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Das Evangelium nach Jesus

Enthüllt: Das hat er wirklich gesagt
20.01.2023

Jesus als prägende Persönlichkeit der Weltgeschichte

Jesus ist die wichtigste Person der Weltgeschichte. International wurden mehr Bücher über Jesus geschrieben als über jede andere Person, und das mit großem Abstand. Über keine andere historische Figur sind so viele Filme und Serien gedreht worden, die von Menschen weltweit gesehen wurden.

Der Wunsch nach neuen christlichen Liedern war über Jahrhunderte hinweg maßgeblich. Christen haben Dutzende Musikformen und Instrumente entwickelt, die wir heute als selbstverständlich ansehen.

Jesus und das Christentum waren historisch Haupttriebfedern für Klöster, Universitäten und das kostenlose Schulsystem. Sie förderten den Buchdruck und die Alphabetisierung. Das bedeutet, dass die meisten Menschen weltweit, die lesen und schreiben können, dies zu einem großen Teil Anhängern und dem Einfluss von Jesus zu verdanken haben.

Jesus wird heute ehrenvoll anerkannt im Hinduismus, im Buddhismus, im Islam, im Bahaismus und in der New Age-Bewegung. Das heißt, fast jeder Mensch auf der Welt ist auf die eine oder andere Weise von Jesus beeinflusst. Selbst die internationale Zeitzählung beruht auf ihm. Er hat die Welt heute geprägt wie keine andere historische Person.

Schaut man sich die Spuren an, die Jesus und seine Anhänger auch in Mitteleuropa hinterlassen haben, wird schnell klar: Nicht alles, was christlich aussieht, ist auch wirklich christlich.

In der heutigen Zeit, zum Beispiel Werte wie Ehrlichkeit, Familienfreundlichkeit und Nachhaltigkeit – das sind alles gute Dinge, keine Frage. Aber kann man diese Werte nicht an tausend anderen Orten finden? Haben diese Werte wirklich ein christliches Copyright?

Es ist nur fair, dass Jesus Christus, auf den sich alle beziehen, selbst festlegen darf, was als christlich gilt und was nicht. Für uns bedeutet das: Wer sich auf Jesus beruft, muss sich an Jesus messen lassen.

Lass uns herausfinden, was Jesus gesagt hat.

Historische Quellen und die Bedeutung der Worte Jesu

Wer sich historisch mit Jesus auseinandersetzt – so wie ich damals noch als Atheist – wird völlig überrascht sein, wie viel wir tatsächlich über Jesus wissen. Man kann untersuchen, was Feinde von Jesus und Nichtchristen in nichtchristlichen Quellen aus derselben Epoche über ihn schreiben. Viele Menschen wissen nicht, dass es über fünfzig verschiedene nichtchristliche Quellen gibt, die Informationen über Jesus, seine Worte und seine Auferstehung liefern.

Außerdem kann man betrachten, was Menschen über Jesus schreiben, die zur gleichen Zeit lebten und ihm freundlich gesinnt waren – das findet man in christlichen Quellen. Einige dieser sehr frühen christlichen Quellen sind zum Beispiel Briefe, die heute im Neuen Testament enthalten sind. Diese Briefe wurden teilweise nur zwanzig Jahre nach dem Tod und der Auferstehung Jesu verfasst. Daraus lassen sich entscheidende Eckdaten zu Jesus ableiten.

Mittlerweile liegen uns auch vorbiblische Zeugnisse zu Jesus vor. Einige der zuverlässigsten überlieferten Quellen der Antike sind jedoch die Augenzeugenberichte über das Leben Jesu, die man heute im Neuen Testament findet. Diese Sammlung stellt die beste Ansammlung historischen Materials dar – die Creme de la Creme. Jeder, der etwas über Jesus erfahren möchte, wird hier am tiefsten fündig.

Kommen wir also zur Frage: Worum geht es Jesus genau? Was sagt dieser Jesus? Wer nur wenig Zeit hat und direkt zur Auflösung kommen möchte, kann an dieser Stelle im Video vorspulen.

Für alle anderen möchte ich kurz erläutern, warum das so extrem wichtig ist und wie man überhaupt zu dieser Auflösung gelangen kann. Deshalb drücke gern die Glocke, damit mehr Menschen bibeltreue und fundierte Informationen über Jesus erhalten.

Und los geht’s!

Die Bedeutung der Nachfolge Jesu

Jesus sagt immer wieder: Folge mir nach. Wir Christen sind diese Nachfolger von Jesus. Was Jesus sagt, ist für uns gültig und bindend.

Falls jemand behaupten möchte, dass das, was Jesus sagt, angeblich nicht gültig und nicht bindend sei, so ist das ein freies Land. Aber in diesem Fall ist er kein Christ. Wer sich auf Jesus beruft, muss sich an Jesus messen lassen. Deshalb ist es für uns alle besonders wichtig, genau zu wissen, was Jesus sagt.

Ahnst du schon, worauf ich hinauswill? Ich will dir jetzt in drei Schritten etwas Atemberaubendes zeigen. Dafür brauchst du kein Theologiestudium, kein Altgriechisch und kein Hebräisch. Jeder von uns kann das ganz einfach zuhause mit seiner eigenen Bibel machen. Und genau das machen wir heute hier und jetzt zusammen.

Es geht um nichts weniger als die Kernfrage: Was hat Jesus wirklich gesagt? Wer Ohren hat, der soll jetzt gut zuhören.

Damit heiße ich dich willkommen beim Bibelfit-Dienst. Hier versuchen wir, leicht verständlich tiefer in die Bibel einzusteigen, Jesus im modernen Alltag nachzufolgen und harte Fragen von Nichtchristen klar zu beantworten.

Jeden Beitrag verschenke ich Übersichten, biblische Entscheidungshilfen, komplette Hörbücher und sogar Onlinekurse. Das gibt es alles gratis auf der Website, dank freiwilliger monatlicher Spenden von Menschen wie dir und mir.

Ich freue mich riesig, dir jetzt diesen ganz besonderen Beitrag zu zeigen, in dem so viel Herzblut steckt. Vor allem das, was du gleich am Ende des Beitrags sehen und hören wirst, enthält eine unheimliche Kraft. Also gut aufpassen!

Ich bete, dass dir die nächsten Minuten ein Segen werden.

Umfang und Struktur der Worte Jesu in den Evangelien

Die Evangelien als Quellen

Wie viele Worte von Jesus haben wir denn überhaupt?

Im Neuen Testament gibt es vier historische Quellen über das Leben Jesu, die sogenannten vier Evangelien: Matthäus, Markus, Lukas und Johannes, benannt nach ihren Autoren. Über Jahrhunderte wurden diese Evangelien in Sinnabschnitte unterteilt, die sogenannten Perikopen.

Das Problem in der Praxis ist jedoch, dass diese Sinnabschnitte größer oder auch kleiner gefasst werden können. Deshalb hat der britische Gelehrte Stephen Langton ein besseres Einordnungssystem mit Kapiteln entwickelt. Dieses System hat sich im Laufe der Zeit als nützlich durchgesetzt, und wir verwenden es bis heute weltweit.

Damit können wir die Evangelien unterteilen. Das längste Evangelium ist Matthäus mit achtundzwanzig Kapiteln, das kürzeste ist Markus mit sechzehn Kapiteln.

Kommen wir nun zu den Versen. Das Alte Testament wurde ursprünglich auf Hebräisch geschrieben. Dieses Hebräisch wurde ohne Vokale und ohne Satzzeichen geschrieben. Das erschwert den Einstieg für Neulinge erheblich.

Deshalb führten jüdische Gelehrte im Frühmittelalter die sogenannte Nikut ein. Damit wurden Vokale und Satzzeichen für das Alte Testament eingefügt. So konnte man Sätze und auch Verse voneinander trennen. Das ist sehr praktisch beim Lernen des Hebräischen.

Im 16. Jahrhundert nahm der französische Unternehmer Robert Estienne diese Verseinteilung und nummerierte sie durch. Gleichzeitig schlug er vor, eine ähnliche Einteilung auch für das Neue Testament einzuführen.

Und so wurde die Verszählung geboren. Seitdem hat die gesamte Bibel eine einheitliche Kapitel- und Verseinteilung. Dafür können wir dankbar sein.

Diese Verse kann man nun genauer betrachten. So sieht das Ganze aus:

Das kürzeste Kapitel der vier Evangelien hat siebzehn Verse, das längste achtzig Verse. Das kürzeste Evangelium ist logischerweise Markus mit sechshundachtundsiebzig Versen, das längste ist Lukas.

Insgesamt haben die Evangelien neunundachtzig Kapitel und dreitausendsiebenhundertneunundsiebzig Verse. So weit, so gut.

Die wörtlichen Worte Jesu

Jetzt wird es interessant. Denn was du mit Hilfe der Verseinteilung in deiner Bibel jetzt machen kannst, ist ganz präzise zu schauen, in wie vielen Versen pro Kapitel Jesus eigentlich selbst spricht. In wie vielen Versen kommt Jesus persönlich in wörtlicher Rede vor?

Das kannst du jetzt weiterzählen, Vers für Vers, Kapitel für Kapitel. Im Bibelfitdienst haben wir dir das einfach mal vorgemacht, um dich zu ermutigen und um dir zu zeigen, dass das möglich ist.

Hier sind die Ergebnisse:

In Matthäus sieht man es ganz deutlich. Am Anfang, bei der Geburt, redet Jesus gar nicht. Dann kommt Kapitel sechs, mitten in der Bergpredigt. Dort ist jeder Vers ein wörtliches Zitat von Jesus. In Kapitel vierzehn, wo es um Johannes den Täufer und Reisen geht, hat Jesus weniger Worte. In Matthäus 24 und 25, mit der Endzeitrede im Tempel, haben wir wieder hundert Prozent Zitate von Jesus. In Matthäus 27, während Jesus zu Tode gefoltert wird, redet er fast gar nicht. Und in Matthäus 28, nach der Auferstehung, redet er wieder. Also alles, wie du es erwarten würdest.

In Matthäus spricht Jesus in 675 Versen persönlich, also in 57 Prozent des Textes.

Beim Markus, dem zweiten Evangelium, würden wir erwarten, dass Jesus weniger redet. Warum? Weil es der früheste Bericht ist, der vor allem die Eckdaten rüberbringen will und wahrscheinlich sogar unter Eile geschrieben wurde. Und so ist es auch. Hier redet Jesus in nur etwas mehr als vier von zehn Versen.

Bei Lukas hast du am Anfang den jungen Jesus im Tempel. Außerdem gibt es viele Gleichnisse im ganzen Evangelium. Das heißt, je nachdem, wie engmaschig du das Ganze fasst, erzählt Jesus zwischen 37 und 43 verschiedene Gleichnisse. Jedenfalls bringt es das bei Lukas wieder auf 54 Prozent.

Und das letzte Evangelium ist der Augenzeugenbericht von Johannes. Johannes war bei vielen Ereignissen als Beteiligter selbst dabei. Er lag beim letzten Abendmahl etwa 30 Zentimeter neben Jesus, er hat seine Barthaare gesehen, er kannte seinen Körpergeruch – das musst du dir einfach mal vorstellen. Johannes kannte auch die anderen Berichte schon. Deshalb ergänzt er hier vor allem Dinge aus seiner eigenen Erfahrung. Ultraspannend!

Alles zusammen spricht Jesus also in 1.957 Versen, das sind genau 51,8 Prozent des Textes der vier Evangelien.

Das war Teil eins von drei dieses Beitrags. Falls du das interessant findest, drücke die Glocke unter diesem Video und halte dich jetzt gut fest für Teil zwei und vor allem Teil drei gleich.

Die Themen der Worte Jesu

Jetzt wissen wir zwar, wie viel Jesus an verschiedenen Stellen spricht, aber worüber redet er eigentlich? Dabei fällt auf, dass Jesus an einigen Stellen gar nicht über Inhalte spricht. Er sagt zum Beispiel: „Fahren wir ans andere Ufer rüber.“ Das hat nichts mit inhaltlichen Themen zu tun. Oder er sagt: „Bitte gib mir etwas zu trinken.“

Deshalb wollen wir uns die inhaltlichen Dinge anschauen. Wie sieht es da aus? Schau selbst. Du kannst die 1.957 Verse nehmen und sie Stück für Stück, Vers für Vers, einzeln durchgehen. Dabei kannst du dir Stichpunkte machen, welches Thema in jedem Vers behandelt wird.

Ich habe dir das vorgemacht, um dich zu ermutigen und zu zeigen, dass es möglich ist. Hier findest du ohne Anspruch auf Vollständigkeit die Themen, die in allem, was Jesus sagt, am häufigsten vorkommen und besonders ins Auge fallen.

Falls du das spannend findest, dann halte dich fest, was jetzt kommt: Du hast also die Liste der Themen, über die Jesus inhaltlich spricht. Danach kannst du ein zweites Mal jeden Vers, Kapitel für Kapitel, Vers für Vers durchgehen. Dabei erfasst, zählst und kategorisierst du, welche Themen in dem konkreten Vers angesprochen werden.

Ich habe das für dich gemacht, um dich zu ermutigen und zu zeigen, dass es funktioniert. Also bin ich alle 1.957 Verse durchgegangen, habe jeden Vers nummeriert und für jeden Vers kategorisiert, welche Themen Jesus dort anspricht.

Am Ende hast du diese Liste. Wochenlang jeden Tag ein bis zwei Stunden daran zu arbeiten, war emotional und geistlich eine ungeheure Bereicherung, die ich niemals wieder missen möchte. Es fühlte sich ähnlich an wie damals, als ich zum ersten Mal das Neue Testament gelesen habe – dieses unbeschreibliche Gefühl, Jesus und der Wahrheit so nahe zu sein.

Fühl dich frei, diese Liste abzufotografieren und zu verwenden, wie du möchtest. Falls jemand denkt, man könne das einfach automatisch mit dem Bibleserver oder irgendeiner Software erfassen, das funktioniert leider nicht.

Ein konkretes Beispiel zum Thema Satan: Im Gleichnis vom Sämann redet Jesus vom Bösen, und es ist klar, dass der Satan gemeint ist. An anderen Stellen spricht Jesus von Beelzebul, und auch hier ist klar, dass der Teufel gemeint ist. Das heißt, beide Verse müssen hinzugezählt werden, obwohl sie bei der Suche nach „Satan“ oder „Teufel“ nicht auftauchen würden. Hier stößt Technologie an ihre Grenzen, deshalb machen wir es auf die gute alte Art.

Jedenfalls haben wir jetzt die Aufzählungen. Ich denke, es lohnt sich, diese Auszüge durchzugehen, bevor wir zum Höhepunkt dieses Beitrags kommen. So wissen wir, wie häufig Jesus über welche Themen spricht. Wenn jemand in achtzig oder hundert verschiedenen Versen über etwas redet, sagt das viel darüber aus, wie wichtig es ihm ist und wie wichtig es uns sein sollte.

Denn jeder, der sich auf Jesus beruft, muss sich an Jesus messen lassen.

Methodische Hinweise zur Auswertung

Noch einige Worte zur Methodik für diejenigen, die sich für wissenschaftliches Arbeiten interessieren.

Zu Beginn einer Zählung musst du entscheiden, mit welcher Methode du zählen möchtest. Ich gebe dir ein konkretes Beispiel aus Matthäus 12. Dort heißt es: Jesus spricht, wer etwas gegen den Menschensohn sagt – das wäre schon mal Thema eins, Jesus als Menschensohn. Wer etwas gegen den Menschensohn sagt, dem kann vergeben werden – das ist Thema zwei, Vergebung beziehungsweise Sündenvergebung. Wer aber etwas gegen den Heiligen Geist sagt, das ist Thema drei, dem wird nicht vergeben, weder in dieser Welt noch in der kommenden – hier haben wir Thema vier, das Jenseits.

Ich empfehle dir, wenn du so etwas machen möchtest, die additive Methode anzuwenden. Das bedeutet, dass du für diesen Vers alle vier Themen zählst. Warum? Denk kurz darüber nach: Wenn du das nicht tun würdest, müsstest du dich erstens entscheiden, was das Hauptthema des Verses ist. Dabei wird es unsauber, weil der eine sagt, hier geht es vor allem um den Heiligen Geist, der andere meint, es geht vor allem um Vergebung, der Dritte sieht das Thema Sünde im Vordergrund und so weiter.

Dieses subjektive Hin und Her kannst du mit der additiven Methode minimieren und so möglichst nah am Text bleiben. Zweitens: Indem du alle vier Themen aus diesem Vers erfasst und mitzähst, erhältst du am Ende ein wesentlich aussagekräftigeres Gesamtergebnis. Denn du hast nirgendwo etwas weggelassen, sondern im Idealfall jede Erwähnung eines Themas erfasst. So kannst du die Themen untereinander viel besser vergleichen.

Außerdem empfehle ich dir, die Themen möglichst kleinteilig zu zählen und erst im Nachhinein zusammenfassende Oberkategorien zu bilden. So bleibt die Zählung präziser, und du kannst die Ergebnisse deutlich vielseitiger verwenden.

Lass uns nun die Glocke drücken, die Inhalte kurz in Auszügen durchgehen und danach zum Höhepunkt dieses Beitrags kommen.

Häufige Themen in den Worten Jesu

Teil zwei von drei für heute

Worüber redet Jesus wie viel? Wir beginnen mit einigen Einzelthemen.

Ein Thema, über das Jesus oft spricht, ist das Wachsamsein. So sagt Jesus zum Beispiel: „Seid wachsam, denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt.“

Ein anderes Thema, über das Jesus spricht, ist Frieden. Er sagt: „Habt die Kraft des Salzes unter euch und haltet Frieden miteinander.“

Was mich überrascht hat, war, dass Jesus zweiundzwanzig Mal über Blindheit spricht. Zum Beispiel sagt er: „Wenn Blinde einen Blinden führen, fallen beide.“ Oder er sagt: „Blinde Anführer, die eine Mücke aussieben, aber ein Kamel herunterschlucken.“ An einer Stelle sagt Jesus: „Wenn ihr blind wärt, dann hättet ihr keine Sünde, aber ihr sagt, wir sehen, und deshalb bleibt eure Sünde.“

Auch überrascht hat mich, wie häufig Jesus über Heuchelei spricht – vierundzwanzig Mal. Er sagt sinngemäß: „Heuchler werden nicht in das Reich Gottes kommen, Heuchler werden ihre Strafe erhalten.“

Genauso häufig redet Jesus über das Thema Wahrheit, die andere Seite der Medaille von Heuchelei. Er sagt zum Beispiel: „Ich bin die Wahrheit.“ Das heißt, was richtig und falsch ist, bemisst sich an ihm.

Siebenundzwanzig Mal findest du Weherufe und Drohungen von Jesus. Zum Beispiel in Lukas 11, wo er sagt: „Wehe euch, ihr Gesetzeslehrer!“ Heute würde man sagen: „Wehe euch, ihr Theologen! Ihr habt den Schlüssel zur Erkenntnis beiseite geschafft. Ihr seid selbst nicht in das Himmelreich hereingegangen, und die, die hineingehen wollen, habt ihr daran gehindert.“ Das erinnert schon an liberale Theologie, oder?

Dann redet Jesus neunundzwanzig Mal über Licht. Er sagt zum Beispiel: „Ihr seid das Licht der Welt.“

Fünfunddreißig Mal spricht Jesus über Segen, Segnen und Seligsein – das sind im Urtext ähnliche Begriffe. Eine spannende Stelle dazu ist zum Beispiel Markus 10, wo es heißt: Jesus nahm die Kinder in die Arme, legte ihnen die Hände auf den Kopf und segnete sie. Kleine Randnotiz: Er hat sie nicht getauft. Demnächst machen wir hier einen eigenen Beitrag zum Thema Taufe in der Bibel.

Etwas, das mir persönlich sehr vertraut war, ist das Thema Geld und Materielles. 57 Mal redet Jesus darüber. Als jemand, der in der Finanzbranche gearbeitet hat, habe ich das eine oder andere schon gehört und hoffe, es zu beherzigen. Jesus sagt zum Beispiel: „Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Streben nach Geld, dem Mammon.“ Oder: „Sammelt euch keine Reichtümer hier auf der Erde, wo Motten und Rost sie zerfressen oder Diebe einbrechen und stehlen. Sammelt euch lieber Schätze im Himmel, wo sie weder von Motten noch von Rost zerfressen werden können und auch vor Dieben sicher sind, denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein.“

Ein großes Einzelthema, über das Jesus immer wieder spricht, ist das Reich Gottes, das Himmelreich. Er sagt zum Beispiel in einem seiner allerersten Sätze: „Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen.“ Das heißt, wir können nicht einfach unvorbereitet auf Gottes Reich zugehen, sondern das braucht vorher Buße. Das ist einer von Jesus’ ersten Sätzen.

Jetzt kommen die ganz großen Themen. Ich habe einige Unterthemen überkategorisiert. Fangen wir an mit dem Thema Glaubenspraxis.

Zehnmal spricht Jesus über das Fasten. Er sagt dazu: „Wenn ihr fastet – nicht falls ihr fastet, sondern sobald ihr fastet – dann setzt keine wehleidige Miene auf wie die Heuchler.“ Da haben wir sie wieder, die Heuchler, die ihr Äußeres vernachlässigen, damit die Leute sie ansehen, dass sie fasten und sie bemitleiden. „Ich versichere euch, diese Ehrung ist dann auch schon ihr ganzer Lohn.“

Elfmal redet Jesus über das Thema Taufe. Ein ganz wichtiger Vers dazu ist Markus 16, wo er sagt: „Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet werden, wer aber ungläubig bleibt, wird von Gott verurteilt werden.“ Dort steht nicht, wer sich nicht taufen lässt.

Natürlich ist auch das Thema Gebet wichtig. Ein Vers von 45 ist, wo Jesus sagt: „Seid wachsam, betet darum, dass ihr, wenn es möglich ist, diesem Schrecken entkommen und vor mir stehen könnt.“ Diese drei Punkte habe ich zusammengefasst unter Glaubenspraxis, was 66 Mal erwähnt wird.

Danach folgt ein Thema, das viele heutzutage nicht mehr hören wollen: Satan, Dämonen und die unsichtbare Welt. Nein, das Böse sieht nicht aus wie Hörner, Hufe oder ein Schweineschwanz. Aber Jesus macht klar, dass Satan real ist und Macht hat. Er sagt: „Ich habe den Satan vom Himmel fallen sehen wie einen Blitz.“ Als Christ kommt man daran nicht vorbei.

Von Dämonen redet Jesus zweiundzwanzig Mal. Es gibt auch eine Stelle, an der Dämonen mit Jesus sprechen und sagen: „Was hast du mit uns vor? Gottes Sohn bist du, hergekommen, um uns vor der Zeit zu quälen.“ Praktisch genauso häufig wie über Dämonen redet Jesus über Engel. Er sagt zum Beispiel, dass die Engel bestimmter Menschen jederzeit das Angesicht des Vaters im Himmel sehen – eine damalige Redewendung, die bedeutet, dass sie jederzeit Zugang zum Vater haben.

34 Mal redet Jesus über Satan. Er sagt: „Ich habe den Satan vom Himmel fallen sehen wie einen Blitz.“ Was wirklich krass ist: Die EKD, die evangelische Kirche in Deutschland, behauptet, es gäbe angeblich keinen Teufel. Jesus sagt: „Ich habe ihn gesehen und ich habe mit ihm gesprochen.“ Entscheide selbst, wem du folgst.

Diese drei Punkte habe ich unter „unsichtbare Welt um uns herum“ zusammengefasst, das sind insgesamt neunundsiebzig Mal.

Dann kommt das Thema Gebote. Über Beschneidung redet Jesus nur zweimal – da hätte ich intuitiv mehr erwartet, lag ich falsch. Sechzehnmal spricht er über den Sabbat, zum Beispiel: „Ich bin der Herr über den Sabbat.“ Und vierundsechzigmal redet er grundsätzlich über Gebote. Er sagt zum Beispiel: „Wenn ihr meine Nachfolger seid und mich liebt, dann haltet meine Gebote.“ Eines dieser Gebote ist Markus 16, wo er sagt: „Geht hinaus in alle Welt und erzählt das Evangelium weiter.“ Das mit den Geboten ist sehr wichtig. An anderer Stelle heißt es in Gottes Wort: „Die ganze Welt sieht sich Gottes Urteil verfallen.“ Jesus sagt dazu: „Habt ihr denn nicht Mose, der euch das Gesetz gegeben hat? Aber keiner von euch hält sich an das Gesetz, keiner hält sich an die Gebote.“ Und er sagt: „Ihr seid meine Freunde, wenn ihr meine Gebote haltet.“ Insgesamt kommen Gebote zweiundachtzig Mal vor.

Das nächste Oberthema ist Nachfolge. Dreiunddreißig Mal spricht Jesus davon, Zeuge zu sein, zu bekennen und Jünger zu sein. Er sagt zum Beispiel: „Ihr werdet gebracht werden vor Statthalter und vor Könige, um meinetwillen, damit ihr Zeugnis gebt für sie und für die nichtjüdischen Völker.“

Von der Verfolgung von Christen redet Jesus neununddreißig Mal. In Johannes 16 sagt er: „Es kommt eine Zeit, in der die, die euch töten wollen, meinen, damit Gott einen Dienst zu tun.“

47 Mal spricht Jesus davon, dass wir ihn ernst nehmen und ihm nachfolgen sollen. Er meint es ernst. Er sagt zum Beispiel: „Wer ist denn unter euch, der einen Turm zu bauen beabsichtigt und sich nicht zuerst hinsetzt und die Kosten berechnet, ob er auch die Mittel zur Ausführung hat?“ Er sagt in Johannes 10: „Meine Schafe hören auf meine Stimme, ich kenne sie und sie folgen mir.“ Immer wieder sagt Jesus: „Folge mir nach.“ Insgesamt spricht er diese Themen aus dem Bereich Nachfolge einhundertneunzehn Mal an.

Damit sind wir beim viertmeisten Thema, das Jesus anspricht. Das war eine echte Überraschung für mich, das hätte ich nicht gedacht: das Thema Prophetie, Propheten und Prophezeiungen. Das kommt zweihundertfünf Mal vor. Zum Beispiel sagt Jesus: „Erschreckt nicht, wenn ihr von Kriegen und Unruhen hört, das muss vorher geschehen, aber das Ende der Welt kommt nicht gleich danach.“ Wenn du es dir anschaust, wirst du sehen, dass einige der allerersten und letzten Dinge, die Jesus sagt, Prophezeiungen sind. Prophetie ist das vierthäufigste Thema, das Jesus nennt.

Was ist das dritthäufigst genannte Thema? Es beginnt mit Buße, Reue und Umkehr. Über 23 Mal spricht Jesus davon. Er sagt zum Beispiel: „Ich bin nicht gekommen, um Menschen zu rufen, die gerecht sind, sondern um Sünder zu rufen – zur Umkehr.“ Und er sagt: „Wenn ihr nicht umkehrt, werdet ihr alle sterben, ihr werdet alle vernichtet werden.“ In Lukas 15,7 sagt er: „Es herrscht mehr Freude im Himmel über einen Sünder, der umkehrt.“ Dazu habe ich einen eigenen Beitrag gemacht, den findest du unter diesem Video verlinkt.

24 Mal redet Jesus darüber, dass wir gerettet und wiedergeboren werden müssen. Er sagt zum Beispiel: „Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt geschickt, um die Welt zu verurteilen, sondern um die Welt durch ihn zu retten.“ Oder in Johannes 5: „Ich rede mit euch über diese Dinge, damit ihr gerettet werdet.“

32 Mal spricht Jesus über Gerechtigkeit. Er sagt zum Beispiel: „Ihr seid diejenigen, die sich selbst vor Menschen rechtfertigen. Aber Gott kennt eure Herzen.“

53 Mal redet Jesus über Sündenvergebung und auch über Sünde. Zum Beispiel in Johannes 8: „Ihr werdet in euren Sünden sterben.“ Oder in Johannes 5: „Es gibt einen, der euch anklagt, nämlich Mose.“ Damit ist gemeint, was Mose gesagt hat, das Gesetz. Und in Johannes 15 sagt er: „Sie haben keine Ausrede für ihre Sünden.“ Das heißt, es gibt keine Ausrede, die vor einem allmächtigen Richter zählt.

Er redet einundachtzig Mal über Glauben. Ein wichtiger Vers ist Johannes 3,16: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gegeben hat, damit alle, die sich an ihm festklammern, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.“ Auch dazu habe ich einen eigenen Beitrag gemacht, den findest du unter diesem Video verlinkt.

Insgesamt redet Jesus über diese Themen – Umkehr, Buße, Rettung, Vergebung, Glauben – zweihundertdreizehn Mal. Das ist das zweithäufigste Oberthema, über das Jesus spricht.

Wer die Beiträge hier auf dem Kanal kennt, weiß, was jetzt kommt: Er redet darüber, was nach dem Tod passiert.

Einer der Punkte, die er anspricht, sind positive Dinge nach dem Tod: der Himmel, ewiges Leben und eine positive Auferstehung – deine und meine Auferstehung, die logisch vorherkommt. Er sagt zum Beispiel: „Komm hinein zur Freude deines Herrn.“ Zu einer ganz bestimmten Person sagt er: „Ich sage dir, heute wirst du mit mir im Paradies sein.“ Und zu allen, die ihm nachfolgen und sich an ihm festklammern, sagt er: „Freut euch, dass eure Namen im Himmel aufgeschrieben sind.“ Das war jetzt fünfundsiebzig Mal, dass Jesus über positive Dinge nach dem Tod spricht.

Aber einundachtzig Mal redet er über negative Dinge, die nach dem Tod passieren können. Einundachtzig Mal! Er redet also mehr über Hölle und ewige Verdammnis, als über den Himmel.

Er sagt zum Beispiel: „Der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind es, die auf ihm hineingehen.“ Jesus sagt: „Wenn dich dein Auge verführt, dann reiß es aus und wirf es von dir. Es ist besser für dich, einäugig ins Leben zu gehen, als zwei Augen zu behalten und in das höllische Feuer geworfen zu werden.“ Damit will er nicht sagen, dass ein Auge unwichtig wäre, sondern wie schrecklich die Hölle sein muss.

Er sagt: „Habt keine Angst vor denen, die nur den Körper töten, aber der Seele nichts anhaben können. Fürchtet aber den, der Seele und Körper der Hölle ausliefern kann.“

Dann setzt er dem Ganzen die Krone auf, indem er einhundertsiebzehn Mal vom Jüngsten Gericht spricht. Er sagt zum Beispiel: „Die einen werden zur ewigen Strafe gehen, die Gerechten zum ewigen Leben.“ Oder er sagt über sich selbst: „Ich, der Menschensohn, werde mit meinen Engeln in der strahlenden Herrlichkeit meines Vaters kommen und jedem nach seinem Tun vergelten.“ Er sagt auch: „Es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden.“ Das ist die Auferstehung gemeint. In Johannes 9 sagt er: „Für Gericht komme ich in diese Welt.“

Ich werde dieses Jahr mehrere Videos über die Hölle, das Jüngste Gericht, die Endzeit und vor allem darüber, was nach dem Tod passiert, veröffentlichen. Du kannst die Glocke unter diesem Video drücken, dann wird dir das angezeigt.

Diese Oberthemen – was in der Endzeit und nach dem Tod passiert – spricht Jesus 273 Mal an.

Deshalb habe ich eine Frage an liberale Theologen, progressive Prediger und alle, die Christen Allversöhnung schmackhaft machen wollen: Wenn es angeblich keine Hölle gäbe, warum redet Jesus dann so viel darüber? Wenn es keine Verdammnis gäbe und niemand in die Hölle käme, warum warnt Jesus dann einundachtzig Mal davor? Und wenn, wie die evangelische Kirche in Deutschland behauptet, das Jüngste Gericht angeblich keine Auswirkungen hätte, warum ist es Jesus dann so extrem wichtig, seine Hörer darauf vorzubereiten?

Die häufigsten Themen: Gott, der Heilige Geist und Jesus selbst

Und damit kommen wir zu dem, worüber Jesus am häufigsten redet, nämlich Gott.

Er spricht 27 Mal über den Heiligen Geist. Dabei sagt er, wenn der Heilige Geist kommen wird, dann wird er die Welt überführen. Er wird ihr die Augen öffnen – über Sünde, über Gerechtigkeit und über das Gericht.

Dann redet Jesus 212 Mal über Gott, den Vater. Ein besonders bewegender Vers ist der, in dem er sagt, dass Gott der Vater freundlich ist – auch gegenüber den Undankbaren und den Bösen. Dieser Vers hat mich sehr angesprochen.

Jesus spricht 323 Mal über sich selbst – über Jesus, den Christus, den Sohn und den Menschensohn. Er sagt zum Beispiel: „Ich bin vom Himmel herabgekommen.“ Er sagt auch: „Wenn ihr mich kennen würdet, würdet ihr auch meinen Vater kennen.“ Weiter sagt er: „Ich bin gekommen, um mein Leben als Lösegeld zu geben.“ Und an einer Stelle sagt er: „Ich, der gerade mit dir redet, ich bin der Christus.“ Zudem bezeugt er, dass die Taten dieser Welt böse sind.

Zusammengefasst redet Jesus also 560 Mal über Gottes Wesen, Jesus selbst und den Heiligen Geist – im weiteren Sinne über Trinitätsthemen.

Insgesamt sieht die Zählung so aus. Falls man das selbst einmal machen möchte, können die Details natürlich anders ausfallen. Das hängt davon ab, wie man die Themen fasst – ob man sie weiter oder enger definiert. Eine sachlich begründete Abweichung von ein paar Prozent ist möglich, und dennoch können wir beide Recht haben.

Es geht also nicht so sehr darum, verschiedene Zählungen miteinander zu vergleichen, sondern innerhalb einer Zählung vergleichen zu können.

Kurz gesagt: Es geht vor allem darum, welches Thema überhaupt welche Flughöhe hat.

Vielleicht fallen dir ein paar Dinge auf. Jesus versucht nicht, die Leute davon zu überzeugen, dass es Gott gibt. Und wenn die Leute dann überzeugt sind, dass es Gott gibt, sagt er nicht einfach „Tschüss“ und geht wieder.

Jesus beschäftigt sich auch nicht unbedingt mit Fragen wie „Warum gibt es das Leid in der Welt?“

Er verspricht auch nicht, dass unser Leben automatisch besser wird, wenn wir Christen werden. Es gibt keine Aussagen nach dem Motto: „Gott hat einen wunderbaren Plan für dein Leben“ oder das sogenannte Wohlstandsevangelium.

Was dir vielleicht auch auffällt, ist, dass Jesus sehr wenig bis gar nicht über das Thema Gefühle redet.

Ich erwähne das, weil mir damals einige Christen genau diese Punkte genannt haben, als ich sie fragte, worum es im Christentum geht. Und diese Dinge höre ich heute noch manchmal von einigen großen Kirchen. Jesus selbst sagt nichts davon.

Bin ich der Einzige, den das stutzig macht?

Okay, wir haben diese faszinierende Zählung. Was machen wir jetzt damit?

Diese Zählung werden wir dieses Jahr mehrfach verwenden. Zum Beispiel für die Videoreihe über Sekten, die Videoreihe über die unsichtbare Welt. Diese Zählung wird auch grundlegend für das Basics-Buch sein, das dieses Jahr herauskommt und das ich hier tausendfach verschenken werde.

Damit du das nicht verpasst, kannst du gern die Glocke drücken und bei all diesen Dingen dabei sein.

Aber das Wichtigste zuerst: Das Wichtigste ist, dass du nicht in die Hölle kommst, sondern dass du – ich rede mit dir – beim Jüngsten Gericht freigesprochen wirst und in den Himmel kommst.

Und das Beste, was wir jetzt dafür tun können, ist, Jesus selbst zu Wort kommen zu lassen.

Damit sind wir beim absoluten Höhepunkt dieses Beitrags. Jetzt wird es persönlich.

Was du in den nächsten Minuten sehen und hören wirst, da steckt große, große Kraft drin.

Also jetzt gut aufpassen, und ich bete, dass dir die nächsten Minuten ein Segen werden.

Das Evangelium nach Jesus – Teil 1: Die Anfänge

Teil drei von drei dieses Beitrags: Worum genau geht es Jesus? Was ist das Evangelium nach Jesus? Was hältst du davon? Lassen wir ihn selbst zu Wort kommen.

Hier das Evangelium nach Jesus in sechs Teilen.

Kapitel eins von sechs: Die Anfänge

Kapitel eins von sechs: Die Anfänge

Alles fängt mit Gott an. Jesus sagt über Gott: Bevor die Welt begann, hatte ich zusammen mit dem Vater eine bestimmte Ehre, eine bestimmte Herrlichkeit. Jesus sagt, wer mich sieht, der sieht den Vater. Er sagt auch, der Vater hat mich geliebt vor der Grundlegung der Welt. Und der Geist der Wahrheit, der geht vom Vater aus.

Dann entscheidet Gott sich zu schaffen. Er entscheidet sich, Himmel und Erde zu erschaffen, die Schöpfung. Jesus sagt dazu, Gott hat die Menschen ganz am Anfang als Mann und Frau geschaffen.

Was sagt dir das über Gott? Es sagt dir, dass Gott derjenige ist, der schon immer da war – ein persönlicher Gott, der dich sieht. Jesus sagt, für Centbeträge kann man zwei Spatzen kaufen, und doch fällt keiner von ihnen auf die Erde, ohne dass Gott es weiß.

Gott liebt Kreativität, sagt Jesus. Selbst König Salomo war nicht so prachtvoll gekleidet wie die Lilien auf einem Feld. Wenn Gott schon Feldgesträuch so kleidet, dann sagt uns das einiges darüber: Gott ist kein Effektivitätsfetischist. Vielmehr hat Gott eine Persönlichkeit und wertschätzt Schönheit und Ästhetik.

Kapitel zwei: Gefahren lauern.

Das Evangelium nach Jesus – Teil 2: Die unsichtbare Welt und moralische Entscheidungen

Kapitel zwei: Gefahren lauern

Neben den Menschen gibt es auch eine unsichtbare Welt, zu der zum Beispiel Engel gehören. Jesus sagt, dass die Engel stets das Angesicht Gottes sehen und immer Zugang zu Gott haben.

Dann gibt es Dämonen. Jesus erklärt, dass es böse Geister gibt, die Menschen besetzen können. Außerdem gibt es den Satan. Jesus beschreibt den Satan zum Beispiel als einen Mörder, der nicht in der Wahrheit steht. Wenn er lügt, entspricht das seinem Wesen. Eine andere Übersetzung aus dem Griechischen lautet: Der Satan ist die Lüge in Person.

Jesus sagt außerdem: „Ich habe den Satan vom Himmel fallen sehen wie einen Blitz.“ So kommt es unweigerlich zur Versuchung. Deshalb bittet Jesus in einer der sieben Bitten des Vaterunsers immer wieder: „Führe uns nicht in Versuchung.“

Kapitel: Unsere tausenden falschen Entscheidungen.

Kapitel drei: Unsere tausenden falschen Entscheidungen

Wir Menschen können entscheiden, wie wir uns verhalten, wir können nach hier oder nach dort gehen. Deshalb sagt Jesus: Wer den Willen Gottes tun will, der wird erkennen, ob meine Lehre von Gott kommt. Das heißt, wir können uns für den Willen Gottes entscheiden.

Sogar zweimal sagt Jesus: Sündige nicht. Das bedeutet, wir haben die Wahl, nicht zu sündigen. Woran merken wir jetzt, ob wir die richtigen oder falschen Entscheidungen treffen? Jesus antwortet darauf: An ihren Früchten werdet ihr Menschen erkennen. Also an unseren Taten. Er sagt, ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus der guten Schatzkammer seines Herzens, und ein böser Mensch bringt Böses hervor. Das wird gleich wichtig.

Welche Entscheidungen wir treffen und wie wir uns verhalten, spielt also eine entscheidende Rolle. Was ist der Maßstab, an dem das Ganze gemessen wird? Jesus spricht sehr klar darüber, weil es ihm so wichtig ist. Er sagt in einem Satz: Ihr sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.

Jesus nennt in zwei verschiedenen Situationen das größte Gebot: Liebe den Herrn, deinen Gott, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit deinem ganzen Verstand. Das ist das erste und wichtigste Gebot. Das zweite ist ebenso wichtig: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.

Deshalb standen die Zehn Gebote auf zwei Tafeln. Die erste Tafel, die sogenannte Kulttafel, mit den ersten vier Geboten regelt, wie wir Menschen zu Gott stehen sollten. Die zweite Tafel, die Sozialtafel, mit den anderen sechs Geboten regelt, wie wir Menschen zueinander stehen sollten. Die Menschheit ist auf beide verpflichtet.

Das macht Jesus deutlich, indem er glasklar die Zehn Gebote bestätigt. Er sagt: Du sollst Vater und Mutter ehren, du sollst nicht töten, du sollst nicht Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst keine falschen Aussagen machen. Jesus bestätigt diese Gebote rundum.

Deshalb sagt er in Johannes 5, es gibt einen, der euch anklagt: Moses, im damaligen Sprachgebrauch heißt das die Zehn Gebote. Jesus geht sogar noch darüber hinaus. Er sagt, es geht nicht nur um ein mechanisches Tun, sondern um eure Herzenshaltung.

Er warnt: Nur wenn eure Gerechtigkeit, die der Schriftgelehrten und Pharisäer, weit übertrifft, dann dürft ihr ins Himmelreich hineingehen. In der Bergpredigt sagt er: Wer schon auf seinen Bruder zornig ist, gehört vor Gericht; wer aber zu seinem Bruder sagt, er sei schwach, gehört vor den Hohen Rat – also was bei uns heutzutage der Bundestag oder das Bundesverfassungsgericht wäre.

Und wer zu ihm sagt, du Idiot, der gehört ins Feuer der Hölle. Damit macht Jesus deutlich: Hass ist Mord im Herzen. Er sagt, wer eine Frau, die nicht seine ist, schon begierlich ansieht, hat schon in seinem Herzen Ehebruch begangen. Es geht also nicht darum, ob ich mit mir selbst zufrieden bin oder vermeintlich weniger schlecht bin als andere Menschen, sondern dieses moralische Gesetz, das Jesus immer wieder unterstreicht, ist der Maßstab.

Wie ist das bei uns? Welche Früchte bringt unser Handeln manchmal hervor? Sind wir wirklich gute Menschen? Frag dich einfach selbst: Mehr als zehntausend oder weniger – wie viele Lügen hast du schon in deinem Leben erzählt? Was ist jemand, der Hunderte von Lügen erzählt? Ein Lügner. Was bin ich dann vor den Augen der Gerechtigkeit? Ich bin ein Lügner.

Unabhängig vom Wert: Wie häufig hast du dir schon Gegenstände oder Dienstleistungen angeeignet, die dir nicht gehören und für die du nicht bezahlt hast? Wie nennt man jemanden, der Dinge nimmt, die ihm nicht gehören? Einen Dieb. Was bin ich dann vor den Augen der Gerechtigkeit? Ich bin ein lügnerischer Dieb.

Ich bin ein Mörder und ein Ehebrecher im Herzen. Ich weiß, dass ich kein guter Mensch bin – schon in meinen eigenen Augen nicht. Wie soll ich es da vor den Augen des gerechten und heiligen Gottes sein? Ich, Markus, mein Betragen ist viel, viel zu niedrig für den Maßstab, den Jesus anlegt, indem er sogar sagt: Liebt eure Feinde! Ich kann ja noch nicht mal meine Freunde lieben.

Gottes Maßstab ist zu klar, als dass du und ich uns mit Oberflächlichkeiten herausmogeln könnten. Es heißt in Gottes Wort: Die Augen des Herrn sind an jedem Ort, sie geben Acht auf die Bösen und auf die Guten. Jesus weiß, was wir manchmal heimlich denken. Deshalb brauchen wir vor Jesus nicht um den heißen Brei herumzureden.

Jesus sagt: Ihr rechtfertigt euch selbst vor anderen Menschen, aber Gott kennt eure Herzen. Und Jesus redet nicht um den heißen Brei herum. Wie ist der Mensch jetzt? Jesus nimmt in mehreren Situationen kein Blatt vor den Mund. Er sagt klipp und klar: Ihr seid böse. Das ist das, was Jesus sagt. Lass dir das mal auf der Zunge zergehen: Er sagt, ihr seid böse.

Und was jetzt? Was sagt die Schrift über Gott? Sollte Gott jetzt eingreifen, sollte es wieder sein wie in den Zeiten von Noah, dann kommt der eine oder andere vielleicht und sagt: Na, dann müsste Gott ja fast alle vernichten. Ja, und Jesus macht deutlich, Gott würde das tun.

Er sagt: In den Tagen, bevor die Sintflut kam, da waren die Menschen, sie haben gegessen, sie haben getrunken, sie haben geheiratet bis zu dem Tag, an dem Noah in die Arche hineinging. Sie wussten es nicht, bis die Flut kam und sie alle tötete.

Es ist nicht so, dass Jesus einmal in einem kleinen Nebensatz – auch nicht dreimal, auch nicht zehnmal, auch nicht dreißigmal, sondern 117-mal – davon spricht, dass es ein kommendes jüngstes Gericht geben wird. Er sagt: Ich werde mit meinen Engeln in der strahlenden Herrlichkeit meines Vaters kommen und jedem nach seinem Tun vergelten.

Und was heißt das für die meisten von uns? Jesus nimmt da kein Blatt vor den Mund. Er sagt: Der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind es, die auf ihm hineingehen – in die Verdammnis. Und Jesus unterstreicht das immer und immer wieder, wie ernst wir das nehmen sollen.

Er sagt: Hab keine Angst vor denen, die nur den Körper töten, aber der Seele nichts anhaben können. Fürchtet aber den, der die Seele und den Körper dem Verderben der Hölle ausliefern kann.

Jesus sagt: Wenn dich dein Auge verführt, reiß es aus und wirf es von dir. Es ist besser für dich, einäugig in das Leben einzugehen, als zwei Augen zu haben und ins höllische Feuer geworfen zu werden.

So ernst ist es, dass Jesus nicht fünfmal, nicht zehnmal, nicht zwanzigmal, sondern 81-mal vor der Hölle warnt. So ernst ist es. Einundachtzigmal fleht Jesus dich an: Nimm das nicht auf die leichte Schulter.

Was sagt das über Gott aus? Es lehrt uns: Gott ist der Gott der Gerechtigkeit.

Weißt du, was das größte Wunder der Menschheitsgeschichte ist? Das vielleicht Staunenswerteste in der ganzen Bibel ist, dass die Bibel nicht nach den ersten drei Kapiteln vorbei ist.

Hast du dir mal überlegt? Gott sagt: Haltet euch an die Gebote! Und wir versauen es – ja, mit Anlauf frontal gegen die Wand. Gott hätte jedes Recht gehabt – und hat es auch – zu sagen: Gut, dann nicht. Er hat das Recht dazu. Gott schuldet uns nichts.

Aber so ist er nicht.

Wir reden von dem Gott, der dir die Ohren gegeben hat, um jetzt meine Stimme zu hören, der dir einen Verstand gegeben hat, um das zu begreifen. Wir reden von dem Gott, der deine Augen und deine Hände erschaffen hat und bis jetzt noch jeden Morgen die Sonne aufgehen lässt.

Wir reden von dem Gott, der dir die technischen Möglichkeiten gegeben hat, auf welchem Weg auch immer diesen Beitrag hier zu haben, und ein Herz, um dich dem zu öffnen. Von dem Gott, der dir nichts schuldet außer Gerechtigkeit und dich trotzdem beschenkt.

Von dem reden wir.

Das Evangelium nach Jesus, Kapitel 4 von 6, der Rettungsplan.

Das Evangelium nach Jesus – Teil 4: Der Rettungsplan

Jesus sagt, Gott ist freundlich zu den Undankbaren und zu den Bösen. Das sind wir. Deshalb macht Gott etwas absolut Gewaltiges, das die Realität für immer verändern wird.

Das Böse, das Leid, die Ungerechtigkeit und die Unheiligkeit, die du und ich in die Welt gebracht haben, das ist Sünde. Diese Sünde saugt Gott in sich selbst auf wie ein Schwamm. Und das wird ihn alles kosten. So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht ins Verderben geht, sondern ewiges Leben hat.

Dazu sagt Jesus: Ich bin der Christus, der vorhergesagte Retter der Welt. Er sagt: Ich bin aus dem Himmel zu euch gekommen, und ich bin gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist. Jesus sagt weiter: Ich bin nicht gekommen, um mich bedienen zu lassen, sondern ich komme, um zu dienen und um mein Leben als Lösegeld für viele zu geben.

Er sagt: Größere Liebe hat niemand als die, dass einer sein Leben lässt für seine Freunde. Wenige Sätze später sagt Jesus zu uns: Ihr seid meine Freunde. Damit ist klar, was er als Nächstes tun wird. Er wird sein Leben für uns lassen, um die Hölle von dir abzuwenden.

Wie wenn ein Waldbrand ist: Eine Vogelmutter wird sich auf ihre Küken setzen, um sie vor dem Feuer abzuschirmen. Dabei wird die Vogelmutter verbrennen, aber die Küken können am Leben bleiben. Jesus sagt: Ich bin nicht gekommen, um den Gerechten zu sagen, dass sie umkehren sollen, sondern um den Sündern.

Und das ist das Evangelium, die wahre Geschichte, in der der Held für die Schurken stirbt. Deshalb ist einer der ersten Sätze im Johannes-Evangelium, als Johannes der Täufer Jesus sieht und vor Erstaunen vor der ganzen Menschenmenge ausruft: Seht her, da ist das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt.

Mach Jesus zu deinem Opferlamm, mach ihn zu deinem Sündenbock. Er ist dazu bereit. Jesus saugt die Sünde der Welt wie ein Schwamm in sich auf, und das kostet ihn alles. Er sagt: Sie werden mich misshandeln und anspucken, durch Geißelung foltern und töten. Und genau so ist es gekommen. Jesus hat den stellvertretenden Tod für uns erlitten.

Er sagt: Am dritten Tag werde ich auferstehen. So ist es gekommen. Jesus ist gestorben und war komplett tot. Am Morgen des 9. April im Jahr 30 ist er in der Jerusalemer Oststadt auferstanden und war wieder lebendig.

Zur Auferstehung sagt Jesus: Das Zeichen, das mich bestätigt, wird das Zeichen des Jona sein. Ich werde drei Tage in der Erde sein und danach herauskommen. Danach sagt Jesus: Ich werde zum Vater gehen.

Noch einmal: Das ist auch der Gott, der dir den Rettungsring zuwirft, und dieser Rettungsring ist Jesus. Jesus sagt: Wer an mich glaubt, der hat ewiges Leben. Wer die biblischen Sprachen etwas kennt, weiß, dass das inhaltlich bedeutet: Wer sich an mich, Jesus, für den Tag des Jüngsten Gerichts festklammert, der hat ewiges Leben.

Und wenn nicht, dann sagt Jesus, bleibt Gottes Zorn auf ihm. Wichtig: Er sagt nicht, dann kommt er, sondern er sagt, er bleibt. Warum? Weil Gottes völlig gerechtfertigter Zorn schon auf dir und mir ist wegen unserer Sünden. Und das ist völlig gerechtfertigt.

Jesus sagt: Dann bleibt Gottes Zorn auf ihm, und er wird das ewige Leben nicht sehen. Darauf gibt Jesus dir sein Wort.

Hier bei uns in Deutschland sind im letzten Jahr 1,2 Prozent der gesamten Bevölkerung gestorben. Diese Menschen sind jetzt tot. Das ist Tatsache. Rechne es selbst aus. Sagen wir, diesen Beitrag hören und sehen fünf Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dann werden davon 61 Menschen, das ist ein kompletter Bus voll, bis Ende dieses Jahres sterben – also einer alle sechs Tage. Das ist Tatsache. Und du kannst einer von ihnen sein.

Die Mehrzahl der Menschen in Deutschland stirbt in den frühen Morgenstunden bis zum Vormittag. Die meisten verlieren spätestens in der Nacht davor das Bewusstsein. Das ist Tatsache. Das heißt, jeder Abend, sobald wir schlafen gehen, kann unser letzter sein.

Wer heute Nacht schlafen geht und morgen früh in seinen Sünden vor Gott steht, der wird das ewige Leben nicht sehen, sondern kommt in die Hölle. Darauf gibt dir Jesus Christus sein Wort. Auch das ist Tatsache.

Das Evangelium nach Jesus – Teil 5: Ehrlichkeit, Buße und Umkehr

Was ist nötig, um Hölle und Verdammnis abzuwenden, damit uns vergeben werden kann und Gott mit uns Frieden schließen kann? Zunächst einmal ist Ehrlichkeit und Sündenbekenntnis erforderlich.

Jesus erzählt dazu folgendes Gleichnis, und zwar zu Leuten, die voller Selbstvertrauen meinen, vor Gott gerecht zu sein. Er berichtet von zwei Männern: einem Pharisäer, also jemandem, der es mit dem Glauben sehr ernst nimmt, und einem Zolleinnehmer, also jemandem, der zu jener Zeit als Verbrecher galt, weil er andere ausnutzte. Beide gingen zum Gebet in den Tempel.

Der Pharisäer stellte sich hin und betete für sich: „Ich danke dir, Gott, dass ich nicht so bin wie die anderen Menschen – all diese Räuber, Betrüger, Ehrbrecher oder wie dieser Zöllner dort. Ja, ich faste zweimal die Woche und spende den zehnten Teil von all meinen Einkünften.“

Der Zöllner hingegen blieb weit entfernt stehen und wagte nicht einmal, zum Himmel aufzuschauen. Er schlug sich an die Brust und sagte: „Gott, sei mir gnädig, ich bin ein Sünder.“

Dann sagt Jesus: „Ich sage euch, dieser Mann, der Zöllner, wurde von Gott für gerecht angesehen, als er nach Hause ging. Der andere, der Pharisäer, wurde es nicht.“ Es geht darum, der Wahrheit ins Auge zu sehen.

Jesus spricht zweiundzwanzig Mal von Blindheit. Er sagt, weil ihr behauptet, ihr seht, obwohl ihr es nicht tut, bleibt eure Sünde. Deshalb sagt Jesus auch: „Wenn ihr nicht Buße tut und umkehrt, werdet ihr alle sterben.“

Und wieder sagt er: „Ich bin nicht gekommen, um die Heiligen, die Gerechten zu rufen, sondern die Sünder zur Reue und Umkehr.“

Was bedeutet Buße, Reue und Umkehr? Es heißt, dass dir deine Sünden leid tun und du dich von ihnen abwendest. Darüber haben wir hier schon mehrfach gesprochen. Christsein beginnt mit einem schlechten Gewissen.

Dazu sagt Gottes Wort: „Diese Traurigkeit nach Gottes Willen bewirkt ein Bereuen hin zur Rettung unserer Seele.“ Das bereut später niemand mehr, ganz im Gegenteil. Und das ist Umkehr.

Jesus sagt dazu: Es gibt solche Freude im Himmel, sobald ein Sünder von seinen Wegen umkehrt und sich zu Gott wendet.

Deshalb sei kein Heuchler. Erzähle nicht, dass du aufhörst, Gottes Namen zu lästern, bei der Steuererklärung zu betrügen oder Pornos zu schauen, wenn du es heimlich einfach weitermachst. Jesus braucht keine Heuchler und keine Namenschristen, er möchte Nachfolger.

Deshalb sagt er: „Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern nur die, die den Willen meines Vaters im Himmel tun.“

Es geht darum, dich wirklich an Jesus festzuklammern und deine Hoffnung für den Tag des Jüngsten Gerichts jetzt auf ihn zu setzen. Das ist es, was in manchen Bibelübersetzungen mit „glauben“ zusammengefasst wird.

Dazu sagt Jesus: „Wer das tut, wer an mich glaubt, auf diese Art und Weise, der wird nicht verurteilt werden.“

Was sagt uns das über Jesus? Er sagt: „Niemand hat größere Liebe, als der, der sein Leben für seine Freunde gibt.“

Zur Erinnerung: Ein Richter schuldet einem Verbrecher nur das Urteil. Was schuldet denn der gerechte Gott einem schuldigen Sünder, der Leid, Ungerechtigkeit und Unheiligkeit über Gottes Welt gebracht hat? Nichts außer Gerechtigkeit.

Gott hätte keinen Rettungsplan und keinen Ausweg schaffen müssen. In der ganzen Bibel gibt es keinen Rettungsplan für gefallene Engel oder Dämonen, aber für Menschen, für dich und mich schon.

Da sieht man, wie kostbar du bist. Jesus hat einen Weg geschaffen, wo vorher keiner war. Und daran sieht man, wie Jesus sagt: „Euer Vater, der ist barmherzig“ (Evangelium nach Jesus Kapitel 5 und 6).

Die Folgen...

Das Evangelium nach Jesus – Teil 6: Die Folgen der Nachfolge

Kapitel fünf und sechs: Die Folgen

Ja, so etwas geht nicht spurlos an einem vorbei. Eine wichtige Folge davon betrifft deine Beziehung zu Gott, nämlich die Wiedergeburt.

Zur Wiedergeburt sagt Jesus: „Ich sage dir, wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ Vor Gott sollen wir unsere Sünden zugeben, sowohl die kleinen als auch die großen. Sie dürfen nicht mehr versteckt werden. Stattdessen sollen wir auf seine Gnade hoffen und unsere Sünden Jesus geben, damit Jesus stellvertretend den Tod für uns auf sich nimmt. Das geht einem Menschen nicht spurlos vorbei.

Das ist der Anfang eines neuen Lebens, ein Neuanfang. Genau das meint Jesus, wenn er von Bekehrung und Wiedergeburt spricht. Und Jesus gibt uns sein Wort darauf: Ohne Bekehrung und ohne Wiedergeburt kann ein Sünder das Reich Gottes nicht sehen. Deshalb ist das so extrem wichtig, egal aus welcher Glaubensrichtung man kommt oder wie man aufgewachsen ist.

Deshalb ist es so wichtig, sich bewusst und willentlich zu bekehren und von Neuem geboren zu werden, sagt Jesus. Wer an ihn glaubt und sich an ihn festklammert, der kommt nicht ins Gericht. Stattdessen ist er vom Tod zum Leben durchgedrungen. Jesus sagt: „Ich gebe ihnen ewiges Leben; niemand kann sie mehr aus meiner Hand nehmen, niemand kann sie aus der Hand meines Vaters nehmen.“

Und Jesus sagt weiter: „Ihr werdet den Heiligen Geist empfangen.“ Das führt automatisch zur Nachfolge. Das heißt, im Alltag Jesus nachzufolgen und ihm ähnlicher zu werden. Das wird man auch sehen. Jesus sagt: „Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote befolgen.“

Das bedeutet ganz automatisch, dass dir im Alltag Dinge auffallen werden. Einfach gesagt: Du wirst Jesus ähnlicher werden. Dazu werde ich demnächst einen eigenen Beitrag auf diesem Kanal machen. Du kannst gern die Glocke drücken, dann wird er dir angezeigt.

Eine Sache zum Beispiel: Du wirst aufhören, den Namen des Herrn respektlos zu gebrauchen. Sätze wie „Oh mein Gott“, „Ach Gottchen“ oder „Oh je“ sind Kurzformen von „Oh Jesus“. Der Name Gottes wurde von Jesus selbst als heilig bezeichnet, wie im Vaterunser: „Geheiligt werde dein Name.“

Selbst wenn im Gottesdienst aus der Bibel vorgelesen wurde, haben seine Jünger nicht einmal dort gewagt, den Namen Gottes auszusprechen, selbst wenn er im Bibeltext vorkam, den sie selbst vorgelesen haben. So wertgeschätzt haben sie ihn.

Und wir? Wir ziehen den Namen Gottes tagtäglich durch den Dreck mit Ausdrücken wie „Oh mein Gott“, „Ach Gottchen“ und „Oje“.

Ich werde demnächst einen eigenen großen Beitrag über den Namen Gottes veröffentlichen und darüber, was sich dahinter verbirgt. Drück gern die Glocke unter diesem Video, dann wird dir das auch angezeigt.

Thema: Bibel.

Thema Bibel

Du wirst danach streben, Jesu Worte zu lesen und darin einzutauchen. Jesus selbst sagt: Haltet meine Worte. Du wirst Gottes Worte studieren, die Jesus so hoch und kostbar gehalten hat. Er sagt: Deine Worte, Vater, sind Wahrheit. Und Jesus betont, dass man Gottes Worte nicht beiseitelegen kann.

Wie Jesus selbst sagt, soll man nicht Menschen sein, die aus ihren Getränken Mücken aussieben, aber ganze Kamele herunterschlucken. Stattdessen ist tägliches Bibellesen wichtig. Durch tägliches Bibellesen lernst du, Wichtiges vom Unwichtigen zu unterscheiden.

Wie wichtig ist Jesus selbst die Bibel? In über 170 verschiedenen Versen nennt Jesus die Bibel. So bekommst du eine Ahnung davon, wie fundamental Gottes Worte für Jesus sind und wie wichtig sie auch für uns als Christen sein sollten.

Jeder, der sich auf Jesus beruft, muss sich an Jesus messen lassen. Das ist für uns als Christen erst dann möglich, wenn wir täglich unsere Bibel lesen.

Du wirst dich auch danach sehnen, Gemeinschaft mit anderen bibeltreuen Christen zu haben, voneinander zu lernen und dich voneinander korrigieren zu lassen. Das ist wichtig und heilsam, um gemeinsam Jesus nachzufolgen.

Mehr dazu und was es mit der Taufe auf sich hat, erfährst du in zwei Wochen. Drücke gern die Glocke unter diesem Video, damit dir der Beitrag auch angezeigt wird.

Gebet und Fasten

Du wirst erste Schritte unternehmen, um mit Gott zu sprechen. Jesus sagt: „Danke, Vater, dass du mich hörst.“ Gott sieht dich, er hört dich und liebt es, von dir zu hören.

Deshalb sagt Jesus auch: „Wenn ihr betet...“ Dabei geht er schon davon aus, dass wir beten und beten wollen.

Ähnlich ist es beim Fasten. Jesus sagt: „Wenn ihr fastet...“ Auch dazu habe ich ein eigenes Video gemacht, in dem ich erkläre, warum und wie Christen fasten. Denn hinter dem Fasten steckt mehr, als man denkt.

Das Video findest du unten in der Videobeschreibung.

Vergebung und Nachfolge im Alltag

Und das Wichtigste von allem: Gott freut sich so sehr darauf, dich zu sehen. Jesus sagt wahrlich: „Ich sage dir, du wirst mit mir im Paradies sein.“ Und er sagt: „Komm hinein zur Freude deines Herrn.“

Buße, Reue, Umkehr und eine Wiedergeburt verändern auch horizontal, wie du mit anderen Menschen umgehst. Das ist diese übernatürliche Kraft der Vergebung. Du kannst vergeben, weil dir vergeben wurde.

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber in meinem Leben sind mir schon Dinge passiert, die so dermassen ungerecht waren, dass ich gar nicht darüber nachdenken möchte. Menschen zu vergeben braucht manchmal mehr Kraft, als wir aus uns selbst heraus haben. Außerdem braucht es einen Ort, wo dieses ganze Unrecht hingehen kann. Sonst werden wir es eines Tages an anderen Menschen auslassen, die nichts damit zu tun haben – an Kollegen vielleicht, an Mitarbeitern, an der Gemeinde, an Freunden oder sogar an Kindern oder unserem Ehepartner.

Ich sehe das jede Woche in sozialen Medien, wie Menschen ihre eigenen Verletzungen und ihren eigenen Schmerz an anderen auslassen. Aber das muss nicht mehr sein, weil du durch Jesus Anteil bekommst an dieser buchstäblich göttlichen Vergebungskraft. Jesus sagt dazu: „Euch ist vergeben, also könnt ihr jetzt ganz anders und viel tiefer vergeben.“

Sonst enden wir am Ende wie der Minister in Matthäus 18, dem eine Milliarden-Schuld vergeben wurde, für die er haftbar war. Doch jetzt prügelt er auf der Straße Leute wegen Kleinigkeiten. Denk auch an Markus 9, wo Jesus sagt: „Haltet Frieden miteinander.“

Jesus will keine hysterischen Christen, die sich wegen jeder Kleinigkeit oder wegen irgendwelcher Politik an die Gurgel gehen. Jesus sagt auch, dass nicht alle Menschen positiv darauf reagieren werden, dass du Christ bist. Jesus nachzufolgen kann zur Verfolgung führen.

Wir verwöhnten Westeuropäer haben das oft nicht auf dem Schirm. Aber in absoluten Zahlen waren Christen letztes Jahr die am meisten unterdrückte Religionsgemeinschaft der Welt. In vielen Ländern hat sich die Lage sogar verschlechtert. Bete für sie!

In Hebräer 13 heißt es: „Denkt an die Gefangenen, als wärt ihr selbst im Gefängnis, und an die Misshandelten, als wäre es euer eigener Körper.“ Und Jesus sagt dazu: „Wenn die Welt euch hasst, dann sollt ihr wissen, sie hat mich zuvor gehasst.“

Hilf auch anderen Menschen, in den Himmel zu kommen. Es werden nicht alle dort hineinkommen. Jesus sagt: „Tretet ein durch das enge Tor, denn weit ist das Tor und breit ist der Weg, der ins Verderben führt, und viele sind es, die da hineingehen.“

Er sagt auch, die Zeit läuft, weil Jesus wiederkommen wird. Und er sagt: „Ihr wisst nicht, wann ich wiederkomme.“

Das ist der sogenannte Missionsbefehl. Nachfolger zu sein heißt ganz praktisch, mehr zu tun, was Jesus gemacht hat. Was hat Jesus gemacht? Er hat Menschen durch sich selbst zu Gott geführt.

Deshalb ist es so wichtig, anderen Menschen vom Evangelium zu erzählen. Denn das ist das Hauptziel von Jesus: Menschen vor der Hölle zu retten. Wenn dir nichts Besseres einfällt, kannst du gerne das Video an ein paar Leute weiterschicken.

So oder so sagt Jesus: „Ihr werdet meine Zeugen sein.“ Und er sagt: „Geht zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Jüngern.“ Er sagt: „Geht in die ganze Welt und verkündet allen Menschen die gute Botschaft.“

Was sagt das über Jesus? Jesus ist derjenige, der dich von Untätigkeit befreit. Jesus ist derjenige, der dich zur Aktivität befähigt. Sonst würdest du das hier gerade nicht sehen und nicht hören.

Das Evangelium nach Jesus, Kapitel sechs von sechs. Was wird als Nächstes passieren?

Das Evangelium nach Jesus – Teil 7: Die Zukunft und abschließende Gedanken

Kapitel sechs von sechs: Was wird als Nächstes passieren?

Jesus sagt, diese Freudenbotschaft von der Gottesherrschaft wird in der ganzen Welt gepredigt werden, damit alle Völker sie hören. Er sagt, dass man schon mit den Städten Israels nicht zu Ende kommen wird, bis er wiederkommt.

Jesus kündigt an: „Ich komme zurück, und ich werde euch zu mir holen, damit ihr auch da seid, wo ich bin.“ Er betont, dass er wiederkommen wird.

Demnächst wird es ein eigenes Video dazu geben, wie das aussehen wird. Wer die Glocke unter diesem Video drückt, wird darüber informiert.

Jesus sagt aber auch, dass es zuerst schlimmer werden wird. Er erklärt, dass es in diesen Tagen eine solche Bedrängnis geben wird, wie sie vom Anfang der Welt, von der Schöpfung bis jetzt, nicht gegeben hat und auch niemals danach geben wird.

Er versichert: „Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ Deshalb fordert er dazu auf, wachsam zu sein, denn niemand weiß, an welchem Tag der Herr kommen wird.

Aus diesem Grund sagt Jesus fünfzehnmal im Neuen Testament: „Wer Ohren hat, der höre.“

Abschließender Gedanke.

Abschließender Gedanke

Was sagt all das über Gott aus? Gott sehnt sich nach dir.

Jesus sagt: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht ausstoßen. Jesus ist Gottes Liebesbrief an dich.

Mach diesen Brief auf, bekehre dich, kehre um, halte dich an Jesus fest und folge ihm nach.