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Wenn Gott uns den "bitteren Kelch" reicht

Leid und Schicksalsschläge - und Gottes Liebe?
05.11.2023
Wenn Gott dich auf einen Weg schickt, den du nicht verstehst: Vertraust du ihm trotzdem? Abraham zeigt, wie Glaube im Dunkeln trägt – und warum am Ende nicht das Opfer, sondern Gottes Rettung zählt.

Einleitung zwischen Weltgeschehen und persönlicher Glaubensfrage

Ich danke euch für die liebe Einladung, und ich freue mich, heute in eurer Mitte zu sein.
Wir haben heute einen Abschnitt, der uns alle ganz tief persönlich berührt. Nicht bloß, weil die ganzen Weltnachrichten um diese eine Frage gehen. Dieser Hügel, von dem hier gesprochen wird, ist ja der Tempelberg. Seit über dreitausend Jahren tobt ein Kampf um diesen Tempelberg, den Hügel Morija. Und in unseren Tagen sagt die ganze Weltpolitik: Wir müssen eine Lösung finden, dass dort zwei Staaten entstehen. Aber das wird der Laststein der Völker sein, der nicht aufgehoben werden kann, weil die Nachkommen Ismails und die Nachkommen Isaaks an der gleichen Stelle am Tempelberg in Jerusalem sind.
Und die Bibel sagt: Das ist der Laststein der Völker, an dem sich die Völkerpolitik auf sich in Bruch holen wird und nicht eine Lösung findet, wenn man dieses nicht lösen kann, was dort ist.
Das ist die Geschichte Abrahams, eines Mannes, den Gott berufen hat und der für uns ja ein Vorbild des Glaubens ist, wie du berufen bist. Es hieß also nicht gerade im Lied für die Kinder: Gott zu verstehen, kannst du Gott verstehen? Kannst du Gott in deiner Lebensführung verstehen? Nie! Jeder von uns weiß, dass das unser Problem ist. Aber du kannst ihm vertrauen, wie er dich auch führt.

Der Weg Abrahams in die Prüfung

I. Mose 22
Nach diesen Geschichten: Ach, was hat Abraham für schwere Glaubensproben gehabt! Der Glaube ist ganz arg schwierig, weil die Anfechtungen da sind. Er hat in seinem ganzen Leben nie erlebt, dass ihm auch nur ein Stückchen dieses verheißenen Landes gehört hat.
Nach diesen Geschichten versuchte Gott Abraham und sprach zu ihm: Abraham! Der Name selbst schon: Der Vater vieler Völker. Er hat ja nur im hohen Alter noch einen Sohn bekommen, den Isaak. Er glaubte auf das Allergewisseste, dass Gott das, was er verheißen hat, auch tun wird.
Dann bekam er den Namen Abraham, Vater vieler Völker, und er antwortete: Hier bin ich.
Und Gott sprach: Nimm Isaak, deinen einzigen Sohn, den du lieb hast, und geh hin in das Land Morija und opfere ihn dort zum Brandopfer auf einem Berg, den ich dir sagen werde.
Kannst du Gott verstehen? Aber Abraham hat begriffen, was Gott will. Da stand Abraham früh am Morgen auf, gürtete seinen Esel und nahm mit sich zwei Knechte und seinen Sohn Isaak. Er spaltete Holz zum Brandopfer, machte sich auf und ging an den Ort, von dem ihm Gott gesagt hatte, auf das Hügel Morija.
Am dritten Tag hob Abraham seine Augen auf und sah die Stätte von ferne. Und er sprach zu seinen Knechten: Bleibt hier mit dem Esel. Ich und der Knabe wollen dorthin gehen. Und wenn wir angebetet haben, wollen wir wieder zu euch kommen.
Und Abraham nahm das Holz zum Brandopfer und legte es auf seinen Sohn Isaak. Er selbst nahm das Feuer und das Messer in seine Hand, und die beiden gingen miteinander.
Und in die Stille hinein sprach Isaak zu seinem Vater Abraham: Mein Vater! Abraham antwortete: Hier bin ich, mein Sohn. Und er sprach: Siehe, hier ist Feuer und Holz, wo ist aber das Schaf zum Brandopfer?
Abraham antwortete: Mein Sohn, Gott wird sich ersehen ein Schaf zum Brandopfer. Und sie gingen die beiden miteinander.
Und als sie an die Stätte kamen, die ihm Gott gesagt hatte, baute Abraham dort einen Altar, legte das Holz darauf und band seinen Sohn Isaak. Dann legte er ihn auf den Altar, oben auf das Holz, und reckte seine Hand aus und fasste das Messer, dass er seinen Sohn schlachte.
Da rief ihn der Engel des Herrn vom Himmel und sprach: Abraham, Abraham! Er antwortete: Hier bin ich.
Er sprach: Lege deine Hand nicht an den Knaben und tu ihm nichts. Denn nun weiß ich, dass du Gott fürchtest und deines einzigen Sohnes nicht verschont hast um meinetwillen.
Da hob Abraham seine Augen auf und sah einen Widder hinter sich in der Hecke mit seinen Hörnern hängen. Und er ging hin, nahm den Widder und opferte ihn zum Brandopfer an seines Sohnes statt.
Und Abraham nannte die Stätte: Der Herr sieht. Daher sagt man noch heute: Auf dem Berg wird der Herr sehen.
Und der Engel des Herrn rief Abraham abermals vom Himmel her und sprach: Ich habe bei mir selbst geschworen, spricht der Herr, weil du solches getan hast und deines einzigen Sohnes nicht verschont hast, will ich dein Geschlecht segnen und mehren wie die Sterne am Himmel und wie den Sand am Ufer des Meeres. Und deine Nachkommen sollen die Tore ihrer Feinde besitzen. Und durch dein Geschlecht, das ist das jüdische Volk, sollen alle Völker auf Erden gesegnet werden, weil du meiner Stimme gehorcht hast.
So kehrte Abraham zurück zu seinen Knechten, und sie machten sich auf und zogen miteinander nach Beerscheba. Und Abraham blieb da selbst.

Vertrauen, Gehorsam und die Erfahrung des Unverstandenen

Wo ich auch hinkomme, jung und alt, lieben heute ein Lied, das Dietrich Bonhoeffer in Berlin im Gefängnis gedichtet hat. Es wird überall gesungen, und ich weiß, wie es in eurem Leben ganz tiefe Wirkungen hat: von guten Mächten wunderbar geborgen.
Ich habe erlebt, wie auch Nichtchristen ganz tief angesprochen sind: von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
Ich weiß ja, wie das bei Bonhoeffer ausging, während der letzten Kriegstage noch. Er wurde hingerichtet. Aber er hat einen Vers gedichtet, der mit dazugehört:
Und reichst du uns den Kelch, den bittern des Leids, gefüllt bis an den Rand, so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern aus deiner guten und geliebten Hand.
Kannst du das nachsprechen in deinem Leben? Wenn Gott dich einen schweren Weg führt, den du absolut nicht begreifst. Wenn alles zusammenbricht, alle deine Hoffnungen, wenn alles aussichtslos aussieht. Aber das war bei Abraham so. Das hat Gott von ihm verlangt.
Und wir reden so gerne über die Führungen, wie Gott uns führt. Ist dir das bewusst, dass Gott dich führt? Wege, die du nicht verstehst, die du nicht begreifst, wo du sagst: Was soll das alles? Man kann das ja wirklich nicht verstehen. War denn das falsch mit dem Isaak? Es war doch der Weg Gottes, und er hat geglaubt, wo nichts mehr zu hoffen war. Sarah hat ja gelacht: Wie soll sie in hohem Alter noch ein Kind bekommen? Aber Gott ist nicht unmöglich. Gott hat ihm diesen Sohn geschenkt und sagt, er soll ihn wieder hergeben.
Du brauchst nie denken, du könntest Gott verstehen. Das ist dumm. Gott sagt: Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Gedanken sind nicht meine Gedanken. So viel der Himmel höher ist als diese Erde, so sind meine Gedanken höher als eure Gedanken.
Und wenn ich an eure Lebensführungen denke, und ich weiß, wenn wir jetzt unter vier Augen weitersprechen könnten, was ihr an Krankheitsnöten, an Enttäuschungen, an Glaubensproben durchlitten habt, wie viele Enttäuschungen in eurem Leben drin sind, auch gerade im Glaubensweg. Es ist ein Thema, das in der Bibel immer drinsteht. Im Jakobusbrief steht drin, dass es gut ist, wenn wir solche Anfechtungen haben.
Wenn wir dann wirklich im Glauben mal tief graben, nicht bloß so oberflächlich, dann bleibt dir in den schweren Stunden unseres Lebens nichts anderes mehr als Glauben. Was ist denn Glauben? Glauben heißt, dass Gott Herr ist und dass er dich herrlich führt auf rechter Straße um seines Namens willen, auch in finsteren Tälern.
Ist euch das einmal bewusst? Jetzt müsstet ihr mal in den Krankenbetten der Sterbenden stehen. Auch von jungen Menschen, die unheilbar krank sind, aber die einmal mit Jesus gewandert sind. Und dann: Was ist jetzt mit einem Glauben los, wenn dann der Todesstoß kommt?
Wisst ihr, dass das ein ganz großer Schatz ist? Nicht bloß bei Abraham, was die erlebt haben und wie sie es noch sagen im Angesicht des Todes: Ich bin so geborgen und weiß, Gott macht es recht mit mir.
Wie war das dort bei Abraham? In Römer 4 steht, er wusste: Das Allergewisseste, was Gott verheißt, das wird er auch tun. Und wenn mein ganzes Fühlen dagegen spricht, wenn all meine Eindrücke sagen: Das kann doch nicht wahr sein, was tut denn der Abraham? Er sagt zu Gott: Ja, ich gehe, obwohl das alles unverständlich war. Und darum ist er ein Vorbild des Glaubens.
Geh du deinen Weg, auch wenn du sagst: Ich kann den Weg gar nicht gehen. Drei Tage lang ist er gewandert. Es muss eine schreckliche Wegstrecke gewesen sein. Und mit sich den geliebten Sohn, steht noch mal da, den einzigen, den er hat, Isaak. Und er sagt dann nur: Papa, wo ist das Opfertier? Da kann er ja bloß nur heulen.
Wisst ihr, dass wir im Glauben auch heulen dürfen, weil Gott uns in Proben stellt? Ich denke jetzt an die unter euch, die eine Prüfung nicht bestanden haben, weil ein Liebesverhältnis so auseinandergegangen ist, bevor die Ehe zerbrochen ist. Es gibt alles Furchtbare in dieser Welt. Und wenn wir einmal die Nachrichten ansehen, dann sehen wir ja noch, wie furchtbar es in unserer Welt ist. Wir stehen ja mitten im Krieg. Da hat vor wenigen Tagen ein Minister Deutschlands gesagt: Wir müssen kriegsbereit sein. Wo sind wir eigentlich gelandet? In welcher Welt leben wir denn?
Wir gehören einem Herrn, dem wir dienen, und der unser Leben bestimmt. Der dich berufen hat. Und du kannst in deinem ganzen Leben nie weiterkommen als: Ich traue meinem Gott.
Es gibt im Englischen ein Lied, wir singen das in allen Liederbüchern, vom neunzehnten Jahrhundert her noch drin: Trust and Obey, Vertrauen und Gehorsam. Geh doch mit Gott diesen Weg. Ich weiß noch, wie ich unter Idi Amin dort in Uganda in den letzten Tagen einen dieser wenigen Siedler noch gesehen habe. Idi Amin hat ja gesagt, wie er die alle aus dem Land hinauswirft. Einen Menschenmörder ohnegleichen. Und dann hat er sich das gewünscht, am Ende einer Gebetsstunde, einen Wilschen, einen Teeplantagenbesitzer, der alles verloren hat, traf: Trust and obey, vertrau und gehorche diesem Herrn. Das Herrliche ist: So wirst du gesegnet werden. Dein Leben wird geführt werden von Gott.
Kann man denn das überhaupt tun? Darf das denn Gott? Ja, Gott darf alles. Er ist der Herr. Das sagen wir so leicht. Er ist der Herr deines Lebens. Er hat dich geschaffen, wo du noch gar nicht empfangen warst im Mutterleib. Und vor ihm wirst du einmal stehen in der Ewigkeit. Er darf das alles. Eine dumme Frage: Wie kann Gott das zulassen? Er kann alles und darf alles.
Und das wird in diesem Augenblick bei Abraham so groß, dass er sich ganz Gott ausliefert. Das heißt, wie im Psalm: Alle meine Quellen sind in dir. Er lebt nur aus der Nähe Gottes. Er hat keine Bestätigung, keine Sicherheit zu seinem Glauben.
Und ich bin so froh, dass Jesus das bekräftigt hat, dass das, was Gott will, für uns absolute Autorität ist. Petrus hat Jesus ja eigentlich hindern wollen, dass er den Weg zum Kreuz geht. Er will doch nicht leiden. Wer will denn leiden von uns? Herr, behüte uns vor dem Leiden! Und er hat gesagt: Ich muss den Weg gehen, den der Vater im Himmel will. Und dann hat er zu Petrus gesagt: Du meinst nicht, was göttlich ist und was menschlich ist. Das Menschliche ist, dass wir dem Leiden und den Schmerzen ausweichen, den schweren Wegen. Aber Gott führt uns mittendurch, durch schwere Wege hindurch.
Und Jesus hat das auch so gebetet, noch einmal mit dem Kelch, wie Bonhoeffer das dann erwähnt hat: Herr, wenn du den bitteren Kelch reichst, Herr, wenn es möglich ist, dann lass doch den Kelch an mir vorübergehen. Aber dein Wille geschehe.
Weißt du, dass Gottes Wille das Allerbeste ist, was geschieht? Ich weiß noch, wie in einer Stuttgarter Klinik, ich war damals dreißig Jahre alt, ein paar Kinder vor einer OP, einer großen Operation, abends von einem narkotischen, netten jungen Arzt kamen, der mal volles Vertrauen gehabt hat. Wie der wieder weg war, hat er mir alles noch erklärt, wie es läuft. Da kann ich jetzt beten: Herr, dein Wille geschehe. Aber ich predige Glauben und habe doch gar keinen, bis ich meine Bibel nahm und das alles las, was Gott gesprochen hat.
Weißt du, Glauben heißt, hat einmal einer in einer Auslegung gesagt, den Anker werfen in den Felsengrund des Wortes Gottes. Du kannst auf das Wort Gottes bauen. Und er hat es gesagt. Und darauf wagt mein Herz ist froh und unverzagt und lässt sich gar nicht grauen.
Gott hat Gedanken des Friedens und nicht des Leides mit dir, auch wenn das manchmal so aussieht, als ob alles gegen dich spricht.

Christus im Zentrum der Verheißung

Und das darf Gott, dass er den Abraham in diese Tiefe hinunterführt, erläutert unseren Glauben. Wir sind ja sonst so oberflächlich in einer Wohlstandszeit, dass wir für die kleinen Bedürfnisse unseres Lebens bitten. Und doch will Gott viel mehr, dass wir ihm vertrauen.
So stand Abraham auf, gürtete sich, nahm das Holz, sattelte seinen Esel, und dann machte er sich auf den Weg nach Moria. Es ist etwas ganz Interessantes im Alten Testament. Der große Theologe Augustinus, der in der ersten Kirche Nordafrikas gelebt hat, sagte: Wenn du die Bücher des Alten Testaments liest, ohne dass du darin Christus findest, dann gibt es nichts Geschmackloseres oder Faderes. Liest du dort im Alten Testament Christus, dann schmeckt nicht nur dir das, was du liest, nein, es wird dich trunken machen. Du wirst erfüllt sein von Freude.
Und das ist es, ich will die Geschichte gleich vom Ende her deuten, was hier geschieht, dass Gott seinen Engel schickt und sagt: Gott hat sich ein Opfer ersehen. Du kannst doch Gott kein Opfer bringen, gerade als er in großer Treue meint, er müsse das ausführen. Gott fällt ihm in den Arm: Lege deine Hand nicht an deinen Sohn, tu ihm nichts.
Was war das? Eine grauenvolle Probe, ein Test seines Glaubens? Nein, das ist die Offenbarung Gottes, das Allerherrlichste: dass er ein Opfer gestiftet hat für dich. Und dieses Opfer zählt. Und du musst durch die ganzen schrecklichen Tiefen der Hölle nicht mehr durch, wenn du auf dieses Opfer siehst. Das ist nicht dieser Widerstand.
So ist es wunderbar dort in Jerusalem, auf dem Hügel Moria, wo Jesus, der Gottessohn, starb für deine Sünde. Und das ist so herrlich: Gott darf in deinem Leben alles fordern, darf alles von dir wollen, aber du darfst den Blick nie verlieren auf Jesus. Und das ist das Allerherrlichste.
Und ich darf euch sagen: Es ist ja ganz merkwürdig, dass so ein alter Mann wie mich noch zum Predigen einlässt, so viele junge Leute, Sportler, ruft Sportler. Aber darf ich euch das aus der Erfahrung sagen: In den ganzen Tiefen der Erschütterung, der Anfechtung, der Not, der Glaubenslosigkeit und der Zweifel darfst du aufblicken zum Kreuz von Jesus. Ja, das ist wahr: Gott hat seinen Sohn für mich dahingegeben. Er kann alles von mir fordern, aber ich kann ihm ja gar nichts bringen.
Liebe Leute, sucht das auch mal in den Liedern wieder, wo das so tief drin ist, dass ich gar nichts bringen kann. Nichts habe ich zu bringen, alles, Herr, bist du. Du bist so wunderbar. Ich bin vor dir, wer bin ich denn? Mit meinem Verstand, mit meiner Erkenntnis: Staub und Asche. Aber er ist der Herr, und er macht seine Heilsgeschichte.
Und das ist so wunderbar: Wenn wir in diesen Tagen nicht mehr wissen, wo geht denn das weiter, selbst in Europa, mit den Kriegen im Nahen Osten, in der Welt und mit der Teuerung, mit all dem Unrecht, was geschieht, wie geht denn das alles weiter? Gott baut seine Heilsgeschichte. Und das viel Aufregendere ist nicht, was in den Zeitungen drinsteht, nicht was in den Nachrichten verkündet wird, sondern dass Jesus seine Gemeinde baut und dass er sein Heil baut, heute bis an die Enden.

Die weltweite Gemeinde und das Zeugnis der Verfolgten

Das war für mich ganz groß. Ich habe ja durch die Arbeit Hilfe für Brüder und christliche Fachkräfte in unzähligen Ländern der Welt erfahren, dass er leben durfte. Wir haben heute in allen Nationen der Welt eine Jesusgemeinde. Und da kommen Menschen zum Glauben. Bei uns ist ja große Schwindschucht in Europa und auch in Nordamerika, aber wie das ist in Nordkorea, in Laos, in Kambodscha, in Kirgisistan, in Kasachstan, in Tadschikistan und in Eritrea, wie dort Menschen Jesus erkennen, hat mich immer beeindruckt. Wie die Buddhisten Jesus erkennen, die Iraner, die Muslime Jesus erkennen, und dann erzählen sie mit drehenden Augen: Da habe ich das Licht zum ersten Mal gesehen.
Die großen Weltgeschehnisse sind ja Geschichten, was Menschen aus dieser schönen Welt machen und wie sie sich zerstören und meinen: Waffen, Waffen, wir können mit Waffen Frieden schaffen. Nein, das Herrliche ist, dass Jesus seinen Sohn für uns dahingegeben hat. Und Gott hat sein Opfer ausersehen. Das steht schon im Alten Testament bei Abraham. Du kannst Gott nie ein Opfer bringen. Kein Märtyrer der Welt hat je Gott ein Opfer gebracht.
Es bewegt uns ja alle so sehr, und das habe ich auch jetzt vierzig Jahre lang in meinem Leben getan: die verfolgten Christen. Wisst ihr, dass die verfolgten Christen viel fröhlicher sind als ihr? Die haben eine Heilsgewissheit und eine Geborgenheit, weil Jesus ganz nah bei ihnen ist. Ob das damals im Kommunismus Russlands war oder ob das heute im Iran ist oder in Nordkorea: Die haben eine Geborgenheit, weil Jesus seine Verheißungen erfüllt und weil das, was er in Jesus bestätigt hat, wahrgemacht hat.
Gott kann alles von uns fordern. Denk dein Leben dran: Was ist es? Du kannst vor Gott nicht eins fordern, was er dir schuldig ist. Er hat alles gegeben, seinen Sohn. Wie sollte er uns in Jesus nur nicht alles schenken? Du darfst das wissen: Dein Leben wird ein wunderbares Leben sein, wie er dich will, wenn du auf seinen Bahnen im Gehorsam bleibst. Das ist wichtig. Zum Glauben gehört das Gehorchen. Folge der Stimme des Wortes Gottes, folge ihm.
Als er eben das Messer erheben will, da ruft ihn der Engel und weist ihn auf das Opfer hin. Grandios macht es ja Bach in der Matthäuspassion, wo dort bei der Abendmahlsszene die Jünger fragen: Herr, bin's ich? Bin ich der, der dich verrät? Herr, bin ich's? Und dann kommt der Choral, entdeckt doch das wieder, diesen Großen, und sagt: Ich bin's, ich sollte büßen, an Händen und an Füßen gebunden in der Hölle. Die Geiseln und die Banden und was du ausgestanden, das hat verdient meine Seele.
Ganz herrlich schon im Alten Bund Christus gezeigt, ganz wunderbar, schon wie in Noah, schon wie im Sündenfall. Herrlich ist, dass eine Erlösung kommen wird, wie das überall in der Bibel drin ist. Alles weist auf Christus. Ich weiß noch, wie wir mit einer Reisegruppe in Essen, Jerusalem waren und dort ein prominentes Glied fanden, ein großer Geschäftsmann in der judenchristlichen Gemeinde. Er hat jedem Reiseteilnehmer ein Büchlein geschenkt, das ein messianischer Jude, ein Judenchrist, Doktor Adolf Saphir, geschrieben hat: Christus im Alten Testament. Da wird das Alte Testament so interessant. Wunderbar, von Jesus redet er.

Die Zusage des Segens und die Treue Gottes

Und wir sind jetzt an dem Punkt des Wunders der Gnade Gottes über unserem Leben. Abraham wusste nicht, wie Gott das lösen würde. Er ging weiter. Er wollte Gott nicht korrigieren. Fang nie an, das Wort Gottes zu korrigieren. Das Wort Gottes wird bleiben. Himmel und Erde werden vergehen, aber die Worte Jesu werden niemals vergehen. Die Worte Gottes werden bleiben, und auf sie kannst du dich verlassen.
Das war herrlich. Und Abraham wusste: Gott kann auch die Todesschranke durchbrechen. So heißt es dann in Hebräer 11. Das war der Glaube Abrahams, dass er wusste: Auch wenn ich mit meinem kleinen Verstand nichts verstehe, wenn wir wieder anfangen, unser billiges Christentum aufzugeben und zu wissen, Gott ist der Herr, der über mich völlig verfügen kann. Er kann tun, was er will. Aber ich freue mich, dass er der gute Hirte ist, der für mich die Wundmale trägt und am Kreuz für mich gestorben ist.
Und das ist über der Geschichte so groß und wunderbar. Wie dunkel dein Leben auch ist, wie schwer dein Leben auch ist, du darfst es wissen: Er hat Gedanken des Friedens. Und die Liebe Christi, Blut und Gerechtigkeit, das ist mein Schmuck und Ehrenkleid. Damit will ich vor Gott bestehen. Wenn es um den Himmel wird angehen, das ist der Kern meines Glaubens. Und weil er seinen Sohn für mich geopfert hat, bin ich ihm wichtig. Und er darf in jeder Stunde wissen: Er macht es recht, auch mit meiner Todesstunde. Und ich werde in der Ewigkeit nichts haben, wo ich ihn anklagen kann, wo er mich enttäuscht hat und wo er sein Wort nicht gehalten hat.
Also herrlich ist die Musik von Johann Sebastian Bach, und ich bin am meisten erfüllt immer von den herrlichen Chorälen. Drei Kantaten hat Bach zu einem Choral gemacht. Liebt ihr noch die Choräle? Das sind keine alten Lieder, das sind die aktuellsten Lieder. Die sind zeitnah für heute. Und das ist das Lied: Was Gott tut, das ist wohlgetan. Wie, was Gott tut? Ich weiß doch, wie viele heute meckern, wie sie sich auflehnen und murren gegen Gott. Was Gott tut, das ist wohlgetan. Es bleibt gerecht sein Wille. Wie er fängt seine Sachen an, will ich ihm halten stille. Das hat damals einer gedichtet, als einer todkrank im Sterben lag.
Herrlich war mir auch die Geschichte der Lieder, wo sie entstanden sind. In solchen schweren Stunden heißt der Vers: Was Gott tut, das ist wohlgetan. Er, als mein Arzt und Wundermann, wird mir nicht Gift einschenken für Arznei. Gott ist getreu, drum will ich auf ihn bauen und seiner Güte trauen. Und dann im letzten Vers: Es kommt die Zeit, da öffentlich erscheinet, wie treulich er es meint.
Weißt du, das sind Lieder, Trostlieder. Die brauchen wir gerade, weil das Leben so schwer ist. Wo das uns besungen wird von solchen, die sind ja alle entstanden in großem Leid. Eine ausweglose Situation, in der schlimmsten Kriegskatastrophe, die unser Land je erlebt hat, das war der Dreißigjährige Krieg, wo noch die Pest wütete und der Hunger da war und keine Barmherzigkeit und Liebe mehr spürbar war. Die herrlichsten Lieder entstanden: Wie Gott mich führt, so will ich gehen, ohne alles eigen wählen.
Mein Schwiegervater hat auf dem Sterbebett gebeten: Ich kann das Lied überhaupt nicht. Dann habe ich es gesucht in unserem Gesangbuch. Die werden ja alle heute rausgeschmissen, denn das braucht man heute nicht. Was brauchen wir mehr? Gott darf uns auflegen, was er will. Wir sind Lastträger.
Und jetzt guckt dann mal die alten Christen in eurer Gemeinde an, sagen wir mal, macht Krankenbesuche. Es war immer das Ergreifendste, wenn ich mit Konfirmanden die Schwerkranken besucht habe, die dem Konfirmanden gesagt haben: Was Jesus macht, ist alles richtig. Und wenn ich ihn nicht hätte, dann wäre das Allerschlimmste in meinem Leben da. Ich bin so froh, dass er da ist. Er hat seinen eigenen Sohn für mich dahingegeben.

Liebe, Verlust und das Herz Gottes

Paul Gerhardt war, wieder in der großen Not seines Lebens, 46 Jahre alt, bis er endlich der Arbeitslosigkeit entkommen war. Kannst du dir das vorstellen? Da konnte er erst heiraten. Dann starben ihm nach dreizehn Jahren Ehe so viele Kinder, und auch seine Elisabeth starb.
Aber er war fasziniert von dem größten Wunder der Offenbarung Gottes: Wenn ich dieses Wunder fassen will, so steht mein Geist vor Ehrfurcht still. Er betet an und ermisst, dass Gottes Lieb unendlich ist. Du kannst ihm Vertrauen in finsterster Nacht, und das verbirgt sich im Tod von Jesus. Sonst kannst du es nimmer wissen. Du kannst es nicht ablesen an deinen Gefühlen. So kannst du es nur im Wort der Bibel lesen, und du kannst es wissen aus der Erfahrung so vieler Leute, die es erfahren haben.
Ich will noch einen letzten Punkt hinzufügen. Das ist ein Glaube, von dem Abraham die Welt überwindet. Als Abraham seinen Sohn Isaak von diesem Altar losbindet und die Fesseln löst, sagt ihm Gott: Ich habe gesehen, du vertraust mir, aber liebst du mich auch? Weißt du, dass das Allergrößte die Jesusliebe, die Gottesliebe ist? Das ist Gott ein Liebhaben von ganzer Seele, von ganzem Herzen. Gott über alles lieb haben, nicht bloß über ihn reden, nicht bloß meinen, ich muss ihm Opfer bringen, sondern ihn lieb haben. Du bist das Allerbeste.
Ich bin ja heute, mit über sechzig Jahren Ehe, bald so verliebt wie kaum ein junger Bräutigam. Aber Gott ist Jesus das Erste. Wie diese Mädchen damals mit achtzehn Jahren, als sie einen Brief geschrieben und gesagt hat: Ich bin schon vergeben, mein Herz gehört Jesus. Anders will ich keine Beziehung eingehen.
Und das musst du wissen: Für dich ist das das Allerhöchste. Gott hat gesehen, du hast mich lieb. Gott will dein Herz. Machst du das bloß um des Profits willen, weil sich das lohnt und weil sich das so gut anfühlt, oder willst du mich wirklich?
Und darum greift Gott an das Herz von Abraham: Nimm Isaak, deinen Sohn, den du lieb hast. Warum sagt das denn Gott noch? Weil das Liebste deines Lebens dem Herrn gehören soll. Ihm zu eigen sein. Hast du mich lieber als alles in dieser Welt? Nichts soll mir werden lieber auf Erden als du, der liebste Jesus mein.

Zeugnisse der Hingabe in Leid und Verlust

Der große Friedrich von Bodelschwing hatte ja eine tolle Jugend. Er kam aus großem Stand, sein Vater war preußischer Finanzminister und dann Innenminister Preußens. Er ist im Berliner Schloss aufgewachsen, Friedrich von Bodelschwing, der Bethel gegründet hat. Er war Spielkamerad vom späteren Kaiser Friedrich III., der nur wenige Monate Kaiser war und dann gestorben ist.
Bodelschwing hat das Furchtbarste erlebt: Vier Kinder sind innerhalb von vier Wochen gestorben, alle vier Kinder am Stickhusten. Diphtherie, da konnte man damals nichts machen. Das Letzte, was Bodelschwing da geschrieben hat: Und die einzige, die sich hält, ist die Liebe, die Gott erwiesen hat. Er hat Gedanken des Friedens. Und dann saß er auf einmal vor diesen Gräbern dort in Westfalen, vor diesen vier Kindergräbern, und sagte: Ich muss der Welt verkündigen, wo Gottes Liebe sichtbar wird. Und an die kannst du dich halten, die an Jesus offenbar ist.
Und dann kam der Ruf, ob er ein kleines Heim mit sechzehn Epileptikern in Bielefeld übernehmen könne. Bodelschwing hatte daraus ein Haus gemacht, eine Anstalt für sechstausend Fallsüchtige, wie man damals sagte. Und er hat das Herz der Liebe gesagt: nur Liebe, die Liebe, die Jesus offenbar ist, die Barmherzigkeit will in dieser trostlosen Welt, in der so schreckliche Dinge passieren, da, wo Krankheiten wüten, ja, die wüten, wo Kriege herrschen, wo Ungerechtigkeit regiert. Du wirst noch genug in deinem Leben erfahren: Es gibt keine Gerechtigkeit in dieser Welt. Aber bei Gott gibt es das, dass er dich gerecht macht und dass er dir seine ganze Liebe schenkt. Hast du mich lieb?
Darum ist es so wichtig, wenn du in der Nachfolge von Jesus lebst, dass du weißt: Jesus hat die größte Last für mich getragen, meine Sünde. Die kann ich gar nicht abbüßen, ich müsste in die Hölle. Aber er ist für mich ans Kreuz gegangen, und Jesus wird sein Reich bauen. Und das ist so wunderbar: Liebst du mich mehr als alle die Gaben, von denen ich sonst rede?
Lassen Sie es mich noch einmal erzählen, vielleicht an den extremsten Beispielen. Ich könnte von Kranken erzählen, von ganz vielen Kranken, denen das geholfen hat, von Behinderten, von Menschen, die nach wenigen Wochen der Hochzeit schon den liebsten Menschen verloren haben. Ich will erzählen von dem, was mir immer das Schwerste war: von Eltern, die ihre Kinder verloren haben.
Philipp Spitta, der große Liederdichter, Philipp Spitta hat die Not von Eltern gesehen, die ihr Kind verloren haben. Ich habe es hier in Stuttgart erlebt, wo eine Mutter, die also das Säglein nicht hergeben wollte, ein so wunderbarer Frühlingssagen war, natürlich mit dieser schrecklichen Leukämie. Die liegen ja alle noch da wie Püppchen, anderthalb Jahre, diese süßen Kinder.
Und da sagt Philipp Spitta für den Tod eines Kindes, das sind alles Lieder, die ja schon zum Gesangbuch herausgeflogen sind, aber sucht doch wieder, was diese Lieder uns bedeuten: Nimm hin, was dein ist, Gott, nimm's hin, ich will mich drum nicht krämen. Was du mir schickst, ist mir Gewinn, dein Geben und dein Nehmen. Ich lege auf dem Brandaltar das Liebste dir zum Opfer dar, ein Stück von meinem Herzen. Es kam von dir und blieb auch dein und soll nun dein auf ewig sein, hilf du es mir verschmerzen.
Ich gebe es dir und sage nicht, dass du es mir entrissen. Von Unmut, wer dir widerspricht, lass doch mein Herz nichts wissen. Das Murren, das den Schmerz vergällt und dir, was deines, vorenthält, lass nie ins Herz sich setzen. Was ich dir gab, dafür gib mir ein desto größeres Teil an dir und deinen Gnaden schätzen.

Der Weg des Überwindens und der Blick auf das Kreuz

Liebe Schäfer, Brüder, ihr müsst alle noch durch diese Welt hindurch und dieses Leben tragen. Aber ohne Jesus ist das Leben aussichtslos und hoffnungslos.
Darum ist das Große, dass wir überwinden. So heißt es in der Bibel immer wieder: überwinden und das wegstecken. Sportler, Sportler, ihr seid heute da, und ich muss da immer an die Boxer denken. Wenn die so einen richtigen Schlag kriegen, dann machen die mit dem Kopf so, und dann machen sie wieder weiter und neu noch einmal.
Für uns Christen gilt: Wir stehen auf! Es ist schön, dass wir sagen dürfen: Ja, wir haben schwere Überraschungen. Das größte Zeugnis, das wir geben können, ist das. Darum bleiben diese Choräle auch schon wunderbar für uns als Zeugnis.
Paul Gerhardt, der so viele Kinder verloren hat, drückt das dort eindrücklich aus. In Berlin, in der Kirche, sind noch im Boden diese Namen der Kinder eingelassen. Und er hat auch ein Lied gedichtet auf den Verlust eines Kindes. Darin kommt das noch einmal zum Ausdruck:
O süßes Wort, o schönes Wort und heilger, als wir denken! Bei Gott ist ja kein böser Ort, kein Unglück und kein Kränken, kein Angst, kein Mangel, kein Versehen. Bei Gott kann kein Leids geschehen; wen Gott versorgt und liebet, wird nimmermehr betrübet. Ach, dürfte ich doch von ferne stehen und nur ein wenig hören.
Jetzt redet er von seinem Kind, das weggenommen wird: Wenn deine Sinne sich erhöhen und Gottes Namen ehren, der heilig, heilig, heilig ist, durch den auch du geheiligt bist, ich weiß, ich werde müssen, vor Freuden Tränen gießen.
Ihr habt mir heute diesen Abschnitt gegeben. Er gehört zum Größten, was in der Bibel drinsteht, und zu seiner Hilfe, an die du in deinem ganzen Leben denken kannst.
Ich habe ja viele Predigten gesammelt. Und ich schöpfe immer, bevor ich anfange, eine Predigt auszuarbeiten, aus diesen Predigten. Unter diesen Predigten war eines dabei: 1943 in Könken drüben bei Wendlingen, wo ein lieber Freund, den ich kannte, darüber gepredigt hat. Er sagte der Gemeinde, dass in dieser Woche drei junge Männer gefallen sind, drei junge Männer. Und der einzige Trost ist, dass Gott einem Abraham sagt: „Ich will dich segnen in einer heillosen Welt, ich will dich segnen, und es soll dein Segen sein.“
Du darfst wissen: Er gibt dir mehr, als du verstehen kannst, und mehr, als du denken kannst. Ganz herrlich. Du kannst so wirklich sagen: Es ist ganz wunderbar, wie der Herr uns führt. Und es ist wahr: Nichts habe ich vermissen müssen. Ich war geborgen von seiner Liebe und getragen auch in all den Schrecken der Welt.
Und darfst du das wissen: Das Allergrößte ist, ich vertraue und ich gehorche, weil das der einzige Segensweg ist.

Schlussgebet und Fürbitte für die Welt

Ich möchte noch beten, Herr, wir danken dir, dass du das festgemacht hast, dass uns niemand von dir reissen kann. Und wir gehören dir im Leben und im Sterben.
Du weisst auch, was so schwer ist in unserem Leben, wo wir oft nicht darüber hinwegkommen, was uns belastet. Herr, vergib uns, dass uns das wichtiger ist als deine Gnadenzusage, die das Allergrösste ist, wie du Abraham gesegnet hast.
Wir bringen dir heute auch die ganze Not im Nahen Osten. Du hast gesagt, dass bis zum Ende der Zeit der Laststein Jerusalem nicht aufgehoben werden kann und dass, so furchtbar die Völker toben, wir bitten dich für deine Gemeinde.
Auch in dieser Zeit, aber auch in der Ukraine, aber auch in Bergkarabach, aber auch in Äthiopien, wo so viele jetzt in Nordäthiopien umgekommen sind, in Nigeria, wo Boko Haram schon wütet, in all den Kriegsgebieten, in den Verfolgungsgebieten: Gib du deiner Christenheit den frohen Mut und das fröhliche Zeugnis!
Wie freue ich mich, Herr Jesu Christ, dass du der Erste und Letzte bist, der Anfang und das Ende. Du, der sein Leben für mich liess, nimmst mich einst in dein Paradies. Darauf fasse ich deine Hände.
Amen, Amen, komm, o Sonne, meine Wonne, bleib nicht lange, dass ich ewig bei dir sein darf. Amen!