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„Die Hütte

Ein Wochenende mit Gott“: Wie biblisch ist der Film?
16.12.2022

Einführung in das Thema Glauben und Vertrauen

Sieh nicht hin, Maxi, schau her! Denk nicht an die Vergangenheit, denk nicht an den Schmerz. Vertrau mir, es kann dir nichts anhaben. Es funktioniert besser, wenn wir es zusammen machen.

Diese Stelle stammt direkt aus dem neutestamentlichen Bericht, in dem Jesus über das Wasser gelaufen ist. Spannend ist dabei, dass dieser Bericht eine ganz besondere Wendung nimmt: Jesus fordert Petrus auf, ebenfalls über das Wasser zu laufen. Und es funktioniert sogar.

Doch dann schaut Petrus, der gerade auf dem Wasser läuft, auf die Wellen. Daraufhin beginnt er zu sinken. Das bedeutet logischerweise, dass Petrus vorher auf Jesus geschaut hat. Solange er auf Jesus schaut, konnte er auf dem Wasser laufen.

Diese Stelle war auch wenige Jahre zuvor für die Band Hillsong United die Inspiration für das Lobpreislied "Oceans". Viele Christen sagen, dass dieses Lied einen echten Anteil daran hatte, dass sie zum Glauben gekommen sind.

"Daddy, muss ich auch mal von einem hohen Felsen springen?"
"Nein, wenn Gott mich darum bittet?"
"Nein, er wird dich nie darum bitten."

Auch das ist biblisch. Gott wird dich niemals um etwas bitten, was nicht seinem Charakter entspricht. Das heißt, der biblische Gott ist ein treuer, zuverlässiger und berechenbarer Gott.

Das ist – und das darf man auch offen aussprechen – ein großer Unterschied zum islamischen Gottesbild des Korans. Dort steht Allahs Souveränität über allem. Das heißt im Klartext, dass der Allah des Korans machen könnte, was immer er will, und nicht einmal an seine eigenen Zusagen gebunden wäre.

Vorstellung des Bibelfit-Dienstes und Überblick über "Die Hütte"

Und damit willkommen beim Bibelfit-Dienst. Hier versuchen wir, leicht verständlich tiefer in die Bibel einzusteigen, Jesus im modernen Alltag nachzufolgen und harte Fragen von Nichtchristen klar zu beantworten.

Jeden Beitrag verschenke ich Übersichten, biblische Entscheidungshilfen, komplette Hörbücher und sogar Onlinekurse. Das gibt es alles gratis auf der Website – dank freiwilliger monatlicher Spenden von Menschen wie dir und mir.

Die Hütte – ein Wochenende mit Gott – das ist eine erfundene Geschichte. Ganz grob zusammengefasst geht es um folgende Ausgangssituation:

Der Hauptcharakter ist ein Mann namens Mac, ein Mann mit einer zweifelhaften Vergangenheit. Erst wird er als Kind brutal von seinem Vater misshandelt. Dann, was im Film nur angedeutet wird, aber im Buch klar herauskommt, tötet er als Kind seinen Vater.

Wenn der Schmerz zu groß wird, kann er uns auf Irrwege führen und Undenkbares tun. „Du weißt, was ich getan habe.“ – „Ja, mein Sohn, ich verzeihe dir.“

Im Buch ist beschrieben, wie Mac danach als Soldat in Kriegen kämpft, sich zwischendurch irgendwie eine kirchliche Ausbildung holt und schließlich in einem IT-Beruf arbeitet, heiratet und dann Familienvater ist.

Im Film ist er ein muskulöser Vierzigjähriger und will gar nichts von Gott wissen. Im Buch ist er näher an die sechzig Jahre alt, hat Haarausfall und wird vor allem als praktizierender Christ beschrieben, was natürlich einen echten Unterschied macht.

Jedenfalls setzt die Geschichte richtig ein, als Macs jüngste Tochter Missy entführt und ermordet wird. Mac stürzt in eine jahrelange Depression.

Eines Tages erhält Mac eine Art Brief von Gott. Mac soll zu der Hütte kommen, die der Tatort war, also dorthin, wo seine Tochter getötet wurde. Mac fährt hin und trifft dort bei dieser Hütte Gott den Vater, der als Frau dargestellt ist – dazu gleich ganz in Ruhe –, er trifft dort Jesus und er trifft dort, was den Heiligen Geist darstellen soll.

Dann geht es hauptsächlich darum, was er in den nächsten drei Tagen mit ihnen emotional erlebt und wie Mac sich dabei verändert.

Emotionen und Wahrnehmung in "Die Hütte"

Also, du merkst schon: Im Film und im Buch haben Emotionen einen hohen Stellenwert. Hier kommen die ganz, ganz großen Gefühle zum Ausdruck, das wirst du gleich sehen.

Ich habe den Film jedenfalls gesehen und das Buch ganz durchgelesen. Mir geht es heute nicht darum, zu sagen, ob das ein gutes Buch oder ein schlechter Film ist und ob du es lesen oder sehen sollst. Das ist gar nicht die Frage. Vielmehr möchte ich, dass du lernst, Dinge bewusster wahrzunehmen. Es geht mir darum, dass du lernst, die Geister zu unterscheiden.

Wie du dir denken kannst, ist in einem Werk niemals alles katastrophal, aber es ist auch selten alles überragend. So ist es auch bei Die Hütte. Es gibt ein paar Dinge in Die Hütte, die auf einem festen biblischen Boden stehen, und die sind teilweise wirklich gut. Das wollen wir auch ehrlich anerkennen.

Dann gibt es aber auch ein paar Sachen, über die wir als Christen sprechen sollten. Ich werde jetzt einige Punkte aus dem Buch und vor allem aus dem Film herausgreifen – nur eine Auswahl –, damit du dir eine eigene Meinung bilden und das selbst beurteilen kannst.

Ich hoffe, du schaust diesen Beitrag bis zum Ende, denn dort wirst du mehrere Dinge über Die Hütte und über den Autor erfahren, die erst vor kurzem so klar an die Öffentlichkeit gekommen sind. Das wirst du gleich sehen.

Positive Aspekte der Hütte und biblische Parallelen

Okay, steigen wir direkt ein. Kannst du der Community hier kurz helfen, damit solche christlichen Impulse in sozialen Medien nicht verborgen bleiben?

Bist du gerade auf YouTube, danke an alle, die jede Woche hier die Glocke drücken. Das ist eine technische Sache: Nur weil Tausende Menschen die Glocke gedrückt haben, wird dir dieser Beitrag überhaupt angezeigt. Es geht um die guten und positiven Punkte über die Hütte, in denen wichtige biblische Kernaussagen stecken.

Die vielleicht stärkste Stelle im Film ist, als Mac am Ende lernen soll, dem Mörder seiner Tochter zu vergeben, bevor er ihre Leiche bergen und bestatten darf. Eine der vielen Dinge, die an dieser Stelle so stark sind, ist, dass deutlich gemacht wird, dass Vergebung eine Entscheidung ist. Und wie häufig Mac immer wieder aufs Neue ausspricht, dass er vergeben will.

Genau das spricht Jesus im so wichtigen Gleichnis vom unbarmherzigen Schuldner an. Dort heißt es, dass Petrus zu Jesus kommt, der übers Wasser gelaufen war, und fragt: „Herr, wie oft darf mein Bruder gegen mich sündigen, und ich muss ihm vergeben?“ Jesus antwortet: „Siebenmal? Nein, nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzig Mal.“ Also immer wieder und wieder und wieder.

Wer sich mit biblischen Zahlen auskennt, weiß, dass die siebenundsiebzig dafür steht, immer und immer wieder zu vergeben – als eine dauerhafte Entscheidung. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber das ist etwas, das wir Christen uns ganz dick hinter die Ohren und aufs Herz schreiben müssen.

Gottes Fürsorge und die Bedeutung von Tränen

Es sind deine Tränen, Mackenzie. Gott sammelt die Tränen.

Weißt du, heute, wo ich das hier für dich aufnehme, ist der Todestag eines mir sehr wichtigen Menschen. Es bleiben viele Fragen, und es bleibt auch Schmerz. Aber es bleibt auch das, was im Psalm sechsundfünfzig heißt: „Du, Herr, du siehst doch, wie lange ich schon umherirre.“ Jede Träne hast du gezählt, alle sind in deinem Buch festgehalten. Gott hat die Haare auf deinem Kopf gezählt, und ja, er zählt auch deine und meine Tränen.

Achte mal bei der nächsten Stelle auf die Unterarme von Jesus. Ich habe dir versprochen, dich immer zu begleiten, und ich bin da. Da siehst du noch die Wunden der Kreuzigung. Warum? Weil Jesus, wie wir historisch nachweisen können, tatsächlich an seinen Unterarmen festgenagelt wurde, ungefähr bei den Handgelenken. So ungefähr sah eine reale historische Kreuzigung aus.

Ich habe dir auch ein komplettes Video aufgenommen, in dem ich anhand von römischen und griechischen Gerichtsakten und Zeugnissen genau erkläre, wie eine Kreuzigung ablief. Falls dich das interessiert, drück ja an die Glocke, dann würde das auch angezeigt.

Bemerkenswert bei der Stelle in der Hütte ist aber, dass Jesus ja an der Stelle im Himmel ist und du trotzdem die Wunden sehen kannst. Auch das ist biblisch. Schau mal rein in die Offenbarung, wo Jesus im Himmel gezeigt wird. Dort beschreibt der Seher Johannes Folgendes: Er schreibt, dass er „mitten im Thron, in der Mitte der vier mächtigen Wesen und der Ältesten, ein Lamm stehen sah, das wie geschlachtet aussah.“ Das ist Jesus.

Wir wissen, dass Jesus auch nach seiner Auferstehung noch die Wundmale seiner Folter getragen hat. Bedeutet das, dass Jesus in Ewigkeit noch die Narben davon tragen wird? Wir werden es sehen, sobald Jesus wiederkommt.

Gottes Liebe und menschliche Gefühle

Gibt es jemanden, den du nicht besonders lieb hast? Mir ist es nicht gelungen, einen solchen Menschen zu finden. Ich glaube, so bin ich nun mal. Gott liebt keinen Menschen nicht – so bin ich nun mal. Genau so ist es, ja.

Schau mal rein, was im Johannesevangelium steht. Das ist wahrscheinlich einer der berühmtesten Verse der Bibel, wo es heißt: So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen geborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben und sich an ihm festklammern, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.

Das wirft aber die berechtigte Frage auf: Wirst du nie böse auf sie? Na klar, welche Eltern werden das nicht? Wird Gott böse? Na klar. Über Gottes Zorn im Neuen Testament habe ich vor kurzem einen eigenen Beitrag gemacht. Du kannst gerne die Glocke drücken, dann wird dir das auch angezeigt.

Bemerkenswert finde ich auch, wie Jesus in der Hütte als völlig furchtlos dargestellt wird. Ziemlich frisch hier draußen, was? Ich habe drinnen Feuer gemacht, wenn du dich aufwärmen willst. Da ist jemand, der dich gern sehen möchte.

Das erinnert mich an Johannes 10, wo Jesus sagt: Keiner kann mir mein Leben nehmen, sondern ich gebe es freiwillig.

Auch ist wichtig, wie in der Hütte dargestellt wird, dass wir Menschen die Freiheit haben, uns für die Beziehung mit Gott zu entscheiden oder uns auch dagegen zu entscheiden. Ich will keine Sklaven, ich will Freunde.

Das kommt unter anderem aus Johannes 15, wo Jesus sagt: Ich nenne euch nicht mehr Diener, ich nenne euch nicht mehr Knechte oder Sklaven, ich nenne euch Freunde.

Du wusstest, dass ich kommen würde, oder? Aber natürlich. Stand es mir frei, nicht herzukommen? Ich habe kein Interesse.

Freiheit und Arbeit aus christlicher Perspektive

Spannend ist auch, was im Buch Die Hütte über den freien Willen gesagt wird. Dort heißt es in einer etwas längeren Passage, die ich hier etwas kürze: Frei zu sein bedeutet, dass es dir erlaubt ist, zu tun, was immer du willst. Oder wir können über all die einschränkenden Einflüsse sprechen, die aktiv gegen deine Freiheit arbeiten.

Dazu zählen das genetische Erbe deiner Familie, deine spezifische DNA und deine metabolische Einzigartigkeit, also dein Stoffwechsel. Ebenso die Quantenphänomene, die auf subatomarer Ebene ablaufen, bei denen du immer nur der gegenwärtige Beobachter bist. Auch die Krankheit deiner Seele, die dich behindert und bindet, spielt eine Rolle. Hinzu kommen gesellschaftliche Einflüsse, denen du ausgesetzt bist, sowie die Gewohnheiten, durch die synaptische Verbindungen und Pfade in deinem Gehirn erzeugt worden sind. Nicht zu vergessen sind all die Werbung, Propaganda und Paradigmen.

Angesichts all dieser begrenzenden Faktoren stellt sich die Frage: Was ist da wirkliche Freiheit?

Interessant ist auch der Wert, den Gott in dem Film – dargestellt als Frau – darauf legt, mit den Händen tätig zu sein. Das hat mich daran erinnert, wie wir Christen im 1. Thessalonicherbrief ermutigt werden: „Arbeitet mit euren Händen.“ Das ist deshalb besonders bedeutsam, weil in der griechischen Kultur in Thessaloniki körperliche Arbeit eher verachtet wurde. Dort wäre das etwas Herabwürdigendes gewesen.

Wenn es also dort heißt „arbeitet mit euren Händen“, dann bedeutet das: Christen, seid euch für nichts zu schade.

Moral und das Erkennen von Gut und Böse

Auch die Fragen nach Moral, nach richtig und falsch, enthalten Passagen, die wichtig sind zu hören.

Und woran erkennst du, ob etwas gut ist? Wenn es mir weiterhilft. Und das Böse? Wenn es mir schadet oder jemanden verletzt, der mir am Herzen liegt.

Dann bist du also im Grunde der Richter. Ja, sieht so aus. Hast du dich je geirrt oder deine Meinung mit der Zeit geändert? Und es gibt Milliarden wie dich.

Aber wenn das, was du für gut erachtest, von deinem Nächsten für böse gehalten wird, dann entsteht Streit. Alle bestehen darauf, wie Gott zu sein.

Das Buch erklärt beispielsweise auch, dass es nicht jeder für sich selbst entscheiden kann, was gut und was böse ist. Stattdessen macht es klar, dass es so etwas wie absolute Moral gibt.

Da heißt es zum Beispiel: Sogar in einer falschen Welt relativer Moral gilt es immer noch als absolut falsch, einem Kind Schaden zuzufügen.

Darstellung des Paradieses und Wunder

In dem Film wird eine Art Paradies gezeigt. Genau wie in der Bibel gibt es dort auch eine tödliche Frucht.

Besonders gut fand ich, dass im Film gesagt wird, dass etwas nicht unwahr sein muss, nur weil es ungewöhnlich oder phantastisch klingt. Gerade wenn wir über Wunder und Übernatürliches sprechen, bedeutet es nicht automatisch, dass es nicht wahr sein kann, nur weil wir solche Dinge nicht jeden Tag beobachten.

Beobachtungen zu Veränderungen und christlichem Leben

Und noch zwei positive Beobachtungen zum Schluss. Wie gesagt, es gibt noch mehr, aber schau mal hier.

Die Veränderungen, die ich jeden Tag an meinem Freund beobachte, sind für mich Beweis genug. Die Veränderung, die wir im Leben von Menschen sehen, hat eine unglaubliche Aussagekraft für den christlichen Glauben. Das sollte dich und mich, das sollte uns einfach immer wieder daran erinnern, dass wir das nicht unterschätzen dürfen.

Es gibt Menschen, die beobachten dich und mich und wie wir leben, und ziehen daraus ihre Schlüsse. Dabei musste ich unwillkürlich an eine Stelle im Neuen Testament denken, wo es heißt, wir sollen das Wort wachsam lesen. Vielleicht ist es besser, es nicht abends zu lesen, wenn wir müde sind.

Dann gibt es noch eine Sache, die wir vielleicht ergänzen müssen: In dem Buch „Die Hütte“ beschreibt Jesus, was wir Menschen im Himmel tun würden.

Tätigkeiten im Himmel aus biblischer Sicht

Was soll ich denn hier tun? Du brauchst hier gar nichts zu tun. Du kannst tun, was du gern möchtest. In der Bibel ist das jedoch etwas anders. Dort sind mindestens vier Dinge beschrieben, die wir im Himmel tun werden.

Was denn? Nummer vier: arbeiten. Ja, dazu passt auch, dass Eva als die Hilfe von Adam geschaffen wird. Hilfe wofür? Um zu arbeiten. Erst nach dem Sündenfall wird Arbeit in der Bibel als Qual beschrieben. Kennst du das vielleicht von dir selbst?

In den prophetischen Büchern wird das sehr deutlich. Hier haben die Zeugen Jehovas leider das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Es heißt, dass es in der Zeit von Jesu Wiederkunft unter anderem darum gehen wird, die Welt hier auf der Erde wieder aufzubauen, was dann zerstört wurde. Das heißt, die Arbeit im Dienen und die Arbeit im Regieren.

Nummer drei, was wir im Himmel machen werden, ist singen. Das heißt es in der Offenbarung: Jedes Geschöpf, das es gibt – im Himmel und auf der Erde, unter der Erde und im Meer – „hörte ich mit einstimmen in das Lied“. Überhaupt wird der Himmel nicht als still beschrieben, sondern als etwas, das laut ist.

Nummer zwei ist, dass wir im Himmel Antworten bekommen. Das heißt es im 1. Korinther 13,12: „Jetzt erkenne ich nur Teile des Ganzen, aber dann werde ich so erkennen, wie ich von Gott erkannt worden bin.“ Wir werden außerdem wissen, was wir Gott fragen wollen, und er wird auch wissen, was wir ihn fragen wollen.

Die Jünger sagen zu Jesus: „Jetzt verstehen wir, dass du alles weißt und dass du unsere Fragen kennst, bevor wir sie stellen. Darum glauben wir dir, dass du von Gott kommst.“ Im Propheten Jesaja steht eine weitere Prophezeiung: „Schon ehe sie rufen, gebe ich ihnen Antwort.“

Und Nummer eins, was wir im Himmel machen werden, ist Gemeinschaft. Das heißt es in Matthäus 8,11: „Ich sage euch, aus allen Himmelsrichtungen werden viele Menschen kommen und zusammen mit Abraham, Isaak und Jakob ihre Plätze im Reich des Himmels einnehmen.“

Auch Jesus sagt in Lukas 22, „Ihr, ihr meine Nachfolger, ihr meine Jünger, ihr werdet an meinem Reich an meinem Tisch essen und trinken.“

Spannend, oder?

Jesus als Schlüssel zur christlichen Weltanschauung

Die beste Möglichkeit, die christliche Weltanschauung kennenzulernen, ist über Jesus. Dafür braucht man jedoch nicht nur Herz und Gefühl, sondern ein dreidimensionales, reales Bild von dem Menschen, der Gott in Person war und ist.

Lerne diesen Jesus kennen – unzensiert. Lies deine eigene Bibel. Lies sie häufig, lies sie viel und vor allem lies sie ganz. Ich selbst brauche meistens zwischen drei und fünf Monaten, um eine Bibelübersetzung komplett durchzulesen.

Dabei möchte ich ganz deutlich sagen: Das hat nichts mit einem Theologiestudium zu tun. Bei mir war das schon so, bevor ich Theologie studiert habe. Es hängt auch nicht unbedingt mit Intelligenz zusammen. Es ist einfach eine Frage der Strategie.

Falls du das auch mal ausprobieren möchtest, die Bibel einmal oder häufiger komplett durchzulesen, es aber noch nicht so richtig klappt, dann hast du vielleicht noch eine alte Strategie, die für dich nicht funktioniert. Probiere doch einfach mal einen neuen Weg beim Bibellesen aus.

Das neue Jahr steht vor der Tür. Wenn du jetzt anfängst, kannst du locker vor Ostern fertig sein. Das mache ich auch diesmal.

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Zusammenfassung der positiven Botschaften der Hütte

Zurück zur Hütte.

Als Fazit zu den positiven Aspekten denke ich, dass es bei der Hütte darum geht, zwei Dinge zu lernen. Das eine ist, zu vergeben, und das andere ist, zu lieben.

Damit hängt auch zusammen, dass wir lernen, uns vergeben zu lassen, und dass wir lernen, uns lieben zu lassen. Beides ist nicht immer einfach.

Die Frage ist nur: Sind diese beiden Dinge wirklich die biblische Kernbotschaft? Und wenn ich das schon so frage, kommen wir jetzt zu den kritischen Punkten.

Persönliche Erfahrungen und Kritik an der Hütte

Weißt du, meine Frau und ich waren gestern im Gottesdienst. Dort waren auch zwei andere Gemeindemitglieder. Sie hatten mitbekommen, dass ich gerade „Die Hütte“ lese und diesen Beitrag dazu verfasse. Sie meinten so: „Oh Mann, hoffentlich lässt Markus da was Gutes dran.“

Das wirkt vielleicht nicht immer so, aber wer mich ein bisschen kennt, weiß, dass ich ein ziemlich konfliktscheuer Mensch bin. Das Problem ist nur: Wenn etwas über deinen eigenen Glauben falsch dargestellt wird und dann an Millionen von Menschen weiterverbreitet wird, dann macht das doch etwas mit dir – und mit mir auch.

Deswegen mein Vorschlag: Es geht hier offensichtlich um den christlichen Gott, trinitarisch verstanden usw. Dann lass uns „Die Hütte“ doch mal etwas genauer anschauen. Wie immer will ich versuchen, keinen Strohmann aufzubauen, den man schnell umwerfen kann. Stattdessen möchte ich dem Ganzen eine positive Absicht unterstellen und möglichst den Film und das Buch in ihren eigenen Worten zu Wort kommen lassen.

Trotzdem kann ich dir hier nur Ausschnitte zeigen und vorlesen. Warum? Das liegt am deutschen Bild- und Urheberrecht. Dazu habe ich auch eine eigene Meinung, aber das ist ein anderes Thema.

Wichtig ist dabei, welchen Anspruch der Autor, William Paul Young, an sein eigenes Werk stellt. Er sagt nämlich, er will „ein akkurates Bild vom Wesen und Charakter Gottes zeichnen“.

Das heißt, ich werde ganz bestimmt niemanden verurteilen, der den Film sieht oder das Buch liest. Aber es heißt auch, dass du dir gut überlegen musst, ob du das empfiehlst – und vor allem, an wen.

Zielgruppe der Hütte und theologische Einordnung

Und damit sind wir bei einer ganz entscheidenden Frage: Für wen ist die Hütte eigentlich geschrieben?

Meine Antwort: Ich vermute, sie ist im Wesentlichen für die sogenannten Ephesos-Christen geschrieben. Falls nicht bekannt ist, was Ephesos-Christen sind, gibt es unter diesem Video eine Glocke zum Anklicken. Dort findet sich ein eigener Beitrag auf diesem Kanal zu diesem Thema.

Stark vereinfacht werden in der Bibel Christen beschrieben, die zwar die richtige Lehre haben, aber keine Liebe, keine Wärme, keine Begeisterung und kein Herz mehr zeigen. Bildlich gesprochen leben sie in Kathedralen der kalten Orthodoxie.

Das ist ehrlich gesagt eine ziemlich berechtigte Kritik, eine Kritik, die Jesus auch gegenüber manchen Gemeinden vorbringt. Es geht immer darum, Wahrheit in Liebe zu sprechen.

Hier kann man auf beiden Seiten vom Pferd fallen: Entweder hat man nur Wahrheit ohne Liebe oder nur Liebe ohne Wahrheit. Die Frage ist dann, ob das überhaupt noch Liebe ist.

Bei beiden Aspekten fasse ich mir auch absolut an die eigene Nase. Ich arbeite gerade an mir und hoffe, in den nächsten Monaten besser zu werden.

Die Frage ist immer wieder: Mit wem sprichst du?

Charles Spurgeon und der Umgang mit Stolz und Demut

Kennst du Charles Spurgeon, diesen Mann hier? Er ist ein Mann, den Gott mit übernatürlicher Weisheit gesegnet hat. Spurgeon hat viele gute Dinge gesagt. Eine der besten Aussagen von ihm – und bestimmt war er nicht der Erste, der das so klar herausgestellt hat – betrifft die Frage: Wem muss man was predigen?

Er sagte: „Lord to the proud, grace to the humble.“ Auf Deutsch bedeutet das: Wenn du mit jemandem über das Evangelium sprichst und diese Person hochmütig oder stolz ist, dann sprich zuerst über das Gesetz. Denn sonst hat es keinen Sinn, er versteht nicht, worum es bei der guten Nachricht eigentlich geht.

Wenn du hingegen mit jemandem sprichst, der demütig und bescheiden ist, dann sprich mit ihm über die Gnade. Also: „Lord to the proud, grace to the humble.“

Das ist ein ganz wichtiges Prinzip, mit dem wir uns im nächsten Jahr noch genauer beschäftigen werden.

Generationenunterschiede im Glauben

Jetzt lassen wir uns für einen Augenblick die demografische Brille aufsetzen. Betrachten wir das Ganze aus einer stark vereinfachten Sicht, nämlich aus der Perspektive verschiedener Altersgruppen.

Ich sehe das zum Beispiel bei unterschiedlichen Gemeinden und auch bei den Eltern von Leuten aus unserem Hauskreis. Viele von ihnen gehören zur Generation meiner Eltern. Diese Generation würde Spurgeon wahrscheinlich als demütig, bescheiden, gehorsam und teilweise vielleicht sogar zu zurückhaltend, geknickt oder manchmal eingeschüchtert und verletzt beschreiben.

Für diese Menschen, für diese Christen, ist es sehr wichtig – sowohl als Christen als auch als Seelsorger – darüber zu sprechen, dass Gott uns vergeben hat. Dass du von Gott geliebt bist, in Gottes Familie adoptiert wurdest und angenommen bist. Niemand wird dir in Ewigkeit irgendetwas vorhalten können. Heilsgewissheit ist etwas, das manche Christen ganz tief hören müssen.

Der Punkt ist aber, und das lässt sich psychologisch und auch historisch in der mitteleuropäischen Geschichte gut zeigen: Es kann sehr gut sein, dass die frühere Generation, also die Generation meiner Eltern, früher vor allem Worte wie Gesetz, Härte und Gesetzlichkeit gehört hat. Das Gegengewicht dazu ist Liebe und Annahme. Diese Liebe und Annahme müssen sie heute zu Recht selbst hören.

Für sie ist das etwas Revolutionäres und Zentrales. Diese Liebe und Annahme geben sie dann manchmal als die hauptsächliche Botschaft des Christentums weiter: Du bist angenommen, du bist geliebt und so weiter. Das ist etwas, was sie damals selbst hören wollten und heute auch hören müssen.

Ich kann das zu hundert Prozent nachvollziehen. Das ist mehr als verständlich.

Herausforderungen der Millennial-Generation

Das Problem, das daraus entstehen kann, sind aber zwei Dinge.

Problem eins: Das ist nicht der Kern des Christentums. Im Christentum geht es darum, dass schuldige Sünder wie ich durch den stellvertretenden Tod Jesu und seine Auferstehung beim Jüngsten Gericht freigesprochen werden können. Das ist das Wesentliche.

Punkt zwei: Diese Botschaft von Annahme und Akzeptanz – ich habe heute Morgen überlegt, wie ich das freundlich ausdrücken soll, ohne irgendwie kaltschnäuzig zu klingen. Ein kluger Gedanke, den meine Frau neulich aus Lehrerperspektive mit mir geteilt hat, ist, dass für meine Generation – also die Leute, die in den Neunzigerjahren geboren und aufgewachsen sind, die sogenannten Millennials – diese Sache mit Annahme und Akzeptanz häufig völlig trivial ist.

Warum? Jeder sagt uns das an jeder Ecke: dass wir nichts leisten müssen, dass wir die Tollsten sind, dass die Welt förmlich auf uns gewartet hätte, dass unsere Gefühle heilig sind usw. Diese Aussage „Du musst nichts leisten“ löst bei vielen in meiner Generation nur ein müdes Achselzucken aus, nach dem Motto: „Weiß ich doch, das muss mir die Kirche nicht erst sagen. Dafür muss ich kein Christ werden.“

Das heißt also: Die Generation meiner Eltern war häufig das, was Spurgeon als „humble“, also bescheiden, bezeichnete. Sie musste und wollte oft Gnade hören – Annahme. Meine Generation hingegen – und da will ich mich keineswegs ausnehmen – ist häufig eher stolz, oft hochmütig, antiautoritär erzogen und hat ein starkes Anspruchsdenken nach dem Motto: „Ich bin hier, man gebe mir.“

Diese Selbstgefälligkeit meiner Generation merke ich zum Beispiel daran, dass manche Leute völlig geschockt sind, wenn ich sage, dass man als Christ nicht alles tun sollte, was man gerade fühlt. Oder zum Beispiel habe ich viele Jahre lang Hunderte von Workshops für Leute Anfang bis Mitte 20 gehalten. Wenn ich dort gesagt habe, dass man als erwachsener, wahlberechtigter, geschäftsfähiger und volljähriger Mensch Verantwortung für sein eigenes Leben und seine eigenen Entscheidungen übernehmen sollte, gab es oft Schock.

Ich habe den Eindruck, meine Generation ist entrüstet, wenn ich Worte wie „Gehorsam“ in den Mund nehme. Das sagt Worthaus aber ganz anders – nicht mein Problem. Ich habe auch den Eindruck, dass Leute aus meiner Generation manchmal förmlich schäumen, wenn ich zeige, dass das Übertreten der Zehn Gebote Sünde ist, wenn ich sage, dass es ein Jüngstes Gericht geben wird und dass Gott Sünde mit der Hölle bestraft.

Als ob das völlig neuartige Aussagen wären, obwohl sie seit Tausenden von Jahren schwarz auf weiß einer der absoluten Kernpunkte des Tanach und der Bibel überhaupt sind und von Jesus immer wieder bestätigt werden.

Biografische Einflüsse auf theologische Sichtweisen

Warum sage ich dir das? Zum einen, weil ich glaube, es ist wichtig, sich das klarzumachen. Zum anderen hat es mit unserem Thema zu tun. Hier geht es nämlich um den Autor des Buches Die Hütte, um William Paul Young.

Es ist überdeutlich und kristallklar, dass Young in dem Buch Die Hütte sehr viel aus seiner eigenen Biografie emotional verarbeitet. Dazu will ich am Ende des Videos noch etwas Wichtiges sagen, das dir wahrscheinlich nicht ganz klar ist.

Der Punkt ist: Das kennst du vielleicht von dir selbst – Theologie ist immer auch Biografie. Das heißt, wenn ich darüber rede, wie meine Weltanschauung ist, dann spielen in der Regel immer Dinge mit hinein, die ich selbst erlebt habe, selbst durchdacht habe oder die mich geprägt haben.

Es ist für einen selbst eine echte, aber auch wertvolle Anstrengung, zu versuchen, die eigenen Vorprägungen aus der Weltanschauung herauszubekommen. Zum Beispiel, wenn wir die Bibel lesen, sollten wir unbefangen sein. Das gilt auch für uns als Prediger, Lehrer oder Seelsorger. Wir sollten nicht immer den Menschen das sagen, was wir selbst gerne hören wollen, sondern im Gegenteil versuchen, dem echten Jesus der Bibel nachzufolgen.

Weißt du, was ich emotional brauche? Was ich gerne hören möchte? Und was Jesus sagt? Das sind mindestens zwei verschiedene Sachen, wenn nicht sogar drei. Und diese gilt es auseinanderzuklamüsern.

Das alleine zu schaffen, ist häufig nicht möglich. Dafür brauchen du und ich den Heiligen Geist. Wir brauchen die Gemeinde, eine Gemeinde, in der der Heilige Geist zuhause ist – eine Gemeinde, die treu zum biblischen Wort Gottes steht.

Warum sage ich das? Ganz praktisch: Stell dir einfach mal vor, du hast einen verletzten Menschen, der mit Schmerzen und Leid zu kämpfen hat. Und du gibst ihm ein Megafon. Was wird er durch dieses Megafon ausrufen? Nur und ausschließlich reine biblische Lehre? Oder wirst du früher oder später unweigerlich seinen Schmerz heraushören?

Kann es passieren, dass dieser Schmerz manchmal biblische Wahrheiten übertönt? Die Antwort ist: Ja, ja.

Heißt das jetzt, dass alles, was in Die Hütte geschrieben ist, falsch ist? Nein, das habe ich ja gerade schon deutlich gemacht. Aber es heißt, dass wir abwägen müssen. Wir müssen die Geister unterscheiden, alles prüfen und das Gute behalten.

Was William Paul Young angeht, kann und will er logischerweise kein vollständiges Bild vom Christentum geben – das ist ja klar. Aber das Bild, das er uns hinterlassen hat, ist mindestens missverständlich. Und so leid es mir tut: In manchen Punkten ist es so einseitig, dass es unbiblisch wird. In anderen Punkten widerspricht Young direkt den Kernaussagen von Jesus Christus persönlich.

Deshalb müssen wir uns als Christen die Frage stellen: Jesus sagt A, Young sagt B – wem folgen wir am Ende nach?

Verlag und Umfeld der Hütte

Also machen wir es konkret und beginnen bei den vergleichsweise harmlosen Dingen. Von dort aus arbeiten wir uns zu den ganz, ganz großen Problemen mit der Hütte vor.

Wer genau hinschaut, dem fällt auf, dass die deutsche Übersetzung der Hütte im Allegria Verlag erschienen ist. Was ist denn der Allegria Verlag? Das ist die Esoterikabteilung des riesigen Millionen-Konzerns der Ulstein Buchverlage.

Im Allegria Verlag werden auch andere Titel veröffentlicht, wie zum Beispiel Werke über Bewusstseinserweiterung, das Gesetz der Anziehung, Pantheismus, die Göttin Artemis in jeder Frau, Astrologie und Sternzeichen, Hinduismus und Schrakerheilung. Ebenso finden sich dort Bücher, die behaupten, Maria Magdalena wäre die Witwe von Jesus, sowie Titel zu Engeltherapie und Schamanismus, Geisterbeschwörung, verschiedene Orakel von Feen, die Beschäftigung mit der Zahl 666, Tarotkarten und vieles mehr.

All diese Titel bewirbt der Verlag mit Hunderttausenden von Euro. Es ist klar, welche Linie dort verfolgt wird. Dass der Verlag sich entscheidet, die Hütte in genau dieses Programm aufzunehmen, zeigt, dass er denkt, die Hütte passe sehr gut zu diesen anderen Titeln und deren Zielgruppe.

Das sollte schon einmal zum Nachdenken anregen.

Inhaltliche Kritikpunkte an der Hütte

Die Hütte ist relativ antiautoritär geschrieben. Zum Beispiel sagt Young an einer Stelle in der Hütte, dass das Wort „Verantwortung“ angeblich nicht in der Bibel vorkomme. Ich habe das jedoch nachgezählt: In der King James Version beziehungsweise der New King James Version, die in der Hütte mehrfach genannt wird, kommt das Wort viermal vor. In deutschen Bibeln ist es je nach Übersetzung sogar bis zu hundertfünfzig Mal enthalten.

Im Buch gibt es zudem eine lange Passage, in der jegliche Art von Autorität als schlecht dargestellt wird. Diese Passage kann man gern selbst nachlesen. Außerdem gibt es eine Stelle, die vielleicht witzig sein soll, in der Gott als Frau dargestellt wird. Auch dazu kommen wir gleich in Ruhe.

An einer weiteren Stelle fühlt sich der Hauptcharakter beleidigt. Zwischen den Zeilen schwingt dabei – so habe ich es verstanden, vielleicht auch falsch – die Idee mit, dass wir selbst entscheiden sollen, was Gott eigentlich gemeint hat. Das ist natürlich nicht korrekt. Gottes Wort ist lebendig und gilt für sich. Wir entscheiden nicht darüber, was Gott meint. Aber schau dir die Stelle selbst an.

Es heißt dort: „Menschen sind manchmal solche Idioten.“ Hat Gott mich gerade einen Idioten genannt? Wenn du dich angesprochen fühlst, dann ja – falls du dich angesprochen fühlst.

Eine weitere Stelle zeigt, wie Mack mit der Weisheit Gottes spricht, die hier als eine separate vierte Person dargestellt wird. Achte mal auf den Inhalt des Dialogs: „Du wünschst dir ein Leben ohne Schmerz.“ „Ja.“ „Das gibt es nicht.“ Hier muss man sagen: Doch, ein Leben ohne Schmerz gibt es nach biblischem Konzept sehr wohl.

Zum einen wird es in der Ewigkeit wiedergegeben, zum anderen gab es es im vergangenen Paradies. Das Paradies war ein Zustand, über den Gott immer und immer wieder gesagt hat: „Wohine tov“ – „Es ist gut.“ Und siehe, es war gut. Am Ende sagt er sogar: „Es ist tov me’od“ – „Es ist sehr gut“, es ist perfekt.

Mittelschwere Kritikpunkte und Unklarheiten

Dann kommen wir jetzt zu den mittelschweren Punkten, die kritisch sind. Mal ganz hart formuliert – und das sage ich natürlich als jemand, der nicht die Emotionsgranate ist. Aber hey, ich darf das Buch ja auch lesen.

Ganz hart formuliert: Wenn du das Buch liest, hast du oft den Eindruck, dass es mehr um Fragen, Mystisches, Geschichten und Kalendersprüche geht als um klare Antworten. Das hat bei mir den Eindruck hinterlassen, dass klare Antworten entweder gar nicht möglich oder gar nicht vorhanden sind.

Eine Sache, die mich im Film sehr irritiert hat, ist, dass völlig unklar bleibt, was eigentlich der Maßstab für das Jüngste Gericht ist. Schau dir einfach mal diese Stelle an: "Da es dir so leicht fällt, Gott abzuurteilen, musst du eines deiner Kinder auswählen, das für ewig in den Himmel soll, das andere geht in die Hölle."

Okay, aber jetzt mal zum Hintergrund: Es wird nie erklärt, warum das eine Kind in den Himmel kommt und das andere in die Hölle. Warum gibt es eine 50-50-Quote unter den Kindern? Warum zum Beispiel nicht beide im Himmel oder beide in der Hölle? Oder als Gedankenexperiment: Warum nicht einfach beide auslöschen oder beide ewig auf der Erde leben lassen? Es wird einfach nicht erklärt.

Das Problem dabei ist, dass der Maßstab des Gerichts völlig unklar bleibt. Als Zuschauer des Films und als Leser des Buchs weißt du nicht wirklich, nach welchem Maßstab du gerichtet wirst.

Dann ist da noch die Rolle der Männer im Buch, die ziemlich negativ dargestellt wird. Es gibt sogar eine Stelle, die für mich so klingt, als wären Frauen die besseren Menschen. Ich lese dir mal in Auszügen vor, damit du dir ein eigenes Bild machen kannst.

" Männern fällt im Allgemeinen die Rückkehr zu Gott so schwer, weil sie ihre Arbeit und ihr Streben nach Macht, Sicherheit und Wichtigkeit nicht aufgeben wollen."

„Ich habe mich immer wieder gefragt, warum Männer so lange das Kommando hatten“, sagte Mac, „Männer verursachen so viel Leid.“

Dann heißt es weiter, sagt Jesus im Buch: „Die Welt wäre in vielerlei Hinsicht ein viel friedlicherer und sanfterer Ort, wenn die Frauen herrschen würden.“

Das ist schon spannend, weil wenige Seiten davor gesagt wird, dass Autorität schlecht und Herrschen schlecht sei. Da frage ich mich: Wie würden Frauen herrschen und regieren, ohne Autorität? Aber gut.

Dann gibt es im Buch und im Film eine Stelle, die nahelegt, dass Jesus vielleicht kein Christ ist. Schau mal selbst rein:

„Eigentlich bin ich gar nicht das, was man sich unter einem Christen vorstellt, oder?“
„Nein, ich schätze nicht.“

Die Frage, ob Jesus Christ ist, ist natürlich die falsche Frage. Warum? Jesus braucht keine Vergebung für seine eigenen Sünden. Er muss sich nicht an seinen eigenen Tod und seine Auferstehung klammern, um am Tag des Jüngsten Gerichts vor seinem eigenen Urteil gerettet zu werden. Das wäre ja albern.

Die sinnvollere Frage ist vielleicht: Es geht mehr darum, so zu werden wie Jesus. Aber wenn man so etwas sagt wie „Ich bin auch kein Christ“, ohne das weiter zu erklären, dann entsteht für mich zumindest – vielleicht geht es dir anders – eher der Eindruck, dass das Christentum an sich nicht unbedingt positiv dargestellt wird.

Dann gibt es wieder eine sehr emotionale Stelle im Film, in der Mac lernen muss, loszulassen, und danach eine Art Taufe erlebt. Schau mal rein: „Es ist Zeit, loszulassen.“

Das ist alles sehr emotional, klar. Aber mal ganz nüchtern: Was genau soll er denn loslassen?

Hier ein Beispiel für eine biblische, für eine christliche Antwort darauf, was Loslassen auf biblischer Grundlage vor einer Taufe bedeuten würde:

Eine Gemeinde, die ich kenne, stellt ihren Täuflingen vor der Taufe zwei Fragen, sinngemäß:

Frage Nummer eins: Glaubst du, dass deine Sünden dir vergeben werden können und dass Jesus stellvertretend für dich am Kreuz gestorben ist?

Frage Nummer zwei: Versprichst du, Jesus bis an dein Lebensende nachzufolgen und nie aufzuhören, dich nach Jesus auszustrecken?

Das ist eine völlig berechtigte zweite Frage, ohne die man auch nicht getauft wird, und das ist richtig so. Das ist der Bereich von Buße, Reue, Umkehr und Nachfolge.

Das heißt: Christ werden, was in der Taufe mündet oder wo die Taufe ein wichtiger Schritt auf diesem Weg ist, bedeutet, die Sünden loszulassen. Es heißt, sich von bisherigen Gewohnheiten abzuwenden, um mit Jesus die ganze Sache zu machen, mit Jesus durchs Leben zu gehen und Jesus nachzufolgen.

Im Film wird an einer Stelle gesagt, dass Sünde an sich Strafe sei und dass Gott nicht bestraft. Schau mal rein:

„Jeder weiß, dass du Menschen bestrafst, die dich enttäuschen.“
„Nein, ich brauche die Menschen nicht zu bestrafen. Die Sünde in sich ist eine Strafe.“

Dazu würde ich zurückfragen: Wenn Sünde selbst ihre eigene Strafe ist, wo genau besteht dann diese Strafe?

Denn wenn jemand zum Beispiel ein Wirtschaftsverbrechen begeht, mit gewaltigen Summen Geld abhaut, die er durch Betrug genommen hat, und sich damit ein schönes Leben macht – wie das schon tausendfach passiert ist –, dann erlebt dieser Mensch oft im Diesseits überhaupt keine Strafe. Weder in diesem Leben noch in diesem Zeitalter.

Im Buch ist es noch etwas anders. Dort gibt es teilweise ein anderes Verständnis von Sünde. Mac erklärt zum Beispiel seiner jüngsten Tochter, die noch lebt: Jesus hat den Tod selbst gewählt, weil er – Jesus und sein Daddy, also Gott der Vater – dich, mich und alle Menschen liebt. Er hat uns damit von unserer Krankheit errettet.

Dann sagt Gott an einer Stelle zu Mac: „Ihr Menschen seid wirklich blind dafür, welchen Platz ihr in der Schöpfung einnehmt. Ihr habt euch für den zerstörerischen Pfad der Unabhängigkeit entschieden.“ Gemeint ist die Unabhängigkeit von Gott, also Sünde.

Und dann eine spannende Stelle: Gott antwortet Mac, indem er ihm eine Frage stellt: „Warum glaubst du, haben wir – also Gott redet von sich manchmal in der Mehrzahl, dazu gleich – euch Menschen die zehn Gebote gegeben?“

Merkel überlegte einen Moment und sagte: „Ich nehme an, jedenfalls wurde mir das so beigebracht, dass es sich um Regeln handelt, von denen ihr wollt, dass die Menschen sie befolgen. Wer sie befolgt, lebt ein rechtschaffenes Leben und empfängt die Gnade Gottes.“

Das ist ein bisschen schwierig, weil wenn du dich an alle Gebote hältst, brauchst du keine Gnade und keine Vergebung. Aber gut.

Wenn das wahr wäre – was es nicht ist –, entgegnete Saraiju. Saraiju soll den Linken verstellen, dazu gleich.

„Wie viele Menschen glaubst du, haben rechtschaffen genug gelebt, um unsere Gnade zu empfangen?“

Antwortet Mac: „Wenn die Menschen alle so sind wie ich, nicht sehr viele.“

Ja, man könnte sagen: Oh, Sünde ist ein echtes universelles menschliches Problem. Aber dann wird das gleich wieder glattgebügelt und abgewiegelt, dazu gleich.

„Jedes Mal, wenn du jemandem mit Liebe begegnest oder verzeihst, mit jeder liebenswürdigen Tat wandelt sich das Universum zum Besseren.“

„Mit jeder guten Tat wird alles besser?“

Das ist ziemlich entgegen dem, was in der Bibel steht. Zum einen ist das so innerweltlich gedacht, also so, als ob alles sich im Diesseits abspielt, in diesem Zeitalter, als ob es kein Ende der Welt gäbe, sondern alles sich immer weiterentwickelt.

Zum anderen wissen wir aus den biblischen Prophezeiungen, dass es erst einmal schlechter wird, bevor es nach dem Ende der Welt besser wird.

Kritik an der Darstellung des Himmels und der Liebe Gottes

Wie wird in „Die Hütte“ das Ende der Welt beschrieben? In dem Buch sagt Gott zu Mac, unsere letzte Bestimmung sei nicht die Vorstellung vom Himmel, die in unseren Köpfen herumgeistert. Die Frage ist also: Was soll der Himmel laut „Die Hütte“ nicht sein?

Nicht dieses Bild von perlenbesetzten Toren und Straßen aus Gold – eine direkte Ablehnung dessen, was in der Offenbarung und auch an anderen Stellen der Bibel steht. Stattdessen wird von einer neuen Reinigung des Universums gesprochen, nach der es tatsächlich ganz ähnlich aussehen wird wie hier.

Dann stellt sich die Frage: Was will Jesus eigentlich? Im Film sagt Jesus, er wolle hauptsächlich, dass die Menschen spüren, wie es ist, geliebt zu werden. „Schau mal rein und spüre, wie es ist, wahrhaftig geliebt zu werden.“ Bibelisch gesehen ist das jedoch nicht die ganze Wahrheit. Jesus will überdeutlich, dass er Menschen vor dem kommenden Strafgericht Gottes retten will. Das ist sein Ziel.

Noch einmal Johannes 3,16: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gesandt hat, damit alle, die an ihn, den Sohn, glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.“ Darum geht es.

In wenigen Wochen werde ich einen eigenen Beitrag über den historischen Jesus machen – darüber, was er eigentlich wollte und gesagt hat. Das wird spannend.

Im Film gibt es eine Stelle, in der Jesus einige Dinge sagt, die alle so klingen, als ob alles, was Gott will, unsere Liebe sei: „Liebe ist dazu bestimmt, in einer Beziehung lebendig zu sein, Mac. Das ist alles, was wir von dir wollen.“ Das klingt sehr salbungsvoll. Die biblische Antwort darauf ist jedoch ein Jein.

Gott braucht unsere Liebe nicht, aber er möchte sie. Die Frage ist nur, wie. Denn Gott ist gleichzeitig die Gerechtigkeit in Person. Mit unseren eigenen Sünden stoßen wir uns selbst weit von Gott weg. Das ist ein Dilemma, das wir uns selbst eingebracht haben.

Im Film wird Blasphemie als etwas dargestellt, das nicht wirklich schlimm sei. Nehmen wir jetzt einmal die hochemotionalen Stellen heraus, etwa wenn die Tochter stirbt, und schauen uns diese Stelle hier an:

„Na, aber, Entschuldigung, ich meinte das nicht.“ – „Nein, schon in Ordnung. Ich habe es ja getan.“

Ich denke, das passt nicht dazu, dass eine der sieben Bitten des Vaterunsers lautet: „Geheiligt werde dein Name.“ Ich denke auch nicht, dass diese Stelle dazu passt, dass Juden bis heute den Namen Gottes so respektieren, dass sie ihn nicht einmal auszusprechen wagen.

Blasphemie ist für Gott so ernst, dass sie im Alten Testament mit der Todesstrafe geahndet wird. Und schließlich gibt es in „Die Hütte“ keine – und das klingt jetzt vielleicht altbacken – Furcht des Herrn.

Denke noch einmal zurück an das, was wir besprochen haben: die biografischen Einflüsse, das Epheser-Schreiben, Charles Spurgeon und die verschiedenen Generationen. Daraus stammt das.

Die Furcht des Herrn, die Furcht Gottes, ist etwas sehr Gutes und Gesundes. Mein Kollege Nutter von Crosspaint hat dazu etwas wirklich Tiefsinniges geschrieben, das grundbiblisch ist. Er schreibt:

„Wir haben bereits gesehen, dass die Furcht des Herrn der Anfang von Intimität ist. Warum ist das so? Weil Gott Schmerz empfinden kann. Das sehen wir zum Beispiel in den Tagen vor der Sintflut, als es den Herrn reute, dass er den Menschen gemacht hatte auf der Erde, und es schmerzte ihn in sein Herz hinein.

Gott schützt sich vor der Schlechtigkeit der Menschen, aber er offenbart sich den Menschen, die wahrhaftig sind. Wahrhaftige Menschen sind diejenigen, die Gott so behandeln, wie er wirklich ist. Und Gott ist wirklich schrecklich. Er ist furchterregend in seiner Gestalt und wunderbar in seinem Wesen.

So wunderbar, dass wir uns vor ihm fürchten, wenn wir uns seiner Gottheit nähern. Menschen, die das verstehen, sind Menschen, mit denen der Herr sprechen kann. Er sagt in Psalm 25: ‚Das Geheimnis des Herrn ist für die, die ihn fürchten.‘ Wir könnten genauso gut sagen: Der Herr hat enge Vertrautheit mit denen, die ihn fürchten.

Und jetzt wichtig: Du möchtest den Herrn besser kennenlernen? Fürchte ihn! Dann wird er zu dir kommen und sagen: ‚Fürchte dich nicht.‘“

Ich habe das in einem der letzten Videos genauer erklärt. Wenn du möchtest, drücke die Glocke unter diesem Video, dann wird dir das auch angezeigt – zum Thema Furcht Gottes und wie Gott eigentlich im Neuen Testament dargestellt wird.

Größere theologische Probleme: Mission und Evangelisation

Und damit kommen wir jetzt zu den etwas größeren Problemen. Im Neuen Testament macht Jesus sehr deutlich, was unser Auftrag ist: Er sagt, wir sollen in alle Welt gehen und das Evangelium allen Menschen verkünden. Er geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu seinen Jüngern. Es gibt viele weitere Stellen, die das belegen. Das bedeutet Mission, auf Deutsch Evangelisation, also anderen von Jesus zu erzählen.

Das ist ein ganz zentraler Bestandteil im Leben eines Christen und sollte für jeden selbstverständlich sein. Jesus selbst ist da kristallklar.

Schauen wir uns nun an, was Young in seinem Buch dazu schreibt. Ich zitiere hier nur Auszüge: Er schreibt: „Jene, die mich meinen, also Gott lieben, kommen aus allen existierenden Systemen. Viele von ihnen gehören keiner Kirche an. Ich habe nicht den Wunsch, Christen aus ihnen zu machen“, schreibt Young aus der Perspektive Gottes.

Dann heißt es weiter, dass Jesus in diesem Buch sagt: „Es bedeutet, dass ich, Jesus, dir, dem Menschen, auf jedem Weg folge, den du beschreitest, so dass wir einander jederzeit finden können.“

Gottesbild und Trinität in der Hütte

Und damit sind wir beim Elefanten im Raum: Welches Gottesbild gibt es in „Die Hütte“?

Zunächst haben wir das grundsätzliche Problem, dass in den Zehn Geboten steht: „Du sollst dir kein Bildnis machen.“ Das heißt, man soll sich kein Bild von Gott machen. Das kann ich gut nachvollziehen, wenn Leute sagen, es sei nicht in Ordnung, Gott bildlich darzustellen.

Dann gibt es das nächste Thema: die Trinität. Viele Muslime – ich hatte als Kind und Jugendlicher viel Kontakt mit Muslimen – glauben, und das ohne böse Absicht, dass Christen mindestens drei Götter anbeten. Ich erinnere mich, dass ich selbst vor meiner Christwerdung Christen nach der Trinität gefragt habe. Oft bekam ich viel emotionales Geschwafel, aber wenig handfeste Informationen.

Drei kurze Punkte zur Trinität: Erstens machen sowohl das Neue Testament als auch das Alte Testament absolut eindeutig klar, dass es nur einen einzigen Gott gibt. Nichts anderes. Das ist der Rahmen, in dem sich alles andere abspielt.

Innerhalb dieses Rahmens können wir die Frage stellen: Wie genau ist Gott? Manchmal spricht die Bibel vom Schöpfervater, manchmal von Jesus, dem Sohn, und manchmal vom Heiligen Geist. Sind diese drei göttlich? Wenn nein, gibt es keine Trinität. Wenn ja, dann ist nur diese Dreieinigkeit möglich, weil wir wissen, dass Gott nur einer ist.

Es gibt zahlreiche Stellen, in denen alle drei – der Vater, der Sohn und der Heilige Geist – als allwissend, allgegenwärtig und als Gott selbst beschrieben werden. Darüber kann man nicht hinweggehen.

Wie genau die Trinität funktioniert, weiß ich auch nicht. Die Bibel erklärt das auch nicht. Und das ist in Ordnung. Es geht nicht immer nur darum, alles mit dem Verstand zu sezieren. Es scheint kein Kernthema in der Bibel zu sein, das wir unbedingt verstehen müssen.

Wer dennoch mehr wissen möchte, kann gerne die Glocke unter diesem Video drücken. Dort habe ich mehrere eigene Beiträge zur Trinität gemacht.

Im Buch „Die Hütte“ versucht Young zunächst, dem klassischen Trinitätsverständnis treu zu bleiben. Er schreibt: „Wir, sagt Gott, sind nicht drei Götter. Wir sprechen auch nicht über einen Gott in drei unterschiedlichen Aspekten, wie etwa ein Mann, der Ehemann, Vater und Arbeitnehmer ist, sondern ich bin ein Gott und ich bin drei Personen, und jede der drei ist vollkommen dieser eine Gott.“ Das klingt erst einmal gut.

Aber dann wird es kritisch – schon beim Namen Gottes. In „Die Hütte“ hat Gott drei verschiedene Namen. Einmal „Papa“, was am Anfang an die Art erinnert, wie Jesus in Markus 14 sagt: „Abba“, was aramäisch für Papa oder Papi ist. Auch in Römer 8 heißt es: „Jetzt können wir zu Gott kommen und zu ihm sagen: Abba, lieber Vater.“ Ich persönlich würde Gott nicht Papa nennen, aber ich kann nachvollziehen, wenn jemand das tut.

Dann wird Gott der Vater im Buch „Elusia“ genannt. Hier muss man überlegen: „El“ ist der aramäische und hebräische Begriff für Gott, also eine Bezeichnung für Gott oder Gottheit. „Usia“ ist ein griechischer Begriff, ein philosophischer Begriff für Wesen oder Sein. Es werden also zwei völlig verschiedene Sprachen kombiniert und daraus ein zusammengesetztes Substantiv gebildet.

Ich werde demnächst ein ausführliches Video über den Namen Gottes machen. Wer möchte, kann gern die Glocke drücken, um das nicht zu verpassen.

Der vielleicht größte Knackpunkt ist jedoch, wie der Heilige Geist in „Die Hütte“ genannt wird: mit dem Namen „Saraju“. „Ich bin Saraju.“ Saraju ist ein hinduistischer Name, ein Eigenname, ähnlich wie „Klaus“ im Deutschen. Es ist der Name eines Gebirgsflusses in Nordindien an der Grenze zu Nepal, bei dem der Legende nach eine hinduistische Gottheit geboren wurde.

Dieser Name „Saraju“ ist also hinduistischer Herkunft, was ich belegen kann. Man sieht zum Beispiel, dass der Name Saraju weltweit vor allem in Regionen mit hinduistischer Bevölkerungsquote bekannt ist.

Im Film und im Buch wird außerdem eine Art Regenbogen hinter dem Heiligen Geist beschrieben. Das erinnert an Offenbarung 4, wo Johannes beschreibt, wie er Gott sieht: Die Gestalt leuchtete wie ein Edelstein, wie Jaspis oder Karneol, und um den Thron strahlte ein Regenbogen, schimmernd wie lauter Smaragde.

Damit sind wir beim Eingemachten angekommen.

Darstellung Gottes als Frau und theologische Reflexion

Gott, der im Buch übrigens flucht und Dinge sagt wie „verdammt noch mal“ und so weiter, wird einfach in der Hütte als Frau dargestellt. Als Mann und als Vater?

Weißt du, vor ein paar Jahren habe ich in Werken von Sigmund Freud, Anna Freud und Carl Gustav Jung gelesen. Dabei stieß ich auf einen Gedanken: Seit langer Zeit denken viele führende Psychoanalytiker, dass Mütterliches und Weibliches für Kinder wichtig sind, damit sie unbedingte Annahme lernen können.

Umgekehrt sind Männliches und Väterliches wichtig, um herauszufordern, um konstruktiv Ansprüche zu stellen und uns mit der Welt zu konfrontieren. Ob das stimmt oder nicht, darüber können wir uns gern ohne Hysterie in den Kommentaren austauschen.

Aber wenn das stimmt, dann bedeutet das, dass Mac für den Anfang die unbedingte Annahme brauchte. Dazu würde zum Beispiel passen, was im Buch geschrieben steht: Gott sagt darin, wenn ich mich entscheide, dir, Mac, als Mann oder als Frau zu erscheinen, geschieht das, weil ich dich liebe. Dass ich dir als Frau erscheine und vorschlage, dass du mich Papa nennst, ist einfach eine Vermischung von Metaphern, die verhindern soll, dass du allzu schnell in deine gewohnte religiöse Konditionierung zurückfällst.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage: Wie ist das in der Bibel? Manchmal wird gesagt, dass Gott in der Bibel als weiblich dargestellt wird, aber das stimmt leider nicht.

Weißt du, behalte einfach mal im Hinterkopf: Wie viele Verse hat die Bibel? Die Bibel hat 31.102 Verse in 1.189 Kapiteln. Das heißt, du müsstest schon eine Menge Stellen finden, die sagen, Gott ist weiblich, damit das eine vernünftige Diskussion wird.

Die zwei Stellen, auf die Menschen, die behaupten, Gott sei angeblich eine Frau, sich manchmal beziehen, sind folgende:

Einmal eine Prophezeiung über die Zeit nach dem Weltuntergang in Jesaja 66, wo es heißt: „Ich will euch trösten, wie nur eine Mutter trösten kann.“

Ich denke, es ist schwierig, diese Stelle als Grundlage heranzuziehen. Warum? Zum einen wird hier nicht gesagt, dass Gott eine Mutter ist, sondern es wird ein Vergleich herangezogen. Gott wird in der Bibel auch mit anderen Dingen verglichen, wie zum Beispiel mit Tieren – etwa einem Löwen – oder mit unbelebten Gegenständen wie einem Felsen.

Zum anderen geht es hier darum, dass das Trösten verglichen wird – die Art und Weise des Tröstens als Adverb – nicht Gott an sich wird verglichen.

Dann wird manchmal behauptet, der Geist Gottes werde im Alten Testament als „Ruach“ bezeichnet, und „Ruach“ ist das hebräische Wort für den Geist Gottes. Diese Vokabel „Ruach“ ist weiblich, und deshalb sei Gott weiblich, angeblich.

Das ist aber auch kein plausibles Argument. Warum? Weil „Ruach“ einfach ein weibliches Wort ist. Im Hebräischen haben unter anderem abstrakte Substantive häufig ein feminines Genus.

Dieses Wort „Ruach“ heißt wörtlich übersetzt „der Hauch“. Das ist etwas, was nicht greifbar ist. Du könntest genauso gut sagen, das lateinische Wort „Spiritus“ sei männlich, oder im Neuen Testament, wo vom Heiligen Geist die Rede ist, steht im Griechischen „Pneuma“, das sächlich ist. Trotzdem sagt niemand, dass Gott ein Gegenstand ist. Das wäre die gleiche Argumentation.

Fakt ist einfach: Es gibt von den 31.102 Versen der Bibel keinen einzigen, der Gott im Grundtext als „sie“ bezeichnet. Und wenn schon, dann wird Gott in vergleichender Sprache überwiegend mit männlichen Eigenschaften beschrieben.

Tatsächlich ist es aber so – um das ganz deutlich zu machen: In der Bibel ist Gott weder Mann noch Frau, sondern Gott ist Geist. Und die, die ihn anbeten wollen, beten ihn an in Geist und in Wahrheit.

Panentheismus und Gottesbeziehung in der Hütte

Dann ist es ebenfalls kritisch, was Young in dem Buch schreibt. Das ist nämlich etwas, was wir heutzutage religionswissenschaftlich als Panentheismus bezeichnen – nicht Pantheismus, sondern Panentheismus.

In der Bibel ist es so: Es gibt Gott und es gibt die Schöpfung. Es gibt hier Gott und hier die Schöpfung, die er erschaffen hat. Panentheismus bedeutet jedoch, dass Gott auf eine ganz mystische Weise irgendwie verknotet und verwoben ist mit der Schöpfung.

Am Ende des Buches fragt Mac: Werde ich dich, Gott, also wiedersehen? Die Antwort lautet: Du kannst mich in einem Gemälde sehen, einem Musikstück, einem Menschen, in der Schöpfung oder in deinen Freuden und Sorgen.

Interessant ist allerdings, was Gott in der Hütte hier sagt: „Ich habe mich so darauf gefreut, dich endlich von Angesicht zu Angesicht zu sehen.“ Gott freut sich also, uns zu sehen.

Da stellt sich die Frage: Warum können wir Gott eigentlich noch nicht sehen? Darauf werde ich in einem der nächsten Videos eingehen. Du kannst gerne die Glocke unter diesem Video drücken, dann wird dir das angezeigt.

Leid und Theodizee in der Hütte

Der nächste große Elefant im Raum ist das Leid in der Welt. Ich denke, das Buch „Die Hütte“ stellt zwei große Fragen, um die sich die ganze Geschichte dreht. Die erste Frage lautet: Bin ich von Gott geliebt? Die zweite Frage ist: Warum lässt Gott das Leid in der Welt zu?

Die erste Frage, ob ich von Gott geliebt bin, wird in „Die Hütte“ mit Ja beantwortet. Die zweite Frage, warum Gott das Leid in der Welt zulässt, wird hingegen nicht wirklich beantwortet. Im Buch heißt es: „Du hast grenzenlose Macht, und trotzdem hast du meine kleine Tochter sterben lassen. Ich habe sie nie allein gelassen. Die Wahrheit befreit jeden, Mackenzie. Du veranlasst zwar so etwas nicht, aber du tust nichts, um es zu verhindern. Alles betrachtest du nur durch das Schlüsselloch deines Schmerzes. Der eigentliche Fehler in deinem Leben ist, dass du nicht verstehst, dass ich gut bin. Wir rechtfertigen gar nichts. Wir würden dich gern heilen, wenn du es zulässt.“

Außerdem gibt es im Buch mehrfach sehr kryptische und unklare Aussagen. Als ich das Buch gelesen habe, habe ich mir mehrmals am Rand notiert: „Okay, aber was heißt das jetzt konkret?“ Die Grundaussage ist häufig – auch im Film – so etwas wie: „Vertrau mir, ich bin da.“ Das klingt emotional schön, aber Atheisten fragen zu Recht: „Was soll das helfen?“

Ich möchte jetzt keine garstigen historischen Beispiele ausgraben, aber wenn du an Menschen denkst, auch bei uns in der Bundesrepublik Deutschland, die vor Jahrzehnten fürchterliches Unrecht und Leid erlitten haben, und wenn du ihnen dann sagst: „Ja, du erlebst jetzt ganz, ganz fürchterliches, Unaussprechliches, aber Gott ist da. Vertraue ihm einfach“, dann würde ich zynisch sagen: „Ey, wenn das die Begleitung ist, während meine ganze Familie umgebracht wird und ich gefoltert werde – soll das die Begleitung sein? Wenn das die Begleitung ist, dann kann ich auch darauf verzichten.“

Tatsächlich gibt die Bibel fünf ganz klare Antworten auf die Frage, warum es Leid gibt und warum Gott Leid zulässt. Das Thema Theodizee, also warum Gott Leid zulässt, ist emotional sehr aufgeladen. Aber inhaltlich gibt es keinen Grund, um den heißen Brei herumzureden.

Was diese fünf Gründe sind, habe ich dir hier unter diesem Video verlinkt. Du kannst einfach daraufklicken. Dort findest du einen kurzen Input von etwa zwanzig Minuten, in dem das Ganze mit Belegen erklärt wird.

Größtes Problem: Allversöhnung und Universalismus

Und damit sind wir beim größten Problem bei "Die Hütte": der Allversöhnung, dem Universalismus. Dahinter steckt die alles entscheidende Frage: Kommen alle in den Himmel? Die biblische Antwort darauf ist glasklar: Nein.

Warum ist das so ein Riesending? Bei Glaubensfragen, und sobald du prüfen willst, ob etwas eine Irrlehre oder biblisch ist, musst du erst einmal überlegen, wie wichtig das Thema überhaupt ist. Lohnt sich da überhaupt eine Auseinandersetzung? Zum Beispiel beim Singen im Gottesdienst: Soll man stehen oder sitzen? Das ist nicht heilsrelevant, deswegen kommt niemand in die Hölle. Da lohnt sich die Auseinandersetzung nicht. Oder wie alt die Erde ist – auch hier kommt niemand in die Hölle, weil er eine bestimmte Vermutung hat.

Aber diese Sache mit der Allversöhnung: Es gibt ja nichts Wichtigeres als die Frage, wo du die Ewigkeit verbringst. Und das hat enorme Auswirkungen. Ich glaube, vielen Leuten ist gar nicht klar, was an dieser Behauptung mit der Allversöhnung das eigentliche Riesenproblem ist. Als Vergleich: Das ist ungefähr so, als würdest du jemanden, der in einem brennenden Hochhaus sitzt und gerade noch den Notausgang nehmen kann, sagen: „Es ist nur eine Fehlfunktion der Heizung, besteht keine Gefahr, mach es dir einfach gemütlich.“ Und das, während die Flammen schon im Nebenzimmer sind.

Das ist eine ganz, ganz große Sache, weil so etwas dazu führt, dass Menschen, die auf direktem Weg in die Hölle sind, aber gerettet werden können, eingeredet wird, es drohe keine Gefahr. Sie müssten ihre Sünden nicht vergeben bekommen, sie müssten überhaupt nicht gerettet werden – all das wäre gar nicht nötig. Und weißt du, ich will mir nicht einmal ansatzweise vorstellen, wie viele Menschen eines Tages aus allen Wolken fallen werden, weil sie merken: „Ach du Schande, es gibt ein jüngstes Gericht, und ich habe es nicht ernst genommen.“

Wenn ich es mal stark verharmlose: Das ist, wie Leute, die direkt auf einen Wasserfall zutreiben, mit verbundenen Augen in die andere Richtung schauen und fröhlich noch währenddessen Partylieder über das ruhige Gewässer summen. Wer als Lehrer und Prediger solche brutalen, zerstörerischen Irrlehren wie die Allversöhnung verbreitet – sei es in Kirchen, Gemeinden oder Medienhäusern – ist wie jemand, der dir direkt auf der Autobahnauffahrt den Gurt durchschneidet. Das ist wie jemand, der dir direkt vor dem Skydiving den Fallschirm wegnimmt.

Weißt du, die Allversöhnung ist eine der wenigen katastrophalen Irrlehren, die direkt dafür verantwortlich ist, dass Leute auf dem Weg in die Hölle bleiben und dort enden. Und da muss in dir und mir der Reflex kommen: Da hört der Spaß auf.

Vor einiger Zeit habe ich dem christlichen Medienmagazin Pro ein Interview gegeben und dabei etwas gesagt, was kontrovers aufgenommen wurde. Und was ich gesagt habe, war folgendes Zitat:

„Wenn in manchen Teilen der evangelischen Kirche in Deutschland behauptet wird, es gebe Allversöhnung, die Hölle wäre leer und alles, was Jesus über Verdammnis und übrigens auch über Rettung und das Evangelium gesagt hat, wäre falsch, dann heißt das natürlich, dass niemand erst gerettet werden muss. Denn es ist logisch, dass Menschen, die an Allversöhnung glauben, nicht missionarisch und nicht evangelistisch aktiv sind.“

Dieses Thema der Allversöhnung ist eines der neuen Kernmerkmale, an denen du progressive Theologie und liberale Gemeinden erkennen kannst. Meiner Meinung nach darfst du gern widersprechen, aber ich denke, Allversöhnung ist die vielleicht gefährlichste Irrlehre unserer Zeit.

Ich habe dazu einen eigenen Beitrag gemacht, in dem wir im Detail darüber aufklären. Ich widerlege das Schritt für Schritt und zeige dir, warum das unbiblisch ist. Drück gerne die Glocke unter diesem Video, dann wird dir das angezeigt.

Und in dem Buch „Die Hütte“ schwingt Allversöhnung immer wieder mit. An einer Stelle sagt Gott: „Ich habe nichts, nichts übrig für Demütigung, Schuldgefühle oder Verdammnis.“ An einer anderen Stelle sagt er, ich lese in Auszügen: „Du willst wissen, was Jesus am Kreuz vollbracht hat? Durch seinen Tod und seine Auferstehung bin ich jetzt völlig mit der Welt ausgesöhnt.“ Dann kommt die Rückfrage: „Mit der ganzen Welt? Du meinst mit jenen, die an dich glauben?“ „Mit der ganzen Welt, Mac.“

Und wieder an einer anderen Stelle heißt es: „Dank Jesus gibt es heute kein Gesetz mehr, das verlangt, dass ich dich an deine Sünden erinnern muss. Sie sind null und nichtig, was dich und mich betrifft. Unsere Beziehung wird durch sie in keiner Weise beeinträchtigt, das gilt für dich und für alle Menschen.“ Und dann geht es sogar darum, dass gesprochen wird von dem Mörder der Tochter.

Das heißt, dieses Thema der Allversöhnung ist immer wieder zwischen den Zeilen da. Young, der Autor des Buchs, hat das später klipp und klar bestätigt, dass das seine Position ist, und er möchte, dass Leute das glauben.

Deshalb möchte ich dir jetzt etwas zeigen, das erst vor kurzem so klar an die Öffentlichkeit gekommen ist. Frag dich einfach mal selbst: Welches spirituelle Leben wird denn in „Die Hütte“ empfohlen? Durchgängig kritisch wird die Rolle von Männern gesehen, durchgängig kritisch wird die Rolle von Kirchen und von Gemeinden betrachtet. Das ist natürlich krass, weil im Neuen Testament die Gemeinde sehr, sehr wichtig ist. Schau mal in Apostelgeschichte 2, wo es heißt, sie blieben beharrlich im Gebet, beharrlich in der Gemeinschaft. Oder im Hebräerbrief, wo es heißt: „Haltet euch weiter an die Versammlungen“ – richtig wichtig.

Young dagegen spricht in seinem Buch von Gemeinden als religiösen Machtpolitikern und Strippenziehern. Jegliche Art von theologischer Ausbildung wird kritisch gesehen. Okay, das kann ich jetzt zum Teil aus Spaß nachvollziehen, aber Spaß beiseite: Überleg doch mal, was das heißt. Auch die Bibel wird kritisch betrachtet. Schau doch einfach mal, wie und mit welchem Tonfall sich in „Die Hütte“ über das Wort Gottes geäußert wird.

Gottes Stimme wurde zu bedrucktem Papier reduziert, und selbst dieses geschriebene Wort musste dann noch von den richtigen Autoritäten entschlüsselt und vermittelt werden. Die direkte Kommunikation mit Gott blieb anscheinend den Menschen der Antike und den Unzivilisierten vorbehalten, während der Zugang des gebildeten westlichen Menschen zu Gott von der Intelligenzija – also gemeint ist die gebildete Schicht – kontrolliert und moderiert wurde.

Niemand wollte einen lebendigen Gott zum Anfassen, alle bevorzugten ihn in Buchform, besonders wenn es sich um ein teures, in Leder gebundenes Buch mit Goldrand handelte. Oder war es ein Schuldrand?

Weißt du, mein Eindruck – und der kann falsch sein – ist, dass es im Film und im Buch „Die Hütte“ darum geht, von emotionalen Verletzungen frei zu werden. Und das ist auch super wichtig. Ich kenne zum Beispiel eine Gemeinde, wo im Rahmen der Taufvorbereitung genau das geübt wird, damit man schon, in meinen Worten, ein Anfangstraining darin hat, wie man das Leben als Christ besser führen kann, ein Anfangstraining darin, von emotionalen Verletzungen frei zu werden.

Aber stell dir einfach mal vor, du bist jetzt jemand wie beispielsweise ich mit meinem Hintergrund. Ich bin damals als Atheist aufgewachsen, als Unteratheist. Das heißt, bis ich im jugendlichen Alter war, hatte ich keine zwei Kirchen von innen gesehen und noch nie mit einem bekennenden Christen ein Wort gewechselt.

Wenn du diesen Hintergrund hast, was würdest du dann aus „Die Hütte“ herausnehmen? Wofür genau wäre Jesus dann laut „Die Hütte“ gestorben?

Also, auf den Punkt gebracht – und das klingt jetzt sehr hart, aber es trifft zu: Wenn du nur „Die Hütte“ liest, dann wirst du nicht wissen, was es mit dem Kreuz auf sich hat. Dann wirst du nicht wissen, welchen Unterschied Jesus’ Tod und Auferstehung zuvor gemacht haben. Dann wirst du auch nicht wissen, was die historische Grundlage des Christentums ist. Dann wirst du nicht wissen, warum oder wozu es eine Bibel gibt. Dann wirst du nicht wissen, wie du Christ werden kannst. Und du wirst auch nicht wissen, was einen Christen von einem Muslim oder Pantheisten unterscheidet. Und du wirst auch gar nicht wissen, wofür du überhaupt Christ werden sollst.

Das heißt zusammengefasst: keine Buße, keine Bibel, kein jüngstes Gericht, keine Ortsgemeinde. Das sind aber haargenau die Sachen, die ich hier seit dreieinhalb Jahren predige: Buße, Bibel, jüngstes Gericht, Ortsgemeinde, Evangelium.

Mann, ich predige das doch nicht, weil das meine persönlichen Lieblingsthemen sind, sondern weil diese Themen Jesus so sehr am Herzen gelegen haben, dass er sie selbst dreieinhalb Jahre lang gepredigt hat. Frag dich selbst einfach: Am Ende von „Die Hütte“ – ist Mac Christ? Versteht er das Kreuz? Ist er durch das Kreuz hindurchgegangen? Versteht er, dass es im Christentum um reale Geschichte des Weltgeschehens geht, nicht um irgendwelche innerpsychischen Erlebnisse oder irgendwelche Gefühle?

Weißt du, einiges in „Die Hütte“ wird sehr, sehr stark zwischen den Zeilen nahegelegt, aber es wird nicht klar ausbuchstabiert, sodass viele Leser lange gerätselt haben, ob William Paul Young wirklich gemeint hat, was er hier andeutet.

Aber dann, zeitgleich mit dem Film, hat Young ein weiteres Buch veröffentlicht, das sein Vermächtnis für alle klar machen soll. Bitte deine eigene Meinung. In diesem zweiten Buch stellt Young folgende Behauptungen auf, die er möchte, dass wir sie teilen. Er behauptet fünf Dinge:

Nummer fünf: Gott wäre nicht an den christlichen Glauben gebunden, sondern überall.

Nummer vier: Gott hätte nicht das Christentum gewollt.

Nummer drei: Sünde würde uns nicht von Gott trennen.

Nummer zwei: Jesus hätte nicht sterben müssen.

Nummer eins: Niemand müsste gerettet werden.

Damit bestätigt Young ausdrücklich das, was du vermuten wirst, wenn du „Die Hütte“ liest, und buchstabiert das über viele Seiten aus. Und damit stellt er sich eins zu eins gegen das, was Jesus sagt.

Schlussfolgerungen und Appell zur Wachsamkeit

Was nehmen wir jetzt hieraus mit? Mindestens diese zwei Dinge:

Erstens: Glaub nicht alles, was du fühlst.

Zweitens: Lass uns – dich und mich – richtig sensibel darauf achten, dass wir keinen Missbrauch zulassen. Es darf nicht dazu kommen, dass Menschen so starke geistige Verletzungen erleiden, dass sie meinen, es sei nötig, solche Dinge laut in die Welt hinauszuschreien.

Warum? Weil wir keinen Missbrauch zulassen dürfen, der zu solchen Verletzungen führt. Häufig stehen hinter Behauptungen wie denen in der Hütte genau solche Verletzungen.

Lass uns ganz selbstkritisch in unseren eigenen Gemeinden Acht geben. Wir sollten besonders wachsam sein gegenüber sexuellem Missbrauch, aber auch gegenüber geistlichem, emotionalem und Machtmissbrauch – kurz gesagt, gegenüber jeglicher Art von Missbrauch.

Wenn du denkst, so etwas könne in deiner Gemeinde nicht vorkommen, nach dem Motto: „Bei uns würde so etwas nie passieren“, dann ist das Augenwischerei. Genau solche Gemeinden sind besonders anfällig dafür.

Halte dir immer wieder vor Augen: Wer in der Gemeinde ein Amt hat, wird besonders hart beurteilt. Wer die Verantwortung trägt, in Liebe die Wahrheit zu verkünden – und zwar Liebe und Wahrheit gemeinsam – steht in besonderer Verantwortung.

Ich hoffe, ich konnte dazu hier etwas beitragen. Danke fürs Einschalten. Abonniere gern den Kanal und schau mal, ob dieses Video dir als Nächstes weiterhilft.