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Was STERBENDE bereuen

Was bereuen Menschen AM ENDE ihres Lebens?
06.08.2021

Die Unvermeidlichkeit des Todes und die Vorbereitung darauf

Über fünf Menschen, die gerade mit dir zusammen das hier hören, werden dieses Weihnachten nicht mehr erleben. Das ist eine Tatsache.

Wo wird es passieren? Bei dir zu Hause oder im Krankenhaus? Wird es etwas mit dem Kreislauf sein, Krebs, Atemproblemen oder einer Form von Demenz? Oder wirst du vielleicht gar nicht in einem Bett sterben, sondern einem seltenen Unfall zum Opfer fallen?

Was wird dir durch den Kopf gehen, sobald die Realität einsetzt: „Das ist es jetzt. Das ist es wirklich“?

Um Nachfolge zu leben, mach dich Hashtag Bibelfit. In den vergangenen anderthalb Jahren haben wir hier viel über das Jenseits gesprochen und das Leben nach dem Tod – und das werden wir auch weiterhin tun. Aber worüber wir bisher noch nie gesprochen haben, ist, wie du dorthin kommst.

Aus christlicher Sicht gilt: Entweder Jesus kommt wieder oder du stirbst. Der Tod ist die ultimative Statistik. Zehn von zehn Menschen sterben. Bis jetzt ist jeder einzelne deiner Vorfahren gestorben.

Was glaubst du, welche Perspektive dir das gibt? Was wirst du fühlen und denken, wenn es bei dir so weit ist und du stirbst? Was haben Menschen vor dir in genau der gleichen Situation gedacht?

Das schauen wir uns heute an. Danach möchte ich dir zeigen, wie du weniger Dinge bereuen und weniger Schuldgefühle haben kannst. Zum Schluss gibt es dann noch den schlechten Witz der Woche.

Bevor wir starten, kannst du ganz kurz der Community hier helfen, damit solche christlichen Inhalte in sozialen Medien nicht verborgen bleiben. Auf Instagram kannst du gern auf dein Handy doppeltippen, und auf YouTube ist es sogar noch besser. Das wissen viele ja: Indem du die Glocke unter diesem Video drückst, bekommt YouTube ein Signal und zeigt auch nicht-christlichen Nutzern mehr christliche Inhalte an, die sie ansprechen können. Ziemlich gut, oder? Also drück kurz die Glocke – es hilft mehr, als du denkst.

Herr, lehre uns Bedenken, dass wir sterben müssen, damit wir klug werden. Das betet Mose im 90. Psalm.

Die letzten Wünsche Sterbender aus der Palliativstation

Die meisten Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sterben in Krankenhäusern, viele davon auf sogenannten Palliativstationen. Das Wort „Palliativ“ stammt vom lateinischen Wort „Mantel“ ab. Es bedeutet, dass diese Stationen nicht darauf ausgerichtet sind, Menschen wieder gesund zu pflegen, sondern sie lediglich mit Fürsorge zu umgeben.

Warum ist das so? Weil klar ist, dass diese Menschen unvermeidlich sterben werden – und zwar in sehr naher Zukunft. Eine Palliativstation ist der Ort, an den man geht, um zu sterben. Es ist buchstäblich die letzte Station.

In einer Palliativstation in Australien arbeitete eine Palliativhelferin – so nennt man Krankenschwestern und Krankenpfleger, die dort tätig sind. Über viele Jahre sammelte sie, was ihr die Patienten anvertrauten, bevor sie starben. Dabei stellte sie fest, was diese Menschen am meisten bereuten.

Es waren nicht so sehr Dinge wie: „Ach, hätte ich doch mehr Geld gehabt“ oder „Ich hätte gerne noch diese oder jene Beförderung bekommen“. Auch nicht, dass sie mehr Dates gehabt hätten mit Menschen, die sie ohnehin nicht heiraten wollten. Ebenso wenig bereuten sie, nicht mehr Partys gefeiert, mit mehr Menschen geschlafen oder mehr Alkohol getrunken zu haben. Es war auch nicht, dass sie mehr Netflix-Serien geschaut oder einen MBA oder Doktortitel gemacht hätten.

Platz fünf auf der Liste der Bedauern war: „Ich wünschte, ich hätte mir erlaubt, glücklicher zu sein.“

Viele Patienten hatten bis zum Ende nicht erkannt, dass Glücklichsein nicht immer, aber überraschend häufig eine Entscheidung ist. Natürlich machen manche Umstände es einfacher, glücklich zu sein als andere. Doch es ist vor allem eine Frage, wie wir auf unsere Umstände reagieren.

Außerdem sprechen wir gleich noch darüber, welche Umstände wir uns eigentlich selbst aussuchen. Wenn es darum geht, sich Lebensumstände auszusuchen und sein eigenes Umfeld zu gestalten, ist häufig das Gute der Feind des Besseren.

Überraschend oft berichteten die Sterbenden, dass Glücklichsein etwas ist, das wir uns erlauben müssen.

Haben Sie sich heute schon erlaubt, glücklich zu sein?

Die Bedeutung von Freundschaften und ehrlicher Gefühlsäußerung

Platz Nummer vier: Ich wünschte, ich wäre mit meinen Freunden in Kontakt geblieben.

Die allermeisten Menschen, die auf Palliativstationen sterben, vermissen im Angesicht des Todes ihre Freunde. Vielleicht denkst du jetzt: „Na ja, vielleicht bin ich ja verheiratet, dann wird mir mein Ehepartner fehlen.“ Das ist gar keine Frage. Aber im Moment reden wir nicht über den Ehepartner, sondern über Freunde.

Ich gebe dir ein Beispiel: Falls mir eines Tages die große Ehre zuteilwerden sollte, verheiratet zu sein, dann wäre es mit der Person, die meine beste Freundin ist und mit der ich am liebsten Zeit verbringe. Auch wenn du eine glückliche Ehe hast, die dir bis an dein Lebensende beschieden ist – das ist toll! Trotzdem brauchst du andere Menschen. Das ist einfach so.

Du kannst nicht alle Verantwortung für deine sozialen Kontakte deinem Ehepartner aufbürden. Das geht nicht. Du kannst deinen Ehepartner nicht zu deiner ganzen sozialen Welt machen. Es wäre sehr egoistisch, wenn ich später einmal verheiratet sein sollte und versuchen würde, all ihre Zeit zu beanspruchen, sodass sie meine ganze Welt wäre. Warum? Es ist gut für eure Beziehung, es ist gut für eure Ehe, es ist gut für dich und auch für deine Freunde, dass ihr einander habt – dass du sie hast und sie auch dich haben dürfen. Das ist gut für euch alle.

Deswegen: Such dir gute Freundschaften, pflege diese Freundschaften und investiere dich in sie. Lass dir Freundschaften etwas wert sein, denn sie sind es wert. Du brauchst sie mehr, als du denkst, und sie brauchen dich mehr, als du denkst.

Platz Nummer fünf: Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meine Gefühle auszudrücken.

Es geht um Ehrlichkeit. Viele Menschen, die dieses Video zusammen mit dir schauen, können das bestätigen – vor allem Frauen. Sie schlucken oft Dinge herunter, nur um anderen zu gefallen. Das haben viele von euch immer wieder erzählt und geschrieben, online, offline, live oder per E-Mail.

Dahinter steckt häufig die Angst, die Beziehung zu verlieren. Dabei geht es nicht nur um romantische Beziehungen, sondern auch um Freundschaften oder Arbeitsbeziehungen. Die Angst besteht darin, die Verbindung zum anderen Menschen zu verlieren, sobald man ehrlich ist.

Aber ganz ehrlich: Wenn du eine Beziehung nur dann behältst, indem du unehrlich bist, dann solltest du dich grundsätzlich fragen, ob das eine gute Beziehung ist, die du in dieser Intensität überhaupt haben möchtest. Gute Beziehungen werden durch Ehrlichkeit besser.

Meine persönlichen Erfahrungen damit, wirklich Gefühle auszudrücken und ehrlich zu sein, sind erstaunlich positiv.

Persönliche Erfahrungen und der Wert bewusster Entscheidungen

Das Geldbuch, das ich damals geschrieben habe und das wir diesen Sommer neu herausbringen, entstand aus Wut darüber, dass ich so viele Jahre lang jeden Tag beobachten musste, wie viele Menschen ihr Leben zugrunde richten. Zu dieser Zeit leitete ich noch die Beratungsstelle. Ich konnte es einfach nicht mehr mit ansehen.

Diese Plattform ist ebenfalls aus der Sorge entstanden, wie viele Missverständnisse es über das biblische Christentum gibt und wie groß die Orientierungslosigkeit in Bezug auf die Bibel ist. Deshalb lautet mein Aufruf: Mach dich #Bibelfit.

Als ich vor über einem Jahr die Entscheidung traf, nur auf mein Bauchgefühl und mein Herz zu hören, war das eine der besten Lebensentscheidungen, die ich je getroffen habe. Die Liste solcher Entscheidungen ist kurz. Die Geschichte dazu erzähle ich ein andermal.

Bevor wir zum Platz Nummer zwei kommen, denkt daran: Es geht nicht nur um das Leben vor dem Tod. Wenn Jesus Recht hat, dann ist das Leben hier nur die erste von zwei Spielhälften. Nach dem Tod geht es weiter, und du und ich müssen darauf vorbereitet sein.

Einen kurzen Input dazu, wie du laut Jesus in den Himmel kommen kannst, habe ich unter diesem Video verlinkt. Auf Instagram findest du den Link in der Bio.

Die Balance zwischen Arbeit und Leben

Platz Nummer zwei: Ich wünschte, ich hätte nicht so hart gearbeitet.

Das ist vor allem ein Männerding. Es sind vor allem Männer, die so etwas sagen und es bereuen. Vielleicht gehörst du zu den wenigen Männern, die dieses Video schauen und ihre völlige Erfüllung im Job finden, in ihrer Arbeit. Das ist großartig, dann ist das etwas anderes. Für die meisten von uns ist der Job jedoch nicht die vollständige Erfüllung – und das ist auch okay.

Abraham war Landwirt, David war Schafhirte, Paulus war Zeltemacher. Ein Job ist laut Bibel in erster Linie ein Broterwerb. Es geht darum, Geld zu verdienen – für dich selbst, für deine Familie, für deinen Ruhestand, für deine Gemeinde. Idealerweise ohne anderen zu schaden, im besten Fall, indem du anderen Menschen hilfst. Das ist völlig in Ordnung.

Dein Job muss nicht deine Berufung sein. Er muss nicht die Erfüllung deines Lebens sein. Er kann und darf es sehr gerne sein, aber das ist keine Pflicht. Einen Job zu machen, nur um Geld zu verdienen, ist ebenfalls okay.

Natürlich gibt es Ausnahmen nach oben und unten. Aber die allermeisten Vollzeitangestellten in Deutschland verdienen zwischen 1.600 Euro und 2.600 Euro netto im Monat – also nach Steuern und Abzügen, bar auf die Hand oder aufs Konto. Wenn du massiv darunter oder darüber liegst und Vollzeit als Angestellter arbeitest, bist du eine Ausnahme.

Für die meisten von uns gilt: Solange du nicht radikal den Job wechselst, sondern ungefähr in der gleichen Richtung weitermachst, wo du gerade bist, Karriere machen willst und abends, an Wochenenden oder nachts noch viel Zeit in To-do-Listen und andere Aufgaben investierst, kannst du das alles machen – vorausgesetzt, es macht dir Spaß und du hilfst anderen dabei.

Ich möchte dir nur Folgendes sagen: So wie das progressive Steuersystem in Deutschland aufgebaut ist, werden die meisten von uns vielleicht 200 oder 300 Euro netto mehr im Monat auf der Hand haben für ihre Mühen. Das ist Geld, klar, aber keine Welt. Wir reden nicht von 2.000 oder 3.000 Euro netto mehr im Monat oder von 10.000 Euro monatlich, sondern meistens von 200 bis 300 Euro mehr. Das war’s.

Solange es dir also nicht ums Ego geht, sondern Arbeit wirklich das ist, was sie sein sollte – Broterwerb – dann frag dich ehrlich, ob es in Deutschland als Angestellter wirklich wert ist, für 200 Euro die Kindheit deiner Kinder zu verpassen, für 200 Euro die Beziehung zu deiner Ehefrau aus den Augen zu verlieren, weniger Zeit fürs Ehrenamt zu haben, dich in deiner Gemeinde weniger zu engagieren, weniger Kraft für Persönlichkeitsentwicklung zu haben und insgesamt weniger Energie.

Dein Leben kann nicht nur aus Überleben bestehen. Dafür wohnst du nicht in Deutschland, Österreich oder der Schweiz im 21. Jahrhundert.

Als jemand, der sein ganzes Leben lang selbständig gearbeitet hat und für den 70 bis 80 Wochenstunden völlig normal waren, frage dich wirklich, ob das alles gewesen sein soll. Oder ob du der Welt nicht mehr zu geben hast, als all deine Lebensenergie in deinen Job zu kanalisieren.

Bevor wir zu Platz Nummer eins kommen: All das hat in erster Linie noch nicht einmal mit Zeitmanagement zu tun. Hier geht es einfach darum, bessere Lebensentscheidungen zu treffen.

Früher habe ich eine Beratungsstelle geleitet. Aus den Erfahrungen von über zehntausend Stunden Beratung mit tausenden Menschen habe ich dir einen kleinen, komprimierten Input zusammengestellt. Darin erfährst du, wie Menschen mir in diesen Jahren erzählt haben, wie du bessere Lebensentscheidungen treffen kannst und bewusster, emotional stärker und mit weniger Reue durch einen Alltag voller Anfechtungen gehen kannst.

Dank der Hilfe der Spender-Community hier kann ich das öffentlich und vor allem kostenfrei zur Verfügung stellen. Vielen Dank euch!

Du kannst das gern gratis mitnehmen. Klicke dafür einfach auf den Link in der Videobeschreibung oder auf Instagram auf den Link in der Bio.

Das Leben nach den eigenen Vorstellungen gestalten

Und damit kommen wir zu Platz Nummer eins: Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, ein Leben zu führen, das mir entspricht und nicht das Leben, das andere von mir erwartet haben. Das ist klar, oder?

Stell dir vor, du liegst auf einem Bett in einer Palliativstation. Du schaust zurück auf dein Leben und fragst dich, wie es verlaufen ist und womit du deine Zeit verbracht hast. Sehr häufig bereuen wir mehr die Dinge, die wir nicht getan haben, als die, die wir getan haben.

Das sage ich als jemand, der selbst eine Menge Dinge zu bereuen hat. Weißt du, du hast noch Zeit, du bist noch gesund. Wie wertvoll das ist, merken wir oft erst, wenn wir es nicht mehr haben.

Also sei mutig und stark. Das macht nachdenklich, oder? Mich auch.

Abschluss und humorvoller Ausklang

Wir kommen jetzt zum schlechten Witz der Woche. Denk daran, dir den Leitfaden für bessere Lebensentscheidungen mitzunehmen.

Ich bin Markus Voss vom Projekt Mach dich Hashtag Bibelfit, und das war ein Input zum Thema Nachfolge leben. Bereue nichts und drücke diese schöne Glocke.

Während du das tust, endet jetzt der schlechte Witz der Woche: Was sagte der deutsche Philosoph auf der Titanic? Deeply!

Wir sehen uns im nächsten Video. Ich freue mich auf dich!