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Ägypten 5: Das Tal der Könige (3/3)

Die Doppeldecker Crew | Hörspiel für Kinder (Hörbuch)
06.10.2026
Serie•Teil 3 / 3Ägypten 5: Das Tal der Könige
Der Schreck sitzt uns noch in den Knochen – aber mit der Mumie ist doch etwas faul! Und warum haben sich die Wachen so seltsam verhalten? Wir schmieden einen Plan … #Kinderhörspiel #Hörspiel #Hörbuch #kindgerecht doppeldecker-crew.de

Rückblick auf das Rätsel um den Fluch

Letztes Mal bei der Doppeldecker-Crew. Darum geht es hier die ganze Zeit? Nadja, es gibt keinen Pharaonenfluch, das sind doch nur Märchengeschichten.
Doch, bei einem Pharao stand etwas geschrieben.
Was stand geschrieben?
Ach, du meinst die Tontafel, die angeblich im Grab von Tutanchamun gefunden wurde.
Ja, und auf der Tafel steht, dass jeder sterben wird, der die Ruhe des Pharaos stört.
Bewegt sich da gerade der Deckel vom Sarkophag? Das kann nicht sein!
Ja, was ist das? Ist das eine Mumie?
Alle raus hier!
Nadja, jetzt mal Spaß beiseite. Glaubst du eigentlich wirklich an solche Pharaonenflüche und so etwas?
Hm, ich weiß nicht. Also, ich glaube ja, dass das ein Streich gewesen ist. Oder, Mike?
Also, ich glaube auch nicht, dass es eine echte Mumie war. Das geht ja gar nicht.
Ich stimme Toni und Marie zu. Das mit der Mumie muss ein Trick sein. Wissenschaftlich ist es unmöglich, nach ein paar Stunden oder gar nach Jahrtausenden wieder lebendig zu werden.
Na ja, außer bei Jesus.
Was meinst du damit?
Jesus ist drei Tage nach seinem Tod wieder lebendig geworden.
Nein, ich habe gelernt, dass Jesus gar nicht gestorben ist. Gott hat ihn vorher in den Himmel geholt.
Na ja, dass Jesus unter Pontius Pilatus am Kreuz gestorben ist, ist historisch tatsächlich ziemlich gut belegt.
Ja, Muslime und Christen sehen das unterschiedlich. Für dich ist Jesus ein Prophet. Du glaubst, dass Gott absolut allein ist und keinen Sohn hat. Das ist im Islam ganz wichtig. Wir meinen damit nicht denselben Gott, der nur einen anderen Namen hat. Das ist ein echter, tiefer Unterschied.
Ich glaube nämlich, dass Gott sich als Vater, Sohn und Heiliger Geist gezeigt hat, drei und trotzdem einer. Das klingt kompliziert, ich weiß, aber so wird es uns in der Bibel gesagt, und daran glaube ich.
Ja, im Islam ist es eine große Sünde zu sagen, Gott hat einen Sohn.
Das weiß ich, und ich respektiere das. Aber ich kann nicht sagen, dass es egal ist, weil ich glaube, dass Jesus wirklich Gottes Sohn ist, der als Mensch zu uns gekommen ist. Und er musste sterben, weil es der einzige Weg war, uns zu retten.
Retten? Vor was?
Vor der Trennung von Gott!
Wieso Trennung?
Tja, weißt du, Gott hat uns erschaffen, weil er uns liebt. Er möchte uns nah bei sich haben. Aber wir Menschen machen immer wieder Dinge, die nicht gut sind. Gott nennt das Sünde. Und diese Sünde trennt uns von ihm, weil Gott selbst komplett gut und fehlerfrei ist.
Ich halte mich eigentlich immer an Regeln.
Du hast doch letztens deine Eltern angelogen, dass es dir hier gut gefällt.
Ja, aber nur, damit sie sich keine Sorgen machen.
Ja, wir haben oft eine Entschuldigung für unser falsches Handeln. Aber bei Gott zählt das nicht. Er ist absolut perfekt, und schon ein einziger schlechter Gedanke trennt uns von ihm.
Aber dann könnte doch niemand in den Himmel kommen. Alle machen doch mal Fehler.
Außer Jesus.
Genau, Jesus hat nie gesündigt, kein einziges Mal. Und deshalb konnte er etwas tun, was kein anderer Mensch tun konnte: Er ist freiwillig für uns gestorben.
Aber warum?
Stell dir vor, jemand wird für etwas verurteilt, und ein anderer sagt: Ich nehme seine Strafe auf mich. Genau das hat Jesus getan. Er hat die Strafe für unsere Sünden übernommen, damit Gott uns vergeben kann.
Aber wenn er tot ist, wie kann er dann noch helfen?
Das ist die beste Frage, die du stellen konntest, weil er nämlich nicht tot geblieben ist. Drei Tage später ist Jesus auferstanden, er lebt.
Und genau da hake ich wieder ein: Das ist wissenschaftlich einfach nicht möglich.
Für einen normalen Menschen nein. Aber Jesus ist nicht nur ein Mensch. Nach seiner Auferstehung haben ihn über fünfhundert Menschen gesehen, mit ihm geredet, mit ihm gegessen. Er lebt.
Und weil er lebt, weiß ich: Wenn ich mal sterbe, werde ich bei Gott sein. Nicht, weil ich es verdient habe, sondern weil ich Jesus vertraue. Ich habe erkannt, dass ich vor Gott schuldig bin, und habe ihm meine Schuld bekannt. Und Jesus hat mir vergeben. Das ist ein Geschenk. Und Jesus lädt jeden Menschen zu sich ein. Er hat selbst gesagt, dass man nur durch ihn zu Gott kommen kann.
Das ist wirklich anders als das, was ich kenne. Ich muss darüber nachdenken.
Können wir jetzt die Geschichte weiterhören?
Oh ja, nun gut. Wo waren wir noch gleich?
Ach ja, ihr wart gerade aus der Grabkammer gerannt, weil sich der Sarkophagdeckel bewegt hatte.
Außer Atem kommt ihr am Eingang des Grabes an.
Was ist los?
Da, da, da war was.
Ja, aber was war das?
Die Mumie, ganz bestimmt. Das war gruselig.
Aber das kann doch nicht sein.
Ach nein, und warum bist du dann rausgelaufen?
Na ja, irgendwas oder jemand war da, aber ...
Jetzt bekommen wir Fluch.
Nadja, wie oft noch, es gibt keinen Pharaonenfluch.
Doch, wir haben toten Pharao gestört.
Oh Mann! So etwas habe ich ja noch nie erlebt. Tarek, was hältst du davon?
Ich, also, ja, ich, also, es muss da irgendjemand reingekommen sein, der uns einen Streich gespielt hat.
Wir standen die ganze Zeit hier, es ist keiner reingekommen.
Das kann einfach nicht sein, da muss jemand reingegangen sein.
Willst du damit etwa sagen, dass wir unseren Job nicht richtig machen?
Nein, natürlich nicht, aber ...
Wir hätten es ja wohl mitbekommen, wenn da jemand an uns vorbeigegangen wäre. Der Eingang ist wirklich nicht sehr groß.
Und was machen wir jetzt? Ich meine, muss da nicht jemand rein und noch mal nachschauen?
Was, da noch mal rein? Nein, ich gehe da nicht rein. Und ihr auch nicht.
Ja, aber ...
Kein Aber. Es ist zu gefährlich. Ihr geht jetzt erst mal nach Hause, es wird sowieso schon spät und ...
Und ich setze mich mit meinem Team zusammen und überlege, was zu tun ist.
Ja gut. Wir werden das Grab jetzt erst mal mit ein paar Brettern zunageln. Und zusätzlich gibt es ja noch die Wachen.
Ach Mist, ich habe ganz vergessen, mich um eine Nachtwache zu kümmern. Oh, das muss ich dann als Erstes machen.
Wir übernehmen die Schicht, Chef.
Ihr? Aber ihr habt doch jetzt schon den ganzen Nachmittag hier gestanden!
Das ist kein Problem, Chef. Wir freuen uns, wenn wir helfen können.
Wow, danke euch, das erleichtert mir so einiges.
Das machen wir wirklich gerne.
Okay, dann lasst uns jetzt gehen.
Bei Tarek zu Hause sind die Freunde immer noch ganz aufgeregt. Eigentlich viel zu aufgeregt, um jetzt irgendeinen Happen hinunterzubekommen. Doch Tarek besteht darauf, dass eine Suppe ihnen guttun wird.
Nach dem Essen lassen sie sich erschöpft aufs Sofa fallen. Tarek macht das Radio an, eigentlich nur, um zur Entspannung ein wenig Musik im Hintergrund laufen zu lassen, doch da ...
Tarek, kannst du es lauter machen?
Dass sich während der laufenden Bergungsarbeit der steinerne Deckel des Sarkophags plötzlich zur Seite bewegte. Eine eindeutige Erklärung hat er dafür bislang nicht. Der Grabeingang soll die ganze Zeit über gut bewacht gewesen sein.
Nun wird spekuliert. Handelt es sich um den berüchtigten Fluch des Pharao, der seit Jahrhunderten gefürchtet wird? Herr Rahim scheint zu glauben, dass die Mumie die Störung ihrer Totenruhe bemerkt hat und verhindern will, dass die Farbeigaben weggebracht werden. Sie überlegen nun, das Grab wieder zu versiegeln.
Was? Wird das eben entdeckte Grab nun doch ein verschlossenes Geheimnis bleiben? Wir bleiben für euch unabhängig.
Kannst du wieder leiser machen?
Jupp! Und nun das Wetter für heute.
Ups, sorry. Ich hab nichts verstanden.
Ach Sammy, wollen die das Grab wirklich wieder komplett verschließen?
Ey, das können die doch nicht machen. Aber ehrlich, das wäre eine Schande für die Forschung.
Ich finde es gut.
Hm, ich glaube, mit den Wachen stimmt irgendwas nicht. Die haben da bestimmt etwas mit zu tun.
Ja, du hast recht. Ich meine, anders lässt sich das gar nicht erklären. Sie müssen jemanden in das Grab reingelassen haben.
Hm, ja, da, da könntet ihr recht haben.
Ja, ich erinnere mich, im Grab hat es auch nach Parfüm gerochen, nicht nach alter Mumie.
Seht ihr?
Ja.
Ich fand es auch krass, dass die Wachen sich nach allem noch freiwillig für die Nachtschicht gemeldet haben.
Ja, ich muss sagen, mich hat gewundert, dass die Wachen nicht erschreckt waren, als wir rausgelaufen gekommen sind.
Ja, und vielleicht war es auch gar kein Zufall, dass die anderen Wachen krank geworden sind. Vielleicht haben sie dafür gesorgt.
Dann müssen sie aber auch einen Komplizen gehabt haben, einen, der sich im Grab versteckt hat und den Deckel vom Sarkophag geschoben hat, um uns zu erschrecken.
Ja, aber wozu das Ganze? Warum machen die so einen Aufwand? Nur für einen Streich?
Vielleicht wollen sie die schönen Glitzersachen haben.
Sammy, das ist es!
Was?
Sie wollen die Grabbeigaben stehlen, die sind total wertvoll.
Ja, sie wissen, dass wir die heute einpacken wollten. Also haben sie uns einen Schrecken eingejagt, um uns von dort wegzujagen.
Und die Nachtschicht machen sie, um heute Nacht das Grab in Ruhe auszuräumen. Und wenn das Grab morgen zugemacht wird, merkt es sogar keiner.
Oh Mann, das ist es. Aber was sollen wir denn jetzt machen?
Du musst Herrn Rahim Bescheid geben.
Oh ja, ich rufe ihn sofort an.
Oh, er geht nicht ran.
Oh Mann, dann müssen wir halt dahin. Wir können doch nicht zulassen, dass die ganzen wertvollen Sachen gestohlen werden.
Ja, aber wie sollen wir die davon abhalten? Die sind doch viel stärker als wir.
Ja, und festnehmen können wir die auch nicht.
Aber vielleicht können wir sie zumindest verjagen.
Und wie?
Ha, wir schlagen sie mit ihren eigenen Waffen, wir verkleiden uns als Mumie und erschrecken sie.
Oh ja!
Vielleicht können wir auch noch so gruselige Musik abspielen und so.
Ich melde mich freiwillig als Mumie.
Nicht so ungut, Tarek, aber ich glaube, dafür bist du ein bisschen zu tollpatschig. Ich würde sagen, Toni macht das.
Klar, gerne.
Gesagt, getan. Tarek holt alte Tücher raus, mit denen sie Toni einwickeln können. Eine Musikbox nimmt er auch noch mit, und dann machen sie sich schon auf den Weg.
Als sie dem Grab näher kommen, fällt ihnen auf, dass sie eine Sache nicht bedacht haben.
Ihr hattet recht, das sind die zwei Wachen, sie tragen schon Sachen aus dem Grab.
Ja, und da ist auch schon der dritte Mann, der war bestimmt derjenige, der uns erschreckt hat.
Ich wusste doch, dass der ganze Spuk mit dem Sarkophag nur ein Trick war.
Ja, daran haben wir gar nicht gedacht. Wie sollen wir denn an denen vorbei ins Grab gehen, wenn die die ganze Zeit rein und raus laufen?
Wir müssen die da irgendwie weglocken.
Ich hab’s, Toni, gib mir deinen Schuh!
Bitte was?
Deinen Schuh, den können wir werfen, und dann gehen die da hin.
Hast du noch alle Streifen im Hörnchen? Ich werfe doch nicht meinen Schuh weg.
Aber die Idee ist nicht schlecht. Wir müssen irgendein Geräusch erzeugen, am besten bei der Hütte. Und wenn sie dort nachschauen, können wir schnell reinflitzen.
Aber bis hinter die Hütte können wir nicht werfen, und wir haben nichts zum Werfen außer Tonis Schuh.
Vergiss es. Ich könnte da hinlaufen und Krach machen. Mich sehen die nicht so schnell, ich kann mich gut verstecken. Da sind sie gerade alle drei draußen.
Und los! Im Schein des Mondlichts huscht Sammy leise bis hinter die Hütte, in der die Arbeiter ihre Werkzeuge lagern. Doch er findet nichts, womit er Lärm machen könnte. Doch da entdeckt er ein offenes Fenster und klettert in die Hütte. Er lässt einen Hammer vom Tisch fallen, was die Aufmerksamkeit der drei Männer weckt. Sie laufen schnell zur Hütte und schauen sich dort um. Währenddessen schleichen sich die anderen leise in die Grabkammer.
So, jetzt aber schnell! Die könnten in jedem Moment wieder zurückkommen.
Da bin ich wieder, hat geklappt wie am Schnürchen.
Sehr gut, danke, Sammy.
Ah, Mist, meine Taschenlampe.
Ich hole sie dir.
Los, helft mir, Toni einzuwickeln.
Ja, los.
Mach deinen Arm hoch, Donny.
Ja, so.
Ich wickel den Kopf ein, aber bei den Augen bitte einen kleinen Schlitz, sonst sehe ich ja nichts. Und bei der Nase auch, zum Luft holen.
Bestimmt!
Ach, hier bist du, Taschenlampe!
Oh, das ist ja mein Schatten!
Oh, das ist ja lustig! Ich kann meinen Schatten ganz klein machen, wenn ich weiter weg von dem Licht gehe, und wenn ich ganz nah bin, dann ist mein Schatten riesig!
Sie kommen! Los, versteckt euch hinter dem Sarkophag! Toni, du bleibst hier stehen!
Ach, hier bist du, Sammy!
Alle Taschenlampen aus! Tarek, mach die gruselige Musik an!
Oh ja!
Oh Mist! Was zum ...
Wer stört meine Totenruhe?
Soll uns das etwa Angst machen?
Abo, wo sind deine Freunde, Kleiner? Lass mich raten: hinter dem Sarkophag! Kommt raus und schaltet diese grässliche Musik aus!
Oh Mann, was machen wir denn jetzt?
Hm, vielleicht könnte ich ja ...
Sammy macht hinter dem Sarkophag die Taschenlampe an und stellt sich auf seine Hinterbeine. Er streckt die Arme in die Luft, und an der Wand entsteht durch den Schein der Lampe ein riesig großes Schattenbild von ihm. Dann fängt er an, monsterhafte Geräusche zu machen.
Boah, was ist das? Ein Ungeheuer!
Mama, ich habe Angst!
Los, raus hier!
Boah, ich glaube, ich habe in die Hose gemacht!
Ja? Sammy, du bist unser Held!
Ja, du hast uns gerettet!
Och, das war doch gar nichts!
Oh doch, keine falsche Bescheidenheit, das war klasse! Ich hätte nie gedacht, dass ein Streifenhörnchen mich mal retten würde! Dafür bekommst du eine Extraportion Nüsse!
Au ja!
Die Verbrecher werden sich in Grund und Boden schämen, wenn sie erfahren, wer sie in die Flucht geschlagen hat.
Oh Mann, ihre Gesichter will ich dann gerne sehen!
Oh ja!
Aber jetzt sind sie entkommen, und es waren nur die zwei Wachen.
Ja, das stimmt. Der Dritte war bestimmt noch draußen.
Aber jetzt können wir bezeugen, dass die dahinterstecken. Wir können die Polizei alarmieren.
Mit der Hilfe von Herrn Rahim werden die bestimmt schnell gefunden, sie waren ja sein Personal.
Was? Ach, das ist nur mein Handy.
Herr Rahim, wir haben gerade von Ihnen gesprochen.
Warten Sie, ich stelle Sie auf laut.
Ich habe gesehen, dass du mich angerufen hast. Ist alles in Ordnung?
Ja und nein, also das war so.
Tarek erzählt Herrn Rahim alles, und der informiert daraufhin sofort die Polizei. Es dauert nicht lange, bis die Polizei die zwei Wachen und auch ihren Helfer fasst. Die Wachen sind immer noch verängstigt und erzählen von einem großen Ungeheuer.
Herr Rahim ist nach den Berichten der Crew nun auch überzeugt, dass auf dem Grab kein Pharaonenfluch liegt. Das Grab bleibt also geöffnet, und die Freunde können am nächsten Morgen die Grabbeigaben verpacken.
Aber verpassen will ich es trotzdem nicht, wenn hier alles verpackt wird.
Da sind Sie ja, die Helden von Luxor. Ich möchte einen Bericht darüber schreiben, was hier passiert ist. Könnte ich ein Foto von euch machen?
Kommt das in die Zeitung?
Äh, ja. Und du bist?
Das Ungeheuer.
Äh, was?
Erzählen wir gleich. Wollten Sie nicht erst das Foto machen?
Äh, ja. Ähm, bereit? Eins, zwei, drei, Tschii...
Tschii...
Oh Mann, das war ja mal spannend. Und wie mutig Sammy war.
Oh ja, das ist er.
Leute, ich muss mich bei euch entschuldigen. Ich war nicht nett zu euch. Die letzte Zeit war ehrlich gesagt nicht sehr einfach.
Gibt es denn einen Grund dafür?
Ja, aber das hat nichts mit euch zu tun. Mein Vater ist Politiker. Er soll nach Deutschland kommen, in die ägyptische Botschaft in Berlin.
Jetzt verstehe ich. Deshalb bist du auf die deutsche Partnerschule in Kairo gekommen, um Deutsch zu lernen. Und deshalb machst du auch bei dem Schüleraustausch mit, stimmt’s?
Ja, ich wollte aber nicht auf eine neue Schule. Ich wollte mit meinen Freunden bleiben. Meine Eltern haben mich für den Schüleraustausch angemeldet, damit ich Deutschland schon ein bisschen kennenlerne.
Hm, macht Sinn.
Ja, aber ich will in Ägypten bleiben. Wenn ich nach Deutschland komme, sehe ich meine Freunde und meine Oma und meinen Opa nicht mehr. Hier bin ich ganz allein.
Das verstehe ich, dass du davor Angst hast. Deswegen habe ich euch auch von mir weggeschickt. Es tut mir leid, dass ich so gemein war. Ihr seid eigentlich ganz nett.
Eigentlich?
Spaß. Danke, dass du das alles erzählt hast. Jetzt kann ich dich besser verstehen. Und ich verzeihe dir, dass du so abweisend warst.
Jetzt, wo ich es euch erzählt habe, geht es mir sogar schon ein bisschen besser. Und danke, dass ihr meine Entschuldigung angenommen habt.
Danke, dass du uns das erzählt hast. Es tut mir auch leid, dass ich auch nicht immer so nett zu dir war.
Ja, mir auch.
Das ist okay. Ich habe es auch nicht einfach gemacht.
Das stimmt. Ja, es ist gut, dass du loswerden konntest, was dich bedrückt hat. Und schön, dass ihr euch vertragen habt.
Na, ich bin mir sicher, Jesus kann dir helfen. Vielleicht wird er nicht verhindern, dass du nach Deutschland ziehst, aber er ist der einzige, der immer bei dir ist, egal was passiert.
Vielleicht können wir dir ja auch irgendwie helfen.
Aber wie?
Hm, wie wär’s, wenn wir mal mit dir nach Berlin fahren? Dann lernst du die Stadt zumindest schon mal kennen.
Das würdet ihr machen?
Klar, wir müssen nur unsere Eltern fragen. Und wir brauchen einen Erwachsenen, der mitkommt.
Onkel Mike?
Na schön, ich fahre mit euch nach Berlin.
Yes, danke, du bist der Beste!
Aber zuerst fragt ihr eure Eltern.
Klar, machen wir.
Danke, ihr seid echt tolle Freunde!
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