Serie•Teil 10 / 12Spurgeon-Konferenz 2017
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Einleitung und Orientierung
Also, Hosea, Hosea Kapitel zwölf bitte. Und bei den Unterlagen braucht man bitte die Seiten dreizehn und vierzehn. Seiten dreizehn und vierzehn. Und wenn du keine Unterlagen hast, wäre es super, wenn du mit jemandem mitschauen könntest, der sie hat und nett aussieht.
Beten wir zusammen!
Vater, vielen Dank, dass wir dein Wort in unseren Händen haben. Bitte nimm du unser Leben in deine Hände und sprich du in unser Leben hinein. Wir bitten darum im Namen Jesu. Amen.
Passiert hier etwas Dramatisches? Klingt wie eine Waschmaschine über meinem Kopf.
Okay, wir fangen einfach an. Heute erreichen wir das Ende der Geschichte, aber eigentlich erreichen wir heute das Ende der Geschichte noch einmal. Eigentlich haben wir das Ende der Geschichte schon dreimal erreicht, oder?
Der erste Abschnitt war Kapitel 1, Vers 1 bis Kapitel 3, Vers 5. Das war die Berufung Hoseas. Gott hat Hosea berufen und ihm die Botschaft gegeben, die er dann an das Volk weitergeben sollte.
Dann Kapitel 4, Vers 1 bis Kapitel 6, Vers 3. Hosea hat seine Botschaft zum ersten Mal gepredigt.
Kapitel 6, Vers 4 bis Kapitel 11, Vers 11: Hosea hat seine Botschaft zum zweiten Mal gepredigt. Und heute, Kapitel 12, Vers 1 bis Kapitel 14, Vers 10, predigt Hosea seine Botschaft zum dritten Mal.
Diese Wiederholungen sind wichtig. Und in jedem Teil haben wir immer wieder festgestellt: Jeder weiß es jetzt inzwischen, es gibt drei Hauptbestandteile, nämlich Sünde, Gericht und Gnade. Und wir werden sie auch in diesem Teil sehen. Und heute hören wir diese Geschichte zum letzten Mal.
Ist es euch aufgefallen, dass es in den Teilen, in denen es um Gnade geht, einen Rhythmus gibt? Schaut euch mal kurz diese Verse an, dann wird das klar werden.
Kapitel 3, Vers 5, kann man das noch einmal anschauen, bitte? Kapitel 3, Vers 5, am Ende des ersten Teils: Danach werden die Kinder Israels umkehren und den Herrn, ihren Gott, und David, ihren König, suchen, und sie werden sich bebend zu dem Herrn und zu seinen Gütern flüchten am Ende der Tage.
Gott sagt: Sie werden kommen, oder? Es ist eine Feststellung, es ist eine Beschreibung. Sie werden kommen, Gott sagt es. Es ist sicher. Und bebend, suchen und zurückkommen sind da. Das war Kapitel 3, Vers 5.
Jetzt Kapitel 6, Vers 1 bitte, am Ende des zweiten Teils: Kommt, wir wollen wieder umkehren zum Herrn. Das ist jetzt keine Beschreibung, das ist jetzt eine Einladung oder ein Aufruf, oder? Es ist ein Aufruf: Kommt, kommt!
Also Kapitel 3, Vers 5: Sie werden kommen. Kapitel 6, Vers 1: Kommt!
Und dann Kapitel 11, Vers 11 am Ende des dritten Teils: Wie Vögel werden sie aus Ägypten zitternd herbeieilen und wie Tauben aus dem Land Assyrien, und ich werde sie in ihren eigenen Häusern wohnen lassen, spricht der Herr.
Es ist da wieder eine Beschreibung, oder? Vers 11: Sie werden kommen, so wie in Kapitel 3, Vers 5. Seht ihr das? Kapitel 3, Vers 5: Sie werden kommen. Kapitel 11, Vers 11: Sie werden kommen. Und da ist wieder zittern oder beben und zurückkommen.
Und dann am Ende von diesem Teil heute sollte Kapitel 14, Vers 2 dastehen, Kapitel 14, Vers 2, nicht Vers 1, so wie auf den Unterlagen: Kapitel 14, Vers 2: Kehre um, Israel, zu dem Herrn, deinem Gott. Das ist wieder der Aufruf.
Seht ihr das? Also die Reihenfolge ist Beschreibung, Aufruf, Beschreibung, Aufruf.
Ich finde es super, dass beides da ist. Das ermutigt mich. Die Beschreibung ermutigt mich. Gott weiß, wie das Ende der Geschichte sein wird. Er hat keinen Zweifel. Er weiß genau, wie die ganze Geschichte enden wird. Er ist souverän. Wir haben das schon heute gesungen, oder? In der Anbetung.
Halleluja, Gott ist nicht unsicher. Er weiß genau, was er vorhat. Er weiß genau, was er tun wird.
Die Beschreibung ist wichtig, aber der Aufruf ermutigt mich auch. Gott nimmt unsere Entscheidungen sehr ernst. Deswegen dieser Aufruf. Wir müssen uns entscheiden, ob wir umkehren und kommen. Deswegen: Kommt, kommt!
Kommen wir jetzt zu diesem vierten Abschnitt, jetzt Kapitel 12, Vers 1 bis Kapitel 14, Vers 10, und seien wir offen für den Heiligen Geist.
Der erste große Teil: Schuld, Betrug und die Notwendigkeit der Umkehr
Super, zunächst einmal der erste Teil: Sünde, Kapitel zwölf, die Verse eins bis fünfzehn. Wir haben das gestern in der Gruppenarbeit angeschaut. Ich werde das trotzdem jetzt kurz machen, obwohl einiges von dem, was ihr gesagt habt, mich ein bisschen verunsichert hat. Aber ich werde es trotzdem machen. Das ist total okay. Ich kann sehr gut mit öffentlicher Demütigung umgehen. Es ist fast mehr oder weniger die Geschichte meines Lebens. Okay, gut, ein bisschen Mitleid war da jetzt, das war super.
Okay, Kapitel zwölf, das ganze Kapitel zwölf ist der Teil Sünde. Das Schlüsselwort hier ist Betrug, und wir können drei Dinge lernen. Erstens: In den Versen eins bis drei bringt Sünde Gericht mit sich. Sünde bringt Gericht mit sich.
Vers 1: Ephraim hat mich mit Lügen umgeben und das Haus Israel mit Betrug. Auch Juda schweift immer noch umher neben Gott, dem Heiligen, der treu ist. Das ganze Volk lebt in Betrug gegeneinander und gegen Gott. Eine Sünde ist Betrug, eine zweite sind wahrscheinlich andere Lösungen, der Versuch, andere Lösungen zu finden. Sie laufen zu anderen Nationen, um Hilfe zu bekommen.
Vers 2: Ephraim nähert sich dem Wind und läuft den ganzen Tag dem Ostwind nach. Er wird täglich verlogener und gewalttätiger. Ein Bündnis mit Assyrien wollen sie schließen, und Öl wird nach Ägypten gebracht. Da geht es auch um den Versuch, ein Bündnis, eine Abmachung mit Ägypten zu haben. Wann wird Israel daraus lernen? Wann wird Israel aufhören, diese anderen Lösungen zu suchen? Und wann werden wir das lernen? Unsere anderen Lösungen, unsere Trostsünden, sie fesseln uns.
Und die Sünde bringt Gericht mit sich. Vers 3: Auch mit Juda hat der Herr einen Rechtsstreit, und er muss Jakob, das ist Israel, strafen, entsprechend seinen Wegen. Er wird ihm vergelten, entsprechend seinen Taten. Das war eins bis drei: Sünde bringt Gericht mit sich.
Jakobs Geschichte als Spiegel für Israels Herz
Jetzt zweitens, die Verse vier bis sieben: Die Sünde macht Umkehr notwendig. Sünde macht Umkehr notwendig.
Obwohl Jakob ein Betrüger war, war er vielleicht ein Held für das Volk. Und zwar deswegen, weil Jakob zu Israel geworden ist. Er hat einen neuen Namen bekommen, oder? Das bedeutet, dass Israel Israel bewundert hat. Israel, das Volk, hat Israel, den Mann, bewundert.
Und jetzt die Frage: Wie ist es passiert, dass Jakob zu Israel geworden ist? Was war notwendig, damit Jakob gesegnet wurde? Die Antwort ist einfach: Umkehr.
Wir kennen die Geschichte, oder? Jakob hat seinen Bruder Esau betrogen, und das hat ihm anscheinend sehr viel gebracht. Sehr viel gebracht. Aber dann bringt Gott Jakob in eine Drucksituation. Er erfährt, dass Esau gleich auftauchen wird, um sich zu rächen, und er hat viele Leute mit sich. Und Jakob weiß: Es könnte jetzt aus sein.
Also, die Drucksituation ist da, und Gott sagt Folgendes, damit Jakob: Es ist Zeit zu kommen. Es ist Zeit umzukehren.
Die Verse vier und fünf: Schon im Mutterschoß hielt er die Verse seines Bruders, und in seiner Manneskraft kämpfte er mit Gott. Er kämpfte mit dem Engel und siegte. Er weinte und flehte zu ihm. In Bethel hatte er ihn gefunden, und dort hatte er mit uns geredet.
Der Anfang von Vers fünf könnte so aussehen, als ob Jakob stärker wäre als Gott. Aber das ist gar nicht der Fall. Schau weiter: Er siegte, er weinte und flehte zu ihm. Er hat um Gnade gebeten. Das ist der Jakob, der umkehrt. Das ist der Jakob, der sagt: Ich habe sehr viel Falsches getan, ich habe Mist gebaut, ich verdiene Gottes Strafe. Und deswegen bittet er um Gnade.
Sünde macht Umkehr notwendig, und Umkehr stellt die Beziehung wieder her. Am Ende von Vers fünf steht in meiner Übersetzung: Dort hat er mit uns geredet. Ich glaube ehrlich gesagt, dass eine bessere Übersetzung, obwohl ich das nur aus den Kommentaren lesen kann, ist, dass Jakob mit Gott dort geredet hat. Eine Beziehung ist entstanden, die vorher nicht wirklich da war.
Sünde macht Umkehr notwendig. Das heißt, Jakob hat Gott kennengelernt. Und schau, wer Gott ist, Vers sechs: Er ist der Herr, der Gott der Heerscharen, dessen Gedenkname Herr ist.
Israel, das ist das, was ich von dir will: Ich will, dass du mich kennenlernst. Ich will, dass wir eine Beziehung miteinander haben, eine Freundschaft. Ich will, dass ihr mich kennt. Ich will diese intime Beziehung zu dir haben, so wie damals im Fotoalbum, am Anfang, oder? Als wir uns kennengelernt haben.
Deswegen: Kehrt um, Vers sieben. So kehre nun um zu deinem Gott, halte fest an Liebe und Recht und hoffe stets auf deinen Gott. Kommt nach Hause, kehr zurück!
Sünde macht Umkehr notwendig.
Selbsttäuschung, Stolz und die Entlarvung falscher Sicherheit
Und jetzt drittens, und ihr wisst, das ist die Überschrift, die mich nicht sehr überzeugt, aber ich mache weiter in den Versen 8 bis 15: Sünde macht stolz. Sünde macht stolz.
Die Verse 8 und 9: Der Kananite hat eine falsche Waage in der Hand, er übervorteilt gern. Ich möchte nur nebenbei sagen, das Wort der Kananite bedeutet auch der Händler. Das heißt: Händler in Israel haben so gehandelt und waren so wie Heiden, wie Kananiter. Es ist fast ein Wortspiel.
Vers 9: Auch Ephraim spricht: Ich bin doch reich geworden, ich habe mir ein Vermögen erworben. An all meinem Erwerb wird man mir kein Unrecht nachweisen können. Die Sünde wäre: Wir sind gut, sagt Israel, wir sind keine Sünder, alles ist in Ordnung, wir sind gute Menschen.
Vers 8 ist Betrug, und Vers 9 ist Selbstbetrug. Vers 8 ist Betrug, die Händler. Vers 9 ist Selbstbetrug. Und Gott sagt: Ich werde euch sagen, wer ich bin, und dann werde ich euch sagen, wer ihr seid. Und dann werdet ihr keinen Grund haben, stolz zu sein. Dann werdet ihr einsehen, dass es Blödsinn ist, zu sagen, dass ihr gute Menschen seid. Es ist ein Blödsinn, stolz zu sein.
Vers 10: Ich aber, der Herr, bin dein Gott vom Land Ägypten her. Ich werde dich wieder in Zelten wohnen lassen wie zur Zeit des Laubhüttenfestes.
Ich bin der Herr, dein Gott, aber er lebt wie Heiden. Ich habe es schon gesagt: Vers 9, Händler, er lebt wie Heiden, wie Kananiter. Ich kann das Wort nicht aussprechen. Er lebt wie Heiden, er läuft Götzen nach, oder? Ich habe euch die Propheten geschickt, ich habe zu den Propheten geredet und viele Offenbarungen gegeben und durch die Propheten in Gleichnissen gelehrt, aber er hat nicht zugehört. Deswegen muss ich ins Gericht kommen.
Sind sie in Gilead nichtswürdig gewesen, so sollen sie zunichte werden. Haben sie in Gilgal Stiere geopfert, so sollen auch ihre Altäre wie Steinhaufen auf den Furchen des Ackers werden. Deswegen muss Gott ins Gericht kommen, und das Gericht ist auch in Vers 15 da, oder? Ephraim hat ihn bitter gekränkt, er wird seine Blutschuld auf ihn werfen, und sein Herr wird ihm seine Beschimpfung vergelten.
Vers 13 ist seltsam, kommt mir vor. Als Jakob in das Gebiet von Aram floh, da diente Israel um eine Frau, um eine Frau hütete er die Herde. Es geht um Jakob. Vielleicht bedeutet Vers 13 Folgendes: Für euch ist Jakob Israel der große Held, aber im Großen und Ganzen, wenn man das zusammenfasst, was er gemacht hat, hat er Schafe gehütet. Ihr habt keinen Grund, stolz zu sein, genauso wie Jakob keinen Grund hatte, stolz zu sein.
Und in Vers 14 ermutigt Hosea sich selbst, denke ich mir. So hat der Herr durch einen Propheten Israel aus Ägypten heraufgeführt und es durch einen Propheten hüten lassen. Er denkt zurück an den Auszug aus Ägypten, und er sagt: Gott hat einen Propheten verwendet, das war Mose, und das gibt ihm Hoffnung, das macht ihm Mut. Gott kann auch mich verwenden. Es lohnt sich, dass ich diese Predigten halte. Gott wird sein Wort durch mich sprechen. Und ich bin sicher, dass es euch so geht: Wir brauchen diese Ermutigung, oder? Die Kraft steckt nicht in uns, die Kraft steckt im Wort Gottes.
Aber Sünde macht stolz. Wir machen Ausreden. Wir sagen: Ja, ja, ich weiß, dass das falsch war, was ich getan habe, aber es war der Druck. Es war der Druck von dem Ehepartner, der Druck von meiner Gemeinde, der Druck von meinen Eltern, der Druck von meiner Kindheit. Es war der Druck. Wir reden oft, als ob wir gute Menschen wären, aber das stimmt nicht. Wir sind im Grunde genommen alle in diesem Raum wie Zitronen. Nicht vom Aussehen her, aber wir sind wie Zitronen. Wenn ich eine Zitrone in der Hand habe und auf die Zitrone drücke, dann kommt saurer Saft heraus, oder? Aber der Saft ist nicht sauer geworden durch den Druck. Der Druck hat einfach sichtbar gemacht, dass das eh immer in der Zitrone war.
Und wenn ich in einer Drucksituation bin und etwas Blödes sage oder etwas Blödes tue, dann ist der Druck nicht schuld. Durch den Druck ist einfach sichtbar geworden, was eh in meinem Herzen war. Kommt es dir bekannt vor? Wir sind nicht gute Menschen. Sünde macht stolz. Deswegen ist Umkehr notwendig.
Gericht über Israel und die Gewissheit des göttlichen Handelns
Machen wir weiter und gehen wir zum zweiten Teil: Gericht, Kapitel 13. Wenn Israel nicht bereit ist, umzukehren, muss Gott im Gericht handeln.
Drei Blöcke sind da. Block A: die Gründe für das Gericht, die Verse 1 bis 9. Und es gibt zwei Gründe.
Der erste Grund ist in den Versen 1 bis 3: Israels Sünde. Vers 1: Wenn Ephraim redete, herrschte Schrecken. Groß stand er da in Israel. Als er sich aber mit dem Baal versündigte, da starb er. Israels Sünde ist Baalanbetung. Israels Sünde ist Götzendienst.
Das wird noch klarer in Vers 2: Nun fahren sie fort zu sündigen und gießen sich Bildnisse aus ihrem Silber, Götzenbilder nach ihrer Erfindung, allesamt ein Machwerk von Künstlern. Von ihnen sagen sie: Die Menschen, die opfern, sollen die Kälber küssen. Ach, Götzendienst!
Und das Ende von Vers 1 sagt uns, was Sünde tut. Ist es euch aufgefallen? Das Ende von Vers 1: Sünde bringt uns um. Sünde bringt uns in den geistlichen Tod. Und Israels Sünde bringt Gottes Gericht. Vers 3: Darum werden sie sein wie eine Morgenwolke und wie der Tau, der früh vergeht, wie die Spreu, die von der Tenne verweht wird, und wie der Rauch aus dem Kamin.
Die Bilder im Buch Hosea sind verblüffend schön und stark. Es wird sein, als ob Gott, als ob Israel nie existiert hätte. Vers 3: Schau dir diese Bilder an. Es wird, als ob Gott Israel in der Hand hat und einfach Folgendes macht: Und auf einmal ist Israel weg.
Der zweite Grund für das Gericht ist der Charakter Gottes. Vers 4: Ich aber bin der Herr, dein Gott, vom Land Ägypten her, und außer mir kennst du keinen Gott, und es gibt keinen Retter als mich allein. Er ist der Herr, großgeschrieben, vier Buchstaben großgeschrieben. Er ist Yahweh, er ist der Gott des Bundes. Und er ist der Retter, der einzige Retter.
Vers 4, schau dir Verse 5 und 6 an, bitte: Ich habe mich deiner angenommen in der Wüste, im dürren Land. Als sie aber Weide fanden, wurden sie satt. Und als sie satt wurden, überhob sich ihr Herz, darum vergaßen sie mich. Schon wieder da, sie vergaßen mich, so wie in Kapitel 2, Vers 15. Immer wieder kommt es vor. Aber schau die Liebe Gottes zu seinem Volk in Vers 5 an: Ich habe mich deiner angenommen in der Wüste, im dürren Land.
Aber Gott ist gerecht. Die Verse 7 bis 9. Vers 7: Da wurde ich gegen sie wie ein Löwe und lauerte wie ein Panther am Weg. Ich überfiel sie wie eine Bärin, der man die Jungen geraubt hat, und zerriss ihnen den Brustkasten und fraß sie dort wie ein Löwe. Die wilden Tiere zerrissen sie.
Das ist dein Verderben, Israel, dass du gegen mich deine Hilfe bist. So ein Blödsinn, gegen Gott zu sein, besonders wenn Gott so viel getan hat. Er hat sie aus Ägypten herausgebracht. Dieser Ausdruck kommt immer wieder vor, oder? Ich bin der Gott, der euch aus Ägypten gebracht hat.
Und habt ihr das gesehen in Vers 7? Gott in Vers 7 ist der Löwe, aber das ist der Löwe von Kapitel 5, Vers 14, nicht der Löwe von Kapitel 11, Vers 10. Das ist der Löwe, der richtet, der Löwe, der brüllt, der Löwe, der zerreißt.
Das sind die Gründe für das kommende Gericht: Israels Sünde und Gottes Charakter. Solange Gott Gott bleibt, wird er unsere Sünde nicht tolerieren. Er kann nicht einfach sagen, er muss eingreifen. Für uns ist es nicht Gericht, weil wir in Jesus sind, weil wir Jesus kennengelernt haben, aber Züchtigung. Er wird uns in eine Drucksituation bringen, damit wir wieder umkehren.
Das angekündigte Gericht und die Hoffnung auf Erlösung
Block B ist die Gewissheit des Gerichts, die Verse 10 bis 13. Hören wir die Verse 10 und 11: Wo ist denn nun dein König, dass er dir helfe in allen deinen Städten? Und wo sind deine Richter? Denn du hast ja gesagt: Gib mir einen König und Fürsten. Ich gab dir einen König in meinem Zorn und nahm ihn wieder weg in meinem Grimm.
Israel verlässt sich auf Könige und Leiter, aber Israel sollte umkehren. Vers 12: Ephraims Schuld ist zusammengebunden, seine Sünde ist aufbewahrt. Aber Israel kommt nicht. Vers 13: Geburtswehen werden sie ankommen; er ist ein unverständliches Kind. Denn er stellt sich nicht zur rechten Zeit ein zur Geburt. Israel ist wie ein Baby, das nicht geboren werden will. Starkes Bild! Und deswegen ist das Gericht gewiss.
Und Block C auf Seite, na, noch immer auf Seite 13, ist das Kommen des Gerichts, das Kommen des Gerichts, ab Vers 14. Hören wir zunächst Vers 15: Denn wenn er auch fruchtbar ist unter den Brüdern, so wird doch ein Ostwind kommen, ein Wind des Herrn von der Wüste herauf, sodass sein Brunnen vertrocknet und sein Quell versiegt. Er wird den Schatz aller kostbaren Geräte berauben.
Und in Kapitel 14, Vers 1, geht es um Samaria, das ein Teil von Israel ist. Samaria muss es büßen, denn es hat sich gegen seinen Gott empört. Durch das Schwert sollen sie fallen, ihre Kinder sollen zerschmettert und ihre Schwangeren aufgeschlitzt werden. Wow, das ist das Kommen des Gerichts.
Aber es ist auch Hoffnung da, selbst mitten in dieser dunklen Stelle. Schau Vers 14 an, schau die Hoffnung an in Vers 14: Ich will sie erlösen aus der Gewalt des Totenreichs, vom Tod will ich sie loskaufen. Tod, wo ist dein Verderben? Totenreich, wo ist dein Sieg? Doch der Trost ist vor meinen Augen verborgen. Hosea 13,14.
Paulus zitiert einen Teil von diesem Vers in 1. Korinther 15,55: Tod, wo ist dein Verderben? Totenreich, wo ist dein Sieg? Dieser Vers findet seine Erfüllung in Jesus, in dem, was Jesus getan hat, weil er nicht tot geblieben ist, sondern auferstanden ist. Er ist der Sieger. Das Neue Testament nennt den Tod den letzten Feind, aber Gott wird das letzte Wort haben. Entschuldigung.
Und in Vers 14, schau den Anfang von Vers 14 noch einmal an, das Wort erlösen ist da: Ich will sie erlösen. Und ihr wisst es ja: Jesus verwendet das Wort erlösen in den Evangelien. Er sagt seinen Jüngern: Der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und um sein Leben zu geben als Lösegeld für viele. Erlösung. Das ist Markus 10,45.
Das ist die Trumpfkarte, ist das deutsch? Trumpfkarte? Ja, das ist die Trumpfkarte von uns Christen, dass Jesus auferstanden ist, dass Gott Herr ist über Tod und Leben. Wir haben die Antwort auf den Tod: Jesus ist gestorben, Jesus ist am dritten Tag auferstanden, und deswegen brauchen wir keine Angst vor dem Tod zu haben.
Ich weiß nicht, ob ihr den Namen D. L. Moody kennt. Das war ein amerikanischer Evangelist, lange her. Und D. L. Moody hat Folgendes einmal gesagt: Eines Tages werdet ihr vielleicht in den Zeitungen lesen, dass D. L. Moody gestorben ist. Glaubt es gar nicht, ich werde lebendiger sein als je zuvor. Das ist genau richtig, genau richtig.
Und fühl dich frei, jetzt Jesus anzubeten, weil er dich erlöst hat durch sein Kreuz. Und als Beweis dafür, dass er dich erlöst hat und dass er der Sieger ist, ist er auferstanden. Aber wir müssen kommen.
Die Rückkehr zu Gott und die Verwandlung des Lebens
Und damit sind wir beim dritten Teil. Der dritte Teil: Ich bin jetzt auf Seite vierzehn bei den Unterlagen, Gnade, Kapitel 14, Verse 2 bis 10. Das ist wieder das Ende der Geschichte. Wow, Hosea ist ein toller Prediger.
Zunächst einmal die Wiederkehr, die Verse 2 bis 4. Kapitel 14, Vers 2: Kehre um, o Israel, zu dem Herrn, deinem Gott! Denn du bist zu Fall gekommen durch deine eigene Schuld. Nehmt Worte mit euch und kehrt um zum Herrn. Sprecht: Vergib alle Schuld und nimm es gut auf, dass wir dir das Opfer unserer Lippen bringen. Assyrien wird uns nicht retten, wir wollen nicht mehr auf Rossen reiten und das Werk unserer Hände nicht mehr unsere Götter nennen; denn bei dir findet der Verwaiste Barmherzigkeit.
Das ist die Wiederkehr. Habt ihr gesehen, ganz am Anfang: Kehre um. Das ist eines der Schlüsselworte, oder? Zurückkommen, umkehren, kommt zurück, kehrt zurück. Ich mag das in Vers 4: Assyrien wird uns nicht retten. Wir verzichten auf die anderen Lösungen. Wir verzichten auf diese Bündnisse mit anderen Nationen. Wir verzichten auf unsere Trostsünden. Wir geben unsere Götzen auf, unsere falschen Gottesbilder, unsere falschen Selbstbilder.
Ich werde es zugeben: Ich bin kein guter Mensch, ich bin wie eine Zitrone. Umkehr muss immer wieder stattfinden, oder? Und ich mag das in Vers 3. Dieses Gebet fängt an: Vergib alle Schuld. Das ist die Bitte an den heiligen Gott: Herr, vergib alle Schuld.
Und ich finde es interessant, wie uns Vers 2 auch erklärt, wie Umkehr passieren soll. Habt ihr den Anfang von Vers 2 angeschaut? Ist es euch aufgefallen? Nehmt Worte mit euch und kehrt um zum Herrn. Umkehr: Wir müssen etwas zum Herrn sagen. Wir müssen ihm sagen, was los ist. Wir müssen ihm sagen, was wir angestellt haben. Manchmal denke ich mir, das brauche ich nicht zu sagen, der Herr weiß es eh besser als ich. Aber er will, dass ich ihm das sage. Und das soll ein wichtiger Bestandteil meines Lebens sein.
Umkehr ist nicht nur etwas für das Christwerden. Umkehr ist auch etwas für das Christsein. Auch heute brauche ich Umkehr, dass ich dem Herrn meine Schuld zugestehe, ist das deutsch? Und dass ich ihn um Vergebung bitte, nicht deutsch. Aber wir verstehen es, ihr versteht mich, oder?
Es ist jetzt zu spät, am letzten Tag der Konferenz. Da haben wir verständlich gar nicht.
Erneuerung, Schönheit und Segen für andere
Die Wiederkehr, zweitens die Verse fünf bis acht, die Erneuerung.
Vers fünf: „Ich will ihre Abtrünnigkeit heilen, gerne will ich sie lieben, denn mein Zorn hat sich von ihnen abgewandt.“
Schauen wir, was Gott tun wird, wenn wir kommen. Und wenn wir immer wiederkommen. Ich meine natürlich in erster Linie, dass es hier um das geht, was er für Israel tun wird, wenn einige zurückkommen, wenn einige doch zurück ins Land und zurück zum Herrn kommen. Aber ich werde das jetzt auf uns beziehen, weil wir auch ein Teil der Erfüllung dieses Buches sind, wie wir schon gesehen haben.
Schauen wir, was Gott tun wird. In den Versen fünf bis acht wird er uns Leben geben.
Vers sechs: „Ich will für Israel sein wie der Tau.“ Es soll blühen wie eine Lilie. Leben.
Er macht uns stabil.
Vers sechs: „Es soll blühen wie eine Lilie und Wurzel schlagen wie der Libanon.“ Die Bäume im Libanon waren sehr bekannt dafür, dass sie irrsinnig groß waren, irrsinnig stark waren. Und Gott sagt, er kann dich stark machen.
Er wird uns schön machen.
Vers sieben: „Seine Schösslinge sollen sich ausbreiten.“ Es soll so schön werden wie ein Ölbaum und so guten Geruch geben wie der Libanon.
Schön. Ich meine nicht schön im Sinne von Miss World, aber schön im Sinne, dass Leute erkennen, dass wir anders sind.
Er ist gläubig geworden, als ich Student war. Und einige Monate danach habe ich ihn gefragt: Was hat dich offen gemacht für das Evangelium? Was hat dich offen gemacht für die Möglichkeit, dass das Evangelium wahr sein könnte?
Und er hat gesagt, ich habe gar nicht gewusst, was er antworten würde, er hat gesagt: Ich habe einige Christen kennengelernt, und ihr wart so gut.
Und ich habe laut gelacht. Ich habe gesagt, das muss ein Schmäh sein. Also, wir sind nicht gut, wir machen Fehler und so weiter und so fort.
Und er hat gesagt, das weiß ich eh. Das habe ich immer wieder gesehen, dass ihr Fehler macht. Aber es gab etwas in euch, was nicht in anderen war. Es war eine Güte da.
Einige Leute drücken das anders aus. Sie sagen: Ich habe Christen kennengelernt, und es gab einen Frieden da. Ich habe gedacht: Warum? Diese Leute sind so unterschiedlich, aber jeder hat irgendwie diesen Frieden.
Oder einige drücken das so aus: Es gab eine Freude da. Nicht unbedingt herumhüpfend, aber man hat gesehen, dass eine Freude da ist.
Gott kann uns schön machen.
Und wenn ich das sage und wenn ich das hier in Vers sieben lese, dann denke ich mir: Wow, das möchte ich, dass das in mir wächst, diese Schönheit. Ich komme mir nicht besonders schön vor. Wir werden das nicht in Kleingruppen besprechen. Aber ich bete schon, jetzt bete ich, und du kannst auch beten: Ich bete für mich, dass ich schöner werde, dass es anderen auffällt, dass ein Frieden da ist, eine Freude da ist. Es ist eigentlich die Gegenwart des Heiligen Geistes.
Oder er wird uns zu einem Segen für andere machen.
Vers acht: „Die unter seinem Schatten wohnen, sollen wiederum Getreide hervorbringen und blühen wie der Weinstock und so berühmt werden wie der Wein vom Libanon.“
Menschen werden in seinem Schatten wohnen. Wir können Leute beeinflussen durch die Art, wie wir sind. Und auch dann kriegen wir die Gelegenheit, etwas vom Herrn zu sagen.
Einige Leute, viele Leute, müssen das Evangelium sehen, bevor sie das Evangelium hören. Sie müssen das Evangelium sehen in unserem Leben, in meinem Leben und in unserem Leben, in der Gemeinschaft von Christen. Und das macht sie dann offen dafür, dass sie das Evangelium hören. Dann fangen sie an, Fragen zu stellen.
Könnte das alles eine Beschreibung von meinem Leben sein? Lebendig, stabil, schön, ein Segen für andere? Wow, ich weiß nicht, wie der deutsche Ausdruck ist. Aber ich weiß, was der englische Ausdruck ist: That is a big ask. Es ist eine große Bitte, wenn ich den Herrn darum bitte. Aber er kann das. Er ist der Herr. Er hat Israel aus Ägypten gebracht. Er hat Himmel und Erde geschaffen. Er kann mein Leben verändern.
Könnte das eine Beschreibung von meinem Leben sein? Nein, nicht, wenn ich nicht komme. Wenn ich nicht zum Herrn komme, wird das nicht passieren. Aber wenn ich immer wieder komme, bebend zu dem Herrn komme, dann wird er mein Leben immer mehr verändern.
Stellen wir uns vor, in fünf Jahren macht Gott das Fotoalbum wieder auf, und er schaut uns an unsere Fotos. Und er sieht einen Menschen, der stabil ist, der schön ist, der ein Segen für andere ist. Wow, das möchte ich, das möchtest du. Ich kann das kaum glauben, wenn ich mich anschaue, aber das Buch Hosea bietet uns das an.
Damit die Fotos so werden, müssen zwei Dinge geschehen: Gott muss uns weiterhin lieben, und das ist ganz sicher gegeben, und wir müssen immer wieder kommen, immer wieder zum Herrn kommen.
Kennt ihr die vier Liebessätze? Das ist mir egal, ob ihr sie kennt, ich werde sie sowieso sagen. Ich bin ein Prediger. Diese Frage war bedeutungslos. Die vier Liebessätze, es geht um die Liebe Gottes zu uns. Ich mag diese Sätze, die bringen mich immer zum Anbeten.
Nummer eins: Gott wird dich nie weniger lieben, als er dich heute liebt.
Nummer zwei: Gott kann dich nicht mehr lieben, als er dich heute liebt, weil es schon maximale Liebe ist.
Satz Nummer drei: Gott wird nie aufhören, dich zu lieben.
Satz Nummer vier, das ist mein Lieblingssatz: Gott hat nie angefangen, dich zu lieben, weil er dich immer geliebt hat, in aller Ewigkeit. Bevor es dich gegeben hat, hat er gewusst, dass es dich geben wird. Und er hat dich geliebt.
Hier sind die vier Sätze noch einmal. Bitte, fühl dich frei, Gott anzubeten.
Das ist erstaunlich, die Liebe Gottes. Gott wird dich nie weniger lieben, als er dich jetzt liebt. Gott kann dich nicht mehr lieben, als er dich jetzt liebt. Gott wird nie aufhören, dich zu lieben. Und Gott hat nie angefangen, dich zu lieben.
Es ist super, Christ zu sein, oder?
Die letzte Zusage, die Gemeinde und die Vollendung der Geschichte
Und drittens die Beziehung, Vers neun. Ephraim wird sagen, dass er die Beziehung nicht verstanden hat, weil er die Beziehung nicht verstanden hat, weil er die Beziehung nicht verstanden hat, weil er die Beziehung nicht verstanden hat, weil er die Beziehung nicht verstanden hat, weil er die Beziehung nicht verstanden hat, weil er die Beziehung nicht verstanden hat, weil er die Beziehung nicht verstanden hat, weil er die Beziehung nicht verstanden hat, weil er die Beziehung nicht verstanden hat, die Beziehung, die Beziehung, die Beziehung, die Beziehung, die Beziehung, die Beziehung, die Beziehung.
Also schau deine Übersetzung an. Es kann ein bisschen anders sein. Angeblich ist das vielleicht der schwierigste Vers im Buch Hosea zum Übersetzen, teilweise weil die Texte in den Manuskripten unterschiedlich sind. Das sorgt auch in den Kommentaren für etwas Verwirrung.
Ephraim wird sagen: Was soll ich künftig noch mit den Götzen zu schaffen haben? Ich, ich habe ihn erhört und auf ihn geblickt. Ich bin wie eine krönende Zypresse. Es soll sich zeigen, dass deine Frucht von mir kommt.
Mir kommt vor, dass der Vers ein bisschen durcheinander ist. Ich denke, die Bedeutung ist folgende. Wahrscheinlich spricht Israel hier und sagt: Was soll ich noch mit den Götzen? Was soll ich noch mit den Götzen und mit den Trostsünden?
Und dann verspricht Gott drei Dinge, die eine Beziehung mit Gott beschreiben: Ich werde deine Gebete erhören, ich werde mich um dich kümmern, und ich werde dir Frucht schenken. Ich werde deine Gebete hören, ich werde mich um dich kümmern, ich werde dir Frucht schenken. Ich glaube, das ist wahrscheinlich alles in Vers neun enthalten.
Sehnst du dich danach? Dann komm, komm, kommen wir bebend zum Herrn.
Bevor wir aufhören, noch etwas zur Erfüllung des Buches Hosea. Im achten Jahrhundert ist die Prophetie von Hosea nicht erfüllt worden, aber nach der Zerstörung des Nordreichs Israel sind viel später doch einige ins Land zurückgekommen. Ein Überrest Israels ist zurückgekommen.
Schau dir nur kurz ein paar Verse an, 1. Chronik 9. Ich lese vor, nur ein Vers, zwei Verse: 1. Chronik 9,1-2. Ganz Israel wurde nach seinen Geschlechtern verzeichnet, und siehe, sie sind eingeschrieben im Buch der Könige von Israel. Und Juda wurde wegen seiner Untreue nach Babel weggeführt. Und die früheren Einwohner, die in ihrem Eigentum in ihren Städten wohnten, waren Israeliten, die Priester, die Leviten und die Tempeldiener. Die Israeliten waren wieder im Volk Gottes.
Oder denkt an Johannes 4. Ihr kennt diese Begebenheit sicher ganz sicher. Das ist Jesus und die Frau aus Samaria, das ist Nord, das ist im Norden, das ist Israel. Und was sagte diese Frau in Samaria?
Er sagt in Johannes 4,21: Es kommt die Stunde, wo ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. Johannes 4,23: Die Stunde kommt und ist schon da, wo die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden, denn der Vater sucht solche Anbeter. Die Frau spricht zu ihm: Ich weiß, dass der Messias kommt, welcher Christus genannt wird. Wenn dieser kommt, wird er uns alles verkündigen. Jesus spricht zu ihr: Ich bin's, der mit dir redet.
Und sie vertraut auf ihn, und sie erzählt den anderen in dem Dorf von ihm. Sie kommen zurück, und dann sagen diese Leute, das ist in Johannes 4,42. Sie sagen, nachdem diese Frau zwei Tage lang Jesus zugehört hat, zu der Frau: Nun glauben wir nicht mehr um deiner Rede willen; wir haben selbst gehört und erkannt, dass dieser wahrhaftig der Retter der Welt ist, der Messias.
Schau bitte noch einmal Römer 9,22-26 an. Ich habe sie am Mittwoch vorgelesen, aber ich denke, es ist gut, sie zum Schluss noch einmal zu lesen. Römer 9,22-26: Wenn nun aber Gott, da seinen Zorn erweisen und seine Macht offenbar machen wollte, mit großer Langmut die Gefäße des Zorns getragen hat, die zum Verderben zugerichtet sind, damit er auch den Reichtum seiner Herrlichkeit an den Gefäßen der Barmherzigkeit erzeige, die er zuvor zur Herrlichkeit bereitet hat. Als solche hat er auch uns berufen, nicht allein aus den Juden, sondern auch aus den Heiden, wie er auch durch Hosea spricht: Ich will das mein Volk nennen, was nicht mein Volk war, und die Geliebte, die nicht Geliebte war. Und es soll geschehen, an dem Ort, wo zu ihnen gesagt wurde: Ihr seid nicht mein Volk, da sollen sie Söhne des lebendigen Gottes genannt werden.
Und wir haben das gesehen, diese Hosea-Zitate da, diese Anspielungen auf das Buch Hosea. Und dann haben wir gesehen, dass in Vers 24, oder das ist die letzte Erfüllung des Buches Hosea, die Gemeinde zu finden ist. Vers 24: Als solche hat er auch uns berufen, nicht allein aus den Juden, sondern auch aus den Heiden. Die letzte Erfüllung des Buches Hosea ist die Gemeinde.
Und ich lese zwei Verse aus Römer 11 vor, Römer 11,11-12. Ich frage nun: Sind sie denn gestrauchelt, damit sie fallen sollten? Das sei ferne! Sondern durch ihren Fall ist das Heil den Heiden zuteil geworden, um sie zur Eifersucht zu reizen. Wenn aber ihr Fall der Reichtum der Welt und ihr Verlust der Reichtum der Heiden geworden ist, wie viel mehr ihre Fülle!
Ich werde jetzt nicht viel darüber reden, das ist überhaupt eine schwierige Stelle, glaube ich. Ich habe diese zwei Verse nur deswegen vorgelesen. Ich denke, Paulus sagt hier, dass dadurch, dass Israel, dass viele Juden Nein zu Jesus gesagt haben und auch Nein zu Gott, die Tür für die Heiden aufgemacht wurde. Und dann, wenn Heiden gläubig werden, wenn die Gemeinde wächst, die aus Juden und Heiden besteht, werden viele Juden eifersüchtig werden. Das ist das Wort hier. Sie werden sagen: Wir wollen auch Gott kennen. Vielleicht ist Jesus doch der Messias. Und dann vertrauen sie auf ihn. Und das wird dazu führen, wenn viele Juden dann zu Jesus finden, dass noch mehr Heiden sagen: Wow, was ist da los? Wir müssen auch Gott kennenlernen.
Ich denke, dass diese Bewegung in Römer 11 da ist.
Und zusammenfassend hier: Kapitel 3, Vers 5, Kapitel 11, Vers 11. Sie werden kommen. Gott macht es, sie werden kommen. Ich bin sehr froh, dass Jesus nie gesagt hat: Vielleicht werde ich meine Gemeinde bauen. Wenn er gesagt hätte: Vielleicht werde ich meine Gemeinde bauen, dann hätte ich Zweifel, wenn ich uns anschaue. Aber er hat nicht vielleicht gesagt. Ich werde meine Gemeinde bauen. Und Hosea sagt: Sie werden kommen, sie werden kommen.
Und eines Tages wird die ganze Gemeinde Gottes vor dem Thron Gottes stehen. Offenbarung 21 lese ich vor, und dann bin ich fast so weit. Sorry, das ist heute zu lang gewesen.
Vollendung, Hoffnung und der letzte Ruf zur Weisheit
Kapitel 22, Vers 1 im Buch der Offenbarung.
Fühl dich frei, Heimweh zu erleben, jetzt. Ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde, denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer gibt es nicht mehr. Und ich, Johannes, sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabsteigen, zubereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut.
Und diese Idee von Braut und Bräutigam erinnert uns natürlich an ein Buch im Alten Testament, eventuell Hosea. Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Himmel sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen, und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott! Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen. Und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein, denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu.
Wir werden uns dort wiedersehen. Und schau dir diese Menschenmenge an. Das habe ich schon einmal gesagt diese Woche: Wenn du genau hinschaust, siehst du Homer. Siehst du Hosea und siehst du Goma, jetzt ist die Atmosphäre ganz weg, schrecklich. Das kann passieren, wenn man predigt. Bleib noch da, noch einen Augenblick.
Du siehst Hosea, du siehst Goma, du siehst dich, du siehst deine Gemeinde, du siehst die ganze Gemeinde aus Deutschland, aus Europa, aus der Welt. Schau ganz genau hin: Es gibt Leute auch dabei, die noch nicht gläubig sind, aber du betest für sie, und du liebst sie. Du suchst Gelegenheiten mit ihnen, über Jesus zu reden. Wow, die ist da, er ist da, Leute sind da, für die ihr gebetet habt, für die wir gebetet haben.
Jetzt kommen wir zum letzten Vers im Buch Hosea: Hosea 14,10. Wer ist so weise, dass er das einsehe, und so klug, dass er das verstehe? Denn die Wege des Herrn sind richtig, und die Gerechten wandeln darauf. Aber die Übertreter kommen auf ihnen zu Fall.
Wenn ich die Wege des Herrn gehen will, werde ich Nein sagen. Ich werde Nein sagen zu meinen Götzen, zu meinen Trostsünden. Wenn ich die Wege des Herrn gehen will, werde ich Ja sagen zu Gott. Ich werde ihn suchen, ich werde zurückbeben zu ihm. Ich werde zu ihm kommen, ich werde immer wieder umkehren, immer wieder zu Gott kommen. Und weißt du, was passieren wird? Das Fotoalbum wird wieder schön werden.
Beten wir miteinander. Eine Zeit der Stille, ganz kurz, wo jeder mit dem Herrn reden kann.
Herr, wir danken dir so sehr für das Buch Hosea, und wir danken dir so sehr für deine große Liebe zu uns in Jesus. Danke, dass die Gemeinde die letzte Erfüllung ist vom Buch Hosea. Wir beten dich an. Und ich bitte dich für mich und für uns alle, dass wir immer wieder den letzten Vers vom Buch Hosea ernst nehmen werden, dass wir Nein sagen werden zu unseren Götzen, zu unseren Trostsünden, und dass wir Ja sagen werden zu dir. Wir beben, wir kommen jetzt bebend zu dir, wir kehren um, wir staunen über deine Liebe. Und wir geben uns dir hin. Bitte verwende du unser Leben, verändere du uns, so dass andere Menschen von deiner Liebe und von deinem Sohn Jesus finden können. Vater, wir danken dir im Namen Jesu. Amen.
