Lebenswende - die wichtigste Entscheidung im Leben
09.05.1996
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Die Grundfrage und der Rahmen der Veranstaltung
Die wichtigste Entscheidung deines Lebens
So heißt heute Abend unser Thema: Die wichtigste Entscheidung deines Lebens.
Ich habe gestern Abend gesagt, dass der heutige Abend der wichtigste Abend der ganzen Evangelisation ist. Das habe ich wirklich so gemeint. Ich weiß nicht, ob ich es so gut sagen kann, wie ich gern möchte, aber ich glaube, dass das, was ich heute Abend sage, das Wichtigste ist, was man überhaupt von der Bibel her sagen kann.
Für die, die heute Abend zum ersten Mal hier sind, möchte ich ein paar einleitende Worte zum Einstieg sagen, damit sie gleich so richtig hineinkommen.
Wir sind hier in einer Evangelisation, so nennt man solche Veranstaltungen. Was ist das eigentlich? Eine Evangelisation ist eine christliche Versammlung. In einer Evangelisation spricht man nicht über Politik. Das kann auch mal irgendwo etwas vorkommen, aber das ist nicht unser Thema. Man spricht nicht über Sport, nicht über Geld und nicht über das Wetter und so weiter, sondern man spricht über Gott und über den Menschen.
Beide Linien ziehen sich durch jeden Abend hindurch, egal wie das Thema heißt, egal wie der Text heißt, den man gerade liest. Es geht um Gott und um den Menschen. Und der Redner, egal wer der Redner ist, versucht Gott so zu zeigen, wie er wirklich ist, anhand der Bibel. Und er versucht, den Menschen so zu zeigen, wie er wirklich ist, anhand der Bibel.
Die Bibel sagt: Gott ist ein heiliger Gott, und der Mensch ist ein sündiger Mensch. Das Zweite war nicht immer so. Als Gott den Menschen geschaffen hatte, war der Mensch sehr gut, und Gott hatte wunderbare Gemeinschaft mit dem Menschen. Gott hatte große Pläne mit ihm. Zwischen Gott und dem Menschen war alles in Ordnung.
Aber dann kam etwas Schlimmes. Eine ganz große Katastrophe passierte. Wir sprechen vom Sündenfall. Seit dem Sündenfall ist zwischen dem heiligen Gott und dem Menschen eine ganz dicke Wand. Auf der einen Seite ist der heilige Gott, auf der anderen Seite der sündige Mensch, und dazwischen eine ganz dicke Wand oder ein ganz tiefer Graben.
Und mit jeder neuen Sünde wird die Wand dicker. Mit jeder neuen Sünde wird der Graben tiefer. Der Abstand wird immer größer. Wir sind alle mehr oder weniger in einer von Gott weg führenden Entwicklung. Mit jeder neuen Sünde entfernt sich der Mensch mehr von Gott.
Wir stehen nicht irgendwo auf einem Platz, sondern wir sind auf einem Weg, sagt die Bibel. Die Bibel vergleicht unser Leben mit einem Weg. Wir sprechen vom Lebensweg. Wir sind unterwegs, wir sind auf dem Weg zur Ewigkeit.
Sterben ist nicht das Letzte. Die Bibel spricht sehr viel über Auferstehung. Der Mensch wird auferstehen, und dann wird er vor Gott, dem Richter, stehen. Sein Leben wird beurteilt. Und die Bibel lehrt uns, dass die allermeisten Menschen im Gericht durchfallen. Dann werden sie noch einmal über eine Grenze gehen, in die ewige Trennung von Gott, in die ewige Finsternis.
Die Bibel spricht an vielen, vielen Stellen darüber. Aber Gott will das nicht. Gott will nicht, dass der Mensch verloren geht. Gott will, dass der Mensch gerettet wird. Obwohl wir durch die Sünde alle von Gott getrennt sind, liebt Gott uns immer noch. Er möchte, dass wir gerettet werden. Und darum hat er seinen Sohn in diese Welt gesandt, damit das für uns überhaupt möglich wird.
Drei Antworten auf eine einzige Rettungsfrage
Jetzt möchte ich etwas fragen. Angenommen, wir hätten heute eine Grossumfrage gemacht hier in Chorbach, in dieser Gegend. Wir hätten viele Haushalte besucht, aber wir wären ganz bewusst, wenn das möglich wäre, nur zu den Leuten gegangen, die ganz fest glauben, dass es einen Gott gibt, dass es eine Ewigkeit gibt. Nur zu diesen Leuten wären wir gegangen, angenommen, wenn man das könnte.
Und diesen Leuten hätten wir eine Frage gestellt. Wir hätten gefragt: Was meinen Sie, wie wird ein Mensch gerettet? Sie glauben an Gott, sie glauben, dass es eine Ewigkeit gibt. Die Bibel spricht davon, dass es eine ewige Finsternis und eine ewige Herrlichkeit gibt. Die Bibel sagt, dass Gott die Menschen lieb hat. Gott möchte die Menschen retten. Was meinen Sie, wie wird man gerettet?
Dann hätten wir viele Antworten bekommen. Wir hätten viele unterschiedliche Antworten bekommen, mindestens drei verschiedene Antworten hätten wir bekommen. Einige hätten gesagt: Gerettet wird man durch Gott. Viele hätten wahrscheinlich so geantwortet: Gerettet wird man durch Gott, nur Gott kann retten. Nur Gott kann retten, andere Möglichkeit gibt es nicht. Gerettet wird man durch Gott, das ist seine Sache.
Andere hätten gesagt: Gerettet wird man durch die Gemeinde, durch die Kirche, durch die Mission. Dazu ist die Kirche da, dazu ist sie da, damit Menschen gerettet werden können. Dafür ist die Gemeinde da, damit Menschen gerettet werden können.
Andere hätten gesagt: Gerettet wird man durch die Bekehrung. Wer gerettet werden will, muss sich bekehren.
Wenn wir jetzt nur mal diese drei Antworten nehmen: Hat einer von Ihnen Recht? Ist eine richtige Antwort dabei, oder was würdest du sagen? Ihr Lieben, gerettet wird man nur, wenn man alle drei Antworten, die ich eben genannt habe, zusammennimmt. Richtig ist es nur, so wollte ich sagen, wenn man alle drei Antworten zusammennimmt. Wenn irgendwo ein Mensch gerettet wird, wirken immer diese drei Stellen zusammen.
Der Impuls zur Errettung geht immer von Gott aus. Ohne Gottes Wirken würde nie ein Mensch gerettet werden. Aber Gott wirkt nicht direkt, sondern indirekt durch die Gemeinde. Wenn irgendwo ein Mensch gerettet wird, dann hat die Mission oder der Missionar oder die Kirche oder der Pastor oder der Prediger oder irgendein Christ da irgendwo mitgeholfen. Wenn irgendwo ein Mensch gerettet wird, dann weil er sich bekehrt hat zu Jesus Christus.
Diese drei Wirkungen gehören zusammen. Am Anfang steht immer das Wirken Gottes, an der zweiten Stelle das Wirken seiner Diener und an der dritten Stelle dann das, was der Verlorene tut: Er bekehrt sich und er nimmt Jesus Christus an.
Ein paar Bibelstellen zu diesen drei Wahrheiten, die ich ihm gesagt habe: das Wirken Gottes. In Johannes 3,16 steht: So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn dahingab usw. usw. In Lukas 19,10 steht: Jesus ist gekommen, zu suchen und zu retten, was verloren ist.
Das alles passierte, als wir noch gar nicht da waren. Gott hat uns geliebt, als wir noch gar nicht da waren. Gott hat seinen Plan gemacht und ausgeführt, als wir noch gar nicht existierten. Jesus Christus ist auf Golgatha für deine und meine Sünde gestorben. Das hat er getan, als wir noch gar nicht da waren. Gottes Handeln geht unserem Handeln weit voraus.
Am Anfang das Wirken Gottes. Wie viele Beispiele könnte ich jetzt aus der Bibel anführen, ganz besonders Golgatha, das ist so etwas Gewaltiges. Das ganze Erlösungswerk auf Golgatha, das ist geschehen, als wir überhaupt noch nicht da waren. Da hat Gott sich schon für uns entschieden.
Gottes Handeln, menschlicher Dienst und persönliche Entscheidung
An der zweiten Stelle steht das Wirken seiner Diener. Ich lese dazu mal eine ganz interessante Bibelstelle aus Apostelgeschichte 26. Da steht ab Vers 16, das ist die Berufungsgeschichte des Paulus. Er wurde dann der grösste Missionar aller Zeiten. Jesus ist ihm begegnet, Jesus ist ihm erschienen, Jesus hat ihn gerufen, berufen, und Folgendes steht hier:
„Dazu bin ich dir erschienen, um dich zu meinem Diener zu machen und zum Zeugen für das, was du von mir gesehen hast und was ich dir noch zeigen will. Ich erwähle dich jetzt aus diesem Volk und aus den Heidenvölkern, zu denen ich dich sende.
Und jetzt lasst uns mal ganz gut hinhören. Jesus sagt zu Paulus: Du sollst ihnen die Augen öffnen, damit sie sich bekehren. Jesus sagt nicht: Ich will ihnen die Augen öffnen. Jesus sagt nicht: Der Heilige Geist wird ihnen die Augen öffnen. Sondern Jesus sagt: Du sollst ihnen die Augen öffnen, damit sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht, von der Gewalt Satans zu dem lebendigen Gott. So werden sie Vergebung der Sünden empfangen und ihr Erbteil mit allen denen, die durch den Glauben an mich geheiligt werden.
Immer wenn das Evangelium richtig verkündigt wird, ob in einer Kinderstunde, in einer Freizeit, im Altersheim, in der Bibelstunde oder in der Evangelisation, im Gottesdienst, immer wenn das Evangelium richtig verkündigt wird, dann werden den Menschen die Augen geöffnet. Und das soll auch hier in dieser Evangelisation geschehen, wenn sich irgendwo ein Mensch bekehrt.
Egal wo und wann das geschieht: Wenn irgendwo ein Mensch sich für Jesus Christus entscheidet, dann hat sicher ein anderer Mensch für ihn gebetet. Vielleicht hat irgendjemand ihm ein Zeugnis gegeben, vielleicht hat jemand ihm ein Traktat in die Hand gedrückt oder ihm eine Bibel geschenkt oder ihm ein christliches Buch gegeben oder eine Kassette geliehen. Und wenn er darauf eingegangen ist und dann in die Versammlung gekommen ist, dann stand da wieder ein Mensch. Da stand kein Engel, sondern ein Mensch und predigte. Und wenn er sich dann rufen lassen hat und in die Seelsorge gegangen ist, dann sass da wieder ein Mensch, der mit ihm redete und ihm den Heilsweg erklärt hat. Menschen helfen Menschen, um gerettet zu werden.
An der ersten Stelle steht das Wirken Gottes, an der zweiten Stelle steht das Wirken seiner Diener, und an der dritten Stelle dann das Wirken des Verlorenen.
Dazu will ich auch eine Bibelstelle lesen aus Matthäus 7,13-14. Ich denke, das ist die grösste Predigt, die je gehalten wurde: die Bergpredigt, Matthäus 5, 6 und 7. Und in dieser gewaltigen Predigt kommt Jesus in Kapitel 7 zu einem gewissen Höhepunkt. In Vers 13 und 14, da sagt Jesus:
„Geht hinein durch die enge Pforte; denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind es, die auf ihm hineingehen. Doch wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und nur wenige sind es, die ihn finden.“
Jesus sagt zu dem verlorenen Menschen: Ich bin die Tür. Wer durch mich eingeht, der wird leben. Geht hinein, geht hinein durch die enge Pforte. Hier geht es um die persönliche Entscheidung, und das ist ja heute Abend unser Thema. Damit wollen wir uns heute Abend beschäftigen.
Wir haben jetzt gesehen, es gibt hier drei ganz wichtige Wirkungen: am Anfang das Wirken Gottes, an der zweiten Stelle das Wirken seiner Diener, an der dritten Stelle das Wirken des Verlorenen. Das Wirken Gottes ist geschehen, in jedem Fall. Das Wirken seiner Diener ist wahrscheinlich auch geschehen, auch in deinem Fall. Sicher hat auch für dich schon jemand gebetet. Vielleicht hat dir jemand einen Einladungszettel gegeben, vielleicht hat jemand schon öfter mit dir über den Glauben geredet, vielleicht hast du einen guten christlichen Unterricht mitgemacht, vielleicht hast du schon manch eine gute Predigt gehört. Menschen haben dir von Jesus, von der Liebe Gottes erzählt.
An der dritten Stelle das Wirken des Verlorenen. Ich weiss nicht, wie es bei dir ist, ob du darauf eingegangen bist.
Was Rettung wirklich ist
Diese drei Stellen müssen zusammenwirken, dann wird ein Mensch gerettet. Ich will noch einmal schnell durch diese Reihe durchgehen und noch etwas hinzufügen: das Wirken Gottes. Das möchte ich jetzt ganz betont sagen.
Ich habe bewusst das Wort „wirken“ gewählt. Es geht hier um eine Handlung, es geht hier um etwas, was passiert, was jemand tut. Das Wirken Gottes ist Liebe. Liebe ist eine Tat. Liebe Gottes ist eine Tat. Liebe ist keine Philosophie, Liebe ist keine Idee, sondern Liebe ist eine Tat. Jesus hat sich nicht auf Golgatha hingesetzt und gesagt: „Liebe Leute, ich mag euch“, sondern Jesus hat etwas getan. Gott erweist sich in Tatsachen, nicht in Theorien. Ich glaube, Golgatha war die größte Tat, die je auf dieser Erde geschehen ist. Liebe ist eine Tat.
Das Zweite: das Wirken seiner Diener. Nehmen wir einmal den Apostel Paulus. Der Apostel Paulus sagt: Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen. Mission ist eine Tat. Mission ist keine Weltanschauung, Mission ist kein Glaubensbekenntnis, Mission ist kein Lehrsatz, sondern Mission ist Aktion, Mission ist Handlung, Mission ist eine Tat. Mission ist in manchem Fall Schwerarbeit. Mission ist eine Tat.
Und genauso ist es auch mit dem Dritten, mit dem Wirken des Verlorenen. Bekehrung ist eine Tat. Haben wir das alle richtig gehört? Bekehrung ist eine Tat, Bekehrung ist eine Handlung, Bekehrung ist ein Erlebnis, es ist etwas ganz Reales. Die Bibel nennt es Bekehrung. Professor Schneewind, dieser große Gottesmann, ist schon in der Ewigkeit. Professor Schneewind hat einmal gesagt: Das Neue Testament kennt eigentlich nur eine Predigt, die Bekehrungspredigt.
Gut, für die, die es später vom Tonband hören: Ich habe gerade den Tageslichtschreiber eingeschaltet. Ich möchte jetzt mit einer kleinen Skizze etwas erklären, mit einer Skizze, die dann hier an der Rückwand zu sehen ist. Ich hoffe, dass ich es so erklären kann, dass man, auch wenn man die Botschaft später vom Tonband hört, sich einigermaßen vorstellen kann, was ich hier gerade erkläre. Ja, schade, dass nicht alle es von dahinten sehen können.
Stellt euch einmal vor, angenommen, da wäre Gott. Ich weiß, dass man Gott nicht aufmalen kann, dass man kein Bild von Gott machen kann und soll. Aber das ist sicher erlaubt. Ich habe da jetzt ein Dreieck aufgemalt, man kann es da oben sehen. Stell dir einmal vor, da wäre Gott. Warum ich ein Dreieck aufgemalt habe, kann sich, glaube ich, jeder vorstellen. Ich will damit einfach an den heiligen Gott erinnern: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Ein großes Geheimnis. Keiner kann es erklären, keiner kann es verstehen. Was ich darüber schon nachgegrübelt habe! Ich habe auch schon eine Menge darüber gelesen, habe sehr oft versucht, es anderen zu erklären, aber das reicht alles nicht aus. Wir werden das erst verstehen, wenn wir einmal bei Gott sind.
Vater, Sohn und Heiliger Geist, der dreieinige Gott, dieser Gott war immer. Er war immer. Hast du einmal darüber nachgedacht, dass alles, was es in der Welt gibt, einmal angefangen hat? Es gab nicht immer Engel. Die Engel wurden geschaffen, die gab es nicht immer. Das Universum wurde geschaffen, die Erde wurde geschaffen, die Pflanzen, die Tiere, zuletzt die Menschen. Nur Gott war immer. Nur Gott, der heilige Gott, der Vater, der Sohn, der Heilige Geist. Nicht nur der Vater, auch der Sohn, Jesus Christus, ist ohne Anfang und ohne Ende, er war immer. Auch der Heilige Geist ist ohne Anfang und ohne Ende, er war immer. Der dreieinige Gott ist und war immer.
Alles andere wurde geschaffen. Ganz zuletzt hat Gott den Menschen geschaffen. Der Mensch ist das Letzte, das aus der Schöpferhand Gottes hervorging. Nach dem Menschen hat Gott nie mehr etwas geschaffen. Seitdem ist Gott der Erhalter seiner Schöpfung. Der Mensch ist das Schönste, das Gott geschaffen hat. Den Menschen hat er geschaffen in seinem Bilde, und mit dem Menschen hatte Gott ganz große Pläne. Er hatte den Menschen sehr lieb, und er hatte mit dem Menschen herrlichste Gemeinschaft.
Aber dann passierte eben diese große Katastrophe, die ich vorhin schon erwähnte: der Sündenfall. Und seitdem ist zwischen dem heiligen Gott und dem Menschen eine ganz dicke Wand. Die Sünde ist eine Scheidewand zwischen uns und unserem Gott, so sagt es die Bibel. Da ist der heilige Gott, dann der Mensch, und dazwischen eine ganz dicke Wand. Aber der Mensch steht nicht einfach da, getrennt von Gott, sondern der Mensch ist im Weg. Mit jeder neuen Sünde geht er sozusagen weiter, weiter von Gott weg.
Ich mache jetzt hier einmal Pfeile, die nach unten zeigen, um damit anzudeuten: Wir sind in einer von Gott weg führenden Entwicklung. Mit jeder neuen Sünde gehen wir weiter von Gott weg, der Ewigkeit entgegen.
Der Weg des Menschen in Schuld und Trennung
Es gibt Menschen, die haben so große Sünden, dass man sie schon von weitem sieht. Die ganze Stadt redet darüber. Es gibt Menschen, die haben so viele Sünden, dass man sie nicht mehr zählen kann. Die sind morgens noch nicht aus dem Bett, da haben sie schon dreimal gelogen. Das gibt es. Es gibt ganz große Unterschiede.
Es gibt Menschen, die lügen selten. Es gibt Menschen, die sündigen seltener als andere. Es gibt sehr große Unterschiede. Es gibt viele andere Unterschiede: Männer, Frauen, Alte, Junge, Reiche, Arme, Kranke, Gesunde, Schwarze, Weiße, Reiche, Arme. Der eine ist russisch-orthodox, und der andere ist evangelisch-lutherisch. Das ist ein großer Unterschied. Der eine ist Jude, und der andere ist römisch-katholisch. Der eine ist Buddhist, und der andere ist Kommunist und Atheist. Was gibt es nur für Unterschiede? Der eine hat einen freikirchlichen Hintergrund, und der andere wieder einen ganz anderen. Was gibt es für Unterschiede?
Aber alle diese Unterschiede, die man da aufzählen kann, die fallen bei Gott überhaupt nicht ins Gewicht. In der Bibel steht geschrieben: Es gibt keinen Unterschied, Römer 3,23. Es gibt keinen Unterschied, sagt die Bibel, bei Gott. Es gibt keinen Unterschied. Sie haben alle gesündigt und sind von der Herrlichkeit Gottes ausgeschlossen.
Ob du mit einem Fahrrad in die falsche Richtung fährst oder mit einem Motorrad oder mit einem großen Auto, was ist denn der Unterschied? Ich weiß wohl, dass das Auto mehr kostet als das Fahrrad. Aber was ist denn der Unterschied, wenn es um das Ende der Reise geht? Sie sind beide auf der verkehrten Seite und kommen beide nicht zum Ziel.
Angenommen, ich hätte hier einen Behälter mit ganz gefährlichem Gift. Wenn du davon nur einen Tropfen nimmst, stirbst du garantiert. Und jetzt gebe ich jemandem drei Tropfen davon. Was passiert? Er stirbt. Dem anderen gebe ich einen Esslöffel davon. Was passiert? Er stirbt fünfmal, oder? Nein, er stirbt. Und dem anderen gebe ich von demselben Gift einen halben Liter. Und was passiert? Er stirbt. Ein Tropfen würde schon genügen. Wie viel mehr drei Tropfen oder ein Esslöffel oder ein halber Liter?
Eine einzige Sünde würde genügen, um dich für immer und ewig von Gott zu trennen. Gott ist heilig, Gott kann mit Sünde keine Gemeinschaft haben. Sünde ist in den Augen Gottes ganz furchtbar. Eine einzige Sünde hat genügt, und die Katastrophe war da. Der Mensch musste das Paradies verlassen und war von Gott getrennt. Eine einzige Sünde.
Und du hast nicht eine Sünde getan, sondern Tausende. Du kannst in einer einzigen Pause auf dem Schulhof dreimal lügen, und am Nachmittag hast du es vergessen. Aber auf dem Schulweg hast du noch einmal gesündigt. Vielleicht warst du sehr lieblos, vielleicht hattest du einen ganz gemeinen Gedanken. Und zu Hause war mit der Mutter etwas, und dann nachher noch mit deiner Schwester. Und wenn du alles zusammenzählst, dann waren es am Abend vielleicht elf Sünden an einem einzigen Tag. Am nächsten Tag sind es vielleicht sogar siebzehn, am anderen Tag wieder so und so viele. Jeden Tag, jeden Tag, jeden Tag, jeden Tag.
Wenn ein Mensch dann mal dreißig Jahre alt ist und sogar fünfzig Jahre alt ist, was ist das für eine Summe von Schuld! Ihr Lieben, so haben wir gelebt. Mit jeder neuen Sünde gehen wir weiter, weiter von Gott weg. Und eines Tages ist dieser Weg zu Ende. Jesus spricht von einem breiten Weg. Eines Tages ist dieser Weg zu Ende. Der Mensch geht über die Grenze in die Ewigkeit.
Aber das ist nicht das Letzte. Die Bibel spricht an so vielen Stellen über Auferstehung, über Gericht. Der Mensch wird sein Urteil empfangen, und dann geht er noch einmal über eine Grenze in die ewige Nacht, in die ewige Trennung von Gott. Jesus sagt: Der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, der zum Verderben führt, und viele sind es, die darauf wandeln.
Die meisten Menschen, die über diese Erde gehen, leben nicht nur in der Sünde, sie sterben auch in der Sünde. Obwohl sie das Evangelium vielleicht wer weiß wie oft gehört haben, geht das alte Sündenleben weiter. Statt sich zu bekehren, statt gerettet zu werden, statt Jesus nachzufolgen, gehen sie weiter.
Es ist wohl möglich, dass der Mensch hier getauft ist, konfirmiert oder gefirmt, christlich getraut, hat seine Kirchensteuer bezahlt, eine Spende gegeben für die neue Orgel und für das Rote Kreuz. Vielleicht singt er im Kirchenchor oder bläst im Posaunenchor. Alle diese Dinge haben ja ihren Platz. Aber dazwischen, dazwischen hockt überall die Sünde, die Sünde, die Sünde.
Kein Mensch geht verloren, weil er etwas Gutes getan hat, sondern Menschen gehen verloren, weil sie gesündigt haben. In der Bibel steht geschrieben: Durch gute Werke wird kein Mensch selig. Und wenn du der beste Mensch wirst ab morgen, durch deine guten Werke kommst du Gott keinen Millimeter näher. Durch gute Werke kann man nicht zu Gott kommen. Warum? Weil die Sünde dich von ihm trennt, die Sünde, die bereits da ist. Ja, schon vom Sündenfall her sind wir von Gott getrennt, und dann kommt die eigene Sünde noch dazu.
Gottes Liebe und das Kommen Jesu
Ihr Lieben, Gott will nicht, dass es so weitergeht. Gott will nicht, dass wir diesen Weg zu Ende gehen. Gott will, dass wir gerettet werden. Und darum hat der Vater im Himmel in seiner grossen Liebe das Liebste, das er hatte, seinen Sohn Jesus Christus, in diese Welt gesandt.
Das ist etwas so Gewaltiges, dass es mich immer wieder neu überwältigt, wenn ich darüber nachdenke. Besonders, wenn ich zum Abendmahl gehe. Wie oft habe ich da schon gesessen, während ein Lied gesungen wurde, manchmal einfach nur mit geschlossenen Augen. Mein Herz ist bewegt: Welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen! So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn dahingab.
Vor ungefähr zweitausend Jahren hat Jesus diese hohe Stellung beim Vater verlassen und ist auf diese Erde gekommen. Hast du einmal darüber nachgedacht, dass Jesus Christus keinen Vater auf der Erde hatte? Das war auch gar nicht möglich. Als Maria noch gar nicht existierte, war Jesus schon da. Als es noch keinen Josef gab, war Jesus schon da. Jesus war immer.
Vor ungefähr zweitausend Jahren hat Jesus diese hohe Stellung verlassen und ist auf die Erde gekommen. Er hatte keinen Vater auf der Erde, er hatte nur eine Mutter. Das geht ja gar nicht anders. Von Maria bekam er seinen Leib, er wurde nicht von einem Mann gezeugt. Er war schon da, als es noch gar keinen Mann gab. Er bekam von Maria seinen Leib für kurze Zeit, und dann lebte Jesus hier auf der Erde dreiunddreissig einhalb Jahre.
Hier auf dieser Erde war er der einzige, der nie gesündigt hat. Jeder andere hat gesündigt, jeder! Die Propheten haben gesündigt, die Heiligen aller Zeiten haben gesündigt. Die Apostel haben gesündigt, Maria hat gesündigt, alle haben gesündigt. Es hat nie einen Menschen gegeben, der nicht gesündigt hat. Jesus ist der einzige, der nicht gesündigt hat. Mohammed hat gesündigt, Buddha hat gesündigt, die grossen Religionsstifter, sie alle haben gesündigt. Jesus ist der einzige, der nie gesündigt hat. Darum ist er der einzige, der diese Welt retten kann.
Es gibt keine Religion, die uns zu Gott bringen kann. Das ist unmöglich. Religionen sind zum Teil gut gemeint, aber sie sind ein ganz primitiver Versuch einer Selbsterlösung, und Selbsterlösung gibt es nicht. Das ist ein riesiges Missverständnis. Gerettet werden kannst du nur durch Gott, und Gott hat zu diesem Zweck das Liebste, das er hatte, seinen Sohn Jesus Christus, in diese Welt gesandt.
Er hat auf dieser Erde gelebt. Er hat die beste Botschaft, die es überhaupt gibt, in diese Welt hineingerufen und das Evangelium verkündigt. Er hat viel über die Liebe Gottes gesagt, aber er hat nicht nur über Liebe geredet. Er hat die Liebe bewiesen, als er auf Golgatha ans Kreuz ging.
Lieber Zuhörer, als Jesus auf Golgatha starb, starb er für die Sünde der Welt. Er starb nicht nur für einige besonders ausgesuchte Leute. Er starb nicht nur für die Katholiken oder für die Juden oder für irgendjemanden. Jesus starb für die Welt. Er starb für jeden Menschen, der über diese Erde geht. Es gibt keinen Menschen auf dieser Welt, keine Sünde auf dieser Welt, für die Jesus nicht sein Blut und sein Leben gegeben hat.
Theoretisch könnte die ganze Menschheit gerettet werden, nicht ein einziger müsste verloren gehen. Darum hat Jesus es seinen Jüngern gesagt: Geht hin, geht hin in alle Welt, verkündigt diese Botschaft, sagt es den Menschen. Und wer im Glauben Jesus annimmt, der wird gerettet werden. Und wenn er noch so ein grosser Sünder wäre, Jesus hat für ihn bezahlt.
Der Vater hat ihn von den Toten auferweckt, hat ihn zum Retter der Welt bestimmt, und jetzt sagt Jesus: Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich eingeht, wird er gerettet werden.
Die persönliche Entscheidung und die neue Lebensrichtung
Ihr Lieben, das ist so einfach, das kann ein Kind verstehen. Darum bekehren sich ja öfter Kinder. Das ist so einfach, das kann jeder verstehen. Und wenn einer heute Abend hier ist, der das nicht versteht, dann ist er entweder krank. Aber mit denen macht Gott eine andere Geschichte. Dann ist er entweder krank oder aber er ist alt und verkalkt und verstockt, so dass er das einfach nicht mehr fassen kann. Vielleicht hat Gott ihm genügend Gelegenheiten im Leben gegeben, aber er hat sie nicht angenommen, und jetzt ist es für ihn zu spät.
Normalerweise kann ein Mensch das verstehen, ein Kind kann es verstehen. Lieber Zuhörer, wenn du gerettet werden willst, dann musst du auf die andere Seite. Und es ist eigentlich unheimlich einfach. Als ich geboren wurde, da war ich da. Und dann bin ich zwanzig Jahre diesen Weg gegangen. Ich habe viel gesündigt, ich war weit weg von Gott. Und dann kam dieser grosse Sonntagnachmittag, an dem ich durch ein Buch von dem Radioevangelisten Werner Heugelbach so gepackt wurde, so überführt wurde und zum ersten Mal richtig sah, wer ich eigentlich war: ein Sünder, ein verlorener Sünder, von Gott getrennt. So kann ich nie und nimmer vor Gott bestehen. Wehe mir, wenn ich so in die Ewigkeit gehe. An dem Sonntagnachmittag habe ich mich bekehrt.
Jetzt versteht jeder, was Bekehrung ist. Das Wort sagt es ja: habe die Richtung geändert. Ich hatte schon viel über Gott gehört, hatte auch schon manches über Jesus gehört. Ich habe immer geglaubt, dass es ihn gibt. Es hat in meinem Leben nie einen Tag gegeben, an dem ich nicht geglaubt habe, dass es Gott gibt, dass es Jesus gibt. Ich habe immer geglaubt, dass die Bibel ein gutes Buch ist. Ich ging auch manchmal in die Kirche, weil meine Eltern das wünschten. Aber ich ging doch meinen Weg ohne Gott.
Und dann kam der Sonntag, an dem ich mit meinem ganzen Schlamassel, mit all dem, was sich hier angesammelt hat in meinem Leben, zu Jesus kam und meine Sünden Jesus brachte. Und er hat mir vergeben. Aber dann bin ich nicht hier vor der Tür stehen geblieben. Nachdem Jesus mir meine Sünden vergeben hatte, mein Herz reingewaschen hatte, da habe ich gesagt: Herr Jesus, nun komme ich zu dir. Ich gebe dir mein Leben, ich gebe dir mein Herz, ich will dein sein, du sollst mein sein. Ich nehme dich auf als meinen persönlichen Heiland und Erretter.
Die Bibel sagt, wenn wir uns bekehren, wenn wir unsere Sünde bereuen, ihn um Vergebung bitten, nimmt er sie uns weg. Die Bibel sagt, wenn wir ihn aufnehmen, dann werden wir wiedergeboren, dann werden wir Kinder Gottes. Es ist ein Akt, man macht eine Erfahrung. Und dann beginnt das ganz neue Leben mit Jesus. Auf dieser Seite treffen wir dann andere, die auch mit Jesus gehen. Einige sind vielleicht erst kurze Zeit bekehrt, einige schon länger. Das ist der Lebensweg, der schmale Weg, der nach Hause führt. So einfach ist das.
In unseren Kreisen spricht man oft über Heilsgewissheit. Ein Mensch, der bekehrt und wiedergeboren ist, hat Heilsgewissheit. Was bedeutet denn das? Heilsgewissheit bedeutet, der Mensch ist felsenfest davon überzeugt: Ich bin bekehrt, ich bin gerettet, ich bin ein Gotteskind, ich gehöre Jesus, ich bin sein, er ist mein. Jetzt gehe ich meinen Weg mit Jesus.
In der Bibel ist die Rede von Nachfolge. Jesus nachfolgen kann nur ein Mensch, der bekehrt und wiedergeboren ist, ein anderer kann das überhaupt nicht. Von guten Werken ist die Rede. Wenn ein Mensch bekehrt und wiedergeboren ist, dann hat er den Wunsch, gute Werke zu tun. Aber, und das ist mir jetzt unheimlich wichtig: Ich tue nie ein gutes Werk, um gerettet zu werden. Nein, ich tue nie ein gutes Werk, um gerettet zu werden, sondern ich tue gute Werke, weil ich gerettet bin.
Gerettet werde ich nicht, wenn ich sterbe, sondern gerettet bin ich an dem Sonntagnachmittag, als ich mich bekehrt und Jesus aufgenommen habe. Und weil er mich gerettet hat, weil er mein Leben neu gemacht hat, und ich weiss, mein Name steht jetzt im Lebensbuch des Lammes. Ich bin ein Kind Gottes, ein Erbe Gottes, ein Miterbe Jesu Christi. Ich bin so dankbar dafür. Weil das so ist, darum möchte ich ihm folgen, ihm dienen. Ich tue gute Werke aus Liebe zu Jesus und nie aus einem anderen Grund. Ich tue gute Werke aus Liebe zu Jesus, nicht um gerettet zu werden, sondern weil ich gerettet bin.
Bei Gott gilt nur ein einziges gutes Werk, und das ist das Erlösungswerk Jesu Christi. Und wer das für sich persönlich in Anspruch genommen hat, der ist gerettet, und er darf dann seinen Weg mit Jesus Christus gehen.
Einwände, Missverständnisse und der Ruf zur Entscheidung
Ihr Lieben, im Alten Testament finden wir bereits über hundertmal das Wort Bekehrung oder Bekehren, im Neuen Testament sogar zigmal.
Pastor Chemner, dieser gesegnete Gottesmann, jetzt schon in der Ewigkeit, sagte einmal: Du kennst Jesus nur, wenn du in Buße und Bekehrung in ihm die Befreiung gefunden hast.
Nun, wir haben jetzt eine ganze Menge über die Notwendigkeit der Bekehrung gehört. Ich möchte jetzt ein paar Einwände erwähnen, die ich immer wieder höre.
Da sagt jemand: Sie machen sich das vielleicht einfach. Sie machen sich das vielleicht einfach. Sie haben sich einmal bekehrt, peng, jetzt sind Sie bekehrt. Ich sehe das ganz anders.
Dann frage ich: Ja, wie sehen Sie denn das?
Und dann sagt er: Ja, ich glaube, das ist etwas Wachstümliches.
Oh, wie oft ich das schon gehört habe. Ich glaube, Bekehrung ist etwas Wachstümliches. Ich sage euch: Das ist ein ganz, ganz großer Unsinn, und das ist eine ganz gefährliche Theorie, die auch von manchen Gläubigen weitergesagt wird.
Was wird dann mit dir, wenn du heute Nacht stirbst? Wenn du jetzt anfängst, dich zu bekehren, so ein ganz bisschen, und nächste Woche ein bisschen weiter und in einem Monat wieder ein bisschen weiter, das ist etwas Wachstümliches. Was passiert mit dir, wenn du heute Nacht stirbst? Du hast angefangen, dich zu bekehren, aber bist noch nicht fertig damit.
Das geistliche Leben, das anschließend hier geschieht, das ist wachstümlich. So wie das natürliche Leben. Die Geburt eines Kindes ist ein Akt, der geschieht, und dann entwickelt das Kind sich weiter. Genauso ist das auch im Geistlichen.
Ihr Lieben, es geht um Rettung. Es geht um Rettung, und das ist ein Akt, der geschieht.
Stellt euch vor, da steht einer im brennenden Haus oben auf dem Balkon und schreit um Hilfe. Die ganze untere Etage steht in Flammen, man kann nicht mehr rein. Jetzt kommt die Feuerwehr, die kann nicht mehr rein. Jetzt stehen da ein paar starke Männer und halten so ein Sprungtuch und rufen: Spring, spring! Ihr könnt nicht mehr lange hier stehen, spring endlich!
Was macht der da oben? Der steht auf dem Balkon, auf der Brüstung, und überlegt. Und was tut er? Wirft erst mal ein Ohr runter, oder? Und dann einen Fuß, und nein, das geht ja gar nicht.
Entweder der ganze Mann springt oder der ganze Mann bleibt oben und geht in den Flammen zugrunde. Und so ist das mit der Errettung: Entweder springe ich ab in die Arme Jesu oder ich bleibe in der Sünde gefangen. Hier geschieht Errettung.
Es kann sein, dass der Anmarschweg bis zur Bekehrung Tage dauert, Wochen dauert. Es gibt Menschen, die haben vor ihrer Bekehrung schlaflose Nächte gehabt. Sie haben einige Bücher gelesen, Kassetten gehört und waren noch mal da und sagten: Soll ich, soll ich nicht? Und waren schon fast dran, haben es doch wieder nicht gemacht.
Der Anmarschweg kann lange dauern, aber irgendwann kommt dann mal der Punkt, wo der Mensch sagt: Und jetzt mache ich es. Und dann bekehrt er sich, und in ein paar Minuten ist er gerettet.
Bei mir hat diese Strecke von meiner Geburt bis zur Bekehrung zwanzig Jahre gedauert, und dann habe ich mich bekehrt. Ich bin mit meiner Sünde zu Jesus gekommen, habe ihn aufgenommen als meinen Heiland und Erretter. Das hat bei mir ungefähr zwanzig Minuten gedauert. Und jetzt bin ich schon vierzig Jahre auf diesem Weg.
Das waren zwanzig Jahre vor der Bekehrung, dann ungefähr zwanzig Minuten meine Errettung, und jetzt Jahrzehnte auf der anderen Seite. Ich habe einmal die Seiten gewechselt, ich bin zu Jesus gekommen.
Da kommt jemand und sagt: Also, ich verstehe das nicht, Sie machen sich das vielleicht einfach.
Ja, wie machen Sie denn das?
Er sagt: Ich bekehre mich jeden Tag. Ich bekehre mich jeden Tag, sagt jemand. Wie oft ich das schon gehört habe.
Hört mal, was ich jetzt sage: Wenn ein Mensch so etwas sagt, ich bekehre mich jeden Tag, dann zeigt er mir damit, dass er sich noch nie bekehrt hat. Wer so etwas sagt, ich bekehre mich jeden Tag, der hat sich noch nie bekehrt. Er hat auch keine Heilsgewissheit. Leute, die so etwas sagen, haben keine Heilsgewissheit, garantiert. Die haben sich noch nie bekehrt.
Wenn sie sich nämlich einmal bekehrt hätten, würden sie so einen Unsinn nie mehr sagen. Dann wüssten sie: Jetzt bin ich bekehrt, jetzt bin ich gerettet, jetzt bin ich auf der anderen Seite, jetzt gehöre ich Jesus.
Es gibt Geburten im normalen Leben, die dauern auch zwanzig Minuten. Es gibt Geburten, die dauern drei Stunden. Es gibt Geburten, die sind so mühsam, da muss der Arzt noch das Messer nehmen. Und das ist im Geistlichen auch so ähnlich.
Manchmal geht das sehr einfach, am besten wenn ein guter Seelsorger dabei ist und das erklärt und hilft und mitbetet. Dann geht es meist einfacher, als wenn jemand sich so allein da durcharbeitet. Aber wenn es dann geschehen ist, ob die Geburt zwanzig Minuten oder acht Stunden gedauert hat: Wenn es dann geboren ist, dann sagt man, das Kind ist da, jetzt ist es da, es ist geboren, es ist geschehen.
Und genauso ist das auch im Geistlichen. Da fragt jemand: Ja, glauben Sie denn, dass Errettung immer in einer ganz bestimmten Stunde geschieht?
Natürlich glaube ich das. Es geht um Rettung, und das ist ein Akt, in jedem Fall.
Ich sage es noch einmal: Der Anmarschweg dahin, der mag in manch einem Fall sehr lange dauern. Aber irgendwo kommt dann einmal dieser Punkt, wo ein Mensch den Durchbruch erlebt, und plötzlich weiß er: Jetzt habe ich es, jetzt weiß ich es, jetzt muss ich nicht mehr zweifeln, jetzt ist alles gut. Und er kann fröhlich Jesus danken für seine Errettung.
Zeugnisse, Seelsorge und die Einladung zum Schritt
Ich evangelisierte einmal irgendwo in einem Zelt. Es war in der Schweiz. An einem Abend bekehrte sich ein Ehepaar, und auch der erwachsene Sohn kam zum Glauben. Die Tochter war schon verheiratet und wohnte ganz woanders in der Schweiz. Sie hatten ein Geschäft, und jedes Mal, wenn die Tochter einmal nach Hause kam, also im Laufe des Jahres, oder wenn die Eltern die Tochter besuchten, gaben sie ihr wieder eine Kassette.
Diese dreizehntägige Evangelisation kam so in ihr Haus, und sie hörte alle dreizehn Kassetten nach und nach an. Inzwischen war ein ganzes Jahr vergangen. Dann war wieder Zeltzeit, und ich war in Rapperswil am Zürichsee. Die Eltern kamen auch einmal mit dem Sohn, und dann sagten sie mir: Wir haben die Tochter eingeladen, und sie hat versprochen, morgen Abend zu kommen. Es sind sechzig Kilometer, aber morgen Abend will sie kommen. Ich sagte dann: Oh, ich will auch mit dafür beten. Sie erzählten mir, dass sie schon so viele Kassetten gehört habe und eigentlich alles wisse.
Am nächsten Abend war die Tochter da. Ich habe das dann nicht mitbekommen, die haben sich hinterher noch unterhalten, und schließlich sind sie wieder nach Hause gefahren, sechzig Kilometer weit. Am nächsten Abend kam die Tochter wieder diese sechzig Kilometer und hörte ein zweites Mal im Zelt zu. Und an diesem Abend kam sie in die Seelsorge, traf eine ganz klare Entscheidung und wurde wiedergeboren.
Wann wurde diese Tochter gerettet? Nicht als sie die erste Kassette hörte, nicht als sie die dreizehnte hörte, auch nicht in der Mitte, nicht als sie das erste Mal im Zelt war, sondern als sie das zweite Mal im Zelt war, als sie an den Punkt kam und sagte: So, jetzt mache ich es. Heute Abend mache ich es. Und sie kam in die Seelsorge, erlebte eine klare Bekehrung, eine Wiedergeburt und bekam Heilsgewissheit.
Da fragt jemand: Du, aber sag mal, gibt es nicht doch manchmal Kinder, die einfach so in den Glauben hineinwachsen, die kein Bekehrungserlebnis haben, die einfach so in den Glauben hineinwachsen? Ihr Lieben, so etwas gibt es nicht. Das ist unmöglich! Wenn es so etwas gäbe, dann müssten wir die Bibel umschreiben. Gott hat keine Enkelkinder. Unsere Kinder sind genau so verloren wie die anderen Kinder. Und unsere Kinder können nur gerettet werden, wenn sie sich bekehren und Jesus als ihren Heiland und Retter annehmen.
Aber bei Kindern von gläubigen Eltern ist das manchmal so, weil sie von klein auf schon so viel hören. Solche Kinder bekehren sich manchmal das erste Mal schon mit fünf Jahren. Und sie meinen es sogar ehrlich, aber trotzdem haben sie das Ganze nicht richtig verstanden. Und dann vielleicht mit acht Jahren ist das so eine Kinderwoche oder mit neun Jahren, und dann sind sie so ein bisschen unsicher. Sie können sich fast nicht mehr erinnern an das, was sie damals mit fünf Jahren gemacht haben. Das wissen nur die Eltern. Und dann geht es noch einmal in die Seelsorge, und man betet noch einmal mit. Dann vergehen wieder ein paar Jahre, und dann wird es vielleicht vierzehn, und plötzlich wird es wieder unsicher. Vielleicht in einer Evangelisation: Mensch, war das damals eigentlich richtig? Habe ich das nicht nur gemacht, weil die anderen das gemacht haben? Ich möchte jetzt aber mal wirklich sicher sein. Und dann geht es vielleicht noch einmal hin und man betet noch einmal.
Wenn du dann später fragst: Bist du auch ein Gotteskind? Ja, macht fröhlich mit in der Gemeinde. Wann hast du dich denn bekehrt? Dann kann es sein, dass so ein Kind sagt: Du, ich kann dir das gar nicht so richtig sagen. Ich habe da so einige Etappen. Ich habe mich schon als Kind einmal bekehrt, sagen meine Eltern. Ich kann mich gar nicht mehr so daran erinnern. Und dann später mit neun, das weiß ich noch, da bin ich mal zu der Tante Ruth gegangen, und die hat uns das dann erklärt, und dann haben wir zusammen gebetet. Ich habe das eigentlich auch ehrlich gemeint, ich kann mich erinnern. Aber irgendwie, ich weiß nicht, war es ganz echt oder war es nicht echt. Aber dann mit vierzehn Jahren, in einer Jugendfreizeit, da habe ich dann noch einmal so richtig, richtig, ganz klar und deutlich gesagt: Herr Jesus, ich meine es wirklich ehrlich, ich will wirklich. Und dann haben wir noch einmal zusammen gebetet. Also seitdem habe ich wirklich Heilsgewissheit. Aber ob das damals schon geschehen ist oder ob es da geschehen ist, ich kann das gar nicht so genau sagen. Aber Heilsgewissheit habe ich hier, natürlich habe ich Heilsgewissheit, ich bin ein Kind Gottes, das weiß ich ganz genau.
Ihr Lieben, das kann so sein. Aber auch bei diesem Kind ist irgendwo die Stelle, wo es die Linie übertreten hat, auch wenn es selbst das gar nicht so genau benennen kann. Da fragen mich manchmal Leute: Muss man die Stunde der Bekehrung nennen können? Muss man das Datum seiner Bekehrung nennen können? So etwas habe ich nie gesagt. Also wenn man das nennen können müsste, dann wäre ich auch nicht bekehrt. Ich weiß das Datum meiner Bekehrung nicht. Ich weiß, es war an einem Sonntagnachmittag. Ich weiß noch genau, wie das alles ablief. Ich kann mich noch gut daran erinnern, aber das Datum habe ich mir nicht aufgeschrieben.
Da ist eine Frau, sie wird gefragt, ob sie bekehrt, wiedergeboren ist. Ja, ja, sie gibt ein klares Zeugnis. Wann hast du dich bekehrt? Dann sagt sie: Mit 17. Und wird noch ein bisschen genauer ausgefragt. Diese Frau kann nicht sagen, ob sie sich am Dienstag bekehrt hat oder ob sie sich am Mittwoch bekehrt hat oder ob sie sich am Donnerstag bekehrt hat. Sie kann es nicht sagen. Ja, wie ist denn das möglich? Sie war doch selbst dabei. Ja, sie hat sich das nicht so genau gemerkt.
Bei der Frau war es auch so, die hatte einen langen Kampf. Sie hat gute Predigten gehört, sie hatte nicht den Mut, in die Seelsorge zu gehen. Sie wollte das unbedingt allein machen und hat sich vor ihrem Bett gekniet und ihre Sünden bekannt, ganz ehrlich, und Amen. Ja, war es jetzt oder war es nicht? Und dann kam die nächste Predigt, sie war wieder unsicher. Nach Hause, wieder vor dem Bett auf die Knie: Herr Jesus, ich meine es wirklich ehrlich, vergib mir alle meine Sünde. Und am nächsten Tag wieder keine Heilsgewissheit. Und dann kam irgendwann eine ganz bestimmte Predigt, und mitten in der Predigt, aha, ja, wenn das so ist, dann, dann, dann. Und dann macht sie eine Erfahrung und kommt zu einer großen inneren Gewissheit. Ja, wenn das so ist, genau so habe ich das ja gemacht, dann muss sie ja nicht mehr zweifeln. Und sie kann Jesus danken für die Errettung, und von dem Augenblick an hat sie nie, nie mehr gezweifelt.
Und du fragst: War es Mittwoch oder war es Donnerstag? Sie sagt: Ich kann das nicht so genau sagen, das war eine Evangelisation, ich kann es nicht so genau sagen.
Stellt euch einmal vor, jemand hat sich vor einem Jahr ein Fahrrad gekauft. Jetzt fährt er mit dem Fahrrad herum, und ich frage: Ist das dein Fahrrad? Ja, ein schönes Fahrrad. Gehört es dir? Ja. Wann hast du es denn gekauft? Letzten Sommer. Ja, hast du es im Juli gekauft oder hast du es im August gekauft? Und er sagt: Du, das kann ich dir nicht sagen, es war im Sommer. Tja, war das jetzt Juli oder war es August? Ja, man muss doch wissen, hast du es doch selbst gekauft. Ja, habe ich selbst gekauft. Ja, hast du es wirklich gekauft? Ja, wirklich, gehört das dir? Es gehört mir. Ja, und du weißt nicht, wann du es gekauft hast? Er sagt: Ich kann es dir nicht sagen, es war im Sommer, aber ich kann dir nicht genau sagen, ob es im Juli oder im August war.
Ihr Lieben, es geht doch nicht darum, dass ich das Datum nennen kann. Es geht doch nicht darum, dass ich die Uhrzeit nennen kann, sondern es geht darum, dass ich mit der letzten Gewissheit sagen kann: Ich habe es getan. Ich bin mit meinem alten, sündigen, verlorenen Leben zu Jesus gekommen, habe ihn um Vergebung meiner Sünde gebeten, habe ihn aufgenommen als meinen Heiland und Retter. Ich habe Heilsgewissheit.
Warum Heilsgewissheit fehlt und wie der Weg weitergeht
Warum gibt es Besucher, Gottesdienstbesucher, Gemeindebesucher, die immerhin hingehen und es sogar ernst meinen, und die trotzdem keine Heilsgewissheit haben? Es gibt in mancher Gemeinschaft und auch in mancher Freikirche, wo das Evangelium in der Regel ziemlich deutlich gepredigt wird, hin und wieder Menschen, die keine Heilsgewissheit haben. Wie kommt das nur?
Ihr Lieben, wenn einer aus dieser Gruppe keine Heilsgewissheit hat, dann gibt es wohl zwei Hauptgründe dafür. Der eine Grund kann der sein, dass in der Gemeinde einfach nicht deutlich und klar genug über Bekehrung und Wiedergeburt gepredigt wird. Es wird nicht klar genug gesagt, und es wird auch nicht deutlich genug zur Seelsorge eingeladen. Den Leuten wird nicht deutlich genug gesagt: Wenn du noch keine Heilsgewissheit hast, komm doch, wir reden darüber, wir beten zusammen. Es wird nicht angeboten. Und dann vergehen die Jahre, und er kommt nicht zur Heilsgewissheit.
Es kann aber auch sein, dass in der Gemeinde ganz klar darüber gepredigt wird. Gelegentlich wird es einmal wieder richtig deutlich erklärt, aber er geht nicht in die Seelsorge. Manche Leute haben nur darum keine Heilsgewissheit, weil sie nicht in die Seelsorge gehen. Sie wollen das allein machen, sie wollen das allein mit ihrem Gott abmachen.
Ja, muss ich denn unbedingt dahingehen? Kann ich mich nicht allein bekehren? Ja, einige wenige Leute bekehren sich ganz allein zu Hause. Das gibt es, das weiß ich wohl. Einige wenige bekehren sich ganz allein, ohne Seelsorger, ohne fremde Hilfe. Aber das ist die Ausnahme. Du kannst die ganze Welt bereisen, du kannst Tausende von Menschen interviewen und fragen: Wie war es bei dir, wie war es bei dir, wie war es bei dir? Und dann wirst du feststellen, dass mindestens 95 oder 98 von den Leuten, die sich mal bekehrt haben, sich bei einem Seelsorger bekehrt haben. Das kann ein Arbeitskollege gewesen sein, ein Freund, ein Prediger, ein Missionar oder irgendjemand, der sich in der Bibel auskennt und der ihm dabei geholfen hat.
Aber in den allermeisten Fällen ist es so, dass jemand dabei geholfen hat, ihm das erklärt hat, mit ihm zusammen gebetet hat, und so kam er zur Heilsgewissheit. Das ist wie bei der natürlichen Geburt. Wenn ein Kind irgendwo geboren wird, ist in der Regel eine Hebamme dabei oder ein Arzt dabei. Oder sogar beides.
Und ich kann mir fast nicht vorstellen, dass eine Frau in Korbach, die in Wehen liegt und auf das Kind wartet, zur Hebamme sagt: Gehen Sie mal nach Hause, ich schaffe das schon alleine. Das kann man sich fast nicht vorstellen. Die ist doch froh, dass die Hebamme da ist. Die kennt sich aus. Wenn es irgendwelche Komplikationen gibt, dann weiß sie am ehesten, was man dann machen muss. Sie ist froh, dass die Hebamme da ist oder der Arzt. Und genau so ist das im Geistlichen.
Nicht die Hebamme bekommt ein Kind, sondern diese werdende Mutter. Aber die Hebamme hilft dabei. Nicht ich bekehre mich heute Abend, ich bin ja schon lange bekehrt, aber ich kann dir dabei helfen oder irgendein anderer. Und wenn du noch nicht bekehrt, noch nicht wiedergeboren bist, nimm doch diese Hilfe an.
Geh doch zu einem, der sich auskennt, und sag: Du, ich möchte das auch erleben. Was muss ich jetzt machen? Und dann nimmt er seine Bibel und erklärt dir ein paar Dinge. Dann falten zwei Menschen die Hände und beten zusammen, und ein Mensch kommt zur Bekehrung und zur Wiedergeburt. Später ist er dankbar für diese Hilfe.
Da sagt dann jemand: Du, ich wollte mich schon so lange bekehren, ich habe schon einige Male versucht, aber bei mir klappt das nicht. Ja, solche Leute habe ich wer weiß wie oft in der Seelsorge. Die stehen schon eine ganze Zeit hier vor der Tür. Die haben schon ein paarmal probiert, die haben schon ein paarmal allein probiert und haben gebetet: Lieber Gott, vergib mir alle meine Sünde. Und dann am nächsten Tag: Ja, ob ich jetzt wohl gerettet bin, ob ich jetzt wohl wiedergeboren bin? Und der Zweifel geht weiter.
Mach doch endlich diesen mutigen Schritt und geh zu einem, der sich da auskennt. Er kann dir dabei helfen, und du wirst gerettet. Manche Leute stehen vor der Tür, schon wer weiß wie lange. Aber ich werde nicht gerettet, wenn ich zur Tür gehe, sondern ich werde gerettet, wenn ich durch die Tür gehe. Und durch die Tür kann ich nur hindurchgehen, wenn ich meine Sünde hier vorne ablade.
Darum erst Bekehrung von der Sünde und dann Wiedergeburt zu einem neuen Leben. Diese Reihenfolge muss stimmen. Du kannst keine Wiedergeburt erleben ohne Bekehrung. Die Bekehrung geht immer voraus. Du musst dich von deiner Sünde abkehren, sie hier am Kreuz ablegen und sagen: Herr Jesus, es tut mir leid, vergib mir. Und dann nimmst du ihn auf in dein Herz und Leben und wirst ein ganz neuer Mensch.
Der abschließende Ruf und das Gebet
Lieber Zuhörer, wenn du dagegen bist, und das erlebe ich ja nun Tag aus, Tag ein, dass Leute die ganze Sache hören und nach Hause gehen und das alte Leben weitergeht. Aber ich möchte dir etwas mitgeben:
Wenn du gegen die Bekehrung bist, also das musst du dir sagen lassen, wenn du gegen die Bekehrung bist, bist du gegen die Bibel. Wenn du gegen die Bekehrung bist, bist du gegen Gott. In der Bibel steht: Gott will nicht, dass der Sünder in seiner Sünde sterbe, sondern dass er sich bekehre und lebe. Gott will deine Bekehrung. Gott hat dich lieb, Gott will dich retten, Gott will deine Bekehrung. Wenn du gegen die Bekehrung bist, bist du gegen Gott, gegen die Bibel.
Ich habe vorhin gezeigt: An der ersten Stelle steht das Wirken Gottes, das ist geschehen, auch in deinem Fall. An der zweiten Stelle steht das Wirken seiner Diener. Das ist sehr wahrscheinlich auch in deinem Fall geschehen. An der dritten Stelle steht das Wirken des Verlorenen, deine persönliche Entscheidung.
Jesus sagt einmal in einer Predigt: Ringet darum, dass ihr eingeht durch die enge Pforte. In der Luther-Übersetzung steht: Kämpft darum, dass ihr eingeht durch die enge Pforte. Eine Bekehrung ist kein Kinderspiel, oh nein! Eine Bekehrung ist fast immer mit einem großen inneren Kampf verbunden. Manche Leute haben ein paar Nächte fast nicht mehr geschlafen, bevor sie sich bekehrt haben. Stimmt das wirklich, was die da sagen? Steht das wirklich in der Bibel? Sie haben sich eine Bibel gekauft oder ihre Bibel hervorgesucht und nachgeschlagen: Steht das da wirklich? Große innere Kämpfe sind vorausgegangen. Bis man sich dann losgerissen und gesagt hat: Und jetzt mache ich das. Ich möchte endlich Gewissheit, ich möchte gerettet werden.
Eine Bekehrung erlebt man nicht im Traum. Eine Bekehrung kann nicht die Patentante für dich erledigen oder die Großmutter, das geht nicht. Sondern da bist du mit deiner ganzen Persönlichkeit beteiligt.
Ich möchte dir raten, und ich möchte dich einladen, lieber Zuhörer: Mach doch das heute Abend. Deine Entscheidung ist entscheidend. Deine Entscheidung ist entscheidend. Deine Entscheidung ist entscheidend. Du musst dich entscheiden. Und wenn du es tust, dann wirst du glücklich sein. Dieser Abend kann der größte Abend deines Lebens werden, und dann kannst du Wegweiser werden für andere und anderen zum großen Segen werden in deinem Leben.
Ich lade ganz herzlich ein zum Gespräch. Ich werde keine peinlichen Fragen stellen. Ich werde fragen, ob du das verstanden hast, und dann werden wir, nachdem das geklärt ist, vielleicht muss ich noch ein paar Erklärungen geben, unsere Hände falten und beten. Ich werde laut ein Gebet vorsagen, du kannst es mir einfach nachsprechen. Ich bete so, als wäre ich an deiner Stelle. Ich möchte dir dabei helfen, so wie die Hebamme der werdenden Mutter sagt: „Tu das, tu das, tu das, mach so, atme so, mach das.“ So will ich dir sagen, wie man es macht. Komm, jetzt beten wir zusammen. Jetzt gehen wir zusammen zu Jesus, und dann sage ich dir ein Gebet vor, und du sagst es mir nach, und der Herr wird uns erhören. Und dieser Abend wird der Abend deiner Errettung. Und wenn wir Amen gesagt haben, dann bist du da. Und wenn ich dich morgen wieder sehe, zufällig, und dich frage: Wo bist du jetzt? dann wirst du sagen: da irgendwo, da irgendwo.
Und wenn morgen eine neue Sünde passiert, dann bringst du diese neue Sünde schnell zu Jesus. Er nimmt sie dir ganz schnell weg, und dann gehst du weiter, weiter an seiner guten Hand. Und wenn dir wieder eine Sünde passiert, dann bringst du sie ihm, und er nimmt sie dir sofort weg. Da gehst du weiter an seiner guten Hand, so wie die Mutter ihr Kind sauber macht, wenn es sich schmutzig gemacht hat, weil sie es so lieb hat; so wie die Mutter ihr Kind pflegt und ernährt, so macht es auch Gott. Und Gottes Liebe ist größer als Mutterliebe. Die Mutter möchte, dass ihr Kind heranwächst, dass etwas wird aus diesem Kind, und Gott möchte, dass wir eine gute Entwicklung haben. Er möchte, dass wir nach Hause kommen, er möchte, dass er uns einmal bei sich hat, er möchte auch dich dabei haben.
Lieber Zuhörer, komm doch heute Abend zu Jesus! Amen!
Herr, du nimmst mich an, so wie ich bin, haben sie gesungen. Welch eine Botschaft! So wie ich bin, du musst dich nicht ändern. Es gibt Leute, die sagen: Ich bin noch nicht so weit, und denken, sie müssten sich verändern, bevor Gott sie annehmen kann. Du kannst dich nicht ändern. Jesus kann und will dich ändern. Komm, so wie du bist.
Darf ich noch einmal sagen: Morgen Abend heißt unser Thema Liebe. Freundschaft, Sexualität, Ehe, Ehelosigkeit, dieses Riesengebiet möchte ich morgen Abend behandeln. Sagt es weiter, sagt es vielen weiter. Ladet ein, besonders auch junge Menschen.
Ganz herzlich, lieber Herr Jesus, für den nun zu Ende gehenden Abend. Wir danken dir, Herr, dass du uns begegnet bist in deinem Wort. Ich kann mir nicht vorstellen, dass du uns begegnet bist, dass einer hier ist, der das nicht verstanden hat. Dein Wort ist so einfach, so einfach. Du hast gesagt, dass die Toren nicht irren können, so einfach. Oh, ich bitte dich, gib jetzt Mut. Herr, hier sind so viele, die ganz genau wissen: Jesus ruft mich, ich bin gemeint, dies ist meine Gelegenheit. Herr, nimm die Menschenfurcht, gib Mut. Gib Mut jetzt, Herr, und bitte fülle mein Herz mit Liebe, gib mir die richtigen Worte und lass uns heute Abend wieder erleben, wie Menschen kommen, Herr. Oh bitte, bitte, wirke jetzt weiter durch deinen Heiligen Geist und segne auch die kommenden Versammlungen zu deiner Ehre. Amen!