Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Einleitung: Freude, Dank und der überraschende Themenwechsel
Das ist unglaublich schön, wenn man so auf der Lahrhöhe sein kann, wie es meine Frau und ich in den letzten Tagen erlebt haben. Das ist so grandios: das herrliche Haus, die Liebe, die Versorgung, die Atmosphäre des Hauses. Das ist schon eine ganz besonders wunderbare Stätte. Die Haustöchter, erst dreieinhalb Wochen im Dienst und uns so super bedient; die Küche, wie alles versorgt wurde, die Zimmer, und das ist jetzt der Gipfel heute Abend.
Das gibt es ja überhaupt nicht in der Ferienzeit, solch eine Bibelstunde. Sie wissen, was Sie hier haben. Das ist ein Geschenk unseres Gottes, solch eine lebende Gemeinde. Ich verfolge das durch viele Jahre hinweg, das ist etwas ganz, ganz Grosses, dass es so etwas gibt. Wir dürfen uns daran freuen, was von hier ausgeht in alle Welt, und der Dienst, der hier geschieht, durch all die, die an diesem Werk des Glaubens beteiligt sind.
Und es ist komisch, jetzt haben wir so einen Abschnitt heute Abend. Da steht von Verfolgung, von Leiden, von Schlägen, von Spott, von Verachtung. Da muss ich es bloss noch einmal für alle erklären, die sagen: Das trifft mich heute Abend nicht. Wir sind ja hier eine Seniorenkonferenz, und von der Jugend aus träumt man da so schön, wie das ist, wenn man immer arbeiten muss und dennoch eine Rente bezieht. Es muss ja wunderbar sein, dass viele der alten Menschen oft den Mut zum Leben verloren haben und sagen: Warum holt mich der Herr nicht heim? Weil die Last des Lebens zu schwer wird.
Man sagt ja so schnell: Wie kann Gott das zulassen? Er lässt sehr viel Schweres zu. Das ist für Christenleute oft auch unbegreiflich, ein ganzes Leben lang. Warum lässt der Herr Schweres zu? Und wenn Sie einmal das Leben des Apostels Paulus verfolgen, müssen Sie sagen: Gott hat ihn schon unsagbar gebeutelt. Und ich denke, keiner von uns hat so schwer unten durch müssen. Und man muss einfach hinhören, wenn er sagt: Ja, das ist der Weg Gottes.
Gehört nicht alles zusammen, dass wir dieses Lied gesungen haben von Preiswerk, die erste Missionsbewegung, die im neunzehnten Jahrhundert dort aufbrach, unten von Basel aus, die grosse Missionsbewegung? Es hat oft nur ein paar Wochen gedauert, dann waren die Todesmeldungen da. So ging das. Und man hat gar nicht gewusst, wie das überhaupt weitergehen soll. Die Herrnhuter haben schon vorher über zwanzig Missionare dort im Todesland der Goldküste gelassen. Und da haben die in einer ganz ruhigen Gelassenheit gesagt: Das können Gottes Wege sein, aber das sind seine Segenswege. Das ist so unbegreiflich. Da sind sie ganz deutlich in der Spur des Apostels Paulus geblieben. Wir wollen uns nicht auflehnen, sondern das Geheimnis verstehen, dass, wo Gott oft solche grossen Opfer fordert, das sein Weg ist. Dass wir da gebeten haben: Herr, führ uns auch diesen Weg, wo wir teilhabend am Leidennetz brauchen Sie nicht Sorge haben, dass morgen eine schlimme Nachricht sieheilt. Nein, der Paulus sagt, es ist oft im Reich Gottes ganz ungleich verteilt.
Da sagt Korinther: Ihr habt lauter Sieg, ihr habt lauter Freude. Wenn ihr ihre Gemeinde ansieht, das ist schon ein Sieg, wenn man das erleben darf: grosse Versammlungen, viele Leute, gesegnete Botschaften. Aber wir wollen die nicht vergessen, die in der Nachfolge von Jesus in schwere Leiden geführt werden. Ich weiss noch vor vielen Jahren, wie das auch seinen festen Platz hier hatte, dass man damals an die verfolgten Christen in Russland dachte und für sie gebetet hat und Anteil nahm an denen, die nun die Portion ganz ungleich anders als wir, die wir seit über sechzig Jahren in der völligen Freiheit leben und unseren Glauben unbekümmert leben können. Und das ein anderer auf dieser Welt, über die Sie pratzelt es nur seit Jahrzehnten herein: Unfreiheit, Verfolgung, Leiden, Benachteiligung, Spott, Behinderung. Und was ist das bloss? Warum macht denn das Gott so?
Und jetzt ist ein Schlüsselbegriff heute Abend von der Gnade Gottes. Mit dem fängt sie an: Gnade Gottes. Nun weiss ich mit der Gnade, das haben wir so oft gehört, und dann verstehen wir es nicht. Wir haben heute morgen in der Bibelarbeit die Verse davor gehabt, am Ende des fünften Kapitels: Gott war in Christus und hat die Welt verschönt. Es ist die grösste Botschaft, dass Jesus die Last meines verlorenen Lebens getragen hat, er hat mir die Sünden erlassen. Ich bin angenehm vor Gott, er hat mich gerettet als verlorenen Mensch, als verlorenen Sohn. Ich darf heimkehren ins Vaterhaus. Das ist doch der grösste Schritt, der geschehen kann, denn schenkt uns Jesus gratis. Die Gnade darf ich umsonst ergreifen.
Wir singen ja so gern das Lied: O Gnade Gottes wunderbar. John Juden, ein Mann mit einer schrecklichen Vergangenheit, ein Sklavenhändler, versoffen durch ein schweres Seeunglück, wo sein Schiff unterging, begreift er plötzlich: Jesus liebt mich. Mich, verlorenen Menschen, hat dieses herrlichste Lied von der Gnade Gottes uns geschenkt, das der ganzen Welt gesungen wird. Das Geheimnis meines Lebens: Jesus lässt mich nicht los.
Und der Paulus sagt: Ihr Korinther, ihr habt grosse Sorge, dass man die Gnade verpassen kann. Man kann die Gnade verpassen, indem man sie verschläft. Die hat ihre Stunde. Heute, wenn die Gnade Gottes dir angeboten wird, ergreif sie! Wie viele Menschen haben die Gnade Gottes ausgeschlagen, weil sie dachten, morgen war es zu spät. Ergreife heute die Gnade Gottes, wenn sie dir angeboten wird. Das hat Paulus zunächst. Sie sollen nicht vergeblich verkündigt werden.
Die Kraft der Gnade in Schwachheit und Unscheinbarkeit
Aber denkt noch an etwas ganz anderes. In Korinth ist ein Missstand in die Gemeinde eingekehrt. Die Leute wurden stolz und dachten: Wir sind doch die Großen. Sie haben sich von Paulus abgesetzt und gesagt: Der Paulus, der ist so mickrig, dessen Erscheinung ist so kümmerlich.
Dann waren in der Gemeinde plötzlich Apostel aufgetaucht, ich nenne sie mal Schönlinge. Da war schon die ganze Erscheinung da, die waren hübsch, die waren Strahlemänner. Und Paulus hat einen Kampf geführt. Nach seinem Verständnis geht es im Reich Gottes nicht um das, was imponiert und schön ist, sondern darum, dass die Gnade Gottes sich entfalten kann.
Was heißt das? Dass Gott auch im Leben von alten Menschen, die kraftlos und schwach sind, die einen Herzschrittmacher haben und sich mit ihren gesundheitlichen Problemen herumschlagen, seine Gnade in einem schwachen Körper wunderbar wirken lässt.
Paulus hat das immer wieder in den Korintherbriefen entfaltet. Er sagt, er habe über seine eigenen Krankheitsnöte dreimal zum Herrn gefleht. Paulus, warum hast du nicht so lange gebetet, bis Gott weich wurde? Das wollte er gar nicht. Er hat dreimal zum Herrn gebetet, dass dieser schreckliche Satansengel, der ihm mit Fäusten schlägt, diese schreckliche Krankheitsnot wegnimmt.
Und dann habe ich erst begriffen, dass Gott mir diese Not gibt, damit seine Kraft sich in der Schwäche vollendet. Es ist ein geistliches Grundgesetz, dass Gott uns Behinderungen lässt, weil er gerade durch unsere Schwäche hindurchwirken lässt.
Und jetzt sagt er den Korinthern: Passt mal auf, dass ihr nicht bloß eure Gaben strahlen lasst. Es ist etwas Wunderbares, wenn Menschen ihre großen Gaben in den Dienst für Gott einbringen. Und trotzdem: Unsere Redegabe, unsere Art, wie wir auf andere Menschen wirken, unsere sympathischen Seiten, das sind alles schöne Dinge, für die wir Gott danken können. Aber für das Reich Gottes können wir ohne die Zuwendung Gottes, ohne diese Gnade, ohne diese erbarmende und gütige Zuwendung überhaupt nichts wirken.
Wir haben ja alle schon die Erfahrung gemacht im Dienst für Gott, wie wir oft viel geplant haben und am Ende gemerkt haben, dass gar nichts herausgekommen ist. Was hat eigentlich gefehlt? Ich bin in unzählige Schulstunden gegangen und habe Religionsunterricht gehalten, und sie sind verkracht. Und wir sind darauf gekommen: Du bist hineingemarschiert und warst ganz stolz auf das, was du alles kannst, und hast völlig vergessen, um den Segen Gottes zu bitten, dass er in den Herzen wirkt.
Es ist ja tatsächlich so: Wir können viele Dienste übernehmen, Krankenbesuche machen. Aber ob sich Gott uns wirklich zuwendet in seiner Güte, in seiner Liebe, das ist die entscheidende Frage.
Es ist ganz auffallend, dass in der ganzen Missionsbewegung das durchbuchstabiert wurde, dass es gar nicht unser Können und Machen ist. Und dann hat Gott oft Leute benutzt, von denen man gar nicht erwartet hätte, dass da etwas Großes herauskommt. Eine unbegabte Frau, die Gledys Elworth, bei den Missionskomitees abgeblitzt, plötzlich gebraucht sie Gott. Sie war auch eine kleine Frau, nicht einmal 1,60 Meter groß, und sie hatte nicht einmal eine gute Volksschulbildung.
Wissen Sie, dass Gott das tun kann, soll uns doch eine Ermutigung sein, dass er durch unsere Schwäche, durch unsere Ohnmacht hindurchwirken kann. Durch unser Versagen, durch unser Nichtkönnen. Da beobachtet man auf einmal, dass bei großen Gotteswerken, die wir heute bewundernd ansehen, oft das Gleiche passiert ist: dass Gott am Anfang demonstriert hat, es ist nicht durch Kraft und Gewalt und Hehr, sondern durch seine unbegreifliche Güte.
Wege Gottes im Alten und im Neuen Bund
Da haben wir die Losung heute. Das passt auch noch zu Josef: dass Gott seine Leute so verheizt, ist Gott dann ein so schlechter Geschäftsmann? Jetzt hat er den Josef erwählt, und dann wird so schrecklich von den Brüdern mit ihm umgegangen. Schlimmer kann man es ja gar nicht mehr machen: Sie verkaufen ihn als Sklaven. Noch keinem von ihnen ist so etwas passiert.
Und dann kommt er ins Haus des Potiphar. Und die Frau ist erschreckend, wie das in der Bibel erzählt wird: Sie sagt, schlaf mit mir. Und der Herr sagt: Das kann ich doch nicht. Wie soll ich so großes Übel tun, wieder Gott sündigen? Und dann schreit sie: Juden, Juden, antisemitisch! Und dann wird er vor Gericht gestellt. Und natürlich ist das Gericht korrupt. Und er wandert ins Gefängnis. Und dann steht da: Aber der Herr war mit ihm.
Sehen Sie, das ganze Geheimnis unseres Lebens ist doch, dass der segnende, mächtig wirkende Jesus Christus in unserem Leben da ist. Und dass manchmal unsere ganze Bekümmernis um die Gaben, die uns fehlen, gar nicht so wichtig ist. Sondern wenn Christus da ist, dann geschieht etwas. Und wir müssen auf ihn trauen.
Wir haben das zweite Lied gesungen von Friedrich Traubsmann, Korntaler Missionar. Sie haben sicher schnell nachgehört. Gerade 33 Jahre alt wurde er. Er hat den Boxeraufstand noch miterlebt in China, aber an dem ist er nicht gestorben. Er starb später in einer Epidemie, wo sein junges Leben weggerafft wurde. Aber er wusste: Ich muss mitten hinein in diese Stürme gehen mit meinem Leben. Das ist kein gesicherter Weg, wo ich mich absichern kann, sondern ich will einfach auf Christus blicken. Und ich bin überzeugt: Wir werden einmal in der Ewigkeit staunen, wenn eine Spur des Segens aus diesem kurzen Leben kam.
Je mehr wir darüber nachdenken, desto mehr beobachten wir erst, wie Gott arbeitet. Korinther nahe bringen und sagen: Das Geheimnis der Gemeinde ist, dass er uns manchmal ganz schwierige Wege führt. Wir wollen nicht sagen: Gott, warum lässt du das zu? Sondern: Herr, jetzt führst du uns die schweren Wege. Gib uns auch deinen Segen und dein mächtiges Wirken. Wir wollen deine Frucht erleben, wie du sie uns überhaupt schenkst.
Kennen Sie das wichtigste Buch, das Dietrich Bonhoeffer geschrieben hat, von der Nachfolge? Da schreibt er ja gleich auf der ersten Seite, der Krebsschaden der Christenheit ist, an dem alles liegt, dass sie eine billige Gnade verkündigt, eine Schleuderware-Haugnade: Ich darf die Vergebung in Anspruch nehmen. Und so nehmen wir es, und dann nehmen wir das alles leicht, wenn wir Gott betrüben und sündigen.
Und er sagt: Die Gnade ist das Allerkostbarste, das Allergrößte, dass Gott durch Jesus die Sünde meines Lebens trägt. Wenn du das mal begriffen hast, dann wird dein ganzes Leben gepackt, dass er mich lieb hat und mich in Dienst nimmt. Das war für Bonhoeffer für all das, was er später gewirkt hat, natürlich die tragende Grundlage seines Redens, seines Opfers, seiner Hingabe.
Ich möchte mich der Gnade würdig erweisen. Nicht, dass ich das verdienen könnte, sondern die Gnade fordert mich heraus, so wie Paulus dann hier im dritten Vers sagt: Wir geben keinen Anstoß. Ich kann doch nicht mehr einfach weiter sündigen wie vorher. Ich will doch Gott treu sein. Ich will meine ganze Leidenschaft einsetzen, mich dieser Gnade für würdig zu erweisen und ihm zu dienen.
Treue im Dienst trotz Misserfolg und Entmutigung
Und Paulus sagt: Ich beweise die Gnade Gottes. Ja, die Spötter haben gelacht und gesagt: Paulus, was hast du denn eigentlich mit deinem Leben erreicht?
Schauen Sie sich das ganze Leben des Apostels Paulus an: Es war eine Kette von Misserfolg und Enttäuschung. Schon auf der ersten Missionsreise hat er mitten in Kleinasien seine Verkündigung begonnen, und man hat ihn gesteinigt. Es war ein Wunder, dass er überhaupt noch überlebt hat. Da sind etliche Gläubige gewesen. Was hätte sich Paulus gefreut, wenn er einmal so eine Versammlung gehabt hätte.
Er ist nach Ephesus gekommen, es gab einen Riesenaufruhr, und er musste fliehen. Er hat gesagt: Ich gehe ins Theater, ich will mich rechtfertigen. Aber die Brüder waren so hell und sagten: Es gibt ein Unglück. Die Leute sind wie in Ekstase, die kannst du überhaupt nicht beruhigen. Dann musst du fliehen.
Schon in Damaskus hat man ihn im Korb über die Stadtmauer lassen müssen, weil ihm so sehr nach dem Leben getrachtet wurde. Das ganze Leben von Paulus ist eigentlich eine Kette von Misserfolg.
In Athen auf dem Areopark hat er eine geniale Rede gehalten, wahnsinnig gut, angeknüpft an die Philosophen der Zeit. Er sagt: Ich habe eure Tempel gesehen. So muss man eine Predigt anfangen, bei den Leuten, bei den Hörern anknüpfen. Und am Ende bringt er alles, was zur evangelistischen Predigt gehört. Er redet vom Gericht, er redet davon, dass vor Jesus jeder Mensch sich entscheiden muss. Und was kam heraus? Etliche hatten nur Spott und sagten: Was will denn dieser Schwätzer sagen?
Dann flieht er nach Korinth. Und dann sagt der Herr: Ich mache nicht mehr mit, ich steige aus. Dann hat er in seinem alten Beruf wieder als Zeltmacher gearbeitet, bis die zwei Brüder kamen und sagten: Paulus, wir machen weiter.
Sind Sie oft auch entmutigt und sagen: Ich kann das gar nicht, das sollen andere machen. Ich will gar keine Besuche mehr machen, ich gebe jetzt auf, es kommt doch gar nichts heraus. Und da sagt er: Ich erweise mich als ein Diener Gottes. Ich bin nicht der Macher. Es ist eine ganz große Versuchung, dass wir manchmal meinen, wir wären die Macher. Ich will nur meinen Dienst treu ausfüllen und Gott gehorsam sein, damit er Frucht schenkt zu seiner Zeit. Und ich will deshalb meinen Dienst ausüben; ich kann das nicht niederlegen bis zum Schluss.
Und was hat Gott für eine ungeheure Frucht aus dem Leben des Paulus gemacht! Man denkt: In die ganze Welt hinein ist dieses Evangelium durch diesen Heidenapostel erklungen, und er hat es nie mit seinen Augen gesehen. Wenn unsere Väter der Missionsbewegung heute sehen würden, was aus ihrem Dienst passiert ist, ein Hatzentäler würde es nicht glauben. Solch eine Weidenwirkung!
Jetzt ist es bloß wichtig, dass sie bis zu den letzten Lebensstunden sich in diesen Dienst des Herrn stellen lassen und sagen: Herr, ich will dir doch nur treu sein, ich will dir doch nur gehorsam sein und meinen Dienst ausfüllen und gerade deiner Gnade, deiner gütigen Zuwendung würdig sein.
Geduld, Kleinarbeit und geistliche Standhaftigkeit
Und jetzt zählt er es auf, wie macht er das in großer Geduld.
Liebe Schwestern und Brüder, Geduld braucht man im Dienst Gottes. Geduld, da muss man warten können, bis Frucht aufgeht. Ich habe auf der Insel Bali einen amerikanischen Missionar von der Christian and Missionary Alliance getroffen, den einzigen, der dort über Jahrzehnte ausgehalten hat, 40 Jahre lang. Er war einer dieser ersten Jahrgänge von der Bibelschule in Chicago, wo ein großer Teil des Jahrgangs sich gemeldet hatte. Da waren auch diese auqamischen, nach, Elliot usw. dabei. Und er ist nach Bali gezogen, vierzig Jahre. Und keine Frucht.
In den letzten Jahren seines Lebens hat er es plötzlich erlebt: Der kleine Aufbruch auf dieser von Dämonen beherrschten Insel Bali ist geschehen. Die Bibelschule ist entstanden. Abends hat er im Bali Beach Hotel, im größten Hotel, seinen Gottesdienst gehalten. Fünf Leute saßen da abends da. Wissen Sie, Kleinarbeit im Reiche Gottes, die segnet Gott.
Und ich möchte euch jungen Leuten, auch den Haustöchtern und Zivis und so, sagen: Lernt doch das, dass das wie bei Jesus Einzelarbeit ist, wo man für jeden ringt und für jeden betet. Wie hat das Paulus gemacht? Der sagt, ich habe oft nachts nicht geschlafen, sondern habe euch im Gebet vor den Thron Gottes gebracht und habe gerungen, dass der Herr euch wachsen lässt und dass ihr in der Gemeinde festwerdet.
Ja, aber Gott kann doch auch große Erweckungen schenken. Aber gucken Sie sich mal an, wie die Erweckungen oft entstanden sind. Die sind oft entstanden aus der Treue im Kleinen, aus großen Schwierigkeiten, und dann kommt aus Widerspruch, also in großer Geduld. Das heißt eigentlich, den langen Atem haben. Wir erweisen uns als Gottesdiener gerade im langen Atem, in Trübsalen, in Nöten, in Ängsten.
Einer der Brüder unserer Zeit, den ich am meisten bewundere, ist Friedrich Henssler. Welche Kontakte er hat, was er uns geschenkt hat, wie er diese Arbeit mit den Büchern begann, er, der über die glänzenden Verbindungen bis in die Politik Amerikas verfügt, und dann musste er im Alter noch den Weg zum Insolvenz-Eröffner gehen. Und er muss erleben, damals rief ein Bruder an, der sagte: Kümmer dich um den.
Ich rief Freddy Hensel an, der sagte: Du, mir ist jetzt bloß eins wichtig, dass Jesus einen Sieg draus macht, dass etwas für die Sache Jesu herauskommt. Und da hat man später gesagt: Du, es ist ganz merkwürdig, ich wurde noch nie so viel eingeladen. Der alte Mann, der SPD-Vogel, hat gesagt: Sie müssen beim Politikertreffen immer die Bibel arbeiten, Sie haben das tiefste Wort für uns.
Wissen Sie, dass das ganz anders geht, als wir rechnen, dass plötzlich nicht die Strahlemänner und die Erfolgsleute die entscheidenden sind, sondern dass der Herr auch dann, wenn zerbrochen wird, Großes wirkt. Nicht, dass Sie meinen, Gott würde Ihnen die Freude nehmen. Wir haben ja die herrliche Zeit hier. Was sind wir heute, meine Frau und ich, da gewandert durch den herrlichen Wald. Wir haben ja so viel Schönes und Gutes, wir sind gesund und freuen uns.
Aber wir merken, dass Gott oft noch viel vorhat, und wollen dann dabeibleiben, auch in Trübsalen. Das ist bedrängend, wenn man uns den Hals zuschnürt, wenn man meint, man könne nicht mehr die Loblieder singen, in Ängsten, in Nöten. Das ist auch die Not der Gemeinde, die keinen Lebensraum mehr hat, in Schlägen, in Gefängnissen, in Verfolgungen, in Mühen, im Wachen, im Fasten.
Das versteht man ja gar nicht, dass Gott seinen besten Missionar, der am meisten Gaben hatte, jahrelang im Gefängnis liegen lässt. In Caesarea war er zwei Jahre, der war wie vergessen von den Landpflegern, bis er seinen Prozess bekam. Und als er dann endlich mal vorgelassen wurde bei den Landpflegern, dann hat Paulus nie gesagt: Was ist das denn für ein römisches Recht, wo mir als Gefangenen meine Menschenrechte verweigert werden?
Nein, er hat nur mit dieser Schickeria, die da oben saß, diese Leute des Landpflegers, das war ja ein verhurtes Volk, hat er von der Gerechtigkeit gesprochen, vom Gericht Gottes, und hat das Evangelium von Jesus verkündet. Da brannte er drauf, und er hat der Gemeinde geschrieben: Mir ist nur eins wichtig, dass ich in dieser Zeit der Gefangenschaft den Wärtern ein wenig die Liebe Jesu nahebringen kann.
Stellen Sie mal vor, solche eine Demut, solche eine Bescheidenheit. So ist Reich Gottes gewachsen, weil die Gnade Gottes es wirkt.
Die Berufung jedes Einzelnen und der Dienst im Alltag
Und Paulus sagt: Ich rühme mich nie übers Maß hinaus, ich will keine großen Worte machen. So wie man es oft in Prospekten tut: Wir sind die Besten und die Größten, und wir machen das Tollste. Er sagt: Ich bin ganz bescheiden. Ich möchte nur dem Herrn treu sein und ihm dienen.
Das ist ein Wort für uns Senioren. Ich möchte meinen Platz jetzt annehmen, dort, wo ich bin. Ich habe in unserer Gemeinde in Stuttgart eine Frau gehabt. Ihr Mann war nicht gläubig, aber sie selbst war gläubig. Und sie hat dann im Krankenhaus immer herzlich die Mitpatienten begrüßt. Nun war da ein richtiger Vereinsmeier, also so eine Lokalgröße in Stuttgart-Häslach, den jeder kannte, einer der größten Jazzkenner, mit allem vertraut, nur mit einem nicht: mit dem christlichen Glauben. Und dieser Frau, mit ihrem ungläubigen Mann, war es geschenkt, bei den kurzen Gesprächen im Krankenhaus diesen Vereinsmeier zu Jesus zu führen.
Sie kam eines Tages und sagte: Jetzt müssen Sie mit ihm noch die Übergabe festmachen. Das nötigt mich doch nicht zusammen, das kann doch nicht echt sein. Und ich war sprachlos. Da war ein Mann, der die Generalbeichte seines Lebens suchte, wie man es bei Christen fast nie erlebt. Ein Mann, bei dem der Heilige Geist das Herz aufgebrochen hat.
Wenn ein Mensch seinen Platz einnimmt und mit der Gnade Gottes rechnet, wissen Sie gar nicht, was Ihnen da möglich ist, an Ihrem Platz. Und dann sagt man: Das ist jetzt die Zeit, wo mein Mann krank liegt. Und wir kreisen nicht bloß um unsere Probleme, sondern ich muss da sehen: Was will jetzt Jesus in dieser Sache? In Mühen, in Verfolgungen, in all den schweren Zeiten meines Lebens will ich in Lauterkeit, in Erkenntnis, in Langmut, in Freundlichkeit, im Heiligen Geist, in ungefärbter Liebe leben. Das ist jetzt ganz wichtig, dass es im Reich Gottes immer so ist, dass Gott keine speziellen Geheimwaffen hat, sondern jeder, der Jesus gehört, ist sein Bote und sein Diener. Jeder!
Lassen Sie doch den Quatsch mit Laien und Geistlichen! Hoffentlich sind Sie geistlich. Nach dem Römerbrief werden wir Geist Christi in die Tat umsetzen. Wer kein Christ ist, ist kein Christ. Jeder Christ, der an Jesus glaubt, braucht den Heiligen Geist. Wenn Sie in der Frage keine Klarheit haben, suchen Sie in der Seelsorge Klarheit, weil Jesus uns ihn gibt. Sonst können wir Jesus nie einen Herrn nennen ohne den Heiligen Geist. Und dann sind wir Dienstleute unseres Herrn, und er gebraucht uns an unserem Platz, in unseren Bezügen. Ob im Büro oder als Handwerker oder als Kraftfahrer, in der Familie: Da fängt es an, dass wir Jesus dienen und dass wir sein Reich ausbreiten.
Paulus war immer so stolz auf sein Handwerk, das er ausgeübt hat, und das hat er gern angenommen. Und er hat gesagt: Da will ich in Lauterkeit, mit ganz simpler Weise, in Treue, in Hingabe, in Freundlichkeit, im Heiligen Geist, in ungefärbter Liebe. Was meint das, in ungefärbter Liebe? Ich mache nicht so heuchlerische Sprüche, sondern ich habe die Menschen herzlich lieb. So wie es im Hohelied der Liebe heißt: Die Liebe eifert nicht, die Liebe bläht sich nicht auf. In der Jesusliebe gehe ich auf die Menschen zu, mit dem Wort der Wahrheit. Weil ich weiß: Das Wort der Bibel und das Gotteswort, dein Wort ist die Wahrheit. Jesus sagt im hohenpriesterlichen Gebet: Herr, dein Wort ist die Wahrheit. Ich will dein Wort verkünden.
Es ist das Geheimnis überhaupt unseres Dienstes, dass wir das Wort Gottes in seiner ganzen Kraft, in seiner ganzen Durchschlagskraft verkündigen dürfen und weitersagen dürfen. Das Größte, was Sie beim Krankenbesuch bringen können, ist ein Gotteswort. Ja, welches? Lassen Sie es von Gott schenken, dass Sie auf dem Weg noch nicht wissen, was Sie wollen. Es muss nicht lang sein. Machen Sie auch bitte keine langen Krankenbesuche. Viele Kranke sind gerädert, wenn sie besucht werden. Machen Sie es ganz kurz, aber direkt, und sagen Sie ein Wort. Sagen Sie: Herr, gib mir dieses Wort, das jetzt hilft und einen angefochtenen Menschen stärkt, mit dem Wort der Wahrheit in der Kraft Gottes. Nicht mit unserer Kraft.
Ein großer Mann wie Martin Luther, der Reformator, sagt: Mit unserer Kraft ist nichts getan. Er hat doch nichts ausrichten können, obwohl er ein begabter, sprachkundiger Mann war. Wir sind gar bald verloren. Es streitet für uns der rechte Mann. Das Geheimnis des Gemeindebaus, was ist das? Dass da Menschen sind, die mit der Gnade von Jesus rechnen. In der Diakonie, der Mission, der Jugendarbeit, dass wir abhängig sind bis zum Letzten: Herr, ohne Dich können wir nichts tun.
Ansonsten hat Apostel Paulus vorgelebt und die Korinther von ihrem Hochmut und Stolz heruntergeholt. Wir hatten in unserem Werk einen Vorsitzenden, und wir danken Gott heute noch: Dr. Fritz Laubach. Bis kurz vor seinem 80. Lebensjahr hat er uns da gedient. Und er hat uns immer gesagt: Ich erlaube euch nicht einmal, dass ihr irgendetwas zählt und ins Land hinausgeht. Wir haben so viele Leute ausgesandt und so viele Projekte unterstützt. Und dann hat er uns auf das Buch Zephanja hingewiesen, wo Gott sagt, ich will die stolzen Prahler von dir tun. Ich will mir übrig lassen ein armes und geringes Volk. Und er sagt: Das Geheimnis einer gesegneten Missionsarbeit, wo man sich ausstrecken weiß, ist allein der Herr. Wenn es irgendwo gelingen durfte, wenn irgendwo Segen herauskommt, kann er es nur tun, kann er es nur wirken, in der Kraft Gottes, mit den Waffen der Gerechtigkeit zu rechten und zu lenken.
Standhaftigkeit unter Anfeindung und das Zeugnis der Verfolgten
Was heißt denn das, dass ich mich nicht von den Versuchungen überfahren lasse, sondern dass ich meinen Weg ganz ruhig gehe, in Ehre und Schande, in bösen und guten Gerüchten?
Vor über dreißig Jahren wurde den Eidlinger Schwestern der Michelsberg angeboten, damals von der Moralischen Aufrüstung in Coo. Die hat das verkauft, die hat dort noch ein Gymnasium betrieben. Das letzte Bindeglied war Gerhard Schnitter, der damals noch nicht bewusst in der Jesusnachfolge stand, und so kommt das zustande.
Aber da ist eine ganz blöde Geschichte passiert. Da wurde plötzlich etwas anderes da: Das Land Baden-Württemberg wollte auch den Michelsberg kaufen, aber die Moralische Aufrüstung hat gesagt: Wir wollen es den Eidlingern verkaufen. Und dann hat die Schwester Bertha gesagt: Also, wir stehen gern zurück, wenn der Staat da oben eine Jugendstrafanstalt macht, gar kein Problem.
Aber plötzlich hat sich durch einen Pressebericht in der Öffentlichkeit die Meinung festgesetzt, die Eidlinger Schwestern sabotierten die Arbeit an den Gefangenen. Und dann sind Schmähartikel in der Zeitung gekommen, wüste Dinge. Das Stuttgarter Sonntagsblatt hat von den frommen Bätschwestern geschrieben, die sich gegen die Sozialisierung wehren. Und alles war erlogen, alles war falsch.
Ich bin damals nach Eidling gefahren, so wie es ein junger Mann tut, und habe gesagt: Schwester Bertha, jetzt machen wir eine Presseerklärung, dass alles falsch ist. Sogar der Justizminister hat plötzlich die Unwahrheit gesprochen. Die Schwester Bertha hat nur gesagt: Wir werden doch nie um unsere Ehre streiten.
Heute weiß niemand mehr die Geschichte. Ich habe mich zum ersten Mal gewundert, wie dieser Michelsberg eine Stätte des Segens wurde. Sie dürfen alles haben, sie sollen sich mit der Moralischen Aufrüstung umgeben. Ich habe sofort die Telefonnummer. Der Leiter ist gerade in Afrika und Europa. Wir wollen doch gar nichts. Wenn es der Herr uns gibt, werden wir es kriegen. Und sonst wollen wir doch nicht um eine Sache kämpfen.
So geschehen geistliche Arbeiten, die nicht mit fleischlicher Kraft vollzogen sind. Und dass ihnen das hilft, wenn sie in böse Gerüchte kommen, das ist ja heute gern da bei evangelikalen Gemeinden, wenn gelästert wird, wenn im Rundfunk Aktionen gemacht werden, wo man durch den Dreck gezogen wird. Dann binden sie den Helm fest und sagen: Herr Jesus, hilf mir, dass ich geistlich dabei bleiben kann.
Wir hatten heute Morgen die Sache von den verfolgten Christen. Wir hatten von Indonesien, aber genauso im Norden Nigerias, wo ja so viele Kirchen angezündet werden und Tausende von Christen ermordet wurden in diesen Provinzen, wo die Moslems die Scharia eingeführt haben.
Das ist ja schwer, weil die Christen sagen: Wir wissen ganz genau, wir sind stärker als die Muslime. Wenn wir einmal jetzt losschlagen und die muslimischen Geschäfte plündern und die Tankstellen anzünden, dann haben wir Ruhe für ein paar Jahre. Aber sie sagen: Jesus erlaubt uns nicht, dass wir ungeistliche Mittel haben.
Und dann stehen sie in der Beerdigung ihrer lieben Familienmitglieder, die erschlagen sind, völlig ohne Grund, von diesen muslimischen Terrorbanden, so im Norden Nigerias, und sagen: Betet für uns, dass wir unsere Feinde lieben können und dass wir sie segnen können. Denn nichts wirkt im Moment so sehr auf die Muslime.
Und es sind riesige Zahlen der Bekehrungen. Die große Erwägung Nordnigerias ist auf dieses Opfer zurückzuführen, das nicht zurückgeschlagen wird mit weltlichen Mitteln. Wir haben geistliche Gesetze von Jesus verordnet, und das meint der Paulus in der Gerechtigkeit zur Rechten und zur Linken, in Ehre und Schande, in bösen und guten Gerüchten, als Verführer und doch wahrhaftig, als die Unbekannten.
Die Gemeinde Jesu ist ein schwacher Haufe. Manchmal denkt man: Ich wollte Ungläubige in eine Gemeinde führen, wissen Sie, die sind enttäuscht. Der Paulus sagt: nicht viele Weise, nicht viele Gewaltige, nicht viele, die Namen haben.
Bei uns ganz in der Nähe ist eine schöne Villa, da treffen sich die Freidenker, die nennen sich Humanisten, die also nichts mit dem christlichen Glauben im Hut haben. Ich bin überzeugt, dass jeder zweite Doktor und Professor und Berühmte und alles. Gucken Sie die Gemeinde Jesu an: ein Haufe von Menschen, die in der Welt oft gar keine Strahlkraft haben, aber aus deren Leben die Kraft des auferstandenen Jesus wird.
Das wünsche ich Ihnen, dass in aller Verborgenheit Menschen durch Sie gesegnet werden. Das wollen wir einfach noch hören: als die Unbekannten, und doch gottbekannt; als Sterbende, und siehe, wir leben. Das war ein Wort, das diese russischen Christen in der stalinistischen Verfolgung immer wieder gebraucht haben. Es war nicht möglich, die auszulöschen.
Es war doch ganz einfach für so eine mächtige Staatsführung mit all den Waffen, die sie gemacht haben. Es war ihnen unmöglich. So wie es in Kuba jetzt nicht gelungen ist, obwohl Fidel Castro nach wie vor noch 90 Prozent der Gemeinden keine staatliche Registrierung gibt. Und sie wachsen und sie wachsen, weil sie auf der Kraft des lebendigen Christus wachsen.
Und siehe, wir leben, als die Gezüchtigten und doch nicht getötet.
Zerbruch, Trost und die abschließende Bitte um Gottes Wirken
Das ist das Schwere: dass Gott sich seine größten Siege von Menschen holt, die schwer zerbrochen sind. Man kann oft nur mit Zittern darüber sprechen.
Warum hat Gott dem Friedrich von Bodelschwing vier Kinder in vier Wochen weggenommen? Bodelschwing hat gesagt: Ich habe erst lernen müssen, wie hart Gott sein kann, um seine Liebe an die Ärgsten der Gesellschaft weiterzugeben. Und er, der Spielkamerad und Jugendfreund des späteren Kaisers Friedrich war, aus dem höchsten preußischen Adel Deutschlands, ist zu den Geisteskranken und zu den Behinderten gegangen. Er hat ihnen seine ganze Liebe geschenkt.
Wir haben Schwestern vom Friedensort unter uns. Sie hat mich immer bewegt, die Biografie von Eva von Thiele-Winkler, wie sie ihre ersten Schritte gegangen ist. Dann war sie unterwegs, und da holt sie einer ab in der Kutsche vom Bahnhof. Und dann sagt sie: Was ist denn das? Sie hat eine Windmühle. Und plötzlich hat da irgendeine Türe aufgegangen, bis sie begreifen, das war ihr wichtigster Mitarbeiter. Er wollte die Mühle in Gang bringen, ist durch ein Versagen mitgerissen worden von der Windmühle und war tot. Herr, warum machst du denn das? Weil Gott seine Siege auf andere Weise macht. Und wir sind auf der Seite des Siegers, auch wenn wir uns manchmal die Tränen aus den Augen wischen.
Das größte Ereignis der Missionsgeschichte des zwanzigsten Jahrhunderts war der Tod der Oka-Missionare. Nichts hat so tief die Christenheit bewegt. Bis heute sind ganz viele, die durch dieses Ereignis ihre Berufung sehen: Dann will ich gehen. Und Gott hat es nur über dieses schreckliche Geschehen tun können.
Und wenn Sie dann hören, wie eine Elisabeth Elliot nicht am Tod ihres Mannes hängen blieb, sondern die Evangelistin wurde und diese Zeugin des Heilands, die das Evangelium so wunderbar verkündigt hat, dann können Sie auf einmal merken, wie das bis in unsere Tage hinein ist: dass nicht die schweren Dinge unser Leben brechen können, sondern dass wir den Herrn verkündigen, als die Traurigen, aber allezeit fröhlich; als die Armen, die doch viele reich machen; als die, die nichts haben und doch alles haben.
Begnadete Leute, was sind denn das für Leute? Ein Rembrandt, der alles verloren hat, auch seine geliebte Frau Saskia. Ein Calvin, der schreckliche Schmerzen hatte mit seiner Magenerkrankung. Wir können es bei unzähligen Leuten noch verfolgen, wo wir sagen: Mensch, warum war das so, warum wurden die so geführt?
Begnadete Leute, wir sind Begnadete. Lebt würdig der Gnade, auch wenn manches geschieht, was wir nicht verstehen. Seid die fröhlichen Leute des lebendigen Herrn Jesus und verkündet seine ehrliche Botschaft.
Wir wollen noch beten.
Herr, wir danken dir, dass du uns deine ganze Gnade zuwendest. Das ist das Wichtigste, das überdauert alles. Auch dieses kurze, vergehende Leben. Herr, wir wollen uns nicht blenden lassen von einer Welt, die vergeht. Wir wollen dir aber danken für so viel Schönes und Gutes, was du uns gegeben hast: unseren Leib, unsere Gesundheit. Aber es sollen keine Götzen sein, die uns von dir trennen können.
Wir wollen dich bitten, auch in so vielen zerbrechenden Gemeinschaften und Kirchengemeinden heute, in Zeiten des Zerfalls und des Unglaubens, dass du mächtig wirkst, dass du deine Werkzeuge begabt machst durch deinen Heiligen Geist und dass du dein Wort wieder durchdringen lässt durch all die vielen Dienste, die es gibt.
Herr, gebrauche auch uns an dem Platz, wo du uns hingestellt hast. Wir wollen nur deine Diener sein, wir wollen nur dir treu sein, dir gehorsam sein. Mach du etwas aus unserem Leben zu deinem Lob! Amen.

