
Matthäus 4,8-4,1121.05.2001
Serie•Teil 7 / 37Matthäus-Evangelium
Generierte Mitschrift
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Rückblick auf die bisherigen Versuchungen
Lasst uns an der Stelle weitermachen, wo meine Predigtreihe das letzte Mal aufgehört hat, nämlich bei Matthäus. Also: Jeder, der eine Bibel dabei hat, mag bitte das Matthäusevangelium aufschlagen, Kapitel 4. Wir sind immer noch bei dem großen Thema der Versuchung Jesu, der Versuchung Jesu in der Wüste. Die Geschichte, in der es darum ging, dass Jesus kurz nach der Taufe durch den Heiligen Geist in die Wüste geführt wurde, um dort durch den Teufel verführt oder versucht zu werden.
Wir haben schon ein Stück weit gesehen, bei den letzten beiden Predigten, in denen wir uns Versuchung I und Versuchung II angeschaut haben, wie der Teufel versucht hat, einen Spaltkeil zwischen diese Einheit von Vater und Sohn zu treiben. Sein Ziel war es, Vater und Sohn auseinanderzubringen, und damit versuchte er, das eigentliche Ziel des Lebens Jesu zu untergraben. Jesus war auf diese Erde gekommen, warum? Er sagt es selbst: um den Willen des Vaters zu tun und dadurch, dass er den Willen des Vaters tut, die Welt zu retten.
Und wir können uns vorstellen: Wenn der Teufel es tatsächlich geschafft hätte, ihm seinen Willen aufzuzwingen, ihn dazu zu bringen, das zu tun, was nicht der Vater wollte, sondern was der Teufel wollte, dann wäre Jesus für seinen Dienst disqualifiziert gewesen. Dann hätte es für diese Welt tatsächlich keinerlei Hoffnung mehr gegeben.
Bevor wir zu dem Text kommen, den wir heute betrachten wollen, Matthäus 4,8-11, gab es schon zwei Versuchungen. Zweimal hatte der Teufel schon Anlauf genommen, Jesus zu Fall zu bringen. In der ersten Versuchung ging es um körperliche Bedürfnisse. Jesus hatte lange gefastet, und der Teufel machte ihm diesen so naheliegenden Vorschlag: Du hast doch Hunger, oder? Ja? Was hältst du davon, die Steine da in Brot zu verwandeln? Ist doch legitim, du hast doch Bedürfnisse! Und Jesus lehnt das ab, weil er nicht bereit ist, seine physischen Bedürfnisse über den Willen des Vaters zu setzen.
Dann sagt der Teufel, nicht wörtlich, aber inhaltlich: Okay, ich habe das verstanden, du willst nur tun, was der Vater tut. Schau, ich habe hier eine Bibelstelle. Und diese Bibelstelle besagt, dass der Messias das Versprechen bekommt, dass er seinen Fuß nicht an einen Stein stoßen wird. Was hältst du davon, du springst vom Tempel, und alle Leute werden sehen, wie du auf besondere Weise von den Engeln aufgefangen wirst, bevor du am Boden aufschlägst? Wäre das nicht etwas? Und der Vater hat das doch in seinem Wort geschrieben, also ist es noch nicht einmal gegen Gott.
Und Jesus sagt: Nein, ich werde Gott nicht versuchen, indem ich Bibelverse zitiere, weil der Mensch nicht dazu da ist, Gottes Treue zu testen, sondern er ist dazu da, ihm, das heißt Gott, seine eigene Treue zu beweisen. Dieses in der ersten Versuchung: Hilf dir selbst! Dieses in der zweiten Versuchung: Lass dir doch von Gott helfen!
So kommen wir jetzt in der dritten Versuchung zum eigentlichen Höhepunkt. Wenn ihr so wollt, nimmt der Teufel jetzt die Maske ab, er reißt sie vom Gesicht, zeigt uns sein wahres Gesicht, und sein eigentliches Ziel wird sichtbar: Lass dir von mir helfen und bete mich an.
Wir wollen gemeinsam lesen Matthäus 4, die Verse 8-11:
Wiederum nimmt der Teufel ihn mit auf einen sehr hohen Berg und zeigt ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und spricht zu ihm: Dies alles will ich dir geben, wenn du niederfallen und mich anbeten willst. Da spricht Jesus zu ihm: Geh hinweg, Satan! Denn es steht geschrieben: Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen. Dann verlässt ihn der Teufel, und siehe, Engel kamen herbei und dienten ihm.
Matthäus 4,8
Wiederum nimmt der Teufel ihn mit auf einen sehr hohen Berg und zeigt ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit. Das ist natürlich kein See im eigentlichen Sinn, so hoch könnte kein Berg sein. Selbst wenn man sich in einer Weltraumkapsel befindet, die deutlich höher ist als alle Berge dieser Welt, könnte man nicht die ganze Erde sehen. Es geht um ein übernatürliches Sehen. Und das, was der Teufel Jesus hier zeigt, das sind einfach mal alle Länder.
Aber nicht eigentlich die Länder an sich als geografische Einheit, sondern es geht um die Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit. Das Wort Herrlichkeit kann man im Deutschen übersetzen mit Ausstrahlung, mit Glanz, etwas, was eine Sache wertvoll macht. Und wir merken: Das, was der Teufel ihm zeigt, ist nicht nur: Aha, Deutschland, so und so viel Quadratkilometer, so und so viel Bruttoinlandsprodukt. Sondern da geht es um mehr, da geht es um die Macht, um den Wert, der hinter so einem Land steckt.
Und er bekommt jetzt nicht nur ein Land gezeigt, sondern alle Länder der Erde. Demzufolge zeigt er ihm quasi den Wert der Welt, die Herrlichkeit der Welt. Und er bietet ihm das an, und er sagt in Vers 9: Dies alles will ich dir geben, wenn du niederfallen und mich anbeten willst.
Das ist ein Angebot, oder? Jesus, schau dir das an: die ganze Welt. Du siehst sie in all ihrer Herrlichkeit, den ganzen Glanz, den lasse ich dich sehen, und ich möchte dir das geben. Das biete ich an: Herrschaft über die ganze Welt! Die Kosten eigentlich gar nicht viel, weißt du, nur eine Kleinigkeit. Bete mich an, mehr will ich gar nicht von dir. Einmal niederfallen, mich anbeten, und ich gebe dir die Herrschaft über die ganze Welt.
Die erste Frage, die man sich hier stellen kann, ist doch: Ist das ernst gemeint? Ist das Angebot ernst in dem Sinn, dass der Teufel wirklich über die Erde verfügt und jemandem sagen kann: Ich biete dir an, Weltherrschaft? Und wenn wir die Bibel ernst nehmen, dann lautet die Antwort an der Stelle, makaber, ja: Es ist ganz ernst gemeint.
Die Bibel lässt uns im Hinblick auf den Teufel nicht im Unklaren, im Hinblick auf sein Wesen und im Hinblick auf seine Macht. Sie bezeichnet ihn zum Beispiel in Johannes 12 als den „Fürst dieser Welt“. Er ist der, der hier das Sagen hat. Oder an anderer Stelle wird er bezeichnet als der „Gott dieser Welt“, 2. Korinther 4.
Und wenn wir noch ein bisschen weiterlesen, dann stellen wir fest: Der Teufel ist natürlich unsichtbar und mit Sicherheit nicht das, was die Menschen sich vorstellen, so etwas mit komischen Füßen und Hörnern und rot, als hätte er ein bisschen zu viel Pfeffer gegessen oder so. Das ist er nicht. Und er wohnt übrigens auch nicht, um das mal zu sagen, in der Hölle. Überhaupt nicht. Er kommt da mal hin, im Moment ist er da noch nicht. Im Moment ist er auf dieser Erde.
Die Bibel beschreibt ihn als einen Geist, der in der Atmosphäre wirkt, der Einfluss hat auf die Menschen und der die Menschen zum Unglück manipuliert. Und der Apostel Johannes malt ein ganz düsteres Bild, wenn er im ersten Johannesbrief davon schreibt: Wir wissen, dass wir, und damit meint er die Gläubigen, aus Gott sind. Und jetzt wendet er den Blick rüber und schaut auf den Rest der Welt und sagt: Und die ganze Welt liegt in dem Bösen. 1. Johannes 5,19
Die ganze Welt liegt in dem Bösen. Und er meint damit nicht: Naja, die Welt liegt im Argen, im Sinn von: Da ist auch nicht alles so richtig gut. Nein, er meint: Diese Welt, so wie wir sie hier kennen, ist der Macht des Bösen unterworfen. Und zwar nicht ganz allgemein, sondern sehr speziell. Da gibt es einen, der ist dahinter her, dass auf dieser Welt das Böse immer böser wird.
Und vielleicht verstehen wir, wenn das sich so langsam setzt, was ich eben gesagt habe, auch, warum Paulus in Epheser 6,11-12 im Hinblick auf den Teufel und seine Dämonen den Christen einen Rat gibt. Epheser 6,11-12. Es ist ein Rat, der uns zeigt, dass wir an dieser Stelle vorsichtig sein müssen, dass man im Hinblick auf den Teufel einfach auf zwei Seiten vom Pferd runterfallen kann. Man kann ihn lächerlich machen, kann sagen: Na, was ist denn das? Und macht eine Scherzfigur draus. Oder man kann auf der anderen Seite runterfallen und denken: Wow, der ist so mächtig, da kann ich gar nichts tun. Auch das wäre falsch.
Und der Apostel Paulus findet jetzt den Mittelweg, und dieser Mittelweg liest sich folgendermaßen:
Epheser 6,11-12: Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr gegen die Listen des Teufels bestehen könnt.
Er ist listig, er ist gefährlich, aber er ist nicht allmächtig. Und es ist auch nicht so, dass man ihm einfach ausgesetzt wäre, ohne dass man etwas tun könnte an der Stelle, sondern wir können die Waffenrüstung Gottes anziehen und gegen die Listen des Teufels bestehen. Aber wir müssen das auch tun, denn es heißt in Vers 12: Unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, also nicht Menschen sind die eigentlichen Gegner, sondern gegen die Gewalten, gegen die Mächte, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die Geister der Bosheit in der Himmelswelt.
Der Teufel herrscht, er herrscht jetzt, er herrscht auf dieser Erde. Und diese Herrschaft wird erst beendet sein, wenn Jesus wiederkommt.
Jetzt mag einer von euch sagen: Jürgen, ich habe da mal was anderes gelesen in der Bibel. Heißt es nicht in Johannes 16,11, dass der Teufel schon gerichtet ist? Wie passt das zusammen? Du sagst, er herrscht, und da steht, er ist gerichtet.
Und meine Antwort lautet: Ja, du hast recht. Der Teufel ist tatsächlich schon gerichtet. Das Gericht ist gesprochen, aber es ist noch nicht vollzogen. Am Kreuz ist es tatsächlich passiert, das Gericht wurde über den Teufel gesprochen. Er ist verurteilt, aber das Urteil ist noch nicht vollstreckt. Deshalb ist er heute noch im Regiment, und er wird es bleiben bis zum Schluss, bis zu dem Moment, wo Jesus wiederkommt auf diese Erde, um sein sichtbares Reich aufzurichten.
Es gibt heute viele Christen, die träumen von einer weltweiten Erweckung. Und es gibt auch einige, ich sage es mal so, sogenannte Propheten, die sie in dieser Erwartungshaltung unterstützen. Und ich würde das auch gerne glauben können, aber ich kann es nicht, weil die Bibel das Gegenteil betont. Lesen wir in der Bibel, wie sich die Welt entwickeln wird, dann wird es so sein, dass auf dieser Erde das Böse ausreifen wird. Es wird so sein, dass am Ende der Zeit nicht eine Erweckung steht, sondern der totale Abfall von Gott.
Können wir uns das vorstellen? Am Ende der Zeit steht nicht Erweckung, sondern der totale Abfall von Gott. Heute können wir das vielleicht noch nicht in dem Ausmaß erkennen, was das bedeutet. Wir sitzen hier in einem Gottesdienst, und dass wir uns in einem Gottesdienst hier treffen, das bedeutet: Es ist noch nicht das Ende. Irgendjemand hat uns das Evangelium gepredigt, irgendjemand hat uns gesagt: Hey, es gibt Rettung für dich, es gibt die Möglichkeit, dass du zu Gott kommst, es gibt die Möglichkeit, dass du deine Schuld abgeben kannst. Da ist einer für dich gestorben, einer hat für dich bezahlt. Du kannst zu Gott umkehren.
Das ist ein Angebot, aber es wird eine Zeit geben, wo man dieses Angebot kaum mehr hören wird, kaum mehr wahrnehmen wird. Jesus wird wiederkommen, das ist eine Lehre der Bibel, und die Frage ist: Wie wird er diese Welt vorfinden? In Matthäus 24,37 heißt es, dass er diese Welt vorfinden wird in einer Form, die man schon kennt, das heißt dort: wie in den Zeiten oder in den Tagen Noas. So wird es sein, wenn Jesus wiederkommt.
Und wie war es zu den Zeiten Noas? Alle waren gläubig, die Gottesdienste waren voll, weltweite Erweckung, alles war super? Nein, leider nicht. Denn Noah, da gehört die Flut dazu. Flut, das ist Gericht, und Gericht deutet darauf hin, dass zur Zeit Noas es genau andersherum war. Das heißt in 1. Mose 6,5: Und der Herr sah, dass die Bosheit des Menschen auf der Erde groß war und alles Sinnen der Gedanken seines Herzens nur böse den ganzen Tag.
Der Mensch hat sich schon Gedanken gemacht in der Zeit Noas, aber seine Gedanken waren böse, und er hat den Tag damit zugebracht, böse Gedanken zu haben. Und die Bibel sagt: Wenn Jesus wiederkommt, dann wird es genau so auf der Erde sein. Weltweit werden sich die Menschen Gedanken machen über das Böse. Am Ende wird diese Welt regiert sein von einer Gesellschaft, die die Bosheit liebt.
Und wenn man ein bisschen in die Offenbarung hineinschaut, wir machen das gerade im Volkshochschulkurs, und wir sind auch gerade schon an der Stelle angekommen, wo diese Endzeit beschrieben wird, da beschreibt Offenbarung 13 einen Mann, den die Offenbarung als das Tier bezeichnet, einen Mann, der an die Macht kommt, ein politisch-religiöses Weltsystem aufbaut, nur um dann eines zu erreichen: totale Anbetung seiner selbst. Und er wird das erreichen. Wer dann noch Gott folgt, wer dann noch Gott anbeten möchte, lebt in Lebensgefahr.
Die Zeiten werden so schlimm werden, sagt Jesus in der Endzeitrede, Matthäus 24,22, dass, wenn jene Tage nicht verkürzt würden, kein Fleisch, das heißt kein Mensch, gerettet werden könnte. Könnt ihr euch das vorstellen? Religiöse Verführung durch Zeichen und Wunder, die so stark wird, dass man sich ihrem Einfluss kaum mehr entziehen kann, wo nur deshalb Menschen am Schluss übrig bleiben, weil Gott sagt: Ich werde rechtzeitig dem Ganzen ein Ende machen. Das ist das, worauf diese Welt zuläuft.
Paulus schreibt, wir haben das schon hier dran stehen, über die Gesellschaft der Zeit, über den Charakter der Menschen etwas, was man in weiten Teilen heute schon studieren kann. 2. Timotheus 3,1-5 heißt es: Dies aber wisse, dass in den letzten Tagen schwere Zeiten eintreten werden.
Merkt ihr das? Es wird nicht leichter werden auf dieser Welt, es wird schwerer werden. Und warum würde es schwerer werden? Weil die Menschen schwieriger werden, weil sich das Böse durchsetzen wird. Denn die Menschen werden selbstsüchtig sein, sie werden einfach nur an sich selber denken, geldliebend. Hauptsache die Aktienkurse steigen, nicht wahr? Früher war es: Hauptsache, der Mensch ist gesund. Im Moment ist es ein bisschen anders geworden. Geldliebend, prahlerisch, Hauptsache ich stelle was dar, dickes Auto, aber nichts zu essen, hochmütig, der gleiche Gedanke, Lästerer, einfach schlecht über den anderen reden, kennt keiner von uns wahrscheinlich, aber...
Den Eltern ungehorsam. Oh ja, das wird zunehmen. Und wenn ich die Klagen der Lehrer meiner Töchter höre, hat es schon zugenommen, zumindest in den letzten zwanzig Jahren. Undankbar. Menschen, die alles für selbstverständlich nehmen: Gesundheit, Sonnenschein, einen vollen Kühlschrank, Frieden, und die gar nicht mehr auf den Gedanken kommen, dass man dafür Dank sagen kann. Unheilig, lieblos. Lieblos finde ich auch noch sehr interessant. Menschen, die einfach aufgehört haben, ein Verständnis dafür zu haben, was es heißt, einen anderen lieb zu haben. Wo eine ganze Generation von Kindern heranwächst, ohne geliebt zu werden. Schlüsselkinder, Kinder, die, ja, ich weiß nicht, wie ich das ausdrücken soll, wo ich mich frage, wie sie ihren Kindern wieder Liebe weitergeben sollen.
Lieblos, unversöhnlich. Jeder hat jetzt seine Rechtsschutzversicherung, oder? Damit wir uns nicht einigen müssen auf friedlichem Wege. Verleumder, unenthaltsam. Unenthaltsam ist einfach undiszipliniert, dass man nicht mehr die einfachsten Übungen schafft. Grausam, ja, grausam. Wo seht ihr, dass Grausamkeit ein Zeichen dafür ist, dass ein Mensch Gott nicht kennt, sagen die Sprüche. Und hier fragt euch, warum Filme wie Hannibal, Spiele, wo es darum geht, dem anderen den Kopf abzuschießen, dass nur das Blut so spritzt, Tierquälerei bis hin zu Menschenquälerei auch in unserem Land überhandnehmen. Grausam, ja, das ist der Mensch.
Und wir könnten fortfahren, ich will das jetzt nicht weiter tun. So sieht die Gesellschaft der Endzeit aus. Und wenn ich ganz naiv, wie ich nun mal bin, das nehme und die Zeitung aufschlage, dann sage ich: Ja, das stimmt, das Bild stimmt. Vielleicht nicht in jedem Detail einhundert Prozent, aber im Großen und Ganzen ist es genau das, was sich heutzutage vor unseren Augen ereignet. Und wisst ihr warum? Weil der Teufel diese Welt regiert. Er hat sie in seiner Hand, und das Böse reift und reift und reift bis zum Schluss.
Aber es wird einen Schluss geben, und das möchte ich jetzt auch einmal betonen. Der Teufel wird nicht ewig die Macht haben, er wird genau so lange herrschen können, bis Jesus wiederkommt, um seine eigene Regierung anzutreten. Und noch einmal, damit mich auch gar keiner falsch versteht: Jesus ist Sieger. Darf ich das so plump sagen? Ja? Jesus ist wirklich der Sieger. Da geht auch nichts darüber hinaus. Nur im Moment ist es so, dass Jesus im Himmel zur Rechten des Vaters sitzt und darauf wartet, dass er wiederkommt.
Noch etwas: Ich sage, Jesus wird wiederkommen und sein Reich auf dieser Erde aufrichten. Wer wird als König über dieser Erde herrschen? Und er tut das in einem gewissen Maß jetzt auch schon. In Johannes 18,36 beschreibt er es so in seiner Auseinandersetzung mit Pilatus: Mein Reich ist nicht von dieser Welt.
Die Art und Weise, wie Jesus heute herrscht, das ist auf eine Art und Weise, die nicht königlich ist. Er hat nicht irgendwo seinen Palast stehen, er hat keine Sekretärin, bei der du anrufst und sagst: Ich hätte gern mal einen Audienztermin. Den kriegst du dann wahrscheinlich zwar nicht bei den hohen Herren. Er hat keine Telefonnummer, er hat keine Postanschrift. In dieser Form herrscht er nicht. Deswegen sagt er: Mein Reich ist nicht von dieser Welt.
Aber regiert er deshalb nicht? Doch, er regiert. Aber nicht als sichtbarer König auf der Erde, sondern er regiert, und das kann ich nur sagen, bildlich im Herzen eines jeden Gläubigen. Paulus sagt an einer Stelle: Nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir. Das ist das, was ich meine. Jesus herrscht im Leben der Gläubigen. Er ist, wenn ich das so sagen darf, der Privatkönig. Er hat kein Königreich, aber er ist mein persönlicher Herr.
Und Jesus spricht eine Einladung aus, die steht hier unten: Kommt her zu mir, all ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir. Das ist eine Einladung an Menschen, die mühselig und beladen sind, zu Jesus zu kommen. Aber was bedeutet das, wenn da steht: Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir?
Joch, das ist das, was die Tiere getragen haben, die Esel oder die Kühe, so überm Nacken, um sie vor einen Wagen zu spannen. Und das Joch ist ein Bild für Herrschaft, denn wem ich mein Joch auflege, der musste dahin ziehen, wo ich ihn getrieben habe, der war mir untertan. Und Jesus sagt: Nehmt auf euch mein Joch, werdet mein Volk, kommt zu mir und lasst euch von mir dirigieren. Und noch mehr: Lernt von mir.
Und das Angebot, was er damit macht, ist: Ich möchte euer König sein, ich möchte in eurem Leben regieren, und ich verspreche euch eins: Ich werde euch zu der Ruhe und zu dem Frieden bringen, den ihr euch eigentlich ersehnt.
In Offenbarung 1,5 heißt es über Jesus, dass er der Fürst der Könige der Erde ist. Das bedeutet: Jesus ist derjenige, der allen Staatsmännern dieser Welt überlegen ist. Er ist quasi der oberste Staatsmann. Aber, und das müssen wir richtig verstehen, das ist ein Titel, ein Titel, den er hat, zu dem aber noch kein Reich auf dieser Erde gehört.
Wenn heute jemand sagt, Jesus herrscht, dann muss ich sagen: Ja und nein. Ja, er herrscht im Herzen der Gläubigen, das ist richtig, aber er herrscht nicht als Fürst der Könige der Erde über diese Welt. Und lest die Offenbarung zu dem Thema und lest den Titel am Anfang, wo er da steht, als der Fürst der Könige der Erde, und dann lest weiter und haltet die Spannung aus, bis Offenbarung 11,15 kommt der Punkt, wo Jesus tatsächlich sein Reich antritt. Das ist der Punkt, wo die siebte Posaune erschallt, wo diese Welt gerichtsmäßig zum Ende kommt, und da heißt es dann in Offenbarung 11,15:
Und der siebente Engel posaunte, und es geschahen laute Stimmen im Himmel, die sprachen: Das Reich der Welt unseres Herrn und seines Christus ist gekommen, und er wird herrschen in alle Ewigkeit.
Jesus wird wiederkommen, das Böse wird ausreifen, und er wird das Böse ein für allemal wegnehmen. Und dann, wenn das, was hier beschrieben wird, eintritt, dann wird sein Reich in einer sichtbaren Form auf dieser Erde existieren. Und dann werden alle sehen, dass er wirklich zu Recht den Titel „Herr der Herren, König der Könige“ innehatte, weil er dann auch sichtbar als der König aller Könige, also als der Oberkönig, regiert.
Und dann werden wir auch die Erfüllung von dem erleben, was in Psalm 2,8 steht. In Psalm 2,8 lesen wir von einem Zwiegespräch zwischen Gott dem Vater und Gott dem Sohn. Und der Vater spricht zum Sohn: Fordere von mir, und ich will dir die Nationen zum Erbteil geben, zu deinem Besitz die Enden der Erde.
Also schon in Psalm 2 wird das ganz klar gemacht: Der Messias, von dem wir wissen, dass es Jesus von Nazaret ist, wird einmal über die ganze Welt regieren.
Gut, wir halten fest: Der Teufel herrscht über die Welt. Zukünftig wird Jesus über die Welt herrschen. Die Herrschaft des Teufels ist begrenzt. Aber im Moment ist das Angebot, das er Jesus macht, und wir kommen ja von Matthäus 4 her, schau dir das an: Das alles will ich dir geben, wenn du nur bereit bist, mich anzubeten. Das Angebot ist ernst gemeint.
Aber wir merken auch: Der Teufel bietet Jesus etwas an, was Jesus sowieso irgendwann mal bekommt. Also er zeigt ihm die ganze Welt und sagt: Du wirst über die ganze Welt herrschen. Aber Jesus wird über die ganze Welt herrschen. Ja, was bietet er ihm denn dann an? Also wenn ich dir sage: Hier, du gibst mir mal deinen Autoschlüssel, und ich zeige dir deinen Autoschlüssel und sage: Du willst mal mit deinem Auto fahren, das ist eh mein Auto, was ist denn das für ein Angebot?
Das Angebot steckt an einem anderen Punkt. Jesus wird über die Welt regieren, ja. Aber habt ihr euch Gedanken gemacht, dass Jesus nicht die ganze Welt auf diesem Weg erreicht? Ein Leben auf der Erde in Ablehnung, ein Weg ans Kreuz, Bitterkeit, Schmerz, Verachtung und dann nach dem Kreuz die Auferstehung und eine noch längere Zeit im Himmel, das Warten auf den Tag, wo alles vollendet sein wird und er auf die Erde zurückkommt.
Was der Teufel hier anbietet, ist eine Abkürzung. Jesus, ich mache dir einen Vorschlag, also ich sage das mit meinen Worten: Du wirst doch mal über die Welt regieren, ja, werde ich tun. Und du musst dazu ans Kreuz, ja, dazu muss ich ans Kreuz. Ich habe da eine Idee: Ich zeige dir einen Weg, wie du das gleiche Ziel erreichst, aber zu günstigeren Konditionen. Wenn du mich anbetest, kriegst du auch die Weltregierung. Gleich! Ohne das ganze Ding mit dem Kreuz und der Auferstehung und dem Warten im Himmel. Sofort! Ist das nicht ein Deal?
Wenn man das so hört, dann geht es euch vielleicht so, dass ihr sagt: Stimmt, das ist die Art und Weise, wie der Teufel es immer macht. Er hat ja keine Schöpfermacht, er kann sich ja in dem Sinn nichts selbst schaffen, um es dir anzubieten. Er kann ja eigentlich nur das, was Gott an guten Dingen geschaffen hat, nehmen und dir vorhalten und sagen: Also schau her, das ist das Gute im Leben, und Gott sagt, auf dem und dem Weg sollst du es erreichen. Aber das ist doch zu anstrengend, ich habe da einen besseren Weg für dich, du kriegst das gleiche Ziel, aber zu günstigeren Konditionen.
Ich mache mal ein Beispiel, ein Beispiel, was mir immer wieder in unserer Zeit einfällt, vielleicht umso mehr. Nein, das ist jetzt trüb, gar nichts zu erzählen. Also Sexualität: Gott sagt, ich möchte dem Menschen eine erfüllte Sexualität schenken. Das ist sein Ziel. Und Gott sagt, der Weg dahin geht über Warten, über Verbindlichkeit in einer Beziehung. Und dann in dieser Beziehung, mit der Verbindlichkeit, reift Sexualität zu dem, was es eigentlich sein soll: einer tiefen, feinen, schönen Sache.
Und jetzt kommt der Teufel und sagt: Warten? Ey, das ist doch out. Nee, brauchst nicht warten. Gott hat schon recht, Sexualität ist klasse. Sollst schon das Gleiche haben, aber ich habe einen besseren Weg für dich. Einen Weg, der billiger ist, schneller geht, wo du mit einer Abkürzung sofort am Ziel ankommst.
Viele Menschen gehen diesen Weg und sagen: Stimmt, Gott ist doch kein Spielverderber. Was soll er dagegen haben? Er möchte doch bestimmt, dass ich glücklich bin. Und es stimmt, Gott ist kein Spielverderber, aber wisst ihr: Der Teufel ist ein Lügner. Johannes 8,44 heißt es über den Teufel: Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben.
Das bedeutet: Seine Abkürzungen gehen immer nach hinten los. Du kannst das probieren. Aber ich verspreche dir eins: Sie werden auf lange Sicht immer nach hinten losgehen. Sie mögen kurzfristig dazu führen, dass du sagst: Wow, ich bin schneller da. Aber auf lange Sicht werden sie nicht funktionieren. Weil Gott es gut mit uns meint und der Teufel ein Lügner ist und sein eigentliches Ziel der Mord ist. Johannes 8,44 heißt davor: Jener war ein Menschenmörder von Anfang an.
Und wenn du glaubst, der Teufel meint es gut mit mir, dann muss ich dich enttäuschen: An keiner einzigen Stelle, egal wie zuckersüß das Angebot daherkommt, ist es gut. Egal wie verlockend es aussieht, sehr logisch, wenn Sünde nicht verlockend wäre, würden wir sie nicht tun. Aber am Ende bleibt der Frust, am Ende bleibt die Selbstanklage, am Ende bleibt der Scherbenhaufen, am Ende bleibt die Frage: Warum? Warum habe ich das so gemacht? Am Ende bleibt dieses dumpfe Gefühl in der Magengegend, schmutzig und dreckig zu sein und zu wissen: Reingefallen, reingelegt, auf den Leim gegangen.
Es muss einem einfach nur klar sein: Der Teufel ist ein Lügner, und er ist ein Fälscher, und er bietet Dinge zu einem niedrigeren Preis an, aber er bietet sie nie kostenlos an. Und du zahlst, du zahlst, bitte. Der Preis, den Jesus zahlen soll für die Weltherrschaft, lautet: Dies alles will ich dir geben, wenn du niederfallen und mich anbeten willst.
Also Tipp für heute Nachmittag: Wenn du dem Teufel eine Freude machen willst, bete ihn an. Klar, oder? Wenn wir dem Teufel eine Freude machen wollen, das größte Ziel, das er hat, ist, mal richtig angebetet zu werden. Natürlich wird jeder sagen: Das mache ich nie. Also Teufel anbeten kommt ja gar nicht in Frage. Ah, Vorsicht, ja. Auch echte Teufelsanbetung, also echter Satanismus, ist im Moment in dieser Stadt groß im Kommen.
Aber erinnert ihr euch noch an unsere Freunde, die Magier? Vor x Monaten haben wir darüber gesprochen, die ein Vorbild waren in Anbetung. Von den Magiern haben wir gelernt, dass Anbetung nicht unbedingt eine Sache von Gottesdienst ist oder Gebetstunde. Nicht weil wir jetzt hier sind, beten wir an, sondern Anbetung ist eine Haltung und ein Lebensstil.
Ich bete an, wenn ich in eine Sache Zeit und Geld investiere. Manche Hobbys sind versteckte Götter, die ich anbete und in die ich all meine kostbare Zeit und mein Geld investiere. Ich bete an die Dinge, die mein Denken füllen, da wo ich sage: Darum dreht sich mein Denken. Wenn ich mal fünf Minuten freie Zeit habe, woran denkst du? Ist das deine Modelleisenbahn? Oder sagt: Da fehlt mir noch jenes Signal und diese Lok, die ich nie mehr vermisse, aber schau, wie ich die irgendwo herkriege.
Was füllt dein Denken? Wenn du weißt, was dein Denken füllt, sage ich dir: Wir sind gut auf dem Weg herauszufinden, was eigentlich dein Gott ist. Oder was bringt dich dazu, ein bestimmtes Verhalten an den Tag zu legen? Ist die Gruppe, in der du bist, in die du unbedingt hineinwillst, dein Gott? Die Bibel nennt zum Beispiel Habsucht Götzendienst. Dass wir Habsucht, also ein bisschen mehr Geld haben wollen und damit nicht aufhören können, warum ist denn das Götzendienst? Ha, es ist Götzendienst, weil Geld selber ein Gott sein kann. Dein Denken dreht sich ums Geld. Oh, und jeden Morgen fieberst du nach der Zeitung und schlägst die Seite mit den Aktienkursen auf und sagst: Ah, der Tag ist gerettet, super. Nicht gefallen, sogar ein bisschen gestiegen, du 0,5 Punkte mehr! Und das machst du morgens für morgens, vielleicht auch abends für abends, ja, und schaust schon in der Tokio-Börse nach, wie es da gelaufen ist. Das ist dein Gott.
Anbetung ist nicht eine Frage, wo du deinen Gottesdienst verbringst, sondern eine Frage, was dein Leben füllt. Und der Teufel will das. Er will entweder direkte Anbetung, wie im Satanismus, oder er möchte einfach indirekte Anbetung. Leb doch einfach so, wie er es dir vorschlägt. Das reicht ihm schon. Es reicht ihm, wenn du ihm auf den Leim gehst und ein bisschen das tust, was er sagt. Weil wenn du lebst nach dem, was er sagt, bringst du damit auch zum Ausdruck: Gott bedeutet mir eigentlich nichts, oder Gott bedeutet mir weniger, aber eigentlich geht es mir um das, was der Teufel mir anzubieten hat.
Was macht Jesus an der Stelle? Da ist das Angebot: Weltherrschaft, Abkürzung. Und Jesus sagt keinen einzigen Augenblick. Matthäus 4,10: Da spricht Jesus zu ihm: Geh hinweg, Satan! Denn es steht geschrieben: Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen.
Zack, hier werden wir ihn schon kennen. Da kommt der Lügner, da kommt der Fälscher, da kommt der Versucher, und Jesus sagt: Nein, es steht geschrieben. Wenn ich nicht mehr weiß, wie ich mich verhalten soll, dann geh zurück zur Bibel und schau nach, was steht eigentlich da. Wenn du völlig durcheinander bist, wenn dir jemand ein Angebot macht von null auf hundert, plötzlich kommt die außer tarifliche Bezahlung oder der Aufstieg oder dies oder jenes und du denkst: Na, was soll ich machen? Geh zumindest mal zurück zur Bibel. Was sagt die Bibel, wo sind die Prioritäten?
Nein, wir werden keinen Moment den Teufel anbeten, nein, wir werden keinen Moment auf seine Schliche hereinfallen, wir werden ihm nicht folgen, keinen Millimeter. Und er zitiert zwei Stellen aus dem fünften Buch Mose. Das ist einmal 5. Mose 6,13: Den Herrn, deinen Gott, sollst du fürchten und ihm dienen und bei seinem Namen sollst du schwören. Und noch einmal 5. Mose 10,20: Den Herrn, deinen Gott, sollst du fürchten, ihm sollst du dienen und ihm anhängen, und bei seinem Namen sollst du schwören.
Und Jesus verkürzt jetzt diese zwei Zitate, und er verwendet das Wort anbeten, wo in diesen Zitaten etwas von fürchten drinsteht, von bei seinem Namen schwören und anhängen. Und wir merken: Wenn es um Anbetung geht, dann geht es um die Frage des Fürchtens, des Anhängens und der Beziehung.
Darf ich fragen: Wen fürchte ich über mir? Gibt es da einen, den ich über mir fürchte, wo ich sage: Ja, vor dem habe ich echt Respekt? Wem hänge ich an? Wem folge ich? Wer ist mein Idol? Wer ist mein Leuchtturm, an dem ich mich ausrichte? Und vor wem werde ich absolut ehrlich? Das ist dieses Bei-seinem-Namen-schwören. Wo werde ich absolut ehrlich, wo sage ich: Okay, jetzt ist alle Lüge außen vor.
Und ich hoffe, dass du auf all diese Fragen eine Antwort geben kannst: Gott, ich fürchte Gott, ich hänge an Gott, und wenn es um Fragen der Moral oder um Fragen des Lebensstils geht, keine Frage, die letzte Autorität ist Gott. Und wenn das so ist, dann kann ich dir sagen: Dann bist du ein Anbeter, denn das macht Anbetung aus. An Gott hängen, ihn fürchten, ihm folgen, ihn als höchste Autorität anerkennen. Und genau das ist das, was Gott von uns möchte.
Menschen meinen, Gott möchte, dass wir Gebote erfüllen, und wenn wir genügend viele Gebote erfüllt haben, dann ist alles in Ordnung. Nein, darum geht es überhaupt nicht. Es geht darum, dass wir in einer Beziehung zu Gott leben, nicht in Blabla, nicht in Irgendetwas, was nur scheinbar so ist. Eine echte, tiefe Beziehung, das ist das, was Gott uns anbietet, und das ist aber auch das, was er will. Und diese Beziehung fußt auf Glauben oder, wie man es anders im Deutschen auch übersetzen könnte, auf Vertrauen.
Und die letzte Frage ist dann: Hast du diese Vertrauensbeziehung zu Gott? Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen. Das ist das Motto, was auch heutzutage noch wirklich das Ende aller, das größte aller Mottos ist: Du sollst Gott anbeten und ihm allein dienen.
Und deswegen lasst mich zum Schluss die Frage stellen: Wem gehört deine Loyalität? Wen betest du an? Sind wir bereit, als Nachfolger Christi einen Weg zu gehen, wie ihn Christus vorneweg gegangen ist? Christus hat sich bewusst entschieden, auf dieser Erde zu bleiben, ein Leben in Leiden und Hingabe zu führen, um andere Menschen mit dem Evangelium zu erreichen. Sind wir bereit, den gleichen Weg zu gehen, oder lassen wir uns an der einen oder anderen Stelle von einer diabolischen Abkürzung ablenken und müssen am Ende feststellen: Ja, der Teufel hat uns auch reingelegt.
Die Entscheidung liegt bei euch, bei jedem Einzelnen: Wem will ich folgen, für wen will ich leben? Ich kann nur sagen, dass Gottes Angebot steht. Ihr erinnert euch noch, die Predigt heißt ja eigentlich Test the best part three, und die Frage, die hier gestellt wird, lautet: Wo werden sie die Ewigkeit verbringen? Und dann heißt es: Jesus Christ is tested. Und eigentlich fasst das das zusammen: Der Teufel kommt, und er versucht, und er versucht, und er versucht, und am Ende muss man einfach sagen: Er hat es nicht geschafft. Jesus hat tatsächlich den Test bestanden. Und er schickt den Teufel weg, und die Engel dienen ihm.
Und es stimmt einfach: Jesus Christus, sonst nichts. Da ist keiner, der ihm gleichkommt, da ist keiner, auf den ich mein Leben bauen könnte, da ist keiner, der mit dem Teufel so umspringen sagt: Tschüss, ist genug jetzt, schon ist vorbei, du kannst gehen. So geht er mit dem Teufel um.
Und deswegen noch einmal die Frage: Wie sieht es mit uns aus? Sollten wir nicht heute damit anfangen, den Teufel wegzuschicken und Jesus zu dienen?
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