Generierte Mitschrift
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Einleitung und biblischer Rahmen
Gemeinsam Glauben leben. Sie hören den Predigt-Podcast der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde The Rock Christus Kirche aus Berlin-Spandau.
Ostern liegt hinter uns, und damit auch eine spannende Predigt zu Psalm 22 als Prophetie auf Jesus. Wir haben uns das letzte Woche angeschaut: Tausend Jahre bevor der Herr Jesus am Kreuz stirbt, lässt der Heilige Geist seinen berühmtesten Vorfahren ein Lied schreiben. Dieses Lied beschreibt nicht nur, was auf Golgatha geschah, nämlich die Kreuzigung, sondern gibt uns auch einen tiefen Einblick in das emotionale Erleben, das den Herrn Jesus am Kreuz durchzieht.
Da hängt einer, der sagt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Und gleichzeitig ist er durchdrungen von einem ganz tiefen Vertrauen in diesen Gott. Das ist eine Spannung, die einfach nur absolut irre ist. Und was uns Psalm 22 auf eine ganz besondere Weise mitgibt, ist die tiefe, enge Verzahnung zwischen Altem und Neuem Bund.
Nach seiner Auferstehung lesen wir über den Auferstandenen, dass er auf zwei Jünger trifft. Das möchte ich euch mal vorlesen. Lukas 24, ab Vers 25, da heißt es: Und er sprach zu ihnen: Ihr Unverständigen und im Herzen zu Trägen, an alles zu glauben, was die Propheten geredet haben! Musste nicht der Christus dies leiden und in seine Herrlichkeit hineingehen? Und von Mose und von allen Propheten anfangend, erklärte er ihnen in allen Schriften das, was ihn betraf.
Ich finde das total spannend. Jesus trifft diese Jünger und sagt: Hey, wir schauen mal ins Alte Testament. Ihr seid jetzt ein bisschen aufgebracht über das, was gerade passiert ist. Lasst mich euch von Mose anfangend erklären, wo im Alten Testament sich überall Aussagen über den Messias finden.
Und später dann im Kreis der Zwölf, die zu diesem Zeitpunkt eigentlich nur noch elf sind, heißt es in Lukas 24, ab Vers 45: Dann öffnete er ihnen den Sinn, die Schriften zu verstehen, und sprach zu ihnen: So steht geschrieben, und so musste der Christus leiden und am dritten Tag auferstehen aus den Toten, und in seinem Namen Buße zur Vergebung der Sünden gepredigt werden allen Nationen, anfangend von Jerusalem.
Wir haben hier wieder die gleiche Situation. Er öffnet ihnen den Sinn für das Verstehen der Schriften. Das sind die Texte des Alten Testaments. Und er zeigt ihnen aus dem Alten Testament heraus, dass das, was hier passiert, kein Versehen ist.
Ich möchte das immer wieder betonen: Der Tod am Kreuz war kein Versehen. Er war notwendig, er war gewollt. Gott, das Wort, wird Mensch, weil wir als Menschen einen Stellvertreter brauchen, der unsere Sünde sühnt und uns mit Gott versöhnt.
Und so wie ein einzelner Psalm eine Prophetie sein kann, eine direkte Prophetie auf das, was tausend Jahre später am Kreuz passiert, so können das natürlich auch komplexere Zusammenhänge im Alten Testament sein.
Ich greife jetzt etwas vor. Ich habe euch das verteilt. Wir machen ja eine Bibelleseaktion, große Teile des Alten Testaments. Wenn ihr noch nicht daran teilnehmt, nehmt euch einen Bibelleseplan mit und fangt damit an. Wenn ihr Fragen zu den Texten habt, die ihr da lest, gibt es auf unserer Homepage einen kleinen Chatbot, wo man seine Fragen auch loswerden kann, sodass man dann, während man liest und eine Frage hat, gleich eine vernünftige Antwort dazu bekommt.
Ich greife jetzt etwas vor, und ich habe die Predigt heute genannt, und vielleicht schauen wir uns noch mal die Titelfolie kurz an: Der Weg durch die Wüste. Also das ist, worum es heute geht. Und ich wage jetzt mal einen Einstieg. Nächste Folie, bitte.
Wir schauen uns die Geschichte Israels, wie sie in den fünf Büchern Mose, also eigentlich im zweiten bis fünften Buch Mose, geschildert wird, in Form von vier Bildern an.
Da ist zum einen Bild Nummer eins: eine Tür. Die Türpfosten und die Oberschwelle sind mit dem Blut des Passalammes bestrichen. Und wer die Geschichte kennt, weiß: Das schützt vor der zehnten Plage, davor, dass Luther ihn den Würgeengel nennt. Ich finde das Wort schön. Wenn also der Würgeengel kommt, wird die Erstgeburt nicht getötet in den Häusern, die sich quasi von diesem Blut beschützen lassen.
Dann kommt Bild Nummer zwei: Gott teilt das Schilfmeer, Israel zieht hindurch, und die Armee des Pharao geht unter.
Dann sind wir jetzt rein in die Wüste. Und in der Wüste schließt Gott am Berg Sinai mit Israel einen Bund, den alten Bund: die Zehn Gebote und, wer die Geschichte genau liest, noch ein paar mehr.
Und dann, nachdem wir Passa, Schilfmeer, Bund haben, geht es rein in die Wüste. Israel zieht durch die Wüste Richtung verheißene Land, und es folgt an dieser Stelle einem Engel, von dem wir schon aus einer anderen Predigt wissen, dass es sich da eigentlich um den Herrn Jesus handelt, um eine präexistente Form von Gott, dem Wort.
Und ich möchte euch 2. Mose 23 kurz zeigen. 2. Mose 23,20 heißt es: Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, damit er dich auf dem Weg bewahrt und dich an den Ort bringt, den ich für dich bereitet habe. Hüte dich vor ihm, höre auf seine Stimme und widersetze dich ihm nicht, denn er wird euer Vergehen nicht vergeben, denn mein Name ist in ihm.
So, das ist, wenn wir noch einmal zurückgehen zu der Folie mit den vier Bildern drauf, die Geschichte Israels: zweites bis fünftes Mose in vier Bildern. Wasser, Auszug, Schilfmeer, Bund und dann rein in die Wüste.
Und das Spannende ist: Es ist nicht nur die Geschichte Israels, sondern es ist unsere Geschichte.
Nächste Folie.
Wir haben nämlich auch ein Passahlamm. Wir haben auch jemanden, der für uns als Lamm stirbt. So heißt es in Johannes 1, Vers 29: Am folgenden Tag sieht er, das ist Johannes der Täufer, Jesus zu sich kommen und spricht: Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt.
Spannend, oder? Und in 1. Korinther 5 kann Paulus dann noch deutlicher formulieren, Vers 7: Fegt den alten Sauerteig aus, damit ihr ein neuer Teig seid, wie ihr ja bereits ungesäuert seid. Achtung, denn auch unser Passalamm Christus ist geschlachtet.
Merkt ihr also: Wieder zurück zu unserer Übersichtsfolie. Wir haben auch so das Blut quasi an der Tür zu unserem Lebenshaus. Da ist Jesus für uns gestorben. Und genauso wie das Volk Israel am Anfang seines Glaubenslebens durchs Wasser geht, so tun wir das nach unserer Bekehrung auch. Wir nennen das nur Taufe, und wir brauchen dazu nicht ein ganzes Meer, uns reicht ein Pool. Aber die Beziehung ist da, und sie ist so eng, dass Paulus auch an dieser Stelle wieder formulieren kann, 1. Korinther 10, Vers 1: Denn ich will nicht, dass ihr in Unkenntnis darüber seid, Brüder, dass unsere Väter alle unter der Wolke waren und alle durch das Meer hindurchgegangen sind und alle in der Wolke und im Meer und jetzt kommt ein ganz komischer Begriff auf Mose getauft wurden.
Man muss wissen: Mose war nicht nur von Gott berufen, sondern er war Prophet. Er war ein Prophet als Vorbild für den Propheten, der noch kommen sollte. Also auch Mose ist in seiner Person so ein prophetischer Schatten, den die Gestalt von Jesus ins Alte Testament hineinwirft.
Und genau so, wie sich Israel durch diesen Zug durchs Schilfmeer endgültig von ihrer Vergangenheit, von Ägypten, verabschiedet und anfängt, diesem Mose zu folgen, so ist das auch bei unserer christlichen Taufe. Sie ist das Zeichen dafür, dass ich mein altes Leben der Sünde hinter mir lasse. Sie ist das Zeichen dafür, dass ich vor Zeugen mich zu Jesus bekenne, dass ich quasi mit meinem alten Ägypten nichts mehr zu tun haben möchte, dass ich mich bewusst auf die Seite des Mittlers stelle. Nur ist dieser Mittler eben nicht Mose, wie im Alten Testament, sondern Jesus.
Schauen wir uns das dritte Bild an. Wir haben ein Passalamm, wir haben eine Taufe, und wir haben natürlich auch ein Gesetz. Logisch: So wie Mose dem Volk Israel einen Bund und ein Gesetz brachte, so ist das auch bei uns. Wir bekehren uns, und dann kommt die Taufe, und dann treten wir damit in einen Bund ein. Ist ja logisch, nur dass es halt nicht der alte Bund ist, sondern es ist der neue Bund.
So lesen wir in Galater 6, Vers 2: Einer trage des anderen Lasten, und so werdet ihr das Gesetz des Christus erfüllen.
Also wir merken: Wir haben nicht das Gesetz des Mose, sondern wir haben das Gesetz des Christus. Und im ersten Korintherbrief, wo Paulus darüber redet, dass auch er nicht ohne Gesetz vor Gott ist, sagt er an der Stelle: Ich bin unter dem Gesetz Christi.
Was meint er damit? Was meinen wir damit, wenn wir sagen, dass wir unter dem Gesetz Christi sind? Eigentlich müsste man sogar übersetzen: gesetzmäßig dem Christus unterworfen. Das ist eine ganz merkwürdige Formulierung. Was heißt das, dass Christus mein Gesetz ist?
Und die Antwort lautet: Das heißt, alles, was ich tue, das tue ich aus der Liebes- und Dankesbeziehung heraus, die ich zu dem Herrn Jesus habe. Weil ich ihn liebe, will ich die Dinge, die ihm wichtig sind, tun. Er wird mir mit seinem Anspruch deutlich. Und wie hoch der ist, das merken wir immer, wenn wir eine der Predigten hier hören, wo man Altes Testament nimmt und dann neutestamentlich auslegt. Ich muss noch an deinen: Du sollst nicht stehlen, ja, und plötzlich sagt der hier vorne: Ja, da geht auch um Zeit. Du denkst dir: Ja, also wie oft habe ich Leuten die Zeit gestohlen, einfach so. Und du merkst: Ja, das ist natürlich, wenn ich Liebe lebe, ist das noch mal so eine Schippe drauf einfach im Miteinander. Das ist das Gesetz Christi, und ich tue es, weil ich die Beziehung zu dem Christus vertiefen möchte. Das ist unser Gesetz, aber es ist der neue Bund, wie gesagt, nicht ohne Gesetze.
Bild Nummer vier in der Reihe: Das ist der Weg durch die Wüste. Der Weg durch die Wüste. Jetzt könnte man sagen, die Israeliten sind durch die Wüste gezogen, ist das bei uns denn auch so? Na ja, auch wir folgen einem Mittler, nämlich Jesus. Das heißt, wir sind als Christen, wenn ich das Bild übertragen darf, auch auf dem Weg durch die Wüste. Versteht ihr? Wir haben ein Passalamm, wir haben eine Taufe, wir haben einen Bund, und jetzt stecken wir in der Wüste.
Und in dieser Wüste gibt es einfach, da wo wir jetzt sind, wir sind ja noch nicht angekommen, da gibt es ein paar Dinge, die sind nicht super kompliziert, aber die muss man einfach beachten, die darf man nicht übersehen.
Und wie wichtig diese Übertragung ist, dass wir begreifen, wo wir stehen, das merkt man wieder aus dem ersten Korintherbrief. Paulus überträgt diese Wüstenwanderung nämlich auf uns. Er sagt in 1. Korinther 10, Vers 1: Denn ich will nicht, dass ihr in Unkenntnis darüber seid, Brüder, dass unsere Väter alle unter der Wolke waren und alle durch das Meer hindurchgegangen sind. Dass ihr in Unkenntnis seid, überlegt mal, ja, erinnert euch an diese Leute.
Und dann Vers 5: An den meisten von ihnen aber hatte Gott kein Wohlgefallen, denn sie sind in der Wüste hingestreckt worden. Die Dinge aber sind als Vorbilder für uns geschehen. Habt ihr den Bezug? Diese Dinge sind als Vorbilder für uns geschehen. Da passiert etwas in der Wüste, und es ist ein Vorbild für uns.
Passa, Taufe, Bund, rein in die Wüste, und du sagst: Vorbild, gehe ich auch durch die Wüste? Ja, genau das ist der Punkt.
Vers 11: Da heißt es, dies alles aber widerfuhr jenen als Vorbild und ist geschrieben worden zur Ermahnung für uns, über die das Ende der Zeitalter gekommen ist.
Also denen passiert das im Alten Testament, und wir sollen uns anschauen, was denen passiert ist, damit wir an der Stelle nicht die gleichen Fehler machen. Die sind quasi schlechte Vorbilder für uns, damit wir es richtig machen.
Israel in der Wüste: Vorbild. Wir im neuen Bund: die Erfüllung. Israel geht durch eine reale Wüste, wir gehen durch eine geistliche Wüste. Und wir wissen, genauso wie Israel, was durch die Wüste geht, dass das Beste noch kommt. Und ich hoffe, dass wir alle, wenn wir so morgens wach werden, so Lust haben zu sagen: Ich wäre irgendwie jetzt schon gerne bei Gott. Aber wir sind es noch nicht, das ist das Problem. Wir sind es einfach noch nicht.
Und weil wir als Christen jetzt im Moment auf unserem persönlichen Weg durch die Wüste sind, möchte ich euch sechs Punkte mitgeben, die für geistliche Wanderer wichtig sind.
So, jetzt haben wir sie. Also sechs Punkte, die du dir ... das ist wirklich, das ist eine so banale Predigt. Ich habe mich fast nicht getraut, sie zu schreiben, aber ich dachte, es ist irgendwann auch mal wichtig, banale Predigten zu machen. Die ist wirklich simpel. Also sechs Punkte für deinen Weg durch die Wüste.
Gemeinschaft und Führung auf dem Weg
Da heißt es, Punkt Nummer eins: Geh nicht allein. Ich weiß, das klingt komisch, aber ich muss es trotzdem betonen, denn es ist ein wichtiger Punkt. Die Wüste kennt nämlich keine Gnade, und wenn du alleine gehst, wirst du nicht ankommen.
Jesus hat keine Einzelkämpfer in seine Nachfolge berufen, sondern die Gemeinde. Er hat eine Gemeinschaft berufen, eine Gemeinschaft, die sich faktisch, praktisch auf der Erde in Form von kleinen Gemeinschaften wie unserer Gemeinde hier manifestiert. Und mit uns sind andere, die wir Geschwister nennen, unterwegs Richtung verheißenes Land.
Und warum macht Gott das? Warum lässt Gott nicht einfach Mose, dann Kaleb, dann Hur und dann Josua so einzeln durch die Wüste ziehen? Na ja, ganz einfach, weil das nicht funktionieren würde. Also, ich bin der Erste, der ein Lied davon singen kann, wie anstrengend Menschen sind, okay? Ich bin nicht so der Menschenliebhaber-Typ, das bin ich nicht. Aber ich will auch der Erste sein, der darauf hinweist, dass wir einander brauchen, wenn wir den Weg durch die Wüste bis zu Ende gehen wollen.
Und ich will der Erste sein, der darauf hinweist, dass es wirklich völlig bescheuert, blödsinnig, ungeistlich und dumm ist zu glauben, ich könne Jesus auf meine persönliche Weise ganz alleine nachfolgen, ich brauche da keinen. Das magst du dir einreden, aber ich sage dir von hier vorne: Das ist eine Lüge. Wir brauchen die anderen, und wir brauchen sie mehr, als uns das manchmal lieb ist. Wir brauchen ihre Gaben, wir brauchen ihre Korrektur und wir brauchen ihre Liebe.
Weißt du was, der Clou dabei ist: Du hast dir deine Geschwister nicht ausgesucht, das war Gott. Weil Gott wusste, wen du brauchst, damit du ans Ziel kommst. Und das sind vor allem die Leute, die du am liebsten regelmäßig irgendwie mit einer Geißel aus der Gemeinde rausjagen würdest. Glaub mir, du brauchst sie. Das gehört dazu, wir gehen miteinander diesen Weg. Und wenn du das nicht glaubst, überhaupt kein Problem, tu einfach Buße und dann das Richtige.
Punkt eins: Geh nicht allein.
Punkt zwei, und das ist jetzt ein ganz wichtiger Punkt: Gott prüft und erzieht mich in der Wüste. Also warum muss ich überhaupt durch die Wüste? Habt ihr euch das mal gefragt? Warum nicht einfach Bekehrung und dann so beam me up, Gotti? So einfach: Bekehrung, Entrückung, Paradies, fertig. Wäre doch cool. Also ja, du gehst quasi direkt von der Taufe ins verheißene Land. So raus aus dem Schilfmeer, schwupp, bin ich da. Was soll diese Wüste?
Na ja, wir schauen uns mal an, was Gott dazu sagt. 5. Mose 8,2, da sagt er das nämlich, warum er Israel durch die Wüste gehen lässt. Und es kann jetzt sein, dass dir dieser Punkt nicht gefällt. Es ist ja manchmal so, dass wir auf Bibeltexte stoßen, die uns nicht so schmecken, wo Wahrheit ist wie Brokkoli oder irgendetwas anderes, was du nicht magst, aber essen sollst. Verstehst du?
Also hier, 5. Mose 8,2: Und du sollst an den ganzen Weg denken, den der Herr, dein Gott, dich diese vierzig Jahre in der Wüste hat wandern lassen, um dich zu demütigen, um dich auf die Probe zu stellen und um zu erkennen, was in deinem Herzen ist, ob du seine Gebote halten würdest oder nicht. Und er demütigte dich und ließ dich hungern, und er speiste dich mit dem Manna, das du nicht kanntest, und das deine Väter nicht kannten, um dich erkennen zu lassen, dass der Mensch nicht von Brot allein lebt, sondern von allem, was aus dem Mund des Herrn hervorgeht, lebt der Mensch. Deine Kleidung ist an dir nicht verschlissen, und dein Fuß ist nicht geschwollen diese vierzig Jahre. So erkenne in deinem Herzen, dass der Herr, dein Gott, dich erzieht, wie ein Mann seinen Sohn erzieht.
Wenn Gott dich durch die Wüste des Lebens führt, wenn er dich demütigt, wenn er dich auf die Probe stellt, wenn er dich hungern lässt oder alternativ dir eine schwere Kindheit zumutet oder du als Single lebst, obwohl du dir vielleicht eine Partnerin wünschst, oder du körperliche Schmerzen hast, ja, ich habe das jetzt gerade mit meinen Füßen, fängt jetzt gerade an, wunderbar, jeder Schritt tut irgendwie weh, das heißt, wenn deine Biografie, deine Lebensumstände oder deine Gesundheit dir jeden Tag einen Strich durch die Rechnung machen, und es gibt viel, was sich für einen Menschen in diesem Leben nach Wüste anfühlen kann.
Und jetzt kommt der Satz, vor dem ich Bammel habe, ihn auszusprechen, aber er ist die Wahrheit: Gott weiß, was er tut. Und er tut es, weil er dich, Zitat, erzieht, wie ein Mann seinen Sohn erzieht. Gott führt uns durch die Wüste, weil wir es brauchen. Es ist für uns. Es ist damit wir reif werden. Gott möchte wissen, was in unserem Herzen ist, ob wir das wirklich ernst meinen, ob seine Gebote uns wirklich wichtig sind.
Als ich das das erste Mal las, dachte ich sofort: Hä, Gott will wissen, was in meinem Herzen ist? Gott weiß doch alles, er weiß auch, was in meinem Herzen ist. Stimmt, natürlich weiß Gott alles, aber wir müssen eine Sache verstehen: Gott sucht eine Beziehung. Gott sucht eine Beziehung zu dir, und wenn es um Wissen geht in einer Beziehung, dann ist Wissen mehr als nur intellektuelles Wissen. Es hat ganz viel damit zu tun, dass ich etwas erfahre.
Wenn Gott wissen will, was in deinem Herzen ist, dann ist das so, wie wenn ich morgens meine Frau verabschiede und sie zur Arbeit geht. Natürlich weiß ich, dass sie mich liebt. Aber ich möchte den Abschiedskuss, ich möchte das erfahren. Und so ist Gott. Es geht Gott um Beziehung. Natürlich weiß Gott, wo du stehst, aber er möchte erfahren, dass du das ernst meinst, mitten in der Wüste. Es geht um Liebe, lasst uns das einfach nie vergessen.
Dritter Punkt, also der Erste: Du gehst nicht alleine, wenn du es tust, bist du verloren. Zweitens: Verstehe, dass die Wüste dich prüft und erzieht. Drittens: In der Wüste ist Gott da. Auch das habe ich schon ganz oft gepredigt. Mitten in den Schwierigkeiten des Lebens kommt es nie darauf an, wie viel Kraft ich habe. Es kommt nie darauf an, was ich kann. Es kommt auch nicht darauf an, wer ich bin. Bitte versteht das gut: In der Wüste geht es nicht um deine Power, es geht nicht um dein Know-how, es geht nicht um deinen Selbstwert. In der Wüste geht es nur um eine Sache: Wer ist mit mir? Oder um die Frage: Ist Gott bei mir? Ja oder nein, das ist die Frage, um die es geht.
Und das ist der Hit bei Gott. Wir gehen durch die Wüste, aber Gott ist da. Gott geht mit. Wüste ist eigentlich relativ simpel. Das wirst du vielleicht nicht so sehen, wenn du gerade in einer schwierigen Lebenszeit bist. Aber eigentlich ist Wüste relativ simpel. Du musst einfach nur Gott folgen. So wie die Israeliten: Die haben ihre Feuersäule, die haben ihre Wolkensäule, und die müssen einfach nur hinterherlatschen. Gott hat einen Plan, zieht diese Säule los, latscht mit. In welche Richtung? Ihr hinterher. Das ist der Weg durch die Wüste.
Für uns bedeutet das: Wir folgen Jesus, und wir tun einfach das, was er sagt. Dorthin gehen, wo er mich führt, am Morgen Manna sammeln, sprich: Wort Gottes lesen, sich mit geistlichen Dingen beschäftigen. Wenn du dürstig bist, kein Problem, da kommt Wasser aus dem Felsen, Gott wird sich um dich kümmern. Genau so, und wir haben es eben ja in 5. Mose 8 gelesen, genau so, wie Gott uns prüft, genau so ist Gott ein Gott, der uns übernatürlich versorgen will. Er möchte, dass wir in der Wüste seine Hilfe erfahren.
Da machen die einen schrecklichen Fehler, da kommen die feurigen Schlangen, und was macht Gott? Er stellt die eherne Schlange dagegen. Da kommt so ein okkulter Oberheini, so ein Wahrsager-Priester, so ein richtig Bekannter, ja, und soll die verfluchen, was macht Gott? Er zwingt ihn, den Biliam, das Volk Israel zu segnen. Gott ist ein Rettergott, und wenn du durch die Wüste gehst, musst du nur eines kapieren: Genauso wie die Stiftshütte mit den Israeliten gezogen ist, genauso ist Gott heute hier auf deinem Weg durch deine persönliche Wüste, weil Gottes Geist in uns wohnt. Du bist Tempel Gottes, du bist quasi deine eigene kleine Stiftshütte, mit der du so durch die Gegend gehst. Gott ist da, du gehst nicht allein.
Wir brauchen die Wüste nicht zu fürchten, wenn wir ihm folgen. Wie gesagt: feurige Schlangen, bronzene Schlange, okkulte Angriffe, dämonische Sachen, einfach mal Vertrauen, einfach nur Vertrauen. Deswegen predige ich so häufig, dass Eigenwilligkeit der Tod ist. Wir müssen vertrauen, tu, was er sagt. Ja, aber ich verstehe es nicht. Tu es trotzdem und lerne, dass es passt.
Also ganz wichtiger dritter Punkt: In der Wüste ist Gott da. Latsch ihm einfach hinterher, lass ihn mal machen, er bringt dich ans Ziel. Ich weiß, das klingt so banal, aber vielleicht müssen wir auch einfach mal sagen, dass Christentum eigentlich etwas ist für Leute ohne Hochschulabschluss. Für die, die einfach kindlich vertrauen, die die simplen Lektionen umsetzen, weil sie vielleicht nicht so super schlau sind, um immer alles in Frage zu stellen, alles noch mal dahinter. Vielleicht muss man einfach nur mal machen, das steht da einfach.
Punkt vier: Lass dich führen. Ich finde das einen ganz wichtigen Punkt. Das Volk in der Wüste hat Mose als Anführer, dann gibt es Priester, es gibt Richter, es gibt irgendwelche Clanchefs, es gibt, wenn man so will, eine Ordnung. Das heißt, wir gehen gemeinsam durch die Wüste, nicht alleine, aber wir gehen auch geordnet. Das heißt, Gott beruft in seinem Volk Leute zur Leitung. Gott führt sein Volk, indem er Leiter gibt. Nicht jeder sagt: Hier ist vorne. Es ist wichtig, dass wir das verstehen.
Und wenn wir Mose mal als den Prototypen eines Leiters verstehen, was ich glaube, dass man tun darf, dann fallen vier Dinge auf, was einen guten Leiter ausmacht. Jetzt müssen die Ältesten zuhören, weil das euer Job ist. Erstens: Mose geht voran. Zweitens: Er trifft Entscheidungen, er ist wirklich jemand, der Urteile fällt. Drittens: Er führt sein Leben in Demut, er ist ein Vorbild in Demut. Und viertens: Er betet.
Also Mose ist jemand, er führt, er urteilt, er ist demütig und er kämpft im Gebet. Merkt ihr, wie letztlich auch das nicht so dramatisch ist, wenn wir in der Wüste unterwegs sind? Wir brauchen Leute, die uns vorangehen, wir brauchen Leute, die Ansprechpartner sind, wir brauchen Leute, die sich auf ihren Dienst nichts einbilden, und Leute, die im Hintergrund beten.
Und ich denke immer an diese Schlacht: Unten kämpft das Volk, und oben steht Mose auf dem Berg, hebt die Hände, und ich denke, es sind Hände, die er zum Gebet hebt. Und immer wenn er die Hände oben hat und betet, dann gewinnen die da unten, und wenn die Hände runtergehen, dann verlieren die da unten. Das ist die Schlacht Israel gegen Amalek. Und was passiert dann? Dann kommen zwei Typen, nämlich Hur und Aaron, und die kommen links und rechts und helfen ihm, dass er die Hände hochhalten kann, weil die Schlacht einfach so lange dauert, dem fallen die Hände schon runter.
Tolles Bild für uns als Gemeinde, oder? Wir haben Älteste, die für uns beten, und wir gehen links und rechts ran und helfen ihnen, die Hände hochzuhalten. Wir unterstützen sie in ihrem Dienst. Das ist das, was es braucht. Wir gehen gemeinsam, aber wir gehen geordnet. Und da, wo Leitung ist, unterstützen wir Leitung.
Wir wollen ankommen, bitte vergesst das nie. Das Ziel ist anzukommen, nicht in der Wüste zu krepieren. Dafür sind diese Dinge da. Das muss dir ja persönlich auch nicht gefallen, dass Gott das so eingerichtet hat, aber es ist halt so.
Fünfter Punkt, und das ist der Schwerpunkt, den Paulus in 1. Korinther 10 setzt. Da heißt es: Lass dich nicht verführen. 1. Korinther 10,6-10: Diese Dinge aber sind als Vorbilder für uns geschehen, damit wir nicht, also alles, was du im Rahmen der Bibellese in Zweiter, Dritter, Vierter, Fünfter Mose liest, immer darüber nachdenken: Das ist ein Vorbild für dich. Du sollst das nicht so machen wie die, weil die sind nicht im verheißene Land angekommen, du willst da aber ankommen, also mach es anders.
Diese Dinge aber sind als Vorbilder für uns geschehen, damit wir nicht nach Bösem gierig sind, wie jene gierig waren. Werdet auch nicht Götzendiener wie einige von ihnen, wie geschrieben steht: Das Volk setzte sich nieder, zu essen und zu trinken, und sich dann aufzuspielen. Auch lasst uns nicht Unzucht treiben, wie einige von ihnen Unzucht trieben, und es fielen an einem Tag dreiundzwanzigtausend. Lasst uns auch den Christus nicht versuchen, wie einige von ihnen ihn versuchten und von den Schlangen umgebracht wurden. Murrt auch nicht, wie einige von ihnen murrten und von dem Verderber umgebracht wurden.
Der Punkt heißt: Lass dich nicht verführen. Die Wüste ist eine reale Gefahr, die Wüste fordert dich heraus. Und es gibt so ein paar Dinge, vor denen müssen wir uns einfach richtig in Acht nehmen: nach bösem Gierigsein, Götzendienst, sexueller Unmoral, Jesus versuchen oder über unser Schicksal murren. Das sind die Dinge, und ich kann euch nur raten: Arbeitet jeden einzelnen Punkt zu Hause nach. Ganz ehrlich, das sind sechs Punkte, kann man also bis nächsten Sonntag jeden Tag könnte man mal über einen nachdenken: Wo findet sich das in meinem Leben? Das sind Dinge, wo Paulus explizit sagt: Sei bitte vorsichtig, dass sich das nicht in deinem Leben findet. Die sind gefährlich.
Noch mal: Der Weg durch die Wüste ist kein Spiel. Das haben wir bei den Amalekitern gemerkt, von denen ich gerade mit dieser Hur-und-Aaron-Geschichte sprach. Wir haben Feinde. Da gibt es diesen alten Jürgen, der noch irgendwie in meinen Knochen drinsteckt und der manchmal sagt: Ich will auch noch mitreden. Der sollte eigentlich in der Taufe ersoffen sein, aber irgendwie kann er schwimmen. Versteht ihr?
Dann gibt es den Zeitgeist, in dem ich drinstecke, der mich ständig mit seinen Lügen und mit seiner Ablenkung traktiert. Dann gibt es so richtig dämonische Versuchungen, also das muss man schon auch sagen, Mächte, die es darauf anlegen, mein geistliches Leben zu zerstören. Deswegen ist es wichtig: Arbeitet diese Punkte nach, denkt darüber nach, wo gebe ich völlig unnötigerweise Sünde Raum in meinem Leben, bete darum, dass Gott dir diese Dinge zeigt, auch deine blinden Flecken. Wo sind andere Götter in meinem Leben wichtig? Sicherheit, Wohlstand, Vergnügungen? Wo betören mich vielleicht auch nur in Gedanken sexuelle Sünden? Wir leben in einer übersexualisierten Gesellschaft. Wir machen als Männer dieses Klick-Stop alle zwei Wochen auf Zoom, wo wir uns über Reinheit austauschen. Herzliche Einladung an alle, die dabei sein wollen, solange ihr Männer seid. Also da reden wir über diese Dinge: Wie halten wir uns irgendwie von diesen sexuellen Sachen frei? Das ist einfach gar nicht so simpel.
Oder wo fange ich an, Jesus zu versuchen, indem ich ihn vor meinen Karren spanne, wo es nicht mehr darum geht, den Willen Gottes zu tun, sondern wo ich Gott dazu bringen will, meinen Willen zu tun. Das ist nämlich Jesus versuchen. Oder wo werde ich ungeduldig und misslaunig und murrig, weil ich nicht zufrieden bin mit dem, was Gott mir da auf dem Weg durch die Wüste an Prüfungen, an Demütigungen zumutet.
Denkt darüber nach, über diesen Text, er ist wirklich wichtig. Und Paulus sagt, das sind Vorbilder, das sind negative Vorbilder, die sind gestorben in der Wüste, sie sind nicht angekommen. Du möchtest ankommen, also mach das nicht.
Ruhe, Freude und das Ziel der Reise
Jetzt möchte ich diese Predigt nicht mit so einem Mollton enden lassen, mit so einem: Mach das nicht. Es gibt eine zweite Seite, den sechsten Punkt: Gönne dir Zeiten der Ruhe und der Freude.
Es gab in der Wüste auch den Sabbat. Es gab auch Feste. Es gab auch Lieder über die Größe Gottes. Wisst ihr, die Wüste ist gefährlich, die Wüste ist eine Herausforderung, die Wüste tut weh. Aber die Wüste ist nie nur schlecht. Sie ist nervig, keine Frage. Aber weil wir zusammen unterwegs sind, weil Gott mit uns ist, weil er uns führt, weil er uns gute Vorbilder gibt und weil er ein Gott ist, Zitat Paulus, der uns alles reichlich darreicht zum Genuss, deshalb gibt es auch in der Wüste genügend schöne Dinge. Dinge, die uns mittendrin mal aufatmen lassen. Wo du einfach mal sagst: Boah, danke, Herr.
Der Prediger sagt das ganz schön, Prediger 8,15: Und ich preise die Freude, weil es für den Menschen nichts Besseres unter der Sonne gibt, als zu essen und zu trinken und sich zu freuen. Und dies wird ihn begleiten bei seinen Mühen die Tage seines Lebens hindurch, die Gott ihm unter der Sonne gegeben hat. Versteht ihr? Die Mühen sind da, das ist die Wüste, um die kommst du nicht herum. Aber Gott ist ein Gott, der uns mitten in die Mühen Momente der Freude, des Genusses, des Friedens und der Freundschaft schenkt.
Wir waren gestern mit alten Freunden zusammen. Es war einfach ein schöner Abend mit alten Freunden, an dem man reden konnte und zur Ruhe gekommen ist. Und lasst uns an dieser Stelle festhalten, dass unter der Sonne das Leben endlich ist. Die Welt, in der wir leben, hat ein Ablaufdatum. Sie wird erneuert werden. Ich hoffe, dass jeder von euch jeden Morgen mit der Sehnsucht wach wird, Jesus zu begegnen. Es könnte heute vorbei sein. Vielleicht kommt er heute wieder. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur tot und habe es geschafft. Auch gut. Das wahre Leben kommt.
Paulus kann sagen: Das Beste kommt noch. Paulus kann sagen: Ich habe Lust, abzuscheiden und beim Herrn zu sein. Aber weil es euch gibt, bleibe ich noch ein Stück. Und ich habe das, glaube ich, auch schon öfter gepredigt: Die Person, die mir fast am meisten leidtut in der Bibel, ist Lazarus, der drei Tage beim Herrn ist, im Paradies, und dann wieder zurück muss. Wo du denkst: Ja, wunderbar, wunderbar. Wer will das genau?
So, fassen wir zusammen: der Weg durch die Wüste. Wir haben im Alten Testament einen Schatten, wir haben ein Vorbild auf das, was im Neuen Testament passiert. Wir haben etwas zum Anfassen. Da ist eine richtige Tür, die mit Blut bestrichen wird. Da ist ein richtiges Meer, wo ein ganzes Volk durchgeht. Da ist ein Berg, wo es blitzt und donnert und richtige Steintafeln geschrieben werden. Wir haben ein Volk, das wirklich durch den Sand stapft, Tag für Tag, jahrzehntelang.
Jetzt übertragen wir das auf uns. Wir dürfen das alttestamentliche Volk, wir dürfen Israel A nehmen und es auf Israel B übertragen. Wir haben genau das Gleiche. Du hast in deinem Leben einen Rettergott nötig, der sein Blut für dich opfert, der für dich stirbt. Du brauchst eine Taufe, mit der du dich endgültig distanzierst und sagst: Schluss, ich gehe jetzt mit Gott all in. Du brauchst einen Bund, einen neuen Bund, unter dem du lebst, der dich prägt, der dir den Rahmen für den Gehorsam gibt, den du leben willst. Und dann geht es rein in die Wüste.
Und ich möchte, ich nenne das Heilsegoismus, ich möchte ankommen. Das ist das Einzige, was ich will. Du kannst mir alles wegnehmen, aber nimm mir nicht die Ewigkeit weg. Kaleb und Josua, das sind die zwei, die ankommen. Ich möchte ein Kaleb sein, ich möchte ein Josua sein, ich möchte dabei sein.
Und damit das klappen kann, sagt Paulus, und sagt die Bibel uns: Pass auf ein paar Punkte auf. Nimm die ernst. Diese Punkte sind absolut billig, das ist keine hohe Theologie, wirklich. Deswegen, ihr lieben Teenies, das ist simpel, das habt ihr alle verstanden. Da ist keiner hier, der jetzt nachher, wenn Bodo Fragen stellt, sagt: Habe ich nicht verstanden. Das ist wirklich einfach.
Wir gehen nicht alleine. Du bleibst in Gemeinschaft, du nutzt Gemeinschaft. Du stiehlst dich hier nicht raus, wenn es dir schlecht geht. Das machst du einfach nicht. Zweitens: Du verstehst, wozu die Wüste da ist. Es ist eine Prüfung und eine Erziehung. Und du nimmst das gerne von Gott an, weil Gott weiß, was er tut, auch wenn du gerade keine Ahnung hast, wohin das führen soll. Drittens: Du weißt, dass Gott da ist, und du feierst seine Gegenwart jeden Tag. Er wohnt in dir, du musst ihm nur hinterherlatschen, das ist alles. Viertens: Wenn du nicht mehr weiter weißt aus dir heraus, dann hast du Leute, die du fragen kannst. Du hast Vorbilder, zu denen du hingehen kannst: Sag mir, was ich tun soll. Du musst natürlich dann auch auf sie hören. Fünftens: Lass dich nicht verführen von diesem ganzen Blödsinn, der um uns herum passiert. Und mittendrin gönnst du dir deinen persönlichen Sabbat, deine Auszeiten, Momente, in denen du wieder neu Kraft schöpfst, um die nächsten Schritte durch die Wüste zu stapfen.
Und nochmal: Ich wünsche euch, dass ihr jetzt einfach, es sind sechs Punkte, die nächsten sechs Tage euch jeden Tag einen vornehmt und einfach mal kurz darüber nachdenkt, fünf Minuten beim Zähneputzen: Wo trifft mich dieser Punkt? Was könnte ich da anders machen? Wo will Gott mich mit diesem Punkt berühren?
Amen. Vielen Dank fürs Zuhören! Alle Informationen zu unserer Gemeinde finden Sie im Internet auf www.weil-gott-dich-liebt.de. Wir wünschen Ihnen Gottes reichen Segen. Bis zum nächsten Mal!
Vielen Dank an Jürgen Fischer, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!
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