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Johannesevangelium 5,15-18 - Wenn der Messias kommt und die Gebote "erfüllt"

Johannes 5,15-1803.04.2021
Serie•Teil 29 / 44Johannes-Evangelium
Warum heilt Jesus am Sabbat? Weil der Ruhetag nur ein Wegweiser ist – und vor dir steht, was er ankündigt: echte Ruhe statt religiösem Druck.

Einordnung der Ausgangsfrage

Hallo, liebe Geschwister, ich freue mich darüber, dass ihr reinschaut. Wir wollen weitermachen im Johannesevangelium und uns heute der Frage zuwenden, ob Jesus den Sabbat gebrochen hat.
Für uns klingt die Frage, würde ich sagen, nicht so aufregend. Für die Juden damals war sie aber ein echter Stolperstein im Umgang mit Jesus. Auch wir müssen diese Frage vielleicht klären, denn es gibt im Internet doch die eine oder andere Gruppe, ich nenne sie einmal christliche Irrlehrer, die gerne behauptet, dass wir als Christen noch den Sabbat halten müssten. Und wenn wir das nicht tun, und wir tun das ja nicht, wir treffen uns bitte am Sonntag zum Gottesdienst, dann stellt sich die Frage: Warum eigentlich? Warum halten wir den Sabbat nicht?
Und bitte sagt nicht, dass der Sonntag unser Sabbat ist. Nein, das ist er nicht. Der Sabbat war der Feiertag der Juden, und die Christen haben sich von Anfang an nicht am Sabbat getroffen, sondern am ersten Tag der Woche. Da heißt es in Apostelgeschichte 20,7: Am ersten Tag der Woche aber, als wir versammelt waren, um Brot zu brechen, unterredete sich Paulus mit ihnen, da er am folgenden Tag abreisen wollte; und er zog das Wort hinaus bis Mitternacht.
Wir merken: Die ersten Christen haben sich am ersten Tag der Woche getroffen.
So, jetzt zurück zu unserem Problem, das der Herr Jesus bekommt, als er am Sabbat heilt. Ich lese uns Johannes 5, die Verse 15-18: Der Mensch ging hin und verkündete den Juden, dass es Jesus war, der ihn gesund gemacht hatte. Und darum verfolgten die Juden Jesus, weil er dies am Sabbat getan hatte. Jesus aber antwortete ihnen: Mein Vater wirkt bis jetzt, und ich wirke. Darum suchten die Juden noch mehr, ihn zu töten, weil er nicht allein den Sabbat aufhob, sondern auch Gott seinen eigenen Vater nannte und sich so selbst Gott gleichmachte.

Das Spannungsfeld zwischen Vater und Sohn

Also, das Problem ist: Jesus heilt am Teich Bethesda einen Gelähmten, und er tut das am Sabbat. Das ist deshalb merkwürdig, weil der Mann selbst schon Jahrzehnte krank war und weil Jesus nur ihn allein heilt.
Genau genommen müsste man sagen: Es ist gar nicht der Herr Jesus, der hier wirkt, sondern es ist der Vater im Himmel, der durch den Herrn Jesus diesen Gelähmten heilt. Wir müssen das zusammenbringen, wie Vater und Sohn zusammenwirken. Die hängen enger zusammen, als uns das manchmal vielleicht vor Augen steht.
In Johannes 14 heißt es, Johannes 14,10: Glaubst du nicht, dass ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist? Das ist der Herr Jesus, der einen Jünger so anspricht, der ihn bittet: Zeige uns den Vater. Und Jesus sagt: Wenn du mich gesehen hast, hast du den Vater gesehen. Und dann kommt dieser Vers: Glaubst du nicht, dass ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht von mir selbst. Der Vater aber, der in mir bleibt, tut seine Werke.
Also: Gott der Vater wirkt seine Werke durch den Sohn. Und Gott der Vater entscheidet sich am Teich Bethesda zu einem Heilungswunder am Sabbat. Und prompt bekommt der Sohn, der das tut, was er den Vater tun sieht, dafür Probleme. Da heißt es dann in Johannes 5,16: Und darum verfolgten die Juden Jesus, weil er dies am Sabbat getan hatte.
Gott tut durch seinen Sohn, was man mindestens in den Augen der Juden damals nicht hätte tun dürfen, nämlich einen Menschen heilen. Heilen war die Arbeit eines Arztes, und Arbeit war am Sabbat nicht erlaubt. Da heißt es in 2. Mose 20,8-10: Denke an den Sabbattag, um ihn heilig zu halten. Sechs Tage sollst du arbeiten und all deine Arbeit tun. Aber der siebte Tag ist Sabbat für den Herrn, deinen Gott. Du sollst an ihm keinerlei Arbeit tun, du und dein Sohn und deine Tochter, dein Sklave und deine Sklavin und dein Vieh und der Fremde bei dir, der innerhalb deiner Tore wohnt.
So lautet das Sabbatgebot.

Die Frage nach dem Sinn des Gebots

Jetzt könnte man natürlich bei einer Heilung auch daran denken, dass es sich vielleicht nicht um Arbeit handelt, sondern um einen Akt der Barmherzigkeit, der als Gebot wichtiger ist als das Sabbatgebot. Man kann so denken, und in Kapitel sieben wird der Herr Jesus am Beispiel der Beschneidung auch genau so argumentieren.
Bei der Beschneidung war das so: Ein Junge sollte am achten Tag beschnitten werden, und man tat das auch, wenn der achte Tag ein Sabbat war. Es gibt also durchaus die Idee, dass die Beschneidung so wichtig war, dass man sie auch am Sabbat durchführen durfte. Es gibt Gebote, die wichtiger sind als der Sabbat.
Und mit dieser Idee argumentiert Jesus dann in Kapitel sieben. Da heißt es in Vers 23: Wenn ein Mensch die Beschneidung am Sabbat empfängt, damit das Gesetz Moses nicht aufgehoben wird, wieso zürnt ihr mir, dass ich einen ganzen Menschen gesund gemacht habe am Sabbat? Ja, wenn Beschneidung okay ist, wie viel mehr eine Heilung? Das ist eine ganz klassische Argumentation vom Kleineren zum Größeren, von der Beschneidung zur Heilung. Man müsste sich eigentlich über das, was Jesus tut, nicht aufregen.
Aber das Problem mit dem Sabbat ist viel grösser. Denn Jesus konfrontiert mit den Vorwürfen in Johannes 5 ja nicht und sagt: Regt euch nicht auf, das war gar nicht so schlimm. Sein Argument hört sich vielmehr so an: Johannes 5,17: Jesus aber antwortete ihnen: Mein Vater wirkt bis jetzt, und ich wirke.
Das ist ein irrer Satz. Ich weiss nicht, wie oft ihr schon darüber nachgedacht habt. Mein Vater wirkt bis jetzt, und ich wirke. Also: Gott arbeitet 24/7, er hat keinen Ruhetag. Jeden Tag geht die Sonne auf, jeden Tag werden Sünden vergeben, jeden Tag entstehen Kinder. Gott wirkt. Und Jesus kann, weil Gott so ist, auch nicht anders. Das steht hier: Mein Vater wirkt bis jetzt, jeden Tag, und ich wirke.
Für Jesus gibt es ganz praktisch auch keinen Sabbat. Er tut nämlich genau das, was der Vater tut. Und deshalb ist es aus einer jüdischen Perspektive völlig richtig zu behaupten, dass Jesus den Sabbat aufgehoben hat. Johannes 5,18: Darum nun suchten die Juden noch mehr, ihn zu töten, weil er nicht allein den Sabbat aufhob.
Achtung! Johannes schreibt hier nicht, weil sie dachten, er würde den Sabbat aufheben oder brechen. Er formuliert bewusst anders. Die Juden wollten Jesus töten, weil er den Sabbat aufhob. Und das Verrückte an der Stelle: Die Verbform, die im Griechischen hier steht, unterstreicht sogar noch, dass er das regelmässig tat.
Und es stimmt. Wir lesen im Neuen Testament nicht eine Zeile davon, dass der Herr Jesus sich am Sabbat ausgeruht hätte. Er tut das, was alle tun, das heisst, er geht in die Synagoge. Aber ansonsten ist der Sabbat für ihn ein Tag wie jeder andere. Mein Vater wirkt bis jetzt, und ich wirke.
Frage: Wie kann das bitte schön sein? Der Sabbat ist doch eins von den zehn Geboten, und der Sabbat sticht noch in gewissem Massen heraus, weil er insofern besonders ist, als er das Bundeszeichen für das Volk Israel ist. Da heisst es in Hesekiel 20,12: Und auch meine Sabbate gab ich ihnen, dass sie zum Bundeszeichen sein sollten zwischen mir und ihnen, damit man erkenne, dass ich der Herr es bin, der sie heiligt.
Sabbat, Bundeszeichen, Teil der zehn Gebote: Müsste sich der Jude Jesus nicht ganz besonders daran halten? Aber er tut es nicht. Permanent gibt es Konflikte um den Sabbat. Frage: Wie passt das? Wir wissen doch, dass Jesus nicht gesündigt hat. Wie kann es sein, dass Jesus ohne Sünde ist, wenn Johannes formuliert, dass er den Sabbat fortwährend aufhob oder brach?
Und die Antwort ist ein ganz klein wenig komplex. Fangen wir so an.

Der alte Bund und sein Ziel

Gott schließt mit dem Volk Israel am Berg Sinai einen Bund. Ich glaube, das wissen wir alle. Das ist der sogenannte alte Bund. Und er gibt dem Volk Israel ein Gesetz, das mosaische Gesetz. Zu diesem mosaischen Gesetz gehören unter anderem auch die Zehn Gebote.
Bis dahin ist alles ganz einfach: Gott schließt mit dem Volk Israel einen Bund, und es gibt das Gesetz.
Nun die Frage: Hat das mosaische Gesetz beziehungsweise hat der alte Bund ein Ablaufdatum? Antwort: Ja, hat er. Ich lese euch zwei Stellen vor, aus Galater 3 und Lukas 16, die das eindeutig beschreiben.
 Galater 3,19: Was soll nun das mosaische Gesetz? Es wurde der Übertretungen wegen hinzugefügt, bis der Nachkomme käme, dem die Verheißung galt.
Das Gesetz gilt also bis zu einem bestimmten Zeitpunkt. Und dann heißt es in Lukas 16,16: Das Gesetz und die Propheten, gemeint sind die Regeln des alten Bundes, gehen bis Johannes. Da haben wir das Wörtchen wieder: bis Johannes. Gemeint ist Johannes der Täufer. Von da an wird die gute Botschaft vom Reich Gottes verkündigt, und jeder dringt mit Gewalt hinein.
So, jetzt würde ich sagen: Gott schließt mit dem Volk Israel am Berg Sinai einen Bund, und dieser Bund bekommt ein Gesetz. Und dieses Gesetz geht wohin? Bis zu Johannes dem Täufer. Das mosaische Gesetz endet mit dem Predigtdienst von Johannes dem Täufer. Mit dem Auftreten des Messias verliert das mosaische Gesetz seine Bedeutung.
Oder um den Herrn Jesus an der Stelle zu zitieren, in Matthäus 5,18: Meint nicht, dass ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Da sagt Jesus: Ich bin nicht gekommen, um die einfach nur beiseitezuschieben und zu sagen, brauchen wir nicht mehr. Ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen.
Und das ist jetzt ein ganz entscheidender Begriff. Erfüllen ist das Wort, das wir verstehen müssen. Jesus erfüllt das Gesetz und die Propheten, also alle Vorschriften des alten Bundes. Aber nicht im Sinne von, dass er sich daran hält, so verwenden wir das Wort erfüllen auch. Bei ihm bedeutet erfüllen etwas anderes. Erfüllen im Sinne von voll machen. Ich bin gekommen, voll zu machen.
Das Gesetz bereitet etwas vor, nämlich sein Kommen, und er macht es voll. Und er macht es auf zweierlei Weise voll, bringt es auf zweierlei Weise zum Abschluss.

Zwei Arten von Geboten

Schaut man sich das mosaische Gesetz ein ganz klein wenig genauer an, und was ich jetzt sage, ist eine leichte Vereinfachung, aber sie hilft uns zu verstehen, worum es geht: Schaut man sich das mosaische Gesetz an, dann finden wir zwei Sorten von Geboten.
Die eine Sorte sind die moralischen Gebote. Das sind Gebote, die mit dem Charakter Gottes zu tun haben. Neun von den zehn Geboten sind moralische Gebote. „Du sollst nicht morden“ steht in den zehn Geboten, war aber schon falsch, als Kain den Abel erschlug. Warum? „Du sollst nicht morden“ ist ein moralisches Gebot und gilt, weil Gott ein Gott des Lebens ist. Und als Gott des Lebens ist er gegen Mord.
Das sind moralische Gebote: Du sollst nicht morden, nicht stehlen, nicht neidisch sein. Dein ganzer Umgang mit Gott muss stimmen. Und Jesus erfüllt und macht diese moralischen Gebote voll. Wodurch? Indem er sie in einem Gebot zusammenfasst, und genau genommen in der Predigt des Liebesgebotes.
So sagt der Apostel Paulus das in Galater 5,14. Denn das ganze Gesetz ist in einem Wort erfüllt worden: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“
Indem Jesus durch seine Predigt ein in den Augen der Juden nebensächliches Gebot aus 3. Mose 19,18 aufnimmt, wo steht, dass du deinen Nächsten lieben sollst wie dich selbst, indem Jesus dieses Gebot nimmt, heraushebt, zum Leitmotiv aller Ethik erklärt und mit seinem Sterben am Kreuz vorlebt, was er meint, ist zum Thema Moral alles gesagt, was man sagen kann, und alles gesagt, was wir wissen müssen.
Damit ist dieses Thema „Wie lebe ich richtig?“ erfüllt. Das gesamte Gesetz, alle die Gebote, waren dazu da, die Predigt, die zentrale Stellung dieses einen Gebotes, herauszuarbeiten. Und Jesus erfüllt, indem er diesen Bezug herstellt und diese Predigt hält.

Wegweiser auf den Messias

So, jetzt habe ich gesagt, es gibt zwei Sorten: Das eine sind die moralischen Gesetze, das andere sind, hm, ich nenne sie mal die illustrativen Gebote. Gebote, die in der Bibel stehen, weil sie die Juden auf das Kommen ihres Messias vorbereiten. Und ein solches Gebot ist das Sabbatgebot.
Das Sabbatgebot ist nicht moralischer Natur, sondern es weist auf Jesus hin. Paulus schreibt im Kolosserbrief 2,16-17: So richte euch nun niemand wegen Speise oder Trank oder betreffs eines Festes oder Neumondes oder Sabbats. Niemand soll dich dafür verurteilen, dass du den Sabbat nicht hältst.
Warum nicht? Was sind diese Gebote? Es sind alles nicht moralische Gebote: was man essen und nicht essen darf, wann man feiern muss, der Sabbat. Ich fange noch mal vorne an: So richte euch nun niemand wegen Speise oder Trank oder betreffs eines Festes oder Neumondes oder Sabbats; deren Schatten der künftigen Dinge sind, der Körper selbst aber ist des Christus.
Ich mag diesen Vers. Er erklärt das Verhältnis der nicht moralischen Gebote zu dem Herrn Jesus. Wie ein Körper einen Schatten wirft, so wirft die Ankunft des Messias in der Welt ihren Schatten voraus. In bestimmten Geboten des mosaischen Gesetzes geht es nicht darum, eine Moral zu verkündigen, sondern es geht darum, auf den Messias hinzuweisen. Und der Sabbat ist genau so ein Gebot.
Paulus sagt hier: Lasst euch nicht dafür richten, dass ihr den Sabbat nicht einhaltet. Der Sabbat ist nur ein Schatten, er ist nicht die eigentliche Sache. Der Sabbat steht als Tag, an dem man ausruht, für das Konzept Ruhe. Also ist er eine Illustration für etwas viel Größeres. Er ist eine Illustration für die Ruhe, in die wir eingehen, wenn wir an den Messias gläubig werden. Ihr könnt das gerne in Hebräer 4 noch einmal nachlesen.
Für die Juden wies ein Tag in der Woche auf den Messias hin. Und dieser eine Tag will Woche für Woche deutlich machen, dass wir den nicht verpassen dürfen, der uns in seine Ruhe einlädt. Den nicht verpassen dürfen, bei dem wir wirklich zur Ruhe kommen. Nicht in eine Ruhe von der alltäglichen Arbeit, das ist nicht die Ruhe, in die Jesus uns einlädt, sondern in die Ruhe, die uns beim Messias völlig zur Ruhe kommen lässt. Weil wir bei dem Herrn Jesus nämlich viel mehr finden als nur einen Tag Pause.

Die Erfüllung im Kommen Christi

Und jetzt möchte ich gern den Sack zubinden. Das mosaische Gesetz hat, das haben wir gesehen, ein Ablaufdatum. Es endet mit dem Erscheinen des Messias. Die moralischen Gebote finden im Liebesgebot ihre Vollendung, und die illustrativen Gebote finden im Erscheinen des Messias ihre Erfüllung.
Die illustrativen Gebote sind wie Wegweiser. Sie weisen auf den Messias hin, und in dem Moment, in dem er dasteht, verlieren sie tatsächlich ihre Bedeutung.
Die Frage, wie es sein kann, dass Jesus ohne Sünde ist, wenn Johannes formuliert, dass er den Sabbat aufhob oder brach, sind wir nachgegangen. Und die Antwort ist ganz einfach: Der Sabbat als Gebot war zu einem Ende gekommen. Sein Ziel war, auf Jesus hinzuweisen. Und indem Jesus da steht, steht vor uns der Herr des Sabbats, so wird er bei Matthäus, bei Markus und bei Lukas bezeichnet. Der Sabbat dient ihm, indem er illustrativ auf ihn hinweist, nicht umgekehrt.
Nochmal ein Beispiel dazu, weil das vielleicht auch neue Gedanken für den einen oder anderen sind: Wenn ihr die A 9 hochfahrt, dann finden sich da Schilder, auf denen steht, wie viele Kilometer es noch bis Berlin sind. Berlin: 400 Kilometer, 300 Kilometer, 200 Kilometer. Das geht so lange, bis zu dem Schild, auf dem dann draufsteht: Berlin. Und in dem Moment, in dem ich über die Stadtgrenze fahre, haben alle Wegweiser, an denen ich vorher vorbeigefahren bin, ausgedient. Sie waren dazu da, dass ich die Stadt finde.
Und in dem Moment, in dem ein Jude vor Jesus stand, hatte der Sabbat ausgedient. Er hatte ihn mit dem zusammengebracht, für den der Sabbat stand. Er hat ihn quasi wie einen Wegweiser zu der Ruhe gebracht, in die Jesus jeden Menschen einlädt. Matthäus 11,28: Kommt her zu mir, all ihr Mühseligen und Beladenen, ich werde euch Ruhe geben.

Abschluss und Gesprächsimpulse

Lasst uns heute im Austausch drei Dinge miteinander betrachten.
Zum einen lasst uns einmal reihum vielleicht darüber reden: Wo haben wir ganz besonders bei unserer Bekehrung erlebt, dass wir zur Ruhe gekommen sind? Diese Einladung des Herrn Jesus: Du kannst bei mir Ruhe finden. Wo war das in unserem Leben so ganz, ganz greifbar bei der Bekehrung? Welche Aspekte des Zur-Ruhe-Gekommenseins in Jesus sind dir ganz besonders kostbar? Oder vielleicht mit anderen Worten: Welche Ängste hat Gott dir bei der Bekehrung genommen?
Erste Frage, so ein bisschen reihum, damit wir so eine Idee davon bekommen, was es heißt, bei Jesus zur Ruhe zu kommen.
Zweiter Punkt: Bitte formuliert noch mal mit eigenen Worten den Unterschied zwischen den beiden Sorten von Geboten im mosaischen Gesetz und versucht einfach mal für beide Sorten noch ein paar Beispiele zu finden, okay?
Drittens würde ich bitten, dass ihr Römer 13,8-10 lest und kurz darüber austauscht, wie das Verhältnis ist von den moralischen Geboten zum Liebesgebot. Dass ihr darüber auch noch ein bisschen redet und auch das noch ein Stück mehr bei euch verinnerlicht.
Das war's für heute, vielen Dank fürs Zuhören. Sorry, wenn das heute ein bisschen komplizierter war. Der Herr segne euch. Amen!

Vielen Dank an Jürgen Fischer, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!

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