Serie•Teil 14 / 14Der Römerbrief
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Die innere Bindung des Gewissens
Römer 14,22-23
Der Apostel gibt jetzt einige Hilfen für das Verhalten aller, nämlich für das Verhalten der Schwachen und das Verhalten der Starken, also für alle zusammen. Da gibt es zuerst Hinweise auf das Zentrale, auf den Glauben, auf die Glaubensüberzeugung.
Vers 22 und 23: Hast du Glauben, so habe ihn für dich selbst vor Gott. Selig ist, wer über sich selbst nicht urteilt in dem, was er gutheißt. Wer aber zweifelt und isst, ist verurteilt worden, weil es nicht aus Glauben geschah. Alles, was nicht aus Glauben ist, ist Sünde.
Hier also die Glaubensüberzeugung. In Kapitel 14, Vers 1, war ja von dem Glauben die Rede. Dort hieß es: den Schwachen im Glauben. Hier nun: Hast du Glauben? Hast du eine Überzeugung aufgrund des Glaubens? Dann habe ihn für dich selbst vor Gott. Also: Habe deine Glaubensfreiheit für dich. Die Glaubensfreiheit musst du natürlich aus der Schrift bekommen haben, du musst ein Fundament haben. Aber wenn du eine Überzeugung bekommen hast, gut, dann habe sie für dich selbst. Es geht ja um deine persönliche Verantwortung vor Gott.
Selig ist der, der über sich selbst nicht urteilt in dem, was er gutheißt. Also der, der sich kein schlechtes Gewissen macht, der sich nicht selbst verdammt oder verurteilt dabei. Du brauchst deine Freiheit in deinem Glauben nicht wegen der Skrupel eines schwachen Bruders abzugeben. Du darfst sie behalten. Du musst nicht deine Überzeugung aufgeben, wenn du diese Überzeugung aus der Schrift hast.
Es geht hier übrigens nicht um irgendwelche Christen, die das mit dem Glauben oder mit der Bibel nicht so ernst nehmen. Es geht hier um Menschen, die alle ein wirkliches Verlangen haben, Jesus Christus zu dienen. Das hat er ja in Kapitel 14 in den Versen vorher gesagt: Jeder steht und fällt seinem Herrn. Und mehr noch: So leben wir dem Herrn, und so sterben wir dem Herrn. Alles wollen wir für den Herrn, und jeder hat seine Überzeugung, die er für den Herrn hat.
Es geht hier also nicht um irgendwelche Christen, die sagen: Die Bibel, das muss man alles anders nehmen, das darf man alles nicht so scharf sehen. Um solche geht es nicht. Es geht um Menschen, die es sehr, sehr ernst nehmen mit Gottes Wort, aber die noch in ihrem Gewissen eine gewisse Prägung haben, beziehungsweise um die anderen, die Freiheit haben in einer bestimmten Sache. Du darfst die Freiheit behalten, du darfst deine Glaubensüberzeugung behalten. Für dich selbst darfst du eine feste Überzeugung haben.
Wer aber zweifelt, ja, wer zweifelt, weil der eine es tut, und ich soll das jetzt nicht tun dürfen, aber der tut es ja, das ist genau der Schwache, der jetzt bestärkt wird, gegen sein Gewissen zu handeln. Jetzt handelt er aus dem Zweifeln heraus und nicht aus dem Glauben, das heißt nicht aus der Glaubensüberzeugung heraus. Und dann ist es Sünde, sagt der Apostel, wenn er nicht aus der Glaubensüberzeugung heraus handelt, sondern nur, weil der andere das auch macht. And if he is allowed to do that, then I am also. That is the Gefahr, oder?
Wir müssen, wir stehen vor Gott, und unser Gewissen ist gebunden an das Gewissen, und das Gewissen ist geprägt vom Wort Gottes beziehungsweise von dem, was wir bis jetzt aus dem Wort Gottes erkannt haben. Und wenn unser Gewissen geändert werden soll, dann muss das ganz klar durch das Wort Gottes geschehen und durch nichts anderes. Nicht durch eine Verordnung von irgendjemandem, der jetzt sagt: Wir machen es jetzt anders. Nein, es muss aus der Schrift wachsen, und dort muss die Überzeugung wachsen. Unser Gewissen ist gebunden an Erkenntnis aus der Bibel, aus dem Wort Gottes. Was sagt Gott?
Wenn wir etwas Falsches geglaubt haben, in irgendeinem Punkt, dann geht es nicht so, dass uns jemand sagt: Du musst jetzt einfach etwas anderes glauben. Nein, sondern wir müssen von der Schrift überzeugt werden. Wer aber zweifelt und dann gegen sein Gewissen handelt, wenn er isst, der ist verurteilt. Durch sein Gewissen ist er verurteilt. Obwohl an sich das Schweinefleischessen ja erlaubt wäre, ist er trotzdem verurteilt, weil es nicht aus Glauben geschah.
Der Starke im Glauben darf also nicht erwarten, dass der Schwache ohne Weiteres nach den Vorstellungen des Starken handelt. Das darf er nicht. Es braucht Zeit, dass ein Gewissen umgepolt wird. Es braucht klare Überzeugung. Wenn der Schwache sein Gewissen verletzt, dann wird er durch sein Gewissen verurteilt. Das Gewissen klagt ihn an und sagt: Du hast jetzt gesündigt, du hast Schweinefleisch gegessen.
Alles, was nämlich nicht aus Glauben, aus dieser Glaubensüberzeugung heraus, aus diesem reinen Gewissen geschieht, ist dann Sünde. Das heißt: Immer wenn wir gegen das Gewissen handeln, ist es Sünde. Das ist die Aussage hier. Diese Aussage darf nicht im falschen Kontext zitiert werden, dieser Vers.
Christus als Maßstab für die Starken
Jetzt gibt der Apostel Paulus Hinweise auf Jesus Christus. Er zeigt uns Jesus Christus als unser Vorbild. Zuerst richtet er sich wieder an die Starken.
Wir aber, die Starken, sind es schuldig, die Schwachheiten der Kraftlosen zu tragen und nicht uns selbst zu gefallen. Vielleicht könnte jemand die Verse 1 bis 8 vorlesen. Verse 1 bis 8.
Denn auch der Christus gefiel nicht sich selbst, sondern es war so, wie geschrieben steht: Die Beschimpfungen derer, die dich beschimpfen, sind auf mich gefallen.
Alles, was zuvor geschrieben worden ist, ist zu unserer Belehrung geschrieben, damit wir durch das Ausharren und durch die Ermunterung der Schriften Hoffnung haben.
Gebt euch untereinander gleichgesinnt, wie es Christus Jesus entspricht, damit ihr einmütig mit einem Mund den Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus verherrlicht. Darum nehmt einander vorbehaltlos an, so wie auch der Christus euch vorbehaltlos angenommen hat, zu Gottes Verherrlichung.
Ja, bis dahin danke ich. Ich glaube, Vers 8 sollte nur bis Vers 7 gehen.
Herr Präsident! Jesus Christus ist das Vorbild für euch Starke. Schaut doch einmal zu ihm hin! Wir, die Starken, sind es schuldig, die Schwachheiten der Kraftlosen zu tragen und uns nicht selbst zu gefallen. Es geht nicht darum, dass wir selbstgefällig dahinleben, sondern darum, dass ein jeder von uns dem Nächsten zum Guten gefalle. Es geht darum, dass der andere erbaut wird.
Denn auch der Christus, jetzt kommt Christus als Vorbild: Wie war es bei Jesus Christus? Auch der Christus gefiel nicht sich selbst, sondern es war so, wie geschrieben steht: Die Beschimpfungen derer, die dich beschimpften, fielen auf mich. Er hat die Beschimpfungen auf sich genommen. Und wir sollen so wie Jesus Christus handeln. Wir sollen so wie er sein, wir sollen seine Art haben, ihm ähnlich sein. Wir sollen also einander annehmen, weil Christus es auch tat, wie geschrieben steht. Die Schrift sagt es auch, schon im Alten Testament. Paulus zitiert hier eine Stelle, in der eigentlich von Jesus Christus gesprochen wird, oder? Die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen.
Wir sollen so handeln, weil Christus es tat, und wir sollen auch so handeln, weil es in der Schrift steht. Denn alles, was früher geschrieben worden ist, ist ja für uns geschrieben, zu unserer Belehrung, auch dieser Vers, damit wir durch das Ausharren und durch die Ermunterung, den Trost der Schriften, Hoffnung haben und festhalten.
Er zitiert hier also das Alte Testament, um eine neutestamentliche Wahrheit zu belegen. Er sagt, das Alte Testament ist wegen uns geschrieben worden, wegen des Neuen Testamentes ist es geschrieben worden. Gott hat die Geschichte im Alten Testament so verlaufen lassen, damit wir von der Geschichte des Alten Testamentes etwas lernen können. Für uns ist das so aufgeschrieben worden und die Geschichte so abgelaufen, dass wir heute unsere Lektionen daraus lernen, sagt er. Alles, was früher geschrieben ist, ist zu unserer Belehrung geschrieben. Gott hat also das Alte Testament so schreiben lassen, dass es auch neutestamentliche Wahrheiten darstellt.
Übrigens, wenn man das Alte Testament einmal mit neutestamentlichen Augen liest, wird das eine helle Freude. Wenn man zum Beispiel das Buch der Richter liest, ich denke gerade an das Buch der Richter, weil ich mich ein wenig damit befasst hatte, dann stecken dort noch und nöcher neutestamentliche Wahrheiten drin.
Die Schrift redet für uns, damit wir durch das Ausharren und durch die Ermunterung oder durch den Trost der Schriften Hoffnung haben. Gott gibt uns Hoffnung. Gott legt uns etwas auf, aber er gibt uns auch die Hoffnung und auch die Kraft dazu.
Ich will einfach, dass die Starken an Jesus Christus denken. Er war auch der Starke, oder? Was hat er ertragen? Er hat nicht für sich selbst zum Gefallen gelebt, sondern er hat für uns gelebt. Und so sollen wir Starken jetzt mit den Schwachen umgehen und Geduld mit ihnen haben.
Einheit durch Geduld und Annahme
Der Gott des Ausharrens und der Ermunterung aber gebe euch, gleichgesinnt zu sein untereinander, Jesus Christus gemäß.
Sie waren nicht gleichgesinnt in dieser Gemeinde. Also, Gemeinde war es nicht, sondern eine Gemeinde in dieser ganzen Gruppe von vielen Christen in Rom, in den verschiedenen Kreisen, wo sie sich getroffen haben. Sie waren nicht gleichgesinnt.
Gott will das aber nicht, dass Christen nicht gleichgesinnt sind und vielleicht irgendwie untereinander zanken oder sich aus dem Weg gehen. Gott will das nicht. Der Gott des Ausharrens, bei dem man das Ausharren lernt, und um gleichgesinnt zu sein, braucht es manchmal ein Ausharren mit dem Bruder, mit der Schwester. Der Gott des Ausharrens und der Gott der Ermunterung oder der Gott des Trostes, der gebe euch, gleichgesinnt zu sein.
Die einen brauchen Ausharren, die anderen brauchen Ermunterung, Trost. Und wir dürfen beten um gleiche Gesinnung. Wenn in irgendeiner Sache Unfrieden hineinkommt, weil Geschwister jetzt verschiedene Auffassungen haben, dann gehen wir zur Schrift. Seien wir geduldig, es wird nicht von heute auf morgen zu lösen sein. Aber wir wollen, wir müssen uns korrigieren lassen einerseits. Wir müssen aber auch warten auf den anderen, andererseits.
Wir sollen einander annehmen, so wie auch Christus uns angenommen hat, vorbehaltlos. So hat Jesus Christus uns angenommen, vorbehaltlos hat er uns ganz zu sich hingenommen. Das Griechische hat uns hingenommen, angenommen, zu sich hin, ganz in seine Nähe genommen. Er hat Ja gesagt, und wir sollen einander auch Ja bejahen, nicht mit einem sauren Gesicht.
Aus diesem Abschnitt könnte man ja meinen, dass derjenige, der seinen Bruder ermahnt, automatisch der Schwache ist, weil der Starke ja seinen Bruder annimmt. Aber andersherum hat doch auch hier die Aufgabe, ihn zu ermahnen. Ja, nein, das ist klar. Es ist ungeachtet, wer jetzt der Starke ist und wer der Schwache. Also, man muss mal geduldig miteinander umgehen, und dann muss man gemeinsam in die Schrift gehen. Man muss die Sache schon behandeln.
Wie ist das jetzt mit dem Schweinefleischessen, oder wie ist das jetzt mit den Feiertagen? Wie ist das jetzt mit der Blutwurst, oder nicht? Darf man jetzt Blutwurst essen oder nicht? Ja, es gibt viele solche Fragen. Da muss man die Schrift nehmen, da muss man geduldig sein, da muss man beten. Aber es hat keinen Sinn, sich dann einfach aus dem Weg zu gehen, dann ist Unfrieden da.
Wir nehmen einander an. Wenn Sünde da ist, ist Sünde da, aber das ist hier nicht das Thema. Es geht hier nicht darum, dass hier Leute sind, die sich gar nicht wirklich nach der Schrift fragen. Dieses Problem haben wir heute viel mehr. Heute ist das ganz große Problem, dass wir Leute haben, die nicht wirklich nach der Schrift fragen, die nicht wirklich in der Schrift leben. Das ist aber nicht in Römer 14 die Sache. Sie wollen alle mit dem Herrn leben, beide Seiten.
Aber es ist gut, wenn wir Christen lernen, wo wir jetzt verschiedene Auffassungen haben, dass wir lernen, einerseits vorläufig in Liebe miteinander umzugehen, das sowieso immer, aber vorläufig auch einander vorbehaltlos anzunehmen, einander zu tragen, uns dann aber auch dem Wort Gottes zuzuwenden und zu schauen, was steht denn jetzt wirklich da geschrieben. Wir würden viel weiterkommen in den Fragen, wenn wir uns in Ruhe hinsetzen, Schulter an Schulter, und in die Schrift hineinschauen.
Und ich habe gemerkt, bei vielen Diskussionen: Der eine redet, der andere überlegt inzwischen schon seine nächsten Gegenargumente. Wir kommen nicht weiter. Manchmal erhitzt es sich, manchmal geht man dann irgendwie beleidigt auseinander, und dann ist das Gespräch fertig. Dann ist das Gespräch ausgestorben. Über das haben wir geredet, wir kommen nicht klar, und jetzt ist es fertig. Gerade der falsche Weg.
Wir müssen das nicht heute klären. Denken wir darüber nach, beten wir weiter, treffen wir uns wieder. Wenn die Haltung stimmt, wenn die Bereitwilligkeit da ist, wenn wir nach der Wahrheit in dieser Frage suchen, dann kann der Herr schon Gleichgesinnung geben. Und beten wir dafür. Er sagte, er betete auch dafür: Gott gebe euch, gleichgesinnt zu sein. Wir dürfen beten um Gleichgesinnung.
Manchmal sind es auch so kleine Fragen, die es nicht wert sind. Es gibt dann auch andere Fragen, die wichtiger sind. Nehmt einander an, wie auch Christus uns vorbehaltlos annahm. Also Christus, er hat sich, er war der Starke, der still sein kann, der tragen kann. Jesus Christus hat sich nicht selbst gefallen, und wenn der Schwache aggressiv wird, dann muss ich, der Starke, nicht böse reagieren, oder? Wenn der andere aggressiv wird, muss ich nicht aggressiv werden.
Also interessant, dass hier steht: Trost und Ausdauer. Der Gott des Trostes, der Gott des Ausharrens und der Gott des Trostes oder des Ermunterns. Es ist interessant, wie das hier vorkommt. Er sagt hier zuerst: Der Gott der Ausdauer. Nein, vorher, vorher, Vers 4: Was geschrieben wurde, wurde zu unserer Belehrung geschrieben, damit wir durch die Ausdauer und durch den Trost der Schriften Hoffnung haben. Aber der Gott der Ausdauer und des Trostes, das zweimal Erwähnte hier, damit wir die Ausdauer und den Trost der Schriften haben. Wir haben also die Ausdauer und den Trost der Schriften, und dann haben wir den Gott der Ausdauer und des Trostes, Trost oder Ermunterung.
Deshalb, Vers 5 und 6, der gebe euch, gleichgesinnt zu sein untereinander, Christus Jesus gemäß, damit ihr in einmütiger Weise mit einem Munde den Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus verherrlicht. Das Ziel der gleichen Gesinnung ist, dass wir in einmütiger Weise Gott verherrlichen und Jesus Christus, Gott, den Vater unseres Herrn Jesus Christus, verherrlichen.
Darum nehmt, oder deshalb nehmt einander an, vorbehaltlos an, nämlich zu Gottes Verherrlichung und Gott zu ehren. Darum geht es. Er will, dass wir einander richtig ganz annehmen, das heißt, zu uns hinnehmen, hingehen, uns ausstrecken nach ihm, nicht nur nebeneinander einfach. Wir leben nebeneinander, ganz hineinnehmen.
Gut, sind dazu von eurer Seite jetzt noch Gedanken oder Fragen? In den nächsten Versen wird er sprechen, wie das aussieht, oder wie sieht jetzt das aus zu Gottes Verherrlichung, deshalb nehmt einander an zu Gottes Verherrlichung. Der Hinweis auf Jesus Christus als Diener.
Der Dienst Christi für Juden und Heiden
Aber ich sage: Jesus Christus ist ein Diener geworden. Oder könnte jemand von euch lesen? Vers 8 bis Vers 12 bis Vers 13. Vers 8 bis 13.
Die Wurzel ist Jesus, und der, der aufsteht und überlebt, wie von Völkern, um zu herrschen. Auf jeden Fall geliebt mein Völkernsoll. Aber der Wort der Hoffnung fülle euch auch auf, fülle euch auf eurem Glauben hin mit aller Freude und allem Frieden, damit ihr überall seid und Hoffnung in der Kraft des Heiligen Geistes.
Aber ich sage: Jesus Christus ist ein Diener geworden. Bitteschön, ihr Starken, schaut hin: Jesus Christus ist sein Diener geworden. Er hat gedient, dem Diener der Beschneidung, das heißt den Juden, um der Wahrhaftigkeit willen, um die Verheißungen der Väter zu bestätigen. Also: Jesus Christus, er diente dem Volk des Bundes, dem Volk Israel. Ein Diener der Beschneidung, also das Volk war das beschnittene Volk. Dieses Volk war das Volk des Gesetzes, die Beschneidung war das Zeichen, das Bundeszeichen.
Um der Wahrhaftigkeit willen, um der Wahrheit und Wahrhaftigkeit willen. Es war Gott, der handelte, der als Jesus in die Welt kam. Dieses Kommen offenbarte die Treue und Wahrhaftigkeit Gottes und so die Wahrheit, Wahrheit und Wahrhaftigkeit. Ich sage, dass Jesus Christus ein Diener der Beschneidung geworden ist, um der Wahrheit und Wahrhaftigkeit Gottes willen, um die Verheißungen der Väter zu bestätigen. Also: Mit dem Kommen Jesu Christi wurden die Verheißungen der Väter erfüllt, die Verheißungen an Abraham, Isaak und Jakob, die Verheißungen von dem Nachkommen.
Und damit hat sich erwiesen, dass Gott wahrhaftig ist. Er hat wirklich sein Wort gehalten, er ist treu und wahrhaftig. Das Kommen Jesu hat das bestätigt. Er kam aber nicht nur, um die Verheißung zu erfüllen, die Abraham, Isaak und Jakob gegebenen Verheißungen zu erfüllen. Er kam auch als Diener. Es heißt hier so weiter: „Die Heiden aber, dass sie nun wegen der Barmherzigkeit Gottes Gott verherrlichen.“ Das ist ein bisschen ein schwieriger Satzbau hier.
Jesus Christus kam als Diener der Beschneidung, also Diener der Juden, aber er kam auch für die Heiden. Er kam, damit jetzt auch die Heiden Gott verherrlichen sollen. Die Heiden sollen auch hereinkommen, und sie sollen jetzt Gott preisen, wegen der Barmherzigkeit, das heißt, weil Gott ihnen Barmherzigkeit widerfahren hat lassen. Sie sind eingeschlossen, sie dürfen auch in das Heil kommen.
Wie geschrieben ist. Deswegen zitiert er eine Reihe von Versen aus dem Alten Testament, die das belegen sollen. Also er sagt: Schaut, wir sollten doch gemeinsam Gott loben, die Heiden und die Juden, die zu Jesus Christus gekommen sind. Wir sollen jetzt gemeinsam Gott loben. Welch ein Zeugnis! Wenn ein Palästinenser und ein Israeli gemeinsam den Herrn loben, Jesus Christus lieben.
Und jetzt zitiert er: Es steht in der Schrift. Es gibt jetzt einige Zitate, die zeigen, dass wir gemeinsam loben sollen, die Heiden und die Juden. Er zitiert in Vers 9 Psalm 18, Vers 50: „Deswegen werde ich dir Lob bekennen unter den Heiden, und deinen Namen werde ich Lob singen.“ Der Psalm 18 spricht von dem Messias. „Ich werde dir Lob bekennen unter den Heiden.“ Jesus steht in der Mitte der Heiden und lobt Gott, oder? Das ist ein messianischer Psalm, Psalm 18. Deswegen werde ich dir Lob darbringen, Lob bekennen unter den Heiden. Der Messias kommt auch für die Heiden und steht in ihrer Mitte und lobt mit, singt mit.
Interessant gibt es eine neue Stelle im Psalm. Wo ist es? Psalm 22. Das ist köstlich, das muss ich jetzt schnell unterbrechen, das muss ich euch zeigen. Psalm 22, da sagt er, wo sagt er das? Ja, in Vers 26. Psalm 22 ist ja ein messianischer Psalm, und hier spricht auch der Herr. Da ist ein Vers, der dann im Hebräerbrief zitiert wird, und ich glaube, das ist der Vers 26. Ist es: „Inmitten der Gemeinde will ich dir Lob ...“ Ah ja, Vers 23, danke. Vers 23 ist es: „Ich will deinen Namen meinen Brüdern lobend künden, inmitten der Gemeinde will ich dir Lob singen.“ Das ist ja ein Vers, der wird zitiert im Hebräerbrief und ganz klar auf den Herrn Jesus bezogen.
Jetzt stellt euch vor, der Herr Jesus sagt: Ich will deinen Namen, also Gottes Namen, meinen Brüdern lobend verkünden, inmitten der Gemeinde will ich dir Lob singen. Also Jesus steht mitten in der Gemeinde und singt Lob dem Vater. Also wenn wir singen, der Herr stellt sich zu uns und singt mit. „Inmitten der Gemeinde will ich dir Lob singen“, zitiert in Hebräer 2,12.
Ja, zurück wieder zu Römer. Hier ist also ein ähnlicher Gedanke. Römer 15,9: „Deswegen werde ich dir Lob bekennen unter den Heiden, und deinen Namen werde ich Lob singen“, der Messias.
Vers 10: Und wiederum sagt er: „Seid fröhlich, ihr von den Heiden, von den Völkern, mit seiner Volksschar.“ Also die Heiden mit der Schar des Volkes Israel, seid fröhlich, die Heiden zusammen mit Israel, im Messias natürlich, dort werden sie vereint. Wir hatten ja in Vers 6 und 7 gelesen, dass wir alle in einmütiger Weise, also die Judenchristen und die Heidenchristen, in einmütiger Weise mit einem Munde den Gott und Vater verherrlichen. Deshalb sollen wir uns annehmen, damit wir gemeinsam richtig gut loben können. Wenn also in der Gemeinde unter uns irgendwie Schwierigkeiten sind, können wir nicht gut gemeinsam loben, wenn wir nicht eins, gleichgesinnt sind. Wie wollen wir denn gemeinsam loben? Also deshalb nehmt einander vorbehaltlos auf, nehmt einander vorbehaltlos an, so wie auch Christus uns angenommen hat zur Verherrlichung Gottes. Jetzt kann wirklich ein Lob geschehen zu Gott.
Also Vers 10 wiederum: „Seid fröhlich, ihr von den Völkern, mit seinem Volk.“
Vers 11: Und wiederum noch ein Zitat, auch wieder aus dem Psalm: „Preist den Herrn, alle von den Völkern, und preist ihn, alle Volksscharen.“
Vers 12: Und wiederum sagt Jesaja: Es wird sein die Wurzel Jesses, die Wurzel Jesses, das ist der Vater von David, oder? Die Wurzel von diesem Vater von David ist Jesus Christus. Es wird sein: Jesus ist die Wurzel Davids und die Wurzel des davidischen Geschlechtes, von ihm kommt alles her. Es wird sein die Wurzel Isais oder Jesses, je nachdem, wie das übersetzt wird, Isai oder Jesse ist das Gleiche, der gleiche Name. Es wird sein die Wurzel Isais oder Jesses und der, der aufsteht, um über die Heiden zu herrschen. Auf ihn werden die Heiden hoffen. Die Heidenchristen, diese Heiden sind alle zum Messias gekommen, sind jetzt in Christus, und sie hoffen auf Christus, sie setzen ihre Hoffnung auf Christus.
Also hier lauter Zitate, die zeigen: Die Heiden und Israel sollen beide gemeinsam Gott loben.
Und dann kommt ein abschließendes Gebet in Vers 13: „Aber der Gott der Hoffnung fülle euch auf eurem Glauben hin mit aller Freude und allem Frieden, dahin, dass ihr überreich seid an Hoffnung in der Kraft des Heiligen Geistes.“
Dieser Vers wäre ja eine Predigt für sich, oder? Da könnten wir eine ganze Predigt halten, oder? Jeden Teil des Verses. Können wir einen Punkt machen, da haben wir eine Sechspunkte-Predigt. Zu lange. Ja, als Spaß bezeichnet.
Der Gott der Hoffnung, der Gott der Hoffnung, das ist der Gott, der unsere Hoffnung erfüllt. Gott hat uns eine Zukunft verheißen. Deshalb heißt er Gott der Hoffnung. Es ist ein Gott, der etwas verheißt, was er uns geben wird, und dass er das dann auch erfüllt. Diese Hoffnung wird uns nicht enttäuschen, unsere Hoffnung wird nicht zu Schanden werden.
Also der Gott, der uns diese wunderbare Zukunft verheißen hat, dieser Gott soll uns füllen. Womit soll er uns füllen, womit sollen wir gefüllt werden? Das steht hier: Mit aller Freude und mit allem Frieden. Also Gott will uns Gläubige anfüllen mit Freude und mit Frieden, und nicht nur mit irgendwelcher Freude und irgendwelchem Frieden, sondern mit jeglicher, mit aller Freude und mit ganzem Frieden, so dass wir wirklich erfüllt sind von echter Freude und von echtem Frieden.
Wenn Christen streiten, wenn Christen zanken und man merkt, es liegt was in der Luft, das ist so zerstörend, so eine Traurigkeit. Wenn Christen streiten, und er sagt: Gott, ich möchte euch mit Freude und mit Frieden füllen. Und da heißt es: auf euer Glauben hin. Im Griechischen heißt es eigentlich „im Zuge eures Ausübens von Vertrauen“. So kann man nicht übersetzen, das geht nicht. Aber während ihr ihm gegenüber Vertrauen ausübt. Was ihr tut, ist: Ihr übt Vertrauen aus, ihr glaubt, ihr setzt euer Vertrauen auf ihn. Und in dem Maße wird er euch jetzt füllen mit aller Freude und allem Frieden. Also während ihr glaubt, während ihr vertraut und ihr Vertrauen ausübt ihm gegenüber, möge er euch füllen mit aller Freude und allem Frieden.
Das heißt, Gott handelt auf unser Glauben hin, auf unser Vertrauen hin. Wir haben das schon öfter gesehen im Römerbrief. Der Glaube ist der Schlüssel, wodurch wir die geistlichen Güter bekommen. Und nachdem wir zum Glauben gekommen sind, bei unserer Umkehr, jetzt glauben wir weiter, aus Glauben zu Glauben. Wir glauben jetzt weiter. Das heißt, unsere Verbindung zu Gott besteht zum einen Teil einfach aus Vertrauen. Wir vertrauen dem Wort Gottes und wir vertrauen auf seine Verheißungen. Und dann sprechen wir natürlich auch. Wenn zwei Personen sich gegenseitig vertrauen, dann unterhalten sie sich gerne, oder? Dann sprechen sie miteinander.
Und es drückt sich auch aus, wenn wir auf Jesus Christus oder auf den Vater, jetzt auf Gott, den Gott der Hoffnung vertrauen. Es drückt sich aus im Sprechen zu ihm. Und da darf ich mit Freimütigkeit meine Augen aufheben, ohne schlechtes Gewissen. Und er möchte und möge mich und uns alle mit Freude füllen und mit echtem Frieden.
Und da heißt es weiter: dahin, dass ihr überreich seid an Hoffnung. Interessant! Also er füllt uns mit Freude, er füllt uns mit Frieden, und dann wird unsere Hoffnung noch viel stärker. Dann wird unser Ausgerichtetsein auf diesen Zeitpunkt, wenn wir mit ihm zusammentreffen werden, wenn wir ihn sehen werden und wenn wir all diese Sachen noch bekommen werden, die uns schon versprochen sind, die wir aber noch nicht sehen, dann wird unsere Hoffnung reich, dass ihr überreich seid, mehr als reich seid, überreich seid an Hoffnung, an Gewissheit in Bezug auf die Zukunft.
Und Gott möchte das alles tun in der Kraft des Heiligen Geistes. In der Kraft des Geistes füllt er uns mit Freude und mit Frieden. Das ist der Geist Gottes, der das bewirkt. Es ist die Kraft des Heiligen Geistes, die Freude bewirkt und Frieden bewirkt. Und wir brauchen Frieden in unserem geistlichen Leben, in unserer Beziehung zu Gott, überhaupt in unserem Leben. Gott möchte uns füllen mit Frieden, er möchte nicht, dass wir Unfrieden im Herzen oder unter Geschwistern untereinander haben. Es ist schön, was Paulus hier betet, es ist ermutigend. Den Vers könnte man auswendig lernen.
Ja, jetzt könnten wir hier die Pause machen, und dann machen wir dann weiter. Ich denke, es ist gut, damit wir jetzt zum Briefschluss, das missionarische Anliegen des Apostels und die Grüße, heute hoffe ich, dass wir auf jeden Fall Kapitel 15 fertig machen und morgen Kapitel 16. Ich möchte wohl gern morgen noch auf eine Frage eingehen, die gestellt wurde. Hier habe ich aber zurückgeschoben an das Ende, weil ich mir gedacht habe, ich weiß nicht, wie schnell wir vorankommen. Das war die Frage über Leib, Seele und Geist, wie das ist. Es kam ja auch in der Vorrede von Luthers Vorrede zum Römerbrief, kam das auch vor, über die Frage, was ist Seele und was ist Geist. Da möchte ich gerne morgen noch, ich hoffe, dass wir Zeit haben, noch ein paar Dinge anfügen.
Nun jetzt die Bemerkungen zu seinem apostolischen Dienst und dann die Grüße. Lesen wir Kapitel 15, ja wie weit? Mal Verse 14 bis 16.
Ich möchte selber voll Glücklichkeit sein, erfüllt mit allerlei Gernis und imstande, einander zu ermahnen. Aber ich bin kühner gewesen, wenn ich euch jetzt schließe, zum Teil aus einer, der euch erinnert hat, wegen der Gnade, die mir von Gott gegeben wurde, um ein Dienstleistender zu sein für die, die von den Völkern sind, und priesterlich zu wirken, eine gute Botschaft Gottes, damit die Weihgabe, nämlich die von den Völkern sind, eine frohe, angenehme Wirkung geheiligt dem Heiligen Geist.
Ich bin überzeugt, meine Brüder, dass ihr voller Gütigkeit seid. Er hat ja zum Teil ziemlich ernst geschrieben, ziemlich mutig geschrieben in diesem Brief, aber er tröstet sich. Schaut, ich bin überzeugt, ihr seid in der Lage, einander zu ermahnen. Hier ist tatsächlich das Wort ermahnen das echte Wort für ermahnen, also ihr seid auch in der Lage, imstande, auch dort, wo irgendwas in die falsche Richtung geht, das zu korrigieren, zueinander zu ermahnen. Ihr seid erfüllt mit allerlei Kenntnis. Er ist wirklich, das ist echt, das ist nicht Schmeichelei. Er ist wirklich überzeugt davon, dass sie gut unterwegs sind, dass sie viel wissen und dass sie auch voller Güte sind. Das braucht es, dass man voller Gütigkeit ist, wenn man jemanden ermahnt, oder? Da muss man voller Liebe sein, sonst geht das nicht. Aber weil sie voller Gütigkeit sind und erfüllt mit Kenntnis, deshalb sind sie auch imstande, einander zu ermahnen. Der eine den anderen.
Christen gehen miteinander um. In der neutestamentlichen Zeit läuft nicht alles in einer großen Versammlung ab, wo ein paar Brüder ermahnen und die anderen zuhören oder ein paar Brüder lehren und die anderen zusammen hören. Es gab ganz viel untereinander, ganz viel Kontakt und Gespräche usw. Auch bei uns soll das so sein. Wir haben ja auch sehr viel Interaktion, wie man sagt, also Gemeinschaft untereinander. Und dann sollen wir auch das nutzen und geistliche Gespräche führen, fragen: Wie geht es dir geistlich? Wie geht es dir mit dem Herrn, in deiner Beziehung? Da kann man einander dienen. Und das können die Geschwister hier auch, sagt er, weil sie gütig sind, voller Güte und erfüllt mit Kenntnis.
Aber ich bin kühner gewesen, also ziemlich kühn, ja, es ist hier eine Steigerungsform im Griechischen. Man kann es auch so sagen: Ich bin ziemlich kühn gewesen, wenn ich euch jetzt schrieb, Brüder, als einer, der euch erinnert, unter anderem. Ich bin kühn gewesen wegen der Gnade, die mir von Gott gegeben wurde, um ein Diener Jesu Christi zu sein, ein Dienstleistender für die Heiden. Mein Dienst ist für die Heiden, die Heiden zu Christus zu rufen und priesterlich zu wirken an der guten Botschaft. Wie ein Priester, oder? Ein Priesterdienst, ein Evangelist hier, und er sieht seine Aufgabe als einen Priesterdienst.
Ein Priester, was ist das? Das ist ein Mensch, der von Gott kommt und zu Gott geht, der vermittelt zwischen Gott und den Menschen. Und er, Gott hat ihn hingeschickt zu diesen Menschen, um die gute Botschaft zu bringen. Der Priester im Alten Testament, Malachi, der soll die Lehre bewahren. Der Priester im Alten Testament war auch ein Lehrer, war ein Überbringer der Botschaft Gottes. Im Maleachi 2 steht das, ich weiß jetzt den Vers nicht, aber der Priester soll die Lehre bewahren, die Wahrheit Gottes bewahren. Also sein Dienst ist ein Priesterdienst, ein Priester, der also direkt Zugang zu Gott hat und jetzt den Menschen das Evangelium bringt, und dann bringt er die, die sich bekehrt haben, die bringt er zu Gott zurück, wie ein Opfer.
Er sagt hier: um priesterlich zu wirken an der guten Botschaft, damit das Opfer der Heiden als Gabe, als Weihegabe wohl angenehm werde. Das heißt, ihr seid der Stier, den ich jetzt Gott bringe, den Gott jetzt riecht, das Opfer des lieblichen Geruchs, oder? Ich bringe die Heiden zu Gott, und Gott freut sich an dem Opfer. Er spricht hier in einer Priestersprache. Wir alle sind Priester, jeder Christ ist Priester, jeder hat einen Dienst für Gott, jeder darf direkt in die Gegenwart Gottes kommen und darf dann wieder zu den Menschen gehen und ihnen die Botschaft bringen und wieder zurückkommen zu Gott. Schau her, da bringe ich dir einen, den habe ich jetzt zu dir führen dürfen. Bitteschön, hier ist er, freu dich an ihm.
Eine Frage gerade hier: Steht es, dass ihr seid voller Glücklichkeit und voller Erkenntnis, voller Erkenntnis, ja, einander zu ermahnen und zu rechtschaffen. Wie weit kann die Gemeinde das tun, wenn wir einen schwierigen Prozess der Ehe führen wollen? Schickt man die dann zum Psychiater oder was oder so was?
Ja, im Neuen Testament, was er hier sagt, ist einfach grundsätzlich: Jeder Christ hilft jedem Christen, oder? Natürlich, wenn es größere Schwierigkeiten gibt, dann muss man schauen, wo halt wirklich Hilfe ist. Es sind reifere Christen da, die auch weiterhelfen können. Es sind Leute da, die schon länger im Glauben sind, mehr Erfahrung haben. Natürlich, dann wird man solche heranziehen. Es sind Älteste da, die schon lange im Glauben sind. Es sind andere da, die im Wort und auch durch das Leben sehr viel gelernt haben und weisheitsweise einen guten Rat zu geben.
Aber es ist interessant: Im Neuen Testament ist es nicht so, dass jeder seinen Seelsorger hat. Es ist nicht so, oder? Man fährt da nicht irgendwo hin zu einem speziellen Seelsorger. Nein, man hat den Herrn und man hat die Geschwister. Psychiater. Bitte, jetzt bitte Psychiater. Psychiater. Ja, Psychiater, oder noch schlimmer sind die Psychotherapeuten, die sagen: Ja, wir wollen miteinander reden, dann reden wir und reden wir und reden wir. Nein, es kann schon mal sein, dass jemand medizinische Hilfe braucht, es kann schon sein, dass man irgendwelche Medizin braucht, das ist keine Frage. Aber die geistlichen Probleme sind ja woanders meistens, oder?
Gut, es gibt Depressionen, die aufgrund von physischen Zuständen sind. Wenn irgendetwas nicht so stimmt im Körper, dann kann es ja auch Depressionen geben, das ist was anderes dann. Aber geistliche Probleme, geistliche Probleme müssen geistlich gelöst werden. Da kann der Arzt auch nichts machen oder der Psychologe oder der Psychiater, Psychotherapeut.
Der Bruder, wie heißt er, J. Adams in Amerika, J. Adams. Er hat ein paar Bücher geschrieben über Seelsorge, wo er immer wieder aufzeigt: Das Grundproblem ist die Sünde, das eigentliche Problem ist die Sünde. Es gibt sehr feine Brüder, wie auch Roland Anthol, sein Bruder hat bei uns im Süden, in der Nähe von der Schweiz, im Allgäu ein paar feine Bücher geschrieben. Er selber hat studiert, aber hat dann die ganze Geschichte sehr durchblickt, dass die ganze weltliche Psychologie nicht wirklich helfen kann, und hat dann gezeigt, was der biblische Weg ist. Der biblische Weg ist wirklich, zu Christus zu kommen. Wir sollen geistliche Seelsorger sein, jeder füreinander. Wir sollen Helfer sein füreinander auf dem Weg und dem Herrn, einander ermahnen, sagt er, einander aufrufen, einander Hilfestellung geben.
Ist das jetzt das Gleiche, was es sonst immer mit Erkenntnis wiedergibt, oder ist das wirklich das Problem des Mannes?
Ja, die Gnosis, griechische Gnosis kann Erkenntnis oder Kenntnis heißen, beides. Etwas Erkennen oder etwas Wissen, beides steckt im Wort drinnen. Ihr wisst viel, sagt er, ihr wisst viel von der Schrift.
Vers 17: Ja, Vers 16 hatten wir, er ist ein Priester, und er bringt jetzt die Heiden als Opfer zu Gott. Vers 16 am Ende haben wir noch nicht gelesen: „Damit die Darbringung derer, die von den Völkern sind, als Weihegabe wohl angenehm werde, im Heiligen Geist geheiligt.“
Gott kriegt hier ein Opfer, das geheiligt ist durch den Heiligen Geist, oder im Heiligen Geist. Wenn ein Mensch zu Christus kommt, dann kommt er ja in den Geist hinein, oder kommt er in Christus hinein. Und jetzt ist er abgesondert, Gott zugeordnet und gereinigt. Jetzt bekommt Gott also ein Opfer, einen Menschen, wie im Alten Testament ein Opfer, das ihm wohlgefällt. Jeder von uns ist etwas, was Gott wohlgefällt, jeder von uns ist so ein Opfer. Und wenn wir jemanden anderen bringen, auch zum Herrn führen, dürfen wir sagen: Jetzt hat Gott wieder einen mehr, an dem er sich freuen kann.
Paulus’ Auftrag unter den Völkern
Vers 17 bis 21. Nun schreibt der Apostel einiges über seinen bisherigen Dienst. Möchte jemand bitte vorlesen? Vers 17 bis 21.
Ich werde nicht wagen, von etwas zu reden, das nicht Christus durch mich bewirkt hätte, um die Heiden zum Gehorsam zu bringen, durch Wort und Werk, in der Kraft von Zeichen und Wundern, in der Kraft des Geistes Gottes, sodass ich von Jerusalem an und in einem Umkreis bis nach Illyrien die gute Botschaft von Christus ganz ausgerichtet habe. So aber ist es mein Streben, die gute Botschaft zu sagen, nicht dort, wo Christus bereits genannt war, damit ich nicht auf fremdem Grund baue, sondern wie geschrieben steht: „Die, denen nicht über ihn berichtet war, werden sehen, und die, die nicht gehört haben, werden verstehen.“
Also zuerst sagt er: Es ist mein Ruhm, es ist sein Ruhm, sein Stolz in den Versen 16 bis 18. Es ist sein Ruhm, dieser Dienst. Er ist stolz auf diesen Dienst, den er bekommen hat. Ich habe etwas zum Rühmen, ich habe also etwas zum Rühmen. Ich kann wirklich stolz sein, in Jesus Christus, in der Beziehung zu Gott, in dem Dienst, den Gott mir gegeben hat. Er rühmt sich, Vers 18. Ich werde nicht wagen, von etwas zu reden, das nicht Christus durch mich bewirkt hat. Also er rühmt sich nicht seiner selbst, sondern er rühmt sich der Frucht, die Jesus Christus durch ihn bewirkt hat. Darauf ist er stolz. Das darf man, wenn man wirklich alle Ehre Christus gibt, wie hier dieser Paulus das tut. Er sagt: Christus hat es gemacht, aber ich rühme mich, dass etwas geschehen ist durch Christus.
Ich werde es nicht wagen, von etwas zu reden, das nicht Jesus Christus durch mich bewirkt hat, zum Gehorsam der Heiden, dass die Heiden gehorsam werden. Darum geht es, dass die Menschen gehorsam werden. Und wenn man gläubig wird, dann ist das der erste entscheidende Gehorsamsschritt, denn der Mensch ist ungehorsam und im Weg von Gott. Hier merken wir, dass die ganze Theologie, dass Gott nur einige bestimmt hätte, die sich bekehren dürfen, völlig anders ist, völlig daneben, muss man sagen. Es ist nicht so, dass Gott bestimmt: Einige dürfen sich bekehren, oder einige sind bestimmt, dass sie sich bekehren, oder andere sind bestimmt, dass sie in die Hölle gehen. Nein, er sagt: Werdet gehorsam! Jeder Mensch muss gehorsam werden. Wer sich nicht bekehrt, der ist ungehorsam, und der wird Gott zur Verantwortung ziehen. Nicht Gott ist schuld, wenn sich einer nicht bekehrt. Er trägt die Verantwortung dafür, dass er nicht umkehrt zu Gott ist.
Er rühmt sich dessen, was Jesus Christus durch ihn gewirkt hat. Und es heißt dann weiter: mittels Wort und Werk. Das waren die Elemente, das waren die Mittel, mit denen Gott hier jetzt etwas gewirkt hat. Es ist Frucht entstanden durch Jesus Christus mittels Wort und Werk. Das Wort Gottes wurde verkündigt, es wurde etwas getan, Werke Gottes durch Paulus. Gott hat gearbeitet durch Paulus. Es geht um Reden und um Tun. So ist es immer in unserem Dienst. Es geht um Reden und Tun. Wir sprechen und wir tun, wir verkündigen und wir dienen.
Und Gott hat seinen Dienst bestätigt, Vers 19. Gott hat Paulus’ Dienst bestätigt in der Kraft von Zeichen und Wundern, in der Kraft des Geistes Gottes. Die Wunder und Zeichen eines Apostels sind geschehen durch Paulus. Gott hat wunderbare Dinge getan, auch übernatürliche Zeichen, um die Quelle dieser Botschaft zu bestätigen, das heißt, um zu bestätigen, dass die Botschaft wirklich von Gott ist. Das ist heute nicht mehr nötig, denn heute ist ja die Botschaft schon bestätigt, oder? Gott muss heute nicht mehr das Wort bestätigen. Hier ist es bestätigt. Gott hat es damals bestätigt. Jetzt ist es nur noch abgeschrieben worden und uns gegeben worden. Er muss nicht jedes Mal neu das bestätigen. Wenn ich zum Notar gehe und ihn bitte um eine Bestätigung, ja, ich muss irgendetwas unterschreiben, und er sieht, ich habe unterschrieben, und er bestätigt das, beglaubigt das, dann muss ich nicht jedes Mal, wenn ich den Schein vorweise, noch einmal zum Notar gehen. Das ist bereits bestätigt. Die Urkunde ist bereits hier bestätigt. Und so ist es genau bei Paulus. Das Evangelium wurde bestätigt. Das heißt, diese Apostel, die verkündigt haben, wurden von Gott damals bestätigt durch Zeichen und Wunder. Deshalb ist es nicht nötig, dass heute in der gleichen Weise Zeichen und Wunder geschehen, wenn das Evangelium verkündigt wird. Und wenn Zeichen und Wunder geschehen, das gibt es, dann sind das Ausnahmen. Das wird nicht die Regel sein.
Der Dienst wurde also bestätigt, Vers 19, in der Kraft von Zeichen und Wundern, in der Kraft des Geistes Gottes, sodass ich von Jerusalem an und in einem Umkreis bis Illyrien, das wäre heutiges Serbien, Kroatien oder so, die gute Botschaft von Christus ganz ausrichtete. Paulus hat in einem weiten geografischen Raum die Botschaft verkündigt. Er sagt hier nur, wo er gewesen ist. Er sagt hier nicht, wann das alles geschah, und gibt nicht die Reihenfolge an. Es ist ja die geografische Ausdehnung: Von Jerusalem bis Illyrien ist das Evangelium durch ihn verkündigt worden.
So aber, Vers 20, ist es mein Streben, die gute Botschaft zu sagen, nicht dort, wo Christus bereits genannt war. Das heißt: nicht dort, wo es schon Gläubige gab und so weiter, sondern er wollte in Neuland Mission betreiben. Das war sein Auftrag, diesen Auftrag hat Gott ihm gegeben. Vers 20: Also es ist mein Streben, das Evangelium zu sagen, nicht dort, wo Christus bereits genannt war, also verkündigt war, damit ich nicht auf fremdem Grund baue. Er will nicht auf dem Grund von anderen weiterbauen. Er will nicht dort, wo andere gewesen sind, jetzt da weiterbauen. Das könnte er schon tun, aber das ist nicht sein Auftrag. Es ist nicht verboten, auf dem Grund, den andere gelegt haben, weiterzubauen. Andere haben angefangen, und dann baut jemand anderes weiter. Aber das ist nicht sein Auftrag. Das können andere tun. Er hat einen speziellen Auftrag, und den Auftrag will er erfüllen. Und er will nicht die Zeit vergeuden mit einer Aufgabe, die die anderen tun können. Er muss seinen Auftrag erfüllen. Vers 20: damit ich nicht auf fremdem Grund baue.
Vers 21: sondern wie geschrieben steht: „Die, denen nicht über ihn berichtet war, werden sehen, und die, die nicht gehört haben, werden verstehen.“ Er zitiert da wieder einen Vers aus Jesaja, und er sagt: Schau, die Menschen, die gar nichts gehört haben, die sollen sehen und verstehen, hören und verstehen. Das war das Prinzip. Ich verkündige das Evangelium in Neuland.
Und jetzt bringt er dann noch einige Bemerkungen über seine Reisepläne in den Versen 22 bis 29.
Bemerkungen zu seinen Reiseplänen. Das können wir wiederlesen. Wenn ich in den letzten Jahren eine Sehnsucht habe, zu euch zu kommen, werde ich, wenn es so weit ist, dass ich nach Spanien reise, euch besuchen, und ich hoffe, auch den Durchweiser euch zu Gesicht zu bekommen, dass ich von euch dort noch weitergeleitet werde, wenn ich mich zuvor an euch einigermaßen gesättigt habe. Ihr selber seid es, die mir gut schmecken, nicht das Essen von euch. Ihr selber. Da möchte ich mich so richtig laben an euch, an der Gemeinschaft mit euch. Man spürt die Sehnsucht von diesem Mann.
Also Bemerkungen zu den Reiseplänen. Er will zuerst nach Rom, Vers 22 bis 24. Darum wurde ich auch vielmals verhindert. Warum wurde er verhindert? Tja, wegen seinem Auftrag, das Evangelium dort zu verkündigen, wo Christus bis jetzt nicht genannt wurde. Er musste zuerst diese Neulandmission durchführen. Interessant: In wenigen Jahren hat er eine sehr, sehr große Gegend erfasst. Er hat überall aufgerissen, angefangen. Und dann hat er dem Herrn vertraut, dass dort etwas weitergeht. Er hat dann wieder Mitarbeiter hingeschickt, natürlich. Er hat schon geschaut, dass Leute da sind, die den anderen weiterhelfen. Aber man hat auch dem Heiligen Geist zugetraut, dass der Heilige Geist ihnen hilft, dass sie vorankommen. Dann kommt er zum Beispiel nach Kreta, oder? Zuerst war der Paulus dort, dann schickt er Titus dorthin, und dann kommt noch irgendein Artemas und Tychikus, die sollen auch noch vorbeikommen. Titus muss weiterreisen. So sind die Diener da unterwegs, helfen den Gemeinden und ziehen wieder weiter, kommen wieder vielleicht zurück, schauen, wie es gegangen ist, und ziehen wieder weg und ziehen wieder weiter und kommen wieder anders einmal zurück. So ist also der Missionar einer, der sich bewegt, der unterwegs ist. Also darum wurde ich auch vielmals verhindert, zu euch zu kommen, weil er seine Aufgabe erfüllen musste. Das war das Hindernis.
Und was bringt ihn jetzt auf den Gedanken, nach Rom zu wollen? Vers 23: Nun aber, da ich in diesen Gegenden keinen Raum mehr habe – das klingt ja gut. Als ob alles voll wäre mit Christen? Nein, nein, es ist jetzt überall Christus verkündigt worden, überall sind kleine Zellen dort und dort. Und seine Aufgabe ist nur aufreißen. Und wenn irgendwo ein paar Christen sind, sagt er: Meine Aufgabe ist erfüllt. Ich schicke andere hin, die können weiter denen weiterhelfen. Also jetzt habe ich keinen Platz mehr. Nun aber, da ich in diesen Gegenden keinen Raum mehr habe und seit vielen Jahren eine Sehnsucht habe, zu euch zu kommen, werde ich es, wenn es so weit ist, dass ich nach Spanien reise, zu euch kommen, denn ich hoffe, auf der Durchreise euch zu Gesicht zu bekommen und von euch dorthin weitergeleitet zu werden.
Das heißt also: Er erwartet, dass er sie besuchen kann, aber nur für eine begrenzte Zeit. Es wird eine Durchreise sein. Er wird dann weiterreisen nach Spanien, und er erwartet, dass es eine sehr schöne Zeit wird mit den Geschwistern, dass er sich innerlich sättigen wird und dass sie ihn dann auch weitergeleiten, das heißt, dass sie ihn ausrüsten für die Weiterreise, vielleicht auch etwas mitgeben, je nachdem, dass er auf diese Weise dann hier als Stützpunkt sozusagen dann nach Spanien kommen kann. Weitergeleitet werden ist möglicherweise ein fürsorgliches Ausstatten für die Reise mit eingeschlossen, nicht nur, dass sie ihn mit den Gebeten begleiten und innerlich ermutigen, sondern auch, dass er weiß, dass die Christen ein Anliegen haben für ihn und dass sie ihm gerne weiterhelfen möchten.
Und dann, Vers 25 bis 28, spricht er dann von seiner Reise nach Jerusalem. Zuerst hat er von seiner Reise nach Rom gesprochen und von seinen Plänen nach Spanien, jetzt von seiner Reise nach Jerusalem. Natürlich, manche fragen sich: Ist der Paulus überhaupt jemals nach Spanien gekommen? Oder wurde er dann verhindert? Nun, wir wissen ja, was geschehen ist. Er kam ja dann als Gefangener nach Rom, wurde in Cäsarea gefangen genommen, war zwei Jahre lang im Gefängnis in Cäsarea und ist dann mit dem Schiff hinübergeliefert worden nach Rom, war dann in Rom noch weiterhin eine Zeit lang im Gefängnis, etwa zwei Jahre, und dann wurde er wieder frei. Der Philipperbrief bestätigt ganz klar, dass er frei wurde. Der Philipperbrief wurde ja geschrieben am Ende dieser zweijährigen römischen Gefangenschaft. Philipper 1 macht es ganz deutlich, dass er frei wurde. Er hat also die Philipper dann tatsächlich wieder gesehen, ist wieder zu ihnen gekommen, und dann scheint es, dass er doch noch diese Spanienreise durchführen konnte. Es soll Zeugnisse geben, dass Paulus in Spanien gewesen sein soll. Wie lange, wissen wir nicht.
Also jetzt über seine Reise nach Jerusalem, ein Bericht noch, was er alles vorhat, Vers 25 und 26: Aber jetzt reise ich nach Jerusalem. Nun reise ich nach Jerusalem in einem Dienst für die Heiligen. Der Dienst, den er hatte, das war vor allem, eine Geldgabe zu überbringen, die die Geschwister aus Makedonien gesammelt hatten, Mazedonien oder Makedonien, gesammelt hatten. Denn es gefiel Makedonien und Achaia wohl, eine gewisse Beisteuer, ein Zeichen der Gemeinschaft, zu leisten. Das Wort Gabe kann auch Gemeinschaft heißen. Wenn wir jemandem etwas geben, wenn wir eine Gabe geben, ist es ein Ausdruck von Gemeinschaft. Die Geschwister von Makedonien und Achaia, also von Griechenland, denen gefiel es, eine gewisse Beisteuer zu leisten für die Armen unter den Heiligen, die in Jerusalem sind. Jerusalem war ja von einer Hungersnot heimgesucht worden um jene Zeit und hat sehr darunter gelitten. Die Geschwister haben gesammelt, Geschwister in Griechenland haben gesammelt für die Geschwister dort in Jerusalem. Und er will jetzt persönlich sicher sein, dass die Gabe auch ankommt. Er will ganz persönlich die Gabe abgeben. Es scheint, dass es sich um viel Geld handelt, und er sieht sich verantwortlich, das dort abzugeben. Er will auch dann, wenn er dann dort angekommen ist in Jerusalem, möchte er auch ein gutes Zeugnis ablegen von diesen Gemeinden, die diese Gabe gegeben haben. Er will also dort den anderen Gemeinden zeigen, was der Herr für Frucht gewirkt hat in Griechenland, dass sie so freigiebig geworden sind. Und er will wahrscheinlich auch, er möchte sowieso gerne wieder die Heiligen in Jerusalem sehen und sieht sich dort noch einen Dienst in Jerusalem.
Also Vers 26: Denn es gefiel Makedonien und Achaia, eine gewisse Beisteuer zu leisten für die Armen unter den Heiligen, die in Jerusalem sind. Denn es gefiel ihnen, Vers 27, es gefiel ihnen, das heißt: Ja, sie haben es freiwillig getan. Es war nicht so, dass man sie da unter Druck gesetzt hat. Es gefiel ihnen, es war ihre Freude. Und nicht nur das, und sie sind ihre Schuldner. Das heißt, die Heiden da, diese heidnischen, diese heidenchristlichen Geschwister aus Griechenland, schulden ja den Judenchristen etwas. Sie schulden ihnen, denn sie dürfen jetzt teilhaben an den geistlichen Gütern der Juden, an den geistlichen Segnungen der Juden, an den geistlichen Segnungen Israels dürfen sie teilhaben. Und dann ist es doch ein Kleines, wenn sie ihre materiellen Sachen jetzt den Christen, den jüdischen Christen, geben.
Vers 27: Denn es gefiel ihnen, und sie sind ihre Schuldner, denn wenn die Heiden an ihren geistlichen Gütern teilhatten, also die Heidenchristen an ihren geistlichen Gütern teilhatten, sind sie schuldig, ihnen auch in den fleischlichen Gütern, also in den materiellen Gütern, hier fleischlich im Sinn von materiellen Gütern, Dienst zu leisten. Sie sind schuldig, ihnen auch in den materiellen, fleischlichen Gütern Dienst zu leisten. Als Zeichen der Dankbarkeit. Sie sind ihnen dankschuldig, und das tun sie gerne. Vers 27: Denn es gefiel ihnen. Also sie haben es wirklich freiwillig getan, das sagt er jetzt schon das zweite Mal. Er betont es: Es gefiel ihnen.
Vers 28: Nachdem ich also diese Aufgabe zu Ende geführt habe, nämlich die Gabe abgegeben habe und ihnen diese Frucht besiegelt habe, das heißt, jetzt ist das Siegel drauf, jetzt ist es abgegeben, jetzt ist die Frucht besiegelt, es ist wirklich jetzt an der Ordensstelle angekommen, dann werde ich abreisen und über euch nach Spanien ziehen. Nach Spanien ziehen, das ist sicher, das hat er ganz sicher vor, dorthin zu ziehen. Irgendwann, wann genau, kann er nicht sagen. Jedenfalls wird es über Rom sein, er wird über Rom dorthin ziehen, und er wird den Segen mitnehmen, wenn er nach Rom kommt, Vers 29. Er wird einen Segen mitnehmen, das weiß er auch. Vers 29: Aber ich weiß, wenn ich zu euch komme, dass ich in der Segensfülle der guten Botschaft des Christus kommen werde. Warum weiß er das? Weil er weiß: Ich werde mit dem Wort Gottes kommen, ich werde mit dem Evangelium kommen, und deshalb: Ihr seid gläubig, ich bringe euch das Wort Gottes, da wird Segen sein. Es wird die Fülle des Segens Jesu Christi sein. Er rechnet damit, dass Gottes Wort sie segnen wird.
Und jetzt, Vers 30 bis 33, kommt noch dazu: Es kommen noch einige Bemerkungen zu seiner Fürbitte, zum Thema Fürbitte. Er möchte, dass sie für ihn beten. Bemerkungen zum Thema Fürbitte, Verse 30 bis 33. Lesen wir das noch?
In heiligem Wohlangehen zurück. Damit ich bisher mit Freude und Hoff und Schönheit einstehen kann, danke Gott für das Wetter, der Gott ist lieb und heilig und heilig und heilig und heilig und heilig und heilig und heilig und heilig. Ich spreche euch das zu, auch im Sinne von: Ich bitte euch. Ich bitte euch, Brüder und Brüder, ich rufe euch auf, durch unseren Herrn Jesus Christus, mit dem ist ja immer verbunden der Paulus, durch unseren Herrn Jesus Christus und durch die Liebe des Geistes, die Liebe des Heiligen Geistes: Bitte betet für mich. Bitte betet mit mir zusammen, ringt mit mir zusammen, denn wir haben es ja mit einem Kampf zu tun. Wir kämpfen nicht gegen Gott. Das Ringen ist nicht gegen Gott, das Ringen ist, weil es ein Kampf ist in dieser Finsterniswelt. Deshalb, und wir kämpfen zum einen Teil durch unsere Gebete. Paulus weiß, wie wichtig die Gebete sind in diesem Kampf. Es ist so wie bei Mose, oder, am Berg. Wenn Mose gebetet hat am Berg, dann ging es vorwärts, dann haben die Israeliten gesiegt in diesem Kampf gegen die Amalekiter. Und wenn er aufgehört hat zu beten, dann sind sie unterlegen. Wenn wir aufhören zu beten, dann wird das Evangelium nicht weiterkommen, und wenn wir beten, wird der Herr weiter etwas tun. Also das ist das Gebet. Der Gebetsdienst gehört zu dem Kampf für das Evangelium.
Vers 31 und 32: Damit ich befreit werde. Hier sehen wir den Kampf. Es sind Widerstände da, es sind Juden in Judäa, die Paulus hassen, und jetzt muss gebetet werden, dass Paulus befreit wird von diesen ungehorsamen Juden in Judäa, und damit mein Dienst den Heiligen wohl angenehm werde, damit mein Dienst, der für Jerusalem ist, den Heiligen wohl angenehm werde, dass sie mich akzeptieren und meinen Dienst akzeptieren und meinen Dienst annehmen und gesegnet werden durch meinen Dienst. Betet dafür, und auch noch, damit ich mit Freude zu euch komme, damit wir uns treffen können, und zwar mit Freude, durch den Willen Gottes, so wie der Herr das führt. Der Herr soll klar entscheiden, wann und wie. Also auch wenn er weiß, es ist der Wille Gottes, dass er einmal nach Rom kommt, und doch trotzdem betet, dass es geschehen soll, wie genau es der Herr will und wann genau es der Herr will, und dass ich zusammen mit euch erquickt werde. Er möchte auch erquickt, erfrischt werden innerlich. Er braucht es auch. Der große Paulus brauchte es auch, den Trost und die Erfrischung und die Erquickung der Geschwister. Was lesen wir in Apostelgeschichte 28, als er dann nach Rom kommt, als er die Brüder sah, da wurde er getröstet. Da freut er sich nach dieser abenteuerlichen Reise dort.
Vers 33: Der Gott des Friedens sei mit euch. Jetzt betet er für sie, oder? Der Gott des Friedens sei mit euch allen. Amen. So soll es sein. Damit schließt sein Bericht ab, auch sein Brief schließt damit ab. Es kommen nur noch die Schlussgrüße. Schlussgrüße und Schlussworte ganz zum Schluss. 29 Menschen grüßt er, 29 Leute, acht Frauen davon, mit Namen, 27 mit Namen. Mindestens drei Gemeinden, vielleicht sogar fünf Gemeinden, die bei denen und die bei denen und die bei denen und die bei dem Hause und dem. Drei bis fünf Gemeinden sind 29 Leute, obwohl er noch nie dort war. Er hatte seine Gebetsliste, Herr Paulus. Da war die Gemeinde im Hause des Priscilla und Aquila, das ist die eine Gemeinde, oder? Dann ist in Vers 10 die von Aristobulus, die Geschwister in seinem Hause, Vers 14 der Asynkritus und die Brüder, die bei ihnen sind, mit ihnen zusammen sind, Vers 14, dann in Vers 11 die von Narzissus, die im Herrn sind, die Gläubigen in seinem Hause, und Vers 15 Olympas und alle Heiligen, die mit ihnen zusammen sind. Also könnten fünf Gemeinden sein, fünf Gruppen.
Aber das machen wir morgen. Sind Fragen, Gedanken, Einwände? Bitte.
Ja.
In der Apostelgeschichte, Glauben und Sechzehn des Katholik, besagt Apostel Paulus, der Geist Jesu ließe es nicht zu, und damit in laere Richtung, da ließe der Geist wieder nicht zu. Und überwiegt versteht es, dass der Satan dieses Licht zu, dass er dann entweidet hat. Thessalonicher, Sado-Jesu. Thessalonicher, ja Thessalonicher. Lässt es sich irgendwo erkennen, welche Weise war es, dass er kennen konnte, wer jetzt in die Wege stand?
Na ja, Gott hat alles in der Hand. Also Gott hat alles in der Hand, und wenn Gott etwas, wenn Gott dem Satan Freihand gibt, Paulus zu hindern, dann geht es auch, dann ist es auch letztlich Gott, der es nicht zuließ. In dem Fall, in Apostelgeschichte 16, aber war es ein direkt vom Geist Gottes gewirkt. Also da war es also nicht ein Hindernis, es waren nicht Feinde, die ihn da abgehalten haben. In Thessalonich waren es ganz klar Feinde, die Feinde des Evangeliums. Er musste ja fliehen, oder? Dort, die hätten ihn ja umgebracht. Also hier war ganz klar Satan im Spiel, und bei den anderen, und Gott hat es aber zugelassen, oder? Er musste aber fliehen. Und in Apostelgeschichte 16, da war es einfach eine Führung. Wie genau er es dort gewusst hat, wissen wir nicht, aber da hat er gemerkt, der Geist Gottes will ihn in eine andere Richtung haben. Wie er das gemerkt hat, steht nicht da. Aber wir haben ja auch im Alten Testament steht einmal, der Satan versuchte ihn, und anders steht einmal, Gott versuchte ihn. Kennt ihr das, die Stelle? Der David will die Israeliten zählen, oder? Da steht in der einen Stelle, ich dürfte wohl erst, wo ist das zweite Samuel, 21 oder so, steht der Herr, ich glaube, dort steht der Herr, der Satan versuchte ihn, und dann in der Parallelstelle, in den zweiten Chroniker 18 oder ähnlich, ich weiß nicht mehr genau die Stelle, da steht dann, der Satan reizte ihn. Also Gott hat hier Satan verwendet, um, hat es zugelassen, dass er dafür versucht wird. Aber bei Paulus dort hat er ganz sicher gewusst in Thessalonich, dass es direkt Satan war, oder weil die Feinde des Evangeliums wurden von Satan gebraucht. Und so wurde das Evangelium gehindert in Thessalonich, oder jedenfalls seine Bleibe wurde gehindert, er musste weg. Ja, er wäre gerne noch geblieben.
Ja gut, ich denke, wir haben viel gearbeitet heute, oder? Wir sind nicht stolz auf uns, dass wir so viel gearbeitet haben, aber wir haben den Schlaf verdient. Wir müssen unseren Körper, wir haben den Auftrag von Gott, wir haben einen Schöpfungsauftrag, oder? Der Schöpfungsauftrag heißt, die Schöpfung bewahren, und der Körper gehört auch zur Schöpfung, die müssen wir bewahren. Also, wir schlafen jetzt im Auftrag Gottes, wir werden dem Körper jetzt Ruhe geben, und auf diese Weise dienen wir Gott jetzt, dass wir den Körper jetzt regenerieren lassen, sich regenerieren lassen.

