Zum Inhalt

Ein Messias nach Gottes Sinn – Teil 4

Jesu Leben und Lehre, Teil 165/651
25.08.2022Matthäus 12,16-21
SERIE - Teil 165 / 651Jesu Leben und Lehre

Gott wird Mensch – Leben und Lehre des Mannes, der Retter und Richter, Weg, Wahrheit und Leben ist.

Episode 164: Ein Messias nach Gottes Sinn, Teil 4

Einführung: Die Vorstellung vom Messias

Wie stellen wir uns den Messias vor? Was sind die wichtigsten Punkte, wenn wir uns ein Bild von ihm machen wollen? Jesaja 42 hilft uns dabei weiter. Wir haben bereits fünf Punkte festgehalten: Der Messias ist Gottes Auserwählter, erfüllt mit dem Heiligen Geist, er hat eine weltweite Mission, wird Gottes Recht verkünden und tritt dabei weder laut noch aggressiv auf.

Hören wir noch ein letztes Mal Matthäus Kapitel 12, die Verse 16 bis 21:

„Und er bedrohte sie, dass sie ihn nicht offenbar machten, damit erfüllt wurde, was durch den Propheten Jesaja geredet ist, der spricht: Siehe, mein Knecht, den ich erwählt habe, mein Geliebter, an dem meine Seele Wohlgefallen gefunden hat. Ich werde meinen Geist auf ihn legen, und er wird den Nationen Recht verkünden. Er wird nicht streiten noch schreien, noch wird jemand seine Stimme auf den Straßen hören. Ein geknicktes Rohr wird er nicht zerbrechen und einen glimmenden Docht wird er nicht auslöschen, bis er das Recht hinausführe zum Sieg. Und auf seinen Namen werden die Nationen hoffen.“ (Matthäus 12,16-21)

Das Herz des Messias für Schwache und Gebrochene

Lasst uns in dieser Episode die letzten drei Punkte betrachten. Punkt Nummer sechs lautet: Ein geknicktes Rohr wird er nicht zerbrechen und einen glimmenden Docht wird er nicht auslöschen.

Wir ahnen natürlich sofort beim Lesen, dass es sich hier nicht um ein Stück Sumpfpflanze und eine Kerze beziehungsweise Öllampe handelt. Mit diesen Bildern werden Menschen beschrieben.

In der Antike war es leider normal, dass Könige bei der Erfüllung ihrer Wünsche wenig auf das damit verbundene Leid der Normalbevölkerung achteten. Mitleid und Erbarmen sind – und man muss das ganz deutlich sagen – erst mit dem Christentum in die Welt gekommen.

Weil wir einem Messias folgen, der sich über die Menschen erbarmt hat, ist Barmherzigkeit eine zutiefst christliche Sache. So wurde die Liebe zu den Schwachen zum Aushängeschild der jungen Kirche.

Wo die ersten Christen Unrecht sahen, da haben sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten angepackt. Sie kümmerten sich um arme Witwen, führten Listen bedürftiger Personen, gründeten die ersten Waisenhäuser, die ersten Heime für Geisteskranke, erfanden Krankenhäuser, unterhielten Armenhäuser und gründeten Blindenheime – und das alles schon bis zum fünften Jahrhundert.

Der Blick der jungen Kirche für die Schwachen geht natürlich zurück auf den Charakter des Messias. Das geknickte Rohr und der glimmende Docht symbolisieren schwache, hilfsbedürftige, gebrochene Menschen. Genau diese Menschen machen Mühe, werden gern übersehen, gelten als ohne Mehrwert und werden schnell als nutzlos abgestempelt – die Unwichtigen, die Überflüssigen, die Jammerlappen.

Jetzt aber kommt der Messias Gottes, und mit ihm ein ganz anderer Blick auf diese Underdogs. Seine Liebe und seine Fürsorge gilt genau ihnen. Sie sind es, die er anspricht, wenn er sagt (Matthäus 11,28-30): „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.“

Das ist Punkt Nummer sechs: das Herz des Messias für alles Schwache, Arme, Ausgestoßene, Beladene und Gebrochene.

Die unaufhaltsame Mission des Messias

Kommen wir zum vorletzten Punkt: Jesaja 42,3-4.

Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. In Treue bringt er das Recht hinaus. Er wird nicht verzagen noch zusammenbrechen, bis er das Recht auf Erden aufgerichtet hat. Und die Inseln warten auf seine Weisung.

Wenn der Herr Jesus diesen Text zitiert, formuliert er es so: „Bis er das Recht hinausführe zum Sieg.“

Punkt Nummer zwei: Der Messias wird mit seiner Mission erfolgreich sein. Niemand wird ihn aufhalten – er ist der Sieger. Er wird nicht verzagen noch zusammenbrechen, er wird nicht mutlos aufgeben. Für diese gewaltige Aufgabe wird es ihm nicht an Kraft fehlen.

Er wird es schaffen. Er wird Gottes Recht auf der Erde aufrichten. Für mich steht im Zentrum dieses Rechts ein Kreuz.

Ein Kreuz, an dem ein König gekrönt wird, der mit seinem Sterben und mit seiner Auferstehung jedem Menschen Hoffnung geben will.

 Matthäus 12,21: „Und auf seinen Namen werden die Nationen hoffen.“

Wenn der Name für eine Person und für ihr Tun steht, dann ist der Name Jesus heute schon weltweit mit der Hoffnung verbunden, Vergebung zu finden.

Hoffnung auf Erleuchtung und Befreiung durch den Messias

Lasst uns kurz bei Jesaja die Prophetie noch ein wenig weiterlesen. Dort heißt es in Jesaja 42, Verse 5 bis 7:

So spricht Gott der Herr, der den Himmel schuf und ihn ausspannte, der die Erde ausbreitete und was ihr entsprosst, der dem Volk auf ihr den Atem gab und den Lebenshauch denen, die auf ihr gehen. Ich, der Herr, habe dich in Gerechtigkeit gerufen und ergreife dich bei der Hand. Ich behüte dich und mache dich zum Bund des Volkes, zum Licht der Nationen, blinde Augen aufzutun, um Gefangene aus dem Kerker herauszuführen und aus dem Gefängnis, die in der Finsternis sitzen.

Könnt ihr den Schwerpunkt hören? Hier geht es um Erleuchtung und Befreiung. Wieder haben wir es mit einer Bildsprache zu tun. Wenn die blinden Augen sehend werden, dann begreifen Menschen das Evangelium und die einmalige Chance, die Gott ihnen anbietet: in Jesus Christus ihren Retter und ihren Herrn zu finden.

Wenn Gefangene aus dem Kerker geführt werden, dann ist das der Kerker der Sünde, ein Gefängnis aus Angst, Schuld und Scham.

Und das ist für mich Punkt acht: Im Messias bündelt sich für alle Menschen die Hoffnung auf ein neues, ein ewiges Leben. Er wird mit seinem Volk einen neuen Bund schließen. Dieser Bund wird, wie wir heute wissen, offen sein für alle, die glauben.

Wenn es bei Jesaja heißt, dass die Inseln auf seine Weisung warten, dann merken wir etwas von der Sehnsucht in der Menschheit nach Erlösung. Diese Welt ächzt unter der Last der Sünde. Menschen wollen hören, wie Gott sich wahres Menschsein vorstellt.

Und Gott stillt ihre Sehnsucht, indem er, Gott, das Wort Mensch werden lässt, sich dadurch selbst zu erkennen gibt und eine lebendige Hoffnung schafft.

Zusammenfassung und Ausblick

Also fassen wir am Ende noch einmal zusammen: Der Messias ist Gottes Liebling, erfüllt mit dem Heiligen Geist. Er hat eine weltweite Mission und wird Gottes Recht verkünden. Dabei tritt er nicht laut und aggressiv auf, sondern wendet sich gerade den gebrochenen und schwachen Menschen zu.

Er wird am Ende als Sieger vom Platz gehen und ist die personifizierte Zuversicht für jeden, der glaubt.

Was könntest du jetzt tun? Wenn du Christ bist, könntest du dich darüber freuen, dass du in Jesus die Hoffnung auf das ewige Leben hast.

Das war's für heute. Wenn du Fragen zum Podcast hast, kannst du sie gern auf YouTube unter die jeweilige Episode schreiben.

Der Herr segne dich, erfahre seine Gnade und lebe in seinem Frieden. Amen.

Vielen Dank an Jürgen Fischer, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!

Seine App "Frogwords" gibt's für Android und iOS.

Jürgens aktuellste Gebets-Infos gibt's hier zum Lesen und Abonnieren.