Event•Teil 1 / 11Spurgeon-Konferenz 2015
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Einleitung und Ziel der Einheit
Also, in dem Heft, das ich euch ausgeteilt habe, gibt es leider keine Gliederung für diese Einheit. Deshalb möchte ich euch bitten, euch vielleicht selbst Notizen zu machen.
Und teilweise, weil es ein großes Thema ist und wir am Ende eines langen Tages sind, nach einem sehr leckeren Essen, in einem warmen Raum, und euer Sinn wahrscheinlich schon sehr angefüllt ist, ist das jetzt das Grab des Predigers. Ich werde es jetzt wirklich versuchen, so praktisch wie möglich zu machen und es einfach ansprechend zu gestalten.
Lassen Sie uns mit den Worten des Herrn Jesus in Lukas 24 beginnen. Er ist seinen Jüngern erschienen und war, wie ich das deuten würde, im Rahmen einer Bibelschule tätig, zwischen seiner Auferstehung und seiner Himmelfahrt. Es scheint, dass er den Jüngern während dieser vierzig Tage oft beigebracht hat, wie sie die Bibel verstehen sollten.
Das Alte Testament als Ganzes im Blick
Und wenn ihr den Vers vierundvierzig lest, dann sagte er zu ihnen: Das sind die Worte, die ich zu euch geredet habe, als ich noch bei euch war, dass alles erfüllt werden muss, was im Gesetz Mose und in den Propheten und in den Psalmen von mir geschrieben steht.
Die Schriften des Alten Testaments, auf die Jesus hier Bezug nimmt, nennt er die ganze alttestamentliche Schrift. Wenn Jesus hier auf die Schriften des Alten Testaments verweist, dann glaube ich, dass er das ganze Alte Testament meint. Denn die hebräischen Schriften sind in vier Abschnitte unterteilt.
Zunächst haben wir die fünf Bücher Mose, den Pentateuch, also von der Genesis bis zum Deuteronomium, die ersten fünf Bücher Mose. Die Hebräer haben aber auch die Propheten in zwei Gruppen unterteilt. Sie haben die früheren Propheten, die wir die Geschichtsbücher nennen, also vom Buch Josua bis zum Zweiten Buch der Könige. Das sind die früheren Propheten. Sie nennen sie Propheten, obwohl sie eigentlich Geschichte wiedergeben, weil sie von Gottes Perspektive auf die Geschichte berichten. In den früheren Propheten hat man die Sicht auf Gott, was in der Geschichte Israels passiert ist.
Ein Prophet ist jemand, der in der Gegenwart Gottes steht, Gottes Wort empfängt und es zu Gottes Menschen spricht und dann dem Volk Gottes verkündigt.
Und was wir eigentlich die Propheten nennen, nennen sie die späteren Propheten. Also die Hauptpropheten, die größeren, Jesaja, Jeremia, Hesekiel und die zwölf kleineren Propheten von Amos bis Maleachi. Das sind die späteren Propheten.
Und wenn Jesus sagt, alles, was in den Propheten geschrieben wurde, also von den früheren und den späteren, und wenn Jesus hier eben sagt, alles, was von mir in den Propheten geschrieben war, dann denke ich, dass er von den ganzen Propheten spricht, also von den früheren und den späteren.
Und alles andere wurde im Alten Testament als die Schriften bezeichnet, besonders das Buch Esther, die Sprüche, aber auch das Buch Daniel, das sie nicht als Propheten erachtet oder dort eingeordnet hatten, sondern unter die Schriften.
Und das erste große Buch am Anfang dieser vierten Kategorie war das Buch der Psalmen. Sie nannten oft die Schriften die Psalmen, weil es das erste große Buch in dieser Sektion war. Sie nannten oft die Schriften einfach nur nach den Psalmen, weil das das erste große Buch in dieser Kategorie war.
Also, was Jesus hier sagt, ist vielleicht nicht sofort klar, aber ich denke, das ganze Alte Testament gibt Zeugnis von mir. Deshalb sollte es für uns nicht schwierig sein zu sehen, dass wir diese prophetischen Bücher auch mit Christus im Zentrum predigen müssen.
Und eine andere interessante Sache ist, dass die späteren Propheten alle innerhalb eines dreihundertjährigen Zeitraums verfasst wurden. Also von der Mitte des achten Jahrhunderts, wo Amos und Hosea begannen, bis hin zu Maleachi, der in der Mitte des fünften Jahrhunderts war. Die ganzen Propheten, die späteren Propheten, sind also in diese kurze Zeitspanne gedrängt.
Wenn wir uns die Propheten anschauen, dann ist es schwierig, weil sie uns vielleicht zunächst sehr weit entfernt erscheinen, zeitlich gesehen. Manchmal scheint auch die Botschaft zu einer ganz anderen Welt zu gehören. Aber wir versuchen, diese Botschaft durch die Offenbarung zu verstehen, die uns im Neuen Testament gegeben wurde.
Ich möchte versuchen, dies mit einem Beispiel zu erklären.
Die Linie der Offenbarung und Christus als Schlüssel
Also stellt euch mal vor, diese Linie hier ist die Zeitlinie, die von der Schöpfung bis zur Neuen Schöpfung reicht. Das ist sozusagen die Linie von Gottes Aktivitäten in der ganzen Geschichte.
Gott steht außerhalb der Zeit, aber er hat die Zeit erschaffen. Innerhalb dieser ganzen Zeitlinie hat er zu Männern und Frauen gesprochen, die er in seinem Bild erschaffen hat. Angefangen mit Adam und Eva im Garten bis hin zu Maleachi am Ende des Alten Testaments.
Das ist also die Offenbarung im Alten Testament vom Sinn und vom Willen Gottes. Die Referenz im Neuen Testament zu diesem ganzen Abschnitt findet sich im Hebräerbrief, 1,1: Nachdem Gott in vergangenen Zeiten vielfältig und auf vielerlei Weise zu den Vätern geredet hat durch die Propheten, hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn.
Deswegen wird Jesus auch als das lebendige Wort bezeichnet, weil er das letzte Wort Gottes ist, das vollkommene Wort. Und Jesus wiederum lehrt seine Jünger und verheißt ihnen den Heiligen Geist, damit sie in Gottes Wahrheit unterrichtet werden können.
So sehen wir hier, wie Gott durch die neutestamentlichen Apostel spricht. Damit ist diese Offenbarung abgeschlossen, weil das Werk Christi vollendet ist und auch das Wort Christi vollendet ist.
Wir befinden uns jetzt auf dieser Seite der Zeitlinie. Das ist jetzt keine Vorausdeutung darauf, auf welchem Abschnitt wir uns befinden und wann die Endzeit anfängt. Aber wir sind irgendwo auf dieser Zeitlinie.
Und wenn wir das Alte Testament lesen und gut verstehen wollen, müssen wir es durch dieses Fenster sehen, durch dieses Fenster, das Christus und das Kreuz ist. Wir müssen es durch diese Linse verstehen, durch dieses Fenster, welches Christus und sein Kreuz ist.
Wir können nicht auf richtige Weise zum Alten Testament kommen, wenn wir nicht durch die Apostel und durch Jesus Christus dorthin kommen. Und wenn wir das tun, dann sehen wir, dass das Alte Testament auf Christus vorausdeutet. Er wird zum Zentrum und Schlüssel für die ganze Heilige Schrift.
Die richtige Frage an prophetische Texte
Jetzt ist es aber so: Manchmal, wenn Leute über das Alte Testament nachdenken, sagen sie, wir müssen hier Christus finden, wir müssen hier von Christus verkündigen. Das ist richtig, aber es ist nicht so eine Art Heidenseek-Game, um ihn zu finden. Das ist richtig, aber das ist jetzt nicht so eine Art Suchspiel, bei dem man versucht, ihn überall zu entdecken.
Wenn man einen alttestamentlichen Prophetentext liest, werden Leute sagen: Wo ist Jesus in dem Text? Wenn man zum Beispiel einen prophetischen Abschnitt im Alten Testament liest, fragen Leute vielleicht: Wo ist Jesus in diesem Text? Ich denke, das ist nicht unbedingt die beste Frage, die man sich stellen sollte. Man sagt vielleicht: Oh, vielleicht ist er in Vers drei, oder er versteckt sich irgendwo in Vers fünf. Ich kann ihn nirgendwo finden, deswegen bringe ich ihn einfach selbst in Vers 8. Ich denke, das ist nicht die richtige Frage. Es gibt eine bessere Frage.
Die Frage ist: Welchen Unterschied macht es, dass Jesus gekommen ist? Welchen Unterschied macht es für diese Prophezeiung im Alten Testament, dass Jesus gekommen ist und sie erfüllt hat? Denn er hat ja gesagt, dass die ganzen Schriften im Alten Testament von ihm sprechen. Lass uns das jetzt noch einmal weiterentwickeln, wenn wir über Prophezeiung nachdenken.
Drei Gipfel der Erfüllung
Wir machen jetzt ein bisschen Training in den Hügeln. Stellen wir uns das einmal vor. Wir schauen uns hier verschiedene Hügel an, die zusammenhängen und vor uns liegen. Maybe we will get there by lunch time and we will get there by this afternoon.
And then you find when you've climbed the first hill that the way down is much further than you thought on the other side. Und dann passiert es vielleicht, dass, wenn man den ersten Gipfel erklommen hat, der Weg hinunter viel länger ist, als man sich das gedacht hat. Und der zweite Anstieg ist dann schon viel schwieriger, als man sich das vorgestellt hat. Es braucht also viel länger, diese Gipfel zu erklimmen, als man zuerst gedacht hat.
Ich denke, es ist hilfreich, über Prophetie mit diesem Bild in unserem Verstand nachzudenken. Es gibt drei Hilltops oder Punkte der Fulfillment für die Prophetie im Alten Testament. Es gibt drei Gipfel oder Punkte, an denen sich Prophezeiung im Alten Testament erfüllt hat. Wir denken jetzt in dieser Konferenz über Jesaja nach, also benutzen wir ihn als ein Beispiel.
Also gibt es eine Ebene der Erfüllung im achten Jahrhundert vor Christus. Das hatte also eine Bedeutung, einen Sinn für die Leute, die damals gelebt haben. Meine erste Aufgabe, wenn ich zu Prophezeiungen im Alten Testament oder zu prophetischen Texten komme, ist also zu fragen: Was hat es für die Menschen damals bedeutet?
Eine Frage, die man sich stellen sollte, ist: Was lehrt Gott die Menschen damals über sich selbst, über Gott? Das sind einige Werkzeuge, die wir wahrscheinlich morgen und auch am Freitag mit unserer Gruppenarbeit benutzen können. Vielleicht schreibt ihr schon mal ein paar Sachen auf. Was lehrt Gott sie über Gott? Denn die Bibel ist zunächst erst einmal Gottes Buch über Gott, bevor sie Gottes Buch über uns ist.
Wir leben in einer sehr selbstzentrierten Generation. Und viele Christen denken, dass die Welt sich um uns dreht. Aber wenn du das denkst, dann habe ich ein bisschen schlechte Nachrichten für dich. Sie tut das nicht, denn es ist Gottes Welt, und er beherrscht sie. Das ist eigentlich sehr gute Nachricht.
Es ist ja oft so, wenn man zu einem neuen Hauskreis oder Bibelstudium kommt. Ich habe einen Bekannten, der, als er neu in der Gemeinde war, als Prediger zu einer Bibelgruppe gekommen ist. They were starting a new series on the life of Abraham with the great promises in Genesis 12 about the land and about a son and about a great nation and sie hatten gerade eine neue Serie begonnen über die Verheißungen im Leben von Abraham, über das Land, das ihm verheißen wurde, die Nachkommen und die Dinge, die ihm dort verheißen wurden.
And as they started to study the promises within five minutes something happened. Und als sie diese Verheißung studiert haben, ist schon innerhalb von fünf Minuten etwas passiert. Und manche in der Gruppe haben gesagt: Oh, ich denke, Gott hat auch mir eine große Verheißung gegeben. Ich denke, mir wurde verheißen, dass Gott meine Kinder konvertieren wird. Und Gott hat mir verheißen, dass ich eine neue Arbeitsstelle bekomme. Ist das wirklich auf der gleichen Ebene wie 1. Mose 12?
Ja, also wir sehen, es ist viel auch Einbildung. Warum reagieren wir so? Weil wir denken, es geht um uns, und es ist nicht so. Es geht um Gott.
Die erste Ebene: Bedeutung für die damaligen Hörer
So what is God teaching them about God? And then the other question to ask at the first peak is: So what does it mean then? What is the intention of this teaching for their lives? So let me put that another way: What is the pastoral intention of the teaching for the lives of the people?
Was lernen sie über Gott? Und die zweite Frage ist: Was ist die pastorale Intention oder Absicht für ihr Leben?
Also, als Jesaja in den Tempel gegangen ist und gepredigt hat, was hat er geglaubt, was Gott durch diese Predigt machen würde? Diese Botschaft weiterzugeben. Denn wenn wir verstehen, warum sie damals diese Botschaft gebraucht haben, dann können wir vielleicht verstehen, warum wir sie heute gebrauchen können.
Denn wenn wir zuerst auf uns schauen, dann werden wir nie den ersten Peak der Bedeutung verstehen, was es ursprünglich gemeint hat. Denn wenn wir zuerst auf uns schauen, dann werden wir nie diesen ersten Gipfel verstehen, was es für die Leute damals ursprünglich bedeutet hat.
Christus als zweiter Gipfel und die Ewigkeit als dritter
Dann spricht aber auch die ganze Schrift über den Herrn Jesus. Also ist der zweite Gipfel das Kreuz, das heißt Christus, seine Person und sein Werk. Da wird eine Erfüllung sichtbar, weil Christus gekommen ist. Es wird eine Erfüllung geben, denn Christus ist gekommen.
Wir müssen uns die Frage stellen: Welchen Unterschied macht es, dass Jesus gekommen ist? Wie hat er schon Dinge in dieser Prophezeiung erfüllt? Aber wir haben noch nicht gesehen, wie alles vollkommen erfüllt wurde.
Also ist der dritte Gipfel der ewige Gipfel. Das E steht hier für die Ewigkeit. Und dort werden wir die ganze Erfüllung von allem, was prophezeit wurde, in seiner Vollheit sehen.
Das heißt, jedes Mal, wenn ich eine Prophezeiung sehe, dann hilft es mir, diese drei Ebenen der Erfüllung zu sehen. Wenn ich Jesaja zugehört hätte, was hätte es für mich bedeutet? Was hätte es mir damals bedeutet, was hätte ich davon bekommen? Jetzt, wo Jesus gekommen ist, welchen Unterschied macht es, wie es schon durch Jesus erfüllt wurde? Und was bleibt noch aus, was erst im ewigen Reich erfüllt wird?
Und wenn du diese drei Fragen stellst, dann wirst du merken, wie sich die Prophezeiung öffnet, ebenso ihre Bedeutung und auch ihre Anwendung.
Vorhersage als Warnung und als Beweis der Souveränität Gottes
Lass uns ein bisschen über den Aspekt der Vorhersage von Prophezeiung nachdenken. Manchmal denken wir über die Menschen im Alten Testament so, als ob sie in einer Blase gewesen wären und einfach in ihrer eigenen Welt gefangen waren. Aber sie waren eigentlich in einer sehr großen Welt des Nahen Ostens mit vielen Bevölkerungsgruppen und mit vielen Stämmen.
Sie lebten in einer Welt, in der es viele Götter gab, und viele Völker versuchten, die Götter anderer Nationen zu übernehmen. Was ihren Gott von allen anderen Göttern unterscheidet, ist seine Fähigkeit, die Zukunft vorherzusagen. Und was jetzt das Besondere an ihrem Gott im Vergleich zu den anderen Göttern ist, ist, dass er die Zukunft voraussagen kann.
Natürlich können die anderen Götter eigentlich gar nichts sagen, denn sie sind nur Holz und Stein. Sie sind tot. Es gibt nur einen lebendigen Gott, und es ist der Gott, der spricht. Und Gott spricht jetzt über die Zukunft, um zu beweisen, dass er der souveräne Herrscher ist und alles zu seinem Ziel bringt.
Also ist der erste Grund, warum wir Vorhersagen haben, dass Gott souverän über die Geschichte der Welt ist. Aber der zweite Grund ist, dass Gott sein Volk warnen möchte, dass es ein Gericht geben wird, wenn sie ihm nicht treu nachfolgen und ihm gehorchen.
Das Bild vom Auto und die Wirkung prophetischer Warnung
Lass uns mal ein Beispiel überlegen und uns einfach vorstellen: Es ist nach dem Gottesdienst am Sonntag. Die Leute kommen aus dem Gebäude, stehen auf der Straße, sprechen miteinander und haben Gemeinschaft. Sie unterhalten sich.
Und dann sieht jemand diese Menschen auf der Straße. Er sieht aber auch, dass ein schnelles Auto auf sie zukommt. Also wird diese Person zu einem Propheten und macht eine vorhersagende Aussage. Er sagt zu der Gruppe: Es kommt ein Auto auf euch zu, ihr werdet überfahren werden.
Man sieht daran, dass er ein Prophet ist, weil er jetzt eine Vorhersage über die Zukunft macht. Aber das Ziel ist, dass sich das Verhalten der Menschen ändert, damit sich auch die Zukunft ändert.
Es könnte nun zwei Ergebnisse dieser Prophezeiung geben. Die Menschen hören das und sagen: Ja, ein Auto kommt auf uns zu. Dann verlassen sie die Straße, gehen an die Seite und werden gerettet. Das Auto nähert sich mit großer Geschwindigkeit, fährt vorbei, und alle sind gerettet.
Sagen die Leute jetzt zu dem Propheten: Du bist eigentlich ein falscher Prophet, weil du vorhergesagt hast, dass wir überfahren werden, aber wir sind ja gar nicht überfahren worden? Und du weißt ja, was wir mit falschen Propheten machen: Wir steinigen sie.
Natürlich würden sie das nicht sagen. Denn obwohl das, was er gesagt hat, nicht tatsächlich eingetreten ist, hat er doch sein Ziel erreicht. Auch wenn das, was er vorhergesagt hat, nicht eingetroffen ist, hat er sein Ziel erreicht. Seine Warnung hatte das Ergebnis, dass sie ihr Handeln geändert haben, was wiederum die Zukunft verändert hat.
Und unter der Annahme, dass etwas anderes passiert, nämlich dass sie nicht zuhören, dass sie nicht auf ihn hören, und plötzlich kommt das Auto schnell an und trifft einen von ihnen. Dann gibt es einen Unfall und Verletzte.
Sagt dann der Mann, der die Warnung gegeben hat: Na, da bist du ein großer Prophet? Sagt dann der Mann: Guck mal, ich bin ein großer Prophet. Und sagt einfach: Ich habe eine Vorhersage gemacht, und guck mal, sie ist eingetreten.
Nein, er ist traurig. Er weint sogar, weil er sagt: Ihr habt nicht auf mich gehört, und jetzt ist diese Tragödie passiert.
Sehen Sie die Parallele mit den Vorhersagen im Alten Testament? Sie sind dem Volk Gottes gegeben, um sie zu warnen, damit sie jetzt ihr Handeln ändern, sodass sich ihre Zukunft ändert.
Prophetie und Evangelium als Warnruf
Und jedes Mal, wenn wir das Evangelium verkünden, verkünden wir prophetisch. Wir sagen, Männer und Frauen sind in Rebellion gegen Gott und unter seinem Gericht, denn es ist Gottes Welt. Wir sagen, Männer und Frauen sind in Rebellion gegen Gott und sie stehen unter seinem Gericht, denn sie leben in Gottes Welt.
Und wir haben unser Leben so verbracht, als ob es nicht Gottes Welt wäre. Wir haben so gelebt, als ob wir selbst Gott wären und ihm nicht Gott lassen würden. Wir haben unser Leben so verbracht, als würden wir nicht in Gottes Welt leben, oder als ob wir sogar selbst Götter wären.
Aber Gott hat seinen Sohn Jesus in diese Welt gesandt, auf einer grossen Rettungsmission durch das Kreuz. Und er ruft jetzt jeden auf, um sich abzuwenden und umzukehren, um jetzt in das Licht der Zukunft zu kommen. Das heisst, wir sind prophetisch, wenn wir das Evangelium verkünden, indem wir sagen: Glaubt an den Herrn Jesus und werdet gerettet, gerettet vom gerechten Zorn Gottes, von der Hölle. Das ist die Warnung, die das Evangelium bringt. Deswegen ist jede Verkündigung des Evangeliums auf diese Weise prophetisch.
Das heisst, wir haben zuerst Vorhersagen, die beweisen, dass Gott souverän ist. Zweitens gibt es Vorhersagen, die wollen, dass unser Verhalten jetzt verändert wird, weil Gott weiss, was es bewirken wird. Drittens gibt es Vorhersagen, die bezwecken sollen, dass sich unser Handeln ändert, weil Gott weiss, wozu unser Handeln führen würde. Und diese Vorhersagen sind mit einer Bedingung verknüpft. Wenn wir unser Verhalten ändern, dann wird sich die Zukunft auch ändern.
Aber es gibt auch Vorhersagen, die absolut sind. Sie sagen, Gott wird das tun, unabhängig von Bedingungen. Egal, ob die Menschen glauben und ihm gehorsam sind, Gott wird trotzdem diese Dinge tun.
Zum Beispiel der Fall Jerusalems zu den Zeiten Jeremias: Er war absolut. Gott hat gesagt, es wird passieren. Oder das Kommen des Messias in den Vorhersagen Jesajas: Es ist eine absolute Verheissung, die auf jeden Fall eintreten wird. Oder das Evangelium, das in die ganze Welt geht: Gottes Ziel ist es, die ganze Welt zu erreichen. Das ist eine absolute Verheissung. Oder das Kommen des ewigen Reiches, der neue Himmel und die neue Erde: Auch das ist eine absolute Vorhersage.
Das heisst, wenn wir eine Vorhersage sehen, dann müssen wir uns fragen: Ist daran eine Bedingung verknüpft? Ist sie bedingt oder absolut?
Der Wert erfüllter Prophezeiung
Und weil inzwischen schon die meiste Prophetie im Alten Testament erfüllt ist, fragen sich die Menschen vielleicht: Was ist jetzt der Wert für uns?
Lass uns die Antwort vielleicht daraus finden, was Jesus im Johannesevangelium sagt, und zwar in Kapitel 14. Was sagt Jesus über den Wert erfüllter Prophezeiung?
Lasst uns Johannes 13,18-19 lesen:
Ich rede nicht von euch allen; ich weiß, welche ich erwählt habe. Doch muss die Schrift erfüllt werden: Der mit mir das Brot isst, hat seine Ferse gegen mich erhoben. Jetzt sage ich es euch, ehe es geschieht, damit ihr glaubt, wenn es geschehen ist, dass ich es bin.
Also ist Johannes 13,19 ein sehr interessanter Vers. Jesus sagt: Jetzt sage ich es euch, ehe es geschieht, damit ihr glaubt, wenn es geschehen ist, dass ich es bin.
Und woran werdet ihr glauben? Ihr werdet glauben, dass ich es bin. Das heißt: Ich bin der eine wahre Gott, mein Name ist: Ich bin, der ich bin. Das heißt, ich bin der einzig wahre Gott, ich bin, der ich bin.
Jesus sagt also: Wenn ihr seht, wie sich eine Prophezeiung erfüllt, dann wird das euren Glauben an mich als Gott stärken. Jesus sagt also: Wenn ihr seht, wie sich eine Prophezeiung erfüllt, dann wird es euren Glauben darin stärken, dass ich Gott bin.
Lasst uns die Verse 28 und 29 lesen. Er sagt das nicht nur einmal, sondern auch in Kapitel 14, Verse 28 und 29:
Ihr habt gehört, dass ich euch sagte: Ich gehe hin und ich komme zu euch. Wenn ihr mich lieb hättet, so würdet ihr euch freuen, dass ich gesagt habe: Ich gehe zum Vater; denn mein Vater ist größer als ich. Und nun habe ich es euch gesagt, ehe es geschieht, damit ihr glaubt, wenn es geschehen ist.
Also wieder in Vers 29 dasselbe Ziel, genau dasselbe: Ich habe es vorhergesagt, und wenn es eintritt, dann werdet ihr wissen, wer ich bin, und glauben.
Und das sollte die Auswirkung auf uns sein bezüglich der ganzen Prophezeiungen, die schon erfüllt wurden. Denkt über die ganzen messianischen Prophezeiungen nach, die Jesus erfüllt hat, und über die Weissagungen, die Jesus schon erfüllt hat. Über viele von ihnen hatte Jesus überhaupt keine Kontrolle, aber sie wurden erfüllt, weil Gott gesagt hat, dass es eintreten wird.
Und wenn wir all diese Prophezeiungen sehen, dann sehen wir: Er ist Gottes Wort. Das ist Gottes Wort. Er ist Gottes Sohn.
Jesus und die Erfüllung von Jesaja 61
Es gibt noch mehr darüber zu sagen. Lasst uns noch einmal Markus, das Markus-Evangelium, Kapitel 13 aufschlagen und den Abschnitt Verse 32 bis 37 lesen.
Um jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch nicht der Sohn, sondern nur der Vater. Habt acht, wacht und betet. Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist.
Es ist wie bei einem Menschen, der außer Landes reiste, sein Haus verließ und seinen Knechten Vollmacht gab und jedem sein Werk und dem Türhüter befahl, dass er wachen solle. So wacht nun, denn ihr wisst nicht, wann der Herr des Hauses kommt, am Abend oder zur Mitternacht oder um den Hahnschrei oder am Morgen, damit er nicht, wenn er unversehens kommt, euch schlafend findet. Was ich euch aber sage, das sage ich allen: Wacht!
Das ganze Kapitel, bevor dieser Abschnitt kam, ging um die Zeichen der Endzeit. Und Jesus sagt hier: Ja, warum habe ich euch jetzt diese ganze Information über mein zweites Kommen weitergegeben? Es heißt, dass wir jetzt handeln sollen im Licht der sicheren Zukunft. Deswegen gibt er die Befehle: Wachet, haltet Ausschau, wachet!
These are Jesus’ reasons for predicting the future to strengthen our faith in him when we see it fulfilled.
Also, das sind die Gründe von Jesus für das Vorhersagen der Zukunft: einmal, um unseren Glauben an ihn zu stärken, wenn wir sehen, wie es sich erfüllt. Und dann, um zum Handeln anzuregen, damit wir jetzt leben im Licht dessen, was in der Zukunft geschehen wird.
Lukas 4 und Jesaja 61 als Auslegungsschlüssel
Herr Präsident! Lassen Sie uns die letzten zehn Minuten noch einmal nutzen, um ein, zwei Beispiele aus der Bibel anzuschauen, wie das genau funktioniert. Lassen Sie uns noch einmal aus der Bibel betrachten, wie das jetzt genau funktioniert.
Wie können wir die Prinzipien der Interpretation aus dem Neuen Testament benutzen, um die Prophezeiung im Alten Testament zu verstehen? Schlagen wir gemeinsam das Lukasevangelium, Kapitel 4, auf. Wir werden uns die Geschichte von Jesus in der Synagoge in Nazareth anschauen. Wir lesen die Verse 16 bis 21.
Und er kam nach Nazaret, wo er erzogen worden war, und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbattag in die Synagoge und stand auf, um vorzulesen. Und es wurde ihm die Buchrolle des Propheten Jesaja gegeben. Als er die Buchrolle aufgerollt hatte, fand er die Stelle, wo geschrieben steht: Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkünden; er hat mich gesandt, zu heilen, die zerbrochenen Herzens sind, Gefangenen Befreiung zu verkünden und den Blinden, dass sie wieder sehend werden, Zerschlagene in Freiheit zu setzen, um zu verkünden das angenehme Jahr des Herrn. Und er rollte die Buchrolle zusammen und gab sie dem Diener wieder und setzte sich. Und alle Augen in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. Er aber fing an, zu ihnen zu sagen: Heute ist diese Schrift erfüllt vor euren Ohren.
Es ist interessant, sich die Einzelheiten dieser Stelle einmal genau anzuschauen. Jesus geht in die Synagoge und bittet um die Buchrolle, um den Propheten Jesaja zu lesen. Jesus kommt in die Synagoge und bittet, dass er die Buchrolle bekommt, um den Propheten Jesaja zu lesen. Er wählt die Stelle aus, die er vorliest. Wir nennen das heute Jesaja 61.
Er entscheidet sich, wie viel er vorliest, denn Vers 20 sagt, dass er die Buchrolle wieder zusammengerollt und sie zurückgegeben hat. In Vers 20 wird gesagt, dass er die Buchrolle wieder zusammengerollt und sie dem Diener zurückgegeben hat. Und er hat sich hingesetzt, um zu zeigen, dass er jetzt diese Schrift erfüllt. Man stand auf, um zu lesen und zu beten, und man setzte sich, um zu predigen.
Und der Prediger sagt hier die erstaunlichsten Worte in Vers 21. Er sagt: Heute ist diese Schrift erfüllt vor euren Augen. Mit anderen Worten: Ich bin die Erfüllung. Aber welche Schrift?
Lasst uns unseren Finger in Lukas 4 lassen und gleichzeitig Jesaja 61 aufschlagen. Und lasst uns die ersten zwei Verse von Jesaja 61 lesen:
Der Geist des Herrn, des Herrschers, ist auf mir, weil der Herr mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkünden. Er hat mich gesandt, zu verbinden, die zerbrochenen Herzen sind, den Gefangenen Befreiung zu verkünden und Öffnung des Kerkers den Gebundenen, um zu verkünden das angenehme Jahr des Herrn und den Tag der Rache unseres Gottes und um zu trösten alle Trauernden.
Wo Jesus aufgehört hat zu lesen, hat er gesagt: um das angenehme Jahr des Herrn zu verkünden. Und er sagt: Das ist heute vor euren Augen erfüllt. Aber die Stelle in Jesaja geht weiter: und den Tag der Rache unseres Gottes. Jesus hört auf zu lesen, rollt die Buchrolle zusammen und gibt sie zurück, denn noch ist nicht der Tag der Rache unseres Gottes.
Wann kam dieser Tag der Rache? Zum Teil am Kreuz, als er für uns Sünde wurde. Aber die ultimative Erfüllung ist im Gericht Gottes am Ende aller Dinge, wenn jeder Mensch vor ihm steht, am Gericht am Ende der Tage.
Und ist es nicht interessant, dass selbst die Einzelheiten, die kleinen Details der Bibel, Bedeutung haben? Und wenn wir unser Diagramm sehen, dann mussten sie an der ersten Stelle wissen, dass Jesus behauptete, dass er der Messias sei. Wenn wir noch einmal unser Diagramm anschauen, dann mussten die Menschen damals wissen, dass Jesus, indem er das sagt, behauptet, der Messias zu sein.
Was er gekommen ist, ist, dass er die frohe Botschaft verkündet, Freiheit für die Gefangenen, sehende Augen für die Blinden. Das ist natürlich der Effekt des Evangeliums, und er kommt durch sein Werk am Kreuz. Das sind natürlich die Auswirkungen des Evangeliums, die durch das Kreuz erworben worden sind. Wir werden das in der Fülle erfahren, wenn wir in seiner Gegenwart sind und ihm gleich gemacht werden. Zu diesem Zeitpunkt wird der Tag der Rache Gottes offenbar, wenn sein Gericht erkannt wird.
Das heißt, wenn man zu Jesaja 61 kommt, dann muss man Lukas 4 mit betrachten. Gott spricht hier über einen wunderbaren Weg der Errettung, oder ein Werk der Errettung, das er erfüllen wird. Aber die Frage ist: Welchen Unterschied macht es, dass Jesus gekommen ist? Und Lukas 4 gibt uns die Antwort. Das ist ein Modell, wie wir das Alte Testament mit dem Neuen verbinden müssen. Wir müssen die Einheit der Bibel verteidigen.
Manches wird direkt vom Alten Testament ins Neue Testament fortgeführt, anderes aber nicht. Zum Beispiel haben die Speisegesetze im Alten Testament oder der Tempel, das Priestertum und die Opfer aufgehört, weil Jesus gekommen ist. Aber wenn wir uns den Charakter Gottes anschauen und seine Ansprüche sowie seine Verheißungen, dann haben sie sich natürlich fortgesetzt.
Vier Grundsätze für die Predigt alttestamentlicher Propheten
Ich möchte abschließend noch einmal vier Prinzipien weitergeben, wie man alttestamentliche Prophezeiung heute predigt.
Erstens: Der Fokus liegt nicht primär auf der Welt, sondern auf der Bundesgemeinschaft, an die die Verheißung gerichtet ist. Gott schickt seine Boten zu der Bundesgemeinschaft, um sie zu lehren, und zwar in ihren Tagen und in ihrer Generation. Es ist sehr leicht für Prediger, die Verurteilung der Propheten gegen die ganze Welt zu predigen. Und es gibt natürlich viele Beispiele in der Welt für Unrecht und Unterdrückung. Aber die Propheten waren gar nicht primär zur Welt gesandt, sondern zur Bundesgemeinschaft, was wir heute Gemeinde nennen würden.
Bevor wir also die Propheten nehmen und predigen, wie schlimm die Welt ist, sollten wir auf unsere Gemeinde schauen und auf unser eigenes Herz. Der Fokus der Propheten waren nämlich nicht die Menschen, die draußen sind, sondern die, die drinnen sind.
Der zweite Punkt ist: Predige die Gnade, nicht Gesetzlichkeit. Es ist sehr naheliegend und einfach, die Propheten so zu predigen, als wären sie eine Sammlung von Regeln, die wir erfüllen müssen. Aber welchen Unterschied macht es, dass Jesus gekommen ist? Wir haben die Gnade Gottes im Evangelium, und das ist die wunderbare Wahrheit. Und das Evangelium der Gnade Gottes macht uns zu Menschen, die ein rechtes Leben führen wollen.
Einfach nur das Gesetz zu erfüllen oder in unserer Gemeinde Gesetzlichkeit zu versuchen, wird niemals das Evangelium der Gnade hervorbringen. Ein heiliges Leben kommt nur durch das Werk Christi im Evangelium. Das muss man immer wieder betonen, wenn man die Propheten verkündigt.
Und der dritte Punkt, den ich jetzt schon mehrfach gesagt habe, ist, dass man die Propheten immer im Licht Christi lesen und predigen muss. Predige die Propheten immer im Licht des Kommens von Jesus. Er ist die Erfüllung von allem. Es gibt keinen Tempel mehr, denn Jesus ist der Ort, an dem wir mit Gott in Verbindung treten. Er ist der Begegnungsort. Er wird das Opfer, das für unsere Sünde Sühne leistet. Er wird der vollkommene Priester, der das vollkommene Opfer darbringt.
Es ist immer im Kommen von Christus, wo diese prophetischen Gedanken ihre Erfüllung bekommen. Und auf die gleiche Weise gilt das auch für die Verheißungen des Landes im Alten Testament. Sie sind nun die geistlichen Segnungen des ewigen Reiches Gottes. Sie haben nicht ihre primäre Erfüllung im Land Israel und in den physischen Dingen, die dort vorhanden sind, in den natürlichen oder körperlichen Dingen, die dort geschehen. Sie erfahren ihre Erfüllung in der neuen Schöpfung und im Reich Gottes.
Amos und die Aufnahme der Heiden
Lassen Sie uns einmal ein Beispiel anschauen, wie das in der Prophezeiung Amos funktioniert. Lassen Sie uns einmal ein Beispiel anschauen, wie das im Propheten Amos funktioniert.
Amos hat viele, sehr viele Kapitel, die sich mit dem Gericht befassen. Aber ganz am Ende gibt es eine ganz wunderbare Verheißung. Schauen wir uns die letzten paar Verse von Amos, Kapitel 9, an. Ganz besonders Vers 11 und Vers 12:
An jenem Tag will ich die zerfallene Hütte Davids wieder aufrichten und ihre Risse vermauern und ihre Trümmer wiederherstellen und sie wieder bauen wie in den Tagen der Vorzeit, so dass sie den Überrest Edoms in Besitz nehmen werden und alle Heidenvölker, über die mein Name ausgerufen worden ist, spricht der Herr, der dies tut.
Wenn man jetzt dieses Bild von den drei Hügeln anwendet, dann ist die zerfallene Hütte Davids in erster Linie die Monarchie Davids. Also wird ein großer Sohn Davids kommen, der die zerfallenen Plätze reparieren wird. Und er wird die Nationen dazu bringen, dass sie die Wirklichkeit Gottes anerkennen.
Das wurde durch das Kommen von Jesus und sein Werk sowie die Verkündigung und Ausbreitung des Evangeliums erfüllt. Und es wird am dritten Gipfel erfüllt, wenn das Reich Gottes in seiner Fülle kommt.
Woher weiß ich, dass das richtig ist? Die Schrift lehrt mich die Bedeutung der Schrift.
Apostelgeschichte 15 als Bestätigung
Die letzte Bibelstelle für heute Abend wird Apostelgeschichte 15 sein. Apostelgeschichte 15. Und lasst uns die Verse 13 bis 18 gemeinsam lesen.
Nachdem sie aber zu reden aufgehört hatten, ergriff Jakobus das Wort und sagte: Ihr Männer und Brüder, hört mir zu. Simon hat erzählt, wie Gott zuerst sein Augenmerk darauf richtete, aus den Heiden ein Volk für seinen Namen anzunehmen. Und damit stimmten die Worte der Propheten überein, wie geschrieben steht:
Nach diesem will ich zurückkehren und die zerfallene Hütte Davids wieder aufbauen, und ihre Trümmer will ich wieder aufbauen und sie wieder aufrichten, damit die übrig gebliebenen der Menschen den Herrn suchen und alle Heiden, über die mein Name ausgerufen worden ist, spricht der Herr, der all dies tut. Gott sind alle seine Werke von Ewigkeit her bekannt.
Als die Leiter bei diesem Konzil in Jerusalem sagen, dass Amos 9 eigentlich davon handelt, wie das Evangelium jetzt zu den Heiden kommt, ist es nicht so, dass ein menschlicher König auf einem menschlichen Thron in Jerusalem sitzt. Es geht nicht um einen menschlichen König, der auf einem menschlichen Thron in Jerusalem sitzt. Es geht eigentlich um den göttlichen Sohn Davids, der die Nation durch das Evangelium versammelt. Denn Christus ist die Erfüllung dieser Vorhersage.
Wir sollten also nicht erwarten, dass diese Vorhersagen in der Nation Israel, wie wir sie jetzt vorfinden, erfüllt sind, sondern im ewigen Reich Gottes.
Vierter Grundsatz: Verheissung und Gehorsam
Das vierte Prinzip ist, erinnert euch daran, dass der unveränderliche Gott mit seinem Volk auf der Grundlage von Verheißungen oder Versprechen umgeht. Er verheißt Segnungen für die, die ihm vertrauen und ihm gehorsam sind. Aber er verheißt auch Züchtigung für die, die sich von ihm abwenden und ihn nicht anerkennen wollen.
Auf beiden Seiten erwartet er die gleiche Antwort: Vertrauen auf seine Verheißungen und Gehorsam gegenüber seinen Geboten. Und das wünscht sich Gott auch, oder das erwartet er von Gemeinden im einundzwanzigsten Jahrhundert.
Fragen zur Erfüllung von Jesaja 61
Wir haben noch einmal fünf Minuten, in denen man Fragen stellen kann. Es ist eine etwas spezifische Frage, aber ich stelle sie trotzdem.
In Jesaja 61 haben wir ja einen Vers gelesen von einem angenehmen Jahr des Herrn. Meine Frage wäre, wie dieses angenehme Jahr des Herrn zu verstehen ist, also inwiefern es durch Jesus erfüllt worden ist und was es bedeutet. Es geht um das akzeptable Jahr des Herrn, wie es durch Christus erfüllt wird.
Ja, lasst uns Jesaja 61 noch einmal anschauen. Vers 2 sagt: um zu verkündigen das angenehme Jahr des Herrn und den Tag der Rache unseres Gottes. Zunächst einmal ist hier ein Kontrast zwischen Jahr und Tag.
Angenehm könnte hier auch mit Gnade oder mit dem Wohlwollen Gottes übersetzt werden. Es geht also um eine lange Zeit, in der Gott gnädig und wohlwollend ist. Diese Zeit begann mit dem Dienst Jesu in der Synagoge von Nazareth. Sie erstreckte sich über die drei Jahre seines Lebens, seines Todes und seiner Auferstehung. Und seitdem leben wir in der Zeit des Wohlwollens, der Gnade.
Aber diese Zeit wird mit dem Tag der Rache Gottes enden. Und das ist in Christus erfüllt, zum Beispiel in Johannes 5, wo Jesus sagt, dass das ganze Gericht dem Sohn vom Vater übergeben worden ist. Es geschieht auch in den apostolischen Schriften, wo uns gesagt wird, dass wir alle vor dem Richterstuhl Christi erscheinen werden.
Das heißt: Jesus ist der ewige Retter, aber auch der Richter. Also erfüllt Jesus das. Ich denke aber, dass er in der Synagoge von Nazareth noch nicht von dem Tag der Rache gesprochen hat, weil dieser Zeitpunkt damals noch nicht gekommen war.
Hilft das?
Wie konnten alttestamentliche Gläubige Christus erkennen?
The Old Testament people who believed in Christ before he came, how would they have seen Christ in the Scriptures without having known about him? And is it theoretically possible to see Christ in the Scriptures without knowing anything about the New Testament?
It is certainly true that they would have known that God was going to bring a great deliverer. From Deuteronomy onward, there was already the prediction of the coming Messiah, though not very clearly. Sorry, I’ve forgotten the question was in English, and now I’m answering in too much English.
Also, the question was how the people in the Old Testament would have known about Jesus and how they could read those prophecies if they had not yet seen Jesus as the fulfillment. Does that even work?
And he said that, already beginning with the fifth book of Moses, a Redeemer was clearly spoken of who would come. Of course, this was still somewhat unclear, but it had already been promised.
Even the prophets did not understand it exactly. Do you know these verses in 1. Peter 1,10-11, where we read:
Concerning this salvation, the prophets who spoke of the grace that was to come to you searched intently and with the greatest care, trying to find out the time and circumstances to which the Spirit of Christ in them was pointing when he predicted the sufferings of Christ and the glories that would follow.
Because of this salvation, the prophets searched and inquired, those who prophesied about the grace that was to come to you. They searched to find out to what time and circumstances the Spirit of Christ in them was pointing, when he testified beforehand to the sufferings destined for Christ and the glories that would follow.
They searched and, literally speaking, even stood on their tiptoes to see what would happen in the future.
We do not know exactly how much they understood, but obviously they knew that there was more than what they could see. They had an idea that there was more than what they themselves had seen.
So I think that in the Old Testament, people showed their faith by being obedient to what God had revealed. They went to Jerusalem for the festivals, they brought the sacrificial offerings for atonement for sins, and they went to Jerusalem for the Jewish feasts and brought the sacrifices for atonement. They trusted that through this their sins were covered and that they would be acceptable before God.
But the Letter to the Hebrews says that through this the sins were never completely taken away. They were covered, but they could not be removed.
And true forgiveness could only come when a perfect human life was given in place of our life. That means the believers in the Old Testament were justified through his work, even if they did not know all the details.
Die Landverheissung und das ewige Erbe
Es gibt ja im Alten Testament viele Verheißungen an die Nachkommen Abrahams, dass sie das Land ewig besitzen werden, das Land Israel. Mir stellt sich die Frage, inwiefern das vielleicht auch auf Jesus bezogen sein kann und heute nicht mehr das Land Israel den Anspruch hat, das als ein weißes Land zu sehen.
I think the fact that it is an eternal possession means that it's not a possession that is fulfilled in this world of time and space. Therefore it must be that the eternal the sons of Abraham, Galatians tells us, are those who have put their faith in Christ. So we become the sons of Abraham, Jews and Gentiles, who have trusted in Jesus.
Es gibt zwei Aspekte: Einmal, dass von einem ewigen Besitz gesprochen wird. Das deutet schon darauf hin, dass es jetzt nicht auf ein irdisches Land bezogen ist, sondern auf ein ewiges Reich. Und der Galaterbrief spricht davon, dass wir durch den Glauben an Jesus die wahren Kinder Abrahams werden.
The sons of Abraham will inherit the promises, und das Land, was Gott Abraham verheißen hat, deutet hin auf das ewige Jerusalem, auf das Land im ewigen Reich, was wir als Kinder Abrahams ererben werden. So because it's eternal I think it can't simply refer to anything happening in time space history.
Und ich denke, weil es von der ewigen Landverheißung spricht, dann kann es sich nicht nur auf etwas beziehen, was in Raum und Zeit in dieser Welt ist.
Mehrfache Erfüllung und das Beispiel der Jungfrauengeburt
Vielen Dank für die Fragen und auch für die Aufmerksamkeit.
Eine Frage zu diesen drei Gipfeln der Prophetie: Meint das dann eine Mehrfacherfüllung der Prophetie? Alle Prophezeiungen haben allgemein mehrere Erfüllungen, ob das nun eine mehrfache Erfüllung meint oder eben nicht. Und wenn ja, sehen wir das anhand von alttestamentlichen Prophetien, dass sie im Neuen Testament mehrfach erfüllt werden oder gesagt wird, dass sie mehrfach erfüllt werden?
An unterschiedlichen Ebenen, ja, weil das eine Art Kontinuum zwischen diesem Gipfel und jenem Gipfel ist. Es gibt eine Kontinuität zwischen ihnen. Also, das ist eine Verbindung, ein Kontinuum zwischen diesen zwei Gipfeln. Es gibt eine Verbindung. Alles, was der Herr Jesus in seinem Werk am Kreuz getan hat, hat fortdauernde Auswirkungen auf den gesamten Rest des Neuen Testaments, auf die apostolische Lehre und auf die Gemeinde seitdem. Also hat alles, was Jesus am Kreuz getan hat, Auswirkungen auf die Zeit der Apostel im Neuen Testament und auf die Zeit der Gemeinde.
Ich würde also erwarten, dass jede Prophetie irgendeine Verbindung zu diesen drei Gipfeln hat. Bei jeder Prophetie sollten wir nach diesen Erfüllungen Ausschau halten.
Ich denke zum Beispiel gerade an Jesaja, wo es heißt, dass die Jungfrau schwanger werden wird, in Kapitel acht oder so. Hat es dann auch damals geheißen, dass eine Jungfrau schwanger wird, oder meint es dann auch die erste Ebene oder nur die zweite Ebene und die dritte? Denn diese Jungfrau, von der gesprochen wird, ist Israel und im Besonderen Jerusalem. Und Jungfrau kann im Hebräischen auch eine junge Frau bedeuten, die im Alter ist, Kinder zu bekommen.
Also kann es sich sowohl auf ein Kind von Jesaja selbst beziehen oder aus der königlichen Familie, denn es gibt Zeitangaben in der Prophetie, was passieren wird, wenn dieses Kind geboren wird. Das ist die erste Ebene. Also kann es sich sowohl auf ein Kind von Jesaja selbst beziehen oder aus der königlichen Familie, denn es gibt Zeitangaben, die mit dieser Prophetie zu tun haben.
Aber wir wissen, dass es nicht nur eine junge Frau sein kann, sondern eine Jungfrau, weil Matthäus 1 sagt, es ist eine Jungfrau, die ein Kind bekommen wird. Und die Jungfrauengeburt wird im Neuen Testament sehr klar gelehrt und ist sicherlich auch im Alten Testament vorhanden. Aber ob wir dann, ich bitte um Entschuldigung, zur dritten Ebene übergehen: Offensichtlich ist die Erfüllung davon, dass alle Verheißungen, die durch das von der Jungfrau geborene Kind kommen, eine ewige Erfüllung, eine ewige Auswirkung durch Christus haben.
Es hängt also davon ab, wie man die Vorstellung der Jungfrau auslegt. Ich denke aber, dass eine Deutung sehr sinnvoll ist, die den unmittelbaren Kontext ernst nimmt. Denn der unmittelbare Kontext sagt: Bevor das Kind ein sehr hohes Alter erreicht, werden die Königreiche, die du fürchtest, die Syrer und die Ephraimiter, die Israeliten, nicht mehr sein. Das sagt die Prophetie zu Ahas.
Also hat sie eine erste Gipfel-Erfüllung, weil das Königreich Syrien 732 v. Chr. an die Assyrer fiel, das Königreich Israel 722 v. Chr. an die Assyrer fiel, und Jesaja, der dies früh in seinem Dienst prophezeit, hat zur Zeit des ersten Gipfels tatsächlich eine Erfüllung erlebt.
Ob nun ein Kind von einer Jungfrau geboren wurde, ist nicht unbedingt klar. Aber wenn man zur Geburt Jesu kommt, ist es klar, weil das neutestamentliche griechische Wort, das verwendet wird, nicht einfach nur eine junge Frau meint, sondern eine Jungfrau.
Ich fasse es noch einmal zusammen, versuche es noch einmal zusammenzufassen: Es gibt eine Erfüllung beim ersten Gipfel, weil eben die Großreiche, das assyrische Reich und das Nordreich von Israel, innerhalb kurzer Zeit entweder zusammengefallen sind oder Gericht gebracht haben. Also wenn ein Kind geboren würde, wäre auch das innerhalb kurzer Zeit eine Erfüllung gewesen. Aber im Neuen Testament wird eben im Griechischen das Wort für Jungfrau benutzt, und deswegen kann man sagen, dass es definitiv in Jesus erfüllt wurde.
Ich denke, ich muss nach Hause gebracht werden. Ich bin inzwischen an dem Punkt, an dem ich nicht mehr klar denke. Also ich glaube, ich muss langsam nach Hause, weil ich schon nicht mehr ganz genau nachdenken kann.
