Generierte Mitschrift
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Eröffnung und gemeinsamer Einstieg
In einem Psalm heißt es: „Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten.“ Das heißt: Denen kann man gratulieren, die haben es gefunden. Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten und von Herzen dir nachwandeln.
Ich hoffe, dass Sie das entdecken und finden. So heißen Sie. Wir kommen zu unserem Gottesdienst. Wir wollen miteinander von dem Lied singen: „Gott ist für mich so träte“; singen wir 351 die ersten drei Verse und dann die beiden letzten, zwölf und dreizehn.
Lasst uns beten: Du starker und großer Gott und Herr, unser lieber himmlischer Vater, du kennst unsere Ängste, unser Verzagtsein und auch unsere Mutlosigkeit. Vielen Dank, dass wir heute auch mit all dem vor dich treten dürfen. Du willst für uns sein, du willst uns aufrichten, du willst uns neue Kraft geben, du willst uns senden und beauftragen. Herr, es ist uns so leid, wenn zwischen dir und uns so viel an Schutt liegt, an Sünde, an Verkehrtem. Und da bitten wir dich um dein Vergeben, um dein Heilen, um dein Zurechtbringen. Vergib uns unsere Schuld und bring uns ganz neu in deine Gemeinschaft, dass wir unerschrocken, mutig und fröhlich werden und dass du in unserem Leben große Dinge wirken kannst. Wir möchten dein Wort hören, wir möchten dir begegnen, auch jetzt in diesem Gottesdienst, und wir wollen dir in der Stille sagen, alles, was uns bedrängt. Bei dir, Herr, ist kein Ding unmöglich. Danke. Amen!
Jeremia 33. In den Bibeln, ihren Reihen, ist es Seite 755 im Alten Testament. Jeremia 33. Dieser Prophet hat ja das Gericht Gottes verkündigen müssen, und da fiel es ihm so schwer, daran gelitten. Es hat ihn körperlich zerbrochen. Aber dieser Jeremia darf auch die herrlichsten Zukunftsweisagungen verkünden: Kapitel 31, die Sammlung Israels im Land der Väter, der neue Bund, das Gesetz Gottes ins Herz geschrieben, und dazu gehört auch der Wiederaufbau Jerusalems ab Vers 2.
Jeremia 33,2:
So spricht der Herr, der alles macht, schafft und ausrichtet. Herr ist sein Name. Rufe mich an, so will ich dir antworten und will dir kundtun große und unfassbare Dinge, von denen du nichts weißt.
Denn so spricht der Herr, der Gott Israels, von den Häusern dieser Stadt und von den Häusern der Könige Judas, die abgebrochen wurden, um Bollwerke zu machen, zur Abwehr im Kampf gegen die Chaldäer, und um sie zu füllen mit den Leichnamen der Menschen, die ich in meinem Zorn und Grimm erschlagen habe, als ich mein Angesicht vor dieser Stadt verbarg, um all ihrer Bosheit willen: Siehe, ich will sie heilen und gesund machen und will ihnen dauernden Frieden gewähren. Denn ich will das Geschick Judas und das Geschick Israels wenden und will sie bauen wie am Anfang. Und will sie reinigen von aller Missetat, womit sie wider mich gesündigt haben, und will ihnen vergeben alle Missetaten, womit sie wider mich gesündigt und gefrevelt haben. Und das soll mein Ruhm und meine Wonne, mein Preis und meine Ehre sein unter allen Völkern auf Erden, wenn sie all das Gute hören, das ich Jerusalem tue. Und die Völker auf Erden, die sind gemeint, die werden sich verwundern und entsetzen über all das Gute und über all das Heil, das ich der Stadt geben will.
Und jetzt singen wir miteinander 361: „Befiehl du deine Wege“. Sie machen ja immer so schöne Dinge mit, deshalb wollen wir mit Ihnen heute auch das machen, dass wir es nach einer anderen Melodie singen, und zwar nach der Melodie des Bruders von Joseph Haydn, dem Michael Haydn. Ich habe vorhin noch einmal nachgeschlagen, da heißt es in einem kirchenmusikalischen Buch: Solche Melodien darf man nicht in der Kirche singen, die entsprechen nicht dem getragenen Choral. Er war nämlich Konzertmeister und Domorganist in Salzburg, der Michael Haydn. Aber Sie wissen, dass er schöne Melodien gemacht hat, darunter auch die Melodie „Die Sach ist dein, Herr Jesu Christ“. Und wir singen es nach der bekannten Melodie, die sicher viele von Ihnen kennen, von Michael Haydn. Wir singen den Vers 1 von „Befiehl du deine Wege“ und dann von Vers 4 bis Vers 7.
Als Predigttext habe ich heute den Psalm 46. Wir werden immer mal wieder Psalmen lesen. Über diesen Psalm haben wir noch nie gepredigt. Jetzt lesen wir ihn miteinander. Der ist bei Ihnen im Gesamtbuch Nr. 725.
Wir sprechen miteinander:
Gott ist unsere Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben. Darum fürchten wir uns nicht, wenngleich die Welt unterginge und die Berge mitten ins Meer sänken, wenngleich das Meer wütete und wallte und von seinem Ungestüm die Berge einfielen. Dennoch soll die Stadt Gottes fein lustig bleiben mit ihrem Grünlein, da die heiligen Wohnungen des Höchsten sind. Gott ist bei ihr drinnen, darum wird sie festbleiben. Gott hilft ihr früh am Morgen. Die Heiden müssen verzagen und die Königreiche fallen. Das Erdreich muss vergehen, wenn er sich hören lässt. Der Herr Zebaoth ist mit uns, der Gott Jakobs ist unser Schutz.
Kommt her und schaut die Werke des Herrn, der auf Erden solch ein Zerstören anrichtet, der den Kriegen steuert in aller Welt, der Bogen zerbricht, Spieße zerschlägt und Wagen mit Feuer verbrennt. Seid stille und erkennt, dass ich Gott bin. Ich will der Höchste sein unter den Heiden, der Höchste auf Erden. Der Herr Zebaoth ist mit uns, der Gott Jakobs ist unser Schutz.
Um die Angst geht es heute. Die Angst packt jeden. Es kann so sein, dass Sie manche Jahre haben, wo Sie unbekümmert und sehr gleichgültig dahinleben, und dann plötzlich kommen Sie in die Enge. Sie erzählen allen ganz aufgeregt: Ich weiß gar nicht, ich habe gar nicht gedacht, und jetzt plötzlich ein solcher Krankheitsbefund, plötzlich so etwas in meinem Leben, ich habe so etwas überhaupt noch nie gehabt.
Sie müssen wissen: Angst, das haben schon die Kinder von den ersten Stunden ihres Lebens an. Was haben Sie als Kleinkind für Ängste gehabt vor dem Alleinsein, davor, dass die Eltern weggehen und Sie zurücklassen? Wie wird die Angst einmal sein, wenn Sie bewusst und wach Ihrem Sterben entgegensehen? Ängste, und dann dazwischen im Leben. Jetzt können wir all das aufzählen, was Sie bedrängt: die Angst vor morgen, die Angst um das berufliche Weiterkommen, um die Arbeit, um wirtschaftliche Sorgen, um Gesundheit, um Menschen, die einem anvertraut sind, um andere, um die man sich kümmert.
Es ist ganz arg schön, wenn Sie Menschen um sich haben, wenn Sie eingebettet sind in eine Gemeinschaft lieber Menschen. Was ist schon eine Familie, was sind gute Freunde, wenn einer Ihnen anruft und sagt: Ich denke morgen an dich, wenn du beim Arzt bist, bete für dich. Ganz wunderbar. Nehmen Sie es auch, wenn wir sagen, wir grüßen einander, dass Sie Menschen kennenlernen, denen Sie Nöte anvertrauen können. Ängste, das Allergrößte ist: wenn Sie nicht Menschen haben in Ihrer Angst, sondern wenn Sie den ewigen, großen, mächtigen, heiligen Gott haben und sagen: Der ist mein Freund, der steht für mich ein.
Ich weiß und glaube es ganz fest: Nicht die Krankheit tobt sich an mir aus, nicht die Menschen kegeln mit mir, sondern Gott macht seine Geschichte mit mir, und alles, was passiert, ist von Gott zugelassen. Und kommt aus seiner Liebe auch das Schwere, auch das Unbequeme, auch das Unangenehme, auch das, was mir nicht passt.
Ein Freund von mir, der gerne und viel predigt, hat das so anschaulich immer erzählen können, von der Liebe und Barmherzigkeit Gottes. Aber dann, als seine Frau schwer krank lag und er nicht wusste, ob die Ärzte wirklich wissen, was los ist, da erzählt er, wie er im Wartezimmer in seiner Bibel gelesen hat und dann an das Psalmwort kam: Wie kostbar ist deine Güte, Gott, dass Menschenkinder, stehen im Hebräischen eigentlich Erdklumpen, Staub und Asche, dass wir Todeskandidaten unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben. Und er hat gesagt: Mir war es wie, wenn ich es ganz neu entdecken würde. Das ist das, was Angst aufheben kann. Das ist das, was mich froh macht. Ich habe es gepredigt und doch wieder für mich selber gar nicht kapiert, was das heißt: Ich kann mich bergen im lebendigen Gott. Gott ist für mich. Wer will denn jetzt noch gegen mich sein?
Möchte ich Sie fragen: Haben Sie diese Freude, haben Sie diesen Frieden angesichts Ihrer Ängste? Sind Sie gewiss? Sie müssen gewiss sein, sonst hat es keinen Wert. Kein Lotteriespiel, russisches Roulette oder so. Sie müssen wissen: Ist das so oder ist das nicht so?
In einem Hauskreis war eine ganze Reihe dabei, die waren erst kürzlich zum Glauben gekommen. Da haben sie sich den Kopf zerbrochen, wie kann man eigentlich das Evangelium geschickelt sagen für Leute, die so nicht die fromme Sprache kennen. Sie haben gesagt, wie kann man das Evangelium eigentlich ganz knapp übersetzen, wenn man das anderen weitersagen muss. Da sagt einer: Gottes Reich ist unter uns. Sagt ein anderer: Nein, er ist viel zu fromm. Sagt ein anderer: Jesus Christus, das ist evangelisch richtig, aber versteht ja keiner so. Und dann sagt eine Frau, die erst vor kurzem zum Glauben gekommen war: Gott ist für mich, das ist’s.
Hat sie begriffen, das hat sie angezogen: Gott setzt sich für mich ein, auch mein Kleinkram. Auch mein Schmutz in meinem Leben, auch das, was ich falsch gemacht habe, ist Gott wichtig. Gott will mich heilen, zurechtbringen, er kümmert sich um mich. Ich kann mutig vorwärtsgehen, ich bin immer nicht allein, auch wenn ich keinen Menschen habe. Gott ist für mich, der ewige, große, heilige, mächtige Gott. So wie ich mich erkenne mit all meinen Fehlern und mit meinen Mängeln, Gott ist für mich. Wunderbar, wenn Sie so zum Glauben kommen und das fassen können: Gott ist für mich.
Aber ein Leben lang buchstabiert man da immer herum, man hat es eben, dass man es begreift. Man muss sich einmal klar machen: Wie will ich überhaupt anders leben können, wie will ich anders meinen Weg gehen, wie will ich anders meine Sicherheit kriegen, wie will ich Selbstvertrauen, wie will ich das schaffen können angesichts dessen, was in meinem Leben alles noch passieren wird, wie will ich damit fertig werden, ohne diesen großen Zuspruch, ohne diese Ermutigung?
Es wird uns ja manchmal so bewusst, dass unser Leben so ein Leichtgewicht ist wie Laub im Wind. Irgendwo im Windstoß, jetzt in diesen Frühjahrswind, bläst es irgendwo ganz anders hin. Welche Mächte treiben mich, oder sind das Schicksalsmächte und selbst Zufälle, was ist überhaupt los, sind böse Menschen, die mit mir spielen, oder was ist denn? Wenn Sie das wissen: Gott ist für mich, haben Sie alles. Dann haben Sie eine klare Wegweisung, Sie haben Freude, Sie haben Geborgenheit, Sie haben Sicherheit.
Deshalb möchte ich jetzt zuerst davon sprechen: Gott ist unsere Zuversicht und Stärke. Wann entdeckt man denn das? Das entdecken Sie erst in Stunden der größten Verzweiflung. Ich muss das ein bisschen erklären, weil natürlich manche immer wieder meinen und sagen: Du nimmst den Zweifel nicht ernst, du sprichst so wenig über die Probleme des Zweifels. Hier in unserer Kirche treffen sich Leute, die alle in großen Existenzzweifeln sind. Deshalb reden wir nicht über diese und jene Gedankenprobleme. Es ist für uns viel radikaler: Wer löst mich im Tode? Wie kann ich mich überhaupt auf Gott berufen? Wer bin ich denn überhaupt? Wie kann ich überhaupt meinen, in meinem Leben sei überhaupt etwas Besonderes drin? Ich bin doch nicht besser als andere und nicht klüger und nicht frömmer.
Und das Einzige, was man in der Krise seines Lebens entdeckt, und die Angst, die deutet ja so eine Krise an, wenn man plötzlich seine Schwäche, seine Ohnmacht, sein Versagen, seine Schuld erkennt und merkt: Ich kann mich nicht mehr selber befreien, ich bin zu schwach. Ich frage mich ja, ob viele Menschen das nicht dauernd überspielen. Jeder spürt seine tiefste Existenzkrise, und in dieser großen Not müssen sie die Stimme des guten Hirten hören, der sie sucht, der sie lieb hat und der für sie da ist.
Also nochmals: Die Krisen gehören für Glaubende ganz fest dazu. Und es ist auch immer so, dass Gott das im Christenleben natürlich genauso geschehen lässt, dass Sie nicht überrascht sind: Warum passiert mir das jetzt, warum bin ich jetzt in diese Not geführt, warum ist jetzt gerade das passiert bei mir? Ich habe gemeint, Gott räume mir alle Steine aus dem Weg. Nein, wir brauchen die Krisen in unserem Leben. So heißt es mal bei der Wüstenwanderung des Volkes Israel: Gott will wissen, was in deinem Herzen drin ist. Auf was baust du dein Vertrauen auf?
Das Einzige, was Sie durch die Krise durchstreckt, ist: Gott ist meine Zuversicht, Gott ist meine Stärke. Also wenn man selber gar nicht mehr fertig wird mit seiner Krise, wenn man selber mit seiner Ohnmacht, mit seiner Schwäche, mit seinem Versagen nicht mehr fertig wird, von außen müsste Hilfe kommen. Manche erwarten irgendwelche spektakulären Ereignisse, muss irgendwas Besonderes passieren, ich weiß nicht, auf was Sie warten.
Ich habe Ihnen neulich erzählt, wie Martin Luther dieses Lied gedichtet hat, in einem der wohl schwierigsten Jahre von seinem ganzen Leben, in der größten Todesnot und Angst: „Ein feste Burg ist unser Gott“. Glaubende Menschen gehen durch große Existenznöte, und sie erkennen das erst richtig klar, wenn sie einmal abwägen müssen: Was ist das, was ich kann, und worauf setze ich mein Vertrauen, worauf baue ich? Von außen müsste Hilfe kommen, wer kann mir jetzt noch helfen? Meine Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.
Woher weiß ich das? Aus seinem Wort. Weil er es mir sagt. Ich kann mir das nicht einbilden, nicht ausdenken. Das Evangelium ist das, was meinen Glauben begründet. Da ruft mir der Herr das zu, und in diesem Psalm so wunderbar: Gott ist unsere Zuversicht und unsere Stärke. Woher weiß ich denn das? Weil er ein barmherziger Vater ist, mehr als alle irdischen Väter, weil er in Jesus noch einmal die Arme so weit ausgebreitet hat: Kommt her zu mir. Ich darf jetzt zu ihm kommen, mit meiner Angst, mit meinen Sorgen, mit meiner Not. Die Arme weit ausgebreitet: Komm her zu mir, komm zu mir, ich will dich erquicken.
Und in der Tiefe unserer Existenznot empfinden wir unser Versagen und unsere Schuld so schlimm, dass wir gar keinen Mut mehr haben: Darf ich überhaupt kommen? Und dann ist das so wichtig: Wenn eure Sünde gleich blutrot wäre, soll sie schneeweiß werden. Komm doch, ich will dein Herr sein!
Dieser Kanzler hat oft, der unvergessene Evangelist Afrikas Festo Kivengere, gepredigt hier. Und er hat ein Bild gebraucht, das ist für mich immer das schönste: Meine kleine, schwache, zitternde Hand ruht in der starken, mächtigen Hand Jesu. Meine kleine, schwache, zitternde Hand ruht in der starken, mächtigen Hand Jesu, der hält mich. Das ist im Evangelium drin geschrieben, das ist am Kreuz noch einmal festgemacht, durch eine Tat Jesu, unumstößlich.
Wieder meine Frage: Ruht Ihr Leben so in der Hand Jesu? Fest? Haben Sie Ihr Leben Jesus gegeben? Herr Jesus, es geht mir nicht mehr um meine Berufsplanung und nicht mehr um meine Wünsche, es geht mir nur noch darum, dass ich dein sein will, dass alles, was geschieht, durch deine Kontrolle und durch deine Zulassung durchgeht.
Das ist so schön, dass hier steht: Gott ist unsere Zuversicht. Gott ist unsere Stärke. Wir sind schwach, wir versagen, aber ich rechne in den Stunden, wo ich gefordert bin, mit dieser Stärke Jesu, der diese Stärke in Schwachen ganz besonders kräftig wirken lässt. In meiner Schwachheit will er erst zur Vollendung kommen. Herr, du musst meine Stärke sein, und das macht mutig. Das macht mutig: Gott ist unsere Zuversicht und Stärke.
1975, damals war Festo Kivengere dabei, hatten wir im Neckarstadion den großen Gemeindetag unter diesem Thema: Gott ist unsere Zuversicht und Stärke, Christenglaube. Wir wollen uns fest in diese Hand Gottes fallen lassen. Zuversicht heißt: Ich habe wieder Perspektive, ich habe Zukunft, aber nur mit Gott. Ich will mir das von ihm zeigen lassen, ich bin gespannt, wie das weitergeht, ich weiß auch noch nicht. In einer ausweglosen Lage, aber ich weiß: Er ist da, er hält mich, er lässt mich nicht fallen, und keine finstere Macht kann etwas mit mir tun.
War so schön in diesem Lied gerade von „Befiehl du deine Wege“ und auch von „Gott ist für mich so träte“, wie das besungen wird. Jetzt kann kommen, wer will, mich kann niemand mehr antasten, weil Gott mich trägt. Wissen Sie das? Verstehen Sie nie, wie Christen sagen, es sei ihnen noch unsicher. Sie müssen sich jetzt einmal entscheiden, ob Sie mit Gott Ja machen, sagen: Herr, ich schlage ein in deine Hand, ich will nicht länger meine Hände in der Hosentasche drin lassen, ich will in den Bund einschlagen und dir gehorchen. Dann geht es ja weiter.
Darum fürchten wir uns nicht. Natürlich fürchten wir uns, aber wir fürchten uns nicht mehr, weil wir in der Angst unser ganzes Vertrauen auf den lebendigen Gott setzen. Darum fürchten wir uns nicht. Und dann geht es so unglaublich weiter, man kann das ja kaum lesen: Wenn gleich die Welt unterginge. Da stellen Sie sich mal vor, wenn die Welt untergeht, ist da alles aus? Macht doch nichts, bin doch in den Händen Gottes geborgen. Was soll denn jetzt noch passieren können? Wenn gleich die Welt unterginge, wenn die Berge mitten ins Meer sind, wenn es Sintflut gäbe, macht doch nichts. Ich bin bei Jesus geborgen in Zeit und Ewigkeit. Wissen Sie das fest?
Wir haben ja immer ein Problem, ich vielleicht noch mehr als Sie: Wie macht man das, dass die Nerven ruhig gestellt werden? Der Leiter der Klinik Hohemark, der Doktor Lechler, vor vielen Jahrzehnten, der hat so schöne Schriften herausgegeben: Leg deine Nerven in Gottes Hand. Ja, das weiß ich, aber das ist so praktisch so schwierig. Leg deine Nerven in Gottes Hand.
Sie müssen bloß aufpassen: Das gibt es ja auch bei Glaubenden, dass man noch zittert. Das hängt von unserer Konstitution ab, und doch hat man es gewiss im Glauben gefasst. Das Wunderbare ist: Je mehr man sich auch mit anderen immer wieder im Gebet rühmend und dankend vorsingt, auch mit den herrlichen Liedern, umso wunderbarer wird es, dass der Friede Gottes plötzlich auch über unsere angeschlagenen und schwachen Nerven sich ausbreitet.
Es gibt viele Beispiele. Wir haben es vor Jahren erlebt, als zwei unserer Krankenschwestern dort oben im Norden Kenias in so einen schrecklichen Feuerüberfall kamen. 40 Schüsse haben eingeschlagen, achtstündiges Beschießen ihres Hauses, und sie lagen auf dem Boden und sagten später, in welcher Ruhe und Geborgenheit. Das waren doch junge Frauen. Das kann der Herr schenken, darum darf man beten. Herr, lass deinen Geist so wirken in mir, dass ich den Frieden Gottes schmecke und fühle, heißt es in einem Lied.
Oder ganz bekannt ist ja der Widerstandskämpfer Helmut James Graf von Moltke aus Kreisau, der in seinem Abschiedsbrief an seine Frau schreibt: Ich habe mir das nie vorstellen können, wenn man denkt, jetzt hat man nur noch 24 Stunden zu leben vor der Hinrichtung. Ich habe einen Frieden, wie ich ihn in meinem ganzen Leben noch nie empfunden habe. Und gestern, als das Urteil verkündet wurde, schreibt er da, da hätten alle Wände wackeln können und der Saal hätte toben können, wie der Vorsitzende des Volksgerichtshofs Freisler brüllte. Ich habe erlebt, schreibt er an seine Frau: Fürchte dich nicht, ich habe dich erlöst, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein.
So grüßt es Sie Gottes, wenn er Ihnen das schenken kann. Glauben können Sie es auch, wenn Ihre Nerven noch zittern, aber wunderbares Schenken Gottes, wenn Sie ruhig werden. Nicht wenn Sie gesund werden, das kann Gott auch tun, aber wenn Gott Ihnen den Frieden gibt und wenn Sie sagen können: Ja, Vater, dein Wille geschehe, und es wird alles gut. Sie dürfen Ihr ganzes Leben mit allen Bedrängnissen, mit allen Sorgen einfach so in die Hand Gottes legen. Gott ist unsere Zuversicht und Stärke, oder Rettung des Schutzes. Und die schönsten Erfahrungen machen Sie da gerade in den Kämpfen, in den Nöten Ihres Lebens. Da müssen Sie nachher auf dem Heimweg einander noch viel erzählen, was Sie allein in den letzten Tagen da mit Gott erlebt haben, dass der Mund voll rühmt, größer als wir je ahnen könnten, was Gott Gutes tut an uns.
Unerwartet, näher als der beste Freund, näher als der liebste Mensch will Gott Ihnen sein und Ihnen Schutz und Bergung werden. Jetzt das Nächste: Er will mitten unter uns wohnen, er will mitten unter uns wohnen. Da steht er da, da soll die Stadt Gottes fein lustig bleiben. Wundert man sich über das Wort? Ja, die Freude vor Gott, die gehört mit zum Glauben. Die Freude gehört mit dazu.
„Gott ist bei ihr drinnen, darum wird sie festbleiben.“ Ja, wann wurde denn der Psalm wohl gebetet? Also wahrscheinlich wurde er gebetet und gedichtet von den königlichen Sängern, der Rotte, wie heißt dort oben der Söhne Korach, bei einer dieser schweren Belagerungen, also zum Beispiel wie der Sanherib von Assyrien um Jerusalem, wie Jesaja 36 beschrieben, 2. Könige 18. Es war ein Riesenheer. Die kamen aus dem Gebiet, das heute Irak ist, zwei Stromländer, hatten riesige Städte, und das glitzerkleine Jerusalem war ja von ihnen im Grund kein Hindernis für diese Armee. Und der General Rabschake höhnt mit seiner Soldatensprache, ist nicht zitierungsfähig hier, auch wenn es in der Bibel drin steht, was er den Soldaten da oben zuruft. Leider Spottworte: Was wollt ihr da oben? Nein, ich sage: Lasst euch doch nicht auf Gott vertrösten. Was soll denn das? Ihr seid doch aussichtslos da oben verloren! Kommt runter, wenn er euch ergäbe, dann geht es euch nur einigermassen gnädig!
Und zum Schluss schickt er einen Schmähbrief, und dann wissen Sie, was der König Hiskia macht? Er nimmt den Brief und geht in den Tempel und faltet ihn einfach aus und legt ihn vor Gott hin. Sag: Jetzt bist du dran, es geht mich nicht zu bergen, ich kann das nicht mehr meistern. Herr, das musst du machen, das ist jetzt deine Geschichte. So betet Hiskia. Und das Niederknien ist doch manchmal auch ein schönes Symbol: Herr, was bin ich vor dir? Eine kleine Sache. Und dann hat Gott gehandelt, und die Feinde sind abgezogen, ohne dass ein Schuss gefallen ist. Das kann Gott tun in seiner Macht.
Da war eine Verheißung über Jerusalem, dass Gott dort wohnen will. Nun haben wir ja keine Tempel mehr, und unsere Kirchen sind etwas anderes als der alttestamentliche Tempel. Aber Sie haben doch die Zusage: Ich bin bei euch alle Tage bis an der Weltende. Jetzt können Sie doch eigentlich so sicher auftreten wie der Hiskia: Herr, was da in unserer Familie abläuft, das geht doch dich an. Wir haben doch das alles einmal vor dir begonnen, und du solltest doch in der Mitte sein, das ist deine Sache. Darum wird sie festbleiben, Gott ist bei ihr drinnen.
Sie wissen das: Beim Militär, im Ersten und im Zweiten Weltkrieg, oder ich weiß nicht mehr, ob es im Zweiten oder Ersten noch „Gott mit uns“ vorne draufstand. Da haben wir ja mit Recht gefragt: Kann man das einfach so identifizieren, dass eine Armee darauf schreibt „Gott mit uns“? So schlecht war man das mal kritisch hinterfragt. Prüfen Sie sich: Können Sie über den Dingen, die Sie von Gott erbitten, sagen: Gott mit uns, Herr, du sollst in meinem Leben der Chef sein, und ich möchte jetzt alles mit dir erleben? Das bringt ja noch einmal eine Korrektur. In dieser letzten Existenzkrise prüft man sich.
Johannes Seitz war ein Schwabe, ein Praktiker, der einer schwärmerischen Gruppe aufgesessen war, der damals nach Palästina gezogen ist und tief enttäuscht zurückkam. Als er merkt, dass das, was er erhofft hat, dort nicht stattfand, aber den hat später Gott gebraucht. Er hat den Württembergischen Brüderbund zum Beispiel gegründet oder hat dieses Preußisch Spanau gegründet, was heute die Bibelschule Unterweissach ist, und dieser Johannes Seitz hat auch die Karmelmission entscheidend geprägt.
Und das ist immer ganz schön, wenn man sich die Geschichte noch einmal klar macht, wie das so ist. Er war damals mit diesem Konsul Kesslach im Heiligen Land in Palästina, und sie haben sich überlegt, am Karmel ein Missionshaus zu bauen, um eine Schriftenmission für die Araber zu machen, aber alle Hindernisse waren dagegen. Die Karmeliter-Mönche wollten das verhindern, dort am Karmel. Und dann waren die ganzen arabischen, damals türkischen Dienststellen dagegen, und sie haben lang prozessiert und haben alle Prozesse verloren, unheimlich viel Geld eingesetzt, und zum Schluss war das letzte Urteil in Damaskus gesprochen: Es wird nicht dazu kommen, sie dürfen die Straße nicht bauen.
Sie hatten zuerst die Rechtstitel in der Hand, dann sind die Araber mit Gewehren gekommen, haben sie vertrieben, und später hatten sie nicht einmal mehr die Rechtstitel in der Hand. Dann haben sie gesagt: Jetzt können wir bloß noch beten. Manchmal kommt es ja bei uns so: Jetzt können wir nur noch. Was heißt denn das? Und Johannes Seitz, das war so ein Praktiker, man kann Theologe, war ein Praktiker, ein Christ, der hat gesagt: Wenn wir beten, müssen wir uns zuerst prüfen, ob unser Leben ganz mit Gott im Einklang ist, ob nicht irgendwo Ecken drin sind, die wir vor Gott verstecken. Er sagt, das war eine ganz gesegnete Zeit, wir haben uns geprüft, wir haben im Leben manches in Ordnung gebracht, auch in der Bruderschaft, und dann ist passiert, dass ein Dragoman, das ist ein Dolmetscher von der Botschaft in Istanbul, der deutschen Botschaft, davon erfahren hat und bei einer Fahrt dem deutschen Botschafter erzählte, was am Karmel lief, und der Botschafter hat es Bismarck geschrieben und 14 Tage später waren zwei Vertreter der Hohen Pforte, wie man das einmal sagte, da und haben sofort veranlasst, dass die Straße und das Missionshaus am Karmel gebaut werden können.
Weiß ich, ob es immer so läuft. Aber ich kann von Gott nichts erbitten, wenn ich nicht mit Gott im Einklang bin, wenn Gott mit uns nicht wirklich über unserem Leben steht, wenn er sich nicht deckt mit allem, was wir wollen. Gott ist bei ihr drinnen, darum wird sie festbleiben.
Und noch ein Letztes: Weiche nicht, feige zurück! Wir haben jetzt viel vom Trost, von der Ermutigung gesprochen, mir genügt das noch nicht. Gott sendet sie jetzt ja. Jetzt kommen die Aufgaben heute Mittag, morgen, in den nächsten Wochen. Gott will uns zum Dienst haben, wir sollen doch was arbeiten für ihn. Gott will doch große Dinge in der Welt tun, er will sie doch nicht den dunklen Mächten überlassen. Jeder von ihnen ist ein Beauftragter Gottes, und wir haben so oft Angst und sagen: Was kann ich denn schon wirken? Ja, Sie können nicht viel wirken. Aber wenn Gott mit Ihnen ist, wenn Gott Ihre Zuversicht und Stärke ist, Sie dürfen in den nächsten Tagen manch einen zu Jesus führen, vom Unglauben zum Glauben. Sie dürfen Frieden stiften, Liebe üben, da wo der Teufel gerade noch seinen Sieg gefeiert hat, dürfen Sie, weil Gott Ihre Zuversicht und Stärke ist.
Es muss uns richtig bewusst werden: Gott gibt uns den ganzen Trost, damit wir tätig werden für ihn. Und wie das da steht: Schau doch die Werke des Herrn an, was Gott alles tut. Da heißt es so schön: Der Bogen zerbricht, Spieße zerschlägt, Wagen mit Feuer verbrennt. Was soll uns denn noch entgegenstehen können, was ist denn wichtig? Seid stille und erkennt, dass ich Gott bin. Seid stille und harrt und guckt auf ihn, den Herrn, wie er zu dir redet.
Und dann steht da: Der Herr Zebaoth ist mit uns. Ja, das macht uns mutig. Der Gott Jakobs ist unser Schutz. Ich habe mir überlegt, warum da drin steht der Gott Jakobs, warum steht nicht da der Gott Abrahams? Auch weil der Jakob ja so ein Schwächling war. Und einer, der so lange trickreich probiert hat, und Gott in seiner Güte hat gerade den Jakob benutzt. Dieser Gott, der beim Jakob schon so überwältigend war und so lange hat seine Barmherzigkeit mit ihm laufen lassen können, der wird auch bei dir weiter sein. Der Gott Jakobs ist mit uns!
Harren und Stillsein! In dem schönen Andachtsbuch von Oswald Chambers steht ein Bild drin, das hat mich ganz arg angesprochen. Er sagt: Bei einem Bogen muss man die Schnur ganz stark spannen, damit der Pfeil richtig Wucht kriegt. Und Gott macht das im Leben der Gläubigen oft so. Chambers hat ja so tiefe Erkenntnisse, dass er so lange den Bogen spannt, und das ist das Stillsein, was so schwierig ist. Seid still und erkennt, dass ich Gott bin. Und wir ertragen das oft gar nimmer in der Angst, in dem Druck der Verhältnisse, und dann kann Gott seinen Pfeil schießen. Hoffentlich trifft der Pfeil ins Ziel und kann Gott Ihr Leben benützen, dass viel für die Sache Gottes herauskommt. Amen!
Und nun singen wir 374: „Ich stehe in meines Herrn Hand“ und will drin stehen bleiben. Wir singen alle fünf Verse.
Wir wollen beten: Herr, vor diesem Wunder können wir nur staunend anbeten, dass du in unserem Leben, in unserer Schwäche deine ganze Macht und deine Güte sichtbar machen willst. Verzeih uns, wenn wir das nicht umgesetzt haben, wenn wir das nicht in Anspruch genommen haben. Wir können ja nichts ohne dich. Und darum bitten wir dich jetzt, im Blick auch auf die Aufgaben, die vor uns stehen, auch manche schweren Wege, die einige unter uns vor sich haben, dass du dieses Wort ganz besonders bekräftigst, dass du auch unsere Nerven ruhig machst, unser Herz in dir. Und wir wollen ja dazu sagen: Verzeih uns unser Zweifeln, unser Abwehren. Und dann lass es doch geschehen, dass wir etwas wirken können für dich in dieser Welt, dass wir deine Boten sein können und dass du Werke des Friedens durch uns hindurch tust. Wir wollen dich bitten für alle Dienste auch in unserer Gemeinde, aber auch für alle Gespräche, die wir führen, für alle Begegnungen, die wir haben. Wir wollen dich bitten für unsere Kranken und Schwermütigen und Angefochtenen, wir wollen auch Fürbitte tun für unsere Stadt und für unser Volk. Gib doch ein neues Erkennen deiner Macht und deiner Liebe und gebrauche uns dazu, dass Menschen zum Glauben an dich kommen und gerettet werden.
Lasst uns gemeinsam beten:
Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Nehmen Sie bitte noch mal Platz. Ich darf Sie noch einmal daran erinnern an diesen Zettel, diesen Zettel mit unseren Veranstaltungen. Da steht alles Wichtige drauf, nur noch der Zettel, der rote Zettel mit diesem Ausflug, den müssen Sie mitnehmen und zum Anmelden. Das wäre jetzt dann in neun Tagen, sollte man sich anmelden. Studieren Sie bitte den Zettel, weil so viel Gutes und Wichtiges, aber dann brauche ich hier nicht wiederholen.
Ich wollte Ihnen gern lesen aus einem Brief: Die Mitarbeiterin unseres Werkes christliche Fachkräfte im Südsudan, die Monika Hahn, einer verlassenen Stelle mitten im Bürgerkrieg sitzt, schreibt am 15. Februar: Leider fliegen momentan mal wieder keine Flugzeuge in unserer Region, das sind die UNO-Flugzeuge, die Hilfsflugzeuge. Die Flugerlaubnis wurde von der Regierung in Khartum entzogen, wir sitzen wieder mal fest. Die Befreiungsbewegung hat die zweitgrößte Stadt des Südens, die Befreiungsbewegungen kämpfen ja zu allem hin noch gegeneinander. Dadurch wurden allen Hilfsorganisationen der Lufttransport entzogen. Doch durch die Kampfhandlungen fliehen nun Tausende von Frauen und Kindern zu unserer Region. Ein langer Weg ohne Nahrungsmittel, und einige Plätze haben kein Wasser. Leider bleibt dies so gut wie unerwähnt in den Nachrichten. Deshalb möchte ich euch ganz dringend zum Gebet aufrufen.
Ich erzähle dann vom Gottesdienst, wie die Leute nach dem Gottesdienst noch zusammensitzen usw. Dieses Jahr wird sehr schwierig für die Dinkas, das meiste der Ernte vertrocknete durch die ausfallenden Regenfälle. Im Süden in Kenia hat es dann so viel geregnet, Dürre herrscht in diesem Land. Durch die anhaltenden Unruhen kamen schon viele Flüchtlinge von den großen Städten in den Busch, und nun durch die neuen heftigen Kämpfe erwarten wir Menschenmassen, die die hungernde Bevölkerung noch mehr belasten wird. Täglich werde ich nun um Nahrungsmittel gebeten, und eine Verschlimmerung der Umstände ist nur vorauszusehen. Nichtsdestotrotz machen wir weiter mit unserer Ausbildung für unsere 18 Dorfgesundheitshelfer. Sie sind alle ganz eifrig am Lernen. Sie haben nun alle einen Gemüsegarten angelegt, Latrinen werden gegraben, unser Brunnenbauprogramm geht weiter voran.
Wir wollen heute für diesen Dienst von Monika Hahn dort im Südsudan unser Opfer geben. Bestattet wurde in der vergangenen Woche Hans Otto Traub, 74 Jahre, Bobsterwaldstraße 30. Wir hören das Wort: Bei der Bestattung in meines Vaters Haus sind viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, würde ich dann zu euch gesagt haben: Ich gehe hin, euch die Städte zu bereiten.
Nun sendet sie der Herr, der ihre Zuversicht und ihre Stärke sein will. Herr, segne uns und behüte uns. Herr, lass dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig. Herr, hebe dein Angesicht auf uns und gib uns deinen Frieden.

