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Du bist jung ... und Jesus braucht dich in seinem Team

Jesus in Schule, Ausbildung und Studium bekennen
Jeremia 1,4-917.01.2021
EventTeil 13 / 24Jugendkonferenz für Weltmission 2021
Herzlich willkommen! Mein Name ist Detlev Gabers. Ich bin Referent für Gebet und Mission bei der Missionsgemeinschaft DMG.
Ich habe mehrere Jahre in der Türkei verbracht, wo ich einen christlichen Buchladen geleitet habe. Jetzt befinde ich mich in der alten, ehrwürdigen Schlosskapelle des Buchenauhofs, der Zentrale der DMG.
Bevor wir mit der Bibelarbeit beginnen, möchte ich ein Gebet sprechen:
Herr Jesus, ich danke dir, dass wir auf dein Wort hören dürfen. Ich danke dir, dass du ein Gott bist, der redet. Ich bitte dich, alles Störende von uns zu nehmen, unsere Herzen und Ohren für dein Reden zu öffnen. Fülle meinen Mund, damit ich deinen Ruhm und deine Ehre verkündigen kann. Amen.

Die Herausforderung der Ausreden im Glaubensleben

Ich bin zu jung, ich kann das nicht. Wir haben immer wieder Ausreden. Eine solche Ausrede ist zum Beispiel: „Ich habe keine Zeit.“ Dabei merken wir gleich, dass das eigentlich keine richtige Ausrede ist. Denn wenn ich sage: „Ich habe keine Zeit“, dann mache ich eigentlich deutlich, dass mir etwas anderes momentan wichtiger ist. Jeder hat ja eine gewisse Zeit.
Ausreden kennen wir in unserem Leben. Manchmal sprechen wir sie öffentlich und laut aus, manchmal reden wir sie uns aber auch selbst ein. Ich habe das bei mir selbst erlebt. Als ich jung war und gerade frisch im Glauben stand, so als 15-Jähriger, habe ich mich oft als Schwächling gefühlt. Ich habe mir gesagt: „Ich kann das doch nicht, mein Bruder kann das viel besser.“
Vielleicht hast du auch solche Ausreden und kennst sie. Du denkst, Gott kann mich doch nicht in seinem Reich gebrauchen. Jeremia ist einer, der das auch gedacht hat. Und da weiß ich mich in einer Reihe von vielen Leuten, die wir uns heute Morgen ein bisschen näher anschauen möchten. Diese Menschen haben auch solche Ausreden vor Gott gebracht.
Jeremia war ein Prophet Gottes, er war von Gott ausgewählt. Bei Jeremia war es aber das Besondere, dass ihm von vornherein schon gesagt wurde: Seine Botschaft wird nicht die großen Likes bekommen. Wenn es zu Jeremias Zeiten schon diesen Daumen hoch und Daumen runter gegeben hätte, dann wäre bei Daumen hoch zu Jeremias Botschaft immer „null“ gestanden. Bei Daumen runter wären es zehn, fünfzig, tausend und so weiter gewesen.
Er hätte keine Likes bekommen, sondern nur Dislikes. Das hatte Gott ihm schon gesagt. Der Einzige, der sein Like, seinen Daumen hoch darunter gesetzt hat, war Gott selbst.

Gottes Berufung und Zusage an Jeremia

Und Gott hat den Propheten Jeremia berufen. Ich lese uns einen Abschnitt aus Jeremia 1, die Verse 4 bis 9:
Der Herr sprach zu mir: „Ich kannte dich schon, bevor ich dich im Leib deiner Mutter geformt habe. Schon vor deiner Geburt habe ich bestimmt, dass du den Völkern meine Botschaft überbringst.“
Aber ich wehrte ab und sagte: „Allmächtiger Herr, ich kann nicht gut reden, ich bin noch viel zu jung.“
Der Herr antwortete: „Sag doch nicht, dass du zu jung bist. Du sollst hingehen, wohin ich dich sende, und sagen, was auch immer ich dir auftragen werde. Vor den Menschen brauchst du keine Angst zu haben, denn ich werde immer bei dir sein und dich retten, das verspreche ich dir.“
Dann berührte der Herr meinen Mund und sagte: „Hiermit habe ich meine Worte in deinen Mund gelegt.“
Gott ist der Schöpfer von Jeremia, und er ist auch dein Schöpfer. Gott hat dich lieb, er hat dich auserwählt und schon bevor du im Mutterleib geformt wurdest, hat er dich gekannt und gesagt: „Ich möchte dich haben, ich kann dich gebrauchen, Pascal, Meike, Jeremia.“
Gott ist unser Schöpfer, er kennt uns und hat uns lieb. Er hat auch dich lieb, kennt deine Schwächen und auch die Ausreden, die du ihm vielleicht ständig oder ab und zu vorbringst, aussprichst oder denkst.

Verschiedene Ausreden und Gottes Antwort darauf

Und wir wollen uns nun, wie gesagt, einige Ausreden anschauen. Eine solche Ausrede kann sein, dass du sagst: „Ich bin zu jung.“ Du denkst vielleicht, dass andere, die älter sind, besser geeignet sind, zum Beispiel diejenigen in unserem Schülerbibelkreis, die in der zehnten oder elften Klasse sind. Sie könnten doch die Leitung eines Gebetskreises übernehmen, aber ich bin erst in der achten Klasse. Ich kann so einen Gebetskreis doch gar nicht leiten. Oder doch?
Wenn du denkst, du bist zu jung, dann lies dir den Text aus Jeremia 1,4-9 noch einmal durch. Dort wirst du sehen, dass Gott auch dich gebrauchen kann – so wie den Propheten Jeremia.
Eine andere Ausrede könnte sein, dass du Angst hast, vor Menschen zu reden. Vielleicht hast du Angst vor vielen Menschen oder schon vor wenigen, und es fällt dir schwer. Da möchte ich dir Mut machen. Lies doch einmal Josua 1. Josua war der Nachfolger von Mose. Auch Mose hatte Ausreden. Josua hatte Angst vor dem Volk Israel, weil er erlebt hatte, wie dieses Volk reagierte. Aber Gott sagt zu ihm: „Hab keine Angst, fürchte dich nicht, ich bin bei dir.“ Das sagt Gott nicht nur einmal, sondern mehrmals zu Josua.
Oder du hast die Ausrede, die auch Mose vor Gott brachte: „Ich kann nicht gut reden, ich stottere sogar. Es fällt mir schwer, die Worte aus meinem Mund kommen zu lassen.“ Ich kann dir persönlich sagen, mir ging es ähnlich wie Mose. Ich habe mich immer schwach gefühlt, auch was das Reden betrifft. Dass ich den Mund aufmache und jetzt spreche, ist für mich ein Wunder und ein Handeln Gottes.
Lies einmal in 2. Mose 3 und 4 nach. Dort geht es darum, wie Gott versucht, Mose zu überzeugen, dass er ihn braucht. Mose bringt alle möglichen Ausreden vor, bis er schließlich sagt: „Herr, nimm einen anderen, aber nicht mich.“ Da wird Gott richtig zornig und wütend. Lass es also nicht so weit kommen, dass Gott über dich wütend wird, weil du ständig mit deinen Ausreden kommst.
Vielleicht sagst du auch: „Ich bin krank oder ich fühle mich schwach. Mich kann Gott doch nicht gebrauchen.“ Dann möchte ich dich ermutigen, denk an Paulus. Er hat auch mit Gott gerungen wegen mancher Schwächen, die er in seinem Leben erlebt hat – vielleicht Krankheit, Schmerzen oder anderes. Und Gott sagt ihm: „Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“
Das möchte ich dir auch persönlich sagen, aus meinem eigenen Erleben. Auch ich dachte oft, dass eine Krankheit, die ich von Kindheit an habe, eine Hürde sein könnte, überhaupt in die Mission zu gehen. Bei einem großen Missionsevent wurde für mich gebetet. Gott hat zwar meine Krankheit nicht genommen, aber er hat die Angst oder die Ausrede „Ich bin krank, ich kann das nicht“ von mir genommen. So durfte ich mutig und gestärkt in den Missionsdienst gehen.
Oder du hast die Ausrede: „Ich weiß nicht mit meiner Sexualität. Ich fühle mich irgendwo homosexuell, und Gott kann mich doch überhaupt nicht gebrauchen.“ Dann möchte ich dir sagen: Denk an Jesus! Er ist der Retter. Denk auch an das, was er in Matthäus 19 über Mann und Frau sagt, besonders wenn es um das Thema Ehelosigkeit geht. Vor allem zeigt Jesus, dass er gerade Singles besonders in seinem Reich gebrauchen kann. Denk darüber nach, Matthäus 19.
Vielleicht hast du die Ausrede, du bist wie Maria oder eben nicht wie Maria. Du sagst: „Ich bin eine Frau, ich bin noch jung, und ich bin schwach.“ Du siehst immer die starken Männer, auch in unserem Jugendkreis, aber dich selbst nicht. Lass dir von mir sagen: Schau in die Bibel. Die Männer hatten alle Ausreden, ob Josua, Jeremia, Mose oder andere. Maria aber war diejenige, die, als Gott sie beauftragte und berief, den Retter der Welt in die Welt zu setzen, keine Ausrede hatte. Sie sagte: „Mir soll geschehen, wie du gesagt hast.“ Das finde ich klasse.

Die gefährlichste Ausrede: Theologische Gleichgültigkeit

Und dann noch eine letzte Ausrede, die vielleicht du nicht so oft hörst, aber die ich häufig in Gemeinden wahrnehme. Diese Ausrede ist eigentlich die gefährlichste, denn sie stammt aus der Theologie. Jemand sagt: „So wie ich Gott verstehe, braucht Gott mich doch gar nicht.“
Diese Ausrede halte ich für die gefährlichste. Ihr findet sie übrigens im Buch Jona, im vierten Kapitel. Dort wird die Situation ziemlich brenzlig. Jona, den die meisten von uns kennen, ist vor dem Auftrag Gottes geflohen. Gott hat ihn immer wieder eingeholt. Jona hat starke Krisen erlebt, etwa die drei Tage im Bauch eines großen Fisches. Schließlich geht er doch nach Ninive und soll dieser Stadt ankündigen, dass Gott sie vernichten wird.
Was dann passiert, ist, dass die Stadt Ninive umkehrt und Buße tut. Sie bekennt, dass sie vor Gott schuldig geworden ist. Gott vernichtet die Stadt nicht. Jona ist darüber ziemlich erbost, weil Gott ihn dorthin geschickt hat, aber die Stadt jetzt doch nicht zerstört wird.
Im vierten Kapitel des Buches Jona lesen wir, dass Jona sagt: „Das war ja auch der Grund, warum ich ohnehin nach Tarsis gehen wollte – oder besser gesagt, weg von Tarsis in eine andere Richtung. Denn ich wusste, dass du ein gnädiger und barmherziger Gott bist. Selbst wenn ich nach Ninive gehe, werden die Leute umkehren und auf mein Wort hören, und du wirst die Stadt nicht vernichten.“
Deshalb bleibt Jona lieber zuhause oder macht sich auf den Weg an einen anderen Ort. Ich glaube, das ist die schlimmste Art der Ausrede: zu sagen, Gott sei barmherzig und gnädig, er werde schon irgendwo einen Weg finden, und die Menschen würden ohnehin gerettet. Deshalb brauche er mich, den Jona, nicht, und uns als Gemeinde auch nicht.
Es ist gut, dass wir hier vor Ort sind, aber dann wollen wir doch unsere Ruhe haben. Ich sehe gerade in den Gemeinden im Westen die große Gefahr, dass wir den Blick verlieren. Dabei möchte Gott uns gebrauchen, damit die Botschaft der Gnade in diese Welt getragen wird.

Gottes Gabe und Berufung an jeden Einzelnen

Das mögen die Ausreden sein, die kommen. Aber diese Ausreden lässt Gott nicht gelten, und er möchte, dass wir sie überwinden.
Er hat dem Jeremia etwas anvertraut und ihm seine Worte in den Mund gelegt. Er hat ihm das Wort gegeben, gibt es dem Jeremia und gibt es weiter. Er gibt uns seine Gaben und vertraut sie uns an.
Auch dir hat er gewisse Gaben gegeben und dich zu etwas Besonderem berufen. Überlege einmal, was deine Gabe sein könnte. Vielleicht hast du das schon entdeckt und merkst, dass es dir leichtfällt, mit Menschen umzugehen, sie einzuladen oder Kontakte zu knüpfen.
Vielleicht hast du die Gabe der Gastfreundschaft, so wie meine Frau. Ich bewundere sie dafür, wie sie Kontakte mit Menschen knüpft. Sie sucht die Alten auf und hat vor etlichen Jahren Kontakt zu einer algerischen Familie bekommen. Schon nach wenigen Monaten ist zwischen dieser jungen algerischen Frau und ihr eine Freundschaft entstanden.
Diese algerische Mutter erwartet ihr zweites Kind und bittet meine Frau, bei der Geburt dabei zu sein. Meine Frau darf sogar die Nabelschnur durchschneiden.
Vielleicht hast du die Gabe, mit Kindern umzugehen und hast Freude daran. Oder du merkst, es fällt dir leicht, von Jesus zu reden. Dann hast du vielleicht die Gabe eines Evangelisten, eines Verkündigers.
Andere können gut mit Technik umgehen. So wie Pascal, der hier hinter der Kamera steht. Ich bewundere, was er alles kann, und Gott gebraucht das.
Gott hat dir Gaben gegeben. Manchmal ist es auch gut, wenn andere von außen uns das zusprechen und sagen: „Ich sehe in dir diese Gabe, gebrauche sie.“

Persönliche Erfahrungen mit Berufung und Wachstum im Glauben

Ich habe es eingangs schon erwähnt: Es fiel mir als junger Mensch oft schwer, vor anderen zu reden. Während meiner Berufsausbildung habe ich jedoch ein besonderes Berufungserlebnis erfahren. Gott berief mich zu einem Kurzeinsatz. Damals dachte ich auch, dass ich dafür nicht geeignet sei.
Auf einer Konferenz bin ich in einen Raum der Stille gegangen und habe die Bibel aufgeschlagen. Dort stieß ich auf einen Text aus dem zweiten Buch Mose, Kapitel 4, in dem Gott zu Mose spricht: „Ich will mit deinem Munde sein, und ich will dich lehren, was du sagen sollst.“ Einige Jahre später machte ich einen Jüngerschaftskurs. Einer der Verantwortlichen sagte zu mir: „Detlef, ich habe den Eindruck, dass du die Gabe der Predigt, der Seelsorge und der Leitung hast.“
Ich war ein wenig irritiert, weil ich das zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht sehen konnte. Ich war damals noch recht jung. Im Laufe der Jahre habe ich jedoch gemerkt, dass Gott diese Gaben bei mir zur Entfaltung bringt und weiter entfalten möchte. Wir haben viele Möglichkeiten, das einzuüben. Ein solcher Bereich ist zum Beispiel die Schule.
Auch wenn du versagst, möchte ich dir Mut machen: Gott kann dich weiterhin gebrauchen. Ich erinnere mich noch daran, dass ich in einer christlichen Familie aufgewachsen bin. Wir hatten eine Schulklassenfahrt, die mehrere Tage dauerte. Mein Sitznachbar fragte mich: „Detlef, hast du auch ein Buch eingepackt?“ Ich antwortete: „Nein.“ Dabei hatte ich tatsächlich ein Buch eingepackt – die Bibel.
Ich hatte aber nicht den Mut, mich dazu zu bekennen. Das hat mich viele Jahre belastet und schmerzte mich. Doch ich habe Befreiung erlebt. Ich ging einmal in die Seelsorge und vertraute einem Menschen an, was mich damals belastete: dass ich nicht die Wahrheit gesagt hatte. Das war eine echte Befreiung. Die andere Person sprach mir Vergebung für meine Schuld und meine Sünden zu.
Ich bekannte auch noch anderes. Nach diesem Erlebnis veränderte Gott mich wirklich. In der neunten Klasse, um ein Uhr nachts, vertraute ich bewusst mein Leben Jesus an. Gott wirkte an mir. In meiner Schule klebte ich an meinem Schließfach, in dem ich meine Bücher aufbewahrte, immer wieder einen Aufkleber mit der Aufschrift: „Wer Jesus nicht kennt, hat sein Leben verpennt.“
Dieser Aufkleber wurde ab und zu abgerissen, doch ich klebte immer wieder einen neuen darauf. Später gab es bei uns einen Schülerbibelkreis. Dort lernte ich, dabei zu sein. Anfangs ging ich nur zum Bibellesen und Beten hin. Doch ich merkte auch, dass andere das wahrnahmen.
Vielleicht gibt es bei dir an der Schule auch einen Bibel- oder Gebetskreis. Ich möchte dich ermutigen, einfach daran teilzunehmen. Später habe ich diesen Kreis dann selbst geleitet.

Glaubensleben im Alltag und Gemeinschaft mit Christen

Ich habe eine Ausbildung als Vermessungstechniker gemacht. Eigentlich dachte jeder, mein Bruder würde einmal Theologe werden. Man erwartete, dass er vielleicht Pastor wird oder Theologie studiert. Doch mein Bruder fühlte sich von Gott nicht dazu berufen. Er sagte, er bleibe in unserem kleinen Ort und gehe nicht zum Studium weg, weil Gott ihn dazu berufen hat, hier vor Ort in der Jugendarbeit zu dienen.
Deshalb hat er eine Berufsausbildung vor Ort gemacht und ist im Ort geblieben. So lange, bis der Herr ihn beim Autounfall zu sich gerufen hat. Er hat sein ganzes Herz der Jugendarbeit vor Ort und darüber hinaus hingegeben.
Während ich meine Ausbildung machte, merkte ich, dass ich wieder Christen brauche. Nach einiger Zeit in meinem Ausbildungsbetrieb, der Stadt Hannover, entdeckte ich in meiner Abteilung zwei weitere Christen. Einer von ihnen war sogar Abteilungsleiter. Ich sprach sie an, und obwohl sie zunächst etwas überrascht waren, trafen wir uns schließlich regelmäßig im Büro des Abteilungsleiters. Dort beteten wir für unseren Betrieb und für die Stadt Hannover, wo wir arbeiteten.
Vor wenigen Tagen war ich echt überrascht und beeindruckt: Eine große Automobilfirma mit Sitz im süddeutschen Raum – ich möchte den Namen nicht nennen – veranstaltete ein überregionales Gebetstreffen. Ich finde das großartig. Dort gibt es Beter und Beterinnen aus verschiedenen Automobilfirmen. Sie sind sogar untereinander vernetzt, auch bei den Konkurrenten, und treffen sich zum Gebet.
Vielleicht findest du in deinem Betrieb auch so einen Gebetskreis oder gründest selbst einen. Oder du bist im Studium – ich habe anschließend auch noch studiert. Für mich war das eine große Stütze, denn da prasseln viele Fragen auf einen ein. Manchmal werden auch Zweifel gesät und wollen genährt werden. Es ist gut, sich mit anderen Kommilitoninnen und Kommilitonen auszutauschen.
Vielleicht sind es die SMD, Campus für Christus oder die Navigatoren, die an deiner Uni aktiv sind. Ich möchte dich ermutigen, dich mit ihnen zu vernetzen und diese Kreise aufzusuchen. Gott möchte dich auch dort gebrauchen, damit du ihn bekannt machst.

Abschließende Ermutigung zur Überwindung von Ausreden

Wenn du immer noch Ausreden hast, lies noch einmal Jeremia. Oder lass Gott erst einmal in deinem Leben zu Wort kommen, damit er dir ganz klar sagen kann, was er von dir möchte.
Bete auch darum. Gott ist ein Gott, der redet. Bete, dass du ihm all deine Fragen vorlegen kannst, die du vielleicht noch hast. Er hat eine Antwort. Deine Ausreden wird er nicht gelten lassen, sondern überwinden – das haben wir gesehen.
Aber er möchte eins: Er möchte, dass du mutig auf die Menschen zugehst. Er hat gesagt, dass er bei uns sein wird bis an das Ende der Welt. Das ist einerseits zeitlich zu verstehen, aber vor allem auch geografisch. Dort, wohin er dich sendet, möchte er dich als seinen Boten gebrauchen.
Die Frage ist, ob du dich gebrauchen lässt. Ob du immer noch deine Ausreden vorbringst oder ob du sagst, so wie Maria: „Mir geschehe, mach du das, was du mit mir vorhast.“ Amen.