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König Joschafat
2. Chronik 17-2014.02.2026
SerieTeil 3 / 3Die Könige von Juda
Warum wirkt ein König stark und bleibt doch abhängig? Joschafat zeigt: Mut wächst nicht aus Kontrolle, sondern daraus, Gott zu suchen, wenn dir selbst die Kraft fehlt.

Von der Güte Gottes zur Güte des Menschen

Herr Präsident! Vielen Dank, von Gottes Güte zu singen, das ist eine gute Sache.
Was ist Güte eigentlich? Klären wir vielleicht mal die Begrifflichkeit. Wenn wir 1. Korinther 13 aufschlagen, dann begegnet uns dort ein bunter Blumenstrauß an Eigenschaften der Liebe, an Tunwörtern. Da stellen wir fest: Liebe hat Hände und Füße. Liebe ist nicht abstrakt, sondern sehr konkret.
Und Paulus beginnt diesen wunderbaren Blumenstrauß mit zwei Eigenschaften, das ist ein Zwillingspärchen: Die Liebe ist langmütig, und die Liebe ist gütig. Und eigentlich steht das auf der Vorder- und Rückseite derselben Medaille. Langmut bedeutet, den längeren Atem zu haben, geduldig zu sein, nicht im Sinne von: Ich habe das letzte Wort, sondern: Ich bin geduldig gegenüber einem Menschen, der mich stark herausfordert.
Es ist interessant, das Kopfkino bei euch zu verfolgen. Ja, vielleicht fällt euch da gerade jemand ein. Und Langmut bedeutet einfach, dass wir geduldig sind mit diesem Menschen, und das ist gut. Gottes Langmut ist auch da und hat uns zur Buße geführt.
Und dann geht die Bibel noch einen Schritt weiter und sagt: Es reicht nicht nur aus, dass du gegenüber einem Menschen geduldig bist, sondern du sollst gegenüber diesem Menschen auch gütig sein. Und gütig zu sein bedeutet, dass du diesem Menschen, der dich so extrem herausfordert, auch etwas Gutes erweist.
Stell dir vor, du bist gerade irgendwie unterwegs, machst Gartenarbeit und bist in Brasilien. Du hast einen sehr eng gesteckten Zeitplan und du weißt: Ich schaffe das gerade noch mit dem Rasenmähen, einmal duschen, dann muss ich schon los. Und dann kommt dein Nachbar und hat alle Zeit der Welt, mit dir zu reden. Über Bundesliga oder irgendetwas. Und du denkst: Das passt gerade gar nicht.
Langmut bedeutet: Du hörst dem Mann geduldig zu. Und Güte bedeutet: Du fragst ihn noch, ob er ein Käffchen trinken möchte. Also du tust dem noch etwas Gutes, du setzt noch einen oben drauf.
Und da wird schon deutlich: Wenn wir darüber nachdenken, Güte ist eine Sache, die wir Menschen nicht produzieren können. Güte ist eine Sache, die Gott bewirken kann im Leben eines Menschen, der sich ihm hingibt. Und das ist auch eine Sache, die wir bei Joschafats Leben betrachten können und dürfen.
Und ich habe euch hier wieder einen Vers aus den Sprüchen mitgebracht: Sprüche 20,28. Güte und Treue behüten den König, und durch Güte stützt er seinen Thron. Man kann Güte auch übersetzen mit dem Erweis königlicher Gnade.
Und wenn wir uns das Leben von Joschafat heute anschauen, dann haben wir es da mit einem König zu tun, der äußerst positiv wegkommt. Es ist ja immer spannend zu sehen, welches Fazit die Bibel über das Leben dieses Königs berichtet. Und wir lesen hier in 1. Könige 22,43 wird uns das berichtet über Joschafat: Und er ging den ganzen Weg seines Vaters Asa, er wich nicht davon ab, indem er tat, was recht war in den Augen des Herrn.
Und wenn wir dann in 2. Chronik reinschauen, 17,3: Und der Herr war mit Joschafat, denn er ging auf den früheren Wegen seines Vaters David und suchte nicht die Baalim, sondern er suchte den Gott seines Vaters und lebte in seinen Geboten und nicht so, wie es Israel machte. Und 20,32 kann man noch ergänzend lesen. Also das zieht sich irgendwie durch das Leben dieses Mannes.
Und er ging auf den Weg seines Vaters Asa und wich nicht davon ab, indem er tat, was recht war in den Augen des Herrn. Ja, den Asa hatten wir ja gerade.
Und wenn man sich das Leben Joschafats anschaut, ihr habt schon festgestellt, wir mussten hier so ein bisschen blättern zwischen diesen Kapiteln. Also Joschafats Leben scheint sich ein wenig länger zu erstrecken. Und dann ist natürlich die Frage: Okay, was können wir aus dem Leben von diesem Mann mitnehmen?
Und ich habe euch ein Bild mitgebracht, wie es in meinem Kopf aussah, als ich mich mit Joschafat beschäftigte. Das sind alles ganz lose Gedankenstränge. Wenn du das Leben Joschafats anschaust, dann denkst du: Wo fange ich bei dem Mann eigentlich an, und wo höre ich auf? Das Leben ist so prall, so intensiv, so gut gefüllt, so gut ausgenutzt, so voller göttlicher Gnadenerweise, dass du nicht mehr weißt, wohin und wo vorne ist.
Und das ist natürlich schlecht für eine Predigt, weil ihr sollt ja nicht zerstört oder verstört nach Hause kommen. Aber doch ist es, glaube ich, gut, wenn man sich das so ein bisschen vor Augen führt. Oder um Verständnis wirbt für diese Predigt: Keine Sorge, ich versuche, euch nicht zu verwirren, sondern euch eher mitzunehmen in die Gedankenarbeit zur Struktur auch von der Predigt. Wie liefert man da, oder wie kann man das Leben betrachten, ohne Verwirrung zu stiften? Sondern wie kann man motivieren, so viel Sehnsucht nach der Geschichte von Joschafat zu wecken, dass ihr alle brennt darauf, nach Hause zu kommen, um Joschafat endlich mal durchzustudieren?
Weil das Leben ist wunderschön von Joschafat. Wir finden da so viele Begebenheiten. Joschafat schießt jede Menge Böcke, und Joschafat macht sich so abhängig von dem großen Herrn, und Gott redet in das Leben dieses Mannes hinein, und Joschafat lässt es zu, immer wieder. Und das ist sehr beeindruckend, wenn wir uns das vor Augen führen.
Wenn wir das Leben aus der Vogelperspektive betrachten, das lohnt sich sehr, also 2. Chronik ab Kapitel 17 zu lesen, dann lesen wir ab Vers 6, 7 herum, dass Joschafat aufräumt und den Götzendienst abschafft. Und dass er dann im dritten Jahr seiner Regierung alle möglichen Obersten, Leviten und Priester aussendet, die in Juda das Buch des Gesetzes des Herrn bei sich hatten, herumzogen und lehrten. Also so eine Art Wanderschule schickt er auf die Reise, damit das Volk belehrt wird. Und er schickt nicht nur Leviten und Priester aus, sondern auch Oberste, damit das Ganze sortiert und geordnet geschehen kann.
Dann lesen wir davon, dass das Erschrecken des Herrn über alle Königreiche der Länder kommt, dass sogar Philister und Araber dem Joschafat Geschenke machen. Und dann lesen wir ab Vers 14 in 2. Chronik 17, dass Joschafat ein ganz gewaltiges Heer hat. Ich nehme euch die Arbeit ab, die Beträge da einzeln zu addieren. Wenn er das macht, kommt er auf die Summe von 1.160.000 Soldaten, zusätzlich zu denen, die der König in die befestigten Städte von ganz Juda gelegt hatte.
1.160.000. Und wenn ihr jetzt richtig gut im Rechnen seid, dann werdet ihr feststellen: Moment mal eben, das ist ja genau die Hälfte von seinem Papa, und das ist genauso viel, wie der Opa und der Uropa zusammen hatten. Also alle Soldaten zusammengewürfelt, dann hast du die Zahl, die wir hier gelesen haben: 1.160.000. Erstmalig eine Million hier, ein ganz riesiges Heer, das er hat.
Man könnte sagen: eigentlich ein erfolgreicher Feldherr, der so ausgestattet ist, mit so einer Streitmacht. Und Reichtum und Ehre gehen diesem König voraus und ebnen ihm den Weg, dass selbst seine Feinde ihm Tributzahlungen einfach so vorbeibringen, Geschenke nämlich. Also dieser König wird reich beschenkt.
Und dann geht es weiter, dass der König, das finde ich jetzt sehr sympathisch, gottesfürchtige Justizbehörden einsetzt im ganzen Land. Er sorgt dafür, dass Recht also wirklich auch anwendbar ist und durchsetzbar ist. Immer wieder finden wir, dass er Siege einfährt gegen Moab, gegen Ammon, gegen die Moabiter, dass er zum Beispiel auch einmal kämpft, ohne den Einsatz von Kampfmitteln, sondern einfach durch Lobgesang. Das ist eine sehr schräge Veranstaltung. Also wenn man sich das in seinem Kopf vorstellt: Da zieht ein König los mit einem gewaltigen Chor, und die singen einfach, und Gott schenkt ihnen den Sieg, ohne dass eine Klinge gekreuzt wird. Das ist schon immens, was da passiert.
Er schafft es, dass unter seiner Herrschaft Friede existiert zwischen Juda und Israel. Das ist auch spannend, leider nicht alles so ganz positiv, um diesen Frieden herbeizuführen. Er sorgt nämlich dafür, dass sich sein Königshaus verschwägert mit dem Haus des Königs von Ahab.
Und Ahab, wenn wir wissen wollen, was das für ein König ist, dann wissen wir: Wenn es negativ wird, blättern wir in das Buch der Könige zurück. Und da finden wir das Gesamturteil über König Ahab, 1. Könige 16,30: Und Ahab, der Sohn Omris, tat, was böse war in den Augen des Herrn, mehr als alle, die vor ihm gewesen sind.
Joschafats Sohn, das war der Joram, der heiratet Atalja. Das war die Prinzessin aus dem Nordreich, die Tochter von Ahab und Isebel. Und ich habe mich gefragt: Boah, würde ich sowas zulassen als Vater? Wie geht man um mit so einer Verschwägerung in diese Familie hinein? War dem Joschafat bewusst, in was für eine Familie sein Sohn hineinheiratet? Warum hat er da nicht aufbegehrt, warum hat er da nicht einen Riegel vorgeschoben gegenüber diesem gottlosen König?
Es ist sehr spannend, wenn wir uns das anschauen. Ihr seht hier mal die Könige aus dem Nordreich, all diese waren präsent zu Zeiten von Joschafat: Ahab und dann seine Söhne Ahasja und Joram, die waren alle zugegen, und mit allen drei Königen hat Joschafat auch irgendetwas gemacht.
Wenn wir uns Joschafats Leben anschauen, dann sehen wir den König Joram, der sich verschwägert mit Atalja. Und dann seht ihr darunter: Es ist natürlich sehr spannend, Königin von Juda. Ist die Frage, ob man die als offiziell eingesetzt betrachten darf? Nein, natürlich nicht. Ja, der hat sich einfach selbst die Krone aufs Haupt gesetzt. Also passiert jede Menge in der Generation nach Joschafat.
Also die Allianzen, die er schmiedete, die waren nicht heilig, sondern die waren auch manchmal nicht gut und mit negativen Auswirkungen für die folgende Generation gelebt und geprägt. Ja, Joram und Atalja, Joram, das sieht man dann, Ahasja wird König von Israel, aber auch Joram. Und Joschafat nennt seinen Sohn genauso wie Ahab seinen Sohn nennt. Wir haben das manchmal, dass ein König im Nordreich genauso heißt wie der im Südreich. Das macht es noch verwirrender bei den Königen, da weiß man ja eh manchmal nicht, wo vorne und hinten ist.
Aber es gab einen Joram aus Israel und es gab einen Joram aus Juda. Joram aus Juda, das war der Sohn von Joschafat. Wenn wir uns das anschauen, was er für Allianzen hatte, dann fällt uns da als erstes der König Ahab ins Auge, und das ist dann auch 2. Chronik 18. Da schließt Joschafat ein Bündnis mit Ahab. Wir lesen mal Vers 1: So hatte Joschafat Reichtum und Ehre in Fülle, 2. Chronik 18,1, und er verschwägerte sich mit Ahab.
Und nach Verlauf von einigen Jahren zog er zu Ahab nach Samaria hinab. Das ist irgendwie auch nicht nur eine lokale Angabe, sondern es geht auch mit ihm bergab. Und Ahab schlachtete für ihn und für das Volk, das bei ihm war, Schaf und Rinder in Menge, und er verleitete ihn, gegen Ramoth in Gilead hinaufzuziehen. Und Ahab, der König von Israel, sagte zu Joschafat, dem König von Juda: Willst du mit mir nach Ramoth in Gilead ziehen? Und er sprach zu ihm: Ich bin wie du, und mein Volk ist wie dein Volk, ich ziehe mit dir in den Kampf.
Erinnert so ein bisschen an die Geschichte mit Rut. Bei Rut war es positiv, hier sehr negativ. Joschafat macht deutlich: Dein Volk ist mein Volk und so, und deswegen ziehe ich mit dir. Und eigentlich kann man das Ansehen von Joschafat sogar verstehen. Es geht um Ramoth in Gilead, und Ramoth war eine der Zufluchtstädte, die explizit benannt war, wohin Totschläger fliehen konnten, um sich vor einer eventuellen Blutrache dann in Sicherheit zu bringen. Das ist schon immens.
Also Ramoth in Gilead ist jetzt keine x-beliebige Stadt im Nordreich, und da kann man durchaus verstehen, dass Joschafat geneigt ist, hier seinem Brudervolk beizustehen. Und das tut er dann auch. Er zieht mit ihm in die Schlacht, sagt aber vorher noch: Bevor wir das machen, gibt es hier nicht noch einen Mann Gottes, den wir befragen können? Und der Erhabene hat nicht nur einen an der Hand, sondern direkt 400. Und das sind natürlich dann nicht Männer Gottes, sondern Propheten: Wes Brot ich ess, des Lied ich sing. Und die machen dem Ahab den Mund richtig wässrig und sagen: Hör mal, das geht richtig gut.
Und dann tritt ein Prophet auf, Zedekia, der bastelt sich dann noch so Eisenhörner und sagt: Hiermit wirst du alles umpflügen. Also da geht richtig was ab in dieser Geschichte. Und dem Joschafat wird das aber ein bisschen seltsam, und er sagt: Gibt es hier auch noch einen echten Mann Gottes? Und da sagt Ahab: Ja, gibt noch einen, aber den habe ich nicht so gerne, den Micha. Und er weiß: Der sagt nichts Gutes über mich, sondern immer nur Böses. Und Ahab sagt: Ich hasse ihn.
Und dann sagt Joschafat: Der König rede, spreche nicht so. Also schon integer eigentlich, wie Joschafat auftritt. Er kritisiert hier seinen Bundeskönig und sagt: Das finde ich nicht richtig, was du sagst, über so einen Mann Gottes redet man nicht so. Und Micha kommt dann, und na ja, Micha sagt dann im Ergebnis tatsächlich sogar Gottes Weissagung, spricht er aus, und es kommt dann trotzdem zum Krieg. Die gehen dann trotzdem in die Schlacht.
Und das, was Ahab da macht, das ist wirklich sehr hintertrieben. Ahab sagt: Weißt du was, ich gehe verkleidet in die Schlacht rein, und du lässt deine Königsgewänder an. Also wer eins und eins zusammenzählen kann, der weiß, dass das nicht die cleverste Idee ist. Was auch immer Joschafat da geritten haben muss, er geht tatsächlich als König in die Schlacht. Und die Aramäer, die sind darauf getrimmt. Das ist wie beim Schachspielen: Es geht darum, den König zu fällen, und die haben ihn recht schnell eingekringelt und wollen dann den Garaus machen.
Und dann lesen wir im Buch der Chronik, das lesen wir nicht im Buch der Könige, aber im Buch der Chronik, 2. Chronik 18,31 am Ende: Und der Herr half ihm, und Gott lenkte sie von ihm ab. Gott lenkte sie von ihm ab. Blauen Auge davon.
Aram, der Ahab gar nicht, irgendeiner aus dem feindlichen Heer spannt den Bogen aufs Geratewohl und schießt nicht ins Leere, sondern er trifft den Ahab. Ahab wird tödlich verwundet und stirbt dann auch am Ende des Abends, zur Zeit des Sonnenuntergangs. Joschafat geht dann in Frieden zurück nach Jerusalem, und ihm kommt Jehu entgegen. Und guck mal rein: 2. Chronik 19,1: Also wir betrachten erst mal aus der Vogelperspektive die Geschichte. Und Joschafat, der König von Juda, kehrte in Frieden zurück nach Jerusalem in sein Haus, da ging ihm der Seher Jehu, der Sohn Hananis, entgegen, und er sagte zu dem König Joschafat: Sollst du so dem Gottlosen helfen und die lieben, die den Herrn hassen? Darum ist auf dir Zorn vonseiten des Herrn, jedoch ist etwas Gutes bei dir gefunden worden, denn du hast die Ascheren aus dem Land weggeschafft und dein Herz darauf gerichtet, Gott zu suchen. Du hast dein Herz darauf gerichtet, Gott zu suchen.
Und deswegen ist es so schön, dass wir gerade das Leben von einem anderen König betrachtet haben, wo es auch immer ums Suchen ging, aber der am Ende nur noch die Ärzte gesucht hat. Jetzt ist sein Sohn an der Reihe, und Joschafat ist der, der den Herrn sucht. Und wer tritt ihm entgegen? Das ist auch sehr spannend: Jehu. Und dann bin ich so dankbar, dass die Bibel hier die Ergänzung macht: der Sohn Hananis. Haben wir die Geschichte noch vor Augen, die wir uns gerade angeschaut hatten, wo wir von Asas Verhalten gegen Hanani gelesen haben? Hanani war der Prophet, den Asa in den Block gelegt hat. Und jetzt begegnen sich die beiden Söhne: der Sohn des Propheten, und er muss Gericht predigen, und der Sohn des Königs, der dem Prophetenvater in den Block gelegt hat.
Da ist so viel Brisanz in dieser Begebenheit, oder? Diese Geschichte ist so lebendig und brüht über, was da alles passiert, und wie anders ist hier das Verhalten. Was Joschafat mitgeteilt bekommt, ist: Du hast dein Herz darauf gerichtet, Gott zu suchen. Bei aller Kritik ist das das, was hier festgehalten wird, und das ermutigt mich sehr.
Bei Ahab ist es noch sehr spannend, wenn wir dann auch Könige dazunehmen. Es kommt auch zu zwei Kriegen gegen Aram, gegen den König Ben-Hadad. Und die Aramäer greifen Israel erst mal im Gebirge an, und Gott rettet Israel dann vor diesem König. Und dann sagen die Aramäer: Ach, das ist bestimmt nur ein Gott des Gebirges, dieser Gott Israels, aber nicht ein Gott des Tales. Wir greifen den noch mal im Tal an. Und dann greifen die Aramäer Israel im Tal an, und wieder sagt Gott: Ihr lieben Israeliten, ihr habt es nicht verdient, aber meine Ehre gebe ich keinem anderen. Und wenn die Aramäer denken, dass ich kein Gott des Tales bin, werde ich mich verherrlichen und deutlich machen: Ich bin auch ein Gott, nicht nur.
Und das finde ich jetzt auch, wenn man uns jetzt mal übertragen darf so aufs Leben: Gott ist nicht nur ein Gott für die Höhenflüge in unserem Leben, sondern auch für die Täler, durch die wir auch gehen. Das ist unser Gott, so groß ist er. Und er weist sich so herrlich gegenüber diesem König Ahab.
Und wir haben beim König Ahab so viel Negatives wahrscheinlich im Kopf, auch mit dem Weinberg, mit dem Nabot, den er töten lässt, oder mit Isebel, das ist ja alles so traurig. Aber wir haben auch eine schöne Begebenheit in 1. Könige 21. Schlagt das mal auf, weil das ist uns oftmals nicht bewusst, wenn wir die Bibel lesen, und da ist Ahab ausschließlich negativ, kommt er weg, und das Gesamturteil ist auch schrecklich. Aber wir finden über den König Ahab zum Beispiel auch die Beschreibung 1. Könige 21, ab Vers 27, eine Begebenheit zwischen Elija und Ahab. Da geht es um Nabot, und er wurde ja getötet, und dann begegnet ihm Elia. Und dann steht 1. Könige 21,27: Und es geschah, als Ahab diese Worte hörte von Elia, da zerriss er seine Kleider und legte Sacktuch um seinen Leib und fastete, und er lag im Sacktuch und ging still einher. Da geschah das Wort des Herrn zu Elia, dem Tischbiter: Hast du gesehen, dass Ahab sich vor mir gedemütigt hat? Weil er sich vor mir gedemütigt hat, will ich das Unheil nicht in seinen Tagen kommen lassen, erst in den Tagen seines Sohnes werde ich das Unheil über sein Haus kommen lassen.
Das ist die Begebenheit oder das ist das Bündnis, was Joschafat mit Ahab hat, was er damit alles macht. Dann gibt es eine weitere Sache, wenn wir dann in 2. Chronik zurückblättern. Wieder 2. Chronik 18 ist wie gesagt diese Begebenheit, den Krieg, den er mit Ahab zusammen startet, und die Kritik dann von Jehu ab 2. Chronik 19. 2. Chronik 19, ab Vers 4 beginnt dann die Beschreibung, dass Joschafat eine funktionierende Rechtspflege einsetzt. Er setzt Richter im ganzen Land ein. Dann lesen wir zum Beispiel Vers 7: Und er ist mit euch, wenn ihr Recht sprecht, so sei denn der Schrecken des Herrn über euch. Habt Acht, wie ihr handelt, denn bei dem Herrn, unserem Gott, ist kein Unrecht, kein Ansehen der Person und kein Annehmen von Geschenken.
Auch in Jerusalem bestellte Joschafat Leviten, Priester und Familienoberhäupter Israels für das Gericht des Herrn und für die Rechtsstreitigkeiten der Einwohner von Jerusalem. Das finde ich sehr beeindruckend, was er alles in die Wege leitet, dieser Joschafat. Das ist schon schön, was er macht.
Dann kommt ein ganz interessanter Einschub: 2. Chronik 20. Joschafat sieht sich einer gewaltigen Übermacht der Ammoniter gegenüber, und dann lesen wir 2. Chronik 20,3: Da fürchtete sich Joschafat und richtete sein Angesicht darauf, den Herrn zu suchen. Und wir lesen noch den Vers 6: Herr, Gott unserer Väter, bist du es nicht, der der Gott im Himmel ist, und bist du nicht Herrscher über alle Königreiche der Nationen, und in deiner Hand ist Kraft und Macht, und niemand kann gegen dich bestehen? Hast du, unser Gott, nicht die Bewohner dieses Landes vor deinem Volk Israel vertrieben und es den Nachkommen Abrams, deines Freundes, gegeben für ewig? Dann heißt es weiter: Dann wirst du hören und retten. Und Vers 12 am Ende: Denn in uns ist keine Kraft vor dieser großen Menge, die gegen uns kommt, wir erkennen nicht, was wir tun sollen, sondern auf dich sind unsere Augen gerichtet.
Und ganz Juda stand vor dem Herrn mit ihren Kindern, ihren Frauen und ihren Söhnen. Also jemand, der explizit Gott sucht. Und dann kommt Jahasiel und weissagt ihm: Fürchte dich nicht, Gott wird dir den Sieg entsprechend schenken. Und dann machen sie sich morgens auf Richtung Wüste Tekoa, um die Schlacht zu führen, aber sie führen sie nicht mit diesen Schwertern, das hatten wir gerade, sondern mit einem Lobpreisgesang. Also eine Menge, die singt, und Gott gibt das Feindliche, diese gewaltige Übermacht, in die Hände von Joschafat. Vers 30: Und sein Gott schaffte ihm Ruhe ringsumher.
Ruhe und Suchen, die beiden Vokabeln, die bei dem Leben seines Vaters so ausschlaggebend waren, tauchen hier auch wieder auf. Und Gott schreibt Geschichte mit dem Leben dieses Mannes.
Es gibt dann noch eine weitere Begebenheit mit König Joram, da kämpft er gegen Moab, der Prophet Elisa ist es, der daraufhin Joschafat tadelt, und dann gibt es noch ein missglücktes Gold-Joint-Venture, so kann man es nennen, mit dem König Ahasja. Das lesen wir in 2. Chronik 20,35: Danach verband sich Joschafat, der König von Juda, mit Ahasja, dem König von Israel. Dieser handelte gottlos, und er verband sich mit ihm, Schiffe zu bauen, um nach Tarsis zu fahren, und sie bauten Schiffe zu Ezjon-Geber. Und Eliezer, der Sohn des Dodawa von Marescha, weissagte gegen Joschafat und sprach: Weil du dich mit Ahasja verbunden hast, wird der Herr dein Werk zerstören. Und die Schiffe wurden zertrümmert und konnten nicht nach Tarsis fahren.
Das lesen wir, und damit endet dann auch die Begebenheit oder die Geschichte von Joschafat. Joschafat legt sich dann zu seinen Vätern und wird begraben.
Wenn wir uns das Leben hier noch einmal so anschauen: Es startet, es passiert viel mit Ahab, er führt ein Rechtssystem ein, er führt sein Volk mit Gesang in den Krieg hinein, Gottes Urteil wird über ihn ausgesprochen, das haben wir uns am Anfang vor Augen geführt. Es ist sehr positiv, was über Joschafat geschrieben wird, dann wird seine Vita im Kurzablauf gegeben, noch mal mit Ahasja und Joram, und dann stirbt der König.
Was mir geholfen hat, wenn man so ein Leben betrachtet, und das ist ja wirklich sehr viel, dass man manchmal denkt: Okay, wie kriege ich das jetzt für mich sortiert? Da möchte ich euch einfach mitgeben, was vielleicht eine Möglichkeit sein kann, euch zu helfen. Und zwar habe ich versucht, das Ganze chronologisch darzustellen, immer was passiert, einfach nur stichpunktartig kurz zusammenzufassen, wer waren die Gegner, wer war ein Prophet, der auftaucht, und wo taucht es auf in 1. Könige oder in 2. Chronik.
Und dann startet alles glänzend, alle Königreiche der Länder bringen ihm Tribut, Philister und Araber werden explizit genannt, es kommt zum Bündnis mit Ahab gegen die Aramäer, interne Gegner sind eigentlich 400 Propheten, insbesondere dieser Prophet Zedekia, der sich Hörner bastelt, und wer ihm hilft, sind Prophet Micha, der deutlich Gottes Worte redet, und der Prophet Jehu, der Sohn des Hanani, der ihm dann entgegenkommt.
Er führt die Rechtspflege ein, er kämpft gegen diese Übermacht der Moabiter, Ammoniter und der Moabiter auf dem Gebirge Seir, und der Prophet, der ihn unterstützt, ist der Jahasiel. Das finden wir übrigens nur in 2. Chronik, diese Begebenheiten, die richtig schön sind auch.
Dann Gottes Urteil über sein Leben finden wir in beiden Büchern, 1. Könige und 2. Chronik. Wir finden das Bündnis mit Ahasja, da tritt dann der Prophet Eliezer auf. Und wir finden, und das ist jetzt sehr spannend, im zweiten Königbuch, also nicht mehr im ersten, sondern im zweiten, da finden wir das Bündnis mit Joram, wo Elisa entgegenkommt und sagt: Wäre Joschafat nicht bei dir, lieber Joram, dann würde ich dir überhaupt nichts sagen, aber weil Joschafat da ist, deswegen gestatte ich es mir, dass ich entsprechend Gottes Worte hier reden kann. Und dann kommt es zu seinem Tod.
Nochmal die drei Bündnisse im Überblick: mit Ahab, mit Ahasja und mit Joram. Was auffällt ist: Die Präsentation kann ich euch gerne hier lassen übrigens. Was auffällt ist, wir haben endlich mal wieder einen König, wir haben endlich mal wieder einen König, der richtig glänzend hervorstrahlt von Anfang bis Ende, wo man eigentlich so wenig, ja, man findet ein paar Brüche irgendwie, aber Gott schreibt auf diesen krummen Linien sehr, sehr gerade im Leben dieses Königs.
Mich hat das Ganze aber doch sehr in Bredouille gebracht, weil ich gedacht habe: Wie schafft man es, so eine Fülle, die dargestellt wird in der Bibel, herunterzubrechen, dass wir nicht eine Fünf-Stunden-Predigt haben, sondern ein bisschen kürzer, die auch fertig sind, weil es so viel ist? Ich habe Kommentare gewälzt, mir Predigten angehört und dann auch eine Predigt, die ich angehört habe von Olaf Latzel. Und der hatte vier Punkte, die fand ich sehr gut, die wollte ich euch mitgeben.
Er sagte, es ist gut, wenn wir so einen Bibeltext haben, der einen nahezu erschlägt, dass man sich vier Fragen immer wieder stellt: Weiß ich da schon, was Gott mir sagt? Weiß ich da schon, was Gott mir sagt? Oder wo ist was Neues auch dabei? Habe ich da schon, was dieser Mann Gottes, dieser Joschafat hat? Tue ich das schon? Ja, die Bibel möchte uns immer wieder neu in Bewegung setzen und motivieren. Und bin ich da schon? Das ist ja dann eine Wesensänderung.
Und das finde ich einen sehr schönen Antritt, damit, dass wir uns jetzt mal die ersten Verse aus 2. Chronik 17 anschauen. Also wir werden uns 2. Chronik 17 nur die ersten sechs Verse anschauen und uns dann drei Punkte mitnehmen für unseren Alltag: Weiß ich das schon, habe ich das schon, tue ich das schon, bin ich das schon? Und ich glaube, dass das wichtig ist.
Warum? Weil wir sonst ganz schnell auch in Gefahr geraten, in so ein Hamsterrad zu geraten. Ich stelle das oft fest, dass man manchmal wie so ein Getriebener ist. Du verfolgst verschiedene Projekte. Du liest vielleicht mehrere Bücher gleichzeitig. Dagegen ist übrigens nichts einzuwenden, es ist wie eine Mahlzeit. Also du isst ja zum Frühstück etwas anderes als zum Abendessen, und deswegen ist es gut, wenn man morgens eine gute Lektüre hat und abends eine ganz andere, dass du richtig feste Speise hast und auch mal zwischendurch ein schönes Gedicht, wie so ein, das ist übrigens hier, euer Pfannkuchen ist bei uns ja der Berliner. Also auch so etwas Schönes, was man sich irgendwie zwischendurch auch mal zu Gemüte führen kann. Und das ist gut.
Also lest gerne, wenn ihr mehrere Bücher auf dem Nachttisch habt, ist das eine perfekte Ausgangslage. Und ich finde das gleichzeitig halt wichtig, wenn man sich so beschäftigt in der Bibel und dann feststellt, es ist einfach zu viel. Was kann ich hier jetzt rausziehen für mein Leben? Da nicht einfach sich vollzudröhnen und zu sagen, es geht darum, möglichst viel Wissen, Wissen, Wissen anzureichern, sondern die Bibel warnt uns eigentlich vor zwei Gefahren, die man gut mit Nahrungskrankheiten bezeichnen kann.
Die eine Krankheit, die es gibt, wenn man an Nahrung denkt, ist, dass man ja eigentlich so magersüchtig sein kann oder werden kann und sagt: Ich versuche so wenig wie es geht aufzunehmen. Das ist nicht gut. Wenn wir es auf die Bibel anwenden, ist es gut, Bibel regelmäßig zu lesen.
Eine andere Krankheit, die es auch gibt bei Nahrungszunahmen, ist, dass man zwar jede Menge isst, vielleicht sogar frisst, aber das Ganze wieder dann auf dem falschen Weg nach draußen befördert. Und auch das ist, glaube ich, eine Gefahr, die wir beim Bibellesen haben können, dass du jemand vielleicht bist, der ein wahnsinniges Wissen hat, der Gottes Wort liest wie verrückt, aber der es nicht verdaut ist, der nicht damit nachdenkt und nachsinnt und sagt: Was bedeutet das für mein Leben?
Es gibt hochgebildete Theologieprofessoren, die keine lebendige Beziehung zu Jesus Christus haben. Da ist irgendwas falsch, oder? Deswegen ist es so wichtig, wenn wir Gottes Wort lesen, es auch anzuwenden auf unser Leben und uns nicht zu verzetteln und zu sagen: Es geht nur darum, dass ich wie verrückt lese und dann ist gut, sondern auch immer wieder zu sagen: Herr, was möchtest du mir sagen mit deinem Wort? Gottes Wort ist lebendig, darf den Anspruch haben, dass es wirkt, lebendig ist, in unser Leben hineinspricht. Das Alte Testament sagt sehr deutlich: Kein leeres Wort ist für euch, sondern es ist unser Leben. Ja, das ist Gottes Wort. Und Gott hat sich an sein Wort gebunden, Gott ist ein Gott des Buches. So schön, ja.
Ja, wir lesen 2. Chronik 17, die ersten sechs Verse, und werden die dann durchgehen. Und heute, jetzt dürfte er sitzen bleiben, auch wenn da zweimal Suchen vorkommt. 2. Chronik 17, die ersten sechs Verse:
Und sein Sohn Joschafat wurde an seiner Stelle König, und er erwies sich stark gegenüber Israel. Er legte Streitkräfte in alle befestigten Städte Judas und legte Besatzungen in das Land Juda und in die Städte Ephraims, die sein Vater Asa eingenommen hatte. Und der Herr war mit Joschafat. Denn er ging auf den früheren Wegen seines Vaters David und suchte nicht die Baalim, sondern er suchte den Gott seines Vaters und lebte in seinen Geboten und nicht so, wie es Israel machte. Und der Herr befestigte das Königtum in seiner Hand, und ganz Juda gab Joschafat Geschenke, und er hatte Reichtum und Ehre in Fülle. Und sein Herz gewann Mut auf den Wegen des Herrn, und er beseitigte wieder die Höhen und die Ascherim aus Juda.
Wir gehen den Abschnitt hier noch mal ganz kurz nur durch, und dann nehmen wir uns drei Punkte mit für unseren Alltag.
Sein Sohn Joschafat wurde an seiner Stelle König, und er erwies sich stark gegenüber Israel. Das ist schon sehr spannend, wie wir hier starten. Wenn wir uns die Vorfahren von Joschafat anschauen, dann zeichneten die sich vor allen Dingen dadurch aus, dass überhaupt keine Ruhe war mit dem Brudervolk, dem Nordreich Israel, sondern dass das Südreich Juda immer wieder Konflikte hatte mit dem Nordreich Israel.
Wenn wir an Rehabeam denken mit der Reichsteilung, dann finden wir die Aussage in 2. Chronik 12,15 am Ende: Und die Kriege zwischen Rehabeam und Jerobeam dauerten die ganze Zeit an. Nordreich und Südreich immer wieder nur in Konflikt.
Dann gehen wir auf das Leben seines Sohnes, des Abija, und das haben wir uns gestern Abend angeschaut. Im Unterschied zum Königebuch, das uns nur von der Sünde Abijas berichtet, beschreibt uns das Chronikbuch ausschließlich die Schlacht, die der Abija führt gegen Jerobeam. Dann haben wir uns gerade Asa angeschaut, und Asa hatte so ein tolles Leben, und dann kommt es doch zu diesem Konflikt mit Bascha, dem König von Israel, und es kommt zu diesem gewaltigen Konflikt, dass sich Asa verbündet mit Ben-Hadad aus Aram, dieses Bündnis eingeht, was nicht gut war und wofür er auch getadelt wird.
Und jetzt haben wir hier einen König, der erstmalig, der Joschafat, der erstmalig schafft, dass er sich stark erweist gegenüber Israel. Dann lesen wir in den Versen 2 bis 4, dass er ein König ist, der Gott sucht, nicht so wie sein Vater, der am Ende seines Lebens nur noch die Ärzte gesucht hat. Sein Sohn sucht wieder an seiner richtigen Stelle, und Joschafat startet mit einer ganz entschlossenen Opposition gegen das götzdienerische Nordreich. Das ändert sich leider bereits im nächsten Kapitel, das hatten wir mit dem Bündnis der Verschwägerung mit Ahab, aber Joschafat startet erst einmal gut.
Vers 5: Der Herr befestigte das Königtum in seiner Hand, und ganz Juda gab Joschafat Geschenke, und er hatte Reichtum und Ehre in Fülle. Das finde ich so schön. Vielleicht bist du ein treuer Nachfolger von Herrn Jesus und denkst: Lohnt sich das? Und wir hatten gerade eben diesen Vers, 1. Korinther 15,58: Unsere Mühe im Herrn ist nicht vergeblich.
Mit dem Herrn Jesus stehen wir nicht auf der Seite des Verlierers, auch wenn es vielleicht so aussieht hier in unserem Leben. Wir sind Menschen, die durch den Horizont blicken dürfen, wir sind Menschen, die eine Ewigkeitshoffnung im Herzen haben, die hier nicht die Antwort auf alle Fragen haben, die sich unser Leben stellt, wo wir manchmal den Alltag durchbuchstabieren, weil wir manche Sachen nicht begreifen. Aber Gott ist ein Gott, der treu ist, der zu einem steht. Und bei Joschafat, der durfte das sogar tatsächlich erleben, noch zu seinen Lebzeiten. Seine bedingungslose Nachfolge macht ihn überhaupt nicht zum Verlierer.
Und dann lesen wir in Vers 6: Sein Herz gewann Mut auf den Wegen des Herrn, und er beseitigte wieder die Höhen und die Ascherim aus Juda. Und 1. Könige 22,47 wird ergänzt: Auch rottete er aus dem Land den Rest der Tempelhure aus, die in den Tagen seines Vaters übrig geblieben waren. Also wir sehen, wie viel man aufräumen musste. Wir haben schon gedacht, bei Asa ist alles in Ordnung, man stellt fest, es ist immer noch Dreck am Stecken, und es ist ein permanenter Kampf gegen Sünde.
So viel zu diesen sechs Versen. Und wir wollen uns nur drei Punkte mitnehmen für heute: sein Name, sein Suchen und sein Segen.
Sein Name, Joschafat, bedeutet: Jahwe richtet. Gott richtet. Das klingt bei uns so ein bisschen an Schafott, das kennen wir, das ist der Ort, wo man kopfgekürzt gemacht wird. Und wenn wir uns das anschauen, Gott richtet, dann ist das ja eine ganz interessante Beschreibung. Gott richtet.
Wir haben in der Bibel die Beschreibung eines Anklägers, der Tag und Nacht nichts Besseres zu tun hat, als uns zu verklagen. Und das macht uns die Bibel in der Offenbarung sehr deutlich, dass der Teufel, der Widersacher Gottes, Tag und Nacht uns anklagt. Und wenn wir uns diesen Namen von diesem König anschauen, Gott richtet, dann führt uns das vor Augen, dass Gott zwei große Gerichte für jeden Menschen hat, und dass jeder von uns Menschen in eines dieser Gerichte hinein muss.
Das eine Gericht, das fand vor gut zweitausend Jahren statt auf einem Hügel, wo Jesus Christus am Kreuz gestorben ist für deine und meine Schuld, wo der Gerechte diese Schuld der Welt auf sich nimmt, wo der, der keine Sünde kannte, für uns zur Sünde gemacht wurde, wo der, der versucht wurde und immer wieder standhielt, am Kreuz ausrufen muss: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
Das ist das eine Gericht, das eine Gericht, wo Gott sagt: In eines dieser Gerichte musst du als Mensch hinein. Ein Gericht, was schon längst stattgefunden hat, wo einer stellvertretend für deine Schuld gestorben ist.
Es gibt ein zweites Gericht, und da wird die Bibel auch sehr deutlich: ein Gericht, was kommen wird. Denn die Bibel sagt, dass einmal jedes Knie sich beugen wird vor Jesus Christus. Dieses Gericht kommt wann auch immer, es liegt in der Zukunft. Aktuell wissen wir nicht, wann der Herr kommt, aber eines Tages wird es zu spät sein, dieses stellvertretende Gericht in Anspruch zu nehmen, diese Möglichkeit zu nehmen, dass ein anderer für deine Schuld bezahlt.
Wir haben in Deutschland den Paragraph 46 im Strafgesetzbuch, und der führt aus: Die Schwere der Schuld ist die Grundlage für die Zumessung der Strafe. Bedeutet: Wenn Schuld da ist, dann hat da eine Strafe zu folgen. Und das ist eine sehr intensive Aussage. Strafe ist die Konsequenz für unsere Schuld.
Und die Frage, die ich mir bei dem Namen gestellt habe, Joschafat, Jahwe richtet, ist die Frage: Bin ich gerichtet oder werde ich gerichtet? Und das macht neu dankbar für das, was Jesus am Kreuz getan hat. Für meine Schuld, dass ich hier stehen darf und sagen darf: Ich bin bereits gerichtet. Und das macht der Herr mir an so einem Namen deutlich: Gott ist ein Gott, der richtet. Aber bei mir hat er gesagt: Mein Sohn hat für dich bezahlt, die Schuld bei dir ist weg, die ist ausgelöscht.
Ich bin gerichtet, nicht ich werde gerichtet. Ich bin gerechtfertigt, seine Gerechtigkeit wird mir zugerechnet. Was ist das für ein Tausch: Der, der ohne Sünde ist, hängt am Kreuz für meine Schuld, und seine Gerechtigkeit wird mir zugerechnet. Ich werde nicht mehr bestraft. Ich bin freigesprochen, ich werde nicht mehr verurteilt.
Paulus schreibt das im Kolosserbrief 2,14: Er hat den Schuldschein gegen uns gelöscht, den in Satzung bestehenden, der gegen uns war, und hat ihn aus unserer Mitte fortgeschafft, indem er ihn ans Kreuz nagelte. Da hängt mein Schuldschein. Die Schuld ist bezahlt. Wo ist dein Schuldschein? Trägst du deinen Schuldschein noch rum oder hängt er am Kreuz?
Joschafat bedeutet: Jahwe richtet. In welchem Gericht bist du drin? In dem Gericht, was schon stattgefunden hat, wo das Angebot einfach nur steht, was du annehmen brauchst? Oder das Gericht, was noch kommen wird? Wir finden die Ansage in Markus 16,16: Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird gerettet, wer aber ungläubig ist, wird verdammt werden. So deutlich ist die Botschaft der Bibel. Da gibt es nicht irgendwie ein Dazwischen.
Das ist sein Name, und sein Name hat mich sehr stark getröstet.
Das zweite ist sein Suchen, und das finde ich kostbar. Wir haben mit Joschafat einen König, der nicht die Baalim sucht, 2. Chronik 17,4, sondern der den Gott seines Vaters sucht. Das ist Joschafats Suchen. Suche ist eine wichtige Vokabel im Leben seines Vaters Asa, aber er, der die ganze Zeit den Herrn gesucht hat, hat am Ende seines Lebens nur noch die Ärzte gesucht. Und jetzt haben wir hier den Sohn dran, und der Sohn ist wieder ein König, der Gott sucht mit ganzem Herzen.
Und das ist ja sehr spannend, wie Gott das hier beschreibt in seinem Wort, Vers 3: Und der Herr war mit Joschafat, denn er ging auf den früheren Wegen seines Vaters David und suchte nicht die Baalim, sondern er suchte den Gott seines Vaters und lebte in seinen Geboten. Ich habe mich gefragt: Warum kommt hier David plötzlich mit rein? Was zeichnet David eigentlich aus? War es der Ehebruch mit Batseba, war es der Kampf, den David hatte gegen diesen Riesen Goliath, den er mit seiner eigenen Waffe geschlagen hat, war es, dass viele Menschen töten, das ihn für den Bau des Tempels gesperrt hat, waren es seine Psalmen?
Ich glaube, da sind wir der Antwort am nächsten gekommen. Wir finden in den 150 Psalmen sieben Bußpsalmen, und in den meisten Fällen dieser Bußpsalmen steht Davids Name drüber in der Überschrift. Wenn wir an Psalm 51 denken, das ist mit Sicherheit so das eindrücklichste Beispiel. David macht Ehebruch mit der Frau eines seiner Soldaten, mit Uria, und David schreibt diesen Psalm, und der Name ist betitelt mit seinem Namen, und David tut Buße.
Das, was Davids Leben ausgemacht hat, ist ein bußfertiges Herz. Das, was David auszeichnet, ist nicht, dass er ein Mann war, der den Goliath besiegt hat, sondern dass sein Herz darauf gerichtet war, Gott zu suchen und Vergebung in Anspruch zu nehmen bei den ganzen Fehlschlägen, die er hatte. Wenn David eine Sache erkannt hat, dann war es der Umstand, dass er aufrichtig Buße tun durfte, um umzukehren zu seinem Herrn und wieder in Beziehung zu kommen zu seinem Schöpfer.
Und das finden wir hier auch beim König Joschafat, dieses Suchen sehr intensiv wiedergezeichnet. 2. Chronik 17,4 haben wir gelesen: Er suchte den Gott seines Vaters und lebte darin. Wir blättern weiter, 2. Chronik 19, das haben wir schon gelesen, das ist das mit Jehu, dem Sohn Hananis, den sein Vater in den Block gesperrt hat. Und was sagt Jehu zu ihm? Jedoch ist etwas Gutes bei dir gefunden worden, denn du hast die Ascheren aus dem Land weggeschafft und dein Herz darauf gerichtet, Gott zu suchen. Gott zu suchen. Joschafat, ein Mann, ein König, der Gott sucht.
Dann lesen wir weiter 2. Chronik 20, Vers 3 und 4. Joschafat sieht sich einer Übermacht gegenüber, einem gewaltigen Heer. Wir haben es auch schon gelesen: 2. Chronik 20,3: Da fürchtete sich Joschafat und richtete sein Angesicht darauf, den Herrn zu suchen, und er rief ein Fasten aus in ganz Juda. Und Juda versammelte sich, um vor dem Herrn Hilfe zu suchen. Sogar aus allen Städten Judas kam sie, um den Herrn zu suchen. Zu suchen, zu suchen, zu suchen, zu suchen, zu suchen, immer wieder zu suchen.
Das finde ich so beeindruckend, wie die Bibel hier das beschreibt. Hier ist ein König, der nicht sagt: Ich habe die Antworten auf alles. Sondern ein König, der kapituliert und sagt: Ich suche dich, Herr, ich suche dich. Es fällt uns doch so schwer, uns Männern einzugestehen, dass wir es manchmal nicht wissen, oder? Und dann zu sagen: Aber ich suche den Herrn und erbitte von ihm Weisheit für meine Wegleitung.
Das finde ich so schön, was für ein gewaltiges Vorbild Joschafat ist.
Joschafat stirbt dann, und dann kommt sein Sohn Joram, erhält einen Brief von Elia, und das finden wir in 2. Chronik 21,12, also auch postmortal noch hat das Auswirkungen: 2. Chronik 21,12. Da gelangte ein Schreiben von dem Propheten Elia an ihn, das ist Joram jetzt, sein Sohn, das lautete: So spricht der Herr, der Herrscher, der Gott deines Vaters David, weil du nicht auf den Wegen deines Vaters Joschafat und auf den Wegen Asas, des Königs von Juda, gegangen bist usw.
Und dann kommt sein Enkel Ahasja an die Macht, und da finden wir explizit die Vokabel mit dem Suchen noch einmal, 2. Chronik 22,9: Und er suchte Ahasja, und man nahm ihn gefangen, als er sich in Samaria versteckt hielt, und sie brachten ihn zu Jehu und töteten ihn, und sie begruben ihn, denn sie sagten: Er ist ein Sohn Joschafats, der den Herrn mit seinem ganzen Herzen gesucht hat.
Merkt ihr, was das für eine Auswirkung hat? Plötzlich in so einem gottlosen Volk, was hingeht, einen König umbringt und dann sagt: Aber wir begraben den, weil sein Opa war es ja dann. Das war einer, der den Herrn von ganzem Herzen gesucht hat. Inmitten dieser unheiligen Welt bekommen Menschen plötzlich einen gewaltigen Respekt vor einem König, der schon verstorben ist, aber der den Herrn von ganzem Herzen gesucht hat. Und das finde ich so beeindruckend.
Und deswegen die Frage an dich und an mich: Suchst du noch, suchst du noch?
Und für die, die mitschreiben, einfach mal vier Bibelstellen, die wir uns mitnehmen können: 5. Mose 4,29. Dann werdet ihr von dort den Herrn, deinen Gott, suchen, und du wirst ihn finden, wenn du ihn mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele suchst. Jeremia, dieser weinende Prophet, der darf sagen in Jeremia 29,13: Und ihr werdet mich suchen und finden, denn ihr werdet nach mir fragen mit eurem ganzen Herzen. Im Psalm 105,4: Fragt nach dem Herrn und seiner Stärke, sucht sein Angesicht beständig. Und dann sagt unser Herr Jesus in Matthäus 7,7: Bittet, und es wird euch gegeben werden, sucht, und ihr werdet finden, klopft an, und es wird euch geöffnet werden. Denn jeder, der bittet, empfängt, und der sucht, findet, und dem Anklopfenden wird geöffnet werden.
Der Schreiber des Hebräerbriefs ermutigt uns, dass die, die Gott nahen, glauben müssen, dass er ist und denen, die ihn suchen, ein Belohner ist. Das ist unser Gott, der gesucht und gefunden werden möchte. Und wir finden ihn in seinem Wort. Herr, so kostbar ist sein Suchen.
Und dann schließen wir mit dem Letzten: sein Segen. Wenn wir uns Joschafats Leben anschauen, deswegen war das am Anfang erforderlich, dass wir mal so im Schnelldurchgang einfach stakkatoartig die einzelnen Abschnitte aus seinem Leben betrachten mussten, dann hat Joschafat mehrfach vor riesigen Hindernissen gestanden.
Joschafat hat einen Krieg mit Ahab geführt gegen die Aramäer, wo 400 Propheten weissagten und sagten: Zieht auf jeden Fall in die Schlacht. Aber er pocht darauf, dass ein Mann Gottes herangeführt wird, der ihm die Wahrheit sagt. In diesem Krieg selbst ist es so, dass Ahab sich verkleidet und Joschafat wie so eine lebendige Zielscheibe durch die Schlacht läuft. Da fehlte nur noch das Fadenkreuz auf dem Rücken.
Wenn wir das weitere Leben anschauen, dann lesen wir von dem Sieg über die Übermacht der Ammoniter, wo Joschafat dieses gewaltige Gebet spricht: Denn in uns ist keine Kraft vor dieser großen Menge, die gegen uns kommt. Wir erkennen nicht, was wir tun sollen, sondern auf dich sind unsere Augen gerichtet.
Ich finde das so ein beeindruckendes Gebet. Wir stehen doch manchmal auch vor Herausforderungen, wo wir nicht wissen, wie es weitergeht, wo wir vielleicht zukunftsmäßig irgendetwas neu zu planen haben und dann nicht wissen, wie es geht. Und Joschafat sagt: Herr, auf dich sind unsere Augen gerichtet. Wir möchten in deiner Spur gehen, dich suchen und dich finden auf den Wegen.
Und Joschafat erkennt so seine Ohnmacht, der sagt hier als ein König von einem Millionenheer: In uns ist keine Kraft. Ich habe so noch keine Regierungserklärung vernommen, ich habe noch keinen Mächtigen dieser Erde sagen können: In uns ist keine Kraft. Ja, es ist eher so ein Klirren mit Säbeln und: Yes, we can. Aber wir schaffen es nicht. Joschafat ist so ermutigend anders. In uns ist keine Kraft, wir wissen nicht, was wir tun sollen.
Joschafat ist der erste König mit dem Millionenheer im Rücken, aber darauf stützt er sich nicht. Das macht mir persönlich Mut. Das ist eine richtig schöne Antrittserklärung für meinen Alltag, oder? Zu sagen, zu kapitulieren und zu sagen: Hey, ich schaffe es nicht, ich habe es nicht drauf, ich bin begrenzt, in mir ist keine Kraft. Und mir ist egal, wie die Umfragewerte sind. Es geht um dich, Herr, nicht um mich.
Was für ein beeindruckendes Zeugnis von diesem König. Er ist entwaffnend, er gibt eine Bankrotterklärung ab, aber er verzweifelt nicht, sondern wendet seine Augen auch nicht ab, sondern er wendet seine Augen zu wem? Zu dem großen Gott. Auf dich sind unsere Augen gerichtet, das sagt er. Auf dich sind unsere Augen gerichtet.
Und er bekommt vom Propheten Jahasiel dann zu hören, wenn wir das noch einmal lesen: Das ist 2. Chronik 20,12. Denn in uns ist keine Kraft. Und dann sagt ihm der Prophet Jahasiel in Vers 15: Und er sprach: Merk auf, ganz Juda und ihr Bewohner von Jerusalem, 2. Chronik 20,15, und du, König Joschafat, so spricht der Herr zu euch: Fürchtet euch nicht und seid nicht niedergeschlagen vor dieser großen Menge, denn der Kampf ist nicht eure Sache, sondern Gottes.
Wie schön, oder? Der Kampf ist nicht unsere Sache, sondern Gottes.
Und so schließlich mit einer Beobachtung, die ich hier sehr schön finde in 2. Chronik 20,13: In diesem Gespräch, wo Joschafat kapituliert und wo Jahasiel dann Mut zuspricht, finden wir diesen interessanten Hinweis: Und ganz Juda stand vor dem Herrn mit ihren Kindern, ihren Frauen und ihren Söhnen.
Das beeindruckt mich ganz intensiv. Ich glaube, das ist somit der größte Triumph, den Joschafat über sein Leben schreiben kann, dass es gelingt, ganze Familien heranzuführen, um Gott als den Allmächtigen kennenzulernen. Und so schließe ich mit einem Zitat aus einem Buch, was ihr mittlerweile kennt, glaube ich, zielstrebig von Steve Farrar, und er schreibt hier Folgendes:
Also ich finde das so schön, dass die ganze Familie dasteht und zuhört: Frauen, Kinder, die Söhne, ganz Juda steht vor dem Herrn und bekommt das mit, wie ein König kapituliert und wie ein Prophet ermutigt. Steve Farrar warnt hier in diesem Buch Folgendes. Er schreibt hier: Unvernünftige Erwartungen der Gemeinde können uns manchmal einschüchtern, wenn es um Familie geht. Dumme Erwartungen in unserem Job können uns auch manchmal einschüchtern, aber das Leben ist zu kurz. Diese Kinder werden im Handumdrehen fort sein, dann wird deine Gelegenheit, ihr Leben zu formen und zu prägen, für immer vorbei sein. Lass dich nicht vom Feind dazu verleiten, exzessive Arbeitstage zu schieben, um deinen Kindern mehr Sachen geben zu können. Deine Kinder brauchen nicht mehr Sachen, sie brauchen dich, und sie wollen dich. Je mehr Zeit du mit ihnen verbringen kannst, desto mehr werden sie so sein wollen wie du, und desto mehr werden sie den himmlischen Vater lernen wollen, der dich zu so einem großartigen Papa gemacht hat. So führt man seine Kinder zu Christus.
Der Herr war derjenige, der bei Joschafat das Königtum in seiner Hand befestigt hat. Und dann endet diese Begebenheit mit Joschafat mit dieser gewaltigen Aussage: Sein Herz gewann Mut auf den Wegen des Herrn. Das wünsche ich, dass wir es mitnehmen aus dem Leben von Joschafat, dass unser Herz Mut gewinnt auf den Wegen des Herrn, dass wir in der Spur bleiben und neue Kraft bekommen, weil es richtig ist, dem Herrn nachzufolgen und ihm zu dienen.
Ja, lasst uns noch aufstehen, ich bete gerne noch.
Lieber Herr Jesus, es ist einfach ein gewaltiges Geschenk, dass wir beten dürfen und dass du ein Hörer des Gebetes bist, dass wir füreinander beten und eintreten dürfen und du siehst, was jeden Einzelnen hier im Raum bewegt und beschäftigt, Herr. Es gibt Phasen im Leben, wo wir himmelhoch jauchzend sind, und es gibt Phasen, wo wir durchbuchstabieren, was es bedeutet, in der Nachfolge zu stehen, Herr. Aber du bist der treue Gott, bei dir ist keine Veränderung noch eines Wechselschatten, und darum möchte ich dich einfach bitten, dass du unsere Wege befestigst auf diesem Weg in der Nachfolge dir nach.
Herr, danke, dass du den Weg gegangen bist, danke, dass du für unsere Schuld gestorben bist, danke, dass du dort am Kreuz gehangen hast, als ob ich es gewesen wäre, und dass wir eines Tages, wenn wir die Nachfolger im Himmel begrüßt werden, als ob du es selber gewesen bist. Danke, dass uns deine Gerechtigkeit zugerechnet wird, dass keine Schuld mehr da ist, weil sie reingewaschen ist durch dein kostbares Blut.
Und dafür beten wir dich an, lieber Herr Jesus, und bitten dich, dass uns das unseren Alltag bewegt und verändert und dass uns das neu ermutigt, auf dem Weg in der Nachfolge, auf dem Weg, wo wir eines Tages vom Glauben zum Schauen kommen werden, lieber Herr Jesus! Danke, dass du mit uns gehst, danke, dass du zu deinem Ziel kommst, lieber Herr Jesus! Amen!
Ja, ich darf noch kurz ein paar Bücher euch nur ans Herz legen zum Reifen nah. Wer da richtig schön Werbung hören will, darf meine Frau gleich ansprechen. Es gibt Bücher, die ich empfehle, das ist so gefühlt jedes, also jedes zweite oder so. Und es gibt Bücher, die meine Frau verschlungen hat, mit Begeisterung und gesagt hat: Dieses Buch ist Pflichtlektüre für unsere vier Großen.
Vom Inhalt her: Vom langen Grünbleiben, Social Media ist Gift, die Sache mit den halben Sachen, Dienst, Disziplin, Freundschaften, die Freude schaffen, Zeit mit dem Vorbild, Auslands-, ja, steuerfreie Ferien. Und so weiter. Es geht also sehr praktisch zu, mit Buchempfehlungen sehr knapp und schnell zum Durchlesen und sogar mit großen Bilderchen dabei, also man liest es schneller durch, als man genau, man muss schon den Blättern nachkommen. Und mit Checklisten: täglich Sport machen zum Beispiel. Also sehr konkret und praktisch findet ihr hinten am Büchertisch.
Ein Buch, das mich sehr geprägt hat und womit ich überhaupt erst auf die Idee gekommen bin, mich mit dem Leben der Könige auseinanderzusetzen, ist eine Romanreihe. Das ist ziemlich banal, das Motiv, aber ich habe diese Bücher von Lynn Austin, der hat diese Chroniken der Könige beschrieben, verschlungen tatsächlich. Lynn Austin beschreibt das Leben von Hiskia und Manasse und führt einen sehr elegant in die damalige Zeit ein. Die Zeit reicht leider nicht, aber wer hier wissen will, ob sich das Buch lohnt, dem seien nur die ersten Seiten, könnt ihr gerne gleich kurz nachlesen von Kapitel 1 empfohlen, wo Lynn Austin beschreibt, was es bedeutet, dass man dem Götzen Moloch, dass man da seine Kinder durchs Feuer gehen lässt. Wir haben da oft so eine Lagerfeuerbeschreibung. Das, was da passiert war, waren grausame Menschenopfer. Das wird hier sehr intensiv dargestellt, aber bleibt dabei natürlich nicht stecken, sondern Lynn Austin zeichnet hier mit einer gewissen Freiheit natürlich auch das Leben von Hiskia und Manasse nach, sehr gelungen, und macht Freude, danach die Bibel aufzuschlagen und zu gucken: Stimmt das oder stimmt es nicht?
Biblische Geschichten: Ich glaube, die sind alle weg, das hier ist noch ein Exemplar. Ich lasse es hier liegen oder ich lege es gleich da hinten als Erstes, es hat gewonnen. Wer von Anne de Vries ist übrigens ein Mann, keine Frau, auch wenn da Anne steht, ist ein Holländer gewesen, ein Mann. Jetzt müsste Christiane Volkmann da sein, das ist meine liebe Kollegin, und die ist äußerst begeistert von dieser sprachlichen Eleganz, die der Mann an den Tag legt. Das ist sehr schön, wie er einen abholt, wie er biblische Geschichten erzählt, und bei uns war das bei den Großen hier zuletzt die Lektüre, und jetzt sind wir bei der kleinen Ausgabe davon wieder zu Gange, eine richtig schöne Kinderbibel, die die biblischen Geschichten sehr anschaulich und packend erzählt. Neu aufgelegt worden vom CLV Verlag.
Und dann eine letzte Empfehlung noch: Hähnchen und Hännchen. Das war letztes Jahr zu Ostern eine Ausgabe, die wir gebracht hatten, zwei Kükenbabys auf dem Hühnerhof, und hier ist jetzt ein neuer Band herausgekommen. Hähnchen und Hähnchen leben auf dem Hühnerhof, werden da gut versorgt von ihren Onkel und Tanten, und dann erzählt ein Onkel eines Tages die schreckliche Geschichte von einem Fuchs. Er beschreibt den Fuchs sehr genau mit den Ohren, welche Farbe der hat, wie der Schwanz aussieht, und die Aufregung ist plötzlich im Hühnerhof riesengroß, als Annabel fort ist. Was mit Annabel passiert ist, das könnt ihr in dem Buch dann nachlesen.