Serie•Teil 1 / 17Gebet in der Bibel
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Einführung und Überblick über die Themen
Wir wollen uns heute Abend mit dem Thema Gebet in der Bibel und mit der Bedeutung des Gebets im Leben des Verkündigers beschäftigen. Wir haben hier zehn Unterthemen: Zuerst eine theologische, biblische Begründung des Gebets, dann römisch zwei biblische Vorbilder des Gebets und einzelne Gebete der Bibel, römisch drei die Notwendigkeit des Betens für Diener Gottes, römisch vier das richtige Beten. Hier erfahren wir aus Matthäus 6 und anderen Stellen, fünftens die Auswirkungen von Gebet, also über die Kraft und Macht des Gebets und was es bewirkt, römisch sechs Formen des Gebets, römisch sieben Inhalte des Gebets, römisch acht der Gebetsdienst der Gemeinde, der Dienst des Gebets, und hier bezogen auf die Gemeinde, römisch neun Gebet und Mission oder Gebet und Erweckung und römisch zehn Anleitung anderer zum aktiven Gebet.
Man darf sich also nicht in allem genau auf die Gliederung verlassen. Das ist auch ganz gut, dann muss man mehr aufpassen. Richten Sie sich also nach dem, was Sie hören. Das, was geschrieben ist, ist eine Hilfe. Ich habe hier zwei Punkte zusammengenommen, sodass es dann zehn sind. Bei der Gliederung habe ich auch, wenn Sie dann schauen werden, die Unterpunkte manchmal nicht richtig benannt. Das habe ich in der Revision meiner Gliederung dann auch richtig gemacht. Das werden wir dann während des Vortrags oder der Vorträge auch korrigieren.
Aber beginnen wir mit dem römisch ersten Punkt: Eine biblische und theologische Begründung des Gebets. Hier zuerst Grundsätzliches, also Groß A: Grundsätzliches. Was ist Beten?
Was Gebet grundsätzlich ist
Jeder weiß eigentlich, was Beten ist, aber nicht jeder betet. Was ist Beten? Ich habe hier drei Punkte aufgeschrieben, ja, Ihnen aufgeschrieben auf die Gliederung.
Erstens: Beten ist das Reden zu einem Gott. Grundsätzlich ja, man nennt Beten Reden zu einem Gott. Nun, wir wissen, dass es nur einen einzigen gibt, und nur der wahre Gott erhört. Also: Das Reden zu einem Gott nennt man Beten. Das Reden zu dem einzig wahren Gott ist das einzige Beten, das sich wirklich lohnt. Jeder darf es, jeder kann es.
Gebet ist nicht Dialog, das hört man manchmal, liest man manchmal. Ich habe selber gestaunt, als ich mich so vorbereitet habe. Ich habe verschiedene Bücher auch ein bisschen eingesehen, da stand, dass Gebet ein Dialog sei, ein Gespräch. Aber Beten ist in der Bibel nicht ein Gespräch, oder jedenfalls nur ein einseitiges Gespräch. Das heißt, es ist eigentlich ein Monolog. Es ist das Sprechen des Menschen zu Gott. Es ist nicht das Hören auf Gott, das Beten. Es ist kein Zwiegespräch mit Gott, sondern es ist ein Gespräch in eine einzige Richtung, zu Gott hin.
Gottes Reden zu uns ist nicht Gebet. Gottes Reden zu uns geschieht durch das Wort Gottes. Gott spricht auch durch die Schöpfung in einem gewissen Maß. Gott spricht auch in der Geschichte und durch die Geschichte, durch die große Geschichte und durch den Ablauf. Von gewissen Ereignissen im eigenen Leben spricht Gott zu uns, aber das ist nicht Gebet.
Man liest auch manchmal, das stille Hören, das Hören in der Stille auf Gott, sei Gebet. Das ist auch nicht Gebet, das ist Hören. Beten ist Sprechen zu Gott. Stille ist wichtig, und es ist auch wichtig, dass man auf Gott hört. Aber dazu ist nicht unbedingt nur einfach Stille nötig, das ist ein bisschen mystisch. Wir hören Gott nicht nur in der Stille. Wir hören, wenn wir das Wort Gottes lesen, und wir hören vielleicht auch unser Gewissen. Aber eben: Gott redet auch durch laute Dinge, Gott redet auch durch Katastrophen. Also: das Reden zu einem Gott.
Zweitens: Beten ist eines der größten Vorrechte, die man sich überhaupt vorstellen kann. Eines der größten Vorrechte überhaupt, dass der Mensch mit dem lebendigen Gott sprechen kann. Es bringt die Abhängigkeit des Menschen zum Ausdruck. Es ist ein großes Vorrecht, dass wir Menschen mit Gott in enge Verbindung treten können. Das ist uns vielleicht nicht immer so bewusst. Aber wenn wir uns zu Gott nahen, dann naht er sich zu uns. Das steht in Jakobus 4,8. Also wenn wir zu Gott sprechen, dann nahen wir uns ihm, kommen wir in seine Gegenwart, und dann naht er sich zu uns.
Wie naht er sich? Er lässt uns etwas erfahren von sich. Er hört auf unser Sprechen, und er antwortet auf unser Sprechen. Manchmal nicht gleich, manchmal sehr schnell. Aber es ist etwas Wunderbares, dass Gott sich uns zu erkennen gibt, dass wir Erfahrungen machen mit Gott, weil wir uns Gott nahen. Von daher ist es schon äußerst wichtig, dass der Mensch das tut. Also: Das ist eines der größten Vorrechte überhaupt, die man sich vorstellen kann.
Und der dritte Punkt, den ich hier notiert habe, ist: Beten ist eine der zwei wichtigsten Tätigkeiten des Menschen, des Christen. Wir wissen, welche zwei Tätigkeiten das sind: Gottes Wort anhören oder lesen, studieren und beten. Die Beschäftigung mit dem Wort Gottes und das Gebet ist das Wichtigste überhaupt, was ein Christ tun kann. Gerade auf diesen beiden Gebieten haben wir so zu kämpfen.
In 1. Timotheus 1 ist die Rede von dem Wort Gottes. Wir hatten einmal den Timotheusbrief studiert. Und in 1. Timotheus 2 ist die Rede vom Gebet. Also auch bei dem Timotheusbrief weiß Paulus von diesen zwei wichtigen Tätigkeiten. Die Lehre des Wortes, die Beschäftigung mit dem Wort, steht in Kapitel 1 im Zentrum, und das Gebet steht in Kapitel 2 im Zentrum. Nichts ist so schwer durchzuhalten wie diese zwei Dinge.
Von diesen zwei Dingen, wenn man jetzt noch Prioritäten setzen müsste oder wenn man jetzt noch fragen würde, was das Wichtigste ist: Nun, in Apostelgeschichte 6,4 lesen wir von den Aposteln, was sie als ihre wichtigste Aufgabe im Leben und im Dienst betrachtet haben. Apostelgeschichte 6,4 ist ja die Rede von der Einsetzung der Diakone, und Petrus sagt dort, dass es nicht gut ist, dass sie ihre wichtigste Arbeit vernachlässigen. Da sagt er in Vers 2 in der Mitte: „Es ist nicht annehmbar, dass wir das Wort Gottes unterlassen, um an Tischen zu dienen.“
Petrus wusste: Das Wort Gottes ist Aufgabe Nummer eins. Schaut also, Brüder, nach sieben Männern und so weiter, und dann sollen sie sich also umsehen um die Diakone. Vers 4: „Wir werden aber beharrlich im Gebet und im Dienst des Wortes bleiben.“ Das Wort Gottes ist das Wichtigste, dass man das liest und studiert und sich damit beschäftigt. Das Gebet ist das Zweitwichtigste, und die Verkündigung des Wortes ist das Drittwichtigste. Also: Wort, Gebet und Wort, so ist die Reihenfolge, nach Vers 2 und nach Vers 4 zu schließen.
Wir dürfen nicht das Wort Gottes vernachlässigen, grundsätzlich die Beschäftigung mit dem Wort Gottes und natürlich auch das Wort Gottes zu verkündigen. Aber in der Reihenfolge muss ich zuerst das Wort Gottes hören und mich damit befassen, es lernen, es aufnehmen. Dann muss ich beten, was zweitwichtig ist, und dann muss ich das Wort Gottes verkündigen. Also das sind die entscheidenden Tätigkeiten des Dieners. Und Petrus wusste: Er hat einen Auftrag bekommen zur Verkündigung, und als Verkündiger muss er sich mit diesen Dingen beschäftigen. Deshalb haben sie also andere Leute eingesetzt, damit sie entlastet werden. Und das Ergebnis war dann in Vers 7: Das Wort Gottes wuchs, weil sich jetzt die Apostel wieder völlig auf das Wort Gottes konzentrieren konnten und auf das Gebet. Und das Wort Gottes wuchs, und die Zahl der Jünger vermehrte sich sehr.
Also: Beten gehört zu diesen zwei wichtigsten Tätigkeiten, nämlich Wort Gottes einerseits und Gebet andererseits. Wort Gottes hören, lesen, nachdenken, auswendig lernen, erforschen. Bitte.
Eine Frage: Dienst des Wortes, heißt das Wort Gottes lesen, oder ist das die Verkündigung? Das ist die Verkündigung. Der Dienst, der Wortdienst, ist hier ganz sicher die Verkündigung, denn darum geht es ihnen. Dass das Wort Gottes verkündigt werden soll, das spricht er hier an. Gebet und Verkündigung des Wortes.
Interessant: Wenn man nur diese beiden nimmt, dann steht das Gebet zuerst. Wenn man die zwei aneinanderstellt, Gebet und Verkündigung des Wortes, dann steht Gebet zuerst, weil er weiß: Ohne Gebet kann er das Wort Gottes nicht verkündigen, nicht wirksam verkündigen. Aber als Basis gehört natürlich dazu, dass ich mich mit dem Wort Gottes beschäftige, es studiere. Also man sagt ja diese fünf, vielleicht kennen Sie das: die fünf Finger, die die Bibel umfassen. Hören ist das eine, aber hören allein ist zu wenig. Das zweite ist lesen, da kann man die Bibel schon halten. Das dritte ist dann nachdenken. Und das vierte ist auswendig lernen. Und das fünfte ist erforschen. Erforschen, das heißt wirkliches Studium, in die Tiefe gehen. Das ist das eine, oder? Beschäftigung mit dem Wort.
Gebet, was aber den Dienst jetzt betrifft, muss ich jetzt beten und dann verkündigen. Beten und zudem. Es gehört zu diesen wichtigsten Tätigkeiten des Christen. Der Ausspruch von Luther ist bekannt: Der Schuster macht Schuhe, der Bäcker backt Brot und der Christ, der betet. Auch in seiner praktischen Art hat er das so gesagt. Er hat schon recht. Er gehört jetzt noch dazu, er beschäftigt sich mit dem Wort Gottes, würden wir noch dazusetzen. Aber es ist so: Beten. Halsbi, Ole Halsbi hat in seinem Buch, in seinem Buch von Beten, gesagt: Beten ist das Atmen der Seele.
Das ist also hier das Erste Grundsätzliche. Und als Groß B kommen wir jetzt zu den Grundlagen des Gebets.
Die tragenden Grundlagen des Gebets
Was sind die Grundlagen des Gebets? Das heißt, aufgrund wovon ist das Beten möglich? Im Gebet handelt es sich um zwei Personen: einerseits Gott, zu dem wir uns nahen, und andererseits der Mensch, der sich zu Gott naht. Gott ist also das Objekt, zu dem wir im Gebet kommen, und der Mensch ist das Subjekt.
Dementsprechend ist der Grund des Gebets ein zweifacher. Er ist hier in unserer Gliederung notiert: Der Grund des Gebets in Bezug auf Gott ist Jesus Christus, und der Grund des Gebets in Bezug auf den Menschen ist die neue Geburt, die Wiedergeburt, der Geist Gottes, die Erneuerung.
Schauen wir uns das ein wenig an. Das sind grundlegende Dinge, aber man muss sie vorausschicken. Wir wollen bei der Grundlage beginnen.
Jesus Christus ist der Grund, der Boden, der Weg, die Verbindungsstraße zu Gott. Auf diesem Boden findet unser Verkehr mit Gott statt. Jesus Christus ist der Weg zum Vater, und das gilt auch hier für das Gebet. Niemand kommt zum Vater als nur durch ihn, Johannes 14,6. Also kommen wir durch Jesus. Wir erreichen Gott über den Mittler Jesus, den er als Mittler hingestellt hat. 1. Timotheus 2,5 ist auch davon die Rede: Einer ist Gott, und einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen, ein Mensch, Christus Jesus, 1. Timotheus 2,5.
Wenn wir also zu Gott kommen wollen, dann müssen wir bei Jesus Christus gewesen sein, dem Mittler. Wir müssen zuerst zum Mittler kommen und uns retten lassen. Und als solche, die dann von diesem Mittler gerettet sind, kommen wir zu Gott, dem Vater. Im Gebet stehen wir auf dem Boden der Erlösung durch Jesus Christus.
Vielleicht hier diese Unterpunkte:
a) Wir haben Zutritt durch sein Blut. Epheser 2,17 und 18 sagt die Schrift: „Wir haben Zutritt zu Gott durch sein Blut.“ Epheser 2,17: Nachdem er gekommen war, kündete er die gute Botschaft: Frieden euch, den Fernen und den Nahen, weil durch ihn wir beide, die Juden und die Heiden, weil durch ihn wir beide in einem Geist den Zutritt haben hin zum Vater.
Also: Wir haben durch ihn den Zutritt zu Gott, und er geschah durch sein Blut. 1. Petrus 3,18 ist ein sehr wichtiger Vers. 1. Petrus 3,18: Jesus Christus hat gelitten, damit wir beten können, steht dort mit anderen Worten. Jesus Christus hat gelitten, damit wir beten können.
1. Petrus 3,18: Der Christus hat einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führe. Und er wurde getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht durch den Geist.
Danke! Hier haben wir es: damit er uns zu Gott hinführe. Deshalb hat er einmal, ein für alle Mal, für uns gelitten, für unsere Sünden, damit er uns zu Gott hinführe. Hier haben wir die Basis.
Eine dritte Stelle ist Hebräer 10,19-22. Hebräer 10,19-22. Da heißt es: Da wir also, Brüder, Grund zur Freimütigkeit haben zum Eingang in das Heiligste durch das Blut Jesu, auf einem neuen und lebendigen Weg, den er uns eingeweiht hat, durch den Vorhang hindurch, das heißt sein Fleisch, und da wir einen großen Priester über das Haus Gottes haben, so lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen, in voller Zuversicht des Glaubens, die Herzen besprengt und so frei von einem bösen Gewissen und den Leib gewaschen mit reinem Wasser.
Also hier der Tod Jesu. Hier heißt es: Eingang in das Heiligste durch das Blut Jesu. Das Blut Jesu spricht vom Tod Jesu. Das ist hier das Blut, das vergossen wurde. Das steht für seinen ganzen Opfertod für uns, für seinen stellvertretenden Opfertod. Also der stellvertretende Opfertod Jesu ist die Grundlage, damit wir zu Gott treten dürfen. Und es ist gut, wenn man sich das bewusst macht, jedes Mal oder immer wieder bewusst macht. Jetzt können wir hinzutreten. Dieses Hinzutreten heißt nicht nur einmal, sondern auch weiterhin. Wir dürfen auch weiterhin kommen. Wenn wir einmal gekommen sind, sollen wir auch weiterhin kommen. Also der Opfertod Christi hat es möglich gemacht, und wir kommen jetzt ständig immer wieder.
b) Wir sind immer noch beim Grund des Gebets in Bezug auf Gott: Jesus Christus. Die nötige Hilfe durch sein Hohepriesteramt. Also das kleine a war Zutritt durch sein Blut, das ist das eine, das Opfer. Das kleine b ist die Hilfe durch sein Hohepriesteramt. Das ist das zweite, auch das zweite wichtige Element, die zweite wichtige Grundlage: Jesus Christus als Hoher Priester. Das steht zum Beispiel in Hebräer 4,15 und 16. Hebräer 4,15 und 16: Denn wir haben nicht einen Hohen Priester, der nicht mitempfinden könnte mit unseren Schwachheiten. Er ist einer, der in allem versucht wurde, auf gleiche Weise, Sünde ausgenommen.
Also Hebräer 4,15: Wir haben diesen Hohen Priester, einen, der wirklich mitfühlen kann mit uns. Er hat dieselben Versuchungen erlebt wie wir. Vers 16: So lasst uns also mit Freimütigkeit hinzutreten. Weil wir also so einen lieben Hohen Priester haben, deshalb lasst uns hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe.
Also wir treten hin zu einem Thron, da sitzt ein Herrscher drauf. Er ist ein Herr, ein Vorgesetzter, und es ist ein Thron der Gnade. Der Herr, der dort auf dem Thron sitzt, ist auch ein Helfer. Ich trete zu einem hin, der mich liebt, der mir gerne hilft. Und wie treten wir hinzu? Mit Freimütigkeit. Lasst uns also mit Freimütigkeit hinzutreten, mit Mut. Wir dürfen mutig sein, in seine Gegenwart zu treten. Wir dürfen ständig Zugang haben.
Mit welchem Ziel? Damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe. Barmherzigkeit setzt voraus, dass wir eine Not haben. Wenn jemand in Not ist und wenn jemand hilfsbedürftig ist, dann braucht er einen anderen, der barmherzig ist und ihm hilft. Genau so ist es hier. Wenn von Barmherzigkeit die Rede ist, setzt das voraus, dass wir eine Not haben. Und wir haben oft Not und brauchen einen mitfühlenden Helfer. Dann sollen wir hinzutreten, und wir bekommen rechtzeitige Hilfe. Wir finden Gnade zur rechtzeitigen Hilfe, steht hier.
Gottes Hilfe ist immer rechtzeitig. Sie ist nicht zu spät. Sie ist eine rechtzeitige Hilfe. Schon vor der Not ist er da, damit ich rufen kann, und in der Not kann ich rufen, und die Antwort kommt rechtzeitig. Und weil dieser Hohe Priester da ist, deshalb haben wir eine Grundlage für das Gebet in Bezug auf Gott.
c) Immer noch Grundlage in Bezug auf Gott: die Erhörung in seinem Namen. Das heißt, die Grundlage für unser Beten in Bezug auf Gott ist Jesus Christus. Sein Name. In seinem Namen können wir jetzt kommen, oder in seinem Namen bekommen wir Erhörung, das heißt, bekommen wir Antwort. Im Namen Jesu, Johannes 14,14: Wenn ihr etwas bittet in meinem Namen, werde ich es tun.
Die Gläubigen kommen zu Gott, beten im Namen Jesu, und der Herr Jesus greift ein. Im Namen Jesu heißt: Wir kommen zu Gott und bitten so, als ob er kommen würde. Im Namen heißt: in seinem Auftrag, als ob er selber kommen würde. Wenn ich im Namen von jemandem zur Bank gehe oder mit seinem Kärtchen, dann komme ich in seinem Namen. Das wäre so, als ob diese Person kommen würde. Wir bitten in seinem Namen. Also die Erhörung ist in seinem Namen. Das ist die dritte Grundlage in Bezug auf Gott.
Das sind grundlegende, einfache Dinge, aber es ist wichtig, dass man sich das bewusst macht und dass man es auch lehrt. Deshalb machen wir das Tor hier.
Die Grundlage des Gebets in Bezug auf den Menschen
Zweitens: Der Grund des Gebets in Bezug auf den Menschen
Es muss mit dem Menschen etwas geschehen. Hier ist es die Wiedergeburt, die Neugeburt. Die Wiederherstellung der Gemeinschaft mit Gott durch die Wiedergeburt ist die Grundlage dafür, dass der Mensch beten kann.
Er kann natürlich auch als Sünder kommen, aber dann eben nur zu Jesus Christus. Da muss die Grundlage erst geschaffen werden. Sobald er gekommen ist, bekommt der Mensch den Heiligen Geist.
Ich habe hier drei Punkte oder drei Schritte: Das eine heißt glauben, klein a; klein b die Tür offen halten; klein c im Heiligen Geist beten. Das haben wir oft.
Also: Der Grund des Gebets in Bezug auf den Menschen ist die Begegnung mit Gott in Jesus Christus, indem Jesus Christus mich neu macht. Dazu muss ich glauben. Der Mensch muss Jesus Christus anrufen und an ihn glauben.
Römer 10, oder? Wer mit dem Munde bekennt: Herr ist Jesus, das ist ein Ruf. Herr, nicht „Herr ist Jesus“; wer mit dem Munde bekennt: Herr, Jesus, so steht es. Wer mit dem Munde bekennt: Herr, Jesus, das heißt, der Mund bekennt und sagt zu Gott: Gott, ich anerkenne es, Herr ist Jesus. Oder er ruft selbst: Du bist der Herr!
Da kommt in Römer 10 ein Zitat: Jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird. Das tut man mit dem Mund. Römer 10,12 und 13. Römer 10,12 und 13: Jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, wird gerettet werden.
Also es geht um ein Rufen, und es geht um ein Glauben. Glauben muss man mit dem Herzen, rufen muss man mit dem Mund. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zu Schanden werden. Das tut man mit dem Herzen.
Also: Glauben. Sie kennen diese Stellen: Johannes 1,11. Er kam in das Seine, und die Seinen nahmen ihn nicht auf. So viele ihn aber annahmen, denen gab er Vollmacht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.
Also es muss eine echte Ganzhingabe an den Herrn stattgefunden haben: Glaube, Vertrauen, sich anvertrauen. Das ist das eine, das man tut.
Das andere ist, die Tür offen zu halten. Offenbarung 3,20. Denn die Tür könnte man wieder schließen. Man muss aber die Tür offen halten.
Offenbarung 3,20 wird oft falsch verwendet, oft in der Evangelisation. Aber der Kontext in Offenbarung 3,20 ist nicht die Evangelisation, sondern ein schlimmer Zustand von Christen. Der Herr spricht in Offenbarung 3,20 zu Christen. Er spricht nicht zu Nichtchristen, er spricht zu seiner Gemeinde. Die ich liebe, die züchtige ich. Die er liebt, das sind seine Kinder.
Man spricht heute oft von der Laodizea-Gemeinde, das sei die abgefallene Kirche. Das stimmt nicht. Das steht überhaupt nicht im Text. Der Text zeigt ganz klar, dass es sich in Offenbarung 3,20 um eine Gemeinde handelt. Und Gemeinde sind Menschen, die der Herr liebt, weil sie seine Kinder sind. Deshalb züchtigt er sie, weil sie seine Kinder sind, offenbar in Offenbarung 3,19 bis 20.
Und da heißt es dann: Siehe, ich habe mich vor die Tür gestellt und klopfe an. Da wird es ganz persönlich: Wenn jemand meine Stimme hören und die Tür öffnen wird, werde ich zu ihm hineingehen und mit ihm Mahl halten und er mit mir.
Also Jesus Christus klopft an. Das zeigt, dass er Gemeinschaft haben will. Entschuldigung! Das haben wir einerseits vor die Tür der Gruppe gestellt, andererseits vor die Herzenstür des Einzelnen. Wenn jemand meine Stimme hören wird, also Jesus Christus: Sein Anklopfen geschieht auch mit einer Stimme. Er hat sich den Weg zu uns gebahnt, er klopft an, seine Stimme ruft. Er hat diese Initiative ergriffen, und ich soll ihn jetzt aufnehmen.
Wenn es an Christen gerichtet ist, dann bedeutet das, dass ein Christ ihn immer wieder hereinlassen muss, und zwar in der Praxis. Bitte, ich spreche jetzt nicht von der Innewohnung Christi. Es geht nicht um das Thema Innewohnung Christi, es geht um das Thema Praxis des Christenlebens.
Und da wurde Jesus Christus so gut wie ausgeschlossen. Die handeln und sagen: Wir haben genug, wir sind wunderbar, es ist alles in Ordnung, dann braucht man Jesus Christus nicht mehr. In der Praxis wurde er ausgeschlossen. Aber sie sind noch seine Kinder, denn sonst würde er sie nicht züchtigen, sagt er dort: Die ich liebe, die züchtige ich.
Es geht also ganz klar um wiedergeborene Menschen, wo der Herr Jesus irgendwie herausgestellt wurde. Er möchte aber Gemeinschaft haben. Das heißt: Der Christ ist aufgefordert, die Tür offen zu halten, aufzutun. Wenn jemand die Tür auftut, werde ich hineingehen und mit ihm Mahl halten und er mit mir. Nicht: Ich werde ihn retten, er ist schon gerettet, dieser. Ich werde mit ihm Gemeinschaft haben. Hier wird Gemeinschaft gepflegt, es geht hier um Christen.
Also: Die Tür muss offen gehalten werden. Und das tut man, indem man auf die Stimme reagiert und mit ihm spricht, mit ihm vertraut, ihn einlässt. Herr, du sollst wieder den Platz bekommen, den du bekommen sollst, der dir gebührt. Bitte.
Und ist das Anklopfen nur ein anderes Sprechen gemeint oder was? Ich denke, es ist einfach ein Bild. Das Bild ist klar genug, oder? Da steht jemand vor der Tür, klopft an, und wenn jemand seine Stimme hört, also mit dem Anklopfen ruft er offensichtlich auf: Bitte mach auf, bitte mach auf, oder irgendwie so.
Ich würde das Gebet, also ich würde das jetzt nicht zu stark straffen, dieses Bild. Und sagen, das seien jetzt zwei Reden. Nein, es ist einfach sein dringendes Sich-Bemerkbar-Machen, dass er Gemeinschaft haben möchte mit uns, nehme ich an.
Na jedenfalls: Die Tür ist offen zu halten. Er kam und er kommt immer wieder in der Praxis zu uns, und er will jetzt Gemeinschaft haben. Er kam in unser Leben, er wohnt in uns, aber er will in der Praxis nicht ausgeschlossen sein. Also ganz praktisch gesprochen.
Das Bild muss man so nehmen, wie es dort verwendet wird, nur dort und nicht jetzt mit dem anderen Bild von der Innewohnung Christi verwenden. Denn Christus wohnt ja in uns, wovon Paulus spricht im Epheserbrief und Timotheus spricht.
Klein c: im Heiligen Geist beten. Der Heilige Geist ist ja gegeben als Gebetsgeist. Der Geist Gottes ist ein Gebetsgeist. Das sagen uns mehrere Stellen.
Die eine Stelle ist in Sacharja: Ich werde ausgießen den Geist des Flehens und Betens um Gnade, Sacharja 12,10, wenn ich nicht irre. Ein Geist des Gebets.
Und die neutestamentlichen Stellen sind hierzu Galater 4,6: Gott sandte den Geist seines Sohnes aus in eure Herzen, der ruft: Aber Vater! Also der Geist des Sohnes, das ist der Geist des Sohnes Gottes, ruft in uns: Aber Vater. Der ist auch der Geist, der uns zu Söhnen gemacht hat, und deshalb ruft der Geist in unseren Herzen wohnend: Aber Vater. Es ist der Geist Christi, der hier ruft.
Auch in Römer 8,15: Ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, der wiederum Anlass zur Furcht gebe, sondern ihr empfangt einen Geist der Sohnschaft, in welchem wir rufen: Aber Vater. In Galater 4,6 ruft der Geist: Aber Vater. In Römer 8,15 rufen wir: Aber Vater. Wir nehmen die Stellen zusammen, dann haben wir das ganze Bild.
Der Geist in uns ist ein betender Geist, und er motiviert uns und bringt uns dahin, dass wir so rufen, wie dieser Geist ruft: Aber Vater. Es ist interessant, wenn man diese beiden Stellen zusammennimmt.
Hinzu kommt die Stelle Epheser 6,18. Dort sagt der Apostel: Betet zu allen Zeiten im Geist. Was heißt das, im Geist? Der Geist ist die Atmosphäre, der Geist ist der Motivator, der uns motiviert. Der Geist ist es, der uns das Verlangen weckt, dass wir beten, zu Gott sprechen und ihn Vater rufen. Im Geist, vom Geist gedrängt, vom Geist auferlegt als Last, vom Geist motiviert, die Anliegen des Geistes beten. Seine Anliegen sind es.
Auch Judas 1,20, dasselbe: Judas 1,20. Ihr aber, Geliebte, indem ihr euch selbst aufbaut mittels eures heiligsten Glaubens und im Heiligen Geist betet, bewahrt euch in der Liebe Gottes.
Also man bewahrt sich in der Liebe Gottes, indem man im Heiligen Geist betet. Der Geist ist also der Geist des Gebets, der uns drängt und ermutigt und lehrt zu beten. Das ist sehr ermutigend.
Wir werden das noch sehen, wenn wir das Gebetsleben Jesu Christi betrachten, wie Jesus Christus gebetet hat. Und wenn wir dann immer daran denken: Derselbe Geist Christi, der Jesus Christus getrieben und motiviert und ins Gebet geführt hat, ist der Geist, der in uns wohnt, der in uns ruft: Abba, Vater. Da kommen wir noch darauf zurück.
Also das ist jetzt der Grund des Gebets in Bezug auf den Menschen. Der Geist Gottes, also der Glaube, das Glauben, wir halten die Tür offen, und wir beten im Heiligen Geist. Wir haben eine neue Geburt, die kam durch den Glauben, und wir glauben weiterhin. Und das schafft eine Begegnung mit Gott von unserer Seite her. Und wir halten die Tür offen, wir beten im Geist.
Das Beten im Geist hat nichts zu tun mit dem Zungenreden. Manche meinen, vor allem in Pfingstkreisen und charismatischen Kreisen hört man das immer wieder: Das Beten im Geist sei das Zungenreden. In der Bibel wird das Zungenreden nicht, jedenfalls ganz sicher nicht in Epheser 6 und in Judas 20, als ein Beten im Geist betitelt.
Einmal sagt der Apostel Paulus in 1. Korinther 14: Ich will beten im Geist und ich will beten mit meinem Denksinn. Da sagt er aber eigentlich: Ich will beten mit dem Geist. Da sagt er auch nicht „im Geist“, dort ist es ein bloßer Dativ: Ich will beten mit dem Geist. Hier ist es aber „im Geist“, das ist also schon ein Unterschied, das nur nebenbei.
Also: Die Neugeburt macht uns zu Kindern Gottes, und Gott ist unser Vater. Die Kinder lieben ihn, Kinder wollen beständig zu ihm rufen. Der Geist des Sohnes ist in den Kindern, so dass sie rufen: Aber Vater. Und Gott als Vater möchte sie auch erhalten, seine Kinder. Er möchte sie bewahren, er möchte sie in die Gemeinschaft hineinführen.
Darum ist es so wichtig, dass die Neugeborenen beten, also die Wiedergeborenen beten, die von oben Geborenen.
Beten zu aller Zeit, mit allem Gebet, für alle Heiligen, in allem, unablässig und für alle Menschen. Ich wiederhole: zu aller Zeit, Epheser 6,18; mit allem Gebet, immer noch Epheser 6,18; für alle Heiligen, immer noch Epheser 6,18; in allem, Philipper 4,6; unablässig, 1. Thessalonicher 5,17; für alle Menschen, 1. Timotheus 2,1.
Und man kann wahrscheinlich noch weitere „alle“ finden. Also man sieht hier, welchen großen Stellenwert das Gebet in der Lehre der Apostel und der Lehre des Herrn Jesus einnimmt.
Das Wort Gottes als weitere Grundlage
Das führt uns jetzt noch zu dem dritten Punkt, immer noch Grund des Gebets, Grundlage des Gebets. Als Drittes habe ich mir notiert: Eine weitere Grundlage des Gebets ist das Wort Gottes.
Das Gebet ist nicht Wort Gottes, sondern weil Gott gesprochen hat, deshalb sprechen wir zu ihm. Er hat die Initiative ergriffen. Gott sprach, mit dem beginnt die Bibel: Gott sprach. Und weil Gott sprach, deshalb kann die Krone der Schöpfung jetzt zu ihm sprechen. Und wir dürfen antworten auf sein Sprechen. Da geht es nicht um mystische Erfahrungen, sondern es geht um das Natürlichste im Geschöpf eines Gottes, der spricht.
Gott sprach, und dann hat er etwas geschaffen. Und am sechsten Tag sprach er zu dem Menschen, er hat den Menschen angesprochen. Gott sprach. Also das Dritte hier: das Wort Gottes.
Georg Steinberger möchte ich hier zitieren, in dem Buch Kleine Lichter auf dem Weg der Nachfolge: Beten kann nur, wer Gottes Wort in sich aufnimmt. Wer das nicht tut, hat bald keine Bestimmtheit mehr in seinem Gebet und auch keine Worte mehr zum Beten. Gottes Wort und Gebet gehören zusammen, wie das Einatmen und das Ausatmen unserer Brust. Jedes Gebet muss aus dem Wort geboren sein und in den Linien des Wortes sich bewegen.
Also die Grundlage des Betens ist das Wort Gottes. Es steht geschrieben: Gott, du hast gesagt. Von diesem Fels muss vor allem ein Beter gedeckt sein oder geschützt sein, wenn ihm die giftigen Teile des Feindes nicht treffen sollen, so hat Georg Steinberger gesagt. Das ist ein Schweizer. Er hat ein Werk dort in der Nähe, wo ich wohne, ganz in der Nähe, begonnen, vor, ich weiß nicht, vor etwa hundert Jahren oder knapp hundert Jahren.
Die Beschaffenheit des Menschen als Grundlage des Gebets
Viertens: Eine vierte Grundlage des Gebets ist die Beschaffenheit des Menschen. Ich gehe hier noch weiter zurück. Wie ist der Mensch überhaupt geschaffen? Als Grundlage des Gebets ist die Beschaffenheit des Menschen wichtig, weil Gott ihn ja als ein Abhängigkeitswesen geschaffen hat.
Gott hat den Menschen so geschaffen. Er hätte ihn auch anders schaffen können, aber er wollte es nicht. Er wollte ein Abhängigkeitswesen und nicht nur ein Abhängigkeitswesen, sondern auch ein Gesellschaftswesen. Das hat er so geschaffen, weil Gott ja auch ein Gesellschaftswesen ist. Gott ist kein Einzelgänger. Er ist ein Gesellschaftswesen, er ist drei, und zwar ewig drei. Er ist einer und er ist drei gleichzeitig, so muss ich sagen, um ganz genau zu sein. Gott ist von Ewigkeit her einer und drei gleichzeitig. Und von daher ist er ein Gesellschaftswesen. Er hat den Menschen in seinem Bild geschaffen, und der Mensch ist daher auch ein Gesellschaftswesen, im Ebenbild Gottes. Und jetzt ein abhängiges Gesellschaftswesen, das heißt ein Wesen, das von Gott abhängig ist.
Die Gesellschaft kann eingeteilt werden in Einheiten, oder? Das Ehepaar, die Familie, die Sippe, das Volk oder der Stamm, muss man sagen, dann das Volk. Der Mensch ist ein Gesellschaftswesen, und gleichzeitig ist er auch ein Individuum, genau wie Gott auch so ist. Gott ist ein Gesellschaftswesen, und gleichzeitig ist er ein Individuum.
Zu dieser Gesellschaft, zu dieser Ebenbildlichkeit des Menschen, zu dieser von Gott geschaffenen Ebenbildlichkeit, gehört auch das Sprechen, die Sprachverwandtschaft. Gott hat den Menschen sprachverwandt geschaffen, also ihn so geschaffen. Die beiden haben dieselbe Sprache gesprochen. Gott und Adam sprachen dieselbe Sprache. Also hier ist eine Sprachverwandtschaft. Ein Gesellschaftswesen, das jetzt zu Gott sprechen soll, zurücksprechen. Gott spricht ihn an, und der Mensch soll zu Gott zurücksprechen.
Es ist wichtig, wenn man auf die Grundlagen kommt, dass man sich bewusst wird: Wer sind wir Menschen? Wir sind geschaffen zum Beten. Der Mensch ist fähig, Sprache zu verstehen, und er ist fähig, sich selbst zu äußern und zu sprechen. Und in erster Linie spricht er mit Gott. Gott hat das so eingeführt und so gedacht, dass der Mensch zuerst zu Gott spricht. Das erste Wesen, mit dem Adam gesprochen hat, war Gott. Adam sprach mit Gott. Gott sprach mit Adam. Also das ist die Beschaffenheit des Menschen als abhängiges Gesellschaftswesen und die Beschaffenheit des Menschen, klein b, als Stellvertreter Gottes, Stellvertreter und Mitarbeiter.
Ja, gern. Eben. Dass der Mensch mit Gott sprechen sollte oder geschaffen ist, um mit Gott zu sprechen. Gott schuf ja ein Gegenüber. Gott hat den Menschen so gemacht. Gott hat auch die Tiere geschaffen, so dass sie zu Gott schauen: Alle Augen sind gerichtet auf dich. Gott hat den Menschen so geschaffen, dass er auf Gott schaut und dass er von Gott das erwartet. Die Tiere aber können nicht sprechen, der Mensch aber kann sprechen. Das heißt, die Augen des Menschen schauen nicht nur auf Gott wie die Tiere, sondern die Augen des Menschen schauen auf Gott, um sich jetzt auch mit ihm zu äußern. Die Tiere können das nicht.
Also wir müssten hier, ich habe jetzt keine Bibelstellen im Kopf, aber wenn wir ein bisschen nachdenken, finden wir schon Stellen, die uns zeigen, dass der Mensch so designiert ist, so geschaffen ist, dass er zu dem Schöpfer spricht, zurückspricht. Erst nachher hat Gott dem Menschen eine Gehilfin geschaffen, die Eva, aber zuerst hat er ihn so geschaffen, dass er einfach auf Gott ausgerichtet war. Und weil der Mensch ein Gesellschaftswesen ist, das auch weitere Gesellschaft haben sollte, hat Gott geschaut: Ja gut, schau mal bei den Tieren, und da wurde keine Gehilfin gefunden. Und dann hat er Eva geschaffen, alles am sechsten Tag. Dann haben beide zu Gott eigentlich geschaut, jedenfalls Gott, sie hatten Gemeinschaft mit Gott. Und nachher, durch die Sünde, ist das alles anders geworden. Durch die Sünde ist der Mensch dann auch auf sich selbst konzentriert gewesen, und alles wurde anders. Aber Gott hatte Menschen geschaffen, um mit ihm zu sprechen.
Hat jemand da noch einen Bibelvers, der uns da noch weiterhelfen könnte? Zu dir hin, wo heißt der, wo steht der, zu dir hin, ich weiß nicht, auf dich hin sind wir geschaffen. 1. Chronik, bitte? Nein, es gibt auch im Chronikbuch eine Bibelstelle, wenn die jemand aufschlagen könnte, das Gebet Davids, oder heißt das Wort nicht so, vielleicht ja, eins dieser späteren Kapitel jedenfalls in Chronik. Vielleicht heben wir uns die Frage noch auf, dann können wir besser gezielter antworten. Aber bitte erinnern Sie mich an diese Frage, dass wir dazu ein paar Bibelstellen haben.
Der Mensch ist jetzt stellvertretend, also das Zweite: Der Mensch ist Stellvertreter und Mitarbeiter Gottes. Stellvertreter, das geht hervor aus 1. Mose 1,25-28. Der Mensch soll herrschen. Er wurde als Abbild Gottes geschaffen, also er sollte Gott darstellen auf dieser Welt. Denn der Herrscher ist eigentlich Gott, aber jetzt wird dem Menschen gesagt, er soll herrschen. Und deshalb macht Gott ein Bild von sich selber. Denn der Mensch ist ja ein Bild von Gott. Also Gott machte ein Bild von sich selber und stellte den Menschen auf die Erde, damit er dort das tut, was Gott sonst täte. Also sollte der Mensch Stellvertreter Gottes auf Erden sein, und er sollte dann auch mit Gott zusammenarbeiten. Nur so funktioniert wahres Menschsein.
Wir sind Gottes Mitarbeiter, 1. Korinther 3,9, sagt Paulus, und er möchte natürlich, dass die Korinther auch alle Gottesmitarbeiter werden, nicht Babys bleiben im Glauben. Der Mensch sollte mit Gott zusammenarbeiten. Der wiederhergestellte Mensch in Christus ist gedacht als Mitarbeiter Gottes, und das ist nur möglich in Abhängigkeit von Gott. Abhängigkeit ist der einzige Weg, wie der Mensch Stellvertreter sein kann und wie der Mensch Gott vertreten und mitarbeiten kann. Das drückt sich eben aus im Sprechen, aber auch im Hören. Das Sprechen ist Gebet und im Vertrauen natürlich. Also ohne Gebet kann der Mensch nicht Gott wirklich so dienen, wie er ihm dienen sollte. Das geht nicht.
Und wenn wir uns dessen bewusst werden, dann macht das Ganze Sinn, warum wir beten müssen. Warum das so wichtig ist. Einige Beispiele habe ich hier notiert. Ein Beispiel aus der Königsverordnung: 5. Mose 17,14-20. Hier haben wir den Stellvertreter Gottes, den König, den König als Stellvertreter Gottes. Er sollte herrschen, mit Gott und durch Gott. 5. Mose 17,14, wenn du in der, ja, vielleicht möchte jemand vorlesen, 5. Mose 17,14-20.
Wenn nun das Land kommt, das der Herr, dein Gott, dir gibt, und dessen Besitz du in deinem Wunsch hast, und dann sagst du: Ich will einen König über dich setzen, wie alle anderen Könige ihren Herrn, so sollst du nur den König über dich setzen, wie der Herr, dein Gott, erwählen wird, aus der Mitte deiner Brüder, so sollst du einen König über dich setzen. Man kann keine Grenzen über uns setzen, während es ein Wunder ist. Nur soll er nicht viel im Pferdehalten und das Volk nicht wieder nach Ägypten führen, um die Phase seines Herzens zu verlieren, dadurch, dass der Herr euch gesagt hat, er soll nie mehr auf den Weg zurückgehen. Er wird auch nicht für das Baum gehen, sondern sein Herz nicht auf Abwege gerät, auch soll er sich nicht zugewiesen auf Volk aufbrennen. Wenn er dann auf seinem kirchlichen Bund ist, so soll er eine Abschnittliebe besetzen, das vor dem griechischen Diestern liegt, in ein Buch schneiden. Dies soll bei ihm sein, und er soll da erleben, alle Tage seines Lebens, damit er lernt, den Herrn, seinen Gott, zu fürchten, damit er alle Worte dieses Gesetzes und diese Sätze nur wahrlich erfüllt, dass sich sein Herz nicht über seine Brüder erhebt und er nicht abweicht von dem Gebot, weder zu rechten noch zu linken, damit er die Tage seiner Königlichkeit verlängern, er und seine Sünden in der Nächtlichkeit.
Statt Geld und Frauen und sich auf Pferde und Kriegsmacht zu stützen, sollte er völlig auf das Gesetz des Herrn, auf das Wort Gottes, auf die Weisung, heißt es eigentlich im Hebräischen, auf die Weisung Gottes sich stützen und mit der sollte er sich beschäftigen, darin lesen. Das ist die Basis. Nur so, also er muss auf Gott hören. Nur so kann er Mitarbeiter und Stellvertreter werden.
Und was das Beten betrifft, Apostelgeschichte 17,26-28, gehört auch zu den ganz grundlegenden Verordnungen Gottes über den Menschen. Apostelgeschichte 17,26-28, da heißt es: Auch machte er aus einem Blut jedes Volk der Menschen, die auf der ganzen Fläche der Erde hin wohnen. Dabei hatte er Zeiten und Abgrenzungen ihres Wohnens angeordnet, die zuvor festgesetzt worden waren, damit sie den Herrn suchten, ob sie dann wohl nach ihm tasteten und ihn fänden, und er ist sogar da, nicht fern von einem jeden von uns. Denn in ihm leben wir und bewegen wir uns und sind wir, usw., denn wir sind auch seines Geschlechts.
Also es geht mir hier um das Suchen, dass sie den Herrn suchen. Den Herrn suchen ist ein Ausdruck, der im Alten Testament für das Gebet verwendet wird. Den Herrn suchen, Hiskia zum Beispiel suchte den Herrn. Und Gott hat den Menschen verteilt auf dem Erdboden ohne Handy und Internet, so dass er sehr abhängig war und sich seiner Hilfsbedürftigkeit bewusst war. Und das Ganze hat Gott gemacht, damit der Mensch Gott sucht, wo Gott ist, das heißt, damit er sich an Gott wendet und sich aufmacht, dem Schöpfer zu begegnen, ihn sucht, ihn aufsucht und zu ihm spricht.
Also der Mensch ist als Abhängigkeitswesen auch auf der Erde so verteilt worden, damit er Gott sucht, damit er sich seiner Hilfsbedürftigkeit bewusst wird. Abhängigkeit. Ein Buddha, ich denke, es war Ole Hallesby, hat geschrieben in dem Buch Vom Beten: Hilflosigkeit und Ratlosigkeit ist die beste Voraussetzung für das Gebet. Sehr gut ausgedrückt, das stimmt ja auch. Die Schwachheit treibt ins Gebet. Hilflosigkeit und Ratlosigkeit. Oft kommt man in Situationen, wo man sich hilflos fühlt und ratlos dasteht. Und was tut man? Man betet zu einem barmherzigen Gott.
Das wusste Gott, dass der Mensch schwach ist und hilflos. Deshalb hat er ihn so geschaffen, und deshalb weiß er, dass nur der Mensch nur so funktionieren kann. Gott ist nicht hilflos und Gott ist nicht ratlos, aber der Mensch als Geschöpf Gottes ist so. Und der Mensch bestimmt jetzt, wie eng seine Verbindung mit Gott sein wird. Oswald Sanders hat ein Buch geschrieben darüber. Der Mensch bestimmt, wie eng seine Verbindung mit Gott sein wird. Darüber möchte ich später dann noch etwas sagen.
Jetzt ist man nur so weit, dass wir also sagen: Die Beschaffenheit des Menschen als abhängiges Gesellschaftswesen und als Stellvertreter und Mitarbeiter Gottes macht es nötig und zeigt, dass der Mensch so geschaffen wurde, dass er betet, dass er beten muss.
Hinzu kommt hier, ich habe noch weitere Beispiele angeführt, die Frucht. Es kann nur so Frucht entstehen. Das hat Gott so festgesetzt. Frucht kann nur entstehen, wenn die Jünger zu ihm beten. Ohne mich könnt ihr nichts tun. Johannes 15. Ohne mich heißt hier, wird hier erklärt in Johannes 15,5: Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer an mir bleibt, und bei wem ich in ihm bleibe, der trägt viel Frucht. Also an mir bleiben und ich in ihm, denn ohne mich oder getrennt von mir könnt ihr nichts tun. Vers 7: Wenn ihr an mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was immer ihr wollt, und es wird euch zuteil werden. Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht tragt, und ihr werdet zu meinen Jüngern werden. Also das wird sichtbar werden, dass ihr meine Jünger seid. Es wird dann sehr sichtbar werden, es wird sich Frucht einstellen.
Also Gebet muss auch von daher schon Priorität haben, weil sonst nichts Fruchtbares entstehen kann. Der Mensch ist also auch in dieser Hinsicht abhängig, dass keine Frucht entsteht, nämlich Frucht, die vor Gott Wert hat für die Ewigkeit. Denn jeder Mensch möchte ja etwas aus seinem Leben machen, das bleibt. Jeder Mensch hat diesen Wunsch, dass sein Leben fruchtbar ist für die Ewigkeit. Jeder Mensch möchte sich verewigen, auch die Ungläubigen, das ist in die Menschen hineingelegt. Und nur so geht das. Was ihr bitten werdet in meinem Namen, werde ich tun, dann kommt Frucht.
Das Vorbild Jesu Christi zeigt es auch, dass nur so vollkommenes Menschsein möglich ist. Darüber werden wir ja später dann noch morgen uns Zeit nehmen. Christi Vorbild: Es gibt ganz viele Stellen, die zeigen, dass der Herr Jesus als Mensch uns vorgelebt hat, wie ein Mensch lebt. Was ist absolut vollkommenes Menschsein? Das hat Jesus Christus vorgelebt, als er hier auf der Erde war. Und da zeigt sein Vorbild, dass es nicht ohne Gebet geht. Das werden wir morgen noch sehen.
Und die positiven Auswirkungen zeigen es auch. Ich bin immer noch bei dieser Grundlage, die Beschaffenheit des Menschen. Der Mensch ist ein abhängiges Gesellschaftswesen, der Mensch ist Stellvertreter und Mitarbeiter, und der Mensch ist bestimmt, dass irgendwas Positives aus seinem Leben kommt. Gott hat es so gedacht, dass aus dem Leben des Menschen etwas Positives bewirkt wird zur Ehre Gottes. Die Ehre Gottes sollte durch den Menschen gemehrt werden. Deshalb schuf er den Menschen.
Johannes 14,13: Dann betet der Mensch, und was ist die Folge? Gott wird geehrt. Johannes 14,13: Was er bittet in meinem Namen, das werde ich tun, damit der Vater verherrlicht werde. Und auch Johannes 15,8, Vers 7: Ihr werdet beten, was ihr wollt, es wird euch widerfahren. Vers 8: Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht tragt. Und 1. Petrus 4,11. 1. Petrus 4, ja, es geht schon bei Vers 7 los: Seid nüchtern für die Gebete, habt dabei eine Liebe, eine innige Liebe. Vers 9: Seid gastfrei. Vers 10: Jeder, so wie er eine Gnadengabe empfing, dient einander. Vers 11: Wenn jemand redet, dann das Wort Gottes, wenn jemand dient, dann alles aus der Kraft, die Gott darreicht, damit in allem Gott verherrlicht werde.
Auch da, das Ziel ist immer, damit Gott verherrlicht wird. Es beginnt mit Beten, 1. Petrus 4,7, und geht bis Vers 11. Es zielt auf die Herrlichkeit Jesu Christi, auf die Verherrlichung Gottes. Also der Mensch ist bestimmt dazu, dass Gott verherrlicht werden soll. Das ist eine positive Auswirkung aus seinem Leben. Und der Mensch ist bestimmt für Freude, und auch dazu braucht es Gebet. Johannes 15,11: Dieses habe ich zu euch geredet, all die Verse vorher, die er über Fruchttragen gesprochen hat. Johannes 15,11: Dieses habe ich zu euch geredet, damit meine Freude in euch bleibe und eure Freude voll werde. Und Johannes 16,24 noch deutlicher: Bis jetzt habt ihr nichts erbeten in meinem Namen. Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude eine völlige sei.
Gott hat es bestimmt, dass der Mensch ein Abhängigkeitswesen ist, das mit ihm zusammenarbeitet, und dass es positive Auswirkungen aus seinem Leben gibt. Und die sind zur Ehre Gottes und zur Freude des Menschen. Das haben die Calvinisten schon in früher Zeit erkannt und haben da einen schönen Satz geprägt. Weiß denn jemand auswendig aus dem Katechismus, reformierten Katechismus? Gott zu ehren und sich seiner zu erfreuen. Das ist das Ziel, absolut biblisch und richtig. Ja, Veränderung in seinem Bild habe ich noch aufgeschrieben, Veränderung in seinem Bild auch noch. Das ist die positive Wirkung des Menschen, der in der Abhängigkeit mit Gott lebt. Gott hat den Menschen so designiert, so hat er ihn geschaffen, dass er verändert wird in Gottes Bild, wo die Bildlichkeit Gottes ja durch die Sünde so stark entstellt wurde.
Ja, was ist der Sinn oder die Bestimmung des Menschen? Und dann heißt es, das, ich weiß nicht, wirklich Gott zu verherrlichen und sich seiner auf ewig zu erfreuen. Calvinistisch, wie heißt es, Westminster-Bekenntnis, Westminster-Bekenntnis. Also Veränderung in Gottes Bild: 2. Korinther 3,18. Wir alle schauen mit entschleiertem Angesicht in einem Spiegel die Herrlichkeit des Herrn an und werden in dasselbe Bild umgestaltet von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, gleichwie von dem Herrn her dem Geist. 2. Korinther 3,18.
Veränderung in seinem Bild. Das Anschauen hier, wobei zu dem Anschauen gehört auch Sprechen, so wie Mose in die Gegenwart Gottes ging und sein Angesicht glänzte, sein Angesicht wurde verändert. Aber was hat er in der Gegenwart Gottes getan? Er hat gesprochen mit Gott. Das ist ja dort der Zusammenhang in 2. Korinther 3.
Und auch noch zu den positiven Auswirkungen gehört auch noch die Überwindung des Feindes. Es ist der einzige Weg, wie der Feind überwunden werden kann, das Gebet. Da kommen wir später ohnehin noch darauf zurück, aber ich wollte nur zeigen, dass der Mensch so bestimmt wurde: als Wesen der Abhängigkeit, als Gesellschaftswesen, als stellvertretender Stellvertreter Gottes auf Erden und Mitarbeiter Gottes, der bestimmt ist, dass etwas hervorkommt aus seinem Leben, etwas Positives. Jeder Mensch trägt dieses gewaltige Potenzial in sich, und Gott könnte so etwas Schönes machen aus jedem Menschen und so viel Schönes hervorbringen aus dem Menschen.
Die Überwindung des Feindes, das ist Epheser 6,10-18. Dort heißt es, die Waffenrüstung anziehen, und dabei sollt ihr beten, Vers 18, Epheser 6,18. Und als zweite Stelle dazu Offenbarung 12,11. Sie haben ihn überwunden, den Drachen, den Satan. Sie haben ihn überwunden durch das Blut des Lammes, also Kraft des Blutes des Lammes und Kraft des Wortes ihres Zeugnisses, und sie liebten nicht ihr Leben. Das zeigt die Abhängigkeit, nicht sie selber, sondern durch ihr abhängiges Leben von Gott.
Und Daniel 10,2-3 und 11-13 und 20. Entschuldigung, dass es so kompliziert ist: Daniel 10,2-3, 11-13 und 20. Ich lese die Verse vor, da sieht man auch diesen Kampf in der unsichtbaren Welt. Und Gott hat den Menschen geschaffen, dass er sich dort durch Gebet mitbeteiligt in dem Kampf.
Daniel 10,2: In jenen Tagen trauerte ich Daniel drei volle Wochen, köstliches Brot aß ich nicht, und Fleisch und Wein kam nicht in meinen Mund. Und mit Salbe salbte ich mich nicht, bis drei volle Wochen um waren. Und er sagte zu mir: Daniel, du Mann des Wohlgefallens, merke auf die Worte, die ich zu dir rede. Vers 11, Vers 12: Und er sagte zu mir: Fürchte dich nicht, Daniel, denn von dem ersten Tage an, da du dein Herz darauf gerichtet hast, Verständnis zu erlangen und dich vor deinem Gott zu demütigen, sind deine Worte erhört worden.
Also was hat er gemacht, die drei Wochen? Worte sind erhört worden, da muss er gebetet haben. Nur jetzt erst wissen wir, dass er gebetet hat, sonst könnte man sagen, er war einfach traurig. Aber jetzt hier wissen wir es: Er hat gebetet, deine Worte sind erhört worden. Also er hatte gebetet, und infolge deiner Worte bin ich gekommen. Also es waren die Worte des Daniel, das Beten des Daniel.
Vers 13: Aber der Fürst des Königreichs Persiens stand mir entgegen einundzwanzig Tage, und siehe, Michael, einer der ersten Fürsten, kam, um mir zu helfen, und ich gewann den Vorrang dort neben den Königen von Persien. Vers 20: Und jetzt werde ich zurückkehren, um mit dem Fürsten von Persien zu kämpfen, und wenn ich ausziehe, siehe, da wird der Fürst von Griechenland kommen.
Hier ist dies die Ablöse des Persischen Reiches vom Griechischen Reich. Es geht hier um riesige politische Bewegungen, aber ein Teil dieser Mitarbeit in der ganzen Sache war das Gebet des Daniel, denn er war traurig über die Situation der zurückgekehrten Juden, und der Bau des Hauses Gottes ging nicht voran. Das Reich Gottes lag am Boden, und man meinte, jetzt geht es wieder los, und jetzt wird alles wieder gut. Und es wurde nichts richtig gut. Und dann waren die Feinde da, die Samariter, die haben sich widersetzt und haben die nicht bauen lassen, und es ging einfach nichts weiter.
Daniel hat gebetet, und dann merken wir, es gibt da einen Kampf in der himmlischen Welt. Und siehe da, jetzt fließt der Segen, der König von Persien gibt Befehl, und er bezahlt dann sogar noch die Arbeit, dass die Arbeit weitergemacht wird. Im Buch Esra lesen wir das dann. Ein gewisser Darius, glaube ich, war das dann. Kyrus war ja der Erste oder der eine, aber dann stockte die Arbeit, dann ging es nicht weiter für etwa 15 Jahre, denke ich. 536 haben sie begonnen zu bauen, und dann hörte das Bauen auf. 520 haben sie weitergemacht, Sacharja und Haggai haben da gewirkt zu der Zeit, und dann ging es weiter. Und dann begann es weiter, und dann gab es eine gute Zeit für die Juden, das Königreich konnte sich wieder ausbreiten.
Also das Gebet hier, ich wollte nur zeigen, es geht um eine positive Auswirkung des Lebens hier, des Daniels. Daniels Leben hat ja positive Auswirkungen auf das Reich Gottes. Also man sieht: Der Mensch ist geschaffen, das ist die Grundlage des Betens überhaupt, dass der Mensch geschaffen ist als Abhängigkeitswesen, das mit Gott zusammenarbeiten soll. Und anders wird es nicht funktionieren. Es geht nur auf diesem Weg.
Ich denke, wir könnten hier die Pause machen.

