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4 Tipps für die Selbständigkeit

Was sind die häufigsten Fehler von Selbständigen?
04.07.2020

Einleitung und Motivation zur Selbständigkeit

Das ist ein sehr wichtiger Punkt, den ich gar nicht genug betonen kann. Also vergib mir, aber das ist einfach nur dumm. Dann denke ich mir: Das ist doch völlig irrelevant. Du kannst mir auch erzählen, was deine Schwiegermutter vor drei Tagen zum Frühstück hatte.

Um Nachfolge zu leben, mach dich Hashtag Bibelfit.

Planst du, dich selbstständig zu machen? Oder bist du bereits selbstständig und überlegst, wie es für dich am klügsten weitergehen kann?

In diesem Video bekommst du vier biblische und praktische Tipps für deine Selbstständigkeit. Schau das Video bis zum Ende, denn am Schluss habe ich wieder etwas Cooles für dich.

Personal: Die Bedeutung des richtigen Teams

Tipp Nummer eins betrifft das Thema Personal. In der Bibel heißt es dazu: „Ein Eisen wird durch ein Eisen geschärft, ein Mann schärft das Angesicht seines Nächsten.“ Das bedeutet, dass durch Austausch die Dinge besser werden.

In all den Jahren, in denen ich als Berater gearbeitet habe, habe ich viele Selbständige kommen und gehen sehen. Dabei sind mir immer wieder vier Probleme bei Selbständigen aufgefallen. Zusammengefasst kann ich sagen: Die falschen Leute arbeiten mit den falschen Kunden an den falschen Produkten auf die falsche Weise.

Ich wiederhole es noch einmal: Die falschen Leute – das ist dein Team, das bist du – arbeiten mit den falschen Kunden. Viele unterschätzen, wie problematisch es ist, die falschen Kunden zu haben. Die falschen Produkte sind, glaube ich, selbsterklärend, und die falsche Weise bedeutet, dass die Dienstleistung nicht passt, das Marketing nicht gut ist und die Kommunikation nicht durchdacht ist.

Das ist ein echtes Problem. Also: Die falschen Leute arbeiten mit den falschen Kunden an den falschen Produkten auf die falsche Weise.

Ganz häufig konzentrieren wir Selbständige uns nur auf die Produkte. Und ja, klar, die sind auch wichtig, aber nur als Grundlage, denn ohne sie geht es nicht. Entscheidender ist, auf welche Weise, mit welchen Kunden und vor allem von wem das gemacht wird. Und damit bist du gemeint – dein Team.

Auswahl und Zusammensetzung des Teams

Was ist denn dein Team? Wie suchst du dein Team zusammen? Das ist so super wichtig.

Wenn ich mit Startups zu tun habe, hat mich persönlich häufig weniger die Idee interessiert. Ganz ehrlich: Eine gute Idee ist zwar wertvoll – zwei Cents sind immerhin schon mal zwei Cents – aber was mich wesentlich mehr interessiert hat, sind die Leute, die dahinterstehen.

Deshalb such dir dein Team sehr gut aus. Aus meiner Sicht und Erfahrung brauchst du ein zuverlässiges und gleichzeitig diverses Team.

Zuverlässigkeit ist sowieso das Allerwichtigste. Solange ihr euch nicht blind aufeinander verlassen könnt und jeder im Team von sich aus das tut, was sein Job ist – ohne dass jemand ständig hinterher sein oder auf die Finger gucken muss – solange ist das nicht gegeben, kannst du einpacken.

In einem anderen Kontext sagt Jesus dazu: Ein Stamm, der in sich uneins ist, kann nicht bestehen. Das ist selbsterklärend.

Ein zweiter Punkt: Sorge bei deinem Team ganz unbedingt dafür, dass ihr eine gewisse Diversität habt. Dass ihr nicht alle die gleichen Charakterzüge und Mentalitäten habt. Verschiedene Persönlichkeitsausprägungen sind wichtig.

Es sollte nicht so sein, dass alle Hitzköpfe sind oder jeder eine Rampensau, die immer vorne auf der Bühne stehen muss. Ebenso wenig sollten es nur Controller sein, die in einem Keller sitzen und hoffen, dass sie niemand anspricht. Es sollte gut verteilt sein.

Das war der erste große Tipp in diesem Video zum Thema Personal: Mach das zu deiner Top-Priorität.

Controlling: Finanzielle Übersicht bewahren

Tipp Nummer zwei betrifft das Thema Controlling. Jesus sagt dazu in einem anderen Kontext: Wer unter euch will einen Turm bauen, setzt sich nicht zuerst hin und kalkuliert die Ausgaben? Er prüft, ob er genug Mittel zur Fertigstellung hat. So passiert es nicht, dass er, nachdem er das Fundament gelegt hat, das Projekt nicht beenden kann. Dann würden alle zuschauen und sich über ihn lustig machen.

Hier zeigt sich ein ganz empfindlicher und schmerzhafter Unterschied zwischen Umsatz und Gewinn. Das ist ein großer Unterschied. Umsatz ist alles Geld, das du im Laufe eines Jahres einnimmst. Gewinn hingegen ist das, was bei dir am Ende tatsächlich übrig bleibt.

Unterschied zwischen Umsatz und Gewinn

Was ist der Unterschied zwischen diesen beiden Dingen? Ganz klar: die Kosten und die Steuern.

Die Kosten sind das gesamte Geld, das du zuerst investieren musst, damit du Einnahmen erzielen kannst. Die Steuern hingegen, na ja, sind hoffentlich auch selbsterklärend.

Es ist sehr wichtig, dass du sowohl die Kosten als auch die Steuern ständig und deutlich im Blick behältst. Weißt du, es sind schon so viele Leute an ihrem Umsatz gescheitert. Selbstständige sagen mir oft Dinge wie: „Ja, ich mache im Jahr 80 Euro Umsatz.“ Das interessiert mich überhaupt nicht, wirklich, das ist mir völlig egal. Diese Information ist völlig bedeutungslos.

Auch wenn ich mit Agenturen oder Start-ups spreche und sie sagen: „Ja, wir haben im letzten Quartal 120.000 oder 180.000 Euro Umsatz gemacht“, dann denke ich mir: Das ist doch völlig irrelevant. Du kannst mir auch erzählen, was deine Schwiegermutter vor drei Tagen zum Frühstück hatte – das hat die gleiche Bedeutungslosigkeit. Es interessiert wirklich niemanden.

Entscheidend ist immer, was am Ende für dich übrig bleibt. Also ganz wichtig: Schau nicht immer nur auf den Umsatz, sondern behalte immer im Blick, was das am Ende für dich als Gewinn bedeutet.

Persönliche Erfahrungen und Lernprozess

Siehst du, lange bevor ich eine der gefragtesten Finanzplattformen werden durfte, ist eine spannende Geschichte, wie das dazu kam.

Ich habe tausende Menschen beraten, wie sie besser mit ihrem Einkommen, ihren Schulden und ihrem Ersparten umgehen können. Davor bin ich selbst durch ein sehr dunkles Tal gegangen.

Als Privatperson hatte ich über 30.000 Euro Schulden. Vielleicht denkst du jetzt, das kann man in Deutschland gar nicht schaffen. Doch es geht. Ich habe viele Dinge falsch gemacht und eine Menge großer Fehler begangen.

Was ich letztendlich daraus gelernt habe und wie du diese Fehler vermeiden kannst – denn wir müssen ja nicht beide die gleichen Fehler machen – habe ich in meinem letzten Buch zusammengefasst. Dieses Buch stand wochenlang auf den Bestsellerlisten.

Du kannst es dir kostenlos als Hörbuch über den Link in der Videobeschreibung herunterladen.

Skalierbarkeit: Wachstum und Steuerung der Selbständigkeit

Tipp Nummer drei: Das Thema Skalierbarkeit.

In der Bibel steht dazu: Dein Anfang mag gering erscheinen, aber dein Ende kann sehr groß sein. Skalierbarkeit bedeutet, dass du die Größenordnung deiner Selbständigkeit selbst bestimmen kannst – wie groß oder wie klein du sie aufziehst. Dieser Punkt wird sehr häufig übersehen.

Die häufigsten Probleme bei Selbständigen sind entweder zu hohe Kosten – denke an das Thema Controlling – oder zu hohe Schulden. Vergib mir, das ist einfach nur unklug: Wir leihen uns niemals Geld für eine Selbständigkeit. Und schließlich gibt es noch zu wenige zahlende Neukunden. Damit meine ich nicht einfach Kunden, sondern neue Kunden – und davon viele, die auch tatsächlich zahlen.

Das ist ganz einfach, ja, wirklich so simpel. Du musst steuern können, wie viele Neukunden du haben möchtest. Das darf kein Glück oder Zufall sein, sondern du musst es kontrollieren können. Und das nicht nur irgendwie beeinflussen, sondern wirklich steuern. Das ist ein sehr wichtiger Punkt, den ich gar nicht genug betonen kann.

Wenn du von diesem Video nichts anderes mitnimmst, dann wenigstens das: Du brauchst genug zahlende Neukunden. Es gibt viele erfolgreiche Selbständige, die zwei bis drei Tage pro Woche nur dafür verwenden, sicherzustellen, dass sie immer genug zahlende Neukunden bekommen. Diese Zeit ist sehr sinnvoll investiert.

Baue dein Unternehmen von Anfang an so auf, dass du es ausbauen kannst und steuern kannst, wie viel du verdienen möchtest. Das ist auch ganz einfach: Die Anzahl der zahlenden Neukunden sorgt für neuen Input, und dieser bringt dir finanziellen Output – das ist ja auch klar. Solange du diesen Input in der Hand hast, kannst du auch den Output steuern und kontrollieren. Und genau das wollen wir schließlich.

Also setze dich intensiv damit auseinander.

Passives Einkommen: Unabhängigkeit und Nachhaltigkeit sichern

Vierter und finaler Tipp: Passives Einkommen.

In der Bibel heißt es in einem anderen Kontext: „Schaut auf die Vögel des Himmels, sie sehen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in Scheunen.“

Das ist ein typischer Anfängerfehler. Ein häufiger Fehler ist, das Geschäftsmodell so aufzubauen, dass man nur dann Geld verdient, wenn man selbst aktiv tätig ist. Das bedeutet, man erhält nur dann Einkommen, wenn man eine bestimmte Anzahl an Stunden arbeitet.

Natürlich hängen Arbeit und Einkommen zusammen. Aber wenn deine einzige Strategie darin besteht, Geld zu verdienen, indem du bestimmte Stunden an einem Ort mit einer Tätigkeit verbringst, dann ist das sehr unklug.

Du solltest von Anfang an planen, dass du – aus meiner Erfahrung – mindestens zwanzig Prozent, also ein Fünftel deines Einkommens passiv erzielst. Passives Einkommen bedeutet, dass du Geld bekommst, ohne direkt eine bestimmte Anzahl von Stunden an einem bestimmten Ort tätig sein zu müssen.

Es gibt viele Möglichkeiten, wie du das umsetzen kannst. Wenn du dazu noch ein paar Tipps brauchst, kannst du mir gerne hier in die Kommentare schreiben.

Beispiele für passives Einkommen

Du kannst das zum Beispiel über Flatrates machen, die du von deinen Kunden nimmst, indem du ihnen bestimmte Inhalte zur Verfügung stellst. Du kannst das durch spezielle Schulungen tun, die nur für sie sind und die du aufgezeichnet hast. Ebenso kannst du E-Books gegen Geld herausgeben oder Online-Angebote machen.

Außerdem kannst du spezielle Podcasts anbieten. Das kennst du ja schon. Auch durch Mitarbeiter kannst du Einnahmen generieren. Wenn du Mitarbeiter einstellst, die für dich arbeiten, und diese Mitarbeiter dir mehr Geld einbringen – netto, also nach Steuern und Kosten – als sie dich kosten, dann sind sie für dich im positiven Sinne eine Einnahmequelle. Und das ist fantastisch.

Du kannst es so gestalten, dass du zum Beispiel alle paar Wochen eine Telefonkonferenz machst, bei der nur diejenigen dabei sein können, die dafür bezahlt haben. In dieser Zeit beantwortest du die Fragen deiner Community. Du hast dir die Zeit ohnehin geblockt, und ob du nun zwei oder zwanzig Menschen hilfst, macht für deinen Zeitaufwand keinen Unterschied. Für die Menschen, denen du helfen kannst, macht es aber einen riesigen Unterschied. Je mehr Menschen du unterstützt, desto mehr werden dich dafür bezahlen.

Du kannst auch einen gewissen Teil in sinnvolle Investitionen anlegen, die dir regelmäßig neues Geld bringen – egal wie. Hauptsache, du tust es. Wenn du Ideen dafür hast, dann schreibe sie gerne hier unter die Kommentare in dem Video.

Warum passives Einkommen so wichtig ist

Warum solltest du das mit dem passiven Einkommen machen? Ich denke, das ist logisch. Du kannst es dir nicht leisten, krank zu werden. Du brauchst Urlaub, Zeit für deine Familie, für deine Gemeinde und für dein Ehrenamt.

Du willst hoffentlich nicht deinen gesamten Alltag und dein ganzes Leben nur für deine Selbständigkeit aufopfern. Am Ende kann es nämlich richtig schiefgehen. Vielleicht schlägt die Selbständigkeit fehl, und dann hast du gar nichts mehr. Deine Kinder wollen nicht mehr mit dir reden, deine Frau hat sich vielleicht schon von dir getrennt – das habe ich alles schon erlebt. Das ist wirklich schlimm.

Ein ganz wichtiger Grund für die Selbständigkeit ist, dass wir als Unternehmer oder Unternehmerin, als Selbständige, doch ein Stück weit aus diesem Hamsterrad rauswollen. Du weißt schon, dieses Hamsterrad, in dem wir nichts anderes tun, als Zeit gegen Geld zu tauschen. Das ist nur zum Teil möglich – mit passivem Einkommen kannst du das ändern.

Als Mensch, als Selbständige, als Unternehmerin oder Unternehmer willst du dich weiterentwickeln und dein Unternehmen ausbauen. Dafür brauchst du Zeit. Und mit passivem Einkommen sicherst du dir diese Zeit. Das ist der Weg dorthin.

Also behalte das von Anfang an im Blick. Vertrau mir einfach, ich habe schon zu viele Selbständige kommen und gehen sehen. Denk gerne an mein Bestseller-Hörbuch zum Umgang mit Geld und nimm es dir über den Link in der Videobeschreibung gratis mit. Es ist mein Geschenk an dich.