Gestern ging's um Glauben, heute Vormittag um Hoffnung, heute Abend wird's
die Liebe sein.
In Epheser 2, 11 – 12 lesen wir: Deshalb denkt daran, dass ihr, einst aus
den Nationen dem Fleisch nach - "Unbeschnittene" genannt von der so
genannten "Beschneidung", die im Fleisch mit Händen geschieht -, zu jener
Zeit ohne Christus wart, ausgeschlossen vom Bürgerrecht Israels und
Fremdlinge hinsichtlich der Bündnisse der Verheißung; und ihr hattet keine
Hoffnung und wart ohne Gott in der Welt. (Elberfelder) Im ersten
Petrusbrief da schreibt Petrus in 1. Petrus 1, 3: Gepriesen sei der Gott
und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der nach seiner großen
Barmherzigkeit uns wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die
Auferstehung Jesu Christi aus den Toten. (Elberfelder) Vor Jahren war ich
auch mal auf einer Hütte mit einer Gruppe – bin oft auf Hütten. Hab da
schon viele Monate meines Lebens verbracht. Als ich einen Vortrag gehalten
habe kam danach auch ein Mitarbeiter der Hütte – da hören auch andere zu,
nicht nur unsere Leute. Und da kam einer und hat gesagt: Find's nett von
dir, dass du diesen Leuten ein bisschen Hoffnung geben möchtest. Dann hab
ich gesagt: Weißt du, ich gebe ihnen eigentlich keine Hoffnung, ich gebe
ihnen eine Gewissheit. Das hat er nicht ganz einordnen können. Hat es als
arrogant empfunden, weil: Hoffnung kann ja nicht etwas sicheres sein. Jeder
Mensch hat gewisse Hoffnungen. Wir hoffen etwas, das gehört zu uns.
Hoffnung tröstet uns, Hoffnung gibt uns die Kraft weiterzumachen. Aber,
wenn wir keine Hoffnung haben, die über das Grab hinausreicht, dann müssen
wir sehr vorsichtig sein dieses Wort zu gebrauchen. Wir müssen auf jeden
Fall unterscheiden zwischen einer zeitlich begrenzten Hoffnung und einer
lebendigen Hoffnung. Was ist Hoffnung? Wenn man Leute fragt: Ich hoffe
halt auf ein bisschen besseres Leben. Ich hoffe auf ein besseres Einkommen.
Ich hoffe auf einen netten Partner. Ich hoffe auf ein Abenteuer in meinem
Leben. Und was ist, wenn alle Erwartungen enttäuscht werden? Was ist,
wenn das Ende kommt und nichts von dem hat sich in deinem Leben erfüllt? Wo
ist da die Hoffnung? Darum gibt es viele Sprichwörter darüber. Ein
russisches Sprichwort sagt: Auf der Wiese der Hoffnung wandern viele
Narren. Ein deutsches Sprichwort sagt übrigens: Hoffen und harren macht
viele zu Narren. Und ein englisches Sprichwort sagt: Wer auf Hoffnung
baut, der tanzt ohne Musik. Ein gewisser Alexander Pope hat einmal
gesagt: Gesegnet ist der Mann, der nicht hofft. Denn er kann nie
enttäuscht werden. Das ist übrigens klassischer Buddhismus. Buddha begann
ja seine Suche für die Antworten des Lebens in dem Beobachten des Lebens. Er hat
beobachtet, wie Leute alt und krank werden – sterben. Und um auf eine
Antwort auf all diese Fragen zu finden, hat er Frau, Heimat verlassen –
allen materiellen Komfort. Und er hat herausgefunden – die Antwort: Das
Herz alles menschlichen Leids sind seine Wünsche. Weil sich der Mensch
immer was wünscht, immer etwas hofft und dann enttäuscht wird – darum gibt
es Leid. Die Antwort auf die er gekommen ist: Man muss alles Wünschen
auslöschen und dann bist du im Nirvana. Klassischer Buddhismus ist
atheistisch und lehrt, dass die Antwort auf alles Leid in der Auslöschung
der Wünsche liegt. Durch Meditation, durch Wandlung der Seele usw. kommst
du eben in diesen erleuchteten Zustand. Die alten Griechen haben gesagt:
Hoffnung ist ein gefährliches und lächerliches Gespenst, das Menschen dazu
treibt, nach dem Unerreichbarem zu jagen. Bei den Griechen – im
religiösen Bereich – gibt es dieses Wort Hoffnung überhaupt nicht. Nun, was
sagt die Bibel? Ich muss eins sagen: Die Bibel bestätigt eigentlich die
Griechen. Die Bibel bestätigt, dass es in dieser Welt keine Hoffnung gibt.
Der Prediger hat gesagt – Prediger 2, 11: Als ich mich aber umsah nach all
meinen Werken, ..., siehe, da war alles nichtig und ein Haschen nach
Wind. (Schlachter) Es gibt keinen Gewinn unter dieser Sonne. Der Apostel
Paulus hat gesagt: Ihr wart ohne Christus und ohne Hoffnung in dieser
Welt."Er sagt in 1.Korinther 15, 19: Wenn wir allein in diesem Leben auf
Christus gehofft haben, so sind wir die elendsten von allen
Menschen. (Elberfelder) Unter dieser Sonne in dieser Welt gibt es keine
lebendige Hoffnung. Warum bietet diese Welt keine Hoffnung? Aus einem ganz
einfachen Grund. Es ist nämlich so: Wenn du 20 Jahre alt bist, dann hast du
noch Hoffnungen und Träume. Man glaubt dieses und jenes zu erreichen. Und
dann wirst du 30, 40, 45, 50 und dann merkst du: Ich werde es nie
erreichen - vorbei. Noch schlimmer ist der dran, der mit 20 Träume und
Hoffnungen hat und bis er 40 ist, hat sich alles erfüllt. Der ist noch
schlimmer dran. Denn er wird 40 und es hat sich alles erfüllt, was er
erhofft hat und er erkennt: Da ist nichts. Woody Allen, der erfolgreiche
Filmemacher – bekannt aus Hollywood. Den haben sie einmal gefragt: Was
hättest du gerne gewusst als 18 Jähriger, was du damals nicht gewusst
hast? Dann hat er gesagt: Ich hätte gerne gewusst, dass wenn man die
Leiter zum Erfolg hochklettert und wenn man ganz oben angekommen ist,
stellt man fest: Da ist nichts. Von Absolventen haben wir gehört – die
haben Hoffnungen. Einige wollen Missionare werden, Bibellehrer, Prediger,
Gemeindegründer. Nach menschlichen Maßstäben, werden einige Absolventen es
schaffen, aber einige werden total scheitern. Aber ich möchte euch eins
sagen: Ob du Erfolg hast oder scheiterst – so oder so, wirst du keine
Erfüllung finden, es sei denn du findest zu Christus. Warum ist das Leben
so? Warum bietet mir dieses Leben keine Erfüllung? Der Prediger gibt uns
eine Antwort: Gott hat die Ewigkeit in unser Herz gelegt. (Prediger 3,
11) Das ist der Schlüssel. Unser Herz schreit nach Ewigkeit - wir sind so
gemacht.
Und darum: In diesem Leben kannst du so erfolgreich sein, wie du willst und
so erfolglos wie du willst – es wird dich nicht erfüllen, wenn es keine
ewigen Werte beinhaltet. Wahren Frieden kannst du nur haben, wenn die
Ewigkeit, die in dein Herz gelegt ist, mit dem ewigen Gott selbst erfüllt
wird. Darum übrigens: Die Bibel ist ein wichtiges Buch, aber Bibelstudium
wird dich nicht erfüllen. Ich bin sehr dankbar, dass ich zwar die Bibel
habe, aber ich möchte euch eins sagen: Du kannst alle Bibeln dieser Welt
verheizen, dass keine einzige übrig bleibt – das macht unserem Gott gar
nichts, er lebt trotzdem. Dein Herz nicht mit der Bibel füllen, sondern mit
Christus. Christus ist die Erklärung der Bibel nicht die Schrift. Was ist
eine lebendige Hoffnung? Ich bin so dankbar, dass ich den Rest meines
Lebens nicht damit verbringen muss alle Wünsche auszulöschen. Ich bin so
dankbar, dass ich eine andere Option habe, nämlich eine lebendige Hoffnung.
Und wisst ihr, ich bin auch dankbar dafür, dass christliche Hoffnung nicht
ein billiger Optimismus ist. Es geht nicht um ein paar gute Hoffnungen. Es
geht um eine Hoffnung, die lebendige Hoffnung. Und diese Hoffnung ist die
tiefe Überzeugung, dass trotz allem Scheiterns oder allem Erfolgs jemand
ist, der mein Herz füllen kann. Manche sagen: Ja, aber Hans Peter, das ist
ja genauso eine billige Hoffnung. An einen Himmel zu glauben, an einen
lebendigen Gott zu glauben. Das ist ja ein wages Unternehmen. Nun, ob
Hoffnung ein wages Unternehmen ist oder ein Gewissheit hängt davon ab auf
wen du deine Hoffnung setzt. Wir haben viel gebaut in den letzten 15 Jahren
bei uns am Tauernhof – auch zu Hause bei mir. Und so lernt man die Firmen
kennen. Da gibt's die Dachdecker, die Maurer, die
Installateur und Elektriker und du lernst die Firmen kennen. Da gibt's eine
Firma – die sind ganz lieb – wenn ich sie anrufe und sage: Okay, Montag
kommt ihr und beginnt. Ich habe inzwischen festgestellt: Wenn er dann
Freitag zu Mittag kommt, dann ist es gut. Man macht Montag aus, aber am
Freitag kommt er. Dann gibt es andere Firmen – wenn ich da anrufe und sage:
Montag beginnen wir um 8 Uhr. Dann weiß ich: Um 5 Minuten vor 8 ist er
da. Das hat sich inzwischen bewahrheitet über die letzten 15 Jahre an die
10 oder 20 mal. Jetzt ist da eine Frage. Ich kann jetzt mit dem einen
Telefonieren, der Montag sagt Freitag kommt – ich kann dann trotzdem
Hoffen, dass er tatsächlich Montag kommt - das ist auch schon mal
vorgekommen – aber diese Hoffnung ist ziemlich wage, weil ich weiß in wen
ich meine Hoffnung setze. Wenn ich den anderen anrufe und sage: Montag 8
Uhr.", dann ist meine Hoffnung keine wage Hoffnung, sondern dann weiß ich:
Es wird so sein. Es sei denn, es geschieht eine Katastrophe. Wisst ihr, was
der Unterschied ist zwischen den beiden Firmen? Das Objekt in das ich mein
Vertrauen und meine Hoffnung setze. Wisst ihr, warum die christliche
Hoffnung eine lebendige Hoffnung ist – begründete Hoffnung? Weil ich den
kenne, in den ich mein Vertrauen setze. In 2.Timotheus 1, 12 sagt Paulus:
... ich schäme mich nicht, denn ich weiß, wem ich geglaubt habe,...
Übrigens, er sagt nicht: ...welcher Theologie ich geglaubt habe oder was
ich geglaubt habe", sondern: ...ich weiß, wem ich geglaubt habe,... In
Hebräer 10, 23 lesen wir: Lasst uns das Bekenntnis der Hoffnung
unbeweglich festhalten - ... - Warum? - ..., denn treu ist er, der die
Verheißung gegeben hat... Er, der es gesagt hat ist treu. Deshalb lesen
wir in Hebräer 6, 11: (Wir haben) ... die volle Gewissheit der
Hoffnung... - Warum? - weil wir wissen, in wen wir die Hoffnung setzen.
Weil wir den kennen auf den wir hoffen, auf einen Gott der nicht lügen
kann. Übrigens: Gott kann nicht alles. Gott ist beschränkt. Gott kann nicht
alles. Eine Sache, die Gott nicht kann ist: Er kann nicht lügen! Die Bibel
sagt nicht: Er wird nicht lügen, er tut nicht lügen. Er kann es nicht.
Genauso, wie Satan niemals die Wahrheit sagen kann. Satan kann nur lügen.
Gott kann nur die Wahrheit sagen. Petrus hat gesagt: Weil Christus von den
Toten auferstanden ist, darum ist unsere Hoffnung begründet. Das Objekt
unseres Glaubens ist verlässlich. Ich weiß nicht, ob euch das so bewusst
ist, aber alles was wir Christen sind, tun und glauben hängt von einer
Sache ab: Ob Jesus von den Toten auferstanden ist oder nicht. Das ist der
Schlüssel. Im 1. Korinther 15, 17 - 19 sagt der Apostel Paulus deshalb:
Wenn aber Christus nicht auferweckt ist, so ist euer Glaube nichtig, so
seid ihr noch in euren Sünden. Also sind auch die, welche entschlafen sind
verloren gegangen. Wenn wir allein in diesem Leben auf Christus gehofft
haben, so sind wir die elendsten von allen Menschen. Wenn Christus nicht
auferstanden ist, dann ist diese Treffen hier ein völliger Unsinn, dann ist
die Bibelschule Brake ein totaler Blödsinn, dann bin ich ein Verführer und
ihr seid Verführte und ihr verführt andere. Wenn Christus nicht
auferstanden ist aus den Toten, dann sind wir tatsächlich die elendsten von
allen Menschen. Aber, wenn er auferstanden ist, dann ist alles, was ich
heute sage die Wahrheit. Wenn Christus auferstanden ist, dann habe ich eine
lebendige Hoffnung. Jemand hat mal zu mir gesagt: Wenn das, was du heute
gesagt hast nicht die Wahrheit ist, dann zählt es überhaupt nicht. Aber
wenn das, was du heute gesagt hast die Wahrheit ist, dann zählt sonst
überhaupt nichts mehr. Das ist die lebendige Hoffnung. Und wisst ihr, was
das schöne ist an der Hoffnung die du und ich haben? Das ist eine Hoffnung,
die uns niemand rauben kann. Wisst ihr, warum nicht? Kolosser 1, 5: Eure
Hoffnung ist aufgehoben im Himmel. - nicht hier. Ich habe eine Hoffnung,
die geht über den Tod hinaus, die ist aufgehoben im Himmel. Selbst, wenn
ich sie hier verliere, ist sie aufgehoben da oben. Das ist eine Hoffnung,
die mir niemand mehr nehmen kann. Im Hebräer 6, 17-19 - der spricht hier
über Abraham und sagt: Deshalb hat sich Gott, da er den Erben der
Verheißung die Unwandelbarkeit seines Ratschlusses noch viel deutlicher
beweisen wollte, mit einem Eid verbürgt, damit wir durch zwei
unveränderliche Dinge, bei denen Gott doch unmöglich lügen kann, einen
starken Trost hätten, die wir unsere Zuflucht dazu genommen haben, die
vorhandene Hoffnung zu ergreifen. Er sagt hier folgendes: Es gibt zwei
Ding, die sind unveränderlich und an diesen zwei Dingen hängt unsere
Hoffnung. Nun, was sind diese zwei Dinge? Er spricht hier über Abraham und
er sagt hier im Zusammenhang: Ich habe Abraham mein Wort gegeben... - in
Genesis Kapitel 12 - ich werde dich so zahlreich machen wie die Sterne am
Himmel, wie der Sand am Meer. Aber das Wort war nicht genug. Als ich ihn
fragte den Isaak zu opfern musste ich ihm neben meinem Wort noch etwas
Zweites geben, ich musste ihm meinen Eid geben. - ich musste ihm mit
meinem Charakter bürgen für mein Wort. Der Eid, das ist der Charakter
Gottes und sein Wort. Das sind die zwei unveränderlichen Dinge, bei denen
Gott unmöglich lügen kann. Man möchte meinen, das Wort Gottes wäre genug.
Aber Gott hat gesagt: Ich weiß es ist genug, aber Abraham, ich gebe dir
noch etwas, ich gebe dir meinen Charakter. Ich schwöre mit einem Eid. Es
gibt eine Geschichte vom alten Nannerl, eine schottische Geschichte. Es
gibt viele schottische Geschichten. Ich weiß nicht, ob sie alle stimmen –
aber es ist egal. Eine alte Frau bekannt, als alte Nannerl lebte alleine in
einer Hütte in Schottland. Sie war arm und ans Bett gebunden, aber sie war
sehr reich im Glauben. Ein junger Pfarrer besuchte die alte Nannerl
regelmäßig – mehr zu seinem eigenen Vorteil als zu ihrem. Und einmal hat
der Pfarrer gesagt: Heute werde ich die Nannerl versuchen, heute werde ich
mal schauen, wie stark ihr glaube wirklich ist. Und dann sagte er zu ihr:
Nannerl, nehmen wir einmal an, dass trotz all deines Glaubens, trotz all
deines Vertrauens, trotz all deiner Gebete, dass Gott dich zum Schluss doch
verstoßen wird. Was dann? Die alte Frau stützte sich auf ihren Ellenbogen,
schaute dem jungen Pfarrer in die Augen und sagte: Du bist auch noch nicht
all zu weit gekommen. Warum sollte Gott mich verstoßen? Wenn Gott mich
verstößt, dann ist Gott der größte Verlierer. Die alte Nannerl würde ihre
Seele verlieren und das ist tragisch. Aber Gott würde seinen Charakter
verlieren. Denn Gott weiß, dass ich meine ganze Seele, meine ganzen
Hoffnungen auf seine Versprechen gebaut habe. Und sollten die gebrochen
werden, dann ist Gott ein Lügner. Und dann kann wohl das Universum
kollabieren. Ich sage euch eins: Wenn Gott mich verstößt, dann ist Gott der
größte Verlierer, denn dann er sein Wort gebrochen, dann ist Gott ein
Lügner. Und darum stehe ich fest, nicht wegen mir, sondern wegen seinem
Wort. Und wisst ihr, das ist der Trost, den wir im Wort haben. Er sagt,
dass wir durch zwei unveränderliche Dinge bei denen Gott unmöglich lügen
kann einen starken Trost hätten. Seht ihr Freunde, das ist der Trost der
aus der Hoffnung kommt – an diese zwei unveränderlichen Dinge. Eine andere
Geschichte: Ein gläubiger Jude, einer der den Herrn Jesus kannte. Er war
ein Gärtner. Er wurde krank und der Doktor kam und sagte: Lieber Freund,
sie sind schwer krank, ihr Leben ist in höchster Gefahr. Daraufhin schaute
der Gärtner den Doktor an und sagte: Wie kann das denn sein? Wie kann mein
Leben in großer Gefahr sein? Gott ist mein Vater, der Herr Jesus ist mein
Retter und Himmel ist meine Heimat. Ich verstehe sie nicht ganz. Mein Leben
ist nicht in Gefahr! Seht ihr, der Herr Jesus ist derselbe gestern, heute
und in aller Ewigkeit. Und eins weiß ich: Jesus ist kein Lügner! Wenn ich
sein Wort lese, wenn ich mit ihm lebe – ich tue mich schwer mit vielen
Dingen, ich habe viele Zweifel. Aber eins tue ich mich am schwersten: Gott
einen Lügner zu nennen, denn das widerspricht allem, was ich erfahre und
über ihn weiß. Und darum lesen wir – Hebräer 6, 18 - 20: ... die
vorhandene Hoffnung zu ergreifen. Diese Hoffnung haben wir als einen
sicheren und festen Anker der Seele, der in das Innere des Vorhangs
hineinreicht, wohin Jesus als Vorläufer für uns hineingegangen ist, ...
Diese Hoffnung haben wir als einen festen und sicheren Anker unserer Seele.
Und wisst ihr, wo dieser Anker liegt? Im Inneren des Vorhangs. Und darum
bin ich sicher: Meine Hoffnung ist nicht auf dieser Seite verankert, meine
Hoffnung ist hinter dem Vorhang verankert und darum – mag geschehen auf
dieser Welt und mit mir, eins weiß ich – ich bin sicher und geborgen, denn
ich habe eine lebendige Hoffnung und keine tote Hoffnung. Ich habe eine
Hoffnung, die über den Tod hinausreicht – nicht nur für dieses Leben. Hab
dieses Gedicht gelesen: Ich hab nun den Grund gefunden, der meinen Anker
ewig hält. Wo anders, als in Jesu Wunden, da lag er vor der Zeit der Welt.
Der Grund, der unbeweglich steht, wenn Erd und Himmel untergeht.
Himmlischer Vater, es ist so gut zu wissen, dass wir zwei Dinge haben, die
unveränderlich sind, nämlich: Dein Wort in der Bibel und deinen Charakter,
deine Sohn. Du hast uns beides gegeben Herr, das geschriebene Wort und noch
viel mehr das lebendige Wort. Und der Herr Jesus ist der Bürge für dein
Wort, denn er ist lebendig geworden. Und Herr, wenn uns diese zwei Dinge
nicht genügen, dann bist du bankrott, du hast nichts mehr zu geben. Denn du
hast alles gegeben, was du hast – dich selbst, deinen Sohn. Und Herr, damit
will ich mich zufrieden geben und diesen sicheren Anker hinter dem Vorhang
festgemacht ist – mich daran festhalten. Danke für diese lebendige
Hoffnung, dass wir nicht allein in diesem Leben auf Christus hoffen,
sondern weit darüber hinaus eine lebendige Hoffnung haben, die uns eine
Gewissheit ist in Jesus Christus und in ihm allein. Danke Herr für deine
Zusagen und für deinen Eid der Fleisch geworden ist in deinem Sohn. Und
ich danke dir im Namen unseres lieben Herrn Jesu Christi. Amen.

