genug, Häuser sind niemals exklusiv genug, Essen ist niemals speziell genug, Beziehungen sind niemals romantisch genug. Das Leben ist nie voll genug. Es wird nie genug sein.
Dieses Leben kann dir nichts bieten, was deine Sinnfrage löst. Und er sagt auch: Der Wunsch nach Dingen ist psychotisch und völlig irrational.
Und wir kennen das alle. Da denkt man sich lange: Ah, das hätte ich gern, das könnte immer gehen. Und dann kauft man es. Und dann denkt man sich: Ja, war das alles? Jetzt ist es heiß. Und dasselbe wieder, und dann braucht man mehr, dann muss man mehr.
Du kannst als Bergsteiger sagen: Wenn ich die Tour gemacht habe, dann gehöre ich dazu. Dann hast du es gemacht, und dann triffst du einen, der mehr gemacht hat, dann musst du mehr machen. Wenn du Sportler bist, wenn du in der Zeit aufkommst, dann schaffst du es, dann willst du mehr. Es gibt einen, der ist schneller. Es gibt immer einen, der ist schneller. Das Auge hat nie genug.
Der Prediger schießt dieses Argument total nieder. Woody Allen, Hollywoodstar, Schriftsteller, Filmemacher, Schauspieler, den haben sie einmal gefragt: Was hättest du als junger Mann gerne gewusst, was du heute weißt, aber was du damals nicht gewusst hast? Und wie hat er es gesagt? Er hat gesagt: Ich hätte als Achtzehnjähriger gerne gewusst, dass, wenn man die Leiter zum Erfolg ganz hochgeklettert ist und wenn man oben ankommt, da ist nichts. Das hätte ich gerne gewusst.
Ist es so: Als junger Mensch strebt man noch Zielen nach, familiär, persönlich, beruflich, sozial. Da denkst du dir: Das und das und das will ich erreichen. Und dann wirst du 40, denkst du dir, es wäre knapp 45, 50, und dann weißt du: Ich erreiche es nie.
Noch schlimmer ist der dran, der mit 20 große Wünsche hat und mit 40 alles erreicht hat. Der ist noch schlimmer dran, weil der erkennt: Da ist nichts. Wer auf dem Weg ist, glaubt immer noch, da ist etwas, darum geht er weiter. Aber wenn er ankommt, merkt er: Da ist nichts.
Die Rolling Stones, Mick Jagger, die Alten unter uns wissen genau, wovon ich rede, singen: I can't get no satisfaction. Kennst du das Lied? I can get no, no, no, no, I can't get no satisfaction. Das ist genau diese Botschaft. And I try and I try and I try and I try, but I can get no.
Es ist eigentlich die Konsequenz, wenn man ehrlich nachdenkt. Der Kommunist, Artis, der Sigmund, nein, was war das, wer war das? Der Sigmund Freud, Entschuldigung, falsch gelesen. Er hat gesagt, die Absicht, dass der Mensch glücklich sei, ist im Plan der Schöpfung nicht enthalten. Er hat gesagt, Glück gibt es nicht, das ist ein Hirngespinst.
Es stimmt zwar nicht so ganz, was Freud sagt, aber da hat er recht: Das Leben hat nichts zu bieten.
Die Welt als Kreislauf ohne Neues
Weiter sagt der Prediger, und dann sind wir noch nicht ganz fertig. Im Vers 19 sagt er:
Das, was war, ist das, was wieder sein wird. Das, was getan wurde, ist das, was wieder getan wird. Und es gibt gar nichts Neues unter der Sonne. Gibt es ein Ding, von dem einer sagt: Siehe, das ist neu? Längst ist es gewesen für die Zeitalter, die vor uns gewesen sind.
Er sagt: Das Leben ist unveränderbar. Es gibt nichts Neues. Es war alles schon da.
Heute sind wir ja manchmal stolz auf unsere neuen technischen Errungenschaften. Wir glauben in unserem Zeitalter, wir hätten die Welt schon ganz schön verändert. Jetzt muss ich mich aber fragen: Haben diese modernen Errungenschaften tatsächlich etwas geändert? Die Methoden ändern sich. Aber ich frage euch: Hat irgendeine moderne Technik oder Errungenschaft den Menschen glücklicher gemacht? Die Antwort scheint Nein zu sein.
Die Technik macht Menschen älter. Aber das muss ich auch ganz ehrlich sagen: Manche alte Leute denken mir, wieso willst du eigentlich noch älter werden? Ich kenne alte Leute, die sind nur negativ und schimpfen über alles und über jeden. Da denke ich mir: Wieso willst du eigentlich noch ein paar Jahre leben? Wofür?
Die Technik ermöglicht zwar, dass wir statt 75 oder 80 Jahre alt werden. Aber wofür? Einer hat einmal gesagt: Wir versuchen andauernd, mehr Jahre in unser Leben zu bringen, statt dass wir versuchen, mehr Leben in unsere Jahre zu bringen.
In einer englischen Zeitschrift, dem Economist, das ist eine ganz renommierte Zeitschrift für Wirtschaftsexperten, also überhaupt nichts mit Christen, nicht mit Kirchen und so weiter, ist ein guter Artikel gestanden. Da stand: Jedermann freut sich über eine Gehaltserhöhung. Und doch scheinen Menschen über die letzten 50 Jahre, in denen wir viel reicher geworden sind, nicht glücklicher geworden zu sein. Umfragen haben ergeben, dass Menschen in Europa, den USA und Japan heute nicht glücklicher sind als in den 50er Jahren.
Dann gibt er zwei Erklärungen, warum dies so ist. Die erste Erklärung: Menschen gewöhnen sich schnell an einen neuen Lebensstandard. Darum macht eine Lebensverbesserung einen Menschen zwar vorübergehend glücklicher, aber es ist nur von kurzer Dauer.
Und der zweite Grund: Menschen vergleichen sich immer mit dem Standard des Anderen. Und interessant: An der Harvard-Universität, das ist die renommierteste Universität in Nordamerika, haben sie die Studenten befragt. Sie haben gefragt: A oder B?
A: Was würdest du bevorzugen? 50 Dollar Jahresgehalt, während die anderen nur die Hälfte bekommen, oder 100 Dollar Jahresgehalt, während die anderen das Doppelte bekommen?
Bei weitem die meisten haben sich für A entschieden. Sie sind mit viel weniger zufrieden, solange sie nur mehr haben als der Nächste. Und darum befriedigt Reichtum nie. Es ist immer nur vorübergehend.
Und in unserer westlichen Welt kann es sein, dass wir ein paar Probleme gelöst haben, aber nur, um neue Probleme hervorzurufen. Es ist immer so. Ich denke mir das so oft. Nicht, dass ich jetzt leichte Lösungen weiß, das will ich überhaupt nicht beanspruchen. Aber zum Beispiel: Früher sind die alten Leute halt daheim geblieben in der Familie. Da hat es halt Urgroßeltern, Großeltern, Eltern, Kinder und Enkel und so weiter gegeben. Heute gibt es halt Seniorenheime, Altersheime, die Jungen treffen sich in den Jugendgruppen, in den Kindergruppen, in den Teenagergruppen und so weiter.
Und an der Universität kannst du jetzt Kurse belegen, wie junge Menschen mit alten Menschen umgehen. Jetzt musst du Kurse machen, dann bekommst du ein Diplom. Früher hast du da einfach beieinander gewohnt und hast gewusst, wie man das tut. Wir können ein paar Probleme gelöst haben, aber wir haben neue hervorgerufen.
Und der Prediger sagt: Wisst’s was, Freunde, es gibt nichts Neues unter dieser Sonne. Kannst dir ausmalen.
Vergessen, Ruhm und die Notwendigkeit einer Antwort
Und dann sagt er im letzten Teil, in den ersten neun Versen, noch, dass das Leben unbedeutend ist. In Vers 11 sagt er: Da gibt es keine Erinnerung an die Früheren, und an die Künftigen, die sein werden; auch an sie wird man sich nicht mehr erinnern bei denen, die noch später sein werden. Er sagt, das Problem für die Menschen ist nur das Vergessen über alles.
Wisst ihr, warum wir glauben, dass es neue Dinge gibt? Weil wir vergessen. Weil wir alles vergessen, kommt uns wieder etwas neu vor. Aber wisst ihr, das, was uns neu vorkommt, hat es immer schon gegeben. Es gibt nichts Neues. Schon die Griechen, schon Platon, wussten das. Er hat gesagt: Alles Lernen ist nur Anamnesis, also nur sich Erinnern. Und ein paar Fortschrittsgläubige, die heute sagen, unsere Vorfahren seien vor tausenden Jahren auf Bäumen geklettert und in Höhlen gewesen, Freunde, das ist völliger Blödsinn. Leute, die glauben, unsere Vorfahren vor tausenden Jahren hätten philosophisch, soziologisch und psychologisch nichts gewusst, das ist völliger Blödsinn. Die haben genau das Gleiche gewusst. Wie übrigens dieser Text, der vor 2000 Jahren geschrieben worden ist, es auch schon gewusst hat. Ist das nicht recht modern geschrieben? Vor 2000 Jahren haben die Menschen genau dasselbe erkannt.
Er sagt aber eigentlich: Das Problem ist, wenn du auch berühmt warst, bringt dir das nichts weiter, du wirst alles vergessen. Und bevor einer von den ganz Berühmten ist, kann ich dir gratulieren: In 50 Jahren interessiert das keine Menschen mehr. Der eine oder andere wird sich jetzt vielleicht fragen: Ja, das ist ja recht nett und interessant, aber eigentlich bin ich nur gekommen, um zu hören, dass das Leben sinnlos ist.
Das ist übrigens eine gute Frage. Interessant sind Philosophen, die über den Sinn des Lebens nachdenken. Viele von denen sind verrückt geworden. Und du drehst durch, je mehr du nachdenkst. Es ist auch so: Wenn ich nicht eine Antwort hätte, würde ich niemals wagen, so eine Stunde zu halten, wie ich gerade gehalten habe. Das wäre Wahnsinn, das wäre Selbstmord. Das kann man niemandem zumuten. Darum kann moderne Psychologie oder Pädagogik so etwas nie sagen, obwohl sie es wissen. Denn wenn du das sagst, treibst du die Menschen in den Wahnsinn. Du darfst so etwas nur sagen, wenn du eine Lösung hast, sonst nie.
Und darum, bevor wir zu der Lösung kommen, muss ich noch etwas anderes sagen. Und zwar auf der nächsten Seite, ich glaube, ich habe das sogar schon einmal aufgeschrieben, die Wäsche der Ohren, aber ist egal. Ich möchte Ihnen jetzt nur zeigen, vom Neuen Testament her, dass genau dies bestätigt wird: die Sinnlosigkeit des Lebens. Man fragt sich, warum beharrt der Prediger so lange darauf, dass das Leben sinnlos ist?
Francis Schäfer hat das einmal so geschrieben. Er hat gesagt: Es gibt eine Zeit, und unsere Zeit ist eine solche, in der die negative Botschaft notwendig ist, bevor irgendetwas Positives entstehen kann. Leute sagen zu mir oft: Was würdest du tun, wenn du einem modernen Menschen im Zug begegnest und nur eine Stunde Zeit hast, um ihm das Evangelium, die gute Botschaft, zu vermitteln? Ich würde fünfundvierzig bis fünfzig Minuten verwenden, um ihn auf das Negative hinzuweisen, ihm sein Dilemma zu zeigen, ihm zu zeigen, dass er noch mehr tot ist, als er glaubt zu sein. Dann würde ich zehn oder fünfzehn Minuten aufwenden, um ihm die gute Botschaft zu erzählen. Denn wenn er nicht kapiert, was das Problem ist, was falsch läuft, wird er auch nicht in der Lage sein, die positive Botschaft zu hören und anzunehmen.
Der Prediger würde dem Francis Schäfer laut applaudieren, weil genau das macht der Prediger. In Australien habe ich einmal ein Graffiti gesehen, da stand groß: Jesus ist die Antwort, Jesus ist die Antwort. Und darunter stand: What’s the question? Was ist die Frage? Wenn wir das Problem nicht kennen, brauchen wir keine Antwort. Und was der Prediger tut: Er zeigt, wir haben ein Problem.
Das tut aber nicht nur der Prediger, sondern auch das Neue Testament, nämlich der Apostel Paulus. Ich habe zufällig gleichzeitig im Prediger und im Römerbrief studiert und gesehen: Eigentlich geht es in beiden genau um dasselbe. Der Unterschied ist nur der, das habe ich da aufgeschrieben: Der Prediger zeigt die Misere der Menschheit aus der Perspektive des Menschen, so wie wir sie erleben. Der Römerbrief zeigt das Problem der Menschheit aus der Perspektive Gottes. Das heißt, der Römerbrief beleuchtet die Ursache des Dilemmas, der Prediger beschreibt die Auswirkung dieses Dilemmas.
Und schaut bitte in eurer Bibel auf Römer 1. Da möchte ich jetzt sagen, dass er genau dieselbe Botschaft predigt, nur aus Gottes Perspektive. Römer 1 und Vers 18. Ich lese mal ein paar Verse miteinander. Römer 1,18: Da sagt der Apostel Paulus: Denn es wird geoffenbart Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten, weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist; denn Gott hat es ihnen offenbart. Denn sein unsichtbares Wesen, Gott ist unsichtbar, den hat noch niemand gesehen, sein unsichtbares Wesen, sowohl seine ewige Kraft als auch seine Göttlichkeit, wird seit Erschaffung der Welt an dem Gemachten, in der Schöpfung, wahrgenommen und gesehen, damit sie ohne Entschuldigung seien.
Weil sie Gott kannten, ihn aber weder als Gott verherrlichten noch ihm Dank darbrachten, sondern in ihren Überlegungen in Torheit verfielen und ihr unverständliches Herz verfinstert wurde, indem sie sich für Weise ausgaben, sind sie zu Narren geworden und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes verwandelt in das Gleichnis eines Bildes vom vergänglichen Menschen und von Vögeln und von vierfüßigen und kriechenden Tieren.
Darum übrigens, wenn darum steht, muss man sagen: Warum? Da muss ich die vorigen Verse lesen. Darum hat Gott sie dahingegeben in den Begierden ihrer Herzen, in die Unreinheit, ihre Leiber untereinander zu schänden, sie, welche die Wahrheit Gottes in die Lüge verwandelt und dem Geschöpf Verehrung und Dienst dargebracht haben anstatt dem Schöpfer. Der Gepriesene ist in Ewigkeit. Amen.
Deswegen hat Gott sie dahingegeben in schändliche Leidenschaften, denn ihre Frauen haben den natürlichen Verkehr in den unnatürlichen verwandelt. Ebenso haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen, sind in ihrer Wollust zueinander entbrannt, indem sie Männer mit Männern Schande trieben und den gebührenden Lohn ihrer Verirrung an sich selbst empfingen.
Und wie sie es nicht für gut fanden, Gott in der Erkenntnis festzuhalten, hat Gott sie dahingegeben, zum dritten Mal, in einen verworfenen Sinn, zu tun, was sich nicht ziemt, erfüllt mit aller Ungerechtigkeit, Bosheit, Habsucht, Schlechtigkeit, voll von Neid, Mord, Streit, List, Tücke usw.
Er sagt Folgendes: Paulus sagt im Römerbrief, das ist ein Dilemma in dieser Welt, und jetzt erkläre ich euch, warum wir dieses Dilemma haben. Ich habe Ihnen das aufgeschrieben: die Ursache dieses Dilemmas, Vers 18, weil sie die Wahrheit niederhalten.
Wisst ihr, was wir heute in der Welt machen? Wir lassen die Wahrheit nicht aufkommen, wir halten sie nieder. Nur ein Beispiel: Seriöse Wissenschaftler wissen, dass die Evolutionstheorie, so wie sie gelehrt wird, längst überfällig ist. Das kann nicht so gewesen sein, das wissen wir inzwischen. In den Schulen wird trotzdem gelehrt, die Wahrheit wird niedergehalten. Dass so viel Information in unseren Genen, in unserer DNA ist, kann niemand erklären, außer dass jemand diese Information in uns hineingelegt hat. Das wissen wir wissenschaftlich, es wird nie gelehrt, es wird niedergehalten. Die Wahrheit wird niedergehalten.
Das zweite Problem, sagt er, Vers 21: Da steht, weil sie Gott kannten, ihn aber nicht verherrlichten und ihm nicht dankten. Obwohl wir wissen, dass es Gott gibt, danken wir Gott nicht und denken nicht an ihn. Wir erklären ihn weg.
Dritter Grund, Vers 25, im ersten Teil steht: Sie, welche die Wahrheit Gottes in eine Lüge verwandelt haben. Wir haben die Wahrheit in eine Lüge verwandelt. Wir machen aus Schwarz Weiß und aus Unkraut Kraut. Und Gott hat gesagt: Und weil ihr das getan habt, das ist die Konsequenz dieses Dilemmas.
Und was ist die Konsequenz von diesem Dilemma? Er hat gesagt: Weil ihr das getan habt, Vers 22, indem sie sich für Weise ausgaben, sind sie zu Narren geworden. Und sie hielten sich selbst für weise. Der Mensch hat gesagt: Wir wissen alles, wir brauchen keinen Gott, wir wissen es. Sie haben sich selbst als weise ausgegeben und sind dabei zu Narren geworden. Das ist Arroganz. Und manchmal, auch wenn ich so liberale Theologen lese, denke ich: Diese Arroganz, wie sie mit dem Wort Gottes umgehen, ist ein Wahnsinn. Wenn es Gott gibt, wie kann man so damit umgehen?
Also ist die Arroganz das erste Problem. Die Konsequenz: Wir sind arrogant geworden, selbstgefällig, selbst ist der Mann, sagt man ja. Das zweite Problem: Materialismus, Vers 25. Lest ihn durch: Sie, welche die Wahrheit Gottes in eine Lüge verwandelt und dem Geschöpf Verehrung und Dienst dargebracht haben statt dem Schöpfer. Und wisst ihr, was man dann macht? Wir beten die Natur an. Da gibt es die New-Ager, die beten die Flüsse und die Bäume und die Sonne, den Mond. Sie verehren die Schöpfung statt dem Schöpfer. Wenn du ein Materialist bist, dann verehrst du dein Haus, dein Auto, dein Bankkonto. Dafür lebst du, daran denkst du. Übrigens: Das, woran du am meisten denkst, ist das, was du verehrst. Das ist das, was du anbetest. Er hat gesagt: Ihr seid zu Narren geworden, ihr betet die Schöpfung an statt dem Schöpfer. Das ist das zweite Problem: Materialismus.
Das dritte Problem hat er gesagt: Weil ihr das getan habt, habe ich euch dahingegeben. Dieses Wort kommt immer wieder vor. Und die dritte Konsequenz ist: Er hat uns dahingegeben in sexuelle Perversion. Er hat gesagt, Männer schlafen nicht mehr mit Frauen, sondern mit Männern, miteinander. Homosexualität und Lesberei. Er hat gesagt, dies ist nie mein Plan gewesen, aber ich habe euch dahingegeben. Es ist eine Konsequenz der Sünde, sagt die Bibel klipp und klar. Es war nie Gottes Plan. Gott hat Menschen geschaffen als Mann und als Frau. Und wenn es auch heute anerkannt wird, sogar bei Kirchen, so macht es es kein Stück rechter. Es ist und bleibt eine Perversion.
Gott hat aber gesagt: Das Problem bin nicht ich, sagt Gott, sondern ihr. Ihr habt die Ursache, ihr habt die Wahrheit niedergehalten, ihr habt nicht an mich gedacht und mir nicht gedankt, ihr habt die Wahrheit in eine Lüge verwandelt. Darum hat Gott sie dahingegeben in all diese Dinge.
Und das Vierte ist Korruption. Lesen wir dann in Vers 28: Und wie sie es nicht für gut fanden, Gott in der Erkenntnis festzuhalten, hat Gott sie dahingegeben, unterstreicht euch dieses Wort, das kommt immer wieder vor, er hat sie dahingegeben in einen verworfenen Sinn, ein falsches Denken, zu tun, was sich nicht ziemt. Und wisst ihr, was das Schlimme dabei ist? Geht es runter zu Vers 32: Obwohl sie Gottes Rechtsforderungen erkennen, dass die, die so etwas tun, des Todes würdig sind, üben sie es nicht nur allein aus, sondern haben auch Wohlgefallen an denen, die es tun.
Wisst ihr, was das Schlimme ist? Wenn du da verfällst, wenn du dich selbst für weise hältst, wenn du Gottes Wort niederhältst, dann wirst du zum Narren. Dein Denken wird verkehrt. Nicht nur, dass du das Verkehrte tust, sondern du nennst das gut, wenn es andere auch tun. Und Gott sagt: Das ist die Katastrophe.
Das ist der Grund, warum unser Leben so sinnlos ist. Der Mensch hat sich geweigert, Gott ernst zu nehmen, und Gott hat gesagt: Okay, ich werde euch dahingeben. Und das ist die Welt, in der wir heute leben. Die Bibel ist so ein aktuelles Buch. Sie erklärt in jedem Detail, warum wir sind, wo wir heute sind. Der Mensch, wenn man so ein bisschen älter wird, merkt man, ist zu allem fähig, ob Christ oder nicht. Der Mensch ist zu jeder möglichen Perversion fähig. Und darum ist es eine Dummheit, ein Wahnsinn zu glauben, dass wir Gott nicht mehr brauchen. Das ist ja Wahnsinn.
Vier Reaktionen auf die Sinnlosigkeit
Wenn man diese Sinnlosigkeit erkennt, hat man vier Möglichkeiten zu reagieren. Und man findet sich selbst und die Menschen, die um einen leben, in einer dieser vier Möglichkeiten wieder.
Die erste Möglichkeit ist, dass man pessimistisch und zynisch wird. Ich kenne genügend Menschen, die sehr zynisch geworden sind. Aber ich verstehe auch, warum. Sie machen alles nur noch schlecht, lächeln über nichts und begegnen allem mit Zynismus. Doch man muss zynisch werden, wenn man keine Antwort auf diese Sinnlosigkeit findet.
Die zweite Möglichkeit ist, dass man depressiv wird. Und in der Depression fängt man an zu saufen oder Drogen zu nehmen. Oder man wird beziehungssüchtig, ist von einer Beziehung in die nächste unterwegs, und manche bringen sich letztlich um. Übrigens gehört Österreich bei der Selbstmordrate weltweit zu den Spitzenreitern, unter den ersten drei.
Die dritte Möglichkeit ist, dass man einfach so lebt, wie es eben kommt. Am Anfang haben wir gesagt: Denk nicht so viel nach, tu einfach, was du gerade machst, es geht eh vorbei, und dann gibt es Kisten bis unten, und das war es halt. Ich würde sagen, das ist ein ziemlich großer Teil der Menschen, die so leben.
Es gibt aber auch noch eine vierte Möglichkeit, und das ist die gute Botschaft. Die vierte Möglichkeit ist, dass wir dem Prediger zuhören, das Leben so sehen, wie es wirklich ist, und dann eine Antwort suchen, nämlich beim Schöpfer. Und das ist jetzt die gute Botschaft.
Leben unter der Sonne und Leben über der Sonne
Das ist jetzt der nächste Zettel, Seite fünf. Eine Phrase, die auch ich, ich weiß es nicht, zwanzig, dreißig Mal kommt sie vor in dem Buch Prediger, ist diese Phrase: unter der Sonne.
Er sagt dutzendmal: Das Leben ist völlig sinnlos unter der Sonne. Geht es zu Prediger 1, da haben wir schon zweimal gehabt. Prediger 1,3: Welchen Gewinn hat der Mensch von all seinen Mühen, mit denen er sich abmüht, unter der Sonne? Und in Vers 9: Das, was war, ist das, was wieder sein wird, das, was getan wurde, ist das, was wieder getan wird, und es gibt gar nichts Neues unter der Sonne.
Nun, wenn der Prediger sagt, dass es ein Leben unter der Sonne gibt, setzt er voraus, dass es auch ein Leben über der Sonne gibt. Das heißt, der Prediger beschreibt das Leben unter der Sonne. In dieser dreidimensionalen, beschränkten Welt hat er gesagt: Wenn du nur auf diese Welt schaust, wenn du nur das Leben unter der Sonne betrachtest, kommt unterm Strich nichts heraus: sinnlos, Nichtigkeit.
Aber wir kommen dann noch dazu. Der Prediger sagt klipp und klar, es gibt ein Leben über der Sonne. Und wenn er in Kapitel 1, Vers 9 sagt, es gibt gar nichts Neues unter der Sonne, dann weiß er bereits, es gibt aber etwas Neues über der Sonne.
Und im Neuen Testament haben wir das wunderbar beschrieben, und ich habe es euch da aufgeschrieben: 2. Korinther 5,17. Ist jemand in Christus, ich sage immer über der Sonne oder unter dem Sohn, ist jemand unter dem Sohn, Jesus Christus, dann ist alles neu geworden. Er ist eine neue Kreatur. Das Leben unter dem Sohn, sagt er, das Alte ist vergangen, es ist alles neu geworden, es gibt was Neues.
Die neue Geburt, das neue Leben und die neue Schöpfung
Was sagt das Neue Testament? Was gibt es Neues? Ich möchte jetzt gemeinsam mit euch durchlesen.
Es gibt erstens, sagt das Neue Testament, eine neue Geburt. Schlägt auf Johannes Kapitel 3 auf. Es gibt eine neue Geburt, sagt das Neue Testament, aber nur im Sohn, unter der Sonne nicht.
Johannes 3,1:
Es war aber ein Mensch aus den Pharisäern mit Namen Nikodemus, ein Oberster der Juden. Dieser kam zu ihm bei Nacht und sprach zu ihm: Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, von Gott gekommen; denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm.
Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.
Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er etwa ein zweites Mal in den Leib seiner Mutter hineingehen und geboren werden?
Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und aus dem Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes hineingehen. Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müsst von Neuem geboren werden.
Was gibt es Neues? Es gibt eine neue Geburt. Und übrigens: Die neue Geburt ist das, was einen Menschen zum Christen macht. Wenn ein Mensch nicht von Neuem geboren ist, ist er kein Christ. Er ist vielleicht religiös, er ist kirchlich, aber kein Christ.
Denn Jesus sagt: Wenn jemand nicht von Neuem geboren ist, dann kann er nicht in das Reich Gottes hineingehen. Er sagt nicht: Wenn jemand nicht von Neuem geboren ist, ist es extrem schwierig, in das Reich Gottes hineinzukommen. Er sagt auch nicht: Es ist gewaltig schwierig. Er sagt: Er kann nicht hineingehen.
Das heißt: Es gibt eine neue Geburt.
Zweitens gibt es auch ein neues Leben. Römer 6,4. Da lesen wir Folgendes: Wenn ein Mensch neu geboren wird, dann hat er ein neues Leben. Das ist nicht unter dieser Sonne. Wir leben zwar unter dieser Sonne, aber die Geburt kommt vom Sohn über der Sonne.
Römer 6,4:
So sind wir nun mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus aus den Toten auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Vaters, so auch wir in einem neuen Leben wandeln.
Das heißt: Nach der neuen Geburt gibt es ein neues Leben. In dieser Welt gibt es nichts Neues. Du musst das alte Leben begraben. Das Alte ist begraben, nur dann kann etwas Neues herauskommen.
Und drittens: Gott bereitet eine neue Schöpfung für alle, die ihn kennen. In Offenbarung Kapitel 21. Kennt ihr den Kern? Die Wahrheit ist in der Offenbarung. Offenbarung 21,1:
Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr.
Der Prediger hat gesagt: Es gibt nichts Neues unter dieser Sonne. Das stimmt. Jesus sagt: Ich mache einen neuen Himmel und eine neue Erde. Dies ist neu, denn der erste Himmel, unter dem es nichts Neues gab, und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr.
Offenbarung 21,4:
Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.
Und der, welcher auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu.
Der Prediger hat gesagt: Unter dieser Sonne gibt es nichts Neues. Gott sagt: Ich mache alles neu. Wenn ich in dein Leben komme, dann hast du ein Leben über der Sonne. Dann hast du ein Leben, das über diese dreidimensionale Welt hinausreicht. Du bist in Verbindung mit mir. Du hast ein neues Leben.
Und seht, dieser ABS-Kurs soll nicht nur dazu dienen, dass wir mehr lernen und etwas Neues erfahren. Er soll dazu dienen, dass wir den kennenlernen, der die einzige Antwort ist auf die Sinnlosigkeit dieses Lebens.
Der Auftrag der Verkündigung und die Freude am Evangelium
Und zum Abschluss, dann haben wir es für heute, Seite sechs: Warum tun wir, was wir tun? Warum verkündigen wir Christus?
Dazu habe ich ein Zitat von John Wesley aufgeschrieben. John Wesley war vor vielen Jahren ein großer Erweckungsprediger in England, und ich habe es in meinem Jungsengreis aufgeschrieben:
„Ich habe gehört, ein intelligenter und ernsthafter Mann fragte einmal John Wesley: Ich habe gehört, dass Sie zu einer großen Menschenmenge predigen, jeden Abend und jeden Morgen. Sagen Sie mir, was machen Sie mit ihnen? Wohin führen Sie diese Menschen? Welche Religion predigen Sie, und wofür ist sie gut?
Zu diesen berechtigten Fragen antwortete Wesley: Ja, ich predige zu allen Menschen, die es hören wollen, jeden Abend und jeden Morgen. Sie fragen mich, was ich mit ihnen vorhabe. Nun, ich möchte sie tugendhaft und glücklich machen, dass sie entspannt oder gelassen sind in sich selbst und brauchbar für andere Menschen. Wohin ich sie führe? In den Himmel, zu Gott, dem Richter, dem Liebhaber aller Menschen, und zu Jesus, dem Mittler des neuen Bundes. Welche Religion predige ich? Die Religion der Liebe, das Gesetz der Freundlichkeit, welches sichtbar wird durch das Evangelium. Und wofür ist es gut? Damit alle, die es empfangen, sich an Gott und an sich selbst erfreuen, damit sie alle so werden wie Gott, zufrieden im Leben und im Angesicht des Todes mit einer ruhigen Sicherheit sagen können: O Tod, wo ist dein Sieg? Dank sei Gott, der mir den Sieg gegeben hat durch meinen Sohn Jesus Christus.“
Seht ihr, das ist der Grund, warum wir tun, was wir tun. Und darum ist es so spannend.
Gestern Abend waren wir essen. Wir haben jetzt ein Ehepaar bei uns, Stuart und Jill Briscoe, die ich sehr schätze. Ein schönes Ehepaar. Er ist jetzt 75. Da hat Stuart gefragt, wie es ihm so gehe, ein bisschen geschwatzt und so weiter. Da hat er gesagt: „Ich merke erst jetzt, wie viel es noch zu lernen gibt.“ Jetzt fängt er richtig an zu lernen, mit 75. Er ist ein sehr weiser Mann.
Gestern war er in Fort Myers, er ist Pfarrer in Amerika. Jeden Sonntag kommen 7.000 Leute in seinen Gottesdienst. Und dann hat er gesagt, es ist interessant: Manchmal fragen mich die Menschen, warum geht der Affe überhaupt auf die Kanzel? Dann sagt er: Ich verstehe es selber nicht, eigentlich ist es lächerlich. Ich stehe da jeden Sonntag wie ein Affe, und jeder Mensch erwartet, dass ich irgendetwas Vernünftiges, Gescheites sage. Er hat gesagt: Eigentlich ist es lächerlich, was soll ich schon sagen?
Aber er hat gesagt, zweitens muss ich auch sagen: Ich gehe trotzdem auf die Kanzel, weil ich das Wort Gottes predige, und das gilt überall, für jeden Menschen und zu jeder Zeit. Das ist der einzige Grund, warum ich nach vorne gehe und spreche. Wenn ich nur meine Klugheiten von mir geben würde, das wäre tatsächlich lächerlich.
Und so ist es auch mit uns. Wir können nur die Wahrheit sagen. Jesus hat gesagt: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.
Und ich möchte euch noch einen Vers sagen, aus Johannes 10,10. Es muss uns auch etwas anderes bewusst sein. Johannes 10,10 ist ein wichtiger Vers, und der Streitpunkt ist hier deutlich. Da sagt der Herr Jesus: Der Dieb, das ist Satan, und in Satan gibt es genauso wie bei Gott ein klares Ziel. Er sagt: Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu schlachten und zu verderben. Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es im Überfluss haben.
Weißt du, warum du manchmal, obwohl du schon länger als dreißig Jahre Christ bist, dich fragst, warum du nichts von diesem Überfluss des Lebens spürst? Ich möchte dich daran erinnern: Es gibt einen Dieb, es gibt Satan. Und weißt du, was Satan andauernd versucht? Zu stehlen, zu schlachten und kaputt zu machen.
Und weißt du, was Gott tut? Er spricht uns an. Er hat dich vielleicht auch heute Abend angesprochen, aber was aus dem Morgen passieren wird: Satan wird stehlen, schlachten und verderben. Er wird dir in Erinnerung rufen, was so wichtig sei, wieder nicht. Das ist zwar ein bisschen sinnlos, aber du schaffst es schon. Wirklich brauchen, durst Gott, das wieder nicht.
Ich möchte euch warnen: Wenn es so ist, wundere dich nicht. Der Dieb kommt nämlich, um zu stehlen, zu schlachten und zu verderben, und er hat seinen größten Spaß daran bei denen, die es zulassen. Im selben Atemzug sagt Jesus: Ich bin gekommen, damit ihr Leben im Überfluss habt.
Jetzt kommt es darauf an, auf wen wir hören. Hören wir auf den, der uns das Leben geben will, im Überfluss, oder hören wir auf den, der schlachtet und verdirbt?
Und zum Abschluss habe ich noch Matthäus 16,26, weil dieses Wort fast das Buch Prediger gut zusammenfasst, wo Jesus sagt: Was hilft es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinne? Wenn du der berühmteste, reichste, schönste Mensch dieser Welt wirst, für ein paar Jahre. Du machst zehn Wochen Pirouette, bevor du abdankst, und erleidest doch Schaden an deiner Seele.
Was hilft es dir, wenn du hundert Berge erklimmst in Rekordzeit, wenn du fünf Häuser erbaust und erfolgreich bist, wenn du so schön bist, dass du ins Magazin kommst? Was hilft dir das alles, wenn du Schaden nimmst an deiner Seele? Überhaupt nichts.
Dieses Leben ist ein Windhauch, und das ist die Botschaft vom Prediger. Das Leben auf dieser Erde ist, wenn du nur auf dies schaust, völlig sinnlos.
Und ich bitte euch für nächsten Dienstag, das Kapitel zwei und drei zu lesen. Die zwei Kapitel werden wir nächstes Jahr mehr durchnehmen, und ich kann euch gleich sagen: Es wird nicht besser, es wird nur letzter. Man denkt noch: Glaubst du, da ist irgendein Sinn? Dann lies weiter. Er wird dir zeigen, dass es keinen hat.
Ich bete noch mit uns:
Lieber Vater, hab Dank für die Zeit zusammen. Hab Dank für dein gutes Wort. Hab Dank für einen Prediger, der so ehrlich in dieses Leben schaut. Aber vor allem hab Dank für Jesus Christus, der die Antwort ist auf die Fragen des Predigers und auf die Fragen von heute. Dafür danke ich dir, Herr Jesus. Amen.
Ich wünsche einen guten Nachhauseweg bis nächsten Dienstag um halb acht.

