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Bedrängte Christen weltweit und die Siege Jesu

23.06.2005
Verfolgte Christen sind keine Randnotiz: Ihr Mut stellt unsere Bequemlichkeit bloß. Die Frage ist, ob du wegklickst – oder mitbetest, unterstützt und selbst klarer wirst.

Ein Gebet des Dankes und der Anbetung

Wir wollen beten.
Herr Jesus Christus, das, was wir in diesem Lied gesungen haben, das sagt eigentlich alles aus, was uns an diesem Abend bewegt. Dass wir zuallererst Dich und den Vater preisen wollen, darüber, dass Du in dieser Höllennacht diesen Plan des Vaters vollendet hast.
Das ist etwas, was uns immer wieder neu fasziniert: dass Du, der Sohn, bereit warst, diesen Plan des Vaters auszuführen. Mensch zu werden, Lamm Gottes zu sein, die Schuld des gesamten Universums auf Dich zu nehmen und am Kreuz zu tragen, dafür danken wir Dir.
Und wir danken Dir, dass Du nicht nur der Gekreuzigte bist, sondern dass Du auch der Auferstandene bist. Dass Du der bist, von dem es in der Offenbarung heißt, dass Du alle Schlüssel hast, alle Schlüssel zu allen Bereichen des Kosmos. Hab Dank dafür.
Und dann danken wir Dir, dass Du uns erreicht hast. Wir sind so froh, dass wir Dich gefunden haben, dass Deine Liebe uns erreicht hat, dass wir Vergebung unserer Schuld haben, dass wir neues Leben haben, den Heiligen Geist in uns wohnend haben, Zukunft haben. Von Herzen hab Dank!
Hab Dank für die Führung unseres Lebens bis zum heutigen Tag. Hab Dank, dass Du auch die ganzen Fragezeichen unserer Persönlichkeit einmal in Deine Ausrufezeichen verwandeln wirst. Hab Dank dafür.
Und jetzt freuen wir uns auf diesen Abend, weil wir etwas von Dir hören, von dem, was Du tust, Herr Jesus, nicht nur bei uns, sondern rund um den Globus herum. Und dass das, was Du angefangen hast, Du auch zum Ziel bringen wirst, dafür danken wir Dir.
Und wir bitten Dich, dass Du an diesem Abend Reden und Hören segnest. Dann sind wir gesegnete Leute, wenn Du, Herr Jesus, uns groß wirst. Darauf freuen wir uns, darüber danken wir Dir. Gepriesen seist Du, unser Herr. Amen.

Der Blick auf bedrängte Christen

Ich finde es so wunderbar, dass es hier auf der Langensteinbacher Höhe möglich ist, eine solche Missionsfreizeit zu haben und der Blick immer wieder zur leidenden, zur verfolgten Gemeinde geht.
Viele von Ihnen haben das ja sehr aufmerksam verfolgt in der Zeit, als in der Welt hinter dem Eisernen Vorhang diese schreckliche Christenverfolgung ablief, mit allen Bedrängnissen. Und wir haben ja unter uns die richtigen Leute, die damals tätig waren und unter Einsatz ihres Lebens der Gemeinde mit dem Wort Gottes dienten.
Gestern sagte Klaus Reinhard zu mir: Als ich 360 Lastwagenfahrten in den Ostblock gemacht hatte, hörte ich auf zu zählen. Was das bedeutet! Freitag nachmittags aufgebrochen, 4000 Kilometer hin und zurück gefahren, um am Montagabend wieder daheim zu sein, am Dienstag wieder im Geschäft zu sein, unter einem Urlaubstag. Klaus, uns hat ein Leben reich gemacht, das hast du gestern gesagt.
Es war ganz wunderbar: die schwersten Laster gefahren, mit einem Arm, mit der Rotkreuz-Flagge vorne drauf, und im Versteck waren zehntausend Bibeln. Und der Herr hat sie dorthin kommen lassen, wo sie sein mussten.
Es gab ja in dieser Zeit viele, die geleugnet haben, dass es eine Verfolgung von Christen gibt und dass es bedrängte Gemeinden im Ostblock gibt. Selbst Martin Niemöller hat es damals dem Pastor Bachmann von den lutherischen Kirchen abgesprochen. Er hat gesagt: Ich bin für sie nicht zu sprechen in Moskau. Und er wollte nicht hören, was dort abläuft.
Und es ist bis heute so geblieben, dass weite Teile der Christenheit es gar nicht zur Kenntnis nehmen wollen, wie der Leib Christi bedrängt und verfolgt ist. Nicht bloß, weil wir in der letzten bösen Zeit leben, sondern weil Christus widersprochen wird und weil die Feindschaft gegen Christus da ist.

Verfolgung im Licht des Neuen Testaments

Wenn Sie einmal ins Neue Testament hineinblicken und noch einmal den Apostel Paulus hören, wie er in Kolosser 3 sagt, dass er leiden muss und in Haft sein muss um des Evangeliums willen, dann sehen Sie, wie sehr das Evangelium schon damals auf Widerstand stieß. Wenn Sie dann lesen: „Mir ist gegeben eine offene Tür, aber viele Widersacher sind da“, und wenn Sie in der Offenbarung noch einmal lesen, wie Johannes auf der Insel Patmos ist, weil er sich vor dem Druck des ersten Christenverfolgers Domitian nicht beugen konnte, dann wird das noch einmal deutlich.
Wenn Sie einmal in diese Schnäppchenreihen nach Ephesus kommen, dann sehen Sie den wahnsinnig wunderschönen Domitiantempel und erkennen, dass er dem Christus den Krieg erklärt hat. Die Herren dieser Welt können das Evangelium nicht ertragen. Und wir sehen es auch in unserer Welt, in der wir leben, wie die Feindschaft gegen Christus entbrannt ist. Ich warte immer noch darauf, dass es einmal in der Öffentlichkeit durchkommt. In unseren Schulen, in den öffentlichen Einrichtungen, wie wenig Offenheit für das Evangelium überhaupt da ist.
Aber heute will ich den Blick zunächst einmal auf die Angriffe des Islam lenken, die sich in einer ganz furchtbaren Weise im Norden Nigerias entladen. Sie müssen in der Missionsgeschichte noch einmal zurückdenken, oder die unter Ihnen, die das gelbe Buch gekauft haben, wie es überhaupt zur Mission in diesem Gebiet kam, als die ersten Missionare aufbrachen. Es war ein ganz schwaches Werk, sagten die alten, erfahrenen Hasen: Eure Enkel werden es nicht fertigbringen, in diesem ungesunden Gebiet das Evangelium zu predigen.
Ein Muslimgürtel hat sich um die Sahara herumgezogen. Nigeria ist ja das bevölkerungsreichste Land in Afrika, jeder vierte Afrikaner ist Nigerianer. Ein Riesenland in Westafrika, aber der Norden ist streng muslimisch. Und als es dann unter großen Opfern, auch Todesopfern, dazu kam, dass sich dort eine Gemeinde Jesu bildete, war das ein Werk dieser Mission, zu der auch Hans Hagen gehört hat, der unter uns ist, die Sudan-Interiumischen.
Schon dieses Wort Sudan hat ja bedeutet: Das war der anglo-ägyptische Sudan und hat mit dem heutigen Land Sudan überhaupt nichts zu tun. Es war der englische Begriff für diesen Bereich, heute würden wir sagen: den Sahelgürtel. Da war ja der Plan, das Vordringen des Islams zu stoppen durch laute christliche Gemeinden, die sich ihm in den Weg stellen. Und der Gedanke, in diesem Islamgebiet Gemeinden zu gründen, liegt jetzt etwa 130 Jahre zurück. Seitdem ist dort eine der wunderbarsten Kirchen unserer Welt überhaupt entstanden, die Evangelical Churches of West Africa, die Äquakirchen.
Ich habe nur die Zahlen vom Jahr 2000 da. Da waren es 4,5 Millionen Mitglieder. Es werden Leute erst getauft, wenn sie sich ein halbes Jahr in der Gemeinde bewährt haben und an allen Bibelschulungen teilgenommen haben. Und es ist heute die größte Kirche dieser Äqua. Sie hat allein 9500 Pastoren in 7000 Gemeinden. Die Zahl ist in den letzten fünf Jahren auf über fünf Millionen gewachsen.
Das Wunderbarste ist, dass diese Kirche 1500 einheimische Missionare ausgesandt hat in fremde Kulturen. Das sind also zunächst die Nachbarländer Niger, Tschad, Benin, Kamerun und Togo, aber auch innerhalb Nigerias zu Volksstämmen, die praktisch heute noch in der Steinzeit leben, haben sie ihre Missionsboten ausgesandt. Und das ist so ermutigend, wie diese einheimischen Kirchen tätig sind.
Ihre Hauptstrategie ist es aber, in die Zentren der islamischen Macht ihre Missionsboten zu schicken. Und das ist ergreifend, wenn dann diese Leute erzählen von ihrem Leben und sagen: Bei uns in der Gemeinde gibt es keine Familie, die nicht ein Todesopfer zu beklagen hat durch die islamischen Übergriffe. Es ist eine ganz furchtbare Situation in Nigeria entstanden, dass die islamischen Gouverneure die Scharia im Norden eingeführt haben, gerade in diesem Gebiet, und es herrscht dort heute praktisch Rechtlosigkeit.
Der Staatspräsident von Nigeria ist ein evangelikaler Christ, der auch regelmäßig in einer Gebetsgemeinschaft durch internationale Studentenbewegungen teilnimmt. Auch einige seiner Minister sind bekannte Christen. Sie können aber angesichts dieser muslimischen Macht im Norden überhaupt nichts tun. Es herrscht kein Recht mehr und keine Ordnung mehr.

Zeugnis, Gewalt und unbeirrte Gemeinde

Eine unserer Mitarbeiterinnen war vor ein paar Monaten dort, und sie hat einen Bericht geschrieben. Sie haben in den Zeitungen verfolgt, als damals die Miss-World-Wahl in Nigeria war, also die Schönheitskönigin der Welt. Das war ja nur immer für die Muslime der Vorwand. Die suchen nach einem Grund, um die Christen anzustücken, und dann sind unzählige Kirchen niedergebrannt worden.
Wenn sie etwas mit der Misswahl zu tun haben, sieht man ausgebrannte Kirchenschiffe, Aschenhaufen, die von Bänken stammen, und verkohlte Überreste von Musikinstrumenten. Beim Besuch der siebten Kirche an jenem Sonntagmorgen, an dem sie dort war, war unserer Eva Maria Munsinger der immer gleiche Anblick der Zerstörung kaum noch zu ertragen.
Es gibt Kirchen, die in den letzten zehn Jahren fünfmal angezündet und total zerstört wurden. Die Leute haben alles verloren, und sie haben in einer Geduld ohnegleichen, ohne Rachegedanken, die Kirchen wieder aufgebaut. Aber das Entscheidende ist dort, dass diese Christen sagen: Wir schulden den Muslimen die Botschaft von Jesus. Darum verkünden sie sie unerschrocken. Und das ist der Hauptanstoß, der dort immer wieder zu den schrecklichen Übergriffen führt.
Dass das Zeugnis von bekehrten Muslimen Reiz bis aufs Blut auslöst, war eine dieser großen Verfolgungswellen. Sie war losgebrochen, als in einer Gruppe der Studentenmission an der Universität eine junge Studentin erzählte, wie sie als Muslimin Jesus fand. Und allein dieser ganz schlichte Bericht, ohne ein negatives Wort, hat in dieser Nacht über hundert Christen das Leben gekostet, unzählige Geschäfte wurden geplündert, und Kirchen wurden niedergebrannt. Das ist ein regelmäßig wiederkehrendes Ritual.
Und das Wunderbare ist: Wenn wir mit den anglikanischen Kirchenführern von Nigeria reden, dann sagen sie, dass sie nie daran denken werden, das einzustellen. Im Gegenteil, es wird ihre Bemühungen nur steigern, das Evangelium zu sagen. Sie sprechen von der unheimlich großen Zahl von Übertritten von Muslimen zum christlichen Glauben. Ich rede so ungern von Übertritten zum Christentum, weil wir uns da etwas Falsches vorstellen, sondern von Bekehrungen zu Jesus.
Das begann schon im Jahr 1960, als diese Christen dort oben im Norden Nigerias, im muslimischen Norden Nigerias, einen Plan entwickelt haben. Sie haben sich überlegt, wie sie richtig missionieren können. Es war der Gedanke, dass die ganze Gemeinde zum persönlichen Zeugnis aktiviert wird. Und sie haben sich zwölf Monate lang zum gemeinsamen Gebet gerüstet und sich überlegt: Was will ich als Zeugnis meinen muslimischen Nachbarn sagen?
Und als dann der Tag X kam, an dem es losgehen sollte, da wachten die Leute auf, weil keine Bibel mehr zu kriegen war. Überall war das Interesse der Muslime so groß, das Evangelium von Jesus zu hören. Und heute ist die Zahl der Bekehrungen ungeheuer groß im Norden Nigerias.

Was diese Entwicklungen über den Islam zeigen

Was können wir daraus lernen? Der Islam duldet nicht das Zeugnis von Jesus. Der Islam ist jedoch sehr wohl bereit, in Kooperation zu leben, so wie wir es in unseren Städten haben. Mit einer toten Christenheit ist das gar kein Problem. Es ist auch nirgendwo ein Problem, wo der Islam in der Minderheit ist; da ist er sehr friedfertig.
Aber wo der Islam in der Mehrheit ist, gibt es keinen auch noch so kleinen Existenzraum für Christen. Wenn ich so einen Satz sage, dann gibt es natürlich in Deutschland heute genügend Christen, die sagen: Das ist aber ein polemischer Satz. Nein, es ist ein sachlicher Satz der Feststellung. Und zwar kann jeder, der sich bemüht, in den islamischen Schriften nachlesen, weil die Gesellschaftsordnung des Islam – der Islam ist nicht bloß eine Religion, sondern eine Gesellschaftsordnung – überhaupt keinem Nichtmuslim garantieren kann, persönliche Freiheit für sein Leben.
Im islamischen Recht ist diese Genehmigung oder Zulassung von Christen oder Juden immer nur mit der Einschränkung versehen, es ist ein Dhimmi-Status. Das ist ein islamisches Wort, das muss man einfach kennen. Dhimmi-Status heißt: Auf begrenzte Zeit, stets widerruflich, dürfen die Christen leben, unter folgender Voraussetzung: Sie haben keine Waffen. Sie müssen regelmäßig ihre Häuser kontrollieren lassen, ob sie Waffen besitzen. Sie müssen höhere Steuern zahlen als die Muslime, und alle Rechte, die sie genießen, sind stets widerrufliche Reste. Sie leben in einem rechtlosen Zustand.
Und noch ein ganz wichtiger Satz des islamischen Denkens: Es ist nie möglich, ein Gebiet, das einmal unter der Scharia dem Islam gehört hat, aufzugeben. Das ist ein harter Satz. Ein Gebiet, das einmal unter der Scharia stand, kann nicht aufgegeben werden. Nach dem islamischen Recht ist es unmöglich, dass der Staat Israel auch bei allen Verhandlungen je ein Existenzrecht vom islamischen Recht bekommen kann, weil der jüdische Staat auf einem Boden ist, der einst islamisch war.
Ganz ähnlich ist es in Gebieten, wo Christen das Evangelium predigen. Mir ist es bei Gemeindeversammlungen passiert, dass eine Frau erregt sagte: Warum macht man auch so einen Unsinn und lässt die Muslime nicht dort? Denn uns bezeugen die bekehrten Muslime auf eine so eindrucksvolle Weise, was ihnen Jesus bedeutet. Und dann sagen sie: Sie können nicht ahnen, was das für ein Gefängnis des Gesetzes war. Wir kannten nie die Liebe Gottes, wir hatten nie eine persönliche Gottesbeziehung. Und als wir das erste Mal von Jesus hörten und das Wort der Vergebung der Schuld, dass man gewiss wissen kann, dass man in den Himmel kommt, da ist eine Sehnsucht in uns aufgebrochen.
Und sie sind ja selbst die leidenschaftlichsten Missionare. Gerade im Norden Nigerias sind es ja fast durchweg bekehrte Muslime, die in dieser Äquakirche, in dieser Evangelical Church of West Africa, dort sind. Ich habe hier noch eine Zahl im Bericht unserer Mitarbeiterinnen: Im Jahr 2001 und 2002 sind allein im Norden Nigerias 1 neue Christengemeinden entstanden, und das in einem Gebiet der totalen Verfolgung, der Rechtlosigkeit und der völligen Hilflosigkeit.
Es gibt erschütternde Berichte. Es gibt Denkschriften, die diese Christen verfasst haben. Wir wollen heute Abend nicht jedes Detail verfolgen, aber wer sich dafür interessiert, kann das ja alles auch im Internet aufrufen und die Sachen sich bestellen. Dass der Vizepräsident dieser Kirche mitsamt Tochter und Schwiegertochter ermordet wurde, gerade in diesen Tagen, als unsere Mitarbeiterin dort im Norden Nigerias war.
Die ganze Taktik der islamischen Kämpfer ist es, dass man die Pastoren vertreibt. Wenn die Pastoren weg sind, dann wird die Herde sich zerstreuen. Aber das geht nicht auf, weil sofort andere an die Stelle der hingerichteten und der umgebrachten Pastoren treten und die Fackel des Evangeliums weitertragen.
Die Bitte, die unsere Mitarbeiterin mitgebracht hat: Beten Sie für uns in Deutschland, das ist das Wichtigste für uns. Unser Glaube ist in der Zerreißprobe. Der Norden Nigerias, die islamischen Gebiete von Nigeria, sind heute ganz stark von lebendigen Missionsgemeinden durchdrungen.

Zeugnisse aus weiteren islamisch geprägten Regionen

Und wenn wir jetzt einfach ein Stück weitergehen in die Welt des Islam, dann wissen Sie, wie es in Ländern wie Libyen ist: Wir wissen überhaupt nicht, wo die Christen sind. Wenn wir in Persien immer nur im Iran von ein paar Prozessen hören, die wieder gegen Christen angestrengt wurden, dann ahnen wir das.
Ich war mit meiner Frau unterwegs. In Syrien haben wir Christengemeinden dort besucht. Dann brachten sie uns im Süden in ein Dorf, und dort erzählten sie uns, dass sie sich mit verschiedenen Muslimen nur zum Bibelkreis treffen. Dabei haben die Männer ihr Gesicht verhüllt und reden sich mit Decknamen an, weil keiner erfahren soll, dass sich diese bekannten Persönlichkeiten hier um das Evangelium treffen.
Und es ist wichtig, dass wir das wieder wissen. Wir haben mit einem Ingenieur gesprochen, einem Syrer, der seit sieben Jahren in Saudi-Arabien arbeitet. Ich fragte ihn: Gibt es denn in Saudi-Arabien Christen? Da sagte er: Red nicht drüber. Natürlich gibt es Gemeinde Jesu. Aber sie haben in Saudi-Arabien gar kein Recht, sie sind ja dem Tod geweiht. In Saudi-Arabien, dem Land der schlimmsten Verfolgung, gibt es gar kein Recht, sich für eine christliche Gemeinde zu versammeln. Gemeinden der Gastarbeiter, die sich immer wieder dort gesammelt haben, wurden sehr schnell verfolgt. Und wir können nur ahnen, dass Jesus sein Volk hat unter diesen bedrängten Christen im Islam.
Dass sich der Islam radikalisiert hat, das hat bei uns natürlich auch immer wieder Vorstellungen gegeben, wie wird das sein mit dem Antichristen. Ich rate immer nur: Warten wir es mal ab, wie das kommt mit dem Antichristen. Aber wir können uns ja vieles vorstellen. Wir haben uns ja gerade noch gemeint, das sei der Kommunismus mit all seinen Christenverfolgungen. Wir werden abwarten müssen, wie es sein wird.
Aber heute ist es doch ungeheuer, wie diese Radikalisierung im Islam ganz stark die Christengemeinden bedroht. Das Wunderbare aber, das wir auch anschauen können: Es hat nirgendwo dazu geführt, dass die Christen sich verstecken oder dass sie auf Tauchstation gehen, wie wir das bei uns immer wieder erleben, oder dass sie etwa vorsichtiger reden und sagen: Wir wollen nicht mehr von Jesus reden. Genau das Gegenteil ist richtig. Sie sind mutig und unerschrocken.

Mutige Christen in Afghanistan und Westafrika

In Afghanistan traf ich mit einer Gruppe von Männern zusammen. Ich durfte sie erst grüssen, als die Bibelstunde fertig war. Sie sassen auf dem Boden. Es sind schon tolle Gestalten, diese Afghanen, grosse Männer! Man sieht da so richtig die Kämpfer von Afghanistan vor sich, mit ihren Turbanen, die sie da haben. Und sie waren mehrere Stunden zusammen gewesen.
Ich hätte so gern ein Bild von ihnen gemacht, aber sie haben natürlich nicht erlaubt, dass man sie fotografiert. Strahlende Männer, die einen Zug in den Arm genommen haben. Und da habe ich sie gefragt: Was habt ihr denn heute Mittag studiert in eurer Bibelstunde? Ich will gar nicht sagen, welcher Missionar da war und was sie dort gemacht haben. Dann sagte er: Wir waren nur drei Stunden zusammen und haben in der Apostelgeschichte gemerkt, dass immer, wenn der Heilige Geist Erweckung geschenkt hat, auch Verfolgung kam. Und wir haben begriffen, dass das zusammengehört. Und wir wollen nicht schweigen.
Und diese Männer mit den rot gefärbten Henna-Bärten, mit der Henna-Farbe, sahen schon toll aus, wie sie strahlten. Jesusleute, die kaum auftauchen können aus ihrer schwierigen Lage, in die sie dort durch die islamische Gesellschaft hineingestellt sind.
Ich habe dort noch einen Bericht gehabt. Mal sehen, ob ich den gerade noch finde. Habe ich ihn oben gelassen? Es war von einer Missionarsfrau, die dort in der Hauptstadt Kabul ein Taxi nahm. Es war Heiliger Abend, und der Taxifahrer hat geschimpft wie ein Rohrspatz, schon gebruddelt. Dann dachte sie: Es muss ja auch ein bisschen Zeugnis geben. Sie sagte: Sie können doch nicht so schimpfen. Haben Sie noch nie gedacht, dass wir Christen jetzt doch die Geburt von Jesus Christus feiern? Und dann guckt er sie an und sagt: Jesus Christus. Und dann sagt er lauter Bibelworte.
Sie sagt: Was ist mit Ihnen los? Sie sind doch Afghane, woher haben Sie das? Da sagt er: Ich höre regelmässig den Evangeliumssender, Pamir heisst er in Afghanistan, ein ganz kleiner Sender, an dem wir auch mitwirken durften. Und sagt er: Ich habe bei mir zu Hause eine ganze Reihe Kassetten, und ich lese alle christlichen Schriften. Und dann ist der Namenlose wieder weggetaucht.
Wir dürfen uns freuen über die Siege Jesu in einer Welt, wo die Christen hart bedrängt sind. Jesus ist grösser, und das ist ermutigend. Wir wollen für diese treuen Jesuszeugen beten.
Ein Arzt aus Westafrika hat es einmal erzählt. Es ist immer so schön, wenn man es illustrieren kann und mit Beispielen, wie er Christ wurde. Sein Vater ist Koranlehrer. Und wie ist er überhaupt mit dem Evangelium in Verbindung gekommen? Das ist ja in Westafrika auch schon sehr schwierig, in den islamischen Gebieten.
Da war eine Gruppe von Missionaren, die haben Korbal gespielt. Und das hat ihn sehr interessiert, und da wollte er dabei sein. Sport hat ihn sehr interessiert. Und da ging er mal hin, und die haben sehr geschickt dann immer in dieser Sportgruppe am Schluss eine Andacht gemacht, kurz über ein Bibelwort gesprochen, sehr einfach ausgelegt. Und er sagte: Ich habe drei Jahre nur gehört, und keiner wusste, dass für mich das Wichtigste die Andacht am Schluss war.
Und das Thema, das ihn am meisten fasziniert hat, ich sage das Ihnen immer wieder im Blick auf Ihre türkischen Nachbarn, ist, dass es eine völlige Vergebung gibt durch das Blut von Jesus. Das hat ihn so fasziniert, und dann hat er den Mut gehabt, sich ganz Jesus zu verschreiben, sich taufen zu lassen. Die Familie hat ihn ausgestossen. Und eines Tages, als er im Hospital der Stadt tätig war, wurde seine Mutter eingeliefert. Er hat sich gefreut, sie hatte Malaria, er wollte sie behandeln, und dann sagte sie: Rühre mich nicht an, du bist nicht mehr mein Sohn.
Da laufen diesem Mann die Tränen herunter, weil man weiss, was es ist, in einer afrikanischen Grossfamilie nicht mehr dazuzugehören und als Einzelner in einer Gesellschaft zu leben, wo es keinen Raum mehr gibt. Er kann jeden Beruf haben, rechtlos ist er. Das war doch die Lage, wenn wir vorhin das Lied gesungen haben von Otto Riedmüller. Denken Sie an Pfarrer Schneider in Dickenschied, dem Märtyrer im Dritten Reich. Da hat er immer gesagt: Endlich sind wir als deutsche Gemeinde wieder an den Punkt gekommen, wo wir hingehören, im totalen Nein zur Anpassung.
Manche sagen, der Theodor, der Pastor Schneider, hat es ja auch provoziert. Er war so klar und hat gesagt: Ich will kein Millimeter Evangelium verleugnen, ich will ein klarer Bekenner Jesu sein. Das Buch von Pastor Schneider, dem Märtyrer von Dickenschied in Buchenwald, das gibt es ja jetzt in der grossen Ausgabe auch verbilligt. Ich kann es immer empfehlen: Lesen Sie diese Biografien, besonders die jungen Leute, damit wir merken, dass wir hier ein ganz verhängnisvolles Kompromisschristentum eingegangen sind und viele sich auch nicht schämen, wie wir gerade in der Diktatur des Dritten Reiches Jesus verleugnet haben, in der Anpassung an unchristliche Ideologien und tödliche und böse Ideologien. Und es waren Bekenner, die uns Sache wieder gerufen haben, dass auch für uns dies ganz wichtig ist.

Neue Aufbrüche in Afrika und Asien

Von vielen Islamgebieten der Welt reden wir jetzt gar nicht. Es läuft viel im Verborgenen. Ich habe in den letzten Jahren für die, die schon da waren, immer gern erzählt, wie in Nordafrika ganz große Bewegungen aufgebrochen sind.
Es gibt in Afrika keinen Staat mehr, in dem es nicht eine Christengemeinde gibt. Das ist eine ganz neue Entwicklung. Mauretanien, das Moslemland im Westen, auf der Saharahöhe, war das letzte Land mit einer christlichen Gemeinde. Und wir suchen gerade dringend einen Englischlehrer. Diese kleine Gemeinde hat gesagt, das wäre der wichtigste Mann: dass da ein bekennender Christ kommt, der auf geschickte Weise dort Englisch unterrichtet und nebenher diesen Mauretaniern Jesus verkündet.
Und da sind ganz viele offene Türen. Da wird man gebraucht. Das ist eine Aufgabe, die man hat, heute in dieser letzten bösen Zeit überall unter allen Völkern und Nationen Jesus großzumachen.
Ich habe gerade vorhin noch einmal mit unserem Bruder Erhard Schneider gesprochen und seiner lieben Frau, die sich ja sehr gut in Indonesien auskennen. Sie sagten selbst, leider hat man von diesen Vorgängen in Indonesien in den letzten Jahren sehr wenig gehört. Die indonesische Regierung hat diese grausame Verfolgung der Christen sehr verheimlicht. Sie hat es immer dargestellt, als ob es Kämpfe zwischen Christen und Muslimen wären. Es wurde immer verschwiegen, was inzwischen eindeutig belegt werden kann: Es sind vom Saudi-Arabien aus bezahlte Truppen, Laskar Dschihad. Wer von den jungen Leuten im Internet manchmal surft, der muss nur dieses Laskar, ganz so wie man spricht, und Dschihad, wie dieses J I H A D, anklicken, und dann kommen die ganzen Siegesberichte, was sie den Christengemeinden wieder zugefügt haben, sogar nicht nur indonesisch, sondern englisch übersetzt. Man muss nur die Augen aufmachen.
Und dann hört man alles, was hier los ist. Diese Laskar Dschihad, das sind Al-Qaida-Truppen, bis an die Zähne bewaffnete Leute, fanatische Muslime, radikale Leute, die sich im Moment in Irian Jaya aufhalten, das nennt man übrigens Papua. Auf diesem Teil Indonesiens sind sie in den Moscheen versteckt und werden wahrscheinlich in absehbarer Zeit wieder losschlagen. Man vermutet, dass es auf Sulawesi sein wird, wo schon im letzten Jahr Hunderttausende von Christen umgebracht wurden. Unsere Frau Schneider hat dort ihre Heimat im Gebiet von Poso. Als jetzt unser Landesbischof Gerhard Meyer dort war, war er ganz aufgewühlt. Er war gerade drei Tage, bevor diese Bombe explodierte und viele Christen dort tötete. Man fürchtet, dass das immer nach diesem Ritual geschieht.
Mein indonesischer Freund, ein hochbedeutender Professor an der Universität, hat gesagt: Wenn wir sie sahen, mit den langen Nachthemden in den Moscheen aufkreuzen, das sind alles Leute, die aus Saudi-Arabien kommen und dann am Freitagsgebet die Bevölkerung heiß machen. Und dann kommen die Übergriffe. Und wenn dann die ersten Bomben explodieren, gibt es diese schrecklichen Verfolgungen.
Auf dieser Insel Ambon ist das ganze Christenviertel bis auf die Grundfesten niedergebrannt. Wenn man das sieht, blutet einem das Herz. Eine christliche Universität mit zehntausenden Studenten hat keinen Raum mehr. Die islamische Universität ist unangetastet geblieben. Ein halbes Jahr lang dauerten diese schrecklichen Kämpfe. Es war nur die Polizei, die sich diesen Horden entgegengestellt hat. Das indonesische Militär ist nicht eingegriffen. Es hat die Leute alleingelassen, mit unzähligen Todesopfern. Und heute ist das alles eine zugewachsene Wüste mitten im Zentrum von Ambon, dieser herrlichen Molukkeninsel, einer paradiesisch schönen Insel.
Und wenn man dann mit diesen Leuten spricht, die alle ihr Haus verloren haben und geflüchtet sind, ist das ergreifend. Eine Pastorenfrau erzählte mir, wie das alles im Jahr 2000 gewesen ist, mit neuen Übergriffen, wie sie dann in den Wald geflohen sind und die Leute geweint haben, nicht wussten, wohin. Sie hat gesagt: Wir wollen uns zunächst demütigen vor dem Herrn. Wir wollen Buße tun, wir waren lau geworden im Glauben. Der Herr lässt das alles geschehen, damit unser Glaube, die Liebe zu ihm, wieder wächst. Und in diesem Geist haben sie angefangen, an neuen Plätzen ihre Häuser wieder aufzubauen, die, die überhaupt überlebt haben.
Auf der Insel Ambon, wir sind auf der Nachbarinsel Halmahera tätig, einer Gewürzinsel, alles, was sie genießen an Vanille und Pfeffer und Gewürznelken, das wächst dort wild, das kann man so ernten, und was dort alles gibt, ist eine schreckliche Insel des Todes geworden. Man schätzt allein auf dieser Insel, dass viele Tausend Christen ihr Leben verloren haben. Und in ganz plötzlichen Übergriffen wurde alles niedergebrannt, alle Kirchen sind verwüstet. Ein Schiff mit über 500 Flüchtlingen, die entfliehen wollten, ist untergegangen. Und da haben sie an einer Stelle der Insel nun eine Erinnerungsstätte gemacht. Da haben sie eine Nachbildung des Schiffes gemacht, in Erinnerung an die, die dort umgekommen sind, und das direkt bei einer Kirche, wo 200 Christen während des Gottesdienstes am 19. Juni 2001 abgeschlachtet wurden.
Die Radikalen drangen in den Gottesdienst ein, haben den Christen gesagt: „Kniet nieder, willst du Muslim werden?“ Nein, sagten sie. Immer wieder dieser Schlag in den Nacken mit dem Schwert, der Pastor auf den Knien im Ornat. Das indonesische Militär war zweihundert Meter weit entfernt, hatte dort eine Station, kein einziger hat eingegriffen. Das war von der höchsten Stelle abgedeckt. Heute ist das ganze indonesische Militär nur noch mit Muslimen besetzt. In den früheren Jahren gab es Generäle, die bekennende Christen waren, auch in der Freundschaft mit dem Bruder Petrus Octavianus in Indonesien.
Und wir freuen uns, dass wir jetzt dort auf dieser Todesinsel Halmahera wieder ein Polytechnikum, eine Handwerkerschule, aufbauen durften mit 500 Studenten. Und der Leiter sagte: Unser wichtigstes Anliegen ist, die Leute in der Jesusnachfolge zu schulen. Wir wissen gar nicht, was kommt. Aber sie sollen brennende Zeugen des Evangeliums werden. Dort leben ihre islamischen Nachbarn in den Dörfern zusammen, und sie sagen nur: Wir wollen sie erreichen, wir wollen sie in unsere Genossenschaften hineinbauen, wir wollen Versöhnung wieder, obwohl all das, was damals gestohlen ist, nie mehr zurückgegeben wurde. Sie haben ihre landwirtschaftlichen Werkzeuge verloren, sie haben alles verloren.
Es ist eine ganz wunderbare Entwicklung eingetreten, dass auch wir mit Hilfe einiger deutscher Experten dort auch über hundert Forstleute ausbilden können. Es gibt dort ein ganz wunderbares Holz, von einer Kokospalme, das eignet sich ideal zum Parkettanbau. Und jetzt ist am letzten Sonntag aus Kaufbeuren ein brennender Christ, ein 36-jähriger Architekt, ein Junggeselle, ausgereist, der nach Halmahera geht.
Es werden andere Folgen haben. Ein Professor der Forstakademie von Rottenburg war jetzt mehrere Wochen dort und hat sie wieder auf den neuesten Stand gebracht, damit der tropische Regenwald erhalten wird. Aber die Indonesier sagen immer: Aber die Schulausbildung ist uns so wichtig, die Bürgerschaftsschulung, die brauchen wir auf dieser Insel, die so wunderschön ist. Sie machen sich keine Vorstellungen, wie das ist in einem fruchtbaren Land, wo alles wächst. Aber wo Menschen sind und wo Menschen mit einem beispiellosen Hass gegen das Evangelium Sturm laufen, wenn man in diese Kirchenruinen hineintritt, dann sind Schmähworte gegen Jesus dort an die Wand geschmiert, und man spürt genau, dass der Hass gegen Jesus das treibt.
Aber das Erstaunliche ist in Indonesien, wo in den letzten Jahren über tausend Kirchen auf ganz Indonesien abgebrannt wurden: Über tausend Kirchen. An keiner Stelle haben die Christen Rache geübt, sondern sie sammeln sich heute in den Kirchenruinen und beten für ihre Verfolgung. Und dieses Zeugnis kann nicht verloren gehen, denn es sind natürlich auch Muslime empört über dieses Unrecht, das geschieht. Es gibt ja viele liberale Muslime, bloß dass wir es klarstellen: Das sind ja Leute, die von außen eingeschleust wurden, von Saudi-Arabien bezahlt.
Das Attentat von Bali hat diese ganzen Übergriffe gestoppt. Wir wissen nicht, wie lange das jetzt dauern wird. Das Attentat von Bali hat die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf dieses maßlose Unrecht gerichtet, und seitdem sind alle Übergriffe plötzlich gestoppt. Da sehen Sie, dass es gesteuerte Angriffe und Verfolgungen sind, die dort ablaufen.
Und wir müssen das als Beter wissen und verfolgen, dass gerade wieder im Hintergrund zu diesen Vorgängen in Indonesien die Ursache darin liegt, dass in diesem volkreichen Muslimland der Welt, mit über zweihundert Millionen Muslimen, so viele sich zu Jesus bekehren, dass man davon ausgeht, dass heute der Anteil der Christen in der Bevölkerung, man weiß es nicht genau, es gibt keine offizielle Statistik, von 4 auf 14 gewachsen ist. Es gibt Leute, die behaupten sogar auf 25, durch die Verkündigung des Evangeliums von Jesus, besonders auf der Insel Java, wo ja die meisten Indonesier leben, ist die Offenheit für Jesus ganz besonders groß. Und trotzdem ist auch auf der Insel Java jede Bekehrung ein Martyrium. Jeder Muslim, selbst aus einer liberalen Familie, geht einen ganz schweren Weg, ganz allein, ausgestoßen von der Familie.
Wir haben einen Mitarbeiter auf der Insel Madura, der an der Universität dort als Physiker lehrt. Auf der Insel Madura gibt es drei Millionen Muslime und nur zehn Christen. Und dort sind Zeugen Jesu tätig, auch in Banda Aceh, diesem Teil an der Nordspitze von Sumatra, wo jetzt die Tsunamiwelle so gewütet hat. Dort haben wir einen Mitarbeiter, der an der Universität als Informatiker lehrt. Die Christen haben ja viel Liebesdienste getan durch den Tsunami. In Sri Lanka waren es die Buddhisten, in Indonesien waren es die Muslime, die von Anfang an den Zutritt von Ausländern gar nicht erlauben wollten, und sie haben im Großen und Ganzen auch den Ausländern nicht erlaubt, etwa dieses Banda Aceh, dieses Gebiet zu betreten, das das islamischste von ganz Indonesien ist.
In Banda Aceh, in diesem am schlimmsten heimgesuchten Gebiet, da wollen sie schon immer ein Sultanat errichten und sich lösen aus dem Staat Indonesien. Und dort oben waren es trotzdem viele Christen. Ein Mitarbeiter von uns, ein Sohn von Detmar Scheunemann, der Timo Scheunemann, der dort auch mit unserer Organisation als Sportlehrer und Fußballtrainer arbeitet, hat eine Woche lang dort als Übersetzer tätig sein können. Er sagt, es war ergreifend, wie die Leute natürlich gemerkt haben, dass wir um Jesu willen helfen. Wir mussten gar nicht viel sagen, weil sie sagen: Vom ganzen Islam kommt keine Hilfe.
Darum ist ganz viel Hilfe auch in diesen islamischen Gebieten gar nie ausgeliefert und gestoppt worden von den Regierungen, weil sie das nicht wollten. Es gibt ja diese schöne Geschichte, dass die Christen in der Gemeinde in Banda Aceh an Weihnachten ihren Gottesdienst nicht halten durften, er wurde ihnen verboten, und dann sind sie auf die Berge hochgegangen und haben dadurch überlebt. Wir freuen uns an diesem großen Wunder, aber ich will Ihnen doch auch sagen, dass unser Timo Scheunemann erzählt hat, wie sie in einer Kirche über dreißig Kinderleichen geborgen haben, die während eines Kindergottesdienstes dort überrascht wurden von der Tsunamiflut.
Es ist eben nicht so, dass der Herr die Seinen immer vor jedem Unglück bewahrt. Aber wir freuen uns, dass die Gemeinde Jesu auch dort in dieser Katastrophe des Tsunamis etwas gespürt hat von der Liebe der Christen, die geschieht. Bedrängte Christen, gerade in diesen Gebieten, wo sie kaum auftauchen können, wo sie sich kaum benennen dürfen und doch Jesus bekennen in großer Freude und in großer Offenheit.

Der weltweite Horizont und die bleibende Aufgabe

Nun, unsere Zeit geht vorwärts, und wir können heute nicht alles erwähnen, was es in den verschiedenen Religionen gibt. Sie hören viel von Indien, von dem Druck. Überhaupt ist in ganz Asien jede Bekehrung ein Martyrium, jede Bekehrung im Buddhismus, im Hinduismus und im Islam. Freiheit für eine Glaubensentscheidung gibt es nicht.
In vielen Ländern ist ein Bekenntnis zu Jesus gar nicht möglich. In Ländern etwa wie Tunesien, wo man als Urlauber ganz fröhlich hinkommt, ist in der Verfassung festgeschrieben, dass man im Lauf seines Lebens seine Religion nie ändern kann. So, wie man geboren ist, muss man bleiben. Und da müssen Leute eine islamische Identität leben und sind doch Jesus treue Gläubige. Das ist eine unheimliche Situation.
Ich will Ihren Blick noch werfen, nicht bloß auf Haiti. Da muss mal unser Bruder Roab noch etwas dazu sagen, das kann er vielleicht auch in den nächsten Tagen. Sie haben ja noch ihre Freizeit, die weitergeht mit dem Voodoo-Kult. Und wir freuen uns, dass er im Mai nächsten Jahres wieder dort hinausgeht zu dem Sender Radio Lumiere, dem großen Evangeliumssender, und was die Christen dort erlebt haben in ihrer schrecklichen Bedrängnis durch den satanistischen Kult des Voodoo, und wie die Christen in einem ganz mutigen Schritt das überwunden haben, auch anlässlich der Zweihundertjahrfeier.
Na, ich will noch ein Wort zu Kuba sagen. Wir haben ja Kuba vergessen, eines der letzten kommunistischen Länder. Natürlich, China und Doma gibt es noch, Laos und Kambodscha gibt es noch usw. Aber in Kuba gehen ja die Touristen hin, und Kuba ist es ganz toll gelungen, diese doppelte Identität zu leben. Die Touristen haben völlige Freiheit, sie können tun und lassen, was sie wollen, sie kriegen alles, sie sehen die Geschäfte, die übervollen Geschäfte. Aber die Christen, die sich in einer beispiellosen Bedrängnis befinden, haben es schwer.
Früher gab es die Möglichkeit, mit einem Sondervisum die Gemeinden zu besuchen. Mit Ihrem Touristenvisum dürfen Sie die Gemeinde nicht besuchen. Sie bringen die Gemeinde in ganz große Not. Ich bitte Sie, tun Sie es nicht. Sie müssen große Strecken zurücklegen, und dann bringen Sie Leute in große Not. Sie müssen das sofort reportieren, und in jeder Gemeinde sitzt ein Spitzel drin.
Dieses Visum, das man nur durch die einheimischen Gemeinden beantragen konnte, war schon der Trick. Die einheimische Gemeinde musste sagen, warum sie den Besuch etwa von mir wollte. Und das kostet 175 Dollar pro Person. Wissen Sie, was das für ein Preis war? Und das wird im Moment nicht mehr ausgestellt. Es gibt gar keine Möglichkeit mehr, die Christengemeinde zu besuchen.
Die Regierung in Kuba ist nach 40 Jahren Kommunismus ganz allergisch, ganz unruhig. Und die Pastoren in diesen Gemeinden sind meist junge Pastoren, die auch keine Bibelschule besuchen konnten, weil es gar keine Möglichkeit dazu gab. Sie können unter den großen Opfern der Gemeinden gerade nur ein Taschengeld kriegen. Es beträgt in Pesos umgerechnet sechzehn Euro pro Monat, von dem leben sie.
Und sie wissen, was etwas kostet, aber die Dinge im Laden dort sind viel, viel teurer als bei uns im Lidl oder im Aldi. Aber Sie können in diesen Läden gar nicht einkaufen, weil die Kubaner in allen Läden nur ausländische Währung annehmen. Aber man darf die Pesos nicht in Dollar umtauschen. Sie können nur in bestimmten Läden einkaufen, mit Lebensmittelmarken. Aber das gibt es: Es sind vier Eier pro Monat, und das alles ist kontingentiert. Es gibt kaum etwas, meistens sind diese Gegenstände nicht einmal da, die auf der Lebensmittelkarte für die Kubaner ausgeschrieben sind.
Und wenn einer ein Tier züchtet und ein Schwein schlachtet, muss er es abliefern. Und dann sitzen viele für zehn Jahre im Gefängnis, weil sie irgendwo heimlich eine Kuh geschlachtet haben, die sie heimlich gezogen haben im Haus. Das sind schlimmste Verbrechen in dieser Staatswirtschaft.
Aber die Christen leben ganz fröhlich dort ihres Glaubens, und das ist wunderbar. Die Gemeinden haben sich rapide vermehrt. Sie dürfen gar keine Evangelisation machen, sie dürfen öffentlich gar nicht auftreten, und die Pastoren machen Hausbesuche vom frühen Morgen bis zum späten Abend. Und die Türen gehen auf, weil die Leute ja erleben, wie hohl der Marxismus ist, und sie sehnen sich nach Christen. Und sie suchen nach dem Evangelium. Wenn sie in die Gemeinden kommen, ist es ein überwältigendes Erlebnis: überfüllte Gemeinden, junge Leute, junge Pastoren.
Eine Tür blieb offen, die hat uns in Kuba immer wieder beeindruckt. Der Staat ist ja durch die amerikanische Regierung unter großen Druck gekommen. Amerikaner dürfen nicht nach Kuba reisen. Da wollte ja die amerikanische Regierung einen Boykott machen und so das kubanische Regime aushungern. Aber das hat natürlich eine Kehrseite. Wir dürfen ganz legal Dollar einführen, so viel wir wollen. Ich bin schon mit 40 Dollar oder Euro, in der neuen Zeit handeln sie mit Euro, die Dollar haben sie jetzt auch wieder gestrichen, es müssen Euro sein. Und ich bin einmal mit 40 Dollar dahingereist. Mit dem konnte eine Riesen-Bibelschule gebaut werden. Das darf man legal über die Grenze bringen.
Im Frankfurter Flughafen hat der Körperkontrolleur, der da einen untersucht hat, gesagt: Sie haben aber viel Geld dabei. Das weiß ich sehr wohl. Ich habe es in meiner Wäsche drin getragen, damit es nicht gestohlen wird. Ich musste drei Tage in Havanna bleiben, durch die Straßen gehen, mit 40 Dollar noch in der Unterhose. Aber das war eine wunderbare Sache. Aber die Freude, dass wir Ihnen helfen können, denn das ist so, wie wenn Sie in der Inflationszeit ein Goldstück haben. Das ist plötzlich die Währung, und die wird angenommen. Das ist legal erlaubt, da gibt es überhaupt kein Problem, weil die Regierung froh ist, wenn sie Dollar ins Land kriegt.
Und dann können die Christen einkaufen, aber jetzt brauchen sie gar nicht die Güter. Die wichtigsten Sachen, die wir mitgebracht haben, waren Zahnpasta und Seife und all diese Dinge. Der Leiter der Bibelschule hat uns seine durchgetretenen Schulschuhe gezeigt und hat gesagt: Ich brauche nichts, ich lebe wie die anderen. Aber dann haben sie ja das Wichtigste: Was wir brauchen, sind unsere Rüststätten, wo wir unsere Prediger zurüsten. Und da haben sie die Genehmigung bekommen, sie dürften in zwei so Camps, das ist einfach wie ein Acker, wie ein Garten, umbauen, und da haben sie Hütten errichtet, wo sie ihre Bibelkurse machen für ihre Prediger, wo sie Jugendfreizeiten durchführen. Die sind das ganze Jahr über ausgebucht, denn die Auflage der Regierung war nur gegen Euro. Ich glaube, der Betrag war pro Camp 23 Euro. Das können Sie sich gar nicht vorstellen. Die Leute haben alles selber gemacht, aber die Baustoffe mussten gekauft werden mit fremder Währung.
Und wie das für die Leute war, es sind Baptistengemeinden gewesen im Raum von Guantanamo, dort, wo die Häftlinge sind von Al Qaida. Wunderbar, wie sie auf einer Gestänkemaschine dort ihre Sachen drucken. Das ist die einzige Möglichkeit. Die Autos in Kuba sind ja die jüngsten fünfzig Jahre alt, eine völlig kaputte Wirtschaft. Wie man da fährt und wie sie nur das eine haben, das Evangelium zu ihren Landsleuten zu bringen, da merkt man, wie arm wir im Wohlstand geworden sind.
Ich erinnere immer an das Wort, das Jesus beim Gleichnis vom vierfachen Ackerfeld gesagt hat: Der Betrug des Reichtums erstickt das Wort Gottes, der Betrug des Reichtums. Und diese Leute haben nichts mehr.
Der Leiter dieser Baptistenkirche hat uns dann wieder zurückgefahren nach Havanna, 600 Kilometer. Es gibt ja sonst keinen öffentlichen Verkehr, mit dem man sonst fahren könnte, mit einem uralten Auto. Er hat einen alten Busfahrer als Chauffeur, und wir sind dann in die Nacht gefahren. Und nachts, nachts zehn Uhr, sagt plötzlich der Pfarrer: Jetzt ist was passiert, motorisch kaputt. Und wir standen da und sagten: Was machen wir jetzt? Dann sagt er: Kein Problem, wir gucken mal, wo ist der Pastor.
War interessant. Dann haben sich einfach nur Leute auf der Straße gefahren, hatte hier einen christlichen Pastor, evangelikalen Pastor. Ja, dann haben sie uns zu einem Pfingstpastor geführt, der hat aus dem Bett rausgeklopft und dann kam er hilfsbereit. Und dann brachte er uns zu einem Gemeindeglied. Das Handwerkerei so funktionieren kam nicht, wo keine Werkstatt, sondern unter einem Baum hat er so ein paar Sachen gehabt, ein paar Bleche. Er hat sich das Ersatzteil in mühsamer Arbeit nachts zwischen halb elf und zwölf zugeschnitten, hat das selber gemacht, auch die Findigkeit, hat das eingebaut ins Auto.
Und am Ende, wir, die wir ja in unserem Geldbeutel so viele Euro schon doll haben, was dürfen wir bezahlen? Ich hätte 50 Euro oder 100 Euro gezahlt, dass der das Auto wieder zum Laufen brachte. Der hat keinen Cent verlangt. Der sagt: Von Brüdern nehme ich kein Geld. Und dann haben sie wieder losgeschickt. Und da habe ich gedacht, da lebt etwas von der urchristlichen Gemeinde, und wir sehnen uns wieder danach.
Ich hätte jetzt erzählen können von den stark wachsenden Gemeinden in China, ich hätte erzählen können von Tadschikistan, Usbekistan, Kirgistan und wo überall. Sie lesen doch die Berichte. Ich hätte erzählen können von der einzigen buddhistischen Republik. Es ist die einzige buddhistische Republik in Europa, die es jenseits des Urals von den Kalmyken gibt, wo es die ersten Christen gibt. Es ist ganz wunderbar, was unser Herr heute tut, was im Osten geschehen ist.
Ich will zum Schluss einfach nur Sie daran erinnern, an ein paar Streifbilder. Ich habe Sie sicher auch schon so viel zu viel verwirrt mit all den Reisen hin und her. Man hätte von Burma erzählen können, von der schwierigen Situation, die die Christen haben, von der Mongolei, der äußeren Mongolei, der inneren Mongolei. Dass Jesus lebt, dass Jesus in diesen Tagen seine Gemeinde baut, wir brauchen gar nicht darüber nachzudenken, an welcher Wegmarkierung der letzten bösen Zeit wir stehen. Es ist ein Vorrecht für uns, dass wir mit diesen Christen in Verbindung sein dürfen. Das Herrlichste, was wir tun können, ist, für sie zu beten. Sie sind nicht namenlos, Gott kennt sie alle. Und er will jeden einzelnen schützen. Und die Vollzahl der Heiden ist noch nicht versammelt. Das ist der Grund, warum noch die Boten hinausgehen. Es gibt noch ganze Völkerschaften, oft sind es Stämme, wo noch keiner Christ geworden ist, wo das Evangelium bis heute noch nicht verkündigt wurde.
In zweitausend Jahren Kirchengeschichte haben es die Christen nicht fertiggebracht, allen Nationen dieser Welt die freie Chance zu geben, dass sie von Jesus so hören können, dass sie sich entscheiden können. Das ist für uns noch einmal eine Herausforderung, in unserer Zeit alles zu tun, damit Jesus sein Reich baut, seine Herrschaft aufrichtet und seine Gemeinde baut unter allen Nationen und Völkern.
So, da möchte ich abbrechen. Sie beten noch, Bruder, und dann jawohl.
Was sollen wir sagen angesichts solch eines Berichtes? Ich habe gerade ein Buch gelesen über die verfolgte Gemeinde in China, war natürlich nicht selber dort, und ich weiß nicht, ob es Ihnen so geht, wie es mir geht, wenn Sie diese Berichte hören, wenn Sie nicht gerade Missionar waren oder irgendwie Arbeiter dort draußen. Man kommt sich so klein vor, man kommt sich so klein vor.
Und ich halte es für ganz wichtig, dass wir immer wieder auch da von der Gemeinde hören, die in ganz anderen Verhältnissen lebt und steht, dass wir hier aufwachen, dass wir hier, die wir so oft eingeschlafen sind, so bequem ist Christsein leben, dass wir aufwachen, dass wir Solidarität im geistlichen Sinn zeigen. Eine vierfache Antwort wollen wir geben. Man fragt sich doch, wenn man so einen Bericht hört, wenn man solche Bücher liest, und jetzt, das muss doch Konsequenzen haben auch hier für uns, für unser Leben.
Ich habe mir vier Antworten notiert. Sie haben vielleicht noch eine fünfte oder eine sechste. Wir wollen, hat der Bruder gesagt, für die treuen Jesusleute beten. Erste Antwort: das Gebet. Als Paulus im Gefängnis saß und den Epheserbrief geschrieben hat, da hat er ihn geschrieben, sie sollen für ihn beten, damit das Wort laufen kann. Weil der Kampf nicht nur gegen Fleisch und Blut ist, sondern gegen die Mächte der Bosheit, und speziell etwa hinter dem Islam stehen natürlich Mächte in der unsichtbaren Welt. Und da können wir durch Gottes Güte und Gnade etwas bewegen im Gebet, auch in Fürbitte für die Brüder und für die Schwestern. Das Gebet.
Zweitens: wenn die unter solchen Verhältnissen Zeugnis geben, wo es zum Teil Leben kostet, materiellen Besitz und und und. Was sind wir da manchmal für erbärmliche Feiglinge, wo es hier bestenfalls Spott und Hohn bedeutet, jedenfalls jetzt noch. Mehr nicht.
Drittens sollten wir denen, die bereit sind, diesen Dienst zu tun, in fremde Länder zu gehen, Mut machen. Sie unterstützen.
Und viertens sollten wir auch unseren Geldbeutel aufmachen. Wir sollten materielle Unterstützung geben für die, die diese Arbeit tun, etwa gerade über die Organisation, die unser Bruder mitleitet.

Schlussgebet und geistliche Konsequenzen

Wir wollen beten.
Lieber Vater, wir danken dir für dieses Zeugnis, für diesen Bericht. Wir danken dir, dass du hinter deiner Gemeinde stehst. Wir danken dir, dass du ein Gott der Götter bist, dass du der Herr über die ganze Welt bist. Und dass du besonders bei denen bist, die verfolgt werden um deines Namens willen, die leiden um deines Namens willen.
Danke, dass du überbitten und verstehen tust. Danke, dass du reich erstattest. Danke, dass du ihnen einmal alles widerstatten wirst, was sie jetzt an Verlust haben.
Und nun schenke auch uns, innerlich bewegt zu werden, mit Anteil zu nehmen, mitzuleiden mit ihnen und das zu tun, was du uns aufgetragen hast: für sie zu beten. Danke, dass wir durch diesen Bericht immer wieder wachgerüttelt werden, dass das in uns gestärkt wird.
Wir danken dir für diesen Abend. Wir danken dir, dass wir die Nacht dir hinlegen dürfen. Du bist ein wunderbarer, ein treuer Herr. Du hältst alles in deiner Hand. Du hast auch unsere Sorgen und Nöte in deiner Hand, und du kümmerst dich um uns.
Gepriesen sei dein heiliger Name. Amen.