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Der Retter 3/3

10.12.2010
Serie•Teil 10 / 10Wie ist Gott?
Gott ist nicht nur liebevoll, sondern auch heilig. Die entscheidende Frage: Wie kann er dich lieben, ohne das Böse einfach zu übersehen? Das Kreuz ist seine Antwort.

Einordnung und Ausgangspunkt der Reihe

Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen!
So, der letzte Vortrag aus dieser Reihe: Wie ist Gott? Wir wollen uns heute Abend noch einmal mit dem Thema beschäftigen: Gott der Retter, Teil 3.
Wer das letzte Mal dabei war, erinnert sich vielleicht: Ich habe versucht, die Frage zu beantworten, was die beiden herausragenden Eigenschaften Gottes sind. Ich habe behauptet, dass es einerseits Heiligkeit und andererseits Liebe ist. Heiligkeit ist der Aspekt, dass Gott ganz anders ist als wir Menschen, dass Gott moralisch perfekt ist. Und mir war es wichtig, erst über Heiligkeit zu reden, bevor ich heute abschließend über Liebe reden möchte. Ich denke, ihr versteht, warum.
Es gibt in der Tat nicht nur den Grund, dass das natürlich das schönste Thema ist und immer an den Schluss muss. Ja, das ist ja logisch: Wenn man bei einer Hochzeit ist, wer zieht als Letztes ein? Na ja, das Brautpaar. Also das Schönste muss immer an den Schluss.
Aber ich habe eine Sorge bei dem Thema Liebe, und diese Sorge hat mit Stellen wie zum Beispiel 1. Johannes 4,8 oder 1. Johannes 4,16 zu tun. Da heißt es: Gott ist Liebe. Man könnte das lesen, und es gibt genug Leute, die das im Sinne von „Gott ist nur Liebe“ verstehen, als wäre Liebe, wenn wir Gott betrachten, eine Eigenschaft, die irgendwie alle anderen Eigenschaften überstrahlt. Und da möchte ich ein bisschen vorsichtig sein.
Wir lesen: Gott ist Liebe. Wir lesen es hier in Vers 8, wir lesen es auch in Vers 16. Aber wenn wir denken, Gott ist nur Liebe, weil da steht, er ist Gott, dann stimmt das nicht. Wir lesen im Neuen Testament auch zum Beispiel 1. Johannes 1,5: Gott ist Licht. Niemand käme auf den Gedanken zu sagen: Gott ist nur Licht. Wir lesen in Johannes 4,24: Gott ist Geist. Niemand würde sagen: Gott ist nur Geist. Wir lesen in Hebräer 12,29: Gott ist ein verzehrendes Feuer. Keiner würde sich hinstellen und sagen: Gott ist nur verzehrendes Feuer.
Aber komischerweise machen wir das bei der Liebe. Da sagen wir: Gott ist nur Liebe. Mir ist es wichtig, Liebe auch bei Gott vor dem Gesamtspektrum seiner Eigenschaften mindestens neben seiner Heiligkeit zu betrachten und zu begreifen, dass Liebe ein Aspekt seiner göttlichen Natur ist und keine vollständige Beschreibung seines Wesens darstellt.
Ich merke, dass Leute, die an der Stelle falsch denken und für die die Liebe ganz oben steht und quasi alles andere darunter, ein erhebliches Problem mit dem Alten Testament bekommen. Gerade dann, wenn Gott anfängt zu strafen, zu richten, wenn so der Spaßfaktor auf der Strecke bleibt und Gott sich als das offenbart, was er ist: als ein heiliger Gott, und sein Gericht sichtbar, greifbar für uns zu sehen oder zu lesen ist.
Mir ist es wichtig, dass ihr an der Stelle wisst: Wenn wir über Liebe reden, dann tun wir gut daran, aus der Perspektive der Heiligkeit herauszukommen, damit wir nicht auf der einen Seite vom Pferd runterfallen, sondern irgendwie schön ausgewogen mit Gott umgehen und ihm dadurch auch gerecht werden.
Nichtsdestotrotz: Heute reden wir über Liebe, okay? Also heute dürft ihr, ich werde euch heute ziemlich in Ruhe lassen mit diesen ganzen hässlichen Sachen. Ein bisschen wird an der einen oder anderen Stelle mit reinkommen, aber wir reden über Liebe.

Wem Gottes Liebe gilt

Und ich möchte anfangen mit der Frage: Wen liebt Gott eigentlich? Und es ist so schön, wenn man das in der Bibel einfach einmal nachvollzieht: Wen liebt Gott?
Und es fängt an. Ich möchte euch Markus 10,18 nennen. Da sagt der Herr Jesus: Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als nur einer: Gott. Und wenn ich die Frage beantworten müsste, wen liebt Gott, dann fange ich einfach da einmal an: Gott ist gut. Und Gott meint es gut mit seiner ganzen Schöpfung. Er ist nicht nur um den Menschen besorgt, sondern er hat tatsächlich, wenn ich in die Bibel hineinschaue, zuerst einmal alles Leben, alles, was er an Leben geschaffen hat, im Blick.
 Psalm 145,9.15-16.
Dann heißt es: Der Herr ist gut. Da kommt wieder dieser Gedanke: Er ist gut gegen alle, sein Erbarmen ist über alle seine Werke. Vers 15: Alle Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit. Du tust deine Hand auf und sättigst alles Lebendige nach Wohlgefallen.
Das ist die Grundlage, wenn wir über Liebe reden: diese ganz grundsätzliche Güte Gottes. Und deswegen, wenn ich formuliert hatte letztes Mal, Gott hasst den Sünder, weil er sündigt, das stimmt, müsste ich jetzt eigentlich sagen: Gott liebt ihn als ein Geschöpf, als etwas, was er gemacht hat und wo er mit seiner ganzen Güte dahintersteht und sich wünscht, dass der Mensch ein gutes Leben leben kann.
Und deswegen, wenn wir Johannes 3,16, diesen so unglaublich bekannten Vers, uns einmal kurz rezitieren: Denn so hat Gott die Welt geliebt. Da ist diese Liebe einfach in die Breite. Gott steht da und sagt: Ich möchte am liebsten alles mit meiner Güte und Liebe umarmen.
Warum kann Gott lieben? Kurzer Einschub: Die Antwort lautet, weil er ein dreieiniger Gott ist. Weil er ein Gott ist, der uns nicht braucht, damit er jemanden hat, den er lieben kann, sondern der als Dreieinigkeit in sich ohne den Menschen schon eine Liebesbeziehung leben kann.
In Johannes 17,24 wird das exemplarisch ausgedrückt für die Liebe vom Vater zum Sohn. Johannes 17,24: Da heißt es am Ende: Denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt. Da sieht man das einmal so ganz kurz aufblitzen. Der Vater hat schon immer den Sohn geliebt.
Wenn das nicht so wäre, wenn Gott nur ein Gott wäre, so strikter Monotheismus, dann wäre es ganz schwierig zu sagen, dass Gott Liebe ist, weil Liebe immer ein Gegenüber braucht. Wenn ihr das nicht glaubt, ich mache da gerade eine ganz merkwürdige Erfahrung. Ich habe eine Tochter, und wenn ich sie so vor einem halben Jahr und heute betrachte, dann hat sich da ganz grundlegend etwas verändert. Da ist nämlich eine andere Person in ihr Leben getreten, und dieselbe Person, die vor einem halben Jahr noch nicht verliebt war, ist jetzt verliebt.
Wie kann es sein? Und man sieht es ihr sofort an. Und die Tage werden gezählt, bis Herr xy, Mr. Wright, endlich einmal wieder nach Berlin kommt. Es wird morgen Abend 22 Uhr sein, und inzwischen geht es schon darum, die Stunden zu zählen. Und man merkt: Da wird Liebe gelebt. Dieselbe Person, die vor einem halben Jahr das gleiche Potenzial in sich hatte zum Lieben, lebt jetzt Liebe, weil es ein Gegenüber gibt. Ich kann Liebe nur leben mit einem Gegenüber.
Und deswegen fängt Liebe da an. Und deswegen lautet die Antwort auf die Frage: Wen liebt Gott? Liebe fängt da an, wo Gott sich selbst, wo die einzelnen Personen der Gottheit einander lieben und jetzt diese Liebe, die zwischen ihnen ist, weitergeben.
Ich will jetzt nicht über Johannes 17 reden, aber es ist eine dieser gewaltigen Verheißungen für die Gemeinde, dass die Liebe, Vers 26 am Ende, womit du mich geliebt hast, in ihnen sei und ich in ihnen. Das ist eigentlich Gottes Vision von Gemeinde, dass die trinitarische Liebe sich in der Gemeinde entfaltet und verwirklicht.

Von Israel bis zur Gemeinde

Also, wen liebt Gott? Sich selbst? Die ganze Schöpfung?
Und jetzt wird der eine oder andere sagen: Aber da war doch im Alten Testament noch etwas. Stimmt, im Alten Testament ist ein Objekt, ein ganz herausragendes Objekt seiner Liebe: das Volk Israel. In Hosea 11 wird das so ausgedrückt: Hosea 11,1: Als Israel jung war, gewann ich es lieb, und aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.
Es geht um das ganze Volk, nicht nur um den Einzelnen. Ein ganzes Volk wird hier von Gott geliebt.
Und wenn wir im Alten Testament weiterlesen, merken wir: Okay, es ist die ganze Schöpfung, es sind einzelne Völker, und dann sind es einzelne Personen. Bei David, bei Salomo wird das explizit gesagt. Aber auch Psalm 146,8 bringt das sehr schön zum Ausdruck, bezogen auf jeden Menschen, der so lebt, wie es Gott gefällt. Da heißt es in Psalm 146,8: Der Herr öffnet die Augen der Blinden, der Herr richtet die Gebeugten auf, der Herr liebt die Gerechten.
Wir haben uns das letztes Mal darüber unterhalten: Es ist eine relative Gerechtigkeit. Also jetzt nicht hinstellen und sagen: Ja, aber keiner ist ja gerecht. Darum geht es nicht. Es geht ganz grundsätzlich um die Menschen, die sagen: Ich möchte Gott fürchten, ich möchte auf ihn hoffen, ich möchte ihm gehorchen. Soweit ich das eben verstehe, möchte ich ihn lieben, ihm vertrauen, ihm folgen.
Wo Gott das im Leben eines Menschen sieht, da sagt er: Boah, das gefällt mir einfach. Da fängt er an, so jemanden zu lieben.
Und im Neuen Testament haben wir genau dasselbe. Da wird ein ganzes Volk geliebt und der Einzelne aus diesem Volk speziell. Im Neuen Testament haben wir: Gott liebt die Gemeinde. Epheser 5,25-27: Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch der Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat. Vers 27: Damit er die Gemeinde sich selbst verherrlicht darstellte, die nicht Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern dass sie heilig und tadellos sei.
Gott liebt die Gemeinde. Er liebt nicht nur den Einzelnen, sondern hat ein Stück weit das Ganze lieb. Er findet die ganze Einrichtung gut. Das ist vielleicht eine der wenigen Stellen im Neuen Testament, die uns ermutigen, darüber nachzudenken, Gemeindebau voranzutreiben, die Gemeinde als eine Gruppe zu sehen, die zusammengehört, die Gott zusammengestellt hat, wo er sagt: Ich habe Gemeinde lieb.
Und jetzt geht Gott hin und sagt: Das reicht mir aber noch nicht. Genau wie er das Volk Israel lieb hat und den Einzelnen, der sich um ihn müht, so ist das im Neuen Testament genauso.
Und ein Vers, der mir im Neuen Testament extrem viel bedeutet, der vielleicht so etwas wie ein Motto über meinem Leben ist, ich will, das ist ein bisschen viel vielleicht, aber Johannes 14,21: Ein Vers, der wie kaum ein anderer zum Ausdruck bringt, worum es im Christsein überhaupt geht. Johannes 14,21: Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt.
Da sind wir wieder eigentlich im Alten Testament, bei dem, der diese relative Gerechtigkeit hat, der sich anstrengt. Und man könnte fast meinen, hier geht es um Werksgerechtigkeit, geht es aber nicht. Es geht um einen legitimen Ausdruck von Liebe. Wir werden nicht gerettet durch Werke, aber wenn wir gerettet sind, dann sind die richtigen Werke die logische Konsequenz.
Ja sagen zu einer Beziehung, dann sage ich auch Ja zu dem Verhalten, das mich in dieser Beziehung hält, weil ich Ja zu der anderen Person sage.
An dieser Stelle hört der Vers aber nicht auf. Und es passiert etwas, was mich also maßlos fasziniert: Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt. Wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden.
Jetzt merken wir, wie hier der Einzelne angesprochen wird. Es geht nicht mehr um die Gemeinde als Kollektiv, es geht um dich. Du sprichst die Liebessprache Jesu, du tust das, was er sagt, was du tun sollst. Du schmeißt die Sünde aus deinem Leben raus und sagst: Ich tue das, weil ich Jesus lieb habe. Und der Vater sieht dich und sagt: Wow, dann möchte ich dich lieben.
Und jetzt kommt der Knaller: Der Herr Jesus sagt: Und ich werde ihn lieben und mich selbst ihm offenbaren.
Und du denkst vielleicht: Aber ich weiß doch schon, wer Jesus ist. Und ich sage dir: Das ist das Größte, was du in deinem Leben erreichen kannst. Das ist mehr als beruflicher Erfolg, das ist mehr als irgendeine Karriere. Wenn du in einer Beziehung mit dem Herrn Jesus an den Punkt kommst, wo er sich dir mehr und mehr offenbart, das ist, um es mit Johannes 17,3 zu sagen, der Inbegriff von ewigem Leben.

Eine vorsichtige Beschreibung von Gottes Liebe

Wen liebt Gott? Und ihr merkt, die Frage lässt sich nicht so leicht beantworten. Er ist eine Form von Liebe für seine ganze Schöpfung, und dann engt es sich ein, bis wir Liebe in einer ganz intimen Form, quasi auf Augenhöhe, eins zu eins beschrieben finden.
Das gibt es im Alten Testament, bei Mose zum Beispiel, wo Gott ihm begegnet, wie ein Mann seinem Freund begegnet. Und das kann es in deinem Leben geben, wenn Johannes 14,21 Realität wird, wenn wir ein Stück mehr begreifen, die Begeisterung, die Johannes in 1. Johannes 1 so zum Ausdruck bringt: Seht, welch eine Liebe uns der Vater gegeben hat, dass wir Kinder Gottes heißen sollen.
Ich will eine vorsichtige Definition wagen zum Thema Liebe. Ich bin mit Definitionen furchtbar schlecht, das habt ihr schon gemerkt. Ich habe das schon ein paarmal probiert, die sind immer so halb unverständlich. Das liegt daran, dass ich meist versuche, zu viel in eine Definition hineinzupacken.
Aber meine Definitionen sind ja auch nicht Wort Gottes, insofern müsst ihr sie nicht auswendig lernen. Sie dienen mir eigentlich nur dazu, ein paar Punkte zum Thema Liebe abzuhandeln. Es sollte um eine Definition von Liebe gehen, ein paar Punkte.
Ich definiere mal Liebe. Was ist die Liebe Gottes? Liebe Gottes ist die sich selbst verschenkende Zuneigung und die selbstlose Besorgnis Gottes, die ihn dazu bringt, sich für das Glück seiner Geschöpfe einzusetzen.
Ihr habt das schriftlich, ihr müsst das also jetzt nicht mit einem Mal gegriffen haben, müsst auch nicht mitschreiben. Ich sage das nochmal: Liebe Gottes ist die sich selbst verschenkende Zuneigung, das ist der erste Punkt. Gott verschenkt sich selbst. Das hat er bei der Schöpfung gemacht. Da hat er seine Macht, seine Weisheit, seine Güte verwendet, um eine Schöpfung zu machen, um einen Kosmos zu machen, wo er am Ende sagen konnte: Es war sehr gut.
Und das macht er. Er übertrifft sich darin sogar noch einmal in diesem Sich-selbst-Verschenken am Kreuz, wenn er alles gibt, um unsere Sünden zu sühnen. Es ist die sich selbst verschenkende Zuneigung Gottes.

Gottes inneres Erbarmen und seine Leidenschaft

Und ich habe diesen Begriff Zuneigung bewusst hineingenommen. Vielleicht seid ihr erstaunt und fragt euch: Darf man Gott Gefühle zuschreiben? In der Theologie ist es durchaus nicht üblich, von Gott als einem Gott zu reden, der Gefühle hat.
Gerade die Kirchenväter, also die ersten zwei-, drei- oder vierhundert Jahre nach Christus, die sich Gedanken über Gott gemacht haben, waren da sehr zurückhaltend. Ich glaube sogar, sie sind, was ihr Gottesbild anging, eher von der griechischen Philosophie geprägt gewesen. Und in der griechischen Philosophie war Gott ein Gott, der ein Stück zurücktritt und von dem, was da unten passiert, quasi auf den billigen Rängen der Erde, ein bisschen unbeteiligt bleibt. Man fand es falsch, dass Gott sich emotional in diese Welt investiert.
Wie bei vielen theologischen Themen bin ich froh, dass ich all das erst gelesen habe, nachdem ich ein paarmal die Bibel durchgelesen habe. Denn wenn ich in die Bibel hineinschaue, denke ich mir: Wie kann man auf so einen Gedanken kommen? Also wenn ich dir sage, es gibt Leute, die glauben, dass Gott eigentlich völlig leidenschaftslos so neben der Welt steht und ein Stückchen zuschaut, was denkst du? Man muss sagen: Das kann ja gar nicht sein. Da fallen uns doch sofort genug Beispiele ein, wo Gott total emotional reagiert.
Also Psalm 103, Vers 13, kannst du dir das ohne Gefühl vorstellen? Psalm 103, Vers 13: Da steht: Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der Herr über die, die ihn fürchten. Kann man sich das ohne Gefühl vorstellen? Ist doch albern. Wenn mein Kind Not hat, bin ich doch nicht passiv. Oder wenn Gott sich im Neuen Testament vorstellt und sagt: Ich bin euer Vater, wenn ihr zu mir betet, dann betet bitte Vater unser, ist er mit dem Gefühl verbunden?
Also ich gebe zu, das macht die Sache nicht immer leicht, weil wir unterschiedliche Erfahrungen mit unseren Vätern gemacht haben. Das ist zum Teil ein bisschen heikel sogar, und ich weiß da aus persönlicher Erfahrung, dass das manchmal echt kompliziert sein kann, wenn man schlechte Erfahrungen gemacht hat. Nichtsdestotrotz: Wenn Gott sagt „Vater unser“, dann verbindet er damit etwas zutiefst Emotionales. Wenn wir ihn aber, und das ist das Wort für Papa, nennen dürfen, dann doch, weil da eine Bindung der Zärtlichkeit und der Nähe zum Ausdruck gebracht wird.
Und die Stelle, die mich persönlich immer wieder einfach korrigiert, wenn ich denke, Gott sei nicht leidenschaftlich, das ist Matthäus 23,37. Ich kann mir das einfach nicht vorstellen, wenn der Herr Jesus hier sagt: Jerusalem, Jerusalem, die du die Propheten tötest und die zu dir gesandt sind steinigst! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken versammelt unter ihre Flügel, und ihr habt nicht gewollt.
Da steht Jerusalem, Jerusalem. Jesus steht da und spricht Gericht aus. Danach kommt die Endzeitrede. Da geht es um das Thema: Der Tempel wird zerstört werden, die Stadt wird eingenommen werden, Vertreibung wird kommen. Können wir uns Gott vorstellen als einen, der so nüchtern dasteht und das in etwa so leidenschaftlich vorliest, wie man die Lottozahlen im Fernsehen vorliest? Nein. Sondern: Jerusalem, Jerusalem, die du die Propheten tötest. Das ist doch Quatsch. Gott ist ein total leidenschaftlicher Gott. Und seine Liebe hat etwas mit Leidenschaft zu tun.
Also eine sich selbst verschenkende Zuneigung. Gott liebt dich auf eine emotionale Weise. Frag mich nicht genau, wie das funktioniert. Okay, das kann ich dir nicht erklären. Aber ich kann dir sagen, dass da, wo wir auf die Liebe Gottes treffen, sowohl wenn er sich einem Menschen zuwendet als auch wenn er ins Gericht geht, Gott immer emotional ist: eine sich selbst verschenkende Zuneigung und eine selbstlose Besorgnis.
Gottes Liebe ist selbstlos, geprägt von Selbstlosigkeit. Er kümmert sich um uns, er gibt uns die Segnungen seiner guten Schöpfung, ja, wir leben. Er nimmt von uns den Fluch der Sünde, es gibt eine Rettung für uns Menschen, er meint es zutiefst gut mit uns. Und das Ganze tut er nicht, weil er etwas davon hätte. Er tut es einfach. Es ist eine zutiefst selbstlose Besorgnis, die ihn dazu bringt, sich für das Glück seiner Geschöpfe einzusetzen.
Und der letzte Punkt ist dieses Einsetzen. Man könnte sich ja hinstellen und sagen: Na ja, ach, ich habe auch so ein bisschen Besorgnis, ja, und es tut mir ja auch so schrecklich leid, wie es euch Menschen geht, ja, ist ja auch irgendwie übel gelaufen, und das hätte ich mir auch nicht gedacht, dass das mit dem Paradies so schnell vorbei ist, ja, ja, und ja, so ewige Verlorenheit ist schon eine schlimme Sache, hm, ich kann da auch so ein bisschen mitfühlen, ja, so aus der ...
Das ist alles nicht der Punkt. Er setzt sich ein. Er macht sich auf den Weg. Er sieht nicht einfach nur die Probleme und sagt: Schön, dass ihr sie habt und ich sie nie haben werde. Sondern er ist bereit, das größte Opfer zu bringen, und das für Menschen, die nicht einmal danach gefragt haben. Es war ja nicht so, dass weltweite Proteste liefen, Riesengruppen mit Transparenten: „Gott, rette uns“, Petitionen an die UNO. Die Menschen wollten nichts von Gott wissen.
Und Gott kommt, und er ist bereit, diese Liebe, die sein Handeln durchzieht, von der Schöpfung bis zum Kreuz, im Kreuz selber, im Sterben für seine Geschöpfe die Krönung finden zu lassen. Ja, das ist Liebe Gottes. Es ist ein sich verschenkendes, ein emotionales, ein selbstloses Besorgtsein, ein aktives Sich-um-das-Glück-seiner-Geschöpfe-Kümmern.
Wenn wir sagen, wir sind geliebt, meinen wir genau das. Ich bin geliebt, weil Gott sich für mich eingesetzt hat, es nicht nur irgendwie gut meinte mit mir, sondern so gut, dass er alles tut, um mich ganz persönlich in eine intime Liebesbeziehung mit ihm hineinzuführen. Und alles, was so an Widerständen dazwischen war, das hat Gott alles beseitigt.

Barmherzigkeit, Geduld und Gnade als Ausdrucksformen

Wie zeigt sich Liebe? Natürlich kann man sagen: auf tausenderlei Weisen. Ich möchte drei Begriffe mit euch anschauen. Drei Begriffe, die ihr verstehen müsst, wenn ihr die Bibel lest. Es sind der Begriff Barmherzigkeit, dann der Begriff Geduld und der Begriff Gnade.
Es ist nicht unbedingt alles, was man auf die Frage sagen kann, wie sich Liebe zeigt. Aber es sind drei ganz explizite Formen, wie sich göttliche Liebe zeigt.
Zuerst die Barmherzigkeit: Epheser 2,4. Dort heißt es: Gott aber, der reich ist an Barmherzigkeit. Was ist eigentlich Barmherzigkeit? Barmherzigkeit ist eine Form von Liebe, bei der Gott den Menschen sieht in seiner ganzen Not, in seinem ganzen Leiden, in seiner Hilflosigkeit, und sagt: Ich habe Mitgefühl mit dir, ich habe Mitleid mit dir, ich möchte Anteil nehmen an deiner Not, ich möchte dich nicht allein lassen.
Dieses ganz Grundsätzliche, dass Gott sagt: Ich bin ein barmherziger Gott, bedeutet, dass ich dich mit deiner Not sehe, und es berührt mich zutiefst innerlich. Und ich wünsche mir, dir helfen zu können.
Wenn Gott sich in 2. Mose 34,6 vorstellt, ist das die Stelle, wo Mose darum bittet, Gott zu sehen. Und das Allererste, was er sagt, ist: Und der Herr ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: Der Herr, der Herr, Gott barmherzig. Da kommt zuerst dieses barmherzig. Das Allererste, was wir über Gott hören, ist: Ich bin ein barmherziger Gott. Darin zeigt sich seine Liebe sofort.
Und das Nächste, was wir verstehen müssen, ist, dass zur Liebe Geduld gehört. Vielleicht erinnert ihr euch noch an das letzte Mal. Ich hatte schon angefangen, diese Spannung zu beschreiben: Wenn ich Gott bin, und wenn sich in meinem Wesen, ich beschreibe Gott jetzt bewusst ein bisschen menschlich, aber wenn sich in meinem Wesen zwei Hauptcharakterzüge treffen, Heiligkeit und Liebe, und wenn ich eine Welt schaffe, in der es Sünde gibt, dann entsteht in mir sofort eine Spannung.
Die Heiligkeit möchte am liebsten draufschlagen, und diese Liebe möchte am liebsten dafür sorgen, dass nie draufgeschlagen wird. Tja, das ist eine Spannung. Die Heiligkeit möchte das Böse ausrotten, fordert Strafe, und die Liebe sagt: Nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nicht so schnell, nicht so schnell, nicht so schnell, noch ein bisschen Zeit, noch ein bisschen Zeit.
Wir lesen das in 1. Korinther 13,4: Liebe ist geduldig. Es ist die Spannung, die in Gott tobt. Auf der einen Seite heilig, auf der anderen Seite liebevoll.
Paulus weiß darum, wie sehr er von dieser Spannung lebt. 1. Timotheus 1,16: Aber darum ist mir Barmherzigkeit zuteil geworden, damit Jesus Christus an mir als dem Ersten die ganze Langmut oder Geduld beweise, zum Vorbild für die, welche an ihn glauben werden, zum ewigen Leben.
Paulus sagt: Wenn du in mein Leben hineinschaust, kannst du verschiedene Dinge sehen: Barmherzigkeit und Geduld. Denn Gott lässt mich, der ich die Gemeinde verfolgt habe, auch nur einen Tag länger als nötig leben. Das ist ja nicht nötig, oder? Also dieses Licht, das aus dem Himmel kam und ihn vom Pferd geworfen hat, hätte ja auch ein bisschen heller sein können. Und es hätte ihn nicht nur vom Pferd werfen, sondern, was weiß ich, gleich in so ein Häufchen Asche verwandeln können.
Wir wissen ja heutzutage, dass genug Licht genug Energie enthält, um alles Mögliche mit einem organischen Körper zu machen. Überlegt euch das mal. Und Gott macht genau so viel Licht, dass es reicht, dass er vom Pferd fällt, dass er ein bisschen blind ist, okay, in Ruhe zuhören kann, all das, was nötig ist, und er lässt ihm Zeit zur Buße. Das ist Gottes Geduld.
In Römer 3,25, einem der Verse, von denen ich nicht behaupten würde, dass sie in der Bibel zu einfach sind, heißt es: Ihn, nämlich Jesus, hat Gott dargestellt zu einem Sühneort, also zu einem Ort, wo es Vergebung von Schuld gibt, wie durch den Glauben an sein Blut, zum Erweis oder zum Beweis seiner Gerechtigkeit, wegen des Hingehenlassens der vorher geschehenen Sünden unter der Nachsicht Gottes.
Okay, wie gesagt, nicht der Vers, den man beim ersten Mal lesen versteht. Mir geht es um den Schluss: wegen des Hingehenlassens der vorher geschehenen Sünden. Das ganze Dilemma Gottes steckt in diesem Vers. Wie kann Gott gleichzeitig gerecht sein und trotzdem über Jahrhunderte, Jahrtausende hinweg Sünde einfach laufen lassen? Wie geht das?
Und die Antwort darauf ist: Gott ist ein geduldiger oder langmütiger Gott. Und er kann geduldig sein, weil es das Kreuz gibt. Wenn es das Kreuz nicht geben würde, dann gäbe es keinen Grund dafür, dass Gott seinen Zorn zurückhält. Aber weil es das Kreuz gibt und weil Gott weiß, dass es das Kreuz gibt, kann er bis zum Kreuz hin und auch nach dem Kreuz immer weiter geduldig sein. Er muss nicht gleich zuschlagen, weil das Kreuz der Beweis dafür ist, dass er gerecht ist.
Und auf diese Weise, weil Gottes Liebe geduldig ist, schafft er Raum für Buße und Bekehrung. Also: Wie funktioniert oder wie zeigt sich Liebe? Barmherzigkeit, dieses echte Mitgefühl, dann Geduld, die einen zeitlichen Rahmen schafft, damit der Mensch auf Gott reagieren kann, und die letzte Form, die ich mit euch betrachten möchte, ist Gnade.

Gnade im Alten und im Neuen Testament

Auch da haben wir ein Problem. Wenn wir Gnade hören und im Neuen Testament verankert sind, hören wir eigentlich immer das Falsche. Wir hören immer so etwas wie rettende Gnade im Sinne von Epheser 2,8, denn aus Gnade seid ihr errettet durch Glauben, so etwas. Wir hören Gnade, und wir hören rettende Gnade, die Gnade, die uns erlöst von unseren Sünden.
So, jetzt muss ich euch mitteilen, dass das für das Alte Testament fast gar nicht gilt. Im Alten Testament, wenn das Wort Gnade auftaucht, ist selten mehr gemeint als Wohlwollen oder Unterstützung. Der Begriff Gnade im Alten Testament steht sehr oft auf einer Stufe mit dem Begriff Barmherzigkeit.
Man merkt das an einer Stelle, die auch im Neuen Testament zitiert wird: 2. Mose 34,19. Das ist noch einmal die Stelle, wo das Volk Israel ein Kapitel davor für das goldene Kalb bestraft wurde. Und dann geht es um die Frage: Wie geht die ganze Geschichte mit Israel denn jetzt weiter? Sie hatten ein Ja zu dem Bund Gottes. Ja, wir wollen mit dir leben! Super, 40 Tage später sind sie schon am Tanzen. Was gilt denn jetzt? Und Gott?
 2. Mose 33,1: Und Gott sagt zu Mose: Geh, zieh von hier hinauf, du und das Volk, das du aus dem Land Ägypten heraufgeführt hast, in das Land, von dem ich Abraham, Isaak und Jakob geschworen habe: Deinen Nachkommen will ich es geben. Vers 2: Und ich werde einen Engel vor dir hersenden und die Kanaaniter, Amoriter, Hethiter, Perisiter, Hewiter und Jebusiter vertreiben.
So, ich werde einen Engel vor dir herschicken. Vorher wollte Gott mitgehen, jetzt sagt er: Nö, das ist jetzt vorbei. Ihr dürft das noch machen, kein Problem, aber ich möchte da jetzt nicht mehr dabei sein. Das funktioniert irgendwie nicht mit uns. Er sagt in Vers 3: Du bist nämlich ein halsstarriges Volk, denn ich werde nicht in deiner Mitte hinaufziehen, du bist nämlich ein halsstarriges Volk.
Also Gott sagt: Das lassen wir mal lieber. Ich schicke euch einen Engel, das reicht. So ein Engel ist allemal ausreichend, um euch das Land zu geben. Danach: absolut faszinierend. Wenn ihr wirklich ein wunderbares Kapitel des Alten Testaments lesen wollt, studiert 2. Mose 33.
Danach kommt Mose: Nein, so geht das ja gar nicht. Hast du dir mal überlegt, was das bedeutet? Dann fängt er an, mit Gott zu debattieren, also wirklich fast schon Gott Vorwürfe zu machen. Wo führt denn das hin? Und kannst du das wirklich verantworten? Und nee, also wir wollen dich schon dabei haben, schau mal, ich bin doch dein Freund. Und dann geht er so hin und her und her und am Ende sagt er in 2. Mose 33,19:
Gott antwortete: Ich werde all meine Güte vor deinem Angesicht vorübergehen lassen und den Namen Herr vor dir ausrufen. Ich werde gnädig sein, wem ich gnädig bin, und mich erbarmen, über wen ich mich erbarme.
Und du denkst dir: Huh, jetzt kommen alle in den Himmel. Herr, ich werde gnädig sein, ich werde mich erbarmen. Es klingt so neutestamentlich. Es geht in Wirklichkeit aber nur um die Frage: Geht ein Engel mit? Oder geht Gott selber mit? Es geht nur ganz grundsätzlich um die Frage: Wer läuft vorne weg?
Er erbarmt sich, er ist gnädig, nicht im neutestamentlichen Sinne, dass hier jemand ewiges Leben hat. Ihr wisst alle, dass der größte Teil dieses Volkes kein ewiges Leben hat. Sie bleiben alle in der Wüste stecken. Da ist niemand wirklich dabei, der glaubt. In Amos werden wir erfahren, dass sie die ganze Zeit ihre Götzenbilder mitgeschleppt haben.
Wenn Gott hier von Gnade und Barmherzigkeit redet, dann meint er: Ich werde diesen Beschluss, den ich am Anfang des Kapitels hatte, jetzt nicht mehr mit euch zu ziehen, sondern einen Engel zu schicken, ich werde das aufheben. Das ist Altes Testament. Bitte Vorsicht, wenn ihr den Begriff Gnade, gnädig sein, da lest. Es hat oft nicht mehr zu tun als Wohlwollen und Unterstützung.
Auf welchen Begriff willst du jetzt eingehen, auf das Gnädige oder auf das Vergeben? Wenn du mich fragst, würde ich sagen: nein, und zwar aus zwei Gründen. Erstens: Es werden zwei Begriffe genannt, die eine eigenständige Bedeutung haben. Und zweitens: Dieser Begriff Gnädigsein im Alten Testament ist so oft für einen zeitlichen Segen oder wird so oft und so intensiv für zeitlichen Segen benutzt, dass er fast nicht für den ewigen Segen gebraucht wird. Ich müsste jetzt nachschauen, wo es überhaupt der Fall ist. Es wird wahrscheinlich in der Weisheitsliteratur sein, weil man da Begriffe verwendet, die ein sehr breites Spektrum abdecken. Da könnte ich es mir vorstellen.
Aber wenn du mich fragst, 2. Mose 34,7, dann würde ich das Vergeben nicht aus dem Gnädigsein ableiten, sondern nur aus dem Vergeben, was da steht. Dann werden nicht tausend Generationen in den Himmel kommen. Sondern es ist ein grundsätzliches Wohlwollen. Also 2. Mose 34,7 beschreibt den potenziellen Segen, der ausgeht von einem gläubigen Elternhaus. Wenn ich mich zu Gott hinwende, dann stelle ich mich mit meiner Familie förmlich in den Segenstrom Gottes. Und ich darf wissen, ich meine, das ist ein fantastischer Gedanke, ja, dass eigentlich bis zum Rest, also tausend Generationen, das muss man sich durchrechnen, das ist ewig lang, das ist eigentlich bis in alle Ewigkeit, dass bis in alle Ewigkeit mein Glaube Auswirkungen hat auf meine Nachfahren. Und Gott möchte zeigen, in dem Vergleich tausend im Verhältnis zu drei oder vier, was es für ein Segen ist, wenn man ihm vertraut, wie grandios das eigentlich ist.
Und ich sage gerne den Müttern ein bisschen mehr als den Vätern, aber ich sage Müttern gerne: Du bist mit deinem Glauben das Beste, was deinen Kindern jemals passieren konnte. Du magst es vielleicht nicht glauben, und vielleicht siehst du nur die Fehler und all das, was nicht geklappt hat. Aber du bist mit deinem Glauben, mit deinem gerechten Leben vor Gott, da, wo du die richtigen Dinge tust, das Größte und Beste, was deinem Kind jemals passiert ist.
Der Segen wird auf tausend Generationen gehen. Und da steht zum Beispiel auch Sprüche 20,7, um diesen Vers mal einzustreuen: Sprüche 20,7 Wer in seiner Lauterkeit als Gerechter lebt, glücklich seine Kinder nach ihm.
Wenn du deinen Kindern etwas richtig Gutes mitgeben willst, wenn du sie mitten reinstellen möchtest in den Segen Gottes, leb ein gutes geistliches Leben, bleib eng am Wort Gottes. Das ist wichtiger als eine gute Schulbildung, wichtiger als viel Sport, wichtiger als viele Vitamine und was man sonst noch in eine vernünftige Ernährung reinsteckt. Das ist das Beste, was du deinem Kind einfach tun kannst. Du lebst mit Gott.
Jürgen, ich nehme dich noch dran, aber danach werde ich abbrechen. Lasst mich weitermachen, ich bin ja noch im Alten Testament. Mir geht es erst einmal darum, und ich wollte euch nicht mit hebräischen Begriffen traktieren. Also hätte ich jetzt auch machen können, dass ich euch sage, diese Begriffe im Hebräischen werden im Deutschen mit Gnade übersetzt, und wir schauen uns das überall an und stellen fest: Es geht an so gut wie keiner Stelle um das, was wir Gnade nennen würden, sondern es geht um: Gott kümmert sich um die Leute. Es ist Wohlwollen, Unterstützung.
Jetzt müssen wir aber das weiterziehen. Im Neuen Testament. Und jetzt kommen wir dann auch auf den Bedeutungsinhalt, den du eben angesprochen hast. Im Neuen Testament haben wir beides. Der Begriff für Gnade steht einerseits für Dinge wie Hilfe, Geschenk, Dank, Geistesgabe. Andererseits gibt es jetzt im Neuen Testament etwas, was ich mal nennen möchte: rettende Gnade. Das heißt, eine Gnade, die, oder eine Qualität von Gnade, nennen wir es mal so, eine Qualität von Unterstützung, von Wohlwollen und Hilfe, die dazu führt, dass Gott mir meine Schuld vergibt.
Wie kann Gott es machen, dass er mir meine Schuld vergibt? Wie kann Liebe über Heiligkeit triumphieren? Ist Gott, wenn er gnädig ist, ungerecht? Ja, nimmt Gott quasi die Heiligkeit und legt sie auf den Altar der Liebe und sagt: Ich fackel ich ab. Und wir wissen natürlich, das tut er nicht. Heiligkeit und Liebe bleiben nebeneinander bestehen.

Stellvertretung, Busse und rettende Gnade

Ich möchte euch Jesaja 53 zeigen. Ich denke, dass jeder von euch, oder fast jeder von euch, das schon einmal mit jemandem gelesen hat, der noch kein Christ ist.
Aber wenn ich jemandem erklären müsste, woher ich weiß, woher ich dieses Konzept habe, dass Gott für deine Sünden gestorben ist, wie komme ich darauf? Dann schaue ich in Jesaja 53, Vers 4, Vers 5, Vers 11 und Vers 12. Und da wird über den Herrn Jesus, über den Messias im Alten Testament, Jahrhunderte bevor Jesus geboren wurde, Folgendes aufgeschrieben:
Jedoch unsere Leiden, er hat sie getragen, und unsere Schmerzen, er hat sie auf sich geladen. Wir aber, wir hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt. Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserem Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden.
Hier merken wir im Alten Testament schon das Konzept von Stellvertretung.
Vers 11: Um der Mühsal seiner Seele willen wird er Frucht sehen, er wird sich sättigen. Durch seine Erkenntnis wird der Gerechte, gemeint ist der Herr Jesus, mein Knecht, den vielen zur Gerechtigkeit verhelfen, und ihre Sünden wird er auf sich selbst laden.
Da ist jemand, der sündig ist, und da ist einer, der gerecht ist. Und es findet ein Tausch statt. Der, der sündig ist, nimmt seine Sünde und legt sie auf Jesus. Und Jesus sagt: „Meine Gerechtigkeit lege ich auf dich.“ Es ist verquer. Der, der keine Sünde getan hat, wird zur Sünde, und der, der sündig ist bis in die letzte Faser, noch des kleinsten Härchens, was irgendwo rumhängt, der ist plötzlich gerecht.
Vers 12: Darum werde ich ihm Anteil geben unter den Großen, und mit Gewaltigen wird er die Beute teilen, dafür, dass er seine Seele ausgeschüttet hat in den Tod und sich zu den Verbrechern zählen ließ. Er aber hat die Sünde vieler getragen und für die Verbrecher Fürbitte getan.
Also: Gottes Liebe ist nicht größer als Gottes Zorn, sondern Gottes Zorn findet in Jesus ein Opfer. Und damit diese Gnade nicht zu einer billigen Gnade wird, beschützt Gott seine Heiligkeit dadurch, dass er die Vergebung dem gewährt, der aufrichtig Buße tut.
 Apostelgeschichte 3,19
Das ist die Aufforderung von Petrus an seine Landsleute: So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden ausgetilgt werden.
Das heißt: Er bietet Vergebung an, das Austilgen der Sünden an, dem, der Buße tut. Das Wort Buße heißt Umkehr. Der wirklich von ganzem Herzen sagt: Ich möchte mit meinem alten Leben nichts mehr zu tun haben. Der dieselbe Haltung einnimmt zur Sünde, wie sie Gott auch hat.
 Apostelgeschichte 16,31
Dieser Prozess, ich wende mich weg von meinem alten Leben. Ich fange ein neues Leben an, und in diesem neuen Leben da spielt Jesus jetzt die Hauptrolle. Ich weiß gar nicht, wie das im Alphakurs beschrieben wird, aber ich kenne immer so dieses Bild von: Ich sitze auf der Fahrerseite in meinem Auto und fahre. Das ist mein altes Leben. Und dann sage ich, ich setze mich auf die Beifahrerseite und lasse Jesus fahren. Das ist mein neues Leben.
Wer das tut, Apostelgeschichte 16,31, der tut das, was der Kerkermeister in Philippi tut. Der bekommt zu hören: Sie aber sprachen: Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst errettet werden, du und dein Haus.
Glauben ist das, was ich bringen kann, damit Gnade in mein Leben hineinkommt.
 Epheser 2,8-9 hatten wir vorhin schon, ich will es noch einmal vorlesen: Denn aus Gnade seid ihr errettet. Das ist so die ultimative Form von Gottes Unterstützung, die er mir zuwendet. Ich weiß durch die gesamte Bibel hindurch, dass er ein Gott ist, der mir helfen will. Und jetzt kommt diese rettende Gnade: Denn aus Gnade seid ihr errettet durch Glauben. Und damit niemand glaubt, man könne sich das erarbeiten, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.
Ganz wichtiger Punkt: Glaube ist kein Werk.
Jetzt wird einer sagen: Ja, aber ich muss doch beim Glauben irgendwas tun. Ja, tut Buße. Ich muss doch irgendwann mal anfangen, an Gott zu glauben. Stimmt. Aber wenn du genau hinschaust, was du beim Glauben tust, wenn du genau hinschaust und wenn du nicht Glauben als eine verquere Form von Selbstgerechtigkeit lebst, sondern wenn du genau hinschaust, dann ist Glauben der Moment, wo du aufhörst, dir dein ewiges Leben verdienen zu wollen. Wo du die weiße Fahne raushängst und sagst: Ich gebe auf, ich habe sowieso keine Chance.
Das Einzige, was ich tun kann, ist, mich von dir beschenken zu lassen. Das Einzige, was ich tun kann, ist, in tiefer, reiner Dankbarkeit den Rest meines Lebens dir nachzufolgen, von dir zu leben, aus deiner Kraft heraus für dich zu leben. Mehr geht nicht. Es geht überhaupt nicht mehr darum, dass du dir etwas verdienst. Es geht nur noch darum, dass du empfängst.
Und deswegen ist rettender Glaube, wenn ich das einmal hier an der Stelle kurz einflechten darf, eine dreifache Sache. Wenn du dich selber fragst: Bin ich gerettet? Habe ich diesen Glauben? Habe ich quasi den Teil, wenn es heißt, dass wir aus Gnade durch Glauben gerettet haben? Habe ich diesen Glauben? Dann schau an drei Stellen in deinem Leben.
Der eine Punkt ist: Deinem rettenden Glauben gehört ein Start. Tut-Buße-Glaube. Gibt es diesen Moment im Leben, wo ich – und jetzt weiß ich, dass ein paar Leute aus christlichem Elternhaus da auch reingerutscht sein können, ja, das kann so ein bisschen nicht so einen Punkt geben – aber gibt es so einen Punkt, wo du, und wenn es ein Zeitraum ist, wo du sagst, da hat das bei mir angefangen?
Der zweite Punkt: Es ist der Akt des Glaubens, es ist der Inhalt. Glaubst du wirklich an den Herrn Jesus? Das ist ganz wichtig, denn es ist das, was uns unterscheidet von den Mormonen oder von den Zeugen Jehovas oder von anderen Leuten, die auch irgendwie an Jesus glauben, aber sie werden mit diesem irgendwie Glauben an Jesus nicht in den Himmel kommen. Es wird sie nicht retten, denn wir können nicht irgendwie an Jesus glauben. Wir müssen an den Jesus glauben, den es wirklich gibt.
Und der dritte Punkt: Zeigt sich das in deinem Leben? Wo echter Glaube drin ist, wo rettender Glaube gelebt wird, zeigt sich das einfach. Und bitte macht daraus jetzt keine Werksgerechtigkeit, aber es zeigt sich trotzdem im Leben. Wenn ich sage, Jesus ist das Größte in meinem Leben, und ich wünsche mir so etwas wie Johannes 14,21, ich wünsche so zu leben, dass er sich darüber freut, dann hat das Konsequenzen. Dann schmeiß ich die Sünde aus meinem Leben raus. Dann lese ich die Bibel mit dem Wunsch, zu verstehen, wie Gott ist, was er sich wünscht, was ihm gefällt, was mir guttut. Und ich fange das an, in meinem Leben umzusetzen.

Das menschliche Problem und die Rettung in Christus

Kommen wir zum letzten Punkt der Reihe. Ich möchte ganz am Schluss noch einmal mit euch über das Thema Rettung ganz grundsätzlich nachdenken.
Was ist das Problem des Menschen? Jakobus 2,10: Denn wer das ganze Gesetz hält, aber in einem strauchelt, ist aller Gebote schuldig geworden.
Das Problem des Menschen besteht darin, dass er schuldig ist, dass er unter dem Zorn Gottes steht. Paulus beginnt damit den Römerbrief, wenn er daran erinnert: Es wird offenbart der Zorn Gottes. Der Mensch steht schon unter Gottes Zorn. Der Mensch muss eigentlich gar nicht mehr auf ein Gericht warten, er ist schon gerichtet. Es ist eigentlich alles schon aus. Und wenn es Jesus nicht geben würde, dann wären wir alle rettungslos verloren.
Ich hoffe, dass uns das ab und zu noch ein kleines Kribbeln, eher ein bisschen ein Schaudern über den Rücken jagt, wie gut es ist, dass es Jesus gibt.
 Johannes 14,6: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich.
Wenn Jesus nicht Weg, Wahrheit und Leben wäre, wenn er nicht der Weg wäre, wenn er uns nicht die Wahrheit gesagt hätte über uns und über das Evangelium, wenn er uns nicht sein Leben geschenkt hätte, sein Auferstehungsleben, dann würde niemand, wirklich niemand, den Weg zum Vater finden können.
Und Jesus wird für uns im Wesentlichen durch zwei Dinge Weg, Wahrheit und Leben: dadurch, dass er Sühnung für unsere Sünden und Erlösung bringt.
Der Begriff Sühnung beschreibt ein Opfer, das Zorn wegnimmt. Versteht ihr das? Jemand ist zornig, und ein anderer bringt ein Opfer. Natürlich ist die Idee: Gott ist zornig, und jemand bringt ein Opfer, um diesen Zorn wegzunehmen. Das ist Sühnung. Und genau das passiert am Kreuz.
Ihr könnt euch das Kreuz vorstellen wie einen gigantischen Blitzableiter. Du hast den ultimativen Zornblitz Gottes, da ist quasi der gesammelte Zorn auf die Menschheit drin, auf jeden einzelnen Sünder zu allen Zeiten. Und dieser Blitz trifft am Kreuz Jesus, und er leitet diesen Blitz ab und nimmt das komplett auf sich. Das ist Sühnung.
 1. Johannes 4,10 heißt es: Hierin ist die Liebe nicht, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als eine Sühnung für unsere Sünden.
Ganz wichtiger Punkt: Jesus hat wirklich gesühnt. Ich weiß nicht, wie viel Dreck du in deinem Leben so am Stecken hast. Aber da hängt einer am Kreuz, und er steckt für dich die Schläge ein. Und er kann ein Angebot aussprechen, er kann Sühnung bewirken, die so gewaltig ist, dass sein Angebot der ganzen Welt gilt.
 1. Johannes 2,1-2: Meine Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt, wenn es wirklich passiert, so haben wir einen Beistand bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten. Und er ist die Sühnung für unsere Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die ganze Welt.
Das ist das Gigantische: Hier hängt einer am Kreuz, und die ganze Wucht des Zornes Gottes trifft ihn. Jesus nimmt am Kreuz unseren Platz ein. Er nimmt unsere Sünden und macht sie zu seinen.
 1. Petrus 2,24 wird das so ausgedrückt: der unsere Sünden an seinem Leib selbst an das Holz hinaufgetragen hat.
Deine Schuld ganz konkret: nicht mehr abstrakt, nicht mehr die Sünde der Welt, sondern deine Schuld, jede einzelne Sünde nimmt Jesus auf sich. Deswegen kann Paulus in 1. Korinther 5,7 auch sagen: Unser Passalam Christus ist geschlachtet. Er ist wirklich abgestochen worden für unsere Schuld.

Das Kreuz, die Erlösung und der Abschluss der Reihe

Ich möchte zum Schluss mit euch die Frage betrachten: Wie kann es sein, dass Jesus das Äquivalent ewiger Höllenqualen erleidet, ohne selbst ewig in die Hölle zu gehen? Ich weiß nicht, ob euch so eine Frage interessiert, ich fand sie total spannend.
Wie kann das sein, dass nach drei Tagen alles wieder gut ist? Das ist ja nach drei Tagen alles wieder gut. Aber wenn ich für meine Sünde bezahlen müsste, wäre ich eine Ewigkeit in der Hölle. Wie passt das?
Wir versuchen, euch das zu erklären. Das hat damit zu tun, dass wir oft eine zu kleine Vorstellung von den Leiden Jesu haben. Wenn Jesus am Kreuz hängt, dann sehen wir eigentlich nur die, wir sehen die für uns nachvollziehbare körperliche Seite. Und die ist schon schlimm genug: diese Geißelung, Verspottung, all das, was da vorausging, und dann der Kreuzestod selber. Darüber haben wir genug gehört, um zu wissen, dass es eine furchtbare Art ist zu sterben, bei der man ganz langsam qualvoll erstickt.
Das ist das, was wir sehen. Aber das ist nicht das, was dieses Sterben, was diesen Tod so besonders macht. Können wir uns vorstellen, was das für eine sündlose Seele bedeutet, jede einzelne Sünde der ganzen Menschheit zu tragen? Können wir uns vorstellen, was es bedeutet, für Gott selbst, den Inbegriff von Leben, zu sterben? Können wir uns vorstellen, was das bedeutet, dass, wie ich vorhin kurz angerissen habe, in diese allerintimste und persönlichste und tiefste Liebesbeziehung, die es überhaupt gibt zwischen Vater und Sohn, mitten hindurch ein Riss geht, als es dunkel wird und Jesus die Worte spricht: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
Wenn ich es aus der menschlich-zeitlichen Perspektive betrachte, ist tatsächlich nach drei Tagen alles vorbei. Das ist die körperliche Seite Jesu. Du kannst ihn tatsächlich nur auf die grausamste Weise umbringen, begraben, und gut ist. Die geistliche, die geistige Dimension dieses Sterbens betrifft aber keinen menschlichen Körper, sondern einen unendlichen Gott. Und dieser unendliche, diese göttlich unbegrenzte Seite an Jesus erträgt eine unendliche Strafe.
Deshalb habe ich versucht, es mit meinen Worten so zu schreiben: Deshalb wird die endliche Strafe eines unendlichen Gottes zum Äquivalent für die unendliche Strafe von endlichen Geschöpfen. Klingt kompliziert, bedeutet aber viel.
Wenn Jesus nicht Gott gewesen wäre, hätte er nicht für die Sünde der ganzen Menschheit mit einem Tod alles erleiden können. Aber weil er Gott ist, passiert am Kreuz quasi hinter den Kulissen etwas, in einer Dimension, in die wir nicht mehr hineinschauen können. Es ist so grausam und furchtbar und schrecklich, dass das, was dort an Leiden auf Jesus gelegt wird, für alle Zeit reicht, um uns zu erlösen.
Und so kommen wir zu diesem Punkt: Erlösung. Er ist die Sühnung, und er ist die Erlösung oder die Befreiung, der Loskauf.
Letzter Vers in dieser Reihe: Matthäus 20,28. Ich lese mal ab Vers 27: Und wenn jemand unter euch der Erste sein will, wird er euer Sklave sein, gleichwie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld, als Erlösung, als Befreiung, als Loskauf, als Lösegeld für viele.
Einen solchen Retter, Gott und Mensch, gibt es nur im Christentum. Und wir dürfen wissen, dass dieses Angebot heute noch gilt, weil er nicht nur gestorben ist, sondern auferstanden ist. Jeder, der an Jesus glaubt, wird auch auferstehen. Wir sind Teil einer neuen Schöpfung. Wir leben heute schon sein Leben.
Und bis dahin, bis wir ihm begegnen, ist es unsere Pflicht und unser Vorrecht, für Jesus zu leben. Ich hoffe ein bisschen, dass diese Reihe „Wie ist Gott?“ uns geholfen hat, ihn so ein Stück besser zu verstehen. Denn in dem Maß, wie wir Gott besser verstehen, sind wir in der Lage, ihm mit unserem Leben Ehre und Anbetung zu geben, ihm zu gefallen und ihm auf eine sehr intelligente Weise Danke zu sagen. Und das würde ich mir wünschen.

Vielen Dank an Jürgen Fischer, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!

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