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Die Gesetze des AT gelten nicht mehr- oder?

1. Mose 15,616.02.2025
Was haben die über 600 Gesetze im Alten Testament heute noch zu sagen? Warum endet das mosaische Gesetz mit Jesus – und wie erfüllt er es? Warum sind manche Gebote mehr als nur Regeln, sondern echte Liebesaufgaben? Und wie hängen moralische und kultische Vorschriften zusammen? Entdecke, wie Glauben, Liebe und Gesetz im Neuen Bund zusammenwirken. Was bedeutet es wirklich, dass Jesus das Gesetz erfüllt?

Einführung in das Thema und die Ausgangsfrage

Gemeinsam Glauben leben.
Sie hören den Predigt-Podcast der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde The Rock Christus Kirche aus Berlin-Spandau.
Ich sage das ja immer wieder gerne: Ich bin super gerne in dieser Gemeinde. Und eine Sache, die mir jedes Jahr neu Spaß macht, ist Predigt-Schulung. Predigt-Schulung heißt: Wir suchen uns irgendeine schöne Literaturgattung aus und zwingen das Leitungsteam, diese Literaturgattung zu predigen. Das macht uns einfach Spaß.
Letztes Jahr waren das die Gleichnisse, dieses Jahr sind es alttestamentliche Gesetzestexte. Und die Predigt, die ich heute halte, ist so etwas wie eure globale Einführung in dieses Thema.
Das ist auch deshalb wichtig, weil wir ja einen Bibelleseplan machen. Wer dazu noch keine Ahnung hat, kann gerne auf mich zukommen oder auf Katrin und sich so ein Zettelchen mitgeben lassen. Oder einfach in den dazugehörigen Chatbot reingehen, der sagt euch genau, wo wir gerade stehen.
Und da werdet ihr in unserem Bibelleseplan zwangsläufig demnächst über einige Gesetze stolpern. Dass das nicht angeht, da werdet ihr einfach drüberfallen: Gebote, Verbote. Spätestens wenn ihr bei 2. bis 5. Mose seid, trefft ihr dann einfach mal auf so sechshundert Gesetze.
Und die Frage ist natürlich: Welche Bedeutung haben diese Gesetze im Alten Testament heute noch für uns? Wie geht man damit um?
Um diese Frage beantworten zu können, müssen wir uns die Bibel jetzt mal als Ganzes anschauen. Also: die Bibel als Ganzes. Wir gehen jetzt in so eine Art Metaebene. Und die meisten von euch werden wissen: Die Bibel besteht grob aus zwei Teilen. Da gibt es das Alte Testament und das Neue Testament.
Im Alten Testament haben wir die Schöpfung, den Sündenfall, die Sintflut, den Turmbau zu Babel. Und wenn man dann noch ein bisschen weiterliest, kommt man bei Abraham vorbei.
Abraham ist jetzt super interessant. Super interessant, weil er Stammvater, also Gründer, eines ganz neuen Volkes wird, nämlich des Volkes der Israeliten.
Und noch etwas ist bei diesem Abraham total wichtig: Gott schließt mit Abraham nämlich einen Bund. Und Gott verspricht dem Abraham, dass sein Same, also einer seiner Nachkommen, einmal zum Segen für die ganze Erde werden soll. Wir wissen rückblickend, wer damit gemeint ist. Das ist nämlich Jesus. Abraham wusste das natürlich noch nicht. Aber, und das ist ganz spannend: Abraham wartete auf Jesus.
Wir lesen in Johannes 8,56: „Abraham, euer Vater, jubelte, dass er meinen Tag sehen sollte, und er sah ihn und freute sich.“
Also müssen wir uns das so vorstellen: Abraham im Totenreich weiß ja, ich habe da eine Verheißung, und Gott wird den Bund, den er mit mir geschlossen hat, definitiv auch erfüllen. Er wird den Segen schicken. Und dann, als das so weit ist und Jesus geboren wird, jubelt er im Totenreich. Und Jesus kann sagen: Der hat mich gesehen und hat gejubelt.
Abraham ist im Alten Testament ganz am Anfang eine ganz wichtige Gestalt, auch deshalb, weil man an Abraham sehr gut erkennt, was es braucht, um vor Gott gerecht zu werden. 1. Mose 15,6 heißt es: „Und er, Abraham, glaubte dem Herrn, und er, das ist jetzt Gott, rechnete es ihm als Gerechtigkeit an.“
Lasst uns auch beim Thema Gesetz eine Sache immer wieder festhalten: Gerechtigkeit kommt aus Glauben. Das ist ganz wichtig, dass wir das nicht vergessen. Gebote sind wichtig, haben ihren Platz in unserem Leben, aber Gerechtigkeit kommt aus Glauben.
Und jetzt der Clou: Also ich habe Abraham, Altes Testament, ich habe den Bund, den Gott mit ihm schließt. 430 Jahre nach Abraham schließt Gott noch einmal einen Bund, und zwar jetzt nicht mit Abraham, sondern mit seinen Nachkommen. Dieser Bund ist der sogenannte Alte Bund. Der kommt jetzt nach vorne, der Alte Bund.
Nein, du bist nicht der Alte Bund, das ist Dennis. Dennis ist der Alte Bund. Also Gott schließt den Alten Bund mit Israel. Israel ist zu der Zeit, wo der Bund geschlossen wird, als Volk in Ägypten versklavt. Und dann kommt die Befreiung. Die ist so oft verfilmt worden, dass jeder von euch das gesehen hat. Das ist das mit den zehn Plagen und dem Roten Meer und allem, was man sich da so wünscht.
Auf alle Fälle ist dieses Volk Israel irgendwann aus Ägypten raus. Mose geht voran und dann alle hinterher. Jetzt sind wir also in der Wüste. Und dort in der Wüste schließt Gott etwa 1500 vor Christus mit den Israeliten den sogenannten Alten Bund.
Stilistisch, für alle, die das mal nachforschen wollen, wird dieser Bund in der damaligen Zeit genau so geschlossen, wie das üblich war für solche Bünde. Ja, es gab Bünde, so wie es heute Verträge gibt. Da gibt es eine Stilistik dazu, wie man so etwas schreibt. Der Bund entspricht dem.
Im Zentrum dieses Alten Bundes steht jetzt das mosaische Gesetz. Und das mosaische Gesetz besteht ganz grob aus zwei Arten von Geboten. Also ich hatte ja gesagt: Wenn ihr jetzt weiterlest beim Bibelleseplan, dann trefft ihr auf irgendwie sechshundert noch was Gebote. Jetzt kann man die nehmen und in zwei Gruppen teilen. Das ist vielleicht ein bisschen zu grob, aber für uns gut zu merken.
Die zwei Gruppen kommen mal nach vorne. Da habe ich nämlich das genau. Ihr dürft nach vorne, und jetzt musst du das ein bisschen höher halten. Und dann nehmt ihr euch die beiden und stellt euch so ein bisschen daneben, so schräg davor, dass man euch hier noch gut sehen kann. Bisschen hier ran, davor, davor. Ja, ja, genau, ihr seid ja kleiner, das ist ja bewusst. So, genau. Ja, ihr könnt noch ein bisschen zusammenstellen. Dankeschön, dankeschön.
Also, habt ihr das jetzt? Genau. Also wenn ihr das jetzt so seht, dann wisst ihr, wie man die Gesetze im Alten Testament einteilen kann. Da gibt es die moralischen Gebote und dann gibt es die kultischen Gebote. Ich stelle euch die mal vor.
Moralische Gebote, das sind Gebote wie: Du sollst nicht töten, du sollst dich nicht bestechen lassen, du sollst deinem Nächsten nichts nachtragen, du sollst dich nicht rächen, du sollst deine Arbeiter ehrlich bezahlen. Das sind alles hier so moralische Gebote.
Moralische Gebote leiten sich direkt ab vom Charakter Gottes. Das heißt, die gelten immer, egal ob man sie aufschreibt oder nicht. Dem Nächsten nichts nachtragen, das ist einfach immer falsch. Oder der erste Mord: Keiner kann sich hinstellen, nachdem er Abel erschlagen hat, und sagen: Ja, aber die Zehn Gebote gibt es noch nicht, woher hätte ich das wissen sollen? Die moralischen Gebote gelten immer.
Die gelten immer, weil der Mensch intuitiv weiß, was richtig ist. Jesus wird später in Matthäus 7 sagen: „Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, das tut ihr ihnen auch; denn darin besteht das Gesetz und die Propheten.“
Ich weiß im Umgang mit Menschen eigentlich immer, was richtig ist. Ich muss mir nur die Frage stellen: Wenn ich bei dem anderen an seiner Stelle wäre, was würde ich mir für mich wünschen? So einfach sind eigentlich moralische Gebote.
Jetzt kann man, wenn man bei den moralischen Geboten genau hinschaut, sagen: Es gibt aber noch zwei Sorten. Da gibt es apodiktische und kasuistische. Sorry für die Fremdworte.
Apodiktisch, das sind allgemeingültige, kategorische Gebote und Verbote. Das ist alles wie: Du sollst nicht stehlen, du sollst nicht Ehe brechen, du sollst dir keine Götzen machen, du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Das steht im Alten Testament. Das sind apodiktische Gebote. Das sagst du einfach, das machst du bitte so.
Und dann gibt es daneben aber, und das macht jetzt das Alte Testament so spannend, nicht nur die apodiktischen, es gibt auch die kasuistischen moralischen Gebote. Und kasuistisch, das kommt von Kasus, wer das Wort mal gehört hat, bedeutet Fall. Also ein kasuistisches Gesetz sagt nicht: Mach das, sondern ich erzähle dir mal eine Geschichte. Und aus der Geschichte leitest du bitte ein Prinzip ab, und dieses Prinzip überträgst du jetzt auf alle Fälle, wo es relevant ist. Klar?
Ich mache ein Beispiel, damit es noch klarer wird. 5. Mose 22,8: „Wenn du ein neues Haus baust, dann sollst du ein Geländer um dein Dach machen, damit du nicht Blutschuld auf dein Haus bringst, wenn irgendjemand von ihm herabfällt.“
So, das ist das Gebot. Und ihr merkt schon, das ist irgendwie anders als: Du sollst nicht morden, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht Ehe brechen. Hier wird eine Geschichte erzählt. Und wir müssen jetzt dahinterblicken und uns die Frage stellen: Welches Prinzip steckt da eigentlich dahinter?
Und es ist ganz klar: Ja, meine Frau sagte schon irgendwie Arbeitssicherheit. Also hier geht es darum, dass ich Verantwortung habe für die Sicherheit anderer, die meinen Besitz benutzen. Da, wo Gefahren vermeidbar sind, soll ich dafür sorgen, dass nicht jemand zu Schaden kommt. Ich bin als Besitzer verantwortlich für meinen Besitz, also für die Gefahren, die von meinem Besitz ausgehen.
Und ihr merkt: Man kann dieses Prinzip nehmen und übertragen. Ich kann dieses Prinzip, dass ich verantwortlich bin, ganz einfach mal auf mein Auto übertragen. Ich weiß, dass mein Auto, die Bremsen meines Autos, noch fünf Kilometer gut sind, hat mir die Werkstatt letzte Woche gesagt. Wenn ich damit jetzt noch 30 Kilometer fahre, wird das irgendwann fahrlässig.
Deswegen gilt das Prinzip hier, ich bin dafür verantwortlich, dass mein Besitz nicht zum Schaden wird für andere, nicht nur zufälligerweise für ein Flachdach. Und du sagst: Hab ich nicht, gilt mir nicht. Es gilt für alles, was du an Besitz hast, wovon Gefährdungen für Dritte ausgehen. Das ist kasuistische Gesetzgebung. Ein Fall, ich suche nach dem Prinzip, und ich übertrage jetzt dieses Prinzip auf andere Fälle, die ähnlich gelagert sind.
Wir haben das im deutschen Recht nicht, aber im amerikanischen Recht gibt es das zum Beispiel. Und wenn man so Krimiserien hat, suchen die manchmal nach einem Präzedenzurteil: Wo hat schon mal jemand was gesagt, das geht ein bisschen in diese Richtung?
So, das waren die moralischen Gesetze. Kommen wir zu der anderen Suppe.
Wir sind also Alter Bund, mosaisches Gesetz, einmal moralische Gesetze, eine große Gruppe, zweite große Gruppe kultische Gebote. Das sind jetzt Gebote, die nur für die Israeliten gelten. Diese Gebote sind alle nicht moralischer Natur. Also es geht bei den kultischen Geboten ganz, ganz stark um die Begegnung mit Gott. Es geht um Dinge wie Priester, Stiftshütte, später dann der Tempeldienst, Feiertage, Speisegebote, kultische Reinheit, Sabbat, um solche Dinge geht es bei den kultischen Gesetzen.
Die kultischen Gebote gab es vor dem mosaischen Gesetz nicht. Es ist wichtig, dass wir das verstehen. Ich hatte ja gesagt: Die moralischen Gebote leiten sich ab aus dem Charakter Gottes. Die galten auch vorher schon, die waren nur nicht aufgeschrieben. Bei den kultischen Geboten ist das anders. Bevor das mosaische Gesetz, also der Alte Bund am Berg Sinai, geschlossen wurde, hatte da keiner eine Ahnung, wie das mit der Stiftshütte sein soll, wie das mit dem Priesterdienst sein soll, welche Opfer es geben sollte. Das war alles tatsächlich nicht bekannt.
Die kultischen Gesetze, das werden wir noch deutlicher sehen, sind Gebote, die uns aus dem Alten Testament bereits auf Jesus hinweisen. Ich werde euch das nachher noch ein bisschen erklären. Die kultischen Gebote sind wie ein Schatten. Paulus würde sagen: Sie sind ein Schatten, den Jesus ins Alte Testament hineinwirft.
So, was möchte ich, dass ihr bis hierhin mitnehmt? Ich möchte, dass ihr versteht, dass Gott im Alten Testament mit seinem Volk einen Bund schließt, den Alten Bund. Dieser Bund ist ein Bund, zu dem ein Gesetz gehört, nämlich das mosaische Gesetz.
In diesem Gesetz, am Anfang, wenn man es das erste Mal liest, das ist ein bisschen viel. Das wird euch überwältigen. Da wisst ihr gar nicht, woher. Da kommen Dinge, da habt ihr noch nie von gehört: rote Kühe, die verbrannt werden, und dann wird die Asche für irgendwas verwendet. Dann gibt es da Feiertage, schräges Zeug. Aber ganz grob kann man das alles einteilen in zwei Sorten von Geboten: moralische Gebote und kultische Gebote. Das habt ihr jetzt verstanden.
Das war aber nicht unsere Frage, mit der wir in die Predigt gestartet sind. Unsere Eingangsfrage war ja: Bitte schön, welche Bedeutung haben denn all diese Gebote heute für uns? Wenn wir eine Predigt-Schulung machen zum Thema Gesetzestexte, Frage: Was sollen die denn sagen? Alter Bund!
Um diese Frage dann zu beantworten, müssen wir einen Schritt weitergehen. Wir müssen zwei Dinge verstehen. Erstens: Der Alte Bund hat ein Ablaufdatum. Und zweitens: Jesus ist gekommen, um die Gesetze des Alten Bundes zu erfüllen. Also merkt euch das mal kurz: Ablaufdatum, erfüllen.
Wir fangen mal mit dem Ablaufdatum an. Lukas 16,16: „Das Gesetz und die Propheten gehen bis auf Johannes; von da an wird die gute Botschaft vom Reich Gottes verkündigt. Und jeder dringt mit Gewalt hinein.“
Hier ist Johannes der Täufer der letzte und größte Prophet des Alten Testaments, der im Neuen Testament beschrieben wird, lustigerweise. Ja, das ist immer ein bisschen verwirrend. Aber Johannes ist so der letzte und größte Prophet des Alten Bundes, und mit ihm geht etwas zu Ende.
Und jetzt darf der Alte Bund sich wieder setzen, und der Neue Bund kommt nach vorne. Den tun wir weg, den gibt es jetzt nicht mehr. Ihr bleibt noch einen Moment stehen, bitte. Und auf meine linke Seite tritt jetzt der Neue Bund.
So, jetzt haben wir also den Neuen Bund. Wir hatten eben noch den Alten Bund, der hört aber auf. Ablaufdatum. Oder Galater 3,19: „Was soll nun das Gesetz? Es wurde der Übertretung wegen hinzugetan, bis der Nachkomme käme, dem die Verheißung galt. Angeordnet durch Engel in der Hand eines Mittlers.“
Merkt ihr, was soll nun das Gesetz, was soll dieser Alte Bund und das gesamte mosaische Gesetz? Na ja, es wurde der Übertretung wegen hinzugetan. Da hat es schon irgendwie einen Grund. Bis, das ist das entscheidende Wörtchen, bis der Nachkomme käme. Und das ist eben jetzt Jesus.
Jesus ist Ziel und damit Ende des Gesetzes. Das mosaische Gesetz endet mit Johannes beziehungsweise mit Jesus, das ist der Schlusspunkt. Und wer jetzt ein bisschen die Geschichte kennt, weiß: Ja, da gibt es doch so ein Fade-out von ungefähr vierzig Jahren. Denn Jesus kommt, und erst vierzig Jahre später, 70 nach Christus, wird Jerusalem zerstört, der Tempel zerstört, endgültig die Priesterschaft abgeschafft, und eigentlich endet dieser gesamte Alte Bund auch so ganz greifbar. Stimmt.
An dieser Stelle ist hier noch so ein Übergang, aber es bleibt tatsächlich so, wie es jetzt hier sein soll: Neuer Bund. Wird geschlossen mit den Gläubigen auf Golgatha. Und wo früher das mosaische Gesetz war, steht jetzt das Gesetz des Christus. Da fängt etwas wirklich Neues mit Jesus an.
So, das war mein erster Punkt: Das mosaische Gesetz hat ein Ablaufdatum. Wo Johannes der Täufer kommt, weiß man: Hier ist eigentlich Schluss. Und spätestens da, wo Jesus dann loslegt, ist die Sache durch. Da beginnt etwas komplett Neues. Und dieses halbe Jahrhundert Übergang, das akzeptieren wir einfach, das belastet uns nicht weiter groß.
Die Frage, die jetzt plötzlich im Raum steht, ist: Wie steht Jesus eigentlich zu diesen Geboten? Wir haben ja immer noch unsere Gebote hier im Raum stehen. Schön, dass der Neue Bund anfängt. Aber was ist denn damit?
Und da lesen wir in Matthäus 5 zwei Dinge. Auf der einen Seite sagt Jesus: Ich bin nicht gekommen, um das einfach zu zerknüllen und wegzuschmeißen. Ich lese euch das mal vor.
 Matthäus 5,17: „Meint nicht, dass ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Das wird nicht einfach weggeworfen. Ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen. Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.“
Und jetzt kommen wir hier zu dem Punkt Erfüllung. Jesus kommt nicht einfach, um das Alte durchzustreichen, sondern um es zu erfüllen. Er weist darauf hin, dass kein Jota und kein Strichlein, also nicht der kleinste Buchstabe oder irgendein Häkchen, das man da reinmalt, wegfallen würde. Das Gesetz bleibt. Achtung, seht ihr das im Text? Da ist wieder dieses Wörtchen bis: bis alles geschehen ist.
Total spannender Punkt: Jesus kommt, um das Gesetz zu erfüllen. Merkt euch das bitte gut. Wie tut er das jetzt? Und jetzt wird es spannend. Wir haben ja gesagt, es gibt im Alten Testament zwei unterschiedliche Arten von Gesetzen, und die werden jetzt auf unterschiedliche Weise erfüllt. Und das macht es manchmal ein bisschen schwierig.
Wir fangen mal mit den kultischen Gesetzen an. Ihr erinnert euch noch: die kultischen Gesetze, Priester, Feiertage, Speisegebote, Reinheitsvorschriften, solche Sachen. Ich hatte vorhin schon so einen kleinen Trailer, so einen kleinen Spoiler eigentlich gegeben. Die sind prophetisch-illustrativ auf Jesus hingedacht, sie sind sein Schatten.
Und du drehst das jetzt um und gehst auf die andere Seite. Stell dich ein bisschen davor, und Bärbel macht es ein bisschen höher, nicht so hoch, so dass man ... Ihr müsst ein bisschen hier rankommen, sonst ist er ständig am Nachjustieren, das wird für ihn langsam schwer.
 Kolosser 2. Also wir sind jetzt vom Alten in den Neuen Bund, und wir nehmen jetzt die kultischen Gesetze und überlegen: Was wird aus denen im Neuen Bund? Na ja, Kolosser 2,16 heißt es: „So richte euch nun niemand wegen Speise oder Trank oder betreffs eines Festes oder Neumondes oder Sabbats, die ein Schatten der künftigen Dinge sind.“ Da ist etwas im Alten Testament wie so ein Schatten. Und jetzt frage ich mich: Zu wem gehört denn der Schatten, der da im Alten Testament in Form dieser Gebote zu sehen ist? „Der Körper selbst aber ist des Christus.“
Ja, Speisegebote, Feiertage, Sabbate, Schatten der künftigen Dinge. Wer wirft den Schatten? Na, Jesus, der Christus. Das heißt, die ganzen kultischen Gebote, die es nicht gab, bevor Israel am Sinai den Alten Bund mit Gott geschlossen hat, die nicht aus dem Charakter Gottes erwachsen, die sind prophetisch-illustrativ dazu da, auf Jesus hinzuweisen.
Da wird ein Passalam geschlachtet, jedes Jahr neu. Und Paulus kann dann sagen: 1. Korinther 5,7: „Denn auch unser Passalam, Christus, ist geschlachtet.“ Also im Alten Testament ist es ein richtiges Tier, und dann merken wir: Dieses Passalam, was an die Befreiung aus Ägypten erinnert, ist eigentlich eine Illustration auf Jesus hin. Da wird ein ganz anderes Lamm, ein Mensch, geschlachtet, und was einmal eine Befreiung aus der Sklaverei war, wird zu einer Befreiung aus der Macht der Sünde.
Und das Gleiche, was man jetzt zum Passa sagen kann, das gilt eben auch für Speisegebote, das gilt für Feiertage, für Sabbate, für Reinheitsgebote. Und ich weiß, das klingt so ein bisschen komisch. Da hast du so Reinheitsgebote, vor allem Aussatz. Bei Aussatz ist das ja so: Da hat jemand so eine Hautkrankheit, und dann muss er raus. Dann muss er immer, wenn dann jemand kommt, bei Aussatz: Ich bin unrein, unrein. Und jetzt sage ich: Wie hat denn so ein Reinheitsgebot auf Jesus hingewiesen? Und das macht erst mal keinen Sinn, bis man sich überlegt, was denn damals passiert ist, als Jesus kam.
Was hat Jesus mit den Aussätzigen seiner Zeit gemacht? Er hat sie geheilt. Was mussten die Aussätzigen tun, wenn sie geheilt waren? Nach Jerusalem gehen, zum Priester: Hey, ich bin geheilt.
Jetzt stell dir vor, du bist Priester in Jerusalem. Da kommt alle Schaltjahre mal jemand vorbei, der geheilt wird, und plötzlich hast du jeden Tag ein Dutzend Leute da stehen, die alle sagen: Hey, ich bin geheilt. Die mussten quasi die Schichten erhöhen, um die ganzen Leute durchzuschleusen, die geheilt waren. Jeder geheilte Aussätzige war so etwas wie eine Werbetafel auf zwei Beinen, die nach Jerusalem ging und sagte: Jesus ist der Messias.
Dazu ist das da. Dazu sind die kultischen Gebote, die in dem Moment sich erfüllen, in dem tatsächlich dann Jesus mit seinem Dienst beginnt. Wie erfüllen sich die kultischen Gebote? Dadurch, dass Jesus seinen Dienst anfängt. In dem Moment, wo er das tut, haben die kultischen Gebote ausgedient. Ihr Zweck war, auf Jesus hinzuweisen, ihn zu identifizieren.
Wie war das? Kein Gebot wird vergehen. Und was stand dann da? Bis alles geschehen ist. Jetzt geschieht es. Da ist der Messias, und alle Gebote, die auf den Messias hinwiesen, sind jetzt erfüllt. Die sind wie so Spots, die auf die eine Person hinweisen, so dass du ganz einfach sehen kannst: Der muss das sein.
Das waren unsere kultischen Gebote. Die erfüllen sich dadurch, dass Jesus kommt.
Frage: Was machen wir mit unseren moralischen Geboten? Die sind ja im Gegensatz zu den kultischen Geboten auch für die Israeliten nicht wirklich neu gewesen. Moralische Gebote im Alten Testament sind eigentlich nur eine Verschriftlichung von Prinzipien, die jeder Mensch, der jetzt kein Psychopath ist, irgendwie in seinem Herzen trägt. Also irgendwie wissen wir ja alle, wie wir uns das wünschen, dass man miteinander umgeht. Wenn jemand sagt: Du sollst nicht töten, dann würde niemand sagen: Oh, das wäre interessant, da wäre ich echt nie draufgekommen. Das ist einfach nicht so.
Was macht Jesus mit den moralischen Geboten? Und jetzt wird es ganz spannend: Jesus erfüllt nicht nur die kultischen Gebote, in denen er kommt, sondern er erfüllt auch, erfüllen im Sinne von voll machen, zur Vollendung bringen, die moralischen Gebote. Und er tut das im Wesentlichen dadurch, dass er diese Gebote erklärt, und zwar als das erklärt, als was sie immer schon gedacht waren.
Die moralischen Gebote waren in letzter Konsequenz immer schon Ausführungsvorschriften zum Liebesgebot. Wir lesen Römer 13,9, da heißt es: „Denn das: Du sollst nicht Ehe brechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren, und wenn es irgendein anderes Gebot gibt, ist in diesem Wort zusammengefasst: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. Die Erfüllung des Gesetzes ist also die Liebe.“
Und jetzt gehst du auch auf die andere Seite und drehst das Ding um. Nein, ihr kommt davor und genau so. Und dann schauen wir, dass wir das hinkriegen. Vielen herzlichen Dank.
Die Erfüllung, heißt es im Text, die Erfüllung des Gesetzes. Und hier geht es um die moralischen Gebote, ganz einfach, weil zur Zeit von Paulus das die einzigen waren, die noch übrig waren. Die kultischen hatten sich erledigt, die sind in Jesus durch. Jetzt: Die Erfüllung der Gebote besteht in Liebe. Das ist das, worum es geht.
Also wenn Jesus die moralischen Gebote nimmt, dann erklärt er den Leuten: Hey, eigentlich geht es nicht nur um diese Gebote, es geht um das, was dahinter steht. Es geht darum, dass all diese Gebote Ausdruck sind eines größeren Gebotes: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
Das heißt, und jetzt wird hoffentlich jedem von euch sofort etwas klar: Wenn die moralischen Gebote des Alten Testaments dazu da sind, dass Richter im Volk Recht sprechen, das ist ja die Idee, dann ist es in dem Moment, wo ich sage, es geht nicht nur um den Richter, sondern es geht darum, diese Gebote als Ausdruck eines Liebesgebotes zu verstehen, dann merkt man sofort, dass dadurch der Sinn hinter dem Gesetz viel deutlicher hervorkommt. Und dass man natürlich an der Stelle die Gebote selber nicht mit den Augen eines Richters betrachten darf, sondern man muss sie mit den Augen eines Liebhabers betrachten. Dasselbe Gebot bekommt plötzlich eine ganz andere Tiefe.
Ich zeige euch das mal an einem Beispiel. Matthäus 5, ganz simpel, 21,22: „Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist“ – jetzt sind wir wieder im Alten Bund, mosaisches Gesetz – „Du sollst nicht töten. Wer aber tötet, wird dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch“ – also eben hatten wir den Richter – „du sollst nicht töten, solange da kein Toter ist, also irgendeiner blutend auf der Erde, nicht mehr zuckend liegt, so lange gilt das Gebot nicht.“
Jetzt hängen wir „Du sollst nicht töten“ unter das Liebesgebot. Das heißt, wir schauen tiefer, weil Liebe ja nicht nur daran interessiert ist zu wissen, wo eine Beziehung endgültig ein Ende findet, weil ich den anderen umbringe, sondern Liebe stellt die Frage: Wo fängt dieses Problem an?
Und jetzt sagt Jesus plötzlich hier so Sachen wie: „Ich aber sage euch, dass jeder, der seinem Bruder zürnt, dem Gericht verfallen sein wird; wer aber zu seinem Bruder sagt: Raka!, dem Hohen Rat verfallen sein wird“ – das ist das Obergericht – „wer aber sagt: Du Narr!, der Hölle des Feuers verfallen sein wird.“
Merkt ihr: Im Alten Testament, der Richter, der wird was tun, wenn du einen umbringst. Im Neuen Testament schauen wir auf dasselbe Gebot und fragen uns: Wo fängt das eigentlich an, dieses Problem? Und dann stellen wir fest: Oh, das fängt ja schon bei ungerechtfertigtem Zorn an. Das fängt ja eigentlich schon damit an, dass ich anfange, so über den anderen zu stöhnen. Das wird ja richtig fett, wenn ich anfange, über den anderen schlecht zu reden.
Das ist das, was Liebe tut. Liebe ist nicht daran interessiert, den Punkt zu definieren, wo ich endgültig eine Beziehung kaputt gemacht habe, sondern darüber nachzudenken: Wenn ich das nicht tun soll, was kann ich tun, damit ich Beziehung baue? Liebe tut tiefer schauen, ins Herz schauen, dem Problem auf den Grund gehen. Und wenn wir weiterlesen würden in Matthäus 5, dann würden wir sehen: Liebe übernimmt Verantwortung, um die Gemeinschaft wiederherzustellen. Das tut Liebe. Und das steckt eigentlich alles hinter dem Gebot: Du sollst nicht töten. Wenn ich es nicht einfach nur als Anweisung für einen Richter sehe, sondern aus neutestamentlicher Sicht unters Liebesgebot hänge und dann tiefer buddele und mir überlege: Wow, was kann ich denn da alles noch daraus lernen?
Also: Wie erfüllt Jesus die moralischen Gesetze des Alten Testaments? Haben wir gesagt, er erfüllt sie dadurch, dass er sie unter das Liebesgebot hängt und damit tatsächlich eine ganz neue Qualität und Tiefe hervorbringt. Er erfüllt sie, Johannes 13,34, indem er sagt: „Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt, damit, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt.“
Jetzt wirst du sagen: Ja, aber Liebe war doch auch im Alten Testament geboten. Stimmt. Aber was Jesus hier macht: Er sagt, ich definiere Liebe mal neu. Liebe ist nicht nur: Eine Hand wäscht die andere. Liebe heißt: Ich gehe für dich ans Kreuz. Das ist die Art von Liebe, die Jesus von denen, die ihm nachfolgen, erwartet, wenn die füreinander einstehen.
Das ist eine Qualität von Liebe, die es so im Alten Testament nicht gab und die Jesus erst bringt. Deswegen ist das ein neues Gebot. Und das ist die Qualität von Liebe, unter der jetzt alle moralischen Gebote hängen.
Wenn dich also jemand fragt: Sag mal, stiehlst du? Nee, klar, macht keiner, machen wir als Christen nicht. Ja, warum stiehlst du nicht? Steht in der Bibel, du sollst nicht stehlen. Falsch, das ist die falsche Antwort.
Wir stehlen nicht deshalb nicht, weil in der Bibel im Alten Testament irgendwas steht wie: Du sollst nicht stehlen. Da steht ja auch was: Du sollst das Passalam schlachten. Nein, die Antwort für Christen, warum wir nicht stehlen, heißt nicht: In den Geboten steht, du sollst nicht stehlen. Die Antwort lautet: Ich stehe unter dem Gesetz des Christus. Und das Gesetz, das haben wir hier, noch mal kurz: Ich stehe unter dem Gesetz des Christus. Das heißt, Jesus ist mein Herr, und Jesus darf mit seiner Liebe, die er gezeigt hat, definieren, wie ich zu leben habe.
Und weil ich Liebe lebe, werde ich nicht stehlen, weil unter dem Liebesgebot dieses Wissen steckt: Na klar beklaue ich keinen, weil ich den anderen lieb habe. Und ihr merkt schon: Ja, aber bleibt es dabei stehen? Vielleicht steckt hinter diesem „Du sollst nicht stehlen“ ja noch mehr, so wie beim Mord. Vielleicht kann man das noch tiefer denken, und das wird Stefan euch predigen Anfang April. Er wird euch dann erklären, wie das tiefer geht. Er wird also quasi diese Übertragung machen, wie weit das geht, nicht zu stehlen.
Gut, kommen wir zum Schluss. Warum diese etwas theoretische Predigt? Und ihr dürft jetzt euch wieder setzen. Vielen herzlichen Dank.
Warum diese etwas theoretische Predigt? Ich hatte tatsächlich verschiedene Ziele. Da war zum einen, weil ihr im Bibelleseplan jetzt auf die Gesetze stoßen werdet, die Idee, euch da ein bisschen zu helfen: Was mache ich damit? Das ist das eine. Wie gesagt, Mitte März geht es mit 2. Mose so richtig in die Zehn Gebote rein. Spätestens dann werdet ihr das brauchen.
Dann aber auch: Wir werden eine Reihe von sechs, sieben, acht Predigten haben zum Thema Gesetzestexte, dass ihr da auch so ein bisschen versteht, was der Prediger sagt. Natürlich können jetzt die Prediger das noch mal kurz wiederholen, was wir heute gemacht haben. Aber weil es ein bisschen theoretisch war, dachte ich, es lohnt sich vielleicht, eine ganze Predigt zu haben, um das, was in der Predigt-Schulung gepredigt wird, besser zu verstehen.
Und dann dürfen wir abschließend eine Sache nicht aus dem Blick verlieren. Letzter Vers für heute: 1. Timotheus 1. Wir dürfen nicht vergessen, dass das Gesetz nicht für den Gerechten bestimmt ist. 1. Timotheus 1,8: „Wir wissen aber, dass das Gesetz gut ist, wenn jemand es gesetzmäßig gebraucht, indem er dies weiß, dass für einen Gerechten das Gesetz nicht bestimmt ist, sondern für Gesetzlose und Widerspenstige, für Gottlose und Sünder.“
Ich beende die Predigt damit, um eine Sache noch einmal zu unterstreichen: Das Halten von Geboten, auch wie ich sie eben geschildert habe im Neuen Testament, das Halten von Geboten macht keinen Menschen gerecht, auch nicht gerechter. Gerechtigkeit, die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt und die rettet, ist eine Sache des Glaubens, nicht der Performance.
Das Gesetz ist für Sünde. Also: Du kannst es super verwenden als Gesprächsgrundlage, um Menschen davon zu überzeugen, dass sie Sünder sind. Bei vielen Geboten ist das klar, da brauchst du gar nichts sagen, die Leute wissen, dass es falsch ist zu klauen und zu lügen. Aber wenn jetzt jemand kommt und sagt: So ab und zu eine Notlüge, das ist schon okay, dann darf ich dir mal zeigen, was da schwarz auf weiß in der Bibel steht: Du sollst nicht lügen. So, damit hat man es ein bisschen deutlicher noch.
Man kann es im Gespräch mit Leuten, die nicht gläubig sind, gut gebrauchen. Und ihr könnt es für euch selber gebrauchen. Und zwar: Auch wenn das Gesetz nicht dazu da ist, uns gerecht zu machen, weil das durch den Glauben geschieht, ist das natürlich so, jetzt im Bergpredigtstil. Du kannst jetzt so ein alttestamentliches Gesetz nehmen und kannst überlegen: Okay, das hat irgendwas mit Liebe zu tun. Was denn jetzt genau?
Also du kannst an dem Gebot ein bisschen hängen bleiben, und dann kannst du dich selber wie so ein Maulwurf in diese Thematik hineingraben und kannst überlegen: Okay, jetzt aus der Perspektive Liebe, was bedeutet dieses Gebot für mich, der ich vielleicht noch kein Experte in Sachen Liebe bin, vielleicht ganze Bereiche, die zur Liebe dazugehören, noch gar nicht sehe, weil das in meiner Erziehung an mir vorbeigegangen ist?
Du kannst also sehen, was zur Liebe dazugehört, und kannst dann selber anfangen, tiefer zu gehen, um Experte in Liebesdingen mit Gott zu werden. Und das wünsche ich uns, dass das in diesem Jahr geschieht.
Amen.
Wir wünschen Ihnen Gottes reichen Segen. Bis zum nächsten Mal.

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