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Schöpfungsordnung Gottes, Teil 1/2

09.11.2015
SerieTeil 1 / 2Schöpfungsordnung Gottes
Wer führt eigentlich wen in Ehe und Gemeinde? Der Kern ist unbequem: Wenn Männer Verantwortung meiden und Frauen nur noch mitziehen, zerbricht Vertrauen, Beziehung und Ordnung.

Einleitung: Warum diese Frage die Gemeinde betrifft

Die gravierendsten Veränderungen in der Geschichte der Menschheit haben in den letzten vierzig Jahren stattgefunden. Die Revolution der Geschlechter oder, mit den Worten des Historikers William Manchester, die Ausradierung der Unterschiede zwischen den Geschlechtern, ist nicht nur das aufsehenerregendste Thema unserer Zeit, sie könnte das tiefgreifendste überhaupt sein, mit dem die Menschheit je konfrontiert wurde.
Was wir heutzutage in Bezug auf das Thema der Revolution der Geschlechter erleben, die Unterschiede zwischen den Geschlechtern und das Missverständnis darüber, was jetzt die Funktion der einzelnen Geschlechter ist, ist haarsträubend. Die Gemeinde Jesu muss in dieser Frage biblische Fundamente haben, sonst werden wir von der Meinung der Welt immer mehr beeinflusst werden.
Die heutigen Medien sind so aufgebaut, dass wir möglichst stark mit den Meinungen dieser Welt bombardiert werden. Die Medien beeinflussen uns mehr, als wir denken. Wer sich viel mit den Medien beschäftigt, wird mit der Zeit auch so anfangen zu denken, wie sie wollen, dass wir denken. Und das funktioniert sehr, sehr gut.
Wissen Sie, warum überall die Demokratie eingeführt werden soll? Weil die Demokratie der beste Weg ist, um die Menschen dorthin zu bringen, wo man sie haben will. In einer Monarchie geht das nicht. In einer Monarchie regiert der König, und da kann man nicht umstimmen. Das Volk kann man immer umstimmen. Man braucht es nur lange genug zu bombardieren, mit Medien und mit der Meinung, die man haben will, dass die Leute denken. Dann hat man die Mehrheit der Menschen auf seiner Seite. Und mit Demokratie wird immer die Mehrheit die Oberhand haben. Dann kann man das Volk genau dahin führen, wo man es haben möchte.
Wir leben heute in so einer Zeit. Und wir sollen als Christen – ich rede jetzt zu Christen – nicht meinen, wir denken ja ohnehin anders. Es ist immer wieder, stelle ich fest, dass die Christen etwa zehn oder fünfzehn Jahre zeitversetzt genau dorthin rücken, wo die Welt vor fünfzehn Jahren war. Das heißt, es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Christen so denken wie die Welt. Das ist nicht jedes Mal so, aber in vielen, vielen Fällen ist es so.
Ich wollte ja etwas zitieren, also hier weiter das Zitat von Alexander Strauch: Den Christen erging es da nicht anders als dem Rest unserer Gesellschaft, sie wurden durch diese Veränderungen unablässig beeinflusst. In einem Leitartikel der Time über die Zweite Reformation war zu lesen, dass religiöse Feministen glauben, sie befänden sich in einem großartigen historischen Wandel der Christenheit. In Wirklichkeit ist der Rollentausch, welcher weltweit in christlichen Kreisen stattfindet, nicht das Zeichen einer Zweiten Reformation, sondern eine radikale Abkehr vom biblischen Lebensstil, der von den Aposteln gelehrt wurde.
Die Debatte um die Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern ist keine abstrakte, unpersönliche Lehrstreitigkeit. Sie berührt direkt unsere Menschlichkeit, unsere sexuelle Identität, unseren geistlichen Dienst, unsere Ehen, Familien und unser örtliches Gemeindeleben. Es ist eine emotionsgeladene Debatte, die Gemeinden und Denominationen weltweit spaltet.
Dieses Buch wurde schon vor vielen Jahren von Alexander Strauch geschrieben, aber er hat damals schon ganz klar das erkannt, was wir heute mittendrin erleben. Aus diesem Grund schauen wir uns einige Bibelstellen an. Ich möchte heute einfach einmal der Reihe nach einige Stellen mit Ihnen durchgehen und einige Prinzipien herausarbeiten. Vieles wird bekannt sein, aber wir brauchen auch das Bekannte, um uns zu festigen, gerade in dieser Hinsicht.

Die Schöpfungsordnung als Grundlage der Rollen

 1. Korinther 11,3: Ich will, dass ihr wisst: Christus ist das Haupt eines jeden Mannes, der Mann ist das Haupt der Frau, und Gott ist das Haupt Christi.
 1. Korinther 11,3: Paulus möchte, dass die Christen wissen: Christus ist das Haupt eines jeden Mannes, der Mann ist das Haupt der Frau, und Gott ist das Haupt Christi. Der Mann ist das Haupt der Frau, und Gott ist das Haupt Christi.
Vor längerer Zeit, mittlerweile schon, habe ich einen Teil einer Kassette gehört. Es war nur ein kurzer Ausschnitt von einer Frau, die ein Frauenfrühstück in der Schweiz macht. Dann höre ich nur diese Worte. Da sagt sie, es ging um Hauptsein, Familie, Ehe und so weiter. Dann sagt sie: Der Mann ist das Oberhaupt der Frau. Wenn ich allein das schon höre, dann ekelt mich das. Sie hat sich lustig gemacht über den Ausdruck, den die Bibel verwendet.
Der Mann ist das Haupt der Frau. Hauptsein heißt, für den anderen da zu sein. Jemand hat einmal gesagt: Hauptsein heißt, das Haupt hinzuhalten. Hauptsein heißt, die Verantwortung zu übernehmen und sich mit aller Kraft und Hingabe für denjenigen einzusetzen, dessen Haupt er ist.
Der Mann ist das Haupt der Frau, Epheser 5,23. Das ist die zweite Stelle hier: Epheser 5,23. Der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch der Christus das Haupt der Gemeinde ist, und er ist der Retter des Leibes.
Paulus vergleicht hier: Christus ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde. Der Herr Jesus hat sein Haupt hingehalten für die Gemeinde. Er hat alles für sie getan, bis zu dem Zeitpunkt, als er sein Haupt am Kreuz neigte. Nach der Auferstehung lebt er weiter für die Gemeinde, deren Haupt er ist. Er ist Haupt und Retter aller derer, die ihm anvertraut sind.
Also: Christus ist das Haupt der Frau, wie auch der Mann das Haupt der Frau ist, wie auch Christus das Haupt der Gemeinde ist. Es steht nicht da: Der Mann soll das Haupt der Frau sein. Haben Sie genau gelesen? Paulus sagt nicht, der Mann soll das Haupt der Frau sein. Überhaupt nicht. Er spricht hier von Tatsachen. Es geht nicht um einen Befehl, es sind Tatsachen. Und es steht auch nicht da: Christus soll das Haupt der Gemeinde sein. Nein, er ist es.
Wenn du, oder wenn Sie, ich weiß nicht, ob ich du oder Sie sagen soll, wenn du ein Mann bist, dann bist du der Schlüssel zum Herzen deiner Frau und zu deiner Familie. Du bist das Haupt, und als Haupt bist du auch der Hirte. Es gibt ein gutes Buch, das heißt Hirte der Herzen. Hirte der Herzen. Eltern sind Hirten der Kinderherzen, und der Mann ist der Hirte des Herzens seiner Frau.
Eine Frau ist darauf angelegt, geführt zu werden. Das hat Gott so gemacht, von der Schöpfung her. Also muss der Mann auch darauf achten, dass er die Herzen gewinnt, das Herz der Frau gewinnt und das Herz der Kinder gewinnt. Dazu braucht er eine enge Verbindung zu seinem Haupt, Jesus Christus. Das macht er dadurch, dass er sich enger an das Wort Gottes hält.
Also können wir als Christen nur so leben, wie wir sind, wenn wir uns enger an das Wort Gottes halten. Das heißt: viel beten, mit Christus in Verbindung bleiben. Ohne mich könnt ihr nichts tun, sagt der Herr.
Das zur Einleitung. Wir wollen einige Bibelstellen betrachten. Paulus hat sich in 1. Timotheus 2 zu dem Thema geäußert, im Auftrag des Heiligen Geistes. Alles, was Paulus hier in 1. Timotheus 2 schrieb, ist pures Wort Gottes. Das ist nicht die Meinung von Paulus, sondern das ist die Meinung Gottes durch seinen Knecht Paulus.

Gemeindeordnung und Schöpfung in 1. Timotheus 2

 1. Timotheus 2,1. Dort geht es um die Regelungen über das Zusammenkommen der Gläubigen. Das ist der Zusammenhang, und ich werde dann Vers 1 lesen und Vers 8:
Vor allen Dingen lege ich dir nahe, dass Flehen, Gebete, Fürbitten und Dank für alle Menschen dargebracht werden.
Und dann Vers 8: Es ist also mein Wille, dass die Männer an jedem Ort beten. An jedem Ort heißt hier Ephesus, Milet, Troas, Hierapolis, Kolosse, überall, wo Timotheus hier den Auftrag hatte, für Ordnung zu sorgen. Es ist mein Wille, dass die Männer an jedem Ort beten, dabei heilige und reine Hände aufheben, ohne Zorn und Bedenken.
Ebenso auch, dass die Frauen sich selbst in schicklichem Betragen schmücken, verbunden mit Zurückhaltung und einem gesunden Sinn, nicht in Flechtwerk oder Gold oder Perlen oder kostspieliger Kleidung, sondern mit dem, was Frauen ziemt, die sich zur Gottesfurcht bekennen: durch gute Werke.
Eine Frau lerne in Stille, in aller Unterordnung. Einer Frau erlaube ich nicht zu lehren, noch über den Mann zu bestimmen, sondern sie hat in der Stille zu sein. Denn Adam wurde zuerst gebildet, danach Eva. Und Adam wurde nicht betrogen, aber die Frau, nachdem sie betrogen worden war, ist in Übertretung geraten. Sie wird aber bewahrt und gerettet werden im Gebären, wenn sie bleiben, also nicht die Kinder, sondern die Frauen, wenn sie bleiben im Glauben und in Liebe und Heiligung, verbunden mit einem gesunden Sinn und Züchtigkeit.
Der Apostel Paulus geht hier um Gemeindeordnung, aber er begründet die Gemeindeordnung auf der Schöpfung. Also geht es hier in diesem Abschnitt um die Wiederherstellung der Schöpfungsordnung. Gott hat Adam erschaffen und danach Eva. In unserer Welt will man das nicht hören. Man will nicht hören, dass Gott zuerst Adam geschaffen hat und dann Eva. Darüber lachen sie nur noch und spotten nur noch. Das wird nicht akzeptiert, es gibt es nicht. Warum? Weil es nicht in unsere Gesellschaft passt. Denn wenn wirklich Adam zuerst geschaffen wurde und danach Eva, dann muss ja auch das andere stimmen, was Gott gesagt hat.
Eva ist als Gehilfin des Mannes, als Hilfe für den Mann geschaffen. Gott hat Adam die Regeln gesagt. Gott hat Adam gesagt: Adam, du darfst von allen Bäumen des Gartens essen, aber von dem einen Baum, dem Baum der Erkenntnis, darfst du nicht essen. An dem Tag, da du davon isst, wirst du sterben. Eva war gar nicht dabei, als Gott ihm das sagte, denn Eva wurde erst danach geschaffen, aus der Rippe Adams. Das heißt, Gott hat dem Adam den Auftrag gegeben, das dann auch der Eva weiterzusagen. Denn Eva, als sie dann geschaffen war, da gab es kein Gebot nochmals an Eva. Das heißt, Adam bekommt den Auftrag, Eva zu lehren. Der Mann bekommt den Auftrag, die Frau zu führen. Wenn er das nicht tut, läuft die Frau ins Verderben. Das wusste Adam, deshalb hat er es ihr gesagt.
Die Frau ist genau dazu designiert und auch so gebaut, innerlich, dass sie gerne geführt werden möchte. In unserer Gesellschaft wird die Schöpfungsordnung komplett auf den Kopf gestellt, und weil das schon Schule gemacht hat in der Gesellschaft, beginnen manche Christen, es auch so zu denken. Adam wurde zuerst gebildet, danach Eva. Also, weil das so ist, dass Adam die Leitung zu übernehmen hat, deshalb sagt der Apostel Paulus in 1. Timotheus 2,8: Es ist also mein Wille, dass die Männer an jedem Ort beten, dabei heilige und reine Hände aufheben, ohne Zorn und Bedenken.
Das heißt, wegen der Schöpfungsordnung und wegen der Gefahr der Verführung des schwächeren Gliedes haben die Männer eine besondere Aufgabe in der Schöpfung. Hier bespricht er die Gottesdienstordnung. Aber Adam bekommt auch andere Aufgaben in der Schöpfung. Zu Adam heißt es: Adam soll den Garten bebauen und bewahren. Er sagt nicht zu Eva: Du sollst den Garten bebauen und bewahren. Adam bekommt den Auftrag. Eva bekommt einen anderen Auftrag. Eva bekommt den Auftrag, Adam. Das ist dein Auftrag. Der Auftrag für Adam war der Garten. Der Auftrag für Eva war der Adam, nicht den Adam umzumodeln. Das war es nicht. Die Frau erzieht nicht den Mann, sondern die Kinder.
Es geht hier darum, dass Eva dem Adam zur Seite gestellt wurde als Gehilfin. Und die Frau bekommt ihr Selbstverständnis im Gegenüber zum Mann. Eine Frau definiert sich selbst aus ihrer Beziehung zu ihrem Ehemann. Deshalb ist es so wichtig, dass hier eine gute Beziehung ist. Der Mann leitet die Frau, und die Frau ist ausgerichtet auf den Mann. Sie ist die Gehilfin des Mannes. Das sind nicht zwei Individuen, und jeder hat seinen Job, und jeder macht seine Sache, und irgendwann treffen sie sich mal dazwischen und dann wieder Tschüss. Das ist nicht so, wie das in der Welt heute läuft. Gott hat also hier etwas ganz Wichtiges, etwas ganz Herrliches geschaffen.
Adam sollte den Garten bebauen und bewahren. Adam ist auf die Sache konzentriert. Wissen Sie, dass die Männer tatsächlich sachbezogener sind als die Frauen? Die Frauen sind personenbezogen. So hat es Gott gemacht. Adam: Hier ist der Garten, das ist eine Sache. Und Eva: Hier ist der Adam, das ist eine Person. Frauen sind ganz stark personenbezogen und definieren sich in der Beziehung zu dieser Person. Und Männer sind sehr stark sachbezogen, deshalb haben Männer es leichter, sachlich zu bleiben, und Frauen fühlen sich schnell persönlich angegriffen, zum Beispiel. Der Mann fühlt sich lange nicht so schnell persönlich angegriffen, wenn es schwierig wird, als eine Frau. Das liegt im Wesen der Frau. Aber die Frau ist nicht geschaffen zum Führen.
Es ist schwierig, darüber zu sprechen in einem Land, wo der höchste Mann im Staat eine Frau ist. Ein Bruder hat mir gesagt, als die Margaret Thatcher in England an der Regierung war, er war also aus Großbritannien, man muss sagen, er war aus Nordirland, hat er gesagt: Der einzige Mann, den wir in der englischen Regierung haben, ist die Margaret Thatcher. Die Welt hat sich ganz verführen lassen in eine falsche Richtung, und es wird nicht gut kommen. Es kommt nicht gut, wenn die Schöpfungsordnung umgestellt wird, auf den Kopf gestellt wird.
Wo wurde die Schöpfungsordnung das erste Mal auf den Kopf gestellt? Beim Sündenfall. Die Schöpfungsordnung war: Gott, Mann, Frau, Tier. Und dann kommt das Tier, führt die Frau, die Frau führt den Mann, und Gott wird nicht gefragt. Gerade auf den Kopf gestellt. Also, wegen der Schöpfungsordnung und wegen der Gefahr der Verführung des schwächeren Gliedes haben die Männer eine besondere Aufgabe in der Schöpfung.
Wir lesen hier in Vers 13 die Begründung für das alles, was Paulus hier sagt. Die Begründung ist: Denn ... Achten Sie auf Vers 13. Paulus sagt eine Reihe von Dingen, da wollen wir jetzt gar nicht darauf eingehen. Wir wollen uns nur die Begründung anschauen. Paulus sagt eine ganze Reihe von Dingen, da geht es um Gottesdienstordnung, und dann gibt er eine Begründung: Denn Adam wurde zuerst gebildet. Das heißt, die ganze Begründung für die verschiedenen Funktionen, die Mann und Frau haben, hier ist es in der Versammlung, die ganze Begründung dafür liegt in der Schöpfungsordnung, dass Adam zuerst gebildet wurde, danach Eva. Das eine ist also die Reihenfolge in der Schöpfung, und das zweite ist: Adam wurde nicht betrogen, aber die Frau, nachdem sie betrogen worden war, ist in Übertretung geraten.
Adam wurde nicht betrogen. Adam hat ganz bewusst selber gesündigt, ganz bewusst. Hat er das Gebot Gottes übertreten? Aber die Frau, da war eine Verführung von außen her, die Schlange, die die Frau verführt hat. Die Frau kam nicht zu Adam, die Schlange kam nicht zu Adam. Die Schlange wusste, warum sie nicht zu Adam geht. Eva hatte das Gebot über Adam bekommen. Eva hatte kein direktes Gebot von Gott. Ihre ganze Existenz hängt davon ab, dass sie dem Adam vertraut. Das, was Adam gesagt hat, das war wirklich so. Gott hat das dem Adam so gesagt, und Adam hat es ihr weitergesagt. Ihre ganze Sicherheit ruht darin, dass sie vertraut, dass Adam ihr das Richtige gesagt hat.
Dann kommt die Schlange und sagt: Er hat dir gar nicht das Richtige gesagt. Sollte Gott so etwas gesagt haben? Der Adam hat dich belogen, das ist keineswegs so. Das heißt, es beginnt mit dem Zweifeln an der Wahrheit dessen, was Adam ihr gesagt hat. Sollte Gott gesagt haben? Sollte Gott so etwas gesagt haben? Niemals, so etwas hat er nicht gesagt. Sondern an dem Tag, da er davon isst, werdet ihr so sein wie Gott.
Die Frau ist hier also aufgerufen, dem Mann zu vertrauen. Sie kann aber nur dem Mann vertrauen, wenn der Mann die Wahrheit Gottes vertritt. Das heißt, es ist ein ganz, ganz großes Prinzip hier schon auf den ersten Seiten der Bibel: Der Mann muss sich ausrichten nach dem, was Gott sagt.
Ich habe vor kurzem in einer Gemeinde über Kleidung gesprochen. Ich will nicht heute ein Thema Kleidung machen, aber mir ist das ganz wichtig geworden. Manche meinen, wenn man über Kleider spricht, dann müsste man sich an die Frauen richten. Die Frage der Kleidung, die so viel diskutiert wird unter Christen in der Gemeinde Jesu heute und auch in der Vergangenheit, das ist ein Männerthema. Wer über Frauenkleidung sprechen will, muss zu Männern sprechen. Da brauchen die Frauen gar nicht da sein. Man muss zu Männern sprechen. Warum? Weil es an den Männern liegt, wie sich die Frauen kleiden. Die Männer sollen sich übrigens auch richtig kleiden, sie sind nämlich das Vorbild für die Frauen. Wie kleide ich mich? Aber das ist heute ein anderes Thema, das ist nicht dran. Aber das Prinzip ist genau dieses: Wenn die Männer nicht mehr darauf achten, wenn ihnen das egal ist, dann geht die Sache schief.
Wer wird denn angesprochen in 1. Korinther 14, wenn es um irgendwelche Regelungen geht? Wen spricht Paulus an, die Frauen? Nein, er spricht die Männer an. Er hat zwar ein Thema, ein Frauenthema, aber er spricht das Frauenthema über Männer. Wenn Sie 1. Korinther 14 lesen, da geht es auch um verschiedene Ordnungen in der Versammlung, und da war auch eine Frauenfrage dabei, aber er spricht die Männer an, nicht die Frauen. Er spricht zu den Männern: So und so sollt ihr mit euren Frauen verfahren.
Das heißt, die Frage ist wirklich: Nehmen die Männer überhaupt noch die Verantwortung über die Frauen wahr? Wenn die Männer das nicht tun, werden die Frauen denken: Ja, irgendwo muss ich ja machen jetzt. Wenn er nicht will oder wenn er nichts tut, dann mache ich es selber. Aber es hängt immer daran, dass der Mann nicht wirklich die Initiative ergreift. Von der Schöpfung her muss der Mann die Initiative ergreifen. Der Mann muss vorausdenken. Übrigens ist der Mann auch geschaffen zum Vorausdenken. Und der Mann muss sich nach Gott ausrichten. Der Mann muss sich überzeugen: Was steht denn in der Schrift wirklich geschrieben? Gott will, dass die Männer beten. Gott will, dass die Männer sprechen für Gott. Gott will, dass die Männer lehren. Gott will, dass die Männer das ausüben, was sie sind. Und was sind sie? Haupt. Und da muss man das Haupt hinhalten. Hauptsein heißt, Haupt hinhalten, und das geht nie ohne Liebe, nie.
Deshalb wird den Männern nicht gesagt: Ihr sollt die Frauen führen, oder ihr sollt Hauptsein über die Frauen. Das wird nicht gesagt. Was wird ihnen gesagt? Sie sollen die Frauen lieben. Lieben ist eine Aufgabe, eine Ausübung des Hauptseins.
Zurück zum Text hier.

Stille, Unterordnung und die innere Schönheit

Ebenso auch will er so, Vers 9: Es ist mein Wille, in Vers 8 ist es mein Wille, dass die Männer beten. Vers 9: Ebenso auch, dass die Frauen sich selbst in schicklichem Betragen schmücken.
Also ebenso: Wir müssen uns den Hauptsatz ergänzen. Ebenso ist es mein Wille, dass die Frauen sich selbst in schicklichem Betragen schmücken. Bei den Männern ist das sein Wille, was er in Vers 8 sagt. Bei den Frauen ist es sein Wille, dass die Frauen sich so und so in ihrem Betragen schmücken.
Hier geht es um den Schmuck des Betragens, der Haltung. Das drückt sich natürlich innerlich aus und auch äußerlich. Dann geht es um das Thema Kleidung, aber das ist ja heute nicht unser Thema. Und dann sagt er in Vers 11: Eine Frau lerne in Stille, in aller Unterordnung.
Merken Sie: Die Verbindung von Stille und Unterordnung ist interessant. Wenn die Kinder sich nicht unterordnen, sind sie nicht still. Bei den Kindern verstehen wir es. Was sagt er hier zu den Frauen? Eine Frau lerne in Stille, in aller Unterordnung.
Die Welt hat ein ganz anderes Frauenverständnis, als es noch früher war, als die Menschen mehr vom christlichen Europa geprägt waren. Die Menschheit heute hat ein völlig anderes Verständnis, und ganz besonders die Frauen. Eine Frau muss keck sein, eine Frau muss ein bisschen frech sein, das gehört sich. Eine Frau muss sich Gehör verschaffen.
Die hundert Jahre Emanzipation haben sich irgendwie in dieser Welt ausgewirkt, und nicht nur in der Welt. Das hat sich auch in der Gemeinde Jesu ausgewirkt, und das geht in unsere Ehen hinein. Und genau da sind wir jetzt dran. Die Frage ist also: Wollen wir uns wirklich von der Schrift etwas sagen lassen? Sind wir bereit, das zu tun, was die Schrift sagt? Oder werden wir uns weiter nach dem Denken der meisten Menschen dieser Welt halten?
Gott will, dass die Männer beten, dass sie sprechen, dass sie lehren. Und bei den Frauen sagt er, was das Auftreten betrifft, hier in der Öffentlichkeit: Die Frau lerne in der Stille, in aller Unterordnung. Einer Frau erlaube ich nicht zu lehren, noch über den Mann zu bestimmen, sondern sie hat in der Stille zu sein.
Bitte verstehen Sie den Apostel Paulus nicht falsch. Der Apostel Paulus schreibt im Titusbrief, dass die Frauen lehren sollen. Ja, was jetzt? Sollen die Frauen jetzt lehren oder sollen sie nicht lehren? Hier schreibt er nicht lernen, im Titusbrief schreibt er, sie sollen lehren. Was ist jetzt richtig?
Der Zusammenhang macht es klar. Wir müssen den Zusammenhang hier lesen. Wenn wir den Zusammenhang in Titus 2,3 lesen, dann sehen wir, es ist ein Unterschied. Dort spricht er davon, dass die älteren Frauen die jüngeren Frauen lehren. Die Frauen lehren die Kinder. Die Frau hat viele Gelegenheiten, wo sie lernen soll und lernen muss.
Aber es gibt ein paar Bereiche, wo die Frau nicht lehren darf und nicht lehren soll. Hier geht es natürlich um Gemeindeordnung. Hier geht es um das öffentliche Auftreten. Und in diesem Zusammenhang spricht Paulus diese Worte.
Paulus will, dass die Frauen sich also mit Zurückhaltung schmücken. Ich weiß nicht, wie das bei Ihnen steht. Vielleicht steht bei Ihnen: mit Schamhaftigkeit. Das ist auch gut übersetzt. Bei mir steht: mit Zurückhaltung. Und dann steht eine Fußnote: Das griechische Wort kann auch Schamhaftigkeit, Scheu, Sittsamkeit, Bescheidenheit bedeuten.
Also eine Frau schmückt sich mit Schamhaftigkeit, mit Bescheidenheit und Zurückhaltung. Und das ist eine ganz besondere Schönheit einer Frau. Paulus plädiert an das Schönheitsempfinden der Frauen, und Paulus weiß: Die Frauen haben ein Gespür dafür, was schön ist. Und er sagt: Bitte, wenn ihr schon so ein Gespür dafür habt, was schön ist, dann lasst euch bitte jetzt sagen, was in Gottes Augen schön ist.
Ein ganz besonderes Ziel der Frau ist die Zurückhaltung, die Bescheidenheit, eine gewisse Scheu, Schamhaftigkeit. Das steckt alles in diesem Wort Zurückhaltung drin. In der Welt gibt es diese Wörter nicht mehr. Das ist gestrichen. Zurückhaltung für Frauen gibt es nicht mehr, fertig. Schamhaftigkeit, das streichen wir überhaupt. Es gibt es gar nicht mehr im weltlichen Sprachgebrauch. Probieren Sie mal, Schamhaftigkeit zu googeln. Sie werden auf christliche Seiten kommen, aber in der Welt gibt es das nicht.
Also der Mann ist hier gefordert. Der Mann ist es, der hier gefordert ist. Er hat sich vorzubereiten, bevor er in die Versammlung geht. Er soll auch außerhalb der Versammlung ein Beter sein. Er soll auch außerhalb der Versammlung mit gutem Beispiel vorangehen und ein Lehrer sein.
 Sprüche 1,8: Nur als kleine Klammer. Sprüche 1,8: Höre, mein Sohn, auf die Zucht deines Vaters und verlass nicht die Weisung deiner Mutter.
Hier haben wir zwei Lehrer. Der erste wird zuerst genannt: der Vater. Höre, mein Sohn, auf die Zucht, das heißt Erziehung, des Vaters und auf die Unterweisung oder Weisung deiner Mutter. Auch die Mutter ist eine Unterweiserin, eine Lehrerin, aber der Vater trägt die Hauptverantwortung und ist zuerst genannt hier in der Familie.

Die Frau zwischen Vertrauen, Würde und Schutz

Erster Petrusbrief, Kapitel 3, Vers 1. Das ist jetzt die zweite Stelle, die wir uns anschauen: 1. Petrus 3,1.
Gleicherweise sollen die Frauen sich den eigenen Männern unterordnen, damit auch, wenn etliche dem Wort ungehorsam sind und im Unglauben leben, sie durch die Lebensführung ihrer Frauen ohne Wort gewonnen werden, wenn sie eure in Furcht geführte reine Lebensführung beobachtet haben. Deren Schmuck soll nicht der äußere sein, also Haarflechten, Goldumhängen und Kleideranziehen, sondern der verborgene Mensch des Herzens, in dem unverderblichen Wesen des sanften und stillen Geistes, der vor Gott von hohem Wert ist. Elberfelder sagt: der ist kostbar vor Gott. Gut übersetzt.
Vers 5: Denn so schmückten sich selbst auch einst die heiligen Frauen, die auf Gott hofften und sich den eigenen Männern unterordneten, wie Sarah dem Abraham gehorchte und ihn Herr nannte. Deren Kinder ihr wurdet, als solche, die Gutes tun und sich durch keinen Schrecken beunruhigen lassen.
Gleicherweise die Männer: Wohnt der Erkenntnis entsprechend mit dem weiblichen Gefäß, als dem schwächeren, zusammen und erteilt ihm Ehre, als solche, die ihr auch Miterben seid der Gnade des Lebens, so dass eure Gebete nicht abgeschnitten werden.
Also, hier schauen wir uns diesen Text ein bisschen an. Jetzt merke ich gerade, dass ich die Pause vergessen habe. Ich wollte gerne, dass wir dazwischen noch ein kurzes Lied singen, damit wir ein bisschen frisch sind. Vielleicht jetzt, oder? Ja gut, machen wir jetzt eine kurze Pause. Das heißt: ein kurzes Lied dazwischen. Wir können dazu aufstehen, und dann geht es weiter.
 1. Petrus 3,1: Gleicherweise sollen die Frauen sich den eigenen Männern unterordnen. Die Frau ist also dem Mann unterstellt. Gemeint ist hier die verheiratete Frau. Übrigens: Hier können Sie, es gibt eine Parallelstelle in Römer 7,2. Mir ist es aufgefallen beim Übersetzen der Bibel, wie die Übersetzer sich hier winden, das wirklich zu übersetzen, was hier eigentlich geschrieben steht. Schauen Sie mal, was bei Ihnen in Ihrer Übersetzung steht in Römer 7,2, gerade am Anfang. Steht bei Ihnen denn die verheiratete Frau? Steht aber nicht im Griechischen. Dort steht nicht die dem Mann unterstellte Frau. Die Frau ist unter dem Mann. Natürlich ist die verheiratete Frau gemeint, klar. Aber verheiratet heißt: Früher hat man gesagt, wie war das? Jetzt kam sie unter die Haube oder so. Jetzt kommt sie unter den Mann. Jetzt ist sie verheiratet, jetzt kommt sie unter den Mann. Vorher war sie unter dem Vater, jetzt ist sie unter dem Mann. Genaue Bibelübersetzung, oder?
Die dem Mann unterstellte Frau. Also nur ein kleiner Gedanke, wieder zurück zum Text: 1. Petrus 3. Ah, noch etwas, ich darf noch einmal einen kurzen Ausflug machen. Das Gleiche ist mir passiert beim Übersetzen der Sprüche. Ich schaue in den hebräischen Text und ich schaue die deutschen Übersetzungen und sehe: Es stimmt ja gar nicht, was die deutschen Übersetzungen haben, es steht ja gar nicht da. Zum Beispiel in Sprüche 12,4: Schauen Sie mal, was bei Ihnen da steht. Eine tüchtige Frau ist die Krone ihres Mannes. Steht nicht da. Steht nicht im hebräischen Text, bitte schön. Sie dürfen korrigieren. Wissen Sie, was da steht? Ihres Herrn, ihres Eheherrn.
Das Gleiche in Sprüche 31,11, genau derselbe Begriff. Ihr vertraut also dieser Frau, ihr vertraut das Herz ihres ... was steht bei Ihnen? Mannes. Im Hebräischen steht: ihres Herrn. Warum? Ja, weil der Mann ihr Herr ist, ist ja ihr Haupt. Weiter: Sprüche 31,23. Ihr Herr ist wohlbekannt in den Toren. Ihr Herr ist wohlbekannt. Nicht ihr Mann. Natürlich ist er ihr Mann, klar, aber dieser Mann ist ihr Herr. Weiter Vers 28: Es treten ihre Söhne auf und preisen sie glücklich. Ihr Herr steht auf und rühmt sie. Wieder dasselbe Wort im Hebräischen. Sie werden lachen, wenn ich sage, wie das Wort heißt im Hebräischen: Ba'al. Das Wort Ba'al ist ein hebräisches Wort und heißt Herr. Und weil dieses Wort Ba'al, Herr, heißt, haben es die Götzendiener auch verwendet für den Ba'al, den Ba'alskult. Und Ba'al-Zebul heißt Herr der Fliegen, oft übersetzt als Belzebub.
Das Wort heißt im Griechischen: über jemanden Herrschaft ausüben oder über jemanden regieren oder übergeordnet sein. Im Hebräischen: über jemanden herrschen und auch besitzen, also der Besitzherr, der Eigentümer, heißt auch das Wort. Das nur nebenbei, wir haben gesprochen über gute Übersetzungen. Ja, Elberfelder ist gut. Also hat sich bestätigt. Unten steht es in der Fußnote genau da. Wunderbar, wenn es in der Fußnote ist, passt genau.
Gut, wir gehen wieder zurück zu 1. Petrus 3,6. Gleicherweise die Männer ... ich brauche nicht den ganzen Text zu lesen ... in 1. Petrus 3 spricht für sich: Die Frau unterordnet sich, und gerade die Frauen, die jetzt ungläubige Männer haben, die werden gewonnen durch das Verhalten der Frau. Es steht nicht, dass es bei jedem so der Fall sein wird, aber wenn ein Mann gewonnen wird, dann durch das Vorbild seiner Frau. Wenn sie euren in Furcht geführten heiligen Wandel anschauen, dann merken sie: Boah, wieso unterordnet sie sich jetzt? Jetzt ist sie Christ geworden, jetzt unterordnet sie sich. Das beeindruckt die Männer.
Und die Männer, gleicherweise die Männer, wohnt der Kenntnis entsprechend ... welcher Kenntnis entsprechend? Dieser Kenntnis oder Erkenntnis, die ich gerade gesagt habe. Wohnt im Bewusstsein dieser Erkenntnis, dass die Frau das schwächere Glied ist. Er sagt: Die Frau ist das schwächere Glied. Wohnt der Kenntnis entsprechend mit dem weiblichen Gefäß als dem Schwächeren zusammen und erteilt ihm Ehre, als die ihr auch Miterben seid der Gnade des Lebens, so dass eure Gebete nicht abgeschnitten werden.
Also, der Kenntnis entsprechend, dass sie dem Mann unterordnet ist, dass der Mann das Haupt ist, aber auch in dem Wissen, dass die Frau als weibliches Gefäß das Schwächere ist, erteilt ihm Ehre, als die ihr auch Miterben der Gnade des Lebens seid, so dass eure Gebete nicht abgeschnitten werden. Also zusammen wohnen sollen sie. Die Männer wohnen. Wohnen bezieht sich hier nicht auf die geschlechtliche Verbindung, sondern auf das Wohnen. Wohnen ist einfach wohnen. Der Mann soll nicht ständig weg sein, wie ich jetzt im Moment von meiner Frau weg bin und ein schlechtes Gewissen habe. Der Mann soll bei seiner Frau sein. Nun, es gibt Ausnahmen, dann ist es aber ein Opfer für Christus.
Im Bewusstsein der Unterschiedlichkeit, dass die Frau anders ist als der Mann, in diesem Bewusstsein muss der Mann, diesem Wissen muss der Mann Rechnung tragen. Er muss wissen: Es braucht ein feinfühliges Verhalten für die Frau. Wir brauchen starke, zarte, feinfühlige Männer. Das brauchen wir, das brauchen die Frauen. Frauen wollen geführt werden von einem Mann, der einfühlsam ist, auf sie eingeht und der weiß, wohin er geht, wohin er will. Nicht kritisieren und Vorwürfe machen. Es gibt Männer, die sind frustriert, und dann ziehen sie sich zurück. Dann: Mach halt, wie du willst, mach halt so. Dann ziehen sich die Männer zurück. Gott sagt: Das ist der falsche Weg, das ist Sünde. Du darfst dich nicht zurückziehen, nur weil sie Schwierigkeiten macht. Klar, dann lebt sie auch in Sünde. Aber du kannst ihre Sünde nicht heilen durch deine Sünde. Dann wird es nur schlimmer. Tür zuschlagen und ich gehe vor meinen Computer, dann soll sie halt alleine, ich habe meinen Computer. Nein.
Entsprechend der Erkenntnis, also im Bewusstsein, dass man weiß: Die Frau ist anders, sie ist unterschiedlich. Um die Frau richtig zu kennen, muss man sie studieren. Gott sagt Adam: Hier ist die Eva, dein Studienobjekt für die nächsten siebzig Jahre. Adam war es neunhundert Jahre, er konnte lang studieren. Das ist jetzt dein Studienobjekt, studiere deine Frau, lern sie kennen. Das braucht keine Kritik, es braucht Einfühlsamkeit.
Ja, aus dem schwächeren Gefäß von Natur aus ist die Frau schwächer, nicht auf jedem Gebiet, aber auf so manchem Gebiet ist sie schwächer. Also hier spricht er von allgemeinem Sinn. Frauen haben ein großes Sicherheitsbedürfnis und wollen geschützt werden. Die Frauen wissen irgendwie instinktiv, dass sie schwächer sind, und haben ein Bedürfnis nach Sicherheit. Und wenn der Mann nicht Sicherheit bietet, dann hat seine Frau Schwierigkeiten.
Der Mann hat ein Bedürfnis nach Wichtigsein. Wir Männer wollen wichtig sein. Wir wollen Leute sein, die uns sagen: Super bist du, mach weiter so, komm, ich stehe hinter dir. Und wenn eine Frau das tut, das ist wunderbar. Ein Mann braucht Bestätigung. Ich bin der, der ich bin, ich bin was, ich bin wichtig. Und die Frau unterstützt ihn darin. Aber die Frau braucht Sicherheit, und die braucht das Gefühl: Mein Mann führt mich in die richtige Richtung. Ich muss nicht ständig Angst haben.
Biologisch wissen wir die großen Unterschiede zwischen Mann und Frau. Nun, ich darf es sagen, weil in der Gesellschaft sagt man es ja nicht mehr. Die Frau hat mehr Hormonarten als der Mann. Die verschiedenen Drüsen arbeiten anders als beim Mann. Die wichtigen biologischen Funktionen sind naturgemäß anders als beim Mann, siehe Menstruation, Schwangerschaft usw. Das wirkt sich in einem Wechselbad der Gefühle aus. Der Mann muss das lernen zu verstehen. Am Anfang versteht er es nicht, aber er muss es lernen zu verstehen. Vor allem wenn Frauen weinen. Meistens ist es so: Frau weint und der Mann sagt: Wieso weint sie? Keine Ahnung. Nun, es braucht einfach Zeit, man muss es verstehen. Manchmal braucht es nur einfach eine Umarmung, nicht verstehen, einfach nur umarmen.
Das Herz der Frau schlägt schneller, der Blutdruck ist aber häufig niedriger. Sie neigt in den mittleren Jahren weniger zu Bluthochdruck und ist weniger für Herzinfarkte anfällig. Die Lunge der Frau ist kleiner, die Atemkapazität ist daher bei ihr geringer als beim Mann, das Verhältnis ist sieben zu zehn. Aber der Magen, die Nieren, die Leber, der Blinddarm sind bei der Frau größer. Warum, weiß man nicht. Blut der Frau ist dünner, sie hat zwanzig Prozent weniger rote Blutkörperchen, deshalb ermüdet sie häufig schneller, braucht längeren Schlaf in der Nacht, hat leichtere Kreislaufschwierigkeiten. Bitte: Die Frau schläft durchschnittlich eine Stunde länger als der Mann. Also bitte lassen Sie Ihre Frau liegen am Morgen.
Das Skelett der Frau ist anders als beim Mann. Ganz andere Beckenknochen. Der weibliche Körper ist wesentlich komplizierter als der männliche, normalerweise auch störungsanfälliger. Der Rhythmus und das Empfinden der Frau wird stark beeinflusst vom Zyklus. Die körperliche Kraft des Mannes ist häufig größer, dagegen erträgt die Frau oft höhere Temperaturen besser. Frauen leben in Deutschland durchschnittlich drei Jahre länger als der Mann.
Wesensmäßige Unterschiede: Der Mann entwickelt seinen Selbstwert, sein Empfinden besonders durch Erfolg im Beruf. Die Frau durch eine gute Beziehung zu ihrem Mann. Wie schon gesagt: Die Frau definiert sich an ihrem Mann. Wenn ihr Mann wichtig ist und etwas ist, dann ist sie stolz auf ihren Mann, und das tut ihr gut. Die Frau sieht sich in ihrer Beziehung zum Mann.
Der Mann ist häufig beständiger in großen Dingen, ungeduldig und leicht erregbar in kleinen Dingen. Die Frau dagegen ist oft detailorientiert. Beim Mann steht häufig der Verstand im Vordergrund, die Frau ist mehr von Intuition und Empfinden. Also mehr mit Intuition und Empfinden verbunden. Der Mann trifft oft langsamer eine Entscheidung und bleibt dann dabei. Frauen können Entscheidungen leichter wieder korrigieren, also Frauen sind da leichter abzubringen von einer Entscheidung. Der Mann ist häufig skeptischer als die Frau. Der Mann spricht nicht so gerne über seine Gefühle wie die Frau. Überhaupt will die Frau sprechen und der Mann zuhören, das ist das Übliche so. Das ist nicht unnormal. Die Frauen wollen sprechen können, und der Mann hört zu. Das ist ganz normal.
Der Mann ist schneller entmutigt als die Frau. Er braucht Bestätigung, Bewunderung und Ansporn durch seine Frau. Der Mann ist visuell orientiert, die Frau ist mehr nach dem Gehör, vom Gehör her orientiert, und so geht es weiter. Man sieht große, große Unterschiede. Es kann gar nicht funktionieren, dass die Männer und die Frauen alles Gleiche machen. Diese Gleichmacherei ist völlig gegen die Schöpfung und macht alles kaputt.
Der Teufel hat es geschafft, irgendwie eine falsche Philosophie in die Menschen hineinzubringen: Man müsse die Frauen und Männer gleichstellen. Das geht nicht. Die können nicht gleichgestellt werden. Sie sind ja gleichwertig, und das ist jetzt das Pendel, das wir heute haben. Es ist einfach jetzt völlig in die andere Richtung ausgeschlagen. Vorher wurden die Frauen unterdrückt und nicht geliebt. Das war total unbiblisch. Und jetzt haben wir die andere unbiblische Seite, dass die Frauen und die Männer jetzt einfach gleichgestellt werden und die Unterschiede ausgemerzt werden. Das wird sich verheerend auswirken auf eine Gesellschaft, auf unsere Familien, auf unsere Ehen. Ich muss sagen: umgekehrt, Ehen, Familien, Gesellschaft, so ist die Reihenfolge. Und ein Staat, der das tut, der Männer und Frauen auf die gleiche Ebene, auf die gleiche Gleichmacht, Gleichmacherei stellt, ein Staat, der das tut, sägt den eigenen Ast ab. Wer vernünftig denkt, weiß das. Das kann nur dämonisch oder vom Feind irgendwie eine Philosophie sein, die hier reingekommen ist.
 1. Timotheus 4,1 steht, dass die falschen Lehren Lehren von Dämonen sind. Das sind dämonische Lehren, und die können nur durch die Wahrheit des Wortes Gottes wieder korrigiert werden. Deshalb haben wir die Probleme heute in der Gesellschaft, weil hier dämonische Lehren im Umlauf sind. Und wissen Sie vor allem wo? Dort, wo die Menschen viel denken: an der Uni, an den Ausbildungsstätten, Lehrerausbildungsstätten, an den Schulen. Da sind die Dämonen tätig in voller Kraft, und natürlich dort, wo die Medien Informationen weitergeben.
Vom Mann wird nie gesagt, er solle seine Frau fürchten. Und was steht in Epheser 5,33? Die Frau, wie steht es bei Ihnen, Epheser 5,33? Jetzt können Sie wieder prüfen: Was ist eine gute Übersetzung? Die Frau, wie steht es bei Ihnen? Ehre den Mann? Falsch übersetzt. Ehrfurcht vor dem Mann haben? Besser, ja, Ehrfurcht ist ein bisschen besser. Das Griechische sagt: Die Frau, dass sie den Mann fürchte. Ich sage: Ja, aber wieso? Ich kann ja nicht den Mann fürchten. Doch, aber wir müssen verstehen, dass das Wort fürchten nichts zu tun hat mit Angst haben. Im Deutschen haben wir diesen Unterschied. Es ist sehr schön, dass es diesen Unterschied gibt. Die deutsche Sprache ist reich. Die hat zwei Wörter: Angst haben und fürchten.
Aber wissen Sie, warum die Schweizer auf den Straßen in der Stadt 50 fahren? Sie können es probieren. Schauen Sie, in der Schweiz fahren die Leute in den Straßen 50. Ich habe mich oft gefragt: Warum sind die so gehorsam? Die sind nicht gehorsam. Die fürchten die Polizei. Es ist so teuer, und das fürchtet man einfach, die Konsequenz. Und ich fürchte auch die Polizei. Und deshalb halte ich mich an die Verkehrsregeln, nicht weil ich ein reifer Mensch bin, der von sich aus die Verkehrsregeln hält. Nein, ich fürchte die Polizei. Der Mensch braucht das offensichtlich.
Und hier ist es auch: Was heißt denn Gottesfurcht? Die Christen werden beschrieben in der Bibel als solche, die Gott fürchten, und als solche, die Gott lieben. Das ist kein Widerspruch, nur so gehört es zusammen. Die Kinder fürchten die Eltern, und die Kinder lieben die Eltern. Das ist optimal. Das genau ist es, was man will. Die Kinder fürchten, deshalb gehorchen sie. Und die Kinder lieben die Eltern, weil sie wissen: Die Eltern lieben uns. Und in der Ehe heißt es, die Frau soll den Mann fürchten. Wenn man das heute verkündigt, dann bekommt man nur Fragezeichen. Aber genau das ist es ja. Es wird nicht mehr gelehrt, welche Rolle die Frau eigentlich hat, welche Funktion und welche Stellung und welches Vorrecht die Frau hat. Die Frau hat das Vorrecht, geführt zu werden von einem liebenden Mann. Natürlich braucht es vonseiten des Mannes Liebe, keine Frage. Aber man darf nicht den Fehler verfallen und sagen: Weil der Mann mich nicht liebt, deshalb fürchte ich ihn nicht. Deshalb tue ich meine eigene Sache. Ich kann doch nicht die Sünde des Mannes dadurch besser machen, dass ich jetzt auch noch sündige. Wird nie besser auf diese Weise.
Das heißt: Wenn einer der beiden Ehepartner anfängt, mal so zu handeln, wie die Schrift es sagt, dann ist schon 50 der Ehe gerettet, und es wird sich positiv auswirken auf den anderen, auf den Ehepartner. Wir sind immer noch in 1. Petrus 3,7. Ganz am Ende von 1. Petrus 3,7 heißt es, dass der Mann der Frau Ehre erteilt. Hier haben wir einen Unterschied, jetzt müssen Sie Acht geben. So genau ist die Bibel. Der Mann ehrt die Frau, die Frau fürchtet den Mann. Es ist eben nicht so, dass das Wort „die Frau fürchtet den Mann“ einfach „die Frau ehre den Mann“ heißt. Nein, das ist ein anderes griechisches Wort. Der Mann ehrt die Frau, die Frau fürchtet den Mann. Das ist der biblische Weg.
Der Mann erteilt der Frau Ehre. Das heißt: Früher wusste man das, wie man sich bei einer Frau benimmt. Früher hat man den Frauen die Autotür aufgemacht, man ist hinten herumgegangen, und die Frau blieb sitzen im Auto. Dann hat der Mann die Autotür aufgemacht und hat die Frau gebeten auszusteigen. Da hat er ihr geholfen beim Aussteigen oder die Tür aufgehalten. Oder wenn man irgendwo reingeht ins Zimmer, hat man die Tür aufgehalten und die Frau tritt ein. Warum? Das ist Ehre. Man hat früher gesagt: Höflichkeit. Aber heute ist man nicht mehr höflich. Warum? Die Frauen wollen ja wie Männer behandelt werden, und Männern hält man nicht die Tür auf. Verstehen Sie, das ist alles Auswirkung von einer kaputten Gesellschaft.
Fangen wir wieder an, die Frauen zu ehren, und die Frauen fangen wir wieder an, die Männer zu fürchten. Dann wird die Gesellschaft gesund, und die Kinder werden wieder lernen, was Furcht heißt. Die Kinder wissen ja nicht mehr, was Furcht heißt. Die Eltern fürchten, weil die Frau den Mann nicht fürchtet und weil der Mann die Frau nicht ehrt. Und dann heißt es weiter: so dass eure Gebete nicht abgeschnitten werden, wörtlich: so dass eure Gebete nicht abgeschnitten werden. Das heißt, hier ist gemeint: Jeder betet für sich. Man kann auch zusammen beten. Aber jeder betet, und jegliche Gebete, die wir beten, sind wie eine Schnur zu Gott, die wird aber abgeschnitten. Der Draht zu Gott wird abgeschnitten. Warum? Weil ich meine Frau nicht richtig behandle und umgekehrt auch nicht. Das heißt, Gott kann unsere Gebete nicht erhören, heißt es, wenn man sich hier nicht an die biblischen Ordnungen hält.

Christus als Maßstab für die Ehe

Dritte Stelle, wir haben noch ein bisschen, dritte Epheser 5, Vers 23. Wir waren schon mal dort, jetzt gehen wir dort zurück: Epheser 5,23.
Im Epheserbrief behandelt der Apostel Paulus das Thema Ehe, aber nicht umfassend, sondern er spricht nur die wichtigsten Punkte an. Vers 22 bis 24:
Ihr Frauen, seid den eigenen Männern untergeordnet wie dem Herrn, weil der Mann das Haupt der Frau ist, wie auch der Christus das Haupt der Gemeinde ist, und er ist der Retter des Leibes. Gerade so, wie die Gemeinde dem Christus untergeordnet ist, so sollen auch die Frauen den eigenen Männern untergeordnet sein in allem.
Es geht hier nicht um eine umfassende Behandlung, es geht nur um die Schwachpunkte. Er schneidet nur die Schwachpunkte beim Mann an, das heisst beim Lieben. Die Männer haben da den Schwachpunkt, da werden sie aufgefordert zu lieben. Die Frauen werden aufgefordert, sich unterzuordnen. Der Mann wird dreimal aufgefordert zu lieben, hier in Epheser 5. Die Frau wird zweimal aufgefordert, sich unterzuordnen und einmal zu fürchten. Also drei, drei, genau ausgeglichen. Dreimal kriegt der Mann das Wort Liebe, und dreimal kriegt die Frau Unterordnung oder Fürchte.
Vers 22 bis 24 ist also das Wort an die Frauen. Er beginnt mit den Frauen. Er beginnt immer, Paulus beginnt immer mit dem Teil, der sich unterordnen soll. Wenn er von Sklaven und Herren spricht, beginnt er bei den Sklaven. Wenn er von Kindern und Eltern spricht, beginnt er bei den Kindern. Wenn er von Frau und Mann spricht, beginnt er bei der Frau. Immer der Teil, der sich zu unterordnen hat, ist zuerst angesprochen.
Paulus fördert nicht Rebellion. Rebellion ist absolut unbiblisch, auch Rebellion gegen die Regierung ist absolut unbiblisch. Die Frau unterordnet sich natürlich freiwillig dem Mann. Das ist keine gezwungene Unterordnung, das wäre dann ja auch keine Beziehung. Beziehung ist so etwas Schönes. Gott hat den Menschen geschaffen für Beziehung zu ihm selber. Beziehung ist so etwas Schönes, und er will jetzt, dass sie in der Ehe diese Kostbarkeit von Beziehung lernen.
Es gibt nichts Höheres, keine höheren Glücksgefühle auf der Erde als schöne Beziehungen, gute Beziehungen. Die beste ist die Beziehung zu Gott, die schönste, das Höchste, was es gibt. Das Glück der Welt liegt nicht in Lust. Wir können auch ein gutes Essen geniessen, aber ein gutes Essen geniessen ist gar nichts dagegen, als eine gute Beziehung zu geniessen. Das ist nichts. Geschlechtlichkeit ist schön, aber Geschlechtlichkeit ist nichts ohne eine gute Beziehung, nichts. Also Beziehung ist das allerhöchste Glück, das man haben kann.
Frauen, wir lernen das. Und zu einer Beziehung gehören drei Dinge: Freiwilligkeit, Zeit und reger Gedankenaustausch. Das ist die Basis für eine Beziehung. Ohne Freiwilligkeit keine Beziehung, das geht nicht. Die Frau unterordnet sich freiwillig dem Mann. Zeit: Man nimmt sich Zeit und pflegt. Eine Beziehung muss gepflegt werden. In einer Welt, wie heute, wo man so wenig Zeit hat, ist Ehe gefährdet. Ehe braucht Zeit, Familie braucht Zeit. Und reger Gedankenaustausch hin und her, hören. Und hören heisst, dass ich mich konzentriere auf das, was der andere sagt, und mich hineinfühle und nicht schon überlege, was ich antworten werde.
Viele Menschen können nicht diskutieren, sind nicht imstande, ein Gespräch zu führen. Ein Gespräch ist, wenn der andere zu mir spricht und ich mich konzentriere auf das, was er spricht, und mir das zu eigen mache, darüber nachdenke, und dann kann ich antworten. Die Politiker können nicht sprechen, sie sind nicht in der Lage zu sprechen, sie sind nicht fähig, miteinander zu sprechen. Wenn da zwei Politiker reden, merkt man, der eine hat ja gar nicht hingehört, was der andere gesagt hat, bei so Podiumsdiskussionen. Die sind nicht in der Lage, wirklich echt zuzuhören. Das muss man lernen. Christen haben den Vorteil, sie können das lernen, denn sie haben den Herrn Jesus, der ihnen das beibringt.
In der Gemeinde sind beide gleichwertig. In der Ehe sind beide gleichwertig. Mein Bruder, das war der Bruder Haverkamp, der hat gesagt: Mann und Frau, da herrscht Gleichwertigkeit, aber verschiedene Funktionen. Da ist ein Bauer, der Heu einbringen muss. Der braucht zwei Dinge: er braucht einen Heuwagen und ein Pferd, also damals Heuwagen und Pferd. Und beides war ungefähr gleich teuer. Wenn du ein Pferd kaufst und einen Heuwagen kaufst, war es gleich teuer. Und beides war gleich notwendig, aber trotzdem muss das Pferd zuerst gehen. Der Heuwagen kann nicht vorne gehen und das Pferd ziehen. Das Pferd muss vorne gehen. Gleichwertig, aber ganz verschiedene Aufgaben. So ist es in der Ehe.
Also die Frau akzeptiert freiwillig das Hauptsein des Mannes, nicht weil er ein guter Mann ist, nein, weil es die Schöpfungsordnung Gottes ist. Die Frau wird das richtige Verhältnis zum Mann finden, Entschuldigung, die Frau wird das richtige Verhältnis zum Mann finden, wenn sie das richtige Verhältnis zum Herrn Jesus Christus hat. Das ist so. Als dem Herrn, Vers 22 am Ende, als dem Herrn oder wie dem Herrn. Das Verhältnis zum Herrn ist gut, dann wird sie auch das Verhältnis zum Mann finden, das Richtige.
Er ist das Haupt, Vers 23, haben wir schon gesagt. Er ist der Hauptverantwortliche. Und in der Bibel behandelt Gott den Mann immer so, dass er das Haupt ist. Gott spricht den Adam an vor dem Sündenfall, sagt ihm, wo es langgeht, was die Regeln sind. Nach dem Sündenfall, zu wem redet Gott als Erstes? Er sagt nicht: Eva, wo bist du? Er sagt: Adam, wo bist du? Er spricht den Mann an.
Matthäus: Joseph hat einen Traum, und der Herr erscheint ihm und sagt: Steh auf, Josef, nimm das Kind und die Mutter und flieh nach Ägypten. Man könnte sagen, das hätte er doch der Maria sagen können. Die Maria ist ja die Mutter des Kindes. Nein, er sagt es dem Josef. Das heisst, Gott setzt voraus, dass Josef hier die Verantwortung übernimmt. Und Josef weckt die Maria auf und sagt: Maria, wir müssen fliehen. Und zwar jetzt. Packt das Kind, wir fliehen jetzt. Maria flieht. Sie sagt nicht: Nein, ich will jetzt nicht, lass mich in Ruh, ich habe mein eigenes Leben. Nein.
Als Herodes gestorben war, Matthäus 2,19, kommt ein Bote des Herrn, erscheint dem Joseph in Ägypten, ein Engel, und sagt: Steh auf, nimm das Kind zu dir und seine Mutter und zieh in das Land Israel, denn sie sind gestorben, die nach dem Kindlein trachten. Jetzt ist wieder Joseph. Gott wendet sich wieder an den Mann, nicht an die Frau. Es geht nicht darum, dass die Frau sagt: Wir haben doch entschieden, wir sind gleichberechtigt in der Ehe, und wenn wir uns entscheiden, wir ziehen um von Ägypten nach Nazaret, dann entscheiden wir das selber, und jeder hat seine Stimme, und wir bereden das aus. Nein, der Engel hat es gesagt zu Joseph, und jetzt wird umgezogen. So finden wir das immer und immer wieder.
Die Ausnahme ist bei Manoah. Beim Simson, da warnte sich der Engel des Herrn zuerst an die Frau. Warum? Weil es wichtig war. Er sagt: In der Schwangerschaft sollst du keine Weintrauben essen, kein Wein trinken und alles, was vom Wein kommt, darfst du nicht essen. Das Kind, das in dir ist, das du jetzt gebären wirst, das ist ein Geweihter Gottes. Aber was macht die Frau? Sie geht zum Mann und sagt ihm: Gott hat gesagt. Und was macht der Mann? Das soll er mir auch sagen. Und dann sagt sie: Okay, wenn der Mann wiederkommt, dann sage ich es ihm. Dann geht sie wieder raus, der Engel kommt wieder, und dann holt sie sich, da sagt sie: Kannst du bitte warten, kannst du bitte warten? Holt sie den Mann, damit der Engel mit dem Mann spricht. Die hat sich dem Mann unterordnet, die Frau. Und der Engel sagt zu Manoah: Alles, was ich zu ihr gesagt habe, sollst du tun. Ja, das ist hier die Ausnahme. Aber ansonsten ist es immer wieder so: Gott spricht zu dem Mann.
Eines Tages sagt Gott zu Abraham: Abraham, nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du lieb hast, und geh auf den Berg Moria. Abraham sagt nicht: Warte mal, warte mal, ich muss das zuerst mit der Sarah besprechen, ob das gut ist. Nein, er würde sicher schon gesagt haben, dass er etwas tun muss. Alles würde er sicher nicht gesagt haben, das hätte die Sarah nicht verkraftet. Aber er geht diesen Weg. So geht es weiter. Ich habe eine ganze Reihe Bibelstellen, aber das will ich Ihnen jetzt nicht alles vorlesen. Das glauben Sie mir, dass Gott in der Bibel den Mann anspricht.
Und dann noch weiter: Der Mann ist natürlich dann ein Diener, ein Liebender. Er ist nicht ein Diktator, das ist klar. Es heisst hier dann in Epheser 5, und er ist der Retter seines Leibes. Er ist der Retter seines Leibes. Christus, hier wird Christus verglichen, dieser ist der Retter des Leibes, wie er auch das Haupt der Gemeinde ist. Also so wie der Christus der Retter des Leibes ist, soll also der Mann auch ein Retter, ein Helfer, ein Bewahrer der Frau sein, auf geistlichem Gebiet, auf geistigem Gebiet.
Und dann heisst es, sie wiederholt das in Vers 24: Wie jedoch die Gemeinde dem Christus untergeordnet ist, so auch die Frauen den eigenen Männern, in allem. In allem, das heisst, es ist nichts ausgenommen, in allen Lebensbereichen bedeutet das. Das einzige, was wirklich ausgenommen ist, ist natürlich Sünde. Sie muss dem Herrn mehr gehorchen. Wenn der Mann jetzt verlangen würde, dass sie sündigt, dass sie lügt, dass sie betrügt, dass sie stiehlt oder sonst irgendetwas tut, dann muss die Frau in Liebe sagen: Ich darf jetzt deshalb nicht gehorchen. Ich würde dir gern gehorchen, aber ich darf jetzt deshalb nicht gehorchen, weil der Herr Jesus der Oberherr über dir ist. Und er sagt, ich darf das nicht. Das heisst, die Frau darf selbständig denken. Sie muss sogar selbständig denken. Sie muss immer schauen: Was sagt mein Herr im Himmel? Und dann muss sie in Harmonie handeln mit dem Mann. Wenn der Mann nicht mitmacht, dann ist das hier die Ausnahme, dann muss sie hier nicht gehorchen.
Dann das Wort an die Männer noch ganz kurz. Das ist zwar hier das längere Wort, offensichtlich brauchen die Männer ein längeres Wort. Vers 25 bis 32:
Nun, die Männer müssen oft länger zuhören, und die brauchen hier auch ein längeres Wort, das ihnen gesagt wird. Männer, liebt eure Frauen! Liebt eure Frauen! So kurz! Das hat nichts zu tun mit Empfindungen, Gefühlen, Hormonen und Sonstigem, sondern das hat zu tun mit Tat. Liebt eure Frauen! Wie auch der Christus die Gemeinde liebte und sich selbst für sie hingab, damit er sie, nachdem er sie durch das Wasserbad im Wort gereinigt hatte, heilige, damit er sie sich selbst darstelle als die herrliche Gemeinde, ohne Flecken oder Runzel oder etwas Ähnliches, sondern damit sie heilig und tadellos sei.
Der Massstab ist so gross, dass man das fürchten kriegt. Die Männer, liebt eure Frauen so wie Christus ja auch die Gemeinde liebte. Das heisst, es ist eine Ganzliebe, es ist eine Liebe, die sich hingibt, es ist eine Golgatha-Liebe. Hauptsein heisst das Haupthinhalten. Und die Frau muss sich die Liebe des Mannes nicht verdienen, nicht. Die Frau kriegt die Liebe des Mannes gratis. Der Massstab ist also totale Selbsthingabe, das ist die Theorie. In der Praxis ist es oft nur so wenig. Ich habe gemerkt, man denkt: Liebe die Frau wie Christus die Gemeinde, dann müsste ich ja jeden Tag bereit sein, für meine Frau zu sterben. Ja, die Bereitschaft, aber in der Praxis sieht es so klein aus: Steh auf, wenn du gerade sitzen willst, jetzt steh auf und hol das, weil sie das jetzt braucht. Es ist nur ein paar Schritte hingehen und ihr das bringen. Aber ich wollte nicht, ich wollte faulenzen. Steh auf und bring das. So klein ist das Lieben, es sind oft so kleine Dinge. Oder geh raus und trag den Müllkübel nach draussen, der längst hinausgehört.
Heisst es hier, der Christus hat das ja auch getan, aber Christus hatte ein Ziel. Vers 26: Als Christus die Gemeinde liebte, hatte er ein Ziel. Was war das Ziel? Das Ziel war, Vers 26, damit er sie heilige, damit er sie, nachdem er sie durch das Wasserbad im Wort gereinigt hatte, heilige. Also das Ziel der Hingabe des Herrn Jesus war, die Gemeinde schön zu machen. Und was ist das Ziel? Wenn der Mann die Frau liebt, wird die Frau schön. Das ist hier der Gedanke, der dahinter steckt. Wenn der Ehemann sich der Frau hingibt und wirklich sie liebt, dann hilft das der Frau, schön zu werden, schön zu sein. Und es gibt nichts Schöneres als eine glückliche Frau. Es gibt nichts Schöneres für einen Ehemann als strahlende Augen seiner Frau.
Lebenslange Aufgabe. Es gibt keine bessere Gelegenheit, das Kreuz auf sich zu nehmen und zu sterben, als in der Ehe. Wissen Sie, früher war ich ziemlich lang ledig. Ich war dreissig Jahre alt, als ich geheiratet habe. Und dann dachte ich mir, ich bin gut unterwegs, ich bin ein guter Christ. Dann habe ich geheiratet. Oh, nun, meine Frau war auch natürlich lange Zeit ledig gewesen, und wenn man lange Zeit ledig ist, dann reibt es sich dann, oder? Dann merkte ich, was ich für ein Mensch bin, was ich für ein egoistischer Kerl bin. Das war so gesund!
In dem Gegenüber lernt also der Mann und lernt die Frau, und gerade wenn der Mann seine Lektion lernt, dann wird die Frau schön werden. Es gibt keine bessere Gelegenheit, das Kreuz auf sich zu nehmen und zu sterben als in der Ehe. Warum? Weil es keine engere Beziehung von Mensch zu Mensch gibt als die Ehe. Nirgendwo lernt man seine Sünden so gut kennen wie in der Ehe.
Vers 27, damit er sie für sich selbst darstelle, er seine herrliche Gemeinde. Der Herr Jesus macht sich seine Gemeinde schön, und der Ehemann macht sich seine Frau schön. Ein Bruder hat mir gesagt, in Amerika war ich damals, und ich höre es jetzt noch, wie er gesagt hat. Er war ein alter Bruder, schon weit über siebzig, sagte er: Weisst du was, ich bin überzeugt, weisst du was, das sage ich dir jetzt, und merke dir das für dein Leben: Eine Frau, die überzeugt ist, dass ihr Mann sie liebt, wird bereit sein, alles für ihren Mann zu tun. Eine Frau, die wirklich hundertprozentig überzeugt ist: Er liebt mich total, die reagiert, die reagiert mit echter Hingabe.
Ja, mit dem will ich jetzt dann schliessen. Wir wollen also die Beziehung pflegen, nicht alles selbstverständlich nehmen, sondern die in der Ehe weiterarbeiten. Und Gott wird segnen, und so wird die Gesellschaft gesund. In der Gemeinde lernt die Frau, ihre Rolle einzunehmen, der Mann lernt, seine Funktion auszuüben, und so kann Gemeinde gedeihen.
Ich denke, wir haben genug gehört heute, es ist jetzt schon die Zeit vorgerückt. Wir wollen zum Schluss aufstehen und beten, ich mache dann den Schluss.
Vielen Dank, dass du uns so liebst, Herr. Wir preisen dich, wir sind glücklich, die beste Beziehung, die es überhaupt gibt, die engste Beziehung, die es überhaupt gibt, pflegen zu dürfen mit dir. Hol uns hinein, Herr, in diese enge Beziehung, und danke, dass wir Beziehungen mit Menschen pflegen dürfen. Und lehre uns aus der Beziehung mit dir heraus, die Beziehung mit den engsten Menschen, den Ehepartner, zu halten und zu pflegen. Lehre uns, die Zeit zu nehmen und regen Gedankenaustausch zu führen, mit echtem Hören und Sprechen in Weisheit und Liebe. Herr, wir danken dir nochmals, dass alles von dir kommt und du bist der, der die Gesellschaft gesunden lässt, wenn die göttlichen Ordnungen wieder eingeführt werden. Gib uns Gnade dazu! Amen.