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Johannes – Sechster Teil: Die Liebe

Johannes 13,0-20,024.05.2016
Event•Teil 9 / 10Spurgeon-Konferenz 2016
Ein Vortrag von Andrew Page auf der Spurgeon-Konferenz 2016.

Überblick über die letzten Ereignisse

Wir sind jetzt beim sechsten Teil. Bitte schlagt Kapitel 13, Vers 1 auf, und ihr braucht die Unterlagen, Seite 16 von den Unterlagen, für den Anfang jetzt.
Wir haben schon gebetet. Bleiben wir offen für den Heiligen Geist. Wir versuchen, in den kommenden paar Stunden zwei Dinge auf einmal zu tun. Reden wir mit dem Herrn in unserem Herzen!
Zunächst einmal der Überblick von diesem Teil: Zwei Ereignisse. Es ist eh klar, was die zwei Ereignisse hier sind. Wir erreichen jetzt den Höhepunkt des Evangeliums. Die zwei Ereignisse sind die Kreuzigung und die Auferstehung. Und es kann sogar sein, dass die Fußwaschung am Anfang von Kapitel 13 uns eine Vorschau gibt. Wir kennen die Geschichte mit der Fußwaschung, wir kommen bald dazu. Aber Jesus ist aufgestanden, hat sich ausgezogen, hat ein Handtuch genommen und hat angefangen, den Jüngern die Füße zu waschen. Er spricht davon, dass er sie reingemacht hat. Und dann steht er auf, dann zieht er sich wieder an, und das ist irgendwie vielleicht ein bisschen ein Bild wie das, was Jesus getan hat: dass er seine Herrlichkeit, seine sichtbare Herrlichkeit, ausgezogen hat, dass er Fleisch geworden ist, Kapitel 1, Vers 14, dass er die Erlösungsarbeit gemacht hat hier auf der Erde. Er hat dem Vater offenbart, er ist für unsere Schuld am Kreuz gestorben, dann ist er auferstanden, dann war die Himmelfahrt, und jetzt ist er wieder in der Herrlichkeit. Eine Parallelstelle wäre Philipper 2, die Verse 5 bis 11.
Es ist möglich, dass die, natürlich ist die Fußwaschung eine historische Begebenheit, aber vielleicht ist ein bisschen, wie ich Johannes jetzt kennengelernt habe, traue ich ihm zu, dass auch eine symbolische Bedeutung da ist. Aber wenn du nicht der Meinung bist, kann ich sehr gut damit leben.
Drei Einheiten: Jesus und seine Jünger, Jesus und sein Vater, Jesus und seine Gegner. Und das, was wir in den Kapiteln 14 bis 17 lesen, finden wir nur im Johannesevangelium. Schauen wir uns jetzt die erste Einheit an: Jesus und seine Jünger, 13,1-16,33.
Der Anfang ist das ganze dreizehnte Kapitel, Vers 1: Vor dem Passafest aber, da Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war, aus dieser Welt zum Vater zu gehen, wie er die Seinen geliebt hatte, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende.
Das ist nicht nur der Anfang des dreizehnten Kapitels, das ist der Anfang dieses letzten Teils. Das ist wie eine große Überschrift. Es geht um die Liebe Jesu jetzt. In den vergangenen Kapiteln, in den Kapiteln 1 bis 12, hat Johannes das Wort Liebe oder das Wort lieben nur neunmal verwendet. In den Kapiteln 13, 14, 15, 16, 17 wird er die Worte dreißigmal verwenden. Also der Begriff Liebe und Lieben kommt jetzt sehr, sehr oft vor, damit uns klar wird: Es geht jetzt um die Liebe Gottes, um die Liebe Jesu.
Und ich schlage vor, dass hier im dreizehnten Kapitel wieder ein Chiasmus ist, so wie beim Vorwort, Kapitel 1, 1 bis 18, und so wie in Kapitel 5, 19 bis 30. Jesus, seine Liebe, Teil A, die Verse 1 bis 5. Vers 1 habe ich schon vorgelesen. Schau, was Jesus alles weiß in den ersten fünf Versen. Vers 1: Da Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war, das weiß er, das weiß er, ja. Vers 3: Da Jesus wusste, dass ihm der Vater alles in die Hände gegeben hatte und dass er von Gott ausgegangen war und zu Gott hinging. Und er hat sicher gewusst, das, was in Vers 2 steht, auch. Jesus weiß alles, Jesus hat alles in der Hand. Aber das erste Wort von Vers 3 ist sehr wichtig: Da Jesus das alles gewusst hat, Vers 4 stand er vom Mahl auf, legte sein Obergewand ab, nahm einen Schurz und umgürtete sich, und dann kommt die Fußwaschung. Es ist nicht, obwohl er groß war, ist er Diener geworden, es ist, weil er groß ist, ist er Diener geworden. Und dann fängt er an, diese Sklavenarbeit zu machen.
Vers 4: Stand er vom Mahl auf, legte sein Obergewand ab, nahm einen Schurz und umgürtete sich. Darauf goss er Wasser in das Becken und fing an, den Jüngern die Füße zu waschen und sie mit dem Schurz zu trocknen, mit dem er umgürtet war. Stell dir vor, wie überrascht die Jünger sind. Es war niemand da, der ihnen die Füße wäscht, und vielleicht haben sie gedacht, das wird eh nicht passieren, oder sie haben gewartet, dass ein Kollege das macht. Und dann steht Jesus auf und fängt an, das zu tun.
Jesus, seine Liebe. Dann Teil B: Petrus’ Einwand, Vers 6. Da kommt er zu Simon Petrus, und dieser spricht zu ihm: Herr, du wäschst mir die Füße? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, verstehst du jetzt nicht, du wirst es aber danach erkennen. Petrus spricht zu ihm, das ist typisch Petrus natürlich: Auf keinen Fall sollst du mir die Füße waschen. Jesus antwortete ihm: Wenn ich dich nicht wasche, so hast du keine Gemeinschaft mit mir. Und dann wieder typisch Petrus: Simon Petrus spricht zu ihm: Herr, nicht nur meine Füße, sondern auch die Hände und das Haupt. Ich mag seine Begeisterung, ich mag seine Liebe zu Jesus. Und ich meine, wenn er das ablehnt mit der Fußwaschung, sagt er das, weil er Jesus liebt, weil er Jesus schätzt, weil er Jesus ehrt. Und Jesus sagt in Vers 10: Wer gebadet ist, hat es nicht nötig, gewaschen zu werden, ausgenommen die Füße, sondern er ist ganz rein, und ihr seid rein, aber nicht alle. Denn er kannte seinen Verräter, darum sagte er: Ihr seid nicht alle rein.
Das ist dieses Bild: Wenn wir auf Jesus vertrauen, wenn wir an Jesus glauben, weil er für unsere Schuld am Kreuz gestorben ist, sind wir reingewaschen. Aber natürlich gibt es Sünde noch, und wir brauchen dann täglich, jeden Tag Vergebung, dass wir wiederkommen. Aber wir brauchen nicht das Bad noch einmal, wir brauchen nicht ganz gereinigt zu werden, denn das ist schon passiert, als ich Christ geworden bin und das für mich in Anspruch genommen habe, was Jesus am Kreuz getan hat.
Petrus’ Einwand. Teil C: Jünger, unsere Aufgabe. Jesus setzt sich, und dann Vers 12: Nachdem er nun ihre Füße gewaschen und sein Obergewand angezogen hatte, setzte er sich wieder zu Tisch und sprach zu ihnen: Versteht ihr, was ich euch getan habe? Ihr nennt mich Meister und Herr und sagt es mit Recht, denn ich bin es auch. Jetzt kommt’s: Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr einander die Füße waschen. Denn ein Vorbild habe ich euch gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe.
Ich glaube, vom Griechischen her ist es klar, dass Jesus nicht gegenseitige Fußwaschung gebietet, ist das Deutsch, sondern gegenseitiger Dienst, dass wir einander dienen, dass wir bereit sind, Dinge zu tun, wo wir leicht denken könnten: Andere können das machen, das ist zu niedrig, das ist zu unwichtig. Wir sind bereit, einander zu dienen, wir sind bereit, einander so zu lieben, dass wir bereit sind, unsere Rechte loszulassen und anderen zu dienen.
Vers 16: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, der Knecht ist nicht größer als sein Herr, noch der Gesandte größer als der, der ihn gesandt hat. Und schaut bitte Vers 17 an: Wenn ihr dies wisst, glückselig seid ihr, wenn ihr es merkt, sagt Jesus nicht. Wenn ihr dies wisst, glückselig seid ihr, wenn ihr es tut. Und Jesus will, dass seine Jünger dienstbereit sind, dass wir Diener sind, dass wir uns nicht einbilden, dass andere uns dienen sollen und wir nicht anderen.
Jünger, unsere Aufgabe. Dann B: Die Verse 18 bis 30, Judas’ Verrat. Es ist ein Vergleich und ein Kontrast da zwischen Petrus und Judas. Beide haben etwas missverstanden, aber Petrus ist bereit zu lernen, aber Judas hat seine Entscheidung schon getroffen. Vers 21: Als Jesus dies gesagt hatte, ich muss Vers 20 lesen, es ist schwer. Ich will alles lesen. Vers 20: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer den aufnimmt, den ich senden werde, der nimmt mich auf, wer aber mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. Als Jesus dies gesagt hatte, wurde er im Geist erschüttert, und er bezeugte und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, einer von euch wird mich verraten.
Und eine Stille kommt in den Raum. Und jeder fragt sich: Ja, wer könnte das sein? Vers 22: Da sahen die Jünger einander an und wussten nicht, von wem er redete. Einer seiner Jünger aber, den Jesus liebte, hatte bei Tisch seinen Platz an der Seite Jesu. Kommt einige Male in diesem letzten Teil des Evangeliums vor, dass Johannes von einem Jünger spricht, den Jesus liebte. Ich gebe euch schnell die anderen Verse: Kapitel 13, 23, das ist hier; Kapitel 19, 26; Kapitel 20, Vers 2; Kapitel 21, Vers 27.
Wer ist der Jünger, den Jesus liebte? Ich meine, die meisten würden sagen, das ist Johannes selbst. Er erwähnt Johannes gar nicht beim Namen in seinem Evangelium, dass Johannes sowas sagt oder Johannes sowas tut. Er spricht nur manchmal von dem Jünger, den Jesus liebte. Und das bedeutet nicht, dass Johannes sagt: Jesus hat mich mehr geliebt als die anderen. Ich denke, es bedeutet einfach diese Bezeichnung. Die Überraschung ist nie weggegangen bei Johannes. Jesus liebt mich. Er hat angefangen, von sich so zu denken: Ich bin der Jünger, den Jesus liebt. Er liebt die anderen, aber die Überraschung ist am größten bei mir, weil ich weiß, wer ich bin, wie ich bin. Ich bin überrascht, dass Jesus mich liebt. Ich kenne mich, ich bin mit mir Schule gegangen, aber Jesus liebt mich. Und wir sollten nie aus dem Staunen herauskommen, oder?
Vers 24: Diesem winkt nun Simon Petrus, dass er forschen solle, wer es sei, von dem er rede. Da lehnt sich jener an die Brust Jesu und spricht zu ihm: Herr, wer ist es? Jesus antwortete: Der ist es, dem ich den eingetauchten Bissen geben werde. Und er taucht den Bissen ein und gibt ihn dem Judas, Simons Sohn, dem Ischariot. Und nach dem Bissen, da fuhr der Satan in ihn. Da spricht Jesus zu ihm: Was du tun willst, das tue bald. Judas’ Verrat. Und in Vers 30 steht, nachdem Judas weggegangen ist: Als nun jener den Bissen genommen hatte, ging er sogleich hinaus. Es war aber Nacht.
Und es ist sicher wahr, dass es Nacht war, aber wie wir Johannes kennengelernt haben, glaube ich schon, dass mehr dabei ist als nur: Es war dunkel draußen. Ich glaube, Johannes sagt: Es war dunkel im Herzen von Judas. Und es war dunkel in der geistlichen Welt. Könnte das auch nicht eine Anspielung auf frühere Stellen sein, wo Jesus sagt: Solange der Sohn bei euch ist, ist es Tag, die Nacht kommt? Ja, möglich, möglich. Aber ich würde hauptsächlich sagen, es war Nacht im Herzen von Judas. Aber es kann sein, dass du recht hast, Jonathan, danke.
Und dann A1: Die Verse 31 bis 35, Jesus’ Liebesgebot. Nachdem Jesus weg ist, nachdem Jesus nicht mehr da ist, wie soll die Gemeinschaft der Jünger ausschauen? Es soll um Liebe gehen. Vers 33: Kinder, nur noch eine kleine Weile bin ich bei euch. Übrigens ist es sehr ungewöhnlich, dass Jesus die Jünger Kinder nennt. Ich glaube nur dreimal in den vier Evangelien überhaupt. Ihr werdet mich suchen, und wie ich zu den Juden sagte: Wohin ich gehe, dorthin könnt ihr nicht kommen, so sage ich es jetzt auch zu euch.
Jetzt kommt: Sein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander lieben sollt, damit, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt. Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt. Und das stimmt. Das habt ihr sicher erlebt, das wirkt. Wenn Christen einander lieben, wenn Christen einander annehmen, wenn Christen einander respektieren, wenn Christen einander dienen, dann merken das andere Leute.
Als ich Student war, in meinem zweiten Jahr, gegen Anfang des neuen akademischen Jahres, was ist das? Wir haben so ein großes Treffen gehabt, so 50, 60 Studenten, die gläubig waren, die meisten, und die Tür war offen am Ende, und wir haben Tee getrunken, weil wir in England waren. Und ich war neben der Tür, und ein junger Student, ich habe gesehen, er ist ein Erstsemester, er sieht wie ein Erstsemester aus, und er kommt den Gang entlang und er sagt Hi, und ich sage Hi. Und dann bleibt er stehen und er schaut hinein in den Saal, wo alle so miteinander reden usw., und er sagt: Was ist das, eine Party? Und ich habe gesagt: Ja, könnte man schon sagen, willst du eine Tasse Tee? Und er hat gesagt: Ja, gerne. Und er ist reingekommen, wir haben Tee miteinander getrunken, wir haben das übliche Gespräch gehabt, was studierst du, wo kommst du her usw. usw. Und dann nach zehn Minuten sagt er, er hat gar nicht gewusst, was das war, und nach zehn Minuten sagt er: Was für eine Gruppe ist das, es ist so eine Liebe hier im Raum.
Und ich meine, keiner hat andere geküsst oder irgendwas, aber ihm ist was aufgefallen. Und ich habe gesagt: Das ist die Christian Union, das ist die SMD-Gruppe. Und er war baff, und zehn Wochen später ist er gläubig geworden. Das war 1971, er geht noch immer mit dem Herrn. Die Liebe untereinander, die Liebe untereinander der Christen, das ist ein Teil des Evangeliums. Einige Leute müssen das Evangelium sehen, bevor sie das Evangelium hören. Und wenn sie das Evangelium sehen, denken sie, wenn sie das Evangelium hören: Aha, ja, das stimmt!
Jesus’ Liebesgebot. Und jetzt eine Brücke, eine sehr wichtige Brücke, die Verse 36 bis 38. Simon Petrus spricht zu ihm: Herr, wohin gehst du? Jesus antwortete ihm: Wohin ich gehe, dorthin kannst du mir jetzt nicht folgen, du wirst mir aber später folgen. Petrus spricht zu ihm: Herr, warum kann ich dir jetzt nicht folgen? Mein Leben will ich für dich lassen. Jesus antwortete ihm: Dein Leben willst du für mich lassen? Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, der Hahn wird nicht krähen, bis du mich dreimal verleugnet hast.
Das, was Petrus in Vers 37 sagt, ist dumm, aber er sagt es, weil er Jesus liebt. Aber Petrus unterschätzt, wie schwach er ist und wie Angst einen manchmal übermannt.
Jetzt kommen wir zur Abschiedsrede, Teil 2 dieser ersten Einheit: Jesus und seine Jünger. Das ist, wo Jesus die Jünger lehrt. Und in Kapitel 14 geht es hauptsächlich darum, Jesus geht weg und er sendet seinen Geist. Diese zwei Themen sind in der ganzen Abschiedsrede sehr groß geschrieben: Jesus geht weg und sendet seinen Geist.
Schauen wir uns zunächst einmal die erste Hälfte von Kapitel 14 an: Jesus geht weg, die Verse 1 bis 14. Den Schlüsselvers hier kennen wir alle auswendig, Vers 6: Jesus spricht zu ihm, zu Thomas: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater als nur durch mich. Ein Absolutheitsanspruch, nur durch mich. Und Jesus sagt: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Und wenn wir wissen wollen, was er meint mit Ich bin der Weg und mit Ich bin die Wahrheit und mit Ich bin das Leben, können wir diese ersten vierzehn Verse anschauen. Ich glaube, dass hier die Erklärung ist.
Zunächst einmal die Verse 1 bis 5: Jesus ist der Weg. Vers 1: Euer Herz erschrecke nicht, glaubt an Gott und glaubt an mich. Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen, wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin. Ich denke, dass es zwei Möglichkeiten gibt mit Vers 3, aber ich glaube, dass es hauptsächlich darum geht: Wenn Jesus wiederkommt in Herrlichkeit, wird er sie mitnehmen. Oder es stimmt auch, wenn jemand stirbt, wird Jesus sie auch abholen und zum Vater bringen.
Vers 4: Wohin ich auch gehe, wisst ihr, und ihr kennt den Weg. Und dann die Frage von Thomas: Wohin? Wir wissen nicht, wohin du gehst, wie können wir den Weg kennen? Jesus ist der Weg zum Vater. Jesus ist der, der uns zum Vater bringt. Ich komme nicht zum Vater, ich komme nicht zu Gott, dem Vater, durch das, was ich für Gott gemacht habe. Ich komme zum Vater durch das, was Jesus für mich getan hat. Halleluja, das ist das Evangelium, Jesus ist der Weg. Wenn du nicht so müde bist, fühl dich frei, Jesus in diesem Augenblick anzubeten, weil er der Weg ist. Jesus, danke, dass du mich zum Vater gebracht hast. Jesus ist der Weg.
Zweitens in den Versen 7 bis 11: Jesus ist die Wahrheit. Letztlich sagt Jesus hier: Wenn du wissen willst, wie Gott ist, schau mich an. Wenn du die Wahrheit wissen willst über Gott, schau mich an. Vers 7: Wenn ihr mich erkannt hättet, so hättet ihr auch meinen Vater erkannt. Und von nun an erkennt ihr ihn und habt ihn gesehen. Philippus sprach zu ihm: Herr, zeige uns den Vater, so genügt es uns. Vers 9 ist irrsinnig wichtig, oder? Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich noch nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen. Wie kannst du da sagen: Zeige uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht aus mir selbst, und der Vater, der in mir wohnt, der tut die Werke.
Wenn man Jesus anschaut, sieht man Gott. Gott ist Fleisch geworden in Jesus, Kapitel 1, Vers 14, oder? Das haben wir immer wieder gesehen während des Evangeliums. Jesus ist die Wahrheit, er sagt uns die Wahrheit über Gott, er zeigt uns die Wahrheit über Gott. Vers 11: Glaubt mir, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist, wenn nicht, so glaubt mir doch um der Werke willen. Und es ist eine wunderbare Sache, eine großartige Sache, ein erstaunliches Wunder, dass Gott Mensch geworden ist in Jesus. Und es ist auch logisch, wenn Gott uns liebt, wenn Gott sich uns zeigen will, ist es logisch, dass er Mensch geworden ist.
Stellen wir uns vor, es sind drei Insekten auf meiner Hand, und sie reden miteinander, ob Andrew Page existiert. Das ist ein großes Thema unter Insekten. Stellen wir uns vor, das wird immer schwieriger, dieses Beispiel, ich warne euch. Stellen wir uns vor, sie wollen herausfinden, ob ich existiere oder nicht, und die reden miteinander, und ein Insekt sagt: Ja, ich glaube schon, dass Andrew Page existiert, das kann ich mir gut vorstellen. Und das zweite – ist es das Insekt oder die Insekt? Das Insekt. Das zweite Insekt sagt: Nein, ich glaube nicht. Dieser Glaube an Andrew Page ist einfach Glaube für schwache Insekten, die sonst nicht mit dem Leben zurechtkommen. Und das dritte Insekt sagt: Nein, ich weiß es nicht, ich bin Agnostiker. Ich weiß es nicht, ob Andrew Page existiert.
Okay, stellen wir uns vor, dass ich diese Insekten liebe. Stellen wir uns vor, dass ich weiß, dass sie das echte Leben als Insekten nur dann erleben werden, wenn sie mich kennen. Stellen wir uns vor, ich will mich ihnen zeigen, und stellen wir uns vor, dass ich alles machen kann, was ich will. Wie kann ich mich ihnen offenbaren? Es gibt einige Möglichkeiten: Hallo, jetzt haben wir drei taube Insekten. Eine zweite Möglichkeit: Jetzt haben Sie erlebt, dass es eine Kraft außerhalb sich gibt, aber eine Beziehung mit mir ist nicht mehr möglich. Die beste Möglichkeit, wenn ich sie liebe und wenn ich mich ihnen zeigen will und wenn ich alles machen kann, was ich will, die beste Möglichkeit ist, dass ich mich zu einem Insekt mache und dass ich lebe unter ihnen. Irgendwann einmal werden sie anfangen zu denken: Wow, eins von uns ist ein bisschen anders. Und sie werden mich fragen, und ich werde sagen: Ja, ich bin Andrew Page, ich bin aus Southampton in England.
Das Beispiel beweist überhaupt nichts. Aber das Beispiel zeigt: Wenn es Gott gibt, und ich bin davon überzeugt, dass es ihn gibt, und wenn er uns liebt, und ich bin überzeugt, dass er uns liebt, und wenn er sich uns zeigen wollte, und ich bin überzeugt, dass er sich uns zeigen wollte, dann ist es äußerst logisch, dass er als Mensch in diese Welt kommt. Und das ist, was Jesus hier sagt in den Versen 7 bis 11: Ich bin die Wahrheit.
Jesus ist das Leben, die Verse 12 bis 14. Vers 12: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zu meinem Vater gehe. Und ich lese diesen Vers und ich denke: Hm, hm, ich meine, fünftausend Leute auf einmal habe ich nicht gespeist. Es gibt aber größere Werke als zum Beispiel die Speisung einer riesigen Menschenmenge. Das größte Wunder überhaupt ist, dass ein Mensch Christ wird, dass ein Mensch neu wird in Jesus. Und wir sind dazu eingeladen, als Christen Zeugen zu sein, Wegweiser zu sein, dass Leute zu Jesus finden. Wir sind dabei, wir sind beteiligt.
Vers 13: Und alles, was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun, damit der Vater verherrlicht wird in dem Sohn. Wenn ihr etwas bitten werdet in meinem Namen, so werde ich es tun. Das ist irrsinnig wichtig, in meinem Namen. Das bedeutet nicht, dass jedes Gebet, das wir sprechen, immer diese Worte haben muss. Aber es bedeutet, dass jedes Wort, das wir sprechen, diese Einstellung haben muss. Ich kann nur zum Vater reden wegen dem, was Jesus getan hat. Ich bete durch ihn, ich bete in seinem Namen. Es ist sehr, sehr wichtig.
Es tut mir leid, wenn ich in einer Gebetsgemeinschaft bin und es kaum vorkommt, dass jemand sagt: im Namen Jesu oder durch Jesus, unseren Herrn, beten wir. Vielleicht ist die Einstellung da, das ist okay, aber hin und wieder habe ich das Gefühl in unseren Gottesdiensten in England, dass wir das Gefühl haben, wir können zu Gott reden, wir können Gott anbeten, weil wir wir sind. Aber eigentlich können wir das nur tun, weil wir an Jesus glauben. Es ist absolut okay, direkt zu Jesus zu beten, aber das Normale, Epheser 2, schau mal, ob ich das schnell finden kann, Epheser 2, Entschuldigung, Epheser 2, Vers 18: Durch Jesus haben wir beide, das ist Judenchristen und Heidenchristen, durch Jesus haben wir den Zutritt zu dem Vater in einem Geist. Das heißt, wir reden mit dem Vater, und wir können das durch Jesus machen, und der Heilige Geist hilft uns dabei. Zwei andere Verse zum Aufschreiben, ich habe sie nicht wahrscheinlich auswendig: Galater 4,4 und Römer 8,15 oder 16. Der Geist ist in uns, und er will, dass wir rufen: Abba, Vater. Es ist gesund, wenn wir Gott Vater nennen, wenn wir Vater zu ihm sagen, weil wir jetzt in einer Liebesbeziehung zu ihm sind.
Ich mag es sehr, die zwei Stellen. Ich darf das nicht zu lang machen. Die Römer-8-Stelle, Römer 8,15 ungefähr 15 oder 16, es steht, dass durch den Geist wir rufen, aber Vater. In Galater 4 heißt es, dass der Geist in uns wohnt, er ruft, aber Vater. Also wer ruft, aber Vater? Der Geist in mir oder ich? Die Antwort ist ja. Aber es ist gesund. Bitte? 4, Vers 6, danke, super, danke.
Aber natürlich, manchmal können wir direkt zu Jesus beten, das ist total okay, aber das Normale ist: durch Jesus, mit der Hilfe des Geistes, reden wir zum Vater, Epheser 2, Vers 18.
Gut, und jetzt, Seite 17 in euren Unterlagen: Jesus sendet seinen Geist, die Verse 15 bis 31. Jesus geht weg, aber er sendet seinen Geist, er lässt die Jünger und uns nicht allein. Die Verse 15 bis 17 sind die Einleitung: Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote. Und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, dass er bei euch bleibt in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie beachtet ihn nicht und erkennt ihn nicht. Ihr aber erkennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.
Es geht um den Heiligen Geist hier. Er ist der Geist der Wahrheit, Vers 17. Jesus nennt ihn einen anderen Beistand, in Vers 16. Das Wort Beistand könnte man genauso übersetzen mit Tröster oder Fürsprecher. Das Wort im Griechischen, ich mag nicht griechische Worte sagen, wenn ich predige, aber hier sage ich das, das Wort ist Parakletos. Und manchmal hört man in Predigten: Parakletos, wortwörtlich ist das der Herbeigerufene. Das ist nicht das, was die Leute im ersten Jahrhundert gedacht haben, als sie das Wort Parakletos gehört haben. Parakletos bedeutet Tröster oder Ermutiger oder Beistand. Der Ursprung des Wortes war herbeigerufen, aber im ersten Jahrhundert hat niemand daran gedacht.
Ich gebe euch ein deutsches Beispiel: Wenn ich sage, dass ich entmutigt bin, meine ich nicht, jemand hat mir den Mut weggenommen, oder? Ich meine einfach, ich bin entmutigt. Das Wort entmutigt bedeutet jetzt entmutigt und nicht, dass man keinen Mut mehr hat. Ist das, es schaut alle so verwirrt aus? Reden wir nachher in kleinen Gruppen darüber, und ich werde in keiner kleinen Gruppe sein. Sehr gut, gute Lösung.
Aber schau dir das Ende von Vers 17 an. Er sagt den Jüngern, er ist bei euch und er wird in euch sein. Ab Pfingsten wird der Heilige Geist, meine Jünger, in euch sein, weil ich ihn sende.
Drei Dinge schenkt uns Jesus durch seinen Geist. Zunächst einmal Liebe für die Seele, die Verse 18 bis 24. Vers 21 lese ich nach, ich muss. An jenem Tag, Vers 20, werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch. Wer meine Gebote festhält und sie befolgt, der ist es, der mich liebt. Wer aber mich liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.
Bitte, das bedeutet nicht, dass Jesus sagt: Wenn ihr brav seid, wenn ihr mir gehorcht, dann wird Gott die Entscheidung treffen, euch zu lieben. Ich meine, das wäre der Gegensatz vom Evangelium, oder? Nein, nein, er liebt uns, er liebt uns, und Jesus ist der Beweis dafür. Nein, es geht hier, glaube ich, um eine Erfahrung in Vers 21. Wenn wir Jesus lieben und mit ihm und für ihn leben wollen, werden wir anfangen, die Liebe Gottes in unserem Herzen zu erleben, etwas zu fühlen. Ich meine, es ist sehr wichtig, dass wir auch Gott mit unserem Verstand lieben, das ist klar. Aber wir sollten auch etwas fühlen. Der Geist will, dass wir etwas fühlen: die Liebe Gottes. Wir wollen die Liebe Gottes zu uns fühlen. Römer Kapitel 5, Vers 5 fällt mir ein. Liebe für die Seele, ich denke, das ist ein Erlebnis.
Vers 22: Da spricht Judas, nicht der Ischariot, zu ihm: Herr, wie kommt es, dass du dich uns offenbaren willst und nicht der Welt? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. Ich glaube, das ist wieder ein Erlebnis. Liebe für die Seele.
Dann die Verse 25 und 26: Wahrheit für die Welt. Vers 25: Dies habe ich zu euch gesprochen, während ich noch bei euch bin. Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Das ist nicht eine Verheißung an uns, weil wir die Stimme Jesu nicht gehört haben. Wir waren nicht dabei bei all den Dingen, die Jesus gesagt hat. Das ist etwas für die Apostel. Schaut es an, Vers 26: Der Heilige Geist, er wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe, alles. Ihr werdet nichts vergessen. Es ist nicht, dass Johannes sein Evangelium geschrieben hat und gesagt hat: Ja, jetzt lasse ich mir etwas einfallen, was Jesus eventuell sagen hätte können. Der Heilige Geist hat Johannes an alles erinnert, was Jesus gesagt hatte. Wow! Es geht jetzt um die Inspiration der Heiligen Schrift hier. Das ist Wahnsinn, das ist so super, die Verse 25 und 26, freuen wir uns.
Das bedeutet, dass, als Johannes sein Evangelium geschrieben hat, der Heilige Geist kein einziges Mal gesagt hat: Uh, schade, dass er das geschrieben hat. Das war nicht ganz richtig. Hofft man, dass der nächste Vers besser ist. Vers 26 bedeutet: Alles, was Johannes geschrieben hat, war Wort Gottes. Jedes Mal, wenn Johannes sagt: Jesus sagte, war das genau das, was Jesus gesagt hat. Wow! Wir haben in diesem Wort ein festes Fundament. Das ist toll, der Vers 26, das freut mich so sehr!
Parallelstellen: 2. Timotheus 3,16-17, 2. Petrus 1,21 und besonders würde ich sagen, ich bin sehr begeistert von dieser Stelle, was die Inspiration betrifft, 1. Korinther 2,6-16. Liebe für die Seele, Wahrheit für die Welt und jetzt die Verse 27 bis 31, 2. Timotheus 3,16 und 17, 2. Petrus 1,21 und sehr zu empfehlen 1. Korinther 2,6 bis 16, bitte.
Dann Frieden für das Herz. Vers 27: Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch, nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch. Euer Herz erschrecke nicht und verzage nicht. Ihr habt gehört, dass ich euch sagte: Ich gehe hin und komme zu euch. Wenn ihr mich lieb hättet, so würdet ihr euch freuen, dass ich gesagt habe: Ich gehe zum Vater. Jetzt kommt’s, denn mein Vater ist größer als ich. Darüber geredet. Und dann Vers 31: Damit aber die Welt erkennt, dass ich den Vater liebe und so handle, wie es mir der Vater geboten hat, steht auf und lasst uns von hier fortgehen. Dann verlassen sie den Raum, wo sie sind.
Vers 27: Frieden hinterlasse ich euch. Sie werden keine leichte Zeit haben. Es kommen Probleme, das Leben ist nicht leicht. Es gibt Ablehnung gegen Gott und gegen seine Leute, aber Jesus schenkt durch seinen Heiligen Geist seinen Frieden. Liebe für die Seele, Wahrheit für die Welt, Frieden für das Herz, und dieser Heilige Geist, der uns diese Dinge gibt, er wohnt in dir. Als Engländer würde ich sagen: nicht schlecht. Und damit meine ich: Es ist großartig, oder? Fühl dich frei, Gott zu danken, dass der Heilige Geist Gottes in dir wohnt. Es ist erstaunlich.
Jetzt kommen wir zu Kapitel 15. Teil B von dieser ersten Einheit: Jesus und seine Jünger, die Jünger, drei Beziehungen. Wenn Jesus jetzt weggeht, ist es sehr wichtig, dass die Jünger wissen, wie es jetzt ausschauen wird. Und es gibt deswegen drei Beziehungen, die Jesus hier beschreibt. Die sind schon aus dem Raum gegangen, das Ende von Vers 31 in Kapitel 14, und vielleicht sind sie da jetzt, wo in einem Weinberg oder neben einem Weinberg, und Jesus sagt, Vers 15: Ich bin der wahre Weinstock.
Die erste Beziehung ist natürlich die Beziehung zu Jesus, die Verse 1 bis 11. Vers 1 ist der Schlüsselvers: Ich bin der wahre Weinstock, mein Vater ist der Weingärtner. Die Gefahr bei uns oder die Gefahr bei mir, ich rede nicht von euch, die Gefahr bei mir ist, dass ich manchmal sage: Ja, ich weiß, dass ich Christ bin, ich weiß, dass Jesus mein Retter ist, aber ich lebe nicht mit Jesus, ich gehe nicht durch den Tag mit Jesus, bewusst mit Jesus. Die Lösung ist, dass ich in Jesus bleiben muss. Es kommt immer wieder vor hier, weil es um die Beziehung zu Jesus geht. Vers 4: Bleibt in mir, und ich bleibe in euch, gleich wie die Rebe nicht von sich selbst aus Frucht bringen kann, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt. Wer 6: Wenn jemand nicht in mir bleibt, so wird er weggeworfen wie die Rebe und verdorrt, und solche sammelt man und wirft sie ins Feuer, und sie brennen.
Ich glaube nicht, dass das bedeutet, dass Christen, die keine Frucht bringen, weggeworfen werden. Es bedeutet einfach Leute, die in der christlichen Gemeinschaft sind, die sagen, dass sie Christen sind, aber die nie wirklich gläubig geworden sind, die sind einfach religiöse Menschen, die sind noch immer unter dem Gericht Gottes. Und Vers 9: Gleich wie mich der Vater liebt, so liebe ich euch; bleibt in meiner Liebe. Es geht darum, dass man den Alltag mit Jesus verbringt. Und dann kommt Frucht, Vers 5 und Vers 8, die Beziehung zu Jesus. Wie ist deine Beziehung zu Jesus? Ist er dein bester Freund? Und wenn ich darüber rede, bin ich sofort beim Beten für mich und jetzt auch für euch. Ich bete, dass meine Liebe zu Jesus wächst. Das wäre großartig, oder? Eine größere Liebe zu Jesus zu haben. Ich möchte nicht nur etwas glauben in meinem Kopf, ich will Jesus lieben.
Die zweite Beziehung, die Beziehung zueinander, die Verse 12 bis 17. Vers 12: Das ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, gleichwie ich euch geliebt habe. Vers 17 am Ende dieses Abschnitts: Das gebiete ich euch, dass ihr einander liebt. Und wir haben das schon gehört, Kapitel 13, die Verse 34 und 35, oder? Ich lese ab Vers 12: Das ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, gleich wie ich euch geliebt habe. Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was immer ich euch gebiete. Ich nenne euch nicht mehr Knechte, denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Euch aber habe ich Freunde genannt, weil ich euch alles verkündet habe, was ich von meinem Vater gehört habe. Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und euch dazu bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, damit der Vater euch gibt, was auch immer ihr ihn bitten werdet in meinem Namen. Das gebiete ich euch, dass ihr einander liebt.
Und Jesus beschreibt, wie Liebe ausschaut. In Vers 13: Größere Liebe hat niemand als die, dass einer sein Leben lässt für seine Freunde. Erst komme ich und dann komme ich. Das ist das Gegenteil von dem, oder? Du sollst zuerst sein, du sollst mir wichtiger sein als ich. Und ich soll das dir in der Praxis zeigen, durch die Art und Weise, wie ich mit dir umgehe, wie ich dir diene, wie ich dich respektiere, die Beziehung zueinander. Vers 13 ist natürlich eine klare Anspielung auf das Kreuz.
Und die dritte Beziehung ist die Beziehung zur Welt, ab Kapitel 15, Vers 18. Jesus sagt: Die Welt wird euch hassen. Vers 18: Wenn euch die Welt hasst, so wisst, sie mich vor euch gehasst hat. Wenn ihr von der Welt wärt, so hätte die Welt das ihre lieb. Weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt heraus erwählt habe, darum hasst euch die Welt. Es ist diese Spannung da, diese Ablehnung da. Genauso wie viele Jesus abgelehnt haben, werden wir, Jünger Jesu, manchmal abgelehnt.
Wie können wir in einer solchen Welt leben? Wie können wir in einer Welt leben, wo Menschen es schwierig machen werden, manchmal für uns? Aber wir haben zwei Geschenke, die uns helfen können. Zunächst einmal haben wir den Geist Jesu. Die Versen sind hier falsch, tut mir leid, könnt ihr das korrigieren? Das sollte Kapitel 15, die Versen 26 und 27 sein, 26 und 27, nicht 27 und 28. Kommt ihr mit? Ich lese 26 und 27 vor: Wenn aber der Beistand kommen wird, den ich euch vom Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, so wird der von mir Zeugnis geben, und auch ihr werdet Zeugnis geben, weil ihr von Anfang an bei mir gewesen seid. Der Geist kommt, ihr habt meinen Geist, und der Geist hilft euch, weiterzumachen, der Geist hilft euch, weiterhin von mir zu erzählen, trotz Ablehnung.
Wir haben den Geist Jesu, und wir haben auch das Wort Jesu, das sollte Kapitel 16, die Verse 1 bis 4 sein, nicht 1 bis 3. Vers 1: Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr keinen Anstoß nehmt. Sie werden euch aus der Synagoge ausschließen. Es kommt sogar die Stunde, wo jeder, der euch tötet, meinen wird, Gott einen Dienst zu erweisen, und dies werden sie euch antun, weil sie weder den Vater noch mich kennen. Wir haben das Wort Jesu. Jesus hat uns vorgewarnt. Das heißt, wenn Druck da ist, wenn Ablehnung kommt, wenn einige Leute uns belächeln, sollten wir nicht überrascht sein. Jesus hat uns sein Wort, er hat es schon gesagt, dass solche Dinge geschehen werden. Und das stärkt uns dann, dann werden wir uns nicht überraschen lassen von diesen Dingen. Wir haben den Geist Jesu, wir haben das Wort Jesu, und das hilft uns, was die Beziehung zur Welt betrifft.
Das waren die Jünger, drei Beziehungen, und jetzt kommen wir zu Kapitel 16, die Verse 5 bis 33, die Jünger, wie Jesus sie begleiten wird. Ich liebe besonders die erste Hälfte von Kapitel 16, ich finde es super. Jesus stellt seinen Geist vor, die Verse 5 bis 15. Drei Dinge macht der Heilige Geist. Zunächst einmal: Er bringt die Gegenwart Jesu, die Verse 5 bis 7. Nun aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat, und niemand unter euch fragt mich: Wohin gehst du? Sondern weil ich euch dies gesagt habe, ist euer Herz voll Traurigkeit. Und jetzt ist interessant Vers 7: Aber ich sage euch die Wahrheit, es ist gut für euch, dass ich hingehe, denn wenn ich nicht hingehe, so kommt der Beistand nicht zu euch. Wenn ich aber hingegangen bin, will ich ihn zu euch senden.
Seht ihr, dass Jesus in Vers 7 sagt, es ist ein Vorteil für uns, dass Jesus weggeht? Weil dann der Heilige Geist kommt. Es ist besser, dass der Heilige Geist hier ist, als dass Jesus hier ist. Warum ist es besser? Jesus ist Mensch geworden, Kapitel 1, Vers 14. Wenn er hier geblieben wäre, was möglich gewesen wäre, würde er vielleicht in Jerusalem wohnen oder in Southampton wohnen. Ich nenne nur die zwei heiligsten Städte, die ich kenne. Willst du Gemeinschaft mit Jesus haben, musst du wieder nach Jerusalem fahren, musst du nach Southampton fahren. Jesus sagt: Ich gehe weg, ich werde verherrlicht, ich gehe zu meinem Vater, ich schicke den Heiligen Geist. Er hat keinen menschlichen Körper, er kann überall sein: Jerusalem, Southampton, München. Und er bringt die Gegenwart Jesu. Das heißt, ich kann dir sagen, du hast jetzt die Gegenwart Jesu in dir, weil der Heilige Geist in dir wohnt. Das ist großartig, oder? Der Geist bringt die Gegenwart Jesu, er ist da, er ist hier.
Zweitens, er verbreitet die Botschaft Jesu. Die Verse 8 bis 11, Vers 8: Wenn jener kommt, wird er die Welt überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und vom Gericht, von Sünde, weil sie nicht an mich glauben, von Gerechtigkeit aber, weil ich zu meinem Vater gehe und ihr mich nicht mehr seht, vom Gericht, weil der Fürst dieser Welt gerichtet ist. Er verbreitet die Botschaft Jesu, er ist der Evangelist. Wir sollen von Jesus erzählen, wir sollen anderen von Jesus berichten, was Jesus alles getan hat, wer Jesus ist und so weiter und so fort, aber derjenige, der Herzen aufmacht, das ist der Heilige Geist. Wir schaffen das nicht. Wir können das nicht tun. Wir können reden, wir können leben, aber wir können Herzen nicht aufmachen, wir können Augen nicht aufmachen, wir können Ohren nicht aufmachen. Der Heilige Geist, das ist seine Spezialität, er verbreitet die Botschaft Jesu. Das ist so toll: Wann immer wir etwas machen, von Jesus erzählen oder von diesen zwei Wegen zum Leben reden, dürfen wir wissen, der Heilige Geist ist auch dabei. Er verbreitet die Botschaft Jesu, und es wird Leute geben, die offen sind, weil der Heilige Geist in ihnen am Wirken ist.
Er bringt die Gegenwart Jesu, er verbreitet die Botschaft Jesu, und drittens die Verse 12 bis 15: Er vollendet die Offenbarung Jesu. Vers 12: Noch vieles hätte ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, so wird er euch, er spricht zu den Aposteln natürlich, er wird euch in die ganze Wahrheit leiten, denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. Er wird mich verherrlichen, denn von den meinen wird er nehmen und euch verkündigen. Alles, was der Vater hat, ist mein, darum habe ich gesagt, dass er von den meinen nehmen und euch verkündigen wird.
Der Heilige Geist wird die Offenbarung Jesu vollenden, das heißt, sie haben vieles schon gehört von Jesus, und der Heilige Geist wird die Apostel weiterhin lehren, so dass, wenn zum Beispiel die Apostel die Briefe geschrieben haben, teilweise haben sie Dinge geschrieben, die nicht wortwörtlich von Jesus gesagt worden sind. Aber der Heilige Geist hat sie geführt und hat noch einmal kein einziges Mal sagen müssen: Puh, schade! Er vollendet die Offenbarung Jesu. Und deswegen dürfen wir sagen, wir sind so froh, dass der Heilige Geist uns diese Offenbarung Jesu geschenkt hat im Wort Gottes. Halleluja!
Aber seht ihr, was das Anliegen des Heiligen Geistes ist, Vers 14: Jesus sagt, er wird mich verherrlichen. Es ist gut, dass wir manchmal über den Heiligen Geist reden, das ist sehr wichtig, aber im Mittelpunkt soll Jesus sein. Der Heilige Geist, es ist sein Anliegen, dass wir unseren Blick auf Jesus richten. Stellen wir uns vor, wir sind in einem Theater, es sind tausend Leute hier, herzlich willkommen. Und es ist jemand auf der Bühne vorne, ein Schauspieler ist auf der Bühne da vorne, und das ganze Theater hier ist dunkel, aber jemand ist da, da oben mit einem Scheinwerfer, und ein Licht kommt vom Scheinwerfer auf den Schauspieler da auf der Bühne, und wenn der Schauspieler nach links geht, geht das Licht nach links. Und wenn der Schauspieler nach rechts geht, geht das Licht nach rechts, und wir schauen den Schauspieler an. Es wäre sehr komisch, wenn ich aufstehen würde, mitten im Theaterstück, und sagen würde: Wow, dieser Mann mit dem Scheinwerfer, boah, er macht es super, toll, und er ist jetzt nach links, oh, er sucht Gratulation, du hast so eine tolle Arbeit gemacht. Das würde ihm Verlegenheit machen. Er will nicht, dass wir ihn anschauen. Er will, dass wir den Schauspieler bewundern, oder?
Und der Heilige Geist sagt: Ja, natürlich wollen wir lernen über den Heiligen Geist, und natürlich reden wir über den Heiligen Geist, aber er will, dass unsere Aufmerksamkeit auf Jesus gerichtet wird. Und er freut sich, wenn wir Jesus bewundern, er freut sich, wenn wir Jesus anbeten. Er freut sich, wenn wir an Jesus glauben.
In den letzten zwei, drei Minuten die zweite Hälfte von Kapitel 16. Wo bin ich jetzt? Ja, die Jünger, wie Jesus sie begleitet. Nein, nein, nein, das ist Ruhe. Jetzt bin ich die Verse 16 bis 33 jetzt. Jesus bietet seine Hilfe an, und er wird das natürlich durch seinen Heiligen Geist machen. Die Verse 16 bis 18, man sieht, dass Verwirrung da ist. Vers 16: Noch eine kurze Zeit, ihr werdet mich nicht sehen, wiederum eine kurze Zeit, ihr werdet mich sehen, denn ich gehe zum Vater. Da sprachen etliche seiner Jünger zueinander: Was bedeutet das, dass er sagt: Noch eine kurze Zeit, ihr werdet mich nicht sehen, und wiederum eine kurze Zeit, ihr werdet mich sehen, und ich gehe zum Vater? Sie sind verwirrt und sie sind traurig. Ich bin auf Seite 18.
Jesus verspricht ihnen Freude, die Verse 19 bis 24. Vers 20: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ihr werdet weinen und wehklagen, aber die Welt wird sich freuen, und ihr werdet trauern, doch eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden. Ich werde euch Freude schenken. Er erinnert sie an Liebe, die Verse 25 bis 28. Ich lese Vers 26 vor: An jenem Tag werdet ihr meinen Namen bitten, und ich sage euch nicht, dass ich den Vater für euch bitten will, denn er selbst, der Vater, hat euch lieb, weil ihr mich liebt und glaubt, dass ich von Gott ausgegangen bin. Er erinnert sie an die Liebe, die Gott hat für sie, und er schenkt ihnen Frieden.
Die Verse 29 bis 33. Vers 29: Da sagen seine Jünger zu ihm: Siehe, jetzt redest du offen und gebrauchst kein Gleichnis, jetzt wissen wir, dass du alles weißt und es nicht nötig hast, dass dich jemand fragt. Darum glauben wir, dass du von Gott ausgegangen bist. Jesus antwortete ihnen: Jetzt glaubt ihr? Siehe, es kommt die Stunde, und sie ist jetzt schon da, wo ihr euch zerstreuen werdet, jeder in das Seine, und mich allein lasst. Aber ich bin nicht allein, denn der Vater ist bei mir. Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Bedrängnis, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.
Jesus geht weg, sagt er seinen Jüngern, aber ich schicke euch den Heiligen Geist, und es ist ein Vorteil für euch, dass ich weggehe und dass der Heilige Geist kommt. Und wir dürfen uns auch freuen, weil dieser Heilige Geist, wir leben jetzt nach Pfingsten, das heißt, als wir gläubig geworden sind, an Jesus geglaubt haben, ist der Heilige Geist in unser Leben gekommen. Wir sind der Tempel des Heiligen Geistes.
Beten wir zusammen. Es war irrsinnig viel da, vielleicht gibt es nur einen Gedanken, der dich besonders angesprochen oder bewegt hat. Bitte reden wir in der Stille, und dann werde ich ein Gebet sprechen. Den Aposteln so gesprochen hat und dass wir lauschen dürfen.
Vielen Dank, Herr Jesus, dass du verherrlicht bist und beim Vater bist und dass du den Heiligen Geist geschenkt hast. Vater, wir danken dir, dass der Geist die Gegenwart Jesu mit sich bringt. Wir danken dir. Im Namen Jesu, Amen.