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2. Petrus 1, 19 - 2. Petrus 2, 9

2. Petrus 1,19-2,926.01.2012
SerieTeil 4 / 7Der 2. Petrusbrief
Warum klingt Gottes Wort oft so fern? Petrus nennt es keine Legende, sondern eine Lampe für dunkle Tage – bis endlich Licht in dein Herz fällt.

Rückblick auf die Grundlage des Glaubens

1
Am Ende des Kapitels hatten wir ja bereits über die kostbare Glaubensgrundlage gesprochen, die wir empfangen haben, nämlich den kostbaren Glauben an Jesus Christus. Petrus hat dabei von dieser herrlichen Zukunft gesprochen, dass wir in unserem Glauben bestimmte Dinge darreichen sollen: in dem Glauben die Tugend, in der Tugend die Erkenntnis, in der Erkenntnis die Selbstbeherrschung, in der Selbstbeherrschung die Ausdauer, in der Ausdauer die Gottesfurcht, in der Gottesfurcht die Bruderliebe und in der Bruderliebe die Liebe.
Wenn wir diese Dinge tun, dann werden wir nicht straucheln und nicht zu Fall kommen. Und so wird uns reichlich der Eingang in das ewige Königreich unseres Herrn und Retters Jesus Christus dargereicht werden. Dieses ewige Königreich soll uns vor Augen stehen. Genau das steht auch Petrus hier vor Augen, und er spricht von der Wichtigkeit dieser Botschaft.
Er sagt in Vers 12: Darum werde ich es nicht unterlassen, euch immer an diese Dinge zu erinnern. Damit zeigt er, dass diese Botschaft wichtig ist. Wir brauchen sie. Wir müssen immer wieder daran erinnert werden. Und dann zeigt er in den Versen 16 bis 21, dass diese Botschaft nicht nur wichtig, sondern auch zuverlässig ist. Es geht also um die Zuverlässigkeit dieser Botschaft, 1. Petrus 1,16-21.
Denn wir sind nicht klug ersonnenen Märchen oder Legenden gefolgt, als wir euch Kenntnis gaben von der Kraft und Ankunft unseres Herrn Jesus Christus, sondern wir waren Augenzeugen seiner Majestät. Denn er empfing von Gott dem Vater Ehre und Herrlichkeit, als eine solche Stimme von der majestätischen Herrlichkeit zu ihm gebracht wurde: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Und diese Stimme hörten wir, als sie vom Himmel her zu ihm gebracht wurde, als wir mit ihm auf dem heiligen Berg waren.
Bis dahin waren wir gestern gekommen. Die Zuverlässigkeit dieser Botschaft ist also begründet im Zeugnis der Apostel, die dort auf dem Berg Augenzeugen der Königsherrschaft Jesu Christi wurden. Es geht darum, dass wir Fortschritte machen und fest werden. Und wenn wir auf unserer Glaubensgrundlage Fortschritte machen wollen, dann müssen wir davon überzeugt sein, dass die andere Welt eine Realität ist. Wir müssen uns auf diese andere Welt konzentrieren.
Petrus führt hier zwei bestätigende Zeugnisse an für die Zuverlässigkeit seiner Botschaft und für die Zuverlässigkeit dieser Dinge, dass sie eines Tages eintreten werden und dass sie sicher eintreten werden. Das eine Zeugnis finden wir in den Versen 16 bis 19, das andere in den Versen 19 bis 21. Diese Dinge sind keine Legenden, sondern Tatsachen.
Diese Grundlage unseres Glaubens ist die Botschaft von der Kraft und Ankunft unseres Herrn Jesus Christus. Wie weiß ich, ob diese Botschaft zuverlässig ist? Petrus sagt: Die Zuverlässigkeit dieser Botschaft ist darin begründet, dass wir damals auf dem Berg Augenzeugen waren. Wir haben dort etwas gesehen, und wir haben dort etwas gehört.

Das Zeugnis vom Berg der Verklärung

Gott hat in unsere Welt eingegriffen, damals auf dem Berg der Verklärung, anlässlich der Verherrlichung Jesu, und Petrus, Jakobus und Johannes sind Augenzeugen davon. Das möchte er den Geschwistern sagen: Wir sind also nicht irgendwelchen Märchenerzählungen gefolgt, als wir euch Kenntnis gaben von der Kraft und Ankunft unseres Herrn Jesus Christus.
Das Wort Ankunft in Vers 16, Ankunft, heißt Parousia im Griechischen und bedeutet so viel wie eine Ankunft mit Gegenwart. Wir übersetzen das oft mit Wiederkunft, oder? Die Wiederkunft Jesu Christi. Das ist auch richtig so. Aber das Wort im Griechischen heißt, wenn wir es jetzt genauer betrachten, eine Ankunft mit anschließender Gegenwart. Also wenn der Herr Jesus Christus kommt, dann bleibt er auch. Und um diese Ankunft Jesu Christi geht es, um diese Ankunft und zukünftige Gegenwart Jesu Christi.
Und er hat gesprochen von einer Kraft, der Kraft von der Kraft und Ankunft unseres Herrn Jesus Christus. Und er hat uns daran erinnert, dass Jesus damals auf dem Berg oben, als er gebetet hat, dort hat er gesehen, wie Jesus verwandelt wurde, verherrlicht wurde, und hat die Königshoheit Jesu Christi auf dem Berg gesehen.
Interessant ist das Petrus-Evangelium. Kennt ihr das Petrus-Evangelium? Das ist das Markus-Evangelium, denn Markus hat ja im Auftrag von Petrus geschrieben. Und wenn wir das Markus-Evangelium lesen, merken wir, dass das Markus-Evangelium Züge des Petrus trägt. Petrus stand dahinter, hinter dem Markus-Evangelium. Und gerade im Markus-Evangelium, dort ist die Rede in Kapitel 9, Vers 3, von der Verklärung Jesu. Da heißt es: Seine Kleider wurden sehr weiß, so weiß wie Schnee, sehr weiß, wie kein Walker auf Erden Kraft hat, weiß zu machen.
So steht es im Griechischen: Kein Walker auf Erden, kein Bleicher auf Erden hat Kraft, Kleider so weiß zu machen wie die dort. Und da steht das Wort Kraft, dynamis, Dynamit kommt davon, ja. Und da war eine Kraft da, ja. Menschen haben keine Kraft, Kleider so zu verändern wie dieses Kleid des Herrn Jesus. Und woher sollen wir die Kraft nehmen, die Kraft, dass wir verändert werden? Woher kam die Kraft dieser verwandelten Person in den weißen Kleidern? Woher ist die Kraft dieses Königreiches? Ist das alles ein Märchen?
Wenn er uns Augen gibt für diese Kraft, dann wird auch unser Leben verwandelt werden, und unsere geistlichen Kleider werden verwandelt werden, die Kleider der Gerechtigkeit. Das Leben des Christen wird ja oft auch so in der Bibel dargestellt, als ob wir Kleider tragen. Wir sollen Christus anziehen, heißt es einmal. Christus ist unsere Gerechtigkeit, unser Ehrenkleid. Dieses Kleid wird verwandelt von Glanz zu Glanz, haben wir gestern auch schon betrachtet, 2. Korinther 3,17-18.
Wir werden in unserem Lebenswandel verherrlicht, wenn wir den Herrn ansehen. Und da kommt diese Kraft zum Ausdruck. Der Herr Jesus hat diese Kraft. Es ist die Kraft der anderen Welt, die uns verändert, so dass wir in dieser Welt schon ein Stück von dieser Herrlichkeit Jesu Christi darstellen dürfen.
Also auch die Briefempfänger wissen, dass Gott eingegriffen hat in ihr Leben und dass er ihr Inneres verwandelt hat, ihre inneren Kleider. Ich habe hier eine Parallelstelle, die ich gerne noch zitieren wollte. Gestern, das möchte ich heute noch nachtragen: 2. Korinther 4,6 schreibt Paulus auch von diesem Glanz. In 2. Korinther 4,6 heißt es dort: Gott hat uns aufleuchten lassen den Lichtglanz von der Erkenntnis des Sohnes Gottes im Angesicht Christi.
 2. Korinther 4,6, im zweiten Teil des Verses: Er hat uns aufleuchten lassen den Lichtglanz von der Erkenntnis des Sohnes Gottes im Angesicht Christi. Ich habe mir diesen Satz ein bisschen umschrieben, und ich möchte ihn vorlesen: Gott, der damals befohlen hatte, dass aus der Finsternis Licht scheinen soll bei der Schöpfung, derselbe Gott ist es, der mit diesem Lichtglanz in unsere Herzen gekommen ist. Und er hat es hell gemacht in unserem Herzen, hell werden lassen, zu dem Zweck, dass wir nun in dem Angesicht Jesu Christi den vollen Glanz von Gottes Herrlichkeit sehen können.
Also Jesus Christus kam in unser Herz. Gott hat in unserem Herzen ein Licht angezündet, zu dem Zweck, dass wir jetzt in dem Angesicht Jesu Christi den vollen Glanz von Gottes Herrlichkeit sehen können und auch weitergeben können. Wir haben ein Licht in unser Leben bekommen, und dieses Licht, dieser Glanz darf uns jetzt verändern. Das wollte ich noch nachtragen zu gestern.
Ja, der Gott der Herrlichkeit kam in unser Leben, und er darf jetzt an der ersten Stelle stehen in unserem Leben. Und jetzt ist Kraft da, Kraft in unserem Leben.

Die Lampe für den Weg durch die Dunkelheit

Nun, warum ist diese Verklärung, von der Petrus hier im 2. Petrusbrief schreibt, so wichtig?
Weil sie eine Vorschau auf das war, was kommen wird. Petrus hat dort auf dem Berg eine Vorschau auf das Königreich Jesu Christi bekommen. Einen Vorgeschmack auf das, was uns in der Herrlichkeit erwartet. Und das war für Petrus sehr, sehr wichtig. Es war für ihn eine Garantie dafür, dass es wirklich so sein wird.
Petrus zeigt damit: Ich habe das ewige Königreich in Wirklichkeit selbst gesehen, wenn auch nur für ein paar Minuten. Aber ich habe es gesehen. Dann sagt er in Vers 19: Und wir haben das prophetische Wort fester.
Also: Diese Botschaft ist zuverlässig, sagt Petrus. Auf diese Botschaft könnt ihr euch verlassen. Die Botschaft vom zukünftigen Reich Jesu Christi ist zuverlässig, weil das Alte Testament schon davon spricht. Das alttestamentliche Prophetenwort weist darauf hin. Im Alten Testament haben heilige Männer durch den Heiligen Geist gesprochen, und sie haben das Kommen dieses Königreichs verheißen. Und Jakobus, Johannes und Petrus waren mit auf dem Berg und haben dort die Herrlichkeit gesehen. Dadurch ist ihnen dieses Prophetenwort noch viel fester und zuverlässiger geworden.
Das ist das Zeugnis der alttestamentlichen Schriftpropheten, also das Zeugnis des Alten Testaments von dieser Botschaft. Wir haben also das prophetische Wort fester. Dieses Ereignis dort am Berg der Verklärung diente dazu, dass das Wort Gottes für Petrus, Jakobus und Johannes bestätigt wurde. Wir haben es umso fester: Es ist ein bestätigtes Wort Gottes.
Die alttestamentliche Botschaft gab Zeugnis von dem kommenden Jesus Christus, von seinem Reich, und Petrus ist Zeuge davon. Das Wunder dort am Berg hat ihn noch mehr auf das Wort Gottes achten lassen. Das Wort Gottes ist sicher, es ist fest.
Ja, die Wunder sind ja nicht dazu da, dass wir glauben, sondern die Wunder sind dazu da, dass wir Bestätigung bekommen, dass das Wort Gottes wahr ist. Das war damals so. Die Wunder, die der Herr Jesus getan hat, und die Wunder, die die Apostel getan haben, waren dazu da, um das Wort Gottes zu bestätigen. Und hier war das Wunder, das Petrus den Herrn Jesus dort am Berg gesehen hat, auch dazu da, um das geschriebene alttestamentliche Wort zu bestätigen.
Fester, das prophetische Wort. Und jetzt sagt er, man soll auf das Wort dieser Propheten achten. Er sagt immer noch in Vers 19: Auf welches zu achten ihr wohltut.
Wir sollen darauf achten. Wir sollen es lesen, wir sollen es bedenken, wir sollen darüber nachdenken. Und dieses Wort ist wie eine Lampe. Auf welches zu achten ihr wohltut, wie sollen wir darauf achten? Wie auf eine Lampe, die an einem düsteren Ort scheint.
Also: Eines Tages wird einmal ein Licht kommen. Heute sehen wir das noch nicht, aber jetzt haben wir eine Lampe. Heute haben wir eine Lampe. Dein Wort ist meines Fußes Leuchte, oder? Also wie eine Taschenlampe ist das Wort Gottes, und das gibt mir Licht an dem düsteren Ort.
Wo ist der düstere Ort? Der ist in unserem Herzen. In unserem Herzen ist es oft dunkel und trübe, gerade in Bezug auf die jenseitige Welt. Was wissen wir von der jenseitigen Welt? Wir können sie nicht mit den irdischen Augen sehen, wir können sie nicht hören. Aber wir haben eine Lampe, und über diese Lampe können wir etwas erfahren über die zukünftige Welt.
Und es ist noch düster. Es ist noch nicht hell. Es ist nicht taghell in unserem Inneren. Wir haben das Wort Gottes, und nur durch das Wort Gottes wissen wir etwas. Es fehlt uns an Licht und Klarheit in unserem Herzen. Auch in der Welt ist es düster, rundherum natürlich auch. Aber in Bezug auf diese neue Welt wissen wir so wenig. Wir sehen nicht hinein in die andere Welt. Wir haben wenig Ahnung davon, und deswegen brauchen wir diese Lampe des Wortes Gottes. Sonst wissen wir nicht, wo es hingeht. Sonst sind wir desorientiert, falsch orientiert.
Wenn wir Gottes Wort lesen und uns Zeit nehmen und es aufnehmen, dann wird in unserem Geist, in unserem Inneren, in unserem Herzen ein wenig Licht hineinkommen. Das Licht dieser Lampe. Und das wird uns auch helfen, dass wir uns in dieser Welt orientieren können. Aber dennoch ist es düster. Wir haben noch nicht die volle Erkenntnis.
Paulus sagt an anderer Stelle in 1. Korinther 13, wir erkennen stückweise. Das heißt, wir erkennen nur aus kleinen Einzelheiten, aus kleinen Stücken. Wir haben nicht die ganze Erkenntnis. Das wird einmal kommen, aber das ist noch nicht da.
Und wie lange sollen wir jetzt auf dieses Wort achten? Das sagt er jetzt weiter, immer noch in Vers 19: Bis der Tag anbricht und der Morgenstern in euren Herzen aufgeht.
Ah, jetzt wird es in den Herzen hell, oder? Die Venus ist ja der Morgenstern. Und der Morgenstern kündet den Tag an. Der Morgenstern heißt ja deshalb Morgenstern, weil er der Stern ist, der am Morgenhimmel als letzter verblasst. Du schaust am Morgenhimmel, und die Sterne werden immer weniger. Immer weniger. Es wird hell, es wird mehr blau. Aber die Sterne gehen zurück, und du siehst zum Schluss nur noch die Venus. Die scheint noch. Sie kündigt jetzt an, dass der Tag ganz hell werden wird.
Der Morgenstern, das Licht, im Griechischen heißt das Wort der Lichtspender oder Lichtträger. Es tut wohl, auf diese Lampe zu achten, bis ein anderes Licht kommt: das Tageslicht. Das ist dann, wenn der Herr Jesus Christus wiederkommen wird. Dann ist kein Öllämpchen mehr nötig. Dann brauche ich keine Taschenlampe mehr. Dann habe ich das Sonnenlicht. Dann scheint die Sonne der Gerechtigkeit.
Also: Bis der Morgenstern in euren Herzen aufgeht. In unseren Herzen wird es dann Tag, immer heller, immer heller, und dann wird es ganz hell. Es wird nicht nur der Herr Jesus selber kommen, ja, der Herr wird kommen, aber es wird bei uns innerlich aufstrahlen. Es wird ein Morgenstern in unseren Herzen aufstrahlen. Ein neuer Morgen wird anbrechen in all unseren Herzen. Dort in den Herzen wird es hell werden, und wir werden alles sehen. Es wird alles klar werden. Wir werden Herrlichkeit um uns herum haben, und er wird uns in die Herrlichkeit des Himmels einführen. Dann braucht es keine Lampe mehr.
Aber bis dorthin brauchen wir das Wort, brauchen wir die Lampe. Und dieses Wort, von dem möchte er jetzt noch in Vers 20 etwas sagen. Dieses Wort wurde durch den Heiligen Geist hervorgebracht. Diese Lampe, die wir haben, das ist etwas ganz Besonderes.
Er sagt: Nehmt zuerst dieses zur Kenntnis, dass keine Prophetie der Schrift aus eigener Deutung entsteht. Also sollen wir zur Kenntnis nehmen, wie das Wort Gottes entstand und wie es nicht entstand. Zuerst: nicht durch eigene Deutung, das heißt nicht durch menschliche Deutung.
Da war es nicht so, dass Jesaja sich hingesetzt hat und gesagt hat: So, jetzt schreibe ich mal irgendetwas über Gott und die Welt. Wie erklärt man Gott, und wie erklärt man die Welt, wie deutet man die Welt? Und dann schreibe ich einfach ein Buch, und das ist dann das Buch Jesaja. Nein, so war es nicht.
Es kam nicht von Jesaja selbst und auch nicht von Mose selbst und auch nicht von David selbst und von Daniel usw. Nicht aus eigener Deutung. Die Propheten haben also nicht selber gedeutet, als sie die Bibel geschrieben haben. Das kam nicht von ihnen, das ist gemeint.
Hier geht es nicht um die Interpretation der Schrift, sondern hier geht es um die Entstehung der Schrift. Wie ist das Buch Jesaja entstanden? Wie ist das Buch Daniel entstanden? Hat Daniel einfach geschrieben? Nein, Gott hat die Geschichte gedeutet, die Welt und die Wahrheiten gedeutet, und Daniel hat es niedergeschrieben. Jesaja: Gott hat alles gedeutet, erklärt, und Jesaja hat niedergeschrieben. Und so war es bei allen Propheten.
Das Wort Gottes ist nicht das Produkt von Menschen, sagt er. Nicht von sich aus haben sie die Welt und die gegenwärtigen Dinge gedeutet, es ist Gottes Deutung. Sie hilft uns jetzt, die Welt zu verstehen, zu erklären.
Denn nicht, Vers 21, nicht durch den Willen von Menschen ist sie entstanden, die Bibel. Und nicht durch den Willen von Menschen ist sie entstanden, die Bibel.
Vers 21: Denn nicht durch den Willen eines Menschen wurde einst Prophetie hervorgebracht. Als Jesaja seine Prophetie hervorgebracht hat, hat er das nicht aus eigenem Willen getan. Nicht Menschen haben sich vorgenommen, etwas zu schreiben, sondern Gott hat ihnen den Auftrag gegeben.
Vers 21: Wie ist es dann entstanden? Vers 21 in der Mitte: Sondern vom Heiligen Geist getragen sprachen die heiligen Menschen Gottes.
Interessant ist dieser Ausdruck hier: vom Heiligen Geist getragen. Vielleicht steht in Ihrer Übersetzung: vom Heiligen Geist getrieben. Aber im Griechischen habe ich mich oft gewundert, wieso hier nicht treiben, sondern tragen steht. Die wurden getragen, wie ein Schiff, wie ein Segelschiff über das Meer getragen wird. Es wird auch getrieben, natürlich vom Wind, aber das griechische Wort hier heißt tatsächlich getragen.
Vom Heiligen Geist wurden diese Propheten getragen, während sie geschrieben haben. Es war so, als ob Gott sie auf Händen getragen hat und gesagt hat: So, und jetzt führe ich dich. Vom Heiligen Geist geleitet, vom Heiligen Geist geführt oder bewegt. Hier wird dieses Wort auch von Segelschiffen gebraucht, die vom Wind geführt werden. Wir können also ruhig übersetzen: vom Heiligen Geist geführt.
Heilige Menschen Gottes sind Propheten. Sie reden nicht von sich aus, sondern sie leben von Gott, und das Ergebnis ist genau das, was Gott gesagt hat. So, wie wir heute das Alte Testament und das Neue Testament haben, ist es genau so, wie Gott es haben wollte. Als Augustus seinen Blutgang ging und Gott geraucht hat, wir sprechen ja von der Inspiration der Schrift. Inspiration, ganz wörtlich müsste man sagen: von der Hauchung der Schrift. Griechisch heißt es: Gott gehaucht. Alle Schriften sind von Gott gehaucht, alle Schriften sind von Gott eingegeben, ganz genau in der Ziffer, alle Schriften sind von Gott gehaucht.
Dann spricht Gott. Zum Beispiel in Hebräer heißt es einmal: So wie der Heilige Geist spricht heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet euer Herz nicht. Der Hebräer-Schreiber zitiert Psalm 95, Kapitel 1, Vers 4. Er zitiert Psalm 95 und sagt nicht: So wie der Heilige Geist vor tausend Jahren gesprochen hat, sondern: So wie der Heilige Geist heute spricht.
Das heißt, dass das, was der Heilige Geist vor tausend Jahren durch David im Psalm gesagt hat, heute spricht. Während ich, der Hebräer-Schreiber, das schreibe, spricht Gott immer noch das, was er einmal gesprochen hat. Es spricht heute immer noch, und heute für uns, wie wir bis in die zweitausend Jahre stehen. Was Gott vor zweitausend Jahren durch Petrus, den Hebräer-Schreiber, gesagt hat, das spricht Gott heute immer noch.
Dieses Konzil setzt sich wieder oder an Bord, wo es heißt: Herr, sprich durch dein Wort. Oder beten, wenn er weht: Herr, sprich durch dein Wort. Aber Gott spricht nicht. Gott spricht nicht. Sobald meine Augen das treffen, dass ich den Vorsitz haben, sprich nur. Gott spricht immer dieselbe. Die Frage ist nur, ob ich recht höre, nicht die richtige Verfassung. Und er entspricht keinem zusätzlichen Sprechkunst, als der Sprechkunst. Er hat schon gesprochen, und das, was er gesprochen hat, das spricht er heute nicht.
Das heißt, vielleicht sollten wir viel mehr beten: Herr, sprich zu mir durch dein Wort. Er spricht durch dein Wort. Ja, wenn ich mit meinem Redner spreche. Es geht darum, dass er sagt. Kannst du mir deutlich ersprechen, wie er erklärt, noch mal. Aber wenn Gott gesagt hat, wie er nicht spricht, ist alles, was mit ihm entsteht, wie es Gott sprechen.
Du kannst nicht sagen: Ja, heute hat der Herr dir nichts gesagt. Ja, genau das, was in dir gestanden hat, will ich sagen. Aber ich habe nicht gut umgehört, oder ich war mit meinen Gedanken nicht dabei, oder ich habe mir zu viel Zeit genommen, oder ich habe es einfach nicht verstanden. Was neu ist, ist schön, das wollen wir in Zukunft auch nicht, aber das, was wir hier spüren, ist nicht wichtig, dass wir das Z. B. Zwei ist das Zentrum des Buches.
Diese kosmische Glaubensgrundlage wird angefochten werden, sagt Jesus. Diese kosmische Glaubensgrundlage kommt zur Zukunft in die Linie von der Königinheit, von der Königinheit, von der Botschaft von der Königin. Das wird angefochten werden durch falsche Boten, die Verderben bringen. Falsche Lehren zu Wesen, Alten, Anden, Falschen und Fühlen haben man zumindest falsche Lehren.
Und das gibt es auch heute noch, in der Zeit des Lebens. Auch heute gibt es sehr falsche Lehren zu Wesen. Die einen gehen über die Bibel hinaus, die anderen über die Welt. Die einen sagen, wir brauchen mehr Freiheit, als die Bibel sagt; es führt zu Gesetzlosigkeit. Die anderen brauchen mehr Gesetze, als die Bibel sagt; es führt zu falschen Gesetzen, Gesetzlichkeit, Gesetzgebung, Anstieg, Christus und Heil. Christus und Zitze, das ist es an.
Es hat zu lesen, wie sich die Seele in diesem Text in Kapitel zwei, Vers eins, da ist zuerst eine Beschreibung der falschen Boten, die Verse eins bis drei, eine erste Beschreibung dieser falschen Boten.

Warnung vor zerstörerischen Lehrern

Da es entstanden ist, werden auch falsche Propheten unter euch sein, wie auch unter euch falsche Lehrer sein werden. Solche werden verderbenbringende Lehren einführen. Sie werden sogar den souveränen Herrn, der sie erkauft hat, verleugnen und sich so selbst schnelles Verderben zuzuziehen.
Also, dem Ersten passiert nichts, sondern man sagt: Es ist wertmäßig. Das, was sie gehalten haben, ist die falsche Gehegung wahr. Das ist die bedeutendste Welt der falschen Ideen. Ja, bevor Jesus wie andere Propheten die falsche Gehegung hatte, was falsch ist. Nachdem Jesus Christus gekommen ist, reden die Lehrer, sprechen das, was geschehen ist, erklären das, was geschehen ist, sprechen über das, was geschehen ist.
Falsche Lehre, falsches Bild. Also hier: falsche Lehre. Das heißt, hier entstandene falsche Propheten damals im Alten Testament, die haben sich entwickelt. Das war nicht von heute auf morgen. Ein falscher Prophet damals, da war ein Prozess. Mehr und mehr und mehr haben sie sich entwickelt als falsche Propheten. Und die waren nicht einfach plötzlich da, aber sie haben ein falsches Bild von Gott gegeben. Sie haben Gott falsch dargestellt. Und das ist dann eine Lüge, wenn Gott falsch dargestellt wird.
Und da spricht er so: Es werden auch jetzt falsche Lehrer sein, die Sonderrichtungen, falsche, sie führen Sonderrichtungen nebenein. Das Wort hier heißt Heresie. Heresie ist eine falsche Lehre. Eine Sonderlehre, eine Lehre, die abtrennt. Das Wort kommt von: Man wählt sich etwas aus, man wählt sich etwas Besonderes aus. Vom Wählen her, einen Teil der Wahrheit wählt man sich aus und den anderen Teil lässt man einfach unter den Tisch fallen. Das dürfen wir nicht, wir müssen die ganze Botschaft bringen.
Also diese falschen Lehrer führen also Sonderrichtungen ein, verderbenbringende Sonderrichtungen heißt es hier. Verderbenbringende Sonderrichtungen. Man wählt sich etwas anderes als Christus. Es ist selbstgewählte Lehre, deshalb das Wort Heresie, Gewähltes. Verderbenbringend, das heißt, sie zerstören sich selbst und sie zerstören andere. Sie zerstören den Lehrer, diese falschen Lehren, und sie zerstören den, der belehrt wird. Sie bringen etwas Zerstörerisches in diese Welt hinein.
Falsche Lehre passt nicht hinein in diese Welt. Wenn etwas Falsches gesagt wird, was nicht mit der Wahrheit übereinstimmt, dann passt das nicht in die Welt hinein, die Gott erschaffen hat. Diese Welt funktioniert nur dann gut, wenn die Wahrheit Gottes im Raum steht, wenn wirklich die Wahrheit gesagt wird. Wenn zum Beispiel gesagt wird, alles ist durch Zufall entstanden, dann ist das eine böse, falsche Lehre, die zerstört.
Warum zerstört sie? Weil der Mensch dann denkt, er sei einfach nur ein höher entwickeltes Tier, und das ist zerstörerisch. Der Mensch ist nämlich etwas ganz anderes als ein Tier. Aber durch diese falsche Lehre wird dem Menschen jetzt etwas weggenommen: die Würde des Menschen. Lehrmeinungen, die von der Schrift abweichen, wirken sich negativ aus auf das Volk Gottes und auf die Gesellschaft. Das war immer so und wird auch in Zukunft so sein. Nicht sofort, nicht alles wirkt sich gleich negativ aus, aber irgendwann wirkt es sich negativ aus.
Es gibt manches, das ist nur so wenig falsch, dass es kaum auffällt. Es gibt Leute, die lehren 99 Gutes und 1 vielleicht in irgendeinem Prozent etwas Falsches. Aber weil sie so stark die 99 betonen, wirkt sich das andere kaum aus. Das gibt es auch. Aber dennoch sollten wir Acht geben. Und wir selber sind ja immer wieder in Gefahr, dass wir ein bisschen schräg werden, ein bisschen vom Weg abkommen, oder? Und dann brauchen wir Korrektur, gegenseitige Korrektur.
Wir dürfen nie meinen, wir fahren selbständig. Wir machen das selbständig. Verbehrt überwinden. Das heißt, wir müssen nicht sterben. Wir dürfen nicht sagen: Ich habe zwei Feier und jetzt bin ich alt genug, um nicht zu ähnlich zu werden. Nein, wir müssen jetzt feiern, um nicht zu sterben. Wenn es von der Schrift her geändert ist, ist es okay, ich habe es.
Und du merkst nicht, dass er eigentlich Jesus Christus verleugnet. Eigentlich ist Jesus Christus nicht sein Herr. Das Leben zeigt es, dass Jesus nicht wirklich über ihn verfügen kann. Wir wollen nicht, dass dieser über uns herrsche, sagen sie. Wir wollen nicht, dass dieser über uns herrsche, letztlich. Mit dem Leben zeigen sie das. Sie würden das nicht sagen. Würdest du sie fragen, sie würden sagen: Nein, nein, Jesus ist mein Herr. Aber im Letzten, du merkst es am Leben, letztlich lebt er für sich selber.
Ein charakteristisches Merkmal eines wahren Gläubigen ist: Sie können tun, was du willst. Diese Werke dienen in ihren Verwerfern mit „Wegen zur Gänze nachvollziehen“. Also sie bekommen lustig, ein Fuß in den Handelnschlägen. Es sind falsche Lehren, es dient falsche Lehre, die ihnen sagen. Oder bayerisch, das heißt Spaß, Spaß. Das ist das Spassevangelium, Fun auf Englisch oder Neudeutsch: Fun, Evangelium, also Spassevangelium. Das wird heute von solchen Lehrern verkündet.
Da war eine Lehre, war eine Fernsehpredigerin, jetzt weiß ich ihren Namen nicht mehr. Egal. Aber sie hat verkündigt, und ich habe mir das angehört. Ein Bruder in der Gemeinde hat mir gesagt: Hör dir das mal an. Da habe ich eine Zeit lang zugehört und denke mir: Ja, recht lustig, recht lustig. Die Leute sind ihr am Mund gehangen, und sie hat da schöne Sachen erzählt, und es war nicht alles falsch, gar nicht. Es waren gute Sachen, die sie gesagt hat, gute Dinge, aber eben: Die Art und Weise, wie sie es gebracht hat, und auch es war eine Verschiebung. Hauptsache Spaß und viele Witze und so weiter.
Und dann habe ich festgestellt, habe ich gehört, dass sie, wenn sie ihre Vorträge macht, zwei Lastwagen braucht. Sie fährt mit zwei Lastwagen herum. Wieso zwei Lastwagen? Damit sie ihre Kleider mitnehmen kann. Sie braucht das. Da habe ich mir überlegt: Ja, ist es das? Ist es das wirklich? Die Gefahr ist für jeden, ist auch für uns. Selbstverleugnung, das Kreuz auf sich nehmen, solche Themen sprechen einem solchen nicht recht zu, oder? Das Thema dieser falschen Lehre ist nicht das Kreuz, das Sterben, sondern mehr das Fleischliche, mehr des Erlebnisses.
Sie ziehen andere hinter sich her. Es gibt auch Lehrer, die sammeln Anhänger für sich. In der Schweiz haben wir einen Lehrer, der heißt Ivo Sasek, Ivo Sasek am Bodensee. Der hat ganz große Anhängerschaft, und er sagt, er ist ein Bote Jesu Christi, er ist ein Apostel Jesu Christi, und Jesus Christus spricht durch ihn. Und die Menschen müssen auf das hören, was er sagt, und die Leute sind ganz auf ihn als Person ausgerichtet. Abgesehen davon verkündigt er eine Irrlehre, verkündigt einige Dinge, zum Beispiel verkündigt er die Reinkarnation, also dass der Mensch, nachdem er gestorben ist, dann wieder auf die Welt kommt, und andere Irrlehrer auch noch. Da kann man nur warnen vor solchen Irrlehrern.
Aber man braucht Zeit. Es braucht Zeit, die Lehrer zu prüfen. Das erfährt man nicht gleich am ersten Mal. Ich habe mir mehrere Kassetten angehört von Ivo Sasek und habe mir einige Bücher durchgelesen. Einiges ist sehr, sehr gut, aber anderes, dann merkst du: Ah, hier ist aber was nicht ganz in Ordnung. Es braucht Zeit, um die Lehrer zu prüfen, und die falschen Lehrer kann man nur prüfen, indem man den Geist dieser Lehrer prüft. Und den Geist dieser Lehrer kann man nur prüfen, indem man die Lehre dieser Lehrer prüft. Das heißt, wenn man sie prüft, dann muss man sie anhören. Es braucht Zeit, um diese ganze Lehre anzuhören. Das muss nicht jeder machen, das ist auch nicht nötig.
Weiter: Deren wegen der Wahrheit, der Weg der Wahrheit gelästert werden wird. Also wegen dieser falschen Lehrer wird der Weg der Wahrheit gelästert. Sie sind also schädlich für das Evangelium eigentlich. Die wahre Lehre wird in Verruf gebracht wegen dieser Nachfolger, die ihnen nachfolgen, dieser falschen Lehre nachfolgen.
Also wenn die falsche Lehre mit biblischen Gedanken gut vermengt ist, mit biblischen Begriffen, dann können die Nichtchristen das nicht unterscheiden. Und wenn sie dann sehen, welche negativen Auswirkungen diese Lehre hat, dann sagen sie: Wenn das das Christentum ist, dann will ich nicht Christ werden. Das war bei der katholischen Kirche so, oder? Die katholische Kirche braucht biblische Ausdrücke, und die kann ganz fromm reden, aber dann sieht man die negativen Auswirkungen der katholischen Lehre, zum Beispiel die Lehre vom Zölibat. Das Zölibat ist die Lehre, dass der Priester nicht heiraten darf. Das ist eine falsche Lehre. Und wie hat sich das ausgewirkt? Nun, das hat sich ausgewirkt in ganz vielen geschlechtlichen Übergriffen, unzüchtigen Übergriffen der Priester, sogar an Kindern usw. Wir hatten in Österreich einen ganz schlimmen Fall in Sankt Pölten vor einigen Jahren. Und die Österreicher haben sich gesagt: Wenn das Christentum ist, dann danke.
Und wir Christen, die wir die echten Christen waren und sind, wir haben Schwierigkeiten jetzt. Die Leute hören uns jetzt nicht mehr zu, weil sie sagen: Nein, solche Christen brauche ich nicht, oder? So wird also das Evangelium in Verruf gebracht und wird das Evangelium gehindert in der Ausbreitung durch diese falschen Lehrer.
Auch bei den Charismatikern, da gibt es verrückte Leute. Einer steht am Grab in Hohentengen, dort, wo wir unsere Versammlung haben. Ich war dort nicht dabei, aber das haben sie mir erzählt. Der steht am Grab eines verstorbenen Menschen, und dann, das war ein Charismatiker oder Pfingster, ich weiß nicht mehr, und dann steht er vor den Leuten, ruft er da plötzlich ganz laut: Wenn du ohne Sünde bist, steh auf von den Toten und komm aus dem Grab heraus! Schreit er da. Die Leute haben nur gelacht, es kam auch niemand aus dem Grab heraus. Aber was hat er gemacht? Der hat das Christentum lächerlich gemacht. Mit seinen verrückten Ideen machte er sich lächerlich, und er hat uns alle Christen dort, die wahren Christen, die haben gespottet über uns. Wenn solche Leute Christen sind, dann Dankeschön. Die Spinnen, wurde gesagt, die sind nicht richtig bei Verstand, die Christen.
Siebtens: Die falschen Lehrer bereichern sich an den Gläubigen. Vers 3: Aus Habsucht werden sie mit wohlgeformten Worten ein Geschäft mit euch machen. Also sie predigen schön, aber letztlich geht es ihnen um ihren eigenen Vorteil. Das schön Predigen allein, das heißt gar nichts. Wir müssen achtgeben: Was ist da dahinter? Geht es den Menschen letztlich um die eigene Ehre, letztlich um das Geld?
Religion, getrieben von der Liebe zum Geld, das gab es auch bei den Juden schon, oder? Da waren die Priester im Tempel. Ja, die Priester im Tempel. Was haben sie gesagt, was haben sie gemacht? Da kommen die Leute von weit her mit ihren Opfertieren da zum Passerfest, und sie wollen halt ein Opfer darbringen. Ein Lamm oder ein Stier oder irgendwas wollen sie opfern, und dann bringen sie das hin zum Tempel, und dann sagen die Priester: Was ist das? Ja, ein Stier, den will ich opfern. Was, so einen Stier wollen sie opfern? Die Hörner sind zu kurz, der Schwanz ist zu lang, und schau, das ist ja eine Missgeburt. Ja, aber nichts aber, sowas darfst du dem Herrn nicht opfern, für den Herrn nur vollkommene Tiere.
„Ja, wo soll ich jetzt ein vollkommenes Tier herbekommen?“ Ja, bei uns kannst du eines kaufen, bitteschön, komm mit, da, kostet nur achtmal so viel wie ein normaler Stier. Aber ist es ja für den Herrn, oder? Ist es dir nicht wert, für den Herrn ein bisschen Geld auszugeben? Und was dachten die Leute damals? Dieser Gott, der raubt einen, der zieht einem das letzte Hemd aus, ein Räuber ist er, dieser Gott. Und der Herr Jesus hat gesagt: Ihr habt das Haus meines Vaters zu einem Räuberhaus gemacht, als ob hier ein Räuber wohnt, der den Menschen das Letzte nimmt, was sie haben. Die Wahrheit wurde in Irrtum verkehrt wegen der Liebe zum Geld dieser Priester.
Und so war es nicht nur bei den Priestern, so ist es auch weiterhin in der Christenheit gewesen. In Römer 16 heißt es, ich rufe Römer 16, Vers 17 möchte ich vorlesen: Ich rufe euch auf, liebe Brüder, euer Augenmerk auf die zu richten, die Zwiespalt anrichten und Fallstricke legen entgegen der Lehre, die ihr lerntet, und wendet euch von ihnen ab. Denn solche dienen nicht unserem Herrn, Jesus Christus, sondern ihrem eigenen Bauch, und durch freundlich klingende Reden und schöne Worte betrügen sie gänzlich die Herzen der Arglosen. Sein Parallelvers zu diesem Vers in 2. Petrus 2,3. Schön klingende Reden, aber sie dienen ihrem eigenen Bauch.
Also es geht hier um Irrlehrer, falsche Lehrer. Was ist ein Irrlehrer? Jeder, der heilswidrig lehrt, jeder, der gegen das Heil lehrt. Man muss sich immer fragen: Welche Tendenz ist diese Lehre, wo führt diese Lehre hin, führt sie zum Heil hin, zu Christus hin oder führt sie vom Heil weg? Das muss man sich immer fragen bei der Lehre, wenn Menschen lehren. Und wir müssen auch fragen: Was sind das für Lehrer, was sind das für Menschen, die da lehren, womit haben die Umgang, mit wem verkehren die, wie leben die? Als Irrlehrer werden im Neuen Testament solche betitelt, die eine Lehre bringen, die vom Heil wegführt.
Weiter achtens: Sie werden gerichtet werden. Vers 3 in der Mitte: Sie, für die das Gericht von alters her nicht untätig ist und ihr Verderben schlummert nicht. Es ist nicht untätig, das heißt, es kommt bald, es schläft nicht, ihr Verderben. Eines Tages wird es kommen. Gott zögert noch, aber einmal wird er aufhören zu zögern, und dann wird das Gericht kommen. Aber wenn Gott das Gericht hinausgeschoben hat, dann sollen wir nicht denken, dass Gott untätig war. Er hat einfach noch gewartet. Er war noch geduldig, er wollte, dass diese Menschen noch Buße tun, noch umkehren.
Und jetzt bringt der Schreiber drei Belege für die Gewissheit des Gerichtes Gottes. Also er bringt jetzt drei Belege aus der Vergangenheit, wo Gott dreimal mit Gericht eingetreten ist, Gericht über Böses in der Vergangenheit, und das ist ein Beleg dafür, dass er in der Zukunft auch eingreifen wird. Gott hat interveniert, sagt man, Gott hat eingegriffen in die Welt. Das war das Erste, ist das Gericht über die Engel beim Sündenfall der Engel, das Zweite ist das Gericht über die Menschen bei der Sintflut, und das dritte ist das Gericht über Sodom und Gomorra.
Vers 4: Erstes Beispiel. Gott verschonte die Engel, die sündigten, nicht. Wenn Gott Engel, die sündigten, nicht verschonte, sondern sie in den Tartarus verwies und aufbewahrt hat zum Gericht und strickende Finsternis übergab. Die Engel haben einmal gesündigt, also ein Teil der Engel hat gesündigt, und der Satan mit ihnen auch. Der Satan war ja auch einmal ein Engel, und diese Engel, die gesündigt haben, die nennen wir Dämonen oder böse Geister, und der Satan ist ihr Führer. Und als sie sündigten, hat Gott sie in den Abgrund verwiesen. Tartarus ist im Griechischen ein Ort der Finsternis, ein Ort des Abgrundes. Also vielleicht steht bei Ihren Übersetzungen in der hat sie in den Abgrund verwiesen und aufbewahrt zum Gericht, hat sie Stricken der Finsternis übergeben.
Natürlich sind diese Stricke keine physischen Stricke, denn einen Geist kannst du nicht mit einer Schnur binden. Ein Geist ist ein Geist, dann muss die Schnur oder die Fessel, die Kette, muss dann auch eine geistliche Kette sein. Und Gott hat gesagt: So, ich nehme euch jetzt und ich verbanne euch jetzt in die Finsternis. Das heißt, Gott hat den Engeln, die sündigten, einen Gefängnisort zugewiesen, und der heißt Finsternis. Dort dürfen sie noch wirken. Und das ist tatsächlich so. Die Dämonen und Satan, die wirken in der Finsternis, sie wirken nicht im Licht. Gemeint ist nicht das Taglicht, sondern gemeint ist die moralische Finsternis.
Es gibt einen Bereich, wo der Satan wirken darf und seine Engel, seine Boten, seine Dämonen wirken darf, aber das ist eben dieser Finsternisbereich, aber nicht im Licht. Das heißt, wo wir im Lichte wandeln, in der Gegenwart Gottes wandeln, wo wir mit unseren Sünden sofort zum Herrn Jesus kommen, dort hat er keine Chance. Wenn wir im Lichte wandeln, wie er im Lichte ist, wie Gott im Licht ist, haben wir Gemeinschaft miteinander und mit dem Herrn Jesus Christus und untereinander. Aber wenn wir in der Finsternis wandeln, dann treten wir in den dämonischen Bereich. Dort hat der Feind Ansatzpunkte.
Paulus hat einmal gesagt, in Epheser 4,28: Gebt nicht Raum dem Teufel. Wir würden dem Teufel Raum geben, wenn wir in seinen Bereich eintreten, nämlich in die Finsternis. Wenn wir in Sünde leben, dann steigen wir in die Finsternis ein, in einen Bereich, wo der Feind wirken kann. Wenn wir im Licht wandeln und sofort mit unseren Sünden zum Herrn kommen, sofort Sünde bekennen, dann bleiben wir im Licht, wie er im Licht ist. Aber wer seinen Bruder hasst, der bleibt in der Finsternis, sagt er. Und die Finsternis hat seine Augen verblendet, und er weiß nicht, wohin er geht, sagt Johannes, 1. Johannes.
Also, wir müssen achtgeben, dass wir ganz schnell sind mit Sündenbekenntnis, damit wir nicht in diesen Bereich der Finsternis gehen. Natürlich bewahrt uns der Herr, aber nicht automatisch. Wenn wir Sünde nicht bekennen und nicht bekennen und weiterhin nicht bekennen, was geschieht dann? Dann ändern wir unsere Meinung über die Sünde, oder? Dann ändern wir uns.
Ich weiß ein Beispiel von einem Christen, der entdeckte bei sich eine homosexuelle Neigung, und ich kannte den Christen sehr gut, ich kannte ihn von klein auf. Und dann hat er dagegen angekämpft und so, und es war eigentlich kein Problem. Aber später hat er dem dann nachgegeben, und irgendwie hat er dann aufgehört zu kämpfen. Dann hat er eine Zeit lang doch wieder gekämpft, dann hat er es wieder bekannt als Sünde und ist dann wieder zurück. Aber dann hat er gesagt, dann habe ich einmal eine Zeitungsannonce gesucht und nach homosexuellem Kontakt verlangt. Und da hat er sich wie bewusst abgewandt, wie ganz bewusst abgewandt, denn ich habe mit ihm geredet. Ja, nachdem er das alles geredet hat, habe ich mit ihm geredet. Und dann hat er zu mir gesagt: Weißt du, ich glaube das nicht mehr alles, was in der Bibel steht. Ich glaube das nicht mehr, und ich glaube, das ist eine andere Art von Homosexualität, was in der Sünde verboten ist. Das, was ich habe, ist etwas anderes.
Das heißt, er hat seine Meinung geändert, seine Theologie geändert, damit er seine Sünde dulden kann, und er hat Christus verlassen. Er ist in die Finsternis gegangen, er hat nicht bekannt, was Sünde ist. Ich weiß nicht, wie er heute ist. Das Gespräch war schon wieder einige Jahre her, als ich mit ihm gesprochen hatte, aber es war sehr traurig.
Gott hat diese Engel in den Tartarus verwiesen, das heißt an den Finsternisort, hat sie den Stricken der Finsternis übergeben, also nicht den Stricken aus der Schnur oder aus einer physischen Kette, sondern geistliche Stricke, geistliche Gebundenheiten hat sie gebunden an den Ort, dort dürfen sie wirken. Es ist hier die Gesamtheit aller Engel gemeint, die sich abgewandt haben. Also es spricht hier ganz allgemein, es sind nicht ein paar Engel gewesen, sondern alle Engel, also alle Engel, die sich abgewandt haben. Also er meint hier alle Dämonen, alle ohne Ausnahme.
Finsternis ist der Ort, dort, wo man verbannt ist, weg ist von Gott und von seinem Licht. Finsternis ist jetzt für diese Geister eine Notwendigkeit geworden. Sie können nur in der Finsternis wirken und handeln. Erlösung ist ausgeschlossen, er hat sie hier aufbewahrt für das Gericht, steht da. Er hat sie aufbewahrt zum Gericht, das heißt, die Erlösung der Dämonen ist ausgeschlossen. Kein Satan und kein Dämon kann sich je bekehren, geht nicht. Die haben Gott gesehen, die haben sich ganz bewusst von Gott abgewandt. Das war nicht so wie bei Adam und Eva. Die ganze geistliche Welt, die Himmelswelt haben sie gesehen und haben sich dennoch abgewandt von Gott. Die Tiefe der Finsternis, ja.
Weiter das zweite Beispiel: Gott verschonte die alte Welt nicht. Die alte Welt, wenn er die alte Welt nicht verschonte, jedoch Noah, dem Verkünder der Gerechtigkeit, als achten neben sieben anderen nämlich bewahrte. Es steht hier, also das zweite Beispiel ist das Gericht über die alte Welt. Was ist die alte Welt? Das ist die Welt vor der Sintflut. Dort hat Gott diese Welt nicht verschont. Er hat sie alle dem Gericht übergeben, eine große Flut gebracht. Aber nur Noah, den Prediger der Gerechtigkeit, den Verkünder der Gerechtigkeit, hat er bewahrt, zusammen mit sieben anderen, nämlich die Frau von Noah und Sem, Ham und Japheth, die Frau von Sem und die Frau von Ham und die Frau von Japheth. Es sind acht Leute.
Ja, Gott weiß jeden, der von ihm lassen will, zu richten. Er weiß aber auch gleichzeitig, jeden zu retten und zu bewahren, der ihm treu ist, und das wird hier sichtbar bei Noah, auch wenn es nur eine Handvoll Leute ist, wie Noah und seine Familie. Wir haben auch dieses Problem, wir sind wenige, wir sind wenige. Aber Petrus macht uns Mut und sagt: Auch wenn wir nur wenige sind und die ganze Welt anders denkt, dann wollen wir trotzdem treu bleiben.
Also, und die alte Welt hat er nicht verschont, als er die Flut über die Welt der Ehrfurchtslosen hatte kommen lassen. Vielleicht steht bei euch jetzt hier Gottlosen. Aber das Griechische hat hier Asebeja, das ist genau das gleiche Wort wie Eusebeja, was ich am ersten Abend mit euch betrachtet hatte. Asebeja heißt die ohne Furcht, die Menschen ohne Furcht, ohne Verehrung, ohne Gottesverehrung. Das heißt, sie sind nicht gottlos, aber sie sind ohne Ehrfurcht vor Gott. Gottlos kann sein, dass viele dabei sind, die an irgendeinen Gott glauben, aber sie sind ohne Ehrfurcht vor dem wirklichen Gott. Und über diese hat Gott die Flut gebracht, über die Welt der Ehrfurchtslosen.
Und das dritte Beispiel sind die Städte Sodom und Gomorra. Vers: Und wenn er die Städte Sodom und Gomorra mit einem Umsturz verurteilte, indem er sie in Schutt und Asche sinken ließ, womit er zukünftigen Ehrfurchtslosen ein Beispiel setzte. Also das dritte Beispiel, dass Gott eingegriffen hat im Gericht, war damals bei Sodom und Gomorra. Die Städte Sodom und Gomorra und einige andere auch noch, die rundherum waren, hat er in einem Umsturz, also die hat er umgestürzt, indem er Feuer vom Himmel fallen ließ und hat sie in Schutt und Asche sinken lassen, eingeäschert. Und damit hat er den zukünftigen Ehrfurchtslosen ein Beispiel gesetzt, das heißt, damit hat er gezeigt, was er in Zukunft tun wird mit denen, die keine Ehrfurcht vor Gott haben.
Aber auf der einen Seite also hat Gott einerseits eingegriffen mit Gericht, aber andererseits hat er die Treuen bewahrt. Das sagt in Vers 7: Den gerechten Lot, und den gerechten Lot errettete oder gerettet hat den gerechten Lot. Lot war ein Gerechter, das steht in 1. Mose 18,23. Da betet er ab am Herrn: Wenn nur fünfzig Gerechte in der Stadt sind, oder? Fünfzig waren aber nicht gerecht, aber Lot war ein Gerechter. Er war einer, der an Gott festgehalten hat, obwohl er in dieser schrecklichen Stadt gelebt hat. Natürlich hat er viele Fehler gemacht und hätte das nicht machen sollen, aber trotzdem hat er an Gott festgehalten. Das war das Entscheidende. Er war gerecht, auch im Wandel war er gerecht, er hat nicht mitgemacht mit den Leuten von Sodom und Gomorra.
Also Lot ist ein Beispiel, wie Gott bewahren kann, auch wenn man große Fehler im Leben gemacht hat. Lot hat furchtbare Fehler gemacht, hätte nie dorthin ziehen sollen, aber Gott hat bewahrt, weil andere gebetet haben. Abraham hat gebetet und Gott hat bewahrt. Gott hat schon Mittel, um uns zu bewahren. Das heißt nicht, dass wir uns nicht auch selber bewahren sollen. In der Bibel steht ja, dass wir uns auch selber bewahren müssen. Einerseits bewahrt uns Gott, andererseits sind wir selber verantwortlich, uns zu bewahren. „Hütet euch“, sagt der Petrus, „hütet euch, dass ihr nicht mit fortgerissen werdet.“ In Judas steht: „Bewahrt euch in der Liebe, bewahrt euch selbst in der Liebe Gottes!“
Also weiter immer noch Vers 7 am Ende: „Den gerechten Lot rettete oder befreite, der niedergedrückt wurde von der ausschweifenden Lebensführung der Ruchlosen, denn der Gerechte, der unter ihnen wohnte, quälte durch das, was er sah und hörte, Tag für Tag seine gerechte Seele, mit ihren gesetzlosen Taten.“ Ja, er hätte sich viel Leid ersparen können. Das war ein Leiden, das hatte er sich selbst zugezogen, das hätte alles nicht sein müssen, dort in Sodom, wo er wohnte. Das war kein schönes Leben für den Lot. Und wir können uns auch oft viel Leid ersparen, wenn wir uns unbefleckt erhalten, aber er war hier zu nahe, er hat sich da reingelassen.
Ja, aber was ist jetzt, wenn Gott jetzt eingegriffen hat zum Gericht, an diesen drei Punkten, und die Treuen hat er immer herausgerettet, was lernen wir daraus? Vers 9: Die Schlussfolgerung kommt in Vers 9. So weiß der Herr Ehrfürchtige aus der Prüfung zu retten oder zu befreien. Der Herr weiß, das wird hier deutlich, das wird hier klar, das ist die Lektion, die wir hier lernen können. Der Herr weiß die Ehrfürchtigen, das ist hier wieder das Wort Ehrfürchtige, das heißt die Gottesfürchtigen, aus der Prüfung zu retten oder zu befreien, besser gesagt. Der Herr weiß uns durch die Wiederkunft des Herrn Jesus eines Tages zu befreien. Eines Tages wird der Herr wiederkommen. Und das ist ja das Thema, oder? Eines Tages wird Jesus Christus wiederkommen und wird diese bösen, falschen Lehrer richten. Ihr Verderben schlummert nicht, ihr Verderben wartet auf sie und es kommt gleich, es kommt bald.
Aber was für die einen zum Gericht sein wird, das Kommen des Herrn Jesus, das wird für die anderen zur Bewahrung und Rettung sein, das sagt er hier. Also genauso wie es damals war: Das Gericht kam über die einen, aber für Lot war es Bewahrung. Das Gericht kam über die Leute von der Zeit Noas, aber für Noah war es Bewahrung. Also wir werden, wenn der Herr Jesus wiederkommt, wir werden dann herausgelöst oder befreit werden von der Prüfung. Das Leben bis zur Wiederkunft wird nicht ohne Prüfung sein. Lernen wir hier. Es wird nicht frei sein von Prüfungen.
Übrigens, das Wort Prüfung und Versuchung ist das gleiche Wort. Also es kann hier sein, dass bei Ihnen Ihre Übersetzung Versuchung steht. Es ist dasselbe. Aber es geht um eine Prüfung, oder jede Versuchung ist ja auch eine Prüfung. Daher weiß die Ehrfürchtigen aus der Prüfung zu retten, zu befreien. Ungerechte aber auf den Tag des Gerichtes aufzubewahren, um bestraft zu werden.
Das wird hier klar. Also aus dieser ganzen Sache wird klar, dass der Herr, das lernen wir aus der Geschichte, dass der Herr die einen richtet. Wenn er eingreift, dann wird er die einen richten, aber die anderen wird er befreien. Und einmal wird er wieder eingreifen, das ist die Botschaft von Petrus. Einmal wird er wieder eingreifen, und er wird eingreifen, um die falschen Lehrer zu richten und euch aus der Prüfung zu befreien. Das wird da sein, wenn er dann eingreifen wird, wenn er kommen wird.
Sind Fragen? Wir werden dann morgen fortsetzen, ja, du kannst mir bringen. Wir werden morgen fortsetzen hier.
Hier ist noch eine Frage in Bezug auf die Gefühle, weil ich Gefühle erwähnt habe. Wie ist es mit den Gefühlen, heißt es nicht in Lukas 24: Brannte nicht unser Herz, als er zu uns redete auf dem Weg? Wie steht es jetzt mit den Gefühlen? Danke für die Frage, lieber Bruder, dass es nicht falsch verstanden wird.
Wir haben davon gesprochen, dass wir nicht spüren müssen. Wenn der Herr, wenn wir die stille Zeit machen und wir spüren nichts, dann heißt das nicht, dass Gott nicht redet, dass Gott nicht geredet hat, denn er redet ja immer, wenn wir sein Wort lesen. Auf der anderen Seite erfahren wir gerade diese Stelle in Lukas und auch andere Stellen, dass wir sehr wohl Gefühle haben dürfen. Und wir haben mit Gefühlen geschaffen, aber wir sind nicht davon abhängig, dass die Gefühle da sind. Und wenn sie mal nicht da sind, dann sind sie nicht da. Aber dann hat das gar nichts damit zu tun, als ob Gott nicht geredet hätte oder als ob Gott nicht da wäre.
Wir dürfen Gefühle haben, aber wir lassen uns bitte nicht von Gefühlen abhängig machen. Wir sind nicht Menschen, die auf Gefühle aus sind, das ist nicht das Wichtige. Das Wichtige ist, dass wir wissen: Gott spricht. Gott spricht immer, ob ich Gefühle habe oder nicht, also in diesem Sinne. Aber wenn das Herz brennt, dann ist das auch schön. Wenn das Herz brennt, weil der Herr uns etwas Wichtiges gemacht hat, dann ist das sehr gut und sehr wichtig. Weil er dann oft ist es ja so, man hat einen Drang, ja, weil ein Drang: Jetzt muss ich irgendwas tun oder jetzt muss ich was. „Ich muss jetzt jemand besuchen“ oder irgendwie, das sind ja auch Gefühle, der Herr drängt mich zu irgendetwas. Und das habe ich selber erlebt.
Aber bitte, wir dürfen nicht meinen, das sei normal. Das ist nicht das Normale. Das sind spezielle Zeiten, wo der Herr mir vielleicht gerade innerlich mich besonders drängt für irgendetwas. Aber das heißt nicht, dass wenn das Drängen nicht da ist, dann sei der Herr nicht da oder dann hätte der Herr nicht geredet oder so. Dann hätte der Herr mir nichts zu sagen. Nein, leben wir nicht aus Impulsen, bitte, leben wir nicht aus gefühlsmäßigen Impulsen. Der Herr kann uns einen Impuls geben, das stimmt, aber das muss nicht das Normale sein. Im Gegenteil, das wird eher das seltene Erfahren sein.
Ich habe das selber mal erlebt. Da hat mir der Herr innerlich klargemacht: Jetzt fahr nach Hause, jetzt fahr nach Österreich, deinen Vater besuchen, fahr nach Österreich! Und ich dachte: Ja, fünf Stunden, sechs Stunden Auto fahren. Und dann wusste ich, dem Vater geht es nicht so gut, und er ist im Krankenhaus. Aber jetzt, ich fahre am Montag, nicht am Samstag, es war Samstag, ich fahre am Montag. Und ich bete so, wie im Wald spazieren und bete, und der Herr macht mir immer wieder den Gedanken, gibt mir immer wieder ein: Fahr nach Österreich jetzt! Wieso soll ich jetzt nach Österreich fahren? Ich habe einen Dienst am Abend, ich habe einen Dienst am Sonntag, ich kann am Montag fahren.
Und ich gehe zu meiner Frau, da habe ich dann mal auch zum Herrn gebeten. Er hat gesagt: Herr, wenn es von dir ist, dass ich fahren soll, ich fahre schon, aber dann bitte hilf, dass auch das passt mit der Familie und dass ich einen Ersatz finde und so. Dann gehe ich nach Hause zu meiner Frau und sage ihr das, dann sagt sie: Ja, also wenn du, dann fahre halt nach Österreich. Und dann habe ich meine Sachen abgesagt, wo ich die Predigten und die Jugendstunde abgesagt habe und bin nach Österreich gefahren. Und das war die letzte Gelegenheit, um mit meinem Vater zu sprechen, der dann gestorben ist. Sie haben ihn dann ins Koma gelegt, und er ist dann nicht mehr aufgewacht.
Der Herr gibt manchmal schon solche Impulse, aber das wird nicht das Normale sein, das wird eher das Seltene sein, nur so weit. Gut, sind noch Gedanken, Fragen, dann wollen wir hier schließen. Wir können aufstehen zum Gebet.