Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Der Auftakt: Warum Auferstehung überhaupt ein Thema ist
Was braucht es, damit aus verschreckten Jüngern mutige Zeugen der Auferstehung werden? Das ist die Frage, mit der wir uns heute beschäftigen wollen. Und wir wollen natürlich das Ergebnis dieser Frage dann auch auf uns anwenden, irgendwie klar.
Für alle Gäste: Wir machen einen Bibelleseplan. Wir lesen also als Gemeinde das komplette Neue Testament durch, und heute startet tatsächlich die Apostelgeschichte. Autor der Apostelgeschichte ist Lukas, ein Mitarbeiter von Paulus. Das ist derselbe Lukas, der auch das Lukasevangelium geschrieben hat. Wenn man so will, ist die Apostelgeschichte der zweite Teil des Lukasevangeliums, also die Fortsetzung. So wie Avatar 1, 2, 3 ist das halt Lukasevangelium und Apostelgeschichte, so in die Richtung.
Man erkennt das ganz gut daran, dass beide, also sowohl das Lukasevangelium als auch die Apostelgeschichte, denselben Empfänger haben, nämlich einen Theophilus. Wir wollen uns den Text mal anschauen: Apostelgeschichte 1, die Verse 1 bis 3. Da heißt es:
Den ersten Bericht habe ich verfasst, Theophilus, von allem, was Jesus angefangen hat, zu tun und auch zu lehren, bis zu dem Tag, an dem er in den Himmel aufgenommen wurde, nachdem er den Aposteln, die er sich auserwählt hatte, durch den Heiligen Geist Befehl gegeben hatte. Diesen hat er sich auch nach seinem Leiden in vielen sicheren Kennzeichen lebendig dargestellt, indem er sich vierzig Tage hindurch von ihnen sehen ließ und über die Dinge redete, die das Reich Gottes betreffen.
Wie gesagt, der erste Bericht, von dem hier die Rede ist, das ist das Lukasevangelium. Und das geht, wenn man es mal liest, bis zur Himmelfahrt. Kann ich nur empfehlen.
Und jetzt an der Stelle, am Anfang der Apostelgeschichte, ist es dem Autor, also Lukas, ganz wichtig zu betonen, dass die Sache mit der Auferstehung nicht einfach nur so eine Erfindung der Jünger ist. Also nicht nach dem Motto: Okay, da ist was schiefgegangen, also brauchen wir jetzt so eine Art Plan B. Sondern ganz im Gegenteil: Die Leute damals waren genauso Skeptiker, wie die Leute es heute sind. Totenauferstehung? Da sagt nicht jeder: Klar, wir sind in der Antike, da ist das völlig normal. Nein, es braucht hier sichere Kennzeichen.
Vierzig Tage lang erscheint Jesus seinen Jüngern. Er tut das zwischen Ostern und Himmelfahrt, das sind vierzig Tage. Pfingsten kommt dann nach fünfzig Tagen. Und immer wieder trifft er sich mit seinen Jüngern und redet mit ihnen über die Herrschaft Gottes. Dieser Begriff Reich Gottes kann verschiedene Aspekte betonen, aber im Zentrum steht immer die Idee: Gott herrscht, Gott ist der König. Und das kann ganz persönlich und ganz konkret in meinem Leben sein, wenn er in mein Leben hineinsprechen darf. Oder das kann sehr politisch und universell sein, dann geht es um diese Welt, in der wir leben. Beides hat mit dem Reich Gottes zu tun.
Und ihr habt die Möglichkeit, eine Überschrift über diesen ersten Block zu setzen. Wenn diese Überschrift etwas mit Zeugesein zu tun hat, schreibt das bitte drüber. Das ist über den ersten Block Apostelgeschichte 1,1-3.
Jesus lebt. Deshalb gibt es überhaupt etwas zu bezeugen. Versteht ihr: Wenn Jesus einfach nur einer unter x-tausend Religionsstiftern gewesen wäre, die irgendwo gestorben und dann halt langsam aber still vor sich hin gerottet wären, dann gäbe es nichts zu bezeugen. Dann könnten wir uns nicht irgendwo hinstellen und sagen: Ja, es ist das Christentum. Dann wäre das halt nur so ein Ding wie alles andere auch.
Und deswegen schreibt das oben drüber, da wo ihr den Strich habt: Jesus lebt. Deshalb gibt es überhaupt etwas zu bezeugen. Das ist der Anfang von dem, worum es uns geht. Da ist einer gestorben, und er ist tatsächlich wieder auferstanden.
Die Kraftquelle für den Auftrag
So, wie wird man denn jetzt zu einem Zeugen? Wie funktioniert das genau? Was braucht es dafür?
Also, brauchen wir einmal eine Botschaft? Logisch. Aber wir lesen einfach mal weiter in Apostelgeschichte 1,4. Ihr habt den Text in eurem Handout. Da heißt es:
Und als er mit ihnen versammelt war, befahl er ihnen, sich nicht von Jerusalem zu entfernen, sondern auf die Verheißung des Vaters zu warten, die ihr, sagte er, von mir gehört habt. Denn Johannes taufte mit Wasser, ihr aber werdet mit Heiligem Geist getauft werden nach diesen wenigen Tagen.
Sie nun, als sie zusammengekommen waren, fragten ihn und sagten: Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel das Reich wieder her? Er sprach zu ihnen: Es ist nicht eure Sache, Zeiten oder Zeitpunkte zu wissen, die der Vater in seiner eigenen Vollmacht festgesetzt hat. Aber, und das ist ein ganz wichtiges Aber: Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde.
Im ersten Block ging es darum, dass Jesus sich vierzig Tage lang immer wieder seinen Jüngern gezeigt und mit ihnen Zeit verbracht hat. Das hier ist so ein Treffen. Und dieses Treffen hat eine ganz klare Botschaft: Was sollen die Jünger tun? Bleibt in Jerusalem.
Warum? Na ja, da ist noch eine Prophetie offen. Gott hatte im Alten Testament etwas versprochen. Propheten wie Joel, Jesaja und Hesekiel spielen da eine Rolle. Er hatte versprochen, dass es den Heiligen Geist geben wird. So wie Johannes der Täufer mit Wasser getauft hat, so würde Jesus mit Heiligem Geist taufen.
Das war noch nicht passiert. Das braucht noch ein paar Tage. Wir wissen: Das passiert an Pfingsten. Also noch zehn Tage warten. In der Zeit bitte nicht aus Jerusalem verschwinden. Bleibt in Jerusalem.
Und jetzt sind die Jünger da. Und jetzt merkt ihr, wie die Jünger so fasziniert von diesem Thema Reich Gottes sind, wie gespannt sie sind. Sie fragen jetzt: Sag mal, wann geht das hier so richtig los? Reich Gottes hat ja eine persönliche Dimension und eine politische Dimension. Wann geht das politisch hier so richtig los?
Und die Antwort, die Jesus ihnen gibt, ist ganz einfach: Ihr wollt wissen, wann Gott hier so richtig eingreift? Wisst ihr was? Das ist überhaupt nicht euer Job. Also, das ist nichts für euch.
Und wir merken: Es gibt Themen, die sind interessant, aber einfach nicht dran. Ja, was ist denn für uns dran? Ganz einfach: Du bist Zeuge. Ihr werdet Kraft empfangen. Kümmert euch nicht um die Themen, die uninteressant sind, kümmert euch um die Sachen, die interessant sind. Du bist Zeuge, und du bist dazu gemacht, von Gott seinen Geist zu empfangen, um weltweit zu wirken.
Und ihr ahnt: Wenn man das so hier liest, dieses „Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist“, und dann geht es vom Kleinen immer weiter nach außen: Ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem, das ist die Stadt, das Gebiet außenrum Judäa, noch mal ein bisschen weiter nach Norden, das ist Samaria, und dann eben mal so bis ans Ende der Erde, damit wir nicht zu klein denken.
Das ist unser Job. Das heißt: Wenn wir uns über Dinge Gedanken machen, dann nicht über diese zweit- und drittklassigen Fragen. Sondern: Wie können wir Zeugen sein? Und die Antwort ist eindeutig.
Was schreibst du hier über Abschnitt zwei? Na ja, wir schreiben darüber: Der Geist befähigt. Also statt, dass ich mir Sorgen mache, ob ich das hinkriege, ist von Anfang an die Botschaft: Mach dir keine Sorgen, das wird. Denn es ist gar nicht deine Kraft, um die es geht. Von Anfang an geht es darum, die Kraft zu empfangen, die Gott uns geben möchte. Der Geist befähigt. Deshalb können wir Zeugen sein.
Es ist ein ganz wichtiger Punkt, dass wir das verstehen. Ich lese noch mal Vers 8:
Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde.
Zeugen im Alltag verstehen
Und ich habe euch einen Lückentext mitgebracht, den ihr ein bisschen ausfüllen dürft.
Der Geist befähigt. Was heißt das jetzt, wenn das stimmt, Apostelgeschichte 1,8, was gilt dann? Es gibt drei ganz wichtige Punkte.
Erstens: Alle sind Zeugen. Verstehst du, das ist nicht nur Zeugenschaft, also dieses von Jesus reden. Da gibt es erst mal keine Ausnahme. Da kannst du nicht sagen: Die anderen machen das, aber das sind die Spezialisten, die sind dafür zuständig. Die ganzen Evangelisten sollen das mal machen, mit mir hat das nichts zu tun. Ich möchte nur so zuschauen. Nein, alle sind Zeugen.
Der zweite Punkt, das hatten wir schon: die Kraft und die Energie dafür, dass du rausgehst, dass du dich trauen kannst, deinen Arbeitskollegen etwas von Jesus zu erzählen, deinen Schulkollegen etwas von Jesus zu erzählen. Woher kommt diese Kraft und Energie? Weil ich so eine coole Socke bin? Nein, sondern vom Heiligen Geist. Gott beschenkt dich. Wichtig ist, dass wir das verstehen.
Und der dritte Punkt: Zeuge sein ist überhaupt kein Programm, also nicht so ein Drei-Punkte-Plan. Das ist einfach ein normaler Teil unseres Christseins, unserer Identität. Hier steht nicht: Ihr sollt Zeugen sein, im Sinne eines Auftrags. Hier steht: Ihr werdet meine Zeugen sein. Ihr werdet in einer Beziehung zu mir leben, und ihr werdet mit anderen Leuten darüber reden. Das wird ganz automatisch gehen. Warum? Weil jemand, der einen Hund hat, über seinen Hund redet.
Meine Frau strickt seit ein paar Monaten. Häkelt? Okay, häkelt. Ja, da muss es einen Unterschied geben, frag mich nicht. Also, sie häkelt. Ich sehe immer nur, wenn PayPal schreibt: Wieder neue Wolle bestellt. Ja, dann das kriege ich halt. Okay, also, sie häkelt. Du kannst dich jetzt mit ihr über Häkelvideos unterhalten.
Das ist diese Idee: Wovon das Herz voll ist, geht der Mund einfach über. Deswegen werden wir Zeugen sein. Versteht ihr, Jesus begeistert mich einfach. Und deswegen werde ich nicht, weil ich das muss, sondern weil ich das will, einfach darüber reden.
Was heißt es, Zeuge zu sein? Na ja, ich rede von dem, was ich gesehen habe. Das ist Zeugenschaft, ganz banal. Und dann hat Zeuge sein etwas damit zu tun, dass das im Alltag sichtbar wird. Ja, es geht nicht nur darum, dass man darüber redet, sondern es geht darum, dass man das lebt.
Und dann heißt Zeuge sein natürlich auch: Ich bleibe abhängig vom Heiligen Geist. Der schenkt gute Gelegenheiten, und ich nutze die einfach. Das ist das, was Zeuge sein heißt.
Also noch mal: Wir sind alle miteinander, keiner kann sagen, mich betrifft das nicht. Keiner kann sagen: Ja, ich habe dafür keine Kraft. Das weiß Gott ja, dass du nicht tauglich bist. Deswegen hast du ja seinen Heiligen Geist gekriegt, das ist doch logisch. Und drittens: Das ist nicht irgendwas Programmatisches. Eigentlich sollte das etwas ganz Normales sein. Ich habe da etwas gefunden, und das begeistert mich einfach.
Was ein Zeugnis konkret ausmacht
Lass uns eine kurze Übung machen. Stellt euch mal vor, ihr wärt morgen vor Gericht geladen, und zwar nicht als Angeklagte, auch nicht als Experten, sondern als Zeugen. So ein Zeuge muss nicht alles wissen, aber ein Zeuge muss bereit sein, Fragen zu beantworten. Da geht es meistens um die Frage: Was hast du da gesehen?
Ich möchte, dass ihr das mal macht. Ich habe euch drei Fragen ins Handout geschrieben, und ich möchte, dass ihr euch einfach mal drei, vier Minuten Zeit nehmt, diese drei Fragen zu beantworten. Die drei Fragen lauten: Was hat Jesus in deinem Leben verändert? Wenn du sagst: noch gar nichts, weil ich noch kein Christ bin, dann kannst du überlegen: Was würde ich mir wünschen, dass er verändert?
Dann die zweite Frage: Wie erlebst du deinen Glauben als real? Wo wird das nicht nur Theorie? Denn theoretisch sind ja alle gut drauf, aber wo wird das Realität? Und wenn du sagst, ich habe noch keine Beziehung zu Gott, wo habe ich noch eine Frage, die ich gern mal geklärt hätte?
Und drittens: Warum vertraust du eigentlich Jesus? Mal ganz praktisch, mal runtergebrochen: Warum tust du das eigentlich? Drei Fragen. Bitte jede Frage kurz mit maximal zwei Sätzen beantworten. Dafür gebe ich euch fünf Minuten.
Okay, ihr dürft mal ein bisschen was reinwerfen. Was hat Jesus in deinem Leben verändert? Kommt, gebt uns mal zwei, drei gute Ideen. Einfach laut.
Beziehungen verändert. In welcher Weise? Genau, du hast ganz andere Freundschaften. Sündenvergebung, Sinn im Leben, Sündenerkenntnis. Neue Berufung, Lebenswandel hat sich geändert, Abstinenz, neue Hoffnung, Demut, die Prioritäten ändern sich.
Das, was ihr jetzt sagt, das ist ein Zeugnis, okay? Da kann jetzt keiner sagen: Nee, das gilt nicht. Denn du sagst ja: In meinem Leben ist das so. Ich weiß nicht, ob Jesus in deinem Leben auch Sünden vergeben kann, Prioritäten ändern kann, dich abstinent machen kann und dir Sinn und Hoffnung geben kann. In meinem Leben hat er das gemacht. Was er in deinem Leben macht, müssen wir mal schauen.
Okay, ein Zeuge, das ist ganz wichtig, dass wir das verstehen: Ich bin als Zeuge nicht dafür verantwortlich, was Leute mit meinem Zeugnis machen. Ich bin dafür verantwortlich, dass ich die Wahrheit sage. Und wenn ich die Wahrheit sage und der andere sagt, ich will die nicht hören, ja, das tut mir leid für ihn. Denn ich kann halt einfach nur die Wahrheit sagen und sagen: Das habe ich erlebt.
Wie erlebst du Glauben real? Gebetserhörungen, Kraft für den Alltag, Gespräche, die so ein bisschen geführt wirken, weißt du, sowas? Ja, sehr gut. Stressbewältigung, natürlich. Wie erlebst du Jesus real? Versorgung, er schenkt Kraft, weiter den Weg zu gehen. Richtig, weiter. Kommt, noch zwei, drei Sachen. Gemeinschaft mit Geschwistern ist eine Realität. Heilung ganz konkret: Da beten Leute für einen, und plötzlich entwickeln sich Sachen. Oder halt auch nicht, ja, also das Thema hatten wir vorhin. Nächstenliebe: Da entwickeln sich Sachen in meinem Leben, wo du nach zehn, zwanzig Jahren sagst: Wow, interessant.
Nochmal: Das ist ein Zeugnis. Du musst das nicht verteidigen. Das ist das, was du persönlich erlebt hast.
Warum vertraust du Jesus? Weil ich es alleine nicht schaffe. Wie schwach bist du denn? Nein, ihr lacht ja, aber da kannst du sagen: Ja, so bin ich. Ich bin so schwach, ganz ehrlich. Vielen herzlichen Dank, ich habe irgendwann geschnallt, dass ich so bin. Und deswegen, weil ich es alleine nicht schaffe, brauche ich einen, der mir hilft. Punkt. Das ist doch einfach nur ein Zeugnis. Jemand anders hat seinen Wellness-Guru und sagt: Ich mache da ständig die App von durch. Ja, also das ist ja weiter.
Weil er real ist. Woran machst du das fest? An den Dingen davor. Ja, ja, an den Dingen davor. Lass dich nicht einfach weitermachen. Das ist genauso weiter.
Was habt ihr noch? Weil er mich liebt. Schlechte Alternativen. Und ihr lacht überall. Ganz ehrlich, überall im Leben ist das der ausschlaggebende Punkt. Warum kaufe ich den Staubsauger? Weil er fünf Sternchen hat. Punkt. Die anderen sind weniger gut. Nur bei Religion, da suche ich mir das Schlechteste aus? Nein, natürlich auch nicht. Wir machen mal weiter. Wir sind noch einen? Hatten wir, glaube ich, schon. Ja, glaube, hatten wir schon.
So, noch mal: Wir sind Zeugen. Du erlebst etwas mit Gott, und du bist nicht verantwortlich für das, was andere Leute damit machen, ob die sich bekehren und sagen, ich will jetzt mit Jesus leben, was wir uns für sie wünschen, oder nicht, ist nicht deine Sache.
Petrus und Paulus, wenn man sie fragen würde: Wie macht man diese Gespräche, wie lebt man als Zeuge? Die würden noch drei Sachen dazu tun. Die würden sagen: Bleib freundlich, hab ab und zu auch mal eine gute Antwort, also denk mal ein bisschen darüber nach, sei ein bisschen vorbereitet, und ansonsten nutze gute Gelegenheiten.
Nochmal: Woher kommt das Wollen, das Vollbringen, woher kommen die guten Gelegenheiten und woher kommt die Kraft? Von Gott. Vom Heiligen Geist. Das ist das Megacoole am Christsein: Gott verlangt von dir nichts, was er dir vorher nicht schenkt. Ist das cool? Erst schenkt er dir die Kraft, und dann schickt er dich los, in dieser Reihenfolge. Erst die Kraft, weil es wichtig ist, dass wir das verstehen.
Wir sind als Christen Teamplayer, wir arbeiten im Team mit Gott. Gott ist da, er will das mit uns machen. Wir sind Werkzeuge, dazu geschaffen, gute Gelegenheiten zu nutzen, die Gott vorbereitet. Also du musst dir die guten Gelegenheiten und all das nicht irgendwie aus den Rippen schneiden. Und dabei spielt es keine Rolle, woran du jetzt denkst.
Ob du daran denkst, dass Christian, wenn er hier seine Verteileinsätze macht, dann mit Leuten ins Gespräch kommt. Immer wenn ich mit Christian rede, erzählt er dann so Sachen wie: Da hatte ich wieder so eine Gruppe muslimischer Jungs, mit denen ich gesprochen habe, und mir fällt das Herz fast in die Hose. Oder ob du einfach nur sagst: Ach, das ist nicht meins, aber ich lasse die Visitenkarte von bibel.ch in der U-Bahn liegen. Ich weiß, es gibt noch keine Visitenkarten von bibel.ch, aber wir sind dran. Es spielt keine Rolle.
All diese Dinge, die sind von Gott vorbereitet. Und Gott gibt die Kraft. Gott gibt die Kraft, dass du das gehst. Dass nicht du bist das, Gott ist es, der in dir wirkt.
Die Spannung zwischen Dringlichkeit und Geduld
Und dahinter steckt eine gewisse Dringlichkeit.
Wir lesen weiter in Apostelgeschichte 1, ab Vers 9:
Und als er dies gesagt hatte, wurde er vor ihren Blicken emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf, weg vor ihren Augen.
Jetzt sind wir also bei der Himmelfahrt angekommen, ja. Und als sie gespannt zum Himmel schauten, wie er auffuhr, siehe, da standen zwei Männer in weißen Kleidern bei ihnen, die sprachen: Männer von Galiläa, was steht ihr und seht hinauf zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird so kommen, wie ihr ihn habt hingehen sehen in den Himmel.
Jetzt ist die Himmelfahrt passiert, die vierzig Tage sind rum. Die Wolke kommt, Jesus verlässt in einer Wolke die Erde. Die Jünger schauen hinterher, und dann kommen zwei Engel. Und was sagen die? Sie sagen: Hört her, Freunde, er wird wiederkommen. Er ist von euch weggegangen, um wiederzukommen. Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird so kommen, wie ihr ihn habt hingehen sehen.
Das ist das, worauf wir warten. Christen warten darauf und wissen nicht genau, wann das sein wird, dass Jesus wiederkommt. Es könnte sein, dass keiner von uns heute in seinem Bett schläft, weil Jesus vorher wiederkommt. Es kann auch noch tausend Jahre dauern. Also will ich jetzt auch nicht rechnen. Aber wir warten darauf, dass Gott das, was angefangen hat, auch beendet. Ich gehe in den Himmel, ich komme wieder.
Und zwischen Himmelfahrt und Wiederkunft, in dieser Zeit dazwischen, da ist unsere Zeit. Das ist die Zeit der Zeugen. Das ist die Zeit, die wir haben, die Gott uns schenkt, um Menschen einzuladen.
Also schreiben wir etwas über Abschnitt drei. Vielleicht so:
Abschnitt drei: Die Wiederkunft motiviert uns.
Das macht ein bisschen Druck, ob uns das lieb ist oder nicht. Du kannst nicht sagen: Ich erzähle den Leuten erst irgendwie in zwanzig Jahren, weil du nicht weißt, ob es die zwanzig Jahre noch gibt. Die Wiederkunft motiviert uns. Und deshalb ist unser Zeugnis auch ein bisschen dringend.
Und jetzt muss ich sagen: Okay, das stimmt. Ich bleibe dabei, es gibt eine Dringlichkeit. Aber jetzt müssen wir ganz, ganz vorsichtig sein. Bitte nicht gleich losrennen. Die Wiederkunft motiviert uns. Wir wissen, Jesus kommt wieder. Es gibt einen Endpunkt, und deswegen hat das, was wir zu sagen haben, eine Riesendringlichkeit.
Und trotzdem: Bitte hör noch mal zu, was jetzt hier steht. Es gibt nämlich einen Punkt, den kann man ganz, ganz schnell übersehen. Man kann jetzt, und das sind vor allem die Leute, die so ein bisschen machermäßig unterwegs sind, die schon mit den Hufen scharren und sagen: Wo darf ich hinrennen? Die schon bei Stefan dastehen und sagen: 500 Flyer, du hast nur 2000, gib mir ein Viertel davon, ich ballere die nächste Woche unter die Menschheit.
Für die kurz: Hört noch mal zu, bevor ihr euch die Flyer schnappt. Wir haben noch einen vierten Abschnitt, und der ist auch wichtig. Den lese ich mal vor, Apostelgeschichte 1,12:
Da kehrten sie nach Jerusalem zurück, von dem Berg, welcher Ölberg heißt, der nahe bei Jerusalem ist, einen Sabbatweg entfernt. Und als sie hineingekommen waren, stiegen sie hinauf in den Obersaal, wo sie sich aufzuhalten pflegten, sowohl Petrus als Johannes und Jakobus und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Simon der Eiferer und Judas, der Sohn des Jakobus. Diese alle verharrten einmütig im Gebet mit einigen Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und mit seinen Brüdern.
Wir hatten den ersten Block, die Einführung in die Apostelgeschichte: Vierzig Tage lässt Jesus sich sehen. Wir hatten den zweiten Block: Wir schauen uns an, was er da gesagt hat, und er setzt die Prioritäten auf: Seid meine Zeugen, bleibt hier und wartet darauf, dass der Heilige Geist euch kräftigt, meine Zeugen zu sein. Dann kommt die Himmelfahrt, die uns ein Stück Ernsthaftigkeit und Dringlichkeit mitgibt. Und jetzt hier: Sie kehren nach Jerusalem zurück, und wir wissen jetzt, wo die Himmelfahrt stattgefunden hat, ganz in der Nähe von Jerusalem auf dem Ölberg, einen Sabbatweg entfernt.
Sabbatweg, das ist eine jüdische Erfindung, die damit zu tun hat, wie weit man an einem Sabbat laufen darf. Man dürfte ja am Sabbat nicht arbeiten, also wo fängt Arbeit an? Das ist ja mal eine gute Frage. Wie viele Schritte mache ich, bevor die Anzahl der Schritte Arbeit wird? Ungefähr einen Kilometer. Die waren jetzt ungefähr einen Kilometer entfernt. Das ist nichts. Jerusalem ist ja eine große Stadt, war auch damals schon eine relativ große Stadt. Also: Kurz außerhalb der Stadtmauern findet sich der Ölberg, und da war Jesus, und da fand die Himmelfahrt statt.
Was tun jetzt die Jünger? Hier steht: Sie bleiben in Jerusalem. Logisch, das sollten sie ja tun. Bleibt in Jerusalem, das war der Auftrag. Und dann heißt es hier eben nicht nur: Wartet auf die Verheißung des Vaters und spielt die ganze Zeit Scrabble, sondern: Die bleiben beieinander. Und das, was sie tun, ist: Sie beten. Also sie nutzen die Zeit, um gemeinsam zu beten.
Diese alle verharrten einmütig im Gebet mit einigen Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und mit seinen Brüdern.
Und deswegen schreibt bitte als Überabschnitt vier: Gemeinsames Gebet trägt alles.
Die eine Sache ist die, dass wir den Geist Gottes haben als einen Geist der Kraft und der Ideen und der Veränderung. Das andere ist, dass wir arg aufpassen müssen, dass wir vor lauter „Ich bin ja so begabt von Gott“ nicht vergessen, dass Gott uns zu einem „Wir“ berufen hat. Es gibt nicht den „Ich-Christen“. Es gibt den Christen nur als Teil vom Leib Christi. Wir sind immer eine Gemeinschaft. Wir brauchen einander. Und deswegen ist das hier so schön: Diese alle verharrten einmütig. Einmütig heißt, sie haben dieselbe Ausrichtung. Einmütig im Gebet.
Gemeinsames Gebet trägt alles. Zeuge sein beginnt nicht damit, dass ich etwas tue, sondern beginnt damit, dass wir beten. Deswegen finde ich es so großartig, dass wir am Freitag erst beten, bevor du losziehst. Das ist einfach so unendlich wichtig.
Was für Leute beruft Gott zu seinen Zeugen? Und die Antwort lautet: Gott beruft Beter.
Das Faszinierende ist ja, dass Jesus nicht gesagt hat: Jetzt trefft euch mal zum Gebet und habt mal eine Gebetsgemeinschaft. Das hat er gar nicht gesagt. Das ist intuitiv da. Die Größe der Aufgabe, die Massivität der Herausforderung, vor der ich stehe, ja, ich wäre ja völlig belemmernd, wenn ich denken würde, das könnte ich alleine schaffen. Das kann ja nicht sein.
Und merkt ihr: Gebet macht aus Aktivismus Abhängigkeit. Gebet macht aus Aktivismus, und der ist gut, aber aus reinem Aktivismus wird Abhängigkeit. Und das ist genau das, was wir bei Jesus sehen. War viel los, hat Jesus viel gebetet. Und genau so sollte es bei uns auch sein. Ist viel los, haben wir große Probleme, dann brauchen wir mehr Gebet.
Aus der Stille, und zwar aus der gemeinsamen Stille vor Gott, wo wir als Gruppe unser Herz ausschütten, an der Stelle, wo wir zuerst mit Gott reden, an der Stelle wächst unser Dienst. Wir reden erst mit Gott und dann reden wir mit den Menschen.
Wir hatten am Wochenende Steffi, vielen Dank, und deine Mitarbeiterin, oder die anderen, Maria ist, glaube ich, noch dabei, und Elisabeth, die ich jetzt nicht sehe: Vielen Dank für das 24-Stunden-Gebet. Ich finde das immer großartig. Wir sitzen normalerweise da. Vielen Dank, dass ihr das 24-Stunden-Gebet organisiert habt. Ich finde das immer, als wir gestern früh beteten, als Eva, das war so schön, das war wirklich so gut.
Und jetzt sitzen hier einige, die sagen: Wie, 24-Stunden-Gebet? Ich weiß gar nicht, worum es geht. Steht mal auf, ihr drei, dann wisst ihr, wen man ansprechen kann. Die, die ansprechen, die können euch alles dazu erzählen, wie man da reinkommt. Vielen herzlichen Dank.
Also, wie gesagt, wenn du hier bist und sagst: 24-Stunden-Gebet, das habe ich nicht gewusst, jetzt war ich nicht dabei. Vielleicht hast du auch ein Stück gezögert. Gute Nachricht: Es ist noch nicht zu spät. Wir machen weiter. Jetzt die Folie noch mal hier ab nächsten Mittwoch: vierzig Tage, nicht vierundzwanzig Stunden, vierzig Tage. Und du kannst so lange beten an einem Tag, wie du möchtest. Fasten und Fürbitte jeden Tag für eine kleine Gruppe aus der Gemeinde. Mal überlegen: Was kann man da beten?
Und wisst ihr was? Ich glaube, jeder, der hier sitzt, wäre dafür geeignet. Wisst ihr warum? Weil jeder irgendwo Enkel, Kinder, Freunde hat, wo er sagt: Ich wünsche mir so sehr, dass die ein Stück interessiert werden. Ich wäre so gerne der passende Zeuge. Ich würde so gern in ihr Leben mal reinsprechen auf eine Weise, dass sie es hören können. Ich wünsche mir so sehr die Bekehrung.
Und deswegen: Trau dich. Trau dich, Teil dieser Signalgruppe zu werden. Auch wenn ihr Gäste seid und sagt: Hey, ich bin ja gar nicht bei der Gemeinde hier dabei. Kein Problem. Einfach abfotografieren, rein. Worauf möchtest du verzichten? Schreib es hin. Lass dich motivieren von den Sachen, die da schon stehen, und dann faste und bete.
Und wenn du sagst, ich weiß nicht genau, was das mit dem Fasten auf sich hat: Eigentlich wäre Jenny heute dran gewesen, aber du musst die ersten fünf Tage ohne das Wissen einfach schon mal anfangen. Nächsten Sonntag ist Pasta und Bibel, 17.15 Uhr. Da kannst du alle Fragen loswerden. Also alles, was du nach den ersten fünf Tagen Fasten und Beten noch nicht verstehst, da kommt die Fachfrau, die sagt: Ich weiß es, kommt her mit euren Fragen, ich beantworte sie alle, ich gebe euch eine Einführung.
Trau dich daran. Was für Leute beruft Gott? Beter.
Warum? Aus einem ganz einfachen Grund: Weil Beter verstanden haben, worauf es ankommt. Weil Beter verstanden haben, dass es nicht ihre Kraft ist, nicht ihre Eloquenz, nicht ihr Einfallsreichtum, nicht ihr Aktionismus, sondern dass es auf Gott ankommt. Und dass, wenn ich auf die Knie gehe und im Gebet etwas vorbereite, mich einfach niemand aufhalten kann. Das ist wirklich so.
Deswegen meine letzte Challenge in 30 Sekunden: Die Predigt ist vorbei. Letzte Seite ganz unten: Schreib mal drei Namen auf im Handout, drei Namen, wo du sagst, denen möchte ich Zeugnis geben. Die sind mir so wichtig, mit denen würde ich gerne reden und würde gerne mit ihnen darüber reden. Schreib drei Namen auf, wo du sagst, egal ob du jetzt bei der Signalgruppe mitmachst oder nicht, tu es, es wäre toll, aber egal was: Ich habe hier drei Namen, wo ich merke, es wäre mir richtig wichtig, mit denen mal über Gott zu reden. Vielleicht willst du dann anfangen zu beten und zu fasten.
Worum ging es mir? Mir ging es darum, euch zu zeigen, dass die Apostelgeschichte, die Kirchengeschichte, nicht damit beginnt, dass irgendwer irgendwas tut. Sie beginnt damit, dass Leute warten. Sie beginnt mit Gebet. Und dann, nachdem die zehn Tage gebetet haben, kommt der Geist. Und wisst ihr: Mit dem Geist kommt die Erweckung. Und das ist das, was ich mir für Spandau wünsche. Amen.
Vielen Dank an Jürgen Fischer, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!
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