2. Petrus 1,5-11: "Reife: Wie sieht geistliches Wachstum aus?"
2. Petrus 1,5-1,1116.04.2012
Serie•Teil 2 / 82. Petrus
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Einführung in den Brief und seine Ausgangslage
Wir werden einen Bibeltext miteinander betrachten. Wer keine Bibel dabei hat oder gerne den Text so mitlesen möchte, wie ich ihn vorlese: Robert ist so freundlich und verteilt Bibeln. Einfach melden, und dann geht das.
Für alle Gäste und alle, die nicht da waren, als ich den Einstieg vorletztes Mal in unsere neue Reihe gemacht habe: Wir befinden uns im zweiten Petrusbrief, also im Neuen Testament, hinten dran, und wir werden uns im Frühjahr mit diesem Brief beschäftigen.
Der zweite Petrusbrief ist geschrieben an eine Gemeinde, die ganz grob gesprochen zwei Probleme hat. Auf der einen Seite finden sich da falsche Lehrer, Leute, die hier vorne stehen würden und sagen würden: Ich sage euch mal, wo es lang geht. Und das, was die dann verkaufen, ist einfach völliger Unsinn. Sie sagen nämlich so etwas wie: Heiligkeit spielt keine Rolle, leb wie du willst, mach was du willst, und wenn du es nur richtig machst, Gott ist auf alle Fälle dafür. Das ist natürlich Quatsch.
Wir können nicht leben, wie wir wollen, wenn wir Christen sind. Wenn wir sagen, so wie wir es eben gebetet haben, dass Jesus für unsere Schuld gestorben ist, dass es da wirklich Sünde gibt, dann heißt Christsein auch, das, wofür Jesus gestorben ist, die Sünde, hinter sich zu lassen und ein anderes, ein heiliges Leben zu führen. Und wenn jetzt jemand käme und das von hier vorne predigen würde: Sündige ruhig drauf los, macht nichts, macht doch Spaß, dann müssten wir sagen: Stopp, es gibt da mindestens einen Brief in der Bibel, nämlich den zweiten Petrusbrief, der ist dagegen. Und wenn ich das jemals predigen sollte, müsst ihr mich sofort runterholen von der Kanzel oder hinter dem Pult weg.
Das ist das Problem von innen. Und dann gibt es Probleme von außen: Spötter, Menschen, die sich hinstellen und sagen: Ihr seid doch ein bisschen blöd, ihr Christen. Ihr glaubt da, dass Jesus wiederkommt, ihr glaubt daran, dass Gott einmal richten wird, dass hier mal Schluss ist und dass sich jeder Mensch einmal vor Gott verantworten muss. Schaut euch doch an, der ist bis jetzt nicht gekommen. Warum glaubt ihr, dass er kommen wird? Das passiert doch bestimmt nicht.
Und auch da werden wir uns damit beschäftigen, weil Petrus wird uns zeigen, dass da die gesamte Argumentation nicht stimmt. Dass, wenn Gott einmal und schon öfter gerichtet hat, er wieder richten wird und wir uns darauf einstellen müssen, dass jeder Mensch einmal vor Gott verantwortlich gemacht wird für sein Leben.
Das ist der Grund, warum es den zweiten Petrusbrief gibt, weil eine konkrete Gemeinde genau diese Probleme hatte. Und dann startet Petrus, indem er uns am Anfang mit zwei Punkten konfrontiert. Das waren die ersten vier Verse, die haben wir schon angeschaut, die fasse ich mal ganz kurz zusammen.
Er sagt am Anfang: Ihr Empfänger, ihr Briefleser, ihr habt einen gleich kostbaren Glauben empfangen. Und er unterstreicht damit Folgendes: Es gibt bei Gott nicht Himmelsbürger erster und zweiter Klasse. Es gibt die Apostel, das sind die Guten, die Großen, die Mächtigen, die Heiligen, und dann gibt es so das Fußvolk. Sondern wir haben alle denselben kostbaren Glauben, insbesondere dann, wenn es darum geht, welche Verheißungen haben wir, worauf laufen wir denn zu, dann sind wir alle gleich gesegnete Leute.
Und das Zweite, was er sagt, ist: Wir sind alle miteinander im Übermaß beschenkte Leute. Alleine dadurch, dass wir so gelebt haben und irgendwann Jesus begegnet sind – jeder von uns hat ja eine andere Geschichte – plötzlich sehen wir vor uns Jesus mit seiner Art. Er begegnet uns nicht so als Mythos, so wie er, wenn man in die Kirche reingeht und die Kirche besichtigt. Dann ist da was, dann sieht man da irgendwie ein Kruzifix oder man sieht ein Bild gemalt, und man kann davor stehen, man kann das schön finden, und man kann trotzdem nicht den erkennen, der da hängt oder der da abgebildet wird.
Aber wir, die wir gläubig sind, wir haben eine sehr persönliche Erfahrung gemacht mit Jesus. Wir haben gemerkt, er ist wirklich gestorben und auferstanden, und er ist uns persönlich begegnet. Er hat etwas zu unserem Herzen gesprochen, ganz tief drin, und wir haben gemerkt: Das ist nicht nur ein Bild, das ist nicht nur eine Figur. Jesus ist eine Person, die eine Entscheidung verlangt. Eine Entscheidung von mir verlangt, ob ich ihr begegnen möchte, ob sie mich faszinieren darf, ob sie mich retten darf. Und weil das in unserem Leben passiert ist, sind wir von Gott beschenkt worden. Wir haben uns auf diese Beziehung eingelassen.
Und Petrus schreibt dann, dass wir alles zum Leben und zur Gottseligkeit geschenkt bekommen haben. Da fehlt nichts. Wir gehen nicht durch dieses Leben und suchen ständig danach, was könnte ich noch kriegen, damit mein Leben mit Gott endlich gelingt. Sondern wir haben schon alles. Wir haben Jesus erkannt, Jesus ist in unser Leben hineingetreten, wir gehören zu Gott, wir haben eine Verheißung, die darauf hinausläuft, dass wir – Petrus wird schreiben – die kostbaren und größten Verheißungen haben.
Im Vergleich zu dem, was irgendein Arbeitgeber dir anbieten kann, so an Goodies, was weiß ich, du kriegst noch ein Auto obendrauf und ein dreizehntes Monatsgehalt und von mir aus ein vierzehntes Monatsgehalt und, weil besonders gut, ein fünfzehntes. Ey, kannst du alles knicken. Im Vergleich zu dem, was Gott uns geschenkt hat, ist das alles Pillepalle. Also das ist nicht mal eine Fußnote wert.
Denn Gott hat uns geschenkt, dass wir Anteil bekommen an seiner Natur, dass wir einmal diese Erde verlassen werden, eintreten werden in die Herrlichkeit, dass wir neu gemacht werden, passend gemacht werden für die Ewigkeit, dass wir ihm, soweit das irgendwie für uns möglich ist – und fragt mich bitte nicht, wo da die Grenzen sind. Ja, wir werden keine Götter, ich predige keinen Polytheismus. Aber wenn ich mir Jesus als den vollkommenen Menschen anschaue, der nicht gesündigt hat, dann werden wir, soweit das irgendwie möglich ist, daran Anteil haben. Und das eine Ewigkeit lang.
Wir werden alle irgendwann, der eine früher, der andere später, wir werden uns im Himmel begegnen, und wir werden zurückschauen und lachen. Ich bin fest davon überzeugt. Ich glaube, ich werde meiner Frau begegnen, und wir werden über manchen Ehekrach, den wir hatten, einfach schmunzeln, weil wir dachten: Was haben wir uns damals für den Kopf gemacht. Wisst ihr noch, das war damals so, so wichtig. Wir haben nur dieses Problem gesehen, es gab nichts außer diesem Problem. Ja, bah, ist das albern.
Ich freue mich auf diese Zeit. Aber noch ist sie nicht da, noch sind die Probleme da, und wir müssen mit diesen Problemen leben. Also: Wir sind im Übermaß beschenkte Menschen. Gegenwart und Zukunft liegen fest in Gottes Hand. Wir bräuchten uns eigentlich theoretisch einfach nur in unseren Liegestuhl setzen, die Hände verschränken, Däumchen drehen und warten.
Und damit das nicht passiert – anscheinend hat Petrus das vorausgesehen, dass das die natürliche Reaktion des Menschen wäre – geht der Vers jetzt nach Vers vier weiter, und Petrus beantwortet die Frage: Na ja, wenn das so ist, wie soll man sich dann verhalten? Beine hoch und warten, bis die Ewigkeit kommt? Nein.
Wenn es stimmt, dass Gott uns so beschenkt hat, wenn diese ganzen Leute, die man immer so bei den reichsten Leuten der Welt sieht – ich weiß nicht, ob ihr manchmal so Tabellen lest, so die größten Milliardäre, die machen in einem Tag mehr Zinsen, als du in deinem ganzen Leben verdienst – wenn du dir diese Typen anschaust, die da so, wie heißt diese Zeitschrift, Forbes, diese Liste da, und denkst dir: Boah, so viel Geld kann ein Mensch besitzen, ich weiß gar nicht, wie viele Nullen das sind aus dem Stegreif, die da hingehören, um das richtig hinzuschreiben.
Kannst du dir vorstellen, du nimmst den Obersten, der da steht, der sich auf dieser Welt alles kaufen kann, was man kaufen kann, und zwar aus der Portokasse, der sich ein ganzes Land kaufen könnte, Menschen, Gebäude, alles inklusive, der bestimmt schon seine Privatinsel hat, wo er Urlaub macht. Du nimmst den, und du schaust ihn dir an und denkst: Du armer kleiner Schlucker. Weil im Vergleich zu dem, was Gott uns geschenkt hat, ist das, was er hat, eine ganz schlimme Täuschung. Denn er denkt, er sei reich, und es wird der Moment kommen, wo er merkt, er ist ganz arm, solange er nicht glaubt.
Und wir sind vielleicht im Moment nicht so die finanziellen Überflieger und freuen uns dann vielleicht eher so über einen kleinen Ford Focus und haben irgendwie den Maybach nicht in der Garage stehen. Mag sein. Aber es wird der Moment kommen, wo so der Vorhang beiseite geschoben wird und man wird sehen, wer wir wirklich sind: dass wir Miterben dessen sind, dem alles gehört. Alles. Und das ist ganz schön viel alles. Vor allem ist das mehr, als du dir vorstellen kannst. Das ist richtig viel. Und du wirst dieses Alles eine Ewigkeit lang genießen können.
Und weil das so ist, Vers fünf eben deshalb: Weil wir beschenkte Leute sind, legen wir nicht einfach die Beine hoch, sondern wir erlauben uns, einen Lebensstil zu leben, der sich an dem, was ich eben gesagt habe, orientiert. Eben deshalb wendet aber auch allen Fleiß auf und reicht in eurem Glauben die Tugend dar.
Wenn Gott uns alles geschenkt hat und wenn wir das glauben, dann haben wir die Verantwortung, das auch auszuleben. Und was jetzt kommt, ist sprachlich hochinteressant. Es ist wie so ein großes Rad. Er sagt: Aus A wird B, wenn B, dann C, aus C D, D E, E F, F G, G H. So geht es einmal herum. Dinge, die irgendwie aufeinander aufbauen und die etwas mit unserem geistlichen Leben zu tun haben.
Und wenn wir einmal rum sind mit all den Dingen, die ich euch jetzt vorstelle, dann haben wir eigentlich eine Sache skizziert, nämlich unser Leben. Das, was am Ende herauskommen wird, ist Folgendes: Gott möchte, dass du dein Leben investierst. Nicht einfach auf eine dumme Weise, sondern sehr klug. Und deswegen steht das hier auch ein bisschen differenzierter. Aber es geht am letzten Ende um dein Leben, um die verschiedenen Aspekte deines Lebens, die Gott gerne hätte.
Weil das, was wir sind als Menschen, ist das einzige Opfer, was wir Gott zurückgeben können. Wenn es wirklich stimmt, dass am Kreuz Gott hängt und für meine Schuld gestorben ist, wenn das wirklich Realität ist, dann ist das Einzige, was ich Gott geben kann, ein Leben. Nicht, um mir den Himmel zu erkaufen, das kann niemand, dafür sind wir alle zu arm. Aber aus reiner, purer Dankbarkeit dafür, dass es einen gibt, der uns so geliebt hat.
Eben deshalb wendet aber auch allen Fleiß auf und reicht in eurem Glauben die Tugend dar. Dieser Begriff, der hier für Darreichen steht, stammt aus der, wir würden heute sagen, Festspielszene. Also es gab Athener Festspiele, die waren ein bisschen größer angelegt, und bei diesen Festspielen gab es häufig Mäzene, sehr reiche Leute, die gesagt haben: Ich übernehme die Kosten. Das ist das Wort, das hier steht.
Ein Mäzen ist einer, der Geld investiert, um zu einem größeren Projekt beizutragen. Wir investieren die Dinge, die Petrus jetzt hier gleich nennen wird, um zu einem größeren Projekt beizutragen, nämlich dazu, dass wir in unserem persönlichen Leben mit Gott vorankommen, dass wir Gott Ehre bringen. Wir kooperieren mit Gott. Wir investieren in die Neuschöpfung unseres Charakters.
Gott ist das Fundament. Du kannst dir den Himmel nicht erkaufen, das will ich ein letztes Mal sagen. Aber du kannst natürlich, stehend auf diesem Fundament, sagen: Ich lebe jetzt so, dass es auch zu dem passt, was ich da geschenkt bekommen habe.
Eben deshalb wendet aber auch allen Fleiß auf, gebt Gas und reicht in eurem Glauben die Tugend dar. Es startet alles mit Glauben. Du kapitulierst vor Gott, so wie der Zöllner im Tempel in diesem einen Gleichnis, der sich an die Brust schlägt und sagt: Gott, sei mir Sünder gnädig. Glauben ist nichts anderes als Kapitulation, zugeben: Ich habe nichts, und das Geschenk Gottes annehmen. So, damit startet alles. Wenn das nicht da ist, brauchen wir über den Rest nicht nachdenken.
Ganz wichtig, weil der erste Punkt, der hier steht: reicht in eurem Glauben die Tugend dar. Der Begriff Tugend, ich will den Tick anders übersetzen, damit er ein bisschen klarer wird, gemeint ist das, was wir an natürlichen Begabungen mitbringen. Wenn du zum Glauben kommst, so das Allererste: Was kann ich denn machen, was kann ich denn einsetzen? Du stehst da und überlegst dir, jetzt bin ich gläubig, jetzt möchte ich was machen. Was hast du denn am Anfang? Auf die Kanzel lässt sich noch keiner, hoffe ich zumindest. So, Technik sagst du, das ist nicht mein Ding. Aber vielleicht hast du irgendwo etwas, wo du sagst: Da bin ich stark. Und das ist das Erste, was du bitte mit allem Fleiß einsetzt.
Auch auf die Gefahr hin, dass ich das schon zehnmal erzählt habe: Mein erster Dienst in der Gemeinde war Schrippenschmieren. Ich kam zum Glauben, war in der Jugendgruppe, und da wurde Abendbrot gemacht, und da waren immer so belegte Brötchen. Das Erste, was ich mitbringen konnte, mein erster Dienst für Gott war Schrippenschmieren. Hör du, bergeweide Schrippenschmieren, jeden Samstag. Jetzt bin ich ich, ich war ungefähr nach vier Wochen der Chef der Schrippenschmierer, ist halt so, ja. Aber da fängt das an. Es war nicht so: Jürgen kommt zum Glauben und geht auf die Kanzel. Das kam zehn Jahre später. Am Anfang habe ich das gemacht, was ich konnte: Schrippenschmieren.
Und das heißt, wenn du startest mit Gott, du hast etwas. Vielleicht ist es nicht so spektakulär und du denkst dir: Das ist aber gar nichts. Ich kann vielleicht auf Kinder aufpassen oder ich kann einen Tisch dekorieren oder einen Kuchen backen oder Kaffee kochen oder ich weiß, wie man einen Stuhl putzt, keine Ahnung. Aber du kannst es einsetzen. Und Gott ist kein Gott, der sagt: Was ist denn das? Sondern Gott ist ein Gott, der genau weiß: Du bist du, und der dich mit deinen Gaben haben möchte. Schön, oder?
Als ich mein erstes Brötchen da geschmiert habe, saß Gott im Himmel und hat sich gefreut. Ich glaube das wirklich, weil ich kann nicht mehr als das, was ich bin, investieren. Und das habe ich gemacht, und das machen viele von euch auch. Und das ist auch der Grund, warum wir hier in der Gemeinde diese Idee haben, dass es keine Mitgliedschaft, sondern nur Mitarbeiterschaft gibt, weil es eigentlich ganz normal ist, zum geistlichen Leben dazugehört, dass man dient, dass man sich einfach einbringt.
So, jetzt kann man sagen: Super, du suchst Knechte. Ja, irgendwie schon, aber da bleiben wir mal nicht stehen. In der Tugend aber die Erkenntnis. Und der Begriff Erkenntnis hat mit Wissen zu tun. Das heißt, wenn ich gläubig geworden bin, kann ich mich einbringen, ja. Dann kommt aber als nächster logischer Schritt, dass ich dazulerne, dass ich Predigten höre, in der Bibel lese, Bibelverse auswendig lerne, darüber nachsinne, dass ich mit Leuten diskutiere, dass ich mich einfach rantraue an dieses große Ding Glaubensinhalte. Ja, woran glaube ich eigentlich?
Ich bin am Anfang vielleicht von Jesus begeistert und davon, dass Gott mich liebt, und dann kommen aber andere Themen dazu. Da muss man sich dann auch mit beschäftigen. Und das gehört zwangsläufig einfach zum Glaubensleben dazu. Und auch hier gilt: Sei fleißig, nimm dir die Zeit, die du brauchst, aber nimm sie dir auch und lies die Bibel und denk nach. Und da sind wir unterschiedlich, und ich will jetzt auf niemanden eine Last legen. Wenn ich so wäre wie du, ich vergiss es, wir sind da unterschiedlich. Du liest mit deinem Tempo, du liest so an den Stellen, von mir aus, wo du sagst, das ist jetzt für mich dran. Aber mach es. Schau, dass du genug Wissen über Gott bekommst und über die Dinge, die Gott betreffen.
Und wenn du da dabei bist, was passiert dann? Was passiert, wenn wir uns Predigten anhören, Bibel lesen und so, uns unterhalten? Na ja, in der Erkenntnis, Vers 6, aber die Enthaltsamkeit. Enthaltsamkeit, der Begriff kann auch mit Selbstbeherrschung übersetzt werden. Ja, ja, es ist genau das, was er sagt. Ich merke, wenn ich mich mit Gott beschäftige, da gibt es Dinge in meinem Leben, die gehören da nicht rein. Hm, was mache ich jetzt?
Ja, also ich will ja eigentlich Gott folgen, und jetzt merke ich, also was weiß ich, ich habe da vielleicht so eine sehr freie Art im Umgang mit meiner Einkommenssteuererklärung. Und bislang hat das auch niemanden gestört, weil das war geschickt gemacht. So, und jetzt stehe ich das erste Mal als Christ vor meiner Einkommensteuererklärung und denke mir: Sollte man da wirklich die Wahrheit sagen? Und du liest so ein bisschen und stellst fest, es steht irgendwo in der Bibel: Du sollst nicht lügen. Schon komisch. Und man soll dem Staat geben, was dem Staat gehört: Steuern.
Und genau das: Ich bringe zu der Erkenntnis die Enthaltsamkeit. Ich schmeiße die Sünde aus meinem Leben raus, Stück für Stück. Manche Sünde lässt sich leichter rausschmeißen, die bleibt auch manchmal draußen liegen. Die meisten Sünden sind ein bisschen schwieriger, und es gibt Sünden, die sind so widerlich, die krabbeln gleich wieder rein. Also die schmeißt sie raus, dann krabbeln sie wieder rein, die schmeißt sie wieder raus, dann krabbeln sie wieder rein. Das ist dann so ein langwieriger Prozess. Und trotzdem ist wichtig, dass man ihn macht. Wenn ich weiß, etwas ist falsch, schmeiße ich es raus.
Das Problem ist: Wenn du das tust, dann werden nicht die meisten Leute dastehen und sagen: Wow, super, du lügst nie wieder, das ist ja klasse. Und du stiehlst auch nie wieder, oh super. Die Leute werden dich merkwürdig anschauen und werden sagen: Hä, jetzt bist du zu den Fundamentalisten übergelaufen, oder? Jeder lügt hier ein bisschen, jeder stiehlt hier ein bisschen, jeder lässt das mitgehen. Wahrheit, was ist Wahrheit? Das hat schon Pilatus gefragt.
Das heißt, nächste Zeile: In der Enthaltsamkeit aber das Ausharren. Ausharren ist die Fähigkeit, unter Druck auf seiner Position zu beharren und zu sagen: Ich mache das auch, wenn die anderen so ein Stück dagegen sind, wenn die anderen das nicht so wollen, wenn ich dann vielleicht so ein bisschen komisch angeschaut werde, wenn man hinter meinem Rücken anfängt, darüber zu reden, was die denn da jetzt macht und was der sich denn da jetzt denkt, ob der glaubt, etwas Besseres zu sein, und was man da halt so sagt.
Und das muss ich lernen. Und ich muss bereit sein zu sagen: Ich will das. Ich mache das jetzt so. Es ist Teil meines Wachstumsprozesses, das auszuleben. Und das Spannende ist: Wenn ich das tue, wenn ich bereit bin, quasi an verschiedenen Punkten dazuzulernen, Sünde sein zu lassen, mein Mann oder meine Frau zu stehen, dann entwickelt sich etwas, was die Bibel Gottseligkeit, wer Luther liest, Frömmigkeit nennt. In dem Ausharren aber die Gottseligkeit.
Gottseligkeit ist ein Begriff, der die praktische Seite unseres geistlichen Lebens umfasst. Nimm dein Leben, so wie du es ganz praktisch lebst, so mit Einkaufen bei Kaufland, Tanken an der Tanke, Musik machen, nimm dein Leben. Und zieh von deinem Leben einfach mal das Leben eines normal gestrickten Heiden ab. So, was bleibt übrig? Gottseligkeit. Also da bleibt übrig beten, Gottesdienst besuchen, Bibel lesen, so diese ganz praktischen Dinge, die Dinge, die du tust, weil du Christ bist.
Und die entwickeln sich Stück für Stück. Und wir müssen an der Stelle aufpassen, dass die sich entwickeln, nicht weil wir einer Tradition folgen oder weil wir Angst vor Menschen haben oder weil wir bestimmten Erwartungen genügen wollen, sondern weil wir etwas gelernt haben, angefangen haben, Jesus zu folgen und an der Stelle Erfahrungen gemacht haben, wie schwierig das ist. Und dann kommt hinten ein Lebensstil heraus, dein persönlicher Lebensstil, wie du deinen Glauben in deinem Umfeld, mit deinen Möglichkeiten leben kannst.
Und das mag ein bisschen unterschiedlich sein. Wir haben jetzt nicht die starren Normen: So muss es laufen. Und trotzdem werden sich da eine ganze Reihe Parallelen finden. Ich meine, ihr seid ja alle heute hierher gekommen. Da hätte ja auch einer sagen können: Also 15.00 Uhr bin ich total dagegen, ich mache das immer um 11.00 Uhr bei mir zu Hause. Das sagen wir nicht, wir sind hier. Das heißt, es gibt Dinge, wo man sagt, das ist ein Frömmigkeitsstil, wo sich dann verschiedenste Leute finden und zusammentun und eine Gemeinschaft bilden, die das lebt.
Dieser Punkt mit der Frömmigkeit, mit der Gottseligkeit, ist noch nicht das Ziel. Es geht noch einen Schritt weiter. Wenn du das hast, wenn du sagst, ich habe jetzt einen Lebensstil gefunden, wie ich Gott in meinem Leben leben kann, wie ich diese Beziehung einrichten kann – alle Jugendverheirateten wissen, das braucht so ein bisschen. Jede Ehe ist anders. Ich verspreche euch, wenn man versuchen würde, einfach die Ehe zwischen Bärbel und mir zu kopieren, ihr werdet nicht glücklich, weil ihr seid ihr und wir sind wir.
Und so ist das auch mit der Gottesbeziehung. Also bei allen Parallelen: Alle Ehen reden miteinander, hoffe ich zumindest, aber es gibt dann doch Unterschiede. So, wo geht es weiter? Wenn ich das habe in der Gottseligkeit, Vers 7, aber und jetzt kommt der Hammer: die Bruderliebe.
Also der nächste Schritt im geistlichen Wachstum ist: Ich habe jetzt so Gott quasi in meinem Leben funktional irgendwie drin, ich weiß jetzt ungefähr, wie das geht, ja, und jetzt mache ich die Augen auf und stelle fest: Oh, ich bin ja nicht allein. Das ist eine Erfahrung, die uns schneller abhanden kommt, als uns das lieb ist. Warum hat Gott sich Gemeinde gedacht? Was ist eigentlich der Grund dafür? Ein Grund ist der, dass wenn du die Augen aufmachst und nach links und rechts schaust, es da Leute gibt, die Gott dir als Trainingsfeld in den Weg gestellt hat.
Ich glaube, der große Unterschied zwischen Gemeinde und Kleintierzüchterverein: Der große Unterschied ist, dass der Kleintierzüchterverein, die treffen sich alle, weil sie dasselbe Ziel haben, ja, Kleintierzucht halt. Gemeinde ist so ein Ding, wo Gott einfach die komischsten Typen auf die bunteste Mischung zusammenschüttelt. Und uns damit die Möglichkeit gibt, mit Leuten Kontakt zu bekommen, auf Leute zu treffen, die würden wir uns niemals und nicht aussuchen, wenn wir eine freie Wahl hätten. Nein, es ist einfach so. Man begegnet in Gemeinden einem solchen Spektrum von Leuten, dass du sagst: Beim besten Willen, der wäre nicht mehr dabei gewesen, warum auch immer.
Wir haben alle Sympathien und weniger Sympathien, aber Gott sagt doch: Ich finde es gut, dass im Aufeinandertreffen auf den und die gerade mal was lernen kannst. Ja, was soll ich denn lernen? Bruderliebe. Hinhören, was der andere für eine Not hat, überlegen, ob ich derjenige sein könnte, der diese Not stillt, und es dann tun.
Weil Bruderliebe ist ja so ein Ding, das findet nicht hier oben statt, so im prinzipiellen Bejahen. Es wäre schon schön, wenn wir alle Bruderliebe oder Geschwisterliebe hätten, sondern Bruderliebe ist dieses Ding, wenn du anfängst, etwas zu tun und merkst: Oh, ich bin ja gar nicht so darauf gepolt, das zu tun. Also es gibt diesen inneren Widerstand. Bei all diesen Punkten gibt es einen inneren Widerstand. Schrippenschmieren kommt auch nicht von alleine, Bibel lesen, in dem Moment, wo man Sünde sein lässt, in dem Moment, wo man ausharrt – es gibt immer so einen inneren Widerstand. Es geht immer so rüberspringen, nur dann funktioniert es. Und Bruderliebe ist so erschreckend, dass man da auch springen muss. Eigentlich müsste man ja sagen, es muss doch ganz einfach sein, ist es aber nicht.
Warum ist diese Bruderliebe so wichtig? Denn wenn wir dieses Trainingsfeld nicht haben, wenn wir es nicht lernen, in der Gemeinde einander zu lieben, dann werden wir etwas anderes nicht lernen. Bruderliebe ist die kleine Schwester der Liebe, also Bruderliebe ist einfach, heißt es im ersten Johannesbrief. Warum? Na ja, ich sehe den anderen. Ich kann ihn fragen: Sag mal, was brauchst du? Ich kann mit ein bisschen Nachdenken selber darauf kommen, wie ich ihm helfen kann. Johannes schreibt im ersten Johannes Kapitel 4, Vers 20: Es ist viel schwieriger, Gott zu lieben, weil Gott kann dich nicht sehen. Kann Gott keine E-Mail schreiben und sagen: Wie geht es dir? Also für den Fall, dass ihr da eine Adresse habt, die hätte ich auch gerne.
Das heißt, Gott kennenlernen funktioniert anders. Gott kennenzulernen, den Gott kennenzulernen, der sagt: Ich bin Liebe, das geht darüber, dass ich es lerne, Menschen zu lieben, eine Kompetenz in Sachen Bruderliebe aufbaue und dann diese Kompetenz, dieses grundsätzliche Know-how in Sachen Liebe nehme und einfach mal erweitere. Das heißt nämlich dann: in der Bruderliebe aber die Liebe. Ich erweitere diese Kompetenz und nehme andere Menschen mit, womöglich meine Feinde, und ich nehme Gott mit rein.
Es ist nämlich eine Lüge zu glauben, ich kann Gott lieben, aber die Brüder nicht oder die Geschwister in der Gemeinde nicht. Das stimmt einfach nicht. Ich liebe entweder die Geschwister in der Gemeinde praktisch, dann schaffe ich die Voraussetzung, Gott zu lieben, oder aber ich liebe beide nicht.
So, jetzt haben wir diesen Kreis einmal durchlaufen. Warum sage ich, dass das ein Kreis ist? Ich habe es ja im Moment eher so aufeinander aufbauend beschrieben. Das heißt in Vers 8: Denn wenn diese Dinge bei euch vorhanden sind und wachsen, merkt ihr gleichzeitig, da ist etwas in unserem Leben. Aber es ist nichts Abgeschlossenes, so dass man sagt: Zuerst bringst du dich mit deinen Talenten ein und dann liest du zehn Jahre lang Bibel und als Nächstes kommt dann zehn Jahre lang Sünde rausschmeißen und dann machen wir zehn Jahre einen auf Ausharren. Die sind gleichzeitig da, diese einzelnen Sachen, und sie wachsen auch alle miteinander. Sie hängen irgendwie zusammen.
Denn wenn diese Dinge bei euch vorhanden sind und sie bedingen einander, du wirst stärker. Du bist also gleichzeitig jemand, der sich mit seinen praktischen Fähigkeiten einsetzt und mit seinen Begabungen, bist immer noch einer, der sich eine Predigt anhört und versucht, dazuzulernen, bist immer noch dabei zu merken: Oh, es gibt ja noch Sünde in meinem Leben. In meinem Leben gibt es noch Sünde, wo ich überrascht bin.
Ich habe vorletzte Woche einen Bibelvers gefunden, der hat mich umgehauen. Da ging es darum, wie wichtig es ist, alte Freunde zu behalten. Und ich dachte: Das hast du nicht gemacht. Da bist du einfach immer weitergezogen. Das war meine Art gewesen, weiterzuziehen, hier eine neue Gemeinde zu bauen, und ich habe Leute zurückgelassen. Und ich dachte: Das ist halt mein Leben.
Und jetzt kommt so ein Bibelvers, wo genau das Gegenteil drinsteht. Ja, was mache ich denn jetzt? Na ja, ich mache das, was man halt tut. Ich durchdenke den Vers, ich überlege, was habe ich falsch gemacht, was mache ich jetzt anders? Ich wachse weiter, ich wachse weiter in Erkenntnis. Nicht, dass jemand glaubt: Ja, Jürgen hat schon alle Antworten. Hat er nicht.
Und manchmal hat man einen Bibelvers, der kommt ganz neu und passt ganz neu in die Situation wie Schlüssel und Schloss und denkt: Sehr wahnsinnig, ja, den kenne ich schon zwanzig Jahre, den Vers, aber hat noch nie so gut geschlossen wie jetzt. Das heißt, wir sind in all diesen Dingen permanent dabei. Wir schmeißen Sünde raus, wir leben unter Anfechtung, wir bauen auch das Thema Frömmigkeit weiter. Ja, ein Lebensstil muss sich ja anpassen.
Es ist eine ganz andere Sache, ob du so ein studentisches Leben führst – also Studenten, Beten, Bibel lesen als Student ist was ganz anderes, als wenn du mal sagst: Beten, Bibel lesen mit Zwillingen zum Beispiel, alle noch so unter einem Jahr. Ha, super, da musst du ganz neu überlegen: Wie kriege ich das hin? Das heißt, auch da wachsen wir, auch da machen wir Erfahrungen. Vielleicht beten wir am Anfang ein bisschen weniger, dann betet man mal ein bisschen mehr, dann probiert man mal Fasten aus, dann hat man vielleicht beim Bibellesen mal so die Idee, man könnte ja mal im Jahr durchlesen, man probiert das mal, wie geht das aus, man entwickelt sich einfach.
Wir sind nicht statisch gedacht von Gott, unser Leben ist ein sehr dynamisches Leben. Und auch in puncto Bruderliebe und Liebe, wir haben permanent etwas dazuzulernen. Und bitte seht das jetzt nicht als: Ja, jetzt ist wieder so ein Druck, ja, vielleicht fühlt ihr euch jetzt wie so ein Mörser, ja, und Jürgen hat jetzt diesen, diesen, wie heißt das Ding, Mörser? Pistill? Ah ja, okay, also hat den Pistill in der Hand, ja, und rührt da jetzt, und du fühlst dich wie das arme Körnchen. Das will ich nicht.
Ich will hier einfach sagen: Das ist eine Beschreibung, die Beschreibung für einen Lebensstil, der darauf ausgelegt ist, dass wir wachsen. Jetzt die Frage: Wohin? Denn wenn diese Dinge bei euch vorhanden sind und wachsen, lassen sie euch im Hinblick auf die Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus nicht träge noch fruchtleer sein.
Und als ich das das erste Mal kapiert habe, das war für mich so ein fetter Kronleuchter, so bling, weil ich bin ein Kopfmensch. Also von mir aus könnte das Christentum aufhören bei hier bei der Zeile: In der Tugend aber die Erkenntnis. Okay, ich könnte ein Leben lang Bücher lesen und nachdenken, ich könnte mich in meinen Elfenbeinturm einschließen und ich könnte Spaß haben, bis der Himmel kommt, mit guten Büchern. Das ist nicht das Ziel unseres Lebens.
Christentum ist keine Philosophie. Wir leben hin auf die Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus, wir leben hin auf das Durchdringen und Verstehen einer Person, wir leben eine Beziehung. Und all das, was ich jetzt gesagt habe, ist nicht dazu da, euch Druck zu machen. Es ist nur dazu da, um euch zu zeigen, auf welche Weise ihr den Herrn Jesus besser kennenlernen könnt. Wenn ihr sagt, mir ist das egal, das möchte ich nicht, dann tut ihr mir leid, aber dann kann ich es nicht für euch machen.
Aber ich möchte euch ganz ehrlich sagen: Das ist das größte Ziel, was es im Leben überhaupt gibt, den Herrn Jesus kennenzulernen. Und ihr merkt schon, wenn ihr das jetzt mal so die Verse drei bis acht zusammennehmt, dann steht am Anfang: Ihr seid überreich beschenkt, ihr habt alles geschenkt bekommen, weil ihr Jesus erkannt habt. Das ist das Fundament, auf dem ich stehe. Und dann schaust du nach oben und siehst das Ziel, wo alles hingeht, und es ist wieder Jesus. Und dazwischen ist mein Leben. Und dieses Leben ist darauf angelegt, Jesus besser kennenzulernen.
Und wenn du nicht alles verstehst im Leben, wenn du sagst, ich weiß nicht, vielleicht, ja, es gibt so schöne Fragen, so Endzeit-Theorien, wenn du sagst, das werde ich vielleicht mal nie verstanden haben, macht nichts. Du musst nicht jedes Thema verstanden haben, wenn du dich auf diese Punkte einlässt und zu jemandem wirst, der Liebe lernt und weil er selber lieben kann, zu jemandem wird, der Gott versteht.
Denn wir erkennen Jesus nicht allein intellektuell. Da gibt es auch ein paar Punkte, die man verstanden haben muss. Wir erkennen ihn, indem wir quasi so eine Art Gleichklang zu seinem Charakter entwickeln, indem sich sein Charakter in unserem Charakter wiederfindet und wir mit einem Mal begreifen, wie Jesus tickt, weil wir ähnlich ticken.
Ihr wisst, dass ich lange Zeit große Probleme mit Jähzorn hatte und mit Streit, und wir uns oft gestritten haben. Und das war so: Als ich dann es mal erlebt habe, auch ein paarmal öfter erlebt habe, dass eine Situation, die kritisch wurde, wo ich innerlich so ein bisschen aufgebracht war, nicht in einen Streit umschlug, sondern wo wir das einfach friedlich haben lösen können, da merkte ich, habe ich in mich hineingehorcht und mir überlegt: Wie fühlt sich das eigentlich an, wenn man sich jetzt nicht streitet? Und es war so ein Frieden und es war so etwas Positives, was da in meinem Bauch so innen drin war. Ich fand das so schön und ich dachte mir: So fühlt Jesus. So fühlt sich das an, wenn man nicht streitet.
Und an der Stelle habe ich etwas von Jesus verstanden. Nicht intellektuell verstanden, das wusste ich vorher, dass Jesus der Friedenstifter ist, das war klar. Aber da konnte ich das nachempfinden, was es bedeutet, Frieden zu stiften, Frieden zu haben. Und das ist die Erkenntnis, die Gott in unserem Leben sucht. Nicht nur ein Wissen über Gott, sondern ein Nachleben dessen, was Jesus vorgemacht hat, letztlich seine Lebensqualität in unser Leben hineinziehen, indem wir möglichst ähnlich zu ihm werden.
Und wo das passiert, da werden wir nicht träge sein, nicht nutzlos, unbrauchbar und nicht fruchtleer oder unergiebig. Achtung, das, was ich eben gesagt habe, fängt an mit: wendet allen Fleiß auf. Das passiert nicht von alleine. Es kann sein, dass ein Christ Glauben hat und dann diese Dinge, die eigentlich normal zum Leben dazugehören, dass er sie nicht tut.
Vers 9: Denn bei wem diese Dinge nicht vorhanden sind. Wenn du jetzt merkst, es gibt da in meinem Leben irgendwo im Blick auf diese Sachen, die Petrus vorgestellt hat, ein Defizit, dann ist das so ein Stück weit der erste Schritt weg von der Christuserkenntnis. Und das ist ein Riesendrama. Denn bei wem diese Dinge nicht vorhanden sind, der ist blind, weil er kurzsichtig ist und die Reinigung von seinen früheren Sünden vergessen hat.
Das möchte man fast nicht glauben, was hier steht, dass ein Mensch die Reinigung von seinen Sünden vergessen kann. Dass jemand mit 23 bei Campus für Christus bei einer Evangelisation bewusst nach vorne geht, den ganzen Müll seines Lebens sieht und sagt: Ich nehme diesen Müll und lege ihn hier vor das Kreuz hin. Und ich merke, wie die Schuld abfällt, ich merke, wie ich ein neuer Mensch werde, ich erlebe, wie Gott in mein Leben hineinkommt.
Und zehn, fünfzehn, zwanzig Jahre später begegnest du derselben Person und du stellst dir die Frage: Sag mal, ist damals überhaupt irgendwas passiert? Und er erinnert sich schon gar nicht mehr an den Abend so richtig, der ist irgendwie so weggedriftet, das ist einfach Vergangenheit. Das ist so ein Moment in der Vergangenheit wie der achtzehnte Geburtstag oder so, da war mal was klar. Aber es hat keinen bleibenden prägenden Eindruck heute mehr. Das ist nur noch eine Geschichte.
Und das kann passieren. Es kann passieren, dass man die Reinigung von seinen früheren Sünden vergisst. Natürlich nie vergisst in diesem Sinne, man weiß gar nicht mehr, dass man das mal gemacht hat, sondern vergisst im Sinne von: Heute spielt das eigentlich für mein Leben keine Rolle mehr. Gott hat mir mal den ganzen Müll vergeben, aber es prägt mein Leben nicht. Da ist nichts hinten rausgekommen. Ich lebe genau so, als wäre das nie passiert. Mein Lebensstil unterscheidet sich kaum.
Vielleicht bleibt noch so ein marginaler Rest übrig. Ja, wir beten auch noch vor dem Essen. Ja, schön, super, aber nach zwanzig Jahren ist das einfach zu wenig. Nach zwanzig Jahren darf da etwas gewachsen sein, darf sich da etwas entwickelt haben, darf Reife und Selbständigkeit entstanden sein, darf Durchblick und Heiligung entstanden sein, darf ein Lebensstil entstanden sein, der einfach zu der Zeitdauer passt. Da darf Liebe gewachsen sein.
Ich konfrontiere unglaublich gerne alte Christen in alten Gemeinden mit der Frage, ob sie liebe, alte, weise Menschen geworden sind, weil mich die Frage, wenn ich irgendwo drinstehe und ich habe da einen, der mir sagt, ich bin 50 Jahre mit Gott unterwegs, dann möchte ich, dass die Liebe aus jeder Pore tropft. Ja, ohne Schatz, weil du bist am Ende diese... Du musst am Ende angekommen sein, weil sonst hast du die letzten 50 Jahre irgendwo geschlafen.
Wenn jemand nach zehn Jahren oder auch nach zwanzig Jahren noch mittendrin steckt, sage ich: Ey, kein Problem, das tue ich ja auch. Aber wenn ich mit achtzig immer noch sage, ja, ich stecke irgendwie so ganz mittendrin, muss ich sagen: Und wie lange noch? Weil es ja irgendwann mal läuft ja die Zeit auch ab. Ist ja nicht so, ja, ihr versteht schon. Also irgendwann übernimmt Gott dann und sagt: Jetzt mache ich das fertig. Das ist die Hoffnung, die wir haben.
Aber bis dahin, da dürfen wir uns einfach investieren, da dürfen wir aus Dankbarkeit Gott zurückgeben, was er uns geschenkt hat, und auf dem Fundament aufbauen. Und der Clou ist: Wenn wir das tun, dann bringt uns das nicht nur in unserer Christuserkenntnis weiter. Jesus wird uns nicht nur lieber, und sein Charakter wird uns nicht nur klarer und verständlicher, und wir werden nicht nur einfach begeisterter sein, und es wird uns nicht nur leichter fallen, Sünde aus dem Leben rauszuschmeißen, Geschwister zu lieben und überhaupt liebevoller durchs Leben zu gehen.
Es gibt noch einen Nebeneffekt, der damit zu tun hat, dass sich viele Christen fragen: Woher weiß ich eigentlich, dass ich gerettet bin? Man nennt das Heilsgewissheit, dieses Thema. Woher weiß ich eigentlich, dass der Glaube, den ich habe, echt ist? Und man wünschte sich jetzt, jeder, der gläubig ist, und wenn der Glaube echt ist, passiert Folgendes: Du kriegst auf dem Po einen blauen Punkt. Ja, dann gehst du einfach so abends noch mal nach und sagst: Oh, ist noch da? Ja, ist noch da, wunderbar. Das wäre der Traum. Es geht aber nicht mit dem blauen Punkt.
Aber hier steht bei Petrus, wie es geht: Darum, Brüder, befleißigt euch umso mehr, die Berufung und Erwählung festzumachen. Weiß nicht, wer von euch einen Stift dabei hat, wenn ihr eure eigene Bibel habt, macht euch an der Stelle eine Notiz. Das Wort Festmachen hier steht in einer für Deutsche ungewöhnlichen griechischen Zeitform, die bedeutet: für sich festmachen. Also es gibt ein Festmachen und ein Für-sich-Festmachen. Die Griechen haben da eine eigene Form, die können das gesondert zum Ausdruck bringen.
Es geht also nicht darum, Berufung und Erwählung zu erarbeiten, sondern es geht darum, die Berufung und Erwählung, die ich habe, weil ich berufener bin, ich erwählter bin, für mich selber festzumachen, also diese Frage zu beantworten, mir selber gegenüber: Bin ich eigentlich echt? Das ist eine ernste Frage. Bin ich echt? Es ist vielleicht die Frage schlechthin: Ist der Glaube, den ich meine, zu haben, ist er echt?
Die Bibel kennt Glauben, der nur eine Zeit lang funktioniert, bekennt Glauben als Lippenbekenntnis. Da gibt es so ein paar Leute, die sich hier hinstellen und sagen: Ich glaube. Und dann kommt Jesus: Ja, ihr glaubt an mich, aber ich glaube nicht an euch. Und dieselben Leute, die auf der linken Seite meiner Bibel noch sagen: Wir glauben, die heben auf der rechten Seite dann am Ende des Kapitels Steine auf und wollen Jesus umbringen. Also die Behauptung: Ich glaube reicht nicht aus, um in die Ewigkeit zu kommen. Die Frage ist: Ist mein Glaube echt? Woher weiß ich das?
Petrus sagt: Du kannst es festmachen für dich selber, und zwar wie? Na ja, wenn du diese Dinge tust. Also wenn wir daran glauben, dass Jesus ein lebendiger Gott ist, der Sünden vergibt, der durch seinen Heiligen Geist in mein Leben hineintritt, der mich befähigt, ein anderer Mensch zu werden, ein wirklich liebevollerer Mensch, wenn das stimmt, dann müsste man das doch nach zehn, fünfzehn, zwanzig Jahren in meinem Leben sehen.
Wenn du mich fragst, woher weiß ich, dass es Gott gibt: Als junger Christ habe ich diese ganzen Bücher über die Tatsache der Auferstehung und Verteidigung des Glaubens, ich habe die verschlungen. Inzwischen bin ich ganz entspannt, wirklich, ich bin total relaxed. Woher weiß ich, dass es Gott gibt? Ich schaue mir an, was in meinem Leben passiert ist, was aus diesem bitteren, jähzornigen jungen Mann geworden ist nach zwanzig Jahren. Und ich sage dir, ich habe diesem Jesus vertraut. Und zumindest ist meine Frau im Moment recht glücklich mit mir. Nicht jeder kann das vielleicht so sagen, aber sie ist es. Und immer, wenn meine Frau mir das so widerspiegelt, dass sie damit glücklich ist, dann denke ich mir: Ja, das ist das, was sie von all den Frauen unterscheidet, die jemals mit meinem Vater zu tun hatten.
Woher weiß ich, dass es Gott gibt? Na ja, ich bin durch diese Spirale durchgegangen, ich habe meine Bibel gelesen, ich habe meine Schrippchen geschmiert, ich habe versucht, Sünde rauszuschmeißen und mache es immer noch. Wenn jemand mich blöd angemacht hat, habe ich versucht, das auszuhalten, ich habe versucht, Frömmigkeit zu leben, ich habe beten gelernt und so weiter, ich gehe in Gottesdienst, ich habe versucht, Geschwister zu lieben. Verzeiht mir, wenn ich da noch nicht so weit bin, okay? Also, ich finde es total lustig, ich will seit ungefähr einem Vierteljahr Marga besuchen, habe es nicht geschafft. Marga, ich hatte dich auf meinem Terminkalender für nächste Woche. Jetzt ist sie da.
Ich weiß, dass ich da schwach bin. Das ist ein Punkt, wo ich noch lernen muss. Ihr habt andere Punkte, jeder von uns hat Punkte in dieser Spirale. Aber lasst uns lernen, lasst uns einfach gemeinsam ein Team bilden, wo jeder sagt: Da bin ich schwach, komm, hilf mir, sei mir ein Vorbild, zeig mir, wie es geht. Und dafür bin ich jemand, der dir zeigen kann, an einer anderen Stelle, wie es geht. Und so spielen wir zusammen, so dass jeder miteinander wachsen kann und wir zusammengenommen als Team jeder einzelne Jesus näherkommen kann.
Wäre das nicht klasse? Und wenn wir das tun, dann machen wir unsere Berufung und Erwählung für uns selber fest. Woher weiß ich, dass Gott mich liebt, dass Gott auf meiner Seite steht? Na, ich schaue, was passiert. Ich bin nicht mehr der Alte. Ich bin noch nicht da, wo ich hin will, ich bin schon ein Stück weitergekommen.
Und das ist so fantastisch, denn wenn ihr diese Dinge tut, werdet ihr niemals straucheln. Das heißt nicht, dass ihr niemals sündigen werdet, sondern der Judasbrief, der sehr ähnlich ist zum zweiten Petrusbrief, der zeigt, wo es darum geht – ich lese euch mal Judas 24 vor – da wird über Gott gesagt, der euch ohne Straucheln zu bewahren und vor seine Herrlichkeit tadellos hinzustellen vermag. Also das Straucheln, was hier gemeint ist, ist ein Nicht-in-der-Ewigkeit-Ankommen.
Und Gott verspricht dir, dass, wenn du dich auf diesen Prozess einlässt, da musst du keine Angst haben, dass du irgendwie wieder wegdriftest von Gott, dass das, was du Glauben nennst, nur so für eine Weile auf Gott zuläuft, sondern dann geht es wieder weg, sondern dann kommst du an. Und das Versprechen geht weiter: Du kommst nicht nur irgendwie an, du bist nicht einer von denen, 1. Korinther 3, die so mit brennenden Unterhosen sich gerade noch so in den Himmel retten, alles andere hinter ihnen fackelt ab, ihr ganzes Leben geht auf in einer riesigen Explosion und alles vorbei und sie retten sich gerade so mühsam ihr eigenes Leben und alles, was sie aufgebaut haben, verbrennt im Gericht? Nein, es gibt eine andere Art, im Himmel anzukommen.
Vers 11: Denn so wird euch reichlich gewährt werden, der Eingang in das ewige Reich unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus. Ich mag die Antike, weil sie so schön plakativ ist. Wenn wir einen Olympiasieger haben, dann kriegt der so eine goldene Medaille. Wenn das eine unbekanntere Disziplin ist, kann der nach Hause kommen, das kriegt keiner mit. Wenn unsere Fußballer gewinnen, also jetzt Weltmeisterschaft, dann dürfen die nach Hause kommen und wir machen ein Riesenfest.
Wenn in der damaligen Zeit ein Olympiasieger nach Hause kam, dann hat man für den nicht nur ein Fest gemacht, sondern einen Triumphzug veranstaltet. Und weil man dachte, Triumphzüge sind noch ein bisschen zu wenig, wenn der da einfach so durchs Stadttor reinzieht, wir wollen dem noch eine größere Ehre zuteilwerden lassen, wir reißen so ein Stück Stadtmauer ein. Das ist Hingabe. Da wurde so ein fettes Stück Stadtmauer eingerissen, und dann kam da der Triumphzug durch. Das ist das, was dahinter steckt: reichlich. Nicht einfach nur so in den Himmel plumpsen wie ein toter Hund, sondern einziehen und sagen: Ich habe dieses Leben genommen, so wie Gott es mir anvertraut hat, mit seinen Grenzen, mit seinen Belastungen, mit seinen Möglichkeiten, vielleicht auch mit seinen Risiken. Und ich habe mich eingelassen auf das, was Petrus hier beschreibt, und am Ende kann ich in den Himmel einziehen, ich kann meinem Herrn begegnen, und es wird ein Triumph sein.
Mein Leben wird gerichtet werden. Gott wird sich das anschauen und wird sagen – ich hoffe, er sagt es – du guter und treuer Knecht. Das mag uns nicht viel bedeuten, wenn das hier so steht, aber es ist das Argument von Petrus, dass er sagt: Wenn dich das motiviert, wenn du sagst, hey, ich möchte mal da oben ankommen und zurückschauen auf ein Leben, was in der Ewigkeit Bedeutung hat, wo du nicht zurückschauen musst und sagen musst: Na ja, ich habe mich auf meinem – entschuldigt, wenn ich das so sage – aber ich habe mich irgendwie fünf Minuten vor meinem Tod noch bekehrt, ja, ich habe eigentlich nichts. Was immer noch besser ist, als sich nicht fünf Minuten vor dem Tod zu bekehren, ja, aber wo man trotzdem, wo ich sage: Ich kenne Leute, die haben sich mit 40 Jahren sind die Christen geworden und die haben gesagt: Jürgen, ich finde es so schade, dass ich erst mit 40 Jahren zum Glauben gekommen bin, man, was hätte ich denn alles noch anders machen können, ich hätte viel mehr noch leisten können.
Und ihr alle lebt noch. Das heißt, ihr könnt euch auf das einlassen, was Petrus sagt, und sagen: Haha, das packen wir an, so wie wir sind. Und da gehen wir gemeinsam ein Stück diesen Weg.
Was will ich sagen, kommen wir zum Schluss: Unser Fundament ist Jesus, nur Jesus, Punkt. Unser Ziel ist auch Jesus. Und auf dem Weg dahin ist dein Leben mit all seinen Facetten das Mittel, um Jesus besser zu erkennen und um ihm ähnlicher zu werden.
Mir war es wichtig zu sagen, dass Wachstum aufhören kann. Das läuft nicht von alleine. Die Beziehung zu Jesus kann tatsächlich schwächer werden, und dieses Wissen um das unglaubliche Geschenk der Reinigung von unseren Sünden kann verloren gehen, und das ist ein großes Drama. Und deswegen dieser Text.
Und vielleicht müssen wir uns noch einmal kurz überlegen, wo wir da stehen. Ein letztes Mal diese Punkte: Wenn du dir das als Kreis denkst, kannst du an jeder Stelle aussteigen. Du kannst sagen, ich bin nicht bereit, meine Talente zu investieren. Wer steigt an der Stelle aus? Die ganzen Faulen, die sind raus.
Du kannst sagen, ich bin nicht bereit – oder ich steige bei dem Thema Erkenntnis aus, mir reicht Erkenntnis, bis dahin gehe ich mit. Wer steigt an der Stelle aus, was sind das für Typen? Das sind die Kopfmenschen, die sagen: Mein Höchstes, ich weiß jetzt alles, das reicht mir.
Dann gibt es Leute, die einen Schritt weiter und sagen: Ich gehe noch bis zur Enthaltsamkeit mit, Enthaltsamkeit ist für mich das Höchste. Das sind die Asketen, die steigen an der Stelle aus. Kommen alle nicht an, die Faulen, die Kopfmenschen, die Asketen. Dann gibt es die, die beim Ausharren aussteigen, sobald es schwierig wird, das sind die Feigen.
Dann gibt es die, die bei der Gottseligkeit aussteigen, sozusagen: Hä, wie kann man denn bei der Gottseligkeit aussteigen? Doch, das sind die Traditionalisten. Wisst ihr ja, Hauptsache ich mache es so, wie man es immer schon gemacht hat, dann bin ich ein guter Christ. Falsch.
Dann gibt es die, die steigen bei der Bruderliebe aus, das sind die Exklusiven. Na ja, wir haben uns, und das reicht auch, dass wir uns haben. Na ja, klar, schaut mal in wie vielen Gemeinschaften das nicht gepredigt, aber gelebt wird. Wir sind doch so ein netter, schöner Zirkel, ja, und wir kümmern uns auch umeinander. Und da draußen ist die böse Welt.
Egal, wo du jetzt auch aussteigst, es ist immer falsch, weil du kommst nicht am Ziel an. Das Ziel ist, noch einen Schritt weiter zu gehen, zur Liebe durchzustarten. Und was ich mir wünsche für euch und für mich – nehme ich da hundert Prozent mit rein – dass wir weder die Faulen sind, dass wir nicht zu Kopfmenschen werden, dass wir uns nicht mit Enthaltsamkeit, mit Askese befriedigen, dass wir nicht feige sind, keine Traditionalisten, nicht exklusiv, sondern dass wir echte Jesusjünger werden, die in diesem Prozess drinbleiben, genau dann, auch wenn es mal wehtut. Und es wird wehtun, weil immer und überall, wo etwas wächst.
Und vielleicht erinnern sich – ich weiß nicht, ob ihr euch noch daran erinnert, wie ihr als Teenager Wachstumsschmerzen hattet. Also ich hatte das so. Dann zippelt es überall und du denkst dir: Was ist denn los? Und du gehst zum Arzt und er sagt: Na ja, du wächst halt. Und ich denke mir: Super.
Aber das gibt es bei uns auch. Wenn du wächst, tut es manchmal weh. Und Petrus sagt: Lass es wachsen, es lohnt sich, bleib dran. Amen.
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