Escape Die Party Deines Lebens - kommst Du rein?
Lukas 14,15-2421.11.2004
Serie•Teil 3 / 8Escape
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Generierte Mitschrift
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Ein ungewöhnlicher Einstieg mit einer verpassten Chance
Hallo, die Party deines Lebens – kommst du rein?
Ich dachte mir, ich fange mit einer Geschichte an. Mit einer Geschichte, die ich vor Kurzem gelesen habe und bei der ich mir dachte: Wow, armes Schwein.
Stellt euch einfach vor, ihr wärt – und jetzt verzeiht mir den Namen desjenigen, um den es geht, der kann nichts dafür – Guido Appenzeller. Ich weiß, es klingt irgendwie nach Käse, ist aber ein Deutscher.
Guido Appenzeller hat in Amerika, in Stanford, Physik studiert. Anfang 1998 kommen zwei ein bisschen abgedrehte Mitstudenten bei ihm ins Zimmer und sagen: Du, Herr, du hast doch ein paar BWL-Vorlesungen mehr gehört als wir. Was hältst du davon? Wir wollen hier eine neue Firma aufmachen. Schreibst du uns den Geschäftsplan?
Also, logisch: Wenn ich da jemanden kenne, und das ist keine große Sache, setzt man sich zwei Nachmittage hin, gibt denen das, sie lesen das durch, finden das absolut genial und fragen ihn: Hast du Lust, bei uns einzusteigen? So als dritter Mann in die Firma. Wir wollen etwas ganz Neues aufbauen, du könntest dabei sein.
Unser Guido überlegt. Er kennt seine beiden Freaks, er denkt sich: Okay, die Idee ist eigentlich gar nicht schlecht. Und am Ende sagt er: Nee, du, ich bin hier in Stanford, und das müsst ihr verstehen: Es gibt noch so irre viel zu lernen, und ich möchte einfach mal einer werden, der so ein Hightech-Unternehmen von unten hochbringt. Nee, es ist für mich noch zu früh. Macht das Ding alleine.
Und die beiden machen ihre Firma.
Sechs Jahre später, im Jahr 2004, im August, gehen seine beiden alten Kumpels mit ihrer Firma – ich habe noch nicht den Namen genannt, es ist Google – an die Börse, und der Emissionswert der Firma liegt bei 30 Milliarden Dollar. Das heißt: Deine alten Kumpels Sergej und Larry sind mit einem Mal die jüngsten Milliardäre der Welt.
Und du? Na ja, sie hatten dich eingeladen, dabei zu sein, aber du hattest andere Pläne.
Der Titel heute Abend, „Die Party deines Lebens – kommst du rein beziehungsweise bist du dabei?“, setzt ein Stückchen auf diese Geschichte auf. Mein Eindruck ist der, dass es den meisten Menschen ein Stückchen so geht wie unserem Guido Appenzeller.
Auf der einen Seite da Gott. Und Gott spricht für jeden Menschen eine Einladung aus, eine gigantische Einladung, über die es heute Abend noch gehen soll. Und auf der anderen Seite erleben wir, dass Menschen einfach achtlos an Gott vorbeigehen, dass sie diese Einladung, über die wir heute reden werden, für einen schlechten Scherz halten, dass sie überhaupt nicht daran glauben können, dass es Gott irgendwie für sie gut meinen könnte.
Was Himmel eigentlich bedeutet
Und weil Gott das weiß, dass Menschen so sind, dass sie im Allgemeinen den Himmel, um den es heute gehen soll, und das Leben mit ihm für eine Sache halten, die, na ja, gelinde gesagt, nicht so spannend ist, irgendwie so etwas, na ja, hm: Himmel, Himmel, das klingt nach: Ich sitze auf einer Wolke, ich habe eine Harfe, und alle Schaltjahre ... Das ist so die Vorstellung vom Bayer im Himmel. Ich glaube, viele kennen diese Geschichte, der sich eigentlich auf die Erde sehnt, weil es da viel besser war.
Aber so, und das wird das Thema für mich heute Abend sein, wird es natürlich im Himmel nicht sein. Wenn Gott über den Himmel spricht, dann macht er klar: Der Himmel ist nicht langweilig. Der Himmel, beziehungsweise die Gemeinschaft mit Gott, und ich werde die beiden Begriffe heute austauschbar gebrauchen – Himmel, Gemeinschaft mit Gott –, das ist keine fade Sache, sondern Himmel, das hat etwas mit Genuss zu tun.
Himmel, das ist der Ort, die Gemeinschaft, wo deine Sehnsüchte in einer Tiefe befriedigt werden, wie du es dir überhaupt nicht vorstellen kannst. Himmel, das ist das Ende von Angst, das Ende von Streit, ein Ende von Verzweiflung, das Ende von quälenden Fragen, von trüben Gedanken.
Wenn die Bibel von Himmel, von der Gemeinschaft mit Gott spricht, dann beschreibt sie das immer mit Freude. Dann hat das etwas mit Nähe und mit Geborgenheit zu tun. Das ist Himmel.
Das Bild vom Fest und die vorbereitete Zukunft
Und von daher verblüfft es mich als Bibelleser auch nicht sonderlich, dass die Bibel über den Himmel schreibt. Und damit meine ich jetzt tatsächlich den Moment, wenn wir alle die Kiste hinter uns haben. Du liegst in der Kiste, wo bist du dann? Was passiert dann als Erstes? Was ist der erste Moment?
Die Bibel sagt: Das Erste, was Gott dann macht, wenn du im Himmel bist, ist, dass er ein Fass aufmacht. Also, das heißt ein bisschen anders: Das heißt dann Hochzeitsfeier. Aber das spielt keine Rolle, denn das, was der Text meint, ist Folgendes: Wenn du in den Himmel kommst, ist das Erste, was Gott sich einfallen lässt, erst einmal eine Fete, eine Party. Da geht erst mal die Sache rund.
Und warum sagt Gott das? Damit wir nicht in unserem Kopf an Pling, Halleluja und solche Dinge denken. Man könnte ja denken, der Himmel sei furchtbar langweilig. Und genau das sollst du nicht denken. Gott will, dass du begreifst: Der Himmel ist unglaublich klasse.
Mein Thema heute Abend, auf einen Satz zusammengebracht, ist: Gott lädt dich ein, in der Ewigkeit bei ihm zu sein und genau an dieser genialen Gemeinschaft, an dieser Fete, an dieser Party, an dieser guten Sache, an dieser tollen Sache, da, wo Stimmung ist, auch teilzuhaben. Du bist eingeladen.
Warum der Himmel oft unterschätzt wird
Als ich das so in meinen Computer getippt hatte und dachte, darüber sollste reden, da kam mir ein Gedanke. Ich dachte mir: Was werden die Leute denken, wenn ich ihnen das verkaufen will?
Da muss doch einer zwangsläufig denken, logisch, das ist wieder so dieses blöde Gequatsche von irgendeinem religiösen Spinner, der da vorne im Rampenlicht steht. Ich muss jetzt zuhören, passt mir alles überhaupt nicht, okay, hoffentlich ist es bald vorbei. So habe ich gedacht. Ihr müsst nicht so denken, aber mir ging es so. Das kannst du doch gar nicht hier vorne so bringen.
Auf der anderen Seite kann ich euch den Himmel ja auch nicht beweisen. Ich kann ja auch nicht sagen: Beam me up, Scotty, und dann machen wir eine kleine Besichtigungstour durch den Himmel. Das geht ja auch irgendwie nicht. Ich kann auch nicht sagen: www.himmel.de, da ist eine Livecam geschaltet, ihr könnt schon mal schauen, was da ist. Das habe ich ja auch nicht.
Und wenn ich mir die Sache von der Bibel her betrachte, dann ist es noch ein Stück komplizierter. Denn der Herr Jesus hat, als er in den Himmel aufgefahren ist, gesagt, dass er dort hingeht, um uns eine Wohnung vorzubereiten. Oder anders ausgedrückt: Der Herr Jesus ist dabei, für seine Jünger jetzt den Ort vorzubereiten, den wir dann später als Himmel erleben werden.
Und das hat mich fasziniert, der Gedanke. Der Schöpfer von Himmel und Erde bereitet mittlerweile seit gut 2000 Jahren einen Ort vor, wo ich einmal mit ihm zusammenleben werde. Einen Ort, wo ich mich wohlfühlen werde. Einen Ort, der auf mich maßgeschneidert ist.
Sehnsucht, Bedürfnis und die Frage nach dem Mehr
Ich weiß nicht, ob ihr das macht. Einmal im Jahr gibt es den Ikea-Katalog, der unaufgefordert bei uns in den Briefkasten kommt. Eigentlich versuche ich immer, Kataloge zu umgehen. Das heißt: gleich in die Tonne. Oder, wenn ich nett bin, sage ich: Schatz, möchtest du mal durchblättern? Und dann in die Tonne.
Aber ich ertappe mich dabei: Ich habe diesen Ikea-Katalog, blättere ihn durch und denke mir: Boah, schöne Couch, nettes Regal, boah, was es da nicht alles gibt. Also, es ist ja genial.
Und jetzt habe ich mir überlegt: Vielleicht geht es euch auch so. Manchmal laufe ich durch mein Wohnzimmer und denke mir: Wenn mir jetzt jemand einen Scheck geben würde, auf dem 50 Euro für dein Wohnzimmer steht, und den man nur dafür einlösen kann, was würde ich damit kaufen? Dann denkt man ein bisschen nach und sagt: Na ja, gut, dann könnte man diese zwei alten Sofas da rausschmeißen oder da hinten so eine schöne Sitzecke und den Tisch und die schönen Stühle dazu und so ein kleines Strickboot, was einem einfach einfällt. Ich weiß, das kennt ihr alles nicht, aber mir geht das manchmal so.
Und jetzt stellt euch mal vor, ihr hättet da jemanden, bei dem ihr sagt: Also Geld spielt überhaupt keine Rolle. Ich leiste mir mal einen Innenarchitekten, der mir sagt, was es überhaupt gibt, was man so alles machen kann.
Und so ungefähr stelle ich mir persönlich den Himmel vor. Gott weiß genau, wer du bist. Er hat dich gemacht. Er kennt deine Grenzen, er kennt deine Sehnsüchte, er kennt deine Ängste. Und wenn ich von meiner Traumwohnung träume, irgendwie Penthouse oben, so 200 Quadratmeter, Blick über die Stadt, und die Lichter sind alle da unten, einfach nett, dann wird sich Gott etwas ausdenken, was in einem viel, viel besseren Sinn noch viel exakter, maßgeschneiderter zu mir und zu meinen Wünschen und Bedürfnissen passt. Und das ist Himmel, ungefähr. Es wird noch besser, aber wir müssen uns ja irgendwie annähern.
Also: Was macht mich sicher, dass es einen Himmel gibt? Ich habe ein Buch da stehen: 25 Antworten auf die Frage: Was machst du, wenn jemand dich fragt, ob es ein Leben nach dem Tod gibt? Wow, das hat ein Professor für Philosophie geschrieben. Einen Teil der Antworten verstehe ich, einen Teil der Antworten sind mir einfach zu hoch. Eine Antwort hat mich am meisten begeistert.
Die innere Sehnsucht als Hinweis auf den Himmel
Was macht mich sicher, dass es den Himmel gibt? Ist euch mal aufgefallen, dass es für jedes natürliche Bedürfnis, das ihr habt, eine Entsprechung gibt? Ich meine jetzt nicht irgendwelche antrainierten Bedürfnisse oder künstlichen Bedürfnisse. Wenn du sagst: Ich habe meinen Sixpack intus und danach will ich noch einen zweiten, dann ist das vielleicht nicht das, was ich jetzt meine. Aber jedes natürliche Bedürfnis hat eine Entsprechung.
Du hast Hunger, es gibt etwas zu essen. Du hast Durst, es gibt etwas zu trinken. Du hast Sehnsucht nach Zärtlichkeit, und es gibt Sex. Du hast das Bedürfnis, nicht allein zu sein, ja, es gibt Gemeinschaft. Und so könnte ich noch weitermachen. Du bist neugierig, es gibt Wissen. Jedes Bedürfnis, das du hast, findet irgendwo in dieser Welt eine Entsprechung. Jedes natürliche Bedürfnis findet eine Entsprechung. Das ist nun mal so, bis auf eines.
Ein Bedürfnis schlummert in uns. Und ich habe es nachgeschlagen: Das sind nicht nur Gottgläubige, die so denken. Ich habe das selbst bei den wirklich Hardcore-Atheisten gefunden. Wer sich ein bisschen auskennt: Jean-Paul Sartre ist so jemand. Selbst bei ihm finde ich das wieder. Dass irgendwo im Menschen die Frage drinsteckt: Ist das, was ich hier erlebe, eigentlich alles? Und woher kommt diese Frage? Weil tief in mir ein Bedürfnis drinsteckt nach einem Ort, wo wirklich Frieden ist, wo wirklich Ruhe ist, wo ich Freude erleben kann, ohne diesen fahlen Beigeschmack, der alles, was ich heute an Freude habe, immer trübt.
Ist euch das aufgefallen? Du hast an irgendeiner Sache Spaß, und im Hintergrund läuft schon diese Frage mit. Du weißt schon, was besser sein könnte. Es ist doch irgendwie nicht vollkommen. Und es ist diese Sehnsucht da. Ich denke, sie ist in jedem von uns da: eine Sehnsucht nach einem Ort, wo wirklich Frieden ist, wo wirklich Freude ist, wo wirklich Geborgenheit ist, ohne dass da irgendetwas im Hintergrund noch mitschwingt.
Und meine Behauptung ist einfach die, dass da, wo wir dieses Bedürfnis haben, das ein Stückchen angelegt ist. So wie bei dir natürliche Bedürfnisse angelegt sind und eine Entsprechung haben, so ist in dir dieses Bedürfnis nach Himmel angelegt. Und ich behaupte: Selbst die Leute träumen noch manchmal. Also wenn du noch so einer bist, der so gerne träumt, ach, wie wär’s wenn, dann weißt du genau, wovon ich rede. Du weißt genau, dass tief drin da noch etwas ist, was noch nicht gestillt ist.
Und selbst wenn du aufgehört hast zu träumen, wenn du gesagt hast: Ich nehme diese Welt, wie sie ist. Ich erwarte nichts mehr von dieser Welt. Ich akzeptiere einfach, dass sie so ist, wie sie hinterherkommt. Selbst wenn du so bist, dann bist du doch einer, der mir zustimmt und sagt: Ja, Jürgen, ich habe mal geträumt. Ich weiß, wovon du sprichst. Ich habe nur aufgegeben. Ich bin irgendwie an dieser Realität gescheitert.
Und das ist mein persönlicher Lieblingsbeweis für den Himmel, wo ich mir sage: Ich bin auf Himmel hin konzipiert. Ich freue mich über jeden Abend, den ich mit meiner Frau habe, der ein bisschen so ein Vorgeschmack auf Himmel ist. Und ich weiß doch: Es ist noch nicht alles. Das Beste kommt noch. Gott hat die Weichen unseres Lebens auf Himmel gestellt. Das will ich heute Abend sagen.
Und ich möchte mit euch eine Geschichte lesen aus dem Neuen Testament, dem zweiten Teil der Bibel, wieder aus dem Lukasevangelium. Da waren wir ja schon mal. Und zwar dort im Kapitel 14, die Verse 15-24.
Bevor ich das mache, möchte ich euch den Hintergrund dieser Geschichte erzählen. Jesus ist mal wieder eingeladen, und zwar bei einem Pharisäer. Ich denke, ihr, zumindest die, die schon öfter da waren, wisst: Pharisäer, das sind nicht unbedingt die Freunde von Jesus, sondern eher so seine Kritiker. Und auch diese Einladung hat einen superernsten Hintergrund. Leute sind zusammen mit Jesus, mit diesem Wanderprediger aus Galiläa, um gegen ihn Anklagepunkte zu sammeln. So nach dem Motto: Wir wollen den irgendwann mal vor Gericht zerren, und wir brauchen da jetzt Material dafür. Wir brauchen Munition.
In so einer Situation wird Jesus eingeladen. Er nimmt die Einladung an, obwohl er weiß, dass man dieses Essen arrangiert hat, um ihn mundtot zu machen. Und ich lese einfach mal aus dem Kapitel 14 den ersten Vers vor. Da heißt es: Scharf wurde er von allen Anwesenden beobachtet.
Könnt ihr euch das vorstellen? Das ist keine Einladung zu einem gemütlichen Abend. Kommt doch mal vorbei, ich habe hier eine Flasche Rotwein, eine kleine Käseplatte, ein Baguette, ja, ein bisschen frische Butter, und dann setzen wir uns einfach hin, hören ein bisschen schöne alte Musik und haben einfach Freude. Nein, das war es überhaupt nicht. Das war eher eine Art Henkersmahlzeit.
Ich würde mich in so einer Situation, ich hatte einmal so eine Situation, da hat sich ein Fernsehsender angemeldet und wollte mit mir ein Interview machen. Und ich dachte: Oh, backe. Hast du das mal gehabt, dass vor dir einer mit so einer Kamera steht, neben dir so eine Dame: Ja, sprechen Sie hier rein, bitte. Und du stehst da und denkst dir: Oh, backe, was sagst du jetzt? Und du musst eine Sache vertreten, und du weißt, wenn du es in der falschen Weise vertrittst, wird alles gegen dich verwendet. Haha, weil du weißt ja nicht, was sie draus machen.
Ich stelle mir die Situation von Jesus so vor wie bei einem Einstellungsgespräch. Du sitzt da, da drüben sitzen die anderen, du hättest gerne den Job, und dann kommen die Fragen. Und du weißt: Hm, ich will nicht lügen, aber ich muss auch irgendwie so auftreten, dass das richtig rüberkommt. Ganz schwierige Situation.
Also darum geht es, wenn ihr die ganze Geschichte lest. Das wollen wir heute nicht machen. Ihr werdet merken: Jesus lässt sich überhaupt nicht aus der Ruhe bringen. Total souverän. Eher andersherum: Er nutzt diese Gelegenheit, um seine Feinde oder Kritiker, die Pharisäer, auf Punkte hinzuweisen, die in ihrem Leben unheimlich wichtig waren.
Ein Punkt war der, dass diese Leute immer darauf bedacht waren, eine Hand wäscht die andere. Ich lade dich ein, und warum mache ich das? Na ja, weil ich ja auch mal bei dir eingeladen werden möchte. Und Jesus sagt dann so im Verlauf des Gesprächs unter anderem dazu: Weißt du, es wäre richtig gut, wenn du mal Leute einladen würdest, die dich nicht einladen können, weil sie vielleicht auf der Straße leben oder von Sozialhilfe leben und nicht so viel haben, oder einfach Behinderte sind, die sich schwer tun, etwas vorzubereiten. Solche Leute solltest du einladen.
Und an diese Bemerkung schließt sich jetzt unser Text an. Da heißt es dann in Vers 15: Als einer von den Gästen das hörte, rief er: Was für ein Glück muss das sein, in das Reich Gottes, anderer Begriff für den Himmel, zum Fest eingeladen zu werden. Was für ein Glück muss das sein, in das Reich Gottes zum Fest.
Und ihr merkt: Für die Leute der damaligen Zeit war Himmel immer Feiern, Spaß, da geht es richtig ab. Das war das Denken der damaligen Zeit. Und der Pharisäer sagt zu Recht: Hey, das wäre doch eine geniale Sache, wenn man da eingeladen wäre, bei Gott.
Und Jesus greift diesen Gedanken auf, und er bringt zwei Punkte. Diese zwei Punkte verpackt er in eine Geschichte. Und ihr seht sie hier schon angeworfen. Der erste Punkt, den Jesus in der Geschichte jetzt bringen wird, ist: Es ist ganz leicht, eine Ausrede zu finden, wenn einen der Himmel nicht interessiert. Werdet ihr gleich hören. Achtet mal auf den Punkt, wenn ich die Geschichte vorlese. Den ersten Punkt, den er bringt. Der zweite Punkt: Wenn du glaubst, dass du für den Himmel der oder die Falsche bist, dann bist du genau richtig. Das sind die zwei Punkte, die Jesus jetzt bringt.
Und ich lese euch die Geschichte vor.
Jesus antwortete diesem Pharisäer mit einer Geschichte: Ein Mann bereitete ein großes Festessen vor, zu dem er viele Gäste einlud. Als alles fertig war, schickte er seinen Boten zu den Eingeladenen. Alles ist vorbereitet, kommt! Aber niemand kam. Jeder hatte auf einmal Ausreden. Einer sagte: Ich habe ein Grundstück gekauft, das muss ich unbedingt besichtigen. Bitte entschuldige mich. Ein anderer: Es geht leider nicht, ich habe mir fünf Gespanne Ochsen angeschafft, die muss ich jetzt ansehen. Ein dritter entschuldigte sich: Ich habe gerade geheiratet, du wirst verstehen, dass ich nicht kommen kann.
Der Bote kehrte zurück und berichtete alles seinem Herrn. Der wurde sehr zornig. Geh gleich auf die Straßen, auf alle Plätze der Stadt, und hole die Bettler, Verkrüppelten, Gelähmten und Blinden herein. Der Bote kam zurück und berichtete: Es sind viele gekommen, aber noch immer sind Plätze frei. Geh auf die Landstraßen, befahl der Herr, und wer auch immer dir über den Weg läuft, den bring her. Alle sind eingeladen. Mein Haus soll voll werden. Aber von denen, die ich zuerst eingeladen habe, wird keiner auch nur einen einzigen Bissen bekommen.
Das ist die Geschichte. Und ihr merkt: Der Herr Jesus möchte mit dieser Geschichte sagen, so verhält es sich auch mit dem Himmel, mit der Gemeinschaft mit Gott.
Und der erste Punkt ist der, dass es hier heißt: Jeder hatte auf einmal Ausreden. Und was für welche! Ich weiß nicht, ob ihr das jetzt beim Vorlesen schon mitbekommen habt. Da sagt einer also: Herr, Herr, ich habe mir ein Grundstück gekauft. Ich habe schon bezahlt, aber ich habe es noch nie gesehen. Hä? Wann schaut man sich denn bitteschön ein Grundstück an, das man kaufen will, bevor man es kauft oder danach?
Bei diesen fünf Gespannen Ochsen ist das genau das Gleiche. Wenn es hier heißt „ansehen“ im Text, dann ist damit gemeint: ausprobieren. So nach dem Motto: Ich habe mir da jetzt neue Ochsen gekauft, ich muss mal schauen, ob die Ochsen bringen. Und ich denke mir: Hä? Wenn du dir einen Traktor kaufst, wann machst du denn die Probefahrt, vorher oder nachher?
Aber das Allergrößte ist die Sache hier mit der Frau. Also wenn ihr jetzt denkt, der wollte auf Flitterwochen oder so, das ist nicht gemeint. Flitterwochen gab es damals nicht. Es ist nicht so: Ich habe gerade geheiratet, ich muss in die Flitterwochen, ich habe gerade für deine Fete keine Zeit. Es war ein bisschen was anderes. Er sagt: Ich habe jetzt eine Frau, und jetzt kommen Feten eigentlich gar nicht mehr in Frage. Ich dachte mir: Hä?
Also, Festessen in der damaligen Zeit, mal übertragen auf unsere Zeit heute, war ein gesellschaftliches Ereignis. So ein bisschen wie wenn du eine Eintrittskarte für die VIP-Lounge vom Olympiastadion hast oder eine Backstagekarte für das nächste Robbie-Williams-Konzert. Und jetzt gehst du zu deiner Frau oder Freundin und sagst: Du Schatz, du hast bestimmt null Bock, mit mir da hinzugehen, oder?
Also, ich spreche jetzt mal nur zu den Männern. Wie eure Frauen oder eure Freundinnen drauf sind, ich sage euch: Meine Frau würde mich mit solchen Augen anschauen und sagen: Hä, checkst du noch was? Natürlich mag ich da hin. Natürlich mag ich mich mal ein bisschen schick machen und mag unter die Leute kommen und mag da ein bisschen Spaß haben und einfach dabei sein. Na logisch.
Alles, alles Ausreden. Und was mir der Text zeigt, ist: Wenn jemand eine Ausrede sucht, um sich an dem Thema Himmel, Gemeinschaft mit Gott, ewiges Leben, diesem gesamten Komplex einfach vorbei zu mogeln, kein Problem. Ey, ich gebe dir so viel, du brauchst.
Da kommen Leute und sagen: Ja, Jürgen, das ist ganz einfach. Du musst nur mal das mit dem Leid und der Ungerechtigkeit der Welt. Das passt doch gar nicht zu Gott. Sage ich: Aha. Oder andere kommen und sagen: Du kannst mir Gott nicht beweisen. Wieder andere: Ja, schau dir doch mal die Kirche an, diese ganzen Gräueltaten im Mittelalter und heute die Sache mit den Priestern, die sich an den Minderjährigen vergreifen. Willst du mir sagen, dass da Gott dahinter steht? Oder vielleicht hast du von Dan Brown das Buch Sakrileg gelesen und denkst: Bah, ich habe die ganze Wahrheit und du weißt gar nichts.
Weißt du, ich habe heute nicht die Zeit, dir auf jede dieser Fragen eine Antwort zu geben. Wenn du sie magst, gebe ich sie dir. Sie wird ein bisschen länger sein als zwei Sätze. Deswegen habe ich auch heute gar nicht angefangen, was dazu zu sagen. Aber ich mache dir ein Angebot: Wenn eine dieser Fragen oder sonst irgendeine Frage in deinem Leben da ist, dass du sagst: Ich habe irgendwann aufgehört, mich mit Gott zu beschäftigen. Irgendwann habe ich Schluss gemacht. Weil ich das nicht mit meiner Gottesvorstellung unter einen Hut gebracht habe. Und deswegen interessiert mich dein Geschwafel vom Himmel überhaupt nicht.
Wenn das dein Denken ist, jeder von euch hat eine Feedbackkarte. Ich mache dir ein Angebot: Auf der Rückseite dieser Feedbackkarte ist diesmal ein gelbes Feld, was du ankreuzen kannst. Wenn du es ankreuzt und deine Telefonnummer angibst, rufe ich dich an, und ich komme bei dir vorbei. Und wir können, weil wir ein bisschen Zeit haben, bis das nächste Escape stattfindet, einfach darüber reden, was dein Problem ist. Ich biete es dir an, und weil Weihnachten ist, bringe ich exklusiv Plätzchen mit.
Für den Fall, dass du dich auf das Gespräch vorbereiten willst: Ich habe eine Homepage, die heißt www.himmelverpasser.de. Da habe ich die besten Argumente gegen Gott schon mal zusammengefasst. Vielleicht ist deins auch dabei, damit du weißt, über diese Punkte kann man schon mal reden. Und alles, was da noch fehlt, lass uns drüber reden. Wenn ich eine Antwort habe, werde ich sie dir ganz ehrlich geben.
Wie gesagt: Wenn du denkst, ich habe eine gute Ausrede, mich mit Gott nicht zu beschäftigen, hier ist das Angebot.
Wer sich für ungeeignet hält, ist eingeladen
Es gibt einen zweiten Punkt. Das Erste war: Es ist ganz leicht, eine Ausrede zu finden, wenn einen der Himmel nicht interessiert.
Zweitens: Wenn du glaubst, dass du für den Himmel der oder die Falsche bist, dann bist du genau richtig.
Manche Menschen haben die Vorstellung, nur die Guten kommen in den Himmel. Okay, dann wäre ich auch nicht drin. Ich sage euch nicht warum, aber es wäre so. Dann kommen die Leute und sagen, nur die Religiösen kommen in den Himmel. Und da sage ich dir: Nein, auch die Rechnung geht nicht auf.
Was diese Geschichte hier, diese ganz einfachen Worte von dem Herrn Jesus, mir klar machen, ist Folgendes: Gott hat ein unglaubliches Interesse an den Leuten, die sonst keiner haben will. Der Himmel steht offen für die Leute, die ihn sich nicht verdienen können, die das begriffen haben: Ich und Himmel? Hey, das ist ein guter Scherz, danke!
So wie diese Bettler und Krüppel und Landstreicher, die genau wussten: Da drüben, dieses gesellschaftliche Ereignis, da komme ich nie rein. Ich habe keinen Frack und keine Fliege, der wird mich nie einladen. Und plötzlich kommt da einer und sagt: Du bist eingeladen. Das ist die Geschichte.
Und die Geschichte hat diesen tiefen Sinn: Wenn du merkst, ich und Gott? Ich stehe vor Gott irgendwie mit leeren Händen da. Ich kann Gott doch gar nichts bringen. Ich schaue in mein Leben hinein und irgendwie merke ich, ich habe den grössten Teil meines Lebens verpfuscht. Das ist irgendwie kaputt. Ich bin vielleicht nicht so schlecht wie ... und dann kannst du irgendwas einsetzen, aber ich merke doch selber, dass ich da nicht dazu passe. Ich merke doch selber, dass ich irgendwo schwach bin.
Wenn du das denkst, dann habe ich eine gute Nachricht für dich. Und die gute Nachricht lautet: Jesus ist auf diese Erde gekommen, weil du schwach bist. Wenn Gott die Starken gewollt hätte, hätte Jesus nicht kommen brauchen. Dann hätte er einfach die Starken ausgesucht, die Kräftigen, die was leisten, die es packen, denen man Gebote vorsetzt, und die werden eisenhart ein Leben lang in diesen Geboten laufen. Wenn es die gäbe und wenn das der Weg gewesen wäre, hätte Gott es gemacht. Aber so ist es nicht.
Jesus kam auf diese Erde, um zu bezahlen für deine und für meine Schuld. Für die Dinge, die ich falsch gemacht habe. Dinge, die mein Leben ruiniert haben, vielleicht auch das Leben anderer Menschen ruiniert haben. Dinge, die mich von Gott getrennt haben. Dinge, die ich selber nie wieder in Ordnung kriege. Und er hat bezahlt.
Warum hat Jesus bezahlt? Weil einer bezahlen muss. Entweder bezahlst du für dein Leben oder du lässt Gott bezahlen. Es sind diese zwei Stränge. Menschen sind entweder auf dem Weg ins Gericht oder sie sind auf dem Weg in die Ewigkeit mit Gott. Es sind diese beiden Stränge. Du kannst entweder selber bezahlen oder du lässt Jesus für dich bezahlen.
Und ich kann es dir nur so sagen: Jeder Mensch braucht Jesus. Wenn Jesus sich hinstellt und sagt: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, keiner kommt zum Vater als nur durch mich. Noch so ein Ding, wo Leute anhaken: Ich glaube nicht daran, nur Jesus, dieser einzige Weg, das ist so ein Blödsinn. Ja, wir können darüber reden, wie gesagt, er denkt an die Plätzchen. Jesus hat es gesagt. Und Jesus hat es so gemeint.
Wenn du merkst, ich möchte meine Eintrittskarte in den Himmel heute einlösen, wie mache ich das? Wenn Gott mich einlädt, ja, was heisst denn das praktisch? Wie löse ich eine Eintrittskarte in den Himmel ein? Und der Punkt ist der, dass du heute entscheiden kannst, ob du ein Leben mit Jesus, und zwar ein ganz persönliches Leben mit ihm, anfangen willst oder nicht. Die Frage ist, ob du noch einmal diese Gelegenheit hast zu so einer Entscheidung, aber du kannst es heute tun.
Ein Leben mit Jesus beginnt dadurch, dass ein Mensch zu Jesus kommt und mit ihm redet und ihm sagt: Hier ist mein Leben, und da bist du. Und ich kriege mein Leben und die Schuld meines Lebens nicht gebacken. Und irgendwo merke ich, ich renne da immer gegen die Wand meiner eigenen Persönlichkeit. Und ich bitte dich: Vergib mir meine Sünden. Ich möchte dein Angebot annehmen des ewigen Lebens, und ich möchte von heute an mit dir und für dich leben.
Das ist ein Reden mit Jesus, eine ehrliche Entscheidung, ein Leben mit ihm anzufangen. Wenn du das tust, wird Gott dir vergeben. Natürlich nicht, wenn das nur Lippenbekenntnisse sind, sondern wenn du wirklich sagst: Ja, ich bin bereit, mein ganzes Leben diesem Jesus anzuvertrauen.
Gott will dich, er lädt dich ein, aber er will dich ganz. Er will keine halben Sachen von dir, er möchte keine faulen Kompromisse. Er möchte, dass, wenn du sagst, ich will von heute an mit dir leben, dann soll das echt sein. Und wenn du weisst, in deinem Herzen, es ist echt, dann sagt Gott wunderbar auf diesen Moment, dass du ein Stückchen die weisse Fahne raushängst und sagst: Ich gebe auf. Ich gebe auf und ich lasse mich besiegen von der Liebe Gottes.
Ich nehme das Angebot in Jesus an. Ich will neu anfangen zu leben, ich möchte einen Neustart haben, ich brauche neue Kraft, ich brauche Gemeinschaft mit Gott, ich brauche Richtungsweisung, ich möchte einfach Gott erleben. Wenn das dein Ziel ist, dann kann das heute anfangen.
Und Gottes Angebot für dich persönlich lautet: Ich lade dich ein, ich lade dich ein, die Ewigkeit mit mir zu verbringen. Ich bezahle für die Schuld deines Lebens, und ich schenke dir einen Neuanfang.
Die Entscheidung, die heute möglich ist
Stellt euch vor, das, was ich jetzt gesagt habe, würde stimmen. Stellt euch vor, Guido Appenzeller hätte vorher gewusst: In sechs Jahren gibt es dreissig Milliarden Dollar, zehn davon für mich. Was hätte er dann getan?
Dann hätte er gesagt: Klar, Mann, ey, ich bin der Dritte im Bunde. So blöd, das brauche ich ja nicht mehr so nachzudenken. Ich kann aufhören zu studieren, ich kann mir meine eigene Uni dafür kaufen, mit all den Profis. Ja, ich kaufe mir einfach das.
Wenn er es vorher gewusst hätte, hätte er mit Sicherheit zugeschnappt. Aber wie sieht das mit dir aus? Ich kann nicht mehr, als dir vorher zu sagen, wie das mit dem Himmel funktioniert. Die Frage, die ich dir stellen möchte, ist: Wirst du dir die Zukunft mit Gott entgehen lassen?
Ich möchte zum Abschluss beten.
Herr Jesus, wir danken dir dafür, dass du uns so deutlich gemacht hast, wie der Himmel ist. Und du weisst, dass die innersten und tiefsten Bestrebungen unseres Herzens dahin gehen, an einem solchen Ort zu sein. Wir sehnen uns danach, dass wir den Streit und die Angst, die Tränen und die Verzweiflung und das Grübeln und all das, was diese Erde an negativen Sachen so bereithält, wirklich satt haben.
Und wir danken dir dafür, dass du uns dieses Angebot machst. Und dass das irgendwie echt ist, dass du auf diese Erde gekommen und gestorben bist, damit dieses Angebot stimmt, damit wir sehen können, dass du es ernst meinst.
Und ich bete darum, dass du heute Abend auch Herzen auftust und Gnade dazu gibst, dass dieses Angebot angenommen wird. Herr, hilf. Menschen brauchen es, und ich flehe dich an, dass du Gnade gibst. Amen.
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