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Jesus und das Leid

23.04.2018
Serie•Teil 15 / 21Jesus
Leid ist mehr als Schmerz: Es kann dich aufwecken, andere zum Handeln bringen und deinen Glauben tragen. Die Frage ist nicht nur: Warum trifft es mich? Sondern: Was mache ich jetzt damit?

Ein fruchtbarer Zugang zum Thema

Ich möchte mit euch über das Thema Leid nachdenken, über Jesus und das Leid. Eigentlich ist das Thema Leid ein sehr fruchtbares Thema für einen Prediger. Warum? Jeder weiß, worum es geht.
Wenn du sagst: Ich möchte über die vier apokalyptischen Reiter reden, dann musst du erst einmal erklären, dass sie in der Offenbarung stehen, was sie bedeuten und wer sie sind. Aber wenn du sagst: Leid, dann weiß jeder sofort: Ja, ich weiß, wovon du redest.
Und wir kennen Leid in einem ganzen Spektrum. Auf der einen Seite gibt es so ein Leid, das fängt morgens an, zumindest in meinem Alter. Du stehst auf, streckst dich ein bisschen, und dann fühlt sich das Schultergelenk komisch an. Es knackt und zieht, und du denkst dir: Das ist so die eine Seite.
Aber das zieht sich bis in einen Bereich hinein, wo du sagst: Das macht dann keinen Spaß mehr. Letztes Jahr ist ein Freund von mir an ALS gestorben. ALS, wissen Sie, wer das kennt: Amyotrophe Lateralsklerose. Das dauert so zwei, drei Jahre, und da zerfällt jemand vor dir langsam. Am Anfang kann er nicht mehr sprechen, dann kann er nicht mehr gehen, und am Ende kann er nicht mehr atmen.
Das ist die andere Seite. Wir kennen das alles, von dem Zucken in der Schulter bis zu solchen Momenten, wo du sagst: Das hätte mir echt in meinem Leben erspart bleiben können. Wir kennen Leid. Jeder kennt Leid.
Und deswegen, wenn wir so eine Reihe machen, Jesus und ..., dann finde ich es wichtig, dass wir auch an dem Thema Leid vorbeigehen. Ihr habt euch wahrscheinlich schon gedacht, wir werden nicht ewig die Jesus-Reihe machen. Also, es wird ein Ende geben. Und ich habe das Ende auch schon mal für mich ganz vorsichtig terminiert. Ja, es wird etwa zur Sommerpause sein, da wird dann Schluss sein.
Und ich weiß auch schon, was ich danach machen will, oder ich habe eine Idee. Das verrate ich aber noch nicht, denn wenn ich es verraten habe, muss ich es machen. Und ich weiß noch nicht genau, ob ich es machen will.
Also: Jesus und das Leid. Weil es so schön ist und wir es so oft gemacht haben, starten wir mit drei Vorbemerkungen zu diesem Thema.
Vorbemerkung Nummer eins: Und das ist etwas, was die, die schon eine Weile dabei sind, die 2016 schon dabei waren, kennen, was ich jetzt sage. Denn im Jahre 2016 gab es eine Predigtreihe zum Thema Apologetik.
Apologetik: die Kunst, den eigenen Glauben verteidigen zu können. Was sage ich, wenn mich jemand fragt: Warum glaubst du an die Bibel? Warum glaubst du überhaupt an Gott? Was machst du mit dem Leid in der Welt?
Wer dazu einfach ein bisschen etwas hören und lesen will, der mag sich auf Rockwell diese ganze Reihe einmal anhören. Der Link ist in euren Unterlagen dabei.
Und Vorbemerkung Nummer eins beim Thema Leid ist ganz einfach: Leid braucht keine Erklärung, sondern Trost. Das ist ein ganz wichtiger Punkt.
Wenn dich jemand fragt, warum musste mir das gerade geschehen, oder vielleicht auch ein bisschen provokanter, und das kommt durchaus auch von ungläubigen Leuten, dass jemand sagt: Wie konnte Gott das zulassen? Mein Tipp: Halte ihnen nicht gleich eine Predigt, okay? Halte ihnen keine Predigt, sondern leg deinen Arm um ihre Schulter und sei einfach für sie da. Das ist das, was sie eigentlich in dem Moment brauchen.
Und wenn dann jemand trotzdem noch fragt: Wie kommt es, dass du als Christ so mit Leid irgendwie gelassen umgehen kannst? Und ich hoffe, dass ihr mit Leid gelassen umgehen könnt. Wenn nicht, vielleicht nach der Predigt.
Dann denkt an das, was wir damals in der Apologetik-Reihe hatten. Ich habe euch eine simple Antwort gegeben auf die sogenannte Theodizee. Die Theodizee, das ist diese Frage: Wie kann Gott gut sein und Leid zulassen? Und die simple Antwort lautet: Zahnarzt.
Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch, aber die simple Antwort lautet: Zahnarzt. Jeder Zahnarzt muss seinem Patienten manchmal wehtun, um ihn vor Schlimmerem zu bewahren. Und wenn ich glauben kann, dass mein Zahnarzt es gut mit mir meint, trotz Bohrer und Schmerz, Unterkiefer hinten rechts, wenn ich glauben kann, dass mein Zahnarzt es gut mit mir meint, dann sollte es mir nicht schwerfallen, Gott dasselbe zuzutrauen.
Ja, umso mehr, je mehr ich verstehe, dass gerade Leid auch dazu führt, dass Menschen sich überhaupt erst mit Gott beschäftigen. Da ist es nicht immer nur so, dass man sagen kann: Leid ist immer schlecht.
So, das ist Vorbemerkung Nummer eins. Trotzdem ganz wichtig dieser Aspekt: Wenn Leute kommen mit dieser Leidfrage, vielleicht brauchen sie einfach deine Nähe, deinen Arm, mal geknuddelt werden. Das ist wahrscheinlich wichtiger, als dass du sie gleich mit Theorie vollballerst.

Gespräch mit Zweiflern und die Hoffnung auf Gerechtigkeit

Zweite Vorbemerkung
Trotzdem ist Leid ein gutes Thema und ein guter Anknüpfungspunkt für das Gespräch mit Atheisten. Ich weiß nicht, ob es euch auch manchmal so geht, dass ihr bei dem Thema Leid so ein bisschen zuckt und denkt: Na hoffentlich fragt mich keiner.
Freut euch auf die Frage. Wenn mich jemand fragt: „Jürgen, wie kann Gott all das Leid zulassen?“, und die Frage kommt garantiert, wenn du dich als Christ outest, ist das, sage ich mal, eine der ersten drei Sachen, die kommen. Ja, wie kann Gott Leid zulassen? Die glauben null an Gott, aber an der Stelle, ja, das ist so, das ist ihr Hauptargument: Ich brauche nicht an Gott glauben, weil es das Leid in der Welt gibt.
Wenn jemand mir die Frage stellt, dann könnte ich antworten, und das ist richtig, erste Alternative: Also ich könnte sagen: Na ja, du fragst mich, wie kann Gott all das Leid zulassen? Antwort: Weil die Alternative dazu Gericht wäre. Und wenn Gott richtet, dann wirft er dich für deine Schuld direkt in die Hölle. Und damit du noch Zeit hast, dich zu bekehren, hält Gott Leid aus und schenkt dir das Gespräch mit mir. Das wäre eine Möglichkeit. Das ist wahrscheinlich das letzte Gespräch, das du mit jemandem dann hast über das Thema Gott. Es ist alles wahr, was ich gesagt habe.
Ich möchte dir aber Mut machen, einen zweiten Ansatz zu wählen. Wenn jemand fragt: „Wie kann Gott all das Leid zulassen?“, vielleicht in diese Richtung mal zu argumentieren und zu sagen: Sag mal, woher kommt das eigentlich? Woher kommt es eigentlich, dass wir uns jetzt über Leid unterhalten? Dass du nicht einfach das, was so an Leid in deinem Leben da ist, stoisch ertragen kannst? Woher kommt das, dass du bestimmte Dinge Leid nennst? Woher kommt diese Sehnsucht in dir nach einer Welt ohne Leid?
Das ist eine total spannende Frage. Die meisten Leute, die ich das frage, haben noch nie darüber nachgedacht, dass sie in dem Moment, in dem sie sagen „Leid“, eigentlich sagen: Ich habe einen Maßstab in mir zwischen richtig und gut. Aber wo kommt der her? Könnte es sein, dass ich nach dem Ebenbild eines zutiefst guten Gottes geschaffen bin, der in mich eine Sehnsucht nach einer Welt voller Gerechtigkeit gelegt hat? Und auch wenn ich von diesem Gott nichts mehr weiß und auch gar nicht an ihn glaube, steckt er so tief in mir drin, dass ich, wenn mir jemand nicht das an Wechselgeld rausgibt, was mir eigentlich zusteht, schon sage: Das ist falsch.
Also da ist etwas in mir drin. Nutzt Leid und diese Fähigkeit, Leid zu empfinden, und fragt die Leute: Hey, kann das sein, dass wir mehr sind als nur so ein evolutionärer Witz, sondern dass wir nach dem Ebenbild eines guten Gottes geschaffen sind und in uns eine Sehnsucht ist nach einer Welt ohne Leid? Und weißt du übrigens: Ich habe eine Hoffnung, dass diese Welt kommt. Und ich kann dir mehr davon erzählen, wie ich zu dieser Hoffnung gekommen bin.
Das wäre meine zweite Vorbemerkung zum Thema Leid: Keine Angst davor haben, sondern es als Anknüpfungspunkt für ein Gespräch mit Leuten, die Gott nicht kennen, einfach ernst nehmen.

Trost, Verheißung und die Perspektive der Herrlichkeit

Dritter Punkt: Und das ist natürlich ein ganz, ganz schöner.
Als Christen wissen wir, dass wir uns in der Heilung nicht verlieben, sondern dass wir uns in der Heilung verlieben. Dass wir uns in der Heilung verlieben. Dass wir uns in der Heilung verlieben. Dass wir uns in der Heilung verlieben. Dass wir uns in der Heilung verlieben. Dass wir uns in der Heilung verlieben. Dass wir uns in der Heilung verlieben. Dass wir uns in der Heilung verlieben. Dass wir uns in der Heilung verlieben.
Dass alle Dinge zum Guten mitwirken, das ist ein Zitat aus Römer 8,28. Zum Guten mitwirken: Alle Dinge, die uns passieren, müssen irgendwo am Ende ihren Beitrag zu meinem Leben leisten, auch die Dinge, die ich nicht mag. Das heißt, in meinem Leben als Christ hat Leid nie das letzte Wort. Gott benutzt Leid, um mich, um uns ans Ziel zu bringen. Das war bei Jesus so, und das ist bei uns so.
Ich gebe das gerne mal zu: Ich war letztes Wochenende emotional ziemlich down. Ich war in so einer Tagung, und ich weiß nicht, ich hatte einfach, ich weiß nicht, es war nicht meine Welt. Es war null meine Welt. Und ich habe dann ein bisschen mit Gott gehadert, nicht viel, einfach nur so, wie das die Psalmisten auch immer tun. Bis dahin ist das auch okay, einfach mal so sagen: Was soll das eigentlich alles?
Und dann, während ich da gerade so dabei war, meinen Weltschmerz und Gemeindeschmerz und was da halt noch an Schmerzen da ist, vor Gott auszubreiten, kam der Montag. Und am Montag hat Gott mir, während ich meine Bibelferse wiederholte, einen Vers geschenkt aus Römer 8. Römer 8, Vers 17. Und er hat mich total ermutigt.
Ich lese euch mal Römer 8, Vers 16 und 17 vor: Der Geist selbst bezeugt zusammen mit unserem Geist, also der Heilige Geist in mir bezeugt mit meinem menschlichen Geist, dass wir Kinder Gottes sind. Woher weiß ich, dass ich gläubig bin? Ich brauche nur in mich hineinhorchen. Und da gibt es eine Stimme, die mir sagt: Ich bin Kind Gottes.
Und jetzt geht es weiter: Wenn aber Kinder, also wenn ich wirklich Kind Gottes bin, so auch Erben, Erben Gottes und Miterben Christi. Jetzt kam der Teil, der mich wieder aufgebaut hat. Vielleicht baut er dich jetzt gerade nicht auf, aber für mich war das so: Du liest das und sagst, ah, danke Herr, das habe ich jetzt gebraucht.
Da steht nämlich: wenn wir wirklich mitleiden, damit wir auch mitverherrlicht werden. Also die Idee ist, dass ich, das ist ein total starker Gedanke, mitleiden führt zur Mitverherrlichung. Wenn wir hier auf der Erde mitleiden, das heißt, unser Päckchen in der Nachfolge tragen, dann werden wir miterben. Wir werden später für das, was wir gelitten haben, belohnt.
Und der nächste Vers ist einer von den Versen, die man ganz, ganz zwingend auswendig lernen sollte. Also bitte, egal, das ist für Praktikanten, ihr müsst ihn dabei haben, da bin ich mir ziemlich sicher. Dann habt ihr bestimmt dazu, wenn nicht, schreibt ihn auf.
Vers 18: Denn ich denke, dass die Leiden der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen gegenüber der zukünftigen Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll.
Wahnsinn! Überlegt mal, was das heißt. Das ist die Zuversicht, die wir haben als Christen mitten im Leid. Was hier passiert, und sei es noch so schlimm und unverständlich und irrsinnig, wird nicht ins Gewicht fallen. Vielleicht zerbrichst du heute förmlich an der Last, die auf deinem Leben liegt. Vielleicht musst du dich jeden Tag ins Gebet flüchten, weißt manchmal nicht, wie du den Tag überhaupt noch meistern sollst, erlebst hoffentlich, dass Gott dich Tag für Tag tröstet und wieder aufrichtet.
Aber weißt du: In der Ewigkeit schaust du auf dieses Leben zurück, und egal wie, und jetzt kannst du irgendein Wort aus der Fäkalsprache einfügen, dieser Tag heute war, er wird nicht ins Gewicht fallen. Es wird einfach nur egal sein. Du wirst als Erbe Gottes und du wirst als Miterbe Christi – was für Worte, da muss man einfach auch mal drüber predigen – aber überlegt mal: Jesus erbt das ganze Universum und sagt: Du bist mit dabei.
Das ist so, wie wenn irgendjemand sagt: Ich habe im Lotto gewonnen und ich gebe dir hunderttausend ab. Da denkt ihr: Ja, danke. Und jetzt geht es mal darum: Jesus kriegt alles und sagt: Du kannst so viel davon haben, wie du haben willst. Was hättest du gern? Miterben Christi – das sind so Gedanken, die sind einfach zu groß, um sie zu denken.
Wir werden so reich mit Herrlichkeit beschenkt, dass du nicht mehr an dieses Leben denken wirst. Ist dir das klar? Du wirst die dunkelsten Momente, selbst die schönen Momente, das ist einfach vom Bild her: Du gehst nachts durch die Straßen und hast da so eine Straßenlaterne. Und dann musst du dir vorstellen, das ist unser Leben, so Leben unter so einer Straßenfunzel. Mal ist hell, dann gehst du wieder ein bisschen weiter, es ist wieder dunkel, dann ist wieder hell. Und dann geht die Sonne auf, bam, dann sind die ganzen Straßenfunzeln einfach egal. Die spielen keine Rolle mehr.
Das ist das, was Gott uns schenken möchte. Und deswegen können wir, sagt Paulus, im Leid bestehen. Wir wissen, dass es ein Ende hat und dass die, die mitleiden, mitverherrlicht werden.
Das waren drei Vorbemerkungen. Also Punkt eins: Leid braucht oft keine Erklärung, sondern Trost. Punkt Nummer zwei: Das Thema Leid ist ein guter Anknüpfungspunkt für das Gespräch mit Atheisten. Bitte versteckt euch da nicht. Der Atheismus hat null Antworten auf die Frage, warum wir leiden, wozu das Ganze, warum ich das so empfinde, warum uns als Menschen das so tangiert. Und drittens: Im Leben von Christen gehört Leid dazu, aber für das, was wir leiden, werden wir einmal und jetzt formuliere ich ganz bewusst ein bisschen christianesisch, einmal mit Herrlichkeit gekrönt. Das wird sich gelohnt haben. Wenn du hier durchhältst, wird Gott sich auf der anderen Seite nicht lumpen lassen.
Drei Punkte. Nun zum Hauptteil: Jesus und das Leid. Was lernen wir von Jesus, wenn wir sein Leben anschauen im Umgang mit dem Thema Leid? Drei Aspekte. Ich möchte drei Fragen beantworten: Wie geht Jesus mit Leid allgemein um, wie geht er um mit dem Leid im Leben einzelner Menschen und wie geht er mit eigenem Leid um?
Das Interessante bei Jesus ist, dass er dabei, ja, ich will schon sagen, wie in vielen anderen Punkten auch so ein bisschen nonkonform ist. Also werdet ihr gleich merken. Vieles, was uns beschäftigt, beschäftigt ihn gar nicht. Aber dann legt er den Schwerpunkt plötzlich auf eine Stelle, wo du sagst: Aha, okay. Und ich finde es wichtig, dass wir seine Schwerpunkte wahrnehmen.
Und da möchte ich euch am Anfang eine Stelle vorlesen, die habt ihr nicht ganz auf euren Notizen: Lukas 13,1-5.
Hört einfach mal zu: Zu dieser Zeit waren aber einige zugegen, Jesus trifft also auf andere Menschen, die ihm von den Galiläern berichteten, deren Blut Pilatus mit ihren Schlachtopfern vermischt hatte. Also Galiläer sind Juden, die im Norden von Israel wohnen. Die waren nach Jerusalem gekommen, wollten da opfern, und wenn es da heißt, dass ihr Blut mit dem Blut ihrer Schlachtopfer vermischt wurde, dann heißt das so viel wie: Pilatus hat die umgebracht.
So, jetzt die Frage: Was ist denn mit denen? Und jetzt kommt Jesus und er antwortete und sprach zu ihnen: Meint ihr, dass diese Galiläer vor allen Galiläern Sünder waren, weil sie dies erlitten haben? Nein, sage ich euch, sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle ebenso oder ebenfalls umkommen.
Anderes Beispiel: Oder jene achtzehn, auf die der Turm in Siloah fiel – das können wir dann schon eher so nachvollziehen, ja, du stehst da, fällt ein Turm um, du bist da drunter – oder jene achtzehn, auf die der Turm in Siloah fiel und sie tötete, meint ihr, dass sie vor allen Menschen, die in Jerusalem wohnen, Schuldner waren? Waren die besonders sündig und deswegen sind die unter dem Turm begraben worden? Nein, sage ich euch, sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle ebenso oder ebenfalls umkommen.
Also Menschen kommen um, echtes Leid, entweder im Tempel beim Opfern oder durch diesen einstürzenden Turm. Wie geht Jesus damit um? Und wir können das übertragen: Wie gehen wir damit um, wenn wir von einem Tsunami lesen oder von einer Hungersnot oder einer Choleraepidemie oder von einem Bürgerkrieg? Was mache ich damit? Ich höre das jetzt.
Zum einen dürfen wir erst einmal lernen, was Jesus nicht sagt. Zwei Dinge tut Jesus nicht: Er bagatellisiert nicht und er erklärt nicht. Also Jesus kommt nicht und sagt: Es ist alles nicht so schlimm. Das sagt er nicht. Auf der anderen Seite fängt er auch nicht an und versucht, das Leid irgendwie zu deuten. Das ist weil ... das macht er auch nicht. Für seine Zuhörer ist die Sache klar. Die denken: Na ja, wenn da einer so unter so einem Turmtrümmer begraben liegt, dann hat er das bestimmt verdient. Jesus sagt: Nein, das stimmt nicht.
Das heißt, ganz grundsätzlich dürfen wir uns merken: Ich kann aus dem Schicksal eines Menschen, also aus der Menge von Leid, das ihm zustößt, nicht ableiten, wie sündig er ist. Seid da bitte ganz, ganz arg vorsichtig, das machen auch die Freunde von Hiob falsch. Nur weil es einem richtig dreckig geht, heißt das nicht, dass der richtig sündig ist.
Ich kann meines Erachtens das auch umdrehen. Ich kann auch sagen, dass ich aus dem Maß an Gesundheit, das einer hat, oder Erfolg oder ich nenne das mal Glück, er sagt: Boah, dem geht es richtig gut, dass ich daraus nicht ableiten kann, wie gläubig er ist. Auch das ist wichtig.
So, also Jesus erklärt das Leid nicht, er bagatellisiert es nicht. Frage: Was macht man dann mit den Schicksalsschlägen, von denen man so in der Zeitung liest? Einfach ignorieren? Wie gehe ich mit dem Tsunami um oder der Hungersnot oder der Choleraepidemie oder dem Bürgerkrieg? Was mache ich damit? Wenn ich Jesus hier richtig verstehe, wäre das falsch, das einfach nur zu lesen und zu ignorieren.
Was ist fremdes Leid für Jesus hier im Text? Fremdes Leid ist eine Warnung. Denn er sagt: Wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr ebenso oder ebenfalls umkommen. Das ist das, was er zweimal in dem Text sagt, das ist der Schwerpunkt. Wenn du nicht Buße tust, wirst auch du umkommen.
Da Jesus hier von Buße spricht, geht es ihm um die Tatsache, dass Menschen, es geht um ewiges Verlorengehen, es geht ihm darum, dass Menschen ohne Vergebung und ohne Glauben, wenn sie ohne Vergebung und ohne Glauben sterben, dass sie tatsächlich ewiglich verloren gehen.
Jesus will nicht nur sagen, dass seine Zuhörer irgendwann sterben werden. Das ist uns hoffentlich klar. Er will ihnen sagen, dass jeder einzelne Tote, von dem ich höre, mich daran erinnert, dass ich einmal sterben muss und dass für mich die Zeit, um Buße zu tun und mit Gott versöhnt zu werden, dann abläuft.
Versteht ihr: Ich muss bei so einem Tsunami nicht, ich kann da nicht viel machen, aber ich kann daran erinnert werden, dass es da Leute gibt, für die ist es einfach zu spät im Leben. Jesus ist ganz, ganz ernst an der Sache. Leid, vor allem Tod, erinnert mich daran, dass es möglich ist, seine eigene Sünde mit ins Grab zu nehmen und von dieser Sünde, die nicht vergeben ist, in die Hölle und in die Finsternis gezogen zu werden. Oder ich kann Buße tun, heute noch, solange ich lebe, weil Gott gnädig ist, mir Zeit schenkt.
Und wenn ihr weiterlesen würdet, würdet ihr merken: Im Text geht es danach in ein Gleichnis rein, wo es genau um diesen Punkt geht, dass Gott noch Zeit schenkt. Aber jeder Bericht über den Autounfall mit Todesfolge sollte uns wirklich ermutigen, lieber heute mit Gott ganze Sache zu machen und seine Vergebung zu suchen, als noch einen Moment zu warten. Das ist die Botschaft hier.
Leid im Allgemeinen, in dieser Welt, ist eine große Warnung an jeden, der noch nicht mit Gott Frieden hat. An jeden, der noch mit Sünde spielt, der noch so eigenwillig sein eigenes Ding mit Gott dreht, so wie es im Alten Testament heißt, dieses Hinken auf beiden Seiten und ein bisschen mit Gott, aber dann doch nicht so sein eigenes Ding. Vorsicht!
Punkt eins: Leid warnt Menschen, damit sie Buße tun, bevor es zu spät ist.

Wenn Leid konkret wird: Jesu Blick auf den Einzelnen

Zweiter Punkt: Da geht es jetzt um Jesus und Leid im Leben Einzelner.
Das war so das Allgemeine. Da fällt irgendwo der Turm um. Jetzt schauen wir uns mal den Einzelnen an.
Und da: Wusstet ihr, dass Jesus zornig war? Wenn ihr jetzt nickt, dann seid ihr toll. Es gibt genau eine Stelle. Aber es gibt sie. Steht, wie gesagt, nicht oft in der Bibel, aber Markus 3,5. Ich finde ihn so bemerkenswert, dass ich ihn gerade auswendig lerne. Und deswegen möchte ich ihn euch vorlesen:
 Markus 3,5: Und er blickte um sie herum mit Zorn, betrübt über die Verhärtung ihres Herzens.
Jesus ist zornig. Das kann man sich gar nicht vorstellen. So richtig zornig, so richtig. Warum? In dem Fall, weil Menschen mit einem verhärteten Herzen nicht wollen, dass er am Sabbat, das ist ihr heiliger Tag, einen Menschen heilt.
Er hat so eine verdorrte Hand. Wir wissen nicht genau, was eine verdorrte Hand ist, aber ich würde mal sagen: gelähmt und dann so ein bisschen versteift, ebenso unbrauchbar. Wahrscheinlich läuft der immer so rum. Der kommt dann da rein, kann dann nichts mehr bewegen. Und jetzt sagt Jesus: Dann können wir heilen.
So, und jetzt lese ich euch die ganze Geschichte vor: Markus 3,1-5.
Und er ging wieder in die Synagoge. Das ist der Ort, wo die Juden Gottesdienst feiern. Und es war dort ein Mensch, der eine verdorrte Hand hatte. Und sie lauerten auf ihn. Das heißt, da sind Leute, die überlegen: Ja, mal schauen, was er jetzt macht. Was macht der Jesus jetzt? Können wir jetzt irgendetwas finden, womit wir dann gegen ihn sein können? Sie lauerten auf ihn, ob er ihn am Sabbat heilen würde, damit sie ihn anklagen könnten.
Es geht nur darum, etwas gegen Jesus in der Hand zu haben.
Und er spricht, Jesus spricht zu dem Menschen, der die verdorrte Hand hatte: Steh auf und tritt in die Mitte. Und er spricht zu ihnen: Ist es erlaubt, am Sabbat Gutes zu tun oder Böses zu tun, das Leben zu retten oder zu töten?
Und wenn sie ehrlich gewesen wären an der Stelle, hätten sie jetzt zugeben müssen, dass es natürlich am Sabbat erlaubt ist, Gutes zu tun. Versteht ihr, die ganze Sabbatidee lebt davon, dass Gott Menschen etwas Gutes tun möchte: ausruhen, Zeit haben für Gott, mal die Seele baumeln lassen. Durch und durch ist der Sabbat ein Tag, der zum Guten gemacht ist. Also die Frage: Ist es erlaubt, Gutes zu tun? Ja, logisch. Ja, was sonst?
Jetzt geht der Text weiter: Sie aber schwiegen. Das wollen sie nicht sagen. Sie wollen ja etwas gegen ihn in der Hand haben.
Jetzt kommt dieser Satz: Und er blickte auf sie umher mit Zorn, betrübt über die Verhärtung ihres Herzens, und spricht zu dem Menschen: Strecke die Hand aus. Und er streckte sie aus, und seine Hand wurde wiederhergestellt.
Hammer, oder? Irre! Jesus hat kein Verständnis dafür, das Leid dieses Mannes auch nur um einen einzigen Tag zu verlängern.
Und so sehr mich das Leid in der Welt, vor allem die Todesopfer, daran erinnert, dass ich Buße tun muss, dass ich vor dem ewigen Tod nicht davonlaufen darf, dass ich wirklich darauf achten muss, rechtzeitig Vergebung zu finden, so sehr darf mich gleichzeitig das Leid Einzelner berühren. So sehr, dass ich mich auf ihre Seite stelle.
Merkt ihr diese Spannung? Auf der einen Seite zu sagen: Ich kann nicht alles Leid, ja, ich muss dem Leid die Rolle zugestehen, die ihm zukommt, nämlich Menschen aufzuwecken, dass es ein Zu-spät gibt. Und auf der anderen Seite: Wenn ich da jemanden habe, dann darf ich ihm helfen.
Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich rede nicht von Naivität. Ja, es gibt Schnorrer, die nichts an ihrem Leid ändern wollen und für die meine Hilfe nur ein Ansporn ist, weiterhin nichts zu ändern. Darüber rede ich jetzt nicht.
Aber ich rede von Leid in meiner direkten Umgebung, das ich lindern kann. Leid, das zu lindern ich berufen bin. Genau so wie hier Jesus im Fall dieses Mannes mit der verdorrten Hand.
Nicht alles Leid ist meins. Auch Jesus hat nicht alle Kranken, die es damals in Israel gab, geheilt. Also: Nicht alles Leid ist meins. Aber es gibt Leid, das ich lindern kann und das zu lindern ich berufen bin.
Und Jesus zeigt mir, dass ich mich dann, wenn das so ist, wenn ich da merke: Da ist einer, den hat Gott mir aufs Herz gelegt, und um den darf ich mich jetzt kümmern, und er hat mir auch die Mittel gegeben, mich um den zu kümmern, dann darf ich mich nicht von Leuten aufhalten lassen, die mir mit ihren Einwänden im Weg stehen.
Das ist der zweite Punkt.

Das eigene Leid Jesu und die Ehre Gottes

Letzter Punkt, und den finde ich persönlich einfach nur schön. Ich weiss nicht, ob du ihn auch schön finden wirst. Er ist anspruchsvoll, aber er hat eine geistliche Tiefe, die mich berührt.
Wie geht Jesus mit Leid in seinem eigenen Leben um? Wir haben gerade gesehen: Globales Leid ist eine Warnung. Unmittelbares Leid ist vielleicht ein Auftrag. Und wie ist das mit dem persönlichen Leid?
Bevor ich darauf eingehe, eine Vorbemerkung: Die eine Waffe, die der Teufel hat, um unser Leben für Gott kaputt zu machen, ist Leid. Er hat nicht viel in der Hand. Er kann nicht viel machen, um dich quasi zu lähmen und aus der Spur zu werfen. Aber Leid, das hat er. Leid, das die Echtheit unseres Glaubens prüft. Leid ist das Mittel, das der Teufel verwenden kann, um zu schauen, ob wir echt sind.
Interessanterweise: Wenn unser Glaube geprüft wird, wenn die Echtheit unseres Glaubens geprüft wird, dann ist Leid das Mittel, aber das Ziel. Das Ziel dieser Prüfung ist Gottes Erkenntnis und Gottes Verherrlichung.
Wenn du fragst, woher ich das weiss: Ich weiss es, weil es im Alten Testament ein Buch gibt, das Buch Hiob. Es dreht sich um die Frage des Leids. Hiob verliert am Anfang alles. Er verliert sein Vermögen, wir würden heute sagen: sein Firmenimperium. Er verliert seine Kinder und er verliert seine Gesundheit. Er bleibt Gott treu. Und am Ende lesen wir davon, dass seine Gottesbeziehung viel tiefer geworden ist und dass er mit seiner Treue Gott verherrlicht hat.
Und dieser letzte Punkt, dass Leid eine Möglichkeit ist, durch die Gott sich verherrlicht, diesen letzten Punkt finden wir auch beim Herrn Jesus. Wenn wir überlegen, was das grösste Leid ist, das der Herr Jesus erlitten hat, dann ist es die Zeit kurz vor dem Kreuz. Da, wo er schon weiss: Jetzt werde ich bald gefangen genommen. So die letzten Tage, wo es so richtig eng wird. Und dann das Kreuz selber.
In dieser Zeit, in der er das schon spürt, in der die innere Spannung zunimmt, ich weiss nicht, wer von euch mal so richtig schwere Prüfungen hatte, mit so einer leichten Portion Prüfungsangst, wo du schon Tage vorher nicht mehr so richtig schlafen kannst, weil du denkst: Hoffentlich werde ich das schaffen. Manche sind ja total entspannt. Aber dann gibt es die anderen, die nicht so entspannt sind, wo man denkt: Hoffentlich werde ich das schaffen. Und in so eine Situation hinein begibt sich Jesus. Nur das, was wir an Prüfungsangst kennen, ist bei ihm um ein Vielfaches gesteigert.
Und in diese Zeit hinein lesen wir von Jesus, dass er folgendes sagt, oder eigentlich betet: Johannes 12,27-28. Da sagt er: Jetzt ist meine Seele bestürzt. Und was soll ich sagen? „Vater, rette mich aus dieser Stunde“? Wäre ja naheliegend, oder? Doch darum bin ich in diese Stunde gekommen. Dilemma: Soll ich dafür beten, dass Gott mich rettet? Aber ich bin ja genau dafür hier. Und trotzdem bin ich bestürzt.
Dann kommt etwas, das mich so berührt. Dann sagt er: Vater, verherrliche deinen Namen. Also: Jesus ist bestürzt, betroffen, erschüttert. Da ist eine Wand von Leid und Ablehnung und Schmerz, die auf ihn zukommt und ihn erschlagen will. Und wie geht er damit um? Für ihn ist völlig klar, dass es in diesem Moment keinen einfachen Ausweg gibt.
Wir reden hier nicht von Leid, das vielleicht Folge von Dummheit ist. Oder von Leid, das man mit einer ordentlichen Portion Gebet und Fasten wieder aus dem Leben rauskriegt. Wir reden hier von Leid, das Gott mir verordnet. Leid, das im Rahmen meiner Biografie beziehungsweise meiner Berufung liegt. Und Achtung, ich meine das ernst, was ich jetzt sage: Leid, das richtig ist und wichtig ist. Leid, das Gott will. Leid, das nicht weggebetet werden kann und auch nicht weggeglaubt werden kann. Leid in meinem Leben, obwohl ich bete und glaube. Leid, für das zu leiden ich geboren wurde, weil es Teil meines Schicksals ist.
Wie gehe ich damit um? Und die Antwort, die Jesus uns gibt, ist diese: Ich erleide dieses Leid zur Ehre Gottes. Ich schaffe im Leid meines Lebens Raum, dass Gott sich verherrlicht.
Die Frage ist: Wie mache ich das? Ich denke, es gibt zwei Aspekte dabei.
Das eine ist: Ich preise Gott. Und ich könnte euch noch einmal Hiob kurz zitieren. Er verliert alles. Wisst ihr, was er dann sagt? Und man liest das und denkt sich: Das geht nicht. Das kannst du nicht sagen. Das ist so weit weg von allem Normalen, das kann man doch nicht sagen. Aber wenn ich Gott restlos vertraue, wenn ich weiss, dass Gott es restlos gut mit mir meint, wenn ich weiss, dass dieses Leben hier das Vorspiel ist, dass es um etwas viel Grösseres geht, als nur darum, dass ich hier glücklich werde, dass Gott hier eine ganze Welt retten will und ich meinen Teil dazu beitragen darf.
Und stellt euch vor, das Buch Hiob hätte es nie gegeben, weil Gott gesagt hätte: Nein, nein, meine Leute leiden nicht. Haha. So blöd es klingt, ich bin dankbar, dass es das Buch gibt. Ich hätte es mir vielleicht ein bisschen kürzer gewünscht, aber das ist meine persönliche Einstellung. Es ist wirklich extrem wertvoll.
Was sagt Hiob ganz am Anfang? Der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen, der Name des Herrn sei gepriesen.
Was darfst du sagen, wenn es dir richtig gut geht? Ich weiss nicht, ob du dich traust, das zu sagen. Aber stell dir vor, du hättest eine Beziehung, die so tief und so vertrauensvoll wäre. Oder du hättest wenigstens, ich sage es mal, den Mut oder so das Innere: Ich mache das trotzdem. Das zu sagen. Ich kann es dir einfach nur sagen: Trau dich mal, mitten im Leid so etwas zu sagen. Der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen, der Name des Herrn sei gepriesen.
Das ist der erste Punkt. Du möchtest Raum schaffen dafür, dass Gott sich mitten im Leid in deinem Leben verherrlicht? Fang damit an. Das ist besser, entschuldige ich, wenn ich das so sage, das ist besser als jeder Lobpreisabend oder jeder Dankgottesdienst. Er ist auch schwerer. Das ist wirklich so.
Ich preise Gott im Leid. Mach das. Mach das mit gebrochener Stimme. Mach das am Ende deiner Kraft. Mach das fast ohne Hoffnung. Aber tu es.
Erster Punkt.
Zweiter Punkt: Nimm das Leid, das Gott dir gibt, das Gott für dich will, ohne Murren auf dich. Vertraue nicht auf deine Kraft. Vertraue darauf, dass Gott dich durchbringen wird. Er ist es, den du suchen musst. Er ist es, der dir zur Seite stehen will. Er ist es, der dir Kraft und Stärke geben will. Jetzt mal ein paar Begriffe aus den Psalmen. Er will dir Schild sein, wo du dich verstecken kannst. Er will dir Schutz geben. Er ist es, der sich in deinem Leben verherrlichen will.
Dein Leid, die Momente, wo du sagst: An denen würde ich gern vorbeigehen, die schmecken mir überhaupt nicht, dieses Leid ist die Bühne, auf der Gott zeigen darf, was für ein gnädiger und befähigender Gott er ist. Dass er wirklich ein Gott des Trostes ist. Dass er wirklich ein Gott der Rettung ist. Dass im Leid, also in der Finsternis, und das ist ein Geheimnis, da, wo scheinbar nichts mehr geht, Gott auf uns wartet.
Du gehst in die Finsternis. Und du triffst mitten in der Finsternis auf den, der selber in der Finsternis war, und sagst: Schön, dass du da bist. Ich werde jetzt in diesem Moment mich selbst dir offenbaren, und wir schaffen das.

Schlussgedanken: Warnung, Auftrag und Hoffnung

Kommen wir zum Schluss: Jesus und das Leid.
Punkt eins: Leid ist für Jesus Warnung, Auftrag und Chance. Warnung für all diejenigen, die ohne Gott leben, dass es ein Zu-spät gibt, um noch Buße zu tun. Auftrag für uns, die wir vielleicht in unserem Umfeld sehen, wo wir Leid lindern können. Da gibt Gott uns eine Chance. Und dann drittens: die Chance, Leid mit Gott zu meistern und dadurch allen Menschen zu zeigen, was für einen großartigen Gott wir haben. Einen Gott, der uns nicht im Stich lässt, sondern an dessen Seite wir jeden Tag neue Kraft und neuen Trost finden. Amen.

Vielen Dank an Jürgen Fischer, dass wir seine Ressourcen hier zur Verfügung stellen dürfen!

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