Ein dramatischer Moment und die zentrale Frage des Lebens
Stell dir vor, du kommst abends nach Hause und siehst im Dunkeln etwas am Straßenrand liegen. Du gehst hin und entdeckst mich, wie ich in einer Blutlache liege und stöhne. Dir wird sofort klar, dass ich in einen Angriff oder eine Messerstecherei verwickelt wurde.
Unsere Blicke treffen sich, und in diesem Moment wissen wir beide, dass ich keine zwei Minuten mehr zu leben habe. Dein Herz pocht wie verrückt. Trotz deiner Überforderung überwindest du dich, kniest neben mich nieder und hältst meinen Kopf.
Ich bin gerade noch bei Bewusstsein. Ich schaue dir direkt in die Augen und frage: „Was muss ich tun, um in den Himmel zu kommen?“ Was antwortest du mir?
Um Nachfolge zu verstehen, mach dich Hashtag Bibelfit. Heute schließen wir die tausendfach angeschaut Videoreihe zum Jenseits ab – mit der Frage, auf die alles hinausläuft: Wie komme ich, wie kommst du in den Himmel? Das ist die Frage.
Deshalb ist das jetzt wichtiger als jemals zuvor. Schau dieses Video bis zum Ende, denn wir gehen gleich auf drei Dinge ein, die dich überraschen werden. Danach, am Ende des Videos, gibt es zwei weitere erstaunliche Dinge, die Gott über dich denkt – und das Wichtigste, was du jemals anderen Menschen weitergeben kannst, die dir am Herzen liegen.
Bevor wir starten, kannst du ganz kurz der Community hier helfen, damit solche christlichen Videos auf Social Media nicht verborgen bleiben. Bist du gerade auf Instagram, dann doppeltippe doch mal schnell auf dein Handy. Und auf YouTube danke ich allen, die jede Woche hier die Glocke drücken. Das ist so eine technische Sache, denn nur weil Hunderte Menschen vor dir schon die Glocke gedrückt haben, wird dir dieses Video überhaupt angezeigt.
Vielen Dank dafür!
Die Ernsthaftigkeit der Frage nach dem Himmel
Was muss ich tun, um in den Himmel zu kommen? Diese Frage ist so ernst, dass es keine ernstere gibt. Denn angenommen, das biblische Christentum ist wirklich wahr – weißt du, was das bedeutet? Sind dir und mir die Konsequenzen davon überhaupt bewusst?
Ich gebe dir mal ein paar Beispiele: Zehntausende Muslime, die um die Ka'aba im Kreis gelaufen sind, werden eines Tages vor dem Jesus der Bibel stehen. Das bedeutet, dass Hunderttausende Hindus, die im Ganges gebadet haben, ebenfalls vor Jesus stehen werden. Es bedeutet, dass Millionen Kinder, Jugendliche und Studenten, die heute atheistisch indoktriniert werden, eines Tages zusammen mit ihren Lehrern vor Jesus stehen werden.
Und es bedeutet, dass jeder Mensch, von dessen Leben und Tod du jemals gelesen oder gehört hast – und jeder Mensch, den du jemals sehen wirst, sei es heute, in der letzten Woche oder im letzten Monat – vor Jesus stehen wird. Du weißt, wie seine persönliche Geschichte weitergeht. Er wird vor Jesus stehen.
Deshalb die Frage: Was zum Henker will dieser Jesus eigentlich? Die Antwort darauf wird einige hier überraschen. Unsere Gesellschaft redet uns nämlich eine Reihe von Dingen ein, von denen sie behauptet, dass sie im biblischen Christentum wichtig seien. Dabei hätten Jesus und die Apostel selbst die Augen verdreht und sich gefragt: „Sag mal, habt ihr überhaupt verstanden, worum es im Christentum geht?“ Denn unsere Gesellschaft hat selbst nicht richtig verstanden, worum es im Christentum wirklich geht.
Missverständnisse über den Kern des Christentums
Manchmal wird vermittelt, das Christentum bestehe angeblich darin, bestimmte Rituale zu befolgen. Zum Beispiel Kreuze aufzuhängen, Gebete zu sprechen, Querflöte zu spielen, sich gegen Rassismus zu engagieren, Hauskreise zu besuchen oder Worshipmusik zu hören. Es wird auch gesagt, es gehe darum, Regeln einzuhalten, wie den zehnten Teil des Einkommens zu spenden oder keinen Sex ohne Trauschein zu haben.
Verstehe mich richtig: All diese Dinge sind nützlich. Das sind auch Aktivitäten, die Christen ausüben, und das ist alles in Ordnung. Aber das ist nicht der Kern, weißt du?
Unsere Gesellschaft sagt manchmal auch, es gehe im Christentum darum, bestimmte Gefühle zu haben oder etwas für wahr zu halten – zum Beispiel an die Existenz Gottes zu glauben. Tut mir leid, das stimmt nicht.
Ganz kurz am Rande: Manchmal denken Leute, im Christentum ginge es darum, zu glauben, dass es Gott gibt. Aber das ist nicht der Fall. Johannes der Täufer und Jesus selbst haben hauptsächlich mit Juden gesprochen, für die von Anfang an klar war, dass es Gott gibt.
Ich habe alle uns vorliegenden Dokumente und Quellen zum historischen Jesus mehrfach gelesen – von vorne bis hinten und rückwärts. Du kannst das selbst genauso machen und wirst sehen: Es gibt keinen Hinweis darauf, dass Jesus jemals systematisch oder überhaupt versucht hätte, seine Zuhörer davon zu überzeugen, dass es Gott gibt. Gibt es nicht.
Auch in allen aufgezeichneten Reden von Jesus, seinen Jüngern und den Predigten der ersten Christen findest du nichts, was darauf hindeutet, dass sie nur überzeugen wollten, dass es Gott gibt. Und sobald das klar war, hätten sie gesagt: „Gut, tschüss, hat sich erledigt.“
Das ist ein großes, modernes Missverständnis und ein Etikettenschwindel, der dem Christentum anhaftet. All das zeigt schon, dass es im Christentum gar nicht darum gehen kann.
Es geht auch nicht darum, sich einer bestimmten Hierarchie zu unterwerfen oder einer bestimmten Institution beizutreten – definitiv nicht. Die Bibel liefert genug Gegenbeispiele dafür.
Und es geht absolut nicht darum, einfach nur ein guter Mensch zu sein. Das verfehlt das Ziel weit, weit.
Nur eine kurze Randnotiz: Ich bin manchmal irritiert, wenn bestimmte Kanzlerkandidaten bestimmter Parteien, die sich selbst als Christen bezeichnen, nach ihrem Glauben gefragt werden und dann so etwas sagen wie: „Ja, bei mir ist das Wichtigste das christliche Menschenbild.“
Zum einen: Wenn überhaupt, dann geht es im Christentum vielleicht um das christliche Gottesbild. Zum anderen: Das christliche Menschenbild? Ich weiß nicht, ob sie überhaupt wissen, was sie damit meinen, wenn sie das sagen. Darauf kommen wir gleich zurück.
Der wahre Kern des Christentums: Jesus und sein Werk
Weißt du, jetzt denkst du vielleicht: Na gut, Markus, worum geht es denn eigentlich sonst? Pass auf, einen sehr guten Hinweis darauf liefert Jesus selbst.
In seinen letzten Worten, vor seinem Tod und seiner Auferstehung, sagt er nämlich auf Griechisch „Tetelestai, Tetelestai“. Auf Englisch kann man es besser übersetzen, da heißt es „It is finished“. Auf Deutsch bedeutet das „Es ist nachhaltig und dauerhaft vollendet“. Das sind Jesu letzte Worte vor seinem Tod: Es ist nachhaltig und dauerhaft vollendet.
Da fragt man sich vielleicht: Schön, aber was denn?
Weißt du, dieser Satz wäre nicht nur sinnlos, sondern komplett falsch, falls es Jesus nur darum gegangen wäre, ein Lehrer von guten Umgangsformen oder von Moral zu sein. Guck dir einfach mal an, wie sich Menschen in den zwanzig Jahrhunderten nach Jesus verhalten haben. Das war eine absolute Vollkatastrophe. Also wenn Jesus irgendwie die Menschen moralisch bessern wollte – boah!
Und dieser Satz wäre auch grenzenlos hohl, wenn es Jesus hauptsächlich darum ging, ein sozialer Revolutionär oder Umweltschützer zu sein, so wie ich das mal in einer Sonntagmorgenpredigt gehört habe. Ich dachte, ich spinne. Wenn Jesus das wollte, dann ist er spektakulär gescheitert.
Aber jetzt kommen diese Worte von Jesus: „Es ist vollbracht“, „Tetelestai“. Diese Worte sind wahr und richtig – und nur dann – wenn Jesus wirklich den Tod besiegen wollte, den Tod besiegen wollte.
Du verstehst jetzt vielleicht, worum es geht. Aber lass mich das mal ganz kurz erklären für die Leute, die neu auf diesem Kanal dabei sind.
Weißt du, das biblische Christentum, wenn es die eine Weltanschauung ist, die die Realität wirklich so beschreibt, wie sie ist, dann heißt das vor allem eines: Du und ich, wir beide – nicht irgendjemand anderes, sondern du und ich, ja, ich, Markus Voss – wir beide haben Gottes Gesetze gebrochen. Das ist das Ding, darum geht es ja.
Die Realität der Schuld und Sünde
Weißt du, das heißt, dass du und ich – wir sind beide schuldig. Ja, wir beide sind Verbrecher, die ihr Urteil noch erwarten.
Jetzt denkt der eine oder andere, der das zuschaut, vielleicht: „Schuldig, schuldig.“ Denkst du das jetzt vielleicht auch? Ja, ja, schuldig, denn genau das ist es, was Jesus unter Schuld versteht.
Jesus meint damit nicht irgendeine abstrakte Schuldmacht oder so etwas, sondern ganz konkrete, einzelne Verbrechen gegen Gottes Gesetze. Das ist das, was Jesus mit Sünde meint. Und ja, schuldig, weil – ganz ehrlich – hältst du dich für einen guten Menschen? Wirklich jetzt? Falls ja, mit welchem Maßstab misst du das denn bitteschön?
Frag dich einfach mal selbst: Mehr als zehntausend oder weniger als zehntausend Mal – wie oft hast du schon in deinem Leben gelogen? Du kannst ja mal gerade überschlagen, oder? Was ist jemand, der Lügen erzählt? Du kennst das vielleicht unter dem Begriff „Lügner“ – und das stimmt auch.
Weißt du, unabhängig vom Wert, darum geht es gar nicht. Denk einfach mal an all die Male, wo du dir schon Dinge angeeignet hast – Gegenstände, Musik, Filme, Dienstleistungen und so viel mehr – ohne dafür zu bezahlen und obwohl sie nicht deine waren. Was ist jemand, der sich Dinge aneignet, die nicht seine sind? Das ist ein Dieb.
Denk einfach mal an all die Male in deinem Leben, an denen du so bitter, enttäuscht und schlichtweg sauer warst, dass du jemandem sonst was an den Hals gewünscht hättest. Weißt du, Jesus sagt, dass es schon wie ein Mord in unserem Herzen ist, wenn wir Zorn, Verachtung und Hass in uns tragen. Und wie nennt man jemanden, der Mord in seinem Herzen trägt? Wie nennt man jemanden, der Mord ausübt? Einen Mörder.
Und besonders die Männer unter uns: Mehr als zehntausend oder weniger als zehntausend Mal – wie häufig hast du schon einen anderen Menschen begierig oder mit sexuellen Gedanken angesehen, mit dem du nicht verheiratet bist? Jesus sagt, dass es schon Ehebruch in unserem Herzen ist, wenn wir in Gedanken jemanden, der nicht unser Ehepartner ist, auch nur begehrlich anschauen.
Denk mal an all die Male in deinem Leben, an denen du schon respektlos gegenüber Gott oder über Gott gesprochen hast. Sätze wie „Oh mein Gott“ oder „Ach Herr je“ – das sind ja nur Abkürzungen, die wir als Kraftausdrücke benutzen. Würdest du jemals so sprechen über deine Schwester? Oder würdest du den Namen deiner Mutter als Kraftausdruck benutzen, als Ersatz für Schimpfwörter? Würdest du das machen?
Nein, das heißt Blasphemie, und das ist für Gott eine sehr ernste Sache. Das ist kein Spaß. Es ist so ernst, dass Gott diese Art von Sprache im Alten Testament sogar unter Todesstrafe stellt.
Wir könnten jetzt noch lange so weitermachen, aber wir lassen es an dieser Stelle mal so stehen. Das sind ja nur fünf der zehn Gebote. Du merkst selbst schon, wie sich da etwas in dir bewegt, oder? Der eine oder andere, der das sieht, merkt vielleicht, dass er irgendwie unruhig wird. Der eine oder andere ist vielleicht frustriert und sagt: „Mensch, so kann man das doch nicht sehen“ und so weiter und so fort. Wie auch immer – du merkst eine emotionale Reaktion. Ja, ich bei mir auch.
Weißt du, was das ist? Das ist dein Gewissen. Und du hast gerade ein schlechtes Gewissen. Vielleicht sagt dein Gewissen dir gerade: „Hey, ich bin’s, wir sollten uns mal wieder unterhalten.“
Ich kann dir sagen, dass ich Dinge getan habe, für die ich mich bis zu meinem letzten Atemzug schämen und die ich bereuen werde. Und vielleicht ist jetzt unter den Hunderten und Tausenden Menschen, die diese Videos auf den verschiedenen Plattformen sehen, wirklich einer dabei, der unschuldig ist. Kann sein.
Aber ich kann dir von mir sagen: Im Licht Gottes geboten weiß ich, was ich bin. Da bin ich ein lügnerischer Dieb, da bin ich ein Mörder, da bin ich ein Ehebrecher im Herzen und ein Blasphemiker. Ich habe alle Gebote gebrochen.
Und bin ich am Tag des Jüngsten Gerichts vor Gott dann unschuldig oder schuldig? Ich weiß, ich bin schuldig. Ich kann darüber diskutieren oder sonst irgendwas, aber wenn ich ganz tief in den Spiegel schaue, kann ich nicht anders.
Heißt das für mich am Tag des Jüngsten Gerichts: Himmel oder Hölle? Das heißt Hölle. Und das weiß ich.
Warum gute Vorsätze nicht ausreichen
Jetzt kannst du natürlich sagen: Ja, das ist meine Vergangenheit, ich mache es jetzt anders. Und das ist auch wichtig, das ist im Christentum ebenfalls wichtig. Aber wir wissen doch beide, dass das das Problem nicht löst, oder?
Denn zum einen stellt sich die Frage, ob du es wirklich schaffst, jetzt alles anders zu machen als je zuvor und niemals wieder eines dieser heiligen Gesetze zu brechen. Zum anderen – und das wissen wir auch beide – ändert das nichts an deiner Vergangenheit.
Stell dir mal vor, du stehst vor Gericht und sagst: Ja, Herr Richter, ich gebe es zu, in dieser Nacht bin ich in zwei Wohnungen eingestiegen und habe die Bewohner ermordet. Aber mir tut es leid, und ich mache es nicht wieder. Was wird jeder Richter der Welt dir antworten? Er wird sagen: Das mag sein, dass es dir leid tut und du es nicht wieder machen willst, aber trotzdem bist du lebenslänglich verurteilt. Verstehst du, was ich meine? So funktioniert das nicht.
Auf vermeintlich gute Taten zu verweisen, hilft absolut gar nichts. Schon vor einem irdischen Gericht kannst du nicht sagen: Ja, ich habe die Oma von nebenan überfallen, aber ich habe mal ehrenamtlich Mathe-Nachhilfe gegeben, also beantrage ich Freispruch. Wie soll das gehen?
Oder: Ja, ich habe Steuern hinterzogen, aber das war letztes Jahr, und danach habe ich für die Welt gespendet, also beantrage ich Freispruch. Verstehst du das? Ein schuldiger Verbrecher, der irgendwann in seinem Leben mal etwas Nettes gemacht hat, ist immer noch ein schuldiger Verbrecher. Und er wird vor Gericht genauso bestraft, weil es um sein Verbrechen geht. Das ist der Punkt.
Vielleicht wird es am Tag des Jüngsten Gerichts auch den einen oder anderen geben, der so eine Masche versucht. So etwas wie: „Ja, Herr Richter, ich weiß, ich bin schuldig, aber ich bin im Kirchgemeinderat und ich singe im Chor, sogar zweistimmig.“ Was hat das denn mit irgendetwas zu tun?
Weißt du, ein schuldiger Verbrecher, der religiös ist oder ehrenamtlich oder musikalisch aktiv ist, bleibt doch immer noch ein schuldiger Verbrecher. Das ändert überhaupt nichts.
Und das ist etwas, was wir wirklich in der Tiefe verstehen müssen: Wir sollten den Versuch aufgeben, uns selbst erlösen zu wollen, denn das wird sowieso nicht funktionieren.
Der Glaube allein reicht nicht aus
Ja, ich bin schuldig, wird der eine oder andere vielleicht sagen. Aber zu meiner Verteidigung möchte ich anführen, dass ich Sie, Herr Richter, für real existierend halte. Also, was hat das mit irgendetwas zu tun?
Mal ganz im Ernst: Ein schuldiger Verbrecher, der an den Richter glaubt, zeigt damit höchstens, dass er nicht geistesgestört ist und in ernsterer Lage begreift, was passiert – allerdings erst, nachdem es sowieso schon zu spät ist.
Wenn du vor Gericht stehst und sagst: „Lieber Herr Richter, ich glaube daran, dass Sie existieren“, stell dir das mal ganz ernst vor Gericht vor. Was hast du dann zu deiner Verteidigung zu sagen? „Na ja, ich will zu meiner Verteidigung anführen, dass ich diesen Gerichtssaal und Sie für real existent halte.“ Hä?
Ja, dann wird der Richter wahrscheinlich so etwas sagen wie: „Sind Sie auf Drogen oder so? Aber sonst geht es Ihnen doch gut? Ja, schafft ihn weg!“ Und wenn schon ein fehlbares menschliches Gericht so etwas sagt, wie soll das erst vor dem heiligen Richter werden, der alles weiß, der alles sieht und selbst Erinnerungen und Gedanken kennt? Der laut Bibel die Gerechtigkeit in Person ist? Wie soll das werden? Verstehst du, was ich meine?
Ich will dir einfach mal diese ganzen Pseudo-Ausreden zeigen, all das, womit wir uns irgendwie Sachen vom Hals schaffen wollen – die Realitäten, in die wir uns selbst hineinmanövriert haben. Ich will das kurz mit dir durchgehen, damit du siehst, wie absurd und hohl das ist, was wir manchmal denken und was die Gesellschaft uns einzureden versucht, worum es im Christentum ginge.
All das ändert nichts an deinem und meinem Problem – und das ist unsere Sünde. Das ist das Problem.
Die Realität von Gericht, Hölle und Hoffnung
Und wenn Jesus Recht hat, dann gibt es das Jüngste Gericht wirklich. Die ewige Verdammnis existiert tatsächlich, und die Hölle ist ein realer, echter Ort.
Wer schon länger auf diesem Kanal dabei ist, weiß das: Jesus spricht über dreißig Mal, über dreißig Mal von Hölle und Verdammnis. Viel, viel mehr als er von Himmel und Vergebung spricht. Das ist also ein echtes, großes, wichtiges Thema für ihn.
Wenn Jesus Recht hat, dann ist es so, dass wir alle – jeder von uns, auch du, auch ich – am Tag des Jüngsten Gerichts dem biblischen Gott gegenübertreten werden. Und dann wird es nur entweder vollständige Gerechtigkeit geben oder vollständige Gnade, nur kompletten Freispruch oder komplette Verurteilung, nichts dazwischen.
Sei dir da ganz klar im Kopf: Es werden Leute verurteilt werden, es werden keineswegs alle Leute freigesprochen werden. Das ist leider eine unbiblische Wunschvorstellung. So nachvollziehbar und verständlich sie auch ist, sie hat nichts mit dem zu tun, was Jesus lehrt. Es tut mir leid, darauf gehen wir hier in zwei Wochen ganz genau ein. Drück gern die Glocke, dann wird dir dieses Video auch angezeigt.
Mal ganz ernsthaft: Leg mal ganz kurz den Bildschirm, das Handy, zur Seite und schau dich ganz kurz um, wo du jetzt gerade bist – vielleicht mit den Augenwinkeln oder so. Der Ort, an dem du jetzt gerade geographisch bist: Vielleicht legst du gerade die Wäsche zusammen, vielleicht kochst du nebenbei, vielleicht bist du gerade auf der Autobahn oder wo auch immer du gerade bist.
Der Ort, an dem du dich jetzt befindest, kann angenehm sein oder nicht. Er kann warm sein, du kannst kalt sein, du kannst in Zeitdruck sein oder entspannt – das ist irrelevant. Wo du wirklich bist, ist in Untersuchungshaft, und du erwartest deine Verurteilung. Das ist, wo du wirklich bist.
Weil du und ich – wir haben mit Gott einen ungerechtfertigten Streit vom Zaun gebrochen und wir liegen mit Gott im Krieg. Und nicht nur, dass wir hoffnungslos in der Unterzahl sind, sondern wir sind sogar noch im Unrecht. Du und ich – wir hatten unsere Chance, und wir haben es einfach versaut. So ist es.
Jetzt können wir nur noch warten, bis der Gerichtsdiener, der Tod, der Gerichtsvollzieher, dich und mich abholt. Gott weiß genau, wann das sein wird. Er weiß genau, wann dein Herz zum letzten Mal schlagen wird. Es gibt ein Datum und eine Uhrzeit dafür. Gottes Kalender ist da schon markiert.
So wird es sein. Dann stehen wir vor dem unfehlbaren Richter, müssen vor ihm erscheinen – der noch mal Gott ist, die Gerechtigkeit in Person. Das vergessen wir manchmal. Gott kann gar nicht – selbst wenn er wollte – über deine und meine Verbrechen hinwegsehen. Er kann sie gar nicht ignorieren, niemals.
Die Strafe wird kommen. Die Strafe für deine und meine Verbrechen ist die Hölle, ewige bewusste Qual. Nichts wird vergessen, nichts wird ignoriert. Du und ich werden auch nicht einfach ausgelöscht oder so – das stimmt auch nicht.
Das Unrecht, das du und ich in die Welt gebracht haben, muss wieder ausgeglichen werden, es muss wieder geradegerückt werden. Und das können du und ich nicht, das können wir beide nicht. Deshalb werden wir am Tag des Jüngsten Gerichts schuldig gesprochen und in einer Weise bestraft, die wir uns nicht vorstellen können. So sollten wir es sehen.
Weißt du, das ist die schlechte Nachricht. Und die müssen wir mal akzeptieren, die dürfen wir auch mal hören. Ja, wir dürfen uns auch mal schlecht fühlen für die Sachen, die wir selbst verbockt haben. Man darf sich auch mal schuldig fühlen, wenn man schuldig ist.
In unserer Gesellschaft verteufeln wir Schuldgefühle, und keiner darf den anderen verurteilen oder sonst irgendwas. Aber was ist, wenn es Grund dafür gibt, dass wir verurteilt werden? Was ist, wenn es Grund dafür gibt, dass wir uns schuldig fühlen, weil wir schuldig sind? Was ist dann?
Das müssen wir einfach mal in unseren Kopf reinbekommen. Lass uns diesen humanistischen Zerspiegel zur Seite legen, mit dem wir uns selbst in die Tasche lügen, dass wir angeblich gute Menschen wären. Das ist Quatsch.
Stattdessen lass uns den Spiegel vorhalten von Gottes ewigen Gesetzen, denn nach denen werden wir ja auch beurteilt. Wir erzählen die Unwahrheit, aber halten uns nicht für Lügner. Wir nehmen Dinge, die nicht unsere sind, aber halten uns nicht für Diebe.
Wir begehren, wo wir es nicht sollten, aber sagen: „Ich bin doch nicht sexuell unmoralisch.“ Wir benutzen Gottes Namen respektlos, aber halten uns nicht für Blasphemiker. Wir verstoßen gegen Gottes Gebote am laufenden Band, aber halten uns nicht für Sünder. Wir stehen schuldig vor Gottes Gericht, aber fürchten sein Urteil nicht.
Also ganz ehrlich: Wer ist denn hier bitteschön der Geisterfahrer? Was ist unser Problem? Das darf mal einsinken.
Darüber haben du und ich in dieser Videoreihe zum Jenseits hier offen und ehrlich gesprochen. Und das bringen wir jetzt zu Ende. Warum? Weil es Hoffnung gibt, eine gute Nachricht. Es gibt jemanden, der bereit ist, deine Strafe zu zahlen und mit dir zu tauschen. Mehr noch: Er hat sie sogar schon bezahlt und ist bereit, dir diese Zahlung anzubieten.
Der Richter ist bereit, diese Zahlung zu akzeptieren, um dem Heiligen Gesetz Genüge zu tun und dich am Ende des Tages freizulassen und freizusprechen. Das ist deine Chance, deine zweite Chance. Ganz ehrlich, das ist auch deine einzige Chance.
Das ist es, was der echte und lebendige Gott möchte. Die Frage ist jetzt: Nimmst du diese Chance an? Wenn ja, stellt sich die Frage, wie. Das will ich jetzt mit dir ganz kurz zum Ende dieses Videos durchgehen, denn dafür sind genau zwei Dinge nötig.
Falls dir das noch niemals jemand detailliert erklärt hat: Das ist wichtig.
Die zwei Voraussetzungen für die Annahme der Erlösung
Erstens: Reue, Reue, Reue. Es geht bei Reue nicht unbedingt darum, dass du jedes einzelne Fitzelchen aus deinem Leben jemandem beichtest, der genauso schuldig ist wie du. Darum geht es gar nicht. Vielmehr geht es um ein grundsätzliches und ehrliches Schuldbewusstsein dafür, dass du dich Gottes Gesetzen widersetzt hast und dass du gegen ihn leben wolltest, statt mit ihm.
Bei aller berechtigten Kritik an Martin Luther hat er hier vollkommen Recht gehabt. Die erste von Luthers fünfundneunzig Thesen lautet: dominos et magister nostra Jesus Christus, dicentur penitentiam agite, etc. om nem vitam fidelium penitentiam esse voluit. Auf Deutsch heißt das: Luthers erste These, wo unser Herr und Meister Jesus Christus sagt, „Tut Buße, kehrt um“, will, dass das ganze Leben der Gläubigen Buße und Umkehr sein soll.
So gut! Auf den Punkt gebracht: Du kannst es auch anders formulieren – Christsein beginnt mit einem schlechten Gewissen. Ich wiederhole es noch einmal: Christsein beginnt mit einem schlechten Gewissen.
Und das Zweite, was du brauchst, ist Vertrauen auf Jesus, die Einsicht, dass du ohne Vergebung durch Jesus verloren bist und dass Jesus deine einzige Chance ist. Nicht irgendwelche Rituale, nicht die Art der Bestattung, nicht die letzte Ölung, auch nicht die Taufe. Taufe allein rettet nicht, da ist Jesus selbst glasklar. Auch nicht die Mitgliedschaft in irgendeiner Institution oder in irgendeinem Verein.
Auch wichtig: Keine religiösen Gefühle. Ja, ich sage es noch einmal: Deine und meine religiösen Gefühle sind völlig unerheblich, zumal unsere Gefühle uns täuschen können. Du könntest Psychopath sein, du könntest Autist sein, du könntest einen schwerwiegenden Gehirnschaden nach einem Unfall haben und niemals irgendwelche normalen oder überhaupt irgendwelche Gefühle haben. Du könntest trotzdem Christ sein. Du musst nichts fühlen, um Christ zu sein – ja, und schon gar nicht deine eigenen Taten. Das ist nicht der Punkt.
Vielmehr ist in diesem zweiten Schritt wichtig, ein vollständiges Vertrauen darauf zu haben, dass Jesus für dich persönlich, für dich, dass er für dich persönlich gestorben und auferstanden ist. Ja, und wenn du der einzige Mensch auf der Welt wärst, dann hätte Jesus sich nur für dich nackt zu Tode foltern lassen. Lass dir das mal auf der Zunge zergehen.
Das und nur das würde ich am Tag des Jüngsten Gerichts retten und freisprechen, nichts anderes. Und darauf gilt es zu vertrauen.
Das sind die beiden Punkte: Reue und nur auf Jesus Vertrauen. Auch nicht zu versuchen, sich selbst zu erlösen oder Ähnliches. Darum geht es.
Dann würde ich sagen: Mach das beides im Gebet mit Gott klar. Das muss klar gemacht sein. Deshalb ist es egal, wie unprofessionell, egal wie gestammelt oder rhetorisch ungeschickt das jetzt werden mag – es ist völlig egal. Geh einfach selbst vor Gott ins Gebet.
Das Gebet als Ausdruck von Reue und Vertrauen
Was heißt Gebet? Das bedeutet, du sprichst einfach mit Gott über diese Dinge. Du kannst das laut machen oder leise, das ist Typensache und vollkommen in Ordnung. Du musst dabei keine bestimmte Handhaltung einnehmen oder sonst etwas beachten.
Es ist auch nicht nötig, Rituale durchzuführen, dich hinzuknien oder unbedingt die Augen zu schließen. Du kannst alles so machen, wie es für dich passt. Das Wichtigste ist, dass es von Herzen kommt. Sprich mit Gott über zwei Dinge: Reue und Jesus. Das ist der Punkt.
Weißt du, weil mich Menschen immer wieder in Nachrichten, Leserbriefen und Ähnlichem gefragt haben, gebe ich dir hier eine Orientierung. Das ist nur ein Formulierungsvorschlag. Was ich, Markus, jetzt beten würde, wäre so etwas wie ein erstes Gebet.
Falls du all das noch nie gehört hast, so etwas noch nie gebetet hast oder dir einfach nicht sicher bist und das mit deinem Schöpfer klären möchtest, dann lade ich dich ein, dieses Gebet mitzusprechen. Es ist schön. Du musst nicht die Hände falten oder die Augen schließen, auch wenn das vielen hilft, sich zu konzentrieren. Das Einzige, was zählt, ist, dass es ehrlich ist.
Nach diesem Gebet wird nicht der Himmel über dir aufgehen. Du wirst keine Vision haben, keine Stimmen hören, nicht in Zungen sprechen oder Leute heilen. Sehr wahrscheinlich wirst du dich auch nicht sofort anders fühlen. Aber das ist okay, denn Wahrheit hängt nicht von deinen Gefühlen ab.
Deine Stimmungsschwankungen bestimmen nicht die Realität. Es geht darum, dass dir vergeben wird. Das ist kein Gefühl, sondern Realität.
Deshalb höre dir dieses Gebet jetzt einmal an, damit du weißt, worum es geht. Danach spule einfach kurz zurück in diesem Video. Ich lade dich ein, nach jedem Satz dieses Videos kurz zu pausieren und in der Tiefe, ernst gemeint und an Gott gerichtet, nachzusprechen.
Ich fange einfach mal an.
Beispielgebet zur Annahme der Vergebung
Ich würde heute etwa Folgendes sagen:
Gott, bitte vergib mir, dass ich deine Gesetze übertreten habe. Ich begreife langsam, dass ich ein Verbrecher bin und die Hölle verdiene. Das tut mir leid. Ich verstehe auch allmählich, dass du nicht willst, dass ich sterbe, sondern dass ich mir das selbst eingebrockt habe.
Ich danke dir, Jesus, dass du für mich eingetreten bist, dass du an meiner Stelle gelitten hast, wo ich hätte leiden müssen, und dass du für mich gestorben bist. Du bist wieder auferstanden, damit mir vergeben werden kann und ich freigesprochen werde.
Ich danke dir und nehme diese Vergebung jetzt für mich an. Ich vertraue darauf, dass ich nur durch deine Vergebung am Tag des Jüngsten Gerichts freigesprochen werden kann.
Ich will mich jetzt von meinem verbrecherischen Leben abwenden und möchte, dass du, Jesus, der Chef über mein Leben bist. Ich werde deine Worte täglich lesen und dem gehorchen, was ich lese. Bitte schenk mir Kontakt und Umgang mit anderen Christen, die das auch tun. Danke für alles.
In dem Moment, in dem du das getan hast, wird Gott all deine Verbrechen für immer vergeben. Er wird deine Strafe für immer aussetzen, und du wirst vom Tod zum Leben übergehen, indem du jetzt schon freigesprochen bist.
Wir Christen sind nicht besser – uns ist nur vergeben. In Jesaja 49, einem prophetischen Buch der Bibel, das von Gottes Wesen und Charakter handelt, heißt es, dass Gott deinen Namen unauslöschlich in seine Handflächen geschrieben hat.
Ich bin geneigt zu glauben, dass das die Nägelmale sind, die Jesus selbst nach seiner Auferstehung für dich getragen hat. Und das ändert alles, weil es dich ändert. Ganz schön heftig, oder?
