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Vertrauen verloren

König Asa
2. Chronik 14-1614.02.2026
SerieTeil 2 / 3Die Könige von Juda
Erst stark gestartet, dann an Angst gescheitert: Asa suchte im Druck lieber menschliche Hilfe als Gott. Die Frage bleibt: Wem vertraust du, wenn’s ernst wird?

Begrüßung und thematische Einführung

Ein herzliches Willkommen auch von meiner Seite. Ich freue mich sehr, dass der Raum nicht leer ist. Das ist schon ein Geschenk, wenn ihr gerade nicht dabei seid, den Garten zu pflegen oder sonst etwas zu machen, sondern euch Zeit nehmt, um hier zu sein. Vor allen Dingen freue ich mich über alle Kinder, die dabei sind.
Ich habe gedacht: Boah, so am Nachmittag hier zu sitzen, das ist ja auch eine anspruchsvolle Sache. Deswegen werden wir, wenn wir uns heute das Leben von König Asa anschauen, euch auch mit einbeziehen, damit ihr auch etwas zu tun habt und nicht nur rumsitzen müsst.
Wir werden uns also das Leben Asas anschauen. Ich möchte es, wie gestern auch, unter ein Motto aus den Sprüchen stellen. Und wir finden bei Asa einen sehr guten Spruch, der zu seinem Leben passt, aus Sprüche 8,17, wo Gott sagt: Ich liebe, die mich lieben, und die mich suchen, finden mich.
Und weil hier so viel junges Publikum dabei ist, kann man noch einen Vers aus dem Predigerbuch dazufügen: Besser ein Junge, arm, aber weise, als ein König, alt, aber töricht, der es nicht versteht, sich warnen zu lassen. Das steht in Prediger 4,13. Das passt auch leider recht gut zum Leben des Königs Asa, zumindest wenn man an seine späteren Jahre denkt.
Wir werden heute ähnlich vorgehen wie gestern. Wir werden uns dem Bibeltext zu Gemüte führen, heute allerdings nicht in einem Rutsch. Das Leben von König Asa ist schon intensiv, also werden wir es nicht schaffen, alles vorzulesen. Stattdessen werden wir uns ein paar Abschnitte aus seinem Leben herausgreifen und sie gemeinsam durchlesen. Danach werden wir nur einen Punkt mitnehmen, den wir aus dem Leben von König Asa herausziehen dürfen, als Lektion für uns. Und das ist eine sehr ermutigende Lektion.
Ihr könnt gerne mal aufschlagen: 2. Chronik 13, ab Vers 23. Ab da wird uns das Leben von Asa berichtet. Und jetzt kommt schon meine Ansage an euch, ihr Kinder: Beim Leben von Asa sind zwei Vokabeln immer sehr wichtig. Die tauchen immer wieder auf. Die eine Vokabel heißt Ruhe, und die andere Vokabel heißt Suchen. Also: Ruhe und Suchen. Wenn ihr das gleich hört, wenn wir einen Bibeltext vorlesen, dürft ihr einfach aufstehen. Dann braucht ihr nicht so lange zu sitzen. Bei Ruhe oder Suchen müsst ihr aufstehen. Dann weiß ich auch, dass ihr nicht wegschlaft, sondern mit dabei seid, okay?
Und ihr dürft direkt beim ersten Vers gleich das erste Mal Ruhe hören. Nur beim Bibeltext, sonst nicht, sonst müsstet ihr nur aufspringen. Aber Ruhe und Suchen, das ist tatsächlich das, was immer wieder vorkommt im Leben von König Asa.

Der Anfang eines Königs und die ersten Zeichen von Ruhe

 Zweite Chronik 13,23 lesen wir: Und Abija legte sich zu seinen Vätern, und man begrub ihn in der Stadt Davids, und sein Sohn Asa wurde an seiner Stelle König. In seinen Tagen hatte das Land zehn Jahre Ruhe.
Und da stehen die Ersten auf. Sehr gut, genau, perfekt. Eltern dürfen mitunterstützen. Gut.
Das Land hat Ruhe, und uns wird der König hier vorgestellt, um den es heute Nachmittag gehen darf. Abija legte sich zu seinen Vätern, um das Ganze im historischen Kontext noch einmal einzubetten.
Wenn wir die Geschichte der Könige von Israel und dann Juda betrachten, dann haben wir den König Saul, dann kommt der König David, es kommt Salomo. Salomo wird dann abgelöst von Rehabeam, unter dem es zur Reichsteilung kommt, mit dem Nordreich Israel und dem Südreich Juda. Und nach Rehabeam kommt Abija, den hatten wir gestern, und jetzt sind wir bei König Asa angekommen.
Asas Leben zeichnet sich tatsächlich durch diese beiden Begrifflichkeiten aus: Ruhe und Suchen. Also macht euch das gerne mal zur Hausaufgabe, heute Abend in Ruhe mit einem farbigen Stift irgendwie zu markieren, wie oft Ruhe und Suchen in dem Leben von diesem König vorkommen.
Und Asa nutzt diese zehn Jahre Ruhe, von denen wir gelesen hatten, um sich auf einen möglichen Krieg vorzubereiten, nach außen hin also, sich entsprechend aufzurüsten. Aber er verwendet das Ganze auch, um im Inneren für Stabilität zu sorgen und mit Götzendienst aufzuräumen. Also ein echter König, wo sich jeder Jude darüber freuen durfte, ihm untertan zu sein.
Und dann lesen wir das Gesamturteil in 2. Chronik 14,1: Und Asa tat, was gut und recht war in den Augen des Herrn, seines Gottes.
Wenn wir das mit dem Buch der Könige vergleichen, das hatten wir ja gestern, die Unterscheidung, dann finden wir da noch eine Ergänzung: wie sein Vater David. Also Asa wird in einem Atemzug genannt mit diesem Heldenkönig David.
Und das Gesamturteil ist sehr positiv. Und das wird sogar noch einmal wiederholt, wenn wir dann weiterblättern in 2. Chronik 15,17. Dort steht zunächst etwas Negatives, und dann kommt das Urteil: Die Höhen aber wichen nicht aus Israel, doch war das Herz Asas ungeteilt alle seine Tage.
Und das finde ich so einen richtig schönen, einen richtig beeindruckenden Moment. Das Urteil Gottes über Asa ist positiv. Asa ist einer der acht Könige von Juda, über denen Gott ein positives Gesamturteil fällt.
Und das Erschreckende ist: Wenn wir uns das Leben dieser acht Könige anschauen, die positiv beschrieben werden, wo Gott etwas Positives beschreibt, dann stellen wir fest, dass sieben dieser acht Könige in ihrem späteren Leben von Gott abweichen. Und das finde ich eine erschreckende Bilanz. Die macht einen betroffen und traurig.
Nur von Jotham wird uns keine Abweichung berichtet. Von ihm wird uns eine Schrulligkeit beschrieben, vielleicht kann man es so nennen, dass er nicht in den Tempel des Herrn hineinging. Aber wenn man sich dann das Leben von Jotham anschaut, dann stellt man fest: Das hat wahrscheinlich auch einen Grund. Denn sein Vater Usia, der hatte sich erdreistet, ist in den Tempel hineingedrungen und hat versucht zu räuchern und wurde dann mit Aussatz geschlagen.
Das ist das Südreich Juda. Also acht Könige bekommen ein sehr positives Gesamtfazit ausgestellt. Sie tun, was recht war in den Augen des Herrn.
Ganz anders, wenn wir den Blick nach Norden zum Nordreich Israel richten. Da finden wir eigentlich nur Könige, die Gott nicht gesucht haben. Bei Jehu sieht man so ein bisschen etwas Positives durchschimmern, aber auch nicht auf der ganzen Linie, sondern eher eine traurige Königsherrschaft, die im Nordreich stattfindet.

Reformen im Inneren und Schutz nach außen

Aser startet jetzt mit umfangreichen Reformen, und ich hoffe, ihr Kinder seid wach und dabei. Jetzt müsst ihr wieder aufpassen, ihr werdet zweimal aufstehen dürfen.
Wir lesen 2. Chronik 14, ab Vers 2:
Und er beseitigte die fremden Altäre und die Höhen und zerschlug die Gedenksteine und hieb die Ascherim um. Und er sagte zu Juda, dass sie den Herrn, den Gott ihrer Väter, suchen und das Gesetz und das Gebot tun sollten. Und er beseitigte aus allen Städten Judas die Höhen und die Räucheraltäre, und das Königreich hatte Ruhe unter ihm.
Genau, ihr werdet merken, das wird eine richtig sportliche Veranstaltung heute Nachmittag. Das, was hier passiert, habe ich mir gedacht: Das ist ja richtig schön. Ein König, der Gott sucht, und es breitet sich Ruhe aus in dieser Zeit. Und mit Sicherheit ging das Ganze nicht ohne Widerstand aus der Bevölkerung.
Wenn wir uns die Geschichte Israels anschauen und in die Zeit der Richter zurückblättern, dann fällt mir da Gideon ein. Und wenn man Menschen ihre Götter und ihre Rituale wegnimmt, dann funktioniert das oft nicht reibungslos und nicht ohne Widerstand. Wer das erlebt hat, war Gideon.
Gideon fängt an, im Haus seines Vaters aufzuräumen, den Altar Baals und das Bild der Aschera zu zerstören. Die Folge davon ist, dass sich der Mob vor dem Haus seines Vaters sammelt und sagt: Gib uns Gideon heraus, er muss sterben, weil er den Altar des Baal umgerissen und weil er die Aschera, die dabei stand, umgehauen hat. Das finden wir in Richter 6,30.
Also: Wenn du religiöse Marotten, den religiösen Aspekt, einfach wegnimmst, dann ist das oft mit Widerstand verbunden. Warum? Weil du dem Menschen seine Sicherheit beraubst oder seinen Glauben hinterfragst. Und obwohl das so gewesen sein wird, auch mit Sicherheit bei Asas Leben, der hier aufräumt, ist Asa ein Mann, der diese Reform durchführt, und er kann das machen als König.
Wir lesen weiter die Verse 5. Also 2. Chronik 14, ab Vers 5, und ihr müsst wieder in Startposition sein:
Und er baute befestigte Städte in Juda, denn das Land hatte Ruhe. Und es war kein Krieg gegen ihn in jenen Jahren, denn der Herr hatte ihm Ruhe verschafft. Und er sagte zu Juda: Lasst uns diese Städte ausbauen und mit Mauern umgeben und Türmen, Toren und Riegeln. Noch liegt das Land frei vor uns, denn wir haben den Herrn, unseren Gott, wir haben ihn gesucht, und er hat uns Ruhe verschafft.
Jetzt hört er so langsam echt auf, da denkt man: Jetzt reicht es aber. Aber merkt ihr, das ist gar nicht so schlecht, wenn man sich das mal vor Augen führt, wie oft hier Ruhe und Suchen vorkommen, insgesamt fünfmal. Und so bauten sie es, und es gelang ihnen. Bis dahin erst mal.
Ich finde die Aktivitäten von Asa so extrem ausgewogen. Asa ist ein König, der das Schlechte zerstört, aber der nicht dabei stehenbleibt, sondern das Ganze auch mit etwas Gutem ausfüllt. Wenn du Männer begleitest in Fragen von sexueller Reinheit, im Kampf gegen Pornografie, dann ist es wichtig, nicht nur gegen das Schlechte anzukämpfen und zu sagen: Pornografie ist schlecht, die Sucht ist nicht gut, was kann man dagegen tun? Du kannst nicht nur etwas ausfüllen, sondern du musst das Ausgehöhlte mit etwas Gutem füllen. Sonst hast du ein Vakuum, und das füllt sich in der Regel mit etwas Neuem, Schlechtem, irgendwie etwas anderem, zum Beispiel sportlichen Aktivitäten oder so.
Ich finde die Aktivitäten von Asa äußerst ausgewogen. Er weicht von der Sünde ab, und sein ganzes Volk mit ihm. Aber es geht Hand in Hand mit einer Hinwendung zum Guten hin. Und wenn das geschieht, dann ist das eine gewaltige Ermutigung auch für das Volk. Er entlarvt das Böse und beseitigt es, und gleichzeitig ist Asa hier auf der Hut. Und das haben wir gelesen: dass er anfängt, sein Volk vor Eindringlingen von außen zu schützen. Also: Er räumt innen drin auf und stärkt gleichzeitig die Grenzen nach außen hin. Und das ist gut.
Wir lesen hier von Mauern, von Türmen, von Toren und von Riegeln. Das sind ja ganz interessante Bestandteile von einer Mauer. Mauern sprechen von einem Abgeschiedensein, von etwas, was Sicherheit gibt, wenn du dahinter bist, wenn du in Sicherheit bist. Türme sind Wachtürme und sprechen von einer Wachsamkeit, die man hat. Und weil ein Turm nach oben gebaut ist, hat man schon von weitem die Erkenntnis, wann Gefahr droht. Man ist vorbereitet bei eventuellen Angriffen, die kommen.
Tore sprechen davon, dass man etwas Gutes reinlassen kann, aber dass man die Tore auch zumachen kann, wenn etwas Schlechtes kommt. Und Riegel gewährleisten die Sicherheit des Lebens, das hinter den Mauern stattfinden darf. Das finde ich sehr gut, wie das hier der Bibeltext beschreibt: Mauer, Türme, Tore und Riegel. Alle diese Begrifflichkeiten tauchen hier in diesen paar Versen auf.

Ein Heer, ein Krieg und ein Gebet voller Vertrauen

Wir lesen weiter in Vers sieben. Jetzt wird der Blick auf das Heer von Asa gerichtet. Und Asa hatte ein Heer, das Langschilde und Speere trug, aus Juda dreihunderttausend und aus Benjamin zweihundertachtzigtausend Mann, die kleine Schilde trugen und den Bogen spannten. Alles waren tapfere Helden. 580 Soldaten.
Diese Zahl wird uns hier berichtet, und das ist genauso viel, wie sein Opa und sein Vater zusammen hatten. Wir lesen vom Vater Abija, das hatten wir gestern Abend, dass er 400 auserlesene Krieger hatte. Und bei Rehabeam wissen wir, als er seine Armee erst einmal zurüsten wollte, um gegen Jerobeam zu kämpfen, dass er 180 auserlesene Krieger hatte. Asa hat die Menge seines Vaters und seines Opas zusammen als Kriegsheer, und er stattet sein Kriegsheer mit einer sehr guten Bewaffnung und Verteidigung aus.
Wir lesen von Langschild und Speer, und wir lesen von Kleinschild und Bogen. Und wenn man das mal auseinandersetzt, dann muss man sagen: Der König schützt seine Krieger für den Fernkampf. Die Langschilde, er stattet sie aus, um in die Ferne anzugreifen mit einem Bogen. Aber auch für den Nahkampf rüstet er sein Heer aus, mit den Kleinschilden und mit den Speeren.
Und dann folgt ein Krieg, der uns berichtet wird, ab Vers 8. Das lesen wir jetzt nicht, aber die Verse 8 bis 14, da wird uns ein Krieg beschrieben, den er mit dem Kuschiten Serach führt. Und was uns hier begeistert, wenn man das dann in Ruhe mal nachliest, noch mal: Dann näherte sich hier Asa diesem Kuschiten Serach wie David eigentlich damals im Kampf gegen Goliath. Im Namen des Herrn zieht er gegen eine Übermacht aus, gegen ein Millionenheer.
Es kommt zu einem Krieg in Marescha. Es liegt knapp vierzig Kilometer südwestlich von Jerusalem, und Gott gibt die Feinde Judas in die Hand von Asa. Und die Kuschiten fliehen bis nach Gerar. Das liegt circa dreißig Kilometer weiter südwestlich von Marescha, im Land der Philister. Und Gott sorgt für eine nachhaltige Ruhe. Jahrzehntelang greifen die Ägypter das Volk Juda nicht mehr an.
Ein Gebet können wir uns mitnehmen, das wäre zu kostbar, um es euch vorzuenthalten. Also bei diesem Passus 2. Chronik 14,8-14 lesen wir mal den Vers 10 zusammen: 2. Chronik 14,10. Und Asa rief den Herrn, seinen Gott, an und sagte: Herr, außer dir ist keiner, der helfen könnte im Kampf zwischen einem Mächtigen und einem Kraftlosen. Hilf uns, Herr, unser Gott, denn wir stützen uns auf dich, und in deinem Namen sind wir gegen diese Menge gezogen. Du bist der Herr, unser Gott, kein Mensch kann etwas gegen dich ausrichten. Und dann schlug der Herr die Kuschiter vor Asa und vor Juda.
Was für ein beeindruckendes Gebet, oder? Von einem König. Du bist der König, der so ein gewaltiges Heer hat, genau so viele Soldaten wie der Vater und der Opa zusammen, und du stützt dich nicht auf die Macht deines Heeres, sondern du sagst: Herr, bei uns ist gar keine Kraft. Was für eine Kapitulationserklärung von einem König, oder? Was für ein Schlechtreden vor einer Schlacht, wo man doch eher mit irgendwelchen Tschakarrufen rechnet, wo irgendwas passiert, wo Leute motiviert und mobilisiert werden und irgendwelche kühnen Reden geschwungen werden, wie die Rede, die wir gestern hatten von Abija auf diesem Berg.
Von all dem finden wir hier nichts. Wir finden das Gebet eines Königs, der deutlich anerkennt: Wenn du, Herr, nicht den Krieg führst, sind wir komplett verloren. Er verlässt sich nicht auf sein Heer, sondern er stützt sich auf seinen großen Gott. Und ich finde den Blickwinkel so kostbar: die Schwierigkeiten, die wir haben, an der Kraft Gottes zu messen und nicht an unserer eigenen Schwäche. Messe die Schwierigkeiten, die du hast, an der Kraft Gottes und nicht an deiner eigenen Schwäche. Und das wird uns ins Gebet treiben, und genau da gehören wir hin, mit unseren Problemen, mit unseren Sorgen, die auf uns eindringen.

Die prophetische Deutung und die Zusage des Lohns

Und dann lesen wir weiter in 2. Chronik 15, ab Vers 1. Da begegnet uns jetzt ein Mann Gottes, der Asarja. 2. Chronik 15,1. Und auf Asarja, den Sohn Odeds, kam der Geist Gottes, und er ging hinaus Asa entgegen und sagte zu ihm: Hört mich an, Asa und ganz Juda und Benjamin! Der Herr ist mit euch, wenn ihr mit ihm seid. Und wenn ihr ihn sucht, wird er sich von euch finden lassen. Wenn ihr ihn aber verlasst, wird er euch auch verlassen.
Und Israel war lange Zeit ohne den wahren Gott und ohne belehrenden Priester und ohne Gesetz. Aber in ihrer Bedrängnis kehrten sie um zu dem Herrn, dem Gott Israels, und sie suchten ihn, und er ließ sich von ihnen finden. In jenen Zeiten gab es keine Sicherheit für den, der hinaus- und für den, der hineinging, sondern viele Beunruhigungen kamen über alle Bewohner der Länder. Und es stieß sich Nation an Nation und Stadt an Stadt, denn Gott beunruhigte sie durch allerlei Bedrängnis. Ihr aber seid stark und lasst eure Hände nicht schlaff werden, denn es gibt einen Lohn für euer Tun.
Und das ist schon eine gewaltige Ermutigung, oder? Stell dir vor, du versetzt dich mal in die Rolle von diesem König Asa. Und jetzt kommt dir ein Mann entgegen, dessen Name bedeutet: „der, dem der Herr hilft“. Aber genau das hast du gerade erlebt. Und dann stellst du fest, dass die Botschaft dieses Mannes Gottes sich hundertprozentig mit der deinigen deckt. Das ist gut, oder? Es ist gut, wenn sich unser Reden mit dem geschriebenen Wort Gottes deckt. Wenn wir da keine Lücke haben, sondern wenn das aus einem Guss ist. Wenn das übereinstimmt. Und das darf Asa hier erleben.
Das, was der Prophet Asarja sagt, das deckt sich mit der Botschaft des Königs: Sucht den Herrn, und ihr werdet zur Ruhe kommen. Genau das ist die Botschaft, die Asarja diesem Volk sagt. Und dann endet das Ganze mit dieser gewaltigen Aussage: Denn es gibt einen Lohn für euer Tun.
Und diese Ermutigung, die finden wir immer wieder in der Bibel. Für die, die mitschreiben: Jeremia 31,16. Denn es gibt Lohn für deine Mühe, spricht der Herr. Galater 6,9. Lasst uns aber im Gutes tun nicht müde werden, denn zur bestimmten Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ermatten. Sprüche 14,23a. Bei jeder Mühe ist Gewinn.
Und wenn wir dann noch mal ins Neue Testament reinschauen, das ist ein Vers, der mir persönlich sehr kostbar ist: Als mein Papa heimgegangen ist, das war vor tausendfünfzig Tagen, genau in der Nacht auf den ersten April, da hatten wir viel Zeit, und ich habe meinem Vater den ersten Korintherbrief vorgelesen. Mein Papa hatte Bauchspeicheldrüsenkrebs, und das war der letzte Nachmittag und die Nacht. Ich habe mit ihm viele Lieder gesungen, gebetet. Und dann gesagt: Papa, jetzt lese ich dir noch den ersten Korintherbrief vor. Weil ich wusste, dass das ein Brief war, der meinen Papa stark geprägt hat und den er sehr lieb hatte.
Und der Brief ist ja eigentlich, könnte man denken, erst mal so schlimm. Die Gemeinde, um die es da geht, die ist katastrophal. Ganz viele Baustellen. Leute, die sich gegenseitig verklagen. Lieblosigkeit. Paulus muss Hurerei ansprechen. Paulus spricht davon, dass man beim Abendmahl nicht zum Guten, sondern zum Schlechteren zusammenkommt. Es ist eine Gemeinde, die in einer Abwärtsspirale inbegriffen ist, wo es nur noch nach unten geht, und zwar steil.
So könnte man den Brief betrachten. Oder man betrachtet den Brief einfach aus der Perspektive, die Gott hier auch angelegt haben möchte, dass Paulus einen wunderbaren Bogen schlagen darf. Er startet mit dem Kreuz. Nichts anderes kann unser Ausgangspunkt sein. Wir predigen Christus, das macht Paulus deutlich. Und dann schlägt Paulus den ganzen Bogen bis hin zu 1. Korinther 15, wo er in einem Kapitel wunderschön die Auferstehungshoffnung von uns Christen verteidigt und deutlich macht: Wir Christen haben einen lebendigen Gott. Mit uns. Oder wenn wir abscheiden, ist das Leben nicht vorbei, sondern fängt es an.
Dietrich Bonhoeffers letzter überlieferter Satz: Dies ist das Ende, für mich der Beginn eines neuen Lebens. Was für eine gewaltige Hoffnung haben wir Christen in dieser Welt. Die absäuft, wo so vieles im Fallen inbegriffen ist, dürfen wir Hoffnungsträger sein. Und das macht Paulus deutlich. Und in diesem Kapitel 15 gibt es einen letzten Vers, 1. Korinther 15,58: Daher, meine geliebten Brüder, seid fest, unerschütterlich, allezeit überreich in dem Werk des Herrn, da ihr wisst, dass eure Mühe im Herrn nicht vergeblich ist.
Der Jesus sagt das ganz oft zur religiösen Elite: Wisst ihr nicht? Und fordert sie damit heraus. Und Paulus sagt da: Ihr wisst, dass eure Mühe im Herrn nicht vergeblich ist. Und ich möchte dir da Mut zusprechen für deine Arbeit, in der du stehst, auch hier in der Gemeinde. Eine Gemeinde besteht aus vielen ungesehenen Aufgaben oder Aufgaben, die durchgeführt werden, aber die keiner wahrnimmt. Wo keiner dir auf die Schulter klopft. Aber jede Arbeit, die wir für den Herrn tun, wird gesehen von einem heiligen und gewaltigen Gott, von dem König der Könige, dem Herrn der Herren. Unsere Mühe im Herrn ist nicht vergeblich.
Wo ich da neben meinem Papa saß, sind mir evangelistische Hauskreise eingefallen, die mein Vater mit der Mutter gemacht hat. Und das war eine sehr schräge Veranstaltung. Wir waren da so hier in so einem Kinderalter, und das war freitags immer. Und dann klingelten bei uns die schrillsten Persönlichkeiten. Also, wir waren fünf Kinder zu Hause, wir lagen dann alle übereinander und spielten so ins Treppenflur hinein. Und dann gingen alle möglichen Koryphäen bei uns durch den Hausflur. Sehr, sehr schräge Menschen.
Und man könnte sich ja fragen: Was hat es gebracht? War das nicht eine Arbeit für die Tonne? Hat diese Arbeit Menschen irgendwie nachhaltig verändert? Und dann darf man wissen: Eure Mühe im Herrn ist nicht vergeblich. Meine Eltern haben einen Paketdienst gemacht für einen Missionar, der irgendwann meinen Eltern sehr nachdrücklich vermittelt hat, der Herr hätte es ihm aufs Herz gelegt, dass man Schriften versendet. Er bräuchte so einen Postumschlagplatz in Deutschland. Und das war die Zweizimmerwohnung, glaube ich, von meinen Eltern. Und dann haben die Pakete gestapelt, überall, wo sie irgendwie hinging, die Pakete, und haben Schriften versendet für diesen Missionar. Nach kurzer Zeit hat der Missionar gesagt, er ist doch nicht so mein Ding, macht’s gut, und war wieder weg.
Da fragst du dich ja schon: Ist das auch Arbeit? Was ist damit jetzt? Was ist mit so einer Arbeit? Das kennen wir. Ich greife bewusst so einfach mal zwei Beispiele raus, um dich abzuholen, vielleicht auch mit einer Arbeit, wo du auch gerade sagst: Ist das nicht Arbeit für die Tonne? Was für einen Nutzen hat man davon? Welcher Mehrwert ist da? Vor allen Dingen dann, wenn keiner auf dich zukommt, der mal auf die Schulter klopft und sagt: Danke, dass du das gemacht hast. Und vielleicht machst du schon jahrelang einen Dienst und gehst einem Menschen nach. Und du darfst dir diese Verheißung aus 1. Korinther 15,58 auf die Fahnen schreiben: da ihr wisst, dass eure Mühe im Herrn nicht vergeblich ist.
Jeder kleine Dienst, für Gott getan, ist nicht vergeblich. Und das ehrt irgendwie jede Arbeit. Wir Christen dürfen mit so viel Freude unserem Beruf als Berufung nachgehen. Jede kleine Arbeit ist von Gott gesehen und wird von ihm wertgeschätzt und geadelt. Das finde ich sehr schön.
Asarja stellt jetzt Asa die Richterzeit vor Augen. Und die Richterzeit, das war die Zeit vor den Königen. Die zeichnet sich aus. Wir finden das in Richter 17,6: In jenen Tagen war kein König in Israel, jeder tat, was Recht war in seinen Augen. Jeder tat, was Recht war in seinen Augen.
Und jetzt guckt noch mal rein in 2. Chronik 14,1: Und Asa tat, was gut und recht war in den Augen des Herrn. Boah, ist das schön, oder? Du kommst aus einer Richterzeit, wo jeder tat, was in seinen Augen recht war. Und jetzt hast du einen König. Und es gibt ja nicht nur tolle Könige. Und du hast einen König, der das tut, was recht ist in den Augen Gottes. Das finde ich sehr ermutigend.

Vertiefte Erneuerung und die Grenze der Familie

Und die Folge dieser Ermutigung durch Asarja ist, dass es zu weiteren tiefgehenden Reformen im Leben von Asa kommt. Das lesen wir in den Versen 8 bis 19, eigentlich bis zum Ende des Kapitels. Das werden wir jetzt nicht lesen. Aber wir finden dort, dass Asa ganz gewaltig weiter aufräumt, weiter reformiert und noch mehr darauf dringt, den Götzendienst aus seinem Land, aus seinem Königsbereich, zu entfernen. Und ihr dürft froh sein, dass ich nicht vorlese, denn er hätte viermal aufstehen müssen. Dreimal suchen und einmal Ruhe kommt davor.
Und ich finde das schön: Asa ist nicht zufrieden mit dem Status quo. Er hätte sich jetzt zurücklehnen und sagen können: Jetzt haben wir es geschafft, und jetzt halte ich meine Schäfchen hier im Trockenen, und alles ist gut. Aber Asa greift zu weitergehenden Reformen. Er erneuert zum Beispiel den Altar. Der Altar wurde unter Salomo sechzig Jahre zuvor im Tempel geweiht. Sechzig Jahre lang war der Altar entweder, ich hoffe, permanent im Gebrauch, oder er war vielleicht einfach abgenutzt. Aber Asa erneuert ihn.
Ich finde es auch interessant, was Asa alles nicht gemacht hat. Asa hat jetzt nicht die Priesterschaft reorganisiert oder irgendwie den Tempel umgebaut oder neue Ideen importiert, wie man Gott auch noch anbeten könnte. Sondern wir lesen, dass Asa einfach nur schlicht seinen Gottesdienst vollrichtet hat und dass er sein Volk aufruft zu einer nachhaltigen erneuten Hingabe an Gott. Und das finden wir immer wieder im Alten Testament: dass es Menschen gab, die aufgestanden sind und das Volk zu einer erneuten Hingabe an Gott hingerufen haben.
Wenn wir an Josua denken, dann findet das Ganze zweimal statt. Das erste Mal, als er mit Israel den Jordan überquert hat, da hat Josua den Bund mit dem Herrn erneuert. Das finden wir in Josua 8. Und wenn wir uns dann das Lebensende von Josua anschauen, Josua 24, wird dieser Bund wieder erneuert. Wenn wir uns den ersten König anschauen, den König Saul, dann war er nicht derjenige, der das Volk zu einer Hingabe an Gott hingerufen hat. Aber Samuel hat das gemacht, und Samuel fordert das Volk auf, Gott mit ganzem Herzen nachzufolgen.
Wir finden das auch bei König Joasch und bei König Josia. Könige, die das Volk motiviert haben: Lasst uns neu ausrichten und uns neu fokussieren auf den König der Könige, den Herrn aller Herren. Das finden wir auch hier bei König Asa, und das ist ein gewaltig gutes Vorbild für uns.
Asa geht mit seinem eigenen Volk noch einmal härter ins Gericht, und er setzt bei keinem Geringeren an als bei seiner Oma. Und das ist schon interessant. Und jetzt wird uns die Königin, die Königsoma, hier auch mit ihrem weiteren Namen vorgestellt. Wir hatten ja gestern den edleren Namen, aber hier finden wir jetzt in 2. Chronik 15,16 den Begriff, den man übersetzen kann mit „die Dumme“.
Und auch Maacha, die Mutter des Königs Asa, entfernte er aus ihrer Stellung als Gebieterin, weil sie der Aschera ein Schandbild gemacht hatte. Und Asa rottete ihr Schandbild aus und zermalmte und verbrannte es im Tal Kidron. Das Buch der Könige ergänzt: Er tat alle Götzen weg, die seine Väter gemacht hatten.
Was mir hier sehr gut gefällt, ist, dass wir feststellen: Wir haben ja einen König, der sich der Verantwortung bewusst ist, dass Gott an allererster Stelle in der Familie zu stehen hat und dass sich dem alles unterordnet. Der keine familiären Verflechtungen kennt, wo man sagt: Ach, ist halt die Oma, lassen wir mal besser so am Rande, sondern der deutlich macht: Das, was die Oma macht, ist falsch. Und das, was meine Väter gemacht haben, ist nicht in Ordnung. Und der zur Buße hinführt zu Gott, um sich vor dem Vater, vor dem jede Vaterschaft auf Himmel und auf Erden benannt wird, zu beugen.
Und das ist, glaube ich, ein ganz gewaltiger Anspruch auch für uns in unseren Familien. Er gleicht dem Gideon, der seinen Dienst damit beginnt, indem er erst mal zu Hause aufräumt. Und wir finden das auch bei Paulus. Wenn wir den Ersten Timotheusbrief aufschlagen, dann schreibt er: Ein Aufseher kann nur einer sein, der dem eigenen Haus gut vorzustehen weiß. 1. Timotheus 3,5. Das ist eine ganz wichtige Empfehlung der Bibel.
Die Bibel ist so wunderschön praxisnah. Die Bibel fordert uns auf: Die erste Gruppe, wo du eigentlich deinen Glauben konsequent zu leben hast, ist deine Familie. Warum? Ja, weil deine Familie dich durch und durch kennt. Deine Familie kennt nicht nur deine Sonntagsseite und deine Sonntagsklamotten, sondern deine Familie kennt auch deine Jogginghose und das diesbezügliche Verhalten. Deine Familie kennt deinen Alltag. Deine Familie weiß, was passiert, wenn du schlechte Laune hast. Deine Familie weiß, ob du bereit bist, dich zu entschuldigen oder nicht. Deine Familie weiß, wie du mit Streit oder Konflikt umgehst, mit deinem Ehepartner. Und deswegen sind wir in der Familie als allererstes gefordert.
Einen ganz interessanten Einschub finden wir in diesem Passus, den wir jetzt nur nicht gelesen haben, in Vers 9. Das lesen wir noch einmal: 2. Chronik 15,9. Und er versammelte ganz Juda und Benjamin und die Fremden, die aus Ephraim und Manasse und aus Simeon bei ihm wohnten; denn in Menge waren sie aus Israel zu ihm übergelaufen, als sie sahen, dass der Herr, sein Gott, mit ihm war.
Ist das nicht beeindruckend? Gestern haben wir von einem Krieg gelesen zwischen diesen Brüdervölkern Juda und Israel, wozu Krieg nicht in der Lage ist. Das bewirkt ein König, der Gott mit ganzem Herzen sucht. Und plötzlich hast du eine Flüchtlingswelle im Südreich, wie es zuletzt unter Rehabeam stattgefunden hat. Da haben wir das auch noch, dass etliche abgewandert sind ins Südreich nach Juda.

Der Wendepunkt: menschliche Klugheit und göttliche Korrektur

So, und jetzt würde ich mich gerne hinsetzen und sagen: Das war das Leben von Asa. Aber die Geschichte geht leider weiter. Das Leben von Asa geht weiter, 2. Chronik 16. Da lesen wir die ersten sechs Verse. 2. Chronik 16. Könige ergänzen übrigens hier diesen Abschnitt mit der Angabe, dass Krieg war zwischen Asa und Baesa, dem König von Israel, alle ihre Tage.
 2. Chronik 16,1Im sechsunddreißigsten Jahr der Regierung Asas zog Baesa, der König von Israel, gegen Juda herauf und baute Rama aus, um bei Asa, dem König von Juda, niemanden hinaus- und hineingehen zu lassen.
Da nahm Asa Silber und Gold aus den Schätzen des Hauses des Herrn, und Könige ergänzt das, was noch übrig war im Haus des Herrn und im Haus des Königs. Und er sandte zu Ben-Hadad, dem König von Aram, der in Damaskus wohnte, und ließ ihm sagen: Ein Bund sei zwischen mir und dir und zwischen meinem Vater und deinem Vater. Siehe, ich sende dir Silber und Gold. Mach deinen Bund mit Baesa, dem König von Israel, ungültig, dass er von mir abzieht.
Und Ben-Hadad hörte auf den König Asa. Und er sandte seine Heerobersten gegen die Städte Israels, und sie schlugen Ijon und Dan und Abel-Majim und alle Vorratsplätze der Städte Naftalis. Und es geschah, als Baesa das hörte, da ließ er davon ab, Rama auszubauen, und stellte seine Arbeit ein. Der König Asa aber holte ganz Juda zusammen. Könige ergänzt: keiner war frei vom Dienst. Und sie trugen die Steine und das Bauholz Ramas weg, mit denen Baesa gebaut hatte. Und er baute damit Geba und Mizpa aus.
Mal kurz zur Zusammenfassung: Was passiert hier? Das ist das Südreich Juda, und im Norden ist das Nordreich Israel. Und der König im Nordreich, Baesa, der fängt jetzt an, unseren König Asa, um den wir uns heute beschäftigen, zu provozieren. Und zwar fängt er an, eine Grenzstadt auszubauen zwischen diesen beiden Staaten. Er baut Rama aus. Es liegt an der Hauptstraße zum Nordreich, an der Grenze zwischen Juda und Israel, circa neun Kilometer nördlich von Jerusalem. Und zwar so, dass niemand hinaus- oder hineingehen kann.
So ein Vorgehen hatten wir schon mal bei Jerobeam. Der hat mit Götzenbildern versucht, aufzustellen in Bethel, damit da keiner weitergeht nach Jerusalem. Aber hier setzt Baesa noch einen drauf und zieht richtig eine Grenzstadt hoch und sorgt dafür, dass keiner raus- und reingehen kann.
Versetz dich jetzt mal in die Rolle von König Asa: Du bist im Südreich, du siehst das Nordreich, von dem geht jetzt eine Bedrohung aus. Und dann überlegst du, wie kann ich hier richtig vorgehen, damit mein Volk da auch weiter ins Nordreich reingehen kann und wieder zurückkehren kann? Und dann guckt er sich die Landkarte an und stellt fest: Ah, okay, ich habe ja hier noch Aram. Das ist im Norden vom Nordreich, also nördlich des Nordreichs gelegen. Das ist ja super. Wenn ich das Nordreich mit Problemen im Norden beschäftige, dann ist der Süden des Nordreichs frei für mich. So grob dargestellt.
Also der möchte einfach den Konflikt nach oben verlagern, damit er unten alle Ruhe hat und keine Grenzstadt da bebaut werden. Eigentlich ein richtig genialer Schachzug, vor allen Dingen, wenn man sich vor Augen führt, dass Ben-Hadad ein diplomatischer Verbündeter war von Baesa, dem König aus dem Nordreich. Und er sagt: Hör mal, kündige mal deine Freundschaft auf, die du da hast mit Baesa, und sei mal mein Bündnispartner. Ich bezahle dir das auch richtig und sorge dafür, dass der da im Norden beschäftigt ist mit seinem Reich. Dann habe ich hier bei mir Ruhe in meinem Norden.
Und genau das passiert. Und eigentlich könnte man sagen: Mensch, das ist ja ein genialer Schachzug, oder? Es hat ja alles funktioniert. Ein voller Erfolg, oder? Ja, was deutlich wird, ist, dass Gott mit dieser ganzen Sache überhaupt nicht zufrieden ist. Und das werden wir gleich auch noch lesen, und Asa muss dafür teuer bezahlen.
Tempel- und Palastschätze wechseln den Eigentümer und gehen zu dem König von Aram über. Und auch Städte von Gottes Land, nämlich Städte aus dem Nordreich Israel, gehen an den aramäischen König über. Das ist doch gar nicht gut, oder?
Was Asa macht, ist hier weiter sehr schlau. Das Material, das Baesa für den Ausbau von Rama zur Verfügung gestellt hat, sorgt er dafür, dass man das alles nimmt, um dann die Grenzstadt selber auszubauen. Ist ja eigentlich auch clever. Damals gab es noch nicht so viele OBI und so. Das heißt, die hatten Baumaterial, um ihre eigenen Grenzstädte zu befestigen. Und das ist doch brillant eigentlich, der Schachzug, oder?
Ich habe mich gefragt: Was ist das Motiv, dass Asas Leben sich so radikal ändert? Asa, dieser Mann, der diesem Millionenheer der Kuschiter gegenübersteht und sagt: Ich bin total machtlos, Herr, hilf uns. Und der jetzt plötzlich Muffensausen kriegt, weil der König aus Israel eine Grenzstadt ausbaut. Was war das Problem dabei?
Und die Antwort finden wir, komplett eigentlich zusammenhangslos, in Jeremia 41. Und in Jeremia 41 steht ein ganz interessanter Nebensatz, der deutlich macht, warum Asa so drauf war, wie er hier drauf war. In Jeremia 41,9, da geht es um einen ganz anderen Konflikt, um Morde, Gefangennahme durch Ismael, und dann lesen wir in Jeremia 41,9:
Und die Zisterne, in die Ismael alle Leichen der Männer, die er erschlagen hatte, warf, war eine große Zisterne, diejenige, die der König Asa wegen Baesas, des Königs von Israel, gemacht hatte. Diese füllte Ismael, der Sohn des Netanja, mit den Erschlagenen usw., die er gemacht hatte.
Und man kann das auch übersetzen: war eine große Zisterne, diejenige, die der König Asa wegen, oder man kann auch übersetzen: aus Furcht vor Baesa errichtet hatte. Menschenfurcht stellt eine Falle. Wer auf den Herrn vertraut, der ist in Sicherheit.
Das ist irgendwie schon eine sehr nahbare Erklärung, oder? Da fällt es mir schwer, einen Stab über Asas Leben so ein bisschen zu brechen, weil ich mir denke: Oh Mann, da spiele ich auch oft eine Rolle im Spiel. Wie oft habe ich Menschenfurcht? Das, was den König Asa hier geritten hat, war Angst. Angst, die er hatte vor einem anderen König.
Und der Prophet Hanani tadelt Asa jetzt für sein Vertrauen auf menschliche Allianzen. Und er sagt zu ihm: Hör mal, Asa, du hast mit dem falschen Bündnispartner verhandelt. Du hättest deine Probleme mit Gott besprechen sollen, aber nicht mit Ben-Hadad, dem König von Aram. Hättest du das gemacht, hättest du mit Gott das Ganze geregelt, dann wäre nicht nur Israel nicht mehr dein Problem gewesen, sondern du hättest sogar erfolgreich gegen Ben-Hadad, den König von Aram, siegen können.
Und die, die in Burkartsgrün dabei waren, die wissen, dass ein paar Jahre später ein weiterer König da war, der sich beim Elisa in seiner Sterbekammer von ihm verabschiedet hat: König Joasch, der mit den Pfeilen auf den Bogen schlagen sollte. Und wo Elisa sagt: Ach, hättest du doch öfter mit den Pfeilen auf den Bogen geschlagen, dann hättest du Aram vollständig vernichtet.
Und genau das Gleiche finden wir eigentlich auch hier. Dieser Prophet Hanani tadelt Asa und sagt: Hättest du dich voll auf Gott verlassen, hättest du die Aramäer vernichtend schlagen können. Aber so halt nicht.
Wir lesen das mal: 2. Chronik 16. Ab Vers 7 lesen wir, 2. Chronik 16 ab Vers 7:
Zu jener Zeit kam der Seher Hanani zu Asa, dem König von Juda, und sagte zu ihm: Weil du dich auf den König von Aram gestützt hast und dich nicht auf den Herrn, deinen Gott, gestützt hast, darum ist das Heer des Königs von Aram deiner Hand entronnen. Waren nicht die Kuschiter und die Libyer eine gewaltige Heeresmacht mit Wagen und Reitern in großer Menge? Doch weil du dich auf den Herrn stütztest, gab er sie in deine Hand. Denn des Herrn Augen durchlaufen die ganze Erde, um denen treu beizustehen, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist. Hierin hast du töricht gehandelt, darum wirst du von nun an Kriege haben.
Was für eine Ansage von diesem Mann Gottes: Darum wirst du von nun an Kriege haben. Asa wird mit seiner eigenen Schuld konfrontiert, und dann ist natürlich die Frage: Wie reagiert er da?
Deswegen unterbreche ich hier: Wie reagierst du, wenn jemand dein Leben mal reflektiert und sagt: Hier hast du gerade in den Bock geschossen. Das, was du da gemacht hast, war nicht in Ordnung. Wie gehen wir damit um, wenn uns ein Bruder oder eine Schwester konfrontiert mit einem Fehlverhalten, das festgestellt wurde in unserem Leben? Wie gehe ich damit um? Vergleiche ich mich nach unten vielleicht und sage: Ja, so schlimm ist das jetzt auch wieder nicht. So schlimm wie der Bruder X oder die Schwester Y bin ich ja nicht? Verharmlost du Sünde, indem du sagst: Ja, ist jetzt einmal passiert, einmal ist kein Mal? Verdrängst du Sünde, wenn du damit konfrontiert wirst und sagst: Bloß nicht mehr daran denken, da wird schon irgendwann Gras drüber wachsen? Versteifst du dich bei Sünde und sagst: Das darf mir jetzt nie wieder passieren? Oder nimmst du Vergebung in Anspruch, tust Buße und darfst Veränderung erfahren in deinem Leben?
Und nur das ist der richtige Umgang damit, wenn wir mit Schuld konfrontiert werden: Vergebung zu suchen, Buße zu tun, um dann Veränderung zu erfahren in unserem Leben.
Das, was Asas Fallstrick war, war nicht die mangelnde Stärke, sondern fehlendes Gottvertrauen. Das wurde ihm zum Verhängnis, und das finde ich sehr erschreckend. Nicht die mangelnde Stärke, sondern das fehlende Gottvertrauen.
Und das ist gleichzeitig eine gewaltige Ermutigung für uns. Es bedeutet, dass wir nicht stark sein müssen, wenn wir mit Gott unterwegs sind. Das Einzige, was wir tun dürfen, ist, Gott von ganzem Herzen zu vertrauen, immer wieder neu zu vertrauen und Gott unser Leben in seine Hände zu legen. Das ist doch schön, oder? Er ist derjenige, der zieht.
Wilhelm Busch, der Jugendpastor aus Essen, hat etwas Wunderschönes ausgeführt, der Jesus unser Schicksal geschrieben hat. Er sagt hier zu dieser Begebenheit ein unheimliches Wort für Leute wie Asa: An diese Augen über ihm hat Asa gar nicht mehr gedacht. Seine Geschäftigkeit nahm ihn gefangen, so wie wir diese Augen vielleicht vergessen über all unserem Rennen und Laufen. Aber sie sind da, diese Augen, ungeblendet von dem Glanz, den wir uns und unserem Werk geben wollen. Sie prüfen und verwerfen. Oder aber sie schauen voll Liebe und Barmherzigkeit, die so von ganzem Herzen an ihm sind und mit ihm rechnen und ihm vertrauen.
Lasst uns doch diese prüfenden Augen Gottes über uns nicht vergessen, in allem, was wir tun.

Der Niedergang eines einst treuen Königs

Es geht leider jetzt abwärts, weiter abwärts mit dem Leben von Aser Verseen. Und Aser wurde ärgerlich über den Seher und legte ihn ins Gefängnis, in den Block, denn er war deshalb wütend auf ihn. Auch tat Aser zu dieser Zeit einigen von dem Volk Gewalt an.
Er ist der erste König, von dem wir lesen, dass er Männer Gottes richtig verfolgt. Wir haben das bei Jerobeam. Jerobeam steht auf dem Altar, den er einweihen will, und dann kommt ein Mann Gottes und kritisiert ihn. Dann sagt er, er greift ihn. Also will er, dass man da auch richtig zur Sache geht. Und dann macht der Prophet ihn zum Handtuchhalter, also der Arm erstarrt einfach, und der Altar zerbirst. Er muss feststellen: Okay, ich stehe auf verlorenem Posten. Und er bittet den Propheten dann: Kümmer dich mal bitte darum, dass mein Arm hier wieder beweglich wird.
Aser ist der König, der hier tatsächlich Gewalt anwendet, einigen aus dem Volk gegenüber, und der sogar den Hanani dann in den Block legen lässt.
Und dann lesen wir weiter ab Vers 11. Und vielleicht habt ihr euch jetzt die ganze Zeit schon gedacht, ihr Kinder, ihr müsstet ja jetzt schon lange sitzen bleiben. Irgendwie hat das nichts mehr mit Suchen und mit Ruhe zu tun, das Leben von Aser. Und jetzt wird noch einmal der Begriff des Suchens, also einmal dürfte er noch aufstehen, vorkommen. Aber achtet mal, in welchem Zusammenhang das geschieht.
Wir lesen weiter: 2. Chronik 16,11-14. Und siehe, die Geschichte Asers, die frühere und die spätere, siehe, sie ist geschrieben im Buch der Könige von Juda und Israel. Und im neununddreißigsten Jahr seiner Regierung erkrankte Aser an seinen Füßen. Seine Krankheit war überaus schwer. Aber auch in seiner Krankheit suchte er nicht den Herrn, sondern die Ärzte. Und Asa legte sich zu seinen Vätern, und er starb im einundvierzigsten Jahr seiner Regierung. Und man begrub ihn in seinem Grab, das er sich in der Stadt Davids hatte aushauen lassen. Und man legte ihn auf ein Lager, das man angefüllt hatte mit Balsamöl und verschiedenen Arten von Salben, gemischt nach der Kunst der Salbenmischung. Und man veranstaltete für ihn einen sehr großen Brand.
Asas Name bedeutet Heilung oder Rettung. Aber bei Asa sind jetzt die Ärzte mit ihrem Latein am Ende. Und ich habe gedacht: Warum erkrankt dieser König an seinen Füßen? Ist das vielleicht symbolisch für seinen Wandel, Asa, der nicht mehr im Glauben wandelt und da unterwegs ist? Ist es vielleicht ein Erziehungshandeln des Herrn, um ihn wieder auf den Weg, auf den richtigen, zurückzubringen?
Wir lesen dann von einem Grab, das er sich selber gemacht hat. Das imponiert mir sehr: Memento mori, bedenke, dass er sterben muss. Wir wissen nicht, wann er das Grab aushauen ließ, aber auf jeden Fall war dieser König bereit oder vorbereitet auf sein Ableben. Er wollte, dass sein Leichnam an einen Ort gebracht wird, der mit dem Namen Davids in Verbindung gebracht wird. Das finde ich sehr positiv.
Es erinnert so ein Stück weit, wenn wir ins Neue Testament schauen, dann an Joseph von Arimathäa, der sich selbst ein Grab ausgehauen hatte in den Felsen. Auch ein interessantes Hobby, wo der Herr Jesus dann reingelegt wurde.
Das Begräbnis, von dem wir lesen, ist eine ganz große Zeremonie, die stattgefunden hat. Was bleibt aus dem Leben von diesem König? Ich weiß noch gut, als ich mich auf diese Predigt vorbereitet habe, das war im Urlaub, und ich habe das so gelesen und noch einmal gelesen, noch einmal gelesen. Und dann denkst du über Asas Leben nach. Ich habe bei Asas Leben einfach den Stab über das Leben dieses Mannes gebrochen. Ich habe gedacht: Asa, du bist ein Mann, der es nicht geschafft hat. Asa, du hast versagt, du hast es vergeigt. Asa, dein Leben hat gut angefangen, aber es hat schlecht geendet.
Wir haben das in Vers 11 gelesen: die Geschichte Asas, die frühere und die spätere. Wie sieht dein Leben aus? Gibt es auch eine frühere Geschichte, wo du für den Herrn gebrannt hast, und eine spätere, wo es so langsam einschläft? Die Bibel will uns ja immer auch wieder einen Spiegel vorhalten für unser Leben. Geht unsere Geschichte mit dem Herrn bergauf oder bergab?
Wenn wir uns das Leben von Aser anschauen, dann stellen wir am Ende so viel Versagen fest. Wir lesen von diesem Bündnis, das er schließt mit diesem heidnischen Herrscher, dem Ben-Hadad. Wir lesen davon, dass er Hanani, den Mann Gottes, in den Block legt. Wir lesen davon, dass er einigen aus dem Volk sogar Gewalt antut. Dafür ist sein König nicht da. Er, der die ganze Zeit Gott gesucht hat, und ihr musstet so oft aufstehen, danke, als ihr es gemacht habt, der hat am Ende seines Lebens nur noch die Ärzte gesucht. Irgendwie ist das schwach, oder?
Und dann habe ich mir noch so eine Übersichtstafel angeschaut, kennt ihr vielleicht, wo die Könige so aufgemalt sind. Gelb ist immer toll, schwarz ist schlecht, und Asas Leben beginnt gelb und endet dann so schwarz. Ich habe gesagt: Jawohl, weise genickt dazu. Und dann habe ich weitergelesen. Also es ist immer wichtig, dass man die Bibel dann weiterliest. Und dann hat Gott da so eine ganz krasse Korrektur geschenkt.
Wisst ihr, wenn wir uns Gottes Urteil noch einmal vor Augen führen, dann war das sehr deutlich. Auf Gottes Urteil kommt es an. Und wir haben das gelesen zu Beginn: 2. Chronik 14,2. Aser tat, was gut und recht war in den Augen des Herrn, seines Gottes. Das Ganze wurde in Kapitel 15,17 nochmals wiederholt: Doch war das Herz Asas ungeteilt all seine Tage. Und plötzlich stelle ich fest: Das, worauf es ankommt, ist nicht Asa mit seinem Versagen, sondern der Gott, der dahinter steckt.
Und das wird so ergreifend, wenn wir uns dann das Leben von Asas Sohn und Asas Enkel anschauen. Wir blättern einfach mal weiter in 2. Chronik 20,32, und da wird uns Joschafat berichtet, der wird uns gleich noch beschäftigen. Joschafats Leben ist prall voll, da passiert ganz viel. 2. Chronik 20,32: Und Joschafat war ein guter König. Und dann lesen wir: Und er ging auf den Wegen seines Vaters Aser und wich nicht davon ab, indem er tat, was recht war in den Augen des Herrn.
Dann kommt der Enkel von Aser dran, das ist Joram, der ist nicht mehr so positiv. 2. Chronik 21,12: Da gelangte ein Schreiben von dem Propheten Elija an ihn, das lautete: So spricht der Herr, der Gott deines Vaters David: Weil du nicht auf den Wegen deines Vaters Joschafat und auf den Wegen Asers, des Königs von Juda, gegangen bist, sondern auf dem Weg der Könige von Israel gegangen bist und Juda und die Bewohner von Jerusalem zur Hurerei angehalten hast, nach den Hurereien des Hauses Ahabs, und weil du auch deine Brüder, das Haus deines Vaters, umgebracht hast, die besser waren als du usw. usw.
Und wir stellen fest: Hier schafft es Gott sogar, Asa in einem Atemzug mit David zu erwähnen. Und das finde ich so ermutigend. Ich habe über Asas Leben den Stab gebrochen, aber Gott hat Asas Leben benutzt, um damit Geschichte zu schreiben. Nicht weil Asa ein toller Mann war, das haben wir deutlich herausgearbeitet, sondern weil Gott, und Gott ist gnädig und barmherzig. Das finde ich so gewaltig, dass Gott auf uns nicht angewiesen ist.
Und wir werden ermutigt in Epheser 5,1, und damit möchte ich schließen: Seid nun Nachahmer als geliebte Kinder Gottes! Seid nun Nachahmer als geliebte Kinder Gottes!
Ist dir der Wert deines Bruders und deiner Schwester, die neben dir sitzt, mit der du vielleicht ein Problem hast, bewusst und bekannt? Paolo schreibt das zweimal in seinen Briefen: der Bruder, für den Christus gestorben ist. Weißt du um den Wert deines Bruders, der neben dir sitzt, oder hast du auch über ihn schon längst den Stab gebrochen und er ist für dich verbrannt?
Ich glaube, dass wir Christen leider sehr gut darin sind, dass Menschen bei uns verbrannt sind und nichts mehr zu sagen haben. Aber Gott schreibt weiter Geschichte, nicht weil die Biografien so toll sind, sondern weil er der Gott ist, der zu seinem Ziel kommt, weil er auf dem Thron sitzt und regiert und weil er zu seinem Ziel kommt. Und das finde ich sehr ermutigend.

Schlussgebet und Segensbitte

Ja, lasst uns noch aufstehen, ich bete gerne noch.
Lieber Herr Jesus, du sagst in deinem Wort, dass wir Barmherzigkeit mit Freudigkeit ausüben dürfen. Und darum wollen wir dich bitten, Herr. Wir können diese beiden Begrifflichkeiten nicht einfach zusammenbringen, weil wir feststellen, dass wir menschlich so begrenzt sind, dass wir so stolz sind und dass unser Leben oft so verlogen und falsch ist.
Aber, Herr, wir dürfen auch eine neue Identität haben in dir, in Christus. Was für eine Hoffnung, die Hoffnung der Herrlichkeit! Und, Herr Jesus, du bist ein Gott, der uns verändert, der uns sein Wort vorhält wie einen Spiegel und der uns verändert, der eingreift, der lebendig ist, der regiert und der zu seinem Ziel kommt und Geschichte schreibt.
Wenn wir uns Johannes anschauen, dann wirft er auf dieser Insel der Verbannung einen Blick in den Himmel, und er stellt fest: Auf dem Thron sitzt einer. Was ist das für eine gewaltige Aussage! Du bist der Herr aller Herren, der König der Könige, du bist der Gott, vor dem sich einmal jedes Knie beugen wird, und wir dürfen dir heute schon nachfolgen, Herr.
Wir wollen dich bitten, dass uns das prägt und umtreibt, Herr, dass wir uns deutlich vor Augen führen, welchen Wert meine Geschwister haben, die du auch so teuer erkauft hast wie mich selbst. Herr, wir bitten dich, dass wir unsere Gemeinschaft heiligen und uns anspornen und anreizen zu guten Werken. Wir bitten dich, dass wir ein offenes Ohr haben für die Nöte, die da sind, und wir bitten dich, dass wir immer mehr Stolz ablegen und immer mehr deine Herrlichkeit widerspiegeln, du großer, herrlicher Herr Jesus!
Danke für dein Wort, Herr, danke für diese Zeit, die wir hier verbringen dürfen, danke für die Kaffeepause, die jetzt ansteht. Wir bitten dich, dass du den weiteren Verlauf auch segnest, Herr. Amen!