Einführung in die Thematik des Leids und Gotteszweifeln
Warum nicht "Glaubensfragen", der YouTube-Kanal des Why-not-Teams? Knifflige Fragen werden dort einfach erklärt, dialogisch und durchdacht.
Boah, das Thema Leid lässt dich einfach nicht los, oder?
Ja, ich finde es einfach verwirrend. Jeden Tag hört man von irgendwelchen Katastrophen, und ich verstehe, dass Menschen dann an Gott zweifeln.
Ich frage mich, ob ich vielleicht nur deshalb nicht zweifle, weil ich mit diesem Gedanken groß geworden bin.
Ja, das kann schon sein. Aber mich irritiert es jedes Mal, wenn Menschen das Thema Leid als Argument gegen Gott bringen.
Keine Ahnung, was du meinst.
Die Argumentation gegen Gott aufgrund von Leid
Ja, schau mal, Menschen argumentieren, dass es Gott nicht geben kann, weil es Leid gibt. Die Frage ist: Woher wissen sie eigentlich, was Leid ist?
Naja, Leid sind all die Dinge, die wehtun und die man nicht haben will – vom Erdbeben über einen Fahrradunfall bis hin zum Hirntumor. Wir wissen genau, was Leid ist. Wir wissen genau, was wir nicht haben wollen. Aber woher wissen wir das? Warum sind wir so gegen Leid?
Ja, also, weil es wehtut, oder? Ja, aber ich denke, den Menschen geht es nicht nur darum, dass Leid weh tut. In ihren Augen ist Leid auch falsch. Wer Leid als Argument gegen einen guten Gott ins Feld führt, für den tut Leid nicht nur weh, sondern er hält Leid für böse.
Aber ich habe es irgendwie noch nicht so ganz verstanden. Na, dann drehen wir den Spieß einfach mal um. Wenn es keinen Gott gibt, was ist dann mit dem Leid?
Also, na ja, dann gehört es einfach zum Leben dazu. Genau, es gehört dann eben einfach dazu. Niemand braucht sich aufzuregen. Es gibt halt ab und zu ein Erdbeben, ab und zu wird ein Fahrradfahrer umgefahren, und ab und zu stirbt eben auch jemand an Krebs – ganz normal.
Aber so denken wir Menschen nicht.
Die menschliche Wahrnehmung von Leid und deren Bedeutung
Ja, das stimmt. Menschen halten Leid nicht für normal. Aber warum eigentlich nicht? Das ist eine Frage, die ich mir auch gestellt habe.
Wenn es Gott nicht gibt, wenn wir wirklich nur ein Produkt von Materie, Zufall und sehr viel Zeit sind, wenn es keinen Sinn im Leben gibt, dann spielt Leid keine Rolle. Denn in diesem Fall spielt nichts im Leben wirklich eine Rolle. Das klingt gruselig, aber so wäre es.
Doch so denken Menschen nicht. Für sie ist Leid falsch. Sie sind so sehr dagegen, dass sie die Vorstellung von einem guten Gott und Leid nicht miteinander vereinbaren können. Aber warum sind sie so sehr dagegen? Genau diese Frage habe ich mir auch gestellt.
Wenn Menschen Leid erfahren, dann wissen sie instinktiv, dass Leid nicht zum Leben dazugehört. In ihnen steckt nämlich nicht nur der Wunsch, sich zu vermehren und ihre Erbinformation weiterzugeben. In ihnen steckt auch der Wunsch nach einem Leben ohne Leid.
Ja, das stimmt. Als ich kleiner war, bekam ich ein altes Meerschweinchen geschenkt, das innerhalb eines Jahres starb. Es war wirklich alt, und es war einfach seine Zeit zum Sterben. Trotzdem war ich total traurig und habe zwei Wochen lang jeden Abend geweint.
Wir wollen leben, aber ohne Leid. Und wenn wir leiden, merken wir besonders, dass wir für ein anderes Leben gemacht wurden.
Das Paradies als Hintergrund für die menschliche Sehnsucht nach Leidfreiheit
Willst du damit sagen, dass unser Umgang mit Leid auf das Paradies hinweist? Ja, eigentlich schon.
Leid fühlt sich also deshalb so falsch an, weil wir uns irgendwie daran erinnern, dass es früher einmal anders war? Ja, also direkt erinnern tun wir uns nicht daran. Aber als Menschen passen wir eigentlich nicht in diese Welt. Sie fühlt sich ... unrichtig an.
Es stimmt, es gibt in uns diese Sehnsucht nach einer Welt ohne Ungerechtigkeit, ohne Hungersnöte, ohne Krankheiten. Diese Sehnsucht, die, soweit ich das zumindest sehe, so ziemlich jeder Mensch hat, muss doch irgendwo herkommen.
Denkst du also, dass Leid ein Beweis für die Existenz Gottes ist? Ja, fast, oder? Unser Umgang mit Leid weist für mich stark darauf hin, dass es nicht immer Leid gab. Sonst würden wir Leid nur als unangenehm empfinden, aber nicht als falsch.
Wenn ich dieser Idee nachgehe, finde ich es total spannend, dass die Bibel bei der Erschaffung des Menschen davon ausgeht, dass es ursprünglich eben kein Leid gab.
Die biblische Erklärung für das Leid in der Welt
Ja, und dann kam der Sündenfall. Genau, der Mensch lehnt sich gegen Gott auf – das ist der Sündenfall!
Damit beginnt das Leid. Paulus formuliert es so: Die Welt wurde nichtig – ein köstliches altes Wort. Nichtig bedeutet hier so viel wie kaputt. Vor dem Sündenfall war die Erde ein Paradies. Danach aber wird der Planet Erde zum Feind des Menschen. Er wird zu einem Ort voller Krankheiten, voller Kriege und Katastrophen.
Das würde also bedeuten, dass die Bibel eine Erklärung dafür gibt, warum Menschen Leid so ablehnen. Sie sind einfach für eine andere Welt geschaffen worden.
Aber warum macht Gott das Leid nicht einfach weg?
Sorry, ich muss jetzt gerade raus. Wenn du möchtest, können wir heute Abend nochmal darüber telefonieren. Alles klar, ciao!
Abschluss und Segenswünsche
Das war es für heute. Unterstütze den Kanal, indem du ihn abonnierst und die Videos deinen Freunden empfiehlst. Bitte auch darum, dass der Kanal bekannter wird.
Der Herr segne dich, lasse dich seine Gnade erfahren und lebe in seinem Frieden. Amen.
