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24/7 mit Gott leben

Wie und warum ich mit Gott „connected“ bleibe
Psalm 16,807.01.2024
EventTeil 18 / 24Jugendkonferenz für Weltmission 2024
Warum rutscht dein Leben so leicht weg? Wer Gott nicht vor Augen hat, verliert Halt, Freude und Richtung. Der Schlüssel: Nähe zu Jesus – 24/7.

Einleitung und Leitwort

Das Leitwort für diesen Tag steht im Matthäusevangelium 28,18-20: „Ich bin bei euch alle Tage.“ Das wurde zusammengefasst in 24/7. Und da durfte ich mir einen Untertitel aussuchen. Der ist: „Wie und warum ich mit Gott 24 Stunden an sieben Tagen zusammenbleiben möchte, wie und warum ich mit Gott connected bleiben möchte.“
Und ich drehe das Thema um. Ich will erst wissen, warum ich mit Gott connected bleiben möchte, und dann nachher, wie das gehen kann. Erst einmal gibt es fünf Punkte, warum es schön ist, mit Gott zusammen zu sein. Und dann gibt es fünf Punkte, wie man das denn machen kann. Das ist mir da wichtig geworden.
Der Predigttext ist aus Psalm 16. Wer die Bibel dabei hat, kann gerne mit aufschlagen. Wir werden da immer wieder darauf zurückkommen. Psalm 16, ein güldenes Kleinod von David.
 Psalm 16, Vers 1: Bewahre mich, Gott, denn ich traue auf dich.
Ich habe gesagt zu dem Herrn: Du bist ja der Herr, und ich weiß von keinem anderen Gut außer dir.
Vers 3: An den Heiligen, die auf Erden sind, an den Herrlichen, habe ich all meinen Gefallen. Aber an jenen, die einem anderen nachlaufen, werden viel Herzeleid haben. Ich will das Blut ihrer Trankopfer nicht opfern noch ihren Namen in meinen Mund führen.
16,5: Der Herr ist mein Gut oder mein Feld oder mein Bereich und mein Teil. Du erhältst mir mein Erbteil. Das Los ist mir gefallen auf liebliches Land, und mir ist ein schönes Erbteil geworden.
Ich lobe den Herrn, der mich beraten hat. Auch mahnt mich mein Herz des Nachts.
Und jetzt kommt dieser Schlüsselvers, warum ich diesen Psalm herausgesucht habe, Vers 8: Ich habe den Herrn allezeit vor Augen. Ist er mir zur Rechten, so werde ich festbleiben.
Ich habe den Herrn alle Zeit, 24/7, vor Augen. Das ist die spannende Frage heute: Ist Gott in deinem Leben 24 Stunden, sieben Tage lang vor Augen? Ich habe den Herrn alle Zeit vor Augen. Steht er mir zur Rechten, so werde ich festbleiben. Oder eigentlich besser: so werde ich nicht wanken, so werde ich nicht fallen.
Vers 9: Darum freut sich mein Herz, und meine Seele ist fröhlich, und mein Leib wird sicher liegen. Denn du wirst mich nicht dem Tode überlassen und nicht zugeben, dass dein Heiliger die Grube sehe oder verwese oder verfalle.
Und dann noch einmal dieser Triumphvers in Vers 11: Du tust mir kund den Weg zum Leben. Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne und Herrlichkeit und Zärtlichkeit und Liebe zu deiner Rechten ewiglich.
Das ist ein bisschen altsprachlich noch drin, und ein paar alte Begriffe sind auch dabei. Das müssen wir ein bisschen auseinandernehmen. Ich habe mich jetzt mal auf fünf Dinge eingeschossen, die ich da herausheben kann. Man kann natürlich viel, viel, viel mehr Gründe finden, warum es schön ist, mit Jesus zusammen zu sein, mit Gott zusammen zu sein. Aber ich nehme mal fünf Dinge.
Das Erste ist: eine innige Beziehung zu Gott zu haben. Eine innige, eine herzliche, eine tiefe Verbundenheit mit Gott zu haben.
Billie Eilish singt: „What was I made for?“ Ich glaube, im Zusammenhang mit Barbie. Ich habe den Film nicht gesehen. Aber da fragt sie, warum bin ich eigentlich da? What was I made for? Wofür bin ich gemacht? Die Kernfrage meines Lebens: Wofür bin ich eigentlich da? Was gibt meinem Leben Sinn, Bedeutung?
Und hier sagt David: eine innige Beziehung zu Gott zu haben.

Geborgenheit, Zuwendung und die Frage nach der eigenen Zugehörigkeit

Und David sagt hier drei Dinge.
Das Erste ist: Gott bewahrt mich. 16,1: Bewahre mich, Gott. Kümmere dich um mich, umsorge mich, beschütze mich, bewahre mich.
Und es ist ein Gott, der mich berät. 16,7: Ich lobe den Herrn, der mich beraten hat.
Hast du so eine innige Beziehung, dass du erlebst, dass Gott dich beschützt, dass Gott dich berät und dass Gott dich begehrt?
Dritter Unterpunkt: Er beachtet mich, er begehrt mich, er wirbt um mich. Und da greife ich mal zurück auf die Jahreslosung von 2023: Du bist ein Gott, der mich sieht. Du bist ein Gott, der mich sieht.
Und in Johannes 3,16 kennen wir diesen Vers: So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, sandte, hinterherschickte, auf dass alle, die an ihn glaubten, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.
Und was ich hier so schön finde bei diesem ersten Gedanken ist, dass David das erlebt: Ich bin mit Gott in Verbindung, und Gott berät mich, Gott bewacht mich und Gott begehrt mich. Gott ist mir nah, er steht mir vor Augen, und ich habe eine Beziehung mit diesem Gott. Ich habe eine Beziehung, ich habe eine Zugehörigkeit.
Und ich glaube, das, was wir in dieser Welt ja brauchen, ist irgendwo, dass wir wissen: Zu wem gehören wir? Wie dramatisch wäre es, wenn sich keiner um uns kümmert, wenn uns keiner in der Not berät, keiner uns besucht, keiner uns beachtet, keiner uns bewahrt, keiner uns begehrt, keiner hinter uns her ruft, fragt, schreibt.
Aber David erlebt das: Da ist ein Gott, der mich liebt, der sich nach mir sehnt, der sich nach mir umdreht, der mir hinterhergeht.
Und weil ein Gott ein Gott ist, der mich sieht, drehe ich den Spieß um. Deshalb möchte ich ihn auch sehen. Und deshalb wünsche ich mir in Vers 8, Gott alle Zeit vor Augen zu haben.
Wir können natürlich auch singen: All eyes on us, all eyes on us. Aber es ist doch schöner zu singen: All eyes on him, all eyes on him.
Wir haben gerade Weihnachten gehabt, und da lerne ich so ein paar Weihnachtslieder. Ich stehe an deiner Krippe hier zum Beispiel. Und da heißt es in Vers 2:
Da ich noch nicht geboren war, da bist du mir geboren und hast dich mir zu eigen gar, ehe ich dich kannte, erkoren; ehe ich durch deine Hand gemacht, da hast du schon bei dir bedacht, wie du mein wolltest werden.
Bevor ich überhaupt existierte, lebte, hat Gott sich schon Gedanken gemacht: Wie kann ich den Stephan erwischen? Wie kann ich dich erwischen?
Und das sage ich euch ganz tröstlich: Vielleicht bist du gerade in der Phase, wo sich alle abwenden und wo das mit den Eltern eher Stress ist als eine Ermutigung und du vielleicht allein im Studentenheim bist oder du in der Arbeit gemobbt wirst oder deine Freundin oder dein Freund dich verlassen hat und die Kirchengemeinde dich auch nicht angerufen hat, als sie auf Ausflug gefahren ist.
Einer wird dich nie übersehen, und das ist Jesus.
Da ich noch nicht geboren war, da bist du mir geboren und hast mich dir zu eigen gar, ehe ich dich kannte, erkoren.
Gott sehnt sich nach dir. Gott schickt seinen Sohn hinter dir her. Du bist ihm wichtig, du bist begehrenswert.
Und dann antworten wir in diesem Adventslied in der Strophe 4:
Jetzt sehe ich dich, ich sehe dich mit Freuden an und kann mich nicht satt sehen. Und weil ich nun nichts weiter kann, bleibe ich anbetend stehen. O dass mein Sinn ein Abgrund wäre und meine Seel ein weites Meer, dass ich dich könnte fassen.
Lebst du in dieser Verbindung mit Jesus, dass sie so innig ist, dass du dich zugehörig weißt und weißt: Das ist mein Gott, und ich bin sein. Er liebt mich, und ich lieb ihn. Und er schaut auf mich, und ich schaue auf ihn. Und er beachtet mich, und ich beachte ihn.
Ich hoffe, dass das dein Leben ist.
David erlebt das so. Jesus ist mein Ein und Alles, ihm gehöre ich. Ich weiß mich zugehörig, ich weiß, zu wem ich gehöre. Und wenn sich alle anderen abwenden, ich weiß, zu wem ich gehöre, und das ist Jesus. Und ich hoffe, du weißt es auch.
In 16,2 heißt es: Ich habe gesagt zu dem Herrn: Du bist ja der Herr, ich weiß von keinem anderen Gut außer dir.
Und ich hoffe, du erlebst, dass das vielleicht auch in der heilvollen Familie, in der gesegneten Gemeinde, in der du bist, in der erfüllenden Arbeit oder in dem Studium, in den Kommilitonen, du trotzdem merkst: Das Größte ist Gott, und er verlässt mich nicht. Es ist das größte Gut, und zu ihm gehöre ich.

Liebe, Identität und der tiefe Sinn des Lebens

Der zweite grosse Punkt ist eine herrliche Liebe. Es ist nicht nur eine Beziehung, sondern eine ganz, ganz tiefe Liebe. In Vers 11 heisst es: Und Wonne zu deiner Rechten ewiglich. Können wir gar nicht mehr so übersetzen, was sagen wir, gar nicht so. Wonne ist ja nicht mehr so ein alltäglicher Begriff. Ich nenne es mal Liebe ohne Reue, Zuneigung, Zärtlichkeit, Zuwendung.
Und David sagt: Bei dir ist die Wonne. Ich fühle mich so geborgen, es ist Liebe ohne Reue. Ohne Verletzung, ohne Sünde, ohne Schuld, ohne Scham. Wie oft sehne ich mich nach Liebe, strecke mich aus, ergreife sie, forciere sie, trickse sie, nutze sie aus und bleibe verletzt und voller Scham zurück. Bei Gott ist es anders. Er liebt mich, so wie ich bin, und bei ihm finde ich Wonne, bei ihm finde ich Zärtlichkeit, Angenommenheit, Liebe. Ohne Reue!
Und es ist eine Liebe, eine Wonne, die ewig ist, eine Liebe ohne Ende. Gott liebt dich grenzenlos, seine Liebe hört nie auf. Und das ist auch wichtig zu wissen. Vielleicht sitzt du hier und sagst: Ich weiss auch nicht, wie ich hier gelandet bin. Ich bin, glaube ich, der letzte Kandidat, irgendjemandem irgendwas zu sagen. Wenn ihr wüsstet, was ich gerade gemacht habe, wenn ihr wüsstet, was ich gerade gesehen, gesagt, getan oder erlebt habe. Und ich hatte hier leider zugesagt, aber ich schäme mich eigentlich in Grund und Boden, und das wäre der letzte Ort, wo ich eigentlich sein möchte.
Gott liebt dich trotzdem. Komm zu ihm, bring das in Ordnung, bring das unter die Vergebung, und dann atme auf in der Wonne, in der Liebe, in der Zärtlichkeit Jesu, und er hebt dich wieder auf.
Hermann, vielen Dank für dein Wort und deine Ehrlichkeit an dem Punkt. Und die ganze Schrift ruft uns zu: Es gibt nichts, was du machen kannst, was dich davon abhalten würde, dass Gott dich liebt. Gott wird dich weiter lieben. Es ist eine ewige Liebe, eine ewige Wonne, eine unermessliche Liebe und eine Liebe, die mein Leben hält und bestimmt, die mich kennzeichnet, die den Grund und den Wert meines Lebens ausmacht.
What am I there for? Wofür wurde ich geschaffen? Was kennzeichnet mich? Und in Epheser 1 heisst es: In der Liebe hat Gott mich vorherbestimmt. In der Liebe hat Gott mich vorherbestimmt. Was? Wozu? Missionar zu sein, Direktor zu sein, Ingenieur zu sein, Krankenpfleger zu sein, Lehrerin zu sein, Manager zu sein, Politikerin, was auch immer? Nein, in der Liebe hat Gott uns vorherbestimmt, seine Kinder zu sein. Das ist deine Bestimmung, das ist deine Identität.
Wir sind auch so fromm manchmal immer so, dass wir immer sagen, wir müssen irgendwas Grosses machen, zu etwas Grossem hat mich Gott bestimmt. Aber da ist immer noch diese Wurzel des Egos drin, dann werde ich halt berühmt im Frommen. Darum geht es nicht. Kind Gottes sein, Punkt. Das ist deine Identität. Und das ist cool, das ist wichtig. Auch in dieser Zeit. Es geht nicht um Mann sein oder Frau sein, sondern ich bin Kind Gottes. Es geht nicht um verheiratet sein oder Single sein, das ist nicht meine Identität, sondern ich bin Kind Gottes. Es geht nicht darum, ob Familie da ist oder ob wir kinderlos sind. Sondern ich muss lernen, meine Identität allein in Gott zu haben. Du bist allein mein Gut, es reicht, es ist die Wonne meines Lebens.
Ah, und ich schaue herum und ich könnte und ich würde und ich wünschte, und nein, ich schaue auf dich. Ich habe Gott allzeit vor Augen. Ich muss mich jeden Tag neu auf Jesus konzentrieren, sonst rutsche ich ab, sonst drifte ich ab, sonst schaue ich weg und stolpere über meine Beine. Ich verliere meine Identität. Ich bin Kind Gottes, erst mal Punkt.
Es geht nicht um arm sein oder reich sein, Arbeit zu haben oder arbeitslos zu sein, Karriere zu machen oder nicht. Meine Identität ist: Ich bin Kind Gottes. Haben wir das gelernt? Hast du Zugehörigkeit und weisst: Ich bin umworben, ich bin zugehörig, ich gehöre zu jemandem, ich gehöre zu Gott. Ich habe eine Familie, eine himmlische Familie, und ich habe eine Identität. Ich habe gelernt, mir daran zu genügen. Ich bin Kind Gottes. Klammer auf: Das ist übrigens das Schönste überhaupt.
Wisst ihr, alles andere kann sich verändern. Kinder kannst du kriegen, aber irgendwann ziehen sie aus dem Haus. Eltern kannst du haben, aber irgendwann musst du auf Wiedersehen sagen. Einen Job kannst du haben oder verlieren, spätestens bei der Rente. Gesundheit kannst du haben oder verlieren, Geld kannst du haben oder verlieren. Das Einzige, was du nicht verlieren kannst, ist dein Status, ist deine Identität in Christus. Du bist Kind, du bist sein Kind. Und deshalb lasst uns lernen, auf Jesus zu schauen und uns daran zu genügen, dass wir Kinder Gottes sind.
Und dann kommt der dritte Punkt: ein tiefer Sinn, ein tiefer Sinn. Es gibt auch noch einen Sinn. Es gibt eine Identität, das müssen wir trennen. Wer bin ich? Aber es gibt dann ja auch: Was macht man jetzt? Stehen wir da und sagen: Kind Gottes, gut, drehen, Schnulli, und warten auf die Ewigkeit? Was machen wir jetzt? Nein, jetzt gibt es einen Auftrag. Da hat der Herr noch was mit uns vor. Und es ist anders als bei Ren, der in seinen Dreiteiler Money Game über das Geld redet. Und, kleiner Filmclip, müsst ihr nicht gucken, aber es endet bei ihm immer tödlich, er verbrennt oder am Ende erschiesst er sich. Also, da hat er eine Wahrheit draus gefunden: Geld ist nicht der Sinn.
Na ja, das sagen wir Frommen ja. Ihr seid ja auf einer Jugendmissionskonferenz, natürlich ja, Geld, pff. Auch da nochmal vielen Dank für die Ehrlichkeit. Geld ist wichtig, schenkt uns manchmal eine schlaflose Nacht. Und Geld prägt uns. Und viele sitzen hier, die sagen: Ich würde ja in die Mission gehen, aber ich gehe aus einem Grund nicht, und das ist Geld. Was verdiene ich denn da? Ich muss mein Geld mitbringen. Ja, bauen Sie mal einen Spenderkreis auf, und raus bin ich.
Ist es Geld? Ich hoffe nicht, dass du daran hängst. Rutger Bregman schreibt in seinem Buch Utopien für Realisten, hochinteressantes Buch, zumindest die Einleitung auf Seite 18, schreibt er: Wir leben in einem Land des Überflusses, nur eins fehlt uns: der Grund, morgens aufzustehen.
Wir sind da im Leben. Ich spreche nicht von Studenten, die haben Zeitverzögerung. Aber dann ist halt Mittag das neue Morgen. Okay, aber im Ernst: Warum stehst du auf? Warum stehst du auf? Na ja, weil der Wecker klingelt, weil die Mama mich rausschmeisst, weil der Papa gesagt hat, ich soll endlich zur Lehre und soll die nach sieben Jahren mal abschliessen. Was auch immer. Ich weiss nicht, was dich raustreibt. Was ist der Grund deines Lebens? Was machen wir jetzt?
Und da ist etwas sehr Schönes hier in diesem Psalm, in 16,5: Der Herr ist mein Gut und mein Teil, und du erhältst mein Erbteil. Das Los ist mir gefallen auf liebliches Land, mir ist ein schönes Erbteil geworden. Ich habe ein liebliches Land, da ist ein Land vor mir. Gott bereitet mir ein Land zum Bebauen, zum Bewahren, zum Beleben.
Und das ist jetzt übertragen: Was ist dein Land, in dem du bewahren, bebauen, beleben kannst, wo du dich einbringen kannst? Und das ist das Schöne: Wir haben ein weltweites Land, einen weltweiten Einsatzort. Meine Güte, Stuttgart, Kenia, Sri Lanka, Hammer, war Sri Lanka? Nee, Peru? Nee, du warst doch in Kenia. Und jetzt geht es wohin? Das andere ist Sierra Leone. Okay, wähl dir was, Hauptsache Mailand und Madrid, Hauptsache Italien.
Also, wir haben eine weltweite Familie, ist das nicht schön? Weltweit, oder? Ich habe tatsächlich Freunde in Peru, ich könnte da hinfahren, also hinter den anderen irgendwo im Dschungel, also nicht vorne, sondern hinten drin irgendwo, aber da habe ich einen. Eine Familie kenne ich, mit euch würde ich jetzt zwei kennen. Freunde in Indien, in Mikronesien, da musst du erst mal auf so einer Insel landen können, aber da habe ich auch jemanden. Das ist ja nicht schlecht.
Und weisst du, dass du hast, ich hoffe als Christ, und jetzt wird es cool, dass du eine Perspektive kriegst über deine vier Quadratmeter und deinen Gamerstuhl, sondern in die Realität hinaus, dass du etwas spürst von der Weite Gottes, von dem lieblichen Land, was Gott dir bereitet, dass es weitergeht. Und ich hoffe, dass du das erlebst.
Und das Coole ist, wir haben nicht nur eine weltweite Firma. Gibt es ja in Stuttgart einige, die sind auch weltweit vertreten, mit denen kommt man auch ganz schön herum. Aber wir haben eine weltweite Familie. Das ist cool. Nicht eine weltweite Firma, sondern eine weltweite Familie. Wir können da hin und haben Geschwister im Glauben. Ist das nicht schön?
Habt ihr das mal erlebt, wenn man wirklich in einen anderen Kulturkreis geht, mit dem man sonst keine Ahnung hat, was die essen, wie die ticken und wann man bei denen lacht in der Kultur? Das ist delikat. Vor allem für uns Deutsche, wann man lachen darf, das ist so. Aber wenn du merkst, da ist derselbe Geist, habt ihr das mal erlebt, wo du dich in die Augen schaust und sagst: Es klickt, es klickt im Herz, es klickt im Geist, da ist dasselbe, es ist dieselbe. Wir sind Geschwister im Herrn, und das Herz geht auf. Und wir können Weihnachten feiern, tatsächlich auch ohne Gummibaum und Schnee, sondern wirklich, wo auch immer es ist, weil das Herz gleich ist.
Und ich hoffe, dass du das hast, diesen Sinn, diese Weite, das liebliche Land in deinem Leben und die weltgeschichtliche Aufgabe. Nicht nur eine Weite im Leben, sondern eine weltgeschichtliche Aufgabe, dass du hineingenommen wirst in den zweitausendjährigen Missionsbefehl von Jesus, den wir haben als Schlüssel, 1. Matthäus 28,18-20: Geht hinaus, geht hinaus, lehret, taufet.
Und ich wünsche dir, dass du in deinem ganzen Leben diese tiefe Berufung Gottes in deinem Leben spürst. Und damit meine ich jetzt nicht, vollamtlicher Missionar zu werden, das haben wir ja eben auch gehört, das kann man auch in seinem Beruf machen, da muss man gar nicht viel ändern. Ich hätte beinahe gesagt, du musst noch nicht Prediger werden, aber da muss ich inzwischen eine Lanze brechen: Wir haben bald einen Mangel an Predigern und Pastoren, auch hier in Deutschland. Und langsam beginnt die Mission auch hier direkt vor der Haustür. Und da mache ich dir Mut: Wenn du irgendwo im Gebet das spürst, dass Gott dich beruft, vielleicht ist es auch wirklich dran. Wir werden einen Mangel am Wort Gottes haben.
Aber trotzdem: Egal in welchem Beruf du steckst, dass du betest: Herr, wie kann ich Zeuge sein hier im Krankenhaus, hier in dieser Schule, in dieser Schule? Herr, kennst du meine Klasse? Herr sagt: Oh no, deshalb bist du ja da. Das finde ich nicht fair, sagst du, und der Herr sagt: Doch, genau dafür bist du ausgebildet, in deiner Werkbank, in deinem Beamtenjob. Im Flur hinten links, Zimmer 207 B 2, wo keiner hinkommt, nur noch der eine Kollege, der immer sein Zimmer mit dem Kopierraum verwechselt. Rede dort von Jesus, ist doch herrlich, da kommt nie ein Pastor hin.
Rede, hab eine weltweite Vision, dass du am Ende deines Lebens nicht vor den Trümmern deines Lebens stehst und sagst: Was habe ich gemacht? Vor der Asche in der Hand und sagst: Wofür? Da haben alle gelacht. Wenn man zehnmal im Stadion, fünfmal auf den Seychellen und man stundenlang YouTube klickt und Reels und was es heute alles gibt und Blogs guckt, sondern dass du am Ende des Lebens nicht vor den Trümmern stehst, sondern sagst: Danke, Herr, danke, Herr, dass ich investiert habe in das weite Land, in das liebliche Land, was du mir bereitet hast. Und das schenkt deinem Leben Bedeutung.
Ich hoffe, ich hoffe, ich hoffe, dass das Platz und Raum hat. Und wenn du weisst, zu wem du gehörst und Zugehörigkeit hast, und wenn du weisst, dass du geliebt bist und eine neue Identität als Kind Gottes hast, und wenn du weisst, wozu du bestimmt bist, welche Bedeutung und Auftrag du bekommen hast, ja, dann wird dein Leben voller Freude.

Freude, Fülle und das Leben in der Gegenwart Gottes

Das ist Punkt vier: ewige Freude. Das muss man sich mal anschauen. Mir ist das auch erst bei der Vorbereitung aufgekommen: Es steht hier dreimal.
Vers 9: Darum freut sich mein Herz, und meine Seele ist fröhlich. Bist du als Christ an dem Punkt, wo du sagen kannst: Ich freue mich, ich bin fröhlich? Das ist der Hammer. Ich hoffe, dass du fröhlich durchs Leben gehst. Wir sind manchmal so knitterige Christen, oder? Da muss man sich einfach freuen.
Und dann Vers 11: Du tust mir kund den Weg zum Leben; vor dir ist Freude die Fülle. Ein Prediger hat in seinem Kommentar dazu gesagt: Gibt es etwas Volleres als Fülle? Nein, du kannst es nicht mehr füllen als Fülle, oder? Fülle ist schon ganz schön voll, oder? Ist dein Leben voller Fülle? Ist sie da drin? Bist du voller Freude? Bist du fröhlich? Strahlst du das aus?
Und das brauchen wir auch in dieser Welt. Nicht Fun and Action. Nicht Hedonismus und Narzissmus. Hauptsache ich, und ich bin ja erst am Buffet, und alle meine Posts sind Essen, Saufen, Trinken, Strand. Naja, aber auch nicht Anxiety. Und wir im Westen haben es so reich, und die größte Geißel ist im selben Moment Angst, Angst und Furcht und Verzagtheit. Oder übertriebenes Self-Care.
Oder kommen wir dazu, dass wir von innen heraus die Freude Christi haben? Und damit meine ich nicht nur oberflächliche Freude. Das heißt auch nicht, Leiden zu negieren. Aber zu lernen, in den Dramen unseres Lebens Lebensfreude wiederzugewinnen, weil Christus mir vor Augen steht.
In dir ist Freude, in allem Leide, o du süßer Jesu Christ. Durch dich wir haben himmlische Gaben, du der wahre Heiland bist.
Haben wir das gelernt? Die Alten haben es gesungen. Und wir sagen: Jesus, wenn du mich lieb hast, darf ich kein Leid haben. Das wird eng, oder? Oder: Wenn ich Leid habe, dann habe ich keine Freude, und Jesus hat mich nicht lieb. Und die Alten konnten das verbinden. Und ich hoffe, dass du das lernst.
Ihr seid noch jung, ihr habt noch guten Grund zur Freude. Vielleicht kommt es aber erst ein bisschen später. Aber ich komme auch gerade durch große Schwierigkeiten raus: Kollegen sind gestorben, ein Gemeindemitglied hat Krebs bekommen, bei uns im Dorf hat ein junges Mädchen mit 14 Krebs, zwei meiner Onkels sind gestorben. In den ersten vier Monaten war ich auf sechs Beerdigungen. Und man fragt sich: Kann ich da überhaupt noch Freude haben?
Und dann spricht mir Gott das zu: Vor dir ist Freude die Fülle. Vor dir finde ich die Freude wieder. In der Gegenwart Jesu finde ich die Freude wieder. Ich kann sie nicht produzieren, ich kann sie nicht machen. Und ich kann auch nicht dagegen kämpfen, dass ich immer wieder mit Trauer überwältigt werde und die Tränen kommen. Und dann werden sie kommen, und sie dürfen kommen. Wir dürfen ehrlich trauern und leiden, und die Schmerzen sind real. Aber dass wir lernen, in den Tränen wieder nach vorne zu schauen und in Funken Freude wieder zu gewinnen.
Warum hat er Freude? Schau mal Vers 9: weil er in Vers 8 sagt: Wenn ich auf dich schaue, werde ich feststehen. Es ist Sicherheit. Ich habe die Freude, weil ich die Sicherheit habe im Hier und Jetzt, dass Jesus mir zur Seite steht. Und Vers 10: Denn in Vers 9 sagt er: Ich freue mich, Vers 8, weil ich sicher stehe, und Vers 10, weil du mich nicht dem Tod überlassen wirst, weil ich Ewigkeitshoffnung habe. Und das ist der Grund unserer Freude.
Haben wir das gelernt, die Ewigkeit einzupreisen, sie in unser Leben hineinzunehmen, sie im Gedächtnis zu haben? Herr, lehre mich bedenken, dass ich sterben muss, auf dass ich klug werde. Nicht damit ich depressiv werde, sondern damit ich sage: Wow, ich kann heute noch aufstehen. Ich kann meine Knochen noch bewegen. Ich kann entscheiden, ob ich Tee oder Kaffee trinke. Ist das nicht schön? Da geht es mir wohl noch gut. Und dann geht es raus, und dann sind wir für Jesus da. Und das wünsche ich dir.
Hast du die Freude in der Zeit, im Hier und Jetzt, aufgrund der Sicherheit? Hast du die Freude aufgrund der Ewigkeit? Ich habe mir überlegt: Warum hat man eigentlich Freude auf die Ewigkeit? So ein bisschen wattewolkig, gell? Brauchen wir eigentlich nicht. Der Sandstrand oder der Schneeberg, den wir haben, ist doch viel realer, oder? Das stimmt. Aber ein Grund ist, glaube ich, wenn man leidet, oder? Wer leidet, freut sich auf die Ewigkeit. Wer dem Tod ins Auge schaut, der sagt: Es muss hier weitergehen. Und das ist ein Grund der Freude.
Aber es ist nicht nur das Leid an sich, sondern es ist die Liebe, die mir diese Ewigkeitsfreude schenkt. Denn nur wer liebt, will ewig leben. Seht ihr, warum soll ich mich auf den Himmel freuen? Wegen der Wattewolke? Oder der Harfe? Echt jetzt? Aber ich freue mich auf Jesus. Und der Mangel an der Freude auf die Ewigkeit liegt manchmal am Mangel an der Freude an Jesus. Oder?
Worauf freuen wir uns, wenn wir Menschen sehen, oder? Wenn du verliebt bist, freust du dich, den Menschen wiederzusehen. An Weihnachten: I’m coming home for Christmas. Warum? Wenn wir zur Mama wollen, ja, die besten Kekse und das beste Essen und sowieso. Ich will zur Person. Hast du die Ewigkeitsfreude, weil du Jesus vor Augen hast und sagst: Dort werde ich dich sehen? Und dann fällt natürlich auch das Leiden ab, und die Freude kehrt unermesslich zurück. Es ist eine unermessliche Freude, eine Freude im Überfluss.
Noch ein dritter Gedanke dazu: Vor dir ist Freude die Fülle, die Fülle. Das heißt, er ist die Freudenquelle in meinem Leben. Es sind nicht die Umstände, sondern Jesus. Und wenn ich Zugehörigkeit habe, Identität habe, Bedeutung in meinem Leben habe und Freude habe, dann habe ich eigentlich fünftens ein erfülltes Leben.
Da heißt es in 16, Vers 11: Du tust mir kund den Weg zum Leben. Wenn ich auf Jesus schaue, entdecke ich das Leben. Leben mit Bedeutung, Leben mit Sinn, Leben mit Wert. Und in Johannes 14, Vers 6 sagt Jesus: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Jesus die Wegweisung im Hier und Jetzt, er hilft mir im Alltag. Jesus die Wegbegleitung in die Ewigkeit. Jesus sagt: Ich bin der Weg, niemand kommt zum Vater, es sei denn durch mich. Er begleitet mich in die Ewigkeit und ist der Weggefährte in der Zeit.
Und wir sagen das hier im Deutschen, oder wenn wir befreundet sind: Willst du mit mir gehen? Ich weiß, früher hat man das gesagt, 1900, Postkutsche, ich weiß nicht, was man heute sagt: swipe links oder irgend so was, ich weiß nicht, rechts, kenn mich nicht aus, ich block mal, du bist’s oder was. Damals war das so ein bisschen: Wollen wir befreundet sein? Willst du mit mir gehen? Und Jesus möchte mit dir gehen, weil er dich lieb hat. Und er will dich nie verlassen. Und er will dich begleiten und an deiner Seite sein. Und wenn du auf ihn siehst, wirst du nicht wanken, und er zieht dich durch.
Ist Jesus deine Zugehörigkeit? Gehörst du zu ihm? Bist du angekommen in der Familie Gottes, begehrt, ersehnt, umworben? Hast du diese Identität in Christus? Bist du geliebt, und weißt du, dass Jesus dich unendlich lieb hat? Hast du die Bedeutung in deinem Leben gefunden, dass es eine Freude ist, aufzustehen, im gottesreichen Land zu wirken und zu wirbeln und zu leben? Und hast du immer wieder die Freude in deinem Leben? Das wünsche ich dir. Und dann wirst du am Ende sagen, dass du ein erfülltes Leben hast.
Und darum bin ich gerne 24 Stunden, sieben Tage die Woche an Jesus, damit ich davon nicht wegrutsche.

Wege, um mit Gott verbunden zu bleiben

Römisch zwei, und es geht jetzt ganz schnell: Wie bleibe ich denn jetzt mit Gott connected? Auch fünf Punkte.
Erstens: durch sein Wort. Erstens: durch sein Wort. Wenn du nicht auf Gottes Wort hörst, verlierst du die Orientierung. Und wir sind ein orientierungsloser Haufen, wenn wir nicht mehr auf sein Wort hören. Es ist mühsam, und es tut mir leid, dass da keine Bilder drin sind, aber es ist Gottes Wort. Und Jesus sagt in Matthäus 24,35: Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.
Himmel und Erde werden vergehen, deine Wunder werden vergehen, deine Erfahrungen werden vergehen, deine Tränen, deine Konferenzen, deine Poesiealben, deine Blätterchen, deine Blümchen, deine Bäume, was auch immer du hast, es wird alles vergehen. Nur sein Wort nicht. Und was machen wir? Wir packen das Wort aufs Regal und halten uns dann irgendetwas anderes. Wenn du nicht auf das Ewige hörst, wirst du dich im Zeitlichen verlieren. Also lies die Bibel.
Zweitens: durch Gebet. Wer nicht mit Gott redet, verliert den Kontakt. Jeder, der eine gesunde Beziehung hat, weiß das. Wenn ihr nicht mehr miteinander redet, ist es der Anfang vom Ende, oder? Rede mit Gott. Jakobus 4,2 heißt es: Ihr habt nicht, weil ihr nicht bittet. Dein Leben ist arm, wenn du nicht lernst, mit Gott um Dinge zu reden, ganz konkret. Also: Rede mit Gott.
Drittens: durch Gemeinschaft. Im Psalm 16,3 sagt er: Ich habe Freude an den Heiligen und an den Herrlichen. Ich habe Freude an der Gemeinde. Wer nicht in die Gemeinde geht, verliert den Trost. Wenn du der Gemeinde nicht erlaubst, dich zu ermahnen, dann wirst du auch nicht erleben, wie sie dich ermutigt. Und darum gehe ich in die Gemeinde. Ich bin noch nicht beim zweiten Punkt, wo ich mir erdreiste zu sagen: Die Gemeinde muss mir dienen und mich erbauen und nach mir fragen und mich besuchen und sich um mich kümmern, dafür ist die Gemeinde doch da. Da bin ich noch nicht.
Ich bin da, wo Gott mir jeden Morgen in der Gemeinde zuruft: Du arroganter Knochen, wie guckst du wieder auf deine Geschwister? Wenn ich den Prediger beurteile, weil er heute so witzlos ist und seine Einleitung so langweilig und er seit 15 Minuten zum Punkt kommen wollte. Und weil die Deko immer noch die Sonnenblume vom Herbst dort hat, obwohl doch schon Januar ist und der Weihnachtsstern dahin müsste. Und weil alles so gruselig ist und die Blockflöten nicht gestimmt sind. Und ich kritisiere die Gemeinde. Und ich will nicht links sitzen, weil da einer ist, der muffelt ein bisschen. Ich will nach rechts. Und der Herr sagt: Du herzloser, arroganter Knich, das üben wir noch mal. Nächstes Jahr wieder in die Gemeinde. Nächsten Tag in die Gemeinde. Und das muss ich immer wieder machen.
Wenn du der Gemeinde nicht erlaubst, dich zu ermahnen, dann wirst du auch nicht erleben, wie sie dich ermutigt. Und das ist Gemeinde at its best. Und wir haben gerade so viele Totenfälle und Trauerfälle und Krankheitsfälle, und da blüht unsere kleine Ortsgemeinde. Und ich spreche hier nicht von Stuttgarter Mega-Churches, sondern vom Hinterland. Ich weiß der eh nicht, Rheinland-Pfalz kennt ja schon das Bundesland nicht. Also: Wo auch immer, Obernhof im Rhein-Lahn-Kreis, am Ende vom Jammertal, in unserer kleinen Gemeinde. Aber da wächst sie über sich hinaus, weil wir füreinander beten und da stehen wir zusammen.
Und wenn es hart auf hart kommt, sind wir bei der Beerdigung da, und dann werden mit fünfzehn Stimmen wenigstens noch gesungen. Und der Witwe wird unter die Arme gegriffen, Beistand und Trost gegeben. Und da kriege ich Tränen in die Augen.

Gehorsam, Geist und die Einladung an Jesus

Wie kann ich Gott nahe bleiben? Durch sein Wort, durch Gebet, durch Gemeinschaft und durch das Gehen. Viertens: durch Gehen im Gehorsam. Gehen aus dem Dienst.
Wer nicht gehorcht, wird nicht wachsen, sondern wanken. Wenn du nicht das tust, was Jesus dir schon gezeigt hat, warum sollte er dir Neues zeigen? Und langsam werden wir zu The Walking Dead. Wir rumpeln nur noch da durch die Gegend, weil wir nicht mehr aktiv und mit Elan in der Reichgottesarbeit drin sind.
Und wir meinen, wir schützen uns. Wir müssten uns mehr erholen. Und wir werden immer steifer und steriler und langsamer, anstatt uns reinzubringen. Wenn Gott dir etwas gezeigt hat, tu es! Wenn Gott dir gezeigt hat, die Bibel zu lesen, fang damit an. Wenn Gott dir gezeigt hat, in die Gemeinden zu gehen, fang damit an. Geh heute zum Pastor und sag: Ich wollte mich einbringen, wo kann ich dir helfen? Wenn dir aufs Herz gelegt ist, in die Mission zu gehen, dann geh nicht nur durch die Stände, sondern geh konkret hin. Mach einen Schritt vor den anderen.
Wenn Gott dir gesagt hat: Hör mit der Pornografie auf, dann schalte die Kiste ab. Ruf deine besten Freunde oder deine Frau und sag: Hier, Fernbedienung, alles abgeschaltet, du kriegst den Code. Und fang an zu gehorchen! Also setze um, was Jesus dir sagt.
 Matthäus 7,24 sagt Jesus, und er ist nicht bekannt für Werksgerechtigkeit, sondern es ist Jesus, unser Heiler selbst, der am Ende der Bergpredigt sagt: Matthäus 7,24 Wer diese meine Rede hört und tut, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Felsen baut.
Ich bin ja reformierter Lutheraner. Ich hätte es gerne gehabt, wenn er gesagt hätte: Wer diese meine Rede hört und glaubt, vertraut und zustimmt, das wäre schön. Und ich muss es schlucken, dass Jesus sagt: Wer diese meine Rede hört und tut, der ist schlau.
Und fünftens: durch seinen Geist. Wir brauchen Gottes Gegenwart. Wer seinen Geist nicht hat, ist nicht sein. Und vielleicht sitzt du hier und wunderst dich, warum Mission dir nur Angst macht, Gemeinde langweilig ist und Gott dir irgendwie fremd ist. Vielleicht liegt es daran, dass du ihn gar nicht vor Augen hast und gar nicht in deinem Leben hast. Und vielleicht müsstest du den allerersten Schritt zuerst machen und ihn einladen.
In Offenbarung 3,20 steht: Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn du meine Stimme hörst und die Tür auftust, zu dem werde ich kommen. Und vielleicht musst du den ersten Schritt machen und Jesus in dein Leben einladen.
Und in Lukas 11,13 sagt Jesus: Wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist geben, die ihn bitten? Bitte darum, sagt Herr Jesus. Komm in mein Leben, du musst mir helfen. Ich brauche die Zugehörigkeit, ich brauche die Liebe, ich brauche die Bedeutung, die Identität in meinem Leben. Ich brauche die Freude in der Not und im Drama dieser Zeit, und ich brauche den Lebenssinn und ein erfülltes Leben. Komm in mein Leben.
Wenn du Jesus in dein Leben einlädst, also mit Jesus verbindest und auf Jesus schaust, also verbunden bleibst, wird dein Leben reich und gehalten.
Und ich möchte schließen mit einem Choral, der heißt Hilfe, Jesus, lass gelingen. Da heißt es: Was ich sinne, was ich mache, das gescheh in dir allein. Wenn ich schlafe, wenn ich wache, wollest du, Herr, bei mir sein. Geh ich aus, wollst du mich leiten, komm ich heim, steh mir zu Seiten.
  1. Jesus, richte mein Beginnen, Jesus, bleibe stets bei mir, Jesus, zäume meine Sinnen, Jesus, sei allein Begier, Jesus, sei mir in Gedanken, Jesus, lasse mich nie wanken!
Amen, das wünsche ich euch. Amen!