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Gesegnet, weil ich zerbrochen sein kann

Matthäus 5,322.10.2018
Serie•Teil 5 / 14Blessed - gesegnet, weil...
Du musst nicht stark wirken, um zu Gott zu kommen. Erst wenn du ehrlich zerbrichst, hörst du auf, dich selbst zu retten – und findest genau dort Freiheit, Gnade und neuen Halt.

Einleitung und Hinführung zum Thema

Mein Name ist Jürgen Fischer. Für alle, die noch Fragen zur Predigt haben, können Sie mich gerne ansprechen oder mir eine E-Mail schreiben. Das geht auch. Wobei ich die nächsten Tage nicht ganz so empfänglich bin für das, was mir geschrieben wird. Also, ich müsste mir schon zwei Wochen einräumen, denn das ist jetzt definitiv der letzte Schritt vor dem Urlaub. Ja, wenn das Ding hier rum ist, dann: und tschüss.
Gut, also: Wenn man Jesus fragen würde, worin besteht eigentlich Glück, dann würde er eine Antwort geben, die gar nicht so furchtbar modern klingen würde. Modern ist es heute, wenn man jemanden draußen fragt: Was ist eigentlich Glück? Dann heißt es oft: Glücklich bist du dann, wenn du dich selbst verwirklichen kannst, wenn du eine ordentliche Portion Gesundheit hast, ein bisschen Wohlstand dazu, wenn alle dich mögen, wenn du weißt, wie man dein eigenes Recht durchsetzt, und wenn dann neben dir nicht so nervige Nachbarn wohnen. Dann bist du glücklich. Das ist so gängig.
Und jetzt, wenn man Jesus fragen würde: Gott, du kennst ja die Menschen. Wie würdest du Glück oder biblisch: Glückseligkeit definieren? Dann würde Jesus Dinge aufzählen, die sich gar nicht so nach Glück anhören. Er würde uns, genau genommen, den Charakter eines Jüngers beschreiben. Und wenn man das einmal so macht: Wie ist denn so ein Jünger? Dann ist ein Jünger einer, der über Sünde traurig sein kann. Ein Jünger ist einer, der sich selbst zurücknehmen kann, um anderen zu dienen. Und Jesus sagt: Wenn du das tust, dann wirst du glücklich.
Ein Jünger ist einer, der sich Gerechtigkeit wünscht und Ungerechtigkeit abstoßend findet. Einer, der barmherzig ist und wirklich, wenn er jemanden sieht, der schwach ist, sich überlegt: Wie kann ich dem helfen? Ein Jünger ist einer, der ehrlich ist, der keine Hintergedanken hat. Er ist jemand, der Frieden stiftet, der sich bei einem Streit dazwischenstellt. Er ist jemand, der das Evangelium predigt und dann, wenn er für diese Treue zu Jesus verspottet oder auch verfolgt wird, sagt: Ja, das gehört irgendwie dazu.
So jemand ist in den Augen Jesu glücklich. Nicht, weil sein Leben easy ist, überhaupt nicht. Oder weil alle ihn mögen, weil alle ihn verstehen. Sondern er ist deshalb glücklich, weil er ein Leben führt, so wie Gott sich ein Menschenleben vorstellt. Also: Je mehr mein Leben dem Leben von Jesus ähnlich wird, in dem Maß werde ich das Glück finden, das Gott sich für mich wünscht.
So, diese kurze Zusammenstellung: Wer so ein bisschen die Bibel kennt, der sagt vielleicht: Hä, ich weiß, wo es steht, ich weiß, wo es steht. Ja, genau, das waren die Seligpreisungen, Matthäus 5, kurz vor der Bergpredigt. Aber eine fehlt. Und die eine, die fehlt, um die soll es heute gehen. Wir sind in der Gesegnet-Reihe, in der Blessed-Reihe Nummer fünf, und heute: gesegnet, weil ich zerbrochen sein darf.

Der erste Blick auf die Seligpreisung

Okay, das klingt jetzt nicht sonderlich gesegnet, ist es aber. Es ist wie bei diesen ganzen Seligpreisungen, bei denen man erst einmal denkt: Hä, ja, ich darf traurig über Sünde sein, ich darf mich nach Gerechtigkeit ausstrecken. Was hat das damit zu tun?
Mir geht es darum, euch mit hineinzunehmen in diesen Gedanken, was es für ein Segen ist, zerbrochen sein zu dürfen.
Wir starten mit der ersten Seligpreisung. In Matthäus 5,3 heißt es: Glückselig die Armen im Geist, denn ihrer ist das Reich der Himmel. Glückselig, also überglücklich, die Armen im Geist, denn ihrer ist das Reich der Himmel. Das Reich der Himmel, nichts anderes als das Leben mit Gott, ist für die, die arm sind im Geist.
Und jetzt geht es hier, das muss man gut verstehen, logischerweise nicht um Menschen, die weniger intelligent sind als andere. So, als müsste man dumm sein, um Christ zu werden. Darum geht es überhaupt nicht. Es geht um die Frage: Wie sehe ich mich? Wie sehe ich mich, wenn ich vor Gott stehe? Sehe ich mich so als den Hauptgewinn, als einen, wo ich sage: Ja, mich braucht Gott in seiner Sammlung. Ich bin so cool und so schön und so erfolgreich, ja, mich braucht Gott noch. Ist das meine Haltung? Dann bin ich nicht arm im Geist.
Oder habe ich verstanden, dass ich vor Gott nicht mehr tun kann als in dem Gleichnis des Zöllners, der sich an seine Brust schlägt und sagt: Gott sei mir, dem Sünder, gnädig. Die Armen im Geist, das sind die Bettler vor Gottes Thron. Wenn man sie fragt: Sag mal, was hast du, was kannst du mitbringen in das Leben mit Gott? Dann sagen sie: Da ist nichts, tut mir leid, ich habe nichts. Das sind die Armen im Geist.
Jesus greift, wenn er das sagt, auf das Alte Testament zurück. Also das, was Jesus sagt, hat ganz, ganz, ganz, ganz oft im Alten Testament eine Basis. Es ist nicht so, dass Jesus auf die Erde kommt und sich alles neu ausdenkt. Wenn man genau hinschaut, stellt man fest: Diese Idee von jemandem, der in geistlichen Dingen, im Blick auf Gott, arm ist, stammt aus Jesaja 66. Da heißt es in Jesaja 66,2b: „Aber auf den will ich blicken“, jetzt kommt es, „auf den Elenden“, da steckt schon das Arme mit drin, „und den, der zerschlagenen Geistes ist und der da zittert vor meinem Wort.“
Jesus ist nicht so knapp, das ist Jesaja. Jesaja schreibt ein bisschen mehr, aber er beschreibt denselben Typ Mensch: arm, zerschlagener Geist, betroffen über das, was das Wort Gottes ihm zu sagen hat. Und derjenige, der arm im Geist ist, das ist der, der nicht arrogant ist, nicht selbstgerecht ist. Und hier in Jesaja 66, genau wie in Matthäus 5, wird jemand beschrieben, der erschrickt, der merkt: Boah, das sagt Gott über mich. Der erschrickt.
Und dann spürt er etwas. Er spürt sein Elend, er spürt seine Armut, er fühlt seine Verlorenheit. Und indem er das spürt, zerbricht er vor Gott. Ich behaupte jetzt, dass jeder Mensch, dem Gott das schenkt, jeder Mensch, der das von Gott geschenkt bekommt, dass er vor ihm zerbrechen darf, der ist unglaublich gesegnet.
Warum? Warum ist das segensreich, dass wir uns elend und zerschlagen fühlen, dass wir, wenn wir vor Gott stehen, wissen, wir sind klein und hilflos? Warum ist das segensreich? Ich habe euch fünf Punkte mitgebracht, die ich mit euch kurz durchgehen möchte. Da ist einmal das Thema Rettung, dann das Thema Entspannung, das klingt interessant, Heiligung, Berufung und Gnade. Fünf Punkte, die alle damit zu tun haben, dass ich zerbrochen sein darf.

Rettung und der Anfang des Glaubens

Kommen wir zu Punkt eins: Rettung.
Ohne die Erfahrung der Zerbrochenheit können wir uns nicht bekehren. Das ist ja das, womit die Seligpreisungen anfangen: Glückselig die Armen im Geist, denn ihrer ist das Reich der Himmel.
Ewiges Leben, Himmel, Leben mit Gott gibt es nicht ohne die Erfahrung, dass ich vorher arm im Geist werde, dass ich vorher zerbreche. Wenn wir im Himmel sind – ich hoffe, dass die meisten von euch da ankommen – dann gibt es dort genau eine Sorte Mensch. Da kannst du durchschauen. Da gibt es eine Sorte Mensch, die sehen alle gleich. In einem bestimmten Punkt sind alle gleich. Es sind alle Leute, die sagen: Ich hab nichts. Also ich bin nicht hier, weil ich so toll war, sondern ich habe irgendwann in meinem Leben verstanden: Ich bin in geistlichen Dingen bettelarm. Ich habe nichts.
Nur solche Leute finden sich in der Bibel: Menschen, die im Angesicht der Wahrheit, im Angesicht von Gottes Wort, sich elend und zerschlagen, von Sünde überführt, und dann logischerweise, weil sie das gemerkt haben, weil es sie wirklich auf die Knie gebracht hat, einfach bereit waren zu sagen: Okay, wenn es so mit mir aussieht, dann brauche ich jemanden, der mich rettet. Und dann in diesem Moment auf Jesus treffen und ihn als ihren persönlichen Retter annehmen, sich ihm anvertrauen und sagen: Okay, wenn das so ist, wenn es so mit mir aussieht, dann lasse ich mich von Jesus retten, weil da ist ja nichts mehr in mir drin. Da ist ja nichts, was ich bringen kann.
Wisst ihr, wer an sein eigenes Ego und an seine Selbstgerechtigkeit glaubt, oder wer sich so für überlegen hält, der so auf die anderen immer runterschaut – die armen anderen kriegen ihr Leben nicht auf die Reihe, aber ich! – wer so durchs Leben geht, der findet keine Vergebung bei Gott. Es ist wirklich unmöglich, den Schritt des Glaubens zum Kreuz zu gehen, ohne dass ich vorher verstanden habe, wie es um mich steht.
Solange ich noch glaube, dass ich nicht so schlimm bin, solange ich noch glaube, ich kriege es irgendwie selber hin, solange ich noch nicht – und ich habe ganz bewusst dieses Ei da abgebildet – solange ich noch nicht zerbrochen und auch ein Stückchen ausgelaufen bin, solange kann ich mit dem, was am Kreuz passiert, dass ein anderer für mich stirbt und alles gibt, eigentlich noch nichts anfangen. Erst muss ich begriffen haben, wie hilflos und verloren ich bin. Erst muss ich mir eingestehen, dass ich mich nicht selber retten kann. Und dann ist das die Voraussetzung dafür, dass ich reif werde für den Himmel.
Dann bin ich reif für Errettung, für Erlösung, für Vergebung. Dann bin ich reif für Jesus. Aber das ist die Voraussetzung. Ich gehe nur dann zum Kreuz, wenn ich vorher zerbrochen bin. Und deswegen ist es ein unglaublicher Segen, vor Gott zerbrechen zu dürfen. Es ist wahrscheinlich im Leben eines Menschen der grösste Segen, den er überhaupt erfahren darf: so ein ordentlicher Blick in den Spiegel, um zu sagen: Ja, du bist wirklich so hässlich. Ja, das stimmt, das bist du. Da ist nichts.
Und ich glaube, es ist ein ganz schlimmer Fluch, wenn ich das nicht kann. Die Medien bewundern die Selbstgerechten. Ich weiss noch, ich habe mal angefangen, die Biografie von Steve Jobs zu lesen. Ich habe sie abgebrochen. Diese Typen, die über Leichen gehen, um eine Firma zu gründen, die mit ihren Ideen und ihrem Erfolg alle beeindrucken, die sich auch so diesem Nimbus der Unantastbarkeit ein Stück weit zulegen – Typen, zu denen man aufblickt, über die man Biografien schreibt, die vielleicht auch als Beispiel herangezogen werden für Durchhaltevermögen und Selbstverwirklichung.
Und doch muss uns eines klar sein: Sich nicht in Gottes Augen sehen zu dürfen, nicht zu wissen, wie erbärmlich und verloren ich vor dem Schöpfer des Universums bin, vor dem allmächtigen Gott; nicht zu wissen, dass all mein Ruhm und mein Erfolg, nicht einmal meine Charity-Programme, dass all das vor Gott nichts gilt, weil Gott mein Herz kennt, weil Gott genau weiss, was sich da drin an Rebellion gegen ihn befindet; das nicht erkennen zu dürfen, vielleicht noch zu glauben, ich kann alle täuschen, Gott eingeschlossen; nicht vor Gott zerbrechen zu können, weil ich mir in meinem Leben so sehr gefalle, weil ich so sehr mein eigener Herr sein möchte – das ist in meinen Augen der schlimmste Fluch, der einen treffen kann.
Wenn mir meine Selbstverliebtheit vorspielt: Ich schaffe das ohne Gott. Und am Ende stehe ich vor Gott und muss feststellen: Ich habe mich völlig getäuscht. Und die Welt hat mich bejubelt. Ich habe hier auf dieser Welt das Leben gewonnen. Ich bin abgetreten als einer, über den man, wie gesagt, Filme dreht, kann es bei Arte sehen, vielleicht sogar im Kino. Und dann stehe ich vor Gott und muss sagen: Tut mir leid, ich habe das Wichtigste verpasst.
Das ist für mich einer der schlimmsten Flüche, die man sich überhaupt vorstellen kann. Und deswegen ist nichts und lass dich von Gott retten. Das ist Segen.
Ich bin ja immer wieder fasziniert davon, dass Gott ein Gott ist, der nicht mal sagt, es koste dich einen Euro, gerettet zu werden, sondern er sagt, es koste dich gar nichts. Du musst nur ehrlich werden. Du musst nur ehrlich werden, du musst nur ehrlich zugeben: Ich schaffe es nicht, ich weiss nicht, wie es geht, ich habe da nichts. Und dann sagt Gott: Wunderbar, erster Punkt war das. Dann kannst du dich bekehren. Das ist die Voraussetzung dafür: Glückselig die Armen im Geist, denn ihrer ist das Reich der Himmel.

Entspannung durch ein Leben ohne Schein

Punkt zwei: Entspannung.
Ich finde Zerbrochenheit unglaublich befreiend. Das ist mir erst in den letzten 15 Jahren so richtig klar geworden. So in den Dreißigern versteht man das, glaube ich, noch nicht. Das ist jedenfalls mein Eindruck. Aber irgendwann kommt das dann.
Wir leben in einer Welt, die den Schein wahrt. Ständig muss einer dem anderen beweisen, was er kann. Jetzt werden die Frauen sagen: Das ist doch so ein Männerding. Ja, das ist ein bisschen mehr so ein Männerding. Aber, ihr lieben Frauen, ganz ehrlich: Ist es nicht manchmal auch so, dass man sich ein bisschen aufbrezelt, weil man anderen etwas zeigen möchte? Das ist nicht nur ein Männerding. Ich glaube, dass wir in einer Welt leben, in der man einfach das Gesicht nicht verlieren will.
Wenn ich nun zerbrochen bin, wenn ich den ersten Punkt einfach mal mache und sage: Da ist nichts, ich bin nur ich, Punkt, dann mache ich bei diesem Scheinwahren, diesem Gesicht-Nicht-Verlieren, einfach nicht mehr mit. Wenn ich einmal vor Gott zugegeben habe und auch vor mir selbst zugegeben habe: Ich bin ein Defizit, ich bin defizitär, dann ist das einfach unglaublich befreiend.
Wenn du zerbrochen bist, dann definierst du dich nicht mehr über deine Leistung, nicht mehr über das, was du darstellst. Dann durchschaust du diese Welt. Wisst ihr, wie man Leute manipuliert? Mit Titeln und Boni. Ja, da will man dich ständig zu noch mehr antreiben. Aber wenn du zerbrochen bist, dann weißt du ganz ehrlich: Das Gehalt eines Menschen sagt nichts über seinen Charakter aus. Ich weiß ganz genau, dass Statussymbole, auch deine VIP-Kontakte, dieses „Ich kenne da die Celebrity XY“, vielleicht alles nur Hülle sind. Da ist kein Kern dabei.
Der Zerbrochene weiß, dass er zerbrochen ist. Und jetzt kommt’s: Auch als Christ bleibt man zerbrochen. Das ist etwas, was wir uns manchmal nicht eingestehen. Wir zerbrechen vor Gott, und dann denken wir: Ja, und wenn ich mich jetzt bekehrt habe, dann bin ich plötzlich nicht mehr zerbrochen. Aber das stimmt nicht. Wir bleiben zerbrochen.
Ich höre das manchmal, dass man sagt, wir müssen einander Wert zusprechen. Ich höre das und schmunzle und frage mich ehrlich: Steht das irgendwo in der Bibel? Steht da nicht, dass wir unser Leben verlieren müssen, unser Kreuz tragen und Jesus nachfolgen? Und ihr merkt, es geht in eine ganz andere Richtung.
Wissen Sie, vielleicht ist das bei euch anders, aber mein altes selbstverliebtes Ego ist ja nicht weg. Das hat sich auch nicht wirklich einschläfern lassen. Das ist immer noch so ein bisschen da, dieses alte selbstverliebte Ego. Es will immer und immer wieder auf den Thron meines Lebens. Eigentlich sitzt auf dem Thron Jesus. Jesus ist Herr. Das habe ich bei meiner Taufe gesagt. Jesus ist Herr. Das singe ich hier immer sonntags: Jesus ist Herr. Aber da gibt es dieses kleine, eklige Ego, das sagt: Ich schupfe mal Jesus so ein bisschen vom Thron runter. Das ist immer da. Es ist irgendwie jede Woche da. Es ist total lustig, das geht überhaupt nicht weg.
Und ich merke dann, wie weit verbreitet das ist, wenn Leute über Gemeinde reden. Wenn ich so Dinge höre wie: „Ich suche mir meine Gemeinde, die mir gefällt und mich mit dem bedient, was ich brauche.“ Wow! Sorry, Zerbrochenheit! Zerbrochenheit befreit mich zur Selbstverleugnung, befreit mich zum Gehorsam, zum Dienst, zum Ertragen, zum Vergeben. Zerbrochenheit lässt mich nichts von mir selbst erwarten, denn wo nichts ist, da ist nichts.
Also, um es mal ganz deutlich zu sagen: Ich habe die Rechte an meinem Leben abgetreten. Ich habe sie an Jesus übertragen. Die Frage, wer ich bin, stellt sich in meinem Leben nur noch ganz am Rand. Ich weiß, dass wir in einer Zeit leben, die mir einreden möchte: Jürgen, du musst anfangen, dich zu lieben. Ich glaube das nicht. Ich merke, ich möchte mehr im Zerbruch leben, weil es der Weg ist, den mein Herr gegangen ist.
Am Kreuz hängt Jesus. Und er bezeichnet sich in Psalm 22 als Wurm. Das ist ein ganz merkwürdiges Ding. Wurm, ja. Da sagt er dann: Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, ein Spott der Leute und verachtet vom Volk. Ich lese das und denke mir: Wow, wow. Der König der Könige hängt am Kreuz. Er geht den Weg, den der Vater für ihn hat. Und er kann einfach sagen: Ich bin zerbrochen. Ich muss nichts darstellen. Ich darf einfach nur ich sein. Ich muss nichts da reinlegen. Und ich finde das unglaublich befreiend.
Denn mit einem Mal geht es nicht mehr um mich. Es geht nicht mehr um meine Rechte, es geht nicht mehr um meinen Lebensentwurf, meinen Prestige, meinen Ruf. Wisst ihr, worum es dem Zerbrochenen geht? Der Zerbrochene schaut nicht auf sich, der braucht sich auch nicht. Der Zerbrochene ist der, der auf Gott schaut, auf den schaut, der mit ihm geht: Gott an seiner Seite.
Wie heißt der, der den Geburtstag hat? Was heißt Immanuel? Gott mit uns. Warum heißt Jesus, oder warum hat Jesus diesen Titel Immanuel? Ja, weil er genau das in meinem Leben sein will. Irgendwo da draußen gibt es starke Christen, die auf sich schauen können, maybe. Ich bin es nicht. Ich brauche den Immanuel. Also nicht dich, sondern den anderen, ja, den eigentlichen Immanuel, den, der Mensch wurde, um an meine Seite zu treten und zu sagen: Hey, wenn du zerbrochen bist, Halleluja, freu dich drüber, ich bin da. Und ich gehe mit dir. Und wo ich bin, ist einfach alles möglich.
Wenn du auf dich schaust, tut mir leid, das ist nicht viel. Aber wenn du auf mich schaust, so wie in dieser Berufungsgeschichte von Mose, brennender Dornbusch, Mose, zieh los, und Mose dann: Wer bin ich? Und was sagt Gott? Oh, wir werden jetzt erst mal dein Selbstvertrauen ein bisschen aufbauen? Nein, Gott sagt gar nichts davon. Er sagt: Ich werde mit dir sein. Das ist das Entscheidende.
Und das ist die unglaubliche Chance eines Zerbrochenen, der einfach sagen darf: Gott ist mit mir, ich habe nichts, Gott ist an meiner Seite. Und so macht Gott mich zum Segen für andere. Ich bin frei, plötzlich, weil Gott an meiner Seite steht, befreit zu sein, das zu tun, wozu Gott mich berufen hat.
Wisst ihr, ich kann mich loslassen. Mich loslassen. Da bin ich noch nicht gut, da bin ich noch am Lernen, das weiß ich. Aber das ist so eine gigantische Chance. Ich kann mich loslassen, und ich werde die Qualität von Leben finden, die Jesus hatte. Ich sage den Satz noch mal, weil er einfach schön ist, also nicht, weil er nie in meinem Skript stehen würde, aber er ist einfach schön: Ich kann mich loslassen, und ich werde die Qualität von Leben finden, die Jesus hatte. Denn er hat sich losgelassen. Er hängt am Kreuz. Und was bin ich denn? Wurm. Ich bin eigentlich der König der Könige, aber ich mache mich zu nichts, ich zerbreche, und ich gehe den Weg, den Gott für mich hat. Halleluja!
Glaub mir, du wirst so lange nicht wirklich zufrieden sein, solange du dich noch um dich selbst drehst. Und in dem Moment, wo wir damit aufhören, fängt etwas ganz Neues an.

Heiligung als Weg der Ehrlichkeit

Dritter Punkt
Wir hatten jetzt Rettung, wir hatten als zweiten Punkt diese Entspannung, und wir hatten als dritten Punkt jetzt Heiligung.
Heiligung: Zerbrochenheit ist eine Chance. Wenn ich zerbreche, dann gebe ich ja nur zu, was Gott schon lange weiß. Also sage ich: Ich bin ein Sünder. Und weil ich meiner Zerbrochenheit zugebe, darf ich, und das finde ich auch, ich finde das ganze Thema toll, ihr merkt das schon, einen ehrlichen Blick auf meine Defizite werfen.
Versteht ihr? Jemand, der zerbricht und sagt: Ich kann das alles nicht, der muss nicht mehr so tun, als könnte er es. Weil ich nicht beweisen muss, wie toll ich bin, darf ich meine Schwachstellen ohne Angst anschauen. Gott kennt mich doch eh. Die Menschen meistens auch. Also: Was hindert mich daran, einfach mir selbst gegenüber mal ehrlich zu werden?
Wer nicht zerbrochen ist, der muss immer so ein bisschen scheinbar. Und scheinbar heißt immer: Ich muss meine eigenen Mängel verstecken. Wer zerbrochen ist, ganz ehrlich, der hat keine Angst, im Allgemeinen jedenfalls, einfach die Bibel zu lesen und seine eigenen Defizite zu entdecken.
Der Clou ist: Jesus fordert uns sogar dazu auf. Es gibt eine Stelle in Markus 9, da verwendet Jesus das Bild von Salz für Gericht. Ich weiß, das ist komisch, das machen wir heute nicht mehr. Und dann sagt er in Markus 9,50: Habt Salz in euch selbst und haltet Frieden untereinander.
Also: Salz ist ein Bild für Gericht. Salz in mir selbst, Gericht in mir selbst, so ein bisschen Selbstgericht, Selbstkritik, über sich selber mal kritisch nachdenken, mal ehrlich werden mit sich selber, nicht immer so tun, als wäre alles gut. Ich darf mich so sehen, wie ich bin. Ich muss niemandem, am wenigsten mir selbst gegenüber, etwas vormachen. Ich darf selbstkritisch sein.
Und wisst ihr, was der Clou ist? Ich muss keine Angst haben, dass Gott mich dafür ablehnt. Das ist das Schöne. Gott sagt: Mach das. Und wir haben intuitiv Angst davor, weil wir denken: Wenn ich das mache, wenn ich jetzt ehrlich schaue, wie es um mich aussieht, wow, wie wird denn dann Gott mit mir umgehen?
Und die Antwort ist: Du, der weiß all das schon. Du wirst nichts finden, was er nicht vor dir schon gefunden hat. Und er wird noch Dinge wissen, wenn du in der Ewigkeit ankommst, die du noch nie gefunden hast. Ist das nicht schön, in dem Moment?
Ich sage das mal anders: Ich freue mich, und das hört sich wirklich komisch an, ich freue mich immer, wenn ich eine neue Sünde in meinem Leben finde. Also wenn ich die Bibel lese und denke: Boah, das stimmt auch nicht in deinem Leben.
Warum freue ich mich? Weil jede Sünde, die ich gefunden habe, wenn ich erst mal weiß, was da ist, eine Chance auf Veränderung ist. Ich kann anfangen, die Sünde aus meinem Leben rauszudrängen. Und wenn ich keine Ahnung habe, wie das geht, dann kann ich wenigstens schon mal anfangen, dafür zu beten, dass mir etwas einfällt. Oder ich sage jemand anderem: Du, ich habe keine Ahnung, wie das geht, aber vielleicht kannst du mir helfen.
Das ist so eine Chance, zu wissen: Wo bin ich nicht in Ordnung? Und wenn ich zerbrochen bin, dann ist Zerbrochenheit diese Chance auf Veränderung. Solange ich mich nämlich noch für perfekt halte oder solange ich noch denke, ich müsste Gott beweisen, was für ein toller Hecht ich bin, und dann, wenn ich das schaffe, dann wird er mich auch lieb haben, solange solche Gedanken noch in meinem Kopf sind, solange findet keine Veränderung statt. Dann bleibt nur so ein bisschen Selbstgefälligkeit, bloß nicht zugeben, dass ich nicht fertig bin, so Veränderungsresistenz plus ein sehr unflexibles Selbstbild.
Aber wenn ich zerbrochen bin, wenn ich weiß, dass Gott mich nicht deshalb liebt, weil ich so perfekt bin — das tut er nämlich nicht, er liebt nicht deine Perfektheit, er liebt dich — ist das cool? Also wenn ich das mal verstanden habe, wenn ich vor Gott zerbrochen bin, wenn ich weiß, dass mich Gott nicht liebt, weil ich so perfekt bin, dann kann ich mich einfach daran machen und Schritt für Schritt meinem Leben die Schönheit geben, die sich Gott für mich wünscht.
Und deswegen auch hier dieses Bild, dieses: Ich darf aus einer Raupe zum Schmetterling werden, ich darf mich durch diese Metamorphose hindurch bewegen. Ich darf das einfach, es ist ein Geschenk. Aber die Voraussetzung ist, dass ich aufhöre, so zu tun, als wäre alles in Ordnung, und dass ich zerbrochen vor Gott stehe und mich darüber freue, wenn ich in meinem Leben das eine oder andere entdecke, wo ich über mich selber schmunzle.
Und ich hoffe, du kannst über dich selber schmunzeln. Das ist so wichtig. Ich wüsste jetzt keinen Bibelvers dafür, aber es ist so wichtig: Lern, über dich selber zu schmunzeln, nimm dich mal nicht so ernst, das kann ich dir nur empfehlen. Es ist toll.

Berufung und die Frage nach dem Herzen

So, nächste Folie.
Punkt Nummer vier: Berufung.
Ein zerbrochenes Herz ist offen für die Berufung Gottes.
Es beeindruckt mich immer wieder masslos, wie Jesus mit Petrus umgeht. Erst sagt Jesus zu Petrus: Sag mal, Petrus, weisst du das auch schon? Ja, du wirst mich verraten. Und dann sagt Petrus: Nein, auf keinen Fall, Herr, mit dir bin ich bereit, auch ins Gefängnis und in den Tod zu gehen. Und dann verrät er ihn doch. Dann verrät er seinen Freund halt doch.
Und was kann er am Ende nur machen? Bitterlich heulen, über sein Versagen weinen. Er zerbricht.
Frage: Was tut Jesus?
Das Erste: Er macht ein Frühstück. Finde ich ganz grossartig. Ihr lieben Schwestern, wenn euer Mann mal was richtig Blödes angestellt hat und ihr wollt mit ihm mal ein richtig ernstes Gespräch führen, dann nicht auf nüchternen Magen. Ja, man muss ja irgendwie auch praktische Dinge aus der Bibel ziehen.
Also erst gibt es ein Frühstück, und dann gibt es eine Frage. Also eigentlich gibt es dieselbe Frage dreimal. Dreimal die Frage, und die Frage lautet eben nicht: Du, Petrus, wie konntest du mir das antun?, sondern die Frage lautet: Hast du mich lieb?
Und es ist so cool, weil Petrus immer dreimal sagt: Ja, ja, ja. Und dann gibt Jesus ihm seine Berufung und macht ihn zum Hirten der Gemeinde Gottes.
Merkt ihr, worauf es ankommt? Es kommt eben nicht darauf an, dass wir fehlerlos sind. Gott weiss, dass wir es nicht sind. Jesus kann dir heute schon sagen, wie dein Tag morgen so ethisch wird. Er weiss schon, was du morgen anstellen wirst. Aber was ihn interessiert, ist nicht deine Performance. Was ihn interessiert, ist dein Herz.
Diese Frage: Hast du ihn lieb? Nicht: Machst du alles richtig?, sondern: Hast du ihn lieb?
Und das ist die Frage, die wir mitnehmen dürfen: Kannst du noch bitterlich weinen, wenn du deinen Herrn enttäuschst? Und so ein zerbrochenes Herz, das über Sünde weint, nicht weil es einem selbstgemachten Mass an Perfektion nachjagt, sondern weil es sagt: Ich habe meinen Herrn enttäuscht. So ein Herz, das ist offen für Berufung. Mit solchen Leuten kann Gott etwas anfangen. Und ich glaube, nur mit solchen Leuten.
Und das ist der Grund, warum Petrus an Pfingsten dann die Pfingstpredigt hält. Petrus war menschlich gesehen und intellektuell nicht der Fitteste. Man liest die Apostelgeschichte, man liest den Galaterbrief, und man stellt fest: Er versteht relativ langsam und manchmal erst im zweiten Anlauf. Aber Petrus hat etwas. Er hat etwas, und das merkt man in dieser Geschichte. Er weint, er zerbricht, und er ist bereit, Jesus auf diese Frage: Hast du mich lieb? ehrlich zu sagen: Ja, ich habe ein zerbrochenes Herz, das sich nur eines wünscht: mit dir wieder ins Reine zu kommen, dir zu gefallen.
Und wo das ist, wo wir dieses zerbrochene Herz haben, das sich einfältig und ehrlich an Gott hängt, an der Stelle findet Berufung statt.
Du hast vielleicht bis eben gedacht, berufen werden immer die mit den coolen Gaben, die reden können und sich alles merken können und viele Bibelferse wissen. Stimmt nicht! Berufen werden die, deren Herz an Gott hängt, die auf die Frage: Hast du mich lieb? antworten: Ja, ja, Herr, ich hab dich lieb, ja, ich hab dich wirklich lieb.

Gnade für die Demütigen

Letzter Punkt: Gnade, Punkt Nummer fünf. Gott gibt dem Demütigen Gnade.
Ich weiß nicht, ob dich das Thema Zerbruch weiter interessiert. Wenn du es weiter studieren möchtest, dann suche in deiner Bibel einmal nach Demut. Der Zerbrochene, das ist der Demütige.
Was ist Demut? Demut ist die Fähigkeit, für andere zu leben. Das ist Demut. Demut ist die Fähigkeit, für andere zu leben. Hochmut ist die Haltung, von anderen das zu fordern, was ich denke, das mir zusteht. Das ist Hochmut. Arroganz sieht sich, Demut sieht den anderen. Arroganz fordert, Demut gibt sich hin.
Jesus bezeichnet sich einmal als barmherzig, sanftmütig und von Herzen demütig. Er ist das Vorbild. Er weiß, wie man ein ganzes Leben in andere Menschen investiert, und von ihm müssen wir lernen. Wir müssen von ihm lernen, was es heißt, demütig zu sein, weil der Erfolg unseres Lebens davon abhängt.
Ich habe euch zwei Verse mitgebracht. Einmal in Sprüche 29,23: Der Hochmut eines Menschen erniedrigt ihn, der Demütige aber erlangt Ehre. Und in Jakobus 4,6, fast noch ein Stück gröber: Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade.
Ihr merkt, die beiden Verse zielen auf den gleichen Punkt ab. Gott widersteht hochmütigen Menschen. Arroganz macht kaputt, aber Demut macht groß, und den Demütigen gibt Gott Gnade.
Auf den ersten Blick mag das nicht erstrebenswert sein. Wenn jemand sagt: Hey, werde doch arm im Geist, werde dir doch mal deiner eigenen Gebrochenheit bewusst. Aber wenn mich das dahin bringt, nicht groß von mir zu denken, wenn mich das dazu bringt, mein Leben in andere Menschen zu investieren, dann wirkt diese Haltung plötzlich wie ein absolutes Plus.
Ich weiß ja nicht, was du dir für dein Leben wünschst. Keine Ahnung, was du so für Lebensziele hast. Ich kann dir sagen, was ich mir wünsche: Ich wünsche mir, mit meinen Predigten vielen Menschen zu dienen und in ihnen so etwas zu entfachen wie eine Liebe zu Gottes Wort. Ich wünsche mir, dass sie anfangen, in der Bibel zu lesen, schlau werden, heilig leben, predigen. Das macht mir einfach Spaß, das kann ich nicht anders sagen.
Aber schauen wir uns den Vers an: Wenn ich hochmütig werde, dann wird Gott gegen mich sein. Wenn es mir darum geht, bedient zu werden, statt zu dienen, wenn ich glaube, besser zu sein, nicht einfach nur in bestimmten Punkten erfahrener, das gibt es natürlich, sondern wirklich besser, wenn ich nicht mehr bereit bin, mich hinzugeben, dann wird Gott mir widerstehen, mir und jedem anderen Hochmütigen.
Ich will das aber nicht. Ich will das andere. Ich will Gnade. Ich will, dass ich immer wieder zu Gott kommen muss. Es gibt so viele Dinge in meinem Leben, die ich noch brauche. Und Gott sagt: Okay, du kannst jederzeit zum Thron der Gnade kommen. Ich bin bereit, der Weg ist frei. Das Einzige, was ich mir für dich wünsche, ist, dass du nicht als ein Hochmütiger kommst, weil den Hochmütigen muss ich widerstehen, aber den Demütigen gebe ich Gnade.
Und von daher: Gesegnet. Schauen wir uns die fünf Punkte einfach noch einmal an. Gesegnet, weil ich zerbrochen sein darf. Wir leben einen Gegenentwurf. Diese Welt will etwas sein und etwas darstellen. In dieser Welt sich hinzustellen, wenn ich in irgendeiner Gruppe von Leuten bin und sage: Wisst ihr was, ich bin zerbrochen, ich bin nichts, irgendwie kriege ich mein Leben nicht auf die Reihe, das kommt nicht gut, das macht man nicht. Bei Gott ist das anders.
Wenn wir das bei Gott machen, öffnen wir die Tür. Wir öffnen die Tür für Bekehrung, wir öffnen die Tür für einen Lebensstil, der sich nicht mehr abrackern muss, etwas darzustellen, der ehrlich werden darf. Wir öffnen die Tür dafür, dass ich mich einfach nehmen darf, wie ich bin, und an mir arbeiten darf. Und unfröhlich sein darf. Ich darf sogar sagen: Hey, vor drei Jahren war ich noch viel komischer drauf, und heute bin ich schon ein Stück weiter. Hey, ich lebe aus Gnade, das wird noch weitergehen, und vielleicht werden wir fertig, bis ich sterbe, vielleicht auch nicht, wahrscheinlich eher nicht. Und wir alle sind so drauf, das ist das Schöne. Du bist genauso, du bist auch dabei auf diesem Prozess.
Und dann Berufung: sich hinzustellen und zu sagen, hier bin ich, hast du mich lieb? Ja, okay, das reicht. Und dann dieser Punkt Gnade. Ich finde es großartig, und ich wünsche euch das. Ich wünsche euch diese Dinge. Ich wünsche euch, dass, wenn es in eurem Leben so einen Punkt geben sollte, wo ihr merkt: Ich möchte eigentlich vor Menschen noch etwas darstellen, ich möchte eigentlich so ein bisschen besser dastehen, als ich eigentlich bin, und ich möchte eigentlich nicht zugeben, wie es wirklich um mich steht, wenn es so etwas gibt, nehmt diese Predigt, sucht euch jemanden, dem ihr vertraut, und fangt an, mit ihm dafür zu beten.
Verbrochenheit ist eine unglaubliche Chance, und in meinen Augen deswegen auch dieser Titel: Gesegnet, weil ich zerbrochen sein darf. Es ist ein unglaublicher Segen, einfach das Leben zu dürfen und zu wissen, es geht nicht um mich, es geht um jemand anderen, und er ist an meiner Seite, und er kann mit mir alles erreichen, wenn ich aufhöre, mich um mich selber zu drehen.
Und das wünsche ich uns. Amen.

Vielen Dank an Jürgen Fischer, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!

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