Einführung und Dankbarkeit für das neue Buchprojekt
Willkommen! Heute schlagen wir ein neues Kapitel auf – besser gesagt, ein ganzes Buch. Das nächste Buch ist da. Es ist ab diesem Moment für dich verfügbar und das kostenlos. Einfach den ersten Link unter diesem Video anklicken: marcusfoss.net/geld. Ich wiederhole: marcusfoss.net/geld. Und das Ganze ist ab jetzt erhältlich.
Das ist eine fantastische Neuigkeit. Wirklich viele Menschen haben für diesen Moment gebetet und darauf gewartet. Danke dafür, danke für eure und deine Geduld. Ja, dieses Gefühl der Dankbarkeit ist gerade sehr groß. Deshalb auch von mir noch einmal ein herzlicher und aufrichtiger Dank an alle, die das möglich gemacht haben.
Weißt du, manchmal sagen Leute in solchen Situationen Floskeln wie: „Ja, ohne euch hätten wir es nie geschafft“ und so weiter. Ich kann jetzt nicht für andere Situationen sprechen, aber zumindest hier, in dieser Situation mit dir und mit allen, die daran mitgearbeitet haben, ist das zu hundert Prozent wahr.
Ich schäme mich ein Stück weit, dass da Markus Voss auf dem Cover steht, auch wenn ich die Seiten geschrieben habe. Einige Abschnitte haben wir auch zusammen geschrieben. Trotzdem stecken so viele Leute dahinter, die mitgewirkt haben. Zum Beispiel hat Hanna aus unserem Team wieder den Einband und im Buch selbst mehrere Illustrationen gezeichnet. Melanie hat einen großen Teil der 76 Abbildungen entworfen, zusammen mit Franziska, die sich um die zehn Tabellen gekümmert hat – und noch vieles mehr.
Dazu kommen natürlich noch viele Leute in der christlichen Welt und in der Finanzwelt – eine ganze Reihe von ausgewiesenen Experten, die mir als Berater bei diesem Buch zur Verfügung standen. Es haben auch viele Zuschauer daran mitgewirkt, indem sie mit ihrem Gebet und mit ihren Finanzen den Bibelverdienst mittragen. Danke, danke dafür!
Deshalb schäme ich mich wirklich ein Stück weit, dass da Markus Voss auf dem Cover steht, weil so viele Leute daran mitgewirkt haben. Ich danke dir dafür. Aber einer muss am Ende die Verantwortung übernehmen und für die Kritiker den Kopf hinhalten. Und darin haben wir ja Übung.
Während die ersten Leute es sich schon holen, kannst du uns ja mal erzählen, Markus, worum es überhaupt in dem Buch geht.
Überblick über den Bibelfittdienst und die Nachfolge-Trilogie
Ja, liebend gern, na klar. Im Bibelfitdienst erstellen wir kostenfreie Infomaterialien für Gemeinden, Hauskreise und Bibelschulen. Jeder, der schon etwas länger dabei ist, weiß, dass wir das im Wesentlichen in drei inhaltlichen Sparten machen: Nachfolge verstehen, Nachfolge leben und Nachfolge verteidigen.
Bei „Nachfolge verstehen“ geht es darum, leicht verständlich tiefer in die Bibel einzusteigen. „Nachfolge leben“ beschäftigt sich damit, wie man Jesus im modernen Alltag des einundzwanzigsten Jahrhunderts praktisch nachfolgen kann. Und „Nachfolge verteidigen“ widmet sich der klaren Beantwortung harter Fragen von Nichtchristen.
Zu all diesen Themen haben wir tonnenweise Material, auch hier auf diesem Kanal. Drückt gern die Glocke unten rechts unter diesem Video, dann werdet ihr über neue Inhalte informiert.
Zu jeder dieser drei Sparten – Nachfolge verstehen, Nachfolge leben und Nachfolge verteidigen – wird es einen Grundlagenband geben, also ein ganzes Buch. Das ist die Nachfolge-Trilogie.
Das vorherige Buch hieß „Kein Gott ist auch keine Lösung – Tipps für deine Gespräche mit Nichtchristen“. Wie du dir wahrscheinlich denken kannst, war das das Grundlagenbuch zu dem gesamten Themenkomplex und zur Sparte Nachfolge verteidigen. In dieser Sparte geht es, wie gesagt, immer wieder darum, harte Fragen von Nichtchristen klar zu beantworten.
Wir haben dazu bereits Dutzende Videos gemacht. Unsere Reihe „Gott will“ und „Wir leben“ wird es auch weiterhin geben, denn wir haben einiges geplant und mehrere Projekte bereits in Vorbereitung.
Das neue Buch: Nachfolge leben und der Fokus auf Geldfragen
Ja, und dieses Buch heute ist das Buch zur Schwarte „Nachfolge Leben“, in dem es darum geht, Jesus im modernen Alltag praktisch nachzufolgen. Dabei geht es um Themen wie Gemeindefragen, Ehefragen, Familienfragen und auch Geldfragen. Die zentrale Frage lautet: Wie gehe ich als Christ auf Grundlage von Gottes Wort am klügsten damit um?
Zu diesen Themen haben wir bereits Dutzende Videos gemacht und werden, so Gott will, noch viele weitere produzieren. Dabei haben wir uns viele Gedanken gemacht, und ich fasse es kurz: Bei diesem ganzen Bereich „Nachfolge leben“ – wie du es gerade angesprochen hast – geht es um Gemeindefragen, Ehefragen, Beziehungsfragen, Geldfragen und Ähnliches.
Ein Thema betrifft wirklich jeden, egal ob du verheiratet bist oder nicht, Kinder hast oder nicht, ob du schon eine Gemeinde hast – was du natürlich haben solltest – oder noch keine hast oder gerade zwischen Gemeinden bist. Dieses eine Thema, das alle immer wieder betrifft und das nach unserer Erfahrung, basierend auf vielen gesammelten Erfahrungswerten, auch suchende Menschen am meisten anspricht, sind Geldfragen.
Deshalb ist alles, was mit Geld zu tun hat, der Aufhänger für dieses Nachfolge-Leben-Buch. Wie du dir denken kannst, geht es in dem Buch um weit mehr als nur um Geld. Das wird in der Einleitung auch gut erklärt. Zudem erhältst du einen Hintergrund, wie man mit Geld umgehen kann.
Geldfragen sind auch eine der meistgestellten Fragen, die wir im Bibelfürdienst von Nichtchristen bekommen. Zu diesen Fragen haben wir als Christen auf Grundlage der Bibel viel zu sagen. Gerade in Zeiten wie diesen und angesichts dessen, was noch kommen wird, können wir mit biblischen Prinzipien und gutem Beispiel vorangehen und gleichzeitig das Evangelium vermitteln.
Deshalb ist dieses Nachfolge-Leben-Buch ein praktischer Ratgeber für viele, viele Lebensfragen auf biblischer Grundlage. Ganz vorne und zwischendurch wird das Evangelium ansprechend und einladend erklärt. Mein Punkt ist: Du kannst das Buch ideal auch an Nichtchristen und Suchende verschenken, fast wie ein mitgeliefertes Traktat.
Erste Probeleser haben bestätigt, dass das wirklich gut gelungen ist.
Rückmeldungen von Experten und die Bedeutung des Buches
Doktor Markus Till vom Netzwerk Bibel und Bekenntnis schreibt zum Beispiel: Dieses Buch wird für viele Menschen eine große Hilfe sein. Es belegt erneut, dass die Bibel voller zeitloser Weisheiten ist, die auch in ganz praktischen Lebensfragen verlässliche Orientierung bieten.
Pfarrer David Brunner von der evangelischen Landeskirche Baden schreibt: Dieses Buch wird dich in zwei lebenswichtigen Bereichen richtig herausfordern – dein Umgang mit Geld und dein Umgang mit Gott. Du erlebst Gottes Herzschlag, seine Liebe und bekommst Hinweise darauf, was er mit deinem Leben vorhat. Wenn du einen gesunden Glauben und einen gesunden Umgang mit Geld kultivieren möchtest, findest du in diesem Buch eine wahre Goldgrube.
Dr. Martin P. Grünholz von der BTA Wiedenest schreibt: Die Kombination aus biblischer Reflexion und professioneller Beratung ist enorm hilfreich.
Und verstehe mich bitte richtig: Sicher wird man in fünf Jahren auf die eine oder andere Stelle in dem Buch noch einmal zurückblicken, keine Frage. Niemand hier hat den Anspruch, dass es ein perfektes Buch wäre oder so – überhaupt nicht. Es gibt nur ein perfektes Buch, und das haben wir schon.
Deswegen kann ich heute ehrlich vor dich und vor euch treten und offen sagen, wie es ist. Wir haben getan, was wir mit unseren Möglichkeiten konnten. Über einen langen, langen Zeitraum haben wir keine Mühe gescheut, um dir das hilfreichste Buch zu diesem ganzen Thema zu erstellen, das wir nur irgendwie konnten. Wir haben alles gegeben.
Besser können wir vom Netzwerk Bibel und Bekenntnis es mit unseren Möglichkeiten nicht, und besser kann auch ich, Markus, es zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Jetzt muss jeder selbst beurteilen, inwieweit es ihm dient.
Persönliche Geschichte als Einstieg in das Thema Wert und Verlust
Ja, das ist wirklich ein besonderer Tag. Viele Leute haben, wie wir schon gesagt haben, für diesen Moment gebetet und wirklich darauf gewartet. Vielleicht haben die ersten schon das Material heruntergeladen – eine Erinnerung: Der erste Link befindet sich unter diesem Video.
Möchtest du, Markus, den Leserinnen und Lesern einen kleinen Einblick geben, was sie erwartet?
Ja, total gerne. Dazu möchte ich dir eine wahre Geschichte erzählen, damit man das alles besser verstehen kann.
In jeder Familie gibt es so einen etwas verrückten Onkel. Ob mein Onkel Norbert wirklich verrückt war, kann ich nicht genau sagen, aber eindrücklich war er auf jeden Fall.
Was genau machte ihn so eindrücklich? Mein kleiner Bruder, der Mediziner ist, ist inzwischen fast zwei Meter groß. Mein Papa ist auch über 1,80 Meter groß und sehr gut gebaut. Onkel Norbert dagegen war nur etwa 1,50 Meter groß und wog mehr als mein Papa.
Bemerkenswert war aber nicht unbedingt Norberts Statur, sein Dialekt oder sein energisches Lächeln. Es war sein bärenstarker Händedruck. Wirklich wie ein Bär.
Es war, als ob du deine Hand in einen Schraubstock gelegt hättest – nicht so, dass es weh tat, keine Sorge. Aber du hattest die felsenfeste Gewissheit, dass du aus diesem Händedruck nur herauskommst, wenn Onkel Norbert das auch will.
Ein solcher Händedruck bei seiner Statur – hatte er normale Hände? Eben nicht. Und das ist der Punkt.
Das ist umso bemerkenswerter, als dass Norberts Hand nur zweieinhalb Finger hatte. Tatsächlich hatte Onkel Norbert an jeder Hand einen Daumen; an einer Hand hatte er drei Finger, an der anderen nur zwei.
Wie ist das passiert? War das schon im Mutterleib so oder hatte er einen Unfall?
Das kam so: Als Norbert im jugendlichen Alter war, machte er eine Lehre – eine Berufsausbildung in einem Sägewerk. Und du ahnst es vielleicht schon: Eines Tages, er war ungefähr siebzehn oder achtzehn Jahre alt, hatte Norbert in diesem Sägewerk einen schrecklichen Unfall.
Er geriet mit seinen Fingern in das Sägeblatt. Das möchte man sich nicht vorstellen.
Konnten die Ärzte ihm irgendwie helfen?
Der junge Norbert konnte von den anderen Lehrlingen schnell in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht und stabilisiert werden.
Die Ärzte konnten schließlich seine Hände retten, aber die betroffenen Finger waren damals mit den medizinischen Möglichkeiten unwiederbringlich verloren.
Die Folgen des Unfalls und die finanzielle Absicherung
Wow, das muss für ihn als Jugendlichen ein großer Schock gewesen sein. Wer rechnet denn schon damit? Man steht morgens auf und weiß nicht, dass man abends mit weniger Fingern nach Hause kommt.
Wie ging es dann weiter? Konnte er überhaupt noch arbeiten?
Ja, aus irgendeinem Grund – die genauen Details muss ich noch einmal nachfragen – haben sich in den Monaten danach das Sägewerk, also der Arbeitgeber, und eine staatliche Behörde darauf geeinigt, Norbert, meinem Onkel, eine Art Einkommensersatz zu zahlen. Norbert konnte nach dem Unfall nicht mehr in diesem Sägewerk arbeiten, und auch in keinem anderen mehr.
Noch einmal: In den Fünfzigern und frühen Sechzigerjahren konnte das natürlich nicht viel gewesen sein, das ist klar. Meine Tante und er haben bis zu Norberts Tod immer bescheiden gelebt. Aber seit diesem Beschluss musste Onkel Norbert keinem Job mehr nachgehen. Das heißt, mit dieser Zahlung konnte er zumindest über die Runden kommen.
Kindliche Neugier und die Frage nach dem Wert von Verlust
Für Norbert war das wirklich schrecklich. Aber ich kann mir vorstellen, dass es für euch als Kinder, die das noch nicht so richtig verstehen konnten, wahrscheinlich unglaublich faszinierend war. So etwas sieht man ja auch nicht alle Tage.
Habt ihr ihn dann immer mit Fragen zu den Geschichten gelöchert? Also, ich bin nicht stolz darauf, aber mein Bruder und ich waren klein. Uns als Kinder hat das natürlich sehr interessiert – zwei Jungs eben. Nach jedem Besuch haben wir meine Eltern und auch meine Großeltern damals ausgefragt: Was genau ist Onkel Norbert damals passiert? Wie konnte das passieren? Hat es wehgetan? Und so weiter. Wir waren halt Jungs.
Dann gab es auch immer die Frage, die wir als Kinder später gestellt haben, die uns aber zu Recht nie beantwortet wurde: Wie viel Geld hat Onkel Norbert wohl bekommen? Klar, das kann man sich als Kind schon fragen. Mein Bruder und ich haben uns insgeheim immer wieder gefragt, was man wohl dafür kriegt. Wir haben gerätselt – nochmal, wir waren Kinder – ob wir selbst bereit wären, dauerhaft auf zweieinhalb Finger pro Hand zu verzichten, und das noch dazu auf diese Art, wenn wir dafür niemals arbeiten müssten.
Also, wie gesagt, Kinderlogik. Und jedes Mal dachten mein Bruder und ich: Nee, das ist zu krass, danke, nein danke.
Überlegungen zum Wert von Körperteilen und Leben
Ja, ich kann das total nachvollziehen. Frag dich doch mal: Wie viel müsste dir jemand geben, damit du so etwas freiwillig mitmachen würdest? Also, damit du dasselbe durchlebst, was Norbert als Jugendlicher erleiden musste. Nicht nur den grausamen Morgen im Sägewerk und die Monate der wahrscheinlich notwendigen Physiotherapie oder Ähnliches danach, sondern auch die lebenslangen Einschränkungen.
Ich meine, wären zweihunderttausend oder fünfhunderttausend Euro genug? Würdest du es für eine Million machen? Pro Finger?
Einmal weitergesponnen: Stell dir mal vor, du müsstest auf die gleiche Weise sogar dein rechtes Auge verlieren – so wie Norbert Teile seiner Hände. Für wie viel würdest du das freiwillig tun? Für eine Million Euro? Für zwei?
Würdest du beide Hände und beide Augen auf diese Weise freiwillig hergeben – für fünfzig Millionen Euro?
Ja, und ich glaube, jeder, der das versteht, dem wird es so gehen wie dir, wie mir und wie den meisten anderen. Die werden denken: Nein, behalt das Geld. Meine Hände und vor allem meine Augen sind mir viel, viel, viel mehr wert als das.
Ich möchte, wenn es vermeidbar ist, nicht für den Rest meines Lebens in völliger Finsternis sitzen und für jeden einzelnen Handgriff auf Hilfe angewiesen sein. Ich möchte lieber so weiterleben wie bisher, mit den Finanzen, die ich bis jetzt habe.
Und recht hast du. Deine Augen und auch deine Hände sind mehr wert als das.
Jesu Worte über den Wert des ewigen Lebens
Ja, es ist gut, sich das vor Augen zu halten. Das ist ein gutes Stichwort, buchstäblich. Ihr erinnert euch an den Punkt: Knapp dreitausend Kilometer von hier entfernt hat vor knapp zweitausend Jahren jemand eine erstaunliche Aussage gemacht. An diese Aussage erinnern sich die Menschen bis heute, so erstaunlich war sie.
Dieser Jemand sagte, dass es etwas gibt, das noch mehr wert ist als deine Hände und deine Augen zusammen – nämlich du selbst, dein Leben, dein ewiges Leben. Das ist der Punkt.
Jesus sagt in Matthäus 18: Wenn dich deine Hand verführt, dann hack sie ab und wirf sie von dir. Es ist besser für dich, als Versehrter ins ewige Leben einzugehen, als mit beiden Händen in das ewige Feuer geworfen zu werden. Wenn dich dein Auge verführt, reiß es aus und wirf es von dir. Es ist besser für dich, einäugig in das Leben hineinzugehen, als mit zwei Augen in das höllische Feuer geworfen zu werden.
Damit zeigt Jesus nicht, wie unwichtig deine Hand oder gar dein Auge ist, sondern wie schrecklich die Hölle sein muss und wie kostbar dagegen dein ewiges Leben ist. Es ist so viel kostbarer als all deine Finger, als deine beiden Augen und erst recht als alles Geld, was du jemals haben könntest.
Die Realität des Gerichts und die Notwendigkeit der Gerechtigkeit
Also eine Frage für jeden von uns, eine Frage für dich: Wenn es einen Himmel gibt, glaubst du, man lässt sich hinein?
Ja, jeder von uns sollte eines wissen, besonders die Menschen, die das hier gerade sehen und hören, die noch nicht von Neuem geboren sind, die ihre Sünden noch nicht mit Jesu Augen sehen, bei denen Jesus noch nicht der Herr über ihr Leben ist und die Jesus noch nicht folgen, wohin er auch geht.
Jeder sollte wissen: Gott hat einen Tag festgesetzt, an dem er über die ganze Menschheit Gericht halten und ein gerechtes Urteil sprechen wird. Zum Richter hat er einen Mann bestimmt, Jesus. Dies hat er für alle dadurch beglaubigt, dass er ihn von den Toten auferweckt hat.
An einer Stelle in der Bibel bekommt der Apostel Paulus die Möglichkeit, vom Gefängnis aus und in Ketten mit dem hohen Machthaber Felix zu sprechen. In dem Bericht Apostelgeschichte 24 heißt es:
Doch als Paulus dann von Gerechtigkeit und Inhaltsamkeit sprach und von dem kommenden jüngsten Gericht, da bekam Felix es mit der Angst zu tun. Er sagte zu Paulus: „Für dieses Mal ist es genug, du kannst gehen. Wenn ich später Gelegenheit habe, werde ich dich wieder rufen lassen.“
Der Punkt ist: Felix hat das nie gemacht. Er hat Paulus nie wieder rufen lassen. Er hat es aufgeschoben, aufgeschoben, und dann – ich meine, wir wissen es nicht genau – aber wahrscheinlich war es dann zu spät.
Du kennst das vielleicht von dir selbst: Aufschieben ist gleich Verdrängen. Aber das hat die entscheidende Frage nicht gelöst. Die Frage lautet nämlich: Wie kommst du an diese Gerechtigkeit, an diese Rechtsschaffenheit, von der die Bibel spricht?
Die Realität der Sünde und das Scheitern menschlicher Gerechtigkeit
Und vielleicht unterhältst du dich mal mit jemandem, der fragt: Wieso Gerechtigkeit, wieso Rechtschaffenheit? Ich bin doch ein guter Mensch, nicht schlechter als andere.
Darauf könntest du einfach nur die Frage stellen: Denkst du, Gott ist zufrieden mit dir, oder denkst du, Gott ist sauer auf dich? Bevor du antwortest, denk mal kurz darüber nach.
Lass uns einfach mal anschauen, was Gott so wichtig ist – die Gebote, die er gegeben hat. Ein Beispiel: Mehr als zehntausend oder weniger als zehntausend – wie viele Lügen hast du in deinem Leben schon erzählt? Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber bei meinem früheren Leben will ich gar nicht anfangen, da Bilanz zu ziehen.
Und was ist jemand, der immer und immer wieder, selbst wenn es nur Hunderte sind, Lügen erzählt? Ein Lügner. Wie ist es bei dir? Unabhängig vom Wert: Wie häufig hast du dir schon Gegenstände oder auch Dienstleistungen angeeignet, ohne dafür zu bezahlen? Was ist jemand, der so etwas tut? Das ist Diebstahl. Deshalb nennt man ihn zu Recht einen Dieb.
Das heißt, was bin ich? Ich bin ein lügnerischer Dieb.
Wie häufig hast du schon begehrlich geschaut, wo du es nicht solltest? Jesus sagt dazu: Wer eine Frau, die nicht seine ist, schon begehrlich ansieht, der hat die Ehe gebrochen in seinem Herzen.
Wie häufig hast du schon Gottes Namen respektlos gebraucht? Wie oft hast du Gottes Namen ohne Respekt durch den Dreck gezogen, indem du so etwas sagst wie „Oh Gott“ oder „Ach je!“? Würdest du so etwas mit dem Namen deiner Tochter, dem Namen deiner Frau oder dem Namen deiner Mutter tun? Natürlich nicht, weil du sie nicht entehren möchtest.
Aber mit Gottes Namen und mit Jesu Namen machen wir das am laufenden Band.
Und das sind jetzt nur vier der zehn Gebote. Wir brechen es an dieser Stelle mal ab, aber du siehst also: So richtig gut sieht das für dich, für mich, für uns nicht aus. Es sieht ganz und gar nicht danach aus, als ob wir gute Menschen wären.
Dazu heißt es in den Bibelsprüchen 15: Die Augen des Herrn sind überall, er blickt auf die Bösen und er blickt auf die Guten.
Im Psalm 51 heißt es: Ja, du, Herr, freust dich, du verlangst nach Wahrheit auch im Verborgenen, wo es niemand sieht.
Und dann heißt es im Psalm 24: Wer darf stehen auf dem Berg des Herrn? Wer betreten seinen heiligen Platz? Wer hat reine Hände und ein reines Gewissen – also äußerlich und innerlich, weil Gott nun einmal auch das Allerverborgenste sieht?
Das heißt, die Frage ist: Wie soll ich denn jetzt Unrecht, das ich begangen habe, wiedergutmachen? Wie soll ich das wieder gut machen, wo ich Leid, Ungerechtigkeit und Unheiligkeit in die Welt gebracht und Gott nicht geehrt habe?
Die Unmöglichkeit der Wiedergutmachung und die Hoffnung auf Vergebung
Das kannst du nicht. Du kannst versuchen, ab jetzt nicht noch mehr Leid, ab jetzt nicht noch mehr Ungerechtigkeit und ab jetzt nicht noch mehr Unheiligkeit in die Welt zu bringen und Gott nicht noch weiter zu entehren. Doch Vergangenes wiedergutzumachen – und darum geht es ja – das ist keine Chance.
Ja, das macht total Sinn, denn es geht ja auch schon vor einem irdischen Richter nicht. Wenn jemand einmal gelogen oder dich verleumdet hat, dann ist es unmöglich, das alles wieder einzusammeln. Wie viel mehr gilt das dann vor einem himmlischen Richter?
Das heißt, mal klipp und klar auf den Punkt gebracht: Du hast ausgespielt, ich habe ausgespielt, es ist vorbei. Fast. Fast.
Es gibt jemanden, der sieht genau, was du angerichtet hast, und der weiß genau, was die Konsequenz und die Strafe ist, die auf dich zukommt. Was du und ich so häufig schönreden und verdrängen, das sieht er glasklar und ungeschönt.
Aber dieser Jemand hat ein ganz, ganz großes Interesse an dir – an dir persönlich. Er gibt wirklich viel auf dich, du bist ihm wirklich wichtig. Und er will absolut nicht, dass du in die Hölle kommst. Das ist das Schlimmste, was er sich vorstellen kann.
Also würde er alles tun, was geht, um das zu verhindern.
Gottes Liebe und das Opfer Jesu als Rettung
Und weil es ihn so zerreißt, dass du geradewegs in die Hölle marschierst, hat er eines Tages eine radikale Entscheidung getroffen. Diese Entscheidung kann dein ewiges Schicksal für immer verändern.
Er hat sich zwischen dich und die Hölle gestellt, die Hölle auf Erden durchgemacht und deine Strafe bezahlt.
Wofür hat er das gemacht? Damit du beim Jüngsten Gericht begnadigt werden kannst.
Warum hat er das gemacht? Nicht, weil du und ich es verdient hätten. Nein, dazu heißt es in der Bibel ganz klar: Er rettete uns nicht, weil wir etwas geleistet hätten, womit wir seine Liebe verdienten, sondern aus lauter Güte. In seiner Barmherzigkeit hat er uns zu neuen Menschen gemacht.
Warum hat er das gemacht? Weil er dich liebt.
Dadurch hast du jetzt eine einmalige und vor allem begrenzte Chance, vor dem Jüngsten Gericht freigesprochen zu werden.
Wie das geht, wird unter anderem auch in diesem Buch erklärt. Wie gesagt, der erste Link ist unter diesem Video zu finden.
Dringender Aufruf zur Entscheidung und zum Handeln
Und ein gut gemeinter Ratschlag, den du gerade schon angesprochen hast: Schiebe es nicht auf. Felix, von dem wir gerade gesprochen haben, hat nie wieder diese Chance bekommen. Du bist jetzt einmal in dem Thema drin, also schau es dir jetzt an.
Wenn das alles stimmt, was du gerade gehört hast – selbst wenn nur die Hälfte oder nur zehn Prozent davon stimmen – frag dich einfach selbst: Könnte irgendetwas anderes wirklich wichtiger sein? Es gibt eine garantierte Sitzplatzreservierung für die Ewigkeit, und diese beginnt heute.
Deshalb sei ehrlich zu dir selbst und starte jetzt. Geh auf die Links unter diesem Video, dort findest du alles Notwendige, was du dafür brauchst. Starte jetzt!
Ermahnung für Christen zur Heiligung und Nachfolge
Und für diejenigen, die ganz und gar zu Jesus gehören und sich für das jüngste Gericht an ihn festklammern, gilt, was im zweiten Petrusbrief geschrieben steht. Dort heißt es: „Weil ihr alles Kommende erwartet, liebe Geschwister, setzt alles daran, dass ihr rein und tadellos und innerlich im Frieden vor euren Herrn hintreten könnt.“
Jetzt heißt es, am Ball zu bleiben. Wir haben hier schon häufig darüber gesprochen: Christ ist man nicht, weil man irgendwann vor Jahren mal ein Gebet gesprochen hat oder auf einer Freizeit die Hand gehoben und danach genauso weitergelebt hat wie vorher. Nein, das gibt es nicht. Vielmehr sind Reue und Umkehr heilsrelevant.
Bei Christen ist durch den Heiligen Geist eine dauerhafte Lebensveränderung da. Ich sage es jetzt mal ganz einfach: Es gibt eine Aufwärtsbewegung in der Heiligung. Das bedeutet, dass man Jesus im Laufe von Jahren oder Jahrzehnten immer ähnlicher wird.
Christen – das steckt ja schon im Namen drin – sind diejenigen, die nach Christus heißen. Sie sind diejenigen, die mit Jesus identifiziert werden und sich mit Jesus identifizieren wollen.
Dazu sagt Jesus an mehreren Stellen in der Bibel ganz klar: „Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen.“ Das sind die, über deren Leben Jesus der Herr ist und bleibt.
Außerdem sagt Jesus: „Wenn ihr in meinem Wort bleibt, dann seid ihr wirklich meine Jünger!“ Diese Rettung vor dem jüngsten Gericht ist viel wichtiger als alles Geld. Befreiung von deinen Sünden ist wichtiger als alle Schuldenfreiheit und alle Befreiung von Geldsorgen. Dagegen ist alles andere nichts.
Das muss wirklich kristallklar sein, bevor wir über irgendetwas anderes reden.
Herausforderungen der Christenheit und die Rolle des Bibelfittdienstes
Und wie du wahrscheinlich weißt, steht die Christenheit in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor echten Herausforderungen. Diese Herausforderungen werden zusehends mehr und sind deutlich vor unseren Augen erkennbar.
Wir vom Bibelfitdienst möchten Christen stärken, damit sie ein Licht in der Welt sein können. Egal unter welchen Umständen, sollen sie auf das große Licht Jesus hinweisen. Dafür erstellen wir kostenfreie Infomaterialien für Hauskreise, Bibelschulen und Gemeinden – wie dieses Buch hier.
Ich bin Markus, Gründer des überkonfessionellen Bibelfitdienstes. Das ganze Buchprojekt hat natürlich eine Vorgeschichte, auf die wir gleich noch eingehen werden.
Markus, du hast dir viele Gedanken darüber gemacht, ob du überhaupt etwas zum Thema Geld veröffentlichen sollst. Warum hast du so lange überlegt?
Überlegungen zum Thema Geld in der christlichen Lehre
Ja, das Offensichtliche spricht dagegen und liegt auf der Hand. Es gibt deutlich, also deutlich dringendere Themen für Christen als nur Geld. Geld ist nicht heilsrelevant, weder dein Heil noch deine Rettung vor dem Jüngsten Gericht hängen davon ab, wie du mit deinem Geld umgehst.
Niemand – wir haben gerade darüber gesprochen – kann sich den Himmel verdienen, und niemand wird sich aus der Hölle rauskaufen können. Dazu kommt natürlich, dass du, wie in der Bibel beschrieben, deinen Lebensunterhalt verdienst.
Auch ich persönlich mache keine finanzielle Beratung. Sobald du irgendetwas machst, selbst wenn du nur 50 Seiten herausgeben würdest, ist eigentlich vorprogrammiert, dass dann Leserbriefe, Anfragen, E-Mails und so weiter kommen. Das passiert ja jetzt auch schon sehr häufig, ich würde sagen, hundertfach schon, dass Leute fragen, ob es möglich ist, Beratungstermine zu buchen. Wir machen aber keine finanzielle Beratung.
Das ist nachvollziehbar. Gab es aber auch Argumente, und ich meine offensichtlich, die dafür gesprochen haben? Ja, und deswegen sind wir am Ende hier.
Gründe für die Entscheidung, das Thema Geld anzugehen
Also, es ist so: Durch das Internet erreichen etliche Irrlehrer täglich Millionen Menschen. Ich nenne jetzt keine Namen. Statt dass diese Irrlehrer das tun, was sie eigentlich tun sollten – nämlich die neutestamentliche Botschaft von Reue, Buße, Umkehr und dem stellvertretenden Sühnetod von Jesus Christus verkündigen – passiert leider ein wachsendes Phänomen.
Viele reißen Bibelstellen total aus dem Kontext, andere Bibelstellen ignorieren sie völlig. Und, wie du weißt, reagiere ich sehr allergisch darauf, wenn Leuten dann ein unbiblisches Wohlstandsevangelium gepredigt wird. Dieses Wohlstandsevangelium führt Menschen am Ende nicht nur in die Armut, sondern hat auch ganz real und nachweislich schon viele dazu verleitet, ihre Medikamente und Krankenhausbehandlungen aufzugeben. Solche Entscheidungen enden dann häufig auf dem Friedhof oder in der Hölle.
Dazu kommt: Geld ist nach wie vor eines der größten Streitthemen in Familien und Ehen – und ganz ehrlich – auch in christlichen Kreisen. Das wissen wir aus euren Leserbriefen und aus unzähligen Gesprächen. Darauf komme ich gleich noch zurück, denn ich habe auch Beratungserfahrung in diesem Bereich.
Jesus und die Bibel insgesamt sprechen mehrere hundert Male über den Umgang mit Geld, Gehalt, Schulden und Erspartem. Ein weiterer Faktor ist, dass seriöse Predigten, die professionell und sachkundig das ganze Thema Geld und Finanzen behandeln – ich drücke es mal geschönt aus – Mangelware sind. Was wir selbst schon in einigen Gemeinden, Podcasts oder Ähnlichem gehört haben, ist so dermaßen schräg, dass ich lieber nicht näher darauf eingehen möchte.
Weiterhin ist es in der Praxis vor allem die Überforderung mit dem eigenen Leben, die Christen vom geistlichen Wachstum und von Evangelisation abhält. Man kann es auch anders ausdrücken: Codewörter dafür sind zum Beispiel Zeitmangel, Stress, Druck, Angst, Frust und Hilflosigkeit. Meistens kommen diese Gefühle genau von Beziehungs-, Job- und Geldfragen.
Wäre die Gesamtsituation in diesen drei Bereichen – Beziehung, Job und Geld – besser, dann hätten die meisten von uns am Ende des Tages nicht nur den Kalender, sondern vor allem den Kopf freier, um das Reich Gottes besser zu bauen.
Dazu kommen zwei ganz entscheidende Punkte: Jesus weist uns an, dass wir, nachdem wir den Balken aus unserem eigenen Auge entfernt haben – und das durften wir beide mit Gottes Hilfe auch finanziell tun –, danach mithelfen sollen, den Splitter aus dem Auge unseres Bruders oder unserer Schwester zu entfernen.
Und dann haben wir die Gesamtlage: Die wirtschaftliche Situation in Deutschland und Österreich wird zunehmend ernster. Die Fakten findest du auch im Buch, aber viele spüren das schon intuitiv. Jeder seriöse Experte weiß, dass wir uns in Deutschland und Österreich wirklich auf einige Dinge einstellen und vor allem vorbereiten müssen.
Außerdem haben sehr viele Leute aus der Community dich auch danach gefragt, was jetzt zu tun ist. Viele kommen auch mit finanziellen Fragen zu dir.
Wir haben Hunderte von Zuschriften erhalten – von Zuschauerinnen, Zuhörern und Leserbriefen in unserer Community –, die immer wieder danach gefragt haben, zeitweise sogar wöchentlich. Wir haben das alles archiviert.
Es ist eine schwierige Frage – auch für mich als Leiter und Geschäftsführer vom Bibelverdienst: Sollen wir jetzt in dieses Geldthema einsteigen und dafür Ressourcen bereitstellen oder nicht?
Wie gesagt, das war ein langer Prozess, aber ich habe mich schließlich auf Wunsch der Community dafür entschieden, dass wir jetzt diesen Vertrauensschritt gehen.
Zeitliche und inhaltliche Prioritäten des Bibelfittdienstes
Ich möchte Transparenz schaffen und kommunizieren, dass die Entscheidung nicht leicht war. Dir ist vielleicht aufgefallen, dass es in diesem Jahr weniger Videos gab als zum Beispiel im Jahr davor oder in den Jahren davor. Was glaubst du, woran das liegt?
Ausschlaggebend für die Entscheidung war schließlich neben der hohen Nachfrage nach dem Thema ein ganz wichtiger Gedanke: Wenn wir vom Bibelfitdienst jemals etwas zu diesem ganzen Themenkomplex Geld sagen wollen, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt. Das ist wirklich so.
Auch damit wir uns danach dringenderen geistigen, theologischen und praktischen Themen zuwenden können, die die Fragen unserer Zeit beantworten sollen. Wir kommen jetzt in Deutschland, Österreich und der Schweiz in eine Zeit, in der unsere Gemeinden geplündert werden von Postevangelikalismus und Dekonstruktion. Dazu wird später noch ein Video erscheinen. Drücke an diese Glocke hier unten rechts unter dem Video, dann wird dir das angezeigt.
Wir kommen in eine Zeit, in der muslimische Missionare gezielt auf verunsicherte junge Christen zugehen, um sie vom Islam zu überzeugen. Das wird massiv zunehmen. Außerdem erleben wir eine Zeit, in der auch im freikirchlichen Bereich unbiblische Irrlehren wie Unkraut aus dem Boden sprießen.
Wir als Christen müssen fit sein, wir müssen bibelfit sein. Es ist wirklich so für die echten Herausforderungen. Damit meine ich nicht nur die Säkularisierung und die Liberalisierung vieler Gemeinden, Kirchen und Ausbildungsstätten – das ist inzwischen den meisten klar. Ich meine den nachweislichen Aufstieg von New Age und Islam in Deutschland. Ich meine die zunehmende Verfolgungssituation in Europa, den Antisemitismus und groß angelegte ideologische Kampagnen, die darauf abzielen, Kindern im Bauch, aber auch alten und schwachen Menschen ihre Grundrechte und Lebensrechte zu entziehen.
Das sind Dinge, von denen wir in den letzten zwei Jahren nur einen Vorgeschmack bekommen haben – um nur ein paar Beispiele zu nennen. Viele heutige Kirchengebäude werden umfunktioniert sein zu Museen, Kulturzentren, aber auch Restaurants, Hotels, Möbelhäusern, Büros, Apartmentwohnungen, Fahrradläden, Kletterhallen, Tanzstudios, Kneipen, Yoga-Studios und ja, auch Moscheen. All das ist heute bereits in Deutschland Realität. Die Fotos habe ich dabei und kann sie gerne zeigen.
Wie wir heute in jedem Supermarkt vegane Abteilungen vorfinden, so werden auch Halal-Abteilungen ein fester Bestandteil sein. Wir werden weitaus mehr Baugenehmigungen für Moscheen haben als für Kirchen und Gemeindehäuser. In der Medienlandschaft werden wir mit großer Wahrscheinlichkeit muslimische Sender, Zeitungen und Medienhäuser haben, etliche muslimische Richter, Bundestagsabgeordnete, vielleicht sogar Verfassungsrichter und eigene Parteien.
Islamischer Religionsunterricht, der an staatlichen Schulen angeboten wird, wird für unsere Kinder und Enkel eine Selbstverständlichkeit sein. Versteht mich richtig. An dieser Stelle ein Wort, falls der eine oder andere Muslim das im Nachhinein sieht: Anale'a kullu dhedeqa li Sa'ati. Auf Deutsch: Ich sage das nicht, um jemanden zu beleidigen oder um kontrovers zu sein, sondern weil Fakten nun mal Fakten sind.
Deshalb war das für uns vom Bibelfitdienst und für mich als inhaltlichen Leiter die Entscheidung: Wenn wir jemals zu Geldfragen etwas sagen wollen, dann jetzt. Denn in fünf Jahren wird die Christenheit in Deutschland, Österreich und der Schweiz ganz andere Themen haben.
Fundierte Kompetenz im Bereich Finanzen und Bibel
Wenn wir über ein so hochemotionales Thema wie Geld sprechen, dann sollte das auch fundiert geschehen. Fundiert ist ein gutes Stichwort.
Während sich gerade die ersten Leute das Buch heruntergeladen haben – der erste Link unter diesem Video – möchte ich dir direkt eine Frage beantworten, Markus: Wie kommst du darauf, dass wir vom Bibelfittdienst und auch du persönlich fundiert über das Thema Geld sprechen könnt?
Das ist mir ganz, ganz wichtig: Gott die Ehre zu geben für das, was er aus meinem Leben gemacht hat. Alles Gute davon kommt von ihm, vom Vater des Lichts, und nicht von mir.
Die Antwort in Kurzfassung: Viele, die jetzt im Vollzeitdienst für Jesus arbeiten, hatten vorher einen anderen Beruf. Manche waren zum Beispiel Sozialarbeiter, andere Krankenpfleger. Diese Menschen nutzen ihre Erkenntnisse und Erfahrungen jetzt zu Gottes Ehre – Halleluja! Das möchte ich auch tun.
Bei mir ist es so: In meinem vorherigen Beruf war ich Finanzplaner und Investmentberater.
Wie kam es dazu? Was war dein ursprünglicher Plan?
Als junger Mann wurde ich bekehrt und ließ mich taufen. Wie viele von uns habe ich ganz stark und steil angefangen. Das war eine tolle Zeit. Dann dachte ich mir: Wenn du wirklich ein Vollzeit-Christ sein willst, musst du Missionar werden. Alles andere ist ja irgendwie Halbtagschristentum. Das klingt heute bescheuert, aber so war mein Gedanke damals.
Also fragte ich mich: Wie werde ich am besten Missionar? Am besten, indem ich die Bibel richtig intensiv studiere. Um die Bibel zu studieren, muss man natürlich Theologie studiert haben.
Hast du dann Theologie studiert?
Ja, ich habe Theologie an liberalen Universitäten studiert, weil ich die Gemeindelandschaft in Deutschland damals nicht kannte. Dabei ist mein Kopf immer voller geworden, aber mein Herz immer leerer. Meine Gottesbeziehung hat sehr gelitten.
Denkst du, man hat das auch von außen gesehen?
Wahrscheinlich eher im Gegenteil. Ich hatte ziemlich gute Noten im Studium, bekam Auszeichnungen und durfte wissenschaftlich arbeiten. Das waren Dinge, die für einen Theologiestudenten nicht selbstverständlich sind. Gleichzeitig bin ich in eine geistliche Depression gerutscht. Ich erspare die Details, aber es war keine schöne Zeit.
Das hat dann dazu geführt, dass du aussteigen musstest?
Ja, vielleicht hätte ich nicht aussteigen müssen, aber ich bin sehr froh, dass ich irgendwann die Kurve gekriegt habe. Es war eine sehr dunkle Zeit. Nachdem ich das Studium abgeschlossen hatte und der Weg über die Doktorarbeit zum Professor beinahe vorgezeichnet war, bekam ich einen Anruf von der Kirche – es waren sogar mehrere Anrufe.
Man fragte mich, ob ich evangelischer Pfarrer werden möchte, da ich die ganze Grundausbildung bis einschließlich erstes theologisches Examen hatte.
Rückblickend sage ich heute: Irgendetwas in mir hat damals geschrien, dass das eine fürchterliche Idee ist. Wenn ich damals in meinem geistlichen Zustand Pfarrer geworden wäre, geistlicher Leiter von irgendetwas, das größer als eine Streichholzschachtel ist, hätte ich jede Gemeinde gegen die Wand gefahren.
Ich habe gemerkt, wie sehr mich diese Zusammenhänge damals kaputtgemacht haben. Das muss nicht bei jedem so sein, aber du hast mich nach meiner Erfahrung gefragt – und das ist sie.
Also habe ich damals keine Doktorarbeit geschrieben, sondern bin aus allen kirchlichen Zusammenhängen und aus der Theologie vollständig ausgestiegen.
Einstieg in die Finanzwelt und berufliche Entwicklung
Und bist du dann direkt in die Finanzwelt eingestiegen?
Ich erzähle die Geschichte im Buch nur am Rande, aber kurz gesagt: Ja, ich habe mit Mitte zwanzig noch einmal ganz von vorne angefangen und eine klassische kaufmännische Berufsausbildung im Bank- und Versicherungswesen gemacht. Also, ich kann wirklich arbeiten.
Diese Ausbildung war für mich eine Schule der Demut, und die hatte ich dringend nötig, Elisa – wirklich dringend. Rückblickend sehe ich das sehr klar.
Würdest du sagen, dass das ein großer Segen war?
Im Nachhinein absolut, ja. Ich fasse das jetzt abgekürzt zusammen, denn es soll ja nicht um mich gehen. Ich wurde schließlich selbständiger Partner in einer aufstrebenden Filiale eines deutschlandweiten Beratungshauses. Dort habe ich sehr, sehr viel gelernt – auch menschlich.
Durch Gottes Gnade durfte ich mich weiter hocharbeiten und bin immer näher an Gottes Herz herangerückt. Ich habe wieder Anschluss an eine Gemeinde gefunden und Ähnliches. Das habe ich an anderer Stelle schon einmal erzählt.
Führungsaufgaben und Schulungserfahrung in der Finanzbranche
Und wie ging es danach weiter?
Nachdem ich einige Jahre als Berater gearbeitet hatte, bot mir ein europaweites Investmentunternehmen an, dort als Führungskraft tätig zu werden. Eine meiner Hauptaufgaben war es, Mitarbeiter zu schulen und neue Teams aufzubauen.
Es war jedoch noch mehr als das. Deine Abteilung wurde in einem Jahr als eine der leistungsstärksten von über hundert ausgezeichnet. Auf Wunsch der Chefetage hast du zudem über hundert andere Führungskräfte trainiert.
Das geschah durch Gottes Gnade, ja. Ich möchte das wirklich betonen: Es gab sowohl Berater als auch später Abteilungsleiter und Führungskräfte, die kompetenter waren und sind als ich – keine Frage.
Aber das macht Sinn und wir dürfen festhalten, dass dir diese Erfahrungen den Hintergrund, die Kompetenz und die Erfahrung gegeben haben, die du gebraucht hast, um ein solches Buch fundiert zu schreiben. Wir hatten das ja schon besprochen.
Du hast eine Reihe von Stationen durchlaufen, die so nicht möglich gewesen wären, wenn nicht eine gewisse Kompetenz vorhanden gewesen wäre.
Beratungserfahrungen und Zielgruppenvielfalt
Und Markus, du hast ja immer gesagt, deine Arbeit in der Finanzberatung war ziemlich außergewöhnlich. Erzähl uns doch mal, was genau du dort gemacht hast.
Ja, da muss ich ganz kurz zurückspulen. Ganz am Anfang – das ist jetzt weit über zehn Jahre her – da habe ich noch um einiges jünger ausgesehen. Das kann man jetzt unterschiedlich bewerten, deshalb will ich einfach nur ehrlich und beschreibend sagen, wie es war.
Ganz am Anfang meiner Beratungstätigkeit hatten wir damals als Berater in dieser Konstellation – das ist heute sicherlich auch anders – erst mal nur das Ziel, gutverdienenden Privatkunden zu helfen, ihr Geld abzusichern und zu vermehren. Das klingt schon recht exklusiv mit dieser speziellen Zielgruppe. Und ja, am Anfang war das auch so, da will ich gar nicht drum herumreden. Aber das hat sich dann bald geändert, nehme ich an.
Aber hallo! Eine meiner Hauptaufgaben in der Beratungsstelle wurde im Laufe der Zeit, dass ich – so stand es auch auf meinem Briefkorb – der Referent war. Das heißt, ich war neben anderen Dingen, aber das war sozusagen mein Hauptjob, dafür zuständig, neue Klienten und Mandanten für unsere Beratungsstelle und auch für meine eigene Beratungstätigkeit zu gewinnen.
Dafür habe ich viele, viele Workshops gehalten. Ich begegne heute noch manchmal Leuten, die vor Jahren bei mir auf einem Workshop waren, weil sie vor Kurzem wieder bei mir eingetroffen sind. Es waren also viele Workshops – mehrere hundert im Laufe der Jahre. Allein in einem Jahr waren es einmal knapp siebzig.
Über die Jahre hinweg habe ich diese mehrstündigen, interaktiven Informationsveranstaltungen konzipiert. Die behandelten Fragen, die unsere Zielgruppe beschäftigt haben. Zum Beispiel Steuererklärungen, Gehaltsverhandlungen, das große Thema Rente, Immobilien, Geldanlage und Investitionen – einfach, damit man sich das an ein paar Beispielen vorstellen kann.
Und jetzt kommt der Punkt: Ja, es hat sich einiges geändert. Diese Workshops waren offen für alle. So ist es dann gekommen, dass ich im Nachhinein ganz klar Gottes Handschrift darin sehe. Denn irgendwann kamen nicht mehr nur die Jungakademiker, Young Professionals und Selbständigen, sondern auch ganz wichtige Gruppen wie Alleinerziehende, Schulabbrecher und Menschen, die verschuldet waren.
So hattest du auf einmal ein ganz gemischtes Publikum.
Erweiterung der Beratungsthemen und Klientel
Ja, Elisabeth, das kannst du laut sagen. Um ein ganz typisches Beispiel zu nennen, das häufig vorkommt: Einmal saß zum Beispiel eine promovierte Chemikerin in einem Workshop. Direkt daneben saß ein reales Beispiel – ein alleinerziehender Ernährungsberater oder Physiotherapeut – und auch ein verschuldeter Gamer.
Diese Teilnehmer saßen im gleichen Workshop und arbeiteten bei den gleichen Übungen fleißig mit. Vor allem wollten sie auch die zum Workshop gehörenden Folgetermine wahrnehmen.
Dadurch hat sich die Klientel, die an den Beratungstischen oder auch bei mir am Tisch saß, massiv erweitert. Sie ist weit über diese ganz kleine, wie du gerade gesagt hast, exklusive Nische hinausgewachsen.
Wandel von Investmentberatung zu finanzieller Lebensberatung
Und das hat sicherlich einiges verändert.
Denn plötzlich saßen in der Woche nach den Workshops nicht mehr nur gut betuchte Karrieremenschen und junge Erben in meinem Büro. Auch Studienabbrecher und Arbeitssuchende waren dabei.
Die Themen drehten sich nicht mehr nur um Portfolioaufteilung oder formbasierte Ruhestandsinvestments und deren Absicherung. Stattdessen ging es plötzlich auch um Fragen wie: Wie komme ich aus dem Dispo heraus? Wie schaffe ich meine Ausbildung? Wie löse ich mich von meinen Eltern ab?
Man sieht also, dass wir direkt im Thema Nachfolge und Leben sind. Die Bibel spielt dabei eine große Rolle.
Das bedeutet, was damals als Investmentberatung begann – und das will ich nicht schlechtreden –, wurde zu finanzieller Lebensberatung. Rückblickend würde ich diese Jahre genau so beschreiben: als finanzielle Lebensberatung.
So hat sich mein Aufgabenfeld als Berater schnell erweitert.
Um es in einem Satz zusammenzufassen: Das war das, was meine Mutter dann Leuten erzählt hat, damit sie sich etwas darunter vorstellen konnten. Denjenigen, denen es finanziell gut ging, half ich, ihre Investitionen aufzubauen. Denjenigen, denen es finanziell schlecht ging, half ich, ihre Schulden abzubauen – aber noch viel mehr, ihr Leben auf die Reihe zu kriegen.
Und das immer mehr mit biblischen Prinzipien, weil das bei den Menschen wirklich etwas bewirkte.
Eindrücke aus der Beratungspraxis und prägende Begegnungen
Gab es Begegnungen, die dir besonders im Kopf geblieben sind? Wo soll ich anfangen? Du hast ja selbst Fotos gesehen und auch mit meinen ehemaligen Kollegen aus der Zeit gesprochen.
Wie soll ich es ausdrücken? Wenn ich es wirklich auf den Punkt bringe: Über die Jahre hinweg habe ich viele Tausend Menschen aus praktisch allen Einkommens- und Vermögensschichten in Deutschland getroffen. Nur ein paar Beispiele, die tatsächlich passiert sind: alleinerziehende Mütter und solche, die sich prostituiert haben, um ihren dreißigtausend Euro Dispo abzutragen.
Jetzt denkst du vielleicht: „Hä, man kann doch in Deutschland gar nicht dreißigtausend Euro Dispo haben?“ Doch, das kann man.
Ich habe körperlich Versehrte gesehen: Menschen mit verkrümmtem Rücken, blinden Augen, Gesichtslähmung, verbrannter Haut oder fehlenden Fingern. Ich habe Alkoholiker, Krebspatienten und Menschen aller BMIs getroffen – wirklich alle. Menschen aller Hautfarben, von allen Kontinenten außer der Antarktis, aus allen Partnerschaftsständen, die du dir vorstellen kannst, sowie aus allen Sexualitäten, soweit das von außen erkennbar war.
Darunter waren etliche psychisch Kranke und solche, deren Eltern, Ehepartner oder Kinder gestorben waren. Bis hin zum sprichwörtlichen Lottogewinner.
Ich habe also einiges sehen dürfen. Es waren ja auch ein paar Jahre, in denen wir viel gearbeitet haben. Ich kann ehrlich sagen – und der ein oder andere frühere Klient von mir schaut das ja gerade deswegen – wir haben manchmal zusammen geweint, viel zusammen gelacht, zusammen gebetet. Häufig, nicht immer, aber oft monatelang und manchmal jahrelang sind wir zusammen durchs Leben gegangen.
All das ist mir unvergesslich und hat mich tief geprägt. Ich habe tausende Gespräche geführt und dabei Muster erkannt, die sich immer wiederholt haben – wie eine Art Frühwarnsystem.
Entwicklung eines Frühwarnsystems in der Beratung
Ja, das mit dem Frühwarnsystem habe ich auch immer wieder in unserer Ehe bemerkt. Erzähl doch mal den Leuten, was es damit auf sich hat.
Also, Frühwarnsystem ist hier nur als Metapher, als sprachliches Bild gemeint. Es beschreibt etwas ganz Menschliches. Stell dir vor, du beobachtest viel und notierst das auch. Wenn du diese Beobachtungen auswertest und jeden Abend oder jeden Morgen bewusst darüber nachdenkst, reflektierst und nacharbeitest, dann fällt dir mit der Zeit etwas auf. Wenn du häufig im Team solche Fälle nachrecherchierst und besprichst, dann ist es unvermeidbar, dass dir bestimmte Muster auffallen – über Tage, Wochen, Monate und Jahre hinweg. Das geht gar nicht anders.
Stell dir jetzt vor, du machst das in Vollzeit. In meinem Fall sogar Vollzeit plus – also fast wie ein Workaholic. Workaholic ist es dann, wenn man darunter leidet. Ich habe meistens nicht darunter gelitten. Du arbeitest also 50 bis 60 Stunden pro Woche, fast ohne Urlaub, und das über Jahre hinweg. Gleichzeitig lernst du immer weiter dazu, liest über 100 Fachbücher zu genau diesen Themen und fängst sogar an, sie zu unterrichten. Ich habe auch als Dozent gearbeitet.
Was passiert dann? Du erkennst Dinge wieder. Ab einem gewissen Punkt führt daran kein Weg vorbei. Es ist wie beim Schachlernen: Im Laufe der Zeit kommen dir bestimmte Muster immer wieder bekannt vor. Du erkennst immer mehr ähnliche Konstellationen auf dem Schachbrett, die denen ähneln, die du schon einmal gesehen hast.
Das bedeutet, du bist mit der Zeit quasi automatisch darauf trainiert, Strukturen und Muster zu erkennen. So erkennst du dann auch schnell Ähnlichkeiten und Muster bei verschiedenen Gruppen von Klienten.
Frühwarnsystem als wertvolles Instrument in der Beratung
Aber vielmehr noch – und jetzt kommt der interessante Punkt – erkennst du diese Muster bereits in einem Kindheitsstadium. Konkret heißt das: Du siehst, dass zum Beispiel Menschen mit einem hohen Einkommen – sie verdienen 80.000, 90.000, 100.000 Euro im Jahr – trotzdem stark verschuldet sind. Und das sind nicht wenige.
Sehr häufig ist es bei Menschen mit hohem Einkommen, die dennoch stark verschuldet sind, so, dass sie dieselben fünf Verhaltensweisen an den Tag legen. Dann kommt als Nächstes ein Klient zu dir, der ebenfalls ein hohes Einkommen hat, aber pleite ist. Dieser zeigt schon drei bis vier dieser genau gleichen Verhaltensweisen wie derjenige, der vorher auf dem Stuhl saß.
Du musst keinen IQ von zweihundert haben, um zu erkennen: Wenn der Zweite so weitermacht, und der Erste sowie die anderen zwei ein, zwei weitere Verhaltensweisen übernehmen, dann ist die Chance sehr hoch, dass auch der bald stark verschuldet sein wird. Logisch.
Du begleitest ja auch Menschen – nicht immer, aber in vielen Fällen – über Jahre hinweg. Das heißt, du erlebst den Weg von den Anfängen bis zu späteren finanziell sehr erfolgreichen Menschen. Jahre später haben sie dann ihre ersten 100 Euro zusammen und mehr. Genauso umgekehrt bei Menschen, die derzeit noch voll im Leben stehen, aber dieselben Frühwarnzeichen zeigen wie beispielsweise der hochverschuldete Postbote, der vor zwei Jahren noch in derselben Situation war wie sie jetzt.
Das bedeutet, dass du im Lauf der Jahre eine Art Frühwarnsystem entwickelst. Du kannst Beobachtungen und Erfahrungen von einem Klienten auf den anderen übertragen. Umgangssprachlich sagt man, du hast dann so einen Riecher dafür – oder wie auch immer.
In dieser speziellen Situation, in der du beide Extreme vor dir hast – ich vereinfache das jetzt mal mit „reich“ und „arm“, obwohl ich diese Begriffe nicht mag, aber der Einfachheit halber nutze ich sie – und dadurch, dass du Menschen in unterschiedlichen Entwicklungsphasen und Stadien von „reich“ und „arm“ siehst, ist es, als ob du über die Jahre hinweg fast täglich in einer Zeitschleife bist.
Du machst tausende Zeitreisen mit, hast tausende Möglichkeiten zu beobachten, zu lernen und hoffentlich mit Gottes Hilfe ein weiserer und hilfreicherer Berater für diejenigen zu werden, die vor dir sitzen.
Ich möchte das noch einmal ganz deutlich unterstreichen: Das ist nicht so, weil ich vermeintlich intelligent wäre oder eine prophetische Gabe hätte – überhaupt nicht. Einige Ärzte oder Sozialarbeiter, die sehr viel mit Menschen arbeiten und dies bewusst reflektieren, berichten dir, dass auch sie im Laufe der Jahre eine ähnliche Intuition entwickeln.
Das ist wirklich nichts Komisches oder Außergewöhnliches.
Der unfaire Vorteil bei Finanzen ist jedoch, dass du diese Beobachtungen mit direkt auslesbaren Zahlen, Daten und Fakten belegen kannst. Ich habe gerade von fünf Verhaltensweisen gesprochen und Ähnlichem – und ja, das, wie gesagt, haben wir hier drin.
Da kannst du sicherlich eine Menge Geschichten und Beispiele erzählen. Wir sind gespannt, das zu lesen.
Die Rolle der Bibel im Umgang mit Geld
Aber lass uns jetzt einmal zur Bibel weitergehen. Welche Rolle spielt denn die Bibel bei all dem?
Ja, also Schatz, die Bibel ist der absolute Schlüssel. Wir haben ja gerade schon darüber gesprochen: Das Hauptthema der Bibel ist, wie du vor dem jüngsten Gericht gerettet werden kannst. So, Punkt.
Gleichzeitig hat Gott in seiner Größe noch mehr in die Bibel hineinschreiben lassen. Beim täglichen Bibellesen – also, liebe Zuschauerin, lieber Zuhörer, du liest ja auch täglich deine Bibel – bin ich auf mehrere hundert Stellen gestoßen. Dort wird entweder indirekt angedeutet oder sogar klipp und klar ausbuchstabiert, wie wir als Gläubige mit Geld umgehen sollen: mit unserem Einkommen, Schulden, Erspartem, Spenden. Und das war ja genau das Thema bei meinem Job.
Und was hast du mit diesen Stellen gemacht?
Na, das, was ein Markus tun würde. Ich habe die Bibel in mehreren Übersetzungen daraufhin durchgelesen, alle relevanten Verse angestrichen, herausgeschrieben, täglich gelesen und auswendig gelernt. Und die Zettel davon hast du ja noch bis heute. Ich habe damals gesehen, als wir nach der Hochzeit zusammengezogen sind, dass du diese Zettel auch noch hattest.
Ich kann mir vorstellen, dass sich dieses Wissen wahrscheinlich sehr auf deinen Alltag als Berater ausgewirkt hat, oder?
Ja, total. In der Zeit bin ich ja dann durch Gottes Gnade auch wieder immer mehr herangekommen, habe wieder Anschluss an die Gemeinde gefunden, tägliches Bibellesen, stille Zeit und so weiter. Das war natürlich ganz wichtig. Das kam dann alles in dieser selben Zeit.
Positive Erfahrungen mit biblischen Prinzipien in der Beratung
Das Kuriose war also, dass ich im Nachhinein wirklich nichts anderes als Gottes Handschrift darin erkennen kann. Je mehr ich die Bibel daraufhin durchforstet habe und je mehr ich Gott gefragt habe, wie man auf biblischer Grundlage sein Leben aufräumen kann – das war so ein bisschen mein Berufsthema, sage ich mal –, desto mehr Christen kamen plötzlich in meine Workshops und suchten Beratung. Und das, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt keinerlei Veranstaltungen in Gemeinden oder bei christlichen Institutionen gemacht habe. Wirklich null. Okay, wow!
Und wie war das für dich, dann plötzlich auch mit ihnen zu arbeiten?
Ja, das war total schön. Es war wirklich etwas ganz Besonderes. Nicht, dass es nicht auch schön gewesen wäre, mit den meisten anderen Klienten zu arbeiten, aber das war noch einmal eine ganz besondere Freude. Wir konnten einfach ganz offen die Bibel aufschlagen. Genau das hast du ja auch vorbereitet, und wir konnten ganz offen in der Bibel Antworten auf ihre Fragen finden.
Das ist so eine Erfüllung. Es ist ein so schönes Gefühl, bei der Umsetzung zu wissen, dass wir hier nicht nur – und das will ich nochmal unterscheiden – einfach sagen: „Hey, lieber Gott, segne bitte den Weg, den wir sowieso schon von uns aus gehen wollen, den Stiefel, den wir von uns aus irgendwie durchboxen und durchdrücken.“ Sondern es ist eine ganz, ganz andere Geschichte, bewusst den Weg zu gehen, den Gott segnet. Da liegen Welten dazwischen.
Und was für eine andere Welt es ist, ab dann auch offen mit Klienten beten zu dürfen! Ab und zu passiert es auch, dass ich normalen, nichtchristlichen Klienten gegenüber von biblischen Prinzipien spreche. Zum Beispiel von Ehrlichkeit, von Fleiß, vom Spenden, davon, wie man aus Schulden herauskommt, wie man sich um andere Generationen kümmert – entweder um die Senioren, die vor einem gekommen sind, oder auch um die Kinder oder Enkel oder Ähnliches. Auch darüber, wie man Gott vertraut und wie man weise verwaltet. Das Thema Weisheit ist sehr wichtig.
Zu meinem Erstaunen kann ich nur sagen, dass eigentlich jeder mindestens neutral bis sogar positiv darauf angesprochen ist. Ich hatte wirklich darüber nachgedacht, auch bevor ich das Buch nochmal geschrieben habe und bevor wir dieses Video aufgenommen haben. Ich kann mich an keine einzige Situation erinnern, in der es echte Ablehnung gab, wenn ich mit Klienten über die Bibel oder biblische Prinzipien gesprochen habe. Es mag sein, dass andere andere Erfahrungen machen, aber ich kann es nur so weitergeben, wie es bei mir war: Das war durchaus positiv.
Herausforderungen und Wendepunkte im Leben des Autors
Wow, jetzt hast du ja von den vielen schönen Zeiten gesprochen, und das ist wirklich so schön. Aber gab es vielleicht auch Zeiten, in denen Gott dich besonders herausgefordert hat?
Ja, mehrere. Aber der Punkt, der die meisten Auswirkungen hatte, ist wahrscheinlich dieser gewesen: Zu meinem dreißigsten Geburtstag, also wenige Tage danach, bekam ich völlig überraschend eine gesundheitliche Diagnose. Ich musste operiert werden. Die Operation ist gut verlaufen, und so weiter.
Aber wegen der Operation und der anschließenden Genesung war ich erst einmal raus aus dem Alltag. Nach so vielen Stunden Arbeit jede Woche plötzlich komplett raus – was hat das mit dir gemacht?
Das war Schocktherapie. Das hat viel verändert. Und das ist einer der Hauptgründe, weshalb du und ich jetzt, liebe Zuschauerin, lieber Zuhörer, weshalb ich jetzt auf deinem Bildschirm, an deinem Gerät, in deinen Ohren mit dir sprechen darf. Kurz gesagt war es so: Während ich vorher 50 bis 60 Stunden die Woche tätig war – in den letzten Beratungsjahren waren es im Durchschnitt ungefähr 55 Stunden pro Woche – war ich nach der Operation nun zwangsläufig zu Hause auf dem Sofa.
Es fühlte sich an wie eine absolute Vollbremsung, also von jetzt auf gleich gegen den Airbag. Aber was für ein Geschenk! Ich habe zum Glück keinen Fernseher. Also hatte ich Zeit zum Beten, Zeit zum Fasten, Zeit zum Nachdenken und mehr Zeit in der Natur, sobald das möglich war.
Es fühlte sich an, als hätte Gott in dieser Zeit ganz liebevoll an mein Herz geklopft, so nach dem Motto: „Markus, wenn das jetzt nicht gut ausgegangen wäre, was würdest du über dein Leben denken? Was für ein Vermächtnis hast du hinterlassen?“ Das hat ganz viel mit mir gemacht.
Das ist ein Moment, der nicht immer leicht ist. Aber das ist ein Moment, den ich – und ich hoffe, das klingt jetzt nicht irgendwie komisch – fast jedem wünschen würde, irgendwann einmal in seinem Leben an so einen Punkt zu kommen, an dem er sich zumindest diese Fragen stellt.
Ich bin durch den Alltag meistens immer so schnell durchgeschlittert, durchgerastet und so weiter. Bei mir hat es das halt gebraucht, aber ich würde es dir wirklich wünschen.
In mir zumindest – und das kann bei vielen anders sein – kam dann eine ganz tief empfundene Antwort darauf. Ich habe wirklich in mir gespürt, wie meine Seele geantwortet hat: „Jesus, ich habe meine Stunden verschwendet.“
Nach ganz viel Gebet und Fasten – das wäre jetzt eine andere Geschichte – ging das dann 2019 über in die Gründung des Bibelfelddienstes.
Persönliche Begegnung und Neuanfang
Toll, das stimmt. Und kurz danach haben wir uns ja auch kennengelernt, nachdem du ausgeschrieben warst. Ein Wunder nach dem anderen.
Ab diesem Zeitpunkt wurde mir dann klar, dass ich jetzt ein bisschen zurückspulen muss – also zu der Zeit vor unserem Kennenlernen, nach der Operation und allem. Es wurde mir immer deutlicher, dass ich früher oder später aus der Beratungspraxis aussteigen würde.
Ich möchte an dieser Stelle wirklich betonen, dass ich die Beratung meistens sehr gern gemacht habe. Die Klienten waren meist sympathisch und loyal. Natürlich nicht immer, aber meistens. Sie waren lernwillig und wollten vorankommen.
Ich habe es geliebt, mich selbst weiterzuentwickeln. Ich könnte jetzt viel erzählen, aber jedenfalls fing ich an, mit diesen Gedanken, weil ich wusste: Diese Zeit geht zu Ende. Also begann ich, meinen Ausstieg langsam vorzubereiten.
Ich fing an, für meine Klienten PDFs zu erstellen – so eine Art Ausdrucke, Handouts. Diese habe ich den Leuten manchmal in die Hand gegeben. Es waren Arbeitsblätter oder zusammenfassende Texte von fünf, zwanzig, fünfzehn oder in Ausnahmefällen sogar dreißig Seiten. Darin wurden einzelne Themenkomplexe behandelt.
Die häufigsten Fragen, von denen ich wusste, dass die Klienten sie zu den Themen A, B oder C haben würden, wurden auf biblischer Grundlage beantwortet – mit meinem besten fachlichen Wissen, so gut ich es eben konnte.
Zum Beispiel ging es um Prioritäten, um Jobfragen und auch um toxische Beziehungen. Das ist ein überraschend häufiges Thema, das oft finanzielle Auswirkungen hat und mehr Menschen betrifft, als man denkt.
Es ging um Schulden, um Budgetierung, also Haushaltspläne und Ähnliches. Rente war ein großes Thema, logisch. Auch Versicherungen, teilweise Geldanlage und Investmenttechniken wurden behandelt.
Der Zehnte und das Thema Spenden spielten ebenfalls eine Rolle. Natürlich auch die Frage: Wie kann ich ein Vermächtnis für die hinterlassen, die nach mir kommen? Und alles dazwischen.
Ich habe versucht, all diese Themen so gut wie möglich auf biblischer Grundlage zu beantworten.
Und damit sind wir hier. Dieses Buch basiert auf deiner systematischen Überarbeitung genau dieser PDFs. Du hast sie um Hunderte von Fragen zu Geld, Bibel und Beziehungen erweitert. Diese Fragen wurden auch von vielen Zuschauern in den letzten Jahren in Leserbriefen, Kommentaren und E-Mails gestellt.
Umgang mit der großen Nachfrage und Praxisbezug des Buches
Und so ist es, liebe Zuschauerin, lieber Zuhörer: Aus Zeitgründen ist es nicht immer möglich, auf die knapp eintausend Leserbriefe, Kommentare und E-Mails im Monat zu antworten. Es kann aber durchaus sein, dass du die Antwort auf deine Fragen zum Beispiel in einem nächsten Buch wiederfindest. Das war auch schon vorher bei „Kein Gott ist auch keine Lösung“ so.
Zu deiner Frage: Ja, ich habe die Bibel nochmals zum Thema Geld durchgelesen, ich glaube auch mehrfach, und die wichtigsten Punkte zusammengetragen. Denn das ist ja der gemeinsame Nenner von allem. Weder verschuldet zu sein noch „reich“ zu sein – keines davon kommt mit einer Bedienungsanleitung. Man befindet sich einfach in der Situation. Meistens gibt es eine Vorgeschichte, aber nur weil es eine Vorgeschichte gibt, heißt das nicht, dass ich weiß, wie ich mit der Situation umgehen soll.
Sowohl Gesundheit als auch Geld sind Themen, die uns alle betreffen – ob wir wollen oder nicht, und ob wir uns damit auseinandersetzen oder nicht. Sie sind so oder so da, genau.
Was du von den einzelnen Punkten hältst, die wir in dem Buch besprechen werden, ist deine Sache. Ich möchte aber, dass du eines weißt: Es sind keine Theorien vom Schreibtisch, sondern Auswertungen aus der Praxis, aus Tausenden von Gesprächen.
Grundlegende Fähigkeiten im Umgang mit materiellem Besitz
Eine Christin, die wir kennen, hat einmal gesagt, dass laut der Bibel zwei Fähigkeiten wichtig sind, die jeder Christ im Umgang mit materiellem Besitz einüben soll. Zum einen ist es Vertrauen, zum anderen aber auch Verwalten. Ja, Vertrauen und Verwalten – damit ist es auf den Punkt gebracht.
Vertrauen und Verwalten möchte ich kurz aufgreifen. Es ist leicht gesagt, doch bei jedem von uns fällt das eine leichter, das andere hingegen schwerer – manchmal sogar deutlich schwerer. Das haben wir auch bei uns in der Ehe am Anfang erlebt.
Es hängt viel mit dem Persönlichkeitstyp zusammen, aber auch mit der Prägung durch die Eltern, durch Vorbilder und durch die Gemeinde. Ganz ehrlich, es hat auch auf einer geistigen Ebene viel damit zu tun, welche Aspekte und Facetten des biblischen Gottes dir besonders vor Augen stehen und welche weniger.
Ich stelle es mir so vor: Wenn ich meine Hände falte, liegt bei mir automatisch der rechte Daumen oben. Und wenn ich meine Arme verschränke, ist ebenfalls der rechte Arm oben. Daran habe ich mich gewöhnt. Es anders zu machen, fällt mir nicht leicht. Ad hoc geht es zwar, aber es erfordert bewusste Anstrengung, mich darauf einzulassen.
Irgendwie kann man das vergleichen. Dieses Verhalten lässt sich auch auf Geld übertragen. Absolut, absolut! Und ich nehme das Thema Geld gleich mit auf.
Vertrauen und Wunder im finanziellen Bereich
Und noch einmal: Wir sprechen hier nicht nur über Geld, sondern wirklich über die grundlegende Frage: Wie gehe ich mein Leben an? Mache ich das auf der Grundlage dessen, was Gott sagt, oder versuche ich, meinen eigenen Weg durchzuziehen?
Beim Thema Vertrauen gehört unter anderem dazu, Dinge an Gott abzugeben und zu beten, dass er in schwierigen finanziellen Situationen eingreift – wenn er es will. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass er dafür sorgt, dass sich die Situation entschärft oder dass unerwartet Geld aus einer anderen Richtung kommt, das deine Probleme abmildert oder sogar löst.
So etwas nennt man ein finanzielles Wunder. Ich bin kein Fan davon, auf Wunder zu hoffen. Im Gegenteil, ich bin sogar wirklich allergisch gegen das unbiblische Wohlstandsevangelium, das schon viele Leben zerstört hat. Wir werden noch ein eigenes Video dazu machen, in dem wir darüber sprechen. Drücke gerne die Glocke hier unten rechts unter diesem Video, dann wird dir das auch angezeigt, wenn es um das Wohlstandsevangelium geht.
Trotzdem, obwohl ich das Wohlstandsevangelium wirklich schwer aushalten kann, muss ich auch die Erfahrung eingestehen: Ja, Gott kann finanzielle Wunder tun – auch heute noch. Du und ich haben das ja schon mehrfach in schwierigen Zeiten miterlebt, sogar am eigenen Leib.
Das muss ich auch offen zugeben: Diese Erfahrungen haben unser Gottvertrauen und vor allem mein persönliches Gottvertrauen auf eine ganz neue Ebene gehoben.
Die Realität von Gottes Eingreifen und menschlicher Verantwortung
Und das stimmt auch, aber es ist nur die eine Hälfte der Wahrheit. Jetzt bitte gut zuhören: Für jeden Fall, in dem Gott eingreift, gibt es auch Fälle, in denen Gott sich entscheidet, nicht einzugreifen. Das gibt es wirklich.
Das heißt, für jedes Wunder gibt es Stunden, Tage oder auch Monate, in denen Gott scheinbar stumm bleibt. Und für jede spektakuläre Geschichte, die gut ausgeht – bei der die Leute dann auf Bühnen stehen, an Kanzeln predigen oder bei Instagram ihr Zeugnis geben – oder diese ganz krassen Sachen, die sich herumsprechen und von denen man zwanzig Jahre später noch in der Gemeinde erzählt, gibt es trotzdem fünf bis zehn andere dramatische Begebenheiten, in denen Gott nicht eingreift. Und diese Begebenheiten, das muss ich wirklich offen ansprechen, gehen katastrophal schief.
Jetzt die Frage, die keiner hören will – und ich habe in meinem ganzen Leben in keiner Predigt erlebt, dass diese Frage jemals offen gestellt wurde: Wer sagt dir, dass du nicht einer von denen bist? Einer von diesen zehn Fällen, in denen es schiefgeht?
Diese zahlreichen Fälle, in denen kein Wunder passiert, landen eben nicht auf Bühnen, Kanzeln oder Bildschirmen. Genau das ist der Punkt. Hier sprechen wir auch langsam über das Thema „Gott versuchen“. Im Buch haben wir einen großen Teil davon, wo wir genau darüber sprechen.
Weißt du, wo diese Fälle gelandet sind? Sie landeten bei mir am Beratungstisch. Ich habe diese Fälle bekommen – die eben nicht medienwirksam sind. Fälle, in denen Menschen über Jahre darauf gehofft haben, sich darauf verlassen oder sogar fest eingeplant haben, dass Gott eingreift. Obwohl aus Gottes Wort ganz klar hervorgeht, dass Gott uns keine Wunder schuldet.
Gott, den wir sowieso nicht immer für unsere Zwecke einplanen sollen – denn denkt daran: Wir wollen ja den Weg gehen, den Gott segnet. Und Gott soll nicht unbedingt den Weg segnen, den wir sowieso schon gehen. Manchmal greift Gott eben nicht ein. Und zack – bei manchen, bei vielen Menschen kommt dann die nächste Glaubenskrise.
Das ist ein ganz häufiges Muster. Ich habe bei Leuten aus bestimmten Gemeindegruppen beobachtet, dass sie, wie sie selbst sagen, häufig selbstverschuldet bestimmte Entscheidungen treffen oder Weichen stellen. Sie sagen: „Ohne Gottes Hilfe komme ich da nicht mehr raus, aber ich vertraue, dass er schon eingreifen und alles gut machen wird.“ Und dann tut er das nicht. Und plötzlich gerät alles ins Wanken.
Wenn du nicht in dieser Situation bist, denkst du vielleicht: „Das war ja vorhersehbar.“ Aber wenn man mittendrin steckt, ist es nicht immer so leicht.
Mal ganz direkt gesagt: Wenn ein Plan ohne göttliches Eingreifen nicht funktioniert, dann ist es in vielen Fällen kein guter Plan. Es tut mir leid, aber manche müssen das auch klipp und klar hören: Auf Wunder zu hoffen ist keine Strategie. Ich wiederhole es noch einmal: Das könnte in manchen Fällen tatsächlich schon in die Richtung der Sünde gehen – Gott zu versuchen.
Die Balance zwischen Vertrauen und Verwalten
Und hier bist du gefragt: Es geht nämlich nicht um Vertrauen, sondern um das Verwalten. Genau. In der Bibel gibt es eine Balance. Man kann auf beiden Seiten vom Pferd fallen. Das wirst du in dem Buch noch ganz eindrücklich sehen, mit vielen praktischen Tipps, wie du diese Balance besser halten kannst.
Deshalb ist es so wichtig, dass wir aus der Bibel nichts hinzufügen, aber auch nichts weglassen. Falsche Lehre entsteht damals wie heute immer dort, wo Entscheidendes ausgelassen wird.
So landest du entweder beim katastrophalen Wohlstandsevangelium oder bei todbringender Werkgerechtigkeit. Manchmal sind das sogar zwei Seiten derselben Medaille.
Deshalb brauchen wir als Christen eine gewisse emotionale Spannkraft, um beides aus der Bibel stehen lassen zu können. Wir alle – ich eingeschlossen – sind nicht perfekt. Es ist ganz klar, dass wir uns immer wieder von Gottes Wort hinterfragen lassen müssen, besonders dort, wo jeder in seiner oder ihrer aktuellen Lebenssituation herausgefordert ist.
Gedankenexperiment zur Orientierung am biblischen Wort
Das sagst du ja auch im Bibelverdienst, eben bei den Treffen mit den Unterstützern und dem Team, immer wieder: Die Hauptherausforderung in unserem Job ist, nichts hinzuzufügen, aber auch nichts wegzulassen. Und da sind wir sicherlich alle noch auf dem Weg. Definitiv.
Ja, und noch mal: Ich habe auch nicht immer alles richtig gemacht, ganz klar, überhaupt nicht. Deshalb ist der weiseste und gesündeste Weg, den ich über die Jahre gefunden habe, zunächst ein harmlos scheinendes Gedankenexperiment.
Okay, ist es das mit dem Außerirdischen und dem Schiffbruch? Elisa kennt die Geschichte schon. Sie geht folgendermaßen:
Stell dir einmal vor, du bist ein Außerirdischer – also die gibt es nicht, aber nehmen wir an, du bist ein Außerirdischer, der keinerlei Vorprägung von irgendeiner irdischen Art hat. Du bist vollkommen unbelastet von jeder Kultur auf dieser Erde, von jeder Gesellschaft, von jedem Zeitgeist.
In dieser Geschichte fliegst du an der Erde vorbei, dein Raumschiff stürzt ab, und du strandest auf einer einsamen Insel. So setzt die Geschichte ein. Bald darauf wird eine Bibel angeschwemmt. Sie ist natürlich wasserdicht verpackt.
Du verbringst die nächsten Jahre ausschließlich damit, von morgens bis abends deine Bibel zu studieren, sie wirklich in der Tiefe zu inhalieren und zu beherzigen. Eines Tages kommt dann ein Schiff vorbei, bemerkt dich und nimmt dich mit ans deutsche Festland, wo du dir nun dein Leben aufbauen wirst.
Wenn Gottes Wort wirklich das Herzstück deines Denkens geworden ist und in all deinen großen und kleinen Entscheidungen das letzte Wort hat, wie glaubst du, wirst du dich in dieser Gesellschaft durchnavigieren? Zum Beispiel hinsichtlich der Fragen, wie du dein Leben führst, in Beziehungsfragen, in Gemeindefragen oder auch bei finanziellen Entscheidungen?
Wie wirst du dich durch den gesellschaftlichen Dschungel bewegen?
So sollten wir Christen eigentlich an sämtliche Fragen herangehen. Erst einmal alles beiseitelegen, was Gesellschaft, Zeitgeist und Gefühle uns vorleben oder vorprägen.
Und versuchen, so unvoreingenommen wie möglich mit Gottes Geist die Bibel zu lesen und alle anstehenden Fragen mit einer offenen Bibel zu beantworten – so viel es uns möglich ist.
Der Stellenwert von Geld im Leben eines Christen
Aber warum dann jetzt Geld? Welchen Stellenwert hat Geld im Leben eines Christen?
Zunächst ist es wichtig zu sagen, welchen Stellenwert Geld nicht hat. Gier und Verlustangst können ganz schnell zu Götzen werden. Das habe ich als Berater immer wieder erlebt – es ist wirklich so. Alles, was mit Geld zu tun hat, ist der Aufhänger für das Buch „Nachfolge Leben“. Das wird in der Einleitung und im ersten Kapitel gut erklärt und kann von jedem nachgelesen werden.
Für dich ist es zusätzlich wichtig zu wissen, wie man mit Geld umgehen kann. Das ist eine der meistgestellten Fragen von Nichtchristen. Hier können wir als Christen mit biblischen Prinzipien gleichzeitig das Evangelium vermitteln. Das wird im Buch an mehreren Stellen immer wieder erklärt und eingeflochten. Deshalb ist es genial, das Buch zu verschenken – damit verschenkst du gleichzeitig ein dickes Traktat.
Für Jesus selbst ist Materielles ein echtes Thema. Nach meiner Kalkulation erwähnt Jesus materielle Dinge in ungefähr jedem siebenunddreißigsten Vers. Für die Bibel ist es ein wichtiges Thema, mit mehreren hundert Erwähnungen von Geld und Materiellem. Dabei geht es darum, wie wir damit umgehen sollten, was wir tun und was wir nicht tun sollten.
Wir als Christen sind immer wieder aufgefordert, uns mit unseren Ressourcen auseinanderzusetzen. Zum Beispiel beim Thema Budgetierung oder Haushaltung. Jesus sagt zum Beispiel: „Wer von euch, der einen Turm bauen will, setzt sich nicht vorher hin und berechnet die Kosten, ob er die Mittel hat, ihn ganz auszuführen?“
Ein weiteres Thema ist die Versorgung. In 1. Timotheus 5 heißt es besonders über die Familie: „Sorgt jemand nicht für die Seinen, so hat er den Glauben verleugnet.“ Auch das Thema Geben wird behandelt. In 1. Korinther 16 wird gesagt: „Jeden Sonntag lege jeder von euch so viel Geld zum Spenden zurück, wie es seinen Möglichkeiten entspricht.“
Wenn wir all das nicht selbst regeln – zum Beispiel die Versorgung oder auch Vorkehrungen für die Zukunft treffen –, wer soll sich dann finanziell um uns kümmern? Zumindest in Deutschland und Österreich können Staat und Gesellschaft das auf Dauer nicht tragen. Das wird im Buch ausführlich behandelt.
Trotzdem ist es immer wieder wichtig, nicht auf der Seite vom Pferd zu fallen und das Thema Geld als Christen zu groß zu machen.
Die Balance und Grenzen von Geld im Leben
Ja, absolut. Es geht wirklich um diese Balance, und deshalb möchte ich das ganz deutlich sagen: Aus Erfahrung weiß ich, dass Geld nicht alle gesundheitlichen Probleme einfach wegschnipst. Geld wird auch nicht, falls es darum geht, deine Stimmungsschwankungen verbessern. Geld macht dich nicht fit.
Solange du diese Dinge nicht auch ohne Geld haben kannst, wird Geld dir zum Beispiel auch keinen Familienfrieden in den Schoß legen. Geld wird dir auch keine glückliche Ehe schenken. Wenn die Umstände nicht stimmen, bewirkt Geld allein nichts und macht dich nicht glücklich.
Selbst wenn du noch kein Christ bist, solltest du allein deshalb nicht versuchen, Geld als das höchste Ziel in deinem Leben zu setzen. Auf der anderen Seite hast du ja gesagt, dass Geld eine Menge äußerlicher Probleme lösen kann. Wahrscheinlich nicht so viele, wie sich der eine oder andere vielleicht erhofft, aber trotzdem eine Menge – oft mehr, als man denkt.
Deshalb ist es vernünftig, eine gewisse Aufmerksamkeit darauf zu verwenden, sein Leben und seine Finanzen dauerhaft im Griff zu haben. So kann man auch ein Segen für andere sein.
Ziel und Inhalt des Buches
Und hierfür, liebe Zuschauerin, lieber Zuhörer, bete ich, dass dieses Buch dir hilft.
Du kannst mit diesem Buch komprimiert anzapfen, was ich in den letzten 15 Jahren auf die harte Tour gelernt habe – durch jahrelanges Studieren, bittere eigene Erfahrungen und über zehntausend Stunden Beratungserfahrung. Diese Stunden waren gefüllt mit Momenten, in denen mich andere um Hilfe gebeten haben, und auch mit Zeiten, in denen ich selbst von Menschen gelernt habe, die in einzelnen Punkten weitaus klüger und erfahrener sind als ich.
Weil viele danach gefragt haben, erzählen du und ich in einigen Punkten wirklich praktisch, wie wir Dinge für uns gehandhabt haben. All das wollen wir dir hier weitergeben. So kannst du direkt sehen, ohne das Rad neu erfinden zu müssen, woran Menschen in ihrem finanziellen Leben gescheitert sind und wo sie es auch geschafft haben, ein Segen zu sein. Ja, mit Gottes Hilfe.
Was du in diesem Buch findest, sind die acht biblischen Geldprinzipien. Denke daran: Geld ist immer nur ein Symptom dafür, wie wir mit unserem Leben umgehen. Das heißt, wenn hier von Geld die Rede ist, wirst du immer wieder sehen, dass es darum geht, wie ich praktisch mein Christsein und meine Nachfolge leben kann.
Die acht biblischen Geldprinzipien werden durchbuchstabiert – so gut ich es kann, mit meinem besten Bibel- und Finanzwissen übersetzt in unsere heutige Zeit. Ich hoffe, du findest hier nicht nur interessante, sondern vor allem auch nützliche Dinge, die dir wirklich helfen, ein Leben zu führen, das deiner Bestimmung würdig ist, wie es im Epheserbrief heißt.
Diese Prinzipien sollen dir helfen, als Vorbild voranzugehen, wie es in Titus 2 beschrieben wird, und sie sollen dir helfen, ein Segen für andere zu sein.
Die acht biblischen Geldprinzipien im Überblick
Diese acht biblischen Geldprinzipien, also acht große Themenbereiche, über die die Bibel spricht, sobald es um Geld geht, sind zunächst das Wichtigste: Geld ist nicht alles. Ich kann es nicht oft genug betonen – es ist wirklich so. Viele Menschen wollen vor allem praktische Tipps und konkrete Anleitungen. Das ist auch in Ordnung, aber zuerst sollte man sein Herz richtig ausrichten.
Das zweite biblische Geldprinzip, das zweite große Thema, ist Arbeiten, Geld verdienen und Steuern. Wie gehe ich praktisch mit diesen Dingen um? Was bedeutet das genau? Woher kommt das? Wie viel dürfen wir als Christen davon behalten? Zu diesen Fragen erhalten wir auch viele Anfragen.
Das dritte Thema ist das ganz große – wahrscheinlich unser umfangreichster E-Mail-Ordner – gesunde Beziehungen. Wie kann ich eine gesunde Beziehung führen, und was hat das mit Geld zu tun? Viel, viel mehr, als man denkt.
Das vierte Prinzip umfasst alles rund um Geld leihen, Geld verleihen und Schulden.
Das fünfte Thema ist der Haushaltsplan, also die Budgetierung.
Das sechste Prinzip betrifft das Geld Zur-Seite-Legen und Vorsorge treffen.
Das siebte Thema ist Spenden, Teilen und Geben.
Und das achte Prinzip schließlich ist, ein Vermächtnis zu hinterlassen.
Das sind die acht biblischen Geldprinzipien.
Ich versuche, diese Prinzipien für dich zu übersetzen – sprachlich, indem ich die entsprechenden Bibelstellen erläutere, inhaltlich, theologisch, ethisch und fachlich. Mein Ziel ist es, sie für das 21. Jahrhundert verständlich zu machen. Dabei schaue ich immer wieder, was Gott in der Bibel sagt, wie du auf biblischer Grundlage dein Leben gut im Griff haben kannst und wie du in der Nachfolge auch ein Segen für andere sein kannst.
Informationen zur Printversion des Buches
Also, wer es noch nicht hat, kann es sich einfach kostenlos mit dem ersten Link unter der Videobeschreibung herunterladen.
Dieses Buch, dieser Ratgeber, ist ja offensichtlich auch als gedrucktes Buch erhältlich. Es kostet ungefähr 15 Euro. Warum ist das so, Markus?
Das war schon beim letzten Buch so: Die Printversion, also das haptische Buch mit Seiten zum Anfassen, ist zum reinen Herstellungspreis erhältlich. Viele Leute möchten das Buch gerne in der Hand halten, darin arbeiten, Sachen unterstreichen oder Notizen machen. Das kann ich gut nachvollziehen, mir geht es genauso.
Die 15 Euro haben einen nachvollziehbaren Grund. Das letzte Buch „Kein Gott ist auch keine Lösung – Tipps für deine Gespräche mit Nichtchristen“ war unerwartet ein Bestseller. Niemand hatte mit einer solchen Größenordnung gerechnet, auch ich nicht.
Nehmen wir als Beispiel an, dass von diesem Buch hier zwischen 10.000 und 50.000 Exemplare bestellt werden. Bei 15 Euro pro Stück wären das Kosten zwischen 150.000 und 750.000 Euro.
Wie du vielleicht weißt, lebt der Bibelverdienst von freiwilligen Spenden von Christen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es würde dich wahrscheinlich vom Hocker hauen, aber wir haben keine 750.000 Euro auf Lager.
Eigentlich hat aber fast jeder 15 Euro, zumal der Versand schon im Preis enthalten ist. Günstiger konnten wir es nicht machen, denn das sind schon die reinen Herstellungskosten.
Wie auch beim vorherigen Buch geht kein Cent davon an den Dienst oder an mich privat oder Ähnliches.
Noch einmal: Beim letzten Buch haben sich die überwiegende Mehrheit der Leute das E-Book geholt. Dieses ist zusammen mit zahlreichen Begleitmaterialien vollständig kostenlos auf www.marcusvoss.net/geld verfügbar.
Wirklich sehr viele haben für diesen Tag gebetet und das durch ihre, durch eure, durch deine Unterstützung möglich gemacht. Danke dafür!
Abschlussgedanken und Ausblick
Und Markus, ja, du hast als Berater selbst gesehen, wie die Inhalte, die du in diesem Buch zusammengefasst hast, tausenden Menschen geholfen haben. Gibt es etwas, das du den Leuten heute zum Schluss mitgeben möchtest?
Ja, also unsere Aufgabe als Bibelverdienst ist es, Christen zu stärken und zu befähigen für die heutige Zeit. Das tun wir, indem wir kostenfreie Infomaterialien erstellen. Mit diesen Materialien können Christen leicht verständlich tiefer in die Bibel einsteigen. Außerdem helfen sie Christen, Jesus im modernen Alltag praktisch nachzufolgen. Zudem ermöglichen sie es Christen, harte Fragen von Nichtchristen klar zu beantworten.
Dieser Geldratgeber gehört in die mittlere Sparte "Nachfolge leben" – also Jesus im modernen Alltag praktisch nachzufolgen. Dabei geht es um praktische Fragen wie Finanzen, aber auch Ehe, Gemeinde und Ähnliches.
Das heißt, liebe Zuschauerin, lieber Zuhörer, in den nächsten Monaten werden wir vereinzelt Inhalte zum Thema Geld bringen. Warum? Weil das Buch jetzt draußen ist und sicherlich bald die ersten Leserbriefe und E-Mails mit Fragen und Anmerkungen kommen werden.
Aber das möchte ich ganz deutlich sagen: Geld ist nicht und wird auch nicht das Hauptthema auf diesem Kanal sein – und auch nicht für den Bibelfeldienst. Wir sind kein Lifestyle-Kanal und auch kein Finanzkanal. Es gibt für Christen und Suchende in diesen Jahren und vor allem in den kommenden Jahren wesentlich wichtigere Themen als Geld.
Gerade damit wir uns diesen wichtigeren Themen zuwenden können, damit wir dir und deiner Gemeinde, deinem Hauskreis und deiner Familie bestmöglich in eurer Nachfolge beistehen können, haben wir das jetzt gemacht.
Drückt gern die Glocke hier unten rechts unter diesem Video, damit dir die nachfolgenden Inhalte zu den viel wichtigeren Themen auch angezeigt werden.
Und gerade deshalb habe ich dir auch dieses Buch geschrieben, das die meisten Grundsatzfragen zu Geld beantworten wird.
Warnung vor falschen Lehren und Ermutigung zur kritischen Prüfung
Und sehr gut, dass du das noch einmal unterstreichst. Du sagst ja immer wieder, dass eines der Hauptprobleme der westlichen Christenheit darin besteht, dass sie ihren Fokus verliert und deshalb besonders angreifbar geworden ist.
Richtig. Und noch einmal: Das gilt für uns alle, auch für mich persönlich. Ich habe mich in der Vergangenheit dessen ebenfalls schuldig gemacht, das steht außer Frage.
Deshalb, wenn ich darf, ein Schlusswort für heute – ganz grundsätzlich. Wirklich ganz grundsätzlich trenne ich immer Gottes Wort und das, was ich sage. Ich kann mit zehn Prozent, zwanzig, fünfzig, vielleicht sogar achtzig Prozent von allem, was ich in dem Buch und auch in all diesen Videos, Podcasts und Informaterialien sage, falsch liegen. Trotzdem ist das Christentum wahr, Jesus ist auferstanden und Gottes Wort ist zuverlässig.
Wir bemühen uns, das nach bestem Wissen und Gewissen zusammenzutragen. Aber bitte lass dir von etwaigen Unstimmigkeiten bei mir oder bei uns nichts von deinem Glauben nehmen. Das ist ganz wichtig.
Zum Buch: Arbeite mit dem Buch. Nutze Unterstreichungen, markiere Wichtiges mit Ausrufezeichen, schreibe an die Ränder. Lass dir bei den Reflexionsfragen und den Action Points Zeit zum Nachdenken.
Das Buch ist so geschrieben, dass du es von vorne bis hinten durchlesen kannst, weil vieles aufeinander aufbaut. So wirst du auch den größten Mehrwert für dich mitnehmen. Du kannst aber auch gerne Dinge überspringen, die dir jetzt nicht relevant erscheinen. Du musst das Buch nicht von A bis Z durchlesen.
Manche Teile im Buch sind eher kurze Bibelstudien, wie zum Beispiel der Abschnitt zu Judas und den dreißig Silberlingen. Andere behandeln eher, wie Jesus aufgewachsen ist, zum Beispiel seine Kindheit – auch sehr interessant. Wieder andere sind Sammlungen von praktischen Tipps, etwa wie du es schaffen kannst, Grenzen zu ziehen, zum Beispiel gegenüber den Schwiegereltern, oder wie du es schaffst, gegenüber dem Chef auch mal Nein zu sagen – und ähnliche Dinge in der Richtung. Du wirst es sehen.
Fühl dich frei, die Abschnitte zu lesen, die dir vor allem helfen. Lies diese mehrfach und überspringe die anderen. Das ist wirklich okay. Das Buch ist nicht wie „Kein Gott ist auch keine Lösung“, das von A bis Z gedacht war. Hier gilt: Lies die Einleitung und Prinzip eins, sonst kannst du wirklich das lesen, was dir hilft.
Manche Abschnitte wirst du langsamer lesen wollen, andere vielleicht sogar mehrfach. Ich möchte dir auch Mut machen, die Bibelstellen, die dir besonders wichtig sind, vielleicht auch die, die dich ärgern, selbst noch einmal nachzulesen.
Warum ist das so? Weil dieses Buch im Endeffekt nur mein kläglicher Versuch ist, aus der Bibel Dinge abzuleiten. Ich denke aber, dass die Bibel kein Buch unter vielen ist, sondern lebendig. Sie hat denen, die Orientierung suchen, viel zu sagen – darüber, was für sie gut ist und welchen Weg wir alle einschlagen sollten.
Deshalb noch ein letztes: Hilft dir dieses Buch mit den darin enthaltenen Ratschlägen, erhält es dich, zeigt dir Perspektiven auf und nimmst du daraus etwas mit, dann vergrab es nicht im Garten – wie der mit den Talenten im Gleichnis aus Matthäus 25,14-30 –, der es einfach im Garten vergräbt und nichts damit macht. Sondern gib es weiter.
Und wie alle Inhalte vom Bibelverdienst kann auch dieses Buch mit allen zusätzlichen Inhalten – es gibt nämlich noch einige – vollständig heruntergeladen werden auf www.marcusfoss.net.
