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Hat JESUS wirklich gelebt? Gab es JESUS wirklich?

22.10.2021

Einführung in die historische Frage nach Jesus

Hat Jesus wirklich gelebt? Oder ist das alles nur eine Erfindung von Christen? Können wir Jesus außerhalb der Bibel belegen? Gibt es sogar nichtchristliche Quellen für Jesus?

Die gibt es. Jesus war schon zu Lebzeiten berühmt. Er ist eine der meistbezeugten historischen Persönlichkeiten der Antike. Für die allermeisten Historiker, säkulare und nichtchristliche Forscher, ist das glasklar.

Ich zeige dir ein paar Beispiele.

Um die Nachfolge zu verteidigen, mach dich Hashtag Bibelfit. Ich bin Markus Voss, und hier machen wir drei Dinge: Wir versuchen, tiefer in die Bibel einzusteigen. Wir überlegen, wie du und ich Jesus im modernen Alltag nachfolgen können. Und wir beantworten taffe Fragen, die die Gesellschaft uns Christen stellt.

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Zur Transparenz: Finanziert wird all das durch kleine monatliche Spenden von Menschen wie dir und mir aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das ist sehr hilfreich, weil dieses ganze Projekt hier langsam Fahrt aufnimmt.

Vielen Dank!

Persönliche Erfahrungen und Vorurteile gegenüber Jesus

Ich möchte dir etwas gestehen. Als ich damals noch Atheist war, fand ich es schon irgendwie kurios, dass sich unsere gesamte Menschheitsgeschichte und die Zeitzählung an einer einzigen Person orientieren – Jesus von Nazareth.

Das musst du dir mal auf der Zunge zergehen lassen: Alles dreht sich um diese eine Person. Damals hatte ich mich nie genauer mit seinem Leben auseinandergesetzt, schon gar nicht historisch. Ich hatte mir nur so im Hinterkopf zusammengereimt, dass es sich wahrscheinlich um irgendwelche überwucherten Legenden handelt. Diese wurden, so dachte ich, erst Hunderte Jahre später aufgeschrieben.

Ich dachte, dass sich irgendwelche fanatischen Kirchenanhänger oder Opportunisten zusammengetan haben, um haltlose Märchen zu erfinden. Ziel war es wohl, ihren Wohlstand zu legitimieren oder sich ein angenehmes Leben zu sichern. So dachte ich zumindest. Und ja, das trifft zwar auf einzelne Religionen, deren Stifter und deren Schriften zu, aber ich war sehr überrascht, als ich später lernen musste, dass die Lage beim biblischen Christentum historisch betrachtet eine völlig andere ist.

Diese historischen Belege werden in der heutigen Gesellschaft, selbst unter uns Christen, kaum diskutiert. Häufig ist das einfach kein Thema. Nach meiner Erfahrung liegt das zu 95 Prozent daran, dass es schlichtweg nicht bekannt ist. Und daran sind wir, denke ich, als Christen selbst schuld, wenn wir so tun, als sei das Christentum nichts weiter als irgendwelche sentimentalen Gefühle.

Aber weißt du, dass diese Dinge hier, dass sie wirklich passiert sind – in Farbe und in 3D, wirklich und real so –, darüber hatte ich damals einfach nicht nachgedacht. Ich hatte auch gar nicht darüber nachgedacht, dass sie tatsächlich glaubwürdig sein könnten.

Es gibt diese berühmte Aussage von F.F. Bruce, wo er sagt: „Wenn Jesus nicht auferstanden wäre, hätten wir nie von ihm gehört.“ Das klingt irgendwie toll, ja, und es unterstreicht natürlich die Auferstehung, was gut ist. Aber leider stimmt das nicht.

Jesus als bekannte Persönlichkeit seiner Zeit

Jesus war schon zu Lebzeiten eine sehr bekannte Persönlichkeit, die große Aufmerksamkeit erregte. Um ein säkulares, nichtreligiöses Gegenbeispiel zu nennen: Im Wesentlichen basieren fast alle Informationen, die wir über Julius Caesar haben, auf fünf Quellen. Das ist für antike Persönlichkeiten bereits ziemlich viel.

Wie sieht es nun bei Jesus aus? Betrachten wir dazu einfach die nichtchristlichen Berichte aus derselben Zeit. Einige davon wurden sogar von Gegnern Jesu verfasst. Diese Quellen geben uns wichtige Einblicke in sein Leben und Wirken.

Bevor wir beginnen, möchte ich kurz darauf hinweisen, wie man christliche Inhalte in sozialen Medien besser sichtbar machen kann. Auf Instagram kann man beispielsweise durch einen Doppeltipp auf das Bild zeigen, dass einem der Inhalt gefällt. Auf YouTube hilft es, das Video zu liken und vor allem die Glocke unter dem Video zu aktivieren. So erhält YouTube ein Signal, dass auch nichtchristliche Nutzer mehr christliche Inhalte sehen sollen.

Das ist eine starke Möglichkeit, die wir nutzen können. Vielen Dank dafür!

Historische Quelle: Maraber Serapion über Jesus

Quelle Nummer fünf

Der syrische Diplomat Maraber Serapion schreibt in einem Brief an seinen Sohn sinngemäß:

„Was hat es den Athenern gebracht, Sokrates hinzurichten? Danach kamen Hunger und Pest als Strafe für ihr Verbrechen. Welche Vorteile erhielten die Männer von Samos dadurch, Pythagoras zu verbrennen? Ihr Land wurde mit Sand zugedeckt. Was hat es den Israeliten gebracht, ihren weisen König – gemeint ist Jesus – zu ermorden? Bald darauf wurde ihr gesamtes Königreich verwüstet.“

Er bezieht sich auf die Belagerung und Zerstörung Israels in den Jahren 67 bis 70. Er erzählt weiter, dass Gott zu Recht diese drei weisen Männer gerächt habe: Die Athener durch Hunger, die Männer von Samos wurden vom Meer verschlungen, und die Israeliten wurden ruiniert und aus ihrem eigenen Land vertrieben. Sie leben im Exil, komplett verstreut.

Aber der weise König, gemeint ist Jesus, starb nicht endgültig. Er lebt weiter in den Lehren, die er gegeben hatte.

Das ist eine Menge. Daraus kannst du lernen: Jesus wurde von vielen als König gesehen. Er wurde für außergewöhnlich weise gehalten. Man kann sich überlegen, wie weise man sein muss, um gerade durch diese Eigenschaft der Weisheit identifiziert zu werden. Jesus wurde von seinem eigenen Volk ermordet, und die darauffolgende Zerstörung Israels wird als Strafe Gottes gesehen.

Historische Quelle: Phlegon über Jesus

In Quellen, die den griechischen Schriftsteller Phlegon zitieren, findet sich unter anderem Folgendes über Jesus:

Phlegon beschreibt nicht nur, dass Jesus ein Wissen von zukünftigen Dingen hatte, sondern dokumentiert auch, dass der spätere Verlauf der Geschehnisse seinen Vorhersagen entsprach.

Als Jesus zur Zeit von Kaiser Tiberius gekreuzigt wurde, gab es eine Sonnenfinsternis, und große Erdbeben fanden statt.

Wir fassen zusammen: Daraus ergeben sich folgende Charakterisierungen. Erstens, Jesus hatte übernatürliches Wissen. Zweitens, Jesus’ Prophezeiungen über die Zukunft sind tatsächlich eingetroffen. Drittens, Jesus wurde zwischen den Jahren 14 und 37 unserer Zeitrechnung durch Kreuzigung öffentlich zu Tode gefoltert. Viertens, bei Jesu Tod gab es eine Sonnenfinsternis und Erdbeben.

Es wird sofort noch spannender. Aber nachdem du bis hierhin schon geschaut hast, wird dir sehr wahrscheinlich der Faktencheck zum Neuen Testament gefallen.

Das ist eine Kurzzusammenfassung von Vorträgen und Inputs, die ich über die Glaubwürdigkeit des Neuen Testaments gegeben habe. Sie liegt als Tonaufnahme für unterwegs vor und kann zum Ausdrucken für den eigenen Gebrauch genutzt werden.

Den kannst du dir gern gratis herunterladen und mitnehmen über den Link in der Videobeschreibung. Dort ist einfach und anschaulich für Leute ohne jedes Vorwissen erklärt, warum die Augenzeugenberichte im Neuen Testament historisch glaubwürdig sind.

Nimm ihn dir gern gratis mit über den Link in der Videobeschreibung.

Historische Quelle: Tacitus über Jesus und die Christen

Quelle Nummer drei

Der römische Historiker Tacitus schreibt in seinen Geschichtsbüchern aus dem Jahr 116 unserer Zeitrechnung in einer Bemerkung über die Schuldfrage von Nero zum Brand von Rom folgendes:

„Um von diesen Berichten loszukommen, heftete Nero die Schuld dafür an eine Gruppe, die für ihre Abartigkeiten gehasst wurde, die von der Allgemeinheit Christen genannt wurde. Und er fügte ihnen die grauenhaftesten Foltern zu. Christus, wovon ihr Name stammt, musste unter der Herrschaft von Tiberius auf Befehl eines unserer Prokuratoren, Pontius Pilatus, die schlimmste erdenkliche Strafe erhalten, die schlimmste erdenkliche Strafe. Danach brach ein schändlicher Aberglaube aus“, schreibt er weiter, „aber nicht nur in Judäa, also im heutigen Israel, sondern bald darauf selbst in Rom.“

Daraus lässt sich lernen, dass Christen gehasst wurden – gehasst für ihre Abartigkeiten. Wahrscheinlich beziehen sich die meisten Historiker dabei auf große Missverständnisse über das Abendmahl. Das ist auch irgendwie nachvollziehbar, weil, wenn man sagt: „Seht und esst, das ist mein Fleisch, das für euch gegeben wird, das ist mein Körper, der für euch zerbrochen wird“, ist das für Außenstehende missverständlich.

Als ich damals als Atheist das erste Mal bei einem Abendmahl dabei war, dachte ich auch: „Okay, in was für einem satanischen Ritual bin ich hier gelandet?“ Da braucht man erst ein paar Leute, die das gut erklären können. Daher ist es sehr wahrscheinlich, dass sich die Abartigkeiten auf das Abendmahl beziehen können.

Das Zweite, was wir von Tacitus lernen können, ist, dass Christen schrecklich gequält wurden. Das Dritte ist, dass die Bezeichnung „Christen“ vom Namen oder Titel Christus kommt.

Weiterhin lernen wir oder wird noch einmal bestätigt, dass Jesus unter der Herrschaft von Tiberius lebte, also zwischen den Jahren 14 und 37 unserer Zeitrechnung. Jesus lebte zudem unter der Amtszeit von Pontius Pilatus, der von 26 bis 36 im Amt war, also im heutigen Israel.

Dann erfahren wir, dass Jesus die schlimmste erdenkliche Strafe erlitten hat, nämlich eine römische Kreuzigung. Ob das nun die schlimmste Hinrichtungsart aller Zeiten ist oder nicht, ist eine müßige Frage. Wer aber wirklich wissen will, wie schlimm historisch belegt eine antike römische Kreuzigung war, findet auf diesem Kanal ein eigenes Video dazu. Dieses Video wurde schon tausendfach gesehen und im Geschichts- und Religionsunterricht benutzt. Wer möchte, kann die Glocke drücken, damit das Video angezeigt wird.

Schließlich lernen wir von Tacitus, dass sich nach Jesu Tod eine bestimmte Art von Glauben sehr schnell verbreitete. Diese Art von Glauben wurde jedoch sehr schnell verachtet.

Historische Quelle: Talmud über Jesus

Quelle Nummer zwei

In jüdischen Begleittexten zu ihren Heiligenschriften, insbesondere im Talmud, findet sich eine Auslegung zu Psalm 99. Dort heißt es in dieser Auslegung, Zitat: „Du sollst keine Plagen in deinem Haus haben.“ Dieser Text wird so interpretiert, dass man keinen Sohn oder Anhänger haben wird, der – was zunächst seltsam klingt – sein Essen verbrennt, ähnlich wie Jesus von Nazareth.

Weiter heißt es dort, Zitat: „Jesus praktizierte dunkle Magie und führte viele Israeliten vom Glauben weg.“ Ende des Zitats.

In einer eigenen Passage steht dazu, Zitat: „Am Tag vor dem Passa hängte man Jesus auf.“ Eine kurze Anmerkung: Das Wort, das hier für „aufhängen“ verwendet wird, kann durchaus auch eine Kreuzigung bedeuten, aber das ist nur eine Anmerkung.

Es heißt weiter, dass ein Bote Jesus vierzig Tage vorausging und verkündete, er werde gesteinigt werden, weil er dunkle Magie praktiziert und Israel zum Abfall verleitet habe. Es wird aufgefordert: „Lasst jeden, der etwas Positives für ihn, Jesus, aussagen kann, vortreten und ihn vertreten.“ Doch „nichts Positives wurde gefunden, und man hängte ihn am Tag vor dem Passafest auf.“

Das ist eine Menge an Informationen. Was können wir daraus lernen?

Erstens: Jesus wird nachgesagt, er hätte etwas Seltsames gesagt oder getan, das mit Essen zu tun hat – man ahnt, worauf sich das beziehen kann.

Zweitens: Jesus vollbrachte übernatürliche Dinge, die teilweise als dunkle Magie angesehen wurden.

Drittens: Jesus interagierte mit vielen Israeliten und hinterließ einen massiven Eindruck.

Viertens: Jesus wurde am Tag vor dem Passa hingerichtet – also an dem Tag, den wir heute als Karfreitag bezeichnen.

Und schließlich: Niemand verteidigte Jesus während seiner Gerichtsverhandlung.

Historische Quelle: Flavius Josephus über Jesus

Quelle Nummer eins

Damit kommen wir jetzt zum Höhepunkt dieses Inputs heute. Noch viel mehr dazu findest du im Faktencheck zum Neuen Testament, den du dir gratis über den Link in der Videobeschreibung mitnehmen kannst.

Weißt du, als letztes von vielen Beispielen, die wir jetzt anführen könnten für das historisch belegte Leben von Jesus, kommt jetzt das vielleicht berühmteste vom zeitgenössischen Historiker Flavius Josephus.

Ich will an dieser Stelle gleich einräumen, dass unter heutigen Geschichtswissenschaftlern noch nicht abschließend geklärt ist, wie ausführlich die genaue Passage ist, die Josephus selbst aufgeschrieben hat. Man ist noch dabei, das zu ermitteln.

Um hier auf Nummer sicher zu gehen, will ich dir deswegen nur die zurückhaltendste Version geben. Das heißt, es könnte durchaus sein, dass Flavius Josephus noch einiges mehr, ausführlicher und noch positiver über Jesus geschrieben hat. Das ist durchaus denkbar. Aber das hier, was jetzt kommt, ist zumindest die Version, bei der sich alle Forscher einig sind, dass er mindestens Folgendes berichtet hat:

„Zu dieser Zeit lebte ein weiser Mann namens Jesus. Er verhielt sich gut und war bekannt dafür, tugendhaft zu sein. Viele Menschen von den Israeliten und von anderen Völkern wurden seine Nachfolger. Pilatus verurteilte ihn durch Kreuzigung zu sterben. Aber seine Nachfolger verließen ihn nicht. Sie berichteten, dass er ihnen drei Tage nach seiner Kreuzigung begegnet wäre und am Leben war. Das heißt, vielleicht war er der Messias, über den die Propheten Wunder erzählt haben.“

Was kannst du daraus lernen? Jesus wurde für außergewöhnlich weise gehalten. Jesus wurde für außergewöhnlich moralisch gut gehalten. Sehr viele Menschen folgten ihm nach, in Israel und auch aus dem Ausland.

Jesus wurde von Pontius Pilatus, der zwischen 26 und 36 n. Chr. im Amt war, dazu verurteilt, öffentlich zu Tode gefoltert zu werden. Bemerkenswerterweise waren Jesus’ Anhänger durch seinen Tod nicht entmutigt, sondern im Gegenteil. Viele seiner Anhänger berichteten, dass Jesus ihnen drei Tage nach seinem Tod begegnet ist. Viele seiner Anhänger berichten von ihren Begegnungen mit diesem Jesus, als ob Jesus am Leben ist.

Es bestand damals schon die ernsthafte und weit verbreitete Vermutung, dass Jesus der prophezeite Retter der Welt war und ist.