Serie•Teil 16 / 27Der Hebräerbrief
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Wir sehen in Hebräer 3, dass Jesus Christus hoher Priester nach einer höheren Ordnung ist. In Kapitel 7, das ganze Kapitel, besonders die ersten Verse, Vers 1 bis 10, geht es um Melchisedek, nach welchem die Priesterordnung Christi benannt ist. Er ist größer als Abraham und Levi.
Also geht es jetzt um die Person Melchisedek. Auf Hebräisch heißt er Melchisedek, ich glaube, auf Deutsch sagt man auch Melchisedek. Ist das richtig? Oder sagt man Melchisedek? Ich weiß es nicht. Bitte? Melchisedek. Melchisedek, das ist ähnlich wie das Hebräische in dem Fall.
Denn dieser Melchisedek, König von Salem, Priester Gottes des Höchsten, der Abraham begegnete, als dieser zurückkehrte, nachdem er die Könige geschlagen hatte, und der ihn segnete, dem Abraham auch ein Zehntel von allem zuteilte, der erstens übersetzt König der Gerechtigkeit ist, dann aber auch König von Salem, das heißt König des Friedens, ohne Vater, ohne Mutter, ohne Geschlechtsregister, der weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens hat, aber dem Sohn Gottes ähnlich gemacht ist, bleibt Priester für immer.
Er beginnt wieder mit „den“. Der Satz beginnt wieder mit „den“. Das heißt, er ist eine Verbindung zu dem letzten Vers. Also der Herr Jesus ist Priester nach der Ordnung Melchisedeks, denn dieser Melchisedek ist ein besonderer, und der wird jetzt beschrieben.
Wie lautet der Kernsatz von den ersten drei Versen? Was ist der Kernsatz, der Hauptsatz, ohne alle Untergedanken und Nebengedanken? Dieser Melchisedek bleibt Priester für immer. Danke! Dieser Melchisedek bleibt Priester für immer, das ist der Gedanke. Und weil dieser Melchisedek Priester bleibt für immer, deshalb ist das Priestertum Jesu Christi ein ewiges Priestertum, denn das ist das Priestertum nach der Ordnung Melchisedeks.
Nun, was erfahren wir hier über Melchisedek? Hier einige Angaben. Zuerst: Ja, wo fangen wir an? Zuerst beim Namen Melchi-Sedeq. Melech heißt König, und Sedeq heißt Gerechtigkeit. Melech-Sedeq also: der König der Gerechtigkeit. Das kommt später auch dann erklärt von dem Schreiber. Hier sagt er: „König von Salem, Priester Gottes des Höchsten“ usw.
Was war das für eine Geschichte, was ist der geschichtliche Hintergrund? Nun, ich denke, das ist uns ein Begriff. Wir haben das wahrscheinlich im Gedächtnis: Es gab einen großen Krieg, die fünf Könige gegen die vier kämpften, also vier Könige gegen Sodom und Gomorra und die umliegenden Städte. Lot wohnte in Sodom und Gomorra, und dann haben die vier, glaube ich, die fünf besiegt und haben den König von Sodom und seine Leute weggeführt.
Abraham war ja sehr reich, und Lot hatte sich von Abraham getrennt. Lot war dann in diesen Krieg mitverwickelt, also wurde mit weggeführt. Abraham jagt dann mit seinen kriegsuntüchtigen dreihundert Männern diesen Feinden nach, auf der Handelsstraße über Damaskus, und in Damaskus holte er sie dann ein und schlägt sie. Gott hat ihm eindeutig diesen Sieg geschenkt.
Und jetzt war Abraham auf einem der Höhepunkte seines Lebens dort in dem Land, und der König von Sodom will sich dankbar erzeigen und kommt ihm entgegen mit einer großen Gabe. Und in diesem Punkt, in diesem Zeitpunkt, begegnet Abraham dem Melchisedek.
Also was hier dem Schreiber wichtig ist, ist die Heilsgeschichte, nicht die politische Geschichte. Das ist nicht so wichtig. Aber die Heilsgeschichte inmitten der Weltgeschichte, da war etwas ganz, ganz Wichtiges. Und dieser Mann Melchisedek war ein Werkzeug, durch das Gott handelt, mittendrin.
Wir erinnern uns, es geht ja um die Frage des Ausharrens. Und Abraham hatte ja eine große Verheißung bekommen, und Abraham sollte ausharren auf die Verheißung. Und es war die Frage: Wie lange soll ich noch ausharren? Und in dieser Frage des Ausharrens, da hat der Herr ihm geholfen.
Abraham lernte zu verzichten. Abraham, der reiche Mann, der so viel hatte, lernte zu verzichten. Warum lernte Abraham zu verzichten? Weil der Herr ihm eine Lektion erteilte. Der Herr hat ihn vorbereitet auf die Begegnung mit dem König von Sodom. Und zwar: Der König von Sodom kommt also ihm entgegen, dem Abraham, will ihn belohnen, und dazwischen kommt Melchisedek, gerade davor.
Und an diesem Melchisedek macht Abraham aufmerksam auf den Gott El Elyon, auf den Gott, den höchsten Gott, Gott der Höchste, El Elyon, der Himmel und Erde besitzt. 1. Mose 14,22 steht das. Und Abraham lernt: Ah, Gott hat alles, Gott besitzt alles.
Und dann, als dann der König von Sodom kommt und ihn beschenken will, sagt Abraham: Nichts für mich, ich brauche nichts, ich brauche nichts. Und du sollst nicht sagen, du habest Abraham reich gemacht. Ich brauche gar nichts von dir, nicht einen Fußbreit von dir. Wie hat er gesagt? Ist es Fußsohle? Du musst lesen.
Vers 22: Abraham sagte zu dem König von Sodom: Ich hebe meine Hand auf zu Jahwe, zu Gott, dem Höchsten, der Himmel und Erde besitzt, wenn von einem Faden bis zum Schuhriemen, ja, wenn ich irgendetwas nehme von dem, was dein ist. Ich werde nichts nehmen, auf dass du nicht sagst: Ich habe Abraham reich gemacht. Nichts für mich, nur was die Knaben verzehrt haben und das Teil der Männer der anderen, die ihm geholfen haben, von Aner und Eschkol. Die mögen ihr Teil nehmen, aber er und seine Männer nehmen nichts.
Abraham sagte Nein zum König von Sodom, und er sagte Ja zum König von Salem. Und dem König von Salem, Melchisedek, dem gab er den Zehnten von allem. Alles, was aber eigentlich war es ja nicht dem Melchisedek, dem er es gab. Er gab es letztlich Gott. Seinen Zehnten gab er Gott. Ich weiß es auch nicht. Weiß es jemand, wieso kann man gerade darauf den Zehnten geben? Es wird ja erst später die Gnose nur geboten sein. Ich weiß es auch nicht. Weiß es jemand, wieso kann man gerade darauf den Zehnten geben?
Weiß nicht. Das ist das erste Mal auch einfach erwähnt. Vielleicht hat Gott es damals geboten, weil gerade Abraham den siebten Siebten gab. Vielleicht hat Gott es damals geboten, weil gerade Abraham den siebten Siebten gab. Vielleicht hat Gott es dem Abraham später geboten, weil Abraham das tat, dass es von dem abhängig ist. Aha, vielleicht.
Und interessant ist, dass Abraham dadurch zeigte: Herr, dir gehört alles. Alles, was ich gewonnen habe, dir gehört es, gehört nicht mir. Gib Gott, was Gott gebührt.
Das ist mal der geschichtliche Hintergrund. Und es heißt dann, der Hebräer-Schreiber macht uns hier aufmerksam, dass diese biblische Schilderung über Melchisedek schon wichtig ist. Und man fragt sich, in welcher Hinsicht.
Nun, wir haben zuerst einmal erklärt, der Schreiber erklärt die Namen. Also er ist König der Gerechtigkeit, Vers 2 in der Mitte, übersetzt heißt er König der Gerechtigkeit. Das heißt, dieser Melchisedek hat einen inhaltsreichen Namen, einen Namen, der sehr viel aussagt über einen viel wichtigeren Mann, nämlich über den Messias, oder? Denn der Messias wird eines Tages gerade der König der Gerechtigkeit sein. Und hier hat er den gleichen Namen, wie der Messias später haben sollte, oder? Ein König regiert in Gerechtigkeit. Hier sei irgendwas, ich weiß nicht wo, ein König regiert in Gerechtigkeit. Ich weiß nicht mehr, wo das steht. Ist es Jesaja 32 oder so?
Und dann König von Salem, König des Friedens, König Shalom oder Melech Shalom, König des Friedens. Salem ist die Stadt Jerusalem, der alte Name der Stadt Jerusalem. Jerusalem ist die Stadt des Friedens, und dieser Melchisedek war offensichtlich König von Jerusalem. Gerade in dieser Hinsicht ist er auch wieder ein Vorbild auf den Herrn Jesus, denn Jerusalem ist ja genau die Stadt des großen Königs, des Messias. Jerusalem, die Stadt des großen Königs, ich glaube, Matthäus 5 kommt es vor und auch Psalm 48, die Stadt des großen Königs, des Messias. Hier ist dieser schon ein Vorläufer, der Melchisedek.
Das Interessante: Er ist König und Priester zugleich, was ja einmalig ist im Alten Testament. Gerechtigkeit und Frieden gehören zusammen. Jesaja, und hier beachten wir die Reihenfolge: zuerst Gerechtigkeit, dann Friede. Zuerst König der Gerechtigkeit wird er zuerst König der Gerechtigkeit genannt, dann wird er König des Friedens genannt. Jesaja 32,17: Gerechtigkeit und Frieden gehören zusammen. Jesaja 32,17: Das Werk der Gerechtigkeit wird Friede sein, und der Ertrag der Gerechtigkeit wird Ruhe und Sicherheit ewiglich sein. Vor Jesaja 32,1: Da, das war es, Jesaja 32,1: König der Gerechtigkeit, siehe, ein König wird regieren in Gerechtigkeit. Jesaja 32,1, nicht Jesaja 16. Okay.
Dann die Deutung seiner Familie, das heißt hier: Er ist ohne Anfang, ohne Ende und ohne Ahnentafel, ohne Geschlechtsregister, weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens. Was heißt das? Also Melchisedek war eine ganz besondere, geheimnisvolle Person. Der taucht mal einfach auf und verschwindet wieder, und er taucht nur ein einziges Mal auf im ganzen Buch Mose und kommt nur noch im Psalm vor. Er wird noch einmal erwähnt, einmal, Psalm 110, und sonst lesen wir nichts von ihm.
Dieser Melchisedek hat keine Ahnentafel, was aber für einen Priester sehr wichtig gewesen wäre. Denn ein Priester braucht ein Geschlechtsregister. Ein Priester muss nachweisen können, aus welchem Stamm er ist. Das war einmal fatal für die Priester unter Esra, denn die hatten kein Geschlechtsregister, dann durften sie den Dienst nicht ausüben. Das war Esra 2,62. Da gab es einige Priester. Die hatten kein Geschlechtsregister. Pech gehabt, kannst du nicht Priester sein.
Aber dieser hat kein Geschlechtsregister, hat keine Ahnentafel. Uns wird nichts berichtet über einen Vater und über eine Mutter, und trotzdem ist er Priester. Das heißt, die Ahnentafel ist nicht zu Papier gekommen. Das heißt nicht, dass er in Wirklichkeit gar keinen Vater und keine Mutter hatte, sondern in dem Bericht hier ist ein Priester ohne Papiere, ohne Papiere, ohne Vater und Mutter. Was sind ihre Papiere? Habt keine. Ja, Vater und Mutter, nichts da.
Und in dieser Hinsicht ist er dem Sohn Gottes ähnlich gemacht. Dem Sohn Gottes ähnlich, als König von Salem, als König der Gerechtigkeit und König des Friedens, als einer, der ohne Anfang und ohne Ende ist. Um zu zeigen, dass er keinen Anfang, kein Ende hat. Und es heißt ja nicht, er ist dem Herrn, er ist Jesus ähnlich. Es heißt, er ist dem Sohn Gottes ähnlich. Und als Sohn Gottes, also als Gott, kein Anfang, kein Ende. Was die Göttlichkeit Jesu Christi betrifft: kein Anfang, kein Ende. Gott hat keinen Vater und Gott hat keine Mutter. Das muss man den Katholiken sagen: Gott hat keine Mutter. Ohne Vater, ohne Mutter. Die Katholiken, ihr wisst das, oder? Die Katholiken betonen, dass Maria die Mutter Gottes ist. Gott hat keine Mutter.
Und inwiefern soll das jetzt für die Leser wichtig sein? Nun, er sagt: Ebenso war es mit dem Herrn Jesus. Er beachtet ihn nicht, weil er unsichtbar ist, aber schaut: Im Alten Testament gab es schon einen so großen, der ohne Ahnentafel war. Ebenso ist es bei dem Herrn Jesus. Er bleibt Priester, der Melchisedek, der bleibt auch. Der verschwindet, aber er bleibt als Priester. Es gibt keinen, der ihn ablöst.
Melchisedek wird nie abgelöst in seinem Priestertum, jedenfalls steht nichts in der Bibel darüber. Er ist einfach da, und wir hören nichts weiter von ihm. Er bleibt Priester, das Priestertum wird nicht übertragen auf einen anderen. Wir lesen auch nicht, dass es in Jerusalem sonst noch irgendwelche Priester gab zu Abrahams Zeiten. Aber da haben wir einen, der in Jerusalem Priester ist und in Jerusalem König ist. Insofern ein Abbild auf den Herrn Jesus, und genauso der Herr Jesus wird auch nicht abgelöst. Er bleibt Priester, Priester in Ewigkeit.
Schaut, wie groß dieser ist, Vers 4 bis 10. Schaut aber und seht, wie groß dieser ist. Möchte jemand vorlesen, Vers 4 bis 10?
Wie die Priester Schande empfangen, haben das Brot nach dem Gesetz, Dezenten von den Leuten zu leben, das heißt von ihren Brüdern, bevor sie aus dem Lenden Abrahams erfreulich sind. Aber er hat das Geschlecht, das nicht von ihm abgeleitet wird, hat von Abraham Zehnten genommen, denn er hat den Verheißlichen gesegnet. Aber es ist ohne Widerspruch, der Geringere wird vom Besseren gesegnet. Und hier empfangen Menschen, die hinsterben, Zehnten. Dort empfängt aber einer, dem bezeugt wird, dass er lebt. Und es wurde sozusagen die Behandlung vom Kollegen, der den Zehnten empfängt, der Zehnte genommen, denn er war noch unter den Lenden des Vorvaters, als Melchisedek ihm begegnet sei.
Schaut, wie groß dieser ist! Warum soll man denn Melchisedek anschauen? Weil er ein Bild von dem Herrn Jesus ist.
Seine Größe: A. Wir sind bei römisch zwei. Schaut, wie groß dieser ist, Vers 4 bis 10. A: Melchisedeks Größe ist ersichtlich am Empfangen des Zehnten von einem großen Abraham. Man sieht seine Größe darin, dass er den Zehnten bekam. Von diesem wichtigen Stammvater des Volkes Gottes hat er den Zehnten bekommen. Er ist auch der Vater des Levi, von dem das Priestertum kam. Und man sieht, er nimmt den Zehnten, obwohl es gar kein Gesetz gibt über den Zehnten. Und der Abraham gibt ihm den Zehnten vom Besten. Der Zehnte ist etwas, was man an Gott abgibt. Insofern ist der Empfänger letztlich, also der Messias, der nimmt das in Empfang, aber als Vertreter Gottes. Abraham hat es dem Herrn gegeben, Gott gegeben.
B. Melchisedeks Größe wird nicht abgeleitet von der levitischen Linie, Vers 6. Melchisedeks Größe wird nicht abgeleitet von der levitischen Linie. Er, dessen Geschlechtsregister nicht von ihm abgeleitet wird, hat von Abraham den Zehnten genommen. Es ist also ein großer Priester, ohne von Levi abzustammen. Der war schon lange Zeit vor Levi da. Das zeigt, wie groß er ist.
C. Melchisedeks Größe ist ersichtlich am Segnen, denn Melchisedek segnet den Abraham. Welch ein Großer muss das sein, denn normalerweise ist es doch so, dass der Größere den Geringeren segnet. Dann ist also Melchisedek der Größere. Aber er, dessen Geschlechtsregister nicht von ihm abgeleitet wird, hat von Abraham den Zehnten genommen, und er hat den, der die Verheißungen hatte, gesegnet. Aber es ist ohne allen Widerspruch: Der Geringere wird vom Besseren gesegnet. Also der geringere Abraham wird von dem besseren Melchisedek gesegnet. Da ist er also größer. Da sieht man die Größe Melchisedeks.
D. Melchisedeks Größe ist ersichtlich darin, dass von ihm bezeugt wird, dass er lebt, Vers 8. Und hier empfangen Menschen, die hinsterben, Zehnten, nämlich die Leviten. Dort empfängt aber einer, dem bezeugt wird, dass er lebt. Melchisedek lebt, der stirbt nie in der Bibel, jedenfalls im biblischen Bericht nicht.
D. Melchisedeks Größe ist ersichtlich darin, dass von ihm bezeugt wird, dass er lebt. Das ist auf der Gliederung drauf, glaube ich, sollte drauf sein, dass ihm bezeugt wird, dass er lebt. Die israelitischen Priester sterben, dieser lebt. Der ist wichtig, als Person ist er wichtig. Die levitischen Priester sind nicht wichtig, als Person, als Einzelpersonen. Das Priestertum als solches war schon wichtig, aber den einzelnen Priester, die kennen wir gar nicht. Ja, den Aaron kennen wir und seine Söhne, aber dann wissen wir nicht mehr viel von Priestern, Zadok und wie sie hießen. Aber hier, der ist wichtig als Person.
E. Melchisedeks Größe ist ersichtlich darin, dass er über Abraham von Levi den Zehnten empfängt. Melchisedek bekommt den Zehnten von Abraham, und Levi war noch in den Lenden des Abraham. Der Levi steckt sozusagen noch im Abraham drinnen, sollte er ein Ur-Ur-Ur-Enkel oder was werden, und der steckt sozusagen da schon drinnen. Schon zu viel gesagt, Ur-Ur-Ur, bitte? Ein Ur-Ur-Ur-Enkel, danke. Denn es wurde sozusagen über Abraham auch von Levi, der den Zehnten empfängt, der Zehnte genommen. Daran sehen wir, wie Melchisedek groß ist.
Und jetzt kommt er gleich zum Wichtigen. Das war ja nur die Einführung. Jetzt kommt C, klein C: Christi melchisedekische Priesterordnung ist höher und wirksamer als die aronitische Priesterordnung. Also die Priesterordnung Christi nach der Ordnung Melchisedeks ist viel höher als die Ordnung nach Aaron, als die mosaische, aronitische Ordnung.
Römisch eins: Priestertum und Gesetz Mose wurden geändert. Priestertum und Gesetz Mose wurden geändert, Vers 11 bis 19. Möchte das jemand bitte wieder vorlesen?
Welcher Bedarf hätte dann noch gestanden, einen anderen als Priester aufhalten zu lassen nach der Ordnung Melchisedeks, anstatt einen nach der Ordnung Aarons zu erinnern? Denn mit der Veränderung des Priesterdienstes geschieht notwendigerweise auch eine Veränderung des Gesetzes. Denn der, auf den die Interesse gesagt wird, hat an einem anderen Stammesmittel, von dem keiner den Altar genügt hat. Denn es ist offensichtlich, dass unser Herr aus Juda entsprossen ist.
Und bis Vers 19, bitte.
Und es ist noch umso reichlich deutlicher, wenn nach der Ewigkeit die Seele sein anderer Priester aufgeschoben, der es nicht nach einem Gesetz eines fleischlichen Gebotes geworden ist, sondern nach der Kraft eines unauflöslichen Lebens. Denn er bezeugt: Du bist Priester in Ewigkeit nach der Ordnung, welche sie setzt. Denn es geschieht einerseits ein Aufheben des Vorausgehenden Gebotes wegen seiner Schwachheit und Unnützlichkeit, andererseits eine Einführung einer festeren Hoffnung durch die Ehe zu Gottschmach. Denn das Gesetz brachte nichts zur Vollendung.
Steht in der Klammer gut.
Also die Änderung des Gesetzes, die Änderung des Gesetzes, also Priestertum und Gesetz Moses wurden geändert, als die neue melchisedekische Priesterordnung kam. Die Änderung sagt er zuerst. Die Änderung ist nötig, Verse 11 bis 14. Die Änderung dieses Gesetzes ist nötig. Warum ist es nötig? Warum ist sie nötig? Warum ist es notwendig, dass das levitische Priestertum geändert wird und das Gesetz Mose geändert wird? Was steht hier? Das müssen wir irgendwo suchen. Wird ein Grund hier angeführt? Warum ist es nötig, dass das Gesetz?
Bitte? Weil er aus einem Stamm ist. Ja, das ist ein guter Punkt. Haben wir noch etwas? Das levitische Gesetz ist unvollkommen, es hat nichts zur Vollendung gebracht, heißt es da in Vers 19. Gut, es hat nichts zur Vollendung gebracht. Logisch, dann muss man es abschaffen. Das aronitische Gesetz wird abgetan, denn das Gesetz, weil es schwach und unnütz ist, vollendete nichts, und es wird eine bessere Hoffnung eingeführt, durch die wir zu Gott nahen.
Römisch 2: Bei der melchisedekischen Ordnung handelt es sich um einen besseren Bund. Vers 20 bis 22 möchte wieder jemand lesen?
Bei der melchisedekischen Ordnung handelt es sich jetzt um einen besseren Bund, sagt er. 20 bis 22.
Und insofern dies nicht ohne Eidesleistung geschah, denn wir sind ohne Eidesleistung Priester geworden, dieser aber mit einem Eid, durch den der zu ihm sprach: Der Herr hat geschworen, es wird ihn nicht bereuen. Du bist Priester in Ewigkeit nach der Weise, welcher Sinn es insofern ist Jesus umso mehr der Bürger eines besseren Bundes geworden.
Das kann man schon in der Einsetzung erkennen. Bei der Einsetzung ins Amt gibt es einen Schwur. Der Herr schwor: Du bist Priester in Ewigkeit. Das gab es bei der Einsetzung des Aaron nicht, schon gar nicht, dass er in Ewigkeit sei, aber auch sonst keinen Schwur. Also es handelt sich um einen besseren Bund. Jesus, der Bürge, ist der Mittler eines besseren Bundes geworden.
Und drittens: Römisch drei. Der melchisedekische Priester ist nicht dem Tode verhaftet und hat daher ein ewiges, unübertragbares Priestertum, weil er nicht stirbt. Weil dieser andere Priester nicht stirbt. Die anderen Priester sind alle gestorben, aber dieser Priester stirbt nicht, und deshalb ist es ein besseres Priestertum. Er ist nicht dem Tode verhaftet.
Vielleicht könnte es gerade noch weiterlesen, 7,23 bis 25.
Und jene sind in großer Anzahl Priester geworden, weil der Tod sie am Bleiben hinderte. Er aber hat bei der Ewigkeit Leid ein unübertragbares Priestertum. Daher kann er auch diejenigen vollkommen retten, die durch ihn zu Gott kommen, weil er für immer lebt, um für sie einzutreten.
Da waren die Priester, und kaum hat man sich an einen neuen Hohenpriester gewöhnt, ist er schon wieder gestorben. Und es gibt einen neuen. Und dann gibt es wieder einen neuen. Und da hat man gehofft: Hoffentlich haben wir diesmal einen guten. Und das war ja so, die Hohenpriester, die haben ja sehr viel Macht bekommen nach der Zeit der Makkabäer, in dieser Zeit, im letzten Jahrhundert also vor Christus, die Zeit hundert vor Christus bis zur Zeit Christi. Da waren und auch bis zur Zeit 70 nach Christus die Hohenpriester hatten eine große Macht in der jüdischen Führung, und die haben sich viel abgewechselt.
Da gab es ja auch sogar ganz fleischliche Kämpfe. Das war ja nicht nur so, dass sie wie im Alten Testament, dass man einfach wartete, bis der Hohepriester stirbt. Später war das so. Dann kam der Antiochus, der hat einfach den Hohenpriester abgesetzt. Ich glaube, Onias hieß der eine, und ich weiß nicht mehr, ich habe vergessen, Menelaos und so weiter, diese Hohenpriester, die einfach abgesetzt, andere eingesetzt. Das war für das Volk schwer. Wie kann man so einen, das soll unser Vermittler sein zwischen Gott und uns?
Aber hier hat einer ein Priestertum bekommen, das unverletzbar, unübertragbar ist. Und jetzt ist interessant die Schlussfolgerung, die der Schreiber zieht, Vers 25: Deshalb vermag er auch bis aufs Vollkommene, ganz Vollkommene, die zu retten, die durch ihn zu Gott nahen, die zu Gott hinzutreten. Deshalb kann er retten, deshalb kann er wirklich retten, helfen und bewahren, deshalb kann er ans Ziel bringen.
Ich brauche jetzt einen Hohenpriester, der mich durch die Gefahren hindurch ans Ziel bringt, der mich in die Zukunft hinein erretten kann, und zwar ganz vollkommen erretten, das heißt, ganz bewahren in jeder Hinsicht, ans Ziel bringen. Das geht nicht durch die aronitischen Hohenpriester. Wer zu Gott kommen will, der muss durch Jesus Christus kommen. Deshalb vermag er, dieser Hohepriester, bis aufs Vollkommene die zu retten, die durch ihn, durch Christus, zu Gott hinzutreten. Wir kommen durch Christus zu Gott hin. Das ist der Weg, und nur dieser Weg, kein anderer Weg.
Gott rettet die, die durch Jesus Christus zu Gott kommen. Und es gibt kein anderes Opfer, es gibt nur dieses Opfer. Das ist wichtig für die Hebräer wieder: kein anderes Opfer. Du musst durch Jesus zu Gott kommen, nicht durch den israelitischen Tempeldienst und die Priester dort. Nicht alle Wege führen nach Rom, ja, nach Rom schon, aber zur Herrlichkeit nicht. Im Römischen Reich führten alle Wege nach Rom, aber nicht in die Herrlichkeit. Die katholische Kirche hat diesen Spruch übernommen: alle Wege führen nach Rom. Und über Rom in den Himmel? Nein, nein, nein! Sie führen nach Rom, aber nicht zu Gott. Sie führen in die Ökumene, aber nicht zu Gott. Zu Gott führt nur ein Weg: Ich bin der Weg. Und es ist in keinem anderen Namen das Heil. Niemand kommt zum Vater als nur durch Jesus.
Ja, interessant: Warum kann Jesus Christus retten? Warum? Was sagt der Text? Warum kann Jesus retten?
Vers 25: Weil er ewig lebt, den ich so rieche, weil er ewig lebt, weil er die ganze Zeit lebt, um sich für sie zu verwenden, um für sie einzutreten. Interessant! Er kann die Vollkommenen retten, weil er die ganze Zeit lebt, um sich für sie zu verwenden. Der Herr Jesus steht da und verwendet sich für uns. Das hilft uns, das rettet uns, das bringt uns heim.
Wir verstehen das schon, es geht um die zukünftige Rettung. In Christus sind wir ja schon gerettet. Wer Christus hat, der hat es heil. Aber es ist eben in Christus, er hat es im Glauben. Und jetzt ist die Frage: Werde ich ans Ziel kommen? Viele fragen sich das, viele Gläubige fragen sich das. Ja, ich bin jetzt gerettet worden durch Jesus und ich freue mich schon, aber werde ich ans Ziel kommen? Werde ich es schaffen? Jetzt kommt ja dann die Endzeit, wie komme ich denn da durch? Der Antichrist ist schon am Horizont sichtbar, und die Europäische Union wird immer diktatorischer und nimmt Deutschland alle Befugnisse weg, selber Entscheidungen und Gerichte usw. zu treffen, und man sieht den Antichristen schon fast heraufkommen. Und wie komme ich da durch?
Da ist ein Hoherpriester, der lebt die ganze Zeit, um sich für uns zu verwenden. Der verwendet sich auch für uns. Er steht nicht da, er betet für uns, er steht nicht da, er verwendet sich für uns. Er lebt für uns, er setzt sich ein für uns, sein Opfer spricht für uns, sein Blut spricht für uns, das er vergossen hat.
Im Alten Testament gab es eine Zufluchtsstadt oder eigentlich mehrere Zufluchtsstädte, oder? Und wenn jemand jetzt fliehen musste vor einem Bluträcher, dann konnte er in die Zufluchtsstadt hinein fliehen, und da war er sicher. Denn der Todesrächer war in einem Todesfall, oder er hat ihn vielleicht beim Holzhacken, ist ihm die Axt ausgekommen, und dann ist das Eisen auf dem Kopf, und der ist gestorben. Und dann muss er laufen, weil die Verwandten kommen und bringen ihn um. Und dann läuft er in die Stadt, in die Zufluchtsstadt, und da dürfen sie nicht rein. Da war er sicher.
Die Zufluchtsstadt war für den, der in Todesgefahr war, ein Ort der Sicherheit. Aber wie lange? Wie lange war er sicher, wisst ihr das? Bis zum Tod des Hohenpriesters. Bis zum Tod des Hohenpriesters war er sicher. Dann bist du in der Zufluchtstadt und denkst dir: Hoffentlich lebt der Hohepriester noch lange. Wenn der schon alt ist, dann ist es schwierig, dann ist dein Leben in Gefahr.
Das brauchst du jetzt nicht mehr hoffen. Unser Hoherpriester lebt sehr lange. Du hast eine Zufluchtstadt, du fliehst in die Zufluchtstadt. Und da ist Jesus Christus der Hohepriester, und du freust dich, du bist in Sicherheit. Ja, wir wären dem Tode nicht entgangen, aber jetzt haben wir einen Hohenpriester, und in dieser Zufluchtstadt können wir jetzt bleiben, in der ewigen Zufluchtstadt.
Ja, jetzt Kapitel 7, Vers 26 bis 28. Das ist römisch viertens: Jesus Christus erfüllt alle Voraussetzungen, um uns ans Ziel zu bringen. Jesus Christus erfüllt alle Voraussetzungen. So ein Hoherpriester passt für uns. Können wir den Text wieder lesen? Vers 26 bis 28.
Ja, irgendjemand. Gerne. Nicht alle gleichzeitig. Vers 26 bis 28.
Denn ein solcher Ruf Christus schiebt uns, reich und heilig, frei von Bösen, unbesteckt von den Sündern, die Schieden uns höher abgeordnet als die Himmel, wenn es nicht täglich möglich hat, wie Ruf Christus zuerst zu seiner eigenen Sünden geopfert hat. da zu geben, so dann für die des Volkes, der dieser Tag er ein für alle Mahl, erbarte sich er selbst da als Opfer, denn das Gesetz bestellt, Menschen zu wohnen, bis dann die Schwachheit haben, aber das Wort der Eidesleistung Herr Präsident!
Hier haben wir sechs Punkte, sechs Aussagen, das ist eigentlich sehr leicht, die kommen direkt aus dem Text. Was sind das für Voraussetzungen gewesen, um ans Ziel zu bringen? Ihr habt in der Gliederung A: Er war rein von Sünde. Solcher Hoherpriester passte zu uns, oder? So einer passt für uns, der ist genau passend, das ist ein Helfer, den wir brauchen und der geeignet ist für uns. So einen brauche ich, so einen kann ich gut gebrauchen. Er war rein von Sünden.
Er ist größer als unsere Welt, er ist höher als die Himmel geworden, höher als die Himmel, höher als die Wolken, höher als die ganze Welt. Er ist in die jenseitige Welt, in die unsichtbare Welt gefahren, hoch erhoben.
C: Sein Opfer bringt ewigen Frieden. Er hat nicht täglich nötig, für die eigenen Sünden Opfer darzubringen, sondern hat sich selbst als Opfer gebracht, und dieses Opfer bringt wirklich Frieden.
D: Das Gesetz bestellt Menschen zu Hohenpriestern, die Schwachheit haben, aber er ist nicht schwach.
E: Er ist Sohn Gottes, göttlich.
F: Einen, der auf ewig vollendet ist. Also sechs Aussagen hier über diesen Sohn. So einen Vertreter kann ich brauchen, so einen himmlischen Vertreter und Hohenpriester kann ich brauchen, so einen Mittler.
Sie kennen vielleicht nicht so gut die katholische Kirche, aber ich möchte trotzdem eine Frage stellen, denn wir haben in der römisch-katholischen Kirche ein Priestertum nach der Ordnung Roms, oder? Und dieses Priestertum: Ja, vielleicht habe ich schon mal erzählt, ich weiß es nicht. Wir hatten einen Bruder in Österreich, der hatte eine Auseinandersetzung mit einem Priester, und da hat er ihn gefragt, dem Priester: Herr Priester, nach welcher Ordnung sind Sie Priester? Nach der Ordnung Aarons oder nach der Ordnung Melchisedeks? Da stand der Priester und wusste nicht, was er sagen soll. Denn wenn er sagt: nach der Ordnung Melchisedeks, dann darf er ja nichts sagen, weil das weiß er schon von der Bibel, das ist der Herr Jesus, nach der Ordnung Melchisedeks. Wenn er sagt: nach der Ordnung Aarons, dann hat er sich schon überholt. Er hat nicht gewusst, was er sagen soll: nach der Ordnung Roms.
Also, bitteschön, wo ist die Berechtigung für ihr Priestertum, Herr Priester? Gar keine da. Keine Berechtigung für einen Priester zu sein. Ist es möglich, laut diesem Kapitel einen himmlischen Hohenpriester nach der Ordnung Melchisedeks droben zu haben und gleichzeitig eine Priesterordnung auf der Erde unten zu haben, nach einer anderen Klasse, zum Beispiel nach Klasse Rom? Ist es möglich, einen Priester gleichzeitig oben zu haben und einen unten? Nach einer anderen Ordnung? Können die zwei Ordnungen gleichzeitig existieren, von Gott eingesetzt? Niemals!
Da kommen die Katholiken ins Schwimmen. Da merken sie plötzlich, wo die Basis für ihre ganze Existenz ist, nämlich nirgends. Sie haben keine Basis. Ein Priestertum heute, ein menschliches Priestertum, aufgestellt nach irgendeiner Kirche, absolut undenkbar. Wir haben da ein himmlisches Priestertum und einen himmlischen Priester, Jesus Christus.
Sind dazu jetzt Fragen? Wir sind relativ zügig durchgegangen durch das Kapitel. Sind Fragen dazu oder Gedanken, Ergänzungen?
Frau Präsidentin, verehrte Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte Ihnen eine Frage stellen, was Sie in Ihrem Bericht verstanden haben, was Sie in Ihrem Bericht verstanden haben, was Sie in Ihrem Bericht verstanden haben, was Sie in Ihrem Bericht verstanden haben. Sieben, vier und fünf. Ah, okay.
Was bedeutet die Abgabe des Zehnten? Dass er diese Gabe an Gott gegeben hat, indem er sie an Melchisedek gegeben hat, denn Melchisedek segnete ja den Abraham im Namen Gottes. Und Abraham gibt ihm dann den Zehnten natürlich in diesem Namen, das heißt, als einen, der ein Vertreter Gottes ist. Das heißt, die Abgabe, dass er dem Zehnten gibt, dem Melchisedek, zeigt, dass er den Melchisedek als Stellvertreter Gottes anerkennt und ihm alles gibt. Das ist eine Gabe an Gott, der Zehnte. Er gibt dem das Beste, sozusagen dem Melchisedek als Stellvertreter Gottes.
Wir haben noch ein bisschen Zeit. Ich könnte jetzt noch kurz auf die zwei Fragen eingehen. Es sind zwei Fragen, die liegen schon längere Zeit bei mir am Tisch, ich habe sie jetzt aber noch nie wirklich beantwortet.
Die eine Frage war: Warum herrscht in der unsichtbaren Welt ein Kampf? Der Herr Jesus hat doch am Kreuz von Golgatha den Sieg errungen. Er hat die Reiche und die Obrigkeit und die Gewalten ihrer Macht entkleidet und sie öffentlich zur Schau gestellt und hat einen Triumph aus ihnen gemacht in Christus. Kolosser 2,15. Wieso gibt es jetzt noch einen Kampf in der Himmelswelt, wenn doch der Herr Jesus ohnehin schon alle besiegt hat?
Das ist eine gute Frage. Dass es einen Kampf gibt, das steht fest, denn wir lesen das in Offenbarung 12. Es entstand ein Kampf im Himmel, da gibt es einen Dämonenkampf, Erzengel Michael gegen die Dämonen. Also dass gekämpft wird, ist klar. Auch Epheser 6 zeigt es uns, dass es einen Kampf gibt, Epheser 6, ich glaube Vers 10 bis 12, wo davon die Rede ist, dass unser Kampf nicht gegen Fleisch und Blut gerichtet ist, sondern gegen die Weltbeherrscher dieser Finsterniswelt, gegen die Obrigkeiten und so weiter. Das heißt, es gibt schon einen geistlichen Kampf.
Wieso gibt es überhaupt noch einen Kampf, wenn doch der Herr Jesus gesiegt hat? Könnte jemand das beantworten? Ja, aber es steht im Kolosserbrief, er hat die Gewalten, die hat ihre Macht entkleidet und sie so öffentlich zur Schau gestellt und einen Triumph, also Gott hat einen Triumph aus ihnen gemacht. Wie kann man das übereinbringen, dass sie jetzt doch noch kämpfen?
Der Kampf geht jetzt gegen uns. Wo haben sie gegen Jesus direkt gekämpft? Ja, man könnte die gleiche Frage stellen: Wieso darf Satan überhaupt noch kämpfen? Wieso gibt es noch einen, bitte?
Ja, da kommen wir nämlich auf die Antwort, oder? Wenn nämlich Satan, obwohl er ja besiegt ist, jetzt wird der Fürst dieser Welt hinausgeworfen, hat Herr Jesus gesagt. Jetzt wird er hinausgeworfen, Johannes 12, am Kreuz. Das heißt, das Hinauswerfen des Fürsten der Finsternis heißt nicht, dass er absolut unschädlich gemacht wird. Er darf sozusagen noch einen Nachkampf liefern. Obwohl er schon besiegt ist, liefert er das von hinten noch sozusagen einen Kampf, wie der Löwe an der Kette. John Bunyan, der Löwe an der Kette. Da kommt der Christ, der geht die Straße, und dann sieht er einen Löwen, der gegen ihn kämpft. Und dann sieht er im letzten Moment, er hat Angst. Und dann sieht er im letzten Moment, der hängt an einer Kette. Und die Kette ist genau so, dass er, er kann vorbeigehen, der Löwe kann ihm gar nichts tun. Genau so lange.
Das heißt, wenn er sich auf dem richtigen Weg befindet und auf dem Weg bleibt, wenn er abweicht vom Weg, dann ist es gefährlich, dann kann der Löwe etwas tun. Aber jetzt, von der Bibel biblisch gesprochen: Der Widersacher geht einher wie ein brüllender Löwe und sucht, welchen er verschlingen kann. Dem widersteht fest im Glauben. Der Widersacher kann also noch, hat noch eine gewisse Freiheit, wenn er auch gebunden ist. In einem gewissen Sinne ist er gebunden, er kann nicht alles.
In Matthäus 12 steht, dass der Herr Jesus den Widersacher gebunden hat, nicht ganz gebunden, aber doch gebunden. Ich glaube, Matthäus 12, vielleicht finden wir die Stelle. Hat sie jemand? Vers 29, oder? Wie kann jemand in das Haus des Starken hineingehen und seine Geräte rauben, wenn er nicht zuvor den Starken gebunden hat? Dann wird er sein Haus berauben. Und wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich, und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.
Der Herr Jesus ist der Starke, der noch oder der Stärkere, der in das Haus des Starken hineinging, das ist das Haus des Beelzebub, des Teufels, und seine Geräte usw. raubt. Aber vorher muss er den Starken, den Beelzebub, binden. Also der Herr Jesus kam und hat den Feind besiegt, hat ihn gebunden, als er kam, und dennoch hat der Feind noch einen gewissen Spielraum und darf wirken in diesem gewissen Bereich der Finsternis.
Das heißt, dass der Sieg des Herrn Jesus am Kreuz einerseits errungen ist, der Sieg ist fertig. Andererseits gibt es in dieser Zeit noch einen gewissen Spielraum. Er lässt ihn noch, bis er wiederkommt, und dann alle Mächte dann wirklich dem Herrn untertan werden. Dann wird der Teufel für tausend Jahre ganz gebunden im tausendjährigen Reich, und dann wird er noch einmal kurz freigelassen, bevor er dann in den See geworfen wird, in den Feuersee.
Also, ich kann eigentlich die Antwort nicht richtig geben auf diese Frage, warum ist das jetzt noch so, das weiß ich nicht. Vielleicht deshalb habe ich gefragt, ob jemand von euch antworten kann. Gott hat es so verordnet, Gott hat es so zugelassen.
Und dann die zweite Frage, die ist noch schwerer, die kann ich nicht beantworten. Das ist Hebräer 2,13, wird zitiert: Ich werde das Vertrauen auf ihn setzen. Jesaja 8,17. Und dieses erste Teil dieses Zitates, was hat der zu tun mit dem Zusammenhang? Ich weiß es nicht. Wie ist der erste Teil dieses Zitates zu verstehen? Im Zusammenhang passt er eigentlich nicht ganz richtig rein. Denn dort vielleicht sollte ich das kurz lesen. Das war Hebräer 2, Vers 13.
Vers 12: Ich werde deinen Namen meinen Brüdern lobend kundtun, inmitten der Gemeinde werde ich dir Lob singen. Hier wird bewiesen, dass die Geschwister Jesu, die Brüder Jesu, dass der Herr Jesus Brüder hat. Das ist also klar, das Zitat. Und dann wiederum, wenn er wiederum sagt: Ich werde das Vertrauen auf ihn setzen, also er, der Messias, setzt das Vertrauen auf Gott.
Verstehe ich etwas? Der Messias setzt sein Vertrauen auf Gott, das heißt, er ist ganz Mensch. Er nimmt genau die gleiche Stufe der Menschen an. Wenn er sagt: Ich schaue, ich komme auf die Erde und benehme mich genau wie ihr Menschen, ihr Menschen müsst, um vorwärts zu kommen, um leben zu können, müsst ihr Vertrauen auf Gott setzen, und jetzt komme ich, Messias, auch, und ich tue das auch wie ihr. Ich setze das Vertrauen auf Gott. Ich glaube genauso wie ihr. Das hatte der Herr Jesus getan. Als er auf Erden war, musste er auch beten, musste er auch vertrauen auf den Vater. Und insofern ist er den Brüdern gleich, genau auf die gleiche Ebene gestellt.
Wahrscheinlich ist das der Grund, warum er dieses Zitat bringt. Der zweite Teil ist klar, oder der zweite Teil des Zitates, wo er dann sagt: Siehe, ich und die Kinder, die Gott mir gegeben hat, ich und die Kinder, wir stehen auf der gleichen Ebene, sie sind meine Brüder. Also es wird hier einfach durch dieses Zitat die Niedrigkeit Jesu Christi betont. Er will belegen, dass der Messias ganz Mensch wird und den Brüdern gleichgemacht wird.
Gut, ich denke, wir sind, wir machen jetzt hier Pause.

