Nun bitte ich Sie aufzuschlagen Offenbarung 15 auf Seite 300 im Neuen
Testament bei den Bibeln hier die wir in der Kirche haben
Kapitel 15 der Offenbarung Verse 2-4Es ist immer problematisch, wenn man nur Verse liest, aber wir müssen es,
denn der Vers davor beschreibt mit den wenigen Worten, dass Gottes
Zornesschalen über der Welt ausgegossen werden, und unendliche Katastrophen
herbeiführen.
Offenbarung 15, 2-4 2 Und ich sah, und es war wie ein gläsernes Meer, mit Feuer vermengt; und
die den Sieg behalten hatten über das Tier und sein Bild das ist die
antichristliche Macht der letzten bösen Zeit und über die Zahl seines
Namens, die standen an dem gläsernen Meer und hatten Gottes Harfen – das
sind also die, die uns im Glauben vorangegangen sind, die jetzt schon in
der unsichtbaren Welt sind. Wir können sie nur nicht sehen, die jetzt in
der unsichtbaren Welt den großen vollendeten Lobgesang singen.
3 und sangen das Lied des Mose, des Knechtes Gottes, und das Lied des
gekreuzigten Jesus, des Lammes: Groß und wunderbar sind deine Werke, Herr,
allmächtiger Gott! Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, du König der
Völker.
15,4 Wer sollte dich, Herr, nicht fürchten und deinen Namen nicht preisen?
Denn du allein bist heilig! Ja, alle Völker werden kommen, anbeten vor dir,
denn deine gerechten Gerichte sind offenbar geworden.
Gegenwärtig kann man ja in der Halle des Stuttgarter Hauptbahnhofs eine
tolle Video-Präsentation sehen: Stuttgart 21, also Stuttgart im nächsten
Jahrtausend.
Wenn man das sieht, was die Planer da alles so hinstellen - ich hab
gedacht, schade dass ich schon so alt bin. Unsere jungen Leute werden das
Herrliche alles noch miterleben.
Ja, ich hab in meiner Jugend, und das ist schon lange her, gerne
Zukunftsromane gelesen.
Es gibt ja tolle Bücher, das hat mich als junger Mensch fasziniert, wie man
einen Tunnel unter dem Atlantik bis nach Amerika bohrt.
Oder wie man die ganze Sahara mit der modernen Technik bewässern kann. Aber
dann schon lange her, ist mir die Lust am Lesen der Zukunftsromane völlig
vergangen. Warum? Weil die alle so schrecklich pessimistisch sind! Ich kann
das nimmer lesen! Wie chaotisch das wird: die ganze Welt überbevölkert und
kein Raum für die Menschen. Jeder macht sich den Raum streitig, und die
Natur verstrahlt oder vergiftet mit Chemikalien, und selbst die
Weltraumfahrt - das wäre doch was für die Zukunftsfantasie denkender Leute!
Nein, das wird zum Krieg der Sterne in den Supergalaxien. Und der Mensch
nimmt seinen ganzen Unfrieden dort mit hinein, ist es ganz apokalyptisch,
die Zukunft.
Für junge Menschen muss man da sagen: Wo wollen die da leben? Habt ihr da
Mut dazu, wohin geht die Reise? Dann ist gut, dass Gott dem Johannes einen
Blick gegeben hat in die Zukunft, und zwar, das sind keine Träume, das sind
auch nicht Visionen, wie sie manche haben mögen, sondern es sind Realitäten
des Wortes Gottes, was Johannes gezeigt bekommt. Es steht ja da: Es darf
nichts zugefügt werden, und darf nichts weggenommen werden im letzten
Kapitel der Offenbarung. Gott hat dem Johannes gezeigt, was gewiss kommen
wird.
Und wieder sehen wir diese ungeheuren apokalyptischen Reiter, wie der
dritte Teil der Mensch im Krieg umkommt, wie die Bäume versengt werden von
der glühend heißen Sonne. Die Teuerung treibt und Krankheit wütet, und
Pest, und wie die Menschen unheimliche Waffen gegeneinander ersinnen... Ich
will es jetzt gar nicht ausmalen, die vergifteten Flüsse, die zu Blut
werden, das Wasser kann man nimmer trinken... Das ist doch unsre Welt, von
der alle reden. Nein, die Offenbarung findet dann etwas ganz Großes. Es
würde nur der Rahmen, die Oberfläche...
Und dann wird erzählt, dass Gott einen Engel schickt, und das sind gerade
die Werte, im Kapitel davor, ein Engel mit dem Winzermesser, und der sagt:
schneide ab, die Beeren sind reif! Gott hält Gericht.
Es ist wichtig, dass junge Leute wieder Mut für die Zukunft haben. Gott
entgleitet doch diese Weltgeschichte nicht. Er hat alles unter seiner
Kontrolle.
Auch diese unheimlichen Katastrophen, die wir sehen, sind hineingeborgen,
man kann kaum darüber reden, in das unheimliche Zorngericht Gottes über die
Sünde und alle Bosheit der Welt und der Menschheit.
Diese ganzen schrecklichen Geschehen hat die Offenbarung eigentlich etwas
anderes, als sie sagen, nicht die einzelnen Detailerlebnisse des
Schreckens. Immer wieder wird der Blick dahinauf gerichtet und plötzlich
sieht man den Thorn des Weltenherrschers Jesus.
Und eine unübersehbare Schar aus allen Nationen und Völkern und Sprachen
steht da, und die schreien aus Leibeskräften den ganzen befreiten Schrei:
Wir sind hindurch, wir haben es geschafft, es liegt hinter uns, das die
ganzen Mühsalen, die ganze Qual. Und sie singen bloß noch das eine
wunderbare Loblied: Dir, Herr, will ich danken. Du hast uns durchgebracht,
nicht wir, du hast das geschafft, und du bist mit uns so wunderbar
hindurchgekommen. Wir können nicht genug von deiner Größe und von deiner
Macht reden! Das müssen Sie sich vorstellen, das hat Johannes gesehen. Das
war ja nicht eine Vision, sondern das ist ja heute schon Wirklichkeit. Die,
die im Glauben uns vorangegangen sind, die sind schon bei Gott in der
vollendeten Gemeinde.
In dieses Lob Gottes stimmen wir ja hier nur ein, die wir hier unsere
Wegstrecke absolvieren durch die Schrecken dieser Welt.
Und ich möchte Ihnen immer nur Mut machen: Sie dürfen mit einstimmen in
diesen Jubel aus Leibeskräften in die ganze Freude in die vollendete
göttliche Harmonie des Lobpreises dieses Gottes. Jetzt steht aber hier noch
etwas, was der Inhalt des Lobpreises ist, das ist nicht bloß irgend so ein
Ohrwurm, den die singen, sondern das hat einen ganz wunderbaren Inhalt. Und
ich will mal versuchen, das so auszulegen, dass Sie etwas mitnehmen können
und dass sie sagen: So soll mein Lobpreis auch erklingen!
Das erste, das sie in diesem Lied Moses rühmen, das sie dort anstimmen,
ist: Wunderbar, wie wunderbar sind die Werke des Herrn! Wie wunderbar sind
die Werke des Herrn! Jetzt muss ich zuerst einmal etwas sagen: Es kommen
immer wieder Leute zu mir und sagen: Also, dass ihr im Gottesdienst singt,
ist sehr abstoßend. Ich sage: Weiß ich, weiß ich. Da sagen die: Also, wenn
ich da einen Geschäftskollegen mitbringen, den haut's ja raus, warum soll
der ein Buch in die Hand nehmen, der singt ja auch sonst nie! Ja, der singt
vielleicht manchmal in einer Maiennacht, wenn er beduselt ist, oder im
Stadion Ja, so ein Tag, so wunderschön..." - aber nur, wenn der Verein
gewinnt, wenn er verliert, singt man schon nimmer! - Das ist richtig! Man
singt kaum! Man singt ein paar Schlager, die sind schnell wieder vorbei,
oft sind es auch schmutzige Lieder, aber das richtige Singen des Lobpreises
ist in unserer Musik. Nun ist das kein Problem des modernen Menschen, das
ist ein Problem des Menschen, solange er lebt.
Wir haben in unserem Leben die Last der Lebensbewältigung, zerfurchte
Stirne, jeder von Ihnen hat so viel zu leisten im Beruf, und wir stehen
hart im Kampf und es ist auch viel Schwieriges, was wir durchkämpfen
müssen, und je älter man wird, da wird es ja nicht weniger. Man hat keine
Muße, zu singen. Es sind einige Spezialisten, die so eine schöne Stimme
haben, die singen im Chor, aber wir Normalleute, wir können doch nicht mit
unserer schlecht ausgebildeten Stimme, und so... Das ist dem Menschen
fremd. Ich möchte Ihnen mal sagen, warum wir nicht singen können: Das ist
gar nicht ein Problem unserer Zeit oder unserer Stimme, sondern das ist vor
allem ein Problem – also, abgesehen von denen, die ihre Stimme nicht so
richtig haben, das gibt es natürlich auch, die meine ich jetzt nicht
sondern das ist das Problem: Die Glaubenskrise, in der wir stehen. Ob wir
singen können – viele Leute kommen zu uns rein Ja, bei euch wird ja noch
richtig gesungen!" - ich freu mich immer wieder! Das sind Zeichen, dass
Glauben lebt. Und wo der Gesang erstirbt, wird nicht mehr gesungen. Ich
weiß noch, es war in den siebziger Jahren, als plötzlich die Singebewegung
und die Jugend wieder anfing, Jahrzehnte war es so, man singt einfach nicht
mehr, viele Jugendveranstaltungen sind ohne Singen abgelaufen. Und ich sehe
noch die wenigen Leute, die wir damals waren in der Jugendarbeit, wie die
gesungen haben Jugend für Christus, Jugend voll Freud" oder Im Kreuz ist
unsre Kraft verborgen". Das mussten wir singen. Und dann sind wir auf die
Straßen gegangen, haben auf der Königstraße gesungen, wo die Leute den Kopf
geschüttelt haben. Es war ein Ausdruck des Glaubens. Jetzt sage ich, dass
Leute heute nicht singen wollen, ist ein Ausdruck der Glaubenskrise. Wenn
Menschen sagen, ich möchte mit meinem Leben selber fertig werden, ich
brauche keinen Gott. Das sagt man ja heute als moderner Mensch so ganz
locker: Mach ich doch selber, kann ich doch alles tun. Und dann kommen Sie
in die erste Krise Ihres Lebens. Das erinnert mich immer an einen Unfall,
den ich als Student hatte. Da bin ich von einem hohen Kirschenbaum
heruntergefallen. Ich bin eine Leiter emporgeklommen, Ich stand ganz oben
auf der Leiter. Und den Augenblick, den sehe ich immer noch, wie ich
stürze, und der Steinboden, der rast auf mich zu und das hört überhaupt
nicht mehr auf. Ich versuche mich irgendwo zu halten, und dann ist nichts
mehr zum Halten. Ich habe da noch so ein zerbrochenes Teil der Leiter in
der Hand. Aber ich hab nichts mehr, was hält. Und das erschütternde ist
heute bei vielen, der Mensch, mit dem er zusammenlebt, vielleicht ist es
bei Ihnen selber, dass Sie sagen, ich fühle mich im bodenlosen Fall. Ich
bin jahrelang ganz fröhlich, aber langsam, seitdem meine Ehe zerbrochen
ist, und seitdem der schreckliche Todesfall eingetreten ist, und seitdem,
ich weiß, ich hab eine schwere Krankheit, da tickt eine Zeitbombe bei mir,
und so, seitdem finde ich keinen Halt mehr. Es gibt auch keinen Halt in
uns, wir sind Todeskandidaten. Wir sind sterbliche Menschen. Was soll ich
da singen? Da kann man nachts nicht mehr schlafen, da hat man keine Ruhe
und keinen Frieden mehr! Und Sie dürfen singen! Weil Gott Sie geschaffen
hat. Wie heißt das, wie wunderbar sind deine Werke. Sie brauchen Ihr Leben
nicht mal selber bewältigen, Sie sind ein Werkstück Gottes, Sie dürfen
anfangen, Ihren Glauben wieder ganz schlicht zu buchstabieren: Ich glaube,
dass mich Gott geschaffen hat. Das hatten wir vor ein paar Sonntagen ganz
ausführlich. Die Mitte des ersten Glaubensbekenntnisses von der
Schöpfermacht Gottes. Ich bin ein Wunderwerk, obwohl einmal mein Leib
zerfällt, obwohl er krank ist, viele Mängel und Fehler hat. Ich bin ein
Wunderwerk Gottes. Dieser Tag kommt aus seiner Hand und ich darf ihn rühmen
und preisen. Ich darf ihn rühmen und preisen auch über seiner
Schöpfermacht. Wie wunderbar sind deine Werke, Herr, du hast mich herrlich
gemacht! Freuen Sie sich doch einmal, wenn Sie morgens in den Spiegel
sehen! Und sagen: Ich danke dir, Herr, dass du mich gemacht hast! An dem,
was Sie heute sehen mit Ihren Augen, genießen Sie es doch, und freuen Sie
doch dran, aber es geht ja noch ein bisschen weiter mit dieser
Schöpfermacht: Deine Werke sind wunderbar! Seine Offenbarung steht ganz
bewusst nach den schrecklichen Zorngerichten Gottes, nach den verseuchten
Flüssen und nach den verbrannten Bäumen und nach der ganzen verwüsteten
Umwelt um uns her. Ich sehe das doch, warum, ja, wie geht denn das
zusammen? Oder wissen Sie, dass dies alles ist Gericht Gottes über uns
Menschen, wo wir selber so stolz meinen, ohne Gott unser Leben bewältigen
zu können. Jeder von uns, jeder von uns hat doch daran so große Schuld, wir
haben Gott auf die Seite gestoßen. Hatten Sie gestern wirklich Zeit zur
Stille mit Gott? Wie lange haben Sie mit Gott reden können? Sie wollen doch
alles selber machen! Und wenn uns Gott auflaufen lässt, so wie er diesen
ganzen Kosmos auflaufen lässt, in seiner Empörung gegen Gott, selbst mit
seiner antichristlichen Spitze, wo das alles noch einmal zum Vorschein
kommt, da darf ich mich freuen an den Werken Gottes. Was ist denn das Werk
Gottes? Dass er seinen Sohn Jesus in diese Welt sendet zur Versöhnung für
meine Schuld und ich darf heute die ausgestreckte Hand Gottes fassen, mit
Gott Frieden haben, mein Leben in die Hand Gottes legen. Ich bitte Sie: Das
müssen Sie ergreifen. Das ist eine Vorbedingung vom Singen, sonst können
Sie die Werke Gottes nicht rühmen! Herr, ich danke dir, dass dein Blut
meine Sünden alle wegnimmt und auslöscht, das alles gut macht, und dass ich
dein Gericht nicht mehr fürchten brauch, natürlich gibt es ein Gericht
Gottes! Aber ich kann doch nur fröhlich singen, wenn ich mich geborgen weiß
in der Hand Gottes. Wenn ich seine starke Hand kenne, in der ich mich
bergen kann wie in einer Schutzhöhle. Wo ich weiß, auch wenn ich sterbe,
ich falle in die Hand des lebendigen Gottes. Ich rühme seine Werke. Sind
Sie einmal zum Glauben gekommen? Das war doch ein Werk Gottes. Dass er bei
Ihnen durchgedrungen ist durch einen Panzer der Gleichgültigkeit. Dass er
Ihnen so nette Freunde in die Welt geschickt hat. Dass Sie so liebe
Gemeinschaft fanden. Herr, ich danke dir für die Werke, was du Großes getan
hast. In der Ewigkeit werden wir einmal rühmen und sagen, Herr, nicht nur
deine Schöpfung, sondern auch dein Erlösungswerk, Herr, dein Bewahren, Was
hat Gott alles in seiner Macht schon getan um uns zu tragen ganz wunderbar,
dass wir uns seiner Macht freuen dürfen. Da steht in der Bibel hier ein
Wort, dass ich Ihnen gerne zurufen will, Das ist ein griechisches Wort,
manche haben es schon gehört, das sind die Kunstfreunde, wo wir sagen
allmächtiger Gott, das hört sich ganz komisch abgegriffen an, also
nichtssagend, da steht im Griechischen Pantokrator, Weltenherrscher. Herr
aller Herren, König aller Könige. Wir singen unsere Lieder heute schon,
weil heute niemand etwas gegen diese Macht Jesu tun kann, auch wenn diese
Zorngerichte Gottes noch über diese Welt hinweggehen. Wir jubeln und danken
unserm Herrn, auch wenn vor uns noch verworren die Wegstrecke liegt, die
wir noch gehen müssen.
Jetzt greife ich etwas zweites aus dem Lobgesang heraus. Ich möchte also
auch ein bisschen, dass wir etwas verstehen, dass es wirklich im Kopf als
Erfahrung mitgeht, dass wir mehr Erkenntnis bekommen, also wir rühmen in
dem Lobpreis die Werke Gottes, was er alles tut, der schaffende, wirkende
Gott. Jetzt rühmen wir in diesem Loblied auch Gerecht und wahrhaftig sind
deine Wege". Ich hab das so überschrieben: Wie herrlich sind deine
Methoden. Das sind doch die Wege Gottes. Die Methoden, wie der Herr mit uns
umgeht. Ja, wie geht der Herr mit uns um, was für eine Methode hat er denn?
Eine Methode, die uns oft gar nicht passt. Es sind heute viele, die Gott
nicht verstehen in seinen Methoden. Warum führt mich Gott so? Darum wäre es
doch wichtig, wie wir in der Bibel wieder die Methoden Gottes lernen. Mit
welcher Methode schafft Gott? Was sind seine Wege? Und da ist es immer so,
dass er seine Leute in Sackgassen führt. Und dann steht man da und sagt:
Jetzt ist alles aus. Ich weiß nimmer weiter. Und das macht der Herr nur, um
seine Macht und seine Größe zu offenbaren. Sind Sie heute in einer
Sackgasse? Wissen Sie heute nicht mehr weiter? Sie werden die Macht und
Größe Gottes erfahren, aber aus seinen Methoden, das sind seine Methoden.
Das ist ein ganz interessantes Zeichen heutzutage, dass an den Gräbern und
bei den Bestattungsfeiern fast nicht mehr gesungen wird. Wir können ja nur
noch bei Leuten singen, die ganz bewusst im Glauben standen. Wo die
Gemeinde auch da ist, und dass es nicht zu kläglich klingt, dass Uhland
nicht recht behält schauerlich der Leichenchor". Also, wie kann das
richtig so sein, so wie ich schon erlebt hab, dass man sagt, das Schönste
am Grab war das Singen. Osterlieder, ob wir das, wie mir die Tränen
runterlaufen, der Lobpreis der Macht Gottes. In einem Augenblick, wo wir
die Methoden Gottes mit unserem Vernunftsinn ja nimmer verstehen. Warum?
Ich versteh den Tod nie, auch nicht beim Alten. Der Tod ist immer der
Feind. Aber Gott führt in die Tiefen und dann wieder zur Herrlichkeit. Und
da heißt es, sie singen nicht nur das Lied des Moses, sondern das Lied des
geschlachteten Lammes, des gekreuzigten Jesus. Der Passionsweg Jesu hat
Methode bei seinen Leuten. Ich habe eine ganz schreckliche Woche hinter
mir. Ich weiß nicht, ich hab so gelitten, ich will Ihnen vielleicht eine
fröhliche Kantate-Predigt halten, und ich muss Ihnen ein paar schwere
Sachen sagen. Dass unser Herr uns den Leidensweg führt, weil er Sie
beschenken will, oder ob Sie das verstehen, dass das ein Geschenk Gottes
ist? Dass wir das Lied des Lammes nicht nur nach den Noten singen, sondern
dass wir auch das durchbuchstabieren, ganz stückweise mit unserem eigenen
Leben. Und darum singen die in der Ewigkeit, die da uns schon vorangegangen
sind, so befreit, darum jubeln die so, sie haben es selber kaum glauben
können, es war ihnen selber so, so unfassbar, und dann wirklich, wir sind
hindurch! Wir erfahren es ja immer wieder, dass uns der Herr mit seiner
starken Macht herausholt aus Stunden der Depression. Wenn du mich
demütigst, machst du mich groß. Haben Sie es erlebt? Wenn Sie mit Ihrem
Leben nicht mehr weiter wissen, vor lauter verbocktem Stehen, und sagen,
jetzt weiß ich nicht, wie ich weiter machen soll, der Herr heilt! Wenn in
Ihrem Leben alles aussichtslos scheint, Und dann kommt der Herr mit seinem
ganz ganz großen wunderbaren Zuspruch, und mit seinen Führungen, Sie werden
es erleben und Sie können schon den Lobgesang anstimmen: Herr, deine
Methoden sind so wunderbar! Deine Wege, wie du deine Leute führst. Das war
doch bei Mose nicht anders. Jahrzehntelang haben sie geseufzt unter der
Terrorherrschaft der Ägypter und wie die sie gefoltert haben und wie die
sie misshandelt haben, und die Last war nicht zu bewältigen, und sie
schrien zum Herrn, und dann dauert es ganz lang, bis der Herr sie erleben
lässt, aber es ging immer wieder in neue Proben hinein, und dann stehen sie
am Schilfmeer, und rechts waren die großen Felswände und vor ihnen das
Wasser und hinter ihnen die Ägypter und dann schrien sie, Herr, es hat doch
alles keinen Wert mehr, wir geben auf! Dann führt der Herr sie durch die
Flut. Und dann stehen sie am Bitterwasser. Kennen Sie das? Sie kommen an
eine Stelle, da sagen Sie: Na, jetzt kann ich endlich trinken, und dann
trinken sie es und dann ist – Brackwasser! Sie spucken es wieder aus. Mein
Leben ekelt mich. Ich hab keine Lust mehr zu leben. Das sind Methoden der
Führung unseres Herrn. Der Lobpreis: Ja, herrlich sind deine Wege, lauter
Siegeswege. Wie der Mose an einem Felsen stand und kein Wasser und dann
haut er auf den Felsen und dann kam Wasser heraus! Ja, wir gehen doch von
Wunder zu Wunder, von Erfahrung seiner Macht zu ewig neuer Erfahrung. Er
führt mich auf rechter Straße, aber das hat doch der David gedichtet, der
jahrelang um sein Leben geflohen ist, der in Angst lebte. Und er hat
gesagt: Ich liege und schlafe ganz in Frieden, denn der Herr hält mich in
seiner Hand. Können Sie so Ihre ganzen Sorgen ablegen? Sie brauchen keine
Wache vor der Höhle. Der Herr schützt mich. Der Glaubenssieg, den wir
bekennen, und über den wir uns freuen, also, das war der zweite Teil des
Lobes, das wir singen. Und das hat bei Gott Methode, so wie im alten Bund
war es im neuen Bund bei Jesus und so wird es in Ihrem Leben sein, so
werden Sie Jesus erfahren. Darum dürfen Sie singen, Sie dürfen schon hier
anfangen, laut zu singen.
Und auch das letzte, was da im Lobpreis drin ist, Gott wird bestimmt ans
Ziel kommen. Ich habe es noch ein bisschen vereinfacht, weil ich weiß, man
kann es schlecht behalten. Gott wird bestimmt ans Ziel kommen. Du allein
bist heilig, alle Völker werden kommen und anbeten vor dir und deine
gerechten Gerichte sind offenbar geworden. Jetzt muss ich noch mal sagen,
also was wir heute verhandeln, ist für normale Menschen, und ich denke,
hier sitzen viele normale Menschen, widersinnig, es kommt so, sie sagen,
was soll das. Ganz normal. Glauben ist eine unerträgliche Zumutung. Wenn
Sie das verstehen wollen. Ich verstehe, dass Leute sagen, wie ich es heute
überall höre: Wo ist denn Gott, wenn solche schrecklichen Katastrophen
passieren. Sie verstehen nicht einmal, dass diese Welt schon im Gericht
Gottes ist. Der mündige Mensch ohne Gott, der die Welt geschaffen hat nach
seinem Bilde, muss all das auslöffeln, und wir sitzen mit drin. Und das
wird noch weitergehen, mein Herz wird schwer. Viele junge Leute werden es
wahrscheinlich massiv miterleben, wenn die Macht des Antichristen sich noch
so einmal zusammenballt, dass nicht mehr vom gekreuzigten Jesus gesprochen
wird, aber das ist kennzeichnend. Das will er auslöschen, weil das das
Kennzeichen ist, dass es durch Sterben zur Herrlichkeit geht. Wenn der
Antichrist sein Paradies schafft, wo es keinen Hunger und kein Leid mehr
gibt, wo es keine Haushaltsdefizite gibt, das wird der Antichrist schaffen.
Wo es kein Versagen der UNO mehr gibt, die Werkzeuge sind schon da, aber
wir warten... Aber das steht ja in der Offenbarung, das Allerschlimmste,
dass die Jesusgemeinde in der letzten Stunde der Versuchung auf die Idee
verfällt, mit den antichristlichen Mächten zu buhlen um den Einfluss der
Welt. Wir können doch evangelisieren im Reich des Antichristen. Der erlaubt
uns doch, dass wir hinten den Segen sprechen in den Versammlungen, das ist
doch gut, das ist doch christlich, aber das Evangelium mit seiner
Sprengkraft wird nicht mehr verkündigt. Und man fragt sich, haben wir nicht
heute schon sehr viele Kompromisse gemacht? Wo Jesus ganz anders von uns
seinem Volk will, dass wir ihm allein trauen, gehorsam seinen Weg gehen, er
hat uns den Weg so klar gewiesen. Hat es nicht nur bei den Zehn Geboten
belassen, sondern hat sie in der Bergpredigt so verschärft, bis in die
Gedanken und Sinne meines Herzens hinein. Für die Gemeinde Jesu gibt es nur
einen Weg. Dass sie den Weg der Nachfolge ganz treu geht oder sie verfällt
dem Gericht Gottes. Das schreckliche Wort, dass aus der Gemeinde Jesu eine
Hure wird, die sich anbiedert und dann mit jedem, der kommt, mitmachen
kann. Mit den Mächten der Zeit und mit allen um des Geldes willen und des
Geschäftes willen. Und es ist wunderbar, ich muss das einfach erwähnen der
Vollständigkeit halber, das vom Antichristen steht in den Kapiteln davor.
Nie wird das Lob des Herrn aufhören, sondern der Herr wird mit seinem Reich
und mit seiner Gemeinde nicht zu Ende kommen. Fragen Sie sich, ob Sie dabei
sind, machen Sie bitte in Ihrem Glaubensleben keine faulen Kompromisse,
sondern gehen Sie eindeutig mit Jesus und lassen wir es als Kennzeichen der
Jesusgemeinde immer singen. In den Arenen, bei den Römern, als man die
Christen den Löwen vorgeführt hat, sind die ersten Lobchoräle gesungen
worden im Angesicht des Todes. Den Märtyrern, wo wir sie haben, bei den
Waldensern, bei den Hussiten und bei der Reformation und bei den
Hugenotten, haben sie auf den Scheiterhaufen die herrlichen Psalmen
gesungen. Bis eine Verfügung kam, dass den Delinquenten, bevor das Feuer
angezündet wurde, die Zunge bei lebendigem Leibe aus dem Hals gerissen
werden muss, damit sie nicht mehr singen. Und dieses einfache Jesuszeugnis,
was sie singen, das ist so eine Macht, darum hat der Herr befohlen, singt,
und das ist gleichzeitig die Kraft, die unseren Glauben am Leben erhält
gegen alle antichristlichen Versuchungen. Was Sie singen, die ganzen
herrlichen Lieder, jetzt könne sie sie einsetzen. Als in Uganda die ersten
Pagen damals am Hof des Königs von Uganda Christen wurden, das war ja der
große Forscher Stanley, der da der erste Missionar war, da haben sie sich
einer schrecklichen homosexuellen Praxis dem König verweigert, das ist
durch die Araber damals in den Königshof gekommen, und da wurden sie
hingerichtet. Und die Afrikaner, die noch gar keine Christen waren, haben
gesagt, uns ist kalt und heiß den Rücken heruntergelaufen, für die Flammen,
in denen sie singen. Das ist so eine Macht, die sich ihnen bieten will,
singen Sie doch. Singen Sie diese herrlichen Jesuslieder, und es ist etwas
wunderbares, wenn wir in unserem Bibelkreis die Lieder singen, da geht's
gar nicht um die Ästhetik, da mag's auch falsch sein, so wie wir's auch
hier in den Liedern immer wieder tun, dass wir's im Glauben und in der
Freude tun dürfen. Und sagen: Das soll mein Leben sein, und das in einer
Zeit, in der das zur Reifung kommt. Dieses unheimlich gottlose, diese
Widernatur der Welt, und die Jesusgemeinde, die kleine Jesusgemeinde,
sammelt sich, kann sehr klein sein in der letzten bösen Zeit, aber sie wird
singen. Sie wird auch im Martyrium, und davon steht auch hier in diesem
Kapitel, dass sie singt in der großen Freude und wir dürfen uns bei diesem
Singen immer schon vereinen mit der Gemeinde vor dem Thron Gottes. Ich
möchte Sie einfach bitten, machen Sie in ihrem Leben diese Hingabe ganz
klar. Er ist mein König, nicht nur der König der Völker, mein König und
Herr, mein Leben soll, solange ich noch in dieser Welt dienen darf, allein
ihm gehören.
