Johannes 14, 15-31
Herr, wir brauchen deinen Heiligen Geist, vor allem, wo wir diese kostbare
Gabe, wo du selbst zu uns kommst, immer besser verstehen und begreifen.
Danke, dass dein Geist ohne Unterlass tätig sein will. Und dass du Ströme
deines Heiligen Geistes versprochen hast denen, die danach verlangen, und
wir verlangen danach. Wir sind heute Abend müde und abgekämpft und auch
voller Fragen, wir brauchen deine Freude, deine Erquickung, deine Liebe.
Amen.
Johannes 14, 15-31
Ich knüpfe noch einmal an. Es war für die Freunde Jesu ein schwerer
Augenblick, als Jesus sichtbar von ihnen wich. Man muss sich mal
vorstellen, diese Welt kann Christen keine Heimat mehr bieten. Wo wollen
sie herziehen ans Geld oder ans Vergnügen, wir Christen haben unser Leben
an Jesus gebunden; es war für die Jünger ganz schwierig, jetzt war Jesus
plötzlich nicht mehr da, sie waren orientierungslos, bald ging diese
schreckliche Verfolgung los. Sie waren allein mit ihren Ängsten. Denken sie
an Petrus in der Nacht der Verleugnung, als da in Jerusalem alles so
turbulent war, wohin soll ich mich denn wenden, und da verspricht ihnen
Jesus nun, das ist der zweite Teil dieses vierzehnten Kapitels, nun die
Gabe des Heiligen Geistes. Das ist das Kostbarste, was Christen überhaupt
haben, und es ist eine unbegreifliche Tragik, dass viele Christen unsicher
sind, hab ich den Heiligen Geist, oder hab ich ihn nicht? Ist bedauerlich,
dass viele verrückten oder abenteuerlichen Vorstellungen sich mit dem
Heiligen Geist verbinden. In der Bibel ist es so direkt, einfach,
verständlich dargelegt.
Johannes 14, 15-19
Es gibt viel, was Sie in dieser Welt schwer ängstet. Wenn Sie leiden müssen
in dieser Welt, wenn Sie Feindschaft ertragen. Diese schöne Welt mit ihren
herrlichen Bildern, die wir oft bewundern auf dem Kalender, oder wenn wir
Urlaub machen, wenn wir uns daran freuen, wenn wir die Menschen sehen, kann
uns ja eine notvolle Welt werden. Und die Christen stehen in dieser Welt
noch besonders fremd drin, weil sie ihr Herz nicht mehr an diese Welt
verlieren wollen. Sie wissen, meine Heimat ist im Himmel.
Und Jesus sagt:
Es ist gut, dass ich weggehe, dass Jesus nicht mehr sichtbar unter uns ist. Er hat einen Ersatz uns gegeben. Jesus sagt: Was ich euch gebe, ist noch wunderbarer als der sichtbare Christus unter uns, das ist der Heilige Geist. Der Heilige Geist ist, das bekennen wir mit dem Wunder der Dreieinigkeit, ist die Gegenwart des lebendigen Gottes in uns und unter uns. Das ist eine Person, eine Kraft. Wenn wir einmal da entlanggehen, was wir schon wissen, dann können wir sagen: Wir kennen das aus Luthers Erklärung, die, die den Heidelberger Katechismus haben, die haben anderes gelernt wahrscheinlich, aber Luthers Erklärung zum Dritten Glaubensartikel, dass der Heilige Geist mir den Blick öffnet für Jesus Christus.
Es ist gut, dass ich weggehe, dass Jesus nicht mehr sichtbar unter uns ist. Er hat einen Ersatz uns gegeben. Jesus sagt: Was ich euch gebe, ist noch wunderbarer als der sichtbare Christus unter uns, das ist der Heilige Geist. Der Heilige Geist ist, das bekennen wir mit dem Wunder der Dreieinigkeit, ist die Gegenwart des lebendigen Gottes in uns und unter uns. Das ist eine Person, eine Kraft. Wenn wir einmal da entlanggehen, was wir schon wissen, dann können wir sagen: Wir kennen das aus Luthers Erklärung, die, die den Heidelberger Katechismus haben, die haben anderes gelernt wahrscheinlich, aber Luthers Erklärung zum Dritten Glaubensartikel, dass der Heilige Geist mir den Blick öffnet für Jesus Christus.
Ich glaub, wir können es einmal miteinander sprechen, wer es noch kann: Ich glaube,
dass ich nicht aus eigener Vernunft noch Kraft an Jesus Christus, meinen
Herrn, glauben oder zu ihm kommen kann, sondern der Heilige Geist hat mich
durchs Evangelium berufen, mit seinen Gaben erleuchtet, im rechten Glauben
geheiligt und erhalten. Das ist so etwas wichtiges, und der Heilige Geist
wirkt durchs Wort des Evangeliums. Da wird man heute Abend noch ein paarmal
drauf kommen, das sind ganz wichtige Aussagen, die die Reformatoren
entdeckt haben. Und an dieser Stelle können Sie heute viel Schwärmerei
unterscheiden. Ist der Heilige Geist bloß irgendein Fluidum, oder wirkt der
Heilige Geist im verkündigten, gelesenen Wort Gottes? Wir bekennen im
Glaubensartikel, der Heilige Geist wirkt durchs Evangelium, durch
Bibellese, dort ist der Heilige Geist mächtig am Wirken. Und nicht irgendwo
anders, sondern im Wort ist er drin, im Evangelium. Dann ist das andere
sehr gut ausgesagt: Ich kann mit meinem Verstand, und wenn ich ganz
intelligent bin, kann ich nicht die Geheimnisse Gottes erreichen, dazu muss
ich erleuchtet sein durch den Heiligen Geist. Das Bild der Erleuchtung hat
Luther aufgenommen, diese Erklärung, und sagt, ich brauche eine Begabung.
Das hat der Luther natürlich aus dem Paulus im Zweiten Korintherbrief, wo
das ausführlich drinsteht, der natürliche Mensch, so, wie er geboren ist,
kann göttliche Dinge nicht verstehen. Ich muss dafür ein Gefühl haben. Wer
keine musikalische Veranlagung hat, der sagt dann, Musik ist ein
Durcheinander, und versteht nicht, was da Harmonien drin sind, brauche ich
ein Verständnis dafür. Einer, der für Kunst kein Verständnis hat, sagt, was
ist des? Äh. Und für die Welt Gottes brauche ich eine ganz besondere
Begabung, und die kann nur der Geist Gottes geben. Nur Gott kann mir das
Geheimnis Gottes aufschließen. Deshalb redet einer, der nicht den Geist
Gottes hat, über göttliche Dinge Blödsinn. Er ist fleischlich, er redet
nach seinem Verstand, da steht im Zweiten Korintherbrief ganz viel drin,
wir müssten das mal aufschlagen, aber ich sagte mal, wir machen noch
verschiedene Predigten dann zwischen Ostern und Pfingsten. Und nehmen dann
nur einen kleinen Teil der herrlichen Aussagen der Bibel. Wir sollten uns
auch durch den Missbrauch durch schwärmerische Menschen, auch in unseren
Tagen nicht die Freude am Heiligen Geist vermiesen lassen.
Das ist ganz schlimm, das ist eine Taktik des Teufels, weil der Heilige Geist so
lebensnotwendig ist. Ohne Heiligen Geist kann ich nicht glauben, genauer
gesagt: Ohne Heiligen Geist bin ich blind! Oder der Paulus sagt in Römer
acht in dem Kapitel, wer Christi Geist nicht hat, Sie kennen es alle aus
der Motette Jesu meine Freude", wer Christi Geist nicht hat, der ist nicht
sein, der ist kein Christ. Sind Sie Christ oder sind Sie kein Christ? Dann
zeigen Sie, ob man den Geist Gottes hat.
Und jetzt gehen wir entlang, wie Jesus das in seinem Testament, in seinem
letzten Abschiedswort an seine Jünger sagt, er leitet das ein im Vers 15,
zunächst damit, man wundert sich und sagt, was hat das mit dem Zusammenhang
überhaupt zu tun. Sehen Sie, es ist ganz wichtig, vorher zu klären, dass
Christen ein Leben lang von zwei Dingen bestimmt sind: Liebe zu Jesus und
das Halten der Gebote Gottes. Grad deswegen, weil wir in der Welt
Fremdkörper sind. Und uns schwer tun mit dem Orientieren. Ich hab sie aus
der Ferne beneidet, als Sie den schönen Vortrag haben durften, mit Stefan
Holthaus, wo man doch manchmal erschrickt, was sind so Zeitmoden, und es
ist wichtig, wir können uns, ja, was sollen wir jetzt tun. Ja, das ist ja
oft schwierig. Was können wir bedenkenlos übernehmen, und was nicht? Wir
Christen müssen erst einmal nachfragen. Woran orientieren wir uns, und
viel, was in unserer Zeit gang und gäbe ist, ist für uns nicht möglich,
weil das der Liebe zu Jesus widerspricht. Oder weil es den Geboten Jesu
widerspricht. Es gibt für Christen an keiner Stelle eine Beugung der
Gebote. Neutestament, nicht nur Alttestament, die Gebote Jesu sind gültig,
in der Bergpredigt, was er sagt, befreiende Lebensordnungen. Es ist doch
gut, wenn man über manche Dinge gar nicht erst philosophieren muss,
sondern, die sind klar geregelt. Und dann sagt Jesus noch etwas, wenn ihr
in der Welt da als Fremdkörper seid, ihr habt Orientierung, Liebe zu Jesus,
Liebe zu mir, die Gebote, und dann fürs übrige gebe euch noch den Tröster.
Das Wort Tröster ist vielleicht am allerschwierigsten. Im Griechischen
heißt das Parakletos. Paraklet – hilft Ihnen nicht viel weiter, wir können
sagen, es ist ein Anwalt, es ist ein Mittler, es sind unheimlich viel
Bedeutungen drin. Es gibt ja da so Fachlexika für Griechisch, da findet man
das alles, für unsere Theologiestudenten da hinten, die werden dann schon
mit Interesse da drauf gehen und das mal in dem Kittelschen Wörterbuch
nachschlagen, im achtbändigen, wo die großen Wälzer sind. Was steht da
unter Parakletos? Lehrer heißt das zum Beispiel auch. All das schwingt in
diesem Wort drin, und Jesus hat ganz bestimmt dieses Wort benützt, weil es
am besten umschriebt, was das Werk des Heiligen Geistes ist. Also, oft wird
ja vom Heiligen Geist in unseren Tagen mit überirdischen Phänomenen, die
manchmal fast an die Esoterik uns erinnern, gesprochen. Da steht überhaupt
nie was davon da. Es ist interessant, bei all den Jesusworten, bei allem
Predigen, auch in der Apostelgeschichte, da sehen wir, da wird irgendetwas,
die Leute sind heute so oberflächlich geworden, dass sie gar nicht mehr
nachfragen, wenn sie irgendetwas verrücktes sehen, oder... Also, meist wird
der Heilige Geist verwechselt mit Seelischem". Das ist in unserer Zeit so
schwierig. Wir alle haben eine Seele, ein Innenleben, das Seelische wird
schon angesprochen, ich bin auch ein emotionaler Mensch, haben sie auch
schon öfter gemerkt, und diese Emotion hat mit dem Heiligen Geist überhaupt
nichts zu tun, das ist etwas Fleischliches. Seien Sie froh, wenn Sie eine
stärkere Seelenlage haben als andere. Das ist ja unsere Befindlichkeit, wie
wir eben von Gott geschaffen sind. Hat aber mit dem Geist Gottes nichts zu
tun. Manche Leute meinen, wenn ihnen irgendetwas auf die Tränendrüse
drückt, dann sei das schon der Geist Gottes gewesen. Gar nicht! Das
Seelische hat nichts damit zu tun, das Geistige hat nichts zu tun, auch das
Esoterische hat überhaupt nichts mit dem Heiligen Geist zu tun, sondern der
Heilige Geist erweist sich darin, dass er ein Lehrer ist, der uns die
göttlichen Dinge verständlich macht. Grad das hat der Luther auch gesagt.
Das ich's Evangelium verstehe und dass das Bibelwort mir aufgeschlossen
ist, dass ich an Christus glauben kann. Jetzt ist noch einmal interessant,
wie macht denn das der Heilige Geist? Man kann's bis ins Letzte nicht
erklären. Dass ein Mensch zum Glauben kommt, ist nur möglich, wenn der
Heilige Geist dem Menschen ein Licht aufsteckt. Ja, was passiert jetzt
eigentlich, wenn das Wort verkündigt wird, und da geht jetzt einer weg und
sagt: Das war langweilig! Hat der Heilige Geist versagt, hat ein Mensch
sich zugeriegelt, das wissen wir nicht. Es könnte ja auch sein, es sind
Barrieren da, die der Heilige Geist nicht durchbrechen will! Wir können
nicht alles erklären, aber wenn überhaupt ein Mensch das versteht, das ist
ein Wunder des Heiligen Geistes. Wir hatten das Beispiel vorhin vom Philipp
Spitta, der da so einen ganz verhärteten Mörder im Gefängnis betreut, der
alles ablehnt, und niemand sprechen will, ja, da hat man damals noch an
Ketten angebunden gehabt. Und da passiert's plötzlich, dass der
angesprochen wird durch das Wort. Was mich so fasziniert so in allem
Gemeindedienst bei Beerdigungen und das höre ich noch am meisten, wenn man
das so erlebt, man plötzlich spürt, wie Menschen, die vielleicht ganz weit
weg von Gott sind, durchs Wort Gottes plötzlich angesprochen werden. Wenn
man beobachtet, dass Menschen, die zum Ersten Mal im Gottesdienst sind,
wiederkommen, das hat doch nichts mit menschlicher Sympathie oder so zu
tun. So ist es doch bei Ihnen auch gewesen. Auf einmal spricht dieses Wort
zu Ihnen, vielleicht nur durch ein Trostwort. Und auf einmal merken wir die
Macht des Geistes Gottes durch alle Widerstände hindurch. So war es doch
bei Ihnen. Sie haben viele Fragen gehabt, und plötzlich waren die Fragen
nicht mehr da, weil der Geist Gottes Ihnen den Blick gibt, das Wirken des
Geistes durch das Wort der Bibel hindurch. Wenn Sie fragen, kann der Geist
Gottes auch anders wirken? Natürlich kann. Gott kann auch durch Steine
reden. Aber er macht's eben normalerweis nicht. Ich bin oft über den
Asphalt gelaufen, und Gott hat nicht gesprochen. Gott redet durch sein
Wort, und da ist es, wo der Heilige Geist am Wirken ist, und wir sollten
das auch immer wieder kennenlernen, dort spricht er klar zu mir, und ist
auch nicht verwechselbar. Und das ist deshalb ganz wichtig, weil ich
erschrocken bin, wie jetzt wieder Esoteriktage sind, und die sogar
esoterischen Gottesdienst jetzt hier in Stuttgart machen, wenn Sie gelesen
haben, da gibt es ja alle Vermischungen, das soll uns gar nicht aufregen,
wenn einer kommt und sagt, oh, ja, da hat mir einer die Hände aufgelegt,
und hab ich einen Wärmestrom gespürt in meinem Körper. Ja, das macht Ihnen
jeder Dämonenpriester in Indien auch mit. Verstehen Sie, wir müssen
aufpassen: Woran erkenne ich zweifellos den Heiligen Geist? Jesus hat in
seinen Abschiedsreden gesagt: Es werden viele kommen und durch Zeichen und
Wunder euch verwirren! Nicht, dass wir keine Wunder erleben, aber sie sind
als Erweis Jesu nicht tauglich. Der Teufel könnte ja auch Wunder tun. Das
Wirken des Heiligen Geistes da ist klar darin, dass ich das Wort verstehe.
Und dass ein junger Mensch, der kann dreizehn, oder zwölf Jahre alt sein
und liest in seiner Bibel, da redet der lebendige Gott unmittelbar zu
einem. Das ist für uns evangelische Christen die Entdeckung der Reformation
gewesen, dass ich dazu nicht einen Mittler brauche, noch einen Mittler,
einen Priester, heute macht man immer, als ob man einen Theologen bräuchte
zum Bibellesen, das braucht man nicht, weil der Heilige Geist uns
unmittelbar direkt in eine Verbindung zum ewigen Gott versetzt, weil im
Geist Gottes Christus und Gott der Vater selber zu einem Menschen kommt.
Der Tröster, der will in Ewigkeit da sein. In Ewigkeit. Der Geist Gottes
soll in uns ruhen. In der Bibel stehen so herrliche Segensworte drin. Dass
der Geist Gottes uns erfülle und mächtig in uns sei. Sie wissen ja, dass
Sie nie das sagen dürfen, zu dem Pfarrer, sind Geistliche. Sie sind
Geistlicher, wenn sie das Wort benützen wollen. Wer ein Christ ist, wer vom
Geist Gottes gefüllt ist, es ist ja Nonsens, das für eine Berufssparte zu
nehmen. Geistliche Menschen, das wollen wir alle sein, vom Geist Gottes
erfüllte Menschen, dass der Geist Gottes unsere Gedanken erfüllt. Jesus hat
ihn versprochen, dass er in Ewigkeit bei uns bleibt. Kann der Geist Gottes
nicht weggehen? Ja, natürlich kann ich ihn vertreiben. Der Geist Gottes ist
zart, wenn ich sündige, wenn ich ungehorsam bin, weicht er von mir. Wie hat
der David gebetet: Nimm deinen Heiligen Geist nicht von mir. Während er in
diese Not hineingeraten war. Ich möchte doch im Heiligen Geist bleiben. Und
da ist eine ganz große wunderbare zusage da. Was macht denn der Geist
Gottes? Er ist mein Anwalt, er vertritt mich vor Gott. Ein Mittler, wieder
in Römer acht wunderbar. Er vertritt uns mit unaussprechlichem Seufzen. In
den Augenblicken, wo ich vielleicht krank bin, oder wo ich schlafe, oder wo
ich gar nicht an ihn denke. Der Geist Gottes tritt für mich ein, der
spricht für mich beim Vater. Er betet für mich. Ich habe vor ein paar
Jahren mal in einem Gottesdienst erzählt von unserem Schreiner in Papua-
Neuguinea, der hat so nett erzählt, wenn Sie da in Papua-Neuguinea gibt's
ein paar Straßen, da fährt man bloß über so Abgründe, Schluchten, und da
sind dann bloß Bäume gelegt, und wenn man da mit dem Jeep drüber fährt, und
rutscht ein bissle ab, dann geht der Jeep da hinunter. Und da hat er
gesagt, da hat er oft so Angst gehabt, ob er den Wagen darüber bringt, denn
da geht es ja um Tod und Leben. Und da hat so ein Papua, der neben ihm
gesessen wär, bloß die Hand auf sein Knie gelegt und gesagt: Ich bete für
dich. Und da hat der junge Kerl, das war so ein richtiger wilder junger
Bursche, der da draußen war, ein Zivi, hat gesagt: Das ist doch herrlich,
wenn man das so erlebt, da wurde ich ganz ruhig, hat er gesagt. Und so
dürfen Sie ruhig werden, wenn Sie wissen, jetzt betet der Heilige Geist für
mich beim Vater. In den wichtigen Augenblicken, wenn in Ihrem Leben Angst
wird, was die Welt Ihnen zufügt. Darum gibt der Heilige Geist uns
Gewissheit, er macht uns auch gewiss, weil er uns, da kommen wir nachher
noch drauf, die großen Heilszusagen Gottes zuspricht. Der Heilige Geist ist
so herrlich, weil er uns das lebendig macht. Jesus hat uns einmal
eingeladen: Wer Durst hat, der soll nehmen von der Gabe des Heiligen
Geistes. Und er hat gesagt: Wer darum bittet, der wird das kriegen, wie
Kinder, die um Brot schreien, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den
Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten, und wir wollen bitten, Herr,
gib deinen Heiligen Geist noch mehr! Aber nicht irgendwelche verrückten
blödsinnigen Erlebnisse und Visionen, Schauungen, sondern dass ich dein
herrliches Evangelium verstehen kann. Und dass mein Glaube fest wird, und
dass ich nicht zapple in den Ängsten des Lebens und in den Dunkelheiten
nicht Angst habe. Der Geist Gottes macht mich fest, also, da ist schon so
viel drin, dass man jetzt drei Predigten eigentlich halten müsste. Man
müsste Ihnen Mut machen zuspricht. Wenn Jesus sagt: Ich sende euch wie
Schafe mitten unter die Wölfe, ja, aber ihr dürft ganz ruhig sein, weil
mein Geist unter euch ist. Wir hatten heute einen Besuch, und wenn es in
diesem Raum drinbleibt, wir sollten es nicht groß hinaustragen, es war ein
Mann, der in einem der letzten kommunistischen Länder eingesperrt war, weil
er oft dort war und das Evangelium verkündigt hat, schreckliche
Nachtverhöre, und das ist jetzt vor wenigen Monaten gelaufen, und dann, zum
Tod verurteilt war. Zum Erschießen. Als er uns heute Morgen im
Mitarbeiterkreis das erzählt hat, wie das war. Wir haben ja damals manche
von Ihnen haben mit gebetet, für diesen Mann, und er sagt: Jetzt, wie er
freigelassen wurde, standen überall die Pressevertreter, weil der
Generalsekretär der UN und viele sich für ihn eingesetzt haben, eine
bedeutende Persönlichkeit. Aber sie haben ihm das übel genommen, und er
sagte, ich verstehe diese Leute, die haben seit fünfzig Jahren keinen
Christen kennengelernt, und dann kam es zu diesem Augenblick, dass sie ihm
das Urteil eröffneten, im Prozess. Und dann, ob er noch etwas hinterlassen
will, und er schrieb drei Briefe. Er schrieb einen Brief, er stelle seinen
Körper der Universität zur Verfügung, für medizinische Versuche, und er
schrieb an seine Missionseinrichtung, die er betreibt in einem anderen
Land, macht keine Trauerfeier, macht eine Siegesfeier. Und er schrieb noch
einen Brief an die Regierung. Interessant, die ihn verfolgte, er hat sehr
viel Hungernde gespeist und Kinderheime dort betrieben und alles, aber
immer das Evangelium verkündet in einem Staat, in dem seit fünfzig Jahren
kein christliches mehr verkündet wurde. Und er hat es getan, weil unter
diesen Hilfslieferungen er es konnte, und hat ihnen das geschrieben, und
dann sind sie gekommen und haben gesagt: er sagt: Ich hab in einer Tiefe
den Frieden Gottes gefühlt, wie ich ihn als Christ noch nie gefühlt habe,
ich hab das vorher mir theoretisch nie vorstellen können, dass uns das der
Geist Gottes das so geben kann in diesem Augenblick. Er sagt: Wirklich, ich
war frei, ich hab mich gefreut, dass ich zu Jesus gehen darf, dass ich ihm
dienen durfte, es war mir nicht schwer, dass ich meine Lieben nicht mehr
sehe, und dann kamen noch einmal diese Richter und sagten: Wir haben das
noch nie erlebt. Entweder fällt einer in Depression oder er tobt wie ein
Wilder, ist es eine Ideologie, die du hast, schreib deine Ideologie nieder.
Und da hat er gesagt: Ich hab dreihundert Seiten über meinen Glauben als
Christ geschrieben. Und wir hatten ausgezeichnete Gespräche, und am Ende
haben sie ihn frei gelassen, und er darf dieses Land wieder besuchen. Und
er macht weiter, und das, was uns heute Morgen doch sehr berührt hat, ist,
dass das der Heilige Geist geben kann, so wie Jesus versprochen hat, wenn
sie euch in solche Verhöre zwingen, sorgt euch nicht, was ihr reden sollt,
der Geist Gottes wird es euch in dieser Stunde geben. Das ist die Macht,
die größte Macht des Heiligen Geistes. Wir sollten nicht immer solche
extremen Absurditäten als das Wirken des Geistes Gottes ansehen, sondern
das ganz Wunderbare, dass Gott das getan hat. Auch das in Zeiten des
Unglaubens, wie wir es erlebt haben in unserer Kirchengeschichte, dauernd,
wie da plötzlich der Geist Gottes Menschen so im Herzen berührt hat, dass
sie zum Glauben gekommen sind, Erweckungszeiten waren. Und plötzlich ist
das Wort Gottes bei Leuten so eingebrochen, dass die – ja, haben keine Ruhe
mehr gefunden. Darum beten wir, dass wir keine geistlosen Gottesdienste
machen, keine geistlosen Bibelstunden, dass der Geist Gottes heute Abend an
Ihnen wirken kann. O Komm, du Geist der Wahrheit und kehre bei uns ein.
Jetzt müssen wir aber ziehen, wir sind schon fast am Schluss und haben den
meisten Text noch vor uns. Es ist ein Geist der Wahrheit, der enthüllt. Was
enthüllt er uns? Er enthüllt uns die Wahrheit über Gott. Er enthüllt uns
die Wahrheit über uns. Er macht uns alles bewusst, was Sünde ist, was
Vergebung ist, wir können alles begreifen, was ewiges Leben ist, er erklärt
uns das Bibelwort, man versteht's plötzlich. Deshalb ist auch immer, wenn
einer zum Glauben kommt, dass plötzlich die tausend Fragen, die man vorher
hat, gar nicht mehr Fragen da sind, man sieht durch! Die Welt kann diesen
Geist nicht empfangen. Unterschied. An dieser Stelle setzt ja nachher
dieser Judas ein, aus dem Jüngerkreis, sagt: Warum kann eigentlich die Welt
den Geist Gottes nicht empfangen. Das ist ja unsere Not immer: Warum gibt
Gott seinen Geist, ich sag's mal, nicht nach dem Maß, also abgezirkelt,
Gott will seinen Geist mächtig geben. Heute ist die große Not, dass wir
eine geistlose Christenheit haben, eine Christenheit, die vom Geist Gottes
nicht mehr weiß, die sich nicht danach ausstreckt. Und der Geist Gottes
wirkt in aller Bescheidenheit und Schlichtheit und macht da nie große
Schaus, der braucht es auch nicht. Oft stehen unsere Geistesblitze dem
Heiligen Geist im Weg. Sie wissen, dass oft das schlichteste Zeugnis, das
einer gibt, vom Geist Gottes oft mit Kraft so erfüllt sein kann. Er sagt,
warum kann es die Welt eigentlich nicht empfangen, warum kann es die. Gehen
wir mal da hinten, Vers 22 und 23. Warum willst du es uns offenbaren, und
nicht der Welt? Und Christus sagt, er gibt es nur denen, die sein Wort
halten. Liebe Schwestern und Brüder! Ich könnte es Ihnen an vielen Stellen
der Bibel zeigen, wie Jesus ausgerechnet wieder an dieser Stelle sagt: Die
Gabe des Geistes hängt mit der Achtung seines Wortes zusammen. Der Geist
Gottes wirkt nicht in irgendwelchen absurden Prophetien, sondern dort, wo
man sein Wort liest und hört und tut. Dort kann der Geist Gottes wirken.
Und Gott gibt ihn nur Menschen, die sein Wort liebehaben, und seinem Wort
gehorsam sind. Darum sagt der Geist Gottes nie etwas anderes, als was im
Wort der Bibel drinsteht. Das habe ich ja auch nie verstanden, warum Leut
noch mal Offenbarungen durch Zungenreden brauchen, wenn ich es im Wort der
Bibel doch nachlesen kann. Und wenn es etwas anderes ist, als was im Wort
der Bibel drinsteht, dann will ich es eh nicht hören. Dann ist es ja nicht
vom Geist Gottes. Deshalb hat ja in der Urchristenheit auch schnell die
zungenrede aufgehört, wo man das Evangelium hatte. Ich brauch es ja nicht
mehr. Es ist ja alles offenbart in der Schrift. Die Schrift hat ja alles,
was ich brauche zum Heil. Ist Ihnen der Gedanke klar? Das geht nicht, weil
der Geist Gottes doch nur das zeigen kann – kommen wir nachher noch einmal
drauf – was im Wort da ist, und da ist es wieder: Der wird mein Wort
halten, und mein Vater wird ihn lieben und zu ihm kommen und Wohnung bei
ihm nehmen. Wer aber mich nicht liebt, der hält meine Worte nicht. Und da
kann der Geist Gottes nicht wirken. Es hängt mit dem Gehorsam, mit dem
Leben in der Zucht, in der Nachfolge Jesu zusammen, dass er seinen Geist
gibt. Der Geist Gottes ist nirgendwo, bei Jesus und bei den Aposteln, an
irgendwelche absonderlichen Erscheinungen gebunden, sondern immer an das
Wort der Bibel. Ich weiß, wie es unsere Predigthörer umtreibt, einer, der
so immer pendelt, zwischen so extremen Gruppen und unserem Gottesdienst,
hat mir gesagt, ärgerlich, ich kann es nicht mehr hören, wie stark Sie das
Wort betonen. Das ist der Punkt. Das ist der Punkt im Neuen Testament und
in den Abschiedsreden Jesu. Sonst hänge ich dazwischen. Da hänge ich vor
all diesen esoterischen Erscheinungen und sage: Was ist jetzt von Gott und
nicht? Ich kann's nur im Wort der Bibel studieren. Und das, was mit dem
Wort gesagt ist, was meint denn Jesus: Mein Wort. Wenn Jesus uns sein Wort
gibt, ist es das Wort des himmlischen Vaters, und er bindet sich an dieses
Wort. Da kann kein Härchen abgebrochen werden. Auf dem Michelsberg zehn
Bibelarbeiten, wie dieses Wort von Jesus immer hoch geachtet wird. Und
sagt, es kann nicht gebrochen werden, und die Schrift kann nicht gebrochen
werden, und dieses Wort macht der Heilige Geist bloß aktuell für mich, das
macht er mir lebendig und frisch, aber er gibt nichts neues dazu. Was soll
er denn noch neues geben? Ich verstehe nicht, dass es heute so viele
Christen gibt, die am Anfang des dritten Jahrtausends etwas Neues wollen.
Was wollen Sie neues? Das, was Jesus gesagt hat, das soll doch mein Leben
prägen. Gut! Und das Wunder, das jetzt geschieht in einer Gemeinde, ist –
da gebrauchen wir heute besonders gerne das Wort lebendige Gemeinde". Es
gibt ja Gemeinde, da, wo man sagt: Es ist nichts los, es geht ja nicht bloß
drum, dass wir irgend so einen Zirkus veranstalten und irgendwie Leben
machen, sondern lebendige Gemeinde" heißt doch, da werden Traurige
getröstet, das ist ein anspruchsvoller Name, da werden Verzweifelte wieder
voll Hoffnung, Mutlose werden gestärkt, Leben, das Christus gibt, der
lebendige Christus. Wissen sie, wann Sie das mal beobachten auch. Eine
Gemeinde besteht aus sehr viel schwachen Menschen, so wie wir zusammen
sind, Sie haben längst alle Mängel und Schwächen meines Charakters
entdeckt, und die Grenzen der Kraft, das Wunder, das der ewige Christus
durch schwache, sündige Menschen redet und wirkt. Und dass er Leben gibt.
Und da steht: Im Vers 19: Ich will wieder zu euch kommen durch den Heiligen
Geist. Ich lebe und ihr sollt auch leben und ihr sollt Leben geben. Und wo
ihr hinkommt, da soll das passieren, dass Menschen Mut haben und Zuversicht
haben. Und das ist doch etwas Wunderbares, dass wir dann auch sagen können:
Wir gehen in eine Welt des Todes hinein und wir reden vom Leben, und wir
machen Menschen Mut und da werden auch zerbrochene Beziehungen geheilt und
da kommen Menschen, die gebunden sind in Sünde, werden frei, und da
passiert etwas, da werden Nöte gelindert, der Geist Gottes wirkt mächtig.
Wie war es in der Apostelgeschichte? Auf einmal waren sie ein Herz und eine
Seele. Das kann man nicht mal mit einem Quiz machen. Und wenn der Thomas
Gottschalk bei uns noch die Gemeindetage moderieren wird, das macht aber
der Heilige Geist auf eine super Weise, dass er uns sensibel macht
füreinander, dass er uns Liebe gibt, dass er uns wach macht für die Not der
anderen, dass man mittragen kann. Und wo das fehlt, da können Sie nichts
mehr organisieren. Ich frage mich immer wieder: Der große Irrtum heute ist,
vielleicht, dass wir dauernd von Schulungen, Methoden-Diskussionen kommen
und was mir immer wieder hier in der Gemeinde wichtig war, wir wollen gar
nicht viel methodische Schulungen haben. Lasst uns Bibellesen, lasst uns
das Wort der Bibel hören, und dann der Geist Gottes wird uns lehren. Denn
der hat so vielfältige Ideen, jeder von uns ist anders. Jeder Mensch hat
andere Gaben, und wenn das alles durch den Geist Gottes zur Entfaltung
kommt, bei den Konfirmanden erkläre ich es immer, aber da sind sie
wahrscheinlich zu jung und verstehens nicht, das ist doch wie bei einem
Orchester, da gibt's die Pikkoloflöte, und da gibt's die Pauke und alles
Mögliche, und wenn man dann darauf rum haut, da gibt's einen ungestümen
Lärm. Aber wenn der Chefdirigent herkommt, wer ist der Chefdirigent, da
sagen sie, na, der Pfarrer, natürlich nicht, sondern der Heilige Geist,
wenn Christus anfängt in seinem Orchester zu spielen, der Pfarrer doch
nicht, Christus, das ist ja immer der Gag, um das deutlich zu machen, aber
begreifen, das ist eine andere Frage, wenn Christus spielt, dann kommen die
ganzen verschiedenen Gaben, dann können die zu einem harmonischen
Miteinander kommen, und die Sinfonie erklingen kann. Und das ist doch
herrlich. Deswegen müssen wir doch aufpassen, dass wir keine
Menschenordnungen haben, wir sollen alle Brüder sein, wir sollen alle immer
wieder von Christus herkommen, und das ist das ist die Einheit, die Jesus
hat, dann brauch ich keine Organisation, da brauche ich auch keinen, sagt
Jesus auch wieder, da brauch ich keinen, der über den andern steht. Das
passiert immer gern, dass einer sagt, ich gebe dann das Kommando für die
andern. He, nein, lassen wir doch alle, lasst uns auf die Stimme Jesu
hören, lasst uns miteinander beraten, was tut der Herr, und lasst uns
zusehen, ich denke, das ist die allerschönste Form, wie heute Gemeinde
gebaut wird. Und dann sieht eine Gemeinde ganz anders aus, an einem anderen
Platz, weil da ganz andere Typen sind. Die Alten sehen's anders als die
Jungen, und doch klingt's zusammen. Und da hat man eine Liebe füreinander
und kann sich akzeptieren, auch wenn man sieht, der andere sieht manche
Dinge anders. Aber der Geist Gottes bringt unsere Gaben zur Entfaltung. Ich
lebe, und ihr sollt auch leben, das sind lebendige Gemeinden, wo der Geist
Gottes da ist, und Christus durch den Geist Gottes in uns Wohnung macht.
Ihr werdet mich nicht mehr sehen, und doch wird Christus da sein, was war
denn das? In der Apostelgeschichte. Deshalb schließen wir dann nach
Pfingsten eine Predigtreihe an über Abschnitte aus der Apostelgeschichte.
Damit man das mal sieht, was der Geist Gottes da angestoßen hat, oder die
jetzt bei der Türkeireise dabei sind, dass er eine ganze schreckliche
obszöne Kultur des Hellenismus in wenigen Jahren zerbrochen hat. Obwohl er
gar keine Demonstration gemacht hat, der hat über die Dinge gar nicht
gesprochen. In Briefen wird gar nicht der Schmutz der Welt gar nicht erst
erzählt, den die Touristen noch sehen können, sondern da ist was Neues
entstanden, weil der Geist Gottes Menschen verwandelt hat. Der Geist Gottes
kann jeden Menschen, Suchtabhängige, im Streit verrottet und in der Rohheit
gefangen, erneuern und verändern, und darum soll man viel mutiger das
anpacken. Und ihm das zutrauen. Wir wollen beten: Herr, durch deinen Geist
soll es geschehen, nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch deinen Geist
– Sacharja vier. Alttestamentliche Verheißung. Alles wird nur durch den
Geist Gottes gelöst. Sie können keine Gemeinde – die Kirche hat doch kein
Problem mit dem Geld, wir haben im Gesamtkirchengemeinderat wieder fünf
Stunden gesessen, nur vom Geld gesprochen, nirgendwo gibt es eine Kirche,
die so viel Geld hat wie die deutsche, immer noch. Sondern am Geist
fehlt's, für uns, wir alle bräuchten viel mehr Geist Gottes, und wenn Sie
Missstände sehen, dann beten Sie: Komm, Herr, mit deinem Geist, und die
herrlichen Pfingstlieder, die wir haben, und so viel davon reden, und noch
einmal wichtig, dass es zusammenhängt, der Geist Gottes macht uns nicht zu
irgendwelchen Überfliegern, sondern macht uns zu Menschen, die im Gebot
Gottes leben, und die sein Wort liebhaben.
Und jetzt kommt noch Vers 26: Ein ganz wichtiges Wort, wenn wir noch ein
paar Minuten weiter, aber, äh, die wichtigste Stelle, wo das noch einmal
drinsteht. Der Heilige Geist, der Anwalt, der Lehrer, Mittler, den mein
Vater senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern,
was ich euch gesagt habe. Also, was macht der Heilige Geist? Der macht die
Bibelworte, die Jesusworte in der Bibel lebendig. Meine Worte, dich ich
gesprochen habe, an die wird er euch erinnern. Das ist ganz wichtig. Der
Geist Gottes möchte nichts Neues uns offenbaren. Es gibt ja nichts
Größeres, als was Jesu gesprochen hat. Seine Erlösung soll uns groß werden.
Seine Worte, auch dieses jetzt, das ist uns wie Schuppen von den Augen
fällt. Ich hab ja das alles, und dann wird's lebendig. Ich kann nicht
verstehen, dass Leute sagen, ich kann nicht mit der Bibel kommen, doch, da
ist es auch für heute, auch für Ungläubige Menschen. Da hat dieser Gast,
der heute da war, wie er erzählte, wie er ging, wie er erlebte, wie zwei
chinesische Studenten, wie die missionierten, auf Menschen zugingen,
einfach, ganz direkt ihnen das Evangelium sagen, und Menschen bekehren
sich. Toll! Wir sind oft so geniert, und sagen: Da laden wir zu
Veranstaltungen ein. Weil der Geist Gottes durch Sie reden will. Und wenn
Sie keinen Geist Gottes haben, dann ist sowieso alles kaputt. Also. Aber
wenn Sie den Geist Gottes haben, dann können Sie reden, und dann werden
auch Ihre brüchigen Worte Frucht tragen. Der Geist Gottes will uns das
Evangelium, die Jesusworte, lebendig machen, nichts Neues bringen. Hier
steht, immer, Sie merken, 26.
Nun noch die letzten Verse: Frieden gibt er uns. Frieden. Was heißt das? Im
rasenden Getümmel schenk uns Glaubensheiterkeit. Dass in den Ängsten der
Welt ich Frieden habe. Es kommt zwei Kapitel weiter: In der Welt habt ihr
Angst, aber seid getrost, ich habe diese Welt überwunden. Wie kann ich
diese Glaubensruhe haben? Nur durch den Geist Gottes, der mich fest macht,
die Hand des Vaters, die ich spüre. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte
sich nicht. Wunderbare Zusage des Friedens. Ich habe einmal nur diesen Vers
als eine fünfundzwanzigminütige Predigt gehabt, ich kürze es ab. Sehen Sie,
wir können darüber meditieren, was es bedeutet. Macht mich, dieser Geist
Gottes macht mich ruhig. In Augenblicken, dass der Geist Gottes uns
durchtrage durch unsere Leidenszeiten, Anfechtungen. Bewahre Herz und Sinne
in Jesus. Keiner von uns kann seinen Glauben selber schützen. Der Geist
Gottes wird es tun. Und Sie wissen ja, dass der Heilige Geist dauernd tätig
ist, wenn Simeon plötzlich Jesus versteht, als das Baby hergetragen wird,
der alte greise Simeon, der Geist Gottes hat es ihm gezeigt, und so, das
ist doch wunderbar, wenn das bei uns passieren darf. Ich geh fast bei jeder
Predigtvorbereitung, wenn ich das schaff, ich fang immer schon sehr früh
an, und äh, meditiere viel und lese viel, und alles, aber irgendwo, es
bleibt tot, es ist irgendwo nichts Lebendiges, das gibt was der Geist
Gottes macht. Man könnt ja Aufsätzle vorlesen, da ist irgendein Geheimnis,
der Geist Gottes muss reden durch uns. Und wenn Sie reden mal mit andern
Menschen reden, das darf nichts Aufgesetztes sein, und nichts Gezwungenes,
Heuchlerisches. Und dann redet Jesus am Ende vom Fürsten dieser Welt, aber
der keine Macht mehr über Jesus hat. Aber es soll sichtbar werden, über dem
allem, das Jesus beim Vater ist, und die Welt nicht mehr sein Werk
zerstören kann. Ganz einfach noch mal zusammengefasst. Wie man geborgen
sein kann, in den Kämpfen der Welt, und Frieden hat, und Jesus sagt, ihr
dürft ohne Angst sein, ohne Sorge, weil ich euch meinen Geist gebe. Und
jetzt würde ich so sagen, ich bin so voller Zuversicht, dass durch Ihr
Leben, und da sind mehr junge Leute, wenn ihr euch dem Geist öffnet, dann
werden Ströme lebendigen Wassers von eurem Leben fließen. In euren ganz
normalen Verrichtungen, wo ihr seid, durch eure ganz normalen Dienste
hindurch wird Jesus verherrlicht und wird Großes tun. Es war sein Erweis
seiner Macht immer, und wir freuen uns, dass er es auch in unseren Tagen
tun wird, und wir sind voll großer Hoffnung, dass er es auch in unserem
Land noch einmal tun wird, er hat gesagt, dass dieses Gebet bestimmt erhört
wird. Genauso, wie ein Vater seinem Kind keine Giftschlangen, seinem Baby
gibt, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist geben
denen, die ihn bitten. Brauchen wir geisterfülltes Glaubensleben. Bestes,
bekennendes, ja auch das Bekennen, und wenn sie dann jetzt auch noch einmal
erzählen, in der Apostelgeschichte sehen, wie dann da es gewachsen war, wie
dann plötzlich dann Menschen zum Glauben kamen, die dann wie Petrus gar
keine Angst mehr hatten, dass die Richter sagen: Wir lassen euch
einsperren, wir lassen euch auspeitschen, und dann bekennt er mit einem
Freimut, und sagt: Aber Jesus ist der Christus Gottes. Und Ihr könnt
machen, was ihr wollt, das ist der Geist Gottes, wie er wirkt und wie er in
unseren Tagen mächtig ist.
