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Christentum erklärt

in nur 2 Schaubildern
14.03.2025

Die zentrale Frage des Christentums: Gottes Beziehung zu dir

Worum geht es im Christentum? Jesus Christus spielt eine zentrale Rolle, das ist klar. Aber welche Rolle genau? Worum geht es hinter all den Formen und Oberflächlichkeiten? Worum geht es inhaltlich, im Kern und in der Tiefe? Lässt sich das irgendwie zusammenfassen und auf den Punkt bringen? Versuchen wir es.

Das Christentum lässt sich in zwei Schaubildern darstellen. Im Zentrum steht die Frage, wie Gott zu dir steht. Das ist entscheidend: Wie ist Gottes Beziehung zu dir? Sobald es hier einen Konflikt gibt, ist das ein großes Problem für dich. Denn du wirst vor ihn treten – am Tag des Jüngsten Gerichts und für viele von uns am Tag unseres Todes.

Seit gestern um diese Zeit sind über 160 volljährige Erwachsene gestorben. Weitere über 160 Menschen werden bis morgen um diese Zeit sterben. Die Zahl siehst du hier eingeblendet. Fast keiner der Menschen, die sterben, während du diesen Beitrag siehst und mich hörst, wusste gestern, dass er heute um diese Uhrzeit sterben würde. Und du weißt nicht, wann du an der Reihe bist.

Ich habe schon Menschen sterben sehen. Die Ewigkeit ist so lange die letzte Frage, die einen beschäftigt, bis sie die einzige Frage ist, die einen beschäftigt. Als jemand, der jahrelang täglich die Bibel daraufhin studiert hat, kann ich dir sagen: Solange Gott nicht im Frieden mit dir ist, ist alles andere nichts.

Deshalb, unterm Strich zusammengefasst – und wie immer: Prüfe alles, was ich hier sage, anhand deiner Bibel. Was fehlt Gott, solange du kein Christ bist? Antwort: Du ehrst ihn mit deinem Leben nicht, du gehörst ihm nicht.

Wozu führt das? Was fehlt dir denn, solange du kein Christ bist? Die heruntergebrochene Antwort lautet: ewiges Leben. Das ist das Wichtigste, was dir fehlt.

Warum fehlt dir das? Wegen deiner Sünden, das heißt wegen deiner Vergehen gegen die heiligen Gesetze.

Die Bedeutung der Zehn Gebote für Gottes Urteil

Woran erkennt man, ob man vor Gott ein unbescholtener, untadliger Bürger ist oder ob man vor Gott als schuldiger Verbrecher dasteht? Ganz einfach: An den heiligen Gesetzen, die Gott genau dafür gegeben hat, dass wir sie einhalten und unsere Entscheidungen daran gemessen werden. Diese heiligen Gesetze sind die zehn Gebote.

Diese zehn Gebote wurden von den ersten Christen sehr hochgehalten. In den Gemeinden der Mitarbeiter der Apostel, in den nichtpaulinischen Schriften, bei Paulus und bei den Aposteln selbst spielten sie eine große Rolle. Die ersten Christen verpflichteten sich einmal pro Woche per Eid, die zehn Gebote bis zum nächsten Zusammentreffen einzuhalten.

Im Neuen Testament werden die zehn Gebote dutzende Male wiederholt und von Jesus persönlich bestätigt. Die zehn Gebote sind eine große Sache, und die Bibel macht absolut klar: Diese Gebote sind Gott überaus wichtig. Anhand dieser zehn Gebote wird Gott jeden Menschen für seine Entscheidungen am Tag des Jüngsten Gerichts zur Rechenschaft ziehen.

Ich gehe nun die zehn Gebote anhand eines Beispiels meiner Lebensentscheidungen durch und frage mich dabei selbstkritisch: Wie steht Gott zu mir? Bin ich in Gottes Augen wirklich untadelig, oder stehe ich vor Gott als schuldiger Verbrecher da? Bin ich wirklich ein guter Mensch? Die zehn Gebote gehen wir jetzt durch.

Selbstkritische Betrachtung der Zehn Gebote

Gott sagt: Du darfst nichts begehren, was deinem Mitmenschen gehört. Das Thema ist Neid. Wie oft habe ich früher gejammert! Ich war so ein richtiger Waschlappen, ein richtiger Jammerlappen. Wie oft habe ich insgeheim anderen Menschen ihr Leben missgönnt – das ist direkt Neid.

Dann kommt Gebot Nummer neun: Du darfst kein falsches Zeugnis geben. Einfach mal eine Frage an jeden von uns, auch an dich und mich ganz persönlich: Mehr als zehntausend oder weniger als zehntausend – wie viele Lügen haben du und ich in unserem Leben erzählt? Wie oft haben wir Gerüchte weitererzählt? Wie oft habe ich gelästert? Und wie oft habe ich andere Dinge, auch Sachen von mir, abschreiben lassen und sie als ihre eigenen ausgeben lassen?

Gebot Nummer acht lautet: Du darfst nicht stehlen. Angenommen, du würdest mir das Portemonnaie stehlen, dann bist du vor dem Gesetz in beiden Fällen ein Dieb – egal, ob zwanzig Euro oder zweihundert Euro darin sind. In beiden Fällen ist es eine Straftat. Das hängt nicht vom Inhalt des Portemonnaies ab, sondern ist unabhängig vom Wert.

Wie oft haben wir uns schon Sachen angeeignet, die nicht unsere sind? Meine Kumpels und ich damals als Teenager – ich sage dir, wie es war: Wir waren Computerfreaks und hätten im Leben nicht für einen Film bezahlt, wenn es irgendeine Möglichkeit gegeben hätte, ihn im Internet gratis zu sehen. Und wir haben etliche Computerspiele gestohlen, indem wir sie illegal heruntergeladen haben.

Gebot Nummer sieben: Die Ehe darfst du nicht brechen. Weißt du, wenn du und ich einen Verein gründen wollten, der behauptet, dass sexuelle Entscheidungen wie Ehebruch, Sex ohne Ehe oder Pornografie angeblich keine Konsequenzen für das Jüngste Gericht hätten, dann sollten wir wissen, dass der historische Jesus und die Apostel aus diesem Verein austreten würden. Das sollte uns zu denken geben.

Gebot Nummer sechs: Du darfst nicht morden. Jesus sagt, wer schon Aggressionen hegt, hat Mord in seinem Herzen begangen. Wie ist es bei mir, Thema Aggression im Herzen? Früher habe ich meinem Bruder einen Zahn ausgeschlagen. Und das ist kein Witz.

Gebot Nummer fünf: Ehre deinen Vater und deine Mutter. Mit all dem, was ich vorher schon getan habe, klar, welche Eltern wären da nicht stolz? Allein mit meinen Sünden bis hierhin habe ich meine Eltern schon entehrt.

Gebot Nummer vier: Denk an den Sabbattag, dass du ihn heiligst. Das ist ein Sonderthema, das wir in einem separaten Video behandeln. Deshalb gehe ich an dieser Stelle ausnahmsweise mal weiter.

Gebot Nummer drei: Du darfst den Namen des Herrn, deines Gottes, nie leichtfertig nutzen. Denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen leichtfertig nutzt. In meiner nichtchristlichen Zeit habe ich wahrscheinlich ab und an gespürt, dass es falsch war. Ich kann mich an ein paar Situationen erinnern, aber trotzdem.

Gebot Nummer zwei: Du darfst dir kein Gottesbild machen. Ich habe etliche, etliche falsche Gottesbilder über die Jahre gehabt. Sogar noch schlimmer: Als liberaler Theologe damals habe ich falsche Gottesbilder gelehrt und diese aktiv verbreitet. Ich habe das sogar noch stark gemacht.

Und Gebot Nummer eins, wo Gott sagt: Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus dem Haus der Sklaverei in Ägypten geführt hat. Es darf für dich keine anderen Götter geben, die über mir stehen würden.

Und ich sage dir, wie es ist: Der Gott in meinem Leben heißt häufig Markus Voss, und Hauptsache, der ist zufrieden. Also siehst du, ich, Markus, ich bin kein guter Mensch.

Die Grundsatzfrage: Wie stehst du vor Gott?

Wir erinnern uns an die Ausgangsfrage: Wie ist Gottes Beziehung zu mir? Wie steht Gott zu mir?

Damit sind wir bei Schaubild Nummer eins von zwei für heute. Schaubild Nummer eins siehst du hier. Die Grundsatzfrage lautet: Wie trete ich vor den heiligen Gott der Gerechtigkeit? Wie trete ich vor ihn?

Es gibt genau zwei Antworten darauf. Entweder Antwort Nummer eins: Ich bin unschuldig. Das bedeutet, ich bin wirklich unschuldig, ich bin nicht schuldfähig – zum Beispiel Babys vor der Geburt, kleine Kinder oder Menschen mit schwerer geistiger Behinderung. In diesem Fall habe ich nichts zu befürchten.

Warum? Gott macht das in seinem Wort mehrfach sehr deutlich. Zum Beispiel sagt er in Sprüche 18, es ist unrecht, wenn ein Richter den Unschuldigen verurteilt. Und in Sprüche 17 sagt er, Gott verabscheut es, wenn ein Unschuldiger verurteilt wird. Es gibt noch viele weitere Verse dazu, aber die Grundaussage ist klar: Wer sich nichts zu Schulden kommen lassen hat, der braucht auch nichts zu befürchten.

Die andere Seite der Medaille ist die Frage: Was ist, wenn ich schuldig bin? Hier noch einmal die Erinnerung, denn ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich zum Beispiel bin Weltmeister der Ausreden. Die Erinnerung lautet: Wir leben in Gottes Welt, nicht umgekehrt. Es ist nicht so, dass wir die Spielregeln machen und Gott irgendwie da hineinkommt und sich nach unseren Regeln richten muss. Nein, wir leben in Gottes Welt.

Wer macht da also die Regeln? Das heißt: Was ist nun mit mir? Was ist mit mir, der ich durch meine Entscheidungen Leid in die Welt gebracht habe? Was ist mit mir, der ich durch meine Entscheidungen Ungerechtigkeit in die Welt gebracht habe? Was ist mit mir, der ich durch meine Entscheidungen Unheiligkeit in Gottes Welt hineingebracht habe?

Ganz ehrlich gesagt, dann erwartet mich die verdiente Strafe. Zum Beispiel heißt es in Sprüche 11 – es gibt viele weitere Stellen –, verlass dich darauf: Wer Unrecht tut, entgeht der Strafe nicht. Gott sagt wörtlich in Exodus 34: „Auf keinen Fall werde ich die Schuldigen ungestraft lassen.“

In diesem Fall erwartet mich die Hölle. Wer mehr darüber wissen möchte, wie laut der Bibel die Hölle wirklich aussieht, kann einfach die Glocke unten rechts unter diesem Video drücken und in einen Kommentar „Hölle“ schreiben. Dann wissen wir, was gemeint ist, und können dir zeitnah ein Video dazu nachliefern.

In dem Moment erwartet mich also die Hölle. Und wie du siehst, ist der Pfeil, der dorthin führt, sehr groß und sehr breit. Jesus sagt ja selbst: Der Weg zur Verdammnis ist breit, viele werden ihn gehen.

Die Bibel spricht davon, dass von dem großen Strom der Menschheit, der direkt auf die Verdammnis zusteuert, ein kleiner Teil eine unverdiente Chance zur Umkehr ergreift. Das heißt, dass ein kleiner Teil der Menschheit seine Sünden wirklich bereut. Ein kleiner Teil sagt: Ich will so nicht weitermachen. Ein kleiner Teil sagt: Ich will, dass Jesus die Strafe für meine Sünden auf sich nimmt. Jesus bietet das an, dazu gleich mehr.

Ein kleiner Teil der Menschheit sagt: Ich klammere mich ab jetzt für meine Begegnung mit Gott an diesen Jesus fest und an das, was er für mich getan hat. Und was dann passiert, ist Wiedergeburt. Das heißt, ich erlaube Jesus, aus mir einen neuen Menschen zu machen, und ich empfange eine Begnadigung, die ich nicht verdient habe und auf die ich keinen Anspruch habe.

Darauf kommen wir gleich zurück. Und was all das mit dem Wirken des Heiligen Geistes zu tun hat, wer das wissen möchte, der soll einfach die Glocke unten rechts unter diesem Video drücken und „Heiliger Geist“ in einen Kommentar schreiben. Dann wissen wir Bescheid und können dir zeitnah ein Video dazu nachliefern.

So, das war jetzt Schaubild eins von zwei. Dieses Schaubild kannst du dir gern gratis mitnehmen über den ersten Link in der Videobeschreibung. Es hat schon Tausenden von Menschen vor dir geholfen. Viele haben es sich zu Hause aufgehängt, viele nutzen es in Hauskreisen, im Religionsunterricht, in Schulen, in der Gemeindearbeit. Sie geben es sogar weiter, um Nichtchristen das Christentum zu erklären. Klasse, weiter so!

Das Schaubild findest du im ersten Link unter diesem Video verlinkt. Wir vom Bibeldienst erstellen solche und hunderte weitere kostenfreie Infomaterialien zum Christentum. Schau dafür gern auf die Website. Es ist alles gratis. Dafür kannst du freiwilligen monatlichen Unterstützern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz danken.

Wer auch möchte, dass Videos wie dieses in unserem Land weiter ausgespielt und nicht verborgen werden, der sollte jetzt erst recht auf diese Glocke hier drücken, die unten rechts unter diesem Video ist. Vielen Dank an alle, die diesen Dienst mit der Glocke, mit Geld und mit Gebet tragen.

Christsein als juristischer Status vor Gott

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Christsein ist keine große gesellschaftspolitische Angelegenheit. Es ist auch nicht in erster Linie eine emotionale Frage. Gefühle spielen dabei keine große Rolle.

Selbst eine Kirche oder eine Gemeinde tritt hier noch nicht in den Vordergrund. Christsein ist in erster Linie ein juristischer Status vor Gott.

Die Bibel ist deshalb voller juristischer Sprache, weil es im Kern um einen juristischen Sachverhalt geht: Wie stehst du vor Gott?

Christsein ist kein Gefühl, sondern ein rechtlicher Status vor Gott. Dieser Status bedeutet: schuldig, aber begnadigt. Das heißt, schuldig, aber unverdient freigesprochen.

Ein Christ ist ein Verbrecher gegen die heiligen Gesetze, also ein Sünder, der durch Jesus Christus unverdient freigesprochen ist. Nicht mehr und nicht weniger.

Christen sind nicht besser als andere Menschen. Ihnen ist nur vergeben worden. Sie sind unverdient begnadigt – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Wie wirst du Christ? Die sieben Schritte der Bekehrung

Damit sind wir direkt bei der zweiten großen Frage: Wie wirst du deine Sünden los? Wie wirst du freigesprochen? Wie wirst du eigentlich Christ? Wie genau funktioniert das?

Allein einer Kirche oder Gemeinde beizutreten, ist es nicht. Auch die Taufe allein ist es nicht. Das sind alles Dinge, die erst später kommen.

Warum ist das so? Zum einen ist leider nicht jeder Christ auf der Welt in einer Gemeinde. Denk zum Beispiel an Länder mit extremster Christenverfolgung, wie Nordkorea, Somalia oder Libyen. Dort wirst du sofort öffentlich hingerichtet, sobald bekannt wird, dass du Christ bist. Dich dort taufen zu lassen, ist häufig lebensgefährlich. Das ist dort nicht so einfach.

Zum anderen ist auch nicht jeder, der Mitglied in einer Gemeinde oder Kirche ist, gleichzeitig Christ. Das dürfte in Deutschland, Österreich und der Schweiz den meisten klar sein. Auch nicht jeder, der getauft ist, ist Christ. Die meisten Getauften in Deutschland wollen ja nicht einmal Christen sein.

Wenn es diese oberflächlichen Formalitäten oder behördlichen Akte also nicht sind, wie wirst du dann eigentlich Christ? Wie handhaben das heute Millionen von nichtwestlichen Christen in aller Welt? Und wie ist das in der Bibel?

Damit sind wir direkt bei der zweiten Frage und bei dem zweiten von zwei Schaubildern: Wie wirst du Christ und was passiert dabei eigentlich mit dir?

In der Bibel werden dazu immer wieder ganz zentral sieben konkrete Schritte genannt. Man könnte zu all dem natürlich noch mehr sagen, aber hier mit diesen sieben Schritten wird dir zumindest nichts Heilsrelevantes fehlen. Das heißt, du hast alles dabei, was du brauchst, um gerettet zu sein und um gerettet zu werden.

Manche dieser Schritte und Entwicklungen, die dir passieren, während du Christ wirst, beziehen sich auf deine Vergangenheit vor deiner Bekehrung. Andere betreffen deine Gegenwart, dein Hier und Jetzt. Wieder andere beziehen sich auf deine Zukunft, also auf das, was noch kommen wird. Und einige beziehen sich auf alles drei.

Damit sind wir jetzt endlich bei Schaubild zwei von zwei. Das findest du direkt unter diesem Beitrag verlinkt. Du kannst es dir auch gratis mitnehmen – einfach über den ersten Link hier unter diesem Beitrag.

Schritt 1: Jesus als Herrn anerkennen

Die erste von diesen sieben Veränderungen ist das, was man im Kirchenjargon manchmal „Jesus den Herrn nennen“ nennt.

Was heißt das? Zunächst einmal, was es nicht heißt: Es bedeutet nicht, dass man nur einmal in seinem Leben irgendwie sagt „Herr Jesus“ und dann ist alles gut. Nein, es bedeutet Folgendes: Es heißt, dass ich Jesus die Autorität über mein Leben gebe.

Noch einmal: Es heißt, dass ich Jesus dauerhaft die Autorität über mein Leben gebe. Das bedeutet, dass du eine bewusste Entscheidung triffst. Du sagst und meinst wirklich: Ja, Jesus — und zwar nicht mein persönlicher Wunsch-Jesus, sondern der historische Jesus Christus, der menschgewordene Gott, der von den Toten auferstanden ist und von dem das Neue Testament so sorgfältig berichtet.

Dieser Jesus soll der Herr über mein Leben sein, und zwar über mein ganzes Leben. Das betrifft alle Bereiche, also nicht nur die, in denen es mir leichtfällt oder die mir Spaß machen, sondern auch schwierige Themen wie Zwischenmenschliches, Beziehungen, Sexualität oder Geldangelegenheiten.

Dass Jesus der Herr über mein Leben ist, bedeutet: Falls die Gesellschaft, in der ich lebe, „Hü“ sagt, aber Jesus „Hot“, dann ist es für mich „Hot“. Das heißt auch: Falls meine Gefühle „Hü“ sagen und Jesus „Hot“, dann ist es immer noch „Hot“. Jesus soll der Chef sein.

Das bedeutet auch, dass ich mir eingestehe, dass Jesus schon immer der Herr über alles war, auch dort, wo ich ihn bisher mit meinen Entscheidungen entehrt habe. Ich bejahe von mir aus, dass ich will, dass er ganz aktiv die Chefrolle in meinem Leben übernimmt. Jesus soll das letzte Wort haben.

Schritt 2: Sündenbekenntnis als Übereinstimmung mit Gottes Urteil

Und damit sind wir beim nächsten Punkt: Veränderung zwei von sieben. Das ist das, was man im christlichen Jargon manchmal „Sündenbekenntnis“ nennt.

Ich erkläre das: Sündenbekenntnis meint nicht unbedingt, dass du dein geistliches Vorstrafenregister auf dem Marktplatz herausposaunen sollst oder deinen Gemeindeleitern oder Ältesten bis ins Detail deine Lebensgeschichte ausbreiten musst. Es meint etwas anderes.

Der Schlüssel liegt im griechischen Grundtext, in dem die Bibel geschrieben ist. Dort, wo in unseren deutschen Bibeln das Wort „Sündenbekenntnis“ steht, findet sich im Griechischen ein ganz besonderes Wort: Homologeo. Homologeo bedeutet „das Gleiche sagen und das Gleiche denken“. Es setzt sich zusammen aus Homos, was „das Gleiche“ heißt, und Logäen, was „sagen“ oder „denken“ bedeutet.

Das heißt also: Wo in unseren deutschen Bibeln steht, dass wir Gott unsere Sünden bekennen, steht im griechischen Grundtext wörtlich, dass wir über unsere Taten das Gleiche sagen, was Gott über unsere Taten sagt. Wir denken über unsere Taten das Gleiche, was Gott über unsere Taten denkt.

Das bedeutet, in Bezug auf unsere eigenen Entscheidungen nehmen wir bewusst die Perspektive des biblischen Gottes ein. Und das ist eine ganz praktische Folge davon, dass Jesus die Autorität über mein Leben hat. Er darf das letzte Wort haben, und was er zu meinen Taten sagt, dem stimme ich zu.

Wie es in der Bibel im Psalm 32 heißt: „Da endlich bekannte ich vor dir, Gott, meine Schuld und verschwieg mein Unrecht nicht länger vor dir. Da sprach ich es aus: Ich will meine Vergehen bekennen, o Herr.“

Konkret heißt das: Ich höre auf, meine Vergangenheit schönzureden und Ausrede über Ausrede aufzutürmen – warum ich etwas wie gemacht habe, warum ich keine Wahl hatte und dass ich doch eigentlich ein toller Typ bin usw. Nein, ich stehe zu meinen Entscheidungen. Ich sehe meine Entscheidungen im Spiegel von Gottes Geboten und stimme Gott zu, wo ich gefehlt habe und wo ich ihn entehrt habe.

Das heißt auch ganz praktisch: Bei meinen Entscheidungen orientiere ich mich ab jetzt bewusst an dem, was Gott in seinen Geboten sagt. Die hat er ja nicht zum Spaß gegeben.

Schritt 3: Busse und Umkehr als dauerhafte Lebenshaltung

Die dritte von sieben Veränderungen ist Buße und Umkehr – Buße und Umkehr, ja. Dieser Punkt ist ganz besonders wichtig. Buße und Umkehr sind Begriffe, die im heutigen Deutsch kaum noch geläufig sind. Deshalb muss man sie wirklich noch einmal ganz besonders erklären.

Buße und Umkehr bedeuten nicht, dass du sofort ins Kloster musst. Es heißt auch nicht, dass du ab jetzt drei Fastentage pro Woche einführen musst oder sogar auf die Idee kommen solltest, dich selbst zu bestrafen oder Ähnliches. Nein, das ist nicht biblisch und macht auch keinen Sinn.

Warum macht das keinen Sinn? Jesus selbst sagt dazu: „Was kann ein Mensch geben, um seine Seele zu erlösen?“ Die Antwort ist: Nichts. Wir brauchen also gar nicht erst zu versuchen, Gott mit unseren eigenen Taten oder billigen Bestechungsgeschenken einzulullen. Das funktioniert nicht, und es kommt auch nicht gut an.

Gottes Wort sagt dazu in Jesaja 64: „Wir alle sind von Unrecht befleckt, selbst unsere gerechten Taten, selbst unsere rechtschaffenden Taten sind besudelt wie ein schmutziges Gewand.“ Diese Bestechungsgeschenke sind völlig umsonst. Damit entehren wir Gott nur noch einmal mehr.

Im Klartext: Du kannst dir Gottes Vergebung nicht kaufen, du kannst sie nicht erarbeiten und du kannst sie nicht verdienen. Das ist ganz klar. Vergebung ist ein freiwilliges Geschenk, das Gott macht.

Das ist die eine Seite der Medaille. Wichtig ist aber auch die andere Seite der Medaille, nämlich dass wir uns von unseren Sünden abkehren und einen neuen Weg einschlagen.

Noch einmal, damit das jeder mitschreibt: Es ist ganz wichtig, dass wir uns von unseren Sünden abkehren und einen neuen Weg unter Jesu Herrschaft einschlagen. Das ist das, was Buße und Umkehr im heutigen Deutsch bedeutet.

Und genau dazu sagt Jesus selbst wörtlich: „Solange ihr euch nicht von euren Sünden abkehrt, werdet ihr alle verdammt werden“ (Lukas 13).

Ich hoffe, du merkst, da beißt die Maus keinen Faden ab. Mal ganz klar auf den Punkt gebracht: Wer nicht vorhat, sein Leben zu ändern und sich nicht ehrlich von Gott verändern lassen möchte, kann das mit dem Christsein vergessen. Der braucht gar nicht erst anzufangen.

Das macht Jesus Christus selbst klar. Er sagt, Buße, Umkehr und Bekehrung sind tatsächlich heilsrelevant. Das macht Jesus ganz, ganz klar, und daran kommt kein Sünder vorbei.

Noch einmal: Das heißt im klaren Deutsch: a) Wir kehren uns von unseren schlechten Taten ab. Zur Erinnerung: Welche Taten sind schlecht? Es sind die Taten schlecht, die Jesus selbst schlecht nennt. Du hast an den Zehn Geboten gesehen, was das heißt.

Das heißt also, wir kehren uns von den schlechten Entscheidungen ab, und b) wir schlagen den neuen Weg ein. Beides – also weg von den schlechten Entscheidungen hin zum neuen Weg – ist diese Doppelbewegung.

Wir könnten uns jetzt viele weise Dinge anschauen, die kluge christliche Männer und Frauen aus zweitausend Jahren Kirchengeschichte dazu gesagt haben. Aber das Beste kommt wie immer von Jesus Christus selbst, nämlich die frühesten Worte, die wir historisch jemals von Jesus aufgezeichnet haben.

Da sagt er im Altgriechischen „metanoiete“. Korrekt ins Deutsche übersetzt heißt das: „Bereut eure Sünden, schlagt einen neuen Weg ein.“

Das Besondere dabei ist, dass diese Aussage von Jesus im altgriechischen Grundtext in einer ganz besonderen Grammatik steht. Im Aramäischen, das Jesus viel gesprochen hat, ist das Gleiche gemeint.

Nämlich – und darauf will ich hinaus – dass diese Umkehr, dieses Sich-Abkehren von den Sünden und den neuen Weg einschlagen, etwas ist, das tatsächlich jeden Tag passieren soll.

Jesus hat das tatsächlich gemeint als etwas Dauerhaftes, als etwas Grundsätzliches, als eine neue Grundlebenshaltung der Umkehr, mit der wir ab jetzt durchs Leben gehen sollen.

Das ist das, was er gesagt hat, und das ist das, was er meint: Kehr dich jeden Tag von deinen Sünden ab und schlag den neuen Weg ein.

Schritt 4: Glaube als festes Festklammern an Jesus

Die vierte von sieben Veränderungen ist das, was man im Kirchenjargon „Lauben“ nennt und was mit dem Sühneopfer zusammenhängt. Was bedeutet das jetzt auf Deutsch oder einfach verständlich übersetzt? Es bedeutet Folgendes:

Das Wort „Glauben“ im Neuen Testament ist keine sentimentale, emotional aufgeladene Geschichte. Es ist nicht einfach nur blindes Akzeptieren von etwas, das man nicht belegen kann. Das ist vielleicht ein heutiger Sprachgebrauch einiger Begriffe im Deutschen, aber es hat kaum etwas mit dem zu tun, was in der Bibel steht – weder mit dem biblischen Hebräisch noch mit dem biblischen Altgriechisch. Es sind wirklich zwei ganz unterschiedliche Bedeutungen, auch wenn die Wörter gleich geschrieben werden.

Glauben in der Bibel heißt auch nicht einfach nur daran zu glauben, dass es Gott gibt und dass er gut ist. Es reicht nicht, nur daran zu glauben, dass es Gott gibt, und dann ist die Sache erledigt. Und das ist auch logisch. Ganz provokativ gefragt: Was soll dir das denn beim Jüngsten Gericht bringen, dass du glaubst, dass Gott als Richter existiert? Das klingt ein bisschen absurd, aber stell dir das mal vor: Wie soll das beim Jüngsten Gericht ablaufen nach dem Motto „Herr Richter, ich möchte zu meiner Verteidigung anführen, dass ich daran glaube, dass Sie existieren“? Da kann man sich doch nichts davon kaufen.

Vielmehr – und dazu haben wir schon einmal einen eigenen Beitrag auf diesem Kanal hochgeladen, in dem ich das transparent und ausführlich sprachwissenschaftlich erklärt habe – bedeutet das Wort „Glauben“ im Neuen Testament Folgendes: „Jesus ist tot, der Jesus, der für mich gestorben ist, kann mich beim Jüngsten Gericht begnadigen.“ Noch einmal: Jesus ist tot, der Jesus, der für mich gestorben ist, kann mich beim Jüngsten Gericht begnadigen. Und daran will ich mich jetzt festklammern. Ja, daran will ich mich jetzt festklammern.

Wie gesagt, alles ausführlich mit Belegen und so weiter findest du hier unter diesem Video in einem weiteren Beitrag, den wir verlinkt haben. Der Punkt ist aber dieses Festklammern. Dieses Festklammern ist wie in einem Bus, der mit Affentempo um die Ecke fährt und dich aus dem Fenster schleudern würde. So klammerst du dich dann an der Halteschlaufe fest. Dieses Festklammern ist das, was im Neuen Testament mit Glauben gemeint ist.

Es ist wie ein Ertrinkender auf hoher See, der plötzlich eine Holzplanke vor sich sieht und sich mit dem ganzen Körper daraufwirft, damit sie ihn trägt. Oder wie jemand, dessen Hubschrauber abstürzt und der abspringen muss, sich mit aller Kraft an seinem Fallschirm festklammert, als hinge sein Leben davon ab – weil es das tut. Und genau das meint Glauben im Neuen Testament.

Jesus hat diesen jämmerlichen Tod am Kreuz für mich durchlitten. Das muss ich erst einmal anerkennen und Gott zustimmen: „Jawohl, ich bin es, der die Strafe für meine Sünden verdient hätte. Ich habe zu Recht die Hölle verdient.“ Und dieser stellvertretende Tod von Jesus hat die Kraft, mich beim Jüngsten Gericht zu begnadigen. Ein stellvertretender Tod – anders ging es nicht.

Gott möchte dich zurückhaben. Er will dich zurückhaben. Er sagt nicht einfach: „Weißt du was, dann geh doch in die Verdammnis, ist mir egal.“ Nein, er will dich zurückhaben, und das so sehr, dass er dafür bis zum Äußersten geht. Und daran klammere ich mich als Sünder, als Verbrecher. Daran klammere ich mich jetzt schon fest.

Wichtig ist: Jetzt festklammern, nicht irgendwann, sondern heute, hier und jetzt. Du siehst, wie viele Menschen schon gestorben sind, seit du angefangen hast, diesen Beitrag zu sehen. Du siehst, wie viele es sind. Praktisch keiner von denen dachte gestern um diese Zeit, dass er heute tot sein würde. Und du weißt nicht, wann du an der Reihe bist.

Schritt 5: Rechtfertigung als Geschenk der Gnade

Und dadurch passiert etwas ganz Kurioses, nämlich Veränderung fünf von sieben: das, was man im kirchlichen Jargon Rechtfertigung nennt. Rechtfertigung, ja.

Eine kurze Erklärung: Rechtfertigung in der Bibel meint nicht das, was wir im heutigen Deutsch darunter verstehen. Zum Beispiel, wenn meine liebe Frau Elisa und ich mal einen Disput haben – was natürlich nie vorkommt – und ich dann eine Ausrede nach der anderen auskrame, warum ich niemals an irgendetwas schuld bin und so weiter und so fort und ich doch eigentlich der tollste Hecht bin usw. usf. Das wäre das, was das heutige Deutsch mit „rechtfertigen“ meint.

In der Bibel ist mit dem Wort Rechtfertigung aber etwas ganz anderes gemeint. Nämlich dadurch, dass dieser Schritt vorher passiert: Dadurch, dass ich im neutestamentlichen Sinne glaube, also mich daran festklammere, dass Jesus tot ist, dass er für mich gestorben ist und dass er mich beim Jüngsten Gericht begnadigt. Genau dadurch und genau darin passiert Folgendes: Genau dadurch nimmt mir Jesus jetzt schon meine Sünden weg und rechnet mir dauerhaft nichts mehr an.

Hier wird noch einmal ganz deutlich: Sündenvergebung ist etwas, das dir heute und hier und jetzt passieren kann. Und solange du diese ersten vier Schritte durchlaufen hast – also noch einmal: Du hast Jesus die Autorität über dein Leben gegeben, du siehst deine Taten so, wie Jesus sie sieht, du willst dich jeden Tag von deinen Sünden abkehren und den neuen Weg einschlagen, und du klammerst dich ab jetzt daran fest, dass Jesus tot ist, dass er für dich gestorben ist und dass er dich beim Jüngsten Gericht begnadigt – solange diese vier Dinge auf dich zutreffen und du das wirklich von Herzen willst und dauerhaft darin lebst, nimmt dir Jesus jetzt schon deine Sünden weg.

Das passiert nicht erst später beim Jüngsten Gericht, sondern jetzt schon. Gott geht noch einen Schritt weiter, weil er der Gott der Gnade und der Gott des Überflusses ist. Gott macht dich zu seinem Kind und zu seinem Erben und gibt dir wie einen neuen Personalausweis, mit dem du jetzt schon die Staatsbürgerschaft im Paradies hast.

Solange du wirklich und ehrlich aus dieser Gnade leben möchtest und nicht aufhören wirst, dich nach dem Jesus des Neuen Testaments auszustrecken, also solange es eine echte Bekehrung ist, dann rechnet Gott dir ab jetzt dauerhaft deine Sünden nicht mehr an.

Schritt 6: Wiedergeburt als neue Schöpfung

Veränderung sechs von sieben wird im Kirchenjargon manchmal als Wiedergeburt oder neue Schöpfung bezeichnet. Was ist damit gemeint?

Damit ist eine echte Bekehrung gemeint, die früher oder später auch sichtbar wird. Wenn im Bibelzusammenhang von Wiedergeburt gesprochen wird, ist damit nicht Reinkarnation gemeint. In der Bibel gibt es keine Reinkarnation, kein ewiges Rad der Wiedergeburt, bei dem man stirbt und dann als ein anderer Mensch oder sogar als Tier wiedergeboren wird. Auch die Vorstellung, dass deine Taten zu Lebzeiten bestimmen, als welches Lebewesen du wiedergeboren wirst, ist komplett unbiblisch.

Nein, mit Wiedergeburt im Neuen Testament ist gemeint, dass Gott dich durch deine Bekehrung zu einem neuen Menschen macht. Hunderttausende von uns, die das hier zusammen hören und sehen, haben das in ihrem eigenen Leben erfahren: Jesus macht aus dir einen neuen Menschen. Das ist wirklich beeindruckend.

Persönliche Anmerkung von mir: Ich würde mich freuen, wenn zwei oder drei Leute, die das hier gerade sehen, einfach mal ein paar Stichpunkte blitzlichtartig beschreiben könnten. Beschreibt, was das in eurem Leben ausgemacht hat und wie Jesus euch vor und nach eurer Bekehrung verändert hat. Denn Zeugnisse und Lebensgeschichten, die man liest, und die Erfahrungen, die wir selbst mit eigenen Augen gemacht haben, sind wirklich beeindruckend und können einen vom Hocker hauen.

Das heißt: Gott macht dich mit deiner Bekehrung zu einem neuen Menschen. Bei manchen geschieht das ganz schlagartig, bei anderen etappenweise. Aber du wirst ein neuer Mensch. Das bedeutet, dass Gott die Kraft hat, dir ein wirklich neues Leben zu schenken.

Das ist eines der größten Wunder, die es überhaupt gibt – dass Gott dir eine neue Identität schenkt. Du gehörst jetzt zu ihm. Und das verändert alles, weil es dich verändert. Du wirst ein Adoptivkind des Schöpfers des Universums.

Schritt 7: Nachfolge als lebenslange Ausrichtung auf Jesus

Und damit die siebente und letzte Veränderung: Nachfolge.

Nachfolge bedeutet nicht unbedingt, dass du Jesus in allen äußeren Umständen genau nachahmen musst. Es heißt also nicht, dass du immer ledig bleiben musst. Es bedeutet auch nicht, dass du keinen festen Wohnsitz haben darfst, dir einen Bart wachsen lässt, in antiker Kleidung herumlaufen musst oder nach Israel ziehst.

Natürlich kannst du das machen, aber das wären alles nur oberflächliche Formalitäten. Nachfolge bedeutet vielmehr, dass du wirklich, ehrlich und in der Tiefe versprichst, dem Jesus des Neuen Testaments zu gehorchen. Du richtest dein Leben ab jetzt nach dem aus, was dieser Jesus des Neuen Testaments sagt. Er darf ab jetzt ganz praktisch dein Herr und Meister sein.

Dafür musst du dich mit ihm beschäftigen und diesen Jesus des Neuen Testaments immer besser kennenlernen.