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Josua 20, 1 - Josua 21, 42

17.10.2013
SerieTeil 21 / 26Höningen 2013 - Das Buch Josua
Wenn Gott nicht deine Zuflucht ist, wird er zum Richter. Die Zufluchtsstädte zeigen: Es gibt einen sicheren Ort – aber du musst dorthin fliehen, bevor es zu spät ist.

Einordnung der Zufluchtsstätten im Aufbau des Buches

 Josua Kapitel 20: Wir sind jetzt bei den Zufluchtsstätten, also bei der Bestimmung der Sonderstätten. Das wäre nun Groß B im zweiten Teil des Josua-Buches, Groß B unter der Verteilung und Organisierung des Landes: Bestimmung von Sonderstätten, Kapitel 20 und 21. Und darin zuerst die Zufluchtsstätte.
Und Jahwe redete zu Josua und sagte: Rede zu den Söhnen Israels und sprich: Bestimmt euch die Zufluchtsstädte, von denen ich durch Mose zu euch geredet habe, damit dorthin ein Totschläger fliehe, der jemanden aus Versehen, unabsichtlich, erschlagen hat. Sie sollen euch zur Zuflucht vor dem Bluträcher sein. Und er soll in eine von diesen Städten fliehen und am Eingang des Stadttores stehen und vor den Ohren der Ältesten jener Stadt seine Sache vorbringen. Und sie sollen ihn zu sich in die Stadt aufnehmen und ihm einen Ort geben, damit er bei ihnen wohne. Und wenn der Bluträcher ihm nachjagt, so sollen sie den Totschläger nicht in seine Hand ausliefern, denn er hat seinen Nächsten unabsichtlich erschlagen, und er hasste ihn vorher nicht. Er soll in jener Stadt wohnen, bis er vor der Gemeinde zu Gericht gestanden hat, bis zum Tod des Hohen Priesters, der in jenen Tagen sein wird. Dann mag der Totschläger zurückkehren und in seine Stadt und in sein Haus kommen, in die Stadt, aus der er geflohen ist.
Und sie heiligten sie, das heißt, sie sonderten sie ab: Sie heiligten Kedesch in Galiläa im Bergland Naftali, Sichem im Bergland Ephraim und Kirjat-Arba, das ist Hebron, im Bergland Juda. Und jenseits des Jordans von Jericho im Osten bestimmten sie Bezer in der Wüste, in der Ebene, vom Stamm Ruben, Ramot in Gilead vom Stamm Gad und Golan in Basan vom Stamm Manasse.
Das waren die bestimmten Städte für alle Söhne Israels und für den Fremden, der in ihrer Mitte weilte, damit jeder dorthin fliehe, der jemanden aus Versehen erschlagen würde, damit er nicht durch die Hand des Bluträchers sterbe, bis er vor der Gemeinde gestanden habe.
Sechs Zufluchtsstädte. Ich habe sie auf der Folie nochmals aufgeschrieben. Man kann übrigens auch den Namen dieser Städte, wo habe ich sie? Nein, zuerst einmal die Lage dieser Städte hier. Wir haben drei im Westen, und man sieht, sie sind schön verteilt. Es ist immer ein blauer Pfeil dabei. Wenn man genau schaut, kann man den sehen. Also im Norden, in der Mitte und im Süden im Westjordanland und auch im Norden, in der Mitte und im Süden im Ostjordanland. Schön verteilt, damit jeder, der jetzt so einen Fall hat, möglichst schnell dorthin kommt, in die Stadt. Also gut zu erreichen.
Man hat auch die Straßen zu diesen Städten angeschaut, dass sie in Ordnung sind, damit man dort schnell hinkann, mit Wagen oder mit Rossen oder mit was auch immer oder zu Fuß. Diese Städte haben auch einen besonderen Namen, eine Bedeutung. Hier? Die? Die Liste. Entschuldigung, Entschuldigung. Ich habe jetzt schon die mit, also Kedesch. Oder vielleicht ist die andere noch besser, da sieht man auch, wo es war. Das war hier.
Kedesch in Naftali, Sichem in Ephraim, Hebron in Juda. Hebron also die Stadt Kalebs. Sichem, das ist auch eine besondere Stadt dort in Ephraim, die Stadt zwischen Ebal und Garizim. Die Stadt Sichem ist auch die Stadt, wo Josua dann das ganze Volk versammelte. Ist auch nicht weit weg, das Ganze nicht weit weg von Silo. Und im Ostjordanland Bezer in Ruben, Gad, Ramot in Gad und Golan in Manasse.
Die Reihenfolge hier ist vom Norden in den Süden und vom Süden in den Norden, also auf der Westseite vom Norden in den Süden und auf der Ostseite vom Süden in den Norden.
Die Bedeutung dieser Namen: Kedesch heißt Heiligtum oder kann auch Heiligkeit heißen, aber Heiligtum, ich weiß nicht, wie es auf Gerechtigkeit kommt, das ist nicht richtig. Das dürfte ein Fehler sein. Kedesch heißt Heiligtum, Sichem heißt Schulter, Hebron heißt Gemeinschaft, Bezer ist Gold- oder Silbererz, Ramot heißt Anhöhen oder einfach Höhen, und Golan heißt Exil oder Auswanderung.

Die sechs Städte und ihre geistliche Bedeutung

Nun, die Zufluchtsstätte ist ein Bild für Gott, eigentlich ein Bild für das Evangelium. Der Mörder, der Totschläger, das ist das Bild des Menschen.
Lesen wir Apostelgeschichte 3,17, eigentlich schon Vers 15: Den Anführer des Lebens habt ihr getötet, den Gott von den Toten erweckte, wovon wir Zeugen sind. Und auf den Glauben an seinen Namen hin stärkte sein Name diesen. Da redet er von der Heilung dieses Mannes dort.
Vers 17: Und nun, Brüder, ich weiß, dass ihr in Unwissenheit gehandelt habt, wie auch eure Obersten. Also, als ihr Jesus Christus getötet habt, habt ihr in Unwissenheit gehandelt. Ihr habt nicht gewusst, wen ihr da eigentlich tötet, oder es war euch noch nicht wirklich klar. Ja, das war euch noch nicht wirklich klar. Ihr habt in Unwissenheit gehandelt.
Das nimmt eure Schuld nicht weg, aber ihr seid wie ein Totschläger. Und für Totschläger gibt es noch eine Möglichkeit, der Blutrache zu entgehen, nämlich den Zufluchtsort. Der Herr Jesus ist der Zufluchtsort. Jetzt kann man gerade zu diesem, der getötet wurde, der nämlich auch auferstanden ist, fliehen, um dem Gericht zu entgehen.
Israel hat den Messias verworfen, aber Gott gibt ihnen wie einem Totschläger noch eine gewisse Zeit, bevor das Gericht kommt. Gott lässt Israel noch Zeit, dass sie jetzt wieder den Zufluchtsort aufsuchen, bevor das schreckliche Gericht kommt. Im Jahre siebzig nach Christus kam es. Es war so schrecklich, dass man es nicht vergleichen kann.
Eine Stadt, in der eine Million Menschen getötet werden und das Blut auf den Straßen rinnt. Eine Stadt, in der hunderttausend von Sklaven weggeführt werden. Die Stadt wird völlig zerstört, kein Stein bleibt auf dem anderen. Jerusalem wurde siebzig nach Christus zerstört. Also, die letzten Reste wurden hundertfünfunddreißig nach Christus dann noch zerstört. Da wurde alles geschliffen, da blieb gar nichts mehr übrig, außer ein paar Grundmauern vom Tempel, die heute die Klagemauer sind. Aber es wurde jetzt völlig zerstört.
Das Gericht Gottes kam über das Judentum, über die Stadt. Aber in der Zwischenzeit gab es noch diese Zeit, zum Zufluchtsort zu fliehen, für Israel. Da war der Zufluchtsort da, der Messias. Der Rächer, also der Rächer würde kommen und würde dann denjenigen noch ... Also, der würde sein Blut fordern.

Flucht, Sicherheit und der hohe Priester

Interessant ist bei diesen Zufluchtsstätten, dass Gott einen nicht dorthin tragen kann. Wenn also jemand ein Totschläger gewesen ist, dann kann man nicht einfach warten und sagen: Gott, bitte trage mich jetzt schnell in die Zufluchtsstadt. Man muss sich schon selbst dorthin bemühen. Man muss darauf achten, dass man möglichst schnell dorthin läuft, bevor der Rächer kommt.
Und im Evangelium ist es auch so. Gott gibt noch eine Chance, aber man muss selbst dorthin fliehen. Anhand dieser Zufluchtsstätte kann man das Evangelium sehr schön verkündigen. Und wenn Gott nicht unsere Zuflucht wird, dann wird er unser Rächer, dann wird er der Bluträcher. Wenn er nicht unsere Zuflucht ist, wenn wir ihn nicht als Zufluchtsort aufsuchen, Jesus Christus, dann wird er als Richter und Rächer kommen.
Also jeder, der diesen Totschlag begangen hat, aber dann nicht zum Zufluchtsort rennt, ist verloren. Interessant ist, dass das Wort für Rächer im Hebräischen das gleiche Wort ist wie für Erlöser. Ein Rächer ist in einem gewissen Sinn auch ein Erlöser. Was heißt das? Nun, das muss ja ausgelöst werden. Die Tat, die du begangen hast: Du hast Schuld auf dich geladen, Blut auf dich geladen. Und das Blut muss ausgelöst werden, nämlich indem du jetzt dein Blut hergibst. Du hast Blut vergossen, und jetzt musst du dein Blut hergeben.
Und der Rächer, das ist der, der jetzt das Blut von dem anderen fordert, zurückfordert. Du hast Blut vergossen, und jetzt, bitteschön, gib dein Blut her. In diesem Sinne muss man sich selbst lösen, indem man das eigene Blut hergibt.
Oder wenn man die einzige Chance hat, aus diesem Zustand herauszukommen, dann ist es so, dass man in eine Zufluchtsstadt läuft, und dann ist man sicher. Solange der hohe Priester lebt, solange bleibt man im Zufluchtsort, da ist man sicher. Solange der hohe Priester lebt, bin ich sicher. Meistens wird dann in der Zwischenzeit schon geschaut, ob die Sache der Gemeinde übergeben wird. Dann wird untersucht, ob das wirklich ein Totschlag war und so weiter.
Aber wichtig ist: Solange der hohe Priester lebt, ist man sicher. Wenn der hohe Priester gestorben ist, dann kehrt man zurück in seine Heimatstadt. Es wird jetzt nicht gesagt, ob dann der Bluträcher einen noch töten darf. Wahrscheinlich nicht mehr, weil inzwischen zu viel Zeit vergangen ist. Aber dieser Gedanke, solange der hohe Priester lebt, ist man sicher, ist sehr wertvoll.
Denn unser hoher Priester lebt wie lange? Hebräer 7. Wir haben einen hohen Priester, der nicht stirbt, einen hohen Priester, der in Ewigkeit lebt, Hebräer 7 am Ende, Verse 25 bis 28. Wir haben einen hohen Priester, der alle Zeit lebt und sich für uns verwendet, sodass wir in seiner Zufluchtsstadt immer sicher sind. Weil dieser hohe Priester nicht stirbt, bleiben wir immer in der Zufluchtsstadt. Wunderbar, wir sind geborgen bei ihm.
Also die Zufluchtsstädte sind ein sehr schönes Bild für das Evangelium. Gott ist unsere Zufluchtsstadt, Gott ist unser Zufluchtsort. Gott ist unsere Zuflucht, Psalm 71,7 zum Beispiel. Es gibt mehrere Stellen dazu. Psalm 71,7: Vielen bin ich ein Wunder, aber du bist meine starke Zuversicht. Zuflucht heißt es: Du bist meine starke Zuflucht.

Die Namen der Zufluchtsorte als Hinweis auf Gottes Schutz

Und jetzt haben wir sechs Städte. Interessant ist, dass die Bedeutung der Städte darauf hindeutet, dass Gott unsere Zuflucht ist.
Gottes Heiligtum: Das erste ist Kedesch, die Stadt Kedesch. Heiligtum. Das Heiligtum Gottes ist eine Zuflucht, eine Zufluchtsstätte. Dort kann man hinfliehen, ins Heiligtum. Dort kann man die Hörner des Altars umgreifen, packen, und man ist gesichert.
David sagt in Psalm 27,4: Eines erbitte ich vom Herrn, danach trachte ich: zu wohnen im Hause des Herrn alle Tage meines Lebens, um anzuschauen die Lieblichkeit des Herrn und nachzuforschen in seinem herrlichen Haus. Er will nur im Haus des Herrn bleiben.
Und im Neuen Testament haben wir das Haus des Herrn, bestehend aus Menschen. In Epheser 2 heißt es: Der ganze Bau, dieser neutestamentliche Bau, zusammengefügt, wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn, in dem auch ihr zu einem Heiligtum, eigentlich im Griechischen, zu einem Heiligtum im Herrn mit aufgebaut werdet. Da ist eine Zufluchtsstätte, da sind die Heiligen versammelt, und Gott wohnt im Heiligtum. Jesaja 57,15: So sagt der Ewige, der Hohe und Erhabene, der in Ewigkeit wohnt und dessen Name der Heilige ist: Ich wohne im Heiligtum. Gott wohnt dort, und er ist die Zuflucht für den Totschläger, der unabsichtlich jemanden getötet hat.
Übrigens: Wenn jemand absichtlich getötet hat, was geschah dann? Wie war das im Gesetz geregelt, wenn jemand absichtlich tötet? Der muss sterben, auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen hin. Und die Verwandten des Getöteten sind die Ersten, die ihn töten dürfen. Er muss sterben. Also: Wer das Gesetz Mose bricht, mit erhobener Hand, das heißt mutwillig bricht, der stirbt ohne Barmherzigkeit auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen hin. Er hat keine Möglichkeit, es gibt kein Opfer für ihn. Es wurde nicht immer ausgeführt, aber so war es gedacht.
Auch der Ehebrecher – ich meine, David hätte, wenn man jetzt ganz streng nach dem Gesetz verfahren wäre, getötet werden müssen. Und auch Bathseba, also bei Ehebruch. Aber man hat es nicht mehr ausgeführt. Streng genommen wäre es von Gesetzes wegen hier so gedacht.
Es gibt keine Vergebung für den, der sich bewusst, ganz bewusst von Gott abwendet, der Gott lästert. Der Gotteslästerer, der Simei – Simei heißt er, glaube ich – in 2. Samuel 16, denke ich, war das. Dort, wo der König David aus Jerusalem ausziehen muss, geht er durch dieses Tal, und er steht auf der anderen Seite vom Fluss. Da geht Simei und lästert den König. Und er lästert damit auch Gott. Den Gesalbten des Herrn lästert er. Und die Strafe? Er bekommt seine Strafe. Der König lässt ihn. Der König ist gnädig. Als er dann zurückkommt, bekommt er Vergebung, aber nur auf eine gewisse Zeit. Sobald der König gestorben ist, wird Simei getötet. 1. Könige 2 steht das.
Aber jetzt zurück zu unserem Text: Also Kedesch, Heiligtum. Sichem heißt Schulter. Nun, die Schultern des Herrn sind unsere Zuflucht. Die Schultern des Herrn. Der Liebling Jachwes, in Sicherheit wird er bei ihm wohnen, er beschirmt den ganzen Tag, und zwischen seinen Schultern wohnt er. Da ist von Benjamin die Rede. Er wohnt zwischen den Schultern des Herrn. Das ist ein schöner Platz. Die Schultern sind der Ort der Kraft. Also an den Schultern, da ist Kraft. Das steht oft für Kraft in der Heiligen Schrift. Die Schultern tragen mit Kraft.
Der Hohepriester trägt die Kinder Israel, sechs auf den Schultern. Auf zwei besonderen Steinen, Onyxsteinen, sind sie eingraviert, die Namen der Söhne Israels, und die trägt er auf den Schultern. 2. Mose 28,12. Und der Herr Jesus trägt das Lamm auf seinen Schultern, Lukas 15,5, und Jesaja 49,22. Wie heißt dort? Hast du es, Daniel? Deine Töchter werden auf der Schulter dabei bezahlt werden. Deine Töchter wird auf der Schulter getragen. Bitte? Wieder blau. Danke, ich muss hier irgendwas machen.
Sichem, Hebron: Gemeinschaft, treues Gott. Von dem er berufen wurde, in die Gemeinschaft seines Sohnes. Dort ist man sicher, in der Gemeinschaft des Sohnes Gottes. Psalm 32,7: Du bist ein Bergungsort für mich. Da steht jetzt nicht von Gemeinschaft, aber die Gemeinschaft mit Gott ist hier gemeint. Du bist der Bergungsort für mich. Gemeinschaft mit Gott ist ein Zufluchtsort für mich. Psalm 32,7. Im Schatten deiner Flügel werde ich jubeln. Psalm 63,8. Aber Gemeinschaft, die Gemeinschaft seines Sohnes, 1. Korinther 1,9, das ist unsere Zuflucht für den Sünder. Da sind wir sicher.
Bezer, Golderz: Im Hiob heißt es: Wirf ihnen Staub, Golderz, also dein eigenes Golderz, wirf das in den Staub. Vers 25. So wird der Allmächtige dir dein Golderz sein und dein erlesenes Silber sein. Dann wirst du am Allmächtigen deine Lust haben. Wenn der Herr unser Golderz ist, unser Schatz, dann haben wir Erlösung von unseren Sünden. 1. Petrus 2,7: Euch ist er die Kostbarkeit, euch ist er, also der Herr Jesus Christus, euch den Glaubenden ist er die Kostbarkeit. So steht es im griechischen Text. Ich hoffe, dass das so ähnlich in Ihren Übersetzungen steht.
Und dann Ramoth, das heißt die Anhöhe oder die Höhen. Der Herr ist meine hohe Feste, Psalm 18,3. Er streckte seine Hand aus von der Höhe, zog mich aus großen Wassern, und jetzt bin ich sicher bei ihm. Er befreite mich von meinem starken Feind. Der starke Feind, für uns geistlich gesehen, ist der Feind, der uns umbringen möchte, beziehungsweise der Bluträcher, das Gericht, das auf uns warten würde, wenn wir nicht zu ihm kommen, zu Gott kommen. Er befreite mich.
Und auch Jesaja 57 habe ich schon erwähnt, Jesaja 57,15. Dort hieß es: So sagt der Hohe und Erhabene, der Hohe und Erhabene, ich wohne in der Höhe. Dort wohnt er, und in der Höhe, dort ist er unsere Zuversicht und unsere Zuflucht.
Und das Letzte: Golan, das Exil oder die Auswanderung. Nun, Golan ist ein Name, der an die Fremdlingschaft erinnert. Wir sind hier in der Fremdlingschaft, aber Gott hat uns eine Stadt bereitet, und er schämt sich nicht für unsere Stadt. Er hat uns eine Stadt bereitet. Er bewahrt die Fremdlinge. Psalm 146,9: Der Herr bewahrt die Fremdlinge, der Herr ist die Zuflucht für die Fremdlinge, für die, die auswandern müssen. Die Weise und die Witwe richtet er auf, aber den Weg der Ehrfurchtslosen, den krümmt er. Psalm 146,9 und Hebräer 11,16: Er hat eine Stadt bereitet für die Fremdlinge, die hier Fremdlinge sind.
Also: Man kann hier in den Namen doch ein bisschen mehr sehen. Ob das beabsichtigt war, weiß ich nicht, aber vielleicht ist in der Schrift mehr beabsichtigt, als wir denken.

Die Levitenstädte als Verteilung des Dienstes im Volk

Das sind die Zufluchtsstädte. Und das Nächste sind die Levitenstädte, 1. Mose 21.
Die Häupter der Väter der Leviten traten zu Eleasar, dem Priester, und zu Josua, dem Sohn Nuns, und zu den Häuptern der Väter der Stämme der Söhne Israels. Und sie redeten zu ihnen in Silo, im Land Kanaan, und sagten: Der HERR hat durch Mose geboten, uns Städte zum Wohnen zu geben, und deren Bezirke für unser Vieh. Und die Söhne Israels gaben den Leviten von ihrem Erbteil diese Städte und ihre Bezirke nach dem Befehl des HERRN.
Und das Los kam heraus für die Familien der Kehatiter so und so viele Städte: dreizehn Städte, dann noch einmal zehn Städte und noch einmal dreizehn Städte. Dreizehn, zehn und dreizehn. Oder habe ich eine Folie? Nein, ich habe keine Folie. Nein, habe ich nicht.
Die Söhne Meraris nach ihren Familien erhielten vom Stamm Ruben und vom Stamm Gad und vom Stamm Sebulon zwölf Städte. Und so gaben die Söhne Israels den Leviten diese Städte.
Also, wie viel haben wir jetzt? Dreizehn plus zehn plus dreizehn plus zwölf sind das achtundvierzig? Dreizehn plus zehn ist ... plus dreizehn plus zwölf ergibt achtundvierzig. Und so gaben die Söhne Israels den Leviten diese Städte und ihre Bezirke durch das Los, so wie der HERR durch Mose geboten hatte.
Und sie gaben dem Stamm der Söhne Judas und dem Stamm der Kinder Simeons folgende Städte, die werden jetzt dann aufgeführt. Zu beachten ist hier Vers elf: Hebron. Also die Söhne Judas, Hebron im Gebirge Juda, Vers elf, diese Zufluchtstadt. Also es ist so: Von diesen achtundvierzig sind sechs davon die Zufluchtstädte. Hebron ist eine davon, die wird hier erwähnt.
Und dann in Vers einundzwanzig: Sie gaben ihnen die Zufluchtstadt für den Totschläger, Sichem und seine Weideplätze auf dem Gebirge Ephraim, Geser usw. und die anderen. Das wird die zweite Zufluchtstadt hier.
Und in Vers 27 lesen wir: die Söhne von Gerschon, aus den Geschlechtern der Leviten, von dem halben Stamm Manasse, die Zufluchtstadt für den Totschläger Golan in Basan. Und Vers 32: vom Stamm Naftali die Zufluchtstadt für den Totschläger Kedesch in Galiläa. Und vom Stamm Ruben Besa, Vers 36, Besa, da ist die Zufluchtstadt. Und Vers 38: vom Stamm Gad die Zufluchtstadt für den Totschläger Ramot in Gilead und seine Weideplätze.
Und dann noch andere Städte dazu, insgesamt also 48 Städte für die Leviten. Gott wollte, dass die Leviten unter dem Volk sind, im ganzen Volk verteilt. Ihre Aufgabe war es, das Gesetz des Herrn zu unterweisen.
Die Aufgaben des Priesters sind unter anderem, das Gesetz zu unterweisen. Das lesen wir in Maleachi. Da wird das gesagt, zum Beispiel: Maleachi 2,4. Der Bund mit Levi, Maleachi 2,4. „Ihr werdet wissen, dass ich dieses Gebot an euch gesandt habe, damit mein Bund mit Levi sei“, sagt der HERR der Heerscharen. „Mein Bund war mit ihm das Leben und der Friede, und ich gab ihm zur Furcht.“ Also mit Ehrfurcht, sie zu bewahren, diese Gebote. „Und er fürchtete mich, und er zitterte vor meinem Namen. Weisung der Wahrheit war in seinem Munde“, Tora der Wahrheit, die wahre Tora, das Gesetz der Wahrheit war in seinem Munde, „und Unrecht fand sich nicht auf seinen Lippen. Er wandelte mit mir in Frieden und Geradheit, und viele brachte er von ihrer Ungerechtigkeit zurück. Denn die Lippen des Priesters sollen Erkenntnis bewahren, und die Weisung sucht man aus seinem Munde.“ Die Weisung ist das Gesetz, die Tora, sucht man aus seinem Munde, denn er ist ein Bote des HERRN der Heerscharen.
Also der Levit ist der Bote Gottes, und aus seinem Munde soll das Wort Gottes kommen. Und bitte, wer sind die neutestamentlichen Leviten? Wer sind im Neuen Testament die Leviten? Ein Königreich von Priestern will ich mir machen, sagt der Herr. Alle, alle in diesem Königreich sind Priester und sind natürlich Leviten, alle. Und die Weisung der Wahrheit soll in ihrem Munde sein.
Lasst kein faules Wort aus eurem Munde kommen, sondern nur eines, das gut ist zur notwendigen Erbauung, damit es den Hörern Gnade gebe. Epheser 4,29, denke ich, ist es. Kein faules Wort geht aus dem Munde hervor, nur eines, das gut ist zur Erbauung nach dem Bedürfnis, damit es den Hörern Gnade gebe. Also Epheser 4,29 und 1. Petrus 4,11: Wenn jemand redet, als einer, der Gottes Worte spricht.
Also Gottes Wort, die Weisung Gottes, soll auch auf unseren Lippen sein, so wie auf Levis Lippen. Also der Priester, der Levit, sollte unter dem Volk sein, und er sollte befreit sein, damit er besonders Zeit hat, befreit von den üblichen zusätzlichen Arbeiten, was die Ernte betrifft und so. Sondern er sollte also besonders für das Geistliche sorgen.
Es ist interessant: Gerade der Levi, der Levi mit dem Schwert, der dort reingeschlagen hat, dort mit seinem Bruder Simeon in 1. Mose 34 eine ganze Stadt umgebracht hat, der Levi, der so ein Kerl war, was hat Gott aus diesem Mann gemacht? Man kann einen Fluch in einen Segen wandeln. Der Levi hatte einen Fluch, und man kann aus diesem Fluch einen Segen machen, weil er sich eingesetzt hat, als Mose damals gesagt hat: Wer ist für den Herrn, wer ist für den Herrn? Und da kamen alle Kinder Levi zu Mose und haben dann Gericht ausgeübt. Und für das, was sie da, wie sie sich eingesetzt haben für den Herrn, wurde ihr Fluch in einen Segen gewandelt. So dürfen sie jetzt Priester sein im Volk.
Wir machen Pause.