Generierte Mitschrift
Die nachfolgende Mitschrift wurde automatisch mit KI-Technologie erstellt und kann Fehler enthalten. Im Zweifel gilt das gesprochene Wort.
Die verborgene Last hinter der Festlichkeit
In so einer prächtigen Festversammlung kann man leicht übersehen, dass unter uns ganz viele frustrierte Leute sitzen. Das ist fast der Normalzustand eines Christen. Ich dachte: Ich arbeite vergeblich. Krise in der Familie und in der Ehe, Sorge um die Enkel und die Kinder. Und man sieht nichts davon.
Ja, unser Problem in den westlichen Ländern ist rundum sorglos versichert. Im Komfort können wir auch die geistlichen Ergebnisse alle abgepackt vorweisen. Toll, wie alles bei uns läuft. Und unsere Entwicklungshelfer, wenn sie hinausgehen, Missionsmitarbeiter: Im Nu sind sie von diesem Frust eingeholt. Nicht bloß, weil alles so wahnsinnig schwierig ist, die Bohnensuppe und das Trichinenfleisch und weil die Milch, die sie trinken, voller TB, tuberkulöser Bazillen ist, weil es überall Dreck hat und die Elektrizität ausfällt, weil man sich selber elend fühlt, krank, sondern weil es so schlimm ist. Es ist mit den Christen so schlimm bei ihnen, doch auch an ihrem Ort. Sie ärgern sich. Jeder würde am liebsten eine neue Gemeinde gründen, wo wir mit uns selber allein sind. Und das ist immer die schlechteste Gesellschaft.
Und das ist draußen so furchtbar: die Frustration an den Mitarbeitern. Ein Arzt hat mir das mal vor vielen Jahren gesagt: Jeder Christ meint, ich sei nur da, weil ich mit ihnen Geld verdienen will, in Tansania. Und dann ist da die Vetternwirtschaft, und dann ist Korruption da und Untreue, und überall funktioniert nichts.
Wer gegen den Frust ankämpfen will, draußen oder daheim, der muss ein Gigant sein. Oder er muss einen ganz mächtigen Verbündeten haben: Jesus Christus! Der Dienst draußen in der Welt und auch in unserer satten Wohlstandsgesellschaft, der Dienst vor unseren Herren, ist schlichtweg unmöglich. Wie soll ich denn einen zum Glauben führen können? Wie will ich denn Gemeinde bauen, wenn nicht der auferstandene Jesus am Himmelfahrtstag gesagt hätte, uns zugesprochen hat: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Mir gehört alles, die Kraft und die Gewalt, darum geht hin! Und das hat Verheißung.
Hoffnung aus dem Wort Gottes
Paulus als der erste Missionar ging durch wahnsinnige Krisen, nicht bloß in seiner Haftzeit. Einmal schreibt er: Ich war am Leben verzagt. Herr, ich kann nimmer, ich gebe auf, es hat keinen Wert. Es sind die anderen, aber nicht mich.
Er hat im Römerbrief hinten dieses Wort geschrieben, das ich über diese Predigt stellen will: Was in der Bibel geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, damit wir durch Geduld und Trost der Schrift Hoffnung haben. Hoffnung, weil die Bibel uns das zeigt. Über zweitausendmal steht das in der Bibel.
Und nun spricht der Herr, der alle Macht und alle Gewalt hat. Das musst du wissen in deinen Frustrationen, in deinen Krisen: Das hat Gott zugelassen, damit du wieder hörst. Höre, was der Herr sagt. Es gibt einen lebendigen Gott. Dieser lebendige Gott offenbart sich in der Bibel, und er meint, was er sagt. Er erfüllt alle seine Zusagen. Darauf kannst du dich absolut verlassen.
Die Bibel ist das größte Hoffnungsbuch deines Lebens. Du wirst dauernd überwältigt werden von einer lebendigen Hoffnung, was Jesus noch machen will in deinen Krisen, in deinen Frustrationen. Das ist wunderbar.
Deshalb mein erster Punkt, ein bisschen gegliedert, damit man es wieder mit nach Hause nehmen kann: Bei Jesus gibt es keine Hoffnungslosigkeit mehr, obwohl Pleiten, Pech und Pannen der Normalzustand sind.
Ich habe vorher mit einer Mutter gesprochen, die verzweifelt ist, weil ihre Kinder den Weg der Hölle gehen. Sie sind machtlos. Pleiten, Pech und Pannen, alles falsch gemacht.
Paulus sagt: Wir sind von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht. Uns ist bange, aber wir verzagen nicht. Wir leiden Verfolgung und werden unterdrückt, aber wir kommen nicht um. Denn das Wort Gottes spricht in diesen dunklen Stunden, die Bibel, die Gegenwart unseres Herrn Jesus, machtvoll in die Leere unseres Herzens hinein.
Du darfst wissen: Du bist in der starken Hand von Jesus geborgen.
Vertrauen in Gottes verborgenes Handeln
Einer der ersten Missionare auf der Insel Sumatra, die allerersten wurden von den Dayaks, den Kopfjägern, totgeschlagen. Aber dann war es der deutsche Missionar von Nordstrandischmoor, der gesagt hat: Du musst mit Gott rechnen wie mit Zahlen. Und so hat er es gemacht, in einer ausweglosen Lage.
Woher weiß ich das? Aus der Bibel weiß ich es. Da hat Gott sich an sein Wort gebunden. Ich darf mich auf dieses Wort verlassen, und mein Glaube, der ankert und die Felsenkette geworfen hat, in das Wort Gottes.
Als wir irgendwo in dieses Abenteuer christlicher Fachkräfte hineingeworfen wurden, war ja Helmut Kohl derjenige, der die Idee hatte, und sein Entwicklungsminister Warnke. Ich hatte ja keine Ahnung von dem ganzen Geschäft, ich war ja Gemeindepfarrer. Ich bin nach Bonn gefahren, und da sagte einer der Ministerialdirektoren: Es kann nicht funktionieren, es geht nicht.
Ich bin damals die Rheinstrecke runtergefahren und sagte: Lieber Herr, hol alle anderen, aber lass mich raus. Ich möchte meine Gemeinde betreuen. Ich hatte gerade meine Mappe ausgepackt, da ruft er in Bonn an. Der gleiche Mann sagt: Können Sie morgen noch mal nach Bonn kommen? Ich hatte doch gerade erst angefangen, und ich hätte doch einen Weg, wie es funktionieren kann.
Wissen Sie, das war der Herr. Von uns dachte keiner an diese Unternehmung. Damals gab es manche in der Politik, die im Bundestag eine Fragestunde hatten und Anstoß an unseren Grundsätzen nahmen. Es waren auch manche Kirchenfunktionäre darunter. Denn wir hatten gesagt, wir wollen nicht politisch aktiv sein.
Sie wissen, dass in der Kirche dauernd politisiert wird. Wenn unsere Mitarbeiter draußen sind, sollen das die Einheimischen machen, die Politik. Unsere Leute sollen keine Politik machen. Und das Zweite, was Anstoß erregt hat, war: Wir suchen demütige Leute.
Da ist mir erst aufgegangen: Demut ist bei den meisten Menschen unserer Welt eine Hundetugend. Fifi, komm her! Heinrich Heine hat das ja schon gesagt. Aber unser Herr ist sanftmütig und demütig. Wenn unsere Leute draußen sind, kommen sie nicht als die allwissenden Oberlehrer her. Demütige Leute, die aber nur einen Wunsch haben: So lebe nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir.
Jesus, wenn du nur in meinem Leben zum Ziel kommst. In den Frustrationen, die wir dauernd erleben, in den Spannungen, in den Schwierigkeiten der verschiedenen Stämme in Afrika und was da alles kommen mag, der Konfessionen und all dem, was es da gibt, ist der allergrößte Satz: Nicht mehr ich, sondern Christus.
Das ist keine Selbstverstümmelung, sondern Selbstverleugnung, die Jesus als die Grundvoraussetzung genannt hat, wenn wir ihm nachfolgen wollen. Es geht nicht um mich, sondern darum, dass nur Jesus mit mir zum Zuge kommt.
Das ist für uns eine ganz herrliche Botschaft, auch daheim. Denn es ist für uns genauso wichtig, in deinem Leben, Herr Jesus, musst du es machen, mit meinen Kindern und bei unserer Gemeinde. Du musst es machen, ich weiß auch nicht mehr weiter. Aber ich stelle mich dir zur Verfügung: So lebe nun nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir.
Wenn nur Jesus etwas aus uns macht zu seinem Lob. Wir setzen unser Vertrauen auch noch einmal, original bei Paulus, nicht mehr auf uns selbst, obwohl er doch ein genialer Theologe war. Es war ein Mann mit großer Energie. Wir setzen unser Vertrauen nicht mehr auf uns selbst, sondern auf den Gott, der Tote erweckt.
Und er kann auch in ausweglosen Lagen sein Heil schaffen. Darum gibt es keine Hoffnungslosigkeit mehr, damit wir durch die Schrift, durch das Bibelwort, Geduld haben, ja, Geduld haben, und durch den Trost des Wortes Gottes Hoffnung haben.
Der Geist Gottes statt menschlicher Stärke
Jetzt das Zweite: Es gibt keine Hoffnungslosigkeit mehr.
Das Zweite: Du kannst seinem Wort absolut vertrauen, sagt der Herr. Es soll nicht durch Heer oder Kraft geschehen, sondern durch meinen Geist. Heer oder Kraft, das sind meine Gaben, mein Können, mein Fachwissen. Da heißt er: Nein, darum geht es nicht. Das ist immer so.
Wie damals am ersten Himmelfahrtstag, wo die elf Männer dastanden, ein lächerlich kümmerlicher, armseliger Haufen. So ist es in der Christenheit immer. Und etliche von denen zweifelten noch. Es war gar keine stabile Mannschaft. Aber der Herr hat sie gesandt: Ihr sollt ein Segen sein, ich will euch segnen, und ihr sollt ein Segen sein. Und so hat es der Herr gemacht. Das ist sein Geheimnis mit seinen Leuten.
Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, nicht durch euren Geist und nicht durch Menschenklugheit, sondern durch das geheime Wirken des Geistes Gottes. Wissen Sie, wo Sie den Geist Gottes fassen? Immer nur in seinem Wort, weil es inspiriert ist, vom Geist Gottes getrieben. Darum ist es wirksam. Seine Worte sind Geist und Leben, sie stellen sie wieder auf die Füße, auf den Boden.
Zuerst ausgesandt war Paul, ein Landwirtschaftsexperte aus Stuttgart-Uhlbach, im herrlichen Weingärtnerdorf. Und er ist an einen Platz gegangen bei Brot für die Welt. Da sagten sie: Wie können Sie das überhaupt verantworten? Sie schicken die Leute an ganz furchtbar schwere Orte, da würden wir nie hingehen. Ich habe verantworten können, wie Sie, das muss der Herr Jesus verantworten.
Es sind Gutschis im Südwesten Äthiopiens. Da ist nie ein Regierungsbeamter von Addis Abeba hingegangen, weil die jeden Frauen oder Männer grässlich verstümmelt haben, und ein junger Mann durfte erst heiraten, wenn er vorher einen anderen Mann totgeschlagen hat. Das ist die Sitte der Gutschis. Und da ist eine wunderbare Arbeit entstanden durch die deutsche Missionsgemeinschaft. Der Missionar wollte einen Landwirtschaftsexperten für die Aufforschungsarbeiten, und der Paul aus Uhlbach sagt: Ich gehe hin. Toll, nicht im Vertrauen auf die eigene Kraft des Herrn.
Wir wussten, er wollte dann heiraten. Er sagte: Ich baue eine Hütte. Wenn meine Claudia kommt, dann wird es wunderbar. Uns hat er begeistert erzählt, wie er zum Hochzeitmachen herkam, wie das alles schön war. Am Tag vor der Hochzeit kommt der andere auf, die ganze Hütte ist leer geplündert.
Wissen Sie, da sind Kämpfer, diese Nomaden im Südwesten Äthiopiens. Da hat jeder seine Kalaschnikow rumhängen, und die scheuen nichts. Es war die schrecklichste Hochzeit, die ich je erlebt habe. Wir konnten es doch dem glücklichen Paar nicht sagen: Es ist alles weg. Wir fühlten uns auch so als Schufte, wenn wir geschwiegen haben. Und dann sind sie ausgereist und in den Flitterwochen in die Hütte gekommen, und alles war weg.
Und dann schrieb Paul ganz merkwürdig: Am nächsten Morgen kam der erste Gutsi und brachte das Küchengerät mit, und der Nächste brachte Weißzeug mit, und zum Schluss kam das Foto, und nichts war beschädigt. Gott hat die Herzen von den wildesten Nomadenstämmen verändert durch die Predigt des Evangeliums. Das kann nur Jesus durch sein Wort. Und das ist so wunderbar, das größte aller Wunder.
Das ging gerade weiter, als sie mit den Aufforstungsarbeiten begonnen haben. Das sind ja 3000 Meter hohe Berge, wo die oben aufforsten müssen, Baumschulen gemacht. Paul hat einfach mit den Leuten zuerst Bibelarbeit gemacht, dann hat er gesagt: Jetzt fangen wir an, jetzt gehen wir auf die Berge und machen das.
Als in der marxistischen Militärregierung von Addis Abeba bekannt wurde, die Gutschis haben ohne einen Pfennig Bezahlung unzählige Wälder gepflanzt auf den Höhen. Das gibt es nicht. Sie sind mit dem Hubschrauber angeflogen. Das gibt es in Afrika nicht. Da macht man nichts umsonst. Und der Herr hat das bewegt und hat das fertiggebracht, die Herzen der Menschen zu verändern.
Und das muss man wissen: Sind wir schwach, der Herr hat Stärke. Sind wir arm, der Herr ist reich. Wer ist gleich unserem König? In Afrika, wenn man da mit dem Auto losfährt, da lässt man nicht den Anlasser gleich los. Es ist auch nicht die Vorglühung für den Diesel. Da betet man: Herr Jesus, jetzt musst du mit!
Toll, wenn die Piloten in den kleinen Maschinen sich noch einmal abmelden, meist bei der Ehefrau daheim. Da gibt es ja sonst keine Luftüberwachung. Ready for take off mit der kleinen Cessna. Und dann nimmt er den Helm noch einmal runter und sagt: Jesus, wir sind in deiner Hand. Steile Sache, nicht unsere. Alles muss uns zum Besten dienen, danke, amen. Wir nehmen den Helm los, und dann geht der Propeller los.
Ich will nichts tun ohne ihn. Anders kann man nicht wirken in Afrika, Asien und in unserer Heimat. Der Hebräerbrief heißt, dass der Glaube ein Überwältigtwerden von der unsichtbaren Wirklichkeit ist, ein Festhalten der Dinge, die man nicht sieht, ein Überwältigtwerden von der unsichtbaren Wirklichkeit.
Frucht trotz Elend und Rückschlägen
Auch bei diesen ersten Leuten haben wir welche ausgeschickt, nach den Philippinen. Dort gab es ein riesiges Flüchtlingslager der Boat People. Vielleicht erinnern Sie sich noch: Laoten, Vietnamesen, die mit so Nussschalen geflohen waren, dann aufgefischt wurden, Kap Anamur, wie die hießen, und die wurden in einem zentralen Flüchtlingslager abgeliefert.
30 wurden jedes Jahr dort durchgeschleust, und unsere Krankenschwestern, Hebammen, die dort waren, die sind schier verzweifelt. Das sind alles seelisch kaputte Leute. Die waren im Gefängnis, die wurden missbraucht, das kann man überhaupt nicht sagen, das Elend. 16 war die Mindestbesatzung im Flüchtlingslager.
Da schrieb eine unserer Mitarbeiterinnen, eine Hebamme: Ich bin für diesen Dienst schlecht gerüstet. Oft bin ich traurig über meine eigene Schwäche und Kraftlosigkeit. Viel wollte ich tun, aber kann doch nur wenig bei diesen Menschen erreichen. Da bleibt mein einziger Trost, dass Jesus mich hält und nicht loslässt. Das ist der Geist von Sevi.
Und dann haben die sich noch in ihrer Freizeit den Kritos angenommen, das sind die schwarzen Ureinwohner der Philippinen. Und haben gemerkt, die sind ja viel schlechter versorgt als die in diesem Flüchtlingscamp. Und haben dann bei ihren Freunden über den Brief Geld erbeten für den Büffel, damit Reisfeld angelegt werden kann, damit die nicht mehr Hunger müssen. Dann waren sie fertig, ganz glücklich, geschafft bis zum Umfallen.
Und wissen Sie, was dann kam? Dann brach der Pinatubo aus. So geht es in unserer Welt. Und alles war mit so einer hohen Staubschicht zugedeckt. Alles, was gepflanzt war, war umsonst. Aber Monate später haben sie entdecken müssen, dass es der beste Dung war, der auf diesem Reisfeld gewachsen ist. Noch nie ist der Reis so gewachsen wie durch die Vulkanasche vom Pinatubo. So wirkt der Herr.
Wir meinen, es ist alles aus, und er macht das ganz anders, viel wunderbarer. Und das dürfen wir in der Heimat von den Missionaren lernen: dem Herrn zu vertrauen. Wir sind nicht die Macher, auch nicht die Macher eines Gemeindewachstums. Und wir verbreiten nicht die Ehre unseres Herrn, sondern der Herr trägt uns. Und unter seinem Kreuz werden wir gerechtfertigt mit unserer Schwäche. Und der Herr macht uns groß, unverdient. Wir können gar nichts tun.
Die ganze Entstehungsgeschichte von Seehut, da hat niemand was tun können, da hat niemand daran gedacht, so etwas zu gründen. Aber das hat der Herr getan. Wir können nur dankbar sein und sagen, was damals geschehen ist.
Es ging ja damals eine Empörung durch die ganze Bundesrepublik, hauptsächlich in vielen Landeskirchen, bis nach Schleswig-Holstein. Da stand ein großer Artikel: Die EKD spaltet sich, weil es Parallelstrukturen gibt. Quatsch! Herr Landesbischof Hans von Kehler hat uns die Treue gehalten. Ich danke es der württembergischen Kirchenleitung. Die haben immer gesagt: Es ist von uns, mit uns abgesprochen, das ist ein guter Weg. Und wir haben den Segen des Herrn empfangen.
Ganz herzlichen Dank für alle Fürbitten.
Die eigentliche Aufgabe der Mission
Noch ein Letztes: Der Herr erfüllt alle seine Verheißungen.
In der Entwicklungspolitik gibt es unzählige Frustrationen, auch bei den Nichtchristen. Fast jede Organisation ist frustriert, ob es Ärzte ohne Grenzen sind oder das Rote Kreuz, oder ob es der staatliche Gesundheitsdienst ist. Die Konzepte, was sie auch sein mögen, die der Sozialisten, der Kommunisten, der Anthroposophen, der Nationalisten, der Naturreligionen oder der Wirtschaftsführer, der Militärregierungen und aller, die forschen: Alle wollen immer nur das Beste, und es kommt nichts heraus. Das Elend wird immer größer. Das ist ja die Not der Dritten Welt.
Darum war es uns von Anfang an wichtig, dass unsere Missionare hinausgehen und das Wort Gottes auch verkündigen. Ulrich hat es vorhin gesagt: Es muss doch neutral sein. Aber es war so schön, beim Herrn Minister Warnken sagt sie: Sie sind ja auch ein Christ, und Sie werden auch in Ihrem Ministerium Ihren Dienst treu tun, neutral, aber Sie werden nie zurückhalten, dass Sie von Jesus reden, wo von ihm geredet werden muss, und von seinem Wort.
Es ist heute ein ganz schlimmer Unfug in der evangelischen Christenheit, dass man das Wort missionarisch so falsch deutet. Missionarisch? Huh, die machen irgendwas mit Zwang! In den letzten 300 Jahren, in der ganzen großen Missionsbewegung des Pietismus, einschließlich evangelikaler Bewegungen, hat es noch nie einen Zwang gegeben. Welchen soll es denn geben? Sie haben ja gar keinen Zwang.
Dass das gerade die Kirchenorganisationen sagen, die aus lauter Rechtsabteilungen bestehen und drohen und überall fordern und was weiß ich, da ist immer Machtdenken dabei. Die Mission ist die harmloseste Bewegung. Aber die Jesusgemeinde hat nur das tapfere und mutige Zeugnis von jedem, nur ein Wort, schlicht so, wie sie hier ein Land sprechen können, ihm von Jesus sagen. Mehr haben sie ja nicht. Sie können ihn ja nicht verhauen und sagen: Wenn du nicht glaubst, dann haue ich dir den Kopf ab.
Es geht nirgendwo in der Mission. Es hat auch noch nie gegeben, außer in der Kirchenmission des Mittelalters, aber nie in der Mission. Es war immer nur das Zeugnis des Wortes, und das Wort kommt nicht leer zurück. Ihr werdet erfahren, dass ich der Herr bin; an dem nicht zu Schanden werden, die auf mich harren. Und das ist so wunderbar, dass das erlebt wird in dieser Arbeit draußen.
Es kann alles überhaupt nur durch die Liebe funktionieren. Und dann merken wir auf einmal: Ich habe die Liebe gar nicht. Wer von euch hat denn diese Liebe, in diesen Frustrationen geduldig zu warten und dem Herrn zu vertrauen? Aber ohne Liebe geht nichts. Der Zorn der Gewalt richtet nur Zorn an, das wissen wir, und das nützt nichts. Und das ist so wunderbar, dass wir das lernen.
Vorhin war Jan der Nehre dran gekommen. Er war Dekan der christlichen Universität von Ambon, 10 Studenten, als die Todeskommandos alles zerstört haben. Heute stehen nur Ruinen da. Er hat sein Leben gerettet, und sein Sohn ist auf diesem Flüchtlingsschiff erschlagen worden, mit einer Machete.
Was in Nordnigeria passiert, wo diese Kirchenführer uns gebeten haben: Betet für uns, dass wir lieben können. Die Jesusliebe ist die einzige Macht, die sehr viele haben und die Sie als Christ haben: nur lieben, auch bei ihren missratenen Kindern und Enkeln, auch in ihren schwierigen Berufsfällen. Nur Liebe. Die Jesusliebe muss uns treiben und muss uns erfüllen.
Was noch im Libanon war, wo dort im Todesstreifen mittendrin ein Haus war, das einst die große Schule war: Da waren die Wände besprüht. Ich kann seitdem die Sprühdosen immer sehen, mir macht es Spaß zu töten, auf Englisch. Da waren die Christen mittendrin und haben versucht, Versöhnung zu stiften im Libanon.
Und wie das überall war, in Mosambik: Da sitzt der Klaus Leijkow. Mensch, was hat der auf sich genommen! Ein Kinderarzt mit 55 Jahren verkauft seine Praxis in Ostdeutschland, als die Grenzen aufgehen. Jeder dachte nur an sich. Er hat Englisch gelernt und dennoch Portugiesisch. Und dann hinaus nach Mosambik, und da war noch Bürgerkrieg. Aber wenn der Herr ruft, dann gehen wir.
Und so war es in Angola, wo unsere Margredi Rhoda ein Jahr lang verschollen war und niemand mehr wusste, ob sie noch lebt. Und immer haben die Christen für ihre Feinde gebetet, weil sie wussten: Es ist nicht wichtig, wie wir durchkommen, sondern ob der Herr durchkommt. Und wie herrlich, dass der Herr in diesen Tagen sein Reich baut.
Wir haben heute ein Erlebnis, das überall in der Welt ist, in China. Stefan Müller hat es ja gerade erzählt. Das gibt es doch nicht: 130 Millionen jesusgläubige Juden! Herr, tu das doch auch in unserem Land, durch dein Wort. Gebrauche uns dazu. Und in Laos und in Kambodscha und in Kuba und in Usbekistan und in Somalia und in Algerien.
Da war neulich der Yusuf da, der die Bibelschule betreibt, den wir seit Jahren unterstützen. Er erzählt uns: Zehntausende Berber im muslimischen Algerien haben Jesus angenommen. Das ist der Dienst, das ist das Allergrößte. Und das haben wir immer gesagt: Natürlich wollen wir praktisch helfen, aber das Allerwichtigste ist, dass Menschen Jesus finden, weil niemand Sattmacht, Erfüllung gibt. Es gibt kein anderes Heilen, wo Menschen selig werden können, allein durch den Namen Jesus.
Und das ist so wunderbar, dass der Herr das erlaubt hat und möglich gemacht hat, und das soll weiter so geschehen. Und da will der Herr Sie zubereiten, dass er Sie zu einem Werkzeug seiner Liebe macht, mit einem Zeugnis dessen, was Sie mit Jesus erlebt haben. Und deshalb ist meine dringende Bitte: Tu nie etwas ohne Jesus. Aber alles mit ihm!
Wir beschließen mit dem Gebetsvers:
O Jesus, dass dein Name bliebe,
im Grunde tief gedrückt ein,
möchte eine reine Jesusliebe
in Herz und Sinn geprägt sein,
im Wort, im Werk und in allem Wesen
sei Jesus und sonst nichts zu lesen.
Amen!

