Einführung in das Gleichnis und seine Bedeutung
Gott wird Mensch – Leben und Lehre des Mannes, der Retter und Richter, Weg, Wahrheit und Leben ist. Episode 572: Gottes Freude über Buße, Teil 4.
Jesus erzählt ein Gleichnis. Eigentlich handelt es sich um einen Gleichnisdiskurs in drei Teilen. Im letzten Teil dieses Gleichnisses geht es um einen Sohn, der aus der Fremde völlig verarmt und halb verhungert zu seinem Vater zurückkehrt.
Wenn wir das Bild übertragen, steht der Sohn für den Sünder, der Buße tut. Der Vater symbolisiert Gott, der auf ihn wartet. In Lukas 15,20 heißt es: „Und er machte sich auf und ging zu seinem Vater. Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und wurde innerlich bewegt. Er lief hin, fiel ihm um den Hals und küsste ihn.“
Der Vater sieht seinen Sohn und rennt ihm entgegen. Aus der Sicht der damaligen Kultur machte er sich damit zum Narren. Da kommt der Kerl, der seinen Tod nicht abwarten konnte, völlig verarmt zurück – und der Vater rennt ihm noch entgegen. Er drückt seine Freude auf eine Weise aus, die überhaupt nicht zu der Situation zu passen scheint.
Und ja, genau das tut er. So eine Reaktion mag das Letzte sein, was der Sohn und auch wir erwarten würden: so viel tiefe Freude, so viel Leidenschaft. „Und er lief hin, fiel ihm um den Hals und küsste ihn.“
Aber wisst ihr was? Das nächste Mal, wenn du dir mal wieder nicht sicher bist, ob Gott dich liebt, lies dir Lukas 15,20 durch. Oder besser noch, lerne den Vers auswendig. Ich habe ihn gerade in mein Bibelvers-Lernprogramm übertragen.
Der Vater hier im Gleichnis steht für Gott – einen Gott, der es nicht abwarten kann, dass ein Sünder zu ihm umkehrt.
Die Freude Gottes über die Umkehr der Sünder
Achtung, hier im Gleichnis geht es um Freude. Natürlich darf der Vater auch auf Versäumnisse im Leben seines Sohnes hinweisen. Natürlich hat das Verhalten des verlorenen Sohnes Konsequenzen: Das Erbe ist weg. Das ist alles wahr, doch es ist eben nicht der Vergleichspunkt des Gleichnisses.
Hier geht es um die Frage: Warum, Jesus, verbringst du so viel Zeit mit Leuten, die ungläubig sind? Die Antwort lautet: Weil ich mir wünsche, dass sie zu Gott umkehren. Und weil ich um die tiefe Freude weiß, die Gott hat, wenn auch nur ein Sünder zu ihm umkehrt.
Was für eine Begründung, um mehr zu evangelisieren! Was für eine Begründung, um Zeit mit Leuten zu verbringen, die Gott nicht kennen, weil wir uns wünschen, dass sie durch den Kontakt zu uns auf ihrem Weg Richtung Gott einen Schritt weiterkommen.
Aber schauen wir uns das Gleichnis weiter an: Lukas 15,21 – „Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir. Ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn zu heißen.“
Jetzt endlich kommt der Sohn dazu, das zu sagen, was eigentlich schon lange keinen mehr interessiert. Und doch sehen wir hier gut, was bei einer Umkehr zu Gott zusammenkommen sollte.
Erstens gibt es da im Herzen einen Ruck. Lukas 15,17-18: „Als er aber zu sich kam, sprach er: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Überfluss an Brot, ich aber komme hier um vor Hunger. Ich will mich aufmachen.“
Zweitens folgt eine sichtbare Verhaltensänderung. Lukas 15,20: „Und er machte sich auf und ging zu seinem Vater.“
Drittens kommt das Bekenntnis. Lukas 15,21: „Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir. Ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn zu heißen.“
Mir geht es hier nicht um die Reihenfolge, sondern darum, dass echte Buße diese drei Elemente umfasst: Etwas passiert in mir drin, ich mache mich ganz praktisch auf den Weg, und ich bitte Gott um Vergebung.
Es ist nicht immer einfach, Buße genau zu beschreiben. In Lukas 14 betont Jesus, dass wir alles loslassen müssen. Hier geht es ihm primär um die Freude bei Gott, wenn er auf solche Leute trifft, die wirklich alles losgelassen und ihr altes Leben mit seiner gottlosen, todbringenden Moral hinter sich gelassen haben.
Also Leute, die es ernst meinen mit der Umkehr, für die Bekehrung mehr ist als nur ein oberflächlicher Flirt mit etwas Frömmigkeit oder der Eintritt in eine Kirche.
Aber kommen wir zu dem Bekenntnis des Sohnes zurück: Lukas 15,21 – „Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir.“
Merkt ihr, Sünde an Menschen ist immer auch Sünde an Gott. Warum ist das so? Ganz einfach: Es ist so, weil Gott der Schöpfer, der Gesetzgeber und der Beistand jedes Menschen ist. Damit wird jede Verletzung eines Menschen für Gott zu einer Missachtung seines Ebenbildes, seiner Ordnung und seiner Liebe.
Schauen wir uns die drei Punkte kurz an.
Erstens die Missachtung des Ebenbildes. In 1. Mose 1,27 lesen wir, dass Gott den Menschen als sein Bild geschaffen hat. Wer sich also an einem Menschen versündigt, versündigt sich am Ebenbild Gottes. So wie ein Angriff auf das Bild eines Königs als Angriff auf den König selbst gilt, ist auch jede Sünde gegen den Menschen eigentlich ein Angriff auf Gott.
Zweitens die Missachtung der göttlichen Ordnung. Gott hat moralische Gebote gegeben, nicht willkürlich, sondern um das Leben und die Würde des Menschen zu bewahren. Wer gegen diese göttlichen Gebote verstößt – also gegen „Du sollst nicht lügen“, „Du sollst nicht stehlen“ oder auch „Du sollst deine Eltern ehren“ – zeigt damit, wie er zu dem Geber der Gebote steht.
Drittens die Missachtung seiner Liebe. Gott ist ein Gott, der sich persönlich mit den Leidenden identifiziert. Sprüche 14,31: „Wer den Geringen unterdrückt, verhöhnt den, der ihn gemacht hat. Aber ihn ehrt, wer sich über den Armen erbarmt.“
Das ist auch der Grund, warum Paulus vor Damaskus gefragt wird: „Saul, Saul, warum verfolgst du mich?“ Eigentlich tut der gute Paulus das ja gar nicht. Er verfolgt nur Christen und nicht Gott. Aber Jesus sieht das anders.
Die Frage war: Warum ist eine Sünde an einem Menschen immer auch eine Sünde an Gott? Warum formuliert der heimgekehrte Sohn: „Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir“?
Die Antwort: Weil Sünde gegen einen Menschen immer auch Sünde gegen das Ebenbild Gottes ist – so eine Art Majestätsbeleidigung. Dann, weil Sünde gegen Menschen immer auch Gottes Moralgesetz mit Füßen tritt. Und zuletzt, weil Gott Sünde gegen Menschen, vor allem gegen die Schwachen, persönlich nimmt.
Er ist ein Gott, der sich im Menschen offenbart, der ihn heiligt und der ihn liebt. Deshalb heißt es in Lukas 15,21: „Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir.“
Was könntest du jetzt tun? Frage dich, wie es dir mit dem Gedanken geht, dass Sünde an Menschen immer auch Sünde an Gott ist. Wie zeigt sich das bei dir?
Das war’s für heute. Falls du damit noch nicht angefangen hast, tu es doch: Lern Bibelverse auswendig. Es tut so gut, das Wort im Herzen zu haben.
Der Herr segne dich, erfahre seine Gnade und lebe in seinem Frieden. Amen.
Die Bedeutung des Bekenntnisses des Sohnes
Aber kommen wir zurück zum Bekenntnis des Sohnes, Lukas 15,21: Der Sohn aber sprach zu ihm: „Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir.“
Merkt ihr, Sünde an Menschen ist immer auch Sünde gegen Gott. Warum ist das so? Ganz einfach: Es ist so, weil Gott der Schöpfer, der Gesetzgeber und der Beistand jedes Menschen ist. Damit wird jede Verletzung eines Menschen für Gott zu einer Missachtung seines Ebenbildes, seiner Ordnung und seiner Liebe.
Schauen wir uns die drei Punkte kurz an.
Die Missachtung des Ebenbildes, der göttlichen Ordnung und der Liebe Gottes
Erstens die Missachtung des Ebenbildes. In 1. Mose 1,27 lesen wir, dass Gott den Menschen als sein Bild geschaffen hat. Wer sich also an einem Menschen versündigt, versündigt sich am Ebenbild Gottes. So wie ein Angriff auf das Bild eines Königs als Angriff auf den König selbst gilt, ist auch jede Sünde gegen den Menschen eigentlich ein Angriff auf Gott.
Zweitens die Missachtung der göttlichen Ordnung. Gott hat moralische Gebote gegeben – nicht willkürlich, sondern um das Leben und die Würde des Menschen zu bewahren. Wer gegen diese göttlichen Gebote verstößt, also gegen „Du sollst nicht lügen“, „Du sollst nicht stehlen“ oder auch „Du sollst deine Eltern ehren“, zeigt damit, wie er zu dem Geber der Gebote steht.
Drittens die Missachtung seiner Liebe. Gott ist ein Gott, der sich persönlich mit den Leidenden identifiziert. In Sprüche 14,31 heißt es: „Wer den Geringen unterdrückt, verhöhnt den, der ihn gemacht hat; aber wer sich über den Armen erbarmt, ehrt ihn.“ Das ist auch der Grund, warum Paulus vor Damaskus gefragt wird: „Saul, Saul, warum verfolgst du mich?“ Eigentlich tut der gute Paulus das ja gar nicht. Er verfolgt nur Christen und nicht Gott. Aber Jesus sieht das anders.
Die Frage war: Warum ist eine Sünde an einem Menschen immer auch eine Sünde an Gott? Warum formuliert der heimgekehrte Sohn: „Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir“? Die Antwort lautet: Weil Sünde gegen einen Menschen immer auch Sünde gegen das Ebenbild Gottes ist – so eine Art Majestätsbeleidigung. Dann, weil Sünde gegen Menschen immer auch Gottes Moralgesetz mit Füßen tritt. Und zuletzt, weil Gott Sünde gegen Menschen, vor allem gegen die Schwachen, persönlich nimmt.
Er ist ein Gott, der sich im Menschen offenbart, der ihn heiligt und der ihn liebt. Deshalb heißt es in Lukas 15,21: „Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir.“
Abschluss und Ermutigung zum Bibelstudium
Was könntest du jetzt tun? Frage dich, wie es dir mit dem Gedanken geht, dass Sünde an Menschen immer auch Sünde an Gott ist. Wie zeigt sich das bei dir?
Das war's für heute. Falls du damit noch nicht angefangen hast, fang doch an, Bibelverse auswendig zu lernen. Es tut so gut, das Wort im Herzen zu haben.
Der Herr segne dich, erfahre seine Gnade und lebe in seinem Frieden. Amen.
