Jesus behauptet einige ziemlich harte Dinge: Es gibt einen echten Himmel und eine echte Hölle. Er fordert dazu auf, ihm nachzufolgen und sich ihm anzuvertrauen – mit ewigen Konsequenzen. Außerdem sagt er, dass er selbst Gott in menschlicher Gestalt ist. Was machen wir jetzt damit?
Willkommen beim Bibelfit-Projekt, wo wir versuchen, leicht verständlich tiefer in die Bibel einzusteigen, Jesus im modernen Alltag nachzufolgen und schwierige Fragen von Nichtchristen zu beantworten. Zu jedem Beitrag verschenke ich Übersichten, biblische Entscheidungshilfen, komplette Hörbücher und sogar Onlinekurse. All das gibt es auf der Website, finanziert durch freiwillige monatliche Spenden von Menschen wie dir und mir.
Weißt du, in den letzten zwei Jahren haben wir hier schon öfter darüber gesprochen, wie historisch glaubwürdig die Augenzeugenberichte des Neuen Testaments wirklich sind. Wir haben immer wieder betrachtet, wie das Neue Testament aussehen müsste, wenn man es sich ausdenken würde. Es würde all diese Elemente enthalten, aber wenn das, was drinsteht, wirklich passiert ist, dann wären die Berichte extrem früh entstanden. Sie würden sich in Details unterscheiden, aber in den Grundzügen komplett übereinstimmen. Außerdem würden belastende Details zu den Jüngern ehrlich benannt, statt sie zu beschönigen. Die Berichte wären voller unbeabsichtigter Augenzeugendetails, bei denen die Augenzeugen selbst keine Möglichkeit hatten, zu wissen, dass wir das später bestätigen können. Und das Neue Testament wäre in einer Umgebung entstanden, in der es bei Unwahrheit keine Chance gehabt hätte.
Falls du das alles zum ersten Mal hörst: Keine Sorge! Auf all das, auf die neutestamentlichen Augenzeugenberichte, warum sie so glaubwürdig sind und wie du das historisch zeigen kannst, gehen wir hier auf diesem Kanal in den nächsten Wochen und Monaten noch ausführlich ein. Drück gern die Glocke, dann wirst du benachrichtigt, wenn wir demnächst Gastbeiträge von renommierten Forschern bringen, die dir das sogar historisch belegen können.
Heute geht es um eine weiterführende Frage, die darauf aufbaut: Der Jesus, das wissen wir jetzt, hat diese Dinge, die im Neuen Testament stehen, höchstwahrscheinlich wirklich so gesagt. Was machen wir jetzt damit? Logisch gibt es nur drei Möglichkeiten – das sogenannte Jesus-Trilemma.
Möglichkeit A: Jesus sagt nicht die Wahrheit, er sagt Unwahrheit und weiß das. Wenn das so wäre, dann wäre Jesus ein Lügner. Aber nicht nur das: Er wäre auch ein Heuchler. Warum? Weil er andere ermutigt hat, ehrlich um jeden Preis zu sein, während er selbst eine kolossale Lüge gelebt und gelehrt hat. Noch schlimmer: Dann wäre Jesus ein zutiefst unmoralischer und bösartiger Mensch gewesen, weil er gezielt Tausende angewiesen hat, sich ihm für ihr ewiges Schicksal anzuvertrauen. Wenn Jesus wusste, dass das falsch war, dann war das unaussprechlich bösartig.
Wenn Jesus also ein Lügner, Betrüger, Heuchler und derart bösartiger Mensch gewesen wäre, dann stellt sich die Frage: Wie passt das damit zusammen, dass Jesus uns, historisch gesichert, einige der tiefgreifendsten moralischen Lehren, selbstlosesten ethischen Wahrheiten und kraftvollsten moralischen Vorbilder der Menschheitsgeschichte hinterlassen hat?
Möglichkeit B: Jesus sagt zwar Unwahrheit, aber er weiß es nicht mal. Zusammengefasst: Wenn jemand über dreieinhalb Jahre Tausende von Menschen anweist, ihm für ihr ewiges Schicksal zu vertrauen und ihnen erzählt, dass er selbst Gott als Mensch sei, der Schöpfer des Universums, und er merkt das nicht, dann ist das keine Wahnvorstellung mehr, sondern weit darüber hinaus. Er müsste vollkommen und restlos geistesgestört gewesen sein. Das wiederum ist schwer vereinbar mit all der Weisheit, Schlagfertigkeit, argumentativen Intelligenz und glasklaren Hellsichtigkeit, die wir von Jesus überliefert haben. Also passt das nicht so richtig.
Möglichkeit C: Es ist wahr. Jesus spricht davon, dass das Jenseits kein Märchen ist, sondern ein sehr realer Ort. Es gibt Himmel und Hölle als echte, wirkliche Orte, und Menschen befinden sich tatsächlich in der Hölle – nicht alle werden im Himmel sein. Diesen Gedanken verfolgen wir sofort weiter, denn ich möchte auf eine Frage eingehen, die einigen im Hinterkopf ist: Woher weißt du denn so genau, was Jesus wirklich gesagt hat?
Die kurze Antwort ist: aus den Augenzeugenberichten, die du im Neuen Testament findest. Stell dir mal vor, du hättest das den Christen im ersten Jahrhundert gesagt: „Ja, ihr habt jederzeit die Originalworte von Jesus verfügbar, gar kein Problem.“ Die wären damals ausgeflippt, oder? Also lies deine eigene Bibel. Es gibt verschiedene gute Übersetzungen. Ich habe dir dafür den Bibelfit-Übersetzungsguide zusammengestellt. Dort findest du auf den Punkt gebracht, welche Bibelübersetzung zu wem, in welcher Lebensphase und mit welcher Vorerfahrung am besten passt. Das hat schon Tausenden Menschen vor dir geholfen, die genau dieselbe Frage hatten und sie damit beantworten konnten. Nimm dir die Übersicht gern mit, klick einfach auf den Link in der Videobeschreibung.
Weiter mit uns beiden: Jesus spricht absoluten Klartext, er nimmt kein Blatt vor den Mund. Trotzdem gibt es in Europa seit etwa zweihundert Jahren Leute, die sich nicht auf die Frage richten, wie Jesus sich verstanden wissen wollte. Sie verkaufen uns etwas anderes als das, was Jesus gesagt hat. Leute, die behaupten, im Christentum ginge es angeblich darum, ein guter Mensch zu sein, tolerant zu sein, Umweltschutz zu betreiben oder dass sowieso alle in den Himmel kommen würden. Oder dass es darum ginge, Halt im Leben, im Diesseits zu haben. Das ist alles nett, aber ist das wirklich im Kern christlich? Sollten wir das nicht zumindest Jesus Christus selbst überlassen, festzulegen, was christlich ist und was nicht?
Damit sind wir bei der Kernfrage: Wenn Jesus kein Betrüger war und kein Spinner, was wollte er dann? Einen guten Hinweis geben dir seine letzten Worte, bevor er am Kreuz starb. Dort sagt er: Tetelestai, Tetelestai. Was heißt das? Es bedeutet: „Es ist nachhaltig und vollständig vollbracht. Es ist fertig, erledigt, abgehakt.“
Aber was genau ist vollbracht? Dieses „Es ist vollbracht“ wäre falsch, wenn Jesus nur ein Lehrer guter Umgangsformen gewesen wäre. Denn schau dir an, wie sich die Umgangsformen der Menschen in den letzten zweitausend Jahren entwickelt haben. Schau dir an, welche Kriege es gab, welche Menschenrechtsverletzungen. „Es ist vollbracht“ – das wäre falsch.
Es wäre auch falsch, wenn Jesus ein sozialer Revolutionär gewesen wäre, der die Römer aus dem Land vertreiben wollte. Die Römer haben 40 Jahre nach Jesu Tod und Auferstehung das Land komplett vernichtet und ein Massaker angerichtet. Das hat nicht hingehauen.
Auch als Umweltschützer wäre Jesus nicht zu verstehen, denn das gab es damals nicht. Und der Umweltschutz hat sich in den letzten 50 Jahren nicht immer positiv entwickelt.
Die Frage ist also: Wann wäre das Wort vom Kreuz „Es ist vollbracht“ wahr? Die Antwort: Wenn Jesus den Tod besiegen wollte. Dann wäre es wahr.
Wenn das biblische Christentum und das Neue Testament die Realität so beschreiben, wie sie ist, dann hat das Folgen. Es bedeutet unter anderem, dass du und ich Gottes Gesetze gebrochen haben. Das heißt, wir sind schuldig vor dem Heiligen Gericht.
Und dann stellt sich die Frage: Sind wir wirklich so gute Menschen? Frag dich einfach mal selbst: Mehr als zehntausend oder weniger als zehntausend – wie viele Lügen hast du in deinem Leben schon erzählt? Wenn ich mich hinterfrage, möchte ich das gar nicht zählen.
Wie nennen wir jemanden, der immer wieder lügt? Einen Lügner.
Frag dich auch: Wie oft hast du dir schon Dinge angeeignet – Waren oder Dienstleistungen –, für die du nicht bezahlt hast und die nicht deine waren? Schwierig, oder? Wie nennen wir jemanden, der sich Dinge nimmt, die nicht seine sind, ohne zu bezahlen? Einen Dieb.
Wenn ich mich hinterfrage, wäre ich also ein lügnerischer Dieb.
Jesus sagt immer wieder: Wenn du jemanden schon mit Aggression anschaust, hast du Mord in deinem Herzen begangen.
Frag dich auch: Wie oft hast du Gottes Namen respektlos gebraucht? Zum Beispiel mit Ausdrücken wie „Oh Gott“, „Oh mein Gott“ oder „Oh je“, was oft eine Kurzform von „Oh Jesus“ ist. So etwas würden wir doch niemals mit dem Namen unserer Frau, unserer Tochter oder Mutter machen – mit jemandem, der uns wirklich am Herzen liegt. Wir wollen ihren Namen nicht durch den Dreck ziehen oder entehren. Aber mit Gottes Namen machen wir das hundertfach. Das ist sprichwörtlich in Deutschland jeden Tag so.
Ich breche es an dieser Stelle ab – das waren jetzt nur vier der zehn Gebote. Stell dir mal kurz vor: Lügner, Dieb, Mörder im Herzen, ständiger Blasphemiker und Flucher – soll ich mich da noch für einen guten Menschen halten? Schwierig.
Vielleicht geht es dir anders, aber ich persönlich war früher der König der Ausreden in allem. Wenn ich vor Gericht gestanden hätte, hätte ich vielleicht gesagt: „Na ja, ich bin zwar in zwei Wohnungen eingebrochen, habe vielleicht sogar die Bewohner ermordet, aber ich mache es nie wieder.“ Jeder normale Richter würde sagen: „Natürlich machst du es nie wieder, du bekommst jetzt lebenslänglich.“
Oder ich hätte gesagt: „Ich habe die Oma von nebenan überfallen, aber ich habe ehrenamtlich Mathe-Nachhilfe gegeben.“ Das spielt keine Rolle. Hier geht es darum, dass ich jemanden überfallen habe.
Oder ich hätte gesagt: „Ich habe Steuern hinterzogen, aber letztes Jahr habe ich für Brot für die Welt gespendet.“ Das spielt auch keine Rolle. Es geht um die Steuerhinterziehung.
Solche Ausreden würden uns vor einem weltlichen Gericht nicht weiterbringen. Ein schuldiger Verbrecher, der gute Dinge tut, ist immer noch ein schuldiger Verbrecher und wird für seine Verbrechen bestraft.
Ein schuldiger Verbrecher, der im Gemeindekirchenrat ist oder im Chor singt, ist immer noch ein schuldiger Verbrecher.
Meine Lieblingsausrede wäre vielleicht gewesen: „Ja, Herr Richter, ich bin schuldig, aber ich glaube daran, dass Sie existieren.“ Was soll das helfen? Vor einem normalen Gericht nicht, und vor Gottes Gericht schon gar nicht.
All das ändert nichts am Problem. Wenn Jesus wirklich Recht hat, dann hat das Konsequenzen.
Jesus spricht im Neuen Testament über dreißig Mal von Hölle und Verdammnis. Er spricht sogar mehr über Hölle und Verdammnis als über den Himmel und Vergebung.
Am Ende, beim Jüngsten Gericht, werden nur zwei Dinge passieren: vollständige Gnade oder vollständige Gerechtigkeit.
Deshalb, schau dich doch mal gerade um, wo du bist, während du das hörst oder diesen Beitrag siehst. Bist du im Auto, im Bus, im Zug, legst du Wäsche zusammen, kochst du gerade, bist du im Wohnzimmer oder im Park? Schau dich einfach um.
Wo immer du dich gerade geografisch befindest – du bist in Untersuchungshaft. Wir warten darauf, dass der Henker, der Tod, kommt und uns dem Richter vorführt. Der wird ein Urteil sprechen, denn dieses Gericht wartet.
Es klingt vielleicht so, als wolle ich dir Angst machen. Das wäre nur ungerechtfertigt, wenn es keine reale Gefahr gäbe. Jesus sagt aber, das ist real.
In Gottes Kalender ist dein letzter Herzschlag und meiner schon markiert.
Also lass uns unseren Frieden mit Gott machen, lass uns zu Jesus kommen und das nicht aufschieben.
