Serie•Teil 3 / 3Wie kann ich glauben, wenn ...
Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Die Sorge um Macht, Gewalt und Gottes Charakter
Die Welt ist in Sorge über die Politik gewisser Machthaber. Wladimir Putin etwa gilt als Gefahr für Europa, und es würden uns eine ganze Reihe anderer Namen von Leuten einfallen, die große politische Verantwortung und Macht haben. Bei solchen Personen haben wir oft ein zwiespältiges Gefühl, ob man ihnen so viel Macht anvertrauen kann.
Wenn irdische Machthaber unberechenbar sein können und mitunter sogar böse, dann ist das beängstigend. Aber was, wenn der Herrscher des Universums, wenn Gott selbst tatsächlich grausam wäre? Das behaupten solche Leute wie Richard Dawkins oder auch Philipp Möller. Er ist ein deutscher Vertreter, der ein Buch geschrieben hat: Gottlos glücklich.
Als er das herausgegeben hat, bin ich eingeladen worden, von der Redaktion idea in Berlin mit Philipp Möller ein Streitgespräch zu führen. Sechzig Minuten sind wir da aufeinander losgegangen. Der Moderator hieß Carsten Huhn von idea. Und Huhn hat also zwei Streithähne eingeladen, und wir sollten uns dann also behaken. Das war eine höchst interessante Auseinandersetzung.
Man kann dieses Streitgespräch in schriftlicher Form nachlesen. Wenn man unsere beiden Namen eingibt, kann man das auch noch im Internet finden. Solche Leute wie Richard Dawkins oder Philipp Möller fordern salopp gesagt ein Amtsenthebungsverfahren gegen Gott. Sie versuchen die Leser ihrer Bücher davon zu überzeugen, dass Gott böse ist und dass die Anbetung Gottes ein Wahn ist.
Ihre Anklage stützt sich auf Stellen im Alten Testament, die tatsächlich verstören können: Völkermord, Kindersterben und Feuer vom Himmel und so. Natürlich können wir heute Abend nicht jedes dieser schwierigen Themen behandeln. Aber wir wollen mal einige der härtesten Texte miteinander etwas näher anschauen, und wir werden fragen: Was zeigen diese Texte wirklich über Gott?
Das habe ich heute auf dem Sessel schon gesagt: Es ist immer gut, die Frage zu stellen, was die Bibel über den, um den es geht, in dieser Welt sagt, über Gott. Was sagt die Bibel über ihn aus? Und können wir diesen Gott trotzdem als unseren Gott bezeichnen? Können wir diesem Gott trotzdem vertrauen? Das ist so die Frage.
Ich selbst liebe das Alte Testament, vielleicht ist das schon ein bisschen zum Ausdruck gekommen. Ich liebe das Alte Testament nicht weniger als das Neue. Ich predige sehr gerne über Geschichten, die Gott geschrieben hat, mit Abraham etwa oder mit Mose oder mit David. Da sind so tiefgehende Erfahrungen geschildert, ganz viel Dramatik, viel Hoffnung und immer wieder eben diese Hinweise auf das, was Gott im neuen Bund dann vollenden wird, in Jesus Christus.
Wir haben es zu tun mit einem Gott, der Menschen mit unbegreiflicher Geduld begegnet und sie hinführen möchte zu einem guten Ausgang der Menschheitsgeschichte. Aber ich verstehe, warum manche anders empfinden, dass Menschen fragen, wie passt der Gott des Alten Testaments, der Kriege befiehlt, Gericht übt und Strafen verhängt, zu dem Gott, den Jesus Vater nennt, ganz zärtlich Vater nennt, dem Gott, der Sünder liebt und seinen Feinden vergibt? Ist das derselbe Gott?
Oder reden wir hier vielleicht von zwei Varianten Gottes, oder wie ist das zu verstehen und einzuordnen?
Drei schwere Vorwürfe und die Frage nach dem Maßstab
Ja, es gibt Texte im Alten Testament, die den Eindruck erwecken, als sei Gott jähzornig, als sei Gott frauenfeindlich oder sogar rassistisch. Diese drei Vorwürfe werde ich heute Abend aufgreifen, und wir wollen gemeinsam schauen, was dahintersteckt.
Wir lesen etwa, wie die Bundeslade nach Jerusalem gebracht wurde. Das war das Herzstück im Heiligtum der Juden, die Bundeslade. Dann beginnt die Bundeslade zu kippen. Usa will sie vor dem Herunterfallen retten und wird sofort von Gott erschlagen. Die, die die Bibel kennen, haben diese Geschichte ganz sicherlich schon gelesen, und vielleicht haben sie alle schon davon gehört. Wie ist das zu verstehen? Dieser Usa hätte doch eine Belohnung verdient gehabt. Wie kann es sein, dass Gott in dieser Situation so wütend auf ihn wird?
Oder Lot, der Neffe von Abraham: Lot nimmt zwei Engel auf, Fremde, in Sodom. Ein Mob will sie vergewaltigen, 1. Mose 19, und Lot sagt: Ich habe zwei Töchter, die will ich euch herausbringen, tut mit ihnen, was ihr wollt. Da schlägt man sich doch an den Kopf, oder? Das ist doch schockierend. Taliban-Methoden ist keine Übertreibung. Wie geht dieser Vater mit seinen Töchtern um? Und wie redet die Bibel darüber, ohne das direkt zu verurteilen? Warum tadelt der Text Lot nicht, fragt man sich.
Und ein Beispiel, das immer angeführt wird: Als die Israeliten ins verheißene Land einzogen, schlug Joshua auf Befehl Gottes das ganze Land der Kanaaniter, so heißt es wörtlich in Joshua 10. Das klingt, man muss es so sagen, nach Völkermord. Offenbar waren die Israeliten Gott mehr wert als die Kanaaniter. Ist also der Gott des Alten Testaments ein Rassist?
Bevor wir uns die einzelnen Begebenheiten genauer anschauen, möchte ich Ihnen allerdings zunächst einmal eine Frage stellen: Was genau kritisieren Sie an diesen Texten? Finden Sie sie moralisch fragwürdig beziehungsweise moralisch falsch? Oder zweifeln Sie an den Berichten als solchen, meinen Sie also, dass sie historisch falsch seien?
Man kann ja so oder so über diese Texte denken oder ihnen gegenüber eingestellt sein. Wenn diese Texte im zweiten Fall historisch falsch wären, dann hätten sich diese Vorfälle ja nie ereignet. Dann wäre das Ganze allenfalls israelische Folklore oder so, und dann muss man das nicht so sehr ernst nehmen. Oder aber, das ist dann der hier erste Fall auf der Folie dargestellt, sie haben sich ereignet, und die Israeliten haben in einem Anfall von Nationalismus und dem Wahn, Gott sei auf ihrer Seite, behauptet, dass Gott ihnen diese Schandtaten geboten hätte.
Also: Was bezweifeln Sie, die Moral? Oder die Historizität in diesen Texten? Wenn Sie sagen: Das ist niemals passiert, ich glaube nicht wörtlich an die Bibel, dann lösen sich ja die moralischen Probleme in Luft auf. Was wäre dann das Problem? Was nie geschehen ist, darüber muss man sich nicht aufregen. Rotkäppchen und den Wolf nehmen wir schließlich auch nicht moralisch auseinander.
Wenn Sie aber sagen: Doch, ich glaube, das hat sich so ereignet, und Gott hatte damit zu tun, dann erst wird hier die Frage brisant: Was sagt das über diesen Gott aus? Spreche ich hier zu Leuten, die die Bibel als wahr erkennen? Gut, aber die Frage müssen Sie sich selber stellen.
So, jetzt aber zurück zu unserem Problem. Unterscheidet sich das Wesen Gottes im Alten Testament vom Wesen Jesu im Neuen Testament? Jesus stillt den Sturm, und Gott im Alten Testament verursacht schreckliche Naturkatastrophen, wie zum Beispiel die Sintflut, als die vielleicht größte Katastrophe, die über die Erde jemals hereingebrochen ist. Obwohl Dawkins von Gott angewidert ist, das hat der Text, den uns Janis vorgelesen hat, ja nun deutlich zum Ausdruck gebracht, hat er doch Jesus gegenüber schon eine etwas andere Haltung. Er würde sagen: Ja, für Jesus habe ich ein bisschen was übrig. Aus ethischer Sicht, wörtliches Zitat aus der Gotteswahn, ist Jesus gegenüber dem Ungeheuer aus dem Alten Testament ein großer Fortschritt. Zeigt uns der ältere Teil der Bibel Gott als Ungeheuer?
Nun schauen wir uns die genannten Stellen einmal näher an und fragen uns, warum erschlug Gott Usa. Wenn man das so in Versalien schreibt, sieht es aus wie USA, aber es ist der hebräische Name Usa. Die Bundeslade war also in die Hände der Philister gefallen. David ist dabei, sie endlich wieder nach Jerusalem zu bringen, wo sie hingehört. Dann lesen wir von einer großen Parade mit Tanz, Jubel, Musik, und mitten in dieser Feier wankt plötzlich der Wagen, auf dem die Lade transportiert wird. Usa streckt seine Hand aus, um sie zu stützen, aber Gott wird zornig auf Usa und tötet ihn auf der Stelle. Warum?
Ich möchte dreierlei zu bedenken geben. Erstens: Gott hatte den Israeliten einst gesagt, wie sie die Lade befördern sollten. Sie sollte von Priestern mit Stangen getragen werden, die dann durch Ringe an den Seiten der Lade gesteckt werden sollten. Alles das ist in 2. Mose 25 bis ins Detail beschrieben. Ein bisschen zwanghaft, sagt man vielleicht. Das ist ein bisschen übertrieben, wie wichtig Gott das korrekte Protokoll für den Transport dieser Lade nimmt. Aber nehmen wir mal als Beispiel den Umgang mit radioaktivem Material. Wenn Menschen beim Transport von Plutonium nicht entsprechend vorsichtig sind, kann das Leben kosten. Ich bin froh, dass das Bundesministerium für Reaktorsicherheit ein bisschen zwanghaft ist, wenn zum Beispiel Atommüll durch meine Nachbarschaft kutschiert wird.
Und Gott ist stärker als Plutonium. Gott ist heilig. Er strahlt eine Majestät aus, und wir haben es uns dieser Tage versucht, schon bewusst zu machen, die für uns als sterbliche Menschen nicht zu ertragen wäre. Gott ist heilig. Wie gefährlich die direkte Begegnung mit Gott ist, hat Israel in seiner jungen Geschichte schon erfahren. Dreißigtausend Israeliten waren gefallen, die Bundeslade war verloren; das ist hier die Vorgeschichte von diesem Text, weil man Gottes Anweisungen missachtet hatte, 1. Samuel 4. Diesmal sind jetzt alle Israeliten anwesend bei diesem großen Ereignis, und Gott will vor den Augen des ganzen Volkes deutlich machen: Seine Gebote sind nicht verhandelbar. So hart Usas Tod auch ist, Gott hatte sie gewarnt. Er hatte gesagt, wenn jemand die Bundeslade berührt, würde der Betroffene sterben. 4. Mose 4, da hat er genau diesen Fall schon sozusagen vorausgesagt.
Aber es geht noch weiter. Ein zweiter Grund, den ich für Gottes Zorn erkenne, ist, dass die Lade auf einem Ochsenkarren gesetzt wurde, und das war nicht nur ungehorsam, das war beleidigend. Die Bundeslade repräsentierte Gottes Gegenwart im Allerheiligsten des Tempels oder vorher der Stiftshütte. Die Gegenwart Gottes war dargestellt in der Bundeslade, und mindestens königlicher Umgang wäre angebracht gewesen. Hier haben sie sie auf einen Ochsenkarren gestellt.
Nun, wenn ich den Kofferraum unseres Autos öffne, das ist bis heute so, dann klettert gerne mal eine unserer Töchter hinein. Aber Kofferräume, wie auch Ochsenkarren, sind für Fracht oder vielleicht für Leichen, nicht für Menschen. Und schon gar nicht für Könige. Für Menschen sind die vorderen Sitze da, für Könige oder die Bundeslade Gottes sind Sänften da. Stell dir mal vor, der Bundespräsident käme nach Rinteln, Frank-Walter Steinmeier in Rinteln, und der Stadtrat würde ihn bitten, im Kofferraum eines Autos mitzufahren. Er wäre mit Recht nicht amüsiert, glaube ich.
Und noch ein Drittes: Der mangelnde Respekt spiegelt Israels Gleichgültigkeit Gott allgemein gegenüber wider. Im Alten Testament ist selten von Atheismus die Rede. Atheismus heißt, Gott zu leugnen: Gott gibt es nicht. Das kommt in der Bibel fast gar nicht vor. Was man aber öfter findet, ist praktizierter Atheismus. Und das heißt, so zu leben, als gäbe es Gott nicht. Da gehörte im Volk die Gegenwart Gottes oder der Glaube, eine Vorstellung von Gott, eine Geschichte mit Gott durchaus zur Tradition dazu, aber es spielte eben im Leben der Einzelnen überhaupt keine Rolle. Offiziell, formell glaubte man an Yahweh, aber man lebte, als gäbe es ihn nicht.
Dabei wollte und will Gott Beziehung. Es geht ihm um uns Menschen. Er hat sich immer wieder uns Menschen genähert, die Hand ausgestreckt, um uns geworben, aber der Mensch wollte sein eigenes Ding machen. Die Bundeslade war nicht einfach nur ein Kultgegenstand, sie stand für die Bundesbeziehung, die Bundesbeziehung zwischen Gott und seinem Volk. Deshalb heißt sie auch Bundeslade. Gott lag also so viel an diesem Bund und der Beziehung zu seinem Volk, dass er deutlich machen wollte: Ich dulde keinen respektlosen Umgang mit dem Zeichen, das diese Beziehung symbolisiert.
Wir, die wir verheiratet sind, haben auch so ein Symbol für die Beziehung zu unserem Partner. Ich habe hier meinen Ehering, und viele von euch haben auch einen solchen an der Hand. Eines der vielen Paare, die ich getraut habe, waren Sascha und Judith. Sascha allerdings hatte seinen Ring nicht dabei. Der war wenige Tage vorher über die Straße gerollt und plattgefahren worden. Mit seinem neuen Ring geht Sascha jetzt etwas vorsichtiger um. Das ist zwar ein kleiner Gegenstand, aber er ist wertvoll. Materiell ja, aber darüber hinaus auch, weil er etwas ganz Wichtiges zum Ausdruck bringt. Und auch wenn meine Frau jetzt, ich weiß nicht, so 350 Kilometer entfernt von hier ist, weiß ich mich eng und tief verbunden mit meiner, wie sagt man, besseren Hälfte.
Gottes Ring, die Lade, war aus Unachtsamkeit verloren gegangen, und Gott wollte, dass so etwas nicht noch einmal passiert. Also, es war ja schon schlimm genug, und die Vorgeschichte ist schon auch dramatisch zu lesen, was die Bundeslade sozusagen alles angerichtet hat in den unterschiedlichen Städten der Philister und so. Das alles war ja schon schlimm genug. Die Begebenheit mit Usa zeigt: Gott ist kein Gottchen. Gott ist heilig, und wenn es um seine Ehre, wenn es um sein Gesetz, um seine Beziehung zu seinem Volk geht, dann greift er ein, auch auf erschütternde Weise. Würden Sie einem Gott folgen wollen, der keine Leidenschaft für seine Beziehung zu Ihnen hat?
Die Würde der Frau und die Frage nach Lot
Als Nächstes fragen wir: Ist die Bibel frauenfeindlich?
Gott schuf die Frau als Hilfe für den Mann. Das klingt zunächst so, als bräuchte der Mann, wie ein Geschäftsmann früher eine Sekretärin, als sei sie ihm von Gott zugewiesen als Hilfe, also wie ein Dienstmädchen, das ihm Essen kocht, die Hemden bügelt und die Zeitung bringt oder so. Das hört sich sexistisch an.
Aber schauen wir uns einmal an, wie das hebräische Wort Eser, also Hilfe, anderswo im Alten Testament gebraucht wird. Durchweg ist Gott derjenige, der hilft, der dieser Eser ist, der seine Hilfe anbietet. Mit dieser einen Ausnahme hier ist überall, wo in den fünf Büchern Mose das Wort Eser verwendet wird, Gott der Helfer. Statt also eine Hilfskraft in untergeordneter Position zu sein, übernimmt die Frau in 1. Mose 2 eine Rolle, die sonst in der Tora ausschließlich Gott vorbehalten ist. Sie ist zudem die Hilfe, wo Hilfe fehlt, wo Hilfe nötig ist.
Übrigens spricht das auch nicht für uns als Männer, als Paschas. Wenn Gott sagt: Ich will ihm eine Hilfe machen, heißt das, er ist hilfebedürftig, er kommt nicht zurecht. Aber diese Hilfe ist eine ganz edle Beifügung, etwas, das normalerweise von Gott ausgeht. In 1. Mose 1 sehen wir sowohl den Mann als auch die Frau als Gottes Ebenbild. In 1. Mose 2 ist es nur die Frau, die mit diesem besonderen Attribut Gottes beschrieben wird.
Nicht, dass Frauen deswegen den Männern überlegen wären. Wir wollen ihnen jetzt mal zeigen, wie es geht. Das ist ja nicht Hilfe, sondern das ist Bestimmen. Aber das Kapitel sagt eben genauso wenig, dass sie ihnen unterlegen sind. Es heißt: die Hilfe, die ihm entspricht. Ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht, dem Mann entspricht. Und darin klingen sowohl Unterschiedlichkeit als auch Gleichheit an. Aber nichts deutet auf eine Minderwertigkeit eines der Geschlechter hin. Also: Die Hilfe ist nicht Sklavin, die Hilfe ist vielmehr Seelenverwandte. Das kommt hier zum Ausdruck.
Im ersten Buch Mose wird ein so vorteilhaftes Bild der Frau gezeichnet, dass es in seinem altorientalischen Umfeld schockierend progressiv gewirkt haben muss. Texte, die so von den Sumerern oder aus dieser Zeit stammen, kennen solche Verbindungen auf Augenhöhe zwischen Mann und Frau nicht. Und am Anfang der Bibel müssen wir hier feststellen, wollen wir feststellen, finden wir nichts Sexistisches am Gott des Alten Testaments.
Aber jetzt wollten wir ja über Lot reden. Wie ist das mit ihm und seinen Töchtern? Und ich muss jetzt über eine versuchte Gewalttat sprechen. Gott beschließt, die Stadt Sodom wegen ihrer Bosheit zu bestrafen. Nachdem Abraham um Gnade für die Stadt gefleht hatte, weil sein Neffe Lot mit seiner Familie dort wohnt, sendet Gott zwei Engel in die Stadt, die aussehen wie Männer. Sie wollen Lot bewegen, die Stadt zu verlassen, 1. Mose 18 und 19.
Gastfreundlich wie Lot ist, überredet er die beiden, die Nacht nicht draußen auf dem Platz zu verbringen, sondern in seinem Haus zu übernachten. Die Männer von Sodom wollen ihnen jetzt eine andere Art von Gastfreundschaft erweisen und sind entschlossen, den Männern Gewalt anzutun. Um die Meute dann zu beschwichtigen, schlägt Lot allen Ernstes vor, man solle statt der Engel seine Töchter nehmen. Es ist wirklich kaum zu fassen, dass ein Vater so ein Verbrechen an seinen eigenen Töchtern zulassen würde.
Würde die Erzählung Lots Verhalten gutheißen, so wäre die Bibel ein Skandalbuch. Ich sehe aber drei Gründe, warum das nicht der Fall ist.
Erstens bestätigt der Text Lot nichts. Etwas nicht zu verurteilen, heißt noch nicht, es zu befürworten. Lot und seine Familie werden in diesen Kapiteln durchweg als negative Beispiele dargestellt. Also wurde Lot nicht wegen seines gerechten Verhaltens gerettet, sondern weil Gott aufgrund der Fürsprache Abrahams barmherzig war. Deshalb hat Gott ihn aus der Stadt herausführen lassen.
Zweitens griffen die beiden von Gott gesandten Engel ein, um Lots Töchter vor den grauenhaften Absichten ihres Vaters zu bewahren, und haben den Angriff damit verhindert. Also wollten Gott und seine Boten nicht, dass den Mädchen irgendetwas angetan wird. Das müssen wir auch festhalten.
Und drittens wurden die Männer der Stadt bestraft, indem sie geblendet wurden, erst einmal, später dann für ihr boshaftes Verhalten insgesamt, indem ihre Stadt zerstört wurde. Das zeigt, dass Gott Vergewaltigung hasst. Das merkt auch jeder, der sich die alttestamentlichen Texte unter diesem Gesichtspunkt näher anschaut.
Gericht, Geduld und die Frage nach Gerechtigkeit
Und schliesslich die Frage: Ist der Gott der Bibel Rassist?
Es soll niemand von dir standhalten können alle Tage deines Lebens bei der Einnahme des Landes.
Als Gott am Anfang seinen Bund mit Abraham schliesst, 1. Mose 15, da eröffnet er ihm, dass seine Nachkommen vierhundert Jahre in der Versklavung leben würden. Das ist ein Beispiel von Prophetie. Wie jetzt innerhalb der Fünf Bücher Mose geht das in Erfüllung. Da könnten manche sagen: Okay, das ist dann eben so weitergeschrieben worden, das hat sich alles einer insgesamt ausgedacht. Im Blick auf viele andere Prophezeiungen kann man es sich da nicht so leicht machen. Es gibt unglaublich viele Prophezeiungen, die nachweislich im Alten Testament etwa schon auch ins Griechische übersetzt waren, bevor sie dann in Jesus Christus wortwörtlich in Erfüllung gegangen sind.
Also Prophetie ist noch einmal ein ganz eigenes und höchst interessantes und bestechendes Thema. Aber wie gesagt: Hier diese Voraussage, sie würden 400 Jahre in der Versklavung leben, passiert innerhalb des ersten Buches Mose dann auch.
Und in diesem Zusammenhang erwähnt Gott auch die Ägypter und die Kanaaniter. Er kündigt Gericht an, sowohl über das Volk, das Abrahams Nachkommen unterdrückt, also die Ägypter, als auch über die götzendienerischen Völker, die in Kanaan lebten, die Amoriter, Perissiter usw.
Jetzt verstehe ich zwar, warum Leute sich in 2. Mose auf die Seite der Ägypter stellen und sagen: Das ist doch ungerecht, warum hat Gott das Herz des Pharaos verhärtet oder warum hat Gott das Heer im Toten Meer ertränkt und so. Aber wenn wir diese Frage stellen, müssen wir den Zusammenhang beachten.
Ägypten war die mächtigste Nation der Erde, an deren Spitze ein als Gott verehrter Pharao stand. Die Ägypter waren diejenigen, die andere versklavten, die andere unterdrückten. Denken wir nur daran, dass einem Pharao plötzlich das Volk Israel, die ja als Sklaven für sie arbeiteten, zu gross wurde und er angeordnet hat, dass alle männlichen Neugeborenen oder überhaupt alle männlichen Jungen in einem bestimmten Alter im Nil ertränkt werden sollten. Der Kindermord, der ein bisschen auch an den neutestamentlichen Kindermord von Herodes erinnert. Von wehrlosen Säuglingen eine abscheuliche Vorstellung, eine abscheuliche Anordnung, die der Pharao, der ägyptische Pharao, getroffen hat.
Also Mitleid mit Ägypten zu haben, ist ungefähr so, als hätten wir Mitleid mit den Römern im Asterix-Heft. Und Entsprechungen zum Pharao sind heute Despoten und Diktatoren, tyrannische Herrscher, für die wahrscheinlich die wenigsten von uns Sympathie oder Barmherzigkeit aufbringen würden.
Also die Frage muss lauten: Warum hat Gott zugelassen, dass sein eigenes Volk, die Israeliten, so lange unter der ägyptischen Unterdrückung litt, vierhundert Jahre lang? Und die Antwort ist: Weil Gott langsam zum Zorn ist.
Ich habe manchmal kaum Geduld, zwei Minuten zu warten, bis das Essen in der Mikrowelle endlich warm ist. Schwer vorstellbar, auf etwas über Generationen hinweg zu warten, was aussteht: Wann kommen wir endlich raus? Wann ist diese Zeit der Sklaverei zu Ende? Wann wird Gott seine Zusagen erfüllen? Und so.
Ein Grund, warum Gott sein Gericht hinausgezögert hat, ist, dass er den Menschen Gelegenheit zur Umkehr geben wollte. Und nicht nur hier. Weil Gott das Gericht über Ninive hinauszögerte, bereuten die Einwohner der Stadt schliesslich, und Gott hat seinen Zorn von Ninive abgewendet. Also wenn Gott wartet, wenn er nicht direkt Gericht übt, dann hat es immer mit seiner grossen, grossen Geduld zu tun und damit, dass er den Menschen eine Chance geben möchte.
Gott wartete auch mit der Bestrafung der Kanaaniter. Gott hat Geduld. Es dauerte hier 400 Jahre, bis er einschritt, und den Preis während dieser Zeit musste sein eigenes Volk zahlen. Weil Gott langsam zum Zorn ist, deshalb musste sein Volk heimatlos bleiben, versklavt bleiben und unterdrückt.
Mit wem muss man hier doch mal Mitleid haben?
Und die Nachbarvölker Israels, die Kanaaniter, waren Götzendiener, sie opferten Kinder, sie trieben Zauberei und vieles andere mehr, 5. Mose 20 zum Beispiel. Und sie griffen nach dem Auszug aus Ägypten unbegründet das wehrlose Israel an. Keine der anfänglichen Auseinandersetzungen ging von den Israeliten aus, sondern von den Amalekitern, 2. Mose 17, von den Amorittern, 4. Mose 21, und von anderen. Immer wieder wurde Israel als Nomadenvolk angegriffen, als wehrloses, menschlich gesehen wehrloses Nomadenvolk, von denen, die die militärische Macht dazu hatten.
Dass Gott die Kanaaniter später richtete, hat nichts mit Rassismus zu tun, sondern hat etwas mit ihrer Bosheit zu tun. Gott hasste nicht die Kanaaniter, sehr wohl aber ihre Verbrechen.
Die Moabiter wie auch die Assyrer wollten immerzu ihre Grenzen erweitern, ihre Reiche vergrössern. Israel versuchte lediglich, ein Heimatland zu erlangen. Die Israeliten waren Flüchtlinge, die nach jahrhundertelanger Unterdrückung jetzt einen Ort brauchten, an dem sie leben konnten. Und da ihre Vorfahren Abraham, Isaak, Jakob einst in Kanaan gelebt hatten, nahmen sie das Land wieder ein, das ihrer Familie gehörte. Teile davon hatten sie rechtmässig erworben.
Ich kann Ihnen auch Stellen nachweisen, 1. Mose 23,5, immer wieder, dass grosse Landteile ganz offiziell gekauft worden waren. Die hatten also einen legitimen Anspruch, sich im Land ihrer Vorfahren niederzulassen.
Wir dürfen zudem nicht übersehen, dass Gott mit diesem verheissenen Land ein langfristiges Ziel verfolgte, nämlich alle Völker zu segnen und zu sich zu rufen. Dass Israel ein Beispiel in dieser Welt für ein Volk Gottes auch auf andere Völker in der Weise wirken soll: Kommt, kommt und betet an. Hier sollte ein Vorbild für eine Begegnung mit Gott für alle Menschen sein. Ja, in dir sollen gesegnet werden alle Völker der Erde, so hatte Gott Abraham schon gesagt.
Wäre Gott ein Rassist, so hätte er nur sein eigenes Volk segnen wollen. Und da noch etwas: Er erhielt ja sogar Gericht über sein eigenes Volk, als Israel und Juda später ganz furchtbare militärische Niederlagen erlebten oder auch direkt das Gericht Gottes zu spüren bekamen und dann schliesslich auch aus dem Land in die Verbannung geführt wurden. Warum? Weil sie sich ebenso boshaft verhielten wie die Kanaaniter. Also Gott ist gerecht. Wenn er an die einen einen Massstab anlegt, dann an sein eigenes Volk einen sogar noch strengeren Massstab, weil sie es wissen konnten. Und Gott hat vielfach auch sein eigenes Volk züchtigen müssen.
So, natürlich wird uns bei diesen Texten nicht so warm ums Herz wie beim Nachdenken über Psalm 23. Willie hat davon erzählt, wie dieser Psalm in seiner Situation sein Herz warm gemacht hat, und Gott redet genau auf diese Weise zu uns. Er möchte uns ermutigen. Aber es gibt diese Texte, und wir können ihnen nicht einfach so ausweichen, diesen Gerichtstexten ausweichen. Davon gehen sie ja nicht weg.
Verstehen können wir solche Texte nur, wenn wir sie lesen, studieren, diskutieren und auch von Zeit zu Zeit über diese Texte predigen.
Der Hebräerbrief bestätigt, dass der Gott, der im Alten Testament gesprochen hat, durch die Propheten derselbe Gott ist, der im Neuen Testament durch seinen Sohn geredet hat. Ich habe diesen Vers gestern aus Hebräer 1 zitiert. Gott hat geredet, immer wieder. Und zuletzt redete er sein letztes Wort in seinem Sohn Jesus. Derselbe Gott. Und da gibt es überhaupt keine Missverständnisse, dass man sagen könnte, es war ein völlig anderer Gott oder eine andere Gottesvorstellung. Überall im Neuen Testament gehen die Verfasser davon aus, dass sie vom Gott Israels schreiben.
Ist der Gott des Alten Testaments zornig? Ja. Ist der Gott des Alten Testaments liebevoll? Ja. Es braucht diesen Vers und viele andere nur zu lesen. Das ist Altes Testament, Psalm 103.
Ist der Gott des Neuen Testaments zornig? Ja, lesen wir etwa Römer 1. Gott lässt aber auch seinen Zorn sichtbar werden, sagt der Apostel Paulus da. Vom Himmel herab trifft er alle Menschen, die sich gegen Gott auflehnen und so die Wahrheit mit Füssen treten. Sie führen ein Leben ohne Gott und tun, was ihm missfällt. Und andere Stellen, 2. Thessalonicher 1 und so, sprechen eine ähnliche Sprache. Ja, dieser Zorn Gottes wird auch im Neuen Testament thematisiert. Es ist also jetzt nicht plötzlich ein völlig neues Buch, und das eine ist mit dem anderen nicht übereinzubringen.
Und dann die letzte Frage: Ist der Gott des Neuen Testaments liebevoll? Oh ja, oh ja, und ich glaube, daran zweifelt niemand, der das Neue Testament schon gelesen hat. Zorn und Liebe schliessen sich nicht einander aus. Zorn und Liebe sind miteinander vereinbar.
Wenn ich höre, dass ein lieber Freund durch Drogen zerstört wird, dann bin ich zornig. Zornig auf die, die ihm das Zeug verkauft haben, zornig auf die, die damit handeln, und überhaupt auf die Droge an sich. Ja, da regt sich etwas. Da stehe ich doch nicht gleichgültig daneben.
Oder wenn irgendeiner meiner wunderbaren Frau schöne Augen machen sollte, dann werde ich zornig.
Gott allerdings ist gross an Güte und langsam zum Zorn, aber er ist nicht ohne Zorn. Das Thema Gericht dürfen wir nicht einfach so im liberal-theologischen Giftschrank wegschliessen, wie viele rücksichtsvolle Pastoren das gerne tun. Es wird gar nicht darüber gesprochen. Es geht nur um den lieben Gott. Das können wir nicht ausklammern.
Gott hat lieber einen Usa sterben lassen, als das ganze Volk an Gleichgültigkeit zu verlieren, und Gott hat lieber Jesus sterben lassen, als dich und mich zu verlieren. Das Gericht im Neuen Testament findet auf dem Hügel Golgatha statt, und ich verweise immer wieder auf das Holzkreuz hinter mir, das das von damals symbolisieren soll. Das Gericht Gottes am Kreuz traf Jesus.
Warum muss ein anderer für mich sterben, damit Gott mir vergeben kann? Gab es da keinen anderen Weg? Warum kann Gott nicht sagen: Ich liebe dich, ich verzeihe dir, komm, lass uns knuddeln? Weil Gott beides ist: heilig und liebevoll. Sünde ist ein ernsthaftes Problem zwischen Menschen und Gott.
Und alle, die an den Sohn Gottes glauben, haben das ewige Leben. Doch die, die dem Sohn nicht gehorchen, werden das ewige Leben nie erfahren, sondern der Zorn Gottes liegt weiterhin auf ihnen.
Wenn sie Kinder haben, dann wollen sie das Beste für ihre Kinder, und sie werden versuchen, ihre Kinder vor Gefahren zu schützen. Und Sie haben, wenn Sie Kinder haben, ihnen sicherlich beigebracht, dass sie nach links und nach rechts gucken müssen, bevor sie über die Strasse gehen. Und wenn unsere Kinder das wiederholt nicht tun, dann werden wir zornig. Mathilda, wie oft habe ich dir gesagt, dass du gucken sollst, bevor du gehst! Das ist lebensgefährlich!
Verstehen Sie, warum Gott emotional wird beim Thema Sünde? Wenn jemand ohne zu schauen über die Strasse rennt und im schlimmsten Fall dabei sein Leben verliert, ist der Unfall dann passiert, weil der Vater einst zornig war oder deshalb, weil das Opfer nicht auf seinen Rat gehört hat? Natürlich, weil es nicht gehört hat. Und die Bibel redet hier von Gehorsam. Da steht, dass die dem Sohn Gottes nicht gehorchen, das ewige Leben nie erfahren werden, sondern der Zorn Gottes wird weiter auf ihnen ruhen oder bleiben.
Wenn Menschen nicht auf Gott hören, da wo er wirbt, wo er jedem Menschen die Möglichkeit gibt, umzukehren, seine Sünde zu erkennen und sich an Jesus zu wenden. Und zumindest in diesem Zelt sitzt niemand, der das nicht zumindest heute Abend gehört hätte: Jesus starb für dich, er ist der Ausweg, er hat für dich geblutet, er hat das Gericht Gottes getragen für dich. Ohne Blutvergiessen gibt es keine Vergebung. Auch ein Satz aus dem Alten Testament, der sich im Neuen Testament genau so im Hebräerbrief etwa bestätigt. Er ging es an deiner Stelle, damit du gerettet werden kannst.
Und wenn dann ein Mensch darauf nicht hört, dann bleibt der Zorn. Aber es ist nicht ein Zorn, der jetzt irgendwie aus einer ablehnenden Emotion hervorging. Gottes Zorn ist motiviert aus seiner Liebe zu uns Menschen. Nicht der Zorn Gottes ist das Problem. Das Problem ist unsere Leichtfertigkeit und unsere Überheblichkeit: Das brauche ich nicht, habe ich nicht nötig.
Ein demütiger und einsichtiger Mensch weiss: Ich bin angewiesen auf seine Vergebung. Wenn ich am Ende vor Gott bestehen will, dann brauche ich Jesus, dann brauche ich diese Wiederherstellung, dann bin ich auf seine Gnade angewiesen, die er uns zuwenden will in Jesus, seinem Sohn.
Der Weg zum Schluss: Kreuz, Vergebung und Einladung
Ich komme zum Schluss. Ein Gott, der sowohl zornig als auch liebevoll, sowohl gerecht als auch barmherzig ist? Nun, wenn Sie das nicht miteinander vereinbaren können, dann schauen Sie sich Jesus am Kreuz an.
Das Evangelium heißt: Der Sohn Gottes musste sterben, um den Weg zu Gott für unsere Sünden freizumachen. Für unsere Sünden musste Jesus mit seinem Leben bezahlen. Wann immer wir die Bibel und Jesus Christus thematisieren und in die Bibel hineinschauen, sollten wir uns dieser Wahrheit bewusst sein. Darum geht es immer und immer wieder: Er hat für unsere Sünde bezahlt, für uns, für dich, für mich.
Ohne Jesus hätte kein Mensch auch nur den Hauch einer Chance, die Liebe Gottes in seinem Leben zu erfahren, die Gemeinschaft mit Gott zu erleben, die Vergebung seiner Schuld und Sünde zu erlangen. Denn Gott hat der Welt, und das steht hier auf der linken Seite in Johannes 3,16, im selben Kapitel wie das, was uns da über den Zorn Gottes mitgeteilt wird, seine Liebe dadurch gezeigt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab, damit jeder, der an ihn glaubt, das ewige Leben hat und nicht verloren geht.
In Vers 17 heißt es dann auch: Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, um sie zu verurteilen, sondern um sie durch ihn zu retten. Diese Worte aus Johannes 3,16 und 17 sind ein Licht in der Dunkelheit, ein festes Versprechen in einer unsicheren Welt. Mich begleiten diese Worte schon mein ganzes Leben lang.
Ich glaube an diesen Gott der Liebe, an diesen Gott, der die Welt so geliebt hat, dass er bereit war, seinen einzigen Sohn zu geben. Da geht es um Kinder, ja, und um unsere Gefühle, die wir unseren Kindern gegenüber haben. Er gab sein Kind, seinen Sohn, für uns in diese Welt und wusste, was die Menschen mit ihm machen würden: ihn geißeln, verurteilen und hinrichten wie einen Verbrecher, qualvoll am Kreuz. Er gab seinen Sohn. Das ist seine Liebe.
Und dann heißt es: Jeder, der an ihn glaubt, geht nicht verloren, sondern bekommt das ewige Leben. Ich glaube an Jesus Christus. Und deswegen habe ich diesen Frieden in meinem Herzen. Und deswegen kann ich nach vorne schauen und brauche vor der Zukunft keine Sorge zu haben.
Viele machen sich Sorgen um die Zukunft. Ich weiß, was Zukunft bedeutet: Jesus kommt wieder. Und er nimmt uns, die wir an ihn glauben, zu sich in seine Herrlichkeit. Die, die wir versöhnt mit Gott leben, dürfen ihn sehen, wie er ist. Und sie sind eingeladen, auch ein Kind Gottes zu werden, auch diese Errettung anzunehmen.
Ich weiß um meine Errettung. Und wenn Sie nicht ganz sicher sind, dann können Sie heute Abend beten und sagen: Herr Jesus, wenn das wahr ist, dass du für mich am Kreuz gestorben bist, dann will ich das anerkennen. Und dann bitte ich dich um Vergebung und bitte, dass du mein Leben, mein Denken, alles erneuerst. Und ich will dir dafür danken.
Das können Sie auch in diesem Gebet tun. Danken Sie ihm dafür, dass er für Sie gestorben ist, und laden Sie ihn ein, in Ihr Leben zu kommen und Ihr Leben neu zu machen. Lassen Sie diese Chance, die sich Ihnen heute bietet, nicht einfach so vorbeigehen.

